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GJKPH Language Training Services, Lipa City, Philippines

TELC B1/B2 Pflege - Schreibtraining für Pflegekräfte

Der Aufnahmebericht
In der telc-Prüfung B1/B2 Pflege werden zwei Schreibleistungen gefordert – ein Aufnahmebericht
und ein Biographiebericht. Für beide Aufgabenstellungen wird jeweils ein Formblatt mit
Informationen zum Patienten/zur Patientin bereitgestellt, auf dessen Grundlage der Text
geschrieben werden soll – ein Anamnesebogen bzw. ein Biographiefragebogen. Als
Schreibleistung soll ein Text von 120 – 170 Wörtern formuliert werden, indem die vorgegebenen
stichwortartigen Informationen in einen Fließtext übertragen werden. Um auf die geforderte
Wortzahl zu kommen und den Text realistisch zu gestalten, ist es in beiden Aufgabenstellungen
erforderlich, in einzelnen Passagen selbständig Informationen zu ergänzen. Strukturell stehen vor
allem satzverbindende Elemente und grammatikalische Korrektheit im Fokus der Bewertung. Die
in unserer Musterlösung beispielhaft genutzten Verbindungselemente sind zur besseren
Sichtbarmachung kursiv gesetzt.

Heute beschäftigen wir uns mit dem Aufnahmebericht. Im zugrunde liegenden Anamnesebogen,
der während der Prüfung vorliegt, werden immer Angaben zu Pflegeressourcen und -problemen in
Bezug auf ausgewählte Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des täglichen Lebens nach dem
Pflegemodell von Monika Krohwinkel (AEDL-Modell) zur Verfügung gestellt. Im Folgenden eine
Auflistung der AEDL mit Beispielen – in den Anamnesebögen zur Prüfung tauchen lediglich jeweils
zwei dieser Bereiche in tabellarischer Form auf, wobei das Vorhandensein einer Ressource bzw.
eines Hilfebedarfs angekreuzt ist. Hier Vorschläge zur Ausformulierung:
Kommunizieren: 
➢ Um angemessen kommunizieren zu können, benötigt er sowohl eine Brille als auch
Hörgeräte.
➢ Frau…kann sich präzise/genau/gut mitteilen und ist in der Lage ihre Wünsche zu äußern.
Sie ist sowohl zeitlich wie auch örtlich orientiert. Auf Nachfrage konnte sie mir Datum und
ihren momentanen Aufenthaltsort nennen.
Sich bewegen:
➢ Herr…ist (nicht) in der Lage/fähig/kann selbstständig…
➢ Der Patient benötigt Hilfe/Unterstützung/Assistenz beim Anziehen.
➢ Zum Gehen benötigt er einen Stock/Rollator/Unterarmstützen.
Vitale Funktionen aufrechterhalten:
➢ Beim Patienten wird regelmäßig der Blutdruck gemessen.
➢ Die Patientin trägt Kompressionsstrümpfe/nimmt regelmäßig Medikamente ein.
➢ Sie braucht Unterstützung bei der Medikamentenversorgung.
Sich pflegen:
➢ Er bevorzugt ein Vollbad gegenüber einer Dusche auf dem Schemel.
➢ Das präferierte Duschgel/Haarwasser wird von der Tochter besorgt.

➢ Er benötigt Hilfe bei der Fußpflege.


