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Elemente der Analysis I

Sonntag, 7. Juli 2019 12:47

Symbole

Induktive Menge Eine Teilmenge A ⊂ R heißt induktiv, falls gilt


(i) 1 ∈ A und (ii) a ∈ A =⇒ a + 1 ∈ A.
Mengen ℕ Menge der natürlichen Zahlen, ACHTUNG beginnt mit 1
ℤ Menge der ganzen Zahlen (positiv und negativ und 0)
ℚ Menge der rationalen Zahlen (zusätzlich Brüche)
  ⎯⎯
ℝ Menge der reellen Zahlen (zusätzlich e, π, √2, etc)
Summenzeichen

Faktor
2𝑛 = 2 𝑛

Leere Summe

oberer Index größer als unterer Index


Zerlegung

Verschiebung

z.B.

(k − 1) = k

(geht bis (50-1)2 = 492)


Doppelsumme

Produktzeichen

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Produktzeichen

Faktor
3𝑚 = 3 𝑚

Potenzgesetze

Wurzelgesetze

Fakultät 𝑛! = 𝑛 (𝑛 − 1)(𝑛 − 2)(𝑛 − 3) …


5! = 5 4 3 2 1
0! = 1
n-Fakultät

Summenformeln Summe der ersten n Kubikzahlen

n (n + 1) n (n + 1)
k = ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯ = ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯
2 4

"Dreieckszahlen"

Binomialsatz/Binomialformel
n
(x + a) = a x
k

Variation der geometrischen Summenformel

Binomialsatz mit a = x = 1

oder Indexverschiebung

Teleskopsummen Summe der ersten n Quadratzahlen


n (n + 1) (2n + 1)
k = ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯
6

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Teleskopsumme - Teleskopreihe

Binomial- 𝑛 𝑛!
koeffizient = ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯
𝑘 𝑘! (𝑛 − 𝑘)!
𝑛 𝑛
= =1
0 𝑛
𝑛
=𝑛
1
𝑛 𝑛
=
𝑘 𝑛−𝑘
𝑛
=𝑛
𝑛−1
𝑛 𝑛 𝑛−1 𝑛−2 𝑛−3
= ⎯⎯ ⎯⎯⎯⎯⎯ ⎯⎯⎯⎯⎯ ⎯⎯⎯⎯⎯
4 1 2 3 4
Beweis durch
vollständige
Induktion

Ungleichungen Multiplikation der Ungleichung • mit positiven Zahlen ändert die Ungleichung nicht
• mit negativen Zahlen dreht das Ungleichheitszeichen um
• ---> Fallunterscheidung bei Multiplikation mit Termen, die negativ sein können
Kehrwertbildung Für a, b ∈ R gilt:
1 1
0 < a < b ⇐⇒ 0 < ⎯⎯< ⎯⎯(beide positiv)
b a

1 1
a < b < 0 ⇐⇒ ⎯⎯< ⎯⎯< 0 (beide negativ)
b a
Bernoulli- Bernoulli-Ungleichung
Ungleichung

Signum
(Vorzeichen)

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Betrag

gilt immer, solang beide Faktoren nicht 0 sind => gelöst für alle ℝ \ {-1, 1}
Dreiecks- Dreiecksungleichung
ungleichung

Umgekehrte Dreiecksungleichung

Beschränktheit Teilmenge A heißt beschränkt, wenn sie nach oben und nach unten beschränkt ist.
nach oben beschränkt nach unten beschränkt
für alle a ∈ A exisiert ein C ∈ ℝ mit a ≤ C für alle a ∈ A exisiert ein c ∈ ℝ mit a ≥ c
C heißt obere Schranke von A c heißt untere Schranke von A
kleinste obere Schranke = Supremum von A größte untere Schranke = Infimum von A
C* = sup(A) c* = inf(A)
C∗ = sup(A) ∈ A ⇒ C* = max(A) c* = inf(A) ∈ A ⇒ c* = min(A)
Maximum von A Minimum von A
jede nicht leere Teilmenge, die nach oben jede nicht leere Teilmenge, die nach unten
beschränkt ist, hat ein Supremum beschränkt ist, hat ein Infimum
Wachstum von an > C mit a < 1 0 < an < ε mit 0 < a < 1
Potenzen Potenzen an mit a > 1 werden beliebig groß Potenzen an mit 0 < a < 1 werden beliebig klein
Intervalle beschränkte Intervalle

