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Ernährungsplan - Selbst erstellen

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Viele Menschen brauchen einen Ernährungsplan


Zählen Sie auch zu jenen Menschen, die sich schon seit längerer Zeit Gedanken um eine
gesündere Ernährungsweise machen, ohne dass jedoch bislang eine konkrete Veränderung
stattgefunden hat? Sie haben sich zwar über verschiedene Ernährungsarten informiert,
konnten sich jedoch noch nicht für eine Richtung entscheiden? Oder fehlte Ihnen einfach nur
ein wenig Unterstützung, wie z. B. ein entsprechender Ernährungsplan?

So wie Ihnen geht es auch vielen anderen Menschen. Sie sind zwar gewillt, Ihre Ernährung zu
verändern, doch die Umsetzung gestaltet sich oftmals schwieriger als gedacht. So verwerfen
sie ihren Wunsch nach einer gesunden Ernährungsweise und gehen wieder ihrem gewohnten
Essverhalten nach.

Und dabei kann eine Ernährungsumstellung ganz einfach sein – vorausgesetzt, Sie haben
einen Plan, an dem Sie sich orientieren können. Natürlich sollte vorab geklärt werden, in
welchem Umfang Sie sich eine Veränderung Ihrer derzeitigen Ernährungsweise überhaupt
vorstellen können, damit Sie sich nicht gleich zu Beginn der Umstellung überfordert fühlen.

Ernährung professionell umstellen


Falls Sie Ihre Ernährung nur mit ein paar gesunden Lebensmitteln "aufpeppen" wollen,
benötigen Sie sicher keinen Ernährungsplan. In diesem Fall reicht es aus, täglich frisches
Obst, Salate, knackiges Gemüse und vollwertige Getreidesorten in Ihren Speiseplan zu
integrieren.

Wenn Sie hingegen bereit sind, einen Schritt weiter zu gehen, dann stünde zudem die
Reduzierung tierischer Lebensmittel, inklusive aller Milchprodukte, sowie die Minimierung von
Fertigprodukten und raffiniertem Zucker an. Jetzt wäre ein Ernährungsplan sicher schon eher
sinnvoll, denn er kann Ihnen die Umstellung wesentlich erleichtern.

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Sie können sich sogar vorstellen, noch mehr für Ihre Gesundheit zu tun? Na dann wäre eine
vegane oder basenüberschüssige Ernährungsweise für Sie das Richtige. Beide
Ernährungsformen sind zwar einfach in der Umsetzung, doch wenn sich Ihre derzeitige
Ernährung deutlich von diesen Ernährungsarten entfernt, sollten Sie zumindest zu Beginn der
Umstellung auf die hilfreiche Unterstützung durch einen Ernährungsberater nicht verzichten.

Geben Sie Ihre Richtung vor


Bevor Sie mit Ihrer Ernährungsumstellung starten, sollten Sie sich zunächst genau überlegen,
welche Richtung Ihnen am ehesten liegt. Natürlich gibt es neben den von uns beschriebenen
Ernährungsformen noch zahlreiche andere. Doch beginnen Sie möglichst nicht mit einer
Ernährung, die Ihnen völlig fremd ist, wie z. B. mit der Makrobiotik, der Ayurvedischen Küche,
der Ernährung nach den 5 Elementen oder ähnlich exotische Ernährungsweisen, wenn Sie
bisher gutbürgerlich von Pommes mit Schnitzel, Rouladen auf Reis und zum Abendbrot von
Aufschnitt und Käse lebten.

Ausgefallene Ernährungsweisen beinhalten nicht nur die Verwendung fremder Gewürze und
Zutaten. Dahinter steht vor allem eine ganz individuelle Weltanschauung, mit der Sie sich
vorab ebenfalls eingehend beschäftigen müssten.

Machen Sie sich die Umstellung Ihrer Ernährungsgewohnheiten stattdessen leicht, indem Sie
das Gewohnte mit Neuem kombinieren. So können Sie ohne grosse Umwege gleich mit Ihrer
Ernährungsumstellung beginnen.

Der erste Schritt zur gesunden Ernährung


Falls Ihr Speiseplan bislang viele tierische Lebensmittel, wie z. B. Fleisch und Milchprodukte,
beinhaltete, könnte eine Umstellung in Richtung gesunde Ernährung für Sie mit der
Empfehlung beginnen, zukünftig den Fleisch- und Milchprodukteverzehr auf dreimal
wöchentlich zu reduzieren.