Essen und Trinken:
➢ Herr…lehnt warme Süßspeisen ab. Frau…trinkt gewöhnlich drei Tassen Kaffee täglich und
nimmt ihre Mahlzeiten gerne in Gesellschaft ein.
➢ Der Patient benötigt wegen eines Reizdarms Schonkost/aufgrund allgemeiner Schwäche
Sondenernährung.
Ausscheiden:
➢ Die Patientin sucht gewohnheitsmäßig morgens nach dem Aufstehen die Toilette auf und
kann das selbständig tun/benötigt dabei Hilfestellung.
➢ Herr…ist harninkontinent, kann aber den Darm kontrollieren/benötigt nachts eine Vorlage.
Sich kleiden:
➢ Der Patient legt nicht nur in Gesellschaft, sondern auch allein für sich großen Wert auf
gepflegtes Auftreten/trägt gern seine persönliche Freizeitkleidung und
Hausschuhe/wechselt gewöhnlich zweimal wöchentlich die Wäsche nach dem Baden/zieht
sich wegen Desorientiertheit öfter aus.
Ruhen und Schlafen:
➢ Üblicherweise schläft die Patientin von 2 bis 7 Uhr morgens.
➢ Herr…bekommt wegen seiner Einschlafstörungen vor dem Schlafengehen ein
Johanniskrautpräparat.
Sich beschäftigen:
➢ Herr…hat als Maurer gearbeitet und in seiner Freizeit gern Fußball gespielt, heute schaut
er sich gern Spiele im Fernsehen an.
➢ Zur Gestaltung ihres Tagesablaufes wünscht sich die Patientin Unterstützung.
Sich als Mann/Frau fühlen:
➢ Wegen ihres Schamgefühls wünscht sich die Patientin eine weibliche Pflegeperson bei der
Intimpflege.
➢ Herr…besteht auf eine tägliche Nassrasur, da der elektrische Rasierapparat bei ihm
Hautreizungen verursacht.
Für eine sichere Umgebung sorgen:
➢ Vor dem Schlafengehen möchte Frau…das Zimmer verschlossen bekommen.
➢ Um nächtliche Stürze zu vermeiden, benötigt der Patient ein Bettgitter.
Soziale Bereiche des Lebens sichern:
➢ Wegen einer Erbstreitigkeit lehnt Frau…jeden Kontakt zu ihren Schwestern ab.
➢ Durch seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Kirchengemeinde besteht für den
Patienten ein sehr enger Kontakt zu Pfarrer Huber.
Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen:
➢ Aufgrund seiner regelmäßig auftretenden Gelenkschmerzen hat Frau…bis zu ihrer
Aufnahme im Seniorenheim bis zu dreimal täglich je 15 Tropfen Tramal zu sich genommen.
➢ Die Mobilität von Herrn…ist durch seine Hüftbeschwerden vor allem morgens stark
eingeschränkt.
➢ Frau…leidet sehr unter dem Tod ihrer Ehemann, mit dem sie über 50 Jahre verheiratet war.
➢ Die Betreuung in der Sterbephase betreffend, wünscht sich der Patient einen Verzicht auf
Sondenernährung.

Beispiellösung
Herr Weber, geboren am 01.03.1944, wurde heute Nachmittag in unserem Pflegeheim
Akazienhof aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte durch Pflegefachmann Markus, der das
Aufnahmegespräch durchführte.

Herr Weber ist zeitlich und örtlich nur sehr eingeschränkt orientiert, was zur Folge hat, dass er in
der Regel nicht weiß, welcher Tag aktuell ist und an welchem Ort er sich derzeit befindet.
Andererseits ist er situativ und zur Person meist orientiert, das heißt, dass er das Pflegepersonal
nach einer gewissen Gewöhnungszeit erkennt und sich seiner neuen Situation im Heim bewusst
ist. Aus diesem Grund haben wir die Erstinformationen von seinem Sohn Jakob Weber erhalten,
der auch unser zukünftiger Ansprechpartner sein wird. Da Herr Weber schwerhörig ist, benötigt er
für beide Ohren ein Hörgerät. Eine Brille ist allerdings nicht erforderlich, da bei ihm keine
Fehlsichtigkeit vorliegt. Von seinem Sohn wurde uns mitgeteilt, dass er seine Wünsche äußern
kann. In dieser Hinsicht sind somit keine größeren kommunikativen Probleme zu erwarten.

Herr Weber ist noch sehr mobil und selbstständig, so hat er zum Beispiel keinerlei Probleme beim
Gehen, Stehen, Sitzen, Laufen, sich Hinsetzen oder beim Verändern der Lage im
Bett. Entsprechend benötigt er keinerlei Hilfsmittel. Allerdings geht er weder spazieren noch hat er
Freude an anderen körperlichen Aktivitäten. Abschließend ist noch zu beachten, dass Herr Weber
an Kontrakturen der Hände leidet (gefaustet), wodurch er entsprechende Unterstützung benötigt.
Ein erster Termin mit der Physiotherapeutin ist bereits für Montag terminiert.

