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P&ID Marken 1

___________________
2
___________________
Einleitung

___________________
Vorbereitungen 3
COMOS
___________________
R&I-Objekte 4
Process
P&ID ___________________
Rohrleitungen 5

___________________
Positionen 6
Bedienhandbuch
___________________
Funktionen 7
Prozesskopplung und
Prozessanschluss einer 8
Funktion

___________________
R&I verwenden 9

___________________
Listen und Datenblätter 10

___________________
Pipe Easy 11
Spiegeln von
fließrichtungsrelevanten 12
Einbauteilen

___________________
Schnittstellen 13

___________________
Administration 14
___________________
Oberflächenreferenz 15

08/2011
A5E03640193-01
Rechtliche Hinweise
Rechtliche Hinweise
Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck
hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe
werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.

GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

VORSICHT
ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.

ACHTUNG
bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hinweis
nicht beachtet wird.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet.
Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben
Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung
qualifiziertem Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen
Dokumentation, insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist
auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu
erkennen und mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:

WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation
vorgesehenen Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen,
müssen diese von Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der
Produkte setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation,
Inbetriebnahme, Bedienung und Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen
eingehalten werden. Hinweise in den zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.

Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der
Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für
deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft.
Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige
Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.

Siemens AG A5E03640193-01 Copyright © Siemens AG 2011.


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Inhaltsverzeichnis

1 Marken..................................................................................................................................................... 13
2 Einleitung................................................................................................................................................. 15
3 Vorbereitungen ........................................................................................................................................ 17
3.1 Das Beispielprojekt ......................................................................................................................17
3.2 Anlagenstruktur anlegen ..............................................................................................................18
3.3 Dokument anlegen.......................................................................................................................18
3.4 Überblick über die R&I-Objekte ...................................................................................................19
4 R&I-Objekte ............................................................................................................................................. 21
4.1 Startkonfigurationen.....................................................................................................................21
4.2 Platzieren von Objekten auf dem Report.....................................................................................21
4.3 R&I-Objekte anschließen .............................................................................................................22
4.3.1 Anschlüsse...................................................................................................................................22
4.3.2 Objekte verbinden........................................................................................................................23
4.3.2.1 Einleitung .....................................................................................................................................23
4.3.2.2 Objekte über Anschlüsse verbinden ............................................................................................23
4.3.2.3 Objekte über eine Rohrleitung verbinden ....................................................................................24
4.3.2.4 R&I-Symbol beim Einfügen auf dem Report drehen....................................................................24
4.3.2.5 Automatische Zuweisung von Linientypen verwenden................................................................24
4.3.3 Anschlüsse im Navigator .............................................................................................................25
4.3.4 Datenaustausch über Anschlüsse ...............................................................................................26
4.3.5 Verbindungs-Inkonsistenzen........................................................................................................26
5 Rohrleitungen .......................................................................................................................................... 29
5.1 Übersicht ......................................................................................................................................29
5.2 Rohrleitung zeichnen ...................................................................................................................29
5.3 Rohrleitungsstrukturen.................................................................................................................31
5.4 Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen.................................................................................33
5.5 Rohrleitungen anschließen ..........................................................................................................33
5.5.1 Vorbereitete Anschlusspunkte .....................................................................................................33
5.5.2 Objekte von Anschlusspunkt zu Anschlusspunkt verbinden .......................................................34
5.5.3 Manuell Knickpunkte einzeichnen ...............................................................................................35
5.5.4 Mehrere Objekte gleichzeitig anschließen...................................................................................36
5.5.5 Rohrleitung nachträglich anschließen..........................................................................................37
5.5.6 Abzweige an Rohrleitungen .........................................................................................................39
5.5.7 Verbindung über dynamische Anschlusspunkte erzeugen..........................................................39
5.6 Rohrleitungen bearbeiten.............................................................................................................41
5.6.1 Rohrleitungsverlauf ändern..........................................................................................................41
5.6.2 Fließrichtung wechseln ................................................................................................................42
5.6.3 Zusätzliche Rohrleitungssymbole ein- und ausblenden ..............................................................43

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Inhaltsverzeichnis

5.7 Rohrleitungsfahnen ..................................................................................................................... 44


5.7.1 Beschriftungssymbole ................................................................................................................. 44
5.7.2 Rohrleitungsfahne manuell platzieren......................................................................................... 45
5.7.3 Rohrleitungsfahnen nachträglich verbinden................................................................................ 46
5.7.4 Position und Ausrichtung der Fahne ändern............................................................................... 47
5.7.5 Rohrleitungsfahne beim Löschen erhalten ................................................................................. 47
5.7.6 Rohrleitungsfahnen einblenden .................................................................................................. 48
5.7.7 Rohrleitungsfahnen ausblenden ................................................................................................. 48
5.7.8 Standardrohrleitungsfahnen........................................................................................................ 48
5.7.9 Standardrohrleitungsfahne einblenden ....................................................................................... 49
5.7.10 Standardrohrleitungsfahne ausblenden ...................................................................................... 50
5.7.11 Fahne für Rohrklassen relevante Informationen......................................................................... 50
5.8 R&I Grafiksymbole ...................................................................................................................... 51
5.9 Rohrleitungsunterbrechung einfügen.......................................................................................... 52
5.10 Datenfluss auf dem R&I-Report initiieren.................................................................................... 53
5.11 Rohrklassenabbildung durchführen ............................................................................................ 54
5.11.1 Auswahlmengen einer Rohrklassenabbildung............................................................................ 54
5.11.2 Rohrklassenabbildung auf einem R&I-Report............................................................................. 55
5.11.3 Rohrklassenabbildung über den Navigator................................................................................. 56
5.12 Blattübergreifende Rohrleitungen zeichnen................................................................................ 57
6 Positionen................................................................................................................................................ 59
6.1 Allgemein..................................................................................................................................... 59
6.2 Anlegen von Positionen .............................................................................................................. 60
6.2.1 Automatisch ................................................................................................................................ 60
6.2.2 Manuell........................................................................................................................................ 62
7 Funktionen............................................................................................................................................... 63
7.1 Allgemein..................................................................................................................................... 63
7.2 Messfunktion anlegen ................................................................................................................. 64
7.3 Funktionscode eintragen............................................................................................................. 66
7.4 Funktionscode und Stammobjektwechsel................................................................................... 68
7.5 Stellfunktion anlegen................................................................................................................... 68
7.6 Funktion verbinden...................................................................................................................... 69
7.7 Fließrichtung von Wirk- und Messlinien ...................................................................................... 70
7.8 Querverweise zwischen Wirklinien erzeugen ............................................................................. 71
7.9 Symbole: Funktionssymbole ....................................................................................................... 71
7.10 Darstellung auf Reports .............................................................................................................. 74
7.10.1 Neutrale Funktion........................................................................................................................ 74
7.10.2 Basissymbol ................................................................................................................................ 75
7.10.3 Optionale Grafiken ...................................................................................................................... 76
8 Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion ......................................................................... 77
8.1 Prozessanschluss erzeugen ....................................................................................................... 77

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4 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Inhaltsverzeichnis

8.2 Datenfluss ....................................................................................................................................78


8.3 Prozesskopplung Messfunktion ...................................................................................................79
8.3.1 Anschlüsse...................................................................................................................................80
8.3.2 Anschluss über Stutzen ...............................................................................................................81
8.3.3 Anschluss über Inlinegeräte.........................................................................................................82
8.3.4 Prozesskopplung wechseln .........................................................................................................82
8.4 Prozesskopplung Stellfunktion.....................................................................................................83
8.5 Prozesskopplung automatisch anlegen .......................................................................................83
8.6 Anzahl der Prozessanschlüsse....................................................................................................84
9 R&I verwenden ........................................................................................................................................ 85
9.1 AutoCAD-Daten importieren ........................................................................................................85
9.2 Verfahrenseinheiten.....................................................................................................................85
9.3 Ströme definieren.........................................................................................................................85
9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten...........................................................................................................86
9.4.1 Rohrleitungen über das Werkzeug "Verbindung" erzeugen ........................................................86
9.4.2 Standardrohrleitung zum Verbinden selektieren..........................................................................88
9.4.3 Rohrleitungen aus dem Navigator platzieren...............................................................................88
9.4.4 Auftrennungsmodus.....................................................................................................................89
9.4.4.1 Automatische Auftrennung der Rohrleitung bei Ein- und Zwischenbauteilen .............................89
9.4.4.2 Rohrleitung auftrennen ................................................................................................................90
9.4.4.3 Automatische Zusammenführung der Rohrleitung beim Ausbau von Bauteilen .........................91
9.4.5 Rohrleitung verlängern.................................................................................................................92
9.4.6 Rohrleitungen löschen .................................................................................................................92
9.4.7 Sonstiges zu Rohrleitungen .........................................................................................................93
9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten..........................................................................................94
9.5.1 Rohrleitungen mit Bauteilen verbinden........................................................................................94
9.5.2 Einbauteile unter der Rohrleitung einsortieren ............................................................................97
9.5.3 Bauteile automatisch sortieren.....................................................................................................98
9.5.4 Automatisierter Datenfluss...........................................................................................................99
9.5.5 Angeschlossene Bauteile nachträglich aktualisieren.................................................................100
9.6 Datenlinien / Wirklinien ..............................................................................................................101
9.7 Mit Funktionen auf Planungsseite arbeiten................................................................................102
9.7.1 Übersicht ....................................................................................................................................102
9.7.2 Im R&I-Plan arbeiten..................................................................................................................103
9.7.3 Nur im Navigator arbeiten ..........................................................................................................104
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is................................................................................................105
9.8.1 Überblick ....................................................................................................................................105
9.8.2 Die Einfügemodi.........................................................................................................................106
9.8.3 Basisalgorithmus........................................................................................................................107
9.8.4 Rohrleitungssegmente und Rohrleitungsabschnitte ..................................................................111
9.8.5 Funktionen / Positionen .............................................................................................................112
9.8.6 Beispiele: Kopieren und Einfügen..............................................................................................113
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is .......................................................................................115
9.9.1 Überblick ....................................................................................................................................115
9.9.2 Die Einfügemodi.........................................................................................................................115

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Inhaltsverzeichnis

9.9.3 Basisalgorithmus....................................................................................................................... 116


9.9.4 Rohrleitungssegmente und Rohrleitungsabschnitte ................................................................. 119
9.9.5 Funktionen und Positionen........................................................................................................ 120
9.9.6 Beispiele: Ausschneiden und Einfügen..................................................................................... 121
9.10 Verfahrenseinheiten öffnen / weitere Ebene............................................................................. 122
9.11 Hierarchische Strukturen........................................................................................................... 123
9.11.1 Werkzeug "Objekt zuweisen" .................................................................................................... 123
9.11.1.1 Objektzuweisung....................................................................................................................... 123
9.11.1.2 Bedienung ................................................................................................................................. 124
9.11.1.3 Zuweisungsmodus "Automatisch"............................................................................................. 124
9.11.1.4 Modus "Eigentümer setzen"...................................................................................................... 126
9.11.1.5 Spezialmodi............................................................................................................................... 127
9.11.2 Kategorien ................................................................................................................................. 127
9.12 Suchstrings und Querverweise ................................................................................................. 127
9.13 Grafische Einstellungen erweitern ............................................................................................ 128
9.14 Farbeinstellungen von Symbolen massenhaft ändern.............................................................. 128
9.15 Farbeinstellungen von Symbolen aktualisieren ........................................................................ 129
9.16 Editierbare Texte auf dem Report............................................................................................. 130
9.16.1 Editierbare Texte auf dem Report platzieren und bearbeiten ................................................... 130
9.16.2 Editierbare Texte zum Bearbeiten sperren ............................................................................... 130
9.17 Darstellung der editierbaren Texte auf dem Report ändern ..................................................... 131
9.18 Rohrleitungsmonitor .................................................................................................................. 131
9.19 Sonstiges................................................................................................................................... 132
10 Listen und Datenblätter.......................................................................................................................... 135
10.1 Anlegen von Datenblättern........................................................................................................ 135
10.2 Datenblätter bearbeiten............................................................................................................. 135
10.3 Anlegen und Verwenden von Listen ......................................................................................... 136
10.4 Apparate-/Stoffstromleiste des R&I steuern.............................................................................. 137
11 Pipe Easy .............................................................................................................................................. 139
11.1 Pipe Easy starten ...................................................................................................................... 139
11.2 Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen"................................................................................... 140
11.3 Registerkarte "Texte zuordnen" ................................................................................................ 140
11.4 Regeln erstellen ........................................................................................................................ 141
11.5 Registerkarte "Symbol erzeugen" ............................................................................................. 143
11.6 Symbole erzeugen .................................................................................................................... 143
11.7 Registerkarte "Zuweisung"........................................................................................................ 144
11.8 Importierte Stammobjekte mit Comos-Stammobjekten verlinken............................................. 144
12 Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen............................................................................... 145
12.1 Zielsetzung und Einsatzgebiet .................................................................................................. 145

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6 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Inhaltsverzeichnis

12.2 Betroffene Bauteile ....................................................................................................................145


12.3 Abbruchbedingungen.................................................................................................................145
12.4 Durchführung .............................................................................................................................146
12.4.1 Aufruf und Ergebnis ...................................................................................................................146
12.4.2 Besonderheiten ..........................................................................................................................148
12.5 Umgang mit Eckarmaturen ........................................................................................................152
12.6 Umgang mit Mehrwegeobjekten ................................................................................................153
13 Schnittstellen ......................................................................................................................................... 155
13.1 Conval ........................................................................................................................................155
13.2 PDS 2D-Import...........................................................................................................................155
13.2.1 Grundlagen ................................................................................................................................155
13.2.1.1 Ziel .............................................................................................................................................155
13.2.1.2 Prinzip ........................................................................................................................................155
13.2.1.3 Voraussetzungen .......................................................................................................................157
13.2.1.4 Arbeitsablauf ..............................................................................................................................157
13.2.2 Funktionsumfang .......................................................................................................................159
13.2.2.1 Überblick ....................................................................................................................................159
13.2.2.2 Einzelimport und Mehrfachimport ..............................................................................................160
13.2.2.3 Import der Zelldaten aus der PDS 2D-Datenbank .....................................................................160
13.2.2.4 Symboldarstellung .....................................................................................................................160
13.2.2.5 Umgang mit bereits existierenden R&I-Planungsobjekten ........................................................160
13.2.2.6 Eigentümerstruktur.....................................................................................................................161
13.2.2.7 Rohrleitungen.............................................................................................................................162
13.2.2.8 Messlinien und Wirklinien ..........................................................................................................162
13.2.2.9 Funktionen und Stellarmaturen..................................................................................................162
13.2.2.10 Textzellen importieren ..........................................................................................................163
13.2.2.11 Datenbankspezifische Importeinstellungen ..........................................................................163
13.2.2.12 Importprotokolle ....................................................................................................................164
13.2.3 Elemente und Grundeinstellungen ............................................................................................164
13.2.3.1 DB Choice-Objekt ......................................................................................................................164
13.2.3.2 DGN-Importobjekte ....................................................................................................................165
13.2.3.3 R&I-Stammobjekte.....................................................................................................................165
13.2.3.4 Importprotokoll ...........................................................................................................................166
13.2.4 PDS 2D-Import ausführen..........................................................................................................167
13.2.4.1 R&I mit DBChoice-Objekt verknüpfen .......................................................................................167
13.2.4.2 PDS-Import für ein R&I starten ..................................................................................................167
13.2.4.3 PDS-Import für mehrere R&Is starten........................................................................................167
13.3 DGN-Import................................................................................................................................168
13.3.1 Überblick ....................................................................................................................................168
13.3.2 Import von Grafiken ...................................................................................................................169
13.3.3 Anlegen von Objekten beim Import ...........................................................................................169
13.3.4 DGN-Datei importieren ..............................................................................................................169
13.3.5 Importdaten speichern ...............................................................................................................170
13.3.6 Import rückgängig machen ........................................................................................................171
13.3.7 Algorithmus zum Erzeugen der DGN-Stammobjekte ................................................................171
13.4 XMpLant-Export .........................................................................................................................172
13.4.1 Grundlagen ................................................................................................................................172
13.4.1.1 Der XMpLant-Standard ..............................................................................................................172

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Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 7
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13.4.1.2 Funktionsumfang des XMpLant-Exports in COMOS ................................................................ 173


13.4.1.3 Exportierte Eigentümerstruktur ................................................................................................. 174
13.4.1.4 Voraussetzungen ...................................................................................................................... 175
13.4.1.5 Arbeitsablauf ............................................................................................................................. 176
13.4.2 Elemente und Grundeinstellungen............................................................................................ 176
13.4.2.1 Registerkarte "XMpLant" administrieren ................................................................................... 176
13.4.2.2 Fest einprogrammierte PlantItem-Typen .................................................................................. 179
13.4.3 R&I in eine XMpLant-Datei exportieren .................................................................................... 179
13.5 XMpLant-Import ........................................................................................................................ 180
13.5.1 Grundlagen zum XMpLant-Import............................................................................................. 180
13.5.2 XMpLant-Zeichnung importieren............................................................................................... 180
14 Administration ........................................................................................................................................ 181
14.1 Struktur der Stammobjekte ....................................................................................................... 181
14.2 Anlagenstruktur ......................................................................................................................... 182
14.2.1 Allgemein................................................................................................................................... 182
14.2.2 Reports und Verwaltungsobjekte .............................................................................................. 182
14.3 Stammobjekte ........................................................................................................................... 184
14.3.1 Stammobjektknoten "@01 > PID > 01 Auswahlkatalog PI" ...................................................... 184
14.3.1.1 Kennzeichnung ......................................................................................................................... 184
14.3.1.2 Symbol ...................................................................................................................................... 185
14.3.1.3 Anschlüsse und Hilfsanschlüsse............................................................................................... 188
14.3.1.4 Attribute allgemein .................................................................................................................... 189
14.3.1.5 Registerkarte "SYS System" ..................................................................................................... 189
14.3.1.6 Elemente ................................................................................................................................... 191
14.3.2 Stammobjekt "@01 > PID > 01 > 01 > 03 Behälter"................................................................. 191
14.3.3 Stammobjekt "@01 > PID > 01 > 04 Armaturen"...................................................................... 192
14.3.4 Stammobjektknoten "@01 > PID > 98 Elemente" .................................................................... 192
14.3.4.1 Stammobjekt "@01 > PID > 98 > 05 Stutzen + Verbindungen"................................................ 193
14.3.5 Stammobjektknoten "@01 > PID > 99 Zusatzgrafiken und Symbolbau".................................. 194
14.3.5.1 Stammobjekt "@01 > PID > 99 > 01Beschriftungssymbole R&I" ............................................. 194
14.3.5.2 Stammobjektknoten "@01 > PID > 99 > 02 Grafiksymbole R&I" ............................................. 195
14.3.6 Stammobjektknoten "@02 > 200 Abfragen, Skripte, Importe, Entscheidungstabellen,
eBlocks" .................................................................................................................................... 199
14.3.6.1 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > Q Objektabfragen" ............................................................. 199
14.3.6.2 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > S Skriptbibliothek".............................................................. 199
14.3.6.3 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > X Importe".......................................................................... 199
14.3.7 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > Q > D01 Beschreibung der Analyseobjekte" ..................... 199
14.3.8 Stammobjektknoten "@03 > PID > 120 Dokumente" ............................................................... 199
14.3.9 Stammobjekt "@03 > PID > 600 Schnittstellen" ....................................................................... 199
14.3.10 Objektklassen der R&I-Objekte................................................................................................. 201
14.4 Auswahllisten für R&I ................................................................................................................ 202
14.4.1 Systemprojekt ........................................................................................................................... 202
14.4.2 Stammobjekte ........................................................................................................................... 202
14.5 Rohrleitungsstruktur .................................................................................................................. 204
14.5.1 Referenzen auf die Stammobjekte der Rohrleitungsstruktur .................................................... 204
14.5.2 Erste Ebene: Rohrleitung .......................................................................................................... 205
14.5.3 Zweite Ebene: Rohrleitungsabschnitt ....................................................................................... 205
14.5.4 Dritte Ebene: Rohrleitungssegmente (R&I)............................................................................... 206

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8 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Inhaltsverzeichnis

14.6 Attribute der Rohrleitungen ........................................................................................................207


14.7 Überschneidungen von Rohrleitungen auf dem Report ............................................................211
14.8 Mantelrohre ................................................................................................................................213
14.9 Implementierung der Fahne für Rohrklassen-relevante Informationen .....................................215
14.10 Sonstiges ...................................................................................................................................215
14.11 Rohrleitungs- und Kanalstrukturen ............................................................................................216
14.11.1 Rohrleitungs- und Kanalstrukturen verwenden..........................................................................216
14.11.2 Zusätzliche Rohrleitungsstrukturen anlegen..............................................................................217
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected......................................................................218
14.12.1 Einleitung ...................................................................................................................................218
14.12.2 Projekteigenschaften .................................................................................................................219
14.12.3 Datenfluss im Detail ...................................................................................................................219
14.12.4 Besonderheiten beim Aufruf der Funktion "UpdateConnected" ................................................220
14.12.5 Konfiguration ..............................................................................................................................220
14.12.5.1 Voraussetzungen ..................................................................................................................220
14.12.5.2 UpdateConnected aufrufen...................................................................................................221
14.12.5.3 Attributverknüpfung "Über Anschluss" konfigurieren............................................................221
14.12.5.4 Attributfamilien ......................................................................................................................222
14.12.5.5 Globals-Flagge......................................................................................................................224
14.12.5.6 Spalten des Fensters "Objekte aktualisieren" konfigurieren.................................................225
14.12.5.7 Script-Aufruf ..........................................................................................................................226
14.13 R&I Reports konfigurieren..........................................................................................................226
14.13.1 Dokumentenstammobjekte und ihre Eigenschaften ..................................................................226
14.13.2 Script-Optionen der Reportvorlagen ..........................................................................................228
14.13.3 Quadrant/Blattbereich ................................................................................................................228
14.13.4 Eigenschaften des RI-Reports ...................................................................................................228
14.14 Datenfluss bei Positionen ..........................................................................................................231
14.15 Struktur der Stammobjekte von Funktionen ..............................................................................232
14.15.1 "@02 > 030 > 00 Funktionen, allgemein" ..................................................................................232
14.15.2 "@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen" und "@02 > 030 > 00 > 02 Stellfunktionen"...............233
14.15.3 Ebenen unterhalb von "@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen"................................................233
14.15.4 "@02 > 030 > 00 > SE Strukturelemente für Funktionen" .........................................................234
14.15.5 "@10 @Y Attributekatalog > BAS @Y Allgemeine Attribute"....................................................234
14.15.6 Scripte ........................................................................................................................................234
14.16 Massenhaftes Ändern von Farbeinstellungen ...........................................................................237
14.16.1 Überblick ....................................................................................................................................237
14.16.2 Abfragen.....................................................................................................................................237
14.16.3 Schaltfläche "Farbe auswählen" ................................................................................................237
14.16.4 Modus "UseColorSets" aktivieren ..............................................................................................238
14.17 PDS 2D ......................................................................................................................................238
14.17.1 DB Choice-Objekt anlegen ........................................................................................................238
14.17.2 Verknüpfung der R&Is mit DB Choice-Objekten in Stammdaten administrieren.......................239
14.17.3 DB Choice-Objekt konfigurieren ................................................................................................239
14.17.4 Stammdatenstruktur an die DB Choice-Struktur anpassen.......................................................240
14.17.5 DGN-Importobjekte konfigurieren ..............................................................................................241
14.17.6 Symboldarstellung konfigurieren................................................................................................242
14.17.7 R&I-Stammobjekte konfigurieren ...............................................................................................243

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 9
Inhaltsverzeichnis

14.17.8 Umgang mit bereits existierenden R&I-Planungsobjekten konfigurieren ................................. 244


14.17.9 Textzelle als Objekt importieren................................................................................................ 247
14.17.10 Importscript implementieren...................................................................................................... 247
14.17.11 Variablen und Methoden zum Schreiben des Import-Scripts ................................................... 250
14.18 Konfigurationsdatei für den DGN-Import................................................................................... 252
14.18.1 Konfigurationsdatei "DGNImport1.xml"..................................................................................... 252
14.18.2 DGN-Linientyp einem COMOS-Linientyp zuweisen ................................................................. 253
14.18.3 DGN-Schicht einer COMOS-Schicht zuweisen ........................................................................ 254
14.18.4 DGN-Schrifttart einer Windows-Schriftart zuweisen ................................................................. 254
14.18.5 Zuweisung lösen ....................................................................................................................... 256
14.19 Pipe Easy .................................................................................................................................. 256
14.19.1 Schaltfläche "PipeEasy-Konvertierungsdialog anzeigen" in die Werkzeugleiste integrieren ... 256
14.19.2 Registerkarten des Fensters "Konvertierungseinstellungen".................................................... 257
14.19.3 Import von Daten....................................................................................................................... 257
14.19.4 Administration und Analyse der Daten...................................................................................... 257
14.19.5 Stammobjekte für Textregeln anlegen ...................................................................................... 258
14.20 Symbole .................................................................................................................................... 260
14.20.1 Größe der Anschlüsse der R&I-Objekte festlegen.................................................................... 260
14.20.2 Standardrohrleitungsfahnen...................................................................................................... 261
14.20.3 Symbole: Endsymbole .............................................................................................................. 262
14.21 Rotationskorrektur für PFD-Symbole einbauen ........................................................................ 262
14.22 Skalierungskorrektur für PFD/ R&I-Symbole einbauen ............................................................ 263
14.23 Suchfunktionen für R&I-Reports ............................................................................................... 263
14.23.1 GetDeviceConnectedToPipe..................................................................................................... 263
14.23.2 GetConnectorOfDeviceConnectedToPipe ................................................................................ 264
14.23.3 Suchmodi .................................................................................................................................. 265
14.24 Automatische Zuweisung von Linientypen konfigurieren.......................................................... 266
14.24.1 Grundlagen zur automatsichen Zuweisung von Linientypen .................................................... 266
14.24.2 Verwendete Bauteiltypen festlegen .......................................................................................... 267
14.24.3 Linientypen festlegen ................................................................................................................ 267
14.24.4 Attribut "SYS.LineTypeClass" zu den Attributen der Stammobjekte hinzufügen...................... 268
15 Oberflächenreferenz .............................................................................................................................. 269
15.1 Fenster "Rohrklassenabbildung"............................................................................................... 269
15.2 Optionen des Fensters "Erzeuge Verbindung" ......................................................................... 269
15.3 Projekteigenschaften................................................................................................................. 270
15.3.1 Kontrollelemente der Registerkarte "Verfahrenstechnik".......................................................... 270
15.4 Registerkarten und Attribute von Funktionen............................................................................ 271
15.4.1 Registerkarte "SYS System ...................................................................................................... 271
15.4.2 Registerkarte "RI Darstellung" .................................................................................................. 272
15.4.3 Registerkarten "IC110 Funktionsdaten Messort" bzw. Registerkarten "IC110
Funktionsdaten Stellort" ............................................................................................................ 273
15.4.4 Registerkarten "BAS021 Stoffdaten" und "BAS031 Prozessanschluss" .................................. 274
15.4.4.1 Allgemein................................................................................................................................... 274
15.4.4.2 Messfunktion mit Prozesskopplung Stutzen ............................................................................. 274
15.4.4.3 Messfunktion mit Prozesskopplung Inline-Gerät....................................................................... 275
15.4.4.4 Stellfunktion............................................................................................................................... 275

P&ID
10 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Inhaltsverzeichnis

15.4.5 Registerkarte "Prozessanschlussdaten" ....................................................................................275


15.5 PDS 2D ......................................................................................................................................276
15.5.1 Attribute des DB Choice-Objekts ...............................................................................................276
15.5.2 Attribute der Registerkarte "Daten aus der PDS-Datenbank" ...................................................278
15.6 XMpLant.....................................................................................................................................280
15.6.1 Attribute der Registerkarte "XMpLant" .......................................................................................280
15.6.2 Auswahllisten .............................................................................................................................281
15.7 DGN ...........................................................................................................................................283
15.7.1 Fenster "Zeichnung importieren und auflösen"..........................................................................283
15.7.2 Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen" ...........................................................284
15.7.3 Fenster "Optionen".....................................................................................................................287
15.8 Pipe Easy ...................................................................................................................................291
15.8.1 Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen" ...................................................................................291
15.8.1.1 Aktion "Rohrleitungen erzeugen" ...............................................................................................292
15.8.1.2 Aktionen "Konvertierte Linien löschen", "Konvertierte Linien ausblenden" und
"Konvertierte Linien einblenden"................................................................................................293
15.8.1.3 Aktion "Zu kurze Linien löschen" ...............................................................................................293
15.8.1.4 Aktion "Linien neu sammeln" .....................................................................................................293
15.8.2 Registerkarte "Texte zuordnen" .................................................................................................294
15.8.2.1 Aktion "Regel anwenden" ..........................................................................................................295
15.8.2.2 Aktion "Alle Regeln anwenden" .................................................................................................295
15.8.2.3 Aktionen "Konvertierte Texte löschen", "Konvertierte Texte ausblenden" und "Konvertierte
Texte einblenden" ......................................................................................................................296
15.8.2.4 Aktion "Leere Texte löschen".....................................................................................................296
15.8.3 Kontrollelemente der Registerkarte "Symbol erzeugen"............................................................296
15.8.4 Kontrollelemente der Registerkarte "Zuweisung" ......................................................................297

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 11
Inhaltsverzeichnis

P&ID
12 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Marken 1
Marken
Eingetragener Schutzrechtsvermerk: COMOS®

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 13
Marken

P&ID
14 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Einleitung 2
Überblick
Das Modul "P&ID" ist ein Werkzeug mit dem Sie schnell und effektiv Rohrleitungs- und
Instrumentierungsfließbilder erstellen.

Zeichnungen erstellen
Die Zeichnungen erstellen Sie einfach per Drag&Drop. Dafür stellt das Modul "P&ID"
Symbolleisten und Werkzeuge zum Zeichnen zur Verfügung. In einer umfangreichen
Bibliothek stehen Ihnen vorgefertigte Objekte z.B. für Filter, Rührer oder Kühleinrichtungen
zur Verfügung.
Alternativ können Sie eigene Objekte erstellen.
Alle Objekte verarbeiten und transportieren Daten. Außerdem sind Objekte mit anderen
Objekten verknüpft.

Verfahrensdaten
In COMOS werden keine Verfahrensdaten errechnet. Diese Aufgabe wird in der Regel von
Simulatoren abgedeckt.

Objekte
Das Modul "P&ID" stellt für die Nutzung und Verwaltung von Rohrleitungen eine eigene
Objektklasse zur Verfügung. Es gibt viele Hilfsobjekte für Rohrleitungen, wie Blattverweise,
Rohrleitungsunterbrechungen und Beschriftungssymbole. Alle Hilfsobjekte reagieren
automatisch auf Änderungen der Datenbasis oder auf Änderungen in den Fließbildern.
Auch Wirklinien werden unterstützt und als objektlose Verbindungen angeboten.
Außerdem sind automatische Apparate- und Stoffstromleisten sowie spezialisierte
Messfunktionen im Funktionsumfang enthalten.

Siehe auch
Apparate-/Stoffstromleiste des R&I steuern (Seite 137)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 15
Einleitung

P&ID
16 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Vorbereitungen 3
3.1 Das Beispielprojekt

Voraussetzung
Eine COMOS-DB st geöffnet.

Vorbereitung
Öffnen Sie in COMOS Projekt "COMOS_VT Reindestillation".

In diesem Projekt sind bereits alle Voreinstellungen vollzogen, die für ein R&I-Schema
nützlich sind. Wenn Sie die Voreinstellungen ändern möchten, wenden Sie sich an den
zuständigen Administrator.
In dem Beispielprojekt ist bereits eine Anlage angelegt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 17
Vorbereitungen
3.2 Anlagenstruktur anlegen

3.2 Anlagenstruktur anlegen

Einleitung
In der Regel existiert die Anlagenstruktur bereits oder wird von den Mitarbeitern anderer
Abteilungen erstellt.

Vorgehen
Um eine neue Anlage anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Anlage".
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Projekt.
3. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Neu" und das gewünschte Objekt.
Alle Objekte unterhalb des Trennstrichs im Kontextmenü sind so vorbereitet, dass Sie
ohne weitere Vorbereitungen mit Ihnen arbeiten können.
4. Um mit der gleichen Anlagenstruktur zu arbeiten, die dieses Handbuch verwendet,
selektieren Sie den Befehl "U01 Werk/Gebäude/Produktion nach EN Standard".
Die Anlange wird im Navigator unterhalb des Projektknotens angelegt.
5. Klicken Sie im Navigator mir der rechten Maustaste auf die Anlage.
6. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Neu > Anlage".
Eine Hauptanlage wird angelegt.
7. Klicken Sie im Navigator mir der rechten Maustaste auf die Hauptanlage.
8. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Neu > Teilanlage".

Ergebnis
Die Anlagenstruktur ist angelegt.

3.3 Dokument anlegen

Einleitung
R&I-Zeichnungen, Fließschemata und andere Pläne werden in COMOS auch als Reports
bezeichnet.

Vorgehen
Um einen Report anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Teilanlage.
2. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Neu" und den gewünschten Report.

P&ID
18 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Vorbereitungen
3.4 Überblick über die R&I-Objekte

Ergebnis
Der Report wird unterhalb der Teilanlage im Navigator angelegt.

Vordefinierte Reports
Im Kontextmenü sind mehrere vordefinierte Reports verfügbar. Bereits ein leeres Dokument
enthält eine Vielzahl automatischer Funktionen, die Ihnen die Arbeit erleichtern.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung
von Reports" und in der Schnellstart "Basic", Stichwort "Reports".

3.4 Überblick über die R&I-Objekte


Wenn Sie mit dem Modul "P&ID" arbeiten, verwenden Sie die folgenden Objektarten:

R&I-Stammobjekte
COMOS wird mit einer umfangreichen Bibliothek vorgefertigter R&I-Objekte ausgeliefert.
Jedes R&I-Objekt, das Sie im Planungsprojekt anlegen, basiert auf einem Stammobjekt.
Siehe auch Kapitel R&I-Objekte (Seite 21).

Rohrleitungen
Rohrleitungen gehören zu den R&I-Objekten. Siehe auch Kapitel Rohrleitungen (Seite 29).

Funktionen
Funktionen sind Objekte, die eine Schnittstelle zwischen dem R&I-Bereich und dem MSR-
Bereich bilden. Sie besitzen zahlreiche Automatismen und werden ebenfalls separat
behandelt. Siehe auch Kapitel Funktionen (Seite 63).

R&I Beschriftungssymbole
R&I-Beschriftungssymbole sind Beschriftungen von Bauteilen. Es handelt sich um Objekte,
die nur auf dem Report, aber nicht im Navigator existieren. Sie lesen lediglich die Daten
ihres verbundenen Bauteils aus und stellen diese auf dem Report dar. Deshalb werden sie
auch als Fahnen bezeichnet. Sie können sowohl reinen Text als auch andere grafische
Elemente enthalten.
In der COMOS-DB sind im Stammobjektknoten "@01 > PID > 99 > 01 Beschriftungssymbole
R&I" verschiedene Beschriftungssymbole vorbereitet. Die meisten der vorbereiteten
Beschriftungssymbole sind für Rohrleitungen definiert. Siehe auch Kapitel
Rohrleitungsfahnen (Seite 44).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 19
Vorbereitungen
3.4 Überblick über die R&I-Objekte

R&I Grafiksymbole
Wie bei den R&I-Beschriftungssymbolen handelt es sich auch bei R&I Grafiksymbolen um
Objekte, die rein grafische Ergänzungen einer Zeichnung sind und die weder bestellt werden
können noch auf Stücklisten ausgewertet werden.
Anders als bei R&I-Beschriftungssymbolen wird für R&I-Grafiksymbole jedoch ein Objekt im
Navigator angelegt. Siehe auch Kapitel R&I Grafiksymbole (Seite 51).

Attributstexte
Sie können Attribute per Drag&Drop auf den Report ziehen. Der gespeicherte Wert wird
ausgegeben. Siehe auch Kapitel Editierbare Texte auf dem Report platzieren und bearbeiten
(Seite 130).
Die Darstellung der Attribute auf dem Report können Sie anpassen. Siehe auch Kapitel
Darstellung der editierbaren Texte auf dem Report ändern (Seite 131).

P&ID
20 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I-Objekte 4
4.1 Startkonfigurationen

Projekteigenschaften
Comos durchsucht zunächst die Projekteigenschaften des geöffneten Planungsprojekts.
Dabei sind die Einstellungen der Registerkarte "Optionen > Verfahrenstechnik" relevant.
Siehe auch Kontrollelemente der Registerkarte "Verfahrenstechnik" (Seite 270).
Wenn Sie auf dieser Registerkarte keine Einstellungen vorgenommen haben, verwendet
Comos die Einstellungen des Stammobjekts.

4.2 Platzieren von Objekten auf dem Report

Einleitung
Wenn Sie ein R&I-Objekt auf einem interaktiven R&I-Report platzieren, wird auf dem Report
das Symbol des R&I-Objekts ausgegeben. Das Symbol ist die grafische Repräsentation des
Objekts.

Platzieren von Objekten


Es gibt vier Wege, um ein Objekt auf einem Report zu platzieren:
● über die Stammobjektsymbolleiste, die im Report vorbereitet ist
● über die Registerkarte "Stammobjekte" im Navigator
● über die Registerkarte "Anlage" im Navigator
● über das Platzieren eines anderen Reports oder einer Kopiervorlage auf dem R&I-Report

Objekte im Navigator
Wenn Sie ein Objekt aus der Stammobjektsymbolleiste, von der Registerkarte
"Stammobjekte" im Navigator oder über eine Kopiervorlage auf dem Report platzieren, wird
dieses Objekt als Planungsobjekt standardmäßig im Navigator unterhalb des Reports
angelegt.
Der zuständige Administrator hat die Möglichkeit den Report so zu konfigurieren, dass die
Objekte im Navigator nach Kategorien getrennt in die Ordner unterhalb der Teilanlage
einsortiert werden.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 21
R&I-Objekte
4.3 R&I-Objekte anschließen

Beispiel

Unter Dokument In Kategorie

Siehe auch
Bauteile automatisch sortieren (Seite 98)

4.3 R&I-Objekte anschließen

4.3.1 Anschlüsse

Überblick
Anschlüsse sind COMOS-Objekte, die die Verbindungen des R&I-Objekts repräsentieren.
COMOS erkennt, ob der Anschluss ein Eingang oder Ausgang ist und welchen Anschluss-
Typ er besitzt. Diese Informationen werden in den Eigenschaften des Anschlusses
angezeigt.

Navigator und Report


Anschlüsse existieren sowohl im Navigator als auch auf interaktiven Reports. Im Navigator
liegen sie immer unterhalb des R&I-Objekts. Im interaktiven Report werden sie durch einen
kleinen Kreis symbolisiert, der an das Symbol des R&I-Objekts angehängt ist. Dieser Kreis
wird auch Anschlusspunkt genannt.

P&ID
22 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I-Objekte
4.3 R&I-Objekte anschließen

Automatisches Anlegen von Anschlüssen


Die meisten Anschlüsse werden automatisch mit ihrem Bauteil angelegt, unabhängig davon,
ob das Bauteil verbunden ist oder nicht. Für Bauteile, die eine variable Anzahl von
Anschlüssen haben können, werden die Anschlüsse erst angelegt, wenn Sie das Bauteil
verbinden. Diese Anschlüsse werden dynamische Anschlüsse genannt.

4.3.2 Objekte verbinden

4.3.2.1 Einleitung
Wenn Sie ein R&I-Objekt auf einem Report platzieren, müssen Sie entscheiden, ob Sie das
Objekt direkt über die Anschlüsse der Objekte an ein anderes R&I-Objekt anschließen
möchten oder über Rohrleitungen und Mess- und Wirklinien.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit das Objekt sofort beim Platzieren zu verbinden oder es
erst zu platzieren und nachträglich anzuschließen.

4.3.2.2 Objekte über Anschlüsse verbinden

Vorgehen
Um R&I-Objekte direkt über die Anschlüsse der Objekte miteinander zu verbinden, gehen
Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie das Symbol des Objekts auf dem Report.
2. Positionieren Sie das Symbol per Drag&Drop so, dass ein Anschluss des Symbols auf
dem Anschluss eines anderen Symbols liegt.
Die Objekte werden über ihre Anschlüsse miteinander verbunden.

