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Sachs.-Anh.

Baugebührenverordnung

13.1
Baugebührenverordnung (BauGVO)
vom 4. Mai 2006
(Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Sachsen-Anhalt 2006 Nr. 16,
Seite 315)

Aufgrund von § 3 Abs. 3 Satz 2 des Verwaltungskostengesetzes des Landes


Sachsen-Anhalt vom 27. Juni 1991 (GVBI. LSA S. 154), zuletzt geändert durch
§ 7 des Gesetzes vom 22. Dezember 2004 (GVBI. LSA S. 866, 868), § 56 Abs. 1
Satz 1 Nr. 3 und § 84 Abs. 2 Satz 2 Nr. 5 der Bauordnung des Landes Sachsen-
Anhalt vom 20. Dezember 2005 (GVBl. LSA S. 769), in Verbindung mit Abschnitt II
Nr. 9 des Beschlusses der Landesregierung über den Aufbau der Landes-
regierung Sachsen-Anhalt und die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom
9./23. Juli 2002 (MBl. LSA S. 779), zuletzt geändert durch Beschluss vom 13. De-
zember 2005 (MBl. LSA 2006 S. 7), wird im Einvernehmen mit dem Ministerium
der Finanzen verordnet:

§1
Grundsatz
(1) Für Amtshandlungen der Bauaufsichtsbehörden sind Kosten (Gebühren und
Auslagen) nach dieser Verordnung und dem Gebührenverzeichnis (Anlage 1) so-
wie nach den Anlagen 2 bis 5 zu erheben.
(2) Schließt die Amtshandlung nach Absatz 1 eine kostenpflichtige Entschei-
dung einer anderen Behörde ein, erhöhen sich die Kosten um die für die einge-
schlossene Entscheidung vorgesehenen Gebühren und Auslagen.
(3) Prüft die Bauaufsichtsbehörde oder eine andere Behörde die Vereinbarkeit
einer gebührenpflichtigen Amtshandlung mit anderen als bauordnungs- und bau-
planungsrechtlichen Vorschriften, ohne dass ein Fall des Absatzes 2 vorliegt, er-
höhen sich die Gebühren für die Amtshandlung der Bauaufsichtsbehörde um
einen Zuschlag, der sich nach dem Zeitaufwand für diese weitere Prüfung be-
misst. Die Höhe des Zuschlags richtet sich nach § 3 der Allgemeinen Gebühren-
ordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 30. August 2004 (GVBI. LSA S. 554),
zuletzt geändert durch § 5 des Gesetzes vom 14. Februar 2006 (GVBI. LSA S. 32,
33), in der jeweils geltenden Fassung. Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht für
1. die Beteiligung der Denkmalschutzbehörden und des Denkmalfachamtes,
2. mitwirkende Stellen, die aufgrund anderer Vorschriften für die Mitwirkung An-
spruch auf Gebühren oder Entgelte haben,

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3. die Weiterleitung von Bauvorlagen nach § 61 Abs. 4 Satz 4 der Bauordnung


des Landes Sachsen-Anhalt und die bloße Weiterleitung sonstiger Vorgänge.
(4) Entfällt der nach den vorstehenden Absätzen erhobene Zuschlag auf die
Mitwirkung der Behörde eines anderen Rechtsträgers als demjenigen, für den
die Bauaufsichtsbehörde handelt, ist der vereinnahmte Zuschlag an diesen
Rechtsträger abzuführen.
(5) Die Prüfingenieure und Prüfämter erhalten für ihre Leistungen in Angele-
genheiten der Bauaufsichtsbehörde eine Vergütung nach dieser Verordnung und
dem Gebührenverzeichnis.
(6) Die Erhebung von Gebühren nach der Allgemeinen Gebührenordnung des
Landes Sachsen-Anhalt und der Auslagenersatz nach § 14 des Verwaltungs-
kostengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt sind nicht ausgeschlossen, soweit
in dieser Verordnung keine andere Regelung getroffen ist. Die Vergütungen der
Prüfingenieure nach § 3 sind Auslagen nach § 14 des Verwaltungskostengeset-
zes des Landes Sachsen-Anhalt.

§2
Gebührenbestimmung nach Zeitaufwand
(1) Bestimmt sich die Gebühr im Gebührenverzeichnis (Anlage 1) nach dem
Zeitaufwand, ist die Zeit anzusetzen, die unter regelmäßigen Verhältnissen von
einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft benötigt wird. Die Zeit für Ortsbe-
sichtigungen einschließlich An- und Abreise ist einzurechnen.
(2) Sind Gebühren nach Zeitaufwand zu bemessen, werden je angefangene
Stunde
1. für Tätigkeiten von Prüfingenieuren und Prüfämtern 68 Euro,
2. für Tätigkeiten von Bauaufsichtsbehörden die sich aus § 3 Abs. 1 der Allge-
meinen Gebührenordnung des Landes Sachsen-Anhalt ergebenden Stun-
densätze
erhoben. Soweit in dieser Verordnung nichts Abweichendes geregelt ist, sind die
§§ 10 und 14 des Verwaltungskostengesetzes des Landes Sachsen-Anhalt ent-
sprechend anzuwenden.

§3
Vergütung der Prüfingenieure und Prüfämter
(1) Die Vergütung besteht aus der Gebühr und den Auslagen.
(2) Wird die Prüfung aus Gründen abgebrochen, die vom Auftragnehmer nicht
zu vertreten sind, so wird die Prüfung entsprechend der anteilig erbrachten Leis-
tung vergütet.
(3) Schuldner der Vergütung ist, wer die Prüfung in Auftrag gegeben hat.