Pflegefachmann Markus

Der Biographiebericht
Auch für den Biographiebericht wird ein Formblatt mit Informationen zum Patienten/zur Patientin
bereitgestellt, auf dessen Grundlage der Text geschrieben werden soll - der Biographiefragebogen.
Als Schreibleistung soll nun ein Text von 120 – 170 Wörtern formuliert werden, indem die
vorgegebenen stichwortartigen Informationen in einen Fließtext übertragen und um weitere, zum
Thema passende, Details ergänzt werden. Strukturell stehen vor allem satzverbindende Elemente
und grammatikalische Korrektheit im Fokus der Bewertung. Besonders wichtig ist auch hier, zu
allen Angaben aus dem Fragebogen etwas zu schreiben; werden Stichpunkte ausgelassen, kommt
es zu Punktabzug.
Schaut man sich Modelltests zum Biographiebericht an, stellt man fest, dass der Fragebogen oft
unterschiedlich aussieht. Ebenso wie beim Anamnesefragebogen, der Grundlage für den
Aufnahmebericht ist, werden hier ausgewählte Punkte aus einem festgelegten Punktekanon
angeboten. Man weiß also vorher nicht, welche Informationen genau gegeben werden.
Hier ein Überblick über den „Punktekatalog“, der sich in drei Bereiche unterteilen lässt –
persönliche Daten, die Vergangenheit und die Gegenwart:
Persönliche Daten:
➢ Name
➢ Geburtsdatum
Familienstand:
➢ verheiratet, verwitwet oder in Partnerschaft lebend bzw. „hat überwiegend allein gelebt“

➢ sowie Geschwister und Kinder, jeweils mit Namensangabe.

Erstinformation von…: Patient*in/Bewohner*in selbst oder Angehörigen oder Freunden


Herkunft:
➢ Migrationshintergrund

➢ auf dem Land / in der Stadt aufgewachsen

Kindheitserinnerungen:
➢ Was wurde gern gespielt, gelesen, angeschaut?

➢ Was passierte in den Ferien?

Erinnerungen an die Jugendzeit (15-20 J.):


➢ familiäre und historische Ereignisse

➢ erste Liebe

➢ Alltag und Freizeit etc.

Ausbildung und Beruf


➢ Schule

➢ beruflicher Werdegang

➢ besondere Kenntnisse

➢ Worauf war/ist er/sie besonders stolz?

Stationen des Lebens:


➢ Wohnorte
➢ Ereignisse
➢ Herausforderungen
Lebensbewältigung:
➢Was steht im Vordergrund?
➢ In welcher Lebensphase steht sie/er jetzt gedanklich?
➢ Jetzige Möglichkeiten, Wünsche, Bedürfnisse?
➢ Was hat er/sie als Erwachsene/r gern gemacht?
➢ Hobbys?
Bezugsperson:
➢ Wer steht ihr/ihm jetzt nahe?
Orientierungspunkte:
➢ Haustier
➢ Interessen
➢ Lieblings-Fernsehsendungen?
➢ Wie gestaltet sich Alltag und Sonntag bisher?
Außerfamiliäre Kontakte:
➢ Nachbarn
➢ Vereine
➢ Wovon wird gern erzählt?
➢ Worüber wird ungern gesprochen?
➢Ängste
➢unerfüllte Träume
➢besondere Erlebnisse?
Reagiert er/sie auf Schlüsselworte/Themen?

