Sie sind auf Seite 1von 5

VERKAUFSBOTSCHAFTEN RICHTIG TARGETIEREN | PROF. DR.

OLIVER POTT > Deine Notizen


ÜBUNGEN: FACEBOOK-INSIDER-TIPPS

Übungen: Facebook-Insider-
Tipps
Was du bisher gelesen hast, ist dabei nur der Anfang. Das Ganze
nimmt erst jetzt so richtig Fahrt auf!

Nach diesem Konzept spielst du jetzt immer wieder spannende


Anzeigen
an deine Interaktoren-Zielgruppe aus. Wenn du dieses Konzept eine
Weile durchgespielt hast, hast du Fremde zu Freunden gemacht. Im
Sinne der sieben Kommunikationsschritte hast du schon eine Menge
Vertrauen aufgebaut.

So geht es dann weiter:

17. Kostenlosen Download anbieten


Du machst eine Kampagne mit dem Kampagnenziel
„Leadgenerierung“. In der Anzeige dazu gibt es einen Call-to-action-
Button (zum Beispiel „Mehr dazu“ oder „Herunterladen“ – diese
Benennungen kannst du beim Kampagnenziel „Leadgenerierung“ in
der Anzeige auswählen. Im ersten Schritt bekommen die Leute
etwas umsonst – ein Geschenk. Eben den Lead-Magneten, von dem
wir vorhin gesprochen haben. Das kann eine Checkliste sein, ein E-
Book, was auch immer. Jetzt kommt der Facebook-Pixel ins Spiel: Er
ist auf deiner Landeseite installiert und meldet Facebook zurück, wer
auf deiner Landeseite war. Das sind per se nur Fans und Leute, die es
gut mit dir meinen – die anderen hast du nie adressiert.

18. Kampagne für Landingpage-Besucher


Die nächste Anzeige dann richtet sich an Leute, die mit deiner Lan-
dingpage interagiert haben. Dazu generierst du in der
Zielgruppende- finition eine Lookalike-Zielgruppe mit dem Kriterium
„Website-Traffic“. Dort wählst du deinen Pixel aus. Die Anzeige kann
jetzt ein Produkt von dir bewerben – beispielsweise deinen natürlich
schon längst fertiggestellten Onlinekurs.

© Greator GmbH 1
VERKAUFSBOTSCHAFTEN RICHTIG TARGETIEREN | PROF. DR. OLIVER POTT > Deine Notizen
ÜBUNGEN: FACEBOOK-INSIDER-TIPPS

19. Den digitalen Zwilling ermitteln


Durch immer mehr Anzeigen und Split-Tests gewinnst du immer
mehr Menschen, die dich mögen und deine Memes liken,
kommentieren und teilen. An die Besucher deiner Landingpage
spielst du immer wieder Werbung mit Angeboten aus.

Das ist die eine Sache. Die andere ist, dass da draußen noch immer
eine Menge Menschen herumlaufen, die dich nicht kennen, sich aber
für dich interessieren sollten.

Also generierst du eine neue Zielgruppe: Facebook soll das eine


Prozent beispielsweise der deutschen Bevölkerung erreichen, das
deiner „Source Audience“ am ähnlichsten ist – also deinen Fans. Du
wählst einfach die bereits definierte Zielgruppe deiner Interaktoren
aus und wählst aus: „Finde neue Personen, die deinen bereits
vorhandenen Nutzern ähnlich sind“.

Im nächsten Schritt wählst du ein Land aus und stellst „1 Prozent“ ein.
Auch hier kannst du im „detaillierten Targeting“ ein paar
Eingrenzungen machen.

20. Hochpreisprodukt verkaufen


Die Königsklasse ist es dann, an die treuen Fans hochpreisige
Produkte zu verkaufen – beispielsweise ein Mitgliedssystem im Abo.

Vorsicht, Limit!
Vorsicht vor einem 1:1-Coaching als finalem Produkt. Besser ist ein
Membership-System. Zu preiswerte Coachings können dir auf Dauer
den Kalender vermüllen – und Tage sind nicht skalierbar.

… und dann langsam steigern

Du siehst: Nach diesem Konzept verschwendest du kein


Werbebudget, sondern du gehst äußerst gezielt vor. Die
Streuverluste sind denkbar gering. Mit der Zeit erweiterst du deine
Zielgruppe, indem du den Prozent-Schieberegler Schritt für Schritt
weiter nach rechts schiebst. Dadurch steigen die Leadkosten, weil

© Greator GmbH 2
VERKAUFSBOTSCHAFTEN RICHTIG TARGETIEREN | PROF. DR. OLIVER POTT > Deine Notizen
ÜBUNGEN: FACEBOOK-INSIDER-TIPPS

die Zielgruppe weniger spezifisch wird, aber die Zielgruppe wird


größer.

