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Fachsprache – Einführung

Begriffsbestimmung
- Fachsprache als Varietät einer Einzelsprache – systemlinguistische Bestimmung
(Technolekt)
- für ein bestimmtes Fachgebiet oder für eine bestimmte Branche geltend
- innersprachliche Merkmale – auf den Beschreibungsebenen Laut und Schrift, Lexik, Syntax,
Text
- unter Beschreibungsgesichtspunkten Inventar, Semantik, Grammatik oder Pragmatik
- Interpretation von Fachsprachen: funktionale und soziale Bedingungen
- Fach- und Gemeinsprache
- fachliche und nichtfachliche Varietäten – Grad an Fachlichkeit
- pragmalinguistische und textwissenschaftliche Fragestellungen

Fachsprache
- Fachsprache Fachkommunikation:
- Fachkommunikation ist die von außen oder von innen motivierte bzw. stimulierte, auf
fachliche Ereignisse oder Ereignisabfolgen gerichtete Exteriorisierung und Interiorisierung
von Kenntnissystemen und kognitiven Prozessen, die zur Veränderung der Kenntnissysteme
beim einzelnen Fachmann und in ganzen Gemeinschaften von Fachleuten führen.
Hoffmann, 1993. (aus kognitiv-kommunikativer Sicht)

Fachsprache: funktionale Eigenschaften


- Deutlichkeit
- Verständlichkeit
- Ökonomie
- Anonymität
- Identitätsstiftung (Gruppe)
- Fachsprache als Fachjargon oder auch Fachchinesisch, Fachlatein

Fachsprache vs Gemeinsprache (nach Arntz/Picht)


- Gemeinsprache: im ganzen Sprachgebiet gültig, allen Angehörigen der Sprachgemeinschaft
verständlich, zum allgemeinen (nicht fachgebundenen) Gedankenaustausch
- Fachsprache: sachgebundene Kommunikation unter Fachleuten
GESAMTSPRACHE = Gemeinsprache + Mundart(en) + regionale Varietäten
Fachsprache vs Gemeinsprache
- überlappen
- Fachtext – nur Fachwörter?
- Gemeinsprache – als Reservoir zur Bildung neuer Termini

Fachinterne vs fachexterne Kommunikation


- Fachsprache - in erster Linie Kommunikation von Experten
- situationsgebunden: Laien + Fachleute (der medizinische Bereich)
- eine systematische Wissensasymmetrie der eingebundenen Kommunikationspartner
- eine erfolgreiche Verständigung?
- fachliche Inhalte in sachlich angemessener und sprachlich verständlicher Form darzustellen
(Möhn/Pelka 1984: 151): Fachwissen laiengemäß zu vermitteln
- psycholinguistische Kommunikationstheorie (Herbert H. Clark):
- Experten und Laien- zwei individuelle kognitive Bezugsrahmen (subjektiver
Rahmen=Vorwissen+die aktuelle Wahrnehmung in der konkreten Situation…)
- Überschneidungsbereich („common ground“)  die gemeinsame Wissensgrundlage
(=>Wissensungleichgewicht)

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