Als Vorarbeit zur Erstellung eines Biographieberichts kann es hilfreich sein, die vorgegebenen
Informationen in einen Zeitstrahl einzutragen, um sich ein besseres Bild über die zeitliche Abfolge
der Situationen machen zu können. Auch für die Auswahl der passenden Tempusformen, um die
jeweiligen Geschehnisse in eine sinnvolle chronologische Abfolge zu bringen, ist diese Technik
effektiv. Welche Informationen bekomme ich zu Status Quo? Was ist vorher, früher passiert?
Welchen Ausblick gibt es für Zukünftiges?
Chunks, Redemittel und Wortschatz wie:
Frau/Herr…..befindet sich seit….in unserer Einrichtung/ Frau/Herr…..wurde am…..bei uns
aufgenommen
Die Erstinformationen kamen von…, Herr/Frau…war selbst in der Lage, mir die wichtigsten Details
zu schildern
Frau/Herr…..ist in----aufgewachsen, stammt aus…, hat…….Wurzeln, hat seine/ihre Kindheit
in….verbracht, ist von ….nach…umgezogen
Frau/Herr…..war früher als…tätig. Frau/Herr…..war bis zur Rente im Jahr ….berufstätig.
…..hat früher gerne…., erinnert sich gerne, bevorzugt, lehnt ab, wünscht sich…
sind zentrale Formulierungshilfen für den Biographiebericht und sollten abrufbar sein, damit
während der Prüfung der Fokus auf die jeweiligen Inhalte gerichtet werden kann.
Hier nun eine Beispiellösung für einen Biographiebericht mit B2-Bewertung:
---
Unsere neue Bewohnerin heißt Eva Schlüter, am 24.04. in Bernau geboren. Ihr Mann Werner ist
vor drei Jahren gestorben und sie hatten keine Kinder. Vor ihrer Ehe hat Frau Schlüter als
Zahnarzthelferin gearbeitet und sie denkt immer noch gern an diese Berufstätigkeit zurück.

Die Erstinformationen kamen von Frau Schlüters Schwester Karin, die auch unsere
Ansprechpartnerin sein wird, da Frau Schlüter selbst bei ihrer Ankunft noch sehr durch ihren
Klinikaufenthalt (Hüft-OP) beeinträchtigt war.
Frau Schlüter hat früher gerne viel mit ihrem Mann unternommen, Ausflüge ins Grüne und
Städtetrips sind ihr besonders liebe Erinnerungen. Seit dem Tod ihres Mannes fehlen ihr aber Lust
und Energie für solche Unternehmungen. Dafür liebt sie es heute sehr, sich Fotos von diesen
zurückliegenden Aktivitäten anzuschauen – die Schwester hat einige ausgewählte Fotoalben
mitgebracht.
Außer dem recht nahen Kontakt zu einer ehemaligen Nachbarin, die regelmäßig zum Kaffee kam,
besteht nur eine enge Bindung zur Schwester. Ein sporadischer Briefkontakt zu einer
Schulfreundin, die in Kanada lebt, ist Frau Schlüter sehr wichtig.
Sie spricht gerne über ihre Ehe, wird dann allerdings oft traurig. Manchmal macht sie ihrem
verstorbenen Mann Vorwürfe, dass er sie allein gelassen habe.
Ihrer Schwester nach ist Frau Schlüter eine sehr wache Person, die sich auch ihrer neuen
Situation bewusst ist. Die Schwester will gern dabei unterstützen, sie wieder zu kleineren
Ausflügen zu motivieren.
Pflegefachfrau Jana
Beispiellösung Anamnesebogen Weber (m)
Herr/Frau Gerhard Weber, geboren am 17.12.1032, wurde heute Nachmittag in
unserem Pflegeheim / Krankenhaus aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte
durch Schwester/Pfleger …, die/der das Aufnahmegespräch durchführte.
Herr Weber ist zeitlich und örtlich orientiert, was heisst, dass er weiss welcher Tag aktuell ist und
an welchem Ort er sich befindet. Situativ und zur Person ist er nicht orientiert, da er das
Pflegepersonal nicht erkennt und sich auch nicht seiner Situation bewusst ist. Daher werden die
Erstinformationen von seiner Tochter gegeben, die ihn zur Aufnahme begleitet hat. Da er nicht
mehr gut hört, also schwerhörig ist, benötigt er ein Hörgerät. Eine Brille dagegen ist nicht
erforderlich, da er perfekt sieht. Von seiner Tochter wurde uns mitgeteilt, dass er problemlos seine
Wünsche mitteilen kann. Es besteht also kein Problem der Kommunikation.
Herr Weber ist noch sehr mobil und selbstständig, so hat er zum Beispiel keinerlei Probleme beim
Gehen, Stehen, Sitzen, Laufen, sich Hinsetzen oder beim Verändern der Lage im Bett. Daraus
folgt, dass er keinerlei Hilfsmittel für seine Mobilität benötigt. Jedoch ist zu erwähnen,
dass er weder spazieren geht nochkörperlichen Aktivitäten macht.
Zu beachten ist jedoch, dass Herr Weber an Kontrakturen leidet, insbesondere einer gefausteten
Hand.

