Sie sind auf Seite 1von 9

Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II

Vorbilder und Idole

Jugend, Alter, Kindheit, Erwachsenenzeit: die vier Lebensphasen des Menschen

Aufgabe1: Was fällt Ihnen spontan zu jeder Lebensphase ein? Überlegen Sie ein wenig mit
Ihrem Nachbarn / Ihrer Nachbarin.

Aufgabe 2: Lesen Sie den folgenden Text und vermuten Sie, wie der Text zu betiteln ist.
Was hat er mit dem Thema „Jugendszene“ zu tun? Begründen Sie Ihre Meinung.

____________________________
Fast jeder hat (oder hatte zumindest irgendwann mal) ein großes Vorbild oder einen Schwarm. In
vielen Fällen sind dies Menschen aus dem Show- oder Sportbereich oder andere berühmte
Persönlichkeiten. Im Prinzip kommen dafür alle Bereiche in Frage. Das Bedürfnis nach solchen
Leitbildern hat es schon immer gegeben. Sie dienen als Orientierungshilfe, und gerade
Jugendlichen helfen sie dabei, sich von den Eltern abzunabeln. Die ersten Idole haben Kinder
eigentlich schon ab dem Vorschulalter. Anfangs sind das die Eltern, vielleicht auch ältere
Geschwister und dann Spielkameraden oder der/die Klassenlehrer/-in. Gerade in der
Kleinkindphase sind solche Vorbilder besonders wichtig, dann wieder in der Pubertät.
Jugendliche suchen sich in der Pubertät oft Idole, die die Funktion von Kontra-Modellen
gegenüber dem Elternhaus ausüben. Die Teenager ahmen diese Idole zeitweise nach, imitieren
insbesondere deren Art sich zu kleiden oder zu frisieren. Dies kann zu Konflikten mit den Eltern
führen, da manche Auswüchse dieser Imitationen im Gegensatz zum elterlichen Geschmack
stehen. In diesem Fall sollten die Eltern ihr Kind erst einmal gewähren lassen und zeigen, dass
man es selbst und seinen Geschmack akzeptiert. Sonst könnte es passieren, dass der Jugendliche
mit noch größerer Provokation reagiert. Man sollte seine Unterstützung allerdings nicht durch
eine Erhöhung des Taschengeldes für den Erwerb von irgendwelchen Kultobjekten zeigen. Denn
auch wenn Idolverehrung im Teenageralter in der Regel harmlos ist, kann sie auch schwierige
Ausmaße annehmen - zum Beispiel, wenn Jugendliche zu viel Geld für ihre Idole ausgeben. Man
sollte auch verstehen, dass Vorbilder für den persönlichen Reifeprozess eines Jugendlichen
wichtig sind. Wenn sich zum Beispiel eine vom Jugendlichen verehrte Musikgruppe trennt, wird
diese Trennung als eigene Erfahrung erlebt. Es ist wichtig, dass die Eltern ihrem Kind das
Gefühl vermitteln, ernst genommen zu werden. Sie sollten mit dem Jugendlichen über sein Idol
sprechen und Interesse zeigen, vielleicht auch mal über eigene Idole von früher sprechen.

Aufgabe 3: Teilen Sie den Text in Abschnitte. Formulieren Sie den Hauptgedanken jedes
Abschnitts.

Aufgabe 4: Lesen Sie den folgenden Text und notieren Sie dabei die sinnwichtigen Wörter.
Berichten Sie über die Gründe für die Suche nach den Vorbildern.
Die Selbstfindung im Jugendalter beschreibt somit einen in der Pubertät beginnenden
Prozess, durch den ein Mensch versucht, sich in seinen Eigenheiten und Zielen zu definieren, vor
allem in Abgrenzung von der Gesellschaft und ihren Einflüssen.
Das Äußere spielt in diesem Lebensalter eine große Rolle, da dieses einen Teil der
Identität darstellt und die individuelle Persönlichkeit repräsentieren soll. Viele Jugendliche haben
in dieser Zeit aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes Angst nicht akzeptiert, verspottet oder
vom anderen Geschlecht missachtet zu werden. Auf Grund dessen werden oft Vorbilder oder
Teenidole als Maßstab für die Persönlichkeitsentwicklung herangezogen, um so sein eigenes
Selbst zu finden.
Allmählich verändert sich jedoch die Suche nach dem eigenen Ich vom Äußeren zum
Inneren. Nicht mehr das optische Erscheinungsbild steht im Vordergrund, sondern
Eigenschaften, Fähigkeiten und Einstellungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

1
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II
Aufgabe 5: Hören Sie sich den folgenden Abschnitt an und erklären Sie den Unterschied
zwischen den Vorbildern und Idolen.
Vorbilder Idole

Aufgabe 6: Bilden Sie Kleingruppen. Untersuchen Sie in der Gruppe einen der folgenden
Idoltypen: Charakterisieren Sie den Typ; führen Sie Beispiele an; diskutieren Sie
die möglichen Folgen der Nacheiferung diesen Persönlichkeiten.

