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1/29/2017 Deutsch 

lernen in München DKFA

 Wir stellen Ihnen das Übungsmaterial kostenlos zur Verfügung.

Vorbereitung: Wortschatz
 
Im Text erscheinen folgende Eigennamen:
Nature: englischsprachige Fachzeitschrift mit Themen aus verschiedenen Bereichen,
vorwiegend aus naturwissenschaftlichen Disziplinen

Lilian Kleiber, Reporterin

Xing Xu, Evolutionsbiologe (Chinesische Akademie der Wissenschaften, Peking)

Joseph Reichholf, Ornithologe (Zoologische Staatssammlung, München
(http://www.zsm.mwn.de/))

 
Noch ein paar Wörter, die Ihnen das Bearbeiten der Aufgaben erleichtern:
ein großes, gefährliches Tier mit Flügeln, das Feuer spuckt
r Drache, ­n
(besonders in Märchen und Sagen)
gefiedert mit Federn
die Urahnen  alle Personen, von denen ein Mensch abstammt (seine
= die Vorfahren Verwandten), die vor vielen Jahren gelebt haben
bewegliche Körperteile eines Menschen oder Tieres, vor allem
Gliedmaßen (Pl.)
Arme und Beine
gleiten (glitt, ist geglitten) (durch die Luft) schweben

e Fledermaus, "e  

r Kontrahent, ­en Gegner
r Befürworter, ­ 
jemand, der für eine Sache ist
(Verb: etwas befürworten)
notorisch hier: allgemein bekannt

s Becken, ­  

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 das Organ eines Lebewesens, das beim Atmen die
Luft aufnimmt und wieder abgibt
e Lunge, ­n

aussterben (starb ... aus,
aufhören zu existieren (bei Lebewesen und Pflanzen)
ist ausgestorben)

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 Wir stellen Ihnen das Übungsmaterial kostenlos zur Verfügung.

Aufgabe 1: Zentrale Aussage des Textes

Hören Sie sich nun den ganzen Text in aller Ruhe an. Machen Sie sich keine
Notizen, sondern versuchen Sie nur, das Wesentliche zu verstehen. 

Welche Frage diskutieren die Wissenschaftler nach dem Fund des Microraptors?
Kreuzen Sie bitte die entsprechende Aussage an.

 
Welche Ähnlichkeit hat der Microraptor mit einer Fledermaus?

 
Wie haben die Vögel das Fliegen gelernt?

 
Wer ist älter: der Archäopterix oder der Microraptor?

(Lesen Sie den Hörtext in Auszügen erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)

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Aufgabe 2: richtig ­ falsch

  
Welche Aussagen über den Microraptor treffen zu? 

Bitte kreuzen Sie an, welche Aussage richtig und welche falsch ist.

 richtig  falsch  

   
Er sieht aus wie ein Drache mit 4 Beinen und 2 Flügelpaaren.

   
Er hat viele Federn.

   
Nur seine 4 Beine haben Federn.

   
Sein Rücken ist voller Federn.

   
Nur sein Schwanz hat Federn.

   
Alle Beine und sein Schwanz haben Federn.

   
Er sieht ähnlich aus wie der Archäopteryx.

   
Er wurde in Solnhofen entdeckt wie der Archäopteryx.

   
Wie der Archäopteryx ist auch er 1m groß.

    Er hatte zwar geflügelte Gliedmaßen, aber er konnte nicht aktiv
fliegen.

   
Er konnte von Baum zu Baum gleiten.

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.) 

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Aufgabe 3: Notizen ergänzen

Im nächsten Abschnitt werden zwei unterschiedliche Theorien zum
Vogelflug vorgestellt. 
Bitte ergänzen Sie die Notizen oder kreuzen Sie an.

a. 
Wie haben die
Theorie 1 Theorie 2
Vögel angefangen
zu fliegen?
 