Beispiellösung Anamnesebogen Wiens


Elisabeth Maria Wiens, geboren am 8.12.1922, wurde heute in unserer Pflegeeinrichtung
aufgenommen. Da sie noch völlig orientiert ist, stammen alle Informationen zum Anamnesebogen
von ihr selbst. Das Anamnesegespräch wurde von Schwester Judith geführt.
Zu ihrer Tochter, ihrem Schwiegersohn und ihrem Sohn hegt sie engen Kontakt, jedoch wünscht
sie keinen Kontakt von ihrem geschiedenen Mann. Des Weiteren ist sie im Kirchenchor der
Matthäus-Gemeinde aktiv und hegt einen engen Kontakt mit Pfarrer Schreiner. Bei der
Kontaktpflege sollte sie teilweise unterstützt werden, dass heisst, das PP (= Pflegepersonal)
könnte sie regelmäßig daran erinnern anzurufen und Besuche zu vereinbaren. Besuch zwischen
12:00 Uhr und 15:00 Uhr kommen ihr entgegen. Sie sollte auch in die Betreuung im Haus, wie
Singgruppe und Küche, integriert werden.
Leider leidet sie an ständigen Schmerzen, nimmt jedoch kein Schmerzmittel dagegen ein. Diese
Schmerzen beeinflussen ihre Mobilität und verringern ihre Autonomie. Daher wird eine
Teilübernahme erforderlich. Zur Schmerzbewältigung benutzt sie Wärmflaschen, die aber nicht
wärmer als 50 Grad sein sollten.
Des Weiteren bevorzugt sie in einem Einzelzimmer untergebracht zu werden und nur von
weiblichem Pflegepersonal betreut zu werden. Letztendlich bleibt noch zu erwähnen, dass sie
den Tod fürchtet und auch ihre Sehkraft vollständig zu verlieren.

Beispiellösung Anamnesebogen Schmidt


Herr Christian Schmidt, geboren am 24.10.1942, wurde heute morgen in unserer
Pflegeeinrichtung aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte durch Schwester Katrin. Alle
erforderlichen Angaben wurden durch den Patienten selbst gestellt.
Zur Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen ist es erforderlich den Blutdruck regelmässig zu
messen, da Herr Schmidt an niedrigem Blutdruck leidet. Dies hat auch zur Folge, dass er ständig
kalte Füsse hat. Aus diesem Grund, sollten auf eine Umgebungstemperatur von mindestens 23
Grad Celsius geachtet werden, bei welcher er sich wohl fühlt. Blutzucker wird dagegen nicht
gemessen und er benötigt auch keine Kompressionsstrümpfe. Auch nimmt er keinerlei
Medikamente ein. 
Bezüglich seiner Körperpflege bevorzugt er Vollbäder, wobei eine Teilübernahme durch das
Pflegepersonal erforderlich ist, im Speziellen bei der Unterkörperpflege bedingt durch die
eingeschränkte Mobilität. Dies macht auch die vollständige Übernahme bei der Fusspflege
erforderlich. Hierbei sollte die Fusspflege durch das Pflegepersonal oder direkt von einer
Fusspflegerin übernommen werden. 
Bei der Bartpflege ist auf eine Nassrasur zu achten, wobei Herr Schmidt nur beaufsichtigt werden
sollte, da er dies noch selbstständig durchführen kann. Die Haarwäsche macht er für gewöhnlich
einmal pro Woche, ohne dabei auf Hilfe angewiesen zu sein. Um abzuschliessen ist noch zu
erwähnen, dass seine Tochter sowohl Duschgel als auch Rasiercreme versorgt.
Beispiellösung AB9 Neumann
Herr Gustav Adolf Neumann, geboren am 7.7.1944, Bäcker von Beruf, wurde heute Nachmittag in
unserer Pflegeeinrichtung aufgenommen. Da er sich vollkommen orientiert zeigte, stammen alle
Erstinformationen von ihm. Das Aufnahmegespräch wurde von Schwester Martina geführt.
Für gewöhnlich geht er um 21:00 Uhr zu Bett und steht bereits gegen 05:00 Uhr wieder auf. Er
lehnt es ab, dass eine Schwester nachts nach ihm schaut. Bei der Bettruhe sind weder
Besonderheiten zu beachten noch benötigt er Medikamente zum Schlafen. Allerdings bevorzugt
er ein gekipptes Fenster während der Nacht.
Da er als Bäcker gearbeitet hat, war er daran gewöhnt sehr früh aufzustehen, und zwar bereits um
3:30 Uhr und mit der Arbeit zu beginnen. Um 12:00 Uhr machte er Feierabend und nahm sein
Mittagessen ein. Am Nachmittag beschäftigte er sich mit Gartenarbeit und aß gegen 20:00 Uhr zu
Abend. Er liebt die Gartenarbeit und das Backen von Kuchen immer noch. Es wäre daher sehr
empfehlenswert, ihn in die täglichen Abläufe der Institution wie Hauswirtschaft, Garten, Singgruppe
etc. zu integrieren. Des Weiteren sind die Zeitpunkte für Aufstehen und Zubettgehen auf seine
Gewohnheiten abzustimmen.
Herr Neumann hat sein Zimmer bereits bezogen und die Gemeinschaftsräume besucht, um mit
anderen Bewohnern Kontakte zu knüpfen. Er ist ruhig und zufrieden.