Seit mehr als 40 Jahren tauchen immer wieder verschiedene Idole in der Jugendkultur auf. Man
kann die verschiedenen Idole zu verschiedenen Typen zuordnen: Dabei gibt es vier Idoltypen:
tragische, konservative, rebellische und posthumane Helden. Diese Idole stammen vorwiegend
aus dem Bereich der Freizeitkultur. Der Schwerpunkt liegt bei Jugendidolen vor allem bei
Leinwand- und Popstars.

Typ 1 Typ 2 Typ 3 Typ 4


das tragische das konservative das rebellische das posthumane
Idol Idol Idol Idol

Charakteristik

Beispiele

Pro und Kontra

Aufgabe 7: Wie sieht es bei Ihnen persönlich aus? Haben Sie Idole? Wenn ja, welche und
warum?

2
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II
Vorbilder und Idole Spickzettel für den Lehrer

Jugend, Alter, Kindheit, Erwachsenenzeit: die vier Lebensphasen des Menschen


Zuordnung an der Tafel

Aufgabe1: Was fällt Ihnen spontan zu jeder Lebensphase ein? Überlegen Sie ein wenig mit
Ihrem Nachbarn / Ihrer Nachbarin.

Wortschatz:
nachahmen Akk. – подражать, копировать
nachahmenswert
nacheifern j-m in Dat. – подражать, ровняться
nacheifernswert

Aufgabe 2: Lesen Sie den folgenden Text und vermuten Sie, wie der Text zu betiteln ist.
Was hat er mit dem Thema „Jugendszene“ zu tun? Begründen Sie Ihre Meinung.
Kinder brauchen Idole
Fast jeder hat (oder hatte zumindest irgendwann mal) ein großes Vorbild oder einen
Schwarm. In vielen Fällen sind dies Menschen aus dem Show- oder Sportbereich oder andere
berühmte Persönlichkeiten. Im Prinzip kommen dafür alle Bereiche in Frage. Das Bedürfnis
nach solchen Leitbildern hat es schon immer gegeben. Sie dienen als Orientierungshilfe, und
gerade Jugendlichen helfen sie dabei, sich von den Eltern abzunabeln.

Die ersten Idole haben Kinder eigentlich schon ab dem Vorschulalter. Anfangs sind das
die Eltern, vielleicht auch ältere Geschwister und dann Spielkameraden oder der/die
Klassenlehrer/-in. Gerade in der Kleinkindphase sind solche Vorbilder besonders wichtig, dann
wieder in der Pubertät.

Jugendliche suchen sich in der Pubertät oft Idole, die die Funktion von Kontra-Modellen
gegenüber dem Elternhaus ausüben. Die Teenager ahmen diese Idole zeitweise nach, imitieren
insbesondere deren Art sich zu kleiden oder zu frisieren. Dies kann zu Konflikten mit den Eltern
führen, da manche Auswüchse dieser Imitationen im Gegensatz zum elterlichen Geschmack
stehen. In diesem Fall sollten die Eltern ihr Kind erst einmal gewähren lassen (предоставлять
свободу действий) und zeigen, dass man es selbst und seinen Geschmack akzeptiert. Sonst könnte
es passieren, dass der Jugendliche mit noch größerer Provokation reagiert.

Man sollte seine Unterstützung allerdings nicht durch eine Erhöhung des Taschengeldes
für den Erwerb von irgendwelchen Kultobjekten zeigen. Denn auch wenn Idolverehrung im
Teenageralter in der Regel harmlos ist, kann sie auch schwierige Ausmaße annehmen - zum
Beispiel, wenn Jugendliche zu viel Geld für ihre Idole ausgeben. Man sollte auch verstehen, dass
Vorbilder für den persönlichen Reifeprozess eines Jugendlichen wichtig sind. Wenn sich zum
Beispiel eine vom Jugendlichen verehrte Musikgruppe trennt, wird diese Trennung als eigene
Erfahrung erlebt.

Es ist wichtig, dass die Eltern ihrem Kind das Gefühl vermitteln, ernst genommen zu
werden. Sie sollten mit dem Jugendlichen über sein Idol sprechen und Interesse zeigen, vielleicht
auch mal über eigene Idole von früher sprechen.