unbeschränkte Intervalle

runde Klammer ⇒ Punkt gehört nicht zum Intervall


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eckige Klammer ⇒ Punkt gehört zum Intervall
Folgen Eine Folge (an) ist eine Abbildung von ℕ auf ℝ, bei der jeder natürlichen Zahl (Index) ein Folgeglied zugeordnet wird.
Beschränktheit Eine Folge (an) heißt beschränkt, wenn es ein C > 0 gibt mit |an| ≤ C für alle n ∈ N.

z.B.

Konvergenz • Jede konvergente Folge ist beschränkt (aber: aus an beschränkt folgt nicht an ist konvergent)
• unbeschränkte Folgen sind nicht konvergent
• nicht konvergente Folgen heißen divergent
• bestimmt divergent: uneigentlicher Grenzwert +/- Unendlich
• sonst unbestimmt divergent
• Weglassen/Hinzufügen endlich vieler Folgeglieder ändert weder Konvergenz/Divergenz noch ggf. Grenzwert
Nullfolge

Unendlichfolge

Grenzwerte Rechenregeln für konvergente Folgen an und bn mit

• es müssen Grenzwerte existieren


• aus der Existenz von lim (an+bn) folgt nicht das an und bn einzeln konvergieren!

Vergleichsprinzipien
Größenvergleich

! kleiner gleich ist wichtig, da z.B.

dann gilt nicht:

Sandwich-Prinzip

Majorantenprinzip für Nullfolgen bn ist nicht negative Nullfolge, c > 0 dann ist an mit |an| ≤ c ∙ bn auch Nullfolge
Minorantenprinzip für Unendlichfolgen bn ist Unendlichfolge, dann ist an mit an ≥ bn auch Unendlichfolge.

wichtige Folgen
Folge der natürlichen (an) mit an = n (1, 2, 3, 4, …) Unendlichfolge
Zahlen
Folge der Stammbrüche an = ⎯ (1, ⎯, ⎯, ⎯, … ) Nullfolge
harmonische Folge
alternierende harmonische Nullfolge
Folge

Potenzfolgen an = nk (1k, 2k, 3k, …) k ≥ 1: Unendlichfolge


k=1: Einsfolge
k ≤ -1: Nullfolge

rekursiv definierte Folgen a1 vorgeben, an+1 vorgegeben


(z.B. Fibonacci Zahlen)
geometrische Folge q > 1: Unendlichfolge

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geometrische Folge q > 1: Unendlichfolge
-1 < q < 1: Nullfolge
q ≤ -1: unbestimmt divergent
q = 1: Einsfolge

Strikt kontrahierende Folge Strikt kontrahierende Folgen


an (an) sind konvergent

Kehrwerte‼ 𝟏
⎯⎯ 𝐢𝐬𝐭 𝐔𝐧𝐞𝐧𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡𝐟𝐨𝐥𝐠𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐮𝐦𝐠𝐞𝐤𝐞𝐡𝐫𝐭!
ak ist Nullfolge 𝐚𝐤

𝑞 für alle q ∈ ℝ Nullfolge, weil


⎯⎯⎯
𝑛!

