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Übersicht über medizinische Maßnahmen und technische Geräte

auf der Intensivstation

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Besucher unserer Intensivstation,

in dieser kleinen Übersicht stellen wir Ihnen therapeutische Maßnahmen und medizinische Geräte vor. Dies
soll Ihnen das Verständnis für die durchgeführten intensivmedizinischen Maßnahmen erleichtern.

Beatmungsgerät

Beatmungsgeräte werden bei Patienten eingesetzt, die eine


ungenügende Atemfunktion haben. Ursachen können z.B.
eine Lungenentzündung, ein Schlaganfall aber auch eine
Entzündung im Bauchraum sein. Die Beatmung erfolgt
entweder über eine Maske oder über einen sogenannten
Tubus, der über den Mund direkt in die Luftröhre eingeführt
wird. Die modernen Beatmungsgeräte können auf den
Patienten reagieren und z.B. einen Atemzug unterstützen,
wenn der Patient einatmen will.

Defibrillator

Der Defibrillator wird zur Elektrotherapie schwerer


Herzrhythmusstörungen oder im Rahmen von
Wiederbelebungsmaßnahmen eingesetzt.

Vorsitzender des Aufsichtsrates Sitz der Gesellschaft Krankenhaus Wurzen Registergericht Bankverbindung
Dr. Gerhard Gey Muldentalkliniken GmbH Kutusowstraße 70 Amtsgericht Leipzig Sparkasse Muldental
Geschäftsführer Gemeinnützige Gesellschaft 04808 Wurzen HRB 20554 BLZ 860 502 00, KtoNr 1010 050 105
Jörg Christian Langner Kutusowstraße 70 Tel. 03425 93-0 BIC SOLADES1GRM
Dr. med. Uwe Krause 04808 Wurzen Fax 03425 93-2399 IBAN DE23 8605 0200 1010 0501 05
IK 261400563 wurzen@kh-muldental.de
Steuer-Nr. 238/114/03121 www.kh-muldental.de
Infusions- und Spritzenpumpen

Infusions- und Spritzenpumpen erlauben die genaue


Dosierung von Medikamenten und Infusionslösungen. Bei
Störungen oder dem Ende der Infusion geben sie ein Signal
zur Information ab.

Labor

Auf unserer Station steht ein Minilabor zur Verfügung, mit


dem innerhalb von zwei Minuten verschiedene wichtige
Blutwerte, z.B. der Gehalt an rotem Blutfarbstoff, bestimmt
werden können. Dadurch kann man sehr rasch auf akute
Notfälle reagieren. Es werden zudem Werte bestimmt, die
uns helfen die Beatmung und die Dialyse zu steuern.

Physiotherapie

Physiotherapeutische Maßnahmen tragen entscheidend zur Aufrechterhaltung der Muskelfunktion und zur
Drainage von Sekret aus den Atemwegen bei. Daher werden bei Ihren Angehörigen regelmäßig
physiotherapeutische Behandlungen durchgeführt. Nach einer schweren Erkrankung oder nach einer langen
Beatmungsdauer werden die Patienten mit Hilfe der Physiotherapie wieder mobilisiert. Das beinhaltet das
Sitzen am Bett oder im Behandlungsstuhl, ggf. bis zu den ersten Schritten am Bett. Diese Therapie wird
sowohl von unserem Pflegepersonal als auch unseren Physiotherapeuten durchgeführt.

Sedierung

Zur Schmerztherapie und zum Abschirmen von Stress bei kritischen Erkrankungen werden Medikamente
eingesetzt, die einen schlafähnlichen Zustand bewirken. Dieser Schlaf ist jedoch in der Regel nicht sehr tief,
so dass der Patient Ihre Anwesenheit wahrnehmen kann und Bewegung oder andere Reaktionen wie
Husten auftreten können. Sie können mit Ihrem Angehörigen sprechen, das Gesicht oder die Hand
berühren.