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(4) Ein Nachlass auf die Gebühr ist unzulässig. § 4 Abs. 8 bleibt unberührt.
(5) Fahrtkosten für notwendige Reisen, die über den Umkreis von 15 km um
den Geschäftssitz des Prüfingenieurs hinausgehen, können in Höhe der steuer-
lich zulässigen Pauschalsätze in Ansatz gebracht werden. Fahrt- und Wartezei-
ten sind nach dem Zeitaufwand zu ersetzen. Sonstige Auslagen werden nur er-
stattet, wenn dies bei Auftragserteilung schriftlich vereinbart, worden ist.

§4
Berechnung der Gebühren für bautechnische Prüfungen
(1) Die Gebühr errechnet sich aus den anrechenbaren Bauwerten (§ 6 Abs. 1
bis 3) und der Bauwerksklasse (§ 6 Abs. 4) nach der Gebührentafel (Anlage 4).
Soweit Leistungen nach dem Zeitaufwand zu vergüten sind, findet § 2 Anwen-
dung. Der zeitliche Prüfaufwand ist für jeden Auftrag festzuhalten. Für Zwi-
schenwerte der anrechenbaren Bauwerte ist die Gebühr durch geradlinige In-
terpolation zu ermitteln.
(2) Umfasst ein Prüfauftrag mehrere in statisch-konstruktiver Hinsicht unter-
schiedliche Anlagen, so ist die Gebühr für jede einzelne Anlage getrennt zu er-
mitteln. Gehören Anlagen jedoch der gleichen Bauwerksklasse an, so sind, wenn
sie auch im Übrigen in statisch-konstruktiver Hinsicht weitgehend vergleichbar
sind und die Bauvorlagen gleichzeitig zur Prüfung vorgelegt werden, die anre-
chenbaren Bauwerte dieser Anlagen zusammenzufassen. Die Gebühr ist wie für
eine einzelne Anlage zu ermitteln. Die Absätze 3 und 4 bleiben unberührt.
(3) Umfasst ein Prüfauftrag mehrere Anlagen mit gleichen Standsicherheits-
nachweisen einschließlich der gleichen Nachweise der Feuerwiderstandsfähig-
keit der tragenden Bauteile, so ermäßigen sich die Gebühren nach Tarifstellen
6.1 bis 6.4 und 6.7 für die zweite und jede weitere Anlage auf ein Zehntel.
(4) Besteht eine Anlage aus gleichartigen, durch Dehnfugen unterteilten Ab-
schnitten, für welche mindestens derselbe rechnerische Standsicherheitsnach-
weis und Nachweis der Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Bauteile gel-
ten soll, so ermäßigen sich die Gebühren nach den Tarifstellen 6.1 bis 6.4 für
den zweiten und jeden weiteren gleichartigen Abschnitt auf die Hälfte. Das gilt
nicht, wenn in einer Anlage nur Deckenfelder, Stützenzüge oder Binder gleich
sind.
(5) Traggerüste und Baugruben, für deren Sicherung Standsicherheitsnach-
weise zu prüfen sind, gelten als gesonderte Anlagen.
(6) Werden Teile des rechnerischen Nachweises der Standsicherheit in größe-
ren Zeitabständen vorgelegt und wird dadurch der Prüfaufwand erheblich er-
höht, kann ein Zuschlag bis zur Hälfte der Gebühr nach Absatz 1 vergütet wer-
den.

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(7) Die Absätze 2 bis 6 gelten für die Berechnung der Gebühren für die Prüfung
der brandschutztechnischen Nachweise entsprechend.
(8) In besonderen Fällen können, wenn die Gebühren nach den Absätzen 1 bis
3 in einem groben Missverhältnis zum Aufwand für die Leistung stehen, abwei-
chend höhere oder niedrigere Gebühren berechnet werden, die den besonde-
ren Schwierigkeitsgrad oder den veränderten Umfang einer Leistung berück-
sichtigen.
(9) Die Vergütung wird mit Eingang der Rechnung bei dem Vergütungsschuld-
ner (§ 3 Abs. 3) fällig. Bis zur Fertigstellung des Bauwerks kann eine Berichti-
gung der anrechenbaren Bauwerte, der Bauwerksklasse und der Zuschläge ver-
langt oder ein besonderer Fall (Tarifstelle 6.10) geltend gemacht werden.

§5
Umsatzsteuer
In der Gebühr für Prüfingenieure und Prüfämter ist die Umsatzsteuer enthalten.
Die in der Gebühr enthaltene Umsatzsteuer ist in der Rechnung gesondert aus-
zuweisen, soweit sie nicht nach § 19 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes in der
Fassung der Bekanntmachung vom 21. Februar 2005 (BGBl. I S. 386), geändert
durch Artikel 4 Abs. 31 des Gesetzes vom 22. September 2005 (BGBl. I S. 2809,
2812), unerhoben bleibt.