ist Nullfolge

ist Unendlichfolge

ist Nullfolge

ist Unendlichfolge

ist Unendlichfolge

ist Nullfolge

1 n 1 n
⎯⎯ ⎯⎯ Nullfolge ( 4 < 5)
n 4 n 4
Trick: 1 n
n nn − 1n − 2n − 3 ⎯⎯ Unendlichfolge ( 6 > 5)
= ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯ n 6
4 1 2 3 4
= n +a n +a n +a n +a 1 n+5
⎯⎯ konvergiert (Grad Zähler = Grad Nenner)
n 5
= ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯
!
(höchste Potenz ausklammern)
ist Nullfolge
  ⎯⎯
(√ 𝑛 = n * n)

ist Unendlichfolge

ist Unendlichfolge

ist Nullfolge

monotone Nullfolge, da

ist Nullfolge

wichtige Grenzwerte

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⎯⎯⎯ ⎯⎯⎯
𝑝 𝑝
lim ⎯⎯⎯𝑓ü𝑟 𝑝 ∈ ℤ ≠ 0 lim ⎯⎯⎯⎯
⎯⎯ = 𝑝
→ 𝑛 → √𝑛

analog für x → − ∞

= − ∞ für x → − ∞

Achtung Betrag, wenn x2 aus Wurzel gezogen wird


1 1
1 1 + ⎯⎯
𝑛 = lim 1 + ⎯⎯ = 𝑒
𝑙𝑖𝑚 ⎯⎯⎯⎯⎯ = 𝑙𝑖𝑚 ⎯⎯⎯⎯⎯ → 𝑛
→ 1 → 1
1 + ⎯⎯
𝑛

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wichtige Umformungen

Monotonie Eine Folge (an) heißt


• monoton wachsend, falls für alle n ∈ ℕ gilt:
an ≤ an+1 bzw. an < an+1 (streng monoton)
• monoton fallend, falls für alle n ∈ ℕ gilt:
an ≥ an+1 bzw. an > an+1 (streng monoton)

Folgerungen
• jede beschränkte, monotone Folge ist konvergent
• eine monotone Folge konvergiert genau dann wenn sie beschränkt ist
• unbeschränkte, monotone Folgen sind divergent
Häufungswert

• bei konvergenten Folgen ist der Häufungswert der Grenzwert.


• an = n hat keine Häufungswerte.
• Beschränkte, divergente Folgen haben mindestens zwei Häufungspunkte.
• z.B.

-> Folge ist beschränkt weil 1/n gegen 0 läuft aber alternierend, deswegen divergent
Satz von Bolzano- Jede beschränkte Folge reeller Zahlen besitzt eine konvergente Teilfolge.
Weierstraß Jede beschränkte Folge in ℝ besitzt mindestens einen Häufungswert.
Cauchy-Folge • Folge, bei der der Abstand der Folgenglieder im Verlauf der Folge beliebig klein wird
• jede Cauchy-Folge ist beschränkt
• jede konvergente Folge ist Cauchy-Folge
• jede Cauchy-Folge ist konvergent
Folge der Folge ak
Partialsummen
Folge sn = ∑ 𝑎 (Folgeglieder von ak summiert) ist Folge der Partialsummen
s1=a1, s2=a1+a2, s3=a1+a2+a3, s4= …

Folge der Partialsummen = unendliche Reihe ∑ 𝑎

Summe der Glieder einer Folge wird als Reihe bezeichnet


Reihen Konvergenz • Reihe ist konvergent, wenn die Folge der Partialsummen konvergiert
• Grenzwert = Wert der Reihe
• Reihen können konvergieren
• weil die Beträge der Glieder genügend schnell gegen Null streben = absolute Konvergenz
• aufgrund von Kürzungseffekt = bedinte Konvergenz
absolute • absolute Konvergenz: Reihe der Absolutbeträge ∑ |𝑎 | konvergiert
Konvergenz • absolut konvergente Reihen: jede Umordnung konvergiert gegen den gleichen Grenzwert (Umordnungssatz)
• es gibt konvergente Reihen, die nicht absolut konvergieren
Doppelreihen Doppelreihensatz von Cauchy
Konvergiert eine Doppelreihe in einer Anordnung absolut, so konvergiert
sie in jeder Umordnung gegen denselben Wert.
zeilenweise = spaltenweise = diagonalweise Summation

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Doppelreihen Doppelreihensatz von Cauchy
Konvergiert eine Doppelreihe in einer Anordnung absolut, so konvergiert
sie in jeder Umordnung gegen denselben Wert.
zeilenweise = spaltenweise = diagonalweise Summation

jede Zeile und jede Spalte ist unendliche Reihe


Cauchy’scher Produktsatz
Konvergieren die Reihen ak und bk absolut, so konvergiert das Cauchy
Produkt der Reihen absolut gegen ab.
Doppelreihen treten auf, wenn man zwei diagonalweise Summation der Reihe akbl:
unendliche Reihen formal miteinander
multipliziert

z.B.

