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DEUTSCHE NORM April 2002

Elastische Bodenbeläge
{
Bestimmung der Fleckenempfindlichkeit
Deutsche Fassung EN 423:2001 EN 423
ICS 97.150 Ersatz für
DIN EN 423:1993-10

Resilient floor coverings — Determination of resistance to staining;


German version EN 423:2001

Revêtements de sol résilients — Détermination de résistance aux taches;


Version allemande EN 423:2001

Die Europäische Norm EN 423:2001 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die Mitarbeit des DIN im CEN/TC 134 „Elastische und textile Bodenbeläge“ wird über den Normenaus-
schuss Kunststoffe (FNK) wahrgenommen.

An der Erstellung dieser Europäischen Norm war seitens des DIN der folgende Arbeitsausschuss beteiligt:

FNK-AA 403.5 „Bodenbeläge“

Änderungen
Gegenüber DIN EN 423:1993-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Verwendung eines Uhrenglases gestrichen;
b) Unbehandeltes Glasfasergewebe zur Fleckaufbringung aufgenommen;
c) Anmerkung in Abschnitt 5.4.1 aufgenommen;
d) Angabe des Prüfergebnisses nach Tabelle 1 als 7 e) im Prüfbericht aufgenommen.

Frühere Ausgaben
DIN EN 423: 1993-10

Fortsetzung 5 Seiten EN

Normenausschuss Kunststoffe (FNK) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.


— Leerseite —
EUROPÄISCHE NORM EN 423
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Dezember 2001

ICS 97.150 Ersatz für EN 423:1993

Deutsche Fassung

Elastische Bodenbeläge - Bestimmung der


Fleckenempfindlichkeit

Resilient floor coverings - Determination of resistance to Revêtements de sol résilients - Détermination de résistance
staining aux taches

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 18. November 2001 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland,
Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und
dem Vereinigten Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2001 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 423:2001 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 423:2001 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ........................................................................................................................................................................3
1 Anwendungsbereich......................................................................................................................................3
2 Kurzbeschreibung .........................................................................................................................................3
3 Prüfgeräte .......................................................................................................................................................3
4 Probenahme und Herstellung der Probekörper .........................................................................................4
5 Durchführung .................................................................................................................................................4
5.1 Aufbringen von flüssigen Substanzen ........................................................................................................4
5.2 Aufbringen von pastenförmigen Substanzen .............................................................................................5
5.3 Dauer der Einwirkung....................................................................................................................................5
5.4 Verfahrensweise bei Reinigung und Beobachtung....................................................................................5
6 Auswertung ....................................................................................................................................................5
7 Prüfbericht......................................................................................................................................................5

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EN 423:2001 (D)

Vorwort

Diese Europäische Norm wurde vom CEN/TC 134 „Elastische und textile Bodenbeläge“ erarbeitet.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis Juni 2002, und etwaige entgegenstehende nationale Normen
müssen bis Juni 2002 zurückgezogen werden.

Diese Europäische Norm ersetzt EN 423:1993.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden,
Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt ein Verfahren zur Bestimmung der Beständigkeit eines elastischen Bodenbelags
gegen Einwirkung von chemischen Substanzen fest, die in der Praxis Anwendung finden könnten.

2 Kurzbeschreibung
Verschiedene flüssige oder pastenförmige Substanzen werden für festgelegte Zeitabschnitte auf einen Probe-
körper aufgebracht und wieder entfernt. Nach der Reinigung wird die entstandene Veränderung des Aussehens
unter festgelegten Beleuchtungsbedingungen bewertet.

3 Prüfgeräte

3.1 Übliche Laborausrüstung

a) Pipetten;

b) Spatel.

3.2 Unbehandeltes Glasfasergewebe mit einer Masse je Flächeneinheit von 300 g/m2 bis 400 g/m2 und einem
Durchmesser von ungefähr 40 mm.

3.3 Flüssige und pastenförmige chemische Substanzen, die zwischen den beteiligten Partnern zu ver-
einbaren sind.

3.4 Handelsübliche Reinigungs- und Fleckentfernungsmittel.

3.4.1 Weiße Baumwolle, als Vlies oder Tuch.

3.4.2 Harte Bürsten, die jedoch nicht die Oberfläche zerkratzen.

3.4.3 Warmes Wasser, das rein oder in Verbindung mit folgenden Mitteln verwendet wird:

a) synthetisches Reinigungsmittel, z. B. Natriumalkylsulfat;

b) Seife;

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EN 423:2001 (D)

c) alkalische Substanzen, z. B. Kristallsoda (Waschsoda) oder wässrige Ammoniaklösung;

d) Wasserstoffperoxid;

e) Natriumhypochlorit;

f) 1%ige Natriumthiosulfatlösung;

g) Oxalsäure.

3.4.4 Denaturiertes Ethanol

3.4.5 Testbenzin

3.4.6 Terpentin

3.5 Scheuermittel
Scheuerbausch, Stahlwolle Nr. 00 oder Scheuerpulver, oder Nassschleifpapiere mit einer Korngröße von P 240
oder feiner im nassen Zustand.

