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Sicherheitshinweise 1

___________________
Aufbau des Umrichters 2

___________________
Installieren 3
SINAMICS G120
___________________
Inbetriebnehmen 4
Umrichter mit den Control Units
CU230P-2 ___________________
Mehr Informationen 5
CU240B-2
CU240E-2

Getting Started

Ausgabe 11/2013, Firmware V4.6

11/2013
A5E32885834A AA
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck
hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe
werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.

GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT
bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen
nicht getroffen werden.

ACHTUNG
bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen
werden.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet.
Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben
Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung
qualifiziertem Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen
Dokumentation, insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist
auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu
erkennen und mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:

WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation
vorgesehenen Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen,
müssen diese von Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der
Produkte setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation,
Inbetriebnahme, Bedienung und Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen
eingehalten werden. Hinweise in den zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.

Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für
deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.

Siemens AG A5E32885834A AA Copyright © Siemens AG 2009 - 2012.


Industry Sector Ⓟ 10/2013 Änderungen vorbehalten Alle Rechte vorbehalten
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90026 NÜRNBERG
DEUTSCHLAND
Inhaltsverzeichnis

1 Sicherheitshinweise ................................................................................................................................ 7
1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise .................................................................................................... 7
1.2 Sicherheitshinweise zu elektromagnetischen Feldern (EMF) ......................................................11
1.3 Umgang mit Elektrostatisch gefährdeten Bauelementen (EGB) .................................................11
1.4 Restrisiken von Antriebssystemen (Power Drive Systems) .........................................................12
2 Aufbau des Umrichters .......................................................................................................................... 15
2.1 Den Umrichter identifizieren.........................................................................................................15
2.2 Control Units ................................................................................................................................16
2.3 Power Module ..............................................................................................................................17
2.4 Umrichterkomponenten zusammenbauen ...................................................................................20
2.5 IOP Intelligent Operator Panel .....................................................................................................21
3 Installieren ............................................................................................................................................ 23
3.1 Power Module installieren ............................................................................................................23
3.2 Control Unit installieren ................................................................................................................26
3.2.1 Control Unit CU230P-2 ................................................................................................................26
3.2.1.1 Schnittstellen der CU230P-2........................................................................................................26
3.2.1.2 Klemmenleisten der CU230P-2 ...................................................................................................28
3.2.2 Control Unit CU240B / CU240E ...................................................................................................29
3.2.2.1 Schnittstellen der CU240B-2 und CU240E-2 ...............................................................................29
3.2.2.2 Klemmenleisten der Control Units CU240B-2 .............................................................................31
3.2.2.3 Klemmenleisten der Control Units CU240E-2 .............................................................................32
3.2.3 Vorbelegung der Klemmenleiste wählen .....................................................................................33
3.2.4 Klemmenleiste verdrahten ...........................................................................................................41
3.3 Beschreibungsdateien für Feldbusse ..........................................................................................42
4 Inbetriebnehmen ................................................................................................................................... 43
4.1 Werkzeuge zur Inbetriebnahme des Umrichters .........................................................................43
4.2 Inbetriebnahme ............................................................................................................................44
4.2.1 Einstellungen im Menü Grundinbetriebnahme .............................................................................45
4.2.2 Sicherheitsfunktion "Safe Torque Off" freigeben .........................................................................46
4.2.3 Die wichtigsten Parameter auf einen Blick ..................................................................................48
5 Mehr Informationen ............................................................................................................................... 53
5.1 Handbücher für Ihren Umrichter ..................................................................................................53
5.2 Produkt Support ...........................................................................................................................54

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 5
Sicherheitshinweise

Ziel dieser Anleitung


Dieses Getting Started beschreibt, wie Sie einen Umrichter SINAMICS G120 in Betrieb
nehmen und bedienen, indem Sie dazu die Applikationsassistenten des IOP nutzen. Für
spezielle Umrichterfunktionen, wie z. B. Wiedereinschaltautomatik oder Fangen, verwenden
Sie bitte die Betriebsanleitungen und das Listenhandbuch der entsprechenden Control Unit.
Die Funktionen und Eigenschaften des IOP sind detailliert in der Betriebsanleitung
"SINAMICS IOP" beschrieben und werden hier nur so weit erläutert, wie es zum Verständnis
der beschriebenen Funktionen erforderlich ist.

Weiterführende Information zu SINAMICS G120


Alle Handbücher für SINAMICS G120 Umrichter sind im Internet per Download verfügbar:
Handbücher (http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/22339653/133300)
und zusätzlich auf DVD:
SINAMICS Manual Collection - alle Handbücher zu Niederspannungsmotoren,
Getriebemotoren und Niederspannungsumrichtern, 5-sprachig
Bestellnummer: 6SL3097-4CA00-0YG0

Was bedeuten die Symbole im Handbuch?

Hier beginnt eine Handlungsanweisung.

Hier endet die Handlungsanweisung.

Up- und Downgrade der Firmware


Möglichkeiten zum Up- und Downgrade der Firmware finden Sie im Internet unter
http://support.automation.siemens.com/WW/news/de/67364620
(http://support.automation.siemens.com/WW/news/de/67364620).

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


6 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Sicherheitshinweise 1
Bestimmungsgemäße Verwendung
Der in diesem Handbuch beschriebene Umrichter ist ein Gerät zur Ansteuerung eines
Drehstrom-Asynchronmotors. Der Umrichter ist zum Einbau in elektrische Anlagen oder
Maschinen bestimmt.
Der Umrichter ist für den industriellen und gewerblichen Einsatz in Industrienetzen
zugelassen. Der Einsatz in öffentlichen Netzen erfordert zusätzliche Maßnahmen.
Entnehmen Sie die technischen Daten und die Angaben zu Anschlussbedingungen dem
Typenschild und der Betriebsanleitung.

1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise

GEFAHR
Lebensgefahr durch unter Spannung stehende Teile und andere Energiequellen
Beim Berühren unter Spannung stehender Teile erleiden Sie Tod oder schwere
Verletzungen.
• Arbeiten Sie an elektrischen Geräten nur, wenn Sie dafür qualifiziert sind.
• Halten Sie bei allen Arbeiten die landesspezifischen Sicherheitsregeln ein.
Generell gelten sechs Schritte zum Herstellen von Sicherheit:
1. Bereiten Sie das Abschalten vor und informieren Sie alle Beteiligten, die von dem
Vorgang betroffen sind.
2. Schalten Sie die Maschine spannungsfrei.
– Schalten Sie die Maschine ab.
– Warten Sie die Entladezeit ab, die auf den Warnschildern genannt ist.
– Prüfen Sie die Spannungsfreiheit von Leiter gegen Leiter und Leiter gegen
Schutzleiter.
– Prüfen Sie, ob vorhandene Hilfsspannungskreise spannungsfrei sind.
– Stellen Sie sicher, dass sich Motoren nicht bewegen können.
3. Identifizieren Sie alle weiteren gefährlichen Energiequellen, z. B. Druckluft, Hydraulik
oder Wasser.
4. Isolieren oder neutralisieren Sie alle gefährlichen Energiequellen, z. B. durch das
Schließen von Schaltern, das Erden oder Kurzschließen oder das Schließen von
Ventilen.
5. Sichern Sie die Energiequellen gegen Wiedereinschalten.
6. Vergewissern Sie sich, dass die Maschine völlig verriegelt ist ... und dass Sie die
richtige Maschine haben.
Nach Abschluss der Arbeiten stellen Sie die Betriebsbereitschaft in umgekehrter
Reihenfolge wieder her.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 7
Sicherheitshinweise
1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise

WARNUNG
Lebensgefahr durch gefährliche Spannung beim Anschluss einer nicht geeigneten
Stromversorgung
Beim Berühren unter Spannung stehender Teile können Sie im Fehlerfall Tod oder schwere
Verletzungen erleiden.
• Verwenden Sie für alle Anschlüsse und Klemmen der Elektronikbaugruppen nur
Stromversorgungen, die SELV- (Safety Extra Low Voltage) oder PELV- (Protective
Extra Low Voltage) Ausgangsspannungen zur Verfügung stellen.

WARNUNG
Lebensgefahr durch Berührung unter Spannung stehender Teile bei beschädigten Geräten
Unsachgemäße Behandlung von Geräten kann zu deren Beschädigung führen.
Bei beschädigten Geräten können gefährliche Spannungen am Gehäuse oder an
freiliegenden Bauteilen anliegen.
• Halten Sie bei Transport, Lagerung und Betrieb die in den technischen Daten
angegebenen Grenzwerte ein.
• Verwenden Sie keine beschädigten Geräte.

WARNUNG
Lebensgefahr durch elektrischen Schlag bei nicht aufgelegten Leitungsschirmen
Durch kapazitive Überkopplung können lebensgefährliche Berührspannungen bei nicht
aufgelegten Leitungsschirmen entstehen.
• Legen Sie Leitungsschirme und nicht benutzte Adern von Leistungsleitungen (z. B.
Bremsadern) mindestens einseitig auf geerdetes Gehäusepotenzial auf.

WARNUNG
Lebensgefahr durch elektrischen Schlag bei fehlender Erdung
Bei fehlendem oder fehlerhaft ausgeführtem Schutzleiteranschluss von Geräten mit
Schutzklasse I können hohe Spannungen an offen liegenden Teilen anliegen, die bei
Berühren zu Tod oder schweren Verletzungen führen können.
• Erden Sie das Gerät vorschriftsmäßig.

