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1/29/2017 Deutsch 

lernen in München DKFA

 Wir stellen Ihnen das Übungsmaterial kostenlos zur Verfügung.

Vorbereitung: Wortschatz

Im Text werden zwei Namen erwähnt:

Mirko Smylianek, Reporter

Thomas Gries, Professor für Textiltechnik (RWTH Aachen = Rheinisch­Westfälische
Technische Hochschule)

 
Folgende Wörter sind zentral:
der Weltraum = das Weltall = das All = das Universum = der Kosmos
der
= der Raumfahrer, ­ = der Astronaut, ­en = der Kosmonaut, ­en
Weltraumfahrer, ­
Bei zusammengesetzten Wörtern benutzt man im Deutschen sehr häufig statt Weltraum­
nur Raum­
der Raumanzug 
die Raumfahrt 
der Raumflug 
Beispiele:
die Raumforschung 
die Raumkapsel 
die Raumstation
 
Noch ein paar Wörter, die Ihnen das Bearbeiten der Aufgaben erleichtern:

die Naht, "­e 
(Verb: nähen)

ein dickes, weiches Tuch aus Stoff oder Papier, das man in der
die
Unterhose trägt, damit es Feuchtigkeit aufnimmt (z.B. Babys tragen
Höschenwindel, ­n
das)

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quellen (quillt,
quoll, ist etwas wird größer, weil es Feuchtigkeit aufnimmt
gequollen)
 

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Aufgabe 1: Vermutungen korrigieren

Hören Sie nun den Bericht zum Thema "Astronautenwäsche" und
bestätigen bzw. korrigieren Sie Ihre Vermutungen: 

Was sagt der Text: Welche Aussagen treffen zu und welche nicht?

 
Jeder Astronaut hat auf der Reise mehrere Anzüge für drinnen und
ja nein
mehrere für draußen zum Wechseln dabei.

Frauen, die ins All fliegen, dürfen mehr Kleidung mitnehmen als Männer. ja nein

 
In der Raumkapsel gibt es eine Vorrichtung, mit der man nur den inneren
ja nein
Teil der Raumanzüge reinigen kann.
     
Auch bei langen Reisen ins All kann man die Raumanzüge nicht reinigen. ja nein

    
Wird ein Raumanzug leicht beschädigt, so hat man dafür eigens Textilien
ja nein
entwickelt, die sich selbst reparieren.

(Lesen Sie die Auszüge aus dem Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.) 

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Aufgabe 2: Notizen ergänzen

Sie hören nun den ersten Teil noch einmal. 
Es werden drei Hauptprobleme erwähnt, die im Außenbereich
auftreten.
Ergänzen Sie die Probleme und notieren Sie die Lösungsmodelle.

 
PROBLEM   LÖSUNG

  
1. Problem ___________________________________ 
Kein Sauerstoff, keine Luft  

 
Der Anzug wird
2. Problem  ________________________ 
 
___________________________ (Menge: ___________________________ 

__________________________________)

3. Problem  
Extreme Temperaturschwankungen:
 
Beispiele:
____________________________________ ____________________________________

____________________________________
 
(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.) 
 

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Aufgabe 3: Notizen ergänzen

Im Folgenden wird der Anzug eines Astronauten, den er draußen benutzt, etwas
genauer beschrieben. 

Ergänzen Sie die nötigen Informationen mit Stichpunkten.
  
Innere Schicht

_____________________________________________________________________ 
Material:
 

_______________________________________________________________

 Funktionen:

_______________________________________________________________

Äußere Schicht

_____________________________  und  __________________________________ 
Material:
 

_____________________________________________________________________ 
Funktion:
 

Mittlere Schicht

_____________________________________________________________________ 
Material:
 

_____________________________________________________________________ 
Funktion:
 

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)

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Aufgabe 4: Text ergänzen

Der nächste Abschnitt handelt von der Arbeit der High­Tech­Schneider. 
Ergänzen Sie die fehlenden Informationen. 

Bitte beachten Sie: Der folgende Text entspricht nicht Wort für Wort dem Hörtext.
Sie müssen die gehörten Informationen anpassen.

High­Tech­Schneider haben beim Nähen besonders Probleme mit den
__________________________ der 

Raumanzüge. 

Würde man dafür normales Garn benutzen, dann wären sie zwar
__________________________ , aber leider 

nicht __________________________ . 

Um dieses Problem zu beheben, hat man zwei Möglichkeiten: Man kann diese Stellen
entweder mit einem 

__________________________ isolieren oder verschweißen. 

Eine so hergestellte Verbindung muss mindestens __________________________       

__________________________  dicht halten, dann werden die Anzüge wieder
kontrolliert.  
 

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.) 