Umordnung

Bekanntlich spielt bei einer endlichen Summe a1+a2+. . .+ an die Reihenfolge der Summanden keine Rolle, jede
Umordnung (= andere Reihenfolge) der Summanden f¨uhrt stets zur gleichen Summe. Bei unendlichen Reihen ist dies
anders.

Konvergenzkriterien

Folge ak ist Nullfolge
𝑎 𝑖𝑠𝑡 𝑘𝑜𝑛𝑣𝑒𝑟𝑔𝑒𝑛𝑡
=1
Folge ak ist Nullfolge heißt nicht dass Reihe ∑∞=1 𝑎 konvergent sein muss.
z.B. ∑ ⎯ = ∞ divergiert, obwohl Folge ⎯ Nullfolge ist.
Folge ak ist keine Nullfolge Reihe ∑∞=1 𝑎 divergiert
∑ 𝑎 ∑ 𝑎
Reihe mit nicht negativen Gliedern ak Reihe mit negativen Gliedern ak konvergiert genau dann, wenn die Folge der Partialsummen
konvergiert genau dann, wenn die Folge der nach unten beschränkt ist.
Partialsummen nach oben beschränkt ist.
Leibniz-Konvergenzkriterium für
alternierende Reihen

=> hier darf mit "aus Folge = monotone NF folgte Reihe konvergiert" argumentiert werden
Majorantenkriterium (ak), (bk) Zahlenfolgen mit |𝑎 | ≤ 𝑏 𝑓ü𝑟 (𝑓𝑎𝑠𝑡)𝑎𝑙𝑙𝑒 𝑘 ∈ ℕ
∞ ∞

𝑏 𝑘𝑜𝑛𝑣𝑒𝑟𝑔𝑒𝑛𝑡 ⇒ 𝑎 𝒂𝒃𝒔𝒐𝒍𝒖𝒕 𝑘𝑜𝑛𝑣𝑒𝑟𝑔𝑒𝑛𝑡
=1 =1

bk ist Majorante von ak


Minorantenkriterium (Divergenz) (ak), (bk) Zahlenfolgen mit 𝑎 ≤ 𝑏 𝑓ü𝑟 (𝑓𝑎𝑠𝑡)𝑎𝑙𝑙𝑒 𝑘 ∈ ℕ
∞ ∞

𝑎 = ∞ (𝑏𝑒𝑠𝑡𝑖𝑚𝑚𝑡 𝑑𝑖𝑣𝑒𝑟𝑔𝑒𝑛𝑡) ⇒ 𝑏 𝑏𝑒𝑠𝑡𝑖𝑚𝑚𝑡 𝑑𝑖𝑣𝑒𝑟𝑔𝑒𝑛𝑡
=1 =1

bk ist Minorante von ak


Quotientenkriterium

Wurzelkriterium

Rechenregeln für Grenzwerte


Voraussetzung ak und bk sind konvergente Folgen mit GW a und b
gilt

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gilt

gilt NICHT ∑ 𝑎 𝑏 ≠𝑎 𝑏

aber für Folgen gilt: lim(anbn) = ab

wichtige Reihen
geometrische Reihe q ≥ 1: bestimmt divergent mit Grenzwert
Unendlich
q ≤ -1: unbestimmt divergent
-1 < q < 1: konvergent
alternierende Vorzeichenwechsel dreht + im Nenner
geometrische Reihe des GW um

Variante der Start bei k=m bringt Faktor qm vor GW


geometrischen Reihe


harmonische Reihe 1 divergent
⎯⎯= ∞ (weil Folge der Stammbrüche monoton
𝑘 wachsend und unbeschränkt ist)
alternierende konvergiert, weil Folge ⎯ monotone
harmonische Reihe
Nullfolge ist (Leibnizkriterium)