Beispiel

Vor Drag&Drop

Nach Drag&Drop

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 23
R&I-Objekte
4.3 R&I-Objekte anschließen

4.3.2.3 Objekte über eine Rohrleitung verbinden


Wenn Sie mit Funktionen arbeiten, verbinden Sie Objekte über Messlinien und Wirklinien.
Siehe auch Kapitel Automatische Auftrennung der Rohrleitung bei Ein- und
Zwischenbauteilen (Seite 89).
In der Regel werden Objekte auf einem R&I-Report über eine Rohrleitung miteinander
verbunden.
Um Objekte über eine Rohrleitung zu verbinden, wählen Sie eine der folgenden
Möglichkeiten:
● Wenn auf dem Report bereits eine Rohrleitung eingezeichnet ist, ziehen Sie das R&I-
Objekt auf den Report und platzieren Sie es auf der Rohrleitung.
● Wenn auf dem Report keine Rohrleitung vorhanden ist, platzieren Sie das R&I-Objekt auf
einer leeren Stelle des Reports. Verbinden Sie es danach mit Hilfe des Werkzeugs
"Verbindung". Siehe auch Kapitel Rohrleitungen anschließen (Seite 33).

Siehe auch
Funktionen (Seite 63)

4.3.2.4 R&I-Symbol beim Einfügen auf dem Report drehen


COMOS dreht R&I-Symbole, die Sie auf bereits vorhandene Verbindungen auf einem Report
ziehen, automatisch in die richtige Fließrichtung. Alternativ können Sie das R&I-Symbol beim
Einfügen manuell in 90°-Schritten drehen. Drücken Sie hierzu beim Einfügen <Leertaste>.
Sobald Sie ein R&I-Symbol manuell mit <Leertaste> drehen, ist die automatische
Symboldrehung von COMOS für diese Aktion außer Kraft gesetzt.
Sie können die R&I-Symbole auch nachträglich drehen. Siehe auch Kapitel Sonstiges
(Seite 132).

4.3.2.5 Automatische Zuweisung von Linientypen verwenden

Voraussetzung
Die automatische Zuweisung von Linientypen ist von Ihrem Administrator konfiguriert. Siehe
auch Automatische Zuweisung von Linientypen konfigurieren (Seite 266).

Vorgehen
Um automatische Linientypen zu verwenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Platzieren Sie das R&I-Objekt auf dem Report.
2. Öffnen Sie die Eigenschaften des R&I-Objekts.

P&ID
24 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I-Objekte
4.3 R&I-Objekte anschließen

3. Selektieren Sie folgende Registerkarte:


– Für Bauteile: "Attribute > Systeminformationen"
– Für Funktionen: "Attribute > System"
4. Wählen Sie aus der Liste "Bauteiltyp" den gewünschten Bauteiltyp aus.

Ergebnis
Wenn Sie zwei R&I-Objekte verbinden, für die Sie das Attribut "Bauteiltyp" festgelegt haben
und für die ein automatischer Linientyp definiert ist, erzeugt COMOS automatisch eine
Verbindung mit den festgelegten grafischen Eigenschaften.

4.3.3 Anschlüsse im Navigator

Überblick
Wenn Sie zwei Objekte auf einem Report miteinander verbinden, wird diese Verbindung
automatisch im Navigator an den Anschlüssen der Objekte eingetragen:

Wenn Sie zwei Objekte im Navigator miteinander verbinden, wird diese Verbindung im
Report nicht automatisch grafisch dargestellt. Verbinden Sie die Objekte manuell
miteinander.

Siehe auch
Rohrleitungen anschließen (Seite 33)
Automatische Auftrennung der Rohrleitung bei Ein- und Zwischenbauteilen (Seite 89)
Automatisierter Datenfluss (Seite 99)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 25
R&I-Objekte
4.3 R&I-Objekte anschließen

4.3.4 Datenaustausch über Anschlüsse


Die Anschlüsse von zwei miteinander verbundenen Objekten können Daten austauschen.

Beispiel
Die technischen Daten und die Stoffdaten eines Rohrleitungsabschnitts werden automatisch
an alle R&I-Bauteile weitergegeben, die über ihre Anschlüsse mit diesem
Rohrleitungsabschnitt verbunden sind.

Siehe auch
Automatisierter Datenfluss (Seite 99)

4.3.5 Verbindungs-Inkonsistenzen

Darstellung von Verbindungs-Inkonsistenzen


Wenn auf einem R&I-Report Verbindungs-Inkonsisten auftreteten, stellt COMOS diese
Inkonsistenzen auf dem R&I-Report und im Navigator rot dar. So erkennen Sie vorhandene
Verbindungs-Inkonsistenzen auf einen Blick.

Hinweis
Damit COMOS die Verbindungs-Inkonsistenzen farbig darstellt, müssen Sie die
Reportoption DrawScriptConnectorColor = true setzen.

Folgende Inkonsistenzen werden angezeigt:

P&ID
26 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I-Objekte
4.3 R&I-Objekte anschließen

● Bauteil-Inkonsistenz
Ein Bauteil ist inkonsistent, wenn das zugehörige Planungsobjekt nicht mehr existiert
oder die Verbindungsinformation zu dem Planungsobjekt nicht mehr vorhanden ist.

● Fließrichtungs-Inkonsitenz
Eine Fließrichtungs-Inkonsistenz tritt auf, wenn Sie zwei R&I-Objekte miteinander
verbinden, die entgegengesetzte Fließrichtungen besitzen.

Wenn Sie versuchen ein R&I-Objekt entgegen seiner Fließrichtung anzuschließen, hebt
COMOS dieses R&I-Objekt blassrot hervor.
● Mehrfachbelegungs-Inkonsistenz
Ein Anschluss ist inkonsistent, wenn Sie den Anschluss im Navigator mit einer anderen
Rohrleitung verbinden als auf dem R&I-Report.
COMOS unterscheidet hierbei folgendes:
– Der Anschluss wird als rot ausgefüllter Kreis dargestellt, wenn das andere R&I-Objekt
eine Rohrleitung ist.

– Der Anschluss wird als roter, nicht ausgefüllter Kreis dargestellt, wenn das andere
R&I-Objekt ein Bauteil ist.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 27
R&I-Objekte
4.3 R&I-Objekte anschließen

P&ID
28 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen 5
5.1 Übersicht

Struktur
COMOS schreibt eine dreistufige Rohrleitungsstruktur vor:
● Rohrleitung (Container)
● Rohrleitungsabschnitt
● P&ID: Rohrleitungssegment, Isometrics: Rohrleitung

Anlegen von Objekten


In der Regel legen Sie die Objekte im Planungsprojekt an. Wenn Sie auf einem interaktiven
Report mit dem Werkzeug "Verbindung" zeichnen, werden die entsprechenden Objekte
automatisch im Navigator angelegt.

Auftrennen von Rohrleitungen


Wenn Sie auf dem Report ein Einbauteil auf einer Rohrleitung absetzen, wird die
Rohrleitung, abhängig von den Einstellungen am Bauteil, aufgeteilt. Siehe auch Kapitel
Rohrleitung auftrennen (Seite 90).

5.2 Rohrleitung zeichnen

Voraussetzung
Ein interaktiver Report vom Typ "R&I" ist geöffnet.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 29
Rohrleitungen
5.2 Rohrleitung zeichnen

Vorgehen
Um eine Rohrleitung zu zeichnen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie in der Werkzeugleiste des Reports das Werkzeug "Verbindung".
2. Um den Anfangspunkt der Rohrleitung zu bestimmen, klicken Sie mit der linken
Maustaste auf die Arbeitsfläche des Reports.

3. Wenn Sie möchten, dass die Rohrleitung nicht nur rechtwinklig sondern auch schräg
verläuft, selektieren Sie in der Werkzeugleiste die Option "Schräg".
4. Wenn Sie mit Rohrklassen arbeiten, selektieren Sie in der Werkzeugleiste die
gewünschte Rohrklasse und die Nennweite.
5. Um den Rohrleitungsverlauf zu bestimmen und Zwischenpunkte zu definieren, bewegen
Sie den Mauszeiger über den Report und klicken dabei mit der linken Maustaste.
Die Fließrichtung entspricht dabei der Richtung, in der Sie die Rohrleitung zeichnen. Die
Fließrichtung wird am Anfang der Rohrleitung als Pfeilspitze auf der Leitung dargestellt.

6. Um das Ende der Rohrleitung zu bestimmen, klicken Sie mit der rechten Maustaste an
die gewünschte Stelle auf dem Report.

Ergebnis
Auf dem Report wird eine durchgehende Linie (Polylinie) angezeigt. Im Hintergrund werden
die entsprechenden Rohrleitungsobjekte erzeugt und im Navigator angelegt.
Über die Anfasspunkte der Rohrleitung können Sie den Verlauf der Rohrleitung auch noch
nachträglich ändern. Siehe auch Kapitel Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen
(Seite 33).

P&ID
30 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.3 Rohrleitungsstrukturen

5.3 Rohrleitungsstrukturen

Dreistufige Rohrleitungsstruktur
Wenn Sie im Report eine neue Rohrleitung zeichnen, wird in den Planungsdaten
standardmäßig eine dreistufige Rohrleitungsstruktur angelegt:

Rohrleitung
Auf der obersten Ebene wird eine Rohrleitung angelegt. Dieses Objekt sammelt und
verwaltet Rohrleitungsabschnitte und -segmente. In der Regel entspricht ein
Rohrleitungsobjekt einem gesamten Rohrleitungsstrang.

Rohrleitungsabschnitt
Unter dem Rohrleitungsobjekt werden Rohrleitungsabschnitte erzeugt.
Rohrleitungsabschnitte sind die eigentlichen Datenträger. Sie kapseln Datensprünge
innerhalb einer Rohrleitung.
Der Rohrleitungsabschnitt übernimmt automatisch einige Daten der Rohrleitung, z.B. die
Registerkarte "Technische Daten". Alle anderen Daten tragen Sie in den Eigenschaften am
Rohrleitungsabschnitt ein.
Wenn Sie einen Rohrleitungsabschnitt auf dem Report platzieren, ordnet COMOS diesem
Rohrleitungsabschnitt automatisch ein Standard-Rohrleitungssegment zu und fügt dieses
Rohrleitungssegment auf dem Report ein.
Wenn Sie die Rohrleitung auf dem Report mit Einbauteilen verbinden, wird die Rohrleitung je
nach Auftrennungsmodus des Bauteils weiter unterteilt. Entweder wird ein neuer
Rohrleitungsabschnitt mit Standard-Rohrleitungssegment erzeugt oder der bestehende
Rohrleitungsabschnitt wird in Rohrleitungssegmente aufgeteilt.

Rohrleitungssegment
Rohrleitungssegmente bilden die unterste Ebene der Rohrleitungsstruktur. Sie besitzen
keine eigenen Registerkarten.
Rohrleitungssegmente sind auf dem Report platziert. Wenn Sie im Report eine
eingezeichnete Rohrleitung selektieren und im Kontextmenü den Befehl "Navigieren >
Objekt" selektieren, wird im Navigator das Rohrleitungssegment markiert.

Mit dem Verbindungswerkzeug weiterarbeiten


Wenn Sie im Planungsprojekt aus dem Navigator ein Rohrleitungsobjekt auf den Report
ziehen und dann mit dem Werkzeug "Verbindung" weiterarbeiten, werden die neuen
Rohrleitungsabschnitte und Rohrleitungssegmente direkt unter dem Rohrleitungsobjekt
angelegt, das Sie auf den Report gezogen haben.
Ergebnis:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 31
Rohrleitungen
5.3 Rohrleitungsstrukturen

Wenn Sie einen Rohrleitungsabschnitt per Drag&Drop aus dem Navigator auf den Report
ziehen und mit dem Werkzeug "Verbindung" weiterarbeiten, wird der Rohrleitungsabschnitt,
den Sie auf den Report gezogen haben, segmentiert und die neu eingezeichnete
Verbindung als Rohrleitungssegment angelegt.
Ergebnis:

Die neuen Rohrleitungssegmente werden alle unter dem gleichen Rohrleitungsabschnitt


angelegt.

Siehe auch
Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen (Seite 33)

P&ID
32 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.4 Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen

5.4 Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen


Zwei sich kreuzende Rohrleitungen können auf unterschiedliche Weise dargestellt werden:

Die Rohrleitungen schneiden sich.

Die senkrechte Rohrleitung überbrückt die


waagerechte durch einen Halbkreis.

Die senkrechte Rohrleitung wird optisch


unterbrochen.

Die Anzeige dieser Varianten erfolgt automatisch. Die Darstellung hängt von den
Einstellungen im Optionen-Script der Reportvorlage ab.

Siehe auch
Vorbereitete Anschlusspunkte (Seite 33)
Standardrohrleitungsfahnen (Seite 48)
Überschneidungen von Rohrleitungen auf dem Report (Seite 211)

5.5 Rohrleitungen anschließen

5.5.1 Vorbereitete Anschlusspunkte


Vorbereitete Anschlüsse eines Bauteils werden bereits am unverbundenen Symbol durch
einen Punkt oder kleinen Kreis dargestellt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 33
Rohrleitungen
5.5 Rohrleitungen anschließen

Werkzeug "Verbindung"
Wenn das Werkzeug "Verbindung" aktiviert ist und Sie einen vordefinierten Anschlusspunkt
berühren, wird über dem Anschlusspunkt ein grauer Punkt eingeblendet und das zugehörige
Objekt färbt sich gelb.

Hinweis
Wenn Sie versuchen ein Objekt entgegen seiner Fließrichtung anzuschließen, färbt COMOS
das Objekt blassrot.

Siehe auch
Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen (Seite 33)
Objekte von Anschlusspunkt zu Anschlusspunkt verbinden (Seite 34)
Manuell Knickpunkte einzeichnen (Seite 35)
Mehrere Objekte gleichzeitig anschließen (Seite 36)

5.5.2 Objekte von Anschlusspunkt zu Anschlusspunkt verbinden

Vorgehen
Um Objekte über Ihre Anschlusspunkte mit einer Rohrleitung zu verbinden, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Aktivieren Sie in der Werkzeugleiste des Reports das Werkzeug "Verbindung".
2. Berühren Sie mit der Maus einen vordefinierten Anschlusspunkt.
3. Um den Anfangspunkt der Rohrleitung zu definieren, klicken Sie auf den Anschlusspunkt.

P&ID
34 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.5 Rohrleitungen anschließen

4. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf den Anschlusspunkt des Objekts, das Sie mit
dem Objekt aus Schritt 3 verbinden möchten.

5. Um den Endpunkt der Rohrleitung zu definieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den Anschlusspunkt.

Ergebnis
Eine rechtwinklige Rohrleitung wird angelegt.

Wenn Sie die Option "Schräg" aktiviert haben, wird eine schräge Rohrleitung angezeigt.

5.5.3 Manuell Knickpunkte einzeichnen

Vorgehen
Um manuell Knickpunkte in die Rohrleitung einzuzeichnen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Aktivieren Sie in der Werkzeugleiste des Reports das Werkzeug "Verbindung".
2. Berühren Sie mit der Maus einen vordefinierten Anschlusspunkt.
3. Um den Anfangspunkt der Rohrleitung zu definieren, klicken Sie auf den Anschlusspunkt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 35
Rohrleitungen
5.5 Rohrleitungen anschließen

4. Klicken Sie auf die Stellen des Reports, an denen Sie einen rechten Winkel einzeichnen
möchten:

5. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf den Anschlusspunkt des Objekts, das Sie mit
dem Objekt aus Schritt 3 verbinden möchten.
6. Um den Endpunkt der Rohrleitung zu definieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den Anschlusspunkt.

Ergebnis
Die Rohrleitung wird mit den von Ihnen definierten Knickpunkten angezeigt.

5.5.4 Mehrere Objekte gleichzeitig anschließen

Voraussetzung
Sie haben mehrere Objekte in einer Reihe angelegt, so dass die Anschlusspunkte genau auf
einer Linie liegen.

Vorgehen
Um mehrere Objekte gleichzeitig zu verbinden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Berühren Sie mit der Maus einen vordefinierten Anschlusspunkt.
2. Um den Anfangspunkt der Rohrleitung zu definieren, wählen Sie den Anfangspunkt der
Rohrleitung so, dass er auf der gleichen Linie liegt wie die Anschlüsse der Objekte und
vor dem Anschluss des ersten Objekts.

P&ID
36 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.5 Rohrleitungen anschließen

3. Ziehen Sie eine Verbindung über die Anschlusspunkte aller Objekte.

4. Um den Endpunkt der Rohrleitung zu definieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den gewünschten Punkt.

Ergebnis
Die Objekte werden über die Rohrleitung miteinander verbunden.

5.5.5 Rohrleitung nachträglich anschließen

Voraussetzung
Auf dem Report ist eine Rohrleitung angelegt, die mit keinem Objekt verbunden ist. Auf dem
Report befindet sich ein Objekt, an dem Sie die vorhandene Rohrleitung anschließen
möchten.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 37
Rohrleitungen
5.5 Rohrleitungen anschließen

Vorgehen
Um eine Rohrleitung nachträglich an ein anderes Objekt anzuschließen, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie zwei Mal nacheinander auf die Rohrleitung
Die Anfasspunkte werden eingeblendet.

2. Ziehen Sie den Anfangs- und/oder Endpunkt der Rohrleitung auf die vorbereiteten
Anschlusspunkte des gewünschten Objekts.
Wenn die Rohrleitung einen vorbereiteten Anschlusspunkt berührt, wird ein grauer Punkt
eingeblendet und das zugehörige Objekt färbt sich gelb.

Ergebnis
Die Rohrleitung wird mit dem Objekt verbunden. Der Rohrleitungsverlauf ändert sich nicht.

Siehe auch
Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen (Seite 33)

P&ID
38 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.5 Rohrleitungen anschließen

5.5.6 Abzweige an Rohrleitungen


Dynamische Anschlusspunkte werden erst bei Bedarf erzeugt.

Dynamische Anschlusspunkte
Wenn Sie an einer Rohrleitung einen Abzweig einzeichnen, wird ein dynamischer
Anschlusspunkt erzeugt. Wenn Sie mit dem Werkzeug "Verbindung" oder mit dem Endpunkt
einer Rohrleitung eine andere Rohrleitung berühren, wird die Rohrleitung gelb dargestellt. An
dem Kontaktpunkt wird ein grauer Kreis angezeigt, der Ihnen anzeigt, dass Sie die
Rohrleitung hier anschließen können.

Hinweis
Mit Hilfe der beiden Reportoptionen CopyPipeConnectionAutoOff und CopyMainBranch bietet
COMOS die Möglichkeit, für den Rohrleitungsabzweig die Stoffdaten der Rohrleitung zu
übernehmen. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Grundbedienung von Reports", Stichwort "CopyPipeConnectionAutoOff" und
"CopyMainBranch".)

Siehe auch
Rohrleitung zeichnen (Seite 29)

5.5.7 Verbindung über dynamische Anschlusspunkte erzeugen

Einleitung
Sie haben bei vielen R&I-Objekten die Möglichkeit freie Anschlusspunkte zu wählen.

Voraussetzung
Ein Report vom Typ "R&I" ist geöffnet. Auf dem Report sind Objekte platziert.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 39
Rohrleitungen
5.5 Rohrleitungen anschließen

Vorgehen
Um eine Verbindung zwischen einem Objekt und einer Rohrleitung über einen dynamischen
Anschluss zu erzeugen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Platzieren Sie den Anfangs- oder Endpunkt der Rohrleitung auf einem R&I-Symbol.
Sie müssen die Linie des Symbols genau treffen. Das R&I-Symbol wird nicht gelb
eingefärbt und es wird auch kein grauer Kreis eingeblendet.

2. Um den Endpunkt der Rohrleitung zu bestimmen, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf den gewünschten Punkt.
Das Fenster "Erzeuge Verbindung" öffnet sich.
3. Selektieren Sie die gewünschten Optionen.
4. Um Ihre Auswahl zu bestätigen und das Fenster "Erzeuge Verbindung" zu schließen,
klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".

Ergebnis
Die Verbindung ist angelegt.

Verbindung lösen
Wenn Sie die Verbindung lösen, bleiben automatisch erzeugte Anschlusspunkte zunächst
erhalten. Wenn Sie die Verbindung trennen und den Anschlusspunkt löschen möchten,
selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Originalsymbol wiederherstellen".

Siehe auch
Optionen des Fensters "Erzeuge Verbindung" (Seite 269)

P&ID
40 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.6 Rohrleitungen bearbeiten

5.6 Rohrleitungen bearbeiten

5.6.1 Rohrleitungsverlauf ändern

Vorgehen
Um den Rohrleitungsverlauf zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Aktivieren Sie in der Werkzeugleiste des Reports das Werkzeug "Identifiziere".
2. Klicken Sie zwei Mal nacheinander auf die Rohrleitung.
Die Anfasspunkte der Rohrleitung werden eingeblendet. Die Rohrleitung wird gelb
dargestellt.

3. Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:


– Wenn Sie weitere Knickpunkte einfügen möchten, klicken Sie auf einen der
Mittelpunkte, halten die Maustaste gedrückt und ziehen die Rohrleitung in die
gewünschte Richtung.
– Wenn Sie die Länge der einzelnen Strecken ändern möchten, klicken Sie auf einen
der Endpunkte, halten die Maustaste gedrückt und ziehen die Rohrleitung in die
gewünschte Richtung.
– Wenn Sie eine Verbindung der Rohrleitung mit einem anderen Objekt erzeugen
möchten, klicken Sie auf den entsprechenden Endpunkt, halten die Maustaste
gedrückt und ziehen die Rohrleitung auf den Anschlusspunkt des Objekts.
– Wenn Sie die Verbindung der Rohrleitung mit einem anderen Objekt lösen möchten,
klicken Sie auf den entsprechenden Endpunkt, halten die Maustaste gedrückt und
ziehen die Rohrleitung von dem Objekt weg.

Ergebnis
Der Rohrleitungsverlauf wird entsprechend geändert.

Siehe auch
Rohrleitung nachträglich anschließen (Seite 37)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 41
Rohrleitungen
5.6 Rohrleitungen bearbeiten

5.6.2 Fließrichtung wechseln

Einleitung
Wenn Sie auf einem R&I-Report eine Mess- oder Stellfunktion mit anderen R&I-Objekten
verbinden, ermittelt COMOS automatisch die Fließrichtung. Das Ermitteln der Fließrichtung
ist unabhängig davon, ob Sie zwei R&I-Objekte per Andocken oder mit dem Werkzeug
"Verbindung" verbunden werden.
COMOS legt die Fließrichtung folgendermaßen fest:
● Bei Messfunktionen zeigt die Fließrichtung immer zur Messfunktion hin.
● Bei Stellfunktionen zeigt die Fließrichtung immer von der Stellfunktion weg.
Sie können die Fließrichtung ändern.

Voraussetzung
Eine Rohrleitung ist auf dem Report vom Typ "R&I" angelegt. Die Fließrichtung der
Rohrleitung wird angezeigt.

Vorgehen
Um die Fließrichtung einer Rohrleitung zu wechseln, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie die gewünschte Rohrleitung auf dem Report.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den Arbeitsbereich des Reports.
3. Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
– Wenn Sie die Fließrichtung aller Rohrleitungssegmente eines Rohrleitungsabschnitts
ändern möchten, selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen >
Fließrichtung wechseln".
– Wenn Sie die Fließrichtung des selektierten Rohrleitungssegments ändern möchten,
selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Fließrichtung wechseln (nur
eigene)".

Ergebnis
Die Fließrichtung der Rohrleitung oder des Rohrleitungssegments wird geändert.
Wenn Sie Rohrleitungsfahnen einsetzen, wechseln diese zusammen mir ihrer Rohrleitung
die Richtung. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Grundbedienung von Reports", Stichwort "StdPipeNoReflect".
Wenn Sie fließrichtungsabhängige Einbauteile in die Rohrleitung eingebaut haben, drehen
diese sich nicht automatisch mit. Passen Sie die Fließrichtung dieser Einbauteile manuell an.

P&ID
42 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.6 Rohrleitungen bearbeiten

Siehe auch
Fließrichtung von Wirk- und Messlinien (Seite 70)

5.6.3 Zusätzliche Rohrleitungssymbole ein- und ausblenden

Vorgehen
Um zusätzliche Rohrleitungssymbole ein- oder auszublenden, gehen Sie folgendermaßen
vor:
1. Selektieren Sie eine Rohrleitung auf dem Report.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den Arbeitsbereich des Reports.
3. Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
– Wenn Sie das Anfangssymbol einblenden möchten, selektieren Sie im Kontextmenü
den Befehl "Optionen > Nur Anfangssymbol einblenden".
– Wenn Sie das Endsymbol einblenden möchten, selektieren Sie im Kontextmenü den
Befehl "Optionen > Nur Endsymbol einblenden".
– Wenn Sie das Anfangs- und das Endsymbol einblenden möchten, selektieren Sie im
Kontextmenü den Befehl "Optionen > Anfangs- und Endsymbol einblenden".
– Wenn Sie das Anfangs- und das Endsymbol ausblenden möchten, selektieren Sie im
Kontextmenü den Befehl "Optionen > Anfangs- und Endsymbol ausblenden".

Ergebnis
Das entsprechende Rohrleitungssymbol wird ein- oder ausgeblendet.
Die Anfangs- und Endsymbole unterscheiden sich je nach Planart. In der DIN 10628 werden
in der Regel keine Anfangs- und Endsymbole eingeblendet, so dass diese Befehle keine
Wirkung zeigen.
In der DIN 2481 werden Kreise angezeigt:

Der ausgefüllte Kreis rechts unten im Beispiel bedeutet, dass das auf der Gegenseite
angeschlossene Bauteil in der gleichen Anlage oder Teilanlage liegt. Ist das nicht der Fall,
wird ein leerer Kreis gezeichnet.
Allerdings können die Kreise auch manuell umgestellt werden. Wenn Sie die Rohrleitung
mittels zweier Einzelklicks in den Bearbeitungsmodus umschalten, dann erscheinen auch
beim Kreis zwei Anfasspunkte. Der äußere Anfasspunkt kann drei Zustände annehmen:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 43
Rohrleitungen
5.7 Rohrleitungsfahnen

Leer

Automatisch

Ausgefüllt

Siehe auch
Symbole: Endsymbole (Seite 262)

5.7 Rohrleitungsfahnen

5.7.1 Beschriftungssymbole

Beschriftungssymbole
Beschriftungssymbole sind unabhängig vom Maßstab und werden weder vergrößert noch
verkleinert, sondern stets so dargestellt, wie sie gezeichnet wurden.
Beschriftungssymbole reagieren auf Änderungen an den zugehörigen Rohrleitungen
weitgehend automatisch. Inwieweit sie gespiegelt, automatisch rotiert oder durch Selektion
der Rohrleitung mitselektiert werden, stellen Sie in den Objekteigenschaften ihres
Stammobjekts ein.
Manche Beschriftungssymbole fungieren nur als Platzhalter für auszugebende Texte und
besitzen keine zugehörige Grafik mit Linien oder Textrahmen. Wenn das Attribut, das das
Symbol auswertet, leer ist, finden Sie das Symbol nach dem Platzieren nur schwer.
Die Platzierpunkte dieser Symbole werden als blaues, nicht druckbares Kreuz
eingezeichnet.

P&ID
44 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.7 Rohrleitungsfahnen

5.7.2 Rohrleitungsfahne manuell platzieren

Einleitung
In der COMOS-DB sind im Stammobjektknoten "@01 > PID > 99 > 01 Beschriftungssymbole
R&I" verschiedene Rohrleitungsfahnen vorbereitet.

Voraussetzung
Eine Rohrleitung ist auf dem Report platziert.

Vorgehen
Um eine Rohrleitungsfahne manuell zu platzieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Stammobjekte".
2. Selektieren Sie das gewünschte Stammobjekt der Rohrleitungsfahne.
3. Ziehen Sie das gewünschte Stammobjekt per Drag&Drop aus dem Navigator auf die
Rohrleitung auf dem Report.

Ergebnis
Die Rohrleitung wird kurzzeitig gelb dargestellt. Die Rohrleitungsfahne wird automatisch mit
der Rohrleitung verbunden. Die Rohrleitungsfahne liest die Daten der Rohrleitung aus.
Wenn Sie die Rohrleitung selektieren oder verschieben, wird die Rohrleitungsfahne
automatisch mit der Rohrleitung selektiert oder verschoben.

Beispiel
Eine Rohrleitungsfahne, die die Nennweite und den Nenndruck der Rohrleitung ausliest:

Stammobjekt der Fahne platzieren


Wenn Sie das Stammobjekt einer Rohrleitungsfahne aus dem Navigator von der
Registerkarte "Stammobjekte" per Drag&Drop auf eine Rohrleitung ziehen, wird die
Rohrleitungsfahne automatisch mit der Rohrleitung verbunden. Die Fahne liest die Daten der
Rohrleitung aus und reagiert automatisch auf grafische Veränderungen an der verbundenen
Rohrleitung.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 45
Rohrleitungen
5.7 Rohrleitungsfahnen

5.7.3 Rohrleitungsfahnen nachträglich verbinden

Voraussetzung
Auf dem Report ist ein Beschriftungssymbol, beispielweise eine Rohrleitungsfahne, platziert,
aber nicht mit einer Rohrleitung verbunden.

Vorgehen
Um die Rohrleitungsfahne nachträglich mit einer Rohrleitung zu verbinden, selektieren Sie
die Rohrleitungsfahne und ziehen sie dann per Drag&Drop auf die Rohrleitung.

Ergebnis
Die Rohrleitungsfahne ist mit der Rohrleitung verbunden.

Alternativ
Wenn Sie die Rohrleitungsfahne nicht in direkter räumlicher Nähe der Rohrleitung platzieren
möchten, kann COMOS die Informationen der Rohrleitung trotzdem automatisch erfassen
und darstellen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Platzieren Sie die Fahne an der gewünschten Stelle auf dem Report.
2. Selektieren Sie die entsprechende Rohrleitung.
3. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Kopieren".
4. Selektieren Sie die Fahne.
5. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Referenz > Verbinde mit".
Die Fahne wird nicht automatisch mit der Rohrleitung selektiert oder verschoben, gibt aber
immer die aktuellen Rohrleitungsdaten aus.

P&ID
46 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.7 Rohrleitungsfahnen

5.7.4 Position und Ausrichtung der Fahne ändern

Einleitung
Die Position und die Ausrichtung der Fahne verändern Sie über die Anfasspunkte der
Fahne.

Vorgehen
Um die Position und die Ausrichtung der Fahne zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie zwei Mal auf die Fahne.
Das Symbol wird orange markiert und die Anfasspunkte werden eingeblendet.
2. Um die Ausrichtung der Fahne zu ändern, verschieben Sie den grünen Anfasspunkt. Um
die Position der Fahne zu ändern, verschieben Sie den grauen Anfasspunkt.

Ergebnis
Die Position und die Ausrichtung der Rohrleitungsfahne werden entsprechend geändert.

5.7.5 Rohrleitungsfahne beim Löschen erhalten

Überblick
Zwei Rohrleitungssegmente oder Rohrleitungsabschnitte sind beispielsweise über ein
Einbauteil miteinander verbunden. An einem oder beiden Rohrleitungssegmenten oder
Rohrleitungsabschnitten haben Sie Rohrleitungsfahnen platziert.
Sie löschen das Einbauteil und dadurch auch das eine Rohrleitungssegment oder den einen
Rohrleitungsabschnitt.
Die Rohrleitungsfahne bleibt auf jeden Fall erhalten. Auch wenn das Rohrleitungssegment
oder der Rohrleitungsabschnitt, zu dem die Fahne ursprünglich gehörte, gelöscht wurde.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 47
Rohrleitungen
5.7 Rohrleitungsfahnen

5.7.6 Rohrleitungsfahnen einblenden

Vorgehen
Um die Rohrleitungsfahnen einzublenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie eine Rohrleitung auf dem Report.
2. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Alle Rohrleitungsfahnen
einblenden".

Ergebnis
Die Rohrleitungsfahnen aller Rohrleitungen des Reports werden angezeigt.

5.7.7 Rohrleitungsfahnen ausblenden

Vorgehen
Um alle Rohrleitungsfahnen auszublenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie eine Rohrleitung auf dem Report.
2. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Alle Rohrleitungsfahnen
ausblenden".

Ergebnis
Die Rohrleitungsfahnen aller Rohrleitungen des Reports werden ausgeblendet.

5.7.8 Standardrohrleitungsfahnen

Die Standardrohrleitungsfahne verwenden


Anstatt ein Beschriftungssymbol zu platzieren, können Sie auch die
Standardrohrleitungsfahne ausgeben lassen. Dabei handelt es sich um eine reine Textfahne.
Sie ist ein textueller Bestandteil des Rohrleitungssymbols und COMOS legt weder in den
Planungsdaten ein Objekt für die Standardrohrleitungsfahne an, noch basiert sie auf einem
Stammobjekt.
Die Standardrohrleitungsfahne wird entweder automatisch beim Einzeichnen der Rohrleitung
auf dem Report erzeugt oder Sie blenden sie nachträglich über das Kontextmenü der
Rohrleitung ein.
In der COMOS-DB liest die Standardrohrleitungsfahne den Namen der Rohrleitung sowie
Nenndruck, Nennweite und Rohrklasse des Rohrleitungsabschnitts aus:

P&ID
48 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.7 Rohrleitungsfahnen

Siehe auch
Überblick über die R&I-Objekte (Seite 19)
Abzweige an Rohrleitungen (Seite 39)
Standardrohrleitungsfahne einblenden (Seite 49)

5.7.9 Standardrohrleitungsfahne einblenden

Vorgehen
Um eine Standardrohrleitungsfahne einzublenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie eine Rohrleitung auf dem Report.
Um mehrere Rohrleitungen zu selektieren, halten Sie <Strg> gedrückt und selektieren
Sie die gewünschten Rohrleitungen.
2. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Standard-Rohrleitungsfahne
einblenden".

Ergebnis
Die Standardrohrleitungsfahnen, die für diese Rohrleitung existieren, werden eingeblendet.

Siehe auch
Standardrohrleitungsfahnen (Seite 48)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 49
Rohrleitungen
5.7 Rohrleitungsfahnen

5.7.10 Standardrohrleitungsfahne ausblenden

Voraussetzung
Die Standardrohrleitungsfahne ist eingeblendet.

Vorgehen
Um die Standardrohrleitungsfahne auszublenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie eine Rohrleitung auf dem Report.
Um mehrere Rohrleitungen zu selektieren, halten Sie <Strg> gedrückt und selektieren
Sie die gewünschten Rohrleitungen.
2. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Std.-Rohrleitungsfahne
ausblenden".

Ergebnis
Die Standardrohrleitungsfahne wird ausgeblendet.

5.7.11 Fahne für Rohrklassen relevante Informationen

Zweck
Auf interaktiven Reports vom Typ "R&I" können Sie mit Rohrklassen arbeiten. Wenn Objekte
miteinander verbunden sind, deren Rohrklassen-relevante Attribute, wie z.B. Rohrklasse,
Nennweite und Nenndruck, nicht die gleichen Werte besitzen, wird eine Fahne eingeblendet.

Die Fahne enthält einen Text der anzeigt, in welchen Attributen die verbundenen Objekte
voneinander abweichen.
Wenn Sie die Werte aktualisieren, aktualisiert sich auch der Eintrag in der Fahne.

P&ID
50 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.8 R&I Grafiksymbole

5.8 R&I Grafiksymbole


Grafiksymbole sind Objekte, die rein grafische Ergänzungen einer Zeichnung sind und die
weder bestellt werden können noch auf Stücklisten auftauchen.
Grafiksymbole transportieren über ihre Grafik auch Informationen.

Grafiksymbol anlegen
Wenn Sie ein R&I-Grafiksymbol auf einem Report platzieren, wird ein Planungsobjekt im
Navigator angelegt. Einige der Planungsobjekte besitzen Anschlüsse und Attribute, zu
denen die Grafiksymbole genauere Informationen liefern. Die R&I Grafiksymbole werden im
Navigator immer unterhalb des Reports verwaltet und erhalten keine Positionsnummer.

Stammobjekt
Die meisten der in den Stammdaten unter "@01 > PID > 99 > 02 Grafiksymbole R&I"
vorbereiteten Grafiksymbole sind Symbole, die sich auf Rohrleitungen beziehen.

Beispiel
Stammobjekt: "@01 > PID > 99 > 02 > 06 Gefälle"
Dieses Grafiksymbol signalisiert, dass an der Rohrleitung ein Gefälle vorhanden ist. Es zeigt
an, in welche Richtung das Gefälle geht:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 51
Rohrleitungen
5.9 Rohrleitungsunterbrechung einfügen

5.9 Rohrleitungsunterbrechung einfügen

Voraussetzung
Auf einem Report vom Typ "R&I" ist eine Rohrleitung angelegt.

Vorgehen
Um eine Rohrleitungsunterbrechung einzufügen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Stammobjekte".
2. Selektieren Sie das Stammobjekt "@01 > PID > 99 > 02 > 01
Rohrleitungsunterbrechung".
3. Ziehen Sie das Stammobjekt per Drag&Drop auf die gewünschte Rohrleitung.
Die Rohrleitung färbt sich gelb.
4. Platzieren Sie die Rohrleitungsunterbrechung an der gewünschten Stelle.
Die Rohrleitung wird auf dem Report optisch unterbrochen.

5. Um Rohrleitungsunterbrechung zu konfigurieren, klicken Sie auf das Symbol.


Die Anfasspunkte werden angezeigt.

6. Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:


– Um das Symbol der Rohrleitungsunterbrechung zu vergrößern oder zu verkleinern,
klicken Sie auf den Anfasspunkt, der auf dem Arm der Rorhleitung im Bild links liegt,
und ziehen Sie den Anfasspunkt in die entsprechende Richtung.
– Um den Abstand zwischen den beiden Rohrleitungssegmenten zu vergrößern, klicken
Sie auf den Anfasspunkt, der auf dem Arm der Rohrleitung im Bild rechts liegt, und
ziehen Sie den Anfasspunkt in die entsprechende Richtung.

P&ID
52 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.10 Datenfluss auf dem R&I-Report initiieren

Ergebnis
Der Rohrleitungsabschnitt bleibt in der Datenbank erhalten und wird segmentiert. Die
erzeugten Rohrleitungssegmente sind jeweils mit den Anschlüssen der
Rohrleitungsunterbrechung verbunden.

5.10 Datenfluss auf dem R&I-Report initiieren

Vorgehen
Um angeschlossene Bauteile und Rohrleitungsabschnitte zu aktualisieren, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie auf dem Report z. B. ein Bauteil, das mit weiteren Bauteilen verbunden
ist.
2. Öffnen Sie die Eigenschaften des selektierten Bauteils.
3. Tragen Sie in den Eigenschaften die Änderungen ein.
4. Um die Änderungen zu speichern, klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
– Das Fenster "Objekte aktualisieren?" wird geöffnet. Die Schaltfläche "Detail" erweitert
das Fenster "Objekte aktualisieren?", so dass Sie sehen können, welche Attribute der
Objekte mit welchem Wert aktualisiert werden.
– Auf dem Report werden alle Bauteile gelb eingefärbt, die von der Aktualisierung
betroffen sind.
5. Aktivieren Sie eine der folgenden Optionen:
– Um die angeschlossenen Bauteile für die aktuelle Sitzung immer an die Änderungen
anzupassen, aktivieren Sie die Option "Immer".
– Um die angeschlossenen Bauteile für die aktuelle Sitzung nie an die Änderungen
anzupassen, aktivieren Sie die Option "Nie".
– Um nur bestimmte Attribute an die Änderungen anzupassen, aktivieren Sie die Option
"Benutzerdefiniert".
Aktivieren Sie in der Spalte "Unterschied immer akzeptieren" die Optionen der
Attribute, die Sie nie aktualisieren wollen.
Wenn der Administrator die Spalte "Unterschied akzeptieren" zur Verfügung stellt,
aktivieren Sie die Optionen der Attribute, die Sie bei dem aktuellen Update-Vorgang
nicht aktualisieren wollen.
Siehe auch Kapitel Globals-Flagge (Seite 224).
6. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 53
Rohrleitungen
5.11 Rohrklassenabbildung durchführen

Ergebnis
Die Änderungen der Eigenschaften sind gespeichert. Die angeschlossenen Objekte werden
gegebenenfalls aktualisiert.
Wenn Sie ein Bauteil aktualisieren, haben Sie die Möglichkeit diesem gegebenenfalls auch
ein neues, passendes 3D-Objekt aus dem Bauteilkatalog zuzuordnen. Siehe auch Kapitel
Rohrklassenabbildung auf einem R&I-Report (Seite 55).

