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MARKETINGPLAN

Übungen: Der Marketingplan


Gutes Marketing braucht eine Strategie. Felix Thönnessen rät: Erstelle
dir dein ganz persönliches Kommunikationskonzept. Eine gute
Methode, die du nutzen kannst, ist der Marketingplan. Orientier dich
an den folgenden sechs Schritten, um Geld zu sparen und
Fehlplanungen zu vermeiden.

I. Ziel

Mach dir bewusst, ob du ökonomische oder psychografische Ziele


verfolgst. Ökonomische Ziele sind gewinnorientiert. Bei den
psychografischen Zielen geht es darum, erst einmal bekannt zu
werden und ein Image aufzubauen. Für Felix Thönnessen war zu
Beginn seiner Karriere klar, dass er zunächst Bekanntheit als Speaker
erlangen muss, um dann im zweiten Schritt Geld damit zu verdienen.
Klär, welche Reihenfolge für dich stimmig ist. Nutze dazu die
Zielpyramide.

II.Zielgruppe

Jetzt weißt du, wo es hingehen soll. Mach dir im nächsten Schritt


Gedanken über deine Zielgruppe. Nimm dir hierzu am besten deine
Notizen aus Schritt 5 zur Hand und bring sie auf den neuesten Stand.
Oft hilft es an dieser Stelle, eine Zielgruppen-Pinnwand zu erstellen.
Beziehe hier alle relevanten Punkte mit ein — Personas, B2B oder B2C
und die wichtigsten Erkenntnisse aus deiner Zielgruppen-
Segmentierung.

III. Die Strategie

Erober dir deinen Platz im Markt! Dafür brauchst du eine gut


durchdachte Strategie. Strategieentwicklung ist für Felix Thönnessen
einer der wichtigsten Punkte im Marketing.

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MARKETINGPLAN

Starte nicht sofort in die Umsetzung. Überleg dir zuerst


eine gute Strategie für dein Marketing — ohne
Führerschein würdest du ja auch nicht Auto fahren, oder?

Felix Thönnessen

Marke

Die Grundlage deiner Strategie ist deine Marke. Deine Marke besteht
aus dem Namen, deinem Corporate-Design, deinem Slogan, deiner
Website und vielem mehr. Wenn du viel Geld für deine Produkte
verlangen willst, dann sollte auch deine Außendarstellung
hochwertig sein. Überleg dir an dieser Stelle dein Markenkonzept.
Folgende Fragen können dir dabei helfen:

? Wofür steht meine Marke?


? Was macht meine Marke aus?
? Was sind Besonderheiten meiner Marke?

Positionierungund Differenzierung

Welche Position willst du am Markt mit deinem Produkt einnehmen?


Mach dir an dieser Stelle darüber nochmal gezielt Gedanken. Denk
ebenso darüber nach, wie du dich von deinen Mitbewerbern
unterscheiden willst. Überprüf, ob deine Positionierungs- und
Differenzierungsmerkmale auch für deine Zielgruppe relevant sind.
Erstelle eine Liste mit allen Begründungen, warum Kunden auch nur
einen Cent für dein Produkt ausgeben sollten. Hinterfrag jeden
einzelnen Punkt nach seinem Wahrheitsgehalt.

Mehrwert und Need

Welchen Mehrwert bietet dein Produkt? Was hat der Kunde davon,
wenn er dein Produkt kauft? Beantworte diese Frage ausführlich.
Wichtig dabei ist, dass du Vorteile kommunizierst, und nicht
Merkmale. Also nicht: Was hat mein Produkt? — z.B. Scheibenwischer.
Sondern: Was nimmt der Kunde mit? — z.B. saubere Scheiben.

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IV. Budgetierung

Wie viel Kapital hast du zur Verfügung, um Werbung für dein Produkt
zu machen?
Wenn du kein Geld für Marketing hast, wirst du ein gutes Produkt nur
schwer vermarkten können. Rechne dir genau aus, wie viel es dich
kostet, einen Kunden zu akquirieren — in der Fachsprache nennt man
das auch Customer Acquisition Costs. Mit diesem Tool erhältst du
einen guten Überblick darüber, wie viel Geld du in etwa für dein
Marketing pro Kunde einplanen musst.

V. Umsetzung Eigene Website

Der Auftritt deines Unternehmens im Internet gehört zu den


Standard-Marketingmaßnahmen. Wichtig dabei ist, dass du eine
leadorientierte Seite aufsetzt — das ist eine Seite, die darauf
ausgelegt ist, dich vertrieblich zu unterstützen, um deine Produkte zu
verkaufen.

Social Media

Wie schaffst du es nun, dass deine potenziellen Kunden auf deine


Website gelenkt werden? Sei auf unterschiedlichen Social-Media-
Kanälen aktiv oder schalte dort Werbung! Wichtig: Rechne aus, ob
sich diese Ausgaben für dich lohnen. Das tust du, indem du deine
Einnahmen, die du über die Social Media generierst, mit deinen
Customer Acquisition Costs abgleichst. Solltest du mit dem Ergebnis
nicht zufrieden sein, hast du die Möglichkeit einzelne Variablen
anzupassen.