Leibniz'sche Reihe konvergiert, weil Folge ⎯⎯⎯⎯monotone


Nullfolge ist (Leibnizkriterium)

Teleskopreihen z.B.

für Index startet bei k = 6: = ⎯ − lim → ⎯⎯⎯ = ⎯

wichtig: Partialbruchzerlegung

1. Nullstellen von Nennerberechnen


2. Partialbruchzerlegung bzw. "kleinere Klammer" - "größere
Klammer)
3. ersten Glieder ausschreiben
4. meistens bleibt das allererste Glied übrig, alle anderen kürzen sich
Varianten der 1 konvergiert für x > 1
harmonischen Reihe ⎯⎯⎯ divergiert für x ≤ 1
𝑘

daraus folgt:
1
⎯⎯⎯ = 𝑛 = ∞ 𝑑𝑖𝑣𝑒𝑟𝑔𝑖𝑒𝑟𝑡
𝑛

1
⎯⎯= ℎ𝑎𝑟𝑚𝑜𝑛𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝑅𝑒𝑖ℎ𝑒 𝑑𝑖𝑣𝑒𝑟𝑔𝑖𝑒𝑟𝑡
𝑛

  ⎯⎯
∑ ⎯ divergiert, weil √𝑘 = 𝑘 → 𝑥 = ⎯ < 1
⎯  ⎯⎯

1
⎯⎯⎯= 𝑘𝑜𝑛𝑣𝑒𝑟𝑔𝑖𝑒𝑟𝑡
𝑛
Exponentialreihe konvergiert absolut für alle x aus R mit
Quotientenkriterium

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für alle x, y aus R

analog:


1 konvergiert gegen e
⎯⎯
𝑛!
=0
konvergiert gegen e5

konvergiert

Indexverschiebung

Quotientenkriterium

Wurzelkriterium

Majorantenkriterium

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Leibnizkriterium

divergente Reihen
Reihenglieder sind Unendlichfolge

ak ist keine Nullfolge

geometrische Reihe mit q = -2

Minorante

weil ⎯⎯⎯⎯⎯=
  ⎯⎯⎯ ⎯⎯⎯ ⎯⎯⎯ 𝑢𝑛𝑑 ⎯⎯⎯ > 1
⎯  ⎯⎯⎯
√ √

Partialbruchzerlegung
1 A B A(k + 1) Bk A(k + 1) + Bk
⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯ = ⎯⎯+ ⎯⎯⎯⎯⎯= ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯+ ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯ = ⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯⎯
k(k + 1) k k + 1 k(k + 1) (k + 1)k k(k + 1)

1 = A(k + 1) + Bk
1 = Ak + A + Bk
1 = k(A + B) + A

I. (A + B) = 0
II. A + B = 1
Dezimalbrüche endliche Dezimalbrüche

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unendliche Dezimalbrüche

Ein Dezimalbruch heißt periodisch, wenn sich in Ziffernkombinationen in gleichen Blöcken wiederholen. Irrationale Zahlen sind nicht
periodisch.

Algorithmus zur Berechnung


72 8
0,72 = ⎯⎯= ⎯⎯
99 11
123
0,123 = ⎯⎯+ ⎯⎯ ⎯⎯⎯
999
123
0,71234 = 0,7 + 0,01234 = ⎯⎯+ ⎯⎯ 0,123 = ⎯⎯+ ⎯⎯ ⎯⎯⎯ 999
0,9 = 1
Funktionen 𝑓: 𝐷 → 𝑍 𝑚𝑖𝑡 𝐷𝑒𝑓𝑖𝑛𝑖𝑡𝑖𝑜𝑛𝑠𝑏𝑒𝑟𝑒𝑖𝑐ℎ 𝐷 𝑢𝑛𝑑 𝑍𝑖𝑒𝑙𝑏𝑒𝑟𝑒𝑖𝑐ℎ 𝑍.
Abbildung/Funktion f ordnet jedem x aus D ein f(x) aus Z zu.

