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DEUTSCHE NORM April 2002

Elastische Bodenbeläge
Bestimmung des Verhaltens bei einer nachgeahmten
Verschiebung eines Möbelfußes
Deutsche Fassung EN 424:2001 EN 424
ICS 97.150 Ersatz für
DIN EN 424:1993-10

Resilient floor coverings — Determination of the effect of


simulated movement of a furniture leg;
German version EN 424:2001

Revêtements de sol résilients — Détermination de l’action


du déplacement simulé d’un pied de meuble;
Version allemande EN 424:2001

Die Europäische Norm EN 424:2001 hat den Status einer Deutschen Norm.

Nationales Vorwort
Die Mitarbeit des DIN im CEN/TC 134 „Elastische und textile Bodenbeläge“ wird über den Normenaus-
schuss Kunststoffe (FNK) wahrgenommen.

An der Erstellung dieser Europäischen Norm war seitens des DIN der folgende Arbeitsausschuss beteiligt:

FNK-AA 403.5 „Bodenbeläge“

Änderungen
Gegenüber DIN EN 424:1993-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Abschnitt 3.3 neu gefasst (Federwaage nicht mehr zwingend vorgeschrieben);
b) in Tabelle 1 Grenzabweichungen für die Gesamtmasse, den horizontalen und vertikalen Eckenradius
aufgenommen.

Frühere Ausgaben
DIN EN 424: 1993-10

Fortsetzung 6 Seiten EN

Normenausschuss Kunststoffe (FNK) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.


— Leerseite —
EUROPÄISCHE NORM EN 424
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Dezember 2001

ICS 97.150 Ersatz für EN 424:1993

Deutsche Fassung

Elastische Bodenbeläge - Bestimmung des Verhaltens bei einer


nachgeahmten Verschiebung eines Möbelfußes

Resilient floor coverings - Determination of the effect of Revêtements de sol résilients - Détermination de l'action du
simulated movement of a furniture leg déplacement simulé d'un pied de meuble

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 15. November 2001 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-Zentrum
mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland,
Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und
dem Vereinigten Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: rue de Stassart, 36 B-1050 Brüssel

© 2001 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 424:2001 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
EN 424:2001 (D)

Inhalt

Seite

Vorwort ........................................................................................................................................................................3
1 Anwendungsbereich......................................................................................................................................3
2 Kurzbeschreibung .........................................................................................................................................3
3 Prüfgeräte (siehe Bild 1 bis Bild 3) ..............................................................................................................3
4 Probenahme und Herstellung der Probekörper .........................................................................................5
5 Vorbehandlung...............................................................................................................................................5
6 Durchführung .................................................................................................................................................5
6.1 Prüfstrecken ...................................................................................................................................................5
6.2 Prüfung ...........................................................................................................................................................5
7 Auswertung ....................................................................................................................................................6
8 Prüfbericht......................................................................................................................................................6

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EN 424:2001 (D)

Vorwort

Diese Europäische Norm wurde vom CEN/TC 134 „Elastische und textile Bodenbeläge“ erarbeitet.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines
identischen Textes oder durch Anerkennung bis Juni 2002, und etwaige entgegenstehende nationale Normen
müssen bis Juni 2002 zurückgezogen werden.

Diese Europäische Norm ersetzt EN 424:1993.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden Länder
gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden,
Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich.

1 Anwendungsbereich
Diese Europäische Norm legt ein Verfahren zur Bestimmung der Widerstandsfähigkeit eines verlegten elastischen
Bodenbelags gegen die mechanische Beanspruchung fest, die sich aus der vorgegebenen Verschiebung eines
Möbelfußes ergibt.

2 Kurzbeschreibung
Die Widerstandsfähigkeit eines verlegten elastischen Bodenbelags gegen die Verschiebung eines Möbelfußes mit
abgerundeten Ecken und unterschiedlichen Belastungen wird mit Hilfe von entstandenen Oberflächen-
unebenheiten, Oberflächenbeschädigungen, Einschnitten von unterschiedlicher Tiefe und eindringenden Kanten
beurteilt.

3 Prüfgeräte (siehe Bild 1 bis Bild 3)


3.1 Gestell, bestehend aus zwei, in Bezug auf den Probekörper feststehenden Führungsschienen, das den
Motor und die Seilwinde mit einem Durchmesser von 100 mm trägt. Die Umfangsgeschwindigkeit ohne Belastung
muss 300 mm/s betragen.

3.2 Ein auf Schienen geführter Wagen, dessen Achsabstand so ausgelegt ist, dass ruckartige Bewegungen
vermieden werden. Die Zugeinrichtung ist so mit dem Wagen verbunden, dass sie während des Versuchs äußerst
stabil bleibt.

3.3 Kraftanzeigegerät, angeordnet zwischen Zugseil und Wagen, mit dem die Bestimmung des Höchstwertes
der Zugspannung möglich ist.

3.4 Auflagerplatte, die mit einer Gesamtmasse von 32 kg, 70 kg oder 100 kg belastbar ist, sich mit geringer
Reibung vertikal in den Wagen verschieben lässt und mit einem der Stempel auf dem Probekörper ruht, die in 3.5
beschrieben sind.

