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Technische Mechanik und Berechnung – JG5

Technische Mechanik und


Berechnung – JG5 Sem 9

1. Die Wärmeübertragungsmechanismen ........................................................................................... 3

2. Die Wärmeübertragung - Gleichungen ........................................................................................... 4


2.1. Die Wärmeleitung ....................................................................................................................... 4
2.2. Der konvektive Wärmeübergang ................................................................................................. 5
2.3. Die Wärmestrahlung ................................................................................................................... 5

3. Häufige Anwendungsfälle ................................................................................................................. 6


3.1. Der Wärmedurchgang................................................................................................................. 6
3.1.1. Ebene Flächen ......................................................................................................................... 6
3.1.2. Gekrümmte Flächen................................................................................................................ 6
3.1.3. Temperaturverläufe................................................................................................................. 7
3.2. Die Wärmestrahlung ................................................................................................................... 8
3.2.1. Sonderfall umschlossener Strahler.......................................................................................... 8
3.2.2. Sonderfall gegenüberliegende Strahler ................................................................................... 8
3.3. Der Wärmedurchgang bei veränderlichen Temperaturen .......................................................... 9

4. Die feuchte Luft................................................................................................................................ 10


4.1. Die relative Luftfeuchtigkeit  .................................................................................................. 10
4.2. Der absolute Feuchtigkeitsgehalt x ........................................................................................... 10
4.4. Umrechnung von  in x ............................................................................................................. 11
4.5. Das Volumen der feuchten Luft ................................................................................................. 11
4.6. Die Enthalpie der feuchten Luft ................................................................................................ 11
4.7. Das hx Diagramm für feuchte Luft............................................................................................ 12

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Technische Mechanik und Berechnung – JG5

Technische Mechanik und


Berechnung – JG5 Sem 10
5. Die Biegelinie .................................................................................................................................... 16
5.1. Grundsätzliche Zusammenhänge .............................................................................................. 16
5.2. Superposition von Biegelinien................................................................................................... 16

6. Einteilung der mechanischen Schwingungen und Grundbegriffe ............................................... 17


6.1. Grundsätzliche Begriffe ............................................................................................................ 17
6.1.1. Die analytische Beschreibung der Bewegung....................................................................... 17
6.1.2. Die Periode ........................................................................................................................... 17
6.1.3. Die Frequenz......................................................................................................................... 17
6.1.4. Die Kreisfrequenz ................................................................................................................. 17
6.1.5. Der Phasenwinkel ................................................................................................................. 17
6.1.6. Der Schwingungsausschlag .................................................................................................. 17
6.2. Die Einteilung der Schwingungen ............................................................................................. 18
6.2.1. Einteilung nach dem zeitlichen Ablauf ................................................................................. 18
6.2.2. Einteilung nach dem Amplitudenverlauf .............................................................................. 18
6.2.3. Einteilung nach dem kinetischen Zustand der Schwingung ................................................. 18

7. Die Grundmathematik der harmonischen Schwingung ............................................................... 19


7.1. Allgemeines Weg-Zeit Gesetz einer harmonischen Schwingung ............................................... 19
7.2. Darstellung der Geschwindigkeit aus dem Weg-Zeit Gesetz .................................................... 19
7.3. Darstellung der Beschleunigung aus dem Weg-Zeit Gesetz ..................................................... 19

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1. Die Wärmeübertragungsmechanismen

Wärmeübertragung kann auf drei verschiedene Arten erfolgen:


▪ Leitung
▪ Strahlung
▪ Konvektion

Zur Wärmeleitung:

Zur Wärmestrahlung:

Zur Konvektion:

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2. Die Wärmeübertragung - Gleichungen

2.1. Die Wärmeleitung


Bei festen Gegenständen wird die Wärmeübertragung hauptsächlich durch Wärmeleitung
verursacht. Bei Fluiden (Gasen und Flüssigkeiten) spielt die Wärmeleitung eine eher
untergeordnete Rolle.
Berechnen kann man die Wärmeleitung mit dem Wärmeleitgesetz nach Fourier:

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2.2. Der konvektive Wärmeübergang


Einen Wärmeübergang zwischen bewegtem Fluid (Gas oder Flüssigkeit) und einer festen Wand
bezeichnet man als konvektiven Wärmeübergang.

Man unterscheidet zwischen freier und erzwungener Konvektion. Bei der freien Konvektion
erfolgt die Bewegung des Mediums als Folge von Dichteunterschieden (wegen
unterschiedlicher Temperaturen). Bei der erzwungenen Konvektion wird die Bewegung des
Mediums von außen aufgezwungen (Pumpe, Ventilator, Fahrtwind...). Die erzwungene
Konvektion ist effektiver als die freie Konvektion.
Die Nusseltzahl erhält man aus einschlägigen Regelwerken (z.B. VDI Wärmeatlas) als Funktion
der Reynoldszahl, Prandtlzahl und der Grasshofzahl. Sie sind dimensionslose Kennzahlen zur
Beschreibung von komplexen Wärmeübergangssituationen in z.B. Wärmetauschern.
Ermittlung von  über die Nusseltzahl:

Weiters können Wärmeübergangsfaktoren oft gut geschätzt, oder aber auch aus Messungen
der Oberflächen ermittelt werden.