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Aufgabe 5: Notizen ergänzen

Im nächsten Abschnitt ist die Rede von „super absorbant polymeres“. 
Mit ihnen kann man z.B. ein Loch im Raumanzug reparieren.

Bitte ergänzen Sie die nötigen Informationen.

super absorbant polymeres
 
Man legt sie in _____________________________ 
 

  

  
Effekt 1: _______________________________________________ 
 
  
Effekt 2: _______________________________________________ 
 

  

  
Konsequenz: ____________________________________________ 
 

  

  
Was kann man später tun? ______________________________________
 
 
 (Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)

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Aufgabe 6: Fachausdruck erfassen

Hören Sie nun den sechsten und letzten Abschnitt und kreuzen Sie an, was mit
Abrasie gemeint ist.
Abrasie im Text bedeutet:

Textilien lösen sich im schlimmsten Fall auf, wenn die entsprechenden
Computerprogrammen zu ihrem Schutz nicht mehr funktionieren.

Im Weltall gibt es immer winzige Teilchen, die unkontrolliert durchs Weltall
schweben und auch Computer lahm legen können. 
 

Textilien können bei häufiger Benutzung im Weltall dünner werden und so ihre
Schutzfunktion verlieren.

Kleine Teile des Stoffs können sich lösen und so z.B. den Computer
beschädigen.

Ein Computer kann nicht mehr funktionieren, wenn er bei Schwerelosigkeit in
der Luft schwebt. 
 

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösung überprüft haben.)

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Aufgabe 7: ganzen Text noch einmal hören

1. Hören Sie sich zuerst den kompletten Text noch einmal an, ohne im Text
mitzulesen. Sicherlich verstehen Sie jetzt mehr als am Anfang.

2. Anschließend hören Sie den Text noch einmal und lesen dabei im Text mit.
Falls nötig, können Sie jetzt noch die letzten Verständnislücken schließen.

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Aufgabe 1: Vermutungen korrigieren

Hören Sie nun den Bericht zum Thema "Astronautenwäsche" und
bestätigen bzw. korrigieren Sie Ihre Vermutungen: 

Was sagt der Text: Welche Aussagen treffen zu und welche nicht?

Jeder Astronaut hat auf der Reise mehrere Anzüge für drinnen und
  
mehrere für draußen zum Wechseln dabei. 
ja nein
(Jeder Astronaut hat nur zwei Anzüge dabei, einen für die Raumstation,
einen für draußen)

Frauen, die ins All fliegen, dürfen mehr Kleidung mitnehmen als Männer.    
(Die Astronautinnen haben auch nur zwei Anzüge wie ihre männlichen ja  nein
Kollegen.)

In der Raumkapsel gibt es eine Vorrichtung, mit der man nur den
     
inneren Teil der Raumanzüge reinigen kann. 
ja nein
(Nein, es gibt bisher laut Text überhaupt keine Möglichkeit, Raumanzüge
zu reinigen.)

Auch bei langen Reisen ins All kann man die Raumanzüge nicht reinigen.       
(Das ist richtig! Aus diesem Grund riechen die Astronauten bei ihrer ja nein
Rückkehr auch nicht besonders gut...)

Wird ein Raumanzug leicht beschädigt, so hat man dafür eigens Textilien
  
entwickelt, die sich selbst reparieren. 
ja  nein
(Ja, das stimmt! Wie das genauer funktioniert, können Sie bei den
nächsten Aufgaben klären.)

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Aufgabe 2: Notizen ergänzen

Sie hören nun den ersten Teil noch einmal.  
Es werden drei Hauptprobleme erwähnt, die im Außenbereich
auftreten. 
Ergänzen Sie die Probleme und notieren Sie die Lösungsmodelle.
 
PROBLEM   LÖSUNG
  

1. Problem 
Sauerstoff in Pressluftflaschen 
kein Sauerstoff, keine Luft
 
 
Der Anzug wird mit Luftdruck
aufgeblasen. 
2. Problem 
 
kein Luftdruck 
(Menge: ein Drittel der auf der Erde
üblichen Menge)
 

3. Problem

extreme Temperaturschwankungen
   
Beispiele:
in der Sonne: 120 Grad
interne Klima­Anlagen
Celsius

im Schatten: minus 100 Grad
Celsius

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Aufgabe 3: Notizen ergänzen

Im Folgenden wird der Anzug eines Astronauten, den er draußen benutzt,
etwas genauer beschrieben. 

Ergänzen Sie die nötigen Informationen mit Stichpunkten.
  