§6
Anrechenbare Bauwerte und Bauwerksklassen
(1) Für die Anlagen nach Anlage 2 sind die anrechenbaren Bauwerte aus dem
Brutto-Rauminhalt der Anlage, vervielfältigt mit dem jeweils angegebenen Wert
aus Spalte 3 der Anlage 2, zu berechnen. Der Brutto-Rauminhalt bestimmt sich
nach Anlage 5.
(2) Für andere Anlagen berechnen sich die anrechenbaren Bauwerte aus den
Kosten nach § 62 Abs. 4 bis 6 der Honorarordnung für Architekten und Inge-
nieure in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. März 1991 (BGBl. I S. 533),
zuletzt geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 10. November 2001 (BGBl. I
S. 2992, 2994), zuzüglich der darauf entfallenden Umsatzsteuer. Zu den anre-
chenbaren Bauwerten zählen auch Kosten für Bauteile, für die ein Standsicher-
heitsnachweis geprüft werden muss, mit Ausnahme der Kosten für Außen-
wandbekleidungen und für Fassaden. Bei Umbauten sind auch die Kosten für
Abbrucharbeiten anrechenbar. Nicht anrechenbar sind die in § 62 Abs. 7 der
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure genannten Kosten. Bei der Er-
mittlung der anrechenbaren Bauwerte ist von den Kosten auszugehen, die
ortsüblich im Zeitpunkt des Antrags auf Vornahme der Amtshandlung für die Her-

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stellung der Anlagen erforderlich sind. Einsparungen durch Eigenleistungen oder


Vergünstigungen sind nicht zu berücksichtigen.
(3) Die anrechenbaren Bauwerte sind jeweils auf volle Tausend Euro aufzurun-
den.
(4) Die zu prüfenden Anlagen werden entsprechend ihrem statischen und kon-
struktiven Schwierigkeitsgrad in fünf Bauwerksklassen nach Anlage 3 eingeteilt.
Besteht eine Anlage aus Bauteilen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad,
so ist sie entsprechend dem überwiegenden Leistungsumfang einzustufen.
(5) Mit dem Prüfauftrag teilt die Bauaufsichtsbehörde dem Prüfingenieur die
anrechenbaren Bauwerte und, soweit erforderlich, die für die Gebührenberech-
nung anzuwendende Bauwerksklasse sowie etwaige Zuschläge mit.

§7
Übergangsvorschriften
(1) Kosten für Amtshandlungen und Vergütungen für Leistungen der Prüfinge-
nieure und Prüfämter aufgrund der bis zum 14. März 2006 geltenden Fassung
der Bauordnung Sachsen-Anhalt werden nach der bis zum 14. März 2006 gel-
tenden Fassung der Baugebührenverordnung abgerechnet.
(2) Vergütungen für Tätigkeiten staatlich anerkannter Sachverständiger auf-
grund der bis zum 14. März 2006 geltenden Fassung der Bauordnung Sachsen-
Anhalt werden nach der bis zum 14. März 2006 geltenden Fassung der Verord-
nung über staatlich anerkannte Sachverständige nach der Bauordnung Sach-
sen-Anhalt abgerechnet.

§8
Sprachliche Gleichstellung
Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Verordnung gelten jeweils in
männlicher und weiblicher Form.

§9
In-Kraft-Treten
Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 15. März 2006 in Kraft.
Magdeburg, den 4. Mai 2006.

Der Minister für Landesentwicklung und Verkehr


des Landes Sachsen-Anhalt
In Vertretung
Dr. Gottschalk

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Anlage 1
(zu § 1 Abs. 1)
Gebührenverzeichnis1)
Tarif- Gegenstand Gebühr
stelle Euro
(1) (2) (3)
1 Baugenehmigung
1.1 Baugenehmigung (§ 71 BauO LSA) i. V. m. §§ 62 Satz 1 und 63
Satz 1 BauO LSA, ausgenommen die Baugenehmigung nach Tarif-
stellen 1.2 bis 1.7 für je angefangene 500 Euro des anrechenbaren
Bauwertes 5
mindestens 50
1.2 Baugenehmigung (§ 71 BauO LSA) i. V. m. § 62 Satz 2 BauO LSA 75 v. H. der Gebühr
nach Tarifstelle 1.1
mindestens 50
1.3 Baugenehmigung (§ 71 BauO LSA) i. V. m. § 63 Satz 2 BauO LSA 90 v. H. der Gebühr
nach Tarifstelle 1.1
mindestens 50
Anmerkung zu den Tarifstellen 1.1 bis 1.3:
Für mehrere gleiche Anlagen auf einem Baugrundstück oder auf be-
nachbarten Baugrundstücken ermäßigen sich die Gebühren für die
zweite und jede weitere Anlage auf die Hälfte, jedoch nur bis zur
Mindestgebühr, wenn die Bauanträge gleichzeitig zur Prüfung vor-
gelegt werden. Die Ermäßigung ist auf alle Bauanträge umzulegen.
1.4 Genehmigung von Werbeanlagen (§ 10 Abs. 1 Satz 1 BauO LSA)
je Anlage 50 bis 1000
Anmerkung zu Tarifstelle 1.4:
Für gleiche Werbeanlagen auf dem Baugrundstück ermäßigen sich
die Gebühren für die zweite und jede weitere Werbeanlage auf ein
Viertel, wenn die Bauanträge gleichzeitig zur Prüfung vorgelegt wer-
den, jedoch nur bis zur Mindestgebühr.
1.5 Genehmigung von selbstständigen Abgrabungen und Aufschüttun-
gen 50 bis 1000
1.6 Genehmigung von Nutzungsänderungen 50 bis 5000
1.7 Teilbaugenehmigung (§ 73 BauO LSA) 50 bis 1500
Anmerkung zu Tarifstelle 1.7:
Gebühren für Teilbaugenehmigungen sind auf die Gebühr für die
Baugenehmigung anzurechnen, soweit sie 150 Euro übersteigen.
1.8 Verlängerung einer Baugenehmigung (§ 72 Abs. 2 BauO LSA) bis zu 75 v. H. der
Gebühr nach Tarif-
stelle 1.1 bis 1.7
mindestens 50

1) Die Tarifstellen sind kumulativ anzuwenden.