Beispiellösung Anamnesebogen Moosbach


Frau Herta Moosbach, geboren am 19.08.1916, wurde heute in unserer Pflegeeinrichtung
aufgenommen. Die Erstinformationen stammen von der Bewohnerin selbst, die auch alle nötigen
Informationen zum Aufnahmegespräch übermittelte. Das Gespräch wurde von Pfleger Max geführt.
Die Lieblingsspeisen von Frau Moosbach sind Suppen, Säfte und Milch, dagegen lehnt sie feste
Speisen ab, da sie unter Schluckstörungen leidet. Sie mag auch keinen Kaffee. Ihre drei
Mahlzeiten am Tag sind mundgerecht zuzubereiten und ihr in breiiger Form zu reichen. Diese
nimmt sie nach Wunsch ein, da sie nur der Unterstützung der Sondenernährung dienen, die vom
Pflegepersonal vollständig übernommen wird.
Da sie nur etwa einen viertel Liter Flüssigkeit zu sich nimmt, muss ihre Flüssigkeitsaufnahme
sichergestellt werden. Eine vollständige Übernahme ist erforderlich. Die Getränke und Gläser
sollten immer in Reichweite stehen und die Pflegekräfte des Weiteren in regelmäßigen Abständen
Getränke anbieten. Auch ein Trinkprotokoll ist zu führen.
Wegen ihrer eingeschränkten Mobilität wünscht sie nicht in Gemeinschaft zu speisen. Für
gewöhnlich nimmt sie ihr Frühstück eher spät ein.

Beispiellösung Anamnesebogen Winkelmann


Frau Paulina Winkelman, geboren am 02.06.1930, wurde heute in unserer Pflegeeinrichtung
aufgenommen. Die persönlichen Daten und Angaben zur Person wurden von der Bewohnerin
selbst gestellt.
Frau Winkelmann leidet ständig an Schmerzen und nimmt aus diesem Grund Tramal Tropfen
dagegen ein und versucht, sich mit Musik abzulenken. Durch die starken Schmerzen ist sie in
ihrer Mobilität stark eingeschränkt, dass heißt sie leidet an Bewegungsunfähigkeit. Das bedeutet
für die Pflegekräfte, dass eine vollständige Übernahme erforderlich ist. Frau Winkelmann muss in
regelmäßigen Abständen zur Toilette begleitet und alle zwei Stunden umgelagert werden.
In der Sterbephase wünscht sie keine Sondenernährung und besteht darauf, dass ihre Tochter sie
versorgt. Sie hat grosse Angst vor Vereinsamung, daher sollten die Pflegekräfte viel mit ihr
kommunizieren und sie auch mit dem Rollstuhl in den Gruppenraum bringen.
Sie machte ihre Ausbildung zur Buchhalterin in der Volksschule, heiratete 1948 und bekam drei
Kinder. Sie arbeitete als Buchhalterin und war in der Kirchengemeinde engagiert. 1968 verwitwete
sie nach dem Unfalltod ihres Gatten. Sie hat seinen Tod nie ganz überwunden. Aktuell vermisst sie
ihre Wohnung und ihren Mann und macht sich Sorgen um ihre Enkelkinder. Zur Bewältigung
dieses Traumas und der Vermeidung von Einsamkeitsgefühlen sind vom Pflegepersonal
therapeutische Gespräche anzubieten.