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Thoraxdrainage

Die Thoraxdrainage wird z.B. nach Unfällen mit Verletzungen des


Brustkorbes eingesetzt. Luft oder Blut, die in den Raum zwischen die
Lunge und die Brustkorbwand gelangt sind, können darüber
abgeleitet werden. Damit wird auch verhindert, dass die Lunge durch
Eindringen von Luft in den Brustkorb zusammenfällt.

Tracheotomie

Bei Patienten, die längere Zeit beatmet werden müssen, wird ein Luftröhrenschnitt – eine Tracheotomie –
durchgeführt. Wir informieren Sie über die medizinischen Gründe, die Art der Durchführung und die Risiken.
Auch wenn die Tracheotomie eine eingreifende Maßnahme ist, so sichert Sie in vielen Fällen den
Behandlungserfolg, erlaubt das Aufwachen des Patienten und den Kostaufbau.

Transportbeatmungsgerät

Ein Transportbeatmungsgerät ist ein robustes Beatmungsgerät, das


die Fortsetzung der intensivmedizinischen Beatmung auf
Transporten ermöglicht. Transporte von Intensivpatienten sind in
vielen Fällen notwendig, z.B. die Fahrt in den Operationssaal, zu
einer Untersuchung in die Computertomographie oder auch in ein
anderes Krankenhaus, z.B. um dort eine Hirnblutung zu behandeln.

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Ultraschallgerät

Das Ultraschallgerät ist ein unverzichtbares „Werkzeug“ für den


Intensivmediziner. Mit ihm kann man ohne schädigende Wirkung –
im Gegensatz zum Röntgen – viele Erkrankungen des Brustkorbes,
der Bauchhöhle oder Niere erkennen. Zudem können unter
Ultraschallkontrolle sicher Gefäße oder Spalt zwischen Lunge und
Brustkorbwand punktiert und Katheter eingelegt werden

Überwachungsmonitor

Jeder Patient wird durch einen Überwachungsmonitor überwacht. Damit wird kontinuierlich das EKG, der
Herzschlag, die Pulskurve und der Sauerstoffgehalt im Blut überwacht. Die Messung des Blutdrucks erfolgt
in bestimmten Abständen. Je nach Erkrankung werden weitere Parameter überwacht.

EKG und Herzschlag

Pulskurve und
Sauerstoffgehalt

Blutdruck

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Urinableitung

Vielen Patienten wird ein Blasenkatheter gelegt. Damit


kann der Urin sicher und sauber abgeleitet werden. Bei
Intensivpatienten ist es wichtig, die Nierenfunktion und
die Urinausscheidung engmaschig zu überwachen. So
wird die Urinmenge in dem Auffanggefäß stündlich
gemessen. Damit können Verschlechterungen der
Nierenfunktion frühzeitig erkannt und behandelt werden,
schneller als das Laborwerte anzeigen können. Auch
die Urinfarbe gibt wichtige Hinweise auf den
Krankheitszustand.

Wunddrainage

Wunddrainagen leiten nach Operationen Blut und Wundsekret ab. Damit


werden Schwellungen im Operationsgebiet und Flüssigkeitsansammlungen
verhindert. Diese Flüssigkeitsansammlungen könnten wieder-um zu
Infektionen führen.

Zentraler Venenkatheter

Zur sicheren Infusion, der Gabe bestimmter hochwirksamer Medikamente und zur Blutentnahme wird vielen
Patienten ein Zentraler Venenkatheter gelegt. Dieser Katheter liegt in einer Halsvene, in einer Vene
unterhalb des Schlüsselbeins oder in einer Vene am Oberschenkel. In schwierige Fällen erfolgt die Anlage
unter Ultraschallkontrolle. Auch die Nierenersatztherapie – im Allgemeinen Dialyse genannt – erfordert die
Anlage eines solchen Katheters mit größerem Durchmesser.

Das Team der Intensivstation des Krankenhauses Wurzen


Muldentalkliniken gGmbH

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