2.3. Die Wärmestrahlung


Wärmestrahlung ist immer vorhanden. Sie entsteht, wenn ein Körper seine innere Energie in
elektromagnetische Strahlung umwandelt. Diese breitet sich wellenförmig mit
Lichtgeschwindigkeit im Raum aus. Die Umwandlung der inneren Energie in Strahlungsenergie
gelingt bei höheren Temperaturen überproportional gut (prop. T4)
Trifft diese Strahlung nun auf einen anderen Körper, wird dieser die Strahlung entweder
absorbieren oder reflektieren. Nach Kirchhoff ist die Fähigkeit eines Körpers Strahlung zu
absorbieren gleich seiner Fähigkeit Strahlung zu emittieren.
Zur Berechnung geht man vom schwarzen Körper aus. Er absorbiert auf ihn treffende Strahlung
zur Gänze.
Strahlungszahl des schwarzen Körpers:

Stefan Boltzmann´sches Strahlungsgesetz


Grauer Körper

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3. Häufige Anwendungsfälle

3.1. Der Wärmedurchgang


Eine Wärmeübertragung zwischen zwei Fluiden die durch eine ein- oder mehrschichtige Wand
getrennt sind bezeichnet man als Wärmedurchgang. Man kann einen Wärmedurchgang durch
Zusammenfassung von Konvektion und Wärmeleitung berechnen. Die Strahlung kann sehr oft
vernachlässigt werden. Insbesondere bei flüssigen Medien bzw. auch bei gasförmigen Medien
wenn die Temperaturen klein sind.

3.1.1. Ebene Flächen

3.1.2. Gekrümmte Flächen

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3.1.3. Temperaturverläufe

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3.2. Die Wärmestrahlung

3.2.1. Sonderfall umschlossener Strahler

3.2.2. Sonderfall gegenüberliegende Strahler

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3.3. Der Wärmedurchgang bei veränderlichen Temperaturen


Wird in einem Wärmetauscher eine Wärmeübertragung durchgeführt, so verändern beide
beteiligten Fluide ständig ihre Temperaturen. An jeder Stelle des Wärmetauschers findet die
Wärmeübertragung also bei einem anderen Temperaturgefälle statt. Wesentlich dafür ist die
Führung der Medien (gegenströmend oder gleichströmend bzw. Kreuzstrom).

Argumente für Gleichstrom Argumente für Gegenstrom

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4. Die feuchte Luft


Feuchte Luft ist eine Mischung aus trockener Luft und Wasserdampf.
Der Gesamtdruck pges setzt sich zusammen aus dem Partialdruck der trockenen Luft und dem
Partialdruck des Wasserdampfes.
In einem Gasgemisch ist nach dem Gesetz von Dalton der Gesamtdruck gleich der Summe der
Teildrücke (Partialdrücke).

p ges  p A  p B  pC  

Der Teildruck oder Partialdruck einer Komponente ist der Druck, den diese Komponente
ausüben würde, wenn sie alleine das Volumen V einnehmen würde, welches das ganze
Gemisch ausfüllt.
Für feucht Luft gilt daher:

p ges  pL  pD p L  Partialdruck der trockenen Luft

p D  Partialdruck des Wasserdamp fes


p D,s  Sättigungsdampfdruck des Wassers

Bei einer bestimmten Temperatur hat Wasser einen bestimmten Dampfdruck.


In feuchter Luft kann der Partialdruck des Wasserdampfes maximal diesen Dampfdruck
erreichen (Sättigungsdampfdruck p D , s ).
Übersteigt der Partialdruck des Dampfes in der Luft den Sättigungsdampfdruck (z. B. durch
Abkühlen oder Verdichten), so kommt es zur Kondensation.
Normalerweise ist der Partialdruck des Wasserdampfes p D in der Luft deutlich unter dem
Sättigungsdampfdruck p D , s .

4.1. Die relative Luftfeuchtigkeit 


Die relative Luftfeuchtigkeit  gibt an, wie groß der Partialdruck p D des Wasserdampfes in
der Luft ist, im Vergleich zum Sättigungsdampfdruck p D , s .

pD pD
  bzw. %   100%
p D, s p D, s
Da bei atmosphärischen und technischen Vorgängen die Masse der Luft im Allgemeinen
konstant bleibt, während sich die Masse des Wasserdampfes ändern kann, bezieht man
günstigerweise alle Größen auf 1 kg trockene Luft.