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Tarif- Gegenstand Gebühr


stelle Euro
(1) (2) (3)
1.9 Änderung einer Baugenehmigung aufgrund geänderter Bauvorla-
gen
1,9.1 bei wesentlichen Änderungen (insbesondere der Konstruktion oder
des Erscheinungsbildes) 50 v. H. der Gebühr
nach Tarifstelle 1.1
bis 1.6
1.9.2 bei unwesentlichen Änderungen 50 bis 1750
1.10 Erhöhung der Gebühren nach den Tarifstellen 1.1 bis 1.9, wenn eine
Entscheidung nach § 85 Abs. 2 Satz 4 BauO LSA eingeschlossen
ist, soweit die Gebühr nicht nach § 1 Abs. 2 erhöht wird 25 bis 200
2. Vorbescheid
2.1 Vorbescheid (§ 74 Satz 1 BauO LSA) 75 bis 2500
Anmerkung zu Tarifstelle 2.1:
Die Gebühr für den Vorbescheid ist bis zur Hälfte auf die Bauge-
nehmigungsgebühr anzurechnen, soweit die Mindestgebühr für die
Baugenehmigung nicht unterschritten wird.
2.2 Verlängerung eines Vorbescheides (§ 74 Satz 3 BauO LSA) bis zu 75 v. H. der
Gebühr nach Tarif-
stelle 2.1
mindestens 50
3. Zustimmungen
3.1 Zustimmung (§ 76 BauO LSA) 50 v. H. nach Tarif-
stelle 1
4. Bauprodukte, Bauarten
4.1 Zustimmung zur Verwendung oder Anwendung neuer Bauprodukte
und Bauarten im Einzelfall (§ 20 Satz 1 oder § 21 Abs. 1 Satz 1 BauO
LSA) 200 bis 8000
Anmerkung zu Tarifstelle 4.1:
Die im Rahmen des Verfahrens für Leistungen Dritter zu zahlenden
Beträge sind in den Gebühren nicht enthalten und deshalb geson-
dert als Auslagen zu erheben (§ 14 Abs. 2 Nr. 6 VwKostG LSA).
4.2 Erklärung des Zustimmungsverzichtes (§ 20 Satz 2, § 21 Abs. 1
Satz 5 BauO LSA) 50 bis 2000
4.3 Gestattung der Verwendung von Bauprodukten oder Bauarten ohne
das erforderliche Übereinstimmungszertifikat (§ 22 Abs. 2 Satz 4
und Abs. 3 BauO LSA) 200 bis 5000
5. Bauüberwachung
5.1 Überprüfung von Bauvorhaben (§ 80 Abs. 1 BauO LSA)
je erforderlichen Ortstermin nach Zeitaufwand
5.2 Überwachung der Bauausführung (§ 80 Abs. 2 BauO LSA) je erfor-
derlichen Ortstermin nach Zeitaufwand

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Tarif- Gegenstand Gebühr


stelle Euro
(1) (2) (3)
6. Prüfung von bautechnischen Nachweisen
6.1 Prüfung der rechnerischen Nachweise der Standsicherheit Gebühr nach An-
lage 4
6.2 Prüfung der zugehörigen Konstruktionszeichnungen in statisch-kon-
struktiver Hinsicht 75 v. H. der Gebühr
nach Tarifstelle 6.1
6.3 Prüfung von Elementplänen des Fertigteilbaus sowie Werkstatt-
zeichnungen des Metall- und Ingenieurholzbaus bis zu 75 v. H. nach
Tarifstelle 6.1
6.4 Prüfung des Nachweises der Feuerwiderstandsfähigkeit der tra-
genden Bauteile 5 v. H. der sich aus
der Bauwerksklasse
3 ergebenden Ge-
bühr nach Tarifstelle
6.1
6.5 Prüfung
von besonderen rechnerischen Nachweisen für die Feuerwider-
standsfähigkeit der tragenden Bauteile nach Zeitaufwand
6.6 Prüfung der Konstruktionszeichnungen auf Übereinstimmung mit
dem Nachweis oder auf Einhaltung weiterer Forderungen nach
Nummer 3.1 der nach § 3 Abs. 3 Satz 1 Bauordnung des Landes
Sachsen-Anhalt bekannt gemachten Liste der Technischen Baube-
stimmungen, falls eine Feuerwiderstandsfähigkeit höher als feuer-
hemmend zu berücksichtigen ist 10 v. H. der sich aus
der Bauwerksklasse
3 ergebenden Ge-
bühr nach Tarifstelle
6.1
6.7 Prüfung von rechnerischen Nachweisen der Standsicherheit bei
Nutzungsänderungen, Umbauten und Aufstockungen bis zu 50 v. H. der
Gebühren nach Ta-
rifstelle 6.1
6.8 Prüfung von Nachträgen zu den Nachweisen der Tarifstellen 6.1 bis
6.7 wegen Änderungen oder Fehlern je entsprechendem Nachtrag nach Zeitaufwand
höchstens jeweils eine Gebühr nach
den Tarifstellen 6.1
bis 6.7
6.9 Prüfung einer Lastvorberechnung nach Zeitaufwand
6.10 Leistungen, die durch anrechenbare Bauwerte nicht zu erfassende
Anlagen oder Bauteile zum Gegenstand haben oder bei denen die
über die anrechenbaren Bauwerte nach § 6 Abs. 1 und 2 ermittel-
ten Gebühren in einem groben Missverhältnis zum Aufwand stehen
(§ 4 Abs. 8) nach Zeitaufwand