WARNUNG
Lebensgefahr durch elektrischen Schlag beim Trennen von Steckverbindungen im Betrieb
Beim Trennen von Steckverbindungen im Betrieb können Lichtbögen zu schweren
Verletzungen oder Tod führen.
• Öffnen Sie die Steckverbindungen nur im spannungsfreien Zustand, sofern sie nicht
ausdrücklich zum Trennen im Betrieb freigegeben sind.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


8 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Sicherheitshinweise
1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise

WARNUNG
Lebensgefahr durch Brandausbreitung bei unzureichenden Gehäusen
Durch Feuer und Rauchentwicklung können schwere Personen- oder Sachschäden
auftreten.
• Bauen Sie Geräte ohne Schutzgehäuse derart in einem Metallschaltschrank ein (bzw.
schützen Sie das Gerät durch eine andere gleichwertige Maßnahme), dass der Kontakt
mit Feuer innerhalb und außerhalb des Gerätes verhindert wird.
• Wählen Sie zusätzlich den Aufstellort so, dass im Brandfall eine unkontrollierte
Rauchausbreitung vermieden wird.
• Stellen Sie sicher, dass Rauch über vorgesehene Wege entweichen kann.

WARNUNG
Lebensgefahr durch unerwartete Bewegung von Maschinen beim Einsatz mobiler
Funkgeräte oder Mobiltelefone
Bei Einsatz von mobilen Funkgeräten oder Mobiltelefonen mit einer Sendeleistung > 1 W
näher als ca. 2 m an den Komponenten können Funktionsstörungen der Geräte auftreten,
die Einfluss auf die funktionale Sicherheit von Maschinen haben und somit Menschen
gefährden oder Sachschäden verursachen können.
• Schalten Sie Funkgeräte oder Mobiltelefone in unmittelbarer Nähe der Komponenten
aus.

WARNUNG
Lebensgefahr durch Brand des Motors bei Überlastung der Isolation
Bei einem Erdschluss in einem IT-Netz entsteht eine höhere Belastung der Motorisolation.
Mögliche Folge ist ein Versagen der Isolation mit Personengefährdung durch
Rauchentwicklung und Brand.
• Verwenden Sie eine Überwachungseinrichtung, die einen Isolationsfehler meldet.
• Beseitigen Sie den Fehler so schnell wie möglich, um die Motorisolation nicht zu
überlasten.

WARNUNG
Lebensgefahr durch Brand bei Überhitzung wegen unzureichender Lüftungsfreiräume
Unzureichende Lüftungsfreiräume können zu Überhitzung mit Personengefährdung durch
Rauchentwicklung und Brand führen. Weiterhin können erhöhte Ausfälle und verkürzte
Lebensdauer von Geräten / Systemen auftreten.
• Halten Sie unbedingt die für die jeweilige Komponente angegebenen Mindestabstände
als Lüftungsfreiräume ein. Diese finden Sie in Maßbildern bzw. in den
"Produktspezifischen Sicherheitshinweisen" am Beginn des jeweiligen Kapitels.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 9
Sicherheitshinweise
1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise

WARNUNG
Unfallgefahr durch fehlende oder unleserliche Warnschilder
Fehlende oder unleserliche Warnschilder können Unfälle mit Todesfolge oder mit schweren
Verletzungen auslösen.
• Überprüfen Sie die Vollständigkeit der Warnschilder an Hand der Dokumentation.
• Bringen Sie auf den Komponenten fehlende Warnschilder, gegebenenfalls in der
jeweiligen Landessprache, an.
• Ersetzen Sie unleserliche Warnschilder.

WARNUNG
Lebensgefahr durch inaktive Safety-Funktionen
Inaktive oder nicht angepasste Safety-Funktionen können Funktionsstörungen an
Maschinen auslösen, die zu schweren Verletzungen oder Tod führen können.
• Beachten Sie vor der Inbetriebnahme die Informationen in der zugehörigen
Produktdokumentation.
• Führen Sie für sicherheitsrelevante Funktionen eine Sicherheitsbetrachtung des
Gesamtsystems inklusive aller sicherheitsrelevanten Komponenten durch.
• Stellen Sie durch entsprechende Parametrierung sicher, dass die angewendeten
Sicherheitsfunktionen an Ihre Antriebs- und Automatisierungsaufgabe angepasst und
aktiviert sind.
• Führen Sie einen Funktionstest durch.
• Setzen Sie Ihre Anlage erst dann produktiv ein, nachdem Sie den korrekten Ablauf der
sicherheitsrelevanten Funktionen sichergestellt haben.

Hinweis
Wichtige Sicherheitshinweise zu Safety-Funktionen
Sofern Sie Safety-Funktionen nutzen wollen, beachten Sie unbedingt die
Sicherheitshinweise in den Safety-Handbüchern.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


10 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Sicherheitshinweise
1.2 Sicherheitshinweise zu elektromagnetischen Feldern (EMF)

1.2 Sicherheitshinweise zu elektromagnetischen Feldern (EMF)

WARNUNG
Lebensgefahr durch elektromagnetische Felder
Anlagen der elektrischen Energietechnik, z. B. Transformatoren, Umrichter, Motoren
erzeugen beim Betrieb Elektromagnetische Felder (EMF).
Dadurch sind insbesondere Personen mit Herzschrittmachern oder Implantaten gefährdet,
die sich in unmittelbarer Nähe der Geräte/Systeme aufhalten.
• Halten Sie als betroffene Person mindestens 2 m Abstand ein.

1.3 Umgang mit Elektrostatisch gefährdeten Bauelementen (EGB)


Elektrostatisch gefährdete Bauelemente (EGB) sind Einzelbauteile, integrierte Schaltungen,
Baugruppen oder Geräte, die durch elektrostatische Felder oder elektrostatische
Entladungen beschädigt werden können.

ACHTUNG
Schädigung durch elektrische Felder oder elektrostatische Entladung
Elektrische Felder oder elektrostatische Entladung können Funktionsstörungen durch
geschädigte Einzelbauteile, integrierte Schaltungen, Baugruppen oder Geräte verursachen.
• Verpacken, lagern, transportieren und versenden Sie elektronische Bauteile,
Baugruppen oder Geräte nur in der Original-Produktverpackung oder in anderen
geeigneten Materialien, z. B. leitfähigem Schaumgummi oder Aluminiumfolie.
• Berühren Sie Bauteile, Baugruppen und Geräte nur dann, wenn Sie durch eine der
folgenden Maßnahmen geerdet sind:
– Tragen eines EGB-Armbands
– Tragen von EGB-Schuhen oder EGB-Erdungsstreifen in EGB-Bereichen mit
leitfähigem Fußboden
• Legen Sie elektronische Bauteile, Baugruppen oder Geräte nur auf leitfähigen
Unterlagen ab (Tisch mit EGB-Auflage, leitfähigem EGB-Schaumstoff, EGB-
Verpackungsbeutel, EGB-Transportbehälter).

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 11
Sicherheitshinweise
1.4 Restrisiken von Antriebssystemen (Power Drive Systems)

1.4 Restrisiken von Antriebssystemen (Power Drive Systems)


Die Komponenten für Steuerung und Antrieb eines Antriebssystems sind für den
industriellen und gewerblichen Einsatz in Industrienetzen zugelassen. Der Einsatz in
öffentlichen Netzen erfordert eine andere Projektierung und / oder zusätzliche Maßnahmen.
Der Betrieb dieser Komponenten ist nur in geschlossenen Gehäusen oder in
übergeordneten Schaltschränken mit geschlossenen Schutzabdeckungen unter Anwendung
sämtlicher Schutzeinrichtungen zulässig.
Der Umgang mit diesen Komponenten ist nur qualifiziertem und eingewiesenem
Fachpersonal gestattet, das alle Sicherheitshinweise auf den Komponenten und in der
zugehörenden Technischen Anwenderdokumentation kennt und einhält.
Der Maschinenhersteller muss bei der gemäß entsprechenden lokalen Vorschriften (z. B.
EG-Maschinenrichtlinie) durchzuführenden Beurteilung des Risikos seiner Maschine
folgende von den Komponenten für Steuerung und Antrieb eines Antriebssystems
ausgehende Restrisiken berücksichtigen:
1. Ungewollte Bewegungen angetriebener Maschinenteile bei Inbetriebnahme, Betrieb,
Instandhaltung und Reparatur z. B. durch
– HW- und / oder SW-Fehler in Sensorik, Steuerung, Aktorik und Verbindungstechnik
– Reaktionszeiten der Steuerung und des Antriebs
– Betrieb und / oder Umgebungsbedingungen außerhalb der Spezifikation
– Betauung / leitfähige Verschmutzung
– Fehler bei der Parametrierung, Programmierung, Verdrahtung und Montage
– Benutzung von Funkgeräten / Mobiltelefonen in unmittelbarer Nähe der Steuerung
– Fremdeinwirkungen / Beschädigungen
2. Im Fehlerfall kann es innerhalb und außerhalb des Umrichters zu außergewöhnlich hohen
Temperaturen, einschließlich eines offenen Feuers, sowie Emissionen von Licht,
Geräuschen, Partikeln, Gasen etc. kommen, z. B.:
– Bauelementeversagen
– Software-Fehler
– Betrieb und / oder Umgebungsbedingungen außerhalb der Spezifikation
– Fremdeinwirkungen / Beschädigungen
Umrichter der Schutzart Open Type / IP20 müssen derart in einem Metallschaltschrank
eingebaut (oder durch eine andere gleichwertige Maßnahme geschützt) werden, dass der
Kontakt mit Feuer innerhalb und außerhalb des Umrichters verhindert wird.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