Innere Schicht

Polyester 
Material:
 

hält warm

 Funktionen:

angenehmes Tragegefühl

Äußere Schicht

Polyester(faser) und  Folie 
Material:
 

reflektiert Sonnenlicht 
Funktion:
 

Mittlere Schicht

Mehrlagentextil 
Material:
 

Schutz gegen Mikro­Meteoriten 
Funktion:
 
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Aufgabe 4: Text ergänzen

Der nächste Abschnitt handelt von der Arbeit der High­Tech­Schneider. 
Ergänzen Sie die fehlenden Informationen. 

Bitte beachten Sie: Der folgende Text entspricht nicht Wort für Wort dem Hörtext.
Sie müssen die gehörten Informationen anpassen.

High­Tech­Schneider haben beim Nähen besonders Probleme mit den Nähten der  

Raumanzüge. 

Würde man dafür normales Garn benutzen, dann wären sie zwar fest, aber leider  

nicht gasdicht.  

Um dieses Problem zu beheben, hat man zwei Möglichkeiten: Man kann diese Stellen
entweder mit einem  

Kleber (Klebstoff) isolieren oder verschweißen.  

Eine so hergestellte Verbindung muss mindestens neun  

Stunden dicht halten, dann werden die Anzüge wieder kontrolliert.  
 

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Aufgabe 5: Notizen ergänzen

Im nächsten Abschnitt ist die Rede von „super absorbant polymeres“. 
Mit ihnen kann man z.B. ein Loch im Raumanzug reparieren.

Bitte ergänzen Sie die nötigen Informationen.

super absorbant polymeres
 
Man legt sie in eine Höschenwindel. 
 

  

  
Effekt 1: saugen Feuchtigkeit auf 
 
  
Effekt 2: quellen sehr stark 
 

  

   
Konsequenz: Loch quillt zu 
 

  

  
Was kann man später tun? Man repariert das Loch später in der Raumstation. 
 
 
 

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Aufgabe 6: Fachausdruck erfassen

Hören Sie nun den sechsten und letzten Abschnitt und kreuzen Sie an, was mit
Abrasie gemeint ist.
Abrasie im Text bedeutet:

Textilien lösen sich im schlimmsten Fall auf, wenn die entsprechenden
Computerprogrammen zu ihrem Schutz nicht mehr funktionieren.
(Im Text werden keine Computerprogramme erwähnt, die das Auflösen von
Textilien verhindern sollen.)

Im Weltall gibt es immer winzige Teilchen, die unkontrolliert durchs Weltall
schweben und auch Computer lahm legen können. 
(Der Computer wird nicht durch spezielle Teilchen aus dem Weltall lahm gelegt,
sondern durch kleine Textil­Faserteilchen, die sich lösen.)

Textilien können bei häufiger Benutzung im Weltall dünner werden und so ihre
Schutzfunktion verlieren. 
(Das Problem besteht nicht darin, dass Textilien dünner werden und den Menschen
nicht mehr schützen, sondern dass Textilien kleine Faserteilchen verlieren können,
die dann ein Computersystem beeinträchtigen können.)

Kleine Teile des Stoffs können sich lösen und so z.B. den Computer beschädigen. 
(Richtig! In diesem Fall spricht man von Abrasie.)

Ein Computer kann nicht mehr funktionieren, wenn er bei Schwerelosigkeit in der
Luft schwebt. 
 
(Im Text wird erwähnt, dass kleine Faserteilchen durch die Luft schweben, von
schwebenden Computern ist nicht die Rede.)

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Aufgabe 7: ganzen Text noch einmal hören
Ob wir Menschen jemals den großen Aufbruch ins Weltall wagen, etwa zum Mars oder noch
weiter in die galaktischen Tiefen des Alls, das ist noch längst nicht entschieden. Die
Prognosen für Langzeitmissionen sind uneinheitlich, die technischen und sozialen Probleme
fast unlösbar. Wissenschaftler hindert dies aber nicht, jetzt schon über Detailfragen
nachzudenken: Was für Wäsche tragen Astronautinnen und Astronauten während ihrer
Reise? Wie müssen Textilien beschaffen sein, die den Belastungen im Weltraum
standhalten? Und lässt sich die Astronautenkleidung eigentlich waschen? Mirko Smiljanic
hat nachgefragt:
 
