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Mein Schulpraktikum

Ich studiere an der Uzhhorod National University und erwerbe den Beruf des
Fremdsprachenlehrs. Zu unseren Lehrveranstaltungen gehören nicht nur
alltägliche Sprachpraxis, Seminare und Vorlesungen. Die Ausbildung eines Lehrers
fordert auch ein Praktikum in der allgemeinbildenden Schule. Und das ist in
unseren Studiengängen vorausgesehen.

Gerade vor kurzem habe ich das pädagogische Praktikum in der Schule gehabt.
Leider dauerte mein Schulpraktikum nur 2 Wochen lang. Der erste Tag habe ich
tüchtig zahlreiche Stunden hospitiert und die Lehrpläne kennengelernt.
Gleichzeitig war es meine Bekanntschaft mit den Schülern und Programmen. Von
dem pädagogischen Kollektiv, den Kindern, dem Schuldirektor und seinem
Stellvertretenden war ich ganz freundlich empfangen und bereiteten uns auf die
ersten Stunden vor.

Obwohl unsere Universität mir feste Grundlage für den Lehrerberuf schafft, war
ich zuerst stark aufgeregt. Da kam der Tag, an dem ich die erste Stunde in
meinem Leben erteilt habe. Ich war im Klassenzimmer mit den Schülern allein.
Mein Konzept, das ausführlich gemacht war, hat in Bereitschaft auf dem Tisch
gelegen. Doch kannte ich alles auswendig. Die Klasse hat mir gehorcht, und die
Zeit ist in der freundlichen Atmosphäre gelaufen. Mein Unterrichtsziel war
erreicht und es hat mir Schwung für die nächste Arbeit gegeben.

 Besondere Freude haben mir die Stundenbereitet, die ich unter der Leitung der
Lehrerin Marianna Volodymyrivna der 9. Klasse erteilt habe. Hier in der Schule
konnte ich alle Kenntnisse, die ich im Laufe des Studiums in der Sprache und in
der Methodik erworben hatte, praktisch anwenden. Vom ersten Kursus an habe
ich verschiedene Anschauungsmittel (Bilder, Tabellen, Dias u.a.) gesammelt. Jetzt
konnte ich sie im Unterricht gut gebrauchen, denn sie erleichtern die Arbeit an
der Worterschließung, machen sie effektiver.

Die anderen Stunden hat bei mir die Lehrerin hospitiert. Oft sind unsere
Hochschulmetodisten dabei gewesen. Wir haben unsere Handlungen im
Unterricht besprochen und alles, was die Stunde anbetrifft: Anschauungsmittel,
Arbeitsmethoden, Kontakt zu den Kindern, die Haltung des Lehrers, unsere
Erfolge, Mängel, Missverständnisse.
In der Schule war ich nicht nur auf die Stunden konzentriert. Ich habe an
verschiedenen Festveranstaltungen teilgenommen. Meine Pflicht ist auch für
Sauberkeit und Ordnung im Klassenzimmer zu sorgen gewesen: Hefte,

Vokabelhefte, Tagebücher der Schüler zu kontrollieren; Konversationszirkel


durchzuführen; bei der Wandzeitungvorbereitung zu helfen. Dazu sind noch
verschiedene Sitzungen gekommen, an denen die Lehrer beteiligt sein müssen.
Und die tägliche Vorbereitung auf den Unterricht hat besonders viel Zeit in
Anspruch genommen.

Darum ist mein Schulpraktikum so schnell wie im Fluge verlaufen. Jetzt bin ich
sicher, dass der Lehrerberuf sehr interessant aber schwer und verantwortlich ist.
Man muss präzise Kenntnisse besitzen, gut in Methodik, Pädagogik und
Psychologie beschlagen sein, man muss unbedingt auch große Liebe zu den
Kindern haben.

Diese Tage haben mich in meiner richtigen Berufswahl überzeugt, dass ich nicht
auf dem falschen Dampfer gelandet bin und es freut mich sehr. Jetzt verstehe ich
deutlicher meine Aufgaben beim Studium und träume von meiner nächsten
Begegnung mit der Schule.