  Am Anfang stand: __________flug 
Am Anfang stand: ___________flug
 
 
b. 
Theorie 1 
Fachausdruck für Theorie 2
 
 
= die ________________ Theorie
 
  (vom lateinischen Wort für 
= die _________________­Theorie
 
______________ ) 
 
c. 
Welche Theorie    Theorie 1 
unterstützt der
Microraptor?    Theorie 2
d. 
Warum passt der __________________________________________________________ 
Microrapor nicht
zur anderen __________________________________________________________ 
Theorie?  

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e. 
Welche Theorie
   Theorie 1
unterstützt
Professor
   Theorie 2
Reichholf?

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.) 

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Aufgabe 4: Text ergänzen

Professor Reichholf führt drei Gründe an, warum er die Kraftflugtheorie
unterstützt und somit der Microraptor seiner Meinung nach nicht der Urvogel ist. 

Versuchen Sie, die Stichpunkte der Argumentation herauszuhören und ergänzen
Sie den folgenden Text. 
Bitte beachten Sie: Der folgende Text entspricht nicht Wort für Wort dem
Hörtext. Sie müssen die gehörten Informationen anpassen.

Heutige Vögel: Die Beine und der Bau des
____________________________  

Erster
sind  geeignet zum ____________________________ , nicht zum 
Grund

___________________________ . 
 

Heutige Vögel: Beim Kraftflug müssen die Vögel sehr viel 

____________________________ aufwenden, fünf­ bis zehnmal soviel 

Zweiter wie ein gleich großes ___________________________ .
Grund
Um diese Kraft aufbringen zu können,  haben sie im Laufe der Zeit eine 

außergewöhnliche ___________________________ entwickelt. 
 

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Der Microraptor ist ____________________________ Millionen Jahre, 

der Archäopteryx ____________________________ Millionen Jahre alt. 

Wenn die Zeitdatierung stimmt, dann haben sich parallel zu den richtigen 

Dritter Vögeln (= Archäopteryx) ____________________________ (= Micro raptor) 
Grund
entwickelt, die dann aber ____________________________ sind, 

weil  sie mit den richtigen Vögeln nicht ____________________________  

konnten. 
 

(Lesen Sie den Hörtext erst, wenn Sie Ihre Lösungen überprüft haben.)

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Aufgabe 1: Zentrale Aussage des Textes

Hören Sie sich nun den ganzen Text in aller Ruhe an. Machen Sie sich keine
Notizen, sondern versuchen Sie nur, das Wesentliche zu verstehen. 

Welche Frage diskutieren die Wissenschaftler nach dem Fund des Microraptors?
Kreuzen Sie bitte die entsprechende Aussage an.

 
Welche Ähnlichkeit hat der Microraptor mit einer Fledermaus?

    Wie haben die Vögel das Fliegen gelernt?

 
Wer ist älter: der Archäopterix oder der Microraptor?

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Aufgabe 2: richtig ­ falsch

Welche Aussagen über den Microraptor treffen zu?  
  

Bitte kreuzen Sie an, welche Aussage richtig und welche falsch ist.

 richtig  falsch  
  
 
Er sieht aus wie ein Drache mit 4 Beinen und 2 Flügelpaaren.
  
 
Er hat viele Federn.

 
Nur seine 4 Beine haben Federn.

 
Sein Rücken ist voller Federn.

 
Nur sein Schwanz hat Federn.
  
 
Alle Beine und sein Schwanz haben Federn.
  
 
Er sieht ähnlich aus wie der Archäopteryx.

 
   Er wurde in Solnhofen entdeckt wie der Archäopteryx.

 
   Wie der Archäopteryx ist auch er 1m groß.
 
 
   Er hatte zwar geflügelte Gliedmaßen, aber er konnte nicht aktiv fliegen.
 
 
   Er konnte von Baum zu Baum gleiten.