Ein Übermass an tierischem Eiweiss kann zu zahlreichen Erkrankungen führen. Hierzu zählen
u. a. Rheuma, Gicht, Arthrose, Herz-Kreislauferkrankungen sowie zu vielen weitere
Gesundheitsbeschwerden. Daher ist eine Reduzierung der tierischen Eiweissmenge auf dem
Weg zu einer gesunden Ernährung ganz besonders wichtig.

Ihr Körper erhält durch die reduzierte Eiweisszufuhr wieder die Möglichkeit,
krankheitsverursachende Eiweissüberschüsse abzubauen. Daher werden Sie schnell die
positiven Auswirkungen Ihrer Ernährungsumstellung spüren. Natürlich zeigen sich diese bei
jedem Menschen in anderen Bereichen, aber von einem deutlichen Plus an Energie dürfen
alle gleichermassen ausgehen.

Die Umstellung auf eine eiweissreduzierte Kost würde für Sie nur bedeuten, an drei Tagen
pro Woche leckere Alternativen zu Fisch, Fleisch, Wurst und Co. zu finden. Und das ist

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wirklich kein Problem, denn das Angebot an veganen Rezepten ist mittlerweile derart gross,
dass Sie viele bunte und köstliche Anregungen erhalten werden.

Vielleicht werden Sie von den positiven Auswirkungen Ihrer Ernährungsumstellung derart
begeistert sein, dass für Sie sogar noch ein weiterer Schritt in Frage käme: Die vegane
Ernährung, die ganz frei von tierischen Produkten ist. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen.

Ernährungsplan selbst erstellen - so geht es


Falls Sie sich entschieden haben, Ihre Ernährung in Richtung eiweissreduziert oder vegan
umzustellen und dazu keinen Ernährungsplan benötigen, wählen Sie einfach jene Rezepte
aus, die aufgrund der Zutaten und der verwendeten Gewürze ganz Ihrem Geschmack
entsprechen. Seien Sie kreativ und tauschen Sie die eine oder andere Zutat nach Belieben
aus. Die Hauptsache ist, dass es Ihnen wirklich schmeckt!

Wenn Sie jedoch zu den Menschen gehören, die zu Beginn der Umstellung lieber erst einmal
nach Vorgabe arbeiten, können Sie sich jetzt Ihren persönlichen Ernährungsplan selbst
erstellen. Er sollte für die eiweissfreien Tage alternative Frühstücks-, Mittags- sowie
Abendgerichte enthalten. Das heisst, dass an diesen Tagen weder Fleisch noch Fisch und
auch keine Wurst, kein Käse und keinerlei Milchprodukte auf Ihrem Speiseplan erscheinen.

Bei der veganen Ernährung werden gar keine tierischen Produkte mehr verzehrt. Um diese
strikte Vorgabe etwas aufzulockern ist es möglich, eine vegetarische Ernährung zu wählen
und Butter und Sahne für Ihre Rezepte zu verwenden, denn bei diesen Produkten überwiegt
der Fettanteil gegenüber dem Eiweissanteil deutlich. Zwar ist diese Ernährung nicht mehr
vegan, aber dennoch fast frei von tierischen Eiweissen.

Die Umstellung auf eine basenüberschüssige Ernährung ist etwas komplexer als die
Reduzierung bzw. der Verzicht auf tierisches Eiweiss. Daher ist zu Beginn der Umstellung auf
diese Ernährungsweise die Erstellung eines Ernährungsplans anzuraten. Wie ein solcher
Ernährungsplan aussehen könnte bzw. aus welchen Zutaten Sie ihn zusammenstellen
könnten, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

Ihr Plan bei eiweissreduzierter Kost


Fall Sie sich bereits für diverse Rezept entschieden haben und Ihnen erst beim zweiten
Durchlesen Zutaten auffallen, mit der Sie sich gar nicht anfreunden können, dann tauschen
Sie diese einfach gegen andere aus. Was die Gewürze betrifft, so müssen Sie sich hier
natürlich nicht an die Vorgaben halten. Verändern und würzen Sie die Rezepte einfach so,
dass Sie am Ende begeistert sind!