4.2. Der absolute Feuchtigkeitsgehalt x


Der absolute Feuchtigkeitsgehalt x (Feuchtegrad oder Beladung) gibt an, wie viel
Wasserdampf (in kg) in 1kg trockener Luft enthalten ist.

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4.4. Umrechnung von  in x

4.5. Das Volumen der feuchten Luft


Das spezifische Volumen des Luft-Wasserdampfgemisches errechnet sich wie folgt:
VMi Volumen der feuchten Luft
v Mi  
mL  mD Masse der feuchten Luft

4.6. Die Enthalpie der feuchten Luft


Die Enthalpie der feuchten Luft errechnet sich aus der Enthalpie des Dampfes und der
Enthalpie der Luft.

Da es praktischer ist mit relativen Werten zu rechnen wird eine Nullpunktfestlegung


vorgenommen.

Enthalpie der Luft:


Nullpunkt wird bei 0°C angenommen.

Enthalpie des Dampfes:


Nullpunkt wird bei flüssigem Wasser und 0°C angenommen.
Da ideales Gas angenommen wird, verlaufen die Enthalpielinien im Ts Diagramm horizontal.
Der Einfluss des Druckes wird also vernachlässigt.

Die Enthalpie der feuchten Luft ergibt sich also zu:

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Konstanten für die Berechnung von feuchter Luft:

Md 18,02 Kg/kmol Molargewicht des Dampfes


Ml 28,96 Kg/kmol Molargewicht der Luft
Rd 461,5 J/kgK Gaskonstante des Dampfes
Rl 287 J/kgK Gaskonstante der Luft
cpd 1,85 kJ/kgK Spez. Wärme des Dampfes
cpl 1 kJ/kgK Spez. Wärme der Luft
cw 4,19 kJ/kgK Spez. Wärme des Wassers
ce 2,09 kJ/kgK Spez. Wärme des Eises
r0 2500 kJ/kg Verdampfungsenthalpie bei kleinen Drücken
qs0 334 kJ/kg Schmelzenthalpie

4.7. Das hx Diagramm für feuchte Luft


Für Rechnungen hat sich das hx diagramm für feuchte Luft (nach Mollier 1923) bewährt.
In diesem Diagramm ist x auf der Abszisse aufgetragen, h1+x findet man als schiefwinkelige
Ordinate. Der Neigungswinkel der h1+x Ordinate ist so gewählt, dass die 0°C Isotherme im
ungesättigten Gebiet waagrecht verläuft. Das Diagramm wird durch die Sättigungslinie (=1) in
das Nebelgebiet und das gesättigte Gebiet geteilt. Es wird angenommen, dass der Nebel und
die Luft gleiche Temperatur besitzen.
Das Diagramm gilt nur für einen Druck (meist 1 bar).

Im Folgenden finden Sie drei solche Diagramme für unterschiedliche Temperaturbereiche


allerdings immer für 1 bar.

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5. Die Biegelinie

Die Biegelinie von Trägern lässt sich aus den Biegemomenten - Verläufen oft sehr gut und
einfach errechnen. Für viele typische Anwendungsfälle sind die Durchbiegungsgleichungen
bereits ermittelt und in der Literatur verfügbar.

5.1. Grundsätzliche Zusammenhänge


Integral der Belastung (Kräfte, Streckenlasten) ergeben den Querkraftverlauf
Integral des Querkraftverlaufes ergibt den Biegemomentenverlauf.
Der Biegemomentenverlauf entspricht der Krümmung der Biegelinie
Integral der Krümmung der Biegelinie ergibt die Steigung der Biegelinie
Integral der Steigung der Biegelinie ergibt die Durchbiegung

In der Praxis geht man vom Biegemomentenverlauf aus. Diesen Verlauf kann man durch
Freischneiden einfach ermitteln. Dazu wird der Träger in mathematisch voneinander
abgrenzbare Bereiche unterteilt. An den Übergängen müssen Übergangsbedingungen definiert
werden, an den Rändern müssen Randbedingungen definiert werden um die
Integrationskonstanten lösen zu können.

Ausgangsgleichung:

′′
𝑀𝑏
𝑦 = (−)
𝐸∙𝐼
Zweifaches Integrieren dieser Gleichung führt uns dann zur Durchbiegung.
Läuft die Krümmung im Uhrzeigersinn, ergibt diese Gleichung (incl, dem negativen Vorzeichen)
positive Durchbiegungswerte nach unten.
Läuft die Krümmung gegen den Uhrzeigersinn, ergibt diese Gleichung (incl, dem negativen
Vorzeichen) negative Durchbiegungswerte nach unten.

5.2. Superposition von Biegelinien

Lässt sich die zu rechnende Anwendung aus bereits in der Literatur dargestellten
Anwendungsfällen zusammenstellen, so kann man die Problemlösung vereinfachen, indem
man die entsprechend vorhandenen Grundfälle „übereinanderlegt“ also superpositioniert.

