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Unterrichtsbriefe

für das

Selbst-Studium
der

Altgrichischen Sprache.
Von Dr. Ernst Koch.

Brief 1. — ^ Preis 5« Pf. Kursus 1.

Verlag von E. Haberlsnd in Leipzig.

Vorwort.
^as mit

ich
Ziel vorliegender Unterrichtsbriefe, deren Ausarbeitung einem

Wunsche des Herrn Verlegers habe, das Verständnis von Xenophons


ist

entsprochen

Anabasis. Um dieses Ziel zu erreichen, konnte ich, nach bekannten Mustern, gleich

vom ersten Briefe an, die Anabafis selbst in kleinen Partien nach und nach dem
Schüler vorlegen. Allein diese Methode erscheint mir, wie schon für die französische
und englische Sprache, viel mehr für die viel formreichere altgriechische
so

noch
Sprache wenig zweckentsprechend. Ohne Sicherheit in den Formen ist eine
Lektüre nicht denkbar. Wie kann
ich

gedeihliche aber diese Sicherheit erreichen,


ich

wenn dem Schüler gleich von Anfang an eine verwirrende Menge verschieden
artiger Wortgebilde vor Augen führe, deren Erklärung und systematische Einübung
viele Wochen später werden kann? Gewiß es wünschenswert,
ist

ihm erst geboten

dem Schüler recht bald zusammenhängende Lektüre zu bieten; aber Nutzen und

Genuß kann dieselbe nur dann gewähren, wenn der vorgelegte Text nach Wortschatz,

Flexion und Satzbau der jeweiligen Wissensstufe des Schülers entspricht; es bleibt
also nichts anderes übrig, als anfangs einzelne Sätze (darunter auch jambische Verse),
später kleine abgeschlossene Geschichtchen vorzulegen — zur Anabasislektüre aber erst
dann zu schreiten, wenn die ganze Deklination und von der Konjukation die reich»

liche Hälfte bereits tüchtig eingeübt worden ist.


Meine Unterrichtsbriefe
in

zerfallen demnach zwei Kurse. Der'erste Kursus


— 14)
in

(Brief bereitet auf die Anabasislektüre vor; der zweite Kursus führt
1

die Anabafislektüre ein.