Beginnen Sie nun mit der Gestaltung Ihres Wochenplans. Ob Sie an den ersten vier Tagen
wie gewohnt essen wollen und an den folgenden drei Tagen auf tierisches Eiweiss verzichten
bzw. umgekehrt, oder ob Sie jeden zweiten Tag eiweissfreie Mahlzeiten zubereiten, ist

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gleichgültig. Machen Sie es so, wie es Ihnen am besten passt.

Ihr Ernährungsplan könnte beispielsweise so aussehen:

Wochentag
Montag:

Frühstück: Vollwertiges Brot mit veganem Aufstrich* und Schnittlauch, dazu Tomaten-
und Gurkenscheiben mit Kräutersalz gewürzt
Mittagessen: Ein leckeres veganes Eintopfgericht, wie z. B. Linsen-, Bohnen-, Wirsing-
oder Gemüseeintopf
Abendessen: Risotto mit Steinpilzen

* Vegane Brotaufstriche können Sie mittlerweile in jedem Supermarkt finden. Ganz besonders fein schmecken selbst hergestellte Aufstriche. Eine

Auswahl an möglichen Varianten finden Sie unter vegane Brotaufstriche.

Dienstag:

Frühstück: Zuckerfreies Müsli mit einem klein geschnittenen Apfel und einer Banane,
aufgefüllt mit pflanzlicher Milch, wie z. B. Hafer-, Reis- oder Mandelmilch
Mittagessen: Spaghetti a la Tofu-Bolognese
Abendessen: Kürbiscremesuppe mit Ingwer und knusprigem Fladenbrot

Mittwoch:

Frühstück: Fruchtsalat mit Sojajoghurt oder Hafersahne


Mittagessen: Champignon-Kartoffelauflauf mit Endiviensalat
Abendessen: Buntes Gemüse in Kokosmilch

Ab Donnerstag bis einschliesslich Sonntag können Sie wieder wie gewohnt essen.

Sollten Sie während der Umstellung Ihrer Ernährung feststellen, dass auch Ihnen eine vegane
Mahlzeit köstlich schmecken kann und Sie daher auch ganz gut ohne tierische Eiweisse
auskommen, empfehlen wir im Anschluss an diese Massnahme, einen weiteren Schritt zu
gehen:

Jetzt sollten an den "normalen Tagen" entweder morgens oder mittags oder abends tierische
Produkte auf Ihrem Ernährungsplan zu finden sein. Das bedeutet: Wenn Sie morgens Eier
oder ein Käsebrot zum Frühstück essen, ist Ihr Eiweiss-Soll damit bereits erfüllt. Essen Sie
mittags oder abends Fleisch, Fisch, Überbackenes etc., enthalten die beiden anderen
Mahlzeiten kein tierisches Eiweiss mehr.

Mit dieser Ernährungsweise führen Sie Ihrem Körper nur eine sehr geringe Menge an
tierischen Eiweissen zu, so dass Ihr Verdauungssystem keine Schwierigkeiten haben wird,

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diese zu verstoffwechseln. Mit diesem zweiten Schritt werden sich die positiven Auswirkungen
auf Ihre Gesundheit noch überraschend deutlicher zeigen.

Auch jetzt wäre ein Ernährungsplan sicher sehr nützlich, denn er wird Ihnen helfen, den
Überblick zu behalten. Und wenn Sie mögen, können Sie im nächsten Schritt natürlich auch
ganz auf den Verzehr tierischer Eiweisse verzichten.

Eine Übersäuerung des Körpers macht krank


Unser Körper verfügt über viele Regulationsmechanismen, die ihn bei der Erhaltung einer
guten Gesundheit unterstützen. Zu ihnen zählt auch der überaus wichtige Säure-Basen-
Haushalt, der das Verhältnis zwischen Säuren und Basen im Körper reguliert.

Solange der Körper ein ausgewogenes Gleichgewicht erhalten kann, ist der Mensch gesund.
Erst ein Übermass an Säuren führt dazu, dass er seine Balance verliert. Und in dieser
Situation wird der Mensch unvermeidlich krank.

Die Gründe für eine übermässige Säurebelastung des Körpers sind vielfältig, doch einen ganz
wesentlichen Beitrag stellt unsere moderne Ernährungsweise dar, die überwiegend aus
säurebildenden Nahrungsmitteln besteht.