3.6 Besondere Reinigungsmittel, vom Hersteller des Bodenbelags empfohlene besondere Produkte.

3.7 Beleuchtungseinrichtung, bestehend aus einer Lampe mit einer korrelierten Farbtemperatur von 5 500 K
bis 6 500 K, die so angebracht ist, dass sich auf der Beobachtungsfläche eine Beleuchtungsstärke von
(1 500  100) lx ergibt und das Licht senkrecht von oben auf den Probekörper auftrifft. Die Umgebung muss neutral
und abgedunkelt sein.

Die Beleuchtungsstärke muss regelmäßig mit einem Beleuchtungsstärkemessgerät überprüft werden. Die vom
Hersteller angegebene Lebensdauer der Lampe darf nicht überschritten werden.

3.8 Drehbarer Beobachtungstisch, der es ermöglicht, den Probekörper so zu drehen, dass er bei der Norm-
beleuchtung von allen Richtungen aus betrachtet werden kann.

4 Probenahme und Herstellung der Probekörper


Von dem zur Verfügung stehenden Bodenbelag wird eine repräsentative Probe entnommen.

Für jede Fleckprüfung wird von dem(n) für die Verwendung vorgesehenen Farbton(Farbtönen) jeweils ein
Probekörper mit einem Flächeninhalt von mindestens 3 000 mm2 entnommen. Falls bei der Prüfung eine Substanz
zur Anwendung kommt, die ein Aufquellen oder eine Verformung des Probekörpers bewirken könnte, z. B. bei
längerer Einwirkung eines Lösemittels, wird der Probekörper mindestens fünf Tage vor der Prüfung auf eine
Faserzementplatte aufgeklebt.

Gegebenenfalls wird der Probekörper einer notwendigen Behandlung unterzogen, z. B. leichtes Abscheuern, um
Oberflächenwachs oder die Auftragsschicht eines nicht näher angegebenen Pflegemittels zu entfernen.

Die betreffende Lage jeder aufgebrachten Substanz wird auf dem Probekörper entweder durch Nummern
gekennzeichnet (wobei eine Kennzeichnung anzuwenden ist, die von den bei der Prüfung verwendeten Sub-
stanzen nicht angegriffen wird) oder mit einer Skizze, einem Diagramm oder einer Photographie dokumentiert.

5 Durchführung

5.1 Aufbringen von flüssigen Substanzen

Das Glasfasergewebe (3.2) wird auf die Oberfläche des Probekörpers gelegt und mit 1 ml bis 2 ml der
Prüfflüssigkeit gesättigt. Das Gewebe wird für die Dauer der Prüfung an Ort und Stelle belassen.

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EN 423:2001 (D)

5.2 Aufbringen von pastenförmigen Substanzen

Mit einem Spatel werden etwa 1 000 mm3 von der Substanz auf einer Fläche von 300 mm2 bis 400 mm2 verteilt
(d. h. eine Dicke von 2,5 mm bis 3 mm).

5.3 Dauer der Einwirkung

Die Haupteinwirkungsdauer muss 2 h betragen. Tritt nach 2 h auf dem Probekörper ein Fleck auf, muss eine
erneute Prüfung mit einer Einwirkungsdauer von 30 min vorgenommen werden.

5.4 Verfahrensweise bei Reinigung und Beobachtung

5.4.1 Vor jeder Reinigung werden die noch feuchten Flecken mit Baumwolle abgetupft, wobei vom Rand
beginnend zur Fleckenmitte hin gearbeitet wird. Rückstände von pastenförmigen Substanzen werden mit einem
Spatel abgekratzt und wie oben stehend beschrieben mit Baumwolle abgewischt.

Nach der Reinigung werden die verbliebenen Flecken aus einer Entfernung von ungefähr 800 mm unter einem
Beobachtungswinkel von etwa 45° und bei langsamer Drehung des Beobachtungstisches von allen Richtungen
aus betrachtet.

5.4.2 Wenn ein Fleck sichtbar ist, wird dieser mit einem schwachen Schleifmittel oder einem vom Hersteller
empfohlenen Reinigungsmittel abgescheuert und wie in 5.4.1 beschrieben untersucht.

ANMERKUNG Falls Testbenzin oder Terpentin verwendet wird, sollte dieses mit denaturiertem Ethanol abgespült werden.

6 Auswertung
Die Ergebnisse werden nach Tabelle 1 angegeben.

Tabelle 1 — Auswertung und Darstellung der Ergebnisse

Index Ergebnis der Prüfung nach


Reinigen/Scheuern
0 Unverändert
1 Sehr wenig verändert
2 Wenig verändert
3 Verändert
4 Stark verändert

7 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss folgende Angaben enthalten:

a) Hinweis auf diese Norm, d. h. (EN 423);

b) eine ausführliche Beschreibung des geprüften Produktes, einschließlich Art, Herkunft, Farbe und Bezugs-
nummern des Herstellers;

c) Vorgeschichte der Probe;

d) verwendete Substanzen, Art der Reinigung und die jeweilige Dauer der Einwirkung;

e) Prüfergebnisse nach Tabelle 1;

f) alle Abweichungen von dieser Norm, die sich auf die Prüfergebnisse ausgewirkt haben könnten.