Beispiel
Sie aktualisieren den Wert des Attributs "Nennweite". An der Reduzierung wird die
Weitergabe des Nennweitenattributs gestoppt, da eine Übernahme desselben Wertes für
mehrere Nennweiten nicht sinnvoll ist. Mehr Informationen hierzu siehe Kapitel Datenfluss
im Detail (Seite 219).

Siehe auch
Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected (Seite 218)

5.11 Rohrklassenabbildung durchführen

5.11.1 Auswahlmengen einer Rohrklassenabbildung


Sie können für zwei mögliche Auswahlmengen eine Rohrklassenabbildung durchführen:
● Für R&I-Objekte auf einem R&I-Report
● Für R&I-Objekte unterhalb eines Knotens im Navigator, den Sie per Drag&Drop in den
Bereich "Rohrklassenabbildung" gezogen haben

P&ID
54 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.11 Rohrklassenabbildung durchführen

5.11.2 Rohrklassenabbildung auf einem R&I-Report

Voraussetzung
Sie haben allen Rohrleitungsabschnitten eine Rohrklasse und Nennweite zugewiesen, für
die Sie eine Rohrklassenabbildung durchführen möchten.

Vorgehen
1. Öffnen Sie einen Report.
2. Ziehen Sie per Drag&Drop ein Bauteil auf einen Rohrleitungsabschnitt.
Das Fenster "Objekte aktualisieren" öffnet sich.
3. Aktivieren Sie die Option "Immer" oder "Benutzerdefiniert".
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
Das Fenster "Rohrklassenabbildung" öffnet sich. Siehe auch Kapitel Fenster
"Rohrklassenabbildung" (Seite 269).
5. Wählen Sie in der Liste "Anzeige", welche R&I-Objekte Sie anzeigen möchten.
6. Klicken Sie im Fenster "Rohrklassenabbildung" auf die Schaltfläche "Jetzt durchführen".
Für alle R&I-Objekte werden im Bauteilkatalog passende Bauteile ermittelt.
7. Selektieren Sie ein oder über <Strg> mehrere R&I-Objekte im Bereich
"Rohrklassenabbildung".
– Wenn Sie ein R&I-Objekt selektiert haben: Alle verfügbaren Bauteile zu dem
ausgewählten Anforderungsobjekt werden im Bereich "Verfügbare Bauteile"
angezeigt.
– Wenn Sie mehrere R&I-Objekte selektiert haben: Nur die Menge der verfügbaren
Bauteile wird im Bereich "Verfügbare Bauteile" angezeigt, welche den Anforderungen
aller selektierter Objekte entspricht.
8. Selektieren Sie eines der verfügbaren Bauteile.
9. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Zuweisen".
10.Wiederholen Sie die Schritte 4 bis 6 für beliebig viele R&I-Objekte.
11.Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".

Ergebnis
Für die selektierten R&I-Objekte wird eine Rohrklassenabbildung durchgeführt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 55
Rohrleitungen
5.11 Rohrklassenabbildung durchführen

5.11.3 Rohrklassenabbildung über den Navigator

Voraussetzung
Sie haben allen Rohrleitungsabschnitten eine Rohrklasse und Nennweite zugewiesen, für
die Sie eine Rohrklassenabbildung durchführen möchten.

Vorgehen
1. Klicken Sie im COMOS-Menü auf den Befehl "Plugins > Basic > Rohrklassenabbildung".
Die Registerkarte "Rohrklassenabbildung" öffnet sich. Siehe auch Kapitel Fenster
"Rohrklassenabbildung" (Seite 269).
2. Ziehen Sie einen Knoten aus dem Navigator per Drag&Drop in den Bereich
"Rohrklassenabbildung".
3. Wählen Sie in der Liste "Anzeige", welche R&I-Objekte Sie anzeigen möchten.
4. Klicken Sie im Fenster "Rohrklassenabbildung" auf die Schaltfläche "Jetzt durchführen".
Für alle R&I-Objekte werden im Bauteilkatalog passende Bauteile ermittelt.
5. Selektieren Sie ein oder über <Strg> mehrere R&I-Objekte im Bereich
"Rohrklassenabbildung".
– Wenn Sie ein R&I-Objekt selektiert haben: Alle verfügbaren Bauteile zu dem
ausgewählten R&I-Objekt werden im Bereich "Verfügbare Bauteile" angezeigt.
– Wenn Sie mehrere R&I-Objekte selektiert haben: Nur die Menge der verfügbaren
Bauteile wird im Bereich "Verfügbare Bauteile" angezeigt, welche den Anforderungen
aller selektierter R&I-Objekte entspricht.
6. Selektieren Sie eines der verfügbaren Bauteile.
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Zuweisen".
8. Wiederholen Sie die Schritte 5 bis 7 für beliebig viele R&I-Objekte.
9. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".

Ergebnis
Für die selektierten R&I-Objekte wird eine Rohrklassenabbildung durchgeführt.

P&ID
56 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Rohrleitungen
5.12 Blattübergreifende Rohrleitungen zeichnen

5.12 Blattübergreifende Rohrleitungen zeichnen

Voraussetzung
Auf dem Report ist eine Rohrleitung angelegt.

Vorgehen
Um eine Rohrleitung blattübergreifend zu zeichnen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie die gewünschte Rohrleitung.
2. Navigieren Sie zum Objekt des Rohrleitungsabschnitts im Navigator.
Im Navigator ist jetzt der Rohrleitungsabschnitt selektiert.
3. Öffnen Sie einen zweiten Report vom Typ "R&I".
4. Ziehen Sie den selektierten Rohrleitungsabschnitt per Drag&Drop auf den zweiten
Report.
COMOS aktiviert automatisch das Werkzeug "Verbindung".
5. Zeichnen Sie auf dem zweiten Report die gewünschte Rohrleitung.

Ergebnis
Der Rohrleitungsabschnitt, den Sie auf den zweiten Report gezogen haben, wird aufgetrennt
und besteht nun aus zwei Rohrleitungssegmenten, die auf unterschiedlichen Reports
platziert sind. Auf den Reports wird an dem Start- und Endpunkt des Rohrleitungsabschnitts
ein Verweissymbol eingefügt.

Wenn R&I-Reports über Querverweise verbunden sind, können Sie im Kontextmenü über
den Befehl "Navigieren > Dokumente > <Name des referenzierten Dokuments>" im
Kontextmenü zu den einzelnen Dokumenten navigieren.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 57
Rohrleitungen
5.12 Blattübergreifende Rohrleitungen zeichnen

P&ID
58 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Positionen 6
6.1 Allgemein

Überblick
Positionen und Stellen werden in R&I angelegt. Sie bezeichnen verfahrens- oder
leittechnische Aufgabenstellungen. Das Positionsobjekt dient als Ordner, unter dem in der
Regel Funktionen und Reports liegen.

Klasse
Eine R&I-Position wird beschrieben durch:
● Klasse: "Stelle"
● Unterklasse: "(Keine)"
In der COMOS-DB sind außerdem alle Behälter mit der Klasse "Stelle", Unterklasse
"Equipment" angelegt. Wenn in diesem Kapitel von Positionen die Rede ist, sind damit
jedoch Positionen im leittechnischen Sinne gemeint, also Objekte mit Klasse "Stelle",
Unterklasse "(Keine)".

Struktur der Stammobjekte


In der COMOS-DB:
● "@02 > 020 Positionen"
– "> 00 Position nach DIN/IEC"
– "> 01 Position nach ANSI"
Auf Planungsseite stehen die untergeordneten Objekte über das Kontextmenü "Neu" der
Position zur Verfügung. Viele der Objekte werden jedoch erst in der MSR-Planung
gebraucht. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "E&IC",
Stichwort "Basic Engineering" und "Stammobjekte der Positionen".

Siehe auch
Funktionen (Seite 63)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 59
Positionen
6.2 Anlegen von Positionen

6.2 Anlegen von Positionen

6.2.1 Automatisch

Voraussetzung
Manchmal werden Positionen von COMOS automatisch erzeugt:
1. Unter bestimmten Bedingungen, wenn eine Funktion durch Platzieren auf dem Report
erzeugt wird.
2. Unter bestimmten Bedingungen beim Eintragen eines Funktionscodes an einer
Messfunktion.
3. Unter bestimmten Bedingungen beim Kopieren von Funktionen.
4. Unter bestimmten Bedingungen bei einer Objektzuweisung im Modus "Eigentümer
setzen".
Welches Stammobjekt die Position erhält, wird über die Scriptvariable
PositionCDeviceFullName sowie den Funktionscode der Funktion festgelegt.

Zu 1: Durch Platzieren auf dem Report


● Eine Funktion (Mess- oder Stellfunktion) wird direkt auf dem R&I platziert und in der
Reportvorlage ist SortNewObjectsInCategory aktiviert:
(Direkt = Ihr Stammobjekt wird per Drag&Drop aus dem Navigator, Registerkarte
"Stammobjekte" platziert; die Funktion wird nicht zuerst auf Planungsseite im Navigator
angelegt.)
Ergebnis:
Unter dem I&C Kategorie-Objekt wird eine Position angelegt und darunter die Funktion.
Besaß die Funktion beim Platzieren bereits einen Funktionscode, wird eine Position des
gleichen Typs angelegt. Wurde eine Funktion ohne Funktionscode platziert, wird eine
undefinierte Position angelegt.
Wenn Sie nachträglich den Funktionscode ändern, ändert das nicht automatisch den Typ
der Position.
● Eine Funktion wird erzeugt, indem sie auf dem Report platziert wird und
SortNewObjectsInCategory ist deaktiviert:

Ergebnis:
Die Funktion wird unterhalb des Reports angelegt:
– Messfunktion mit Funktionscode: unter dem Report wird eine Position passenden
Typs angelegt und darunter die Funktion.
– Wird eine Messfunktion ohne Funktionscode erzeugt oder eine Stellfunktion: Die
Funktion wird direkt unter dem Report angelegt, aber es wird keine Position erzeugt.

P&ID
60 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Positionen
6.2 Anlegen von Positionen

Zu 2: Durch Eintragen eines Funktionscodes


Wenn die Messfunktion zu dem Zeitpunkt, zu dem der Funktionscode eingetragen wird, in
den Planungsdaten noch nicht unter einer Position liegt, erhält die Funktion nicht nur ein
neues Stammobjekt (Stammobjektwechsel), sondern es wird automatisch eine Position mit
passendem Typ angelegt und die Funktion unter diese Position verschoben.
Wird bei einer Stellfunktion ein anderer Funktionscode eingetragen, bewirkt das nichts.

Zu 3: Beim Kopieren von Funktionen


● Wenn alle Funktionen einer Position kopiert werden
● Wenn nur eine Teilmenge der Funktionen kopiert wird: je nachdem, wo die Original-
Funktion liegt und welcher Einfüge-Modus gewählt wurde. Siehe auch Kapitel Kopieren
und Einfügen auf R&Is (Seite 105).

Zu 4: Objektzuweisung mit Modus "Eigentümer setzen"


Wenn Sie auf dem R&I-Plan eine Funktion selektieren und ihr über die Schaltfläche "Objekt
zuweisen" (Modus: "Eigentümer setzen") einen neuen Eigentümer zuweisen, werden
folgende Objekte unter den neuen Eigentümer verschoben:
● die Position, unter der die Funktion liegt
● alle unter der Position liegenden Objekte
Lag die Funktion direkt unter einem R&I-Plan und besaß noch keine Position, wird unter dem
zugewiesenen Eigentümer zuerst eine Position angelegt und die Funktion dann unter die
Position verschoben.

Stammobjekt der Position ermitteln


Auf welchem Stammobjekt die Position basiert, wird folgendermaßen ermittelt:
Die Scriptvariable PositionCDeviceFullName der Funktion wird ausgewertet. Sie wird im
UserScriptBlock1 der Funktion gesetzt. Diese Variable bestimmt, unter welchem
Stammobjektknoten nach dem Stammobjekt der Position gesucht werden soll.
Danach wird der Funktionscode der Funktion ausgewertet. Unterhalb des in
PositionCDeviceFullName eingetragenen Stammobjektknotens wird nach einem Stammobjekt
gesucht, dessen Name gleich des ersten Buchstabens des Funktionscodes ist.
Wenn kein Funktionscode eingetragen ist, wird das erste Stammobjekt unter dem in
PositionCDeviceFullName eingetragenen Knoten verwendet. In der COMOS-DB ist das eine
Position vom Typ "Undefined".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 61
Positionen
6.2 Anlegen von Positionen

6.2.2 Manuell
Sie haben die Möglichkeit Positionen manuell anzulegen. Klicken Sie dazu unterhalb der
Teilanlage mit der rechten Maustaste auf den Ordner "04 I&C" und selektieren im
Kontextmenü den Befehl "Neu > @P Positionen". Siehe auch Kapitel Reports und
Verwaltungsobjekte (Seite 182).
Die Objekte, die unter den einzelnen Positionen vorbereitetet sind, variieren leicht.

P&ID
62 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Funktionen 7
7.1 Allgemein

Überblick
Die Funktion beschreibt die Mess- oder Stellaufgabe und die Verarbeitungsfunktion(en) in
einer Position. Sie entspricht einem "Messei" im R&I-Schema.
● "Klasse": "Funktion"
● "Unterklasse":
– "Instrumentierung": beschreibt eine R&I-Funktion
– "Aktor": Ein Objekt mit der dieser Unterklasse Aktor trennt Rohrleitung beim
Drag&Drop.
– "Aktor (Einbauteil)": Ein Objekt mit dieser Unterklasse segmentiert die Rohrleitung.
● "Anlegemodus": "Frei"
● "Anlegeoption": "Normal"
Bei Funktionen ist auf der Registerkarte "Systemeinstellungen" die Option "Anforderung"
nicht aktiviert. Das heißt, dass die Funktionen nicht implementiert werden. Sie können
Elemente enthalten, die mit der Option "Anforderung" angelegt sind.

Methoden
Eine Funktion wird in COMOS vor allem mit den folgenden vier Methoden definiert:
● über die Darstellung des Symbols
● Messfunktion: über den Funktionscode und den Typ der Messfunktion, der zu einem
Stammobjektwechsel führt
● über die Anzahl der Prozessanschlüsse
● über die Attribute der Funktion, wobei die Attribute in Abhängigkeit des
Stammobjektwechsels erscheinen. Insbesondere wird die Komponente der
Prozesskopplung ausgetauscht. Siehe auch Kapitel Prozesskopplung und
Prozessanschluss einer Funktion (Seite 77).

Verschieben
Beim Ausschneiden oder Einfügen von Funktionen wird die Eigentümer-Position
mitverschoben, wenn alle Funktionen dieser Position erfasst sind.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 63
Funktionen
7.2 Messfunktion anlegen

7.2 Messfunktion anlegen

Messfunktion über Symbolleiste anlegen


Messfunktionen legen Sie über die Symbolleiste des Reports an. Sie können die
Messfunktion direkt beim Platzieren oder nachträglich mit dem Prozess verbinden.

Vorgehen
Um eine Messfunktion über die Symbolleiste anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Symbol der gewünschten Messfunktion.
2. Bewegen Sie den Mauszeiger an die Stelle auf dem Report, an der Sie die Messfunktion
platzieren möchten.
Das Symbol der Funktion wird zusammen mit dem Mauszeiger über den Report bewegt.
3. Positionieren Sie den Mauszeiger so, dass einer der an dem Symbol vorbereiteten
Anschlusspunkte die Rohrleitung berührt.

P&ID
64 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Funktionen
7.2 Messfunktion anlegen

4. Warten Sie kurz und bewegen Sie den Mauszeiger danach von der Rohrleitung weg.
Die Funktion dockt an der Rohrleitung an und zwischen der Rohrleitung und der Funktion
wird eine Messlinie eingezeichnet.
Wenn eine Funktion beim Platzieren an der falschen Stelle angedockt hat, bewegen Sie
den Mauszeiger aus der Zeichenfläche heraus und wieder zurück. Die Funktion wird nun
wieder zusammen mit dem Mauszeiger über den Report bewegt.

5. Wenn Sie die Funktion nun über einen Klick absetzen, wird die Funktion in den
Planungsdaten angelegt:
– Wenn Ihr Administrator das Projekt so konfiguriert hat, dass alle R&I-Objekte nach
Kategorien geordnet parallel zu Ihrem R&I-Report einsortiert werden, wird die
Funktion im Ordner "I&C (Instrumentierung & Steuerung)" unter einer unbestimmten
Position angelegt.
– Wenn Ihr Administrator das Projekt so konfiguriert hat, dass alle Objekte zunächst
unter dem Report vom Typ "R&I" gesammelt werden, wird die Funktion direkt
unterhalb des Reports angelegt.

Ergebnis
Die Funktion wird mit dem Prozess verbunden. Dadurch erhält sie mehrere Registerkarten,
die die für den Prozessanschluss relevanten Daten speichern.
Wenn Sie mit Prozesskopplungen arbeiten, wird außerdem automatisch die
Prozesskopplung angelegt. Als Standardprozesskopplung wird ein Stutzen verwendet.
Beim Absetzen der Funktion erhält die Messlinie eine Richtung. Diese Richtung wird vom
System bestimmt. Sie können die Funktion über die vorbereiteten Anschlüsse auch mit
jedem anderen R&I-Objekt verbinden.
Wenn das Objekt keine vorbereiteten Anschlusspunkte besitzt, platzieren Sie die Funktion
und verbinden sie dann nachträglich über das Werkzeug "Verbindung".
Die Messfunktionen, die im Beispielprojekt in der Symbolleiste angeboten werden, besitzen
noch keinen Funktionscode. Wie Sie einen Funktionscode eintragen, ist im nächsten
Abschnitt beschrieben.
Sie haben die Möglichkeit die Funktion zuerst im Navigator anzulegen und erst danach auf
dem Report zu platzieren.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 65
Funktionen
7.3 Funktionscode eintragen

Alternativ 1
Sie können die Messfunktion auch zuerst im Navigator auf der Registerkarte "Anlagen"
anlegen:
1. Selektieren Sie im Kontextmenü einer Position über den Befehl "Neu > <gewünschte
Funktion>" eine Funktion.
2. Platzieren Sie die Funktion per Drag&Drop auf dem Report.
Die Funktion besitzt von Anfang an den gleichen Typ wie ihre Position.
Verwenden Sie diese Vorgehensweise, wenn zwei Funktionen unter einer Position liegen
sollen und Sie die erste Funktion bereits erzeugt und mit dem gewünschten Funktionscode
ausgestattet haben.

Alternativ 2
Sie haben die Möglichkeit für die Funktion direkt ein Stammobjekt mit dem gewünschten
Funktionscode im Navigator auf der Registerkarte "Stammobjekte" zu selektieren und es per
Drag&Drop auf dem Report zu platzieren.
In diesem Fall wird in den Planungsdaten automatisch eine Position des korrekten Typs
angelegt.

Siehe auch
Funktion verbinden (Seite 69)
Struktur der Stammobjekte von Funktionen (Seite 232)
Darstellung auf Reports (Seite 74)

7.3 Funktionscode eintragen

Einleitung
Nachdem Sie eine Messfunktion über die Symbolleiste platziert und verbunden haben,
tragen Sie den Funktionscode der Messfunktion ein. Der Funktionscode bestimmt die
Verarbeitung der Funktion und steuert im Hintergrund einige Automatismen, die Ihnen die
Arbeit erleichtern.
Den Funktionscode tragen Sie in das Kennzeichen der Funktion ein.

P&ID
66 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Funktionen
7.3 Funktionscode eintragen

Vorgehen
Um den Funktionscode einzutragen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie eine Funktion.
In der Werkzeugleiste werden drei Textfelder eingeblendet.
2. Tragen Sie den gewünschten Funktionscode in das mittlere Textfeld ein.
Der erste Buchstabe des Funktionscode bestimmt den Typ der Funktion, die
nachfolgenden Zeichen die Verarbeitung.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche .

Ergebnis
Der Funktionscode wird in das Kennzeichen der Funktion geschrieben und auf dem Report
ausgegeben. Unter dem Report wird automatisch eine Position passenden Typs angelegt
und die Messfunktion darunter verschoben.
Im Hintergrund findet ein Stammobjektwechsel statt. In der COMOS-DB sind Stammobjekte
für die verschiedenen Arten von Messfunktionen, wie Temperaturmessungen oder
Druckmessungen, vorbereitet. Durch das Eintragen des Funktionscode erhält die
Messfunktion automatisch einen Zeiger auf das passende Stammobjekt.

Funktionscode und Prozesskopplungen


Durch das Eintragen des Funktionscode findet zwar ein Stammobjektwechsel an der
Funktion statt, aber die Prozesskopplung wird nicht automatisch aktualisiert. Funktionen für
Durchflussmessungen haben zum Beispiel ein Inline-Gerät als Standard-Prozesskopplung.
Dadurch, dass die Funktion nun das Stammobjekt für eine Durchflussmessung hat, wird der
Stutzen jedoch nicht automatisch durch ein Inline-Gerät ersetzt.

Siehe auch
Prozesskopplung wechseln (Seite 82)
Funktionscode und Stammobjektwechsel (Seite 68)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 67
Funktionen
7.4 Funktionscode und Stammobjektwechsel

7.4 Funktionscode und Stammobjektwechsel

Wirkung des Funktionscodes


● Messfunktionen
Wenn Sie an einer Messfunktion einen Funktionscode eintragen, findet automatisch ein
Stammobjektwechsel statt: In den Stammdaten wird eine Funktion gesucht, deren Name
gleich dem ersten Buchstaben des Funktionscodes ist.
Während des Stammobjektwechsels wird geprüft, ob die Funktion bereits unter einer
Position liegt. Wenn nicht, wird automatisch eine Position passenden Typs angelegt.
Siehe auch Kapitel Automatisch (Seite 60).
Beispiel: Eine Funktion, die das Stammobjekt "@03 > BAS > IEC > @F > 01
Messfunktion" besitzt und keinen Prozessanschluss hat, erhält den Funktionscode "PI".
Die Funktion erhält automatisch ein neues Stammobjekt: "@03 > BAS > IEC > @F > 01 >
P Druck".
● Stellfunktionen
Der Funktionscode besitzt rein informativen Charakter und löst keine Automatismen aus.

Notation für Alarme


Ob Alarme im Funktionscode mit +/- oder H/L eingetragen werden, sehen Sie auf der
Regsiterkarte "E/I&C-Optionen" der Position oder Teilanlage. Siehe auch Kapitel Datenfluss
bei Positionen (Seite 231).

7.5 Stellfunktion anlegen

Voraussetzung
Eine Messfunktion mit Funktionscode ist angelegt. Die zugehörige Position wurde
automatisch erzeugt.

Vorgehen
Wenn die Stellfunktion unter der gleichen Position wie die zugehörige Messfunktion liegen
soll, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Legen Sie im Navigator unter der Position über das Kontextmenü eine Stellfunktion an.
Im Kontextmenü "Neu > 02 Stellfunktionen" der Position sind eine 2-, 3- und 4-Wege-
Armatur (Stellfunktion) sowie eine Endlagenmessung vorbereitet. Die Registerkarten für
den Prozessanschluss werden mit angelegt, auch wenn die Funktion zu diesem Zeitpunkt
noch gar nicht mit dem Prozess verbunden ist.
2. Legen Sie über den Befehl "Neu" im Kontextmenü der Stellfunktion die gewünschte
Armatur an.
3. Platzieren Sie die Armatur auf dem Report.

P&ID
68 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Funktionen
7.6 Funktion verbinden

4. Verbinden Sie die Armatur mit dem Prozess.


5. Bereiten Sie die Armatur auf dem Report über den Befehl "Grafische Einstellungen" im
Kontextmenü weiter vor.
Beispiel: Legen Sie einen Antrieb an, bestimmen Sie die Sicherheitsstellungen und das
Stellverhalten.
6. Platzieren Sie nun die Stellfunktion auf dem Report.
7. Verbinden Sie die Stellfunktion über das Werkzeug "Verbindung" mit dem Antrieb der
Armatur und der Messfunktion. Siehe auch Kapitel Funktion verbinden (Seite 69).

Alternativ
Wenn die Stellfunktion getrennt von ihrer Messfunktion liegen soll, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Legen Sie im Navigator zunächst die Position an.
2. Die weiteren Schritte sind analog zu den Schritten 1-7.

Stellfunktionen und Funktionscode


Bei Stellfunktionen hat der Funktionscode einen rein informativen Charakter und bewirkt
keinen Stammobjektwechsel.

7.6 Funktion verbinden


Sie können eine Funktion direkt beim Platzieren mit dem Prozess verbinden oder
nachträglich über das Werkzeug "Verbindung".

Funktion beim Platzieren verbinden


Siehe auch Kapitel Messfunktion über Stammobjekt-Iconleiste anlegen (Seite 64).

Funktionen mit dem Werkzeug "Verbindung" verbinden


Sie können eine Funktion auch erst auf dem Report platzieren und sie danach über das
Werkzeug "Verbindung" verbinden.
Diesen Weg selektieren Sie, um eine Stellfunktion zu verbinden oder um eine Funktion an
einen Behälter anzuschließen.
Um eine platzierte Funktion mit einem anderen Objekt zu verbinden, gehen Sie
folgendermaßen vor:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 69
Funktionen
7.7 Fließrichtung von Wirk- und Messlinien

1. Platzieren Sie die Funktion auf einem leeren Punkt des Reports.
An dem Symbol der Funktion sind vier Anschlusspunkte vorbereitet.
2. Selektieren Sie das Werkzeug "Verbindung" und verbinden Sie einen der
Anschlusspunkte mit dem Prozess.
Je nachdem, mit welchem Objekt Sie die Funktion verbinden, werden im Symbol des
Objekts bereits Anschlusspunkte angeboten. Siehe auch Kapitel Vorbereitete
Anschlusspunkte (Seite 33). Oder Sie können frei wählen, wo Sie die Funktion an das
Objekt anschließen. Siehe auch Kapitel Verbindung über dynamische Anschlusspunkte
erzeugen (Seite 39).

Ergebnis
Es wird eine objektlose Verbindungslinie erzeugt, die eine Fließrichtung besitzt. Wenn Sie
die Funktion mit dem Werkzeug "Verbindung" verbinden, achten dass Sie auf die Richtung,
in die Sie zeichnen:
● Beim Verbinden einer Messfunktion mit dem Prozess: Vom Prozess zur Funktion. Es wird
eine Messlinie erzeugt.
● Beim Verbinden einer Stellfunktion mit ihrem Stellgerät: Von der Funktion zum Stellgerät.
Es wird eine Wirklinie erzeugt.
● Beim Verbinden einer Messfunktion mit einer Stellfunktion: Von der Mess- zur
Stellfunktion: Es wird eine Wirklinie erzeugt.
Sie können die Fließrichtung allerdings auch noch im Nachhinein ändern. Siehe auch Kapitel
Fließrichtung von Wirk- und Messlinien (Seite 70).
Wenn Sie eine Funktion mit dem Prozess verbinden, erhält die Funktion einen neuen
Prozessanschluss. Außerdem kann Ihr Projekt so konfiguriert werden, dass automatisch
eine Prozesskopplung eingebaut wird.
Zwischen Funktion, Prozesskopplung und Prozess findet ein größtenteils automatisch
ablaufender Datenaustausch statt. Siehe auch Kapitel Automatisierter Datenfluss (Seite 99).

Siehe auch
Abzweige an Rohrleitungen (Seite 39)

7.7 Fließrichtung von Wirk- und Messlinien

Überblick
Wirklinien und Messlinien besitzen immer eine Fließrichtung.
Wenn Wirk- und Messlinien automatisch beim Platzieren der Funktion auf dem Report
erzeugt werden, bestimmt COMOS die Fließrichtung. Wenn Sie eine Verbindung über das
Werkzeug "Verbindung" erzeugen, stimmt die Fließrichtung mit der Zeichenrichtung überein.

P&ID
70 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Funktionen
7.8 Querverweise zwischen Wirklinien erzeugen

Siehe auch
Fließrichtung wechseln (Seite 42)

7.8 Querverweise zwischen Wirklinien erzeugen

Einleitung
Funktionen können auch einen Bezug zueinander haben. Beispielsweise können eine
Temperatur- und eine Dichtemessung in einem Prozessdiagramm zusammengefasst
werden. Um auf dem Report zu sehen, welche Temperaturmessung zu der Dichtemessung
gehört, verwenden Sie Wirklinienquerverweise.

Vorgehen
Um einen Querverweis zwischen zwei Wirklinien zu erzeugen, gehen Sie folgendermaßen
vor:
1. Selektieren Sie das Werkzeug "Verbindung".
2. Zeichnen Sie an beiden Funktionen eine Linie, die Sie am Ende offen lassen.
3. Selektieren Sie eine der offenen Verbindungen.
4. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Verbindung > Merke...".
5. Selektieren Sie die zweite offene Verbindung.
6. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Verbindung > Verbinde mit...".

Ergebnis
Die beiden offenen Wirklinien sind verbunden und erhalten jeweils einen Querverweistext.

7.9 Symbole: Funktionssymbole


Auf der Registerkarte "Symbole" des Stammobjekts müssen der Planart entsprechend
entweder Symbole aus der Symbolbibliothek oder mittels Symboleditor selbst erstellte
Symbole zugewiesen sein. Für die Arbeit im R&I-Modul sind, je nachdem nach welcher
Norm Sie arbeiten, meistens Symbole der R&I-Planarten vorhanden.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 71
Funktionen
7.9 Symbole: Funktionssymbole

%N-Texte für Funktionssymbole


Mittels %N-Texten legen Sie variable Texte für Symbole fest. In den Stammobjekten der
COMOS-DB besitzen die Funktionssymbole folgende %N-Texte:

● %N I1% bis %N I4%:


Diese Texte legen die möglichen Anschlusspunkte für automatisiert vergebene
Anschlüsse am Symbol fest. Die automatisierten I- und W-Anschlüsse sind nicht mittels
Textvariablen realisiert und deswegen hier nicht sichtbar.
● %N Device.Label % und %N Position %
Diese Texte stellen Variablen dar, die bei der Platzierung des Symbols auf einem
Dokument durch die Bezeichnung des tatsächlichen Planungsobjekts systemseitig
ersetzt werden. Daher ist bei allen Textfunktionen die Schreibweise bindend und
Leerzeichen dürfen beispielsweise nicht ausgelassen werden.

Weitere Textvariablen
Das obige Bild zeigt nur eine der möglichen Variablen an (farbig dargestellt). Diese
Textvariablen sind in der COMOS-DB nur in der Planart "R&I2" vorbereitet.

Beispiel
● *V*P S:RI.ICF201*
Diese Textvariable wertet das Attribut "ICF201 Optional: Alarmdarstellung" aus, die mit
der Stamm-Auswahlliste "IC > Y > 0 > 02 > ICF201 Alarm" hinterlegt ist, die nur die Werte
"TRUE" und "FALSE" enthält. Bei "TRUE" wird das folgende Script ausgewertet:
Function Geometrie (PARAM)
ResetToDefaults
Header.Class = "eS2"
Set p1 = Coord(0,8.75)
Font.Height = 7
DrawText p1, "%N ComosDevSpec('RI', 'ICF202a2',
'DisplayValue')%", 0, 1
Set p2 = Coord(0,6.25)
Font.Height = 7
DrawText p2, "%N ComosDevSpec('RI', 'ICF202a',
'DisplayValue')%", 0, 1
Set p3 = Coord(0,3.75)
Font.Height = 7
DrawText p3, "%N ComosDevSpec('RI', 'ICF202',
'DisplayValue')%", 0, 1
Set p4 = Coord(0,-3.75)

P&ID
72 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Funktionen
7.9 Symbole: Funktionssymbole

Font.Height = 7
DrawText p4, "%N ComosDevSpec('RI', 'ICF202b',
'DisplayValue')%", 0, 1
Set p5 = Coord(0,-6.25)
Font.Height = 7
DrawText p5, "%N ComosDevSpec('RI', 'ICF202b1',
'DisplayValue')%", 0, 1
Set p6 = Coord(0,-8.75)
Font.Height = 7
DrawText p6, "%N ComosDevSpec('RI', 'ICF202b2',
'DisplayValue')%", 0, 1
End Function
● *V*P S:RI.ICF200*
Diese Variable wertet das Attribut "ICF200 Optional: Grafik für relevante Einstellungen"
aus, die mit der Stamm- Auswahlliste "IC > Y > 0 > 02 > ICF200 Grafik" hinterlegt ist, die
nur die Werte "TRUE" und "FALSE" enthält. Bei "TRUE" wird das folgende Script
abgearbeitet:
Function Geometrie (PARAM)
ResetToDefaults
Header.Class = "eS2"
Set p1 = Coord(0,0)
Font.Height = 6
DrawText p1, "*V*P S:RI.ICA110*", 0, 1

Set p2 = Coord(3.75,0)
Font.Height = 6
DrawText p2, "*V*P S:IC010.ICA103*", 0, 1

Set p3 = Coord(7.5,0)
Font.Height = 6
DrawText p3, "*V*P S:IC010.ICA101*", 0, 1
End Function

Subsymbole
Wenn die Attribute auf "TRUE" stehen und somit ausgewählt sind, können über die in den
Auswahllisten abgelegten Scripte auch die Subsymbole für Alarmdarstellungen bzw.
Relevanzdarstellungen auf dem Plan angezeigt werden:
● Alarmdarstellungen
Registerkarte "RI Darstellung" der Funktion: "ICF201 Alarmdarstellung:" ist selektiert und
in den Attributen zu den Alarmen sind Werte eingetragen (ICF202, ICF202a, ICF202a2,
ICF202b, ICF202b1, ICF202b2).
● Relevanzdarstellungen
Registerkarte "RI Darstellung": "ICF200 Grafik für relevante Einstellungen" ist selektiert.
Außerdem: Das Attribut "ICA110 Sicherheitsrelevant (Grafik)" steht auf "Ja", bzw.
Registerkarte "BAS010 Allgemeine Daten": die Attribute "BAS1111 Qualitäts-
/Umweltrelevant" und "BAS1113 Eichfähige Messung" stehen auf "Ja".
Sie können die Attribute auch im Report über das Kontextmenü setzen: "Graphische
Einstellungen". Siehe auch Kapitel Registerkarte "RI Darstellung" (Seite 272).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 73
Funktionen
7.10 Darstellung auf Reports

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung


von Reports", Stichwort "Symbol-Designer".

Neue *V*P-Texte für Implementierungen


Neue Scripttexte: "*V*P SI:", "*V*P EI:", "*V*P EI:SYMBOL"
Diese *V*P-Texte sind funktional identisch mit ihren Gegenstücken ohne "I", also: "*V*P S:",
"*V*P E:", "*V*P E:SYMBOL".
Die neuen *V*P-Texte dienen dazu, dass nicht die RI-Objekt verwendet werden, sondern
stattdessen, wenn vorhanden, deren Implementierung in den grafischen Einstellungen
angezeigt und verwendet werden.

7.10 Darstellung auf Reports

7.10.1 Neutrale Funktion

Darstellung
Funktionen direkt unter der Ebene "@F Funktionen", sogenannte neutrale Funktionen,
werden folgendermaßen abgebildet:

Funktionscode
Wird dem Kennzeichen (Label) entnommen. Da dieses bei neutralen Funktionen leer ist,
wird der Name genommen.

Gerätekennzeichen
Im Regelfall werden nur Positionsname und Funktionsname angezeigt. Der Fullname der
Position mit Anlage oder Teilanlage wird nur dann angezeigt, wenn das Fließbild einem
anderen Werk oder einer anderen Anlage/Teilanlage zugeordnet ist, als die Funktion.

P&ID
74 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Funktionen
7.10 Darstellung auf Reports

7.10.2 Basissymbol
Die Darstellung einer Funktion auf dem Plan wird gesteuert über die Registerkarte "IC110
Funktionsdaten Messort" oder "Funktionsdaten Stellort" sowie die Attribute "ICF101
Verarbeitung mit" sowie "ICF102 Ausgabe und Bedienung".
Je nachdem, welche Attribute gesetzt werden, wird das Symbol auf dem Plan automatisch
angepasst:

● PLS, SPS
Das ist der "Typ 4" nach DIN
● Speicherprogr. Steuerung
Das ist der "Typ 5" nach ANSI
● Prozessleitwarte/ Zentrale Warte
Das ist der "Typ 4" nach ANSI
Die Attribute können auf zwei Wegen gesetzt werden:
1. Eigenschaften
Die Darstellung der Funktion auf dem Plan wird über die Eigenschaften der Funktion
Attributsregisterkarte "Funktionsdaten" gesteuert.
2. Kontextmenü
Die für die Darstellung verantwortlichen Attribute werden über das Kontextmenü des
Reports gesetzt:
Funktion auf dem Plan selektieren, Kontextmenü "Graphische Einstellungen > Ausgabe
und Bedienung" sowie "...> Verarbeitung mit".
Das Basissymbol gibt auch aus, unter welcher Position die Funktion liegt und welches
Kennzeichen (Messfunktionen: Kennzeichen = Funktionscode, wenn Kennzeichen leer:
Name) die Funktion hat.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 75
Funktionen
7.10 Darstellung auf Reports

7.10.3 Optionale Grafiken


Bei Bedarf können Sie an der Messfunktion optionale Zusatzsymbole zur Alarm- und
Relevanzdarstellung einblenden:

Relevanzdarstellung
Um die Relevanzdarstellung zu aktivieren, selektieren Sie im Kontextmenü der Funktion den
Befehl "Grafische Einstellungen > Grafik für relevante Einstellungen > Ja". Danach wird das
Kontextmenü "Grafische Einstellungen" erweitert und Sie können dort folgende grafische
Symbole ein- oder ausblenden:
● "Sicherheitsrelevant (Grafik)"
● "Eichfähige Messung"
● "Qualitäts- / Umweltrelevant"
Die Einstellungen, die Sie hier vornehmen, werden in den Eigenschaften der Funktion an
den Registerkarten "RI Darstellung" und "BAS010 Allgemeine Daten" gespeichert.

Alarmdarstellung
Um die Alarmdarstellung einzublenden, selektieren Sie die Funktion und selektieren im
Kontextmenü den Befehl "Grafische Einstellungen > Alarmdarstellungen > Ja".
Wenn in den Eigenschaften der Funktion auf der Registerkarte "RI Darstellung" eine
Alarmdarstellung eingetragen ist, werden die entsprechenden Werte auf dem Report
ausgegeben.
Um die Alarmdarstellung auszublenden, selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl
"Grafische Einstellungen > Alarmdarstellung > Nein".

Siehe auch
Registerkarte "RI Darstellung" (Seite 272)
Symbole: Funktionssymbole (Seite 71)

P&ID
76 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer
Funktion 8
Definition
Eine Funktion kann entweder direkt oder über eine Prozesskopplung an den Prozess
angeschlossen werden. In beiden Fällen ist dazu an der Funktion ein Prozessanschluss
notwendig.
Der Prozessanschluss besteht aus den Anschlüssen, über die die Funktion verbunden wird.
Die Prozessanschlussdaten werden auf mehreren Registerkarten gespeichert.
In der MSR-Planung verwenden Sie die Anschlüsse, um Signale und Daten zu
transportieren. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"E&IC".
Bei der Prozesskopplung handelt es sich entweder um eine Armatur (Stellfunktion), ein
Inline-Gerät (Durchflussmessung) oder einen Stutzen (sonstige Messfunktionen).
Ihr Administrator kann den Report vom Typ "R&I" so konfigurieren, dass eine Funktion beim
Platzieren auf dem R&I automatisch mit ihrer Prozesskopplung angelegt wird.