Normalerweise ist der Körper mittels entsprechender Basen in der Lage, überschüssige
Säuren zu neutralisieren, so dass sie über den Urin ausgeschieden werden können. Doch auf
die Neutralisierung der riesigen Säuremengen, mit denen er heutzutage konfrontiert wird, ist
der Körper nicht ausgerichtet.

So kommt es unausweichlich zu einer Übersäuerung des Körpers, von der mittlerweile die
überwiegende Mehrheit der Menschen mehr oder weniger stark betroffen ist.

Eine basenüberschüssige Ernährung entsäuert den


Körper
Der erste und somit wichtigste Schritt, einer Übersäuerung entgegenzusteuern, besteht darin,
die Zufuhr säurebildender Nahrungsmittel zu minimieren und gleichzeitig die der
basenbildenden Lebensmittel deutlich zu erhöhen.

Und genau das ist die Grundlage der sogenanntenbasenüberschüssigen Ernährung, die sich
aus etwa 70 bis 80 Prozent basischer und 20 bis 30 Prozent gesunder(!) säurebildender
Lebensmittel zusammensetzt.

Wir haben für Sie eine Tabelle erstellt, in der die säurebildenden und basenbildenden
Lebensmittel übersichtlich aufgeführt sind, so dass Sie schnell mit Ihrer Ernährungsumstellung
beginnen können.

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Je mehr sich die basenüberschüssige Ernährung von Ihrer momentanen Ernährungsweise
unterscheidet, umso eher raten wir Ihnen, sich einen entsprechenden Ernährungsplan zu
erstellen, denn er erleichtert die Umstellung enorm.

Ein Ernährungsplan für eine basenüberschüssige


Ernährung
Vor der Erstellung Ihres Ernährungsplans sollten Sie sich zunächst unsere Säure-
Basentabelle in Ruhe ansehen und sie möglichst ausdrucken, damit sie bei Bedarf greifbar
ist. Wenn Sie die Lebensmittel für die Zusammenstellung Ihrer Mahlzeiten unter
Berücksichtigung dieser Tabelle auswählen, können Sie nichts mehr falsch machen.

Dann geht es nur noch darum, die gesunden Lebensmittel in köstliche Mahlzeiten zu
verwandeln und hierzu könnte Ihr Ernährungsplan aus folgenden Zutaten zusammengestellt
werden. Hierbei handelt es sich natürlich nur um Vorschläge, die beliebig variierbar sind:

Frühstücksvarianten:

Frische Früchte nach Belieben, Fruchtsalate mit Erdmandelflocken, frisch gepresste Säfte (z.
B. Äpfel und Karotten mit Erdmandelflocken) Fruchtsmoothies, Grüne Smoothies oder
basenüberschüssige Müslis. Bis hierher bewegen wir uns im basischen Bereich.

Die folgenden Varianten sind leicht säurebildend, aber immer noch sehr gesund: Dinkelbrot, z.
B. mit Avocado-Aufstrich, Grünkernpastete oder Gemüsesülze, Naturjoghurt oder Sojajoghurt
mit Obst und Erdmandelflocken, warmer Hirsebrei oder glutenfreies Müsli mit Mandelmilch.

Mittagsvarianten:

Salate:

Knackige Saison-Salate, mit frischen Kräutern und Sprossen angereichert, stellen eine
komplett basische Mahlzeit dar. Sollte der Salat Ihre Hauptspeise sein, können Sie ihn z. B.
mit kross angebratenem Räuchertofu garnieren, zu veganen Burgern oder mit vollwertigem
Brot geniessen.

Selbstverständlich können Sie hin und wieder auch ein kleines Stück Fleisch oder Fisch
braten und zum Salat essen. Hierbei handelt es sich zwar um säurebildende Lebensmittel,
deren Säureanteil jedoch im Verhältnis zu den basenbildenden Salatzutaten nicht überwiegt.

Gemüse:

Essen Sie täglich frisches Gemüse. Fast jedes Gemüse ist basisch, daher können Sie als
Beilage ruhig ein leicht säurebildendes Getreide verwenden. Schliesslich handelt es sich hier
ja nicht um eine rein basische, sondern "nur" um eine basenüberschüssige Ernährung.