𝑓(𝐷) = {𝑓(𝑥): 𝑥 ∈ 𝐷} 𝑖𝑠𝑡 𝑊𝑒𝑟𝑡𝑒𝑏𝑒𝑟𝑒𝑖𝑐ℎ 𝑏𝑧𝑤. 𝐵𝑖𝑙𝑑 𝑣𝑜𝑛 𝑓.


Folgen sind Abbildungen von ℕ → ℝ

Beispiele
konstante Funktion

Identität

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Identität

lineare Funktionen

Potenzfunktionen

quadratische
Funktionen

sind im Fall b2 - 4ac>0 die Nullstellen der allgemeinen


quadratischen Funktion f(x)=ax2+bx+c mit a ≠ 0
Polynome

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Polynome

Rationale Funktionen

Heaviside-Funktion

Signum-Funktion

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Signum-Funktion
(Vorzeichen)

Betragsfunktion

Floor-Funktion

Quadratwurzelfunktion

Exponentialfunktion

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Exponentialfunktion

exp(x) ist stetig im Punkt a= 0


exp(x) ist stetig auf ℝ
exp(x) ist bijektiv -> besitzt Umkehrfunktion

Treppenfunktion

Dirichlet-Funktion

injektiv jedem Element der Zielgruppe wird von höchstens einem x getroffen
für 𝑓: 𝐷 → 𝑍 injektiv gilt: aus f(x) = f(y) in Z folgt stets x = y in D
surjektiv jedes Element der Zielgruppe wird von mindestens einem x getroffen
(Zielbereich f(D) = Z Wertebereich)
bijektiv injektiv & surjektiv: jedes Element der Zielgruppe wird von genau 1 x getroffen

• Einschränkung einer Funktion 𝑓: 𝐷 → 𝑍


auf eine Teilmenge M des Definitionsbereichs D

• algebraische Operationen mit Funktionen auf demselben Definitionsbereich

• Verkettung

• Umkehrfunktion (nur für bijektive Funktionen)

g = f-1 (g ist Umkehrfunktion von f)

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g = f-1 (g ist Umkehrfunktion von f)
f-1(f(x)) = x
Stetigkeit Stetigkeit
Funktion f: D -> R mit Folge xn in D für stetige Funktionen gilt dann: stetig im Punkt a stetig auf D unstetig
wenn f in jedem Punkt wenn eine
x0 ist Grenzwert der Folge xn a aus D stetig ist Unstetigkeitsstelle a
Grenzwert der Bilder der Folge existiert
ist Bild des GW der Folge

für Folgen xn, die gegen GW a


konvergieren
• weiß man, dass xn Folge in f ist, gegen a konvergiert und f an der Stelle a stetig ist, so kennt man den GW

• Verkleinerung des Definitionsbereichs erhält die Stetigkeit


• Vergrößerung zerstört i.a. die Stetigkeit

• durch Einschränkung kann aus einer unstetigen Funktion eine stetige "Teilfunktion" werden

Operationen mit stetigen Funktionen

Gleichmäßige Stetigkeit

• globale Eigenschaft
• stärkere Eigenschaft als Stetigkeit

Dehnungsbeschränkt

• Dehnungsbeschränkte Funktionen sind auf ihrem Definitionsbereich gleichmäßig stetig.


• z.B. lineare Funktionen, Betragsfunktionen
• nicht gleichmäßig stetig: z.B. 𝑓(𝑥) = ⎯ 𝑎𝑢𝑓 𝑑𝑒𝑚 𝐼𝑛𝑡𝑒𝑟𝑣𝑎𝑙𝑙 (0, 1]

Stetige Fortsetzbarkeit gleichmäßig stetiger Funktionen

• g heißt stetige Fortsetzung von f: D → ℝ auf D


• Fortsetzungen sind auch immer gleichmäßig stetig
• gleichmäßig stetige Funktionen bilden Cauchy-Folgen auf Cauchy-Folgen ab