Ebenso kann bei überbestimmten Systemen vorgegangen werden.

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6. Einteilung der mechanischen Schwingungen und Grundbegriffe


Eine Schwingung ist ein Bewegungsvorgang, bei dem sich bestimmte Zustandsmerkmale
ständig wiederholen.
Schwingungen können in höchstem Maße unerwünscht sein (zerstörende Wirkung, Lärm,
unerwünschtes Vibrieren…) oder bewusst als nützliche Schwingung herbeigeführt werden
(Pendeluhr, Schwingförderer, Schwingsieb…).

6.1. Grundsätzliche Begriffe

6.1.1. Die analytische Beschreibung der Bewegung


Bei der analytischen Beschreibung einer mechanischen Schwingung haben wir immer folgende
Grundfunktion:

6.1.2. Die Periode


Der feste Zeitabschnitt T indem sich eine Schwingung wiederholt wird Schwingungsdauer,
Schwingungszeit, Periodendauer oder kurz Periode genannt.

6.1.3. Die Frequenz


Der reziproke Wert der Periode heißt Frequenz der Schwingung oder Schwingungszahl.

6.1.4. Die Kreisfrequenz


Mit der Kreisfrequenz bezeichnen wir die Zahl der Schwingungen in 2π Sekunden.

6.1.5. Der Phasenwinkel


Den Phasenwinkel erhalten wir, indem wir die Kreisfrequenz mit der Zeitmultiplizieren.

6.1.6. Der Schwingungsausschlag


Neben dem Rhythmus der Schwingung ist für ihre Beschreibung auch die Größe des
Schwingungsausschlages maßgeblich. Die Größe des Ausschlages nennt man
Schwingungsweite oder Elongation. Der maximale Ausschlag heißt Amplitude und ist der
halbe Wert der gesamten Schwingungsweite zwischen Größt- und Kleinstwert des
Ausschlages.

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6.2. Die Einteilung der Schwingungen


Man kann die Schwingungen nach vielen Kriterien einteilen.
Üblich ist die Einteilung nach dem zeitlichen Ablauf, aber für die Technik viel wesentlicher sind
die Einteilung nach dem Amplitudenverlauf und die kinetische Einteilung der Schwingungen.

6.2.1. Einteilung nach dem zeitlichen Ablauf


• Periodische Schwingungen
• Nicht periodische Schwingungen

6.2.2. Einteilung nach dem Amplitudenverlauf


• Ungedämpfte Schwingung
• Gedämpfte Schwingung
• Angefachte Schwingung

6.2.3. Einteilung nach dem kinetischen Zustand der Schwingung


• Freie Schwingung
Nach einmaliger Auslenkung wird das System sich selbst überlassen. Es schwingt automatisch
mit der Eigenfrequenz. In der Natur sind alle freien Schwingungsvorgänge gedämpfte
Schwingungen (Reibung). Irgendwann hört das System also auf zu schwingen.

• Selbsterregte Schwingung
Es wird von außen gerade soviel Energie zugeführt, wie zur Aufrechterhaltung der freien
Schwingung notwendig ist, um ein Abklingen der Schwingung zu vermeiden.

• Erzwungene Schwingung
Wird ein Schwinger dauernd angeregt (mit einer Frequenz, die sich um min. 20% von der
Eigenfrequenz unterscheidet) dann schwingt das System letztendlich mit der Frequenz, mit der
es angeregt wird. (Eigenschwingungen klingen ab). Man spricht hier von der Erregerfrequenz.
Wird das System in der Nähe der Eigenfrequenz angeregt, so kommt es unweigerlich zu einer
angefachten Schwingung mit zerstörerischer Wirkung. Das System schwingt mit immer
stärkerer Amplitude mit der Eigenfrequenz, die Beschleunigungskräfte zerstören das System.

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7. Die Grundmathematik der harmonischen Schwingung

Wenn auf einen schwingenden Massenpunkt eine zur Elongation proportionale Kraft wirkt, die
stets zur Mittellage gerichtet ist, sprechen wir von einer harmonischen Schwingung. Sie ist der
einfachste Fall einer periodischen Bewegung (z.B. sin- oder cos- Schwingung).
Ein mit konstanter Geschwindigkeit umlaufender Massenpunkt beschreibt beispielhaft eine
solche harmonische Schwingung. Viele technische Anwendungsfälle lassen sich als
harmonische Schwingung beschreiben.

7.1. Allgemeines Weg-Zeit Gesetz einer harmonischen Schwingung

7.2. Darstellung der Geschwindigkeit aus dem Weg-Zeit Gesetz

7.3. Darstellung der Beschleunigung aus dem Weg-Zeit Gesetz

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