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Es gibt eine Vielzahl basischer Gemüsegerichte. Seien Sie kreativ und probieren Sie auch
eigene Rezepte aus.

Getreide:

Kombinieren können Sie Ihr Gemüse z. B. mit basenbildenden Kartoffeln oder mitbasischen
Konjaknudeln, denn so bleibt es eine komplett basische Mahlzeit. Aber auch die leicht
säurebildende Hirse können als Beilage verwenden und ebenso das glutenfreieBuchweizen,
Quinoa oder Amaranth.

Natürlich können Sie auch weiterhin Reis essen oder Pasta aus Dinkel-, Mais- oder Sojamehl
verwenden. Auch Pasta aus Linsen oder anderen Hülsenfrüchten sind eine tolle Beilage. Nur
den Weizen sollten Sie wirklich von Ihrem Speiseplan streichen!

Weizen enthält von allen Getreidesorten den mit Abstand höchsten Glutenanteil und dieser
hat bereits zahllose Menschen krank gemacht. Mehr über die negativen Auswirkungen von
Gluten können Sie u. a. in dem Artikel Gluten vernebelt Ihre Sinne nachlesen.

Abendvarianten:

Am Abend verfügt das Verdauungssystem über weitaus weniger Energie als am Mittag, denn
ab etwa 18:00 Uhr bereitet sich das in der Regel ohnehin überlastete System bereits auf die
wohlverdiente nächtliche Ruhephase vor.

Daher können schwerverdauliche Lebensmittel, wie z. B. tierische Eiweisse in Kombination


mit konzentrierten Kohlenhydraten, wie z. B. Brot und Nudeln aus Auszugsmehlen,
glutenhaltiges Getreide, zuckerreiche Früchte sowie reiner Zucker in Süssigkeiten, Desserts,
süssen Getränken, etc. nur noch unzureichend verstoffwechselt werden.

Und auch Rohkost, wie z. B. Karotten-, Kohlrabi- oder Selleriesticks stellen am Abend ebenso
wie Rohkostsalate in jeder Form eine enorme Herausforderung für das Verdauungssystem
dar.

Es kommt zu Verdauungsproblemen, wie z. B. Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Diese


Reaktionen zeigen sich jedoch meist erst am nächsten Tag, so dass sie kaum mit dem
Abendessen in Verbindung gebracht werden.

Unter Berücksichtigung dieser Fakten ist es einleuchtend, dass die Abendmahlzeit leicht
verdaulich sein sollte. Daher lautet unsere Empfehlung für das Abendessen:

Gemüse:

Achten Sie darauf, dass Sie abends keine blähenden Gemüsesorten, wie z. B. Kohl,
verwenden. Ansonsten können Sie sich an gedünstetem oder gekochtem Gemüse satt essen.

Falls Sie gerne eine feine Gemüsesuppe geniessen, sollten Sie diese hin und wieder auch

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pürieren und zur besseren Sättigung mit normaler Sahne, Soja- oder Hafersahne anreichern.
Sie können auch basische Konjaknudeln in Ihre Suppe geben. Sie sind sehr sättigend und
zudem ausgesprochen gesund.

Mögen Sie zu Ihrer Suppe vielleicht ein paar leichtverdauliche Dinkelcracker, Reiswaffeln,
Maiswaffeln oder Knäckebrot? Dann greifen Sie ruhig zu! Und auch eine Scheibe glutenfreies
Vollkornbrot mit Butter oder einem veganen Aufstrich wird Ihr Verdauungssystem sehr
wahrscheinlich nicht überfordern.

Getreide:

Herkömmliches Getreide ist generell schwer verdaulich und sollte daher vor allem abends
nicht mehr verzehrt werden. Glutenfreie Getreidearten, wie Buchweizen, Hirse, Mais, Reis,
Quinoa und Amaranth hingegen sind wesentlich leichter verdaulich, so dass Sie dieses
Getreide z. B. auch als Beilage zu Ihrem gedünsteten Gemüse in Ihrem Ernährungsplan
integrieren können. Und auch als Burger zubereitet stellen die glutenfreien Getreidesorten
eine köstliche Mahlzeit dar.