Aufgabe 3: Teilen Sie den Text in Abschnitte. Formulieren Sie den Hauptgedanken jedes
Abschnitts.

3
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II
Aufgabe 4: Lesen Sie den folgenden Text und notieren Sie dabei die sinnwichtigen Wörter.
Berichten Sie über die Gründe für die Suche nach den Vorbildern.
Die Selbstfindung im Jugendalter beschreibt somit einen in der Pubertät beginnenden
Prozess, durch den ein Mensch versucht, sich in seinen Eigenheiten und Zielen zu definieren, vor
allem in Abgrenzung von der Gesellschaft und ihren Einflüssen.
Das Äußere spielt in diesem Lebensalter eine große Rolle, da dieses einen Teil der
Identität darstellt und die individuelle Persönlichkeit repräsentieren soll. Viele Jugendliche
haben in dieser Zeit auf Grund ihres äußeren Erscheinungsbildes Angst nicht akzeptiert,
verspottet oder vom anderen Geschlecht missachtet zu werden. Auf Grund dessen werden oft
Vorbilder oder Teenidole als Maßstab für die Persönlichkeitsentwicklung herangezogen, um so
sein eigenes Selbst zu finden.
Allmählich verändert sich jedoch die Suche nach dem eigenen Ich vom Äußeren zum
Inneren. Nicht mehr das optische Erscheinungsbild steht im Vordergrund, sondern
Eigenschaften, Fähigkeiten und Einstellungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Aufgabe 5: Hören Sie sich den folgenden Abschnitt an und erklären Sie den Unterschied
zwischen den Vorbildern und Idolen.
Die Vorbilder
Vorbilder sind Personen, denen man nacheifert. Diese können sowohl Menschen aus
dem Familien- oder Bekanntenkreis als auch Prominente oder historische Personen
sein. Vorbilder müssen nicht, wie etwa Idole, als ganze Personen allumfassend erklärt
werden – ihre Vorbildfunktion kann sich auf bestimmte Eigenschaften konzentrieren.
Verglichen mit Stars und Idolen haben Vorbilder eindeutig den besseren Ruf. Sie haben
Leitbildfunktionen, die sich auf konkrete, nachprüfbare Faktoren stützt. Dass
Jugendliche einen Lehrer oder eine Lehrerin als Vorbild betrachten, kommt kaum vor.
Viele aber entdecken Eigenschaften an ihnen, die sie übernehmen möchten.

Aufgabe 6: Bilden Sie Kleingruppen. Untersuchen Sie in der Gruppe einen der folgenden
Idoltypen: Charakterisieren Sie den Typ; führen Sie Beispiele an; diskutieren Sie
die möglichen Folgen der Nacheiferung diesen Persönlichkeiten.

Seit mehr als 40 Jahren tauchen immer wieder verschiedene Idole in der Jugendkultur auf. Man
kann die verschiedenen Idole zu verschiedenen Typen zuordnen: Dabei gibt es vier Idoltypen:
tragische, konservative, rebellische und posthumane Helden. Diese Idole stammen vorwiegend
aus dem Bereich der Freizeitkultur. Der Schwerpunkt liegt bei Jugendidolen vor allem bei
Leinwand- und Popstars.

Typ 1 Typ 2 Typ 3 Typ 4


das tragische das konservative das rebellische das posthumane
Idol Idol Idol Idol
Charakteristik
Beispiele
Pro und Kontra

Aufgabe 7: Wie sieht es bei Ihnen persönlich aus? Haben Sie Idole? Wenn ja, welche und
warum?

4
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II

Jugend

Alter

Kindheit

Erwachsenen-
zeit
5
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II

AG1

Aufgabe 6: Charakterisieren Sie den Typ; führen Sie Beispiele an; diskutieren Sie
die möglichen Folgen der Nacheiferung diesen Persönlichkeiten.

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder. Das ist nicht nur heute so, sondern man kann dieses
Phänomen bis weit in die Vergangenheit verfolgen. Anders ist das mit dem Teenidol. Dieses
Phänomen kann man erst seit jener Zeit beobachten, in der Massenmedien wie Radio und
Fernsehen für die breite Masse zugänglich wurden. Berühmtheiten konnten auf diese Art weit
verbreitet gesendet werden, und erlangten dadurch hohen Bekanntheitsgrad. Seit dieser Zeit hat
das Teenidol an Bedeutung gewonnen, und ist heute kaum noch aus der Lebenswelt der
Jugendlichen wegzudenken.