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Tarif- Gegenstand Gebühr


stelle Euro
(1) (2) (3)
6.11 Prüfung von Nachweisen der Standsicherheit von Außenwandbe-
kleidungen und Fassaden, für die ein Standsicherheitsnachweis ge-
führt werden muss nach Zeitaufwand
6.12 Prüfung von zusätzlichen Nachweisen wie Erdbebenschutz, Mili-
tärlastklassen, Bergschädensicherung und Bauzustände nach Zeitaufwand
6.13 Prüfung der Standsicherheit (§ 60 Abs. 3 Satz 3 BauO LSA) nach Zeitaufwand
6.14 Prüfung der Standsicherheit von Fliegenden Bauten nach Zeitaufwand
6.15 Typenprüfung einschließlich der Prüfung von Bemessungstabellen
und Verlängerung der Geltungsdauer von Typenprüfungen Zweifache der Ge-
bühr nach Zeitauf-
wand
6.16 Prüfung der Brandschutznachweise Gebühr nach An-
lage 4
6.17 Prüfung von Nachträgen zu den Nachweisen wegen Änderungen
oder Fehlern nach Tarifstelle 6.16 nach Zeitaufwand
höchstens eine Gebühr nach
Tarifstelle 6.16
6.18 Prüfung besonderer brandschutztechnischer Nachweise nach Zeitaufwand
höchstens eine Gebühr nach
Tarifstelle 6.16
7. Fliegende Bauten
7.1 Ausführungsgenehmigung (§ 75 Abs. 2 BauO LSA)
für je angefangene 500 Euro des Herstellungswertes 4
mindestens 150
höchstens 2000
7.2 Verlängerung der Ausführungsgenehmigung (§ 75 Abs. 3 Satz 3
BauO LSA) 75 bis 1000
7.3 Änderung der Ausführungsgenehmigung 50 bis 500
7.4 Änderung der Anschrift/Übertragung (§ 75 Abs. 4 BauO LSA) 25
7.5 Gebrauchsabnahme (§ 75 Abs. 5 Satz 2 BauO LSA) 50 bis 300
7.6 Untersagung der Aufstellung oder des Gebrauchs Fliegender Bau-
ten (§ 75 Abs. 6 BauO LSA) 50 bis 500
7.7 Nachabnahme (§ 75 Abs. 7 BauO LSA) 25 bis 150
8. Abweichungen, Ausnahmen und Befreiungen
8.1 Zulassung einer Abweichung von Vorschriften des Bauordnungs-
rechts (§ 66 Abs. 1 BauO LSA) oder einer Befreiung nach § 31 Abs. 2
des Baugesetzbuches
je Abweichung oder Befreiung 50 bis 5000
8.2 Zulassung einer Ausnahme nach § 31 Abs. 1 des Baugesetzbuches
je Ausnahme 50 bis 500

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Tarif- Gegenstand Gebühr


stelle Euro
(1) (2) (3)
9. Baulasten
9.1 Eintragung einer Baulast einschließlich der Entgegennahme der
Baulasterklärung (§ 82 Abs. 1 und 2 BauO LSA) 50 bis 1000
9.2 Löschung einer Baulast (§ 82 Abs. 3 Satz 4 BauO LSA) 25 bis 250
9.3 Andere Eintragungen in das Baulastenverzeichnis (§ 82 Abs. 4 Satz 2
BauO LSA) 50 bis 1000
9.4 Erteilung einer Abschrift aus dem Baulastenverzeichnis (§ 82 Abs. 5
BauO LSA)
je Abschrift 15
10. Nachträgliche Prüfung von Bauvorlagen und Überprüfung von An-
lagen, Nutzungsänderungen
10.1 Prüfung von Bauvorlagen einschließlich der erforderlichen örtlichen
Überprüfungen für ohne Baugenehmigung ausgeführte Anlagen
oder Nutzungsänderungen, wenn diese nachträglich genehmigt
oder geduldet werden zweifache Gebühr
nach Tarifstelle 1
ohne Ermäßigung
10.2 Prüfung von Bauvorlagen einschließlich der erforderlichen örtlichen
Überprüfungen für ohne Baugenehmigung ausgeführte Anlagen
oder Nutzungsänderungen, wenn diese nachträglich nicht geneh-
migt oder geduldet werden eine Gebühr nach
Tarifstelle 1 ohne
Ermäßigung
11. Ordnungsbehördliche Maßnahmen
11.1 Ordnungsbehördliche Verfügungen durch die Bauaufsichtsbehörden
(§ 57 Abs. 2 und §§ 77, 78, 79 und 86 BauO LSA) 50 bis 1500
12. Sonstige Amtshandlungen
12.1 Für jede Anmahnung oder Anforderung von Bauvorlagen
(§ 68, BauO LSA) 50
12.2 Stellungnahmen der Bauaufsichtsbehörde an Behörden anderer
Rechtsträger nach Zeitaufwand
entsprechend § 1
Abs. 3
13. Prüfingenieure, Prüfsachverständige, Prüf-, Zertifizierungs- und
Überwachungsstellen
13.1 Anerkennung als Prüfingenieur
je Fachrichtung 1000
13.2 Anerkennung als Prüfsachverständiger
je Fachrichtung 1000
13.3 Eintragung in die Liste der Prüfingenieure und Prüfsachverständi-
gen
je Fachrichtung 100