12 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Sicherheitshinweise
1.4 Restrisiken von Antriebssystemen (Power Drive Systems)

3. Gefährliche Berührspannungen z. B. durch


– Bauelementeversagen
– Influenz bei elektrostatischen Aufladungen
– Induktion von Spannungen bei bewegten Motoren
– Betrieb und / oder Umgebungsbedingungen außerhalb der Spezifikation
– Betauung / leitfähige Verschmutzung
– Fremdeinwirkungen / Beschädigungen
4. Betriebsmäßige elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder, die z. B. für
Träger von Herzschrittmachern, Implantaten oder metallischen Gegenständen bei
unzureichendem Abstand gefährlich sein können
5. Freisetzung umweltbelastender Stoffe und Emissionen bei unsachgemäßem Betrieb
und / oder bei unsachgemäßer Entsorgung von Komponenten

Hinweis
Die Komponenten müssen gegen leitfähige Verschmutzung geschützt werden, z. B. durch
Einbau in einen Schaltschrank mit der Schutzart IP54 nach IEC 60529 bzw. NEMA 12.
Unter der Voraussetzung, dass am Aufstellort das Auftreten von leitfähigen
Verschmutzungen ausgeschlossen werden kann, ist auch eine entsprechend geringere
Schutzart des Schaltschranks zulässig.

Weitergehende Informationen zu den Restrisiken, die von den Komponenten eines


Antriebssystems ausgehen, finden Sie in den zutreffenden Kapiteln der Technischen
Anwenderdokumentation.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 13
Sicherheitshinweise
1.4 Restrisiken von Antriebssystemen (Power Drive Systems)

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


14 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Aufbau des Umrichters 2
2.1 Den Umrichter identifizieren

Hauptkomponenten des Umrichters


Jeder SINAMICS G120-Umrichter besteht aus
einer Control Unit und einem Power Module.
• Die Control Unit steuert und überwacht das
Power Module und den angeschlossenen
Motor.
• Die Power Module stehen für Motoren in
einem Leistungsbereich von 0,37 kW bis
250 kW zur Verfügung.

Auf dem Typenschild des Power Modules (①) finden Sie unter anderem die folgenden
Daten:
● Bezeichnung: z. B. Power Module 240
● Technische Daten: Spannung und Strom
● Bestellnummer: z. B. 6SL3224-0BE13-7UA0
● Version: z. B. A02
Auf dem Typenschild der Control Unit (②) finden Sie unter anderem die folgenden Daten:
● Bezeichnung: z. B. Control Unit CU240E-2 DP-F
● Bestellnummer: z. B. 6SL3244-0BB13-1PA0
● Version: z. B. A02 (Hardware)

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 15
Aufbau des Umrichters
2.2 Control Units

2.2 Control Units

Unterschiedliche Ausführungen der Control Units


Die Control Units unterscheiden sich im Wesentlichen durch folgende Faktoren:
● Art der Feldbus-Schnittstellen
● Art und Umfang der Funktionen
– z. B. bei CU230P-2… durch zusätzliche spezifische Technologiefunktionen für
Pumpen, Lüfter und Kompressoren
– z. B. bei CU240E-2… durch zusätzliche integrierte Sicherheitsfunktionen
● Art und Anzahl verfügbarer Ein- und Ausgänge

CU230P-2… CU230P-2 HVAC CU230P-2 CAN CU230P-2 DP CU230P-2 PN


Funktionen
Feldbus USS / Modbus RTU / Bacnet MS/TP / P1 CANopen PROFIBUS DP PROFINET
Technologie- Z.B.: Energiesparmodus, Kaskadenregelung, Erweiterter Notfallbetrieb, Mehrzonenregler, Bypass
Funktionen
Digitaleingänge 6
Analogeingänge AI0 und AI1: Spannung oder Strom; AI2: Strom oder Temperatursensor (LG-Ni1000/PT1000);
AI3: Temperatursensor (Ni1000/PT1000);
Digitalausgänge DO 1 Schließer, DO0 und DO2 Wecchsler zum Schalten größerer Lasten, AC und DC
Analogausgänge 2

CU240B-2… CU240B-2 CU240B-2 DP


Funktionen
Feldbus USS oder Modbus RTU PROFIBUS DP
Digitaleingänge 4
Analogeingänge 1
Digitalausgänge 1
Analogausgänge 1

CU240E-2… CU240E-2 CU240E-2 F CU240E-2 DP CU240E-2 DP-F CU240E-2 PN CU240E-2 PN-F


Funktionen
Feldbus USS oder USS oder PROFIBUS DP PROFIBUS DP PROFINET PROFINET mit
Modbus RTU Modbus RTU mit PROFIsafe PROFIsafe
Integrierte Sicher- STO STO, SS1, STO STO, SS1, SLS STO STO, SS1, SLS
heitsfunktionen SLS
Digitaleingänge 6
Fehlersichere 1 3 1 3 1 3
Digitaleingänge*
Analogeingänge 2
Digitalausgänge 3
Analogausgänge 2

*) ein fehlersicherer Digitaleingang wird durch Zusammenfassung zweier "Standard"-Digitaleingänge gebildet

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


16 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Aufbau des Umrichters
2.3 Power Module

2.3 Power Module

Welches Power Module darf ich mit der Control Unit betreiben?
Control Power Module
Unit
PM340 PM230 IP20 und in PM230 PM240 PM240-2 PM250 PM260 PM330
1AC Durchstecktechnik IP55 IP20 IP20 IP20 IP20
CU230P-2 --- ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓
CU240B-2 --- ✓ --- ✓ ✓ ✓ ✓ ---
CU240E-2 ✓ ✓ --- ✓ ✓ ✓ ✓ ---

PM230, 3 AC 400 V - Einsatzgebiet Pumpen und Lüfter


Die Power Module PM230 in Schutzart IP20 und in Durchstecktechnik gibt es ohne Filter
oder mit integriertem Netzfilter Klasse A.
Die Power Module PM230 in Schutzart IP55 gibt es mit integriertem Netzfilter Klasse A oder
Klasse B.

Bestellnummernbereich: • IP55 6SL3223-0DE…


• IP20: 6SL3210-1NE…
• Push through 6SL3211-1NE…

Baugröße FSA FSB FSC FSD FSE FSF FSGX


Leistungsbereich (kW): IP20 0,37 … 3 4 … 7,5 11 … 18,5 22 … 37 45 … 55 75 … 90 ---
Leistungsbereich (kW): PT 3 7,5 18,5 --- --- --- ---
Leistungsbereich (kW): IP55 0,37 … 3 4 … 7,5 11 … 18,5 18,5 … 30 37 … 45 55 … 90 ---

PM340, 1 AC 200 V - Einsatzgebiet Standardanwendungen


Die Power Module PM340 gibt es ohne Filter oder mit integriertem Netzfilter Klasse A in der
Schutzart IP20. Die PM340 ermöglichen dynamisches Bremsen über einen externen
Bremswiderstand.
Bestellnummernbereich: 6SL3210-1SB1…

Baugröße FSA FSB FSC FSD FSE FSF FSGX


Leistungsbereich (kW) 0,12 … 0,75 -- -- -- -- -- ---

PM240, 3 AC 400 V - Einsatzgebiet Standardanwendungen


Die Power Module PM240 gibt es ohne Filter oder mit integriertem Netzfilter Klasse A in der
Schutzart IP20. Die PM240 ermöglicht dynamisches Bremsen mit einem externen
Bremswiderstand.
Bestellnummernbereich: 6SL3224-0BE… und 6SL3224-0XE…

Baugröße FSA FSB FSC FSD FSE FSF FSGX


Leistungsbereich (kW) 0,37 … 1,5 2,2 … 4 7,5 … 15 18,5 … 30 37 … 45 55 … 132 160 … 250

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 17
Aufbau des Umrichters
2.3 Power Module

PM240-2, 3 AC 400 V - Einsatzgebiet Standardanwendungen, 2. Generation


Die Power Module PM240-2 gibt es ohne Filter oder mit integriertem Netzfilter Klasse A. Die
PM240-2 ermöglichen dynamisches Bremsen über einen externen Bremswiderstand.