Beispiellösung Anamnesebogen Schuhmacher


Herr HansGeorg Schuhmacher, geboren am 22.12.1934, wurde heute in unserer Pflegeeinrichtung
aufgenommen. Die persönlichen Daten und Angaben zur Person wurden vom Bewohner selbst
gestellt.
Herr Schuhmacher ist in seiner Mobilität eingeschränkt und braucht aus diesem Grund einen
Gehstock. Da er Gefahrenquellen nicht bemerkt, sollte er darauf hingewiesen werden. Wegen
seiner eingeschränkten Mobilität sollten Stolperfallen beseitigt und Sitz- und Haltemöglichkeiten
geschaffen werden. Um seine Orientierung zu verbessern, müssen ihm die Wege innerhalb der
Station wiederholt erklärt werden. Es ist wichtig zu wissen, dass Herr Schuhmacher keine Hilfe
rufen kann. Des Weiteren ist es zwingend erforderlich, seine Medikamenteneinnahme zu
überwachen.
Herr Schuhmacher wünscht nach 18:00 Uhr keinen Besuch mehr und möchte, dass das Zimmer
zur Nachtruhe verschlossen wird. Bettgitter sind nicht erforderlich. Er wünscht keinerlei Kontakt zu
seiner Tochter und seinem Schwiegersohn. Pfarrer Huber von der Kreuzkirche ist neben dem
Schwager sein einziger Kontakt. Es sollte ihm daher bei der Kontaktpflege aktiv geholfen werden,
das heisst das Pflegepersonal sollte die Kontaktpersonen anrufen und regelmäßige Treffen mit
Herrn Schuhmacher vereinbaren. Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass Herr Schuhmacher
in die Betreuung im Haus aktiv zu integrieren ist.

Beispiellösung Anamnesebogen Otto


Herr Walter Otto, geboren am 19.01.1943 in Berlin, wurde heute morgen in unserer
Pflegeeinrichtung aufgenommen. Die persönlichen Daten und Angaben zur Person wurden vom
Bewohner selbst gestellt. Das Anamnesegespräch wurde von Schwester Elena geführt.
Herr Otto arbeitete früher als Mauer. Er spielte gern Fußball  und sieht immer noch sehr gern
Fußball im Fernsehen. 
Sein Tagesablauf ist wie folgt: Er steht um sieben Uhr auf, wäscht und rasiert sich anschließend.
Danach frühstückt er und sieht fern. Das Mittagessen, das er gegen zwölf Uhr einnimmt, wird ihm
von einem Essenservice namens “Essen auf Rädern” gebracht. Nach dem Mittagessen macht er
für gewöhnlich einen Mittagsschlaf und liest danach. Um 18:30 Uhr nimmt er das Abendbrot ein
und sieht wieder fern. Gegen 23:00 beginnt er mit der Bettruhe. 
Um seinen Tagesablauf seinen früheren Gewohnheiten anpassen zu können, braucht er Anleitung.
Es sollten die Zeitpunkte für das Aufstehen und Zubettgehen mit ihm abgestimmt werden. Des
Weiteren ist Herr Otto in die täglichen Abläufe der Pflegeeinrichtung wie Hauswirtschaft, Garten,
Sinngruppe, Hundegruppe, usw. mit einzubeziehen, um seine Selbstständigkeit zu erhalten.
Für die Körperpflege bevorzugt er eine weibliche Pflegekraft. Er benutzt weder Schmuck noch
Uhren. Die Bartpflege erfolgt täglich und zwar in Form einer Nassrasur, dabei sollte er vom
Pflegepersonal beaufsichtigt werden.