Fisch oder Fleisch:

Wenn Sie abends Appetit auf Fleisch oder Fisch verspüren, ist das kein Problem –
vorausgesetzt, Sie kombinieren es ausschliesslich mit Gemüse. Essen Sie stattdessen
Kartoffeln oder Getreide dazu, erhalten Sie eine deutlich schwerer verdauliche
Abendmahlzeit. Die möglichen Folgen sind Ihnen ja bereits bekannt.

Die Ernährungsumstellung bei chronischen Erkrankungen


Bis hierher konnten wir Ihnen zur Erleichterung der Ernährungsumstellung die Empfehlung
geben, Ihren eigenen Ernährungsplan zu erstellen.

Das ist bei chronisch kranken Menschen, die über den Weg der Ernährungsumstellung nach
einer Möglichkeit suchen, ihre gesundheitliche Situation zu verbessern, allerdings nicht mehr
ratsam. In diesen Fällen würde ein selbst erstellter Plan viel zu viele Möglichkeiten
unberücksichtigt lassen, die eine optimale Zusammenstellung der Lebensmittel, vor allem in
Bezug auf bestehende Erkrankungen, bieten kann.

Ein ganzheitlicher Ernährungsberater kann helfen


Einen individuellen und professionellen Ernährungsplan kann nur ein gut ausgebildeter –
möglichst ganzheitlich orientierter – Ernährungsberater erstellen, denn hierzu ist ein
umfangreiches Wissen erforderlich.

So muss ein ganzheitlicher Ernährungsberater über die erforderlichen anatomischen


Grundkenntnisse ebenso verfügen wie über eine umfangreiche Kenntnis der verschiedenen

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Lebensmittel und deren Wirkung auf den Organismus.

Eine gesunde Ernährung, die für jeden kranken Menschen die richtige ist, gibt es leider nicht.
Dafür sind zu viele unterschiedliche Faktoren zu berücksichtigen. Aus diesem Grund muss ein
Ernährungsberater beurteilen können, welche Art der Ernährungsumstellung seinem Klienten
in der aktuellen Situation den grösstmöglichen Nutzen bringen wird.

Falls Sie einen ganzheitlichen Ernährungsberater suchen, können Sie sich an die von uns
zertifizierte Akademie der Naturheilkunde wenden. Erkundigen Sie sich dort nach einem
ganzheitlichen Ernährungsberater in Ihrer Nähe. Einen Einblick in die Art und Weise, wie
ganzheitliche Ernährungsberater praktizieren, bekommen Sie überdies, wenn Sie hier weiter
lesen: Traumberuf Ernährungsberater: Fünf Ernährungsberater im Interview

Die kompetente Erstellung eines Ernährungsplans


Bei der Erstellung einer individuellen Ernährung müssen bestehende gesundheitliche
Probleme auch dann berücksichtigt werden, wenn diese nicht im Fokus der Beratung stehen,
wenn also der zu Beratende beispielsweise "nur" abnehmen oder die Ernährung optimieren
möchte. Eine gesündere Ernährung aber wird immer auch zu einer Entlastung der von einer
Krankheit betroffenen Organe führen, sich also auch auf die vorhandene Krankheit positiv
auswirken.

Bei Erkrankungen, die mit einem geschwächten Verdauungssystem einhergehen, sollte der
Ernährungsplan so ausgerichtet sein, dass dieses System weitestgehend entlastet, aber
dennoch ausreichend mit Energie versorgt wird. Zu den Erkrankungen des
Verdauungssystems zählen all jene, die den Magen oder den Darm betreffen.

Entzündungsbedingte Erkrankungen, wie z. B. Arthritis, Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa,


chronische Schilddrüsenentzündung etc., erfordern eine entzündungshemmende
Ernährungsweise, die reich an antioxidativ wirkenden Lebensmitteln ist.

Bei Diabetikern sollte der Ernährungsplan auch auf die Normalisierung des Blutzuckerspiegels
abzielen, während bei Nierenerkrankungen u. a. generell die Eiweiss- und Salzzufuhr
minimiert werden sollte.

Das sind nur einige wenige Beispiele dafür, dass die Anforderungen an einen Ernährungsplan
bei gesundheitlichen Problemen äusserst komplex sein können und fachkundiges Wissen
voraussetzen.

Ein kompetenter Ernährungsberater kann mit einem gut durchdachten Ernährungsplan seinen
Klienten helfen, ihre gesundheitliche Situation frappierend zu verbessern. Damit wird ihnen
ganz nebenbei auch die im Allgemeinen vollkommen unterschätzte Heilkraft der Lebensmittel
wieder nahe gebracht.