Bestellnummernbereich: • IP20: 6SL3210-1PE…


• Push through 6SL3211-1PE…

Baugröße FSA
Leistungsbereich (kW), IP20 0,55 … 3
Leistungsbereich (kW), PT 2,2 … 3

PM250, 3 AC 400 V - Einsatzgebiet Anwendungen mit Netzrückspeisung


Die Power Module PM250 gibt es ohne Filter oder mit integriertem Netzfilter Klasse A in der
Schutzart IP20. Die PM250 ermöglichen dynamisches Bremsen mit Energierückspeisung ins
Netz.
Bestellnummernbereich, IP20: 6SL3225-0BE …

Baugröße FSC FSD FSE FSF


Leistungsbereich (kW) 7,5 … 15 18,5 … 30 37 … 45 55 … 90

PM260, 3 AC 690 V - Einsatzgebiet Anwendungen mit Netzrückspeisung


Die Power Module PM260 gibt es ohne Filter oder mit integriertem Netzfilter Klasse A in der
Schutzart IP20. Motorseitig ist ein Sinusfilter eingebaut. Die PM260 ermöglichen
dynamisches Bremsen mit Energierückspeisung ins Netz.
Bestellnummernbereich, IP20: 6SL3225-0BH…

Baugröße FSD FSF


Leistungsbereich (kW) 11 … 18,5 30 … 55

PM330, 3 AC 400 V - Einsatzgebiet Pumpen, Lüfter, Kompressoren


Die Power Module PM330 gibt es als ungefilterte Geräte in der Schutzart IP20. Externe
Netzfilter stehen als Option zur Verfügung.
Bestellnummernbereich: 6SL3310-1PE…

Baugröße GX
Leistungsbereich (kW) 160 … 200

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


18 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Aufbau des Umrichters
2.3 Power Module

Komponenten des Umrichters


Für den Umrichter gibt es folgendes Zubehör:
● Operator Panel zur Inbetriebnahme und Diagnose (Basic Operator Panel BOP-2 oder
Intelligent Operator Panel IOP).
● Speicherkarten, um die Einstellungen des Umrichters auf einem wechselbaren Medium
zu sichern.
● Schirmanschlusssatz zur optimalen Schirmauflage der angeschlossenen Leitungen.
Weitere Informationen finden Sie in Übersicht über die Schirmanschlusssätze
(http://support.automation.siemens.com/WW/news/de/67225884)
● Netzfilter zum Erreichen einer höheren Funkentstörklasse.
● Netzdrossel zum Schutz des Umrichters in rauen Industrienetzen.
● Ausgangsdrossel zum Schutz des Umrichters bei Motorleitungen > 50 m (geschirmt) oder
> 100 m (ungeschirmt).
● Sinusfilter zum Schutz von Motoren, die für Umichterbetrieb ungeeignet sind, und für
Motorleitungen bis 300 m.
● Bremswiderstand zum dynamischen Bremsen des Motors.
● Brake Relay zur Ansteuerung einer Motorhaltebremse.

Bild 2-1 Aufbau des Umrichters (Beispiel)

Hinweis
Umrichter mit Schutzart IP55
Um die Schutzart IP55 einzuhalten, muss der Umrichter entweder mit einem Operator Panel
(IOP bzw. BOP-2) oder mit der Blindabdeckung 6SL3256-1BA00-0AA0 betrieben werden.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 19
Aufbau des Umrichters
2.4 Umrichterkomponenten zusammenbauen

2.4 Umrichterkomponenten zusammenbauen

CU aufstecken CU abnehmen Operator Panel


aufstecken

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


20 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Aufbau des Umrichters
2.5 IOP Intelligent Operator Panel

2.5 IOP Intelligent Operator Panel

Das IOP ist das Bedieninstrument mit dem Sie


den Umrichter vor Ort in Betrieb nehmen,
Parameter eingeben und den laufenden Betrieb
beobachten.
Das Display gliedert sich in die Anzeigebereiche
• Zustands- und Diagnoseanzeige
• Statusmeldung
• Auswahlmenü

① Zustands- und Diagnoseanzeige


② Statusmeldung, hier: Ausgangsspannung
③ Statusmeldung hier: Ausgangsfrequenz
④ Auswahlmenü: Assistent / Steuerung / Menü

Handhabung des IOP

• Durch Drehen des Navigationsrads wählen Sie ein Menü an, z. B. ASSISTENT
• Durch Drücken auf das Navigationsrad (OK) bestätigen Sie die jeweilige Auswahl.

Drücken schaltet zwischen externen Befehlsquellen und dem IOP als Befehlsquelle
hin und her.
• HAND bedeutet: Handsteuerung über die Tasten des IOP
• AUTO bedeutet: Der Umrichter reagiert auf die externen Steuerbefehle (z. B.
Feldbus oder Klemmen)

• In der Betriebsart AUTO: ohne Funktion


• In der Betriebsart HAND: Drücken startet den Umrichter

• In der Betriebsart AUTO: ohne Funktion


• In der Betriebsart HAND:
– Kurz drücken: AUS1 - Motor kommt mit der eingestellten Rücklauframpe
(P1121) zum Stillstand
– Drücken länger als 3 Sekunden: AUS2 - Motor trudelt bis zum Stillstand aus

• Drücken liefert Information zur aktuellen Anzeige


• Durch erneutes Drücken gelangt man wieder in die Anzeige

• Kurz drücken: Rückkehr zur vorherigen Anzeige


• Drücken länger als 3 Sekunden: Das IOP springt zurück in den Statusbildschirm

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 21
Aufbau des Umrichters
2.5 IOP Intelligent Operator Panel

Menüstruktur
Das hier dargestellte Menü zeigt die grundsätzliche Struktur. Abhängig vom Softwarestand
und von der Control Unit ergeben sich unterschiedliche Unterstrukturen.
Anstatt die Applikationsassistenten zu verwenden, können Sie alle Einstellungen
grundsätzlich auch direkt über einzelne Parameter ändern.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


22 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren 3
3.1 Power Module installieren

WARNUNG
Lebensgefahr bei Unterbrechen des externen Schutzleiters durch hohe Ableitströme
Der Umrichter führt einen hohen Ableitstrom > 3,5 mA über den Schutzleiter. Das Berühren
leitfähiger Teile kann bei Unterbrechung des Schutzleiters zum Tod oder schweren
Verletzungen führen.
• Schließen Sie am Umrichter einen Schutzleiter an, der mindestens eine der
nachfolgenden Bedingungen erfüllt:
– Der Schutzleiter ist gegen mechanische Beschädigung geschützt.
Innerhalb von Schaltschränken oder geschlossenen Maschinengehäusen verlegte
Leitungen gelten als ausreichend geschützt.
– Der als Einzelleiter verlegte Schutzleiter hat einen Querschnitt ≥ 10 mm² Cu.
– In einem Mehraderkabel hat der Schutzleiter einen Querschnitt ≥ 2,5 mm² Cu.
– Zwei parallele Schutzleiter mit gleichem Querschnitt sind installiert.
– Der Schutzleiter entspricht den örtlichen Vorschriften für Ausrüstungen mit erhöhtem
Ableitstrom.

Verdrahtung von Power Module mit Motor und Versorgungsnetz

Bild 3-1 Anschluss der Power Module PM340 1AC

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 23
Installieren
3.1 Power Module installieren

Bild 3-2 Anschluss der Power Module PM230 IP20 und in Durchstecktechnik

Bild 3-3 Anschluss der Power Module PM230 IP55

Bild 3-4 Anschluss der Power Module PM240, PM240-2 IP20 und in Durchstecktechnik

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


24 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.1 Power Module installieren

Bild 3-5 Anschluss der Power Module PM250

Bild 3-6 Anschluss der Power Module PM260

Bild 3-7 Anschluss der Power Module PM330

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 25
Installieren
3.2 Control Unit installieren

3.2 Control Unit installieren

3.2.1 Control Unit CU230P-2

3.2.1.1 Schnittstellen der CU230P-2

Schnittstellen auf der Front der Control Unit


Für den Zugang zu den Schnittstellen auf der Front der Control Unit müssen Sie das
Operator Panel (falls vorhanden) abnehmen und die Fronttüren öffnen.

① Steckplatz für Speicherkarte


② Wahl der Feldbus-Adresse:
• CU230P-2 DP
• CU230P-2 CAN
• CU230P-2 HVAC
• CU230P-2 BT

③ Verbindung zum Operator Panel


④ Klemmenleisten
⑤ Schalter für AI2
(Strom/Temperatur)

⑥ Schalter für AI0 und AI1 (U/I)


• I 0/4 mA … 20 mA
• U -10/0 V … 10 V
⑦ USB-Schnittstelle zur Verbindung mit einem
PC
⑧ Status-LED

⑨ Klemmenleisten für die Digitalausgänge

Schnittstellen auf der Unterseite der Control Unit

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


26 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 27
Installieren
3.2 Control Unit installieren

3.2.1.2 Klemmenleisten der CU230P-2

*) Für Anlagen entsprechend UL gilt: Über die Klemmen 18 / 20 (DO 0 NC) und 23 / 25 (DO 2 NC) dürfen maximal 3 A 30 V
DC bzw. 2 A 250 V AC geschaltet werden.
① Der Analogeingang wird von einer externen 10-V-Spannung versorgt.
② Der Analogeingang wird von der internen 10-V-Spannung versorgt.
③ Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen. Anschluss eines P-schaltenden Kontakts.
④ Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen. Anschluss eines P-schaltenden Kontakts.
⑤ Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen. Anschluss eines M-schaltenden Kontakts.
⑥ Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen. Anschluss eines M-schaltenden Kontakts.
Hinweis
Bei Anschluss eines M-Schaltenden Kontakts kann ein Erdschluss am Digitaleingang zu
einer ungewollten Ansteuerung des Eingangs führen.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


28 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

3.2.2 Control Unit CU240B / CU240E

3.2.2.1 Schnittstellen der CU240B-2 und CU240E-2

Bild 3-8 Design der Control Unit am Beispiel der CU240E-2

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 29
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Die Feldbus-Schnittstelle des Umrichter ist auf der Unterseite der Control Unit.