Typ 1, das tragische Idol


Dieses Idol steht für das Scheitern an den Erfordernissen der zweckorientierten
Erwachsenenwelt, das Zerbrechen von Individualität, die im Suizid enden kann. Das Scheitern
wird beim tragischen Idol zum Kult. Beispiele für dieses Idol sind Kurt Cobain von „Nirvana“
sowie auch James Dean in den 50er Jahren.

6
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II

AG2

Aufgabe 6: Charakterisieren Sie den Typ; führen Sie Beispiele an; diskutieren Sie
die möglichen Folgen der Nacheiferung diesen Persönlichkeiten.

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder. Das ist nicht nur heute so, sondern man kann dieses
Phänomen bis weit in die Vergangenheit verfolgen. Anders ist das mit dem Teenidol. Dieses
Phänomen kann man erst seit jener Zeit beobachten, in der Massenmedien wie Radio und
Fernsehen für die breite Masse zugänglich wurden. Berühmtheiten konnten auf diese Art weit
verbreitet gesendet werden, und erlangten dadurch hohen Bekanntheitsgrad. Seit dieser Zeit hat
das Teenidol an Bedeutung gewonnen, und ist heute kaum noch aus der Lebenswelt der
Jugendlichen wegzudenken.

Typ 2, das konservative Idol


Dieses Idol steht für Konformität und schnellen Aufstieg in der Erwachsenenwelt und den
Umgang mit deren Werten. Dieses Idol hat es geschafft, sich zu integrieren und anzupassen.
Beispiele für diese Idole sind leistungsorientierte Sportidole wie Franzi van Almsick und Boris
Becker. Sportliche Leistungen und deren Vermarktung stehen im Mittelpunkt. Einen eigenen Stil
zu haben spielt bei diesen Idolen weniger Rolle, jedoch umgeben sie sich gerne mit
Statussymbolen. Im großen und ganzen haben sie einen normalen Lebenswandel, und verlangen
diesen auch von den Fans.

7
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II

AG3

Aufgabe 6: Charakterisieren Sie den Typ; führen Sie Beispiele an; diskutieren Sie
die möglichen Folgen der Nacheiferung diesen Persönlichkeiten.

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder. Das ist nicht nur heute so, sondern man kann dieses
Phänomen bis weit in die Vergangenheit verfolgen. Anders ist das mit dem Teenidol. Dieses
Phänomen kann man erst seit jener Zeit beobachten, in der Massenmedien wie Radio und
Fernsehen für die breite Masse zugänglich wurden. Berühmtheiten konnten auf diese Art weit
verbreitet gesendet werden, und erlangten dadurch hohen Bekanntheitsgrad. Seit dieser Zeit hat
das Teenidol an Bedeutung gewonnen, und ist heute kaum noch aus der Lebenswelt der
Jugendlichen wegzudenken.

Typ 3, das rebellische Idol


Dieses Idol charakterisiert das ziellose und aggressive Ablehnen von Normen und Tabus. Sie
leben ein Leben ohne Rücksicht auf Sanktionen, und nehmen sich Freiräume, die normalen
Jugendlichen versagt bleiben.

8
Thema: Junge Leute in Deutschland Ausblick II

AG4

Aufgabe 6: Charakterisieren Sie den Typ; führen Sie Beispiele an; diskutieren Sie
die möglichen Folgen der Nacheiferung diesen Persönlichkeiten.

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder. Das ist nicht nur heute so, sondern man kann dieses
Phänomen bis weit in die Vergangenheit verfolgen. Anders ist das mit dem Teenidol. Dieses
Phänomen kann man erst seit jener Zeit beobachten, in der Massenmedien wie Radio und
Fernsehen für die breite Masse zugänglich wurden. Berühmtheiten konnten auf diese Art weit
verbreitet gesendet werden, und erlangten dadurch hohen Bekanntheitsgrad. Seit dieser Zeit hat
das Teenidol an Bedeutung gewonnen, und ist heute kaum noch aus der Lebenswelt der
Jugendlichen wegzudenken.

Typ 4, das posthumane Idol


Diese Stars zeigen verschiedene, multiple und künstlich hergestellte Identitäten und Körper. Der
Star „konstruiert“ sein Image, und schlüpft dabei in eine Rolle. Der Type 4 ist in den 80er Jahren
dazugekommen, und vor allem im Bereich der Popstars angesiedelt. Das wohl bekannteste
Beispiel für das Rollenspiel ist Madonna, die sich immer wieder neu erfindet. Aber auch Stars
wie „Prince“ leben diesen Stil.