Und wer diese Kraft erst einmal kennen gelernt hat, wird so schnell sicher nicht wieder zu

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Fertiggerichten, Fast Food & Co greifen wollen.

Beispiele für gesunde Ernährungspläne finden Sie hier:

Ernährungsplan low carb vegan


Ernährungsplan vegan
Ernährungsplan bei Bluthochdruck
Ernährungsplan bei Psoriasis
Ernährungsplan zur inneren Reinigung
Ernährungspläne zur Proteinversorgung vegan

Viele Tipps für einen glutenfreien Ernährungsplan finden Sie hier: Glutenfreie Ernährung –
Leicht und lecker

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Erstellung Ihres Ernährungsplanes und natürlich auch
bei der anschliessenden Umstellung Ihrer Ernährung!

Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Quellen:

American Academy of Sleep Medicine. "What you eat can influence how you sleep:
Daily intake of fiber, saturated fat and sugar may impact sleep quality." ScienceDaily.
ScienceDaily, 14 January 2016. (Was Sie essen kann Ihren Schlaf beeinflussen:
Täglicher Verzehr von Ballaststoffen, gesättigten Fetten und Zucker kann Ihre
Schlafqualität beeinflussen) (Studie als PDF)
Metz JA et al., “A randomized trial of improved weight loss with a prepared meal plan in
overweight and obese patients: impact on cardiovascular risk reduction.“, Archives of
internal medicine, 24. Juli 2000, (Eine randomisierte Studie über verbesserten
Gewichtsverlust mit vorbereiteten Ernährungsplänen bei übergewichtigen und
Adipositaspatienten.) (Studie als PDF)
Vigotti FM et al., “Intensive weight loss combining flexible dialysis with a personalized,
ad libitum, coach-assisted diet program. A "pilot" case series.“, Hemodialysis
international. International Symposium on Home Hemodialysis., Juli 2015, (Intensiver
Gewichtsverlust kombiniert (Studie als PDF)
Haynes RB et al., “Nutritionally complete prepared meal plan to reduce cardiovascular
risk factors: a randomized clinical trial.“, September 1999, (Diätetisch vollständig
vorbereiteter Ernährungsplan zur Reduzierung von kardiovaskulären Risikofaktoren.
Eine randomisierte klinische Studie.) (Studie als PDF)
Westcott WL et al., “Nutrition programs enhance exercise effects on body composition
and resting blood pressure.“, The Physician and sportsmedicine, September 2013,
(Ernährungspläne erhöhen den Trainingseffekt auf Körperzusammensetzung und
Ruheblutdruck.) (Studie als PDF)
Pasalich M et al., “Sustainability of a physical activity and nutrition program for seniors.“,

Den originalen Artikel finden Sie unter: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrungsplan-erstellen-ia.html Seite 10/11


The journal of nutrition, health & aging, 2013, (Nachhaltigkeit eines Bewegungs- und
Ernährungsprogramm für Senioren) (Studie als PDF)
Ouyang CM et al., “Diabetes self-care behaviours and clinical outcomes among
Taiwanese patients with type 2 diabetes.“, Asia pacific journal of clinical nutrition, 2015,
(Selbstpflege-Verhaltensweisen bei Diabetes und die klinischen Ergebnisse bei
taiwanesischen Patientien mit Typ 2 Diabetes.)(Studie als PDF)
Kiedrowski M et al., “[The principles of nutrition therapy of gout and hyperuricemia].“,
Polski merkuriusz lekarski: organ Polskiego Towarzystwa Lekarskiego, Augus 2014,
(Die Grundsätze der Ernährungstherapie bei Gicht und Hyperurikämie) (Studie als PDF)
Park YK et al., Effect of 8-week nutrition counseling to increase phytochemical rich fruit
and vegetable consumption in korean breast cancer patients: a randomized controlled
trial. Januar 2014, Clinical Nutrition Research, (Effekt einer 8-wöchigen
Ernährungsberatung, um den Verzehr von phytonährstoffreichen Früchten und
Gemüsen bei koreanischen Brustkrebspatienten zu erhöhen: Eine randomisierte
kontrollierte Studie) (Studie als PDF)

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