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ISDN a/b Terminal Adapter - Epromversion 1.

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1.)Installation:

1.a)Anschluß des Geräts:

Schließen Sie das Gerät mit dem beiliegenden Steckernetzteil an


eine 220V-Steckdose an. Danach muß die Power-LED des Adapters
leuchten. Verbinden Sie Ihr analoges Endgerät mit dem gewünschten
Kanal des Adapters.

1.b)Programmierung der Rufnummern:

Um eingehende Anrufe gezielt auf einen der analogen Kanäle leiten


zu können, muß für jeden Kanal zuerst die entsprechende Rufnummer
programmiert werden. Mit Ihren Euro-ISDN Basisanschluß erhalten Sie
von der Telekom standardmäßig drei verschiedene Rufnummern. Sie
können zwei dieser Nummern benutzen, um gezielt Anrufe auf die am
Adapter angeschlossenen Analoggeräte zu leiten (beispielsweise eine
Nummer für ein angeschlossenes analoges Telefon, eine andere Nummer
für ein Faxgerät).
Die angeschlossenen Geräte müssen auf das Tonwahlverfahren
eingestellt sein (in manchen Handbüchern auch als DTMF oder MFV-
Wahlverfahren bezeichnet). Bei einem Modem oder Faxgerät ist
weiterhin darauf zu achten, daß das Gerät nicht auf den Wählton
warten sollte.
Um nun mit einem angeschlossenen Telefon einen Kanal zu
programmieren, gehen Sie wie folgt vor (beachten Sie dabei, daß
während der Programmierung der Adapter NICHT mit dem ISDN-Netz
verbunden sein darf):
- Heben Sie den Hörer ab; Sie hören einen unterbrochenen Ton.
- Wählen sie die Sequenz <*> <0> <0> <*> zum Einleiten des
Programmiervorgangs.
- Wählen Sie dann die gewünschte Rufnummer für den Kanal (ohne
Vorwahl).
- Beenden Sie die Programmierung durch Wahl von <#>.

Während der Programmierung hören Sie weiterhin den unterbrochenen


Ton; nach dem Beenden blinken die Leuchtdioden zum Zeichen der
erfolgten Programmierung kurz auf. Legen Sie dann den Hörer auf.

Mit dieser Sequenz programmieren Sie die Rufnummer, bei deren


Anwahl von außen das entsprechende Endgerät läutet. Um die
Rufnummer zu programmieren, die bei einer abgehenden Verbindung als
Identifikation an das Netz gesendet wird, verfahren Sie wie eben
beschrieben, schließen jedoch die Programmierung nicht mit <#>,
sondern mit <*> ab. Dazu ein Beispiel:

Sie haben von der Telekom die Rufnummern 12345, 12346 und 12347
zugeteilt bekommen. Sie schließen ein Telefon an den Adapter an,
das die Rufnummer 12345 haben soll. Bei abgehenden Verbindungen
soll jedoch beim Angerufenen nicht diese Nummer, sondern die Nummer
12347 im Display erscheinen (soweit der Angerufene auch einen ISDN-
Anschluß besitzt). Programmieren Sie den Kanal demnach wie folgt:
- (Hörer abheben) <*><0><0><*><1><2><3><4><5><#> (Hörer auflegen),
- (Hörer abheben) <*><0><0><*><1><2><3><4><7><*> (Hörer auflegen).
Falls Sie keine Rufnummer programmieren, die bei abgehenden
Verbindungen beim Angerufenen angezeigt werden soll, sendet die
Telekom standardmäßig die Basisrufnummer Ihres Anschlusses mit
(normalerweise ist dies die numerisch kleinste Ihrer drei
Rufnummern).
Die Programmierung der Rufnummern und eventueller
Rufnummernunterdrückung (siehe der folgende Abschnitt) bleibt auch
nach dem Abschalten des Geräts erhalten. Selbstverständlich kann
eine bereits erfolgte Programmierung jederzeit geändert werden.

1.c)Rufnummernunterdrückung:

Um für einen Kanal die Übermittlung der Rufnummer an den


Angerufenen vollständig zu unterdrücken, programmieren sie dies mit
der Wahlfolge <*><9><9><*>. Zur Freigabe der Rufnummernübermittlung
programmieren Sie den Kanal mit der Folge <*><9><8><*>. Beachten
Sie bitte, daß die Rufnummernunterdrückung ein ISDN-Dienstmerkmal
ist, das Sie eventuell für Ihren Anschluß erst freischalten lassen
müssen (setzen Sie sich hierzu mit der Telekom in Verbindung).

2)Rufumleitungen

Sie können für Ihre Rufnummern Umleitungen auf andere Ziele


programmieren. Das Umleitungsziel kann dabei in jedem beliebigen
Netz liegen (beispielsweise eine Rufumleitung auf Ihr
Mobiltelefon). ISDN unterscheidet drei verschiedene Arten der
Rufumleitung:
permanente Umleitung (Call Forwarding Unconditional, CFU),
Umleitung bei Besetzt (Call Forwarding Busy, CFB) und
Umleitung bei Nichterreichbarkeit (Call Forwarding No Response,
CFNR).
Die Umleitung bei Nichterreichbarkeit erfolgt, wenn Ihr Telefon bei
aktivierter Rufumleitung läutet und Sie nicht innerhalb von 15
Sekunden den Ruf annehmen.
Die Rufumleitungen können pro Rufnummer einzeln oder kombiniert
geschaltet werden, auch mit unterschiedlichen Umleitungszielen).
Sie können beispielsweise eine Rufumleitung bei Besetzt auf einen
anderen Apparat programmieren, bei Nichterreichbarkeit jedoch auf
Ihr Mobiltelefon.