Adwords, SEO und Kooperationen

Eine weitere Möglichkeit, Online-Marketing zu betreiben, ist Google


Adwords. Nimm dir hierzu deine Keywords-Liste und überleg, für
welche es sinnvoll wäre, Werbung bei Google zu schalten. Betreibe
auch Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sicher willst du bei Google

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nicht auf Platz 225 landen, sondern auf einem der obersten Ränge
gefunden werden. Hierbei spielen deine Keywords wieder eine
wichtige Rolle. Die hohe Qualität deines Keyword-bezogenen
Contents verbessert auch dein Ranking bei Suchanfragen. Mach dir
auch Gedanken über Kooperationen im Online-Bereich.

Tipp: Wirklich gutes Online-Marketing kann deinen Erfolg enorm


puschen. Hol dir darum Hilfe für diesen Bereich dazu. Du kannst
vielleicht alles ein bisschen. Ein Experte holt 100 Prozent für dich
heraus.

Direktmarketing

Vergiss neben dem Online-Marketing auch das Direktmarketing


nicht. Es funktioniert tatsächlich noch, Kunden in der realen Welt auf
dein Produkt aufmerksam zu machen. Denk darüber nach, welche
Kreativ-Aktionen, welche Guerilla-Aktionen, welche Viralen-Aktionen
du starten kannst, um auf dich und dein Produkt aufmerksam zu
machen.

Postkartenaktion:

Felix Thönnessen versendet regelmäßig handgeschriebene


Postkarten an potenzielle Zielgruppen. Meist verwendet er dabei
Karten mit einem witzigen Spruch, z.B. „Anwälte sind langweilig!“, und
bietet in diesem Zusammenhang sein Wissen als Marketingexperte
an, um den Berufsstand aus der Klischee-Ecke zu holen.

Tipp: Google nach Begriffen wie „kostenlose Werbung“ oder


„Werbung für unter 100 €“. Du wirst viele Möglichkeiten finden, wie
man auch im Lowbudget-Bereich erfolgreich Werbung machen
kann.

Printmedien

Denk auch darüber nach, ob Du Flyer oder Plakate sinnvoll einsetzen


kannst und was du damit erreichen willst — mehr Gewinn oder
größeren Bekanntheitsgrad? Reflektier, welchen Zweck du mit deiner

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Printwerbung verfolgst und gestalte sie dementsprechend. Wichtig:


Biete auf deinen Flyern einen Mehrwert an — im besten Fall landet
dein Flyer dann nicht im Papierkorb, sondern wird aufbewahrt.

Radio/TV und Pressearbeit

Du hältst Radio und TV-Werbung für unbezahlbar? Für die meisten


ist sie das auch. Darum rät Felix Thönnessen: Mach dir Gedanken
darüber, was an dir oder deinem Produkt so interessant ist, dass
Journalisten darüber berichten wollen? Bietet dir z. B. dein
Expertenstatus eine Möglichkeit, dein Unternehmen in der
Berichterstattung zu platzieren? Stell dich unterschiedlichen Medien
als Interviewpartner für dein Spezialgebiet zur Verfügung. Auch das
ist kostenlose Werbung.

Sponsoring, Messen undVeranstaltungen

Beziehe in deine Marketingüberlegungen auch Sponsoring mit ein.


Gibt es Vereine oder Aktionen, bei denen du als Sponsor auftreten
könntest? Überdenke diesen Aspekt auch unter dem Motto: Tue
Gutes und rede darüber.

Auch Stände auf Messen und Veranstaltungen sind durchaus


Marketinginstrumente, die funktionieren können. Überleg genau,
welche Veranstaltungen oder Messen deine Zielgruppe besucht. In
diesem Bereich ist es wichtig, Kosten und Nutzen gut abzuwägen, da
Auftritte auf Messen oder Veranstaltungen oft sehr teuer sind.
Überleg auch, ob du eigene Veranstaltungen aufziehen kannst. Felix
Thönnessen hat in seiner Heimatstadt einen Gründerstammtisch ins
Leben gerufen und von dem so entstandenen Netzwerk profitiert.

VI. Controlling

Der letzte Schritt deiner Marketingstrategie ist das Controlling. Es ist


wichtig zu überprüfen, welche finanzierten Maßnahmen gewirkt
haben und welche nicht. Überprüf, welche deiner Marketingkanäle
welchen Output bringen. Wie viele Leute nehmen über welchen

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Kanal Kontakt zu deinem Unternehmen auf? Wie viele Verkäufe


generierst du über jeden einzelnen Kanal? Vergleich dann, was dich
eine Kontaktaufnahme und ein Kundengewinn kosten und ob sich
die Nutzung des entsprechenden Kanals lohnt. Nur so kannst du die
Wirksamkeit deiner Marketingkanäle überprüfen.

Marketing und Werbung sind agil und ständigen


Anpassungen unterworfen. Das gilt sowohl für Online- als
auch für Offline-Marketing.
Felix Thönnessen

1. Marketingplan

Ziel 1:

Ziel 2:

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Meine Zielgruppendefinition

Mein Markenkonzept:

Meine Reason-Why-Liste:

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Meine Querdenker-Ideen mit


Merkmalen und Vorteilen:

Meine Customer Acquisition Costs:


Meine Kreativ-Aktionen:

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Mein Mehrwert auf Printwerbung:


Meine PR-Strategie:

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