Vorsicht vor der Facebook-Funktion „Custom audience“, wenn es


darum geht, dass du Kunden- daten hochlädst. Daten von Kontakten
auf eine US-Plattform hochzuladen, ist datenschutzrechtlich
einigermaßen fragwürdig.

Der Unterschied zwischen Google und Facebook


Übrigens noch ein Aspekt zum Thema „Produkt“. Du erinnerst dich
an die besondere Dunstabzugslösung? Eine Innovation, die niemand
vermisst hat, bis es sie gab. Vor allem wenn auch du ein Produkt hast,
auf das die Welt nicht gewartet hast, solltest du den grundlegenden
Unterschied zwischen Google und Facebook kennen:

Bei Google suchen die Leute Dinge, von denen sie wissen, dass es sie
gibt. Eine Suchmaschine kann einen Sucher nicht wirklich
überraschen. Suchen wir einen Pizzaservice in Dortmund, finden wir
einen Pizzaservice in Dortmund. Dem Prinzip nach finden Menschen
exakt, wonach sie su- chen. Und das soll auch so sein. Nur dann ist
der Service gut, den Google bietet. Es geht also um das, was
Menschen eingeben. Und wir können nur eingeben, was wir kennen.
Abweichungen von dem, was die Leute suchen, will Google gar nicht.

Bei Facebook begegnen die Leute Dingen, die für sie aufgrund ihrer
persönlichen Merkmale interessant sind – Interessen, demografische
Merkmale und vieles mehr. Wofür wir uns interessieren, merkt
Facebook zum Beispiel daran, welche Seiten wir liken. Da Facebook
sehr intelligent Merkmale von Menschen miteinander verknüpfen
kann, ermittelt Facebook rasch Zielgruppen.

Der Unterschied zwischen Google und Facebook liegt also in der Art
der Legitimation dessen, was der Kunde sieht. Bei Google legitimiert
der Kunde aktiv, was er sucht. Er gibt ja selbst ein, was er sucht.

Bei Facebook dagegen haben wir es mit einer Passivlegitimation zu


tun: Der Betrachter sucht nicht nach etwas, sondern es begegnet

© Greator GmbH 3
VERKAUFSBOTSCHAFTEN RICHTIG TARGETIEREN | PROF. DR. OLIVER POTT > Deine Notizen
ÜBUNGEN: FACEBOOK-INSIDER-TIPPS

ihm, weil es
ihn vermutlich interessieren dürfte. Das heißt: Für Produkte, auf die
die Welt nicht wartet, ist Facebook der bessere Ansatz. Du zeigst
dem Kunden die Lösung, und dadurch wird er erst aufmerksam auf
dich.

Das dritte Auge


Stell dir vor, du dürftest ein drittes Auge haben. Wo am Körper sollte
das untergebracht sein? „Am Hinterkopf“, sagen die meisten Leute.
Warum sagen sie das? Weil sie nach einem Schema denken: Die
zwei konventionellen Augen schauen nach vorne. Also ist die
Analogie: Ein Auge für den Rückwärtsgang wäre praktisch. Das ist
aber zu kurz gedacht: Ein Auge an der Fingerkuppe wäre viel besser.
Nach einem Auge an der Fingerkuppe sucht bei Google niemand –
die Leutedenken alle nur an das dritte Auge am Hinterkopf, obwohl
das nicht die Lösung ist. Für verblüffende Lösung ist Face-book-
Werbung also erste Wahl.

Das Webinar
Wenn du so ein verblüffendes Produkt hast, bietet sich auch ein
Webinar an, in dem du die Vorteile darstellst. Bei bekannten
Produkten sind Webinare natürlich auch denkbar, aber vor allem bei
verblüffenden Produkten ist das Webinar ein wichtiges Format.

Facebook-Tipp
Stell mal ein: „Spiele Anzeigen nur aus an Leute, die noch keine
Leadkunden sind“.

1. Strategie

Bitte formulier die Strategie in


deinen Worten.

© Greator GmbH 4
VERKAUFSBOTSCHAFTEN RICHTIG TARGETIEREN | PROF. DR. OLIVER POTT > Deine Notizen
ÜBUNGEN: FACEBOOK-INSIDER-TIPPS

Was hast du als nächstes zu tun?


© Greator GmbH 5