2.a)Einrichten, Ändern und Löschen von Rufumleitungen:


Voraussetzung für das Einrichten, Ändern und Löschen von
Rufumleitungen ist die bereits erfolgte Programmierung des Adapters
mit den Rufnummern Ihres Anschlusses. Bitte beachten Sie, daß für
die folgenden Schritte der Adapter (im Gegensatz zur
Basisprogrammierung) mit dem ISDN-Netz verbunden sein muß.

2.a.1)Einrichtung von Rufumleitungen:


Nehmen Sie den Hörer ab, Sie hören das Freizeichen.
Wählen Sie <*>, das Freizeichen verschwindet.
Wählen Sie nun <1><1> zum Einrichten einer permanenten Umleitung,
<2><2> zum Einrichten einer Umleitung bei Besetzt oder <3><3> zum
Einrichten einer Umleitung bei Nichterreichbarkeit.
Wählen Sie <*>, gefolgt von der Rufnummer des Umleitungsziels.
Schließen Sie die Einrichtung mit <#> ab.
Nach einer kurzen Pause hören Sie ein Besetztzeichen.
Um zu überprüfen, ob die Rufumleitung vom ISDN-Netz erfolgreich
eingerichtet wurde, legen Sie den Hörer auf. Bei aktiver
Rufumleitung blinkt dann die Leuchtdiode des entsprechenden Kanals.
Falls Sie ein ISDN-Telefon parallel zum Adapter angeschlossen haben
und mit diesem eine Rufumleitung für eine der im Adapter
programmierten Rufnummern einrichten, wird die Leuchtdiode des
entsprechenden Kanals ebenfalls blinken.

2.a.2)Löschen von Rufumleitungen:


Verfahren Sie zum Löschen einer Rufumleitung wie bei der
Einrichtung; geben Sie jedoch keine Zielrufnummer an. Um
beispielsweise eine Umleitung bei Besetzt zu löschen, wählen Sie
<*><2><2><*><#>.

2.a.3)Ändern von Rufumleitungen:


Sie können eine Rufumleitung ändern, indem Sie sie einfach mit
einem neuen Umleitungsziel nochmals einrichten. Dies überschreibt
die schon vorhandene Rufumleitung.

2.a.4)Status von Rufumleitungen:


Rufumleitungen werden in der Vermittlungsstelle programmiert. Dies
bedeutet, daß Ihr Adapter selbst keine Kenntnis von eventuell
vorhandenen Rufumleitungen hat. Wenn sie daher den Adapter vom
ISDN-Netz trennen und ihn dann erneut verbinden, kann es eventuell
möglich sein, daß Leuchtdioden blinken, obwohl keine Rufumleitung
für den Kanal programmiert ist (weil sie beispielsweise mit einem
anderen Gerät gelöscht wurde). Ebenso kann der Fall auftreten, daß
die LED nicht blinkt, obwohl eine Rufumleitung vorhanden ist.
Trennen Sie in diesem Fall den Adapter kurz vom 220V-Netz. Beim
erneuten Einstecken des Netzteils wird dann die aktuelle
Information über eventuell programmierte Rufumleitungen von der
Vermittlungsstelle geholt und durch Blinken der Leuchtdioden wieder
angezeigt.

2.a.5)Weitere Hinweise
Sie können anhand des Blinkens einer Leuchtdiode lediglich
feststellen, daß eine Rufumleitung für den betreffenden Kanal
existiert, nicht jedoch die Art der Umleitung. Sie können jedoch
jederzeit alle Umleitungen auch ohne Kenntnis der aktivierten
Umleitungsart löschen (siehe hierzu Löschen von Rufumleitungen).
Dies kann von Vorteil sein, wenn Sie beispielsweise ein ISDN-
Telefon besitzen, das nach einem Stromausfall (oder nach dem
Abziehen vom ISDN-Bus) die programmierten Rufumleitungen nicht mehr
erkennt und anzeigt.

Beispiel
Die Telekom hat Ihnen unter anderem die Rufnummer 12345 zugeteilt.
Sie haben den Kanal, an dem Sie ein analoges Telefon angeschlossen
haben, auf diese Rufnummer programmiert. Während eines mehrtägigen
Ausflugs möchten Sie jedoch erreichbar bleiben und Anrufer, die
diese Rufnummer anwählen, auf Ihr Mobiltelefon umleiten. Wenn Ihr
Mobiltelefon die Nummer 0172-1234567 hat, erreichen Sie dies wie
folgt:
Nehmen Sie den Hörer ab, sie hören ein Freizeichen.
Wählen Sie nun<*><1><1><*><0><1><7><2><1><2><3><4><5><6><7><#>.Nach
einer kurzen Pause hören Sie das Besetztzeichen im Hörer.
Legen Sie nun den Hörer auf und überprüfen Sie die erfolgreiche
Einrichtung der Rufumleitung durch das Blinken der Leuchtdiode.