8.1 Prozessanschluss erzeugen


Damit eine Funktion an eine Prozesskopplung angeschlossen werden kann, braucht sie
einen Prozessanschluss. Der Prozessanschluss wird über mehrere Registerkarten realisiert,
die bei der Funktion angelegt werden:
● BAS02x Stoffdaten
● BAS030 Prozessanschlussdaten
● BAS03x Prozessanschluss
Die Registerkarten speichern Informationen über den Prozessanschluss und erhalten diese
Teilweise automatisch über eine kontrollierte Datenübergabe. Siehe auch Kapitel Datenfluss
(Seite 78).
Wie viele dieser Registerkarten eine Funktion besitzt, hängt davon ab, wie viele Male sie mit
dem Prozess verbunden ist.
Stellfunktion:
Die Registerkarten werden beim Anschließen an einen Prozessanschluss erzeugt. Die
Anzahl der Karten hängt von der konkreten Stellfunktion ab und ist für diese fest
vorgeschrieben.
Messfunktion:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 77
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion
8.2 Datenfluss

Muss einen Funktionscode besitzen, damit ein Prozessanschluss angelegt werden kann.
Anders als bei der Stellfunktion muss der Benutzer das Anlegen der Registerkarten
’anstoßen’: Indem er die Funktion auf dem Plan mit dem Prozess verbindet oder über ihre
Eigenschaften die Zahl der Prozessanschlüsse hochsetzt. Siehe auch Kapitel Anzahl der
Prozessanschlüsse (Seite 84). Bei Messfunktionen mit Inline-Gerät, ist die Anzahl der Karten
fest, bei Messfunktionen mit Stutzen variabel.

Siehe auch
Registerkarten "BAS021 Stoffdaten" und "BAS031 Prozessanschluss" (Seite 274)
Registerkarte "Prozessanschlussdaten" (Seite 275)

8.2 Datenfluss
Die während der R&I-Planung an dem Gerät auf der Registerkarte "Stoffdaten" und
"Technische Daten" eingetragenen Daten, zum Beispiel eines Rohrleitungsabschnitts, sind
zum Teil auch für die Funktion wichtig. Um diese Daten an die Funktion weiterzureichen wird
in COMOS eine kontrollierte Datenübergabe verwendet.
Damit die Stoffdaten und Prozessdaten fließen können, gilt:
● Stellfunktion: Muss mit dem Prozess verbunden sein.
● Messfunktion: Muss einen Funktionscode besitzen. Muss einen Prozessanschluss
besitzen und muss, aus den gleichen Gründen wie die Stellfunktion, mit dem Prozess
verbunden sein.

"Angeschlossene Bauteile aktualisieren"


Je nach Datenbankversion werden die Informationen auch über mehrere Stufen hinweg
transportiert. Beispiele:
Rohrleitungsabschnitt -> Stutzen -> Messfunktion
Rohrleitungsabschnitt -> Armatur
Rohrleitungsabschnitt -> Stellfunktion
In diesen Fällen ist es wichtig, dass Sie im Dialog "Angeschlossene Bauteile aktualisieren?"
auf die Schaltfläche "Ja" klicken. Grund: die Abweichungswarnung ("Orangeschaltung") zeigt
immer nur auf der ersten Stufe die Abweichungen an. Alle folgenden Objekte erkennen
nicht, dass es eine Abweichung beim Datenfluss gibt.

Angeschlossene Bauteile nachträglich aktualisieren


Sollten die angeschlossenen Bauteile nicht aktualisiert worden sein, können Sie das
nachholen.
COMOS erkennt automatisch Abweichungen zwischen den verknüpften Attributen der ersten
Stufe und der Datenquelle, zum Beispiel dem Rohrleitungsabschnitt.

P&ID
78 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion
8.3 Prozesskopplung Messfunktion

Zu diesem Zeitpunkt werden keine Attributswerte übernommen. Es wird nur verglichen, ob


sich die jeweils vorhandenen Werte am Rohrleitungsabschnitt und der Prozesskopplung
unterscheiden.
Die entsprechenden Attributsfelder mit Abweichungen werden orange hinterlegt:

Klicken Sie mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich der Registerkarte und
selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Statische Verknüpfungen der Registerkarte
aktualisieren".
Die Attribute stimmen wieder überein, die Felder sind nicht mehr farbig hinterlegt.
Es ist selbstverständlich nicht zwingend, die Daten eins-zu-eins zu übernehmen. Sie können
auch eigene Werte eintragen, werden dann aber mittels der Orangeschaltung auf die
Diskrepanz zu den Daten an der Prozesskopplung hingewiesen.
Der Datenfluss erfolgt auf der Ebene der Attribute. Es handelt sich um zwei Attribute, bei
denen nur der Inhalt abgeglichen/ verglichen wird!
Die Einheiten der verknüpften Attribute müssen nicht übereinstimmen. Die Werte werden
automatisch umgerechnet.
Nachdem der Stutzen aktualisiert wurde, erscheint auch in der Messfunktion die
Orangeschaltung.

8.3 Prozesskopplung Messfunktion


Messfunktionen verwenden als Prozesskopplung entweder einen Stutzen oder ein
Inlinegerät.
Anders als bei Stellfunktionen werden die Registerkarten nicht beim Anlegen der
Messfunktion erzeugt, sondern erst, wenn Sie die Funktion mit dem Prozess verbinden.
In der Regel besitzen Messfunktionen nur einen Prozessanschluss. Eine Ausnahme ist die
Durchflussmessung, die auch zwei Prozessanschlüsse haben kann.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 79
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion
8.3 Prozesskopplung Messfunktion

Grundsätzlich gilt:
Bei Messfunktionen, die einen Funktionscode besitzen und mit Stoffdaten arbeiten, findet
jedes Mal, wenn die Anzahl der Prozessanschlüsse erhöht wird, im Hintergrund ein
Stammobjektwechsel statt. In der COMOS-DB sind Stammobjekte für Messfunktionen mit
keinem, einem oder mehreren Prozessanschlüssen vorbereitet. Die Anzahl der
Prozessanschlüsse bestimmt die Anzahl der Registerkarten.

8.3.1 Anschlüsse
Die COMOS-DB ist so vorbereitet, dass Funktionen zunächst ohne Anschlüsse erzeugt
werden. Sie werden erst angelegt, wenn Sie die Funktion auf einem R&I-Report mit einem
anderen Objekt verbinden. Siehe auch Kapitel Im R&I-Plan arbeiten (Seite 103). Dabei
entscheidet COMOS automatisch, was für ein Anschluss-Typ angelegt wird.

Anschluss-Typen
Die Funktion übernimmt immer den Anschluss-Typ des Objekts, mit dem sie verbunden wird.
Wenn Sie zwei Funktionen miteinander verbinden, werden an beiden Funktionen
Anschlüsse des Typs "Einstrich. Einfache Wirklinie" angelegt.
Der Anschluss-Typ bestimmt, welche Art von Verbindungslinie gezeichnet wird.

Beispiel
Eine Messfunktion ist auf einem R&I-Report mit einer Rohrleitung verbunden. Als
Prozesskopplung wird automatisch ein Stutzen angelegt. Der Stutzen besitzt einen
Anschluss vom Typ "R&I". Die Funktion erhält auch einen R&I-Anschluss und die beiden
Objekte werden über die Anschlüsse mit einer Datenlinie verbunden.

Sonderfall
Auf einem interaktiven Report des Typs "PFD" oder "RI" werden Objekte verbunden, von
denen das eine Objekt einen Anschluss mit dem Subtyp "Einfache Wirklinie" und das andere
mit dem Subtyp "Medium" besitzt: Die beiden Objekte können trotzdem verbunden werden.
Als Ergebnis wird eine Wirklinie erzeugt.
In der COMOS-DB gibt es für Anwender, die nur im Navigator arbeiten, auf Planungsseite
zunächst keine Möglichkeit, die Funktionen zu verbinden. Ihr Administrator muss die
Datenbank so modifizieren, dass Funktionen bereits beim Anlegen im Navigator den
gewünschten Anschluss besitzen.

Anschluss "I"
Anschlüsse des Typs "R&I" erhalten den Namen "I" und werden deshalb oft synonym als "I"-
Anschlüsse bezeichnet. Zwei miteinander verbundene Anschlüsse dieses Typs werden mit
einer durchgezogenen Linie verbunden. Siehe auch Kapitel Datenlinien / Wirklinien
(Seite 101).

P&ID
80 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion
8.3 Prozesskopplung Messfunktion

Anschluss "W"
Anschlüsse des Typs "Einstrich. Einfache Wirklinie" erhalten den Namen "W" und werden
deshalb oft synonym als "W"-Anschlüsse bezeichnet. Sie werden verwendet, um Wirklinien-
Verbindungen zu verwalten. Das sind Verbindungen zwischen Funktionen und den Prozess
beeinflussenden Geräten. Sie werden gestrichelt dargestellt.
Sind mehrere Anschlüsse des gleichen Typs vorhanden, werden sie intern hochgezählt:
"W1", "W2" oder "I1", "I2".
Siehe auch Kapitel Datenlinien / Wirklinien (Seite 101).

Verbundene Objekte finden


Im Unterschied zu anderen Objekten der Objektklasse "Device", werden verbundene
Objekte bei Funktionen (Objektklasse "Device", Unterklasse "Funktion") nicht über die
OwnConnectors-Collection sondern über die "AllConnectors"-Collection gesucht.

Anschlüsse in MSR
Im Bereich MSR werden die Anschlüsse außerdem dazu genutzt, um Signale und Daten zu
transportieren. Dazu muss in den Eigenschaften der Anschlüsse die Option "Signal vom
Eigentümer" aktiviert sein.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "E&IC", Stichwort
"Signal".

8.3.2 Anschluss über Stutzen


"@01 > PID > 98 > 05 Stutzen + Verbindungen"
Verwendet bei:
Allen Messfunktionen außer Durchflussmessungen ("F")
Stutzen werden in der Anlagenstruktur unterhalb des Rohrleitungssegments angelegt, nicht
unter der Funktion.

Datenfluss Stoffdaten
Der Stutzen besitzt eine Registerkarte "Stoffdaten". Der Rohrleitungsabschnitt übergibt die
Stoffdaten an den Stutzen, von wo die Messfunktion sie übernimmt.

Datenfluss Prozessdaten
Messfunktion, Registerkarte "Prozessanschluss" erbt Informationen vom Stutzen,
Registerkarte "Technische Daten", der sie wiederum vom Rohrleitungsabschnitt,
Registerkarte "Technische Daten" erbt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 81
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion
8.3 Prozesskopplung Messfunktion

8.3.3 Anschluss über Inlinegeräte


"@01 > EIC > 01 > 170 > F > F5 Allgemeiner Durchflusssensor"
Verwendet bei:
Funktionscode "F" - Durchflussmessung
Das Inline-Gerät wird unterhalb der Messfunktion angelegt.

Datenfluss Stoffdaten
Die Messfunktion übernimmt in jedem Fall die Stoffdaten direkt vom Rohrleitungsabschnitt.

Datenfluss Prozessdaten
Messfunktion, Registerkarten "Prozessanschluss P1", "Prozessanschluss P2" und
"Prozessanschlussdaten" erben Informationen vom Rohrleitungsabschnitt, Registerkarte
"Technische Daten".

8.3.4 Prozesskopplung wechseln

Einleitung
Ihr Administrator hat die Möglichkeit am Stammobjekt einer Funktion die
Standardprozesskopplung sowie eine alternative Prozesskopplung zu bestimmen. Das
erlaubt es Ihnen die Prozesskopplung einer Funktion nachträglich zu wechseln.

Vorgehen
1. Selektieren Sie die Prozesskopplung auf dem Report.
2. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Prozessanschluss wechseln auf".

Ergebnis
Der Prozessanschluss wird entsprechend gewechselt.

Beispiel
Sie haben eine Funktion auf dem Report angelegt, mit dem Prozess verbunden und
nachträglich den Funktionscode auf "F" (Durchflussmessung) gesetzt. Die Funktion wechselt
automatisch ihr Stammobjekt, aber nicht ihre Prozesskopplung. Über den Befehl
"Prozessanschluss wechseln auf" können Sie die Funktion mit einem Inline-Gerät anstatt
eines Stutzens ausstatten.

P&ID
82 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion
8.4 Prozesskopplung Stellfunktion

8.4 Prozesskopplung Stellfunktion


Anschluss über Armatur
"@03 > PID > 310 > EN > D > 04 > 60 Armaturen" oder "@03 > PID > 310 > ANSI > D > 04
> 60 Armaturen"
Verwendet bei: Allen Stellfunktionen
Die Armatur wird unterhalb der Stellfunktion angelegt bzw. dorthin verschoben, sobald sie
mit der Stellfunktion verbunden ist.

Datenfluss Stoffdaten
Sowohl die Stellfunktion als auch die Armatur übernehmen die Stoffdaten direkt vom
Rohrleitungsabschnitt.

Datenfluss Prozessdaten
Stellfunktion, Registerkarten "Prozessanschluss P1", "Prozessanschluss P2" und
"Prozessanschlussdaten" erben Informationen vom Rohrleitungsabschnitt, Registerkarte
"Technische Daten".
Armatur, Registerkarte "Technische Daten" erbt ebenfalls Informationen vom
Rohrleitungsabschnitt, Registerkarte "Technische Daten".

8.5 Prozesskopplung automatisch anlegen


Wird eine Funktion auf einem Plan platziert und mit dem Prozess verbunden, kann
automatisch eine Prozesskopplung mit angelegt und mit der Funktion verbunden werden.
Welche Prozesskopplung angelegt wird, wird im Stammobjekt der Funktion auf der
Registerkarte "Attribute > System" über das Attribut "PCC Komponente Prozesskopplung"
bestimmt.
Damit die Prozesskopplung tatsächlich angelegt wird, muss im Optionenscript der
Reportvorlage folgender Parameter gesetzt werden:
EnableProcessConnection = TRUE.
Das automatische Anlegen der Prozesskopplung kann auch separat für Messfunktionen und
Stellfunktionen eingestellt werden:
● Nur für Messfunktionen erzeugen:
EnableProcessConnectionSensor = True

● Nur für Stellfunktionen erzeugen:


EnableProcessConnectionActor = True

Bei Messfunktionen wird die Prozesskopplung automatisch nicht nur optisch auf dem Report,
sondern auch über ihre Anschlüsse mit der Funktion verbunden. Bei der Stellfunktion ist das
nicht der Fall. Grund: Die Armatur muss noch weiter vorbereitet werden und erhält einen
Antrieb. Die Funktion muss dann mit dem Antrieb verbunden werden.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 83
Prozesskopplung und Prozessanschluss einer Funktion
8.6 Anzahl der Prozessanschlüsse

8.6 Anzahl der Prozessanschlüsse


Bei Durchflussmessungen ist die Anzahl der Prozessanschlüsse fest vorgegeben. Sie
werden mittels Inline-Gerät mit dem Prozess verbunden. Auch bei Stellfunktionen ist die
Anzahl der Prozessanschlüsse vorgeschrieben.
Messfunktionen, die als Prozesskopplung einen Stutzen besitzen, können die Anzahl ihrer
Prozessanschlüsse jedoch wechseln. Die Anzahl der Prozessanschlüsse bestimmt, wie viele
Registerkarten "BAS02x Stoffdaten" und "BAS03x Prozessanschluss" die Messfunktion
besitzt. Mit der Anzahl der Prozessanschlüsse wechselt die Messfunktion außerdem ihr
Stammobjekt.
Beispiel: Stammobjekte für Messfunktionen für Dichte nach EN/DIN:
"@03 > BAS > IEC > @F > 01 > D Dichte" (ohne Prozessanschluss)
"@03 > BAS > IEC > @F > 01 > D > 1 Dichte" (ein Prozessanschluss)
"@03 > BAS > IEC > @F > 01 > D > 2 Dichte" (zwei Prozessanschlüsse)
Legt man die Messfunktion im Navigator über das Kontextmenü "Neu" an, wird eine
Messfunktion mit dem Stammobjekt "@03 > BAS > IEC > @F > 01 > D Dichte" erzeugt, an
dem noch kein Anschluss vorbereitet ist - also auch keine Registerkarten "BAS02x
Stoffdaten" oder "BAS03x Prozessanschluss".
Erhält die Funktion anschließend einen Prozessanschluss, wechselt ihr Stammobjekt auf
"@03 > BAS > IEC > @F > 01 > D > 1 Dichte" und erhält die Registerkarten "Stoffdaten" und
"Prozessanschluss".
Es gibt zwei Wege, die Anzahl der Prozessanschlüsse zu erhöhen:
● Automatisch (beim Verbinden)
Wird auf dem R&I-Report eine Messfunktion verbunden, erfolgt eine Prüfung, ob ein
weiterer Prozessanschluss benötigt wird. Wenn ja, wird dieser automatisch angelegt. Das
Stammobjekt wechselt automatisch (bei einem Anschluss auf das Stammobjekt "@03 >
BAS > IEC > @F > 01 > D > 1 Dichte").
● Manuell über die Eigenschaften der Funktion
Registerkarte: "Funktionsdaten Messort", Attribut: "Anzahl Prozessanschlüsse"
Das Stammobjekt wechselt nach dem Speichern automatisch.
In beiden Fällen gilt: Die Messfunktion muss einen Funktionscode besitzen.

P&ID
84 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden 9
9.1 AutoCAD-Daten importieren
AutoCAD-Zeichnungen können auf einen R&I-Report importiert werden, indem Sie diese per
Drag&Drop auf den Report ziehen.
Alternativ klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Report und selektieren im
Kontextmenü den Befehl "Optionen > Import". Aus der Liste "Bitte Zeichnungstyp
auswählen:" selektieren Sie dann den Eintrag "Autocad (*.dwg; *.dxf)".

9.2 Verfahrenseinheiten
Verfahrenseinheiten sind organisatorische Einheiten, die eine anwenderdefinierte
verfahrenstechnische Aufgabe lösen sollen.
Ziehen Sie per Drag&Drop die Verfahrenseinheiten auf den Plan. Die Verfahrenseinheiten
werden mit einem beschrifteten Kasten symbolisiert.
Um den automatisch erzeugten Namen zu ändern, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Objekt.
3. Wählen Sie das Kontextmenü "Eigenschaften".
4. Tragen Sie bei "Name" eine sinnvolle Bezeichnung ein.
Die Symbole für die Verfahrenseinheiten können in der Größe verändert werden.

9.3 Ströme definieren


Stoffströme werden als COMOS-Objekte verwaltet und besitzen als solche alle üblichen
Eigenschaften (Attribute, Anschlüsse usw.). Stoffströme sind dabei gerichtete Objekte, sie
beginnen am ersten, enden am zweiten Mausklickpunkt und sind mit einem Richtungspfeil
(Fließrichtung) versehen.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 85
R&I verwenden
9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

9.4.1 Rohrleitungen über das Werkzeug "Verbindung" erzeugen

Neue Rohrleitungen anlegen und existierende Rohrleitungen fortführen


Ein vollständiger Konstruktionszug mit dem Werkzeug "Verbindung" besteht aus folgenden
Schritten:
Werkzeug "Verbindung" aktivieren, mit Linksklick den Startpunkt festlegen und über weitere
Linksklicks den gewünschten Rohrleitungsverlauf einzeichnen. Über Rechtsklick wird das
Zeichnen der Rohrleitung beendet.
Wirkung:
● Im R&I-Report wird die Rohrleitung angelegt. Im Navigator wird ein Rohrleitungsobjekt
und darunter ein Rohrleitungsabschnitt, sowie darunter das auf dem R&I-Report
platzierte Rohrleitungssegment angelegt.
● Wenn im Navigator eine Rohrleitung markiert war, während Sie mit dem Werkzeug
"Verbindung" gezeichnet haben, entscheiden Sie über eine Abfrage, ob der erzeugte
Rohrleitungsabschnitt mit dem zugehörigen Rohrleitungssegment unter dieser
Rohrleitung angelegt werden soll oder ob eine neue Rohrleitung angelegt werden soll.
– Um zu der selektieren Rohrleitung den neuen Rohrleitungsabschnitt mit dem
zugehörigen Rohrleitungssegment hinzuzufügen, klicken Sie auf "Ja".
Der neue Rohrleitungsabschnitt übernimmt die Eigenschaften der Rohrleitung.
– Um eine neue Rohrleitung und darunter den neuen Rohrleitungsabschnitt mit dem
zugehörigen Rohrleitungssegment anzulegen, klicken Sie auf "Nein".
Gegebenenfalls müssen Sie den Rohrleitungsabschnitt noch detailliert mit Attributen
ausstatten.
● Wenn im Navigator ein Rohrleitungsabschnitt markiert war, während Sie mit dem
Werkzeug "Verbindung" gezeichnet haben, entscheiden Sie über eine Abfrage, ob die
eingezeichnete Verbindung dem selektierten Rohrleitungsabschnitt zugeordnet werden
soll:
– Um zu dem selektierten Rohrleitungsabschnitt ein weiteres Rohrleitungssegment
hinzuzufügen, klicken Sie auf "Ja".
– Um einen neuen Rohrleitungsabschnitt mit einem zugehörigen Rohrleitungssegment
einzufügen, klicken Sie auf "Nein".
Auf diese Weise ist es möglich, eine neue Rohrleitung anzulegen oder eine existierende
Rohrleitung weiterzuführen.

P&ID
86 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

Zwei Rohrleitungen über das Werkzeug "Verbindung" miteinander verbinden


Ausgangssituation:
Auf dem Report sind zwei Rohrleitungen platziert, die nicht miteinander verbunden sind. Für
jede Rohrleitung wurde im Navigator eine Rohrleitung und darunter ein
Rohrleitungsabschnitt mit jeweils zugehörigen Rohrleitungssegmenten angelegt. Im
Navigator ist keines dieser Objekte selektiert.
Zeichnet man mit dem Werkzeug "Verbindung" zwischen den beiden Rohrleitungen eine
Verbindung ein, geschieht Folgendes:
● Mindestens ein Hauptanschluss, Ausgang oder Eingang der einen Rohrleitung, ist
beteiligt:
Der Benutzer wird in einem Dialog aufgefordert, eine Rohrleitung auszuwählen.
Folge: Es wird ein neuer Rohrleitungsabschnitt mit einem zugehörigen
Rohrleitungssegment erzeugt. Der neue Rohrleitungsabschnitt und die vorher
existierenden Rohrleitungsabschnitte werden unter der ausgewählten Rohrleitung
zusammengefasst. Die zweite Rohrleitung wird gelöscht.
Option "Beide Rohrleitungen ..." aktiviert: Es wird eine dritte Rohrleitung erzeugt und
darunter der neue Rohrleitungsabschnitt mit einem zugehörigen Rohrleitungssegment.
● Die Verbindung erfolgt ausschließlich über dynamische Anschlüsse:
Die Verbindungsrichtung wird ausgewertet. Der neue Rohrleitungsabschnitt wird parallel
zu dem Rohrleitungsabschnitt angelegt, mit dem der Eingang des neuen
Rohrleitungsabschnitts verbunden ist:

Schräge Rohrleitungen
Werkzeug "Verbindung" aktivieren, Option "Schräg" aktivieren:
Nun kann man auch schräge statt nur rechtwinklige Rohrleitungen erzeugen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Applikationen",
Stichwort "Schräge Verbindungen".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 87
R&I verwenden
9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

9.4.2 Standardrohrleitung zum Verbinden selektieren

Voraussetzung
Der entsprechende Programmcode wurde vom zuständigen Administrator einkommentiert.
Verschiedene Rohrleitungs- und Kanalstrukturen sind definiert.
Ein Report ist angelegt und geöffnet. Kein Objekt ist selektiert.

Vorgehen
Um eine Standardrohrleitung zum Verbinden zu selektieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Report.
2. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Standardrohr zum Verbinden >
<gewünschte Rohrleitung>".

Ergebnis
Wenn Sie in der Werkzeugleiste des Reports das Werkzeug "Verbindung" aktivieren und
eine Verbindung zeichnen, wird das als Standard definierte Objekt zum Erzeugen der
Verbindung verwendet.

9.4.3 Rohrleitungen aus dem Navigator platzieren


● Aus den Stammdaten:
Das Stammobjekt (Rohrleitungsabschnitt oder Rohrleitungssegment) kann direkt auf den
Plan gezogen werden. Das Werkzeug "Verbindung" wird aktiviert und mit der gedraggten
Rohrleitung konstruiert, bis man das Werkzeug "Verbindung" wieder verlässt.
● Aus den Planungsdaten:
Der Rohrleitungsabschnitt oder das Rohrleitungssegment existieren bereits in den
Planungsdaten. Sie erhalten ein DocObj.
Sie können neben Rohrleitungssegmenten und Rohrleitungsabschnitten auch
Rohrleitungen aus dem Navigator per Drag&Drop auf dem Report platzieren. Wenn Sie
eine Rohrleitung selektieren, wird beim Zeichnen ein neuer Rohrleitungsabschnitt mit
einem zugehörigen Rohrleitungssegment erzeugt. Wenn Sie einen Rohrleitungsabschnitt
selektieren, wird beim Zeichnen ein neues Rohrleitungssegment erzeugt.
Die platzierte Rohrleitung wird auf dem Plan zunächst mit einem geraden Symbol
dargestellt. Über die Grabpunkte der Rohrleitung kann sie in die gewünschte Form gebracht
und an andere Bauteile angeschlossen werden.

P&ID
88 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

9.4.4 Auftrennungsmodus

9.4.4.1 Automatische Auftrennung der Rohrleitung bei Ein- und Zwischenbauteilen


Wenn Sie ein Einbauteil oder Zwischenbauteil auf einer Rohrleitung absetzen, wird die
Rohrleitung im Hintergrund aufgeteilt.
Auf dem Report wird die Rohrleitung durch das Bauteil optisch unterbrochen. Gleichzeitig
legt COMOS im Navigator automatisch neue Rohrleitungsobjekte an, die diese
Unterbrechung widerspiegeln. Je nachdem, welchen Auftrennungsmodus Ihr
Stammdatenadministrator für das Bauteil festgelegt hat, werden andere Rohrleitungsobjekte
angelegt.
Folgende Auftrennungsmodi sind möglich:

Segmentierung, z. B. bei Armaturen


● Fall 1: Das Einbauteil wird auf einem Rohrleitungsabschnitt platziert; es existieren noch
keine Rohrleitungssegmente.
Wirkung: Unter dem Rohrleitungsabschnitt werden zwei Rohrleitungssegmente angelegt.
Das Einbauteil wird über die Anschlüsse mit den Rohrleitungssegmenten verbunden.
Der Rohrleitungsabschnitt ist nicht länger auf dem Report platziert; stattdessen sind seine
Rohrleitungssegmente platziert.
● Fall 2: Das Einbauteil wird auf einem Rohrleitungssegment platziert.
Wirkung: Es wird ein zweites Rohrleitungssegment erzeugt. Das Einbauteil wird über die
Anschlüsse mit den Rohrleitungssegmenten verbunden.
In der COMOS-DB: Armaturen und Inlinegeräte

Anlegen eines neuen Rohrleitungsabschnitts, z.B. bei Reduzierungen


Parallel zu dem Rohrleitungsabschnitt, auf dem das Einbauteil platziert wurde oder auf
dessen Rohrleitungssegment das Einbauteil platziert wurde, wird ein zweiter
Rohrleitungsabschnitt erzeugt. Dieser zweite Rohrleitungsabschnitt und der ursprüngliche
Rohrleitungsabschnitt oder sein Rohrleitungssegment werden über ihre Anschlüsse mit dem
Einbauteil verbunden.
In der COMOS-DB: Rohrleitungsteile (Reduzierungen, T-Stücke)

Anlegen eines neuen Rohrleitungscontainers und eines neuen Rohrleitungsabschnitts, z.B. bei
Pumpen
Parallel zu der Eigentümer-Rohrleitung des Rohrleitungsabschnitt bzw. des
Rohrleitungssegments, auf dem das Einbauteil platziert wurde, wird eine zweite Rohrleitung
angelegt und unter dieser ein Rohrleitungsabschnitt. Dieser zweite Rohrleitungsabschnitt
und der ursprüngliche Rohrleitungsabschnitt oder sein Rohrleitungssegment werden über
ihre Anschlüsse mit dem Einbauteil verbunden.
In der COMOS-DB: Pumpen, Verdichter

P&ID
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9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

Registerkarte "Attribute > Systeminformationen"


Welchen Auftrennungsmodus ein Bauteil besitzt, kontrollieren Sie in den Eigenschaften auf
der Registerkarte "Attribute > Systeminformationen" am Attribut "Auftrennungsmodus".
Die Auftrennung erfolgt automatisch.

9.4.4.2 Rohrleitung auftrennen


Bauteile können unterschiedliche Auftrennungsmodi besitzen (Attribut "SYS.PIA602
Auftrennungsmodus"). Je nach Auftrennungsmodus werden neue Rohrleitungssegmente,
neue Rohrleitungsabschnitte oder neue Rohrleitungen und Rohrleitungsabschnitte erzeugt.
Siehe auch Kapitel Automatische Auftrennung der Rohrleitung bei Ein- und
Zwischenbauteilen (Seite 89).
Beim Auftrennen der Rohrleitung in Rohrleitungsabschnitte wird der bereits existierende
Rohrleitungsabschnitt kopiert. Eventuell vorhandene Elemente werden gelöscht. Nur
Elemente, die nicht auf einem R&I platziert werden können (Property RIClass = ""), werden
mitkopiert.

Stutzenbildung bei rohrleitungstrennenden Aktionen


Wird eine Rohrleitung über ein rohrleitungstrennendes Bauteil zu einem Behälter gezogen,
wird zuerst die Verbindung zum Behälter überprüft und ein Stutzen erzeugt und danach erst
die Verbindung aufgetrennt.

Trennmodus
Für Bauteile mit der Eigenschaft "Einbauteil (IsFitting)" wird jetzt das Attribut "PIA602
/Trennmodus" ausgewertet. Der Trennmodus sortiert die Bauteile jetzt immer parallel zu dem
Bauteil, welches sie trennen werden:
● Segmenttrennend: parallel zu Rohrleitungssegmenten
● Abschnittstrennend: parallel zu Rohrleitungsabschnitten
● Rohrleitungstrennend: das ist ein Spezialfall, weil das mit der Kategorientechnik
kollidieren würde. Parallel zu den Rohrleitungen sollen keine Bauteile liegen, denn die
Rohrleitungen sollen die obersten Objekte im Kategorienordner Rohrleitungen sein.
Deswegen werden Bauteile, die als "IsFitting" gekennzeichnet sind, aber durch den
eingestellten Auftrennmodus parallel zu der Rohrleitung liegen, bei Objektzuweisung in die
Kategorienordner verschoben. Trennmodus findet sich beispielsweise in:
"@01 > PID > 01 > 02 > 03.SYS.PIA602 Auftrennungsmodus"

Rohrleitungen über Blätter hinweg


Beim Auftrennen einer Rohrleitung wird das rekursive Verschieben der angeschlossenen
Objekte über Verweis-Rohrleitungssegmente hinweg fortgesetzt.
Hintergrund: Rohrleitungsabschnitte können mittels Blattverweisen über mehrere Blätter
geführt werden. Wird auf einem der Blätter der Rohrleitungsabschnitt aufgetrennt, werden
die Rohrleitungssegmente den neuen Rohrleitungsabschnitten zugeordnet.

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9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

Das Nachfolgersegment wird dabei anhand folgender Definition erkannt:


Aktuelles Rohrleitungssegment hat einen freien O1-Connector: gesucht wird das erste
Rohrleitungssegment mit dem freien I1-Connector, welches in der OwnerCollection nach
dem aktuellen vorkommt.

Auftrennungsmodus
Wenn Sie auf dem R&I Bauteile auf einer Rohrleitung platzieren, wird die Rohrleitung
aufgetrennt. Je nach Auftrennungsmodus des Bauteils werden neue Rohrleitungssegmente,
neue Rohrleitungsabschnitte oder neue Rohrleitungen und Rohrleitungsabschnitte erzeugt.
Den Auftrennungsmodus bestimmen Sie in den Eigenschaften der Bauteile. Für das Attribut
"Auftrennungsmodus" ist im Stammprojekt folgende Auswahlliste hinterlegt:
"@System > PipeCutMode"

9.4.4.3 Automatische Zusammenführung der Rohrleitung beim Ausbau von Bauteilen


Wenn das Einbauen eines Bauteils in eine Rohrleitung dazu führt, dass ein neuer
Rohrleitungsabschnitt oder ein neues Rohrleitungssegment angelegt wird, muss der Ausbau
des Bauteils umgekehrt zur Folge haben, dass dieser Rohrleitungsabschnitt oder dieses
Rohrleitungssegment wieder gelöscht wird.

Bauteil löschen
● Wenn Sie ein Bauteil löschen, das die Rohrleitung in Rohrleitungssegmente trennt, wird
im Navigator automatisch auch eines seiner angeschlossenen Rohrleitungssegmente
gelöscht.
● Wenn Sie ein Bauteil löschen, das die Rohrleitung in Rohrleitungsabschnitte trennt, wird
das Fenster "Rohrleitungsabschnitte auswählen" geöffnet. Selektieren Sie die
gewünschte Option, die beim Zusammenführen der Rohrleitungsabschnitte ausgeführt
wird.
Wenn Sie die Option "Beide Rohrleitungen (mit Unterbrechung) erhalten" aktivieren,
bleiben beide Rohrleitungsabschnitte erhalten.
Die Rohrleitungsabschnitte sind nicht länger miteinander verbunden, weder in der
Datenbank noch auf dem Report. Dort, wo auf dem Report das Bauteil platziert war,
bleibt eine Lücke.
● Wenn Sie ein Bauteil löschen, das die Rohrleitung in mehrere Rohrleitungen trennt, wird
das Fenster "Rohrleitung auswählen" geöffnet.
Die selektierte Rohrleitung bleibt erhalten.

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9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

9.4.5 Rohrleitung verlängern

Voraussetzung
Ein Rohrleitungssegment ist auf einem Report platziert.
Der Modus EnableContinueDrawingConnection wurde vom zuständigen Administrator aktiviert.

Vorgehen
Um eine Rohrleitung zu verlängern, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Aktivieren Sie das Werkzeug "Verbindung" in der Werkzeugleiste des Reports.
2. Selektieren Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
– Klicken Sie auf das Ende des Rohrleitungssegments, das Sie verlängern möchten.
Verlängern Sie das Rohrleitungssegment wie gewünscht.
– Klicken Sie vor den Anfang des Rohrleitungssegments und verlängern Sie das
Rohrleitungssegment.

Ergebnis
Wenn Sie genau am Ende des Rohrleitungssegments ansetzen, wird das
Rohrleitungssegment weitergezeichnet. Die Fließrichtung muss dabei übereinstimmen.
Wenn Sie versetzt zu dem bestehenden Rohrleitungssegment weiterzeichnen, wird ein
neues Rohrleitungssegment angelegt.
Sie können das Rohrleitungssegment nicht über einen Abzweig mit einem dynamischen
Anschluss verlängern.

9.4.6 Rohrleitungen löschen

Rohrleitungssegmente löschen
Werden alle Rohrleitungssegmente eines Rohrleitungsabschnitts gelöscht, wird automatisch
auch der Rohrleitungsabschnitt gelöscht, wenn sich darunter kein eingebuchtes Element
befindet.

Rohrleitungsabschnitte löschen
● Eigentümer: Dokument:
Werden alle Rohrleitungsabschnitte einer Rohrleitung gelöscht, wird auch die Rohrleitung
gelöscht, wenn sich darunter kein eingebuchtes Element befindet.
● Eigentümer ungleich Dokument:
Werden alle Rohrleitungsabschnitte einer Rohrleitung gelöscht, dann bleibt das
Rohrleitungsobjekt erhalten.

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9.4 Mit Rohrleitungen arbeiten

Bauteil löschen mit Auftrennungsmodus:


● "In Segmente trennend":
Ein Rohrleitungssegment wird gelöscht, ein Rohrleitungssegment bleibt erhalten.
● "In Rohrleitungsabschnitte trennend":
Der Dialog "Rohrleitungsabschnitte auswählen" wird geöffnet.
Der Anwender bestimmt, welcher Rohrleitungsabschnitt erhalten bleibt.
Wird die Option "Beide Rohrleitungen (mit Unterbrechung) erhalten" aktiviert, wird das
Bauteil gelöscht. Beide Rohrleitungsabschnitte bleiben erhalten. Sie werden nicht
miteinander verbunden, weder in der Datenbank noch auf dem Report. Dort, wo auf dem
Report das Bauteil platziert war, bleibt eine Lücke.
● "In Rohrleitungen trennend":
Der Dialog "Rohrleitung auswählen" wird geöffnet. Es bleibt die Rohrleitung erhalten,
deren Rohrleitung vom Anwender ausgewählte wurde.

Rohrleitungslücken schließen
Beim Löschen von Objekten aus Rohrleitungen werden die Rohrleitungen gegebenenfalls
auch über Eck geschlossen. Dies funktioniert auch für schräge und zueinander parallel
stehende Rohrleitungen.
Regel zum Rohrleitungsverlauf:
● Verlängern der beiden Enden der offenen Rohrleitungen und prüfen, ob ein Schnittpunkt
existiert. Wenn ja, wird dieser als Knickpunkt der neuen gemeinsamen Rohrleitung
genommen.
● Wenn nicht, wird ein automatischer Rohrleitungsverlauf zwischen den beiden offenen
Enden generiert.
Sonderfall Dreiwegearmatur: Lücke bleibt stehen.

9.4.7 Sonstiges zu Rohrleitungen

Neu routen
Interaktiver Report, Kontextmenü einer Rohrleitung "Optionen > Neu routen"
Anwendung: Wenn nach längerem Arbeiten auf dem R&I und mehrmaligem manuellen
Verschieben der Rohrleitungen der Rohrleitungsverlauf nicht mehr optimal ist. Die
selektierten Rohrleitungen werden neu berechnet und gezeichnet. Schräge Rohrleitungen
werden in rechtwinklige Verbindungen umgewandelt.

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9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

Zugeordnete Bauteile
Rohrleitungen können untergeordnete Objekte besitzen ("Subdevice"), die nicht mit der
Hauptrohrleitung verbunden sind. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Halterungen,
Schellen und so weiter.
● Solche Subdevice werden jetzt mitselektiert, wenn das Hauptelement selektiert wird.
● Subdevice werden bei der Verschiebung des Hauptelements mit verschoben.

9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

9.5.1 Rohrleitungen mit Bauteilen verbinden


Es gibt zwei Wege, Bauteile auf dem R&I-Plan mit einer Rohrleitung zu verbinden:
1. Zuerst die Rohrleitung einzeichnen, dann die Bauteile auf der Rohrleitung absetzen.
Folge:
Die Rohrleitung wird automatisch mit den Bauteilen verbunden und entsprechend ihrer
Rohrleitungsauftrennungsmodi aufgeteilt. Siehe auch Kapitel Rohrleitung auftrennen
(Seite 90).
Das funktioniert nur bei Bauteilen, für die im Symbol passende Anschlüsse vorbereitet
sind, z. B. bei Armaturen und Pumpen, aber nicht bei Behältern und Kolonnen.
2. Erst das Bauteil platzieren und dann eine Rohrleitung einzeichnen:
– Bauteil mit vorbereiteten Anschlüssen:
Wenn die Anschlüsse der anzuschließenden Bauteile alle in einer Linie liegen: Mit
dem Werkzeug "Verbindung" kann einfach über die Anschlüsse des platzierten
Bauteils gezeichnet werden. COMOS erzeugt die notwendigen Rohrleitungsobjekte, je
nach Auftrennungsmodus der Bauteile, und verbindet die Rohrleitung mit den
Bauteilen.
– Bauteil mit dynamischen Anschlüssen:
Man kann die Verbindung nicht durchziehen, sondern muss zuerst die eingehende,
dann die ausgehende Rohrleitung einzeichnen.

Anschluss an einen festen Anschluss


Hintergrund:
Über das Symbolscript des Stammobjekts bestimmt man, welche Anschlüsse ein Bauteil von
Anfang an besitzt. Diese am Stammobjekt bereits vorbereiteten Anschlüsse heißen auch
feste Anschlüsse.
Sie werden von Anfang an auf dem R&I dargestellt, unabhängig davon, ob sie bereits mit
einem anderen Objekt verbunden (= gesetzt) wurden oder nicht:

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9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

Bauteil über einen festen Anschluss mit einer Rohrleitung verbinden:


● Auf dem Report: Die Rohrleitung rastet am Anschluss ein. Wenn Sie danach die
Rohrleitung verschieben, wird automatisch auch das Bauteil verschoben.
● Im Navigator: Die beiden Objekte werden automatisch über ihre Anschlüsse (Systemtype
"Connector") miteinander verbunden:

● Über den Kontextbefehl "Navigiere > Verbindungen" navigieren Sie zu dem verbundenen
Anschluss.