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Aufgabe 3: Notizen ergänzen

Im nächsten Abschnitt werden zwei unterschiedliche
Theorien zum Vogelflug vorgestellt. 
Bitte ergänzen Sie die Notizen oder kreuzen Sie an.
a. 
Wie haben die Vögel angefangen Theorie 1 Theorie 2
zu fliegen?
   
  Am Anfang stand: Am Anfang stand: Kraftflug 
Gleitflug  
 
b.   
Theorie 2 
Fachausdruck für Theorie 1
 
 
= die arboreale Theorie
 
   
= die Kraftflug­Theorie
(vom lateinischen Wort für
Baum)
 
c.      Theorie 1 
Welche Theorie unterstützt der  
Microraptor?    Theorie 2
 

d.  
Seine Hinterbeine mit Federn hätten beim Laufen
Warum passt der Microrapor nicht
gestört. 
zur anderen Theorie?
 
 
e.      Theorie 1
Welche Theorie unterstützt  
Professor Reichholf?    Theorie 2
 

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Aufgabe 4: Text ergänzen
Professor Reichholf führt drei Gründe an, warum er die Kraftflugtheorie unterstützt
und somit der Microraptor seiner Meinung nach nicht der Urvogel ist. 

Versuchen Sie, die Stichpunkte der Argumentation herauszuhören und ergänzen
Sie den folgenden Text. 
Bitte beachten Sie: Der folgende Text entspricht nicht Wort für Wort dem Hörtext.
Sie müssen die gehörten Informationen anpassen.

Heutige Vögel: Die Beine und der Bau des Beckens  

Erster sind  geeignet zum Laufen, nicht zum  
Grund
Klettern.  
 

Heutige Vögel: Beim Kraftflug müssen die Vögel sehr viel  

Energie aufwenden, fünf­ bis zehnmal soviel  

Zweiter wie ein gleich großes Säugetier.  
Grund
Um diese Kraft aufbringen zu können,  haben sie im Laufe der Zeit eine  

außergewöhnliche Lunge entwickelt. 
 

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Der Microraptor ist 120 Millionen Jahre,  

der Archäopteryx 150 Millionen Jahre alt.  

Wenn die Zeitdatierung stimmt, dann haben sich parallel zu den richtigen  

Dritter Vögeln (= Archäopteryx) Gleitflieger (= Micro raptor)  
Grund
entwickelt, die dann aber ausgestorben sind,  

weil  sie mit den richtigen Vögeln nicht konkurrieren  

konnten.  
 

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Aufgabe 5: ganzen Text noch einmal hören
Weiter geht`s mit der Wissenschaft und einem netten kleinen Saurier, der diese Woche aus
den Webseiten von Nature grinste. Gezeichnet von einem chinesischen Künstler, der sonst
vermutlich Muster für Seidenteppiche entwirft – so schillernd und filigran schaut es aus,
das Tier mit seinen vier – tja – Flügeln? Der Fantasie zugrunde liegt ein realer Fund. Das
Skelett des Sauriers prangt ganz seriös auf dem aktuellen Titel des wissenschaftlichen
Fachblatts. Lilian Kleiber …
 
Wer bei einem vierflügeligen Saurier an einen Drachen mit vier Beinen und zwei
zusätzlichen Flügelpaaren denkt, den müssen die Wissenschaftler enttäuschen. Der
Microraptor gui, den Forscher um den Evolutionsbiologen Xing Xu von der chinesischen
Akademie der Wissenschaften in Peking entdeckt haben, hat zwar reichlich Federn, aber
nicht als Flügel auf dem Rücken, sondern an allen vier Beinen und an seinem Schwanz.
Damit ist er zwar kein richtiges Fabeltier, aber dennoch für die Fachleute eine Sensation.
Professor Joseph Reichholf, Ornithologe der Zoologischen Staatssammlung in München:
„Ein Fund dieser Art bedeutet etwas ähnlich Revolutionäres wie es seinerzeit der Fund des
Urvogels in Solnhofen in Bayern war, der Archäopteryx.“  
 