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Tarif- Gegenstand Gebühr


stelle Euro
(1) (2) (3)
13.4 Widerruf der Anerkennung als Prüfingenieur oder Prüfsachverstän-
diger
je Fachrichtung 1000
13.5 Entgegennahme eines arbeitsmedizinischen Gutachtens zur Ver-
längerung der Anerkennung 250
13.6 Anerkennung einer Prüf-, Zertifizierungs- und Überwachungsstelle
(§ 25 Abs. 1 BauO LSA und § 11 Abs. 1 des Bauproduktengesetzes
(BauPG) sowie als Stelle nach Artikel 16 Abs. 2 der Richtlinie
89/106/EWG 1000 bis 10 000
13.7 Änderung, Erweiterung, Verlängerung einer Anerkennung nach Tarif-
stelle 13.6 250 bis 5000
13.8 Anerkennung von Ausbildungsstätten (§ 17 Abs. 5 BauO LSA) 1000 bis 10 000
13.9 Regelmäßige Überprüfung der anerkannten Stellen (§ 11 Abs. 1
Satz 2 BauPG) 100 bis 500

Anlage 2
(zu § 6 Abs. 1)

Anrechenbare Bauwerte je Kubikmeter Brutto-Rauminhalt


Nr. Gebäudeart Werte in Euro/m3)
(1) (2) (3)
1. Wohngebäude 96
2. Wochenendhäuser 84
3. Büro- und Verwaltungsgebäude, Banken und
Arztpraxen 129
4. Schulen 123
5. Kindertagesstätten 109
6. Hotels, Pensionen und Heime bis 60 Betten,
Gaststätten 109
7. Hotels, Pensionen und Heime mit mehr als 60 Betten 128
8. Krankenhäuser 143
9. Versammlungsstätten 109
10. Kirchen 123
11. Leichenhallen, Friedhofskapellen 102
12. Turn- und Sporthallen (soweit nicht unter Nummer 18) 74
13. Hallenbäder 118

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Nr. Gebäudeart Werte in Euro/m3)


(1) (2) (3)
14. Kleingaragen, ausgenommen offene Kleingaragen 79
15. Mittel- und Großgaragen, soweit sie eingeschossig sind 94
16. Mittel- und Großgaragen, soweit sie mehrgeschossig sind 114
17. Tiefgaragen 131
18. Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude, hallenmäßige
Verkaufsstätten, einfache Tennis- und Sporthallen,
soweit sie eingeschossig sind, bis zu 50 000 m3
Brutto-Rauminhalt
18.1 mit nicht geringen Einbauten 64
18.2 ohne oder mit geringen Einbauten
18.2.1 bis 2000 m3 Brutto-Rauminhalt
a) Bauart schwer*) 46
b) sonstige Bauart 40
18.2.2 der 2000 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt bis 5000 m3
a) Bauart schwer*) 40
b) sonstige Bauart 32
18.2.3 der 5000 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt bis 50 000 m3
a) Bauart schwer*) 32
b) sonstige Bauart 25
19. Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude, soweit sie
mehrgeschossig sind,
a) ohne oder mit geringen Einbauten 94
b) mit nicht geringen Einbauten 106
3
20. Verkaufsstätten, mit nicht mehr als 5000 m
Brutto-Rauminhalt in mehrgeschossigen Gebäuden
20.1 mit Verkaufsstätten in einem Geschoss und sonstigen
Nutzungen mit Aufenthaltsräumen in den übrigen
Geschossen 74
20.2 mit Verkaufsstätten in mehr als einem Geschoss 131

*) Gebäude, deren Außenwände überwiegend aus Beton einschließlich Leicht- und Gasbeton
oder aus mehr als 17,5 cm dickem Mauerwerk bestehen.

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Nr. Gebäudeart Werte in Euro/m3)


(1) (2) (3)
21. sonstige kleinere gewerbliche Bauten, soweit sie
eingeschossig sind (soweit nicht unter 18) 79
22. Stallgebäude, Scheunen und sonstige landwirtschaft-
liche Betriebsgebäude, ausgenommen Güllekeller wie Nr. 18
23. Güllekeller, soweit sie unter Ställen oder sonstigen
landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden liegen 77
24. Schuppen, offene Kleingaragen, Feldscheunen und
ähnliche Gebäude 31
25. Gewächshäuser
a) bis 1500 m3 Brutto-Rauminhalt 22
b) über 1500 m3 Brutto-Rauminhalt 13

1. Bei Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen sind die anrechenbaren Bau-
werte um 5 v. H., bei Hochhäusern um 10 v. H. und bei Gebäuden mit be-
fahrbaren Decken, außer bei den Nummern 16 bis 18, um 10 v. H. zu erhöhen.
2. Die in der Tabelle angegebenen Werte berücksichtigen nur Flachgründungen
mit Streifen- oder Einzelfundamenten. Mehrkosten für andere Gründungen
sind gesondert zu ermitteln; dies gilt auch für Außenwandbekleidungen, für
die ein Standsicherheitsnachweis geführt werden muss.
3. Bei Gebäuden mit gemischter Nutzung sind für die Gebäudeteile mit ver-
schiedenen Nutzungsarten die Werte anteilig zu ermitteln, soweit Nutzungs-
arten nicht Nebenzwecken dienen.