Anschluss an dynamische Anschlüsse


Hintergrund:
Alle R&I-Bauteile, Rohrleitungen und Objekte zum Erzeugen einer Verbindung (z. B.
Stutzen) verfügen über dynamische Anschlüsse. Diese Anschlüsse müssen nicht im
Symbolscript des Stammobjekts vorbereitet werden, sondern werden bei Bedarf dynamisch
erzeugt. Manche Bauteile (z. B. Behälter) besitzen nur dynamische Anschlüsse.
Man zeichnet mit dem Werkzeug "Verbindung" eine Rohrleitung ein und verbindet sie mit
dem Bauteil, indem man über Rechtsklick eine beliebige Stelle des Bauteils als Endpunkt
des Rohrleitungsabschnittes bestimmt (gegebenenfalls Raster über Shift ausschalten).
Der Dialog "Erzeuge Verbindung" wird geöffnet:

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9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

Hier entscheidet der Anwender, ob und wie die Rohrleitung und das Bauteil verbunden
werden:
● "Keine Verbindung":
Selbsterklärend. Auf dem Plan kann es so aussehen, als ob die Objekte miteinander
verbunden wären.
● "Erzeuge Verbindung":
Rohrleitung und Bauteil werden auf dem Plan und in der Datenbank über Anschlüsse
direkt miteinander verbunden. Falls notwendig, wird am Bauteil dynamisch ein neuer
Anschluss erzeugt.
● "Erzeuge Stutzen":
Auf dem Report und in der Datenbank wird ein Stutzen erzeugt. Rohrleitung und Bauteil
werden mit den Anschlüssen des Stutzens verbunden und dadurch indirekt miteinander.
Kann nur dann aktiviert werden, wenn unter dem Stammobjekt des Bauteils ein Stutzen
mit dem Namen "NOZZLE" als Element angelegt ist.
Wenn vorhanden: Als Default aktiviert.
Dynamisch erzeugte Anschlusspunkte bleiben zunächst erhalten, wenn die Verbindung
gelöst wird. Möchten man nach dem Trennen der Verbindung auch den Anschlusspunkt
entfernen, dann muss man den Kontextbefehl "Optionen > Originalsymbol wiederherstellen"
wählen.
Dynamische Anschlüsse werden insbesondere bei Behältern verwendet.

Siehe auch
Optionen des Fensters "Erzeuge Verbindung" (Seite 269)

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9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

9.5.2 Einbauteile unter der Rohrleitung einsortieren


Sie haben die Möglichkeit Rohreinbauteile so zu konfigurieren, dass sie automatisch unter
der verbundenen Rohrleitung einsortiert werden.
Dazu aktivieren Sie in den Eigenschaften des Bauteils auf der Registerkarte "Attribute >
Systeminformationen" die Option "Parallel zum aufgetrennten Rohrleitungselement
einsortieren".

Beispiel
Wenn Sie eine Armatur auf einer Rohrleitung platzieren, wird die Armatur nicht parallel zu
den anderen Bauteilen angelegt.
Stattdessen wird die Armatur parallel zu dem mit ihm verbunden Rohrleitungsobjekt
angelegt, also parallel zu den Rohrleitungssegmenten und damit immer unterhalb der
Rohrleitung oder des dazugehörigen Rohrleitungsabschnitts.

Das gilt auch, wenn Sie mit Kategorien arbeiten.

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9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

9.5.3 Bauteile automatisch sortieren

Einleitung
Wenn Sie auf einem Report vom Typ "R&I" arbeiten, werden die Bauteile, die Sie dort
erzeugen, normalerweise im Navigator unterhalb des Reports angelegt. Sie weisen die
Bauteile dann später einer Anlage zu. Siehe auch Kapitel Werkzeug "Objekt zuweisen"
(Seite 123).

Projekteinstellungen
Ihr Administrator hat die Möglichkeit das Projekt so zu konfigurieren, dass die R&I-Bauteile
beim Platzieren auf dem Report automatisch und nach Bauteiltypen getrennt in die
Anlagenstruktur einsortiert werden. Siehe auch Kapitel Script-Optionen der Reportvorlagen
(Seite 228).

Kategorien
Kategorien sind besondere Ordner. Jede Kategorie nimmt nur Objekte eines bestimmten
Bauteiltyps auf.
Im Beispielprojekt sind Kategorien unter der Teilanlage vorbereitet:

Beim Anlegen der Teilanlage werden die Kategorien automatisch mit erzeugt.
Jedes Mal, wenn Sie ein Bauteil auf dem Report platzieren, wird es in die entsprechende
Kategorie einsortiert. Wenn Sie einem Bauteil die Teilanlage als Eigentümer zuweisen, wird
es nicht direkt unter die Teilanlage verschoben sondern in eine passende Kategorie
unterhalb der Teilanlage.

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98 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
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9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

9.5.4 Automatisierter Datenfluss


Zwischen Prozess, Prozesskopplung und Funktion findet ein automatischer Datenfluss statt.

Übersicht über die Datenübergabe


Die während der R&I-Planung an den Prozessgeräten auf den Registerkarten "Stoffdaten"
und "Technische Daten" eingetragenen Daten sind zum Teil auch für die Funktionen wichtig.
Um diese Daten an die Funktionen weiterzureichen, findet in COMOS eine kontrollierte
Datenübergabe statt:

5RKUOHLWXQJVDEVFKQLWW 3UR]HVVNRSSOXQJ )XQNWLRQ

6WXW]HQ

3!!6WRIIGDWHQ 3!!6WRIIGDWHQ 3!>=¦KOHU@!


6WRIIGDWHQ

3!!7HFKQLVFKH 3!!7HFKQLVFKH ,&>=¦KOHU@!3UR]HVV


'DWHQ 'DWHQ DQVFKOXVV>=¦KOHU@

,QOLQH*HU¦W

3!!6WRIIGDWHQ 3!!6WRIIGDWHQ

3!!7HFKQLVFKH IC220 > Prozessanschluss-


'DWHQ daten
IC221 Prozessanschluss P1
IC222 Prozessanschluss P2

$UPDWXU

3!!6WRIIGDWHQ 3!!6WRIIGDWHQ 3!!6WRIIGDWHQ

3!!7HFKQLVFKH IC220 > Prozessanschluss-


'DWHQ daten
3!!7HFKQLVFKH IC221 Prozessanschluss P1
IC222 Prozessanschluss P2
'DWHQ

Technischer Hintergrund
Dieser Datentransfer erfolgt über die COMOS-Technik der statischen Verknüpfung. Hierbei
reicht eine Datenquelle Attributwerte an die verknüpften Attribute eines anderen Objekts
weiter. Dieses andere Objekt kann, muss aber nicht, über seine Anschlüsse an die
Datenquelle angeschlossen sein.
All diese Prozesse laufen im Hintergrund ab.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 99
R&I verwenden
9.5 Interaktionen zwischen R&I-Objekten

Siehe auch
Datenfluss auf dem R&I-Report initiieren (Seite 53)

9.5.5 Angeschlossene Bauteile nachträglich aktualisieren

Voraussetzung
Sie haben die Eigenschaften eines Rohrleitungsabschnitts geändert. Sie haben die Bauteile,
die über ihre Anschlüsse direkt mit dem Rohrleitungsabschnitt verbundenen sind, nicht
aktualisiert.

Vorgehen
Um die an den Rohrleitungsabschnitt angeschlossenen Bauteile nachträglich zu
aktualisieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des Bauteils.
Attributwerte, die von den verknüpften Attributen des Rohrleitungsabschnitts abweichen,
sind orange hinterlegt.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den freien Bereich der Registerkarte.
3. Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
– Um die orange hinterlegten Attributwerte aller Registerkarten an die Werte der
verknüpften Attribute anzupassen, selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl
"Statische Verknüpfungen aller Registerkarten aktualisieren".
– Um alle orange hinterlegten Attributwerte dieser Registerkarte an die Werte der
verknüpften Attribute anzupassen, selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl
"Statische Verknüpfungen der Registerkarte aktualisieren".

Ergebnis
Die neuen Werte werden an die Attribute geschrieben. Die Attributwerte sind nicht mehr
orange hinterlegt.

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9.6 Datenlinien / Wirklinien

9.6 Datenlinien / Wirklinien


Datenlinien und Wirklinien sind rein grafische Verbindungen, für die kein Objekt angelegt
wird. Sie werden erzeugt, wenn:
● zwei R&I-Objekte über ihre W-/I-Anschlüsse verbunden werden (Wirklinie).
● ein R&I-Objekt mit einem W-/I- Anschlüsse mit einer Rohrleitung verbunden wird
(Wirklinie).
● eine Funktion mit einem anderen Objekt verbunden wird. Es kann eine Daten- oder
Wirklinie erzeugt werden, je nachdem welchen Anschluss-Typ das Objekt besitzt, mit
dem die Funktion verbunden wird. Es gilt:
– Wirklinie: wird zwischen zwei Anschlüssen des Typs "Einstrich. Einfache Wirklinie"
erzeugt.
– Datenlinie: wird zwischen zwei Anschlüssen des Typs R&I, oder des Typs "Einstrich.
Medium" erzeugt.
Siehe auch Kapitel Anschlüsse (Seite 80).
Wird eine Messfunktion mit einem Prozessgerät verbunden, geht die resultierende Datenlinie
zunächst vom Prozess zur Messfunktion. Wird eine Stellfunktion verbunden, muss der
Benutzer hingegen selber kontrollieren, ob die Verbindung in die korrekte Richtung zeigt.
Die Richtung kann vom Anwender über das Kontextmenü jederzeit geändert werden:
"Optionen > Fließrichtung wechseln". Dabei wird bei Wirklinien, wie bei Rohrleitungen, die
Konstruktionsrichtung angepasst.
Werden auf einem interaktiven Report des Typs "PFD" oder "R&I" Objekte verbunden, von
denen das eine Objekt einen Anschluss mit dem Subtyp "Wirklinie" und das andere mit dem
Subtyp "Medium" besitzt, können diese beiden Objekte trotzdem verbunden werden. Als
Ergebnis wird eine Wirklinie erzeugt.
Beim Erzeugen einer grafischen Verbindung werden in der Auswahltabelle des
Systemprojekts "@ConnectionTypeI" die graphischen Eigenschaften für die Linie
ausgelesen. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Comos-Administration", Stichwort "@ConnectionTypeI (Einstrich)".

Datenlinie / Wirklinie auftrennen


Wenn Sie eine Datenlinie / Wirklinie auftrennen, wandelt COMOS den Teil, der nicht an der
Messfunktion / Stellfunktion angeschlossen ist, automatisch in einen Rohrleitungsabschnitt
um.

Grafischen Eigenschaften vererben


Grafische Verbindungen übertragen ihre grafischen Attribute (Linientyp, Liniendicke,
Linienfarbe und Layer) an neue, angeschlossene grafische Verbindungen.
Mit anderen Worten: Hat der Benutzer beispielsweise eine Wirklinie formatiert und zeichnet
eine neue Wirklinie, die mit der bereits bearbeiteten Wirklinie Kontakt hat, dann übernimmt
die neue Wirklinie die Benutzerformatierung.

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Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 101
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9.7 Mit Funktionen auf Planungsseite arbeiten

Wirklinie erzwingen
Attribut-Registerkarte "SYS", Attribut "Behavior".
Dieses Attribut steuert das Verhalten von Bauteilen in R&I.
SYS.Behavior = "I"
Setzt die RIClass auf "I". Wertet man das Bauteil im Objektdebugger aus, erhält man
Device.RIClass = "I".
Das Bauteil verhält sich dadurch wie eine Messfunktion: beim Verbinden mit anderen
Bauteilen oder Rohrleitung wird anstelle einer Leitung eine Wirklinie gezeichnet.

9.7 Mit Funktionen auf Planungsseite arbeiten

9.7.1 Übersicht
Zunächst muss die Funktion angelegt werden. Dies ist auf mehreren Wegen möglich:
● Über die Leiste mit den Stammobjekten des Reports. Die dort zur Verfügung stehenden
Funktionen besitzen noch keinen Funktionscode. Siehe auch Kapitel Messfunktion
anlegen (Seite 64).
● Den Stammobjektknoten mit den Funktionsstammobjekten auswählen, die gewünschte
Funktion mit passendem Funktionscode auswählen und anlegen.
● In den Planungsdaten existiert bereits eine Position: Kontextmenü "Neu" einer Position
nach DIN/IEC oder die entsprechenden Menüs einer Position nach ANSI:
Hier stehen Messfunktionen und Stellfunktionen zur Verfügung. Die Funktion wird im
Navigator unter der Position angelegt.
Die Funktion erbt das Kennzeichen ihrer Position (vorausgesetzt das Kennzeichen der
Position ist nicht leer) und besitzt damit von Anfang an einen Funktionscode.
Danach muss die Funktion noch mit dem Prozess verbunden werden. Dies geschieht, indem
die Funktion über Prozessanschlüsse mit einer Prozesskopplung verbunden wird. Platzieren
Sie die Funktion dazu auf einem R&I-Report oder arbeiten Sie alternativ im Navigator.
Bei Stellfunktionen ist außerdem zu beachten, ob das zugehörige Stellgerät noch anzulegen
ist.
Siehe auch Kapitel Anlegen von Positionen (Seite 60).

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102 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
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9.7 Mit Funktionen auf Planungsseite arbeiten

9.7.2 Im R&I-Plan arbeiten

Messfunktion
Öffnen Sie den R&I-Plan, der unter der Teilanlage liegt und ziehen Sie die Funktion aus dem
Navigator per Drag&Drop auf den Plan. Verbinden Sie die Funktion über das Werkzeug
"Verbindung" mit dem Prozess.
Hat der Administrator im Rahmen der Projektvorbereitung im Stammobjekt der Funktion eine
Prozesskopplung eingetragen, wird beim Verbinden automatisch die Prozesskopplung mit
angelegt (Stutzen oder, bei Durchflussmessungen, Inline-Gerät). Siehe auch Kapitel
Prozesskopplung automatisch anlegen (Seite 83). Funktion und Prozesskopplung werden
über ihre Anschlüsse automatisch miteinander verbunden. Siehe auch Kapitel Anschlüsse
(Seite 80).
Folge der Verbindung: Bei der Funktion werden neue Registerkarten angelegt, in denen die
Daten zu dem Prozessanschluss gespeichert werden. Siehe auch Kapitel Prozessanschluss
erzeugen (Seite 77) und Kapitel Datenfluss (Seite 78).
Es wird eine durchgezogene, objektlose Linie erzeugt – eine sogenannte "Datenlinie". Die
Verbindung geht von der Prozesskopplung zur Messfunktion. Wurde in die
entgegengesetzte Richtung verbunden, wird die Linie automatisch umgedreht. Die Richtung
kann über das Kontextmenü "Optionen > Fließrichtung wechseln" geändert werden.

Stellfunktion
Auch für die Stellfunktion gilt: Beim Verbinden mit dem Prozess kann automatisch die
Prozesskopplung (= Armatur) angelegt werden. Da die Armatur aber noch weiter vorbereitet
werden muss, bietet sich folgende Vorgehensweise an:
1. Zuerst die Stellfunktion anlegen.
In der COMOS-DB sind im R&I-Report auf der Symbolleiste keine Icons für
Stellfunktionen vorbereitet.
2. In diesem Fall klicken Sie im Navigator einfach auf die gewünschte Position und wählen
über das Kontextmenü "Neu" der Position eine Stellfunktion aus.
Die Stellfunktionen sind im Menü nach den Armaturen sortiert, die unter ihnen angelegt
werden sollen.
Alternativ können Sie im Navigator auch auf die Registerkarte "Stammobjekte" wechseln
und unter dem Stammobjektknoten "@03 > BAS > IEC > @F > 02 Stellfunktionen" ein
passendes Stammobjekt auswählen.
3. Danach im Navigator unter der Stellfunktion die gewünschte Armatur anlegen und auf
dem Plan platzieren.
Alternativ kann sie auch über die Symbolleiste des Plans oder über die Stammdaten
angelegt werden. In den Stammdaten der COMOS-DB liegen Armaturen unter folgenden
Stammobjektknoten:
– "@03 > PID > 310 > EN > D > 04 Armaturen"
– "@03 > PID > 310 > ANSI > D > 04 Armaturen"

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Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 103
R&I verwenden
9.7 Mit Funktionen auf Planungsseite arbeiten

4. Die Armatur auf dem Plan selektieren und über das Kontextmenü "Graphische
Einstellungen > Antrieb > <gewünschter Eintrag>" weiter vorbereiten.
5. Die Stellfunktion auf dem Plan platzieren und über das Werkzeug "Verbindung" mit dem
Antrieb der Armatur verbinden.
Es wird eine gestrichelte, objektlose Linie gezeichnet – eine sogenannte Wirklinie.
Sie müssen selber kontrollieren, dass die Verbindung in die richtige Richtung zeigt. Die
Richtung kann über das Kontextmenü "Optionen > Fließrichtung wechseln" geändert
werden.
Die Objekte werden automatisch auch in der Datenbank über ihre Anschlüsse verbunden.
Siehe auch Kapitel Anschlüsse (Seite 80).
Folge der Verbindung: Die Funktion besitzt nun einen Prozessanschluss. Siehe auch Kapitel
Prozessanschluss erzeugen (Seite 77) und Kapitel Datenfluss (Seite 78).

Siehe auch
Darstellung auf Reports (Seite 74)

9.7.3 Nur im Navigator arbeiten


Eine Funktion nur über den Navigator mit dem Prozess zu verbinden, ist etwas aufwendiger
als der Weg über den R&I-Plan.

Prozesskopplung anlegen
Zunächst müssen Sie unterhalb der Funktion die Prozesskopplung anlegen. Die
Prozesskopplungen von Messfunktionen befinden sich in den Stammdaten unter folgenden
Stammobjektknoten:
● Stutzen: "@01 > PID > 98 > 05 > 01 Stutzen"
● Inline-Gerät: "@03 > BAS > IEC > @F > 01 > F > 1 Durchfluss, Durchsatz"
Für Stellfunktionen befinden sich die Prozesskopplungen unter:
● "@03 > BAS > IEC > @F > 02 Stellfunktionen" oder "@03 > BAS > ANSI > @F > 02
Stellfunktion ANSI"
Die Armaturen sind so vorbereitet, dass sie auch als Stellgeräte eingesetzt werden
können.
Öffnen Sie einen Zusatznavigator und legen Sie die Prozesskopplung an, indem Sie das
gewünschte Stammobjekt auf die Registerkarte "Anlagen" unter die Funktion ziehen.
Die COMOS-DB ist so vorbereitet, dass die Armaturen auch über das Kontextmenü "Neu"
von Stellfunktionen angelegt werden können.

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104 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
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9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

Stellfunktion: Armatur vorbereiten


Über die Eigenschaften der Armatur, Registerkarte "Zubehör", setzen Sie die nötigen
Attribute. Außerdem muss unter der Armatur noch ein Antrieb angelegt werden. In der
COMOS-DB sind im Kontextmenü "Neu" der Armatur bereits Antriebe vorbereitet.
Ihre Stammobjekte liegen unter:
"@01 > PID > 98 > 01 Stellantriebe für Armaturen"

Verbinden und Prozessanschlüsse erzeugen


Als nächstes müssen die Funktion und die Prozesskopplung oder bei der Stellfunktion der
Antrieb miteinander verbunden werden. Dies geschieht über die Anschlüsse der Objekte.
Dazu muss der Administrator den Anschluss an der Funktion bereits in den Stammdaten
angelegt haben. Siehe auch Kapitel Anschlüsse (Seite 80).
Folge der Verbindung: Bei der Funktion werden neue Registerkarten angelegt, in denen die
Daten zu dem Prozessanschluss gespeichert werden. Die Registerkarten erhalten die Daten
teilweise vom Prozess. Siehe auch Kapitel Prozessanschluss erzeugen (Seite 77) und
Kapitel Datenfluss (Seite 78).
Mit jedem Verbinden steigt die Anzahl der Prozessanschlüsse. Siehe auch Kapitel Anzahl
der Prozessanschlüsse (Seite 84).

9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

9.8.1 Überblick

Anwenden
Ein oder mehrere Objekte auf dem R&I selektieren, im Kontextmenü "Kopieren" und
"Einfügen" aufrufen und einen Einfügemodus auswählen. Mit einem Rechtsklick bestimmen,
wo das Symbol der Kopie auf dem Plan platziert werden soll.

Einfügeort und Einfügemodus


Wo die kopierten Objekte im Navigator eingefügt werden und welche Objekte kopiert
werden, hängt von einer Reihe von Faktoren. Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus
(Seite 107).
Die in den folgenden Kapiteln benutzten Beispiele werden beim normalen Arbeiten mit
COMOS so nicht vorkommen. Sie wurden gewählt, um die Wirkung des Kopieren und
Einfügens eindeutig zu veranschaulichen.

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Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 105
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

9.8.2 Die Einfügemodi


● "Unter Dokument":
Die Kopie wird im Navigator unterhalb des Dokuments eingefügt.
● "Neben Dokument":
Die Kopie wird im Navigator parallel zum Dokument eingefügt.
● "An gleicher Position":
Die Kopie wird im Navigator parallel zum Original eingefügt.
● "Objekt behalten":
Nur aktiviert, wenn der Befehl "Einfügen" auf einem anderen Plan aufgerufen wird als
dem, auf dem das Original platziert ist. Es wird nur das Symbol kopiert, nicht das
Planungsobjekt. Die im Report erzeugte Kopie des Symbols zeigt auf das gleiche
Planungsobjekt wie das Original-Symbol, das nun zwei DocObjs besitzt.
● "Automatisch":
Planarten-spezifisches Verhalten:
– Planart "PFD": Die Kopie wird im Navigator unterhalb des Dokuments eingefügt.
– alle anderen Planarten (z. B. für die Module ET, FLUID): Die Kopie wird parallel zum
Original erzeugt.
Ausnahme: Wenn das Original neben dem Dokument lag und
dokumentenübergreifend kopiert wird, dann wird die Kopie nicht parallel zum Original
liegen sondern parallel zum neuen Dokument.
– Planart "FUP_IEC":
Das Attribut "SYS.MultipleUse Objekt mehrfach platzierbar" wird ausgewertet.
Aktiviert: Das neue Objekt wird im Navigator parallel zum Original angelegt.
Deaktiviert: Gleiches Verhalten wie beim Einfügemodus Objekt behalten.
Die kopierten Objekte werden immer dann gemäß des Einfügemodus eingefügt, wenn:
● sie beim Einfügen nicht mit einer Rohrleitung verbunden werden
● wenn sie beim Einfügen zwar mit einer Rohrleitung verbunden werden, aber die
Rohrleitung im Connect-Script nicht die Funktion SetOwnerbyDeviceConnector aufruft
Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 107).

P&ID
106 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

9.8.3 Basisalgorithmus

Zusammenspiel der fürs Einfügen relevanten Faktoren


Wie bereits erwähnt, werden das genaue Einfügeverhalten und der Einfügeort durch
mehrere Faktoren bestimmt:
● Wird das Objekt beim Einfügen mit einer Rohrleitung verbunden, d. h. wird das Connect-
Event der Rohrleitung ausgelöst und wird dort die Funktion SetDeviceOwnerbyConnector
aufgerufen?
Obwohl in der COMOS-DB dieser Fall nicht auftritt, spricht technisch nichts dagegen, die
Funktion SetDeviceOwnerbyConnector auch an anderen Objekten als Rohrleitungen
auszulösen.
Funktionsaufruf:
Workset.lib.ri.SetDeviceOwnerbyConnector connector,true

● Welche Objekte wurden ausgewählt?


Einige Objekttypen besitzen ein besonderes Einfügeverhalten:
– Funktionen
– Bauteile, die als Fitting gekennzeichnet sind (SYS.IsPipeFitting = 1), z. B. Armaturen
und Reduzierungen.
Darüberhinaus setzen einige Objekte eine bestimmte Eigentümerstruktur voraus (z.B.
Funktionen und Rohrleitungen). In dem Fall wird nicht nur eine Kopie des Originals
eingefügt sondern manchmal auch eine Kopie der Eigentümerstruktur erzeugt.
● Welcher Einfügemodus wurde ausgewählt?
Das unten stehende Diagramm liefert eine Übersicht über das Zusammenspiel dieser
Faktoren.
Das genaue Verhalten von Rohrleitungen und von Funktionen beim Kopieren und
Einfügen ist nicht Teil dieser Übersicht. Informationen hierzu finden Sie in separaten
Kapiteln:
– zu Rohrleitungenen: siehe auch Kapitel Rohrleitungssegmente und
Rohrleitungsabschnitte (Seite 119).
Hinweis: Wird ein Objekt beim Einfügen auf einer Rohrleitung platziert, wird die
Rohrleitung gemäß des Auftrennungsmodus des Objekts aufgeteilt.
– zu Funktionen: siehe auch Kapitel Funktionen / Positionen (Seite 112).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 107
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

Übersicht: Basisalgorithmus beim Kopieren und Einfügen

Teilweise kann der Basisalgorithmus auch beim Verschieben wirksam werden. Beispiel: ein
Fittingbauteil wird zunächst lose auf dem Report platziert. Erst später wird das Fittingbauteil
in eine Rohrleitung eingebaut.

P&ID
108 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

Obwohl zu diesem Zeitpunkt kein Objekt kopiert oder neu erzeugt wird, wird der
Basisalgorithmus vom entsprechenden Punkt an abgearbeitet. In diesem Fall ab
SetDeviceOwnerByConnector.

Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 116).

Attribute
Alle Attributswerte werden kopiert.

Name, Kennzeichen und Beschreibung


Name und Kennzeichen:
Ob das Objekt beim Einfügen seinen Namen und sein Label behält, hängt davon ab, wie das
Verhalten für eindeutige Namen und Kennzeichen eingestellt wurde.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in folgenden Handbüchern
● "COMOS-Administration", Stichwort "Name ordnerübergreifend eindeutig"
● "Systemtypen-Eigenschaften", Stichwort "Eindeutiges Kennzeichen" und
"Objektverhalten"
Name:
● Liegt unter dem Eigentümer, unter dem das Objekt im Navigator eingefügt wird, noch
kein Objekt mit gleichem Namen, wird der Name beibehalten.
● Liegt unter dem Eigentümer bereits ein gleichnamiges Objekt, wird ein neuer Name
generiert:
– am Stammobjekt ist eine Namensmaske vorbereitet: Es wird immer die Maske
verwendet.
– am Stammobjekt ist keine Namensmaske vorbereitet: Der Name des Objekts wird
hochgezählt (BSP: Objekt1: "TEST1", Objekt2 "TEST1_1").
Label:
Analog zu Name.
Beschreibung:
Vom Original übernommen.

Verbindungsinformation
Original A ist mit Original B verbunden. A und B werden kopiert und eingefügt: Die
Verbindungsinformation wird kopiert: Kopie A ist mit Kopie B verbunden.
Wird ein Objekt ohne seine verbundenen Objekte kopiert, wird die Verbindungsinformation
nicht mitkopiert.
Wird die Kopie beim Absetzen mit einem anderen Objekt verbunden, wird die
Verbindungsinformation bei allen beteiligten Anschlüssen aktualisiert.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 109
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

Child-Objekte
Wird ein Objekt kopiert, unter dem weitere Objekte liegen (=Children), dann werden auch
diese Objekte kopiert und beim Einfügen unterhalb der Kopie eingefügt.
Es ist egal, ob die Child-Objekte als Element oder als freies Objekt angelegt wurden. Auch
ob es sich um einen Report, eine Abfrage oder andere Bauteile handelt spielt keine Rolle.

Eigentümer kopieren
Manche Objekte benötigen eine bestimmte Eigentümerstruktur, zum Beispiel
Rohrleitungsobjekte (Rohrleitung -> Rohrleitungsabschnitt -> Rohrleitungssegment) und
Funktionen mit Funktionscode (Position -> Funktion).
Kopiert man so ein Objekt, geschieht Folgendes:
● Die Eigentümerstruktur wird kopiert.
● Das Objekt selber wird kopiert.
Beim Einfügen:
● werden zunächst die Kopien der Eigentümer eingefügt.
● Unter dem vorgeschriebenen Eigentümer wird dann die Kopie des Objekts selbst
eingefügt.
Die übrigen Child-Objekte, die unter dem Eigentümer liegen aber beim Kopieren nicht
selektiert waren, werden nicht kopiert.

SortNewObjectsInCategories
Wenn im Optionenscript der Reportvorlage SortNewObjectsInCategories aktiviert ist, wird
versucht, die Objekte beim Einfügen unterhalb des Eigentümers des Plans einzusortieren.
Wenn der Plan unter einer in der COMOS-DB vorkonfigurierten Teilanlage liegt, sind dort nur
Kategorien als direkte Child-Objekte erlaubt. Die kopierten Objekte werden in die passende
Kategorie eingeordnet, unabhängig davon, wo das Original lag.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung
von Reports", Stichwort "SortNewObjectsInCategories (Boolean)".
Der im Übersichtsdiagramm abgebildete Algorithmus wird folgendermaßen abgewandelt:

P&ID
110 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

● Würde eigentlich der Einfügemodus greifen:


SortNewObjectsInCategories wird ausgeführt und überschreibt den Einfügemodus.
● Würde die Kopie eigentlich parallel zur verbundenen Rohrleitung eingefügt:
SortNewObjectsInCategories wird ausgeführt.
● Würde die Kopie eigentlich unter der verbundenen Rohrleitung eingefügt:
IsPipeFittingüberschreibt SortNewObjectsInCategories. Die Kopie wird unter der
verbundenen Rohrleitung eingefügt:

Ausnahmen
Einfügemodus: "Neben Dokument" und "An gleicher Position":
Das kopierte Bauteil wird beim Einfügen auf einer existierenden Rohrleitung platziert und
IsPipeFitting ungleich 1 oder fehlt:

Die Kopie wird gemäß dem Einfügemodus angelegt. Die Rohrleitung wird entsprechend des
Auftrennungsmodus aufgetrennt. Neue Rohrleitungssegmente und Rohrleitungsabschnitte
werden unter der Rohrleitung, neue Rohrleitungen parallel zur existierenden Rohrleitung
angelegt.

9.8.4 Rohrleitungssegmente und Rohrleitungsabschnitte

Eigentümer mitkopieren
Kopiert man ein Rohrleitungssegment oder einen Rohrleitungsabschnitt auf dem R&I und
fügt ihn über das Kontextmenü wieder ein, dann werden automatisch auch die Rohrleitung
bzw. die Rohrleitung und der Rohrleitungsabschnitt kopiert. Siehe auch Kapitel
Basisalgorithmus (Seite 107).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 111
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

Existierende Rohrleitung durch Einfügen auftrennen


Wird ein Bauteil beim Einfügen auf einer bestehenden Rohrleitung platziert, unterteilt das
Bauteil die Rohrleitung je nach Auftrennungsmodus des Bauteils in neue
Rohrleitungssegmente, in neue Rohrleitungsabschnitte oder in eine neue Rohrleitung mit
Rohrleitungsabschnitt:
● Rohrleitungssegmente: Das neue Rohrleitungssegment wird parallel zu dem bereits
existierenden Rohrleitungssegment angelegt. Existiert noch kein Rohrleitungssegment,
wird es unter dem Rohrleitungsabschnitt angelegt.
● Rohrleitungsabschnitte: Der neue Rohrleitungsabschnitt wird parallel zu dem
existierenden Rohrleitungsabschnitt angelegt.
● Rohrleitung: Die neue Rohrleitung wird parallel zur existierenden Rohrleitung angelegt.
In Objektabfragen kann für das Startobjekt die Option "Aus Zwischenablage" gewählt
werden. In diesem Fall wäre auch die Rohrleitung in der Startmenge enthalten.

9.8.5 Funktionen / Positionen


Das genaue Einfügeverhalten von Funktionen hängt davon ab, ob sämtliche Funktionen, die
unter einer Position (Klasse "Stelle", Unterklasse "Keine") liegen, kopiert werden oder nur
eine Teilmenge der Funktionen.

Alle kopieren
Auf einem R&I Plan werden alle Funktionen, die unter einer Position liegen, kopiert und
wieder auf dem Plan eingefügt.
Ergebnis: Die neu erzeugten Funktionen werden im Navigator unter einer neuen Position
angelegt.

Positionsbasierendes Kopieren: CopyThroughPosition


Beim Kopieren wird die vollständige Hierarchiestruktur vom zu kopierenden Bauteil bis zur
Position erstellt und zwar nur dann, wenn das Attribut des Bauteils
"Sys.CopyThroughPosition" beinhaltet und sie auf "True" steht. Befinden sich mehrere
Bauteile in der Kopiermenge, werden sie entsprechend wie in der alten Struktur in die neue
Positionshierarchie einsortiert.
Ohne "CopyThroughPosition" oder "CopyThroughPosition" = "False": die Hierarchie wird
eingeebnet und alle Bauteile werden nach dem Standardverfahren kopiert.

P&ID
112 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

Teilmenge kopieren
Ergebnis: Die Kopien werden im Navigator unter der gleichen Position eingefügt, unter der
die Originale liegen.
Ausnahme:
Es wird ein Einfügemodus gewählt, der die Teilmenge an eine andere Stelle in der
Baumstruktur einfügen soll, als die, unter der die Eigentümer-Position des Originals liegt. Es
wird eine neue Position angelegt.
Beispiel:
SortNewObjectsInCategoriesist deaktiviert. Unter einem R&I-Plan liegt eine Position für
Druckmessungen, darunter drei Funktionen. Eine der Funktionen wird kopiert und über
"Einfügen > Neben Dokument" eingefügt.
Ergebnis: Parallel zum Dokument wird eine neue Position für Druckmessungen angelegt und
darunter die Funktion eingefügt.

9.8.6 Beispiele: Kopieren und Einfügen

Beispiel 1
Ausgangssituation:
Teilanlage mit R&I-Plan und Kategorien. Eine Pumpe und ihre angeschlossene Rohrleitung
liegen unterhalb der Hauptanlage. Sie sind auf dem R&I platziert:
Aktion:
Die Pumpe und einer ihrer angeschlossenen Rohrleitungsabschnitte werden auf dem Report
kopiert und über "Einfügen > Unter Dokument" eingefügt. Die Kopien werden beim Einfügen
nicht mit einer anderen Rohrleitung verbunden.
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = FALSE

Da die kopierten Objekte beim Einfügen nicht mit einer Rohrleitung verbunden werden,
werden sie im Navigator gemäß des Einfügemodus eingefügt – also im Navigator unter dem
R&I.
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = TRUE

SortNewObjectsInCategories überschreibt den Einfügemodus – die eingefügten Objekte


werden im Navigator in die Kategorie-Ordner einsortiert, die parallel zum R&I liegen.

Beispiel 2
Ausgangssituation:
Teilanlage mit R&I-Plan und Kategorien. Eine Armatur, die kein Fitting hat und nicht
angeschlossen ist, liegt unter der Hauptanlage. Eine Rohrleitung mit Rohrleitungsabschnitt
liegt unterhalb der Hauptanlage. Alle Objekte sind auf dem R&I platziert.
Aktion:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 113
R&I verwenden
9.8 Kopieren und Einfügen auf R&Is

Die Armatur wird kopiert und über "Einfügen > Unter Dokument" eingefügt. Beim Einfügen
wird sie auf dem Rohrleitungsabschnitt platziert.
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = FALSE

Da das Connect des Rohrleitungsabschnitts aufgerufen wird und die Armatur kein Fitting ist,
wird sie im Navigator parallel zur angeschlossenen Rohrleitung eingefügt.
Ergebnis 2: SortNewObjectsInCategories = TRUE

Die Armatur wird in eine Kategorie unter der Teilanlage einsortiert. Die Rohrleitung, die ja
nicht Teil der Einfügemenge war, bleibt unter der Hauptanlage.

Beispiel 3
Ausgangssituation:
Teilanlage mit R&I-Plan und Kategorien. Eine Armatur, die ein Fitting und nicht
angeschlossen ist, liegt unter der Hauptanlage. Eine Rohrleitung mit Rohrleitungsabschnitt
liegt unterhalb der Hauptanlage. Alle Objekte sind auf dem R&I platziert:
Aktion:
Die Armatur wird kopiert und über "Einfügen > Unter Dokument" eingefügt. Beim Einfügen
wird sie auf dem Rohrleitungsabschnitt platziert.
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = TRUE und
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = FALSE:

Da das Connect-Script aufgerufen wird und die Armatur ein Fitting ist, wird sie auf jeden Fall
im Navigator unterhalb der angeschlossenen Rohrleitung einsortiert, egal ob
SortNewObjectsInCategories aktiviert ist oder nicht.

Kopieren von Armaturen


Beim Kopieren eines Bauteils, zum Beispiel eines Ventil-Objekts, auf einem R&I und
anschließendem "Einfügen unter Dokument" wird unter dem Dokument kein (nicht
platziertes) Rohrleitungsobjekt erstellt, unter dem das neue Ventil angelegt wird.

Fitting: Zuordnung zu Rohrleitungsabschnitten


Wenn das Bauteil als RIFitting deklariert ist und schon mit einem Rohrleitungsabschnitt
verbunden ist und gemäß der RIFitting-Deklaration auch richtig platziert ist, wird beim
Andocken einer neuen Rohrleitung an dieses Bauteil keine Verschiebung zur neuen
Rohrleitung durchgeführt.

P&ID
114 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

9.9.1 Überblick

Anwenden
Ein oder mehrere Objekte auf dem R&I selektieren, im Kontextmenü "Ausschneiden" und
"Einfügen" aufrufen und einen Einfügemodus auswählen. Mit einem Rechtsklick bestimmen,
wo das Symbol auf dem Plan platziert werden soll.

Einfügeort und Einfügeverhalten


Wo die Objekte im Navigator eingefügt werden und welche Objekte eingefügt werden, hängt
von einer Reihe von Faktoren ab. Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 116).

9.9.2 Die Einfügemodi


Es stehen die gleichen Modi zur Verfügung wie beim Kopieren. Sie funktionieren analog.
● "Unter Dokument":
Die ausgeschnittenen Objekte werden im Navigator unterhalb des Dokuments eingefügt.
● "Neben Dokument":
Die ausgeschnittenen Objekte werden im Navigator parallel zum Dokument eingefügt.
● "An gleicher Position":
Die ausgeschnittenen Objekte werden im Navigator an der gleichen Stelle eingefügt. Das
heißt im Navigator ändert sich nichts. Im R&I können Symbole auf diese Weise
verschoben werden.
● "Objekt behalten":
Nur aktiviert, wenn der Befehl "Einfügen" auf einem anderen Plan aufgerufen wird als
dem, auf dem das Original platziert ist. Es wird nur das Symbol kopiert, nicht das
Planungsobjekt. Das Planungsobjekt ist danach auf zwei Plänen (gleiche Wirkung wie
wenn man "Kopieren" und "Einfügen > Objekt behalten" aufrufen würde).
● "Automatisch":
Planarten-spezifisches Verhalten analog zum Kopieren, nur dass keine Kopie erzeugt
wird sondern das Objekt im Navigator verschoben wird. Siehe auch Kapitel Die
Einfügemodi (Seite 106).
Die ausgeschnittenen Objekte werden immer dann gemäß des Einfügemodus eingefügt,
wenn:
● sie beim Einfügen nicht mit einer Rohrleitung verbunden werden
● wenn sie beim Einfügen zwar mit einer Rohrleitung verbunden werden, aber die
Rohrleitung im Connect-Script nicht die Funktion SetOwnerbyDeviceConnector aufruft

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 115
R&I verwenden
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

Siehe auch
Basisalgorithmus (Seite 116)

9.9.3 Basisalgorithmus

Zusammenspiel der für das Einfügen relevanten Faktoren


Das genaue Einfügeverhalten und der Einfügeort werden durch die gleichen Faktoren
bestimmt wie beim Kopieren und Einfügen. Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 107).
Das unten stehende Diagramm liefert eine Übersicht über das Zusammenspiel dieser
Faktoren. Das genaue Verhalten von Rohrleitungen und von Funktionen beim Ausschneiden
und Einfügen ist nicht Teil dieser Übersicht. Informationen hierzu finden Sie in separaten
Kapiteln:
● zu Rohrleitungen: siehe auch Kapitel Rohrleitungssegmente und Rohrleitungsabschnitte
(Seite 119).
Wird ein Objekt beim Einfügen auf einer Rohrleitung platziert, wird die Rohrleitung gemäß
des Auftrennungsmodus des Objekts aufgeteilt.
● zu Funktionen: siehe auch Kapitel Funktionen und Positionen (Seite 120).