Bild 3-9 Belegung der Feldbus-Schnittstellen

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


30 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

3.2.2.2 Klemmenleisten der Control Units CU240B-2

① Der Analogeingang wird von der internen 10-V-Spannung versorgt.


② Der Analogeingang wird von einer externen 10-V-Spannung versorgt.
③ Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen. Anschluss eines P-schaltenden Kontakts.
④ Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen. Anschluss eines P-schaltenden Kontakts.
⑤ Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen. Anschluss eines M-schaltenden Kontakts.
⑥ Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen. Anschluss eines M-schaltenden Kontakts.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 31
Installieren
3.2 Control Unit installieren

3.2.2.3 Klemmenleisten der Control Units CU240E-2

① Die Analogeingänge werden von einer externen 10-V-Spannungquelle versorgt.


② Die Analogeingänge werden von der internen 10-V-Spannung versorgt.
③ Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen. Anschluss eines P-schaltenden Kontakts.
④ Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen. Anschluss eines P-schaltenden Kontakts.
⑤ Verdrahtung bei Verwendung der internen Spannungsversorgungen. Anschluss eines M-schaltenden Kontakts.
⑥ Verdrahtung bei Verwendung externer Spannungsversorgungen. Anschluss eines M-schaltenden Kontakts.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


32 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

ACHTUNG
Beschädigung der Control Unit CU240E-2 PN und CU240E-2 PN-F bei Kurzschluss des
24-V-Ausgangs
Die Möglichkeit eines Defektes der Control Unit besteht, wenn die folgenden Bedingungen
gleichzeitig eintreffen:
1. Im Betrieb des Umrichters tritt ein Kurzschluss am 24-V-Ausgang an Klemme 9 ein.
2. Die Umgebungstemperatur ist an der oberen zulässigen Grenze.
3. Sie haben an Klemmen 31 und 32 eine externe 24-V-Versorgung angeschlossen und
die Spannung an Klemme 31 liegt an der oberen zulässigen Grenze.
Um eine Beschädigung der Control Unit auszuschließen, müssen Sie vermeiden, dass alle
drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind.

3.2.3 Vorbelegung der Klemmenleiste wählen


Die Ein- und Ausgänge des Umrichters und die Feldbus-Schnittstelle haben in der
Werkseinstellung bestimmte Funktionen.
Wenn Sie den Umrichter in Betrieb nehmen, können Sie die Funktion jedes Ein- und
Ausgangs des Umrichters und die Einstellung der Feldbus-Schnittstelle ändern.
Um Ihnen die Einstellung zu erleichtern, bietet der Umrichter unterschiedliche vordefinierte
Belegungen (Makros).
Auf den folgenden Seiten sind nur die Ein- und Ausgänge dargestellt, deren Funktion sich
durch die Wahl einer bestimmten Belegung ändert.

Vorgehen
Um eine Vorbelegung des Umrichters zu wählen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Überlegen Sie, welche Funktion der Ein- und Ausgänge Sie in Ihrer Anwendung
brauchen.
2. Finden Sie die E/A-Konfiguration (Makro), die am besten zu Ihrer Anwendung passt.
3. Merken Sie sich die Makro-Nummer der passenden Voreinstellung.
Sie müssen diese Makro-Nummer bei der Inbetriebnahme des Umrichters einstellen.
Sie haben die passende Vorbelegung des Umrichters gefunden.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 33
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Makro 1: Zwei Festdrehzahlen Makro 2: Zwei Festdrehzahlen mit Makro 3: Vier Festdrehzahlen
Control Units CU240E-2 Sicherheitsfunktion Control Units CU240E-2
Control Units CU240E-2

DI 4 und DI 5 = high: der Umrichter


addiert beide Festdrehzahlen. Mehrere DI = high: der Umrichter
addiert die entsprechenden
Festdrehzahlen.

Makro 4: PROFIBUS oder PROFINET Makro 5: PROFIBUS oder PROFINET Makro 6: PROFIBUS oder PROFINET
Control Units CU240E-2 mit Sicherheitsfunktion mit zwei Sicherheitsfunktionen
Control Units CU240E-2 Control Units CU240E-2
PROFIdrive Telegramm 352 PROFIdrive Telegramm 1 PROFIdrive Telegramm 1
Nur mit den Control Units CU240E-2 F,
CU240E-2 DP-F und CU240E-2 PN-F.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


34 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Makro 7: Umschalten über DI 3 zwischen Feldbus und Tippen


Control Units CU240B-2
Werkseinstellung für Umrichter mit PROFIBUS-Schnittstelle
PROFIdrive Telegramm 1

Makro 7: Umschalten über DI 3 zwischen Feldbus und Tippen Makro 8: Motorpotenziometer (MOP)
Control Units CU230P-2 und CU240E-2 mit Sicherheitsfunktion

Werkseinstellung für Umrichter mit PROFIBUS- oder PROFINET-Schnittstelle Control Units CU240E-2
PROFIdrive Telegramm 1

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 35
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Makro 9: Motorpotenziometer (MOP) Makro 9: Motorpotenziometer (MOP) Makro 12: Zweidrahtsteuerung mit
Control Units CU240B-2 Control Units CU230P-2 und CU240E- Methode 1
2 Control Units CU240B-2
Werkseinstellung für Umrichter mit
RS485-Schnittstelle

Makro 12: Zweidrahtsteuerung mit Makro 13: Sollwert über Analogeingang


Methode 1 mit Sicherheitsfunktion
Control Units CU230P-2 und Control Units CU240E-2
CU240E-2
Werkseinstellung für Umrichter mit
RS485-Schnittstelle

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


36 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Makro 14: Umschalten über DI 3 zwischen Feldbus und Motorpotenziometer


(MOP)
Control Units CU230P-2 und CU240E-2
PROFIdrive Telegramm 1

Makro 15: Umschalten über DI 3 zwischen Analogsollwert und Makro 17: Zweidrahtsteuerung mit
Motorpotenziometer (MOP) Methode 2
Control Units CU230P-2 und CU240E-2 Makro 18: Zweidrahtsteuerung mit
Methode 3
Control Units CU240B-2

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 37
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Makro 17: Zweidrahtsteuerung mit Makro 19: Dreidrahtsteuerung mit Makro 19: Dreidrahtsteuerung mit
Methode 2 Methode 1 Methode 1
Makro 18: Zweidrahtsteuerung mit Control Units CU240B-2 Control Units CU230P-2 und CU240E2
Methode 3
Control Units CU230P-2 und CU240E2

Makro 20: Dreidrahtsteuerung mit Makro 20: Dreidrahtsteuerung mit Makro 21: Feldbus USS
Methode 2 Methode 2 Control Units CU240B-2
Control Units CU240B-2 Control Units CU230P-2 und CU240E2
USS-Einstellung: 38400 Baud, 2 PZD,
PKW variabel

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


38 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Makro 21: Feldbus USS Makro 22: Feldbus CANopen


Control Units CU230P-2 und CU240E2 Control Units CU230P-2
USS-Einstellung: 38400 Baud, 2 PZD, CANopen-Einstellung: 20 kBaud
PKW variabel

Makro 101: Universalanwendungen Makro 103: Pumpen Druckregelung Makro 104: ESM Treppenhaus
Control Units CU230P-2 Control Units CU230P-2 Druckregelung
Control Units CU230P-2

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 39
Installieren
3.2 Control Unit installieren

Makro 105: Lüfter Druckregelung + Makro 106: Kühlturm aktiver Fühler + Makro 107: Kühlturm LG-Ni1000 Fühler
ESM mit Festsollwert Energiesparmodus + Energiesparmodus
Control Units CU230P-2 Control Units CU230P-2 Control Units CU230P-2

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


40 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Installieren
3.2 Control Unit installieren

3.2.4 Klemmenleiste verdrahten

ACHTUNG
Beschädigung des Umrichters bei langen Signalleitungen
Lange Leitungen an den Digitaleingängen und an der 24-V-Stromversorgung des
Umrichters können bei Schaltvorgängen zu Überspannungen führen. Überspannungen
können den Umrichter beschädigen.
• Schalten Sie bei Leitungen > 30 m an den Digitaleingängen und an der 24-V-
Stromversorgung ein Überspannungsschutzelement zwischen die Klemme und das
zugehörige Bezugspotenzial.
Wir empfehlen Ihnen die Überspannungsschutzklemme von Weidmüller, Typ MCZ OVP
TAZ DIODE 24VDC.

WARNUNG
Lebensgefahr durch gefährliche Spannung beim Anschluss einer nicht geeigneten
Stromversorgung
Beim Berühren unter Spannung stehender Teile können Sie im Fehlerfall Tod oder schwere
Verletzungen erleiden.
• Verwenden Sie für alle Anschlüsse und Klemmen der Elektronikbaugruppen nur
Stromversorgungen mit Schutzkleinspannung PELV (PELV = Protective Extra Low
Voltage), Klasse 2.