Berührpunkte

• alle Punkte in M sind Berührpunkte von M


• alle Grenzwerte von Folgen, die in M liegen, sind Berührpunkte
• a ist Berührpunkt, wenn es in jeder noch so kleinen "Umgebung von a" Elemente von M gibt
• Spezial: Berührpunkte von ℚ ist die Menge ℝ
• Menge der Berührpunkte D heißt Abschluss von D
Grenzwerte

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Grenzwerte

Limes x von unten gegen a von f(x) ist gleich b


von unten = von links

Limes x von oben gegen a von f(x) ist gleich b


von unten = von rechts

Grenzwerte für Funktionen


Polynome p(x) sind stetig auf ℝ

Grenzwerte gegen +/- Unendlich hängen


vom Vorzeichen des höchsten
Koeffizienten ab

Rationale Funktionen sind stetig auf ℝ mit q(x) ≠


0

Im Fall n > 0 ist D = ℝ.


Im Fall n = 0 ist f die konstante Einsfunktion auf
ℝ.
Im Fall n < 0 ist f definiert auf D = ℝ 0

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Exponentialfunktion exp(x) ist stetig auf ℝ
exp(x) ist injektiv auf ℝ

ist stetig auf ℝ≥0

Treppenfunktionen • stetig auf Intervallen auf denen sie konstant sind


• in den Grenzpunkten der Intervalle sind sie i.a.
unstetig
Dirichlet-Funktion • in jedem Punkt a aus ℝ unstetig
• eingeschränkte Funktionen

sind stetig Funktionen auf Q bzw. R\Q

Beispiele

läuft gegen 1 und -1


(x2 wird aus der Wurzel gezogen, dann Betrag unterscheiden)

Umformung: ⎯⎯⎯⎯⎯⎯=
( )
1 exp(x)

Substitution x2 = y, dann 0 geteilt durch 0 -> l'Hopital: Zähler und Nenner getrennt
ableiten und lim des abgeleiteten Bruchs ist dann der GW

-1 und 1 sind Berührpunkte, die nicht in D liegen

=> f ist stetig forsetzbar an der Stelle 1 mit Wert f(1) = 1

f ist stetig
es ex. ein f(a) ≤ 0:
f(-2) = exp(-2) - 4 < -3 < 0
und ein f(b) ≥ 0:
f(0) = exp(0) - 0 = 1 > 0
mit dem Zwischenwertsatz besitzt f eine Nullstelle zwischen -2 und 0
ist unstetig
stetige Funktionen bilden Intervalle auf Intervalle ab
{0, 1} ist kein Intervall
bestitz Maximum und Minimum auf R

ist unstetig
stetige Funktionen bilden kompakte Intervalle auf kompakte Intervalle ab
hier: kompaktes auf offenes Intervall

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hier: kompaktes auf offenes Intervall
kann stetig sein
z.B. f(x) = x
Verkettung von zwei stetigen Funktionen (Betrag und Exponentialfunktion bzw. 1/x und
exp(x)) ist wieder stetig

lim ↘ sin ⎯ existiert nicht => f ist unstetig in 0

f ist unstetig auf ℝ, da stetige Funktionen Intervalle auf Intervalle abbilden und ℝ\{0} ist
kein Intervall.
• Zwischenwertsatz

• f(a) und f(b) haben unterschiedliche Vorzeichen => zwischen a und b muss eine Nullstellen liegen

• Polynome von ungeraden Grad haben immer min. eine Nullstelle x ∈ ℝ d. h. p(x ) = 0
• stetige Funktionen bilden kompakte (geschlossene, beschränkte) Intervalle auf kompakte Intervalle ab
• dabei gilt:

• z.B.

p(-1) einsetzen > 1 und p(0) < 0 => NST dazwischen


Satz vom
Minimum und
Maximum
Extremalsatz

• Voraussetzung: Bildmenge f([a, b]) ist beschränkt mit f(xmin) ≤ f(x) ≤ f(xmax) für alle x ∈ [a, b]
• gilt nicht für offene, halboffene oder unendliche Intervalle, z.B.

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