P&ID
116 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

Übersicht: Algorithmus beim Ausschneiden und Einfügen

Soll das Bauteil parallel zur verbundenen Rohrleitung eingefügt werden und die Rohrleitung
liegt in einer Kategorie, wird nach einer parallel liegenden Kategorie gesucht, in die das
Bauteil einsortiert werden kann.

Attribute
Die Attributswerte werden beibehalten.

Name, Kennzeichen und Beschreibung


Analog zum Kopieren und Einfügen. Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 107).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 117
R&I verwenden
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

Verbindungsinformation
Wird durch das Ausschneiden oder Einfügen eine vorher gesetzte Verbindung gelöst oder
eine neue Verbindung gesetzt, wird die Verbindungsinformation an allen beteiligten
Anschlüssen aktualisiert.
Beispiel:
Eine Armatur wird aus einer Rohrleitung ausgeschnitten und auf einer anderen Rohrleitung
eingefügt. Aktualisiert werden: Die Anschlüsse der ehemals verbundenen
Rohrleitungssegmente, der Armatur und der aktuell verbundenen Rohrleitungssegmente.

Child-Objekte
Analog zum Kopieren und Einfügen. Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 107).

Eigentümer kopieren
Manche Objekte benötigen eine bestimmte Eigentümerstruktur, zum Beispiel
Rohrleitungsobjekte (Rohrleitung -> Rohrleitungsabschnitt -> Rohrleitungssegment) und
Funktionen mit Funktionscode (Position -> Funktion).
Wird so ein Objekt ausgeschnitten und eingefügt und der Einfügemodus wird so gewählt,
dass das Objekt im Navigator nicht an der gleichen Stelle eingefügt wird, gilt:
Beim Ausschneiden:
● Die Eigentümerstruktur wird kopiert.
● Das Objekt selber wird ausgeschnitten.
Beim Einfügen:
● werden zunächst die Kopien der Eigentümer eingefügt.
● Unter dem vorgeschriebenen Eigentümer wird dann das Objekt selbst eingefügt.
Die übrigen Child-Objekte, die unter dem Eigentümer liegen aber beim Ausschneiden nicht
selektiert waren, sowie die Original-Eigentümerstruktur sind vom Ausschneiden und
Einfügen nicht betroffen.

SortNewObjectsInCategories
Analog zum Kopieren und Einfügen. Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 107).
Einzige Abweichung:
Wird "An gleicher Position" gewählt, werden die Objekte im Navigator an der gleichen
Position eingefügt, an der sie vorher lagen. Das heißt im Navigator werden sie nicht
verschoben. Sie werden nicht in die Kategorien einsortiert.

P&ID
118 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

Ausnahmen
Zur Zeit sind von den oben aufgeführten Algorithmen folgende Fälle ausgenommen:
● Eine Pumpe (Auftrennungsmodus = In Rohrleitungen trennend) wird ausgeschnitten und
über "Einfügen > Neben Dokument" auf einer Rohrleitung eingefügt. Das Connect-Script
der Rohrleitung ruft die Funktion SetDeviceOwnerbyConnector auf.
Die Pumpe wird gemäß dem Einfügemodus eingefügt, nicht parallel zur verbundenen
Rohrleitung.

9.9.4 Rohrleitungssegmente und Rohrleitungsabschnitte

Existierende Rohrleitung wird durch Einfügen aufgetrennt


Analog zum Kopieren und Einfügen gilt:
Wird ein Bauteil beim Einfügen auf einer bestehenden Rohrleitung platziert, unterteilt das
Bauteil die Rohrleitung je nach Auftrennungsmodus des Bauteils in neue
Rohrleitungssegmente, in neue Rohrleitungsabschnitte oder in eine neue Rohrleitung mit
Rohrleitungsabschnitt.
Die dadurch erzeugten neuen Rohrleitungsobjekte werden immer parallel zum existierenden
Rohrleitungsobjekt angelegt, unabhängig davon, ob im Connect-Scriptblock die Funktion
SetDeviceOwnerbyConnector aufgerufen wird.

Eigentümerstruktur kopieren
Das Folgende gilt, wenn:
● auf dem R&I ein Rohrleitungssegment oder ein Rohrleitungsabschnitt ausgeschnitten
wird und beim Einfügen der Einfügemodus greift
● der Einfügemodus außerdem so gewählt wurde, dass die Rohrleitung im Navigator an
einer anderen als ihrer ursprünglichen Position eingefügt wird
Folge: Die Rohrleitung / der Rohrleitungsabschnitt, unter dem der Rohrleitungsabschnitt /
das Rohrleitungssegment lag, werden mitkopiert und an der durch den Einfügemodus
bestimmten Stelle eingefügt. Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 107).
Beispiel:
Eine Rohrleitung, die zwei Rohrleitungsabschnitte besitzt, liegt unter einer Teilanlage. Der
eine Rohleitungsabschnitt wird ausgeschnitten und über "Einfügen > Unter Dokument"
wieder eingefügt.
Ergebnis: Die Rohrleitung wird kopiert und unter dem Dokument eingefügt. Der selektierte
Rohrleitungsabschnitt wird ausgeschnitten und unter der gerade erzeugten Rohrleitung
eingefügt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 119
R&I verwenden
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

Überflüssige Rohrleitungsabschnitte oder Rohrleitungssegmente löschen


Durch das Ausschneiden eines Bauteils kann es passieren, dass ein Rohrleitungssegment,
ein Rohrleitungsabschnitt oder eine ganze Rohrleitung überflüssig wird:
● Rohrleitungssegment:
Zwei Rohrleitungssegmente werden verschmolzen, indem das eine Rohrleitungssegment
automatisch vom System gelöscht wird.
Beispiel: Eine Armatur ist auf einer Rohrleitung platziert und wird ausgeschnitten.
● Rohrleitungsabschnitt:
Zwei Rohrleitungsabschnitte werden verschmolzen. Der Anwender wird in einem Dialog
aufgefordert zu bestimmen, welcher Rohrleitungsabschnitt erhalten bleibt.
Es ist auch möglich, beide Rohrleitungsabschnitte zu erhalten: Sie bleiben in der
Datenbank miteinander verbunden, werden auf dem Plan aber optisch unterbrochen
dargestellt.
Beispiel: Eine Reduzierung ist auf einer Rohrleitung platziert und wird ausgeschnitten.
● Rohrleitungen:
Zwei Rohrleitungen werden miteinander verschmolzen. Analog zum
Rohrleitungsabschnitt entscheidet der Anwender, welche Rohrleitung erhalten bleibt.
Beispiel: Eine Pumpe ist mit zwei Rohrleitungen verbunden und wird ausgeschnitten.

9.9.5 Funktionen und Positionen


Das Ausschneiden und Einfügen von Funktionen funktioniert analog zum Kopieren und
Einfügen: Wieder muss man differenzieren, ob alle Funktionen, die unter einer Position
(Klasse "Stelle", Unterklasse "Keine") liegen, von der Aktion betroffen sind oder nur eine
Teilmenge.
● Alle ausschneiden:
Ergebnis: Im Navigator wird eine neue Position angelegt, und zwar an der durch den
Einfügemodus bestimmten Stelle. Zum Beispiel: unter dem Dokument, neben dem
Dokument. Die Funktionen werden unter diese neue Position verschoben. Unter der alten
Position liegen nun keine Funktionen mehr, sie wird jedoch nicht automatisch gelöscht.
● Teilmenge ausschneiden:
– Der durch den Einfügemodus bestimmte Einfügeort ist identisch zu der Stelle, an der
die Funktionen aktuell im Navigator liegen:
Ergebnis: Die Funktionen werden im Navigator nicht verschoben. Es wird keine neue
Position angelegt.
– Der durch den Einfügemodus bestimmte Einfügeort ist nicht identisch zu der Stelle, an
der die Funktionen aktuell im Navigator liegen:
Ergebnis: Im Navigator wird an dem durch den Einfügemodus bestimmten Ort eine
Kopie der Position angelegt. Die ausgeschnittenen Funktionen werden unter diese
neue Position verschoben.

P&ID
120 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.9 Ausschneiden und Einfügen auf R&Is

9.9.6 Beispiele: Ausschneiden und Einfügen

Beispiel 1
Ausgangssituation:
Teilanlage mit R&I-Plan und Kategorien. Eine Pumpe und ihre angeschlossenen
Rohrleitungen liegen unterhalb der Hauptanlage. Unter der Hauptanlage liegt noch eine
weitere Rohrleitung. Alle Objekte sind auf dem R&I platziert:
Aktion:
Die Pumpe wird ausgeschnitten und über "Einfügen > Unter Dokument" eingefügt. Beim
Einfügen wird sie auf der zweiten Rohrleitung abgesetzt.
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = TRUE

Der Anwender wird aufgefordert zu entscheiden, welche Rohrleitung erhalten bleibt. Die
überflüssige Rohrleitung mitsamt Rohrleitungsabschnitt wird gelöscht. Die Pumpe wird in
eine der Kategorien einsortiert, die parallel zum R&I liegen. Beim Platzieren auf der zweiten
Rohrleitung wird die Rohrleitung gemäß des Auftrennungsmodus (="In Rohrleitungen
trennend") in zwei Rohrleitungen aufgetrennt. Die neue Rohrleitung und ihr
Rohrleitungsabschnitt werden parallel zur alten Rohrleitung angelegt, also unterhalb der
Hauptanlage.
Ergebnis 2: SortNewObjectsInCategories = FALSE

Wie Ergebnis 1, nur dass die Pumpe nicht in eine Kategorie einsortiert wird, sondern parallel
zu ihrer angeschlossenen Rohrleitung unter der Hauptanlage. Ihre Position im Navigator
ändert sich also nicht.

Beispiel 2
Ausgangssituation:
Teilanlage mit R&I-Plan und Kategorien. Zwei Rohrleitungen liegen unter der Hauptanlage.
Unter der einen Rohrleitung, Rohrleitung A, liegt eine Armatur. Die Armatur ist ein Fitting und
mit den Rohrleitungssegmenten der Rohrleitung A verbunden. Alle Objekte sind auf dem R&I
platziert.
Aktion:
Die Armatur wird aus Rohrleitung A ausgeschnitten und über "Einfügen > Unter Dokument"
eingefügt. Beim Einfügen wird sie auf der zweiten Rohrleitung, Rohrleitung B, platziert.
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = TRUE und
Ergebnis 2: = FALSE:

Beim Ausschneiden wird das zweite Rohrleitungssegment unter Rohrleitung A gelöscht.


Beim Einfügen der Armatur wird Rohrleitung B segmentiert. Da die Armatur mit der
Rohrleitung verbunden wird und ein Fitting ist, wird sie parallel zu ihren verbundenen
Rohrleitungssegment einsortiert, also unter der Rohrleitung – egal ob
SortNewObjectsInCategories aktiviert ist oder nicht.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 121
R&I verwenden
9.10 Verfahrenseinheiten öffnen / weitere Ebene

Beispiel 3
Ausgangssituation:
Teilanlage mit R&I-Plan und Kategorien. Eine Rohrleitung, Rohrleitung A, liegt unter der
Hauptanlage. Unterhalb der Rohrleitung liegt eine Armatur. Die Armatur ist ein Fitting und
mit den Rohrleitungssegmenten der Rohrleitung verbunden. Alle Objekte sind auf dem R&I
platziert.
Aktion:
Die Armatur und eines ihrer verbundenen Rohrleitungssegmente, Rohrleitungssegment B,
werden ausgeschnitten und über "Einfügen > Unter Dokument" eingefügt. Beim Einfügen
werden die Objekte nicht mit einer anderen Rohrleitung verbunden.
Ergebnis 1: SortNewObjectsInCategories = TRUE:

Die Armatur und Rohrleitungssegment B werden aus der Struktur unter Rohrleitung A
entfernt. Dann werden sie in die Kategorien unterhalb der Teilanlage einsortiert. Da das
Rohrleitungssegment unter einer korrekten Rohrleitungsstruktur liegen muss, werden zuvor
noch die Rohrleitungen und den Rohrleitungsabschnitt kopiert und als Eigentümer von
Rohrleitungssegment B in die Kategorie für Rohrleitungen eingefügt. Obwohl die Armatur ein
Fitting ist, wird sie nicht unterhalb der Rohrleitung eingefügt, sondern in der Kategorie für
Armaturen. Grund: Die Armatur ist bereits verbunden; beim Einfügen wird kein Connect
ausgeführt.
Ergebnis 2: SortNewObjectsInCategories = FALSE:

Die Armatur und Rohrleitungssegment B werden aus der Struktur unter Rohrleitung A
entfernt. Analog zu oben werden außerdem die Rohrleitung und der Rohrleitungsabschnitt
kopiert und als Eigentümer von Rohrleitungssegment B gemäß des Einfügemodus eingefügt,
also unter dem Dokument. Obwohl die Armatur ein Fitting ist, wird sie nicht unterhalb der
Rohrleitung eingefügt, sondern ebenfalls direkt unter dem Dokument. Grund: Die Armatur
und das Rohrleitungssegment sind bereits verbunden. Beim Einfügen wird kein Connect
ausgeführt.

9.10 Verfahrenseinheiten öffnen / weitere Ebene


Wenn die grundsätzlichen Abläufe in der Form von Verfahrenseinheiten und Stoffströmen
beschrieben sind, können die einzelnen Prozesse ausgeführt werden.
Öffnen Sie eine Verfahrenseinheit durch einen Doppelklick.
Als Ergebnis erhalten Sie einen neuen Plan, auf dem nur die ausgewählte Verfahrenseinheit
zu sehen ist. Die Zu- und Abgänge werden durch breite Pfeile dargestellt.
Zu- und Abgänge werden angezeigt. Deswegen sollten die übergeordneten Stoffströme
bereits angelegt sein.
Innerhalb der Verfahrenseinheit können alle Elemente positioniert werden, also wiederum
Verfahrenseinheiten, Stoffströme, Instrumentierungen.
Wenn Sie alle Eingaben beendet haben, schließen Sie das Fenster über die Schaltfläche
"Schließen" und bestätigen die Speichern-Abfrage mit "Ja".

P&ID
122 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.11 Hierarchische Strukturen

Je nach verwendetem Objekt oder je nach Einstellung werden die innen liegenden Objekte
einer Verfahrenseinheit auf der höheren Ebene angezeigt oder nicht. Geändert werden
können die innen liegenden Objekte einer Verfahrenseinheit aber nur, wenn die VE durch
Doppelklick geöffnet wurde.

9.11 Hierarchische Strukturen


Zieht man Stammobjekte auf einen R&I-Plan, dann werden dadurch unterhalb des Plans
Planungsobjekte erzeugt.
Ausnahme: In den Scriptoptionen der Reportvorlage ist die Funktion
SortNewObjectsInCategories aktiviert. Diese Funktion versucht, die Objekte direkt beim
Erzeugen in Kategorien einzusortieren. Siehe auch Kapitel Script-Optionen der
Reportvorlagen (Seite 228).
Langfristig können die Planungsobjekte aber nicht unter dem Report liegen, sondern müssen
in eine sinnvolle Struktur einsortiert werden.

9.11.1 Werkzeug "Objekt zuweisen"

9.11.1.1 Objektzuweisung

Überblick
Mithilfe des Werkzeugs "Objekt zuweisen" verändern Sie in der Datenbank Objekte, die auf
dem Report platziert sind.
● Modus "Automatisch"
Der Modus weist einem Objekt in den Planungsdaten einen neuen Eigentümer zu und
das Objekt wird im Navigator unter ein anderes Objekt verschoben.
Wenn Sie ein Stammobjekt auf einem interaktiven Report vom Typ "R&I" platzieren, wird
das entsprechende Planungsobjekt im Navigator unterhalb des Reports angelegt. Über
das Werkzeug "Objekt zuweisen" können Sie diese Objekte später unter die gewünschte
Anlage verschieben.
● Modus "Objekt tauschen"
Der Modus ersetzt ein platziertes Objekt durch ein anderes Objekt, das noch nicht auf
dem Report platziert war.
● Modus "Eigentümer setzen"
Der Modus weist einem Objekt ein neues Stammobjekt zu.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 123
R&I verwenden
9.11 Hierarchische Strukturen

Änderung der Objekteigenschaften


Die Eigenschaften des bearbeiteten Objekts werden teilweise durch den Einsatz des
Werkzeugs "Objekt zuweisen" stark verändert.

9.11.1.2 Bedienung

Vorgehen
Um mit dem Werkzeug "Objekt zuweisen" zu arbeiten, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Markieren Sie ein oder mehrere Objekte auf dem Report.
2. Aktivieren Sie das Werkzeug "Objekt zuweisen".
3. Selektieren Sie in der Werkzeugleiste des Reports den gewünschten Modus.
4. Ziehen Sie ein Objekt per Drag&Drop aus dem Navigator auf die markierten Objekte.
Sie können grundsätzlich nur ein Objekt aus dem Navigator ziehen. Wenn Sie mehrere
Objekte im Navigator selektieren, ist das Werkzeug gesperrt.

Ergebnis
Die Zuweisung erfolgt entsprechend des selektierten Modus. COMOS kontrolliert
automatisch, ob die von Ihnen gewählte Aktion für die selektierten Objekte erlaubt ist. Wenn
die Aktion nicht erlaubt ist, wird sie abgebrochen und Sie werden über die Gründe informiert.

Werkzeug "Objekt zuweisen" abschalten


Wenn Sie nicht länger mit dem Werkzeug "Objekt zuweisen" arbeiten möchten, klicken Sie
mit der rechten Maustaste auf den Report.

9.11.1.3 Zuweisungsmodus "Automatisch"

Überblick
Wenn Sie den Modus "Automatisch" aktiviert haben, analysiert COMOS automatisch, welche
Objekte Sie auf dem Report selektiert haben und welches Objekt Sie aus dem Navigator auf
den Report gezogen haben. COMOS passt die Zuweisungsfunktion entsprechend an.
Das Ergebnis dieses Modus ist von folgenden Faktoren abhängig:
● Einzel- oder Mehrfachselektion im Report
● Selektion eines Planungs- oder Stammobjekts im Navigator
● Ob ein selektiertes Planungsobjekt auf dem Report dargestellt werden kann. Am
Stammobjekt des Objekts muss auf der Registerkarte "Symbole" ein R&I-Symbol
vorbereitet sein.

P&ID
124 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.11 Hierarchische Strukturen

Mehrfachselektion
Wenn Sie auf dem Report mehrere Objekte selektieren, wird immer die Zuweisungsfunktion
"Eigentümer setzen" aktiviert.
Alle Objekte, die Sie auf dem Report selektiert haben und für die eine Zuweisung möglich ist,
werden in der Datenbank unter das Planungsobjekt verschoben, das Sie per Drag&Drop aus
dem Navigator auf den Report gezogen haben. Auf dem Report wird der Eigentümer mittels
eines Texts am Symbol angezeigt.
Objekte, für die keine Zuweisung eines neuen Eigentümers möglich ist, sind beispielsweise
die Stammobjekte der Zusatzgrafiken. Diese Objekte werden nicht verschoben.

Einzelselektion
● Modus "Objekt tauschen"
Wenn Sie aus dem Navigator per Drag&Drop ein Planungsobjekt auf den Report ziehen,
das auf dem Report dargestellt werden kann, wird die Zuweisungsfunktion "Objekt
tauschen" eingeschaltet. Dazu muss das Stammobjekt des im Navigator selektierten
Objekts die gleiche Klasse besitzen wie das bereits auf dem Report platzierte
Planungsobjekt.
Das auf dem Report platzierte Objekt wird durch das aus dem Navigator gezogene
Objekt ersetzt. Das Ursprungsobjekt ist nicht mehr auf dem Report platziert. Wenn das
Ursprungsobjekt direkt unter dem Report lag, wird es automatisch gelöscht.
● Modus "Eigentümer setzen"
Wenn Sie aus dem Navigator per Drag&Drop ein Planungsobjekt auf den Report ziehen,
das nicht über ein im R&I-Report darstellbares Symbol verfügt oder dessen Stammobjekt
nicht die gleiche Klasse wie die des Ursprungsobjekts besitzt, wird die
Zuweisungsfunktion "Eigentümer setzen" aktiviert.
Das auf dem Report platzierte Objekt wird durch das aus dem Navigator gezogene
Objekt ersetzt. Das Ursprungsobjekt ist nicht mehr auf dem Report platziert. Wenn das
Ursprungsobjekt direkt unter dem Report lag, wird es automatisch gelöscht.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Grundbedienung von Reports", Stichwort "Eigentümer setzen".
Siehe auch Kapitel Modus "Eigentümer setzen" (Seite 126).
● Modus "Stammobjekt wechseln"
Wenn Sie aus dem Navigator per Drag&Drop ein Stammobjekt auf den Report ziehen,
das auf dem Report dargestellt werden kann, wird die Zuweisungsfunktion "Stammobjekt
wechseln" aktiviert.
In den Eigenschaften des Planungsobjekts wird auf der Registerkarte "Allgemein" ein
neues Stammobjekt eingetragen. Das Planungsobjekt erbt die Attribute von seinem
neuen Stammobjekt. Ausgenommen hiervon sind alle Attribute, die am Planungsobjekt
eingetragen und nicht vom Stammobjekt übernommen wurden. Wenn das neue
Stammobjekt dieselben Attribute besitzt, bleiben diese am Planungsobjekt gesetzten
Werte erhalten. Im Report wird das Symbol des neuen Stammobjektes angezeigt.
Diese Zuweisungsfunktion ist nur im Modus "Automatisch" verfügbar.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 125
R&I verwenden
9.11 Hierarchische Strukturen

Beispiel
Sie können eine 2-Wege Armatur durch eine 3-Wege Armatur ersetzen, da beide die Klasse
"Gerät" haben. Sie können auch einen Behälter durch eine Pumpe ersetzen, da beide die
Klasse "Stelle" besitzen.
Eine Funktion können Sie nicht durch eine Armatur ersetzen, da sie unterschiedliche
Klassen besitzen.

9.11.1.4 Modus "Eigentümer setzen"


Der Modus "Eigentümer setzen" weist den auf dem Plan selektierten Objekten einen neuen
Eigentümer zu. Die Objekte werden im Navigator unter den neuen Eigentümer verschoben.

Vorgehensweise "Eigentümer setzen"


1. Markieren Sie auf dem R&I die Objekte, denen Sie einen neuen Eigentümer zuweisen
wollen.
2. Wählen Sie das Werkzeug "Objekt zuweisen", Modus "Eigentümer setzen".
3. Ziehen Sie mit Drag&Drop den neuen Eigentümer aus den Planungsdaten auf die
markierten Objekte. Meistens wird das eine Anlage sein.
Wenn Sie die in der COMOS-DB vorbereitete Teilanlage selektieren, werden die Objekte
automatisch in die unter der Teilanlage liegenden Kategorien einsortiert.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung
von Reports", Stichwort "Eigentümer setzen".

Eigentümer wechseln
Auf R&I-Reports steht über das Werkzeug "Objekt zuweisen" die Funktion "Eigentümer
wechseln" zur Verfügung (ChangeOwner). Diese Funktion wurde erweitert:
Device.Label wird beim ChangeOwner jetzt ebenfalls untersucht. Ist das Label beim
Zieleigentümer schon für ein anderes Kindobjekt vorhanden, wird ein neues Label erzeugt.

Fitting
Bei Bauteilen mit der Eigenschaft "Einbauteil (IsFitting)" führt die Objektzuweisung nicht zu
einer Einsortierung in die Kategorien. Stattdessen verbleiben diese Objekte unterhalb der
Rohrleitungen, Rohrleitungssegmente oder Rohrleitungsabschnitte, abhängig vom
Auftrennungsmodus.
Technischer Hintergrund: in aktuellen Datenbanken wird ein Bauteil als Fitting erkannt, in
dem das Attribut "IsPipe-Fitting" auf "True" steht.

P&ID
126 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.12 Suchstrings und Querverweise

9.11.1.5 Spezialmodi
Die Objektzuweisung stellt neben dem Modus "Automatisch" auch mehrere Spezialmodi zur
Verfügung:
● Sie haben die Möglichkeit die Modi "Eigentümer setzen" und "Objekt tauschen" auch
direkt zu aktivieren, ohne den Modus "Automatisch" zu verwenden. Die Funktion der Modi
bleibt gleich.
● Die Spezialmodi "Anlage zuordnen", "Ort zuordnen" oder "Prozess Strom" weisen den
auf dem Report selektierten Objekten eine Referenz auf das Objekt zu, dass Sie per
Drag&Drop aus dem Navigator gezogen haben. Selektieren Sie das Objekt im Navigator
entsprechend des aktivierten Modus.
Um diese Modi verwenden zu können, muss das entsprechende Script der Reportvorlage
frei geschaltet sein. Siehe auch Kapitel Dokumentenstammobjekte und ihre
Eigenschaften (Seite 226).

9.11.2 Kategorien
Mit Hilfe der Kategorien-Technik werden Bauteile nicht pauschal einer Anlage zugeordnet,
sondern können nach Klassen getrennt unter einer Anlage einsortiert werden.
Siehe auch Kapitel Basisalgorithmus (Seite 107).
In der COMOS-DB sind unterhalb der Teilanlage Kategorien vorbereitet.

9.12 Suchstrings und Querverweise


Für Rohrleitungen und Rohrleitungssegmente, welche Planungsobjekte darstellen, lassen
sich Suchstrings erstellen und abarbeiten. Über das Kontextmenü "Einstellungen > Suchtext"
gelangt man in die Maske.
Messfunktionen und Datenlinien (objektlose Mehrfachverbindungen) lassen sich über
Querverweise miteinander verbinden, wenn man auf jeder Seite entsprechend einseitig-
offene Verbindungen erzeugt. Anschließend werden diese selektiert und über das
Kontextmenü "Verbindung > Merke" aufgerufen, die andere Verbindung wird über
"Verbindung > Verbinde mit..." zugewiesen. Diese Verbindungen lassen sich wie gewohnt
über "Löse..." aufheben.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 127
R&I verwenden
9.13 Grafische Einstellungen erweitern

9.13 Grafische Einstellungen erweitern


Für ein Bauteil, das auf einem R&I-Plan platziert ist, lässt sich das Kontextmenü "Grafische
Einstellungen" benutzerdefiniert erweitern, wenn am Stammobjekt auf der Registerkarte
"Script", UserScriptBlock1 eine der folgenden Scriptfunktionen gesetzt werden:
● AddToGraficalParameterRI1:

Erweitert das Kontextmenü der Planart "RI1".


● AddToGraficalParameterRI2:

Erweitert das Kontextmenü der Planart "RI2".


● AddToGraficalParameterRI:

Erweitert das Kontextmenü für Planarten, deren Name mit "RI" beginnt.
Wird nur ausgewertet, wenn AddToGraficalParameterRI1 und AddToGraficalParameterRI2
nicht gefunden werden.
Über diese Variablen werden Attribute bestimmt, in deren Auswahllisten Zusatzsymbole
hinterlegt sind. So lassen sich über das Kontextmenü direkt im Report Zusatzsymbole ein-
oder ausblenden, die die Eigenschaften des Objekts genauer definieren.
Beispiel: An einer Armatur:
Dim AddToGraficalParameterRI (4)
AddToGraficalParameterRI (0) = "PI040.PIA045" ‘Antrieb
AddToGraficalParameterRI (1) = PI040.PIA043" ‘Stetiges
‘Stellverhalten
Diese Technik kann auch für andere Planarten und Module genutzt werden. Weiterführende
Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports",
Stichwort "AddToGraficalParamater<Planart>(Num)".

9.14 Farbeinstellungen von Symbolen massenhaft ändern

Voraussetzung
Sie haben Objekte auf dem Report platziert. Kein Objekt ist selektiert.
Die Voreinstellungen zum Verwenden der Farbeinstellungen wurden vom Administrator
ausgeführt.

Vorgehen
Um die Farbeinstellungen der Symbole der platzierten Objekte massenhaft zu ändern,
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Report.
Das Kontextmenü öffnet sich.
2. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Farbeinstellungen wählen" und die
gewünschte Farbe.

P&ID
128 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.15 Farbeinstellungen von Symbolen aktualisieren

Ergebnis
Je nach Einstellung durch den Administrator werden beispielweise die Symbole aller
platzierten Armaturen in der selektierten Farbe dargestellt. Diese Einfärbung der Symbole ist
temporär.
Der selektierte Befehl wird im Kontextmenü hervorgehoben.

Registerkarte "Stammobjekte"
Die Farbeinstellungen werden im aktuellen Projekt im Navigator auf der Registerkarte
"Stammobjekte" unter dem Knoten "@Sytem > @Profiles > <Name des aktuell
angemeldeten Anwenders>" als lokales Stammobjekt gespeichert.
So können Sie in jedem Projekt eigene Farbeinstellungen für Symbole speichern. Wenn Sie
einen Report öffnen, werden die gespeicherten Farbeinstellungen abgerufen.

Siehe auch
Farbeinstellungen von Symbolen aktualisieren (Seite 129)
Massenhaftes Ändern von Farbeinstellungen (Seite 237)

9.15 Farbeinstellungen von Symbolen aktualisieren

Vorgehen
Um die Farbeinstellungen der Symbole platzierter Objekte auf dem Report zu aktualisieren,
selektieren Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
● Selektieren Sie im Kontextmenü des Reports den Befehl "Aktualisieren über
Farbeinstellungen".
● Wenn Sie die Farbeinstellungen der Symbole in einem anderen Report geändert haben,
selektieren Sie im Kontextmenü des aktuell geöffneten Reports den Befehl "Aktualisieren
über Farbeinstellungen".
● Schließen Sie den Report und öffnen ihn erneut.

Ergebnis
Die Farbeinstellungen der Symbole werden aktualisiert.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 129
R&I verwenden
9.16 Editierbare Texte auf dem Report

9.16 Editierbare Texte auf dem Report

9.16.1 Editierbare Texte auf dem Report platzieren und bearbeiten

Voraussetzung
● Attribute werden im Navigator angezeigt.
● Das Attribut ist ein Textfeld und gehört zu einer Rohrleitung.
● Die Editierbarkeit der Texte wurde nicht ausgeschaltet.
Siehe auch Kapitel Editierbare Texte zum Bearbeiten sperren (Seite 130).

Vorgehen
Um editierbare Texte auf einem Report zu platzieren und zu bearbeiten, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Klappen Sie die Struktur im Navigator so weit auf, dass Sie die einzelnen Attribute der
Registerkarten der Rohrleitung sehen.
2. Ziehen Sie das gewünschte Attribut per Drag&Drop aus dem Navigator auf den Report.
Das Textfeld wird auf dem Report platziert. Wenn Sie bereits einen Eintrag in dieses Feld
vorgenommen haben, wird der Inhalt auf dem Report angezeigt.
3. Um den Inhalt des Textfelds zu bearbeiten, selektieren Sie das platzierte Textfeld.
Zusammengesetzte Texte können Sie nicht bearbeiten.
4. Klicken Sie auf das selektierte Textfeld.
Das Textfeld wird vergrößert und mit einem grünen Rahmen dargestellt.
5. Geben Sie den gewünschten Text ein.
6. Um das Editieren des Texts zu beenden, klicken Sie neben das Textfeld.

Ergebnis
Der Eintrag aus dem Textfeld wird in das Attribut auf der entsprechenden Registerkarte
übernommen. Wenn zu dem Textfeld eine Einheit gehört, kann diese auf dem Report
platziert werden. Die Einheit ist nicht editierbar.

9.16.2 Editierbare Texte zum Bearbeiten sperren


Sie haben die Möglichkeit, über eine Scriptoption in der Reportvorlage eines Reports
editierbare Texte sperren, sodass sie nicht mehr editiert werden können. Weiterführende
Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem Handbuch "Grundbedienung von
Reports", Stichwort "EnableInteractiveEditableTexts".

P&ID
130 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.17 Darstellung der editierbaren Texte auf dem Report ändern

9.17 Darstellung der editierbaren Texte auf dem Report ändern

Voraussetzung
● Ein interaktiver Report ist angelegt und geöffnet.
● Ein Attribut ist auf dem Report eingefügt.

Vorgehen
Um die Darstellung der editierbaren Texte auf dem Report zu ändern, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie das gewünschte Attribut auf dem Report.
2. Wählen Sie im Kontextmenü des Attributs den Befehl "Optionen > Grafische
Einstellungen".
Das Fenster "Attributseinstellungen" wird geöffnet.
3. Legen Sie auf der Registerkarte "Konfiguration" fest, welche Beschreibung zusätzlich
zum Attributswert angezeigt wird.
4. Legen Sie auf der Registerkarte "Darstellung" fest, wie die Texte dargestellt werden.
5. Speichern Sie die Einstellungen mit "OK".

9.18 Rohrleitungsmonitor

Überblick
Diese Komponente verbessert die Übersicht zu Rohrleitungen. In der praktischen
Anwendung steht der Rohrleitungsmonitor zwischen der strukturellen Objektsicht einer
Rohrleitung im Navigator und der grafischen Darstellung auf einem R&I.

Öffnen
Report, Mausklick rechts auf eine Leitung: "Optionen > Rohrleitungsmonitor"
Darstellung der gewählten Rohrleitungsstruktur und sämtlicher Bestandteile in einem
eigenen, spezialisierten Zusatznavigator.

Interaktion zwischen Rohrleitungsmonitor und Report


● Wenn Sie mittels <Strg> und Mausklick links einen Rohrleitungsbestandteil im
Rohrleitungsmonitor selektieren, wird diese Teilmenge, das selektierte Objekt sowie die
hierarchisch unterhalb liegenden Bauteile, auch auf dem Report hervorgehoben.
● Navigation zwischen Rohrleitungsmonitor und Report.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 131
R&I verwenden
9.19 Sonstiges

9.19 Sonstiges

Bauteile mehrfach platzieren


Ob ein Bauteil mehrmals per Drag&Drop aus dem Navigator auf dem gleichen Plan oder
einem Plan gleicher Planart platziert werden darf, wird in den Eigenschaften des Bauteils
bestimmt:
Registerkarte "SYS System", Option "MultipleUse Erlaubte Mehrfachplatzierung".
Aktiviert:
Das Objekt darf mehrmals auf dem gleichen Plan oder einem Plan gleicher Planart platziert
werden. Der Benutzer muss die Platzierung nicht mehr explizit bestätigen. Das
Planungsobjekt kann entweder aus dem Navigator auf den Plan gezogen werden
(Drag&Drop) oder sein Symbol wird im Plan selektiert und über das Kontextmenü kopiert
"Kopieren" und "Einfügen > Objekt behalten" aufrufen.
Deaktiviert:
Das Objekt darf nur einmal auf dem gleichen Plan oder einem Plan gleicher Planart platziert
werden. Der Benutzer muss die Mehrfachplatzierung explizit bestätigen. Default.

Gruppieren auf dem Report


Wird ein Element durch eine Selektion erfasst, dann wird die Selektion automatisch auf die
Gruppe ausgedehnt, zu der das Element gehört.
Beispiel:
Eine Pumpe mit einem Motor als Element wird auf dem R&I platziert. Danach wird ein Text
neben den Motor gesetzt und nur mit dem Motor gruppiert.
Selektiert der Anwender jetzt die Pumpe, wird nicht nur das Element der Pumpe selektiert,
also der Motor, sondern auch der Text, da dieser mit dem Motor in einer Gruppe ist.
Damit der Motor ohne die Pumpe ausgewählt werden kann, muss der Motor ein eigenes
DocObj besitzen. Zunächst wird der Motor auf dem Plan als Subsymbol angelegt, er teilt sich
das DocObj also mit der Pumpe. Zieht man den Motor noch mal manuell aus dem Navigator
auf den Plan, erhält der Motor ein eigenes DocObj.

Symbole auf dem Report spiegeln


Das Symbol eines auf einem R&I-Plan platzierten Bauteils kann über das Kontextmenü
gespiegelt werden: Symbol selektieren, Kontextmenü "Optionen > ..." aufrufen:
● Symbole mit orthogonaler Symbolausrichtung:
"...> Symbol spiegeln um X-Achse" und "...> Symbol spiegeln um Y-Achse"
● Schräge Symbole:
"...> Symbol spiegeln um Hauptachse" und "...> Symbol spiegeln um Nebenachse"
Wenn ein Symbol aus anderen Symbolen zusammengesetzt ist, spiegelt COMOS
automatisch die einzelnen Symbole.

P&ID
132 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
R&I verwenden
9.19 Sonstiges

Symbole drehen
R&I-Grundsymbole können nur in 90°-Schritte gedreht werden. Mittels des Werkzeugs
"Transformieren" kann man aber auch jeden anderen Winkel erreichen. Die Texte zu diesem
Symbol können in 45°-Schritten gedreht werden.
Wenn Sie ein R&I-Symbol mit dem Werkzeug "Transformieren" drehen, wird die
automatische Symboldrehung von COMOS außer Kraft gesetzt. Siehe auch Kapitel R&I-
Symbol beim Einfügen auf dem Report drehen (Seite 24).
Hat ein R&I-Grundsymbol die 90°-Achsen verlassen, kann ein verschiebbarer Text mit den
Anfasspunkten frei gedreht werden. Damit kann der Text insbesondere wieder in die
Horizontale gedreht werden.
Beispiel:
● Behältersymbol wird um 35° gedreht
● Text mit Name wird um 35° mitgedreht
● Text kann jetzt mit Anfasspunkt wieder waagerecht gedreht werden
Erreicht das R&I-Grundsymbol wieder einen vollen 90°-Schritt, kehrt man automatisch in die
Grundtechnik zurück.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 133
R&I verwenden
9.19 Sonstiges

P&ID
134 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Listen und Datenblätter 10
10.1 Anlegen von Datenblättern

Überblick
Datenblätter enthalten technische Daten zu einem Planungsobjekt. COMOS liest diese
Daten aus den Eigenschaften des Planungsobjekts aus und stellt sie in dem Datenblatt dar.
Standardmäßig werden Datenblätter automatisch mit dem Objekt angelegt.
Je nach Einstellung des Administrators in den Eigenschaften des Stammobjekts, werden
Datenblätter manchmal nicht automatisch mit angelegt. In dem Fall legen Sie das Datenblatt
über das Kontextmenü des gewünschten Objekts an. Das Datenblatt wird im Navigator
unterhalb des R&I-Objekts angelegt.
Sie können jedes Datenblatt nur einmal anlegen. Wenn das Datenblatt bereits existiert, wird
es nicht mehr im Kontextmenü angeboten.
Ob das Datenblatt automatisch angelegt wird, überprüfen Sie in den Eigenschaften des
Objekts auf der Registerkarte "Allgemein" in der Liste "Mode".

10.2 Datenblätter bearbeiten

Einleitung
In den Datenblättern sind oft grüne Felder zu sehen. Dabei handelt es sich um interaktive
Felder, in denen Sie die Eigenschaften des R&I-Objekts ändern können.

Vorgehen
Um die Eigenschaften eines Objekts über das Datenblatt zu ändern, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie in ein grünes Feld.
2. Je nachdem, ob es sich bei dem dazugehörigen Attribut um ein Textfeld, eine Dropdown-
Liste oder eine Checkbox handelt, können Sie einen beliebigen Wert eintragen oder
einen vorgegebenen Wert auswählen.
3. Wenn Sie das Datenblatt speichern, wird der neue Wert in der Datenbank in den
Eigenschaften des Objekts gespeichert.
Weiße Felder können Sie nicht editieren.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 135
Listen und Datenblätter
10.3 Anlegen und Verwenden von Listen

Ergebnis
Die Eigenschaften des Objekts werden entsprechend geändert.

10.3 Anlegen und Verwenden von Listen

Funktion von Listen


Listen liefern einen Überblick über mehrere Planungsobjekte, z.B. über alle R&I-Objekte
eines bestimmten Typs, die unter einer Anlage liegen. Sie enthalten wichtige technische
Daten zu einem Planungsobjekt. COMOS liest diese Daten aus den Eigenschaften der
Planungsobjekte aus und stellt sie in der Liste dar, wo Sie die Daten bei Bedarf ändern
können.

Eine Liste anlegen


Um eine Liste anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Werk, das Sie unter der Projektwurzel
angelegt haben. Siehe auch Kapitel Das Beispielprojekt (Seite 17).
Im Kontextmenü sind verschiedene Listen vorbereitet.
2. Selektieren Sie die gewünschte Liste.