Anlage 3
(zu § 6 Abs. 4)
Bauwerksklassen

1 Bauwerksklasse 1
Tragwerke mit sehr geringem Schwierigkeitsgrad, insbesondere einfache sta-
tisch bestimmte Tragwerke aus Holz, Stahl, Stein oder unbewehrtem Beton mit
ruhenden Lasten, ohne Nachweis horizontaler Aussteifung;

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Gebührenordnungen Sachs.-Anh.

2 Bauwerksklasse 2
Tragwerke mit geringem Schwierigkeitsgrad, insbesondere
a) statisch bestimmte ebene Tragwerke in gebräuchlichen Bauarten ohne Vor-
spann- und Verbundkonstruktion mit vorwiegend ruhenden Lasten,
b) Deckenkonstruktionen mit vorwiegend ruhenden Flächenlasten, die sich mit
gebräuchlichen Tabellen berechnen lassen,
c) Mauerwerksbauten mit bis zur Gründung durchgehenden tragenden Wän-
den ohne Nachweis horizontaler Aussteifung,
d) Flachgründungen und Stützwände einfacher Art;

3 Bauwerksklasse 3
Tragwerke mit durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad, insbesondere
a) schwierige statisch bestimmte und statisch unbestimmte ebene Tragwerke
in gebräuchlichen Bauarten ohne Vorspannung und ohne Stabilitätsuntersu-
chungen,
b) einfache Verbundkonstruktionen des Hochbaues ohne Berücksichtigung des
Einflusses von Kriechen und Schwinden,
c) Tragwerke für Gebäude mit Abfangung der tragenden beziehungsweise aus-
steifenden Wände,
d) ausgesteifte Skelettbauten,
e) ebene Pfahlrostgründungen,
f) einfache Gewölbe,
g) einfache Rahmentragwerke ohne Vorspannkonstruktionen und ohne Stabi-
litätsuntersuchungen,
h) einfache Traggerüste und andere einfache Gerüste für Ingenieurbauwerke,
i) einfache verankerte Stützwände;

4 Bauwerksklasse 4
Tragwerke mit überdurchschnittlichem Schwierigkeitsgrad, insbesondere
a) statisch und konstruktiv schwierige Tragwerke in gebräuchlichen Bauarten
und Tragkonstruktionen, für deren Standsicherheits- und Festigkeitsnachweis
schwierig zu ermittelnde Einflüsse zu berücksichtigen sind,
b) vielfach statisch unbestimmte Systeme,
c) statisch bestimmte räumliche Fachwerke,

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Sachs.-Anh. Baugebührenverordnung

d) einfache Faltwerke nach der Balkentheorie,


e) statisch bestimmte Tragwerke, die Schnittgrößenbestimmungen nach der
Theorie 2. Ordnung erfordern,
f) einfach berechnete, seilverspannte Konstruktionen,
g) Tragwerke für schwierige Rahmen- und Skelettbauten sowie turmartige Bau-
ten, bei denen der Nachweis der Stabilität und Aussteifung die Anwendung
besonderer Berechnungsverfahren erfordert,
h) Verbundkonstruktionen, soweit nicht in Bauwerksklasse 3 oder 5 erwähnt,
i) einfache Trägerroste und einfache orthotrope Platten,
j) Tragwerke mit einfachen Schwingungsuntersuchungen,
k) schwierige statisch unbestimmte Flachgründungen, schwierige ebene oder
räumliche Pfahlgründungen, besondere Gründungsverfahren, Unterfangun-
gen,
l) schiefwinklig gelagerte oder gekrümmte Träger,
m) schiefwinklige Einfeldplatten für Ingenieurbauwerke,
n) schwierige Gewölbe und Gewölbereihen,
o) Rahmentragwerke, soweit nicht in Bauwerksklasse 3 oder 5 erwähnt,
p) schwierige Traggerüste und andere schwierige Gerüste für Ingenieurbau-
werke,
q) schwierige, verankerte Stützwände;

5 Bauwerksklasse 5
Tragwerke mit sehr hohem Schwierigkeitsgrad, insbesondere
a) statisch und konstruktiv ungewöhnlich schwierige Tragwerke,
b) schwierige Tragwerke in neuen Bauarten,
c) räumliche Stabwerke und statisch unbestimmte räumliche Fachwerke,
d) schwierige Trägerroste und schwierige orthotrope Platten,
e) Verbundträger mit Vorspannung durch Spannglieder oder andere Maßnah-
men,
f) Flächentragwerke (Platten, Faltwerke, Schalen), die die Anwendung der Elas-
tizitätstheorie erfordern,
g) statisch unbestimmte Tragwerke, die Schnittgrößenbestimmungen nach der
Theorie 2. Ordnung erfordern,

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Gebührenordnungen Sachs.-Anh.

h) Tragwerke mit Standsicherheitsnachweisen, die nur unter Zuhilfenahme mo-


dell-statischer Untersuchungen oder durch Berechnung mit finiten Elemen-
ten beurteilt werden können,
i) Tragwerke mit Schwingungsuntersuchungen, soweit nicht in Bauwerksklasse
4 erwähnt,
j) seilverspannte Konstruktionen, soweit nicht in Bauwerksklasse 4 erwähnt,
k) schiefwinklige Mehrfeldplatten,
l) schiefwinklig gelagerte, gekrümmte Träger,
m) schwierige Rahmentragwerke mit Vorspannkonstruktionen und Stabilitäts-
untersuchungen,
n) sehr schwierige Traggerüste und andere sehr schwierige Gerüste für Inge-
nieurbauwerke, zum Beispiel weit gespannte oder hohe Traggerüste,
o) Tragwerke, bei denen mehrere Schwierigkeitsmerkmale der Bauwerksklasse 4
gleichzeitig auftreten und sich die Prüfleistungen dadurch wesentlich er-
höhen.