Die zukünftige weltraumreisende Astronautin gerät beim morgendlichen Blick in den
Kleiderschrank – Ja, was zieh ich denn heute an? ­ nur begrenzt ins Grübeln. Sie hat zwei
Anzüge für zwei Gelegenheiten. Den einen trägt sie oder ihr männlicher Kollege in der
Raumstation, den anderen außerhalb. Der für außen ist ungleich komplizierter aufgebaut,
allerdings herrschen dort auch extreme Umweltbedingungen: "Zum einen gibt es keinen
Sauerstoff, keine Luft, zum anderen gibt es dort keinen Luftdruck, dann gibt es extreme
Temperaturen: auf der Sonnenseite des Lebens im All sind es 120 Grad Celsius, auf
der Schattenseite minus 100 Grad, also es fehlt eben die Atmosphäre, die uns das Leben
so angenehm macht."Thomas Gries, Professor für Textiltechnik an der RWTH Aachen.
Pressluftflaschen liefern Sauerstoff, der fehlende Luftdruck wird ausgeglichen, indem der
Astronaut seinen Anzug mit einem Drittel des auf der Erde üblichen Luftdrucks aufbläst,
die Temperaturschwankungen kompensiert eine interne Klimaanlage.
 
Der Anzug des Astronauten selbst besteht aus klassischen Textilien im Verbund mit Folien.
"Zum einen – körpernah – trägt er im Prinzip so ’ne Art Unterzieher aus Polyesterfasern,
die ihn warm halten und auch ein angenehmes Tragegefühl vermitteln. Dann nach außen
hin: Es gibt ’ne äußere Schutzschicht, das sind Polyesterfasern, die beschichtet sind mit
’ner Folie, die zum Beispiel auch das Sonnenlicht reflektieren, damit es auf der Sonnenseite
nicht zu heiß wird.“ Zwischen beiden Schichten liegt ein Mehrlagentextil als Schutz gegen
die allgegenwärtigen Mikro­Meteoriten. Das ist wichtig, weil der Raumanzug in jedem Fall
gasdicht bleiben muss. Aber selbst ohne das Dauerbombardement mit winzigen Partikeln
ist diese Forderung nur schwer zu erfüllen. 
 
Probleme bereiten den Wissenschaftlern vor allem Nähte. Bezogen auf die Festigkeit wäre
die klassisch mit Garn genähte Naht ideal. Die aber ist nicht gasdicht. „Das heißt, wenn Sie
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’ne Naht machen im Raumanzug müssen Sie nachher ’nen Kleber drübertun, um diese
Naht zu isolieren. Bei den Außenschichten zum Beispiel vom Raumanzug können Sie auch
verschweißen, und dann haben Sie sofort eine gasdichte Verbindung.“ Zumindest für ein
paar Stunden. Raumanzüge müssen mindestens 9 Stunden dicht halten, anschließend
werden sie eingehend untersucht. Wird die Außenhaut doch zerstört, nutzen die High­Tech­
Schneider sich selbst reparierende Textilien.    

Thomas Gries: "Es gibt super absorbant polymeres, die setzt man in der Höschenwindel
ein, weil sie so schön die Feuchtigkeit aufsaugen, damit ist aber meistens auch ein weiterer
Effekt verbunden, dass die auch sehr stark quellen. Und dann kann sich zum Beispiel durch
’ne hohe Feuchtigkeit im Raumanzug, oder ’ne gewisse Feuchtigkeit, dann so ’ne Art
selbstheilender Effekt einstellen.“ Das Loch quillt zu und wird anschließend in der
Raumstation repariert. Da tragen die Männer und Frauen übrigens Anzüge, die sich binnen
weniger Minuten in Rettungsanzüge umwandeln lassen: Falls in der Raumstation ein
Druckabfall eintritt, durch ’n Leck oder durch ’ne Kollision oder durch ’nen Fehler vielleicht,
für den Fall müssen die auch geschützt sein.“  
 
Geschützt werden muss aber auch die Inneneinrichtung der Station vor den Textilien.
Gefürchtet ist zum Beispiel die Abrasie, bei der sich winzige Faserteilchen lösen,
unkontrolliert durch die Station schweben und im schlimmsten Fall Computersteuerungen
lahm legen. Lösungen für Langzeitmissionen gibt es noch nicht, sind aber schon in Sicht.
Überhaupt noch nicht geklärt ist allerdings eine andere Frage: Wie wird die
Astronautenkleidung eigentlich gereinigt? „Ich hab noch nie davon gehört, dass es in der
Raumstation ’ne Waschmaschine gäbe, so dass ich glaube, dass sie nach dem Einsatz
durchaus ein wenig odieren, riechen. Also die reinigen natürlich ihre Sachen nicht.“ 

Das wird der zukünftigen Astronautin natürlich kaum passen: wenig Auswahl an Kleidung,
die mit der Zeit dann auch noch müffelt. Eine Aufgabe mehr für Textilingenieure.
 
Quelle: Bayern 5 am Sonntag (Redaktion Wissenschaft & Technik)  
Sendung vom 24.11.2002 [ca. 700 Wörter; Länge: 4:39]

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