Ergebnis
Die Liste wird unterhalb des Werks angelegt.
Sie können jede Liste kann nur ein Mal anlegen. Wenn die Liste bereits existiert, wird sie
nicht mehr im Kontextmenü angeboten.

Listen bearbeiten
Genau wie Datenblätter können Sie auch Listen über die grünen, interaktiven Textfelder
bearbeiten. Siehe auch Kapitel Anlegen von Datenblättern (Seite 135).
Listen arbeiten kontextbezogen. Wenn Sie für eine Anlage eine Rohrleitungsliste anlegen,
werden alle Rohrleitungen, die unter diese Anlage liegen, gesucht und auf der Liste
ausgegeben. Wo genau die Rohrleitungen in der Objektstruktur unter der Anlage liegen,
spielt keine Rolle.

P&ID
136 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Listen und Datenblätter
10.4 Apparate-/Stoffstromleiste des R&I steuern

10.4 Apparate-/Stoffstromleiste des R&I steuern

Einleitung
In interaktiven Reports vom Typ "R&I" haben Sie die Möglichkeit jeweils eine Apparate- und
eine Stoffstromleiste einzublenden.
Diese beiden Leisten sind nichts anderes als kleine Listen, die die Daten der Apparate und
transportierten Stoffe auflisten.

Beispiel
Apparateliste

Leiste einblenden
Welche Daten in die Liste aufgenommen werden, legt Ihr Administrator durch die
Reportvorlage fest.
In den Eigenschaften des R&I-Reports können Sie bestimmen, ob die Listen eingeblendet
werden oder nicht, und ob eine ausführlichere Liste oder eine Kurzversion verwendet wird.
Um die Leisten einzublenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des Reports, auf dem Sie die Leisten einblenden möchten.
2. Selektieren Sie die Registerkarte "Attribute > Stoffstromleiste – Apparate".
3. Nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor.
4. Um Ihre Einstellungen zu speichern und die Eigenschaften des Reports zu schließen,
klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".

Ergebnis
Wenn Sie das nächste Mal den Report öffnen, dessen Eigenschaften Sie bearbeitet haben,
werden die Leisten eingeblendet.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 137
Listen und Datenblätter
10.4 Apparate-/Stoffstromleiste des R&I steuern

Liste bearbeiten
Diese Listen lesen nur Daten aus. Um die Listen zu bearbeiten, gehen Sie folgendermaßen
vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des gewünschten Objekts.
2. Tragen Sie die gewünschten Werte ein.
3. Um Ihre Änderungen zu speichern und die Eigenschaften des Objekts zu schließen,
klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
4. Klicken in der Funktionsleiste des Reports auf die Schaltfläche "Dokument neu
auswerten".

Ergebnis
Die Liste wird aktualisiert.

P&ID
138 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Pipe Easy 11
Einleitung
Einsatzgebiet des Werkzeugs Pipe Easy ist die Verarbeitung von importierten DGN, DWG
oder DXF-Dateien.
Mithilfe des Werkzeugs haben Sie folgende Aktionsmöglichkeiten:
● Linien anhand grafischer Eigenschaften zu Rohrleitungsabschnitten und
Rohrleitungssegmenten konvertieren
● Texte gemäß eines Scripts verarbeiten
● Grafische Symbolzeichnungen zu COMOS-Symbolen konvertieren

11.1 Pipe Easy starten

Voraussetzung
Die Schaltfläche "PipeEasy-Konvertierungsdialog anzeigen" ist in die Werkzeugleiste des
Reports eingebunden.

Vorgehen
Um Pipe Easy zu starten, klicken Sie in der Werkzeugleiste des Reports auf die Schaltfläche
"PipeEasy-Konvertierungsdialog anzeigen".

Ergebnis
Das Fenster "Konvertierungseinstellungen" öffnet sich.

Siehe auch
Schaltfläche "PipeEasy-Konvertierungsdialog anzeigen" in die Werkzeugleiste integrieren
(Seite 256)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 139
Pipe Easy
11.2 Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen"

11.2 Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen"

Überblick
Sie haben die Möglichkeit auf der Basis von Symbolen Rohrleitungen zu erzeugen. Achten
Sie dabei auf die Einstellungen des Rasters. Wenn das Raster zu groß eingestellt ist,
werden die maximalen Abstände nie erreicht und die Konvertierung scheint nicht zu
funktionieren. In den deutschen Reportvorlagen entspricht ein Rasterpunkt einem Millimeter.
Mit der Schaltfläche "Ausführen" selektieren und konvertieren Sie nacheinander
verschiedene Linien oder Objekte.

Kontextmenü nicht aufrufbar


Wenn Sie auf der Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen" arbeiten, können Sie das
Kontextmenü nicht aufrufen oder Aktionen ausführen. Um das Kontextmenü aufzurufen,
wechseln Sie auf eine andere Registerkarte oder schließen Sie das Fenster
"Konvertierungseinstellungen". Dabei bleiben die Einstellungen im Fenster
"Konvertierungseinstellungen" erhalten.

Alternative Möglichkeiten
Wenn während der Konvertierung alternative Möglichkeiten existieren, wird das Objekt
berücksichtigt, das in der Sammlung der Reportobjekte zuerst kommt. Das ist im Regelfall
das Objekt, das zuerst angelegt wurde.

Beispiel
Das Ende einer Linie liegt auf dem Anfang von zwei anderen Linien. Da keine T-
Verbindungen erzeugt werden, entscheidet sich COMOS für eine der Linien.

Siehe auch
Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen" (Seite 291)

11.3 Registerkarte "Texte zuordnen"


Diese Registerkarte wertet folgende Informationen aus:
● Ein Script (Textregel)
● Einen selektierten Text
● Ein selektiertes Symbol
Wie diese Informationen ausgewertet und umgesetzt werden, ist relativ offen.

P&ID
140 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Pipe Easy
11.4 Regeln erstellen

Beispiel
Die fixen Texte beschreiben beispielsweise ein Anlagenkennzeichen oder ein
Betriebsmittelkennzeichen des Symbols. Mittels eines Scripts wird das COMOS-Objekt des
Symbols verschoben. Das echte Betriebsmittelkennzeichen entspricht dann dem fixen Text.
Löschen Sie danach den fixen Text und ersetzen ihn durch ein Betriebsmittelkennzeichen.

Siehe auch
Stammobjekte für Textregeln anlegen (Seite 258)
Registerkarte "Texte zuordnen" (Seite 294)

11.4 Regeln erstellen

Einleitung
Sie haben die Möglichkeit Regeln entweder mittels Symbol und Text oder über Attribute zu
erstellen.

Voraussetzung
Die Registerkarte "Texte zuordnen" des Fensters "Konvertierungseinstellungen" ist geöffnet.
Es sind Stammobjekte für Textregeln in der Datenbank vorhanden.

Regeln mittels Symbol und Text erstellen


Um eine Regel mittels Symbol und Text zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Ziehen Sie per Drag&Drop das Aktionsstammobjekt, unter dem die Stammobjekte für
Textregeln liegen, aus dem Navigator in das Feld "Stammobjekt für Textregeln".
2. Geben Sie im Feld "Attribut für Textregeln" den NestedName des Attributs ein, nach dem
an den Objekten gesucht werden soll.
3. Geben Sie im Feld "Maximale Abstand-Ungenauigkeit in mm" die Toleranz ein, in der ein
Text noch zu einem Symbol als zughörig interpretiert wird.
4. Geben Sie im Feld "Ebene für konvertierte Texte" eine Ebene ein, die bisher noch nicht
verwendet wird.
Die eingetragene Ebene gilt automatisch auch für die nächste Aktion.
5. Selektieren Sie in der Liste "Aktion" den Eintrag "Regel erstellen".
6. Selektieren Sie ein Symbol und einen Text auf dem Report.
7. Selektieren Sie in der Liste "Regel" das gewünschte Stammobjekt.
8. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Ausführen".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 141
Pipe Easy
11.4 Regeln erstellen

Ergebnis
Diese Aktion erfasst die Relationen zwischen dem Symbol und dem Text:
● Symbol
SystemFullname des Stammobjekts, Winkel, Spiegelung
● Text
Winkel, relativer Abstand zum Symbol
Die Relation wird im Stammprojekt auf der Registerkarte "Stammobjekte" unter dem Knoten
"@System > @Profiles > @AllUsers" gespeichert.
Danach wird auf die zwei markierten Objekte die entsprechende Script-Funktion ausgeführt.

Regeln über Attribute erstellen


Um eine Regel über ein Attribut zu erstellen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Ziehen Sie per Drag&Drop das gewünschte Attribut aus dem Navigator in das Feld
"Attribut für Textregeln".
Der NestedName des Attributs wird eingetragen.
2. Geben Sie im Feld "Maximale Abstand-Ungenauigkeit in mm" die Toleranz ein, in der ein
Text noch als zu einem Symbol zughörig interpretiert wird.
3. Geben Sie im Feld "Ebene für konvertierte Texte" eine Ebene ein, die bisher noch nicht
verwendet wird.
Die eingetragene Ebene gilt automatisch auch für die nächste Aktion.
4. Selektieren Sie in der Liste "Aktion" den Eintrag "Regel erstellen".
5. Selektieren Sie ein Symbol auf dem Report.
6. Selektieren Sie in der Liste "Regel" das gewünschte Stammobjekt.
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Ausführen".

Ergebnis
Diese Aktion erfasst die Relation zwischen dem Symbol und dem Attribut:
● Symbol: SystemFullname des Stammobjekts
● Attribut: NestedName
Die Relation wird im Stammprojekt auf der Registerkarte "Stammobjekte" unter dem Knoten
"@System > @Profiles > @AllUsers" gespeichert.
Wenn das COMOS-Objekt das angegebene Attribut besitzt, übergibt es den Wert des
Attributs als Text an die entsprechende Script-Funktion.

Siehe auch
Registerkarte "Texte zuordnen" (Seite 294)

P&ID
142 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Pipe Easy
11.5 Registerkarte "Symbol erzeugen"

11.5 Registerkarte "Symbol erzeugen"


Durch den DGN- oder DWG/DXF-Import sind bereits Symbole entstanden, so dass Sie diese
Registerkarte nicht benötigen.
Wenn Symbole in DGN- oder DWG/DXF-Dateien nicht als Blöcke angelegt sind, werden Sie
beim Import der Datei nicht als Symbole erkannt und werden auf dem Report als Linien
angelegt. Um diese grafischen Symbole in COMOS-Symbole umzuwandeln, verwenden Sie
die Registerkarte "Symbol erzeugen".

Siehe auch
DGN-Import (Seite 168)
Kontrollelemente der Registerkarte "Symbol erzeugen" (Seite 296)
AutoCAD-Daten importieren (Seite 85)

11.6 Symbole erzeugen

Voraussetzung
Sie haben einen DGN-Import durchgeführt. Die Registerkarte "Symbol erzeugen" des
Fensters "Konvertierungseinstellungen" ist geöffnet.

Vorgehen
Um ein Symbol anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Ziehen Sie per Drag&Drop das gewünschte Stammobjekt aus dem Navigator in das Feld
"Objekt für Symbol".
2. Aktivieren Sie die gewünschte Option.
3. Selektieren Sie auf dem Report die grafischen Objekte, aus denen ein Symbol erzeugt
werden soll.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Ausführen".

Ergebnis
Ein Reportobjekt wird erzeugt. Der Nullpunkt des Objekts liegt in der linken oberen Ecke der
selektierten grafischen Objekte.
Ein Planungsobjekt mit dem selektierten Stammobjekt wird im Navigator unter dem Report,
unterhalb des Objekts "__IMPORT", erzeugt. Das Reportobjekt wird diesem Planungsobjekt
zugewiesen.
Die selektierten grafischen Elemente werden gelöscht.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 143
Pipe Easy
11.7 Registerkarte "Zuweisung"

Siehe auch
Kontrollelemente der Registerkarte "Symbol erzeugen" (Seite 296)

11.7 Registerkarte "Zuweisung"


Über die Registerkarte "Zuweisung" verlinken Sie importierte Stammobjekte mit
bestehenden COMOS-Stammobjekten. Platzierte Objekte können Sie skalieren.
Wenn Sie dem COMOS-Stammobjekt ein importiertes Planungsobjekt zuweisen, verwendet
COMOS für die Zuweisung automatisch das Stammobjekt des Planungsobjekts.

Siehe auch
Kontrollelemente der Registerkarte "Zuweisung" (Seite 297)

11.8 Importierte Stammobjekte mit Comos-Stammobjekten verlinken

Voraussetzung
Sie haben Stammobjekte importiert. Die Registerkarte "Zuweisung" des Fensters
"Konvertierungseinstellungen" ist geöffnet.

Vorgehen
Um ein importiertes Stammobjekt mit einem COMOS-Stammobjekt zu verlinken, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Ziehen Sie das gewünschte importierte Stammobjekt per Drag&Drop aus dem Navigator
in das Feld "Importiertes Stammobjekt".
2. Ziehen Sie das gewünschte COMOS-Stammobjekt per Drag&Drop aus dem Navigator in
das Feld "COMOS Stammobjekt".
3. Aktivieren Sie die gewünschten Optionen.
4. Geben Sie die gewünschte Skalierung ein.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Ausführen".

Ergebnis
Das importierte Stammobjekt wird mit dem COMOS-Stammobjekt verlinkt.

Siehe auch
Kontrollelemente der Registerkarte "Zuweisung" (Seite 297)

P&ID
144 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen 12
12.1 Zielsetzung und Einsatzgebiet

Allgemeines
Neben der bisherigen Möglichkeit des Fließrichtungwechsels von Rohrleitungen, haben Sie
auch die Möglichkeit die Fließrichtung von Einbauteilen von Rohrleitungen gewechselt
werden.
Hierzu verbinden Sie die fließrichtungsrelevanten Bauteile direkt oder indirekt, über ein mit
der Rohrleitung verbundenes Bauteil, mit der Rohrleitung. Wenn Sie Fließrichtung eines
Rohrleitungssegmentes ändern, wird auch die Fließrichtung von allen anderen
Rohrleitungssegmenten der zugehörigen Rohrleitung geändert. Siehe auch Kapitel
Besonderheiten (Seite 148).
Die Aktion erfolgt in Fließrichtung der Rohrleitung bis eine entsprechende
Abbruchbedingung gefunden wird oder ein Bauteil, das keine weiteren
fließrichtungsrelevanten Anschlüsse besitzt. Standardmäßig gelten als fließrichtungsrelevant
die Anschlüsse "I1" und "O1", sowohl für Rohrleitungen als auch für Einbauteile.
Dynamische Anschlusspunkte werden nicht berücksichtigt.
Sie haben die Möglichkeit die Aktion auch von den Einbauteilen aus zu starten. Hierbei
gelten alle Anschlüsse des Bauteils als fließrichtungsrelevant.

12.2 Betroffene Bauteile


COMOS spiegelt nur Bauteile, die einen Eingang oder Ausgang haben. Ob ein Symbol
gespiegelt wird hängt davon ab, ob die Anschlüsse des Symbols entsprechend definiert sind.

Siehe auch
Abbruchbedingungen (Seite 145)

12.3 Abbruchbedingungen

Bedingungen
Die Funktion verfolgt den Rohrleitungsverlauf solange, bis eine der folgenden Bedingungen
gefunden wird:
● Der Startanschluss wird wieder erreicht
● Das Bauteil hat nur einen Anschluss

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 145
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.4 Durchführung

● Das Bauteil hat das Attribut "SYS.BehaviorFlowDir = 1"


● Das Bauteil hat weder I1+O1-Anschlüsse, noch ein Attribut "SYS.BehaviorMultiFlowDir",
in dem weitere für die Fließrichtung relevante Anschlüsse definiert sind.

Attribut "SYS.BehaviorFlowDir"
Das Attribut "SYS.BehaviorFlowDir" ändert das Verhalten der Durchflussrichtung. Das
Attribut besitzt die Auswahlliste "@SYSTEM > @BEHAVIORFLOWDIR" mit folgenden
Werten:

Spalte Spalte Spalte "Wert Ergebnis


"Name" "Beschreibung" 1"
1 Abbruch 1 Start oder Ziel, Abbruch, Symbol wird nicht
gespiegelt
2 Mehrwegeobjekt 2 Symbol wird nicht gespiegelt

COMOS prüft auch für Bauteile mit dem Attribut "SYS.BehaviorFlowDir = 0", ob bei einem
Bauteil mehrere Ströme vorhanden sind, die mit dem Attribut "Sys.BehaviorMultiFlowDir"
definiert worden sind. Bei einem Fließrichtungswechsel spiegelt COMOS dann nur die vom
Fließrichtungswechsel betroffenen Anschlüsse.

12.4 Durchführung

12.4.1 Aufruf und Ergebnis

Einleitung
Die Funktion "Fließrichtung wechseln" rufen Sie auf dem interaktiven Report über eine
Rohrleitung, ein Rohrleitungssegment oder einen Rohrleitungsabschnitt oder ein anderes
verbundenes Bauteil auf.

Vorgehen
Um die Fließrichtung zu wechseln, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie das gewünschte Objekt.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Report.
3. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Fließrichtung wechseln".
Alle betroffenen Reportelemente werden markiert. Sie werden gefragt, ob Sie die
Fließrichtung der markierten Objekte ändern möchten.
4. Bestätigen Sie den Wechsel der Fließrichtung.

P&ID
146 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.4 Durchführung

Beispiel

In diesem Beispiel wird die Funktion "Fließrichtung wechseln" von der selektierten
Rohrleitung aufgerufen. COMOS durchsucht den Rohrleitungsverlauf nach einer
Abbruchbedingung in beide Richtungen, ausgehend von den Ein- und
Ausgangsanschlüssen der selektierten Rohrleitung.

Verhalten linke Seite


In dem oben dargestellten Beispiel verhält sich die linke Seite folgendermaßen:
● Reduzierung: Die Reduzierung hat zwei neutrale Anschlusspunkte und wird nicht
gespiegelt.
● Rohrleitungssegment: Für das Rohrleitungssegment wird die Fließrichtung gewechselt.
● Rückschlagklappe: Die Rückschlagklappe hat einen festen Eingangs- und
Ausgangsanschluss (I1&O1). Sie wird mit den Anschlüssen gespiegelt.
● Rohrleitungssegment: Für das Rohrleitungssegment wird die Fließrichtung gewechselt.
● Armatur: Die Armatur hat zwei neutrale Anschlüsse und wird nicht gespiegelt.
● Rohrleitungssegment: Für das Rohrleitungssegment wird die Fließrichtung gewechselt.
● Stutzen: Der Stutzen hat nur einen Anschlusspunkt und wird nicht gespiegelt.

Verhalten rechte Seite


In dem oben dargestellten Beispiel verhält sich die rechte Seite folgendermaßen:
● Pumpe: Die Pumpe hat feste Anschlusspunkte und wird gespiegelt.
● Rohrleitungssegment: Für das Rohrleitungssegment wird die Fließrichtung gewechselt.
● Reduzierung: Die Reduzierung hat zwei neutrale Anschlusspunkte und wird nicht
gespiegelt.
● Rohrleitungssegment: Für das Rohrleitungssegment wird die Fließrichtung gewechselt.
● Rückschlagklappe: Die Rückschlagklappe hat einen festen Eingangs- und
Ausgangsanschluss. Sie wird mit den Anschlüssen gespiegelt.
● Rohrleitungssegment: Für das Rohrleitungssegment wird die Fließrichtung gewechselt.
● Armatur: Die Armatur hat zwei neutrale Anschlüsse und wird nicht gespiegelt.
● Rohrleitungssegment: Für das Rohrleitungssegment wird die Fließrichtung gewechselt.
● Stutzen: Der Stutzen hat nur einen Anschlusspunkt und wird nicht gespiegelt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 147
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.4 Durchführung

Ergebnis
Das Ergebnis der Aktion sieht folgendermaßen aus:

Der erkannte Rohrleitungsverlauf wird vom Anfang bis zum Ende in Magenta dargestellt. So
erkennen Sie, welches Ausmaß die Aktion insgesamt erreicht. Alle Bauteile die gespiegelt
wurden, werden gelb angezeigt. Wenn Sie den Wechsel der Fließrichtung bestätigen,
werden die Objekte nicht mehr farbig hervorgehoben.

Siehe auch
Besonderheiten (Seite 148)

12.4.2 Besonderheiten
Folgende Besonderheiten können auftreten:

Mehrere aneinander angeschlossene Bauteile

Wenn sich in diesem Beispiel die Fließrichtung ändert, werden beide Rohrleitungssegmente
sowie die Rückschlagklappe der neuen Fließrichtung angepasst. Die Aktion wird nicht
abgebrochen, obwohl die Klappe nicht mit einer Rohrleitung verbunden ist.

Bauteile mit mehreren Anschlusspunkten

P&ID
148 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.4 Durchführung

In der Regel ist das Objekt als Abbruch definiert (SYS.BehaviorFlowDir=1). Wenn dies nicht
der Fall ist und keine fließrichtungsabhängigen Anschlüsse (I1/O1) vorhanden sind oder
"SYS.BehaviorMultiFlowDir" definiert ist, erfolgt ein Abbruch.

Dynamische Anschlüsse
Dynamische Anschlüsse einer Rohrleitung oder eines Einbauteils werden generell nicht
verfolgt.

Behälter mit Ausgangs- und Eingangsanschlüssen z. B. bei FEED


Die linke Abbildung zeigt den Behälter vor dem Wechsel der Fließrichtung. Die rechte
Abbildung zeigt den Behälter nach dem Wechsel der Fließrichtung:

Wenn Sie die Anschlüsse "I1" und "O1" an nicht symmetrischen Punkten des Behälters
anbringen, kommt es beim Wechsel der Fließrichtung zu asymmetrischen Spiegelungen.
Der Behälter liegt in diesem Fall schräg auf der Zeichnung.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 149
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.4 Durchführung

Wenn Sie einen Strom an den Anschluss "I1" anschließen, wird der Strom des Anschlusses
"O1" kopiert.
Wenn Sie das Attribut "SYS.BehaviorFlowDir = 1" für den Behälter verwenden, wird in
diesem Status nicht gespiegelt und nicht kopiert.

Gleicher IO-Typ
Wenn Sie alle Fließrichtungen ändern, haben sowohl der Eingangs- als auch der
Ausgangsanschluss den gleichen IO-Typ.

Fließrichtung bei halboffenen Verbindungen


Wenn zwei halboffene Wirklinien im Kontextmenü über den Befehl "VERBINDUNG >
MERKE" und "VERBINDUNG > SETZE" verbunden werden, wird dadurch auch auf beiden
Seiten die Fließrichtung gesetzt. Eventuell widersprechende Konstruktionsrichtungen
werden synchronisiert und bei Bedarf neu gesetzt.

Bauteilkettenübergreifendes Wechseln der Fließrichtung


Eine Kette aus verbundenen Bauteilen und Rohrleitungen wird als Bauteilkette bezeichnet.
Aufgrund der Regel, dass alle Rohrleitungssegmente einer Rohrleitung die gleiche
Fließrichtung haben müssen, gilt in Zusammenhang von Bauteilketten folgendes:
Wenn Sie die Fließrichtung eines Rohrleitungssegments in einer Bauteilkette ändern,
werden andere Rohrleitungssegmente der zugehörigen Rohrleitung, die sich in anderen
Bauteilketten befinden, ebenfalls geändert. Im Ergebnis eines solchen Anwendungsfalls wird
die Aktion des Wechsels der Fließrichtung für die andere Bauteilkette angestoßen. In der
Abbildung gehören die beiden rot umrahmten Rohrleitungssegmente zu demselben
Rohrleitungsabschnitt.

P&ID
150 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.4 Durchführung

Bauteil mit SYS.BehaviorFlowDir= 1


Der Rohrleitungsverlauf wird bei einem Bauteil mit SYS.BehaviorFlowDir= 1 nicht weiter
verfolgt. Im Beispiel ist dies die Armatur:

Die Regel wird außer Kraft gesetzt, wenn sich hinter dem Bauteil mit SYS.BehaviorFlowDir=
1 ein Rohrleitungssegment befindet, dessen zugehörige Rohrleitung mindestens ein
weiteres Rohrleitungssegment besitzt, dessen Fließrichtung geändert wird. Das heißt, die
Regel, dass alle Rohrleitungssegmente einer Rohrleitung die gleiche Fließrichtung haben
müssen, hat Vorrang vor dem Attribut "SYS.BehaviorFlowDir". In diesem Fall gilt die
Abbruchbedingung lediglich für das jeweilige Bauteil. Die Aktion wird mit dem Bauteil
dahinter fortgesetzt:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 151
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.5 Umgang mit Eckarmaturen

12.5 Umgang mit Eckarmaturen

Übersicht
Einige Eckarmaturen sind für die Änderung der Fließrichtung relevant. Zu diesen
Eckarmaturen zählt beispielsweise die Sicherheitseckarmatur, deren Balken immer in die
Ausgangsrichtung zeigt.

An Bauteilen, wie der Eckarmatur, wird die Spiegelachse als Winkelhalbierende zwischen
den Anschlüssen "I1" und "O1" berechnet.

Ergebnis
Die folgende Abbildung zeigt das Ergebnis der Aktion:

P&ID
152 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.6 Umgang mit Mehrwegeobjekten

12.6 Umgang mit Mehrwegeobjekten

Mehrwegeobjekte
Mehrwegeobjekte sind Objekte, wie beispielsweise Dreiwegearmaturen oder T-Stücke, die
mehr als zwei Anschlüsse besitzen, aber in der Regel wie gewöhnliche
Rohrleitungseinbauteile betrachtet werden.

Attribut "SYS.BehaviorMultiFlowDir"
Über das Attribut "SYS.BehaviorMultiFlowDir" am Bauteil, können mehrere
fließrichtungsabhängige Anschlüsse durchlaufen werden.
Wenn beispielsweise die Hauptrichtung, in der Abbildung in horizontaler Darstellung, durch
die Anschlüsse "I1" und "O1" repräsentiert wird, ist die erste Fließrichtung definiert. Wenn für
das Attribut "BehaviorMultiFlowDir" des Bauteils die Definition "I1>O2" festgelegt ist, ist die
zweite Fließrichtung definiert. Um weitere Anschlüsse zu definieren, hängen Sie diese mit ";"
an (z. B. BehaviorMultiFlowDir = "I1>O2;I3>O4;I5>O5").
In diesem Fall wird die Fließrichtung von beiden angeschlossenen Rohrleitungen sowie
deren Bauteilen gewechselt, falls die Bauteile für die Fließrichtung relevant sind. Das Bauteil
wird nicht gespiegelt, da es neutrale Anschlusspunkte besitzt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 153
Spiegeln von fließrichtungsrelevanten Einbauteilen
12.6 Umgang mit Mehrwegeobjekten

P&ID
154 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen 13
13.1 Conval
Die Schnittstellen werden über entsprechende Stammobjekte angesprochen:
"@03 > PID > 600 > 1 Conval"
Hier sind die für die Conval-Schnittstelle notwendigen Objekte, Dokumente und Scripte
vorbereitet.

Siehe auch
Stammobjekt "@03 > PID > 600 Schnittstellen" (Seite 199)

13.2 PDS 2D-Import

13.2.1 Grundlagen

13.2.1.1 Ziel

Die PDS 2D-Daten eines DGN-Schemas importieren


Das COMOS-Modul P&ID implementiert eine Importschnittstelle zu PDS 2D von Intergraph.
Der Import erlaubt Ihnen, DGN-Zeichnungen nach COMOS zu importieren, die mit Bentley
MicroStation und unter Verwendung von PDS 2D erstellt wurden. Auf diese Weise haben Sie
die Möglichkeit, Projekte aus PDS 2D nach COMOS zu überführen und Ihre Planung im
COMOS-Modul P&ID nahtlos fortzusetzen.
Der PDS 2D-Import findet im Anschluss an den Import einer PDS 2D-basierten DGN-
Zeichnung statt. Er ergänzt den grafischen Import des DGN-Imports um einen
Datenbankimport: COMOS importiert die PDS 2D-Daten der DGN-Zeichnung und wandelt
möglichst alle Elemente der Zeichnung in R&I-Objekte um.

13.2.1.2 Prinzip

Zweistufige Architektur
Der Import ist verfügbar für R&Is, in die der Anwender eine PDS 2D-basierte DGN-
Zeichnung importiert hat. Er wird im Anschluss an den DGN-Import ausgeführt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 155
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

DGN-Import
Beim vorausgegangenen DGN-Import geschieht das Folgende:
● Die Zellen einer DGN-Zeichnung werden importiert.
● Die rein grafischen Elemente der DGN-Zeichnung werden importiert.
Import einer Zelle:
● Für jede Zelle werden DGN-Importobjekte angelegt: Ein Import-Stammobjekt und ein
Import-Planungsobjekt
● Die DGN-Importobjekte speichern die folgenden Zelldaten:
– Name
– Grafische Informationen
– Falls vorhanden: Die Rohdaten ("raw data")
– Verweise auf PDS 2D-Datensätze
● Die Import-Planungsobjekte werden auf dem R&I platziert.
● Wenn der Import entsprechend konfiguriert wird, werden auch leere Zellen importiert.
● Die Import-Planungsobjekte wurden auf die gleiche Hierarchieebene importiert. Das
bedeutet, dass die Eigentümerstruktur der DGN-Zellen nicht beibehalten wird.
Import rein grafischer Elemente:
● Die rein grafischen Elemente der DGN-Zeichnung werden als rein grafische Elemente
importiert und auf dem R&I platziert.
Beispiel: Rohrleitungen

PDS 2D-Import
Beim PDS 2D-Import geschieht das Folgende:
● Die Import-Planungsobjekte werden durch einen Stammobjektwechsel in R&I-
Planungsobjekte umgewandelt.
● Die als Linien importierten Rohrleitungen werden durch Objekte ersetzt.
● Daten aus der PDS 2D-Datenbank, die auf der DGN-Zeichnung referenziert werden,
werden nach COMOS importiert. Sie werden in die Attribute der R&I-Planungsobjekte
geschrieben.
● Die Eigentümerstruktur der DGN-Zellen wird wiederhergestellt.
Beispiel: Wenn ein Behälter auf dem DGN Stutzen besitzt, werden die Stutzen in
COMOS unter dem Behälter angelegt.
● Zusatzgrafiken wie Rohrfahnen und Tag-Nummern werden intelligent.

P&ID
156 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

13.2.1.3 Voraussetzungen
Die folgenden Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor ein Anwender für ein R&I den
PDS-Import ausführt:

Installierte Software
● COMOS-Version: ab 9.0
● MicroStation-Version: J und XM
● PDS 2D-Version: 7

Datenbank
● COMOS-DB: Die für den Import notwendigen Stammobjekte und Registerkarten wurden
in die Datenbank importiert.
● Für das R&I wurde ein vollständiger DGN-Import durchgeführt. Das heißt:
– Die DGN-Zellbibliothek wurde vollständig importiert.
– Die DGN-Zeichnung wurde importiert.

DGN-Importeinstellungen
Für den Import der DGN-Zellbibliothek und der DGN-Zeichnung, die dem PDS 2D-Import
vorangehen, sind die folgenden Importeinstellungen erforderlich:
● Option "Erzeuge XML-Protokoll": Aktiviert
Die folgenden Importeinstellungen werden empfohlen:
● Option "Immer als lokales Skript importieren": Aktiviert
Siehe auch Kapitel Symboldarstellung konfigurieren (Seite 242).
● Option "Importiere leere Zellen": Aktiviert
Siehe auch Kapitel Textzelle als Objekt importieren (Seite 247).

13.2.1.4 Arbeitsablauf

Einleitung
Beim Arbeitsablauf sind die folgenden Fälle zu unterscheiden:
● Der DGN-Import verwendete bereits ein DB Choice-Objekt.
● Der DGN-Import verwendete kein DB Choice-Objekt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 157
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

Mit DB Choice-Objekt
Wenn der DGN-Import bereits ein DB Choice-Objekt verwendet hat, sieht der Ablauf
folgendermaßen aus:

Benutzer Schritt Details


Administrator Schritt 1 Durch den DGN-Import: Import der DGN-Zellbibliothek:
Bereits  Ein R&I anlegen
abgeschlossen
 Das DB Choice-Objekt anlegen
 Das R&I und das DB Choice-Objekt miteinander
verknüpfen
 Das R&I öffnen
 Den DGN-Importbefehl aufrufen
 Die DGN-Importeinstellungen festlegen
 Den DGN-Import starten
Anwender Schritt 2 Durch den DGN-Import: Import der DGN-Zeichnung:
Bereits  Ein R&I anlegen
abgeschlossen
 Das R&I mit dem DB Choice-Objekt aus Schritt 1
verknüpfen
 In das R&I eine PDS 2D-basierte DGN-Zeichnung
importieren, die die Zellbibliothek aus Schritt 1
verwendet
Administrator Schritt 3 Den Import-Stammobjekten R&I-Stammobjekte zuordnen
Administrator Schritt 4 Den R&I-Stammobjekten Importscripte hinzufügen
Administrator Schritt 5 Das DB Choice-Objekt konfigurieren:
 Einheitenzuordnung
 Sonstige Importeinstellungen
Anwender Schritt 6 Für das R&I aus Schritt 2 den PDS 2D-Import ausführen:
 Die Eigenschaften des R&I öffnen
 Den PDS-Import aufrufen
Anwender Schritt 7 Optional: Abschließende Arbeiten durchführen
 Feinarbeiten im R&I
 R&I-Planungsobjekte unter neue Eigentümer
einsortieren

P&ID
158 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

Ohne DB Choice-Objekt
Wenn der DGN-Import kein DB Choice-Objekt verwendet hat, sieht der Ablauf
folgendermaßen aus:

Benutzer Schritt Details


Administrator Schritt 1 Durch den DGN-Import: Import der DGN-Zellbibliothek
Bereits abgeschlossen  Ein R&I anlegen
 Das R&I öffnen
 Den DGN-Importbefehl aufrufen
 Die DGN-Importeinstellungen festlegen
 Den DGN-Import starten
Anwender Schritt 2 Durch den DGN-Import: Import der DGN-Zeichnung:
Bereits abgeschlossen  Ein R&I anlegen
 In das R&I eine PDS 2D-basierte DGN-Zeichnung
importieren, die die Zellbibliothek aus Schritt 1
verwendet
Administrator Schritt 3 Ein DB Choice-Objekt anlegen
Administrator Schritt 4 Die Import-Stammobjekte, die in Schritt 1 durch den Import
der Zellbibliothek erzeugt wurden, unter das DB Choice-
Objekt verschieben
Anwender Schritt 4 Das R&I aus Schritt 2 mit dem DB Choice-Objekt aus
Schritt 1 verknüpfen
Weiter wie beschrieben in "Mit DB Choice-Objekt", Schritt 3

13.2.2 Funktionsumfang

13.2.2.1 Überblick
In den folgenden Kapiteln finden Sie Informationen zu den Funktionen des PDS 2D-Imports:
● Einzelimport und Mehrfachimport (Seite 160)
● Import der Zelldaten aus der PDS 2D-Datenbank (Seite 160)
● Symboldarstellung (Seite 160)
● Umgang mit bereits existierenden R&I-Planungsobjekten (Seite 160)
● Eigentümerstruktur (Seite 161)
● Rohrleitungen (Seite 162)
● Messlinien und Wirklinien (Seite 162)
● Funktionen und Stellarmaturen (Seite 162)
● Textzellen importieren (Seite 163)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 159
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

● Datenbankspezifische Importeinstellungen (Seite 163)


● Importprotokolle (Seite 164)

13.2.2.2 Einzelimport und Mehrfachimport

Einzelimport oder Mehrfachimport


Sie wählen zwischen den folgenden Möglichkeiten:
● Sie führen den Import für ein einzelnes R&I aus.
● Sie führen den Import für alle R&Is auf, die das gleiche DB Choice-Objekt verwenden.

13.2.2.3 Import der Zelldaten aus der PDS 2D-Datenbank

Zuordnungen zwischen PDS 2D und COMOS


Die Daten, die in der PDS 2D-Datenbank zu den Zellen der importierten DGN-Zeichnung
gespeichert wurden, werden in die Attribute der COMOS-Objekte importiert.

13.2.2.4 Symboldarstellung

DGN-Symbol oder R&I-Symbol


Ob die durch den Import erzeugten R&I-Planungsobjekte das Symbol der Zelle oder des
R&I-Stammobjekts verwenden, hängt von den DGN- Importeinstellungen und von der
Konfiguration der Stammdaten ab.

13.2.2.5 Umgang mit bereits existierenden R&I-Planungsobjekten

Einleitung
Während des PDS 2D-Imports werden die Import-Planungsobjekte in R&I-Objekte
umgewandelt.
Ein Ergebnis der Umwandlung ist, dass der Name des ehemaligen Import-Planungsobjekts
durch einen anwenderdefinierten Namen ersetzt wird.
Wenn bereits ein gleichnamiges Planungsobjekt existiert, bestimmen die Einstellungen des
Administrators das Importverhalten.

Anwenderdefiniertes Importverhalten
Der Administrator definiert in den DGN-Stammobjekten, wie sich der PDS 2D-Import verhält,
wenn er bei der Umwandlung bereits ein gleichnamiges Objekt findet. Dadurch hat der
Administrator die Möglichkeit, für jedes DGN-Stammobjekt die passende Einstellung zu
wählen.

P&ID
160 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

Er wählt zwischen den folgenden Möglichkeiten:


1. Ein neues Objekt wird angelegt.
Folge: Der Name des neuen Objekts wird um einen Zähler ergänzt.
2. Das existierende Objekt wird verwendet.
Folge: Die mit der Zelle verbundenen PDS 2D-Daten werden in die COMOS-Attribute des
existierenden Objekts importiert.
Wenn das existierende Objekt verwendet wird, definiert der Administrator außerdem die
folgenden Punkte:
● Wird die Grafik des existierenden Objekts oder die der importierten Zelle verwendet?
● Findet ein Stammobjektwechsel statt?
Im Falle eines Stammobjektwechsels findet die Zuordnung zwischen den PDS 2D-Daten
und COMOS-Attributen auf Basis des neuen Stammobjekts statt.

Siehe auch
Importscript implementieren (Seite 247)

13.2.2.6 Eigentümerstruktur

Eigentümerstruktur importieren
Wenn eine DGN-Zelle Unterzellen besitzt, wird diese Eigentümerstruktur beim PDS 2D-
Import wiederhergestellt.
Beispiel:
● Im DGN-Schema: Ein Behälter besitzt einen Rührer und mehrere Stutzen.
● DGN-Import: Die DGN-Importobjekte für Behälter, Rührer und Stutzen liegen auf der
gleichen Hierarchieebene.
● PDS 2D-Import: Der Rührer und die Stutzen werden unter den Behälter verschoben.
Der Administrator hat die Möglichkeit ein Importscript zu implementieren, in dem die aus
diesem Grund verschobenen Objekte ihrer neuen Eigentümerstruktur entsprechend
verarbeitet werden.

Funktionen und Stellarmaturen unter Positionen


Der Anwender hat die Möglichkeit, in der PDS 2D-Datenbank zu speichern, zu welcher
Position eine Funktion oder Stellarmatur gehört.
COMOS nutzt diese Information und baut beim Import eine entsprechende
Eigentümerstruktur auf.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 161
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

Siehe auch
Funktionen und Stellarmaturen (Seite 162)
Importscript implementieren (Seite 247)

13.2.2.7 Rohrleitungen

Dreistufige Rohrleitungsstruktur erzeugen


Der Rohrleitungsverlauf wird in der DGN-Zeichnung nur durch Linien definiert.
Beim PDS 2D-Import wird eine dreistufige Rohrleitungsstruktur aufgebaut, bestehend aus:
● Rohrleitung
● Rohrleitungsabschnitt
● Rohrleitungssegment
Die Linien der DGN-Zeichnung werden in Rohrleitungsabschnitte und Rohrleitungssegmente
umgewandelt und unter R&I-Rohrleitungsobjekten angelegt.

13.2.2.8 Messlinien und Wirklinien

Messlinien und Wirklinien importieren


Messlinien und Wirklinien liegen nach dem PDS 2D-Import als objektlose Verbindungen vor,
wie in COMOS für Messlinien und Wirklinien üblich:
● Die grafischen Verbindungen werden auf dem R&I eingezeichnet.
● Die Verbindungsinformation wird an den Anschlüssen der angeschlossenen R&I-Objekte
gespeichert.
● Im Navigator werden keine Objekte angelegt.

