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Bundesanzeiger Seite 6 von 13

Währungsrisiken werden sowohl kunden- als auch lieferantenseitig durch eine Kontrahierung in Euro vermieden. Die
Währungskursentwicklungen werden im Treasury der IAC beobachtet und bei zukünftigem Bedarf abgesichert.

Haftungsrisiken

Die Produkte der IAC sind als nicht kritische, für die Fahrsicherheit relevante Bauteile einzustufen. Ausgenommen hiervon sind die im
Kundenauftrag durchzuführenden Einbauten von Airbag-Systemen. Diese Airbag-Systeme sind direkt vom Kunden bei dem jeweiligen
IAC Unterlieferanten spezifiziert, so dass sich das Risiko der IAC auf den ordnungsgemäßen Einbau, die korrekte Öffnung der
Arbeitsmärkte in den von IAC produzierten Teilen und die sorgfältige Dokumentation beschränkt.

Die verbleibenden Risiken durch Ansprüche aus Produkthaftung und Produzentenhaftung sind über eine Haftpflichtversicherung
versichert. Die Abläufe und Prozesse der IAC sind durch wirksame Maßnahmen im Rahmen der Stärkung der Prozesssicherheit und
des Qualitätsmanagements optimiert. Dies begrenzt die Haftungsrisiken durch sichere Abläufe auf ein Minimum.

Haftungsrisiken als Arbeitgeber für z. B. mangelnde Sicherheit sowie Arbeitsunfälle sind über entsprechende Unterweisungen aller
Mitarbeiter in sicherem Verhalten am Arbeitsplatz und durch die Schaffung der gesetzlich geforderten organisatorischen
Voraussetzungen eingeschränkt. Speziell durch die Priorisierung des Themas Arbeitssicherheit in allen Bereich der IAC, durch die
Arbeit der Sicherheits-Beauftragten (Gesundheitsförderungen, Umweltschutz und Arbeitssicherheit), d. h. Schulung in Vermeldung,
Auswertung und Kommunikation von aktuellen Unfällen mit der Sicherstellung von Gegenmaßnahmen in allen Bereichen, wird der
Unfallverhütung große Beachtung gewidmet.

Die Haftungsrisiken aus Umweltschäden sind auf Grund der regelmäßig durchgeführten Überprüfungen der technischen Anlagen, der
Überprüfung und Zertifizierung nach DIN 14001 als gering einzustufen. Im Rahmen einer Umwelt-Haftpflichtversicherung besteht
Versicherungsschutz für alle umweltrelevanten Risiken der IAC.

Gesamtrisiko

Nach eingehender Prüfung sind die vorher beschriebenen Risiken für IAC beherrschbar und haben keine bestandsgefährdenden
Auswirkungen. Im Rahmen der regelmäßigen Durchsprachen der Markt-, Geschäfts- und Wettbewerbsentwicklung war und ist auch in
der Risikoaggregation keine Bestandsgefährdung feststellbar. Risiken, die zum heutigen Zeitpunkt als noch signifikant eingestuft
werden, sind in Beobachtung des Managements, um eine nachteilige Auswirkung, die grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden
kann, zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu gegebener Zeit zu ergreifen.

Prognosebericht

Weltwirtschaft

Die positive Weltkonjunktur wurde in 2011 von den Wachstumsmärkten, allen voran China und den übrigen BRIC-Ländern getragen.
Für den ebenfalls positiven Konjunkturverlauf der weltweiten Automobilindustrie war auch der amerikanische Markt sehr wichtig.

Dieser Trend hat sich im 1. Quartal 2012 etwas abgeschwächt. Der amerikanische Markt hat sich von dieser Abschwächung
abgekoppelt und die Verkaufszahlen sind gegenüber dem Vorjahresquartal weiter angestiegen. Auch wenn die Wachstumsprognosen
für China mit rund 7 % abgeschwächt sind, bedeutet dies immer noch eine deutliche Steigerung gegenüber 2011.

Automobilmarkt Deutschland

Die laufenden Prognosen der Konjunkturforscher und die Konjunkturbarometer der Deutschen Wirtschaft deuten auf eine verhalten
wachsende deutsche Wirtschaft hin.

Die Produktion von Kraftfahrzeugen in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahresquartal mit -0,4 % marginal rückläufig. Hiervon
besonders betroffen sind die Kleinwagen und untere Mittelklasse von Ford und Opel. Die Produktions- und Absatzlage der oberen
Mittelklasse und Oberklasse ist unverändert gut auf Grund der anhaltend starken Exportnachfrage, vor allem in China und den USA. In
dieser Fahrzeugklasse ist die IAC GmbH wesentlich vertreten.

Voraussichtliche Entwicklung der IAC GmbH

Die Planung für das laufende Jahr wurde im Februar 2012 von den Gesellschaftern genehmigt. Diese zeigt gegenüber 2011 einen
geringfügigen Umsatzrückgang für das Teilegeschäft der Werke.

Die Werke werden ähnliche und zufriedenstellende Ergebnisbeiträge liefern wie in 2011. Nach einer ersten Berechnung wird die
Entrepreneurfunktion der IAC-GmbH ebenfalls einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag leisten. Für 2012 erwarten wir somit insgesamt
ein positives Betriebsergebnis. Die Planungen sehen vor, dass die Darlehen, auf die die luxemburgische Muttergesellschaft in 2009
und 2011 verzichtet hatte, bis Ende 2014 wieder voll aufleben.

Zur weiteren Liquiditätssicherung bemühen wir uns weiterhin um Finanzierungsunterstützung durch unsere Kunden für
Ingenieurleistungen und im Werkzeugbau. Die Reichweiten der Vorräte werden einer laufenden Prüfung unterzogen und den Abrufen
der Kunden kurzfristig angepasst, damit keine unnötigen Mittel investiert sind.

Nach den teils drastischen Rohstoffpreiserhöhungen im Januar und Februar 2012 rechnen wir mit einem moderaten Anstieg in 2012,
nachdem der Rohölpreis ein Niveau von vor einigen Jahren erreicht hat. Die bereits ergriffenen Maßnahmen zur Qualitätserhöhung,
Produktivitätssteigerung und zur Optimierung des Einkaufserfolges werden weiter zur Ergebnisverbesserung beitragen. Alle
Produktions- und Logistikprozesse werden auch in 2012 weiter optimiert, um Ergebnisreserven zu heben und die
Wettbewerbsfähigkeit der IAC-Gruppe weiter zu steigern.

Der für 2012 geplante Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit wird bedingt durch kundenprojektbezogene Investitionen und den in
2012 geplanten Anläufen von neuen Modellreihen auf Vorjahresniveau liegen. Der geplante Cash Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit wird in 2012 erwartungsgemäß die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit abdecken.

Die sehr hohen Kraftstoffpreise, teilweise bedingt durch den Ölpreisanstieg im 1. Quartal 2012, könnten zu einer vermehrten
Kaufzurückhaltung bei Neufahrzeugen führen. Im 1. Quartal 2012 gab es bislang keine nennenswerten negativen Abweichungen
gegenüber unserem Budget.

https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=82d9420e6... 20.01.2016