Beispiellösung Anamnesebogen Weber (w)


Frau Anna-Maria Weber, geboren am 05.09.1924, wurde heute morgen in unserer
Pflegeeinrichtung aufgenommen. Sie wurde von Krankenschwester Maya bezüglich ihrer
Gewohnheiten, Wünsche und Ressourcen interviewt. 
Für gewöhnlich trägt sie währende des Tages Röcke und Blusen, sowie einen Ehering und eine
Halskette. In der Nacht bevorzugt sie ein Nachthemd und wechselt zweimal die Woche nach
dem Baden die Wäsche. Auf Grund ihres Alters und einer ihrer Desorientiertheit, braucht Sie
Hilfe bei der Kleiderauswahl, das heisst das Krankenpersonal sollte die tägliche Kleidung für die
Patientin bereit legen bzw. sie bei der Auswahl anleiten. Bedingt durch ihre Desorientiertet,
zieht sie sich öfter aus, daher ist eine regelmässige Beaufsichtigung erforderlich. Leider fehlt die
Einsicht zum notwendigen Wäschewechsel, was es auch hierbei erforderlich macht, sie zu
beaufsichtigen, um den Wäschewechsel sicherzustellen. 
Bezüglich ihrer Nachtruhe ist zu sagen, dass sie von 2.00 Uhr bis 7 Uhr schläft, somit
also keinen gestörten Tag/Nacht-Rhythmus hat. Sie macht gern einen eineinhalb stündigen
Mittagsschlaf. Sie lehnt es ab, dass eine Schwestern nachts nach ihr sieht, des weiteren sind
keine Besonderheiten zu beachten, auch nimmt sie keinerlei Medikamente zum
Schlafen. Letztendlich bleibt noch zu erwähnen, dass sie an Einschlafstörungen leidet.

Beispiellösung Anamnesebogen Steinbrink


Heute morgen wurde die Patientin Clementine Steinbrinck, geboren am 17.04.1927, in unserer
Pflegeeinrichtung aufgenommen. Schwester Maria führte das Aufnahmegespräch bezüglich ihrer
Gewohnheiten, Wünsche und Ressourcen mit ihr.
Ihre Vorlieben beim Essen und Trinken sind Nürnberger Würstchen mit Sauerkraut und
Klößen, dagegen lehnt sie warme Süßspeisen ab. Sie trinkt drei Tassen Kaffee am Tag und nimmt
ihre Mahlzeiten gern in Gemeinschaft ein. Sie ist daran gewöhnt, früh am Morgen zu Frühstücken
und nimmt für gewöhnlich drei Hauptmahlzeiten pro Tag ein. Schonkost oder Sonderernährung
sind nicht notwendig.
In Bezug auf die Flüssigkeitsaufnahme ist darauf zu achten, dass Frau Steinbrinck ausreichend
Wasser aufnimmt, da sie die Notwendigkeit der Wasseraufnahme nicht einsieht. Eine Flasche
Wasser und ein gefülltes Glas sollten immer auf ihrem Nachttisch griffbereit stehen. Beim
Essen braucht sie Teilübernahme, da sie sehr langsam isst. Das heisst, es sollte ihr Essen in
mundgerechte Stücke geschnitten werden und falls nötig auch das Essen gereicht werden 
Bezüglich des Themas Ausscheiden ist zu sagen, dass Frau Steinbrinck keine festen
Toilettenzeiten hat. Allerdings benötigt sie Hilfe beim Toilettengang. Sie ist zeitweise
urininkontinent, nimmt jedoch keine Medikamente dafür, jedoch benutzt sie Vorlagen. Da ihr ein
künstlicher Darmausgang gelegt wurde, kann sie die Toilette nicht selbstständig benutzen und
braucht Teilübernahme. Generell ist auf das Infektionsrisiko durch die Inkontinenz und den Anus
praeter zu achten. Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass wegen der mangelnden
Beweglichkeit beim Wechseln der Vorlagen Teilübernahme erforderlich ist.