13.2.2.9 Funktionen und Stellarmaturen

Positionen erzeugen
Beim PDS 2D-Import einer Funktion / Stellarmatur gilt das folgende
Standardimportverhalten:
● COMOS liest aus der PDS 2D-Datenbank aus, zu welcher Position ("loop") eine Funktion
oder Stellarmatur gehört.
● Existiert unter dem R&I keine gleichnamige Position, wird sie angelegt. Die Funktion /
Stellarmatur wird unter die Position importiert.
● Existiert unter dem R&I eine gleichnamige Position, wird die Funktion / Stellarmatur unter
diese Position importiert.

P&ID
162 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

Sonderfall: Mehrere Funktionen oder Stellarmaturen in PDS 2D unter einer Position


Es besteht die Möglichkeit, dass einer Position in der PDS 2D-Datenbank mehrere
Funktionen und Stellarmaturen zugeordnet wurden. In dem Fall ist es nicht möglich zu
bestimmen, welche Stellarmatur zu welcher Funktion gehört.
Um diese fehlende Zuordnung zu verdeutlichen, hat der Administrator die Möglichkeit, eine
Abweichung vom Standardimportverhalten zu definieren und Funktionen und Stellarmaturen
jeweils unter getrennte Positionen zu importieren.

13.2.2.10 Textzellen importieren

Hintergrund
Wenn Sie beim DGN-Import die voreingestellten Importeinstellungen verwenden, werden
Zellen, die nur aus Text bestehen und keine grafischen Informationen besitzen, als reine
Grafik importiert. Das heißt es werden keine Objekte angelegt. Zwischen dem Text und dem
Bauteil, auf das sich der Text bezieht, besteht in der Datenbank keine Verbindung.
Beispiel:
● Rohrleitungsfahnen
● Tag-Nummern

Textzellen als Objekte importieren


Der Anwender hat die Möglichkeit, den DGN-Import und den PDS 2D-Import so zu
konfigurieren, dass reine Textzellen während des PDS 2D-Imports als Objekte importiert
werden. Anstelle einer reinen Grafik werden R&I-Beschriftungssymbole erzeugt.
Das hat den Vorteil, dass zwischen dem Text und dem Bauteil, auf das sich der Text
bezieht, eine Verbindung in der Datenbank besteht. Wenn sich die Daten des Bauteils
ändern, wird automatisch der Inhalt des Beschriftungssymbols aktualisiert.

13.2.2.11 Datenbankspezifische Importeinstellungen

Datenbanken mit unterschiedlichen Datenmodellen


Der Anwender hat die Möglichkeit, in sein COMOS-Projekt Daten aus unterschiedlichen
PDS 2D-Datenbanken zu importieren. Die PDS 2D-Datenbanken können unterschiedliche
Datenmodelle verwenden.
Der Administrator hat die Möglichkeit, für jede Datenbank ein eigenes Import-Script zu
schreiben.

Importeinstellungen
Für jede PDS 2D-Datenbank legt der Administrator datenbankspezifische
Importeinstellungen fest.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 163
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

13.2.2.12 Importprotokolle
Jeder PDS 2D-Import wird an mehreren Stellen protokolliert:
● In Kurzform:
– In den Eigenschaften des R&I
– In den Eigenschaften des am Import beteiligten DB Choice-Objekts
● In Langform: In einer XML-Datei

13.2.3 Elemente und Grundeinstellungen

13.2.3.1 DB Choice-Objekt

Definition
DB Choice-Objekte sind Stammobjekte. Sie erfüllen den folgenden Zweck:
● Datenbankspezifische Importeinstellungen speichern:
Für jede PDS 2D-Datenbank, aus der Sie importieren, legt Ihr Administrator ein
DB Choice-Objekt an.
In dem DB Choice-Objekt definiert der Administrator die Importeinstellungen, die für
einen Import aus dieser PDS 2D-Datenbank gelten.
● R&I mit DB Choice-Objekt verknüpfen:
COMOS kann nur dann einen PDS 2D-Import für ein R&I ausführen, wenn es weiß,
welche Importeinstellungen für diesen Import verwendet werden. Aus diesem Grund
muss jedes R&I, für das Sie einen PDS 2D-Import aufrufen, eine Verknüpfung zu einem
DB Choice-Objekt besitzen.
● DGN-Stammobjekte sammeln:
Für jede Zelle, die bei einem durch das DB Choice-Objekt verwalteten DGN-Import
importiert wird, legt COMOS unter dem DB Choice-Objekt ein Import-Stammobjekt an.
Wenn Sie DGN-Zeichnungen importieren, die unterschiediche PDS 2D-Datenbanken
verwenden, werden die Import-Stammobjekte also nach Datenbanken getrennt verwaltet.
● PDS-Import für alle mit dem DB Choice-Objekt verknüpften R&Is starten

Grundeinstellungen
Ihr Administrator konfiguriert die DB Choice-Objekte. In der Regel ändern Sie seine
Voreinstellungen nicht.

Siehe auch
PDS 2D (Seite 238)

P&ID
164 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

13.2.3.2 DGN-Importobjekte

Definition
Beim Import einer DGN-Zeichnung werden automatisch die folgenden DGN-Importobjekte
angelegt:
● Import-Stammobjekte
● Von den Import-Stammobjekten abgeleitete Import-Planungsobjekte
COMOS wandelt die Import-Planungsobjekte während des PDS-Imports in R&I-
Planungsobjekte um.
Wie COMOS dabei vorgeht, wird unter anderem in den Import-Stammobjekten definiert.

Grundeinstellungen
● Administrator:
Der Administrator konfiguriert die Import-Stammobjekte.
● Anwender:
Je nachdem, welche Stammobjektrechte Sie haben beziehungsweise welchen
Editiermodus Ihr Administrator für die Attribute der Import-Stammobjekte gesetzt hat,
haben Sie vor dem Import die Möglichkeit, die Voreinstellungen zu ändern.
Ändern Sie die Voreinstellungen nur, wenn Sie dazu ausreichend geschult wurden.

Siehe auch
PDS 2D (Seite 238)

13.2.3.3 R&I-Stammobjekte

Definition
Ziel des PDS 2D-Imports ist es, möglichst alle Elemente der in den R&I importierten DGN-
Zeichnung in R&I-Planungsobjekte umzuwandeln und die PDS 2D-Daten der DGN-Zellen in
die R&I-Objekte zu schreiben.
Wie COMOS dabei vorgeht, wird unter anderem in den Stammobjekten der R&I-
Planungsobjekte definiert.

Grundeinstellungen
Der Administrator konfiguriert die R&I-Stammobjekte.
Je nachdem welche Rechte Sie beim Editieren von R&I-Stammobjekten haben, haben Sie
vor dem Import die Möglichkeit, die Voreinstellungen des Administrators zu ändern.
Ändern Sie die Voreinstellungen nur, wenn Sie dazu ausreichend geschult wurden.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 165
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

Siehe auch
R&I-Stammobjekte konfigurieren (Seite 243)

13.2.3.4 Importprotokoll

Definition
Sie haben die Möglichkeit, den Verlauf des Imports anhand eines Importprotokolls zu
kontrollieren.
Für das Importprotokoll gilt das Folgende:
● Das Protokoll wird automatisch erstellt.
● Pro Import werden mehrere Protokolle erstellt, die an unterschiedlichen Stellen
gespeichert werden.
● Es gibt eine kurze und eine lange Variante des Protokolls.

Kurze Variante
● Eigenschaften des R&I, Registerkarte "Attribute > Einstellungen PDS-Import", Feld "Log-
Text":
Kurzes Protokoll des PDS 2D-Imports, der für dieses R&I ausgeführt wurde
● Eigenschaften des DB Choice-Objekts, Registerkarte "Attribute > Einstellungen für PDS-
Import", Feld "Log-Text":
Kurzes Protokoll der PDS 2D-Importe, die für alle mit diesem DB Choice-Objekt
verknüpften R&Is ausgeführt wurden

Lange Variante
Ausführliche Protokolle sämtlicher PDS 2D-Importe finden Sie in Ihrem lokalen Temp-
Verzeichnis, Unterverzeichnis "ComosImport". Die Importe werden in XML-Dateien
protokolliert.
Es werden die folgenden Protokolle erzeugt:
● Ein Protokoll für jedes R&I, für das ein PDS 2D-Import aufgerufen wurde
Dateiname:
– Anwenderdefiniert: Eigenschaften des R&I, Registerkarte "Attribute > Einstellungen
PDS-Import", Feld "Name der Log-Datei"
– Voreinstellung: Der Name des R&I
● Ein Protokoll für jedes DB Choice-Objekt, das an einem Import beteiligt war
Dateiname:
– Anwenderdefiniert: Eigenschaften des DB Choice-Objekts, Registerkarte "Attribute
> Einstellungen für PDS-Import", Feld "Name der Log-Datei"
– Voreinstellung: Der Name des DB Choice-Objekts

P&ID
166 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.2 PDS 2D-Import

13.2.4 PDS 2D-Import ausführen

13.2.4.1 R&I mit DBChoice-Objekt verknüpfen

Vorgehen
Stellen Sie sicher, dass das R&I mit einem DB Choice-Objekt verknüpft ist, bevor Sie den
PDS 2D-Import ausführen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des R&I.
2. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Einstellungen PDS-Import".
3. Feld "Ausgewähltes DB Choice-Objekt":
– Prüfen Sie die Verknüpfung, die Ihr Administrator als Voreinstellung in das Feld
eingetragen hat.
– Wenn nötig verknüpfen Sie auf ein anderes DB Choice-Objekt.
In der COMOS-DB finden Sie die DB Choice-Objekte unter dem folgenden Knoten:
"Import > @DGN Stammobjekte für Fremddatenimport"
– Das DB Choice-Objekt muss mit der gleichen PDS 2D-Datenbank verknüpft sein wie
die Zellen der auf den R&I importierten DGN-Zeichnung.

13.2.4.2 PDS-Import für ein R&I starten

Vorgehen
Um den PDS 2D-Import für ein einzelnes R&I zu starten, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des R&I.
2. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Einstellungen PDS-Import".
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Import starten".

Ergebnis
Für das R&I wird der PDS 2D-Import ausgeführt.

13.2.4.3 PDS-Import für mehrere R&Is starten

Einleitung
Jedes R&I, für das Sie einen PDS 2D-Import ausführen, ist mit einem DB Choice-Objekt
verknüpft. Das DB Choice-Objekt speichert die Importeinstellungen.
Über das Backpointer-Verfahren ermittelt COMOS für jedes DB Choice-Objekt, welche R&Is
mit ihm verknüpft sind. Auf diese Weise können Sie den PDS-Import für alle R&Is, die mit
dem gleichen DB Choice-Objekt verknüpft sind, auf einmal starten.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 167
Schnittstellen
13.3 DGN-Import

Vorgehen
Um den Import für alle R&Is zu starten, die mit dem gleichen DB Choice-Objekt verknüpft
sind, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des DB Choice-Objekts.
2. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Einstellungen für PDS-Import".
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Import starten".

Ergebnis
Der Import wird für alle R&Is ausgeführt, die mit diesem DB Choice-Objekt verknüpft sind.

13.3 DGN-Import

13.3.1 Überblick
Über das Kontextmenü eines interaktiven Reports können Sie DGN-Zeichnungen aus
Bentley MicroStation nach COMOS importieren und allgemeingültige Import-Einstellungen
festlegen.
Je nach Import-Einstellungen wählen Sie zwischen folgenden Import-Fällen:
● Import von Grafiken
● Anlegen von Objekten beim Import

Siehe auch
Fenster "Optionen" (Seite 287)
DGN-Datei importieren (Seite 169)
Import von Grafiken (Seite 169)
Anlegen von Objekten beim Import (Seite 169)

P&ID
168 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.3 DGN-Import

13.3.2 Import von Grafiken

Überblick
● Die importierte Zeichnung steht auf dem interaktiven Report zur Verfügung. Hinter den
importierten grafischen Symbolen stehen keine COMOS-Objekte.
● Sie können weiter in dem Report konstruieren. Eine importierte Zeichnung können Sie in
COMOS nachzeichnen.
● Sie haben die Möglichkeit DGN-Zeichnungen zu importieren und anschließend die
Funktionen der Dokumentenverwaltung zu nutzen, beispielsweise das Revisionieren.

13.3.3 Anlegen von Objekten beim Import

COMOS-Objekte erzeugen
● Für die auf der DGN-Zeichnung vorhandenen Zellen werden in COMOS Planungs- und
Stammobjekte erzeugt. Die Planungsobjekte sowie alle Grafikelemente, die nicht in
Objekte aufgelöst wurden, werden auf dem Report abgebildet.
● Die erzeugten Planungsobjekte sind Platzhalter. Ersetzen Sie diese Platzhalter durch
COMOS-Planungsobjekte.
● Nicht alle Grafikelemente können in COMOS-Objekte überführt werden. Zum Beispiel
werden durch den Import keine Rohrleitungen erzeugt.
● Nach dem Import und der größtenteils automatischen Zuordnung von Grafikelementen zu
COMOS-Objekten, bearbeiten Sie die Objekte nach.
● Sie können die Einstellungen auch so wählen, dass nur Stammobjekte erzeugt werden.

13.3.4 DGN-Datei importieren

Voraussetzung
Ein interaktiver Report ist angelegt.

Vorgehen
Um eine DGN-Datei zu importieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie den interaktiven Report.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Arbeitsbereich des Reports.
Achten Sie darauf, dass kein Objekt selektiert ist.
3. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen > Import".
Das Fenster "Zeichnung importieren und auflösen" öffnet sich.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 169
Schnittstellen
13.3 DGN-Import

4. Nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor.


5. Um die Importdatei zu selektieren, klicken Sie auf die Schaltfläche "...".
Das Fenster "Importdatei öffnen" öffnet sich.
6. Wählen Sie die gewünschte Datei aus.
7. Um das Fenster zu schließen und Ihre Auswahl zu übernehmen, klicken Sie auf die
Schaltfläche "OK".
Sie kehren zum Fenster "Zeichnung importieren und auflösen" zurück.
8. Um die Einstellungen zu bestätigen, klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
Das Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen" öffnet sich.
9. Nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor.
10.Um das Fenster zu schließen und den Import zu starten, klicken Sie auf die Schaltfläche
"OK".

Ergebnis
COMOS durchsucht die DGN-Datei nach Zellen. Für jede gefundene Zelle wird ein Objekt
angelegt. Die übrigen Grafikelemente werden als reine Grafik importiert.
Die importierte Zeichnung wird auf den Nullpunkt des interaktiven Reports ausgerichtet.

Siehe auch
Importdaten speichern (Seite 170)
Fenster "Zeichnung importieren und auflösen" (Seite 283)
Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen" (Seite 284)

13.3.5 Importdaten speichern

Voraussetzung
Sie haben eine DGN-Datei importiert.

Vorgehen
Um die Importdaten zu speichern, speichern Sie den interaktiven Report, von dem aus Sie
den Import gestartet haben.
Wenn Sie einen Stammdatenimport durchgeführt haben und der interaktive Report selbst
durch den Import nicht verändert wurde, speichern Sie den Report trotzdem.

P&ID
170 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.3 DGN-Import

13.3.6 Import rückgängig machen

Überblick
Wenn Sie eine DGN-Zeichnung importiert haben und mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind,
zum Beispiel weil Sie eine Import-Option falsch gesetzt haben, können Sie den Import
rückgängig machen. Dazu schließen Sie den interaktiven Report, ohne zu speichern. Die
importierten Daten, wie Stammobjekte, Planungsobjekte oder Grafiken, werden automatisch
gelöscht.

Grafischer Import
Wenn Sie im Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen" die Option "Nur
grafischer Import" aktiviert haben, ist die Schaltfläche "Rückgängig" in der Werkzeugleiste
des Reports für die Dauer des Imports deaktiviert. Nachdem der Datenimport abgeschlossen
ist und Sie die Daten gespeichert haben, ist die Schaltfläche wieder aktiv.

13.3.7 Algorithmus zum Erzeugen der DGN-Stammobjekte

Einleitung
Beim Import untersucht COMOS die DGN-Zeichnung. Für jede gefundene Zelle von Bentley
MircoStation erzeugt COMOS ein Stammobjekt.
Wenn COMOS mehrere Zellen mit gleichem Namen findet, wird nur für die erste Zelle ein
Stammobjekt angelegt. Wenn zwei Zellen denselben Namen haben, die Eigenschaften aber
unterschiedlich sind, gehen die abweichenden Informationen verloren.

Empfehlung
Wenn die DGN-Zeichnung geänderte Zellen enthält, aktivieren Sie die Option "Immer als
lokales Skript importieren". Wenn die Option deaktiviert ist, gehen veränderte Grafiken
verloren.
Alternativ können Sie auch die Option "Nach geänderten Zellen suchen" aktivieren. Siehe
auch Kapitel Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen" (Seite 284).

"Import > @DGN"


Die durch den Import erzeugten Stammobjekte finden Sie Navigator auf der Registerkarte
"Stammdaten" unter dem Knoten "Import > @DGN".
Wenn Sie die Daten in ein Planungsobjekt importieren, werden nur lokale Stammobjekte
erzeugt. Es handelt sich dabei um sehr einfache Objekte, die die folgenden Daten enthalten:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 171
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

Registerkarte Attribut Beschreibung


"Name" Dieses Attribut zeigt den Namen der Zelle in Bentley
MicroStation an. Wenn es sich um einen Leerstring handelt,
vergibt COMOS einen vorgegebenen Namen.
"Symbole" Das grafische Symbol der Zelle wird in den Eigenschaften des
Stammobjekts auf der Registerkarte "Symbole" gespeichert. Das
Symbol wird für die Planart gespeichert, für die Sie den Import
aufgerufen haben.
"Listenattribut" Die Texte, die der Zelle in Bentley MicroStation zugewiesen
wurden, werden als Attribute unterhalb des Listenattributs
"DGN" gespeichert. Wenn es sich um eine Textart handelt die
Name und Wert besitzt, entspricht der Attributname dem Namen
des Textes in Bentley MicroStation. Wenn es sich um eine
Textart ohne Namen handelt, entspricht der Attributname dem
"Value[n]". Dabei steht "[n]" für einen Zähler der bei 0 beginnt.
Der Attributwert wird erst auf Planungsseite gesetzt und ist
gleich dem Bentley MicroStation Text-String.

13.4 XMpLant-Export

13.4.1 Grundlagen

13.4.1.1 Der XMpLant-Standard

Definition
XMpLant ist ein von der Firma Noumenon entwickelter XML-Standardard.

Ziel des XMpLant-Standards


Das Ziel von XMpLant ist, für Anlagenplaner, -bauer und -betreiber ein einheitliches, nicht
proprietäres XML-Schema zur Datenablage und zum Datenaustausch zu etablieren:
Die in einer Engineering-Applikation erstellten Daten werden in eine XMpLant-konforme
XML-Datei exportiert. Anschließend können die Daten in alle Engineering-Applikationen
importiert und bearbeitet werden, die ebenfalls eine XMpLant-Schnittstelle implementieren,
unabhängig davon mit welcher Applikation und in welchem Format die Daten ursprünglich
erstellt wurden.

P&ID
172 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

ISO-Norm 15926
XMpLant basiert auf der ISO-Norm 15926 "Industrial automation systems and integration—
Integration of life-cycle data for process plants including oil and gas production facilities".
Die ISO 15926 definiert einen Standard zum Datenaustausch und zur Integration von Daten
zwischen unterschiedlichen Computersystemen.
Mit XMpLant bilden Sie ihre in einer proprietären Software erstellten Daten auf die ISO
15926 ab und überführen sie anschließend in ein beliebiges anderes proprietäres System.

13.4.1.2 Funktionsumfang des XMpLant-Exports in COMOS

Export eines R&I


Das COMOS-Modul P&ID implementiert eine XMpLant-Schnittstelle. Über die Schnittstelle
exportieren Sie ein R&I in eine XMpLant-konforme XML-Datei (im Folgenden: XMpLant-
Datei).
Sie rufen den Export aus dem R&I heraus auf.
Die folgenden Daten werden exportiert:
● Die auf dem R&I platzierten Objekte:
– Ausrüstungen
– Instrumentierungen
– Funktionen und ihre Positionen
– Rohrleitungen, Rohrleitungsabschnitte und Rohrleitungssegmente
– Rohrleitungsteile
– Alle anderen auf dem R&I platzierten Grafiken, für die im Navigator ein Objekt existiert
● Datenlinien und Wirklinien
● Die rein grafischen Elemente des R&I:
– Texte
– Linien
– Kreise
– Bögen
● Die Daten des R&I selbst

Daten der auf dem R&I platzierten Objekte


Die auf dem R&I platzierten Objekte werden als PlantItems exportiert. Die
Eigentümerstruktur der Objekte wird beibehalten.
Die folgenden Daten werden exportiert:
● Die Eigenschaft "Kennzeichen"
● Die Eigenschaft "SystemFullName"

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 173
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

● Für den Export relevante Metadaten


Für die Metadaten werden in der Software fest einprogrammierte Standardwerte oder
benutzerdefinierte Werte verwendet.
● Die Attribute, die auf den untergeordneten Registerkarten der Registerkarte "Attribute"
liegen und deren "Value" gesetzt ist.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
– Alle Attribute exportieren
– Die benutzerdefinierten Attribute exportieren
● Die R&I-Koordinaten des Objekts
● Die Symbolgrafik

Daten der Datenlinien und Wirklinien


Datenlinien und Wirklinien werden als PlantItems des Typs "SignalLine" exportiert.
Die folgenden Daten werden exportiert:
● Die R&I-Koordinaten

Daten des R&I


Der R&I wird als Drawing exportiert.
Die folgenden Daten des R&I werden exportiert:
● Eigenschaft "SystemFullName"
● Eigenschaft "Beschreibung"
● Planart
● Reportrahmen
● Reportkopf

Grafischen Elemente des R&I


Die rein grafischen Elemente werden als ShapeItems exportiert.
Die folgenden Daten der rein grafischen Elemente werden exportiert.
● R&I-Koordinaten
● Grafik beziehungsweise der Text

13.4.1.3 Exportierte Eigentümerstruktur

Eigentümerstruktur beibehalten
Wenn ein auf dem R&I platziertes Objekt im Navigator unter einem anderen auf dem R&I
platzierten Objekt liegt, wird diese Eigentümerstruktur in der XMpLant-Datei beibehalten.

P&ID
174 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

Rohrleitungsstruktur
Die Rohrleitungsstruktur wird beibehalten:
● Das Rohrleitungssegment wird unter dem PlantItem-Knoten des Rohrleitungsabschnitts
gespeichert.
● Der Rohrleitungsabschnitt wird unter dem PlantItem-Knoten der Rohrleitung gespeichert.

Funktionen und Positionen


Wenn eine Funktion auf dem R&I platziert ist, werden die folgenden Daten exportiert:
● Die Funktion
● Die Position, unter der die Funktion liegt.
In der XMpLant-Datei wird der PlantItem-Knoten der Funktion unter dem PlantItem-Knoten
der Position angelegt.

Sonstige Objekte
Einbauten und Zubehör werden unter dem gleichen Eigentümer gespeichert wie im
COMOS-Navigator.
Beispiele:
● Eine Armatur liegt in COMOS unter einem Rohrleitungsabschnitt. In der XMpLant-Datei
liegt der PlantItem-Knoten der Armatur unter dem PlantItem-Knoten des entsprechenden
Rohrleitungsabschnitts.
● Ein Stutzen liegt in COMOS unter einem Behälter. In der XMpLant-Datei liegt der
PlantItem-Knoten des Stutzens unter dem PlantItem-Knoten des Behälters.

13.4.1.4 Voraussetzungen
Die folgenden Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um ein R&I in eine XMpLant-Datei zu
exportieren:

COMOS-Version
Installierte COMOS-Version: ab 9.0

Ziel-Applikation
Die Schnittstelle für den XMpLant-Export ab COMOS 9.0 basiert auf der XMpLant-Version
3.2.0.
Die XMpLant-Schnittstelle der Applikationen, in die die COMOS-Daten importiert werden,
müssen ebenfalls auf der XMpLant-Version 3.2.0 basieren.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 175
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

Kundendatenbank
Wenn Sie benutzerdefinierte Metadaten exportieren, gilt Folgendes:
Der Stammdatenadministrator hat die Registerkarte "XMpLant" und die von ihr verwendeten
Auswahllisten in Ihre Stammdaten eingepflegt.

13.4.1.5 Arbeitsablauf
Der unten beschriebene Arbeitsablauf basiert auf der Annahme, dass benutzerdefinierte
Metadaten verwendet werden.

Arbeitsablauf
Um ein P&ID in eine XMpLant-Datei zu exportieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Der Stammdatenadministrator stattet die Stammobjekte der auf dem R&I platzierten-
Objekte mit der Registerkarte "XMpLant" aus. Er legt auf der Registerkarte die
gewünschten Attribute an und legt, wenn gewünscht, Voreinstellungen fest.
2. Der Planungsingenieur zeichnet das P&ID.
3. Der Planungsingenieur spezifiziert die Planungsobjekte:
– Die Attribute der Registerkarte "XMpLant".
– Die Attribute der restlichen Registerkarten.
4. Der Planungsingenieur ruft aus dem R&I heraus den Export auf.

Ergebnis
Das R&I wird in eine XMpLant-Datei geschrieben.

13.4.2 Elemente und Grundeinstellungen

13.4.2.1 Registerkarte "XMpLant" administrieren


Dieses Kapitel richtet sich an Stammdatenadministratoren.

Einleitung
Die R&I-Objekte werden im XMpLant-Schema als PlantItem-Knoten gespeichert. Um die
Objekte standardkonform zu exportieren, benötigt die Schnittstelle von den R&I-Objekten
bestimmte Metadaten. Sie haben die Möglichkeit, für die Metadaten die folgenden Werte zu
verwenden:
● In der Software fest einprogrammierte Standardwerte
● Benutzdefinierte Werte
Wenn Sie benutzerdefinierte Werte verwenden, definieren Sie sie auf der folgenden
Registerkarte:

P&ID
176 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

● Name: "XMpLant"
● Beschreibung: "XMpLant"

Registerkarte und ihre Attribute im Auswahlkatalog


In der COMOS-DB werden die Attribute der Registerkarte unter dem folgenden Knoten
definiert:
● "@10 > PID > 0 > 99 > XMpLant"
In der COMOS-DB wird die Registerkarte unter dem folgenden Knoten definiert:
● "@10 > PID > 3 > 01 > XMpLant"
● Die Registerkarte besitzt alle Attribute des Knotens "@10 > PID > 0 > 99 > XMpLant".

Stammdatenebene zum Einfügen der Registerkarte "XMpLant"


Fügen Sie die Registerkarte in den R&I-Stammdaten möglichst weit oben ein.
In der COMOS-DB wird die Registerkarte an die folgenden Knoten vererbt:
● "@01 > PID > 01 Auswahlkatalog PI":
Ergebnis: Alle Objekte, die auf einem R&I platziert werden, besitzen die Registerkarte.
Auf dieser Ebene sind keine Attributwerte gesetzt. Erst auf den darunterliegenden
Ebenen wurde die Konfiguration an die Bauteiltypen angepasst.
● "@02 > 020 Positionen":
Die Konfiguration entspricht dem Typ Position.
● "@02 > 030 Funktionen":
Die Konfiguration entspricht dem Typ Funktion.

Stammdatenebene zum Anlegen der Attribute


Sie haben die Möglichkeit, nicht die in dem Knoten"@10 > PID > 3 > 01 > XMpLant"
vorkonfigurierte Registerkarte zu verwenden, sondern frei zu bestimmen, welche Attribute
auf der Registerkarte "XMpLant" verwendet werden. Das Folgende gilt:
● In der Software sind für alle Attribute der Registerkarte "XMpLant" Standardwerte fest
einprogrammiert. Beim Exportieren eines Objekts wird der Standardwert eines Attributs
nur überschrieben, wenn das Objekt das entsprechende Attribut besitzt.
● Konfigurieren Sie das Attribut "PlantItemNodeName" möglichst weit oben in den
Stammdaten.
In der COMOS-DB wird dem Attribut auf den folgenden Ebenen ein Wert zugewiesen:
– Auf den Ebenen unterhalb von "@01 > PID > 01 Auswahlkatalog PI"
– "@02 > 020 Positionen"
– "@02 > 030 Funktionen"
● Legen Sie die übrigen Attribute je nach den Projektanforderungen auf den
darunterliegenden Ebenen an.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 177
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

Konfiguration von Attributwerten


Bei der Konfiguration der Attribute gilt:
● Entweder Sie spezifizieren die Attributwerte in den Stammdaten oder die Anwender
setzen die Attributwerte auf der Planungsseite.
● Beim Export werden immer die am Planungsobjekt gesetzten Werte in die XMpLant-Datei
geschrieben.
● Wenn einem Attribut kein Wert zugewiesen wurde, wird in die Exportdatei ein Leerstring
geschrieben.
● Wenn einem Attribut ein Wert zugewiesen wurde, wird in die Exportdatei der
benutzerdefinierte Wert geschrieben.

Export ohne die Registerkarte "XMpLant"


Wenn ein auf dem R&I platziertes Objekt keine Registerkarte "XMpLant" besitzt, gilt:
COMOS bestimmt anhand der Eigenschaften "Klasse" und "Unterklasse" des zugehörigen
Stammobjekts, welcher PlantItem-Typ diesem Objekt entspricht.
Diese Eigenschaften finden Sie auf der Registerkarte "Allgemein" des Stammobjekts.

Ergebnis
● In der Exportdatei wird für das Objekt ein PlantItem-Knoten des entsprechenden Typs
angelegt.
● Objekte, für deren Klasse und Unterklasse es keinen entsprechenden Typ "PlantItem"
gibt, werden als Ausrüstung exportiert (zum Beispiel: Revisionswolke).
● Den Attributen des PlantItem-Knotens werden die fest einprogrammierten Standardwerte
zugewiesen.

Siehe auch
Attribute der Registerkarte "XMpLant" (Seite 280)

P&ID
178 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Schnittstellen
13.4 XMpLant-Export

13.4.2.2 Fest einprogrammierte PlantItem-Typen


Unabhängig davon, welchen Wert das Attribut "PlantItemNodeName" auf der Registerkarte
"XMpLant" hat, werden für einige Objekte fest einprogrammierte PlantItem-Typen
verwendet.

Rohrleitungen
Für Rohrleitungen werden die folgenden PlantItem-Typen verwendet:

Dreistufige Rohrleitungsstruktur Zweistufige Rohrleitungsstruktur


(Rohrleitungsabschnitt und
Rohrleitungssegment)
Rohrleitung "PipingNetworkSystem" "PipingNetworkSystem" Dummy-
Knoten
Rohrleitungsabschnitt "PipingNetworkSegment" Siehe dreistufige Struktur
Rohrleitungssegment Kein eigener PlantItem-Knoten. Siehe dreistufige Struktur
Unter dem zugehörigen
PipingSegment-Knoten wird ein
Centerline-Knoten angelegt. Die
Centerline kann beliebig viele
Koordinatenknoten besitzen.

Funktionen und Positionen


● Funktion: "ProcessInstrument"
● Position: "InstrumentLoop"

13.4.3 R&I in eine XMpLant-Datei exportieren

Vorgehen
Um ein R&I in eine XMpLant-konforme XML-Datei zu exportieren, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie das R&I.
2. Rufen Sie im R&I das Kontextmenü auf.
3. Wählen Sie den Befehl "Optionen > Export > XMPlant".
Das Windows-Fenster "Speichern unter" wird geöffnet.
4. Bestimmen Sie den Speicherort und den Dateinamen der Exportdatei.

Ergebnis
Das R&I wird exportiert und in einer XMpLant-Datei gespeichert.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 179
Schnittstellen
13.5 XMpLant-Import

13.5 XMpLant-Import

13.5.1 Grundlagen zum XMpLant-Import

Überblick
In COMOS können Sie in einen interaktiven R&I-Report XMpLant-Zeichnungen importieren.
In den Importeinstellungen legen Sie fest, ob die Objekte der XMpLant-Zeichnung nur als
Stammobjekte oder auch als Planungsobjekte importiert werden.
COMOS unterstützt XMpLant Version 3.3.0.

13.5.2 XMpLant-Zeichnung importieren

Voraussetzung
Ein interaktiver Report ist angelegt und geöffnet.

Vorgehen
Um eine XMpLant-Zeichnung zu importieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie auf den Arbeitsbereich des Reports.
Achten Sie darauf, dass kein Objekt selektiert ist.
2. Wählen Sie im Kontextmenü des Reports den Befehl "Optionen > Import".
Das Fenster "Zeichnung importieren und auflösen" wird geöffnet.
3. Geben Sie die gewünschten Importeinstellungen ein.
4. Wählen Sie die gewünschte Importdatei aus.
5. Um den Import zu starten, klicken Sie auf "OK".

Ergebnis
Die XMpLant-Zeichnung wird in den interaktiven Report importiert. Abhängig von den
gewählten Importeinstellungen werden die Objekte der XMpLant-Zeichnung nur als
Stammobjekte oder auch als Planungsobjekte im Projekt abgelegt.

Siehe auch
Fenster "Zeichnung importieren und auflösen" (Seite 283)

P&ID
180 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration 14
14.1 Struktur der Stammobjekte

Einleitung
Die Stammobjekte sind in bestimmten Kategorien abgelegt. Diese Kategorien strukturieren
die Stammobjekte und erleichtern die Suche nach den benötigten Objekten.

"@01 Material"
Unterhalb des Knotens "@01 Material" liegen alle Objekte die bestellbar sind.

"@02 Allgemeine Objekte"


Unterhalb des Knotens "@02 Allgemeine Objekte" liegen z. B. folgende Objekte:
● Signale
● Abfragen und Scripte
● Suchobjekte
● Projektvorgaben

"@03 Strukturen"
Unterhalb des Knotens "@03 Strukturen" liegen die Strukturen für das Kontextmenü "Neu"
der Objekte.

"@10 @Y Attributekatalog"
Unterhalb des Knotens "@10 @Y Attributekatalog" liegen die Registerkarten und die
Attribute, die mehrfach verwendet werden.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 181
Administration
14.2 Anlagenstruktur

14.2 Anlagenstruktur

14.2.1 Allgemein

Kontextmenü
In der COMOS-DB sind unterschiedliche Anlagenstrukturen vorbereitet. Je nachdem, welche
Projektvorgaben Sie in den Eigenschaften eines Planungsprojekts auf der Registerkarte
"Verknüpfungen" im Feld "Projektvorgabe" ausgewählt haben, stehen andere
Anlagenstrukturen im Kontextmenü unter dem Befehl "Neu" zur Verfügung.
Die Anlagenstrukturen, die unter dem Befehl "Neu" angezeigt werden, liegen in den
Stammdaten unter dem Stammobjektknoten "@03 > PID > 310 Gerätevorbelegung Neu-
Taste".
Die Strukturen nach EN und ANSI orientieren sich an der üblichen Planungsstruktur der
Großchemie.

14.2.2 Reports und Verwaltungsobjekte


Innerhalb der Anlagenstruktur sind Reports vorbereitet, die für die Planung notwendig sind
und sie erleichtern. Dies gilt vor allem für die Strukturen nach EN und ANSI. Sie sind, bis auf
einige Reports, identisch aufgebaut. Die AKZ Struktur, besitzt ab einer bestimmten
Hierarchiestufe die gleichen Verwaltungsobjekte wie die Strukturen nach EN und ANSI.

P&ID
182 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.2 Anlagenstruktur

Strukturen nach EN und ANSI


● EN: "@03 > PID > 310 > EN > U > 0 Werk" und ANSI: "@03 > PID > 310 > ANSI > U >
A! > 01 Werk/Gebäude/Produktion":
Hier liegen einige auswertende Reports. Eine Ausnahme ist die Signalliste. Dabei handelt
es sich um eine Liste, deren Reportvorlagen im Stammprojekt auf der Registerkarte
"Dokumente" unter folgendem Stammobjektknoten liegen: "CRp > @0 > EF > EFP
Signalbeschreibungen".
● "@03 > PID > 310 > EN > U > 0! > H1 Anlage" und "@03 > PID > 310 > ANSI > U > A! >
01! > 01 Hauptanlage":
In den Strukturen unterhalb der Hauptanlage haben Sie die Möglichkeit R&I-Reports
anzulegen.
● "PI > EN > U > A > 01 > 01 > 01 Teilanlage" und "@03 > PID > 310 > ANSI > U > A!> 01!
> 01! > 01 Teilanlage":
– Unterhalb der Teilanlage werden R&I-Reports angelegt.
– Wenn Sie eine Teilanlage anlegen, werden automatisch mehrere Kategorie-Ordner
unterhalb der Teilanlage angelegt.
Die Kategorie Technik schafft eine übersichtlichere Struktur der Planungsobjekte, zum
Beispiel indem alle auf einem R&I-Report platzierten Rohrleitungen automatisch in
einem Ordner gesammelt werden. Weiterführende Informationen zu diesem Thema
finden Sie im Handbuch "COMOS Administration", Stichwort "Kategorien".
Den Ordner "I&C" benötigen Sie in der Regel erst in der MSR-Planung. Unter ihm
werden die Positionen und darunter die Funktionen angelegt. Für R&I-Planer reicht es
jedoch, Funktionen einfach auf einem R&I-Report zu platzieren. Wenn Sie in diesem
Fall einen Funktionscode eingeben, wird automatisch eine Position zu der Funktion
angelegt und beide mittels der Kategorie "Technik" in den Ordner "I&C" verschoben.
Siehe auch Kapitel Anlegen von Positionen (Seite 60). Weiterführende Informationen
zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "E&IC", Stichwort "I&C".
– Platzierungsübersicht "QDev010 Objekte mit DocObj"
Diese Objektabfrage im Kontextmenü der Teilanlage ist ein Beispiel dafür, um
Informationen zu sammeln.
Klasse:
Voreinstellung ist "Rohrleitung". Sie haben aber auch die Möglichkeit zum Beispiel
"Alle" einzustellen.
Das Startobjekt ist automatisch die Teilanlage.
In der Symbolleiste der Objektabfrage gibt es die Schaltfläche "Platzierungsfilter".
Achten Sie darauf, dass hier die Planart "RI2 (RI 10628)" eingetragen ist. Nun haben
Sie die Möglichkeit für den Platzierungsfilter folgende Einträge zu selektieren:
"Alle", "Platziert" und "Nicht platziert"
Anwendungsbeispiel: Suchen Sie alle noch nicht platzierten Objekte und verteilen Sie
diese auf den Reports.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 183
Administration
14.3 Stammobjekte

AKZ Struktur
Unterhalb der Ebene 6, unter dem Stammobjektknoten "@02 > 010 > 1 > AKZ > 06 Level 6:
Laufende Nummer" werden ebenfalls automatisch Ordner angelegt, die von den gleichen
Stammobjekten erben wie die der Strukturen nach EN und ANSI.

14.3 Stammobjekte

Übersicht
Der Stammobjektknoten "@01 > PID Rohrleitung und Instrumentierung" enthält
Betriebsmittel und Verwaltungsobjekte, die ausschließlich für Rohrleitung und
Instrumentierung benötigt werden.

14.3.1 Stammobjektknoten "@01 > PID > 01 Auswahlkatalog PI"

Übersicht
Stammobjektknoten "@01 > PID > 01 Auswahlkatalog PI" ist ein Gesamtkatalog über
Betriebsmittel.
Alle in diesem Stammobjektknoten enthaltenen Betriebsmittel besitzen bestimmte
Grundeigenschaften. Darüber hinaus gibt es Objekte, die zusätzliche Eigenschaften und
Fähigkeiten mitbringen.

14.3.1.1 Kennzeichnung

Auswahlkatalog "PI"
Die Sortierung entspricht nicht direkt einer Norm, sondern versucht, die wichtigsten
Abteilungen der 26004 und der 2401 anzubieten. Der Auswahlkatalog in "PI" bildet nicht ein
geschlossenes Kennzeichnungssystem, welches sofort eingesetzt werden kann.
Die meisten Stammobjekte besitzen außerdem Kennbuchstaben nach 26004 oder ISO
10628 (Früher: DIN 28004/DIN2481).

P&ID
184 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

14.3.1.2 Symbol

Planarten
Alle einfachen Betriebsmittel besitzen auf