3.5 Drei quadratische Stempel aus Messing mit den Maßen nach Tabelle 1.

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EN 424:2001 (D)

Tabelle 1 — Maße der Stempel

Typ Abstand zwischen


Aufgebrachte Horizontaler Vertikaler
gegenüberliegenden
Masse Kantenradius RH Kantenradius RV
vertikalen Flächen
kg mm mm mm
0
3 70 0,5% 3  0,05 0,1  0,05 34,6  0,05

0
2 100 0,5% 2  0,05 0,1  0,05 33,6  0,05

0
0 32 0,5% 0,1  0,05 0,1  0,05 31,7  0,05

Maße in Millimeter

Legende

1 Kraftanzeigegerät 5 Bodenbelag
2 Wagen 6 Befestigung zur Zugeinrichtung
3 Ebene Auflagerplatte 7 Möbelfuß (Stempel)
4 Zugeinrichtung (Winde) 8 Schienen

Bild 1 — Seitenansicht des Prüfgerätes

Bild 2 — Gerätestempel

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EN 424:2001 (D)

Maße in Millimeter

Bild 3 — Horizontaler Schnitt A-A

4 Probenahme und Herstellung der Probekörper


Von dem zur Verfügung stehenden Bodenbelag wird eine repräsentative Probe entnommen.

Vorbereitet oder ausgewählt wird ein über eine Entfernung von 600 mm glatter, ebener Untergrund mit einer
zulässigen Abweichung von nicht mehr als 1,5 mm.

ANMERKUNG Der Untergrund kann ein Sand-Zement-Estrich oder eine gegebenenfalls mit einer Ausgleichsschicht
behandelte Betonplatte oder eine mindestens 6 mm dicke Faserzementplatte sein, die auf einer starren Grundplatte aufliegt.

Es wird ein Probekörper mit einem Flächeninhalt von etwa 1 m2 entnommen, der nach den Angaben des
Herstellers zu verlegen ist.

5 Vorbehandlung
Der Probekörper ist nach dem Verlegen für eine Dauer von mindestens fünf Tagen bei einer Temperatur von
(23  2) °C und einer relativen Luftfeuchte von (50  5) % zu lagern.

Diese Bedingungen sind auch bei Durchführung der Prüfung einzuhalten.

6 Durchführung

6.1 Prüfstrecken

Sicherzustellen ist, dass sich die Prüfstrecken in einem Abstand von mindestens 100 mm vom Rand des
Probekörpers befinden. Falls der strukturelle Aufbau des Bodenbelags zu unterschiedlichen Prüfergebnissen
führen könnte, werden zwei getrennte Prüfstrecken gewählt, d. h. in Herstellungs- und in Querrichtung, oder bei
Bahnenware entlang der Hauptrelieflinien des Dekors, oder bei Platten, die im Schachbrettmuster verlegt sind,
parallel zur Kante und diagonal.

6.2 Prüfung

Damit sichergestellt ist, dass sich Probekörper und Führungsschienen in horizontaler Lage befinden, werden sie
überprüft. Auf dem Probekörper befindlicher Staub ist zu entfernen.

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EN 424:2001 (D)

Der vorgesehene Stempel wird so unter der Auflagerplatte befestigt, dass zwei seiner Kanten parallel zu den
Schienen des Gestells verlaufen. Der Wagen und die Auflagerplatte werden auf die Schienen und den Probekörper
gesetzt, und dann wird die Auflagerplatte mit der Masse beschwert.

Nach 1 min wird das freie Ende des Seiles (das einmal um den Körper der Winde gewunden ist) mit einer Kraft von
nicht mehr als 1 kN gezogen, damit sich der gesamte Prüfaufbau in horizontaler Richtung mit einer Geschwindig-
keit von 150 mm/s bis 200 mm/s über eine Strecke mit einer Länge von mindestens 700 mm bewegt.

Die Prüfung ist auf zwei Prüfstrecken in jeder Richtung auf einer Strecke mit einer Länge von mindestens 700 mm
zweimal zu wiederholen.

Die auf jeder Prüfstrecke entstandenen Beschädigungen werden aufgezeichnet. Jede Art von Beschädigung ist zu
vernachlässigen, die hinter den ersten 600 mm der Prüfstrecke auftritt sowie jede Beschädigung am Ende der
Prüfstrecke, falls die Zugkraft 1 kN überschreitet und alle Schleifspuren auf der Oberfläche.

7 Auswertung
Die Hauptarten von Beschädigungen sind für jede Prüfstrecke wie folgt anzugeben:

a) entstandene Oberflächenunebenheiten;

b) Beschädigung mit teilweiser Zerstörung der Oberfläche;

c) Einschnitte unterschiedlicher Tiefe;

d) eindringende Kanten;

e) im Falle eines Bodenbelags mit offenen Nahtstellen, jede Nahtstelle mit einem Spalt von  1 mm;

f) im Falle einer gefügten oder geschweißten Nahtstelle, deren Bruch.

8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss folgende Angaben enthalten:

a) Hinweis auf diese Norm, d. h. EN 424;

b) eine ausführliche Beschreibung des geprüften Produktes, einschließlich Art, Herkunft und Bezugsnummern
des Herstellers;

c) Vorgeschichte der Probe;

d) Typ des angewendeten Stempels;

e) Prüfergebnisse für jede Prüfstrecke;

f) alle Abweichungen von dieser Norm, die sich auf die Prüfergebnisse ausgewirkt haben könnten.