(Fortsetzung siehe Folgeseite)

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Anlage 4
(zu § 4 Abs. 1)
Gebührentafel1)

1) In der Gebühr ist die Umsatzsteuer enthalten.


2) Vergütung nach Zeitaufwand

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Anlage 5
(zu § 6 Abs. 1)

Begriffe und Berechnungsgrundlagen zur Ermitt-


lung von Grundflächen und Brutto-Rauminhalten

1 Begriffe
1.1 Brutto-Grundfläche (BGF)
Die Brutto-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen
eines Bauwerkes. Nicht dazu gehören die Grundflächen von nicht nutzbaren
Dachflächen und von konstruktiv bedingten Hohlräumen, z. B. in belüfteten
Dächern oder über abgehängten Decken.
Die Brutto-Grundfläche gliedert sich in Konstruktions-Grundfläche und Netto-
Grundfläche.

1.2 Konstruktions-Grundfläche (KGF)


Die Konstruktions-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen der aufgehen-
den Bauteile aller Grundrissebenen eines Bauwerkes, z. B. von Wänden, Stüt-
zen und Pfeilern. Zur Konstruktions-Grundfläche gehören auch die Grundflächen
von Schornsteinen, nicht begehbaren Schächten, Türöffnungen, Nischen sowie
von Schlitzen.

1.3 Brutto-Rauminhalt (BRI)


Der Brutto-Rauminhalt ist der Rauminhalt des Baukörpers, der nach unten von
der Unterfläche der konstruktiven Bauwerkssohle und im Übrigen von den äuße-
ren Begrenzungsflächen des Bauwerkes umschlossen wird.
Nicht zum Brutto-Rauminhalt gehören die Rauminhalte von
a) Fundamenten;
b) Bauteilen, soweit sie für den Brutto-Rauminhalt von untergeordneter Be-
deutung sind, z. B. Kellerlichtschächte, Außentreppen, Außenrampen, Ein-
gangsüberdachungen und Dachgauben;
c) untergeordneten Bauteilen, wie z. B. konstruktive und gestalterische Vor- und
Rücksprünge an den Außenflächen, auskragende Sonnenschutzanlagen,
Lichtkuppeln, Schornsteinköpfe, Dachüberstände, soweit sie nicht Über-
deckungen für Bereich b nach Abschnitt 2. 1.1 sind.

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2 Berechnungsgrundlagen
2.1 Allgemeines
2.1.1 Grundflächen und Rauminhalte sind nach ihrer Zugehörigkeit zu folgen-
den Bereichen getrennt zu ermitteln:
a) Bereich a: überdeckt und allseitig in voller Höhe umschlossen,
b) Bereich b: überdeckt, jedoch nicht allseitig in voller Höhe umschlossen,
c) Bereich c: nicht überdeckt.
Sie sind ferner getrennt nach Grundrissebenen, z. B. Geschossen, und getrennt
nach unterschiedlichen Höhen zu ermitteln.
2.1.2 Waagerechte Flächen sind aus ihren tatsächlichen Maßen, schräg lie-
gende Flächen aus ihrer senkrechten Projektion auf eine waagerechte Ebene zu
berechnen.
2.1.3 Grundflächen sind in m2, Rauminhalte in m3 anzugeben.

2.2 Berechnung von Grundflächen


Für die Berechnung der Brutto-Grundfläche sind die äußeren Maße der Bauteile
einschließlich Bekleidung, z. B. Putz, in Fußbodenhöhe anzusetzen. Konstruk-
tive und gestalterische Vor- und Rücksprünge an den Außenflächen bleiben da-
bei unberücksichtigt.
Brutto-Grundflächen des Bereichs b sind an den Stellen, an denen sie nicht um-
schlossen sind, bis zur senkrechten Projektion ihrer Überdeckungen zu rech-
nen.
Brutto-Grundflächen von Bauteilen (Konstruktions-Grundflächen), die zwischen
den Bereichen a und b liegen, sind zum Bereich a zu rechnen.

2.3 Berechnung von Rauminhalten


Der Brutto-Rauminhalt ist aus den nach Abschnitt 2.2 berechneten Brutto-
Grundflächen und den dazugehörigen Höhen zu errechnen. Als Höhen für die
Ermittlung des Brutto-Rauminhaltes gelten die senkrechten Abstände zwischen
den Oberflächen des Bodenbelages der jeweiligen Geschosse bzw. den Dächern
die Oberfläche des Dachbelages.
Bei Luftgeschossen gilt als Höhe der Abstand von der Oberfläche des Boden-
belages bis zur Unterfläche der darüber liegenden Deckenkonstruktion.
Bei untersten Geschossen gilt als Höhe der Abstand von der Unterfläche der
konstruktiven Bauwerkssohle bis zur Oberfläche des Bodenbelages des darüber
liegenden Geschosses.

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Für die Höhen des Bereichs c sind die Oberkanten der diesem Bereiche zuge-
ordneten Bauteile, zum Beispiel Brüstungen, Attiken, Geländer, maßgebend.
Bei Bauwerken oder Bauwerksteilen, die von nicht senkrechten und/oder nicht
waagerechten Flächen begrenzt werden, ist der Rauminhalt nach entsprechen-
den Formeln zu berechnen.

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