Voraussetzungen
● Verwenden Sie geeignete Leitungen:
– Massive oder flexible Leitungen.
– Geeigneter Kabelquerschnitt: 0,5 mm² (21 AWG) bis 1,5 mm² (16 AWG).
Wir empfehlen Ihnen bei vollständiger Verdrahtung Leitungen mit einem Querschnitt
von 1 mm² (18 AWG).
● Verwenden Sie keine Aderendhülsen.
● Sie haben eine passende Vorbelegung der Klemmenleisten gefunden, nach der Sie den
Umrichter jetzt verdrahten.
Siehe auch Abschnitt: Vorbelegung der Klemmenleiste wählen (Seite 33).
● Sie haben das passende Werkzeug:
– Kleiner Schraubenzieher zum Öffnen der Federzugklemmen
– Werkzeug zum Abisolieren der Leitungen

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 41
Installieren
3.3 Beschreibungsdateien für Feldbusse

Vorgehen
Um die Klemmenleiste des Umrichter zu verdrahten, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Entfernen Sie etwa die letzten 10 mm der Leitungs-Isolation.
2. Drücken Sie mit dem Schraubenzieher so stark auf das orange Bedienelement der
Federzugklemme, dass sich die Klemme öffnet.
3. Führen Sie die Leitung bis zum Anschlag in die Klemme ein und entfernen Sie den
Schraubenzieher.
4. Prüfen Sie den sicheren Kontakt der Leitung durch leichten Zug an der Leitung.
5. Verdrahten Sie auf diese Weise alle notwendigen Klemmen der Klemmenleiste.
6. Verlegen Sie die Signalleitungen so, dass sich die Fronttüren nach dem Verdrahten der
Klemmenleiste vollständig schließen lassen.
7. Wenn Sie geschirmte Leitungen verwenden, müssen Sie den Schirm großflächig und
elektrisch gut leitend mit der Montageplatte des Schaltschranks oder mit der
Schirmauflage des Umrichters verbinden.
Siehe auch: EMV-Aufbaurichtlinie
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/60612658)
8. Verwenden Sie eine Zugentlastung.
Sie haben die Klemmenleisten des Umrichters verdrahtet.

3.3 Beschreibungsdateien für Feldbusse


Die Beschreibungsdateien enthalten die Informationen, um den Umrichter an einem Feldbus
unter einer übergeordneten Steuerung zu konfigurieren und zu betreiben.

Beschreibungsdatei Download Alternative zum Dowmload


GSD für PROFIBUS Internet: GSD und GSDML sind im Umrichter gespeichert. Der Umrichter schreibt
(http://support.automat seine GSD bzw. GSDML auf die Speicherkarte, wenn Sie diese in den
ion.siemens.com/WW/ Umrichter einschieben und p0804 auf 12 setzen. Mit der Speicherkarte
view/de/23450835) können Sie dann die Datei auf Ihr Programmiergerät oder Ihren PC
GSDML für Internet: übertragen.
PROFINET (http://support.automat
ion.siemens.com/WW/
view/de/26641490)
EDS für CANopen Internet: ---
(http://support.automat
ion.siemens.com/WW/
view/de/48351511)
EDS für EtherNet/IP --- Informationen dazu finden Sie in der Betriebsanleitung

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


42 Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA
Inbetriebnehmen
4
4.1 Werkzeuge zur Inbetriebnahme des Umrichters
Operator Panels für Inbetriebnahme, Diagnose und Steuerung des Umrichters Bestellnummer
BOP-2 (Basic Operator Panel) - zum Aufschnappen auf den 6SL3255-0AA00-4CA1
Umrichter
• zweizeilige Anzeige
• geführte Grundinbetriebnahme
• Sichern und Übertragen der Umrichter-Einstellungen
IOP (Intelligent Operator Panel) - zum Aufschnappen auf den 6SL3255-0AA00-4JA0
Umrichter
• Klartextdisplay
• Menüführung und Applikationsassistenten
• Sichern und Übertragen der Umrichter-Einstellungen
Türmontagesatz für IOP/BOP-2 6SL3256-0AP00-0JA0
• Zum Einbau des BOP-2 oder IOP in eine Schaltschranktür.
• Schutzart mit IOP: IP54 bzw. UL Type 12
• Schutzart mit BOP-2: IP55

Für den mobilen Einsatz des IOP: 6SL3255-0AA00-4HA0


IOP-Handheld mit IOP-Gehäuse, Netzteil und Akkus sowie
RS232-Anschlussleitung
Wenn Sie eine eigene Anschlussleitung verwenden, beachten
Sie die maximal zulässige Länge von 5 m.

PC-Tools für Inbetriebnahme, Diagnose und Steuerung des Umrichters


PC Connection Kit 6SL3255-0AA00-2CA0
Enthält STARTER-DVD und USB-Leitung.

STARTER Inbetriebnahme-Werkzeug (PC-Software) STARTER auf DVD:


Verknüpfung zum Umrichter über USB-Schnittstelle, 6SL3072-0AA00-0AG0
PROFIBUS oder PROFINET
Download:
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/1080498
5/133200)
Drive ES Basic 6SW1700-5JA00-5AA0
Als Option zu STEP 7 mit Routingfunktion über
Netzwerkgrenzen für PROFIBUS und PROFINET

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


Getting Started, 11/2013, A5E32885834A AA 43
Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme

4.2 Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme führen Sie mit dem IOP über einen der "Grundinbetriebnahme-
Assistenten (Seite 21)" aus. Wenn das IOP nicht die aktuelle Umrichtersoftware enthält,
erscheint ein Hinweis "Update erforderlich". Die erforderlichen Daten finden Sie im Internet
unter "http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/67273266
(http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/67273266)".
In der Grundinbetriebnahme wählen Sie die Regelungsart für den Motor aus, geben die
Motordaten ein und legen die Vorbelegung der Schnittstellen des Umrichters fest. Die
entsprechende Verdrahtung finden Sie im Abschnitt "Vorbelegung der Klemmenleiste
wählen (Seite 33)".

② Motorspannung (p0304)
① Motorfrequenz (P0310)
③ Motorstrom (P0305)
④ Motorleistung (P0307)
⑤ Motornenndrehzahl (P0311)

Überblick über die Inbetriebnahme


● Der erste Schritt bei der Inbetriebnahme mit Assistenten ist RÜCKSETZEN auf
Werkseinstellungen. Damit stellen Sie sicher, dass sich der Umrichter in einer definierten
Grundeinstellung befindet.
Nach der Grundinbetriebnahme werden Sie durch die applikationsspezifischen
Einstellungen des von Ihnen angewählten Assistenten geführt.
● Bevor der Umrichter Ihre Inbetriebnahmedaten übernimmt, müssen Sie diese überprüfen
und bestätigen. Das tun Sie mit Hilfe des vorletzten Menüpunkts ÜBERSICHT DER
EINSTELLUNGEN. Scrollen Sie in diesem Bildschirm bis zum Punkt WEITER und
quittieren Sie ihn mit OK.
● Als letzter Schritt folgt die Abfrage SPEICHERN oder ASSISTENT ABBRECHEN?
Wählen Sie SPEICHERN! Damit ist die Inbetriebnahme über Assistenten abgeschlossen.
● Anschließend können Sie die Einstellungen Ihres Umrichters nochmals ändern (Abschnitt
"Die wichtigsten Parameter auf einen Blick (Seite 48)").
● Am Ende der Inbetriebnahme sollten Sie die Einstellungen Ihres Umrichters z. B. auf dem
IOP sichern, damit sie bei einem Defekt des Umrichters nicht verloren gehen.

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Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme

4.2.1 Einstellungen im Menü Grundinbetriebnahme

Grundinbetriebnahme
Der Assistent "Grundinbetriebnahme" führt in maximal 28 Schritten durch die
Inbetriebnahme. Abhängig von der Baugruppe und der Softwareversion, die Sie verwenden,
überspringen Sie einzelne Schritte.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Grundinbetriebnahme des Umrichter durchzuführen:


Starten Sie das Menü: ASSISTENT / GRUNDINBETRIEBNAHME und nehmen die
folgenden Einstellungen vor:

Nr. Eingabemaske des IOP Ausgewählte Einstellung auf dem IOP Parameter
01/21 Rücksetzen auf [1] Ja p0970 = …
Werkseinstellungen
02/21 Regelungsart [0] U/f mit linearer Kennlinie p1300 = …
03/28 Motordaten [0] Europa 50 Hz, kW p0100 = …
04/28 Motortyp [1] Asynchronmotor p0300 =
05/28 Motorcode Die Motordaten werden anhand des Motorcodes p0301
vorbelegt.
06/28 Kennlinie 50 Hz / 87 Hz Kennlinie wählen
07/28 Motorverbindungen Verschaltung des Motors (Stern / Dreieck) beachten! Bestätigen mit OK
08/21 Motordaten Motordaten für 50 Hz eingeben (vgl. 06/23) Bestätigen mit OK
09/28 Motorspannung [V] gemäß Motor-Typenschild eingeben p0304 =
10/28 Motorstrom [A] gemäß Motor-Typenschild eingeben p0305 =
11/28 Bemessungsleistung [kW] (oder [hp]) gemäß Motor-Typenschild eingeben p0307 =
12/28 cos φ p0308 =
13/28 Motordrehzahl [1/min] gemäß Motor-Typenschild eingeben p0311 =
14/28 Stromgrenze [A] maximal 4* p305 p0640 = …
13/28 Motordaten-ID [1] Stehende und drehende Messung1) p1900 = …
Wenn der Motor nicht frei drehen kann, z. B. bei
mechanisch begrenzten Verfahrstrecken, wählen Sie die
Einstellung [2] "MotID nur stehend".
16/28 Gebertyp [0] Nicht aktiviert p0400 = …
17/28 Geberimpulse Gebertyp nicht aktiviert Bestätigen mit OK
P0408 wird standardmäßig gesetzt
18/28 Makro Gerät Wählen Sie ein vor-definierte Einstellung, siehe Abschnitt: p0015 = …
Vorbelegung der Klemmenleiste wählen (Seite 33)
19/28 Mindestdrehzahl Minimaldrehzahl [1/min] eingeben, ab welcher der Motor p1080 = …
arbeiten soll.
20/28 Hochlauf Zeit [s] in der der Motor vom Stillstand bis zur p1120 = …
Maximaldrehzahl (P1082) beschleunigen soll.
21/28 Rücklauf Zeit [s] in der der Motor von der Maximaldrehzahl (P1082) P1121 = …
bis zum Stillstand abgebremst werden soll.
22/28 Motor-Temperatursensor Typ des Temperatursensors eingeben p0610 = …
23/28 Motorhaltebremse Konfiguration eingeben p1215 = …
24/28 MHB Öffnungszeit Öffnungszeit einstellen p1216 = …