Was den etwa einen Meter kleinen gefiederten Saurier so besonders macht: Seine Existenz
wirft ein neues Licht auf die Frage, wie die Urahnen unserer heutigen Vögel das Fliegen
lernten. Denn der kleine chinesische Saurier konnte vermutlich mit seinen geflügelten
Gliedmaßen nicht aktiv fliegen, sondern nur in einer Art Gleitflug von Baum zu Baum
segeln. Sollte das neue Fossil also ein Vorfahr unserer Vögel sein, dann hätte eine von den
zwei bisher vertretenen Theorien zum Vogelflug Recht. 
 
Reichholf: „Die eine geht davon aus ­ und die scheint jetzt neue Nahrung bekommen zu
haben ­, dass die Vögel ähnlich wie die Fledermäuse mit Gleitflügen aus den Bäumen
heraus angefangen haben. Wissenschaftlich nennt man das – vom lateinischen Wort für
Baum – „arboreale Theorie“. Die Kontrahenten sagen, das geht nicht ­ und ich zähle mich
auch zu diesen Gegnern – die Vögel müssen ihre Flugfähigkeit, die aktive Flugfähigkeit,
aus dem schnellen Lauf heraus entwickelt haben. “

Der jetzt entdeckte Microraptor ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Baumbewohner
gewesen, denn beim Laufen wären gefiederte Hinterbeine äußerst unpraktisch. Genau
deshalb scheidet er auch für die Befürworter der zweiten, der so genannten
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1/29/2017 Deutsch lernen in München DKFA

„Kraftflugtheorie“, als Vogelvorfahr aus. 
 
"Dafür gibt es zwei sehr gute, sehr zwingende Gründe, wie ich meine, nämlich einmal, dass
alle lebenden Vögel einen Aufbau ihres Beines haben, ihrer beiden Beine, die typisch sind
für Laufbeine, und nicht für Kletterbeine. Vögel tun sich notorisch schwer in Bäumen zu
klettern. Wären sie von Vorfahren gekommen, die auf den Bäumen rumkletterten, dann
würde der Bau des Beckens und die Art der Beine dazu passen. Das tun sie nicht bei allen
Vögeln, die es gibt. Und das zweite ist, dass der Flug, der Kraftflug, so viel Energie kostet,
dass die Vögel das Fünf­ bis Zehnfache an Energie aufwänden müssen wie ein gleichgroßes
Säugetier, um fliegen zu können. Das geht nur mit einer ganz einzigartigen Lunge, die die
Vögel entwickelt haben."  

Auch das Alter des gefundenen Sauriers, die Finder datieren es auf über 120 Millionen
Jahre, deutet für Reichholf darauf hin, dass der Fund keine Vorform der Urvogels sein
kann. „Vor mehr als 120 Millionen Jahren bedeutet, das ist die Zeit der Dinosaurier, und in
dieser Phase gab es auch bereits Vögel, die schon im echten Sinne als Vögel zu bezeichnen
waren, nämlich Archäopteryx. Unser Archäopteryx, der ist ja fast 150 Millionen Jahre alt.
Das heißt also, so ein Fund würde bedeuten, dass, wenn die Zeitdatierung tatsächlich
zutrifft, parallel zu schon sich zu richtigen Vögeln entwickelten Formen ganz andere sich
weiterentwickelt haben, die eben Gleitflieger geworden sind und dann irgendwann
ausgestorben sind. Sie hatten’s nicht geschafft, in der Konkurrenz mit den echten, den
guten Fliegern weiter zu kommen und bis in unsere Zeit zu überdauern. Ein gefiederter
Dinosaurier muss noch lange kein Vogel sein.“
 
Quelle: Bayern 5 am Sonntag (Redaktion Wissenschaft & Technik)
Sendung vom 26.01.2003 [ca. 490 Wörter; Länge: 4:19] 

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