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Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme

Nr. Eingabemaske des IOP Ausgewählte Einstellung auf dem IOP Parameter
25/21 MHB Schließzeit Schließzeit einstellen p1217 = …
2621 Übersicht der Liste überprüfen + < Weiter > markieren Bestätigen mit OK
Einstellungen
27/21 Speichern der Speichern Bestätigen mit OK
Einstellungen
28/28 Speichern, bitte warten Bestätigen mit OK

1) Wenn der IOP Assistent diese Einstellung nicht anbietet, stellen Sie den Parameter p1900 nach Abschluss der
Grundinbetriebnahme über das Parameter-Menü auf den Wert 1.

Motordaten identifizieren
Solange der Umrichter die Motordaten noch nicht identifiziert hat, kommt die Warnung
A07991. Sie müssen den Motor einschalten (z. B. über das IOP), um die Motordaten zu
identifizieren. Nach Abschluss der Motordatenidentifikation schaltet der Umrichter den Motor
aus.

VORSICHT
Motordatenidentifikation bei gefährlichen Lasten
Sichern Sie vor dem Start der Motordatenidentifikation gefährliche Anlageteile, z. B. durch
Absperren der Gefahrenstelle oder Herablassen einer hängenden Last auf den Boden.

Sie haben die Grundinbetriebnahme des Umrichters durchgeführt.

4.2.2 Sicherheitsfunktion "Safe Torque Off" freigeben

Voraussetzungen:
● Sie nehmen eine Control Unit CU240E-2 in Betrieb.
● Sie haben in der Grundinbetriebnahme eine Einstellung der Schnittstellen gewählt, in der
zwei Klemmen für eine Sicherheitsfunktion reserviert sind.
Der Assistent "Basic Safety" führt in maximal 18 Schritten durch die Freigabe der
Sicherheitsfunktion "Safe Torque Off (Basic Safety)". Abhängig von den Quellen für "Safe
Torque Off", überspringen Sie einzelne Schritte.

ACHTUNG
STO über Klemme
Wenn Sie die "Safe Torque Off" über Digitaleingänge realisieren, werden der DI4 und DI5
zum Fehlersicheren Digitaleingang (FDI) zusammen gefasst. Sie dürfen diese
Digitaleingänge nicht für andere Befehle verwenden.

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4.2 Inbetriebnahme

Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Sicherheitsfunktion "Safe Torque Off"


durchzuführen:
Starten Sie das Menü: Inbetriebnahme "Basic Safety"

1/18 Geben Sie das Passwort für fehlersichere Funktion ein Bestätigen mit OK
(Werkseinstellung = 0)
2/18 Wenn Sie das richtige Passwort eingegeben haben, kommt die Bestätigen mit OK
Meldung "Passwort richtig" Quittieren Sie mit "Weiter". Wenn Sie
ein falsches Passwort eingegeben haben, können Sie mit der
Taste "ESC" zurückspringen und die Passworteingabe
wiederholen oder die Inbetriebnahme abbrechen.
3/18 Safety-Passwort ändern? Ja/Nein Bestätigen mit OK
4/18 Geben Sie ein neues Passwort ein (0 … FFFF FFFF) Bestätigen mit OK
(nur wenn Sie in 3/18 "Ja" angewählt haben
5/18 Rücksetzen von "Basic Safety" auf Werkseinstellung? Ja/Nein Bestätigen mit OK
6/18 STO über mittels Klemme? Ja/Nein Bestätigen mit OK
7/18 DI4 und DI5 werden intern als Quelle für den FDI verdrahtet. Bestätigen mit OK
10/18 Stellen Sie die Entprellzeit für den FDI ein Bestätigen mit OK
11/18 Stellen Sie die Umschalttorleranz für die FDI ein. Bestätigen mit OK
12/18 STO über PROFIsafe? Ja/Nein Bestätigen mit OK
13/18 PROFIsafe-Adresse eingeben Bestätigen mit OK
14/18 PROFIsafe-Telegramm wählen Bestätigen mit OK
15/18 Stellen Sie die Überwachungszeit für die Zwangsdynamisierung Bestätigen mit OK
ein.
Sie müssen spätestens nach Ablauf der Überwachnungszeit einen
STO anwählen, damit der Umrichter seine sicherheitsrelevanten
Schaltkreise regelmäßig prüft.
16/18 Übersicht der Einstellungen, Liste überprüfen + < Weiter > Bestätigen mit OK
markieren
17/18 Speichern der Einstellungen Bestätigen mit OK
18/18 Speichern, bitte warten

Sie haben die Sicherheitsfunktion STO im Umrichter freigegeben und können STO über die
Klemmen 16 und 17 anwählen.

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4.2 Inbetriebnahme

4.2.3 Die wichtigsten Parameter auf einen Blick

Tabelle 4- 1 Schnittstellen des Umrichters festlegen

Parameter Mögliche Einstellungen


p0015 Makro Antriebsgerät
Festlegen der Vorbelegung für die Ein- und Ausgänge über eines der Makros 1 bis 22 (Abschnitt
“Vorbelegung der Klemmenleiste wählen (Seite 33)“).

Tabelle 4- 2 Festdrehzahlen einstellen

Parameter Bezeichnung
p1001 Festdrehzahl 1
p1002 Festdrehzahl 2
p1003 Festdrehzahl 3
p1004 Festdrehzahl 4

Tabelle 4- 3 Tippen einstellen

Parameter Bezeichnung
p1058 Tippen 1
p1059 Tippen 2

Tabelle 4- 4 Feldbusprotokoll auswählen

Parameter Mögliche Einstellungen (Auswahlmöglichkeiten abhängig vom Typ der CU)


p2030 0: Kein Protokoll (das bedeutet: Steuerung über Digitaleingänge / Anschlussklemmen)
1: USS
2: Modbus
3: PROFIBUS DP
4: CAN
5: BACnet
7: PROFINET
8: P1

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4.2 Inbetriebnahme

Tabelle 4- 5 USS-Schnittstelle einstellen

Parameter Beschreibung
p2020 Baudrate einstellen
Wert Baudrate Wert Baudrate Wert Baudrate
4 2400 8 38400 12 115200
5 4800 9 57600 13 187500
6 9600 10 76800
7 19200 11 93750
p2022 Feldbus-SS USS PZD Anzahl
Einstellung der Anzahl der 16-Bit-Wörter im PZD-Teil des USS-Telegramms
Einstellbereich: 0… 8 (0 … 8 Wörter)
p2023 Feldbus-SS USS PKW Anzahl
Einstellung der Anzahl der 16-Bit-Wörter im PKW-Teil des USS-Telegramms
Einstellbereich: 0, 3, 4: 0, 3 oder 4 Wörter
127: variable Länge

Tabelle 4- 6 Hochlaufgeber einstellen

Parameter Bezeichnung
p1080 Minimaldrehzahl in [1 / min]
p1082 Maximaldrehzahl in [1 / min]
p1120 Hochlaufzeit des Motors nach dem Einschalten in [s]
p1121 Rücklaufzeit des Motors nach dem Ausschalten in [s]

Tabelle 4- 7 Regelungsart einstellen

Parameter Mögliche Einstellungen


p1300 Einstellung der Steuerungs- und Regelungsart eines Antriebs
0: U/f-Steuerung mit linearer Kennlinie
1: Lineare U/f-Kennlinie mit Flux Current Control (FCC)
2: U/f-Steuerung mit quadratischer Kennlinie
3: Frei einstellbare U/f-Kennlinie
4: Lineare U/f-Kennlinie mit ECO
5: Lineare U/f-Kennlinie für frequenzgenaue Anwendungen in der Textiltechnik
6: Lineare U/f-Kennlinie mit FCC für frequenzgenaue Anwendungen in der Textiltechnik
7: Quadratische U/f-Kennlinie mit ECO
19: U/f-Steuerung ohne Kennlinie
20: Vektorregelung ohne Drehzahlgeber
22: Drehmomentregelung ohne Drehzahlgeber

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4.2 Inbetriebnahme

Tabelle 4- 8 Motordaten gemäß Typenschild

Parameter Bezeichnung
p0100 Motornorm IEC / NEMA
0: Europa 50 [Hz]
p0300 Motortyp Auswahl
0: Kein Motor
1: Asynchronmotor
2: Synchronmotor
p0304 Motorspannung in [V]
p0305 Motorstrom in [A]
p0307 Motorleistung in [kW] oder [hp]
p0310 Motorfrequenz in [Hz]
p0311 Motordrehzahl in [1/min]
p0625 Umgebungstemperatur des Motors in [°C]
p0640 Stromgrenze des Motors in [A]

Funktion einer Klemme ändern

Tabelle 4- 9 Digitaleingänge

Parameter Klemmen Klemmen Klemmen Signal Befehlsquellen wichtiger Funktionen


CU240B-2 CU240E-2 CU230P-2
p0722.0 5 / 69 5 / 69 5 / 69 DI 0 p0840 - EIN/AUS (AUS1)
p0722.1 6 / 69 6 / 69 6 / 69 DI 1 p2103 - Quittieren Störungen
p1055/p1056 - Tippen
p0722.2 7 / 69 7 / 69 7 / 69 DI 2 p1035/p1036 - Motorpotenziometer
p0722.3 8 / 69 8 / 34 8 / 69 DI 3 p1020 … p1023 - Drehzahlfestsollwert
p0722.4 - 9 / 34 9 / 69 DI 4 p1230 - Gleichstrombremsung aktivieren
p2200 - Technologieregler freigeben
p0722.5 - 10 / 34 10 / 69 DI 5

Tabelle 4- 10 Funktion eines Digitaleingangs ändern

Funktion ändern Beispiele


1. Wählen Sie die durch einen "BI"-Parameter gekennzeichnete Funktion: Motor über DI 2 einschalten.
gewünschte Funktion. Einstellung: p0840 = 722.2
2. Stellen Sie diesen Parameter auf den Wert des
Statusparameters r0722.x des gewünschten Digitaleingangs
ein.
Funktion: Fehler über DI 1 quittieren.
Einstellung: p3981 = 722.1

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4.2 Inbetriebnahme

Tabelle 4- 11 Digitalausgänge (Relaisausgänge)

Parameter Klemmen Klemmen Klemmen Signal Wichtige Status-Signale


CU240B-2 CU240E-2 CU230P-2
p0730 18 / 19 / 20 18 / 19 / 20 18 / 19 / 20 DO 0 r52.2 - Betrieb freigegeben (Motor läuft)
p0731 - 21 / 22 21 / 22 DO 1 r52.3 - Störung aktiv
r52.7 - Warnung aktiv
p0732 - 23 / 24 / 25 23 / 24 / 25 DO 2

Tabelle 4- 12 Funktion eines Digitalausgangs ändern

Funktion ändern Beispiel


1. Wählen Sie die durch einen "BO"-Parameter Funktion: Signal "Fehler" auf DO 1.
gekennzeichnete gewünschte Funktion. Einstellung: p0731 = 52.3
2. Stellen Sie den Parameter p073x des gewünschten
Digitalausgangs auf den Wert des "BO"-Parameters ein.

Tabelle 4- 13 Analogeingänge und Temperatursensoren

Parameter Klemmen Klemmen Klemmen Signal Mögliche Einstellungen


CU240B-2 CU240E-2 CU230P-2
p0756 [0] 3/4 3/4 3/4 AI 0 0: Spannungseingang unipolar (0 V ... +10 V)
p0756 [1] - 10 / 11 10 / 11 AI 1 1: Spannungseingang unipolar überwacht
(+2 V... +10 V)
p0756 [2] - - 50 / 51 AI 2 2: Stromeingang unipolar (0 mA ... +20 mA)
p0756 [3] - - 52 / 53 AI 3 3: Stromeingang unipolar überwacht (+4 mA
... +20 mA)
4: Spannungseingang bipolar (-10 V ... +10 V)
6: Temperatursensor Ni1000 (-50 °C … +150 °C)
7: Temperatursensor PT1000 (-50 … +250°C)
8: Kein Sensor angeschlossen
p0755 Analogeingänge aktueller Wert in Prozent
[0…3]

Tabelle 4- 14 Funktion eines Analogeingangs ändern

Funktion ändern Beispiele


1. Wählen Sie die durch einen "CI"-Parameter gekennzeichnete Funktion: AI 0 stellt Sollwert für den PID-Regler bereit.
gewünschte Funktion. Einstellung: p2253 = 55[0]
2. Stellen Sie diesen Parameter auf den Wert des
Statusparameters r0755.x des Analogeingangs ein.

Benutzen Sie Parameter p0756[0] und den I/U-Schalter auf der Vorderseite des Frequenzumrichters, um den
Analogeingang als Spannungs- oder Stromeingang zu konfigurieren.

Umrichter mit den Control Units CU230P-2; CU240B-2; CU240E-2


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Inbetriebnehmen
4.2 Inbetriebnahme

Tabelle 4- 15 Analogausgänge

Parameter Klemmen Klemmen Klemmen Signal Einstellung


CU240B-2 CU240E-2 CU230P-2
p0771[0] 12 / 13 12 / 13 12 / 13 AO 0 Wichtige Statussignale:
p0771[1] - 26 / 27 26 / 27 AO 1 0: Analogausgang gesperrt
21: Drehzahlistwert
24: Ausgangsfrequenz geglättet
25: Ausgangsspannung geglättet
26: Zwischenkreisspannung geglättet
27: Stromistwert (Betrag geglättet)
p0776[0, 1] Analogausgänge Typ 0: Stromausgang (0 mA … +20 mA)
1: Spannungsausgang (0 V … +10 V)
2: Stromausgang (+4 mA ... +20 mA)

Tabelle 4- 16 Funktion eines Analogausgangs ändern

Funktion ändern Beispiele


1. Wählen Sie die durch einen "CO"-Parameter gekennzeichnete Funktion: Signal "Strom" auf AO 0.
gewünschte Funktion. Einstellung: p0771 = 27
2. Stellen Sie den Parameter p0771 des Analogausgangs auf
den Wert des "CO"-Parameters ein.

Verwenden Sie den Parameter p0776[0], um den Analogeingang als Spannungs- oder Stromeingang zu konfigurieren.

Tabelle 4- 17 Motortemperatursensor-Schnittstelle

Parameter Klemme Abkürzung Mögliche Einstellung


p0601 14 T1 Motor (+) 0: Kein Sensor (Werkseinstellung)
15 T2 Motor (-) 1: PTC-Thermistor (→ P0604)
2: KTY84 (→ P0604)
4: ThermoClick-Sensor
p0604 Motortemperatur Warnschwelle

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Mehr Informationen

Mehr Informationen 5
5.1 Handbücher für Ihren Umrichter

Tabelle 5- 1 Handbücher für Ihren Umrichter

Tiefe der Handbuch Inhalt Verfügbare Download oder


Information Sprachen Bestellnummer
++ Getting Started Guide (dieses Handbuch) englisch, Download Handbücher
für den Umrichter SINAMICS G120 deutsch, (http://support.automation.
mit den Control Units CU230P-2; italienisch, siemens.com/WW/view/de/
CU240B-2 und CU240E-2 französisch, 30563628/133300)
+++ Betriebsanleitung Umrichter installieren, in spanisch, SINAMICS
Betrieb nehmen und chinesisch Manual Collection
betreiben. Dokumentation auf DVD,
Funktionen des Bestellnummer
Umrichters einstellen. 6SL3097-4CA00-0YG0
Technische Daten.
+++ Funktionshandbuch Safety PROFIsafe englisch,
Integrated konfigurieren.Fehlersich deutsch,
für die Umrichter SINAMICS G120 ere Funktionen des chinesisch
mit Control Units CU240E Umrichters installieren,
in Betrieb nehmen und
betreiben.
+++ Listenhandbuch Grafische englisch,
für den Umrichter SINAMICS G120 Funktionspläne. deutsch,
mit den Control Units CU230P-2 und Liste aller Parameter, chinesisch
Control Units CU240B-2; CU240E-2 Warnungen und
Störungen.
+ Getting Started Guide Power Module englisch
für die folgenden SINAMICS G120 installieren
Power Module:
• PM240, PM250 und PM260
• PM240-2
• PM230
• PM330
+ Installationsanleitung Komponenten
für Drosseln, Filter und installieren
Bremswiderstände

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Mehr Informationen
5.2 Produkt Support

Tiefe der Handbuch Inhalt Verfügbare Download oder


Information Sprachen Bestellnummer
+++ Montagehandbuch Power Module, englisch,
für die folgenden SINAMICS G120 Drosseln und Filter deutsch
Power Module: installieren.
• PM230 IP20 Power Module warten.
• PM230 IP55
• PM240
• PM240-2
• PM250
• PM260
• PM330
+++ Betriebsanleitung Operator Panels
für die folgenden Operator Panels: bedienen,
Türmontagesatz für IOP
• BOP-2
montieren.
• IOP

5.2 Produkt Support

Tabelle 5- 2 Technischer Support

Frankreich Deutschland Italien Spanien Großbritannien


+33 (0) 821 801 122 +49 (0)911 895 7222 +39 (02) 24362000 +34 902 237 238 +44 161 446 5545
Weitere Service-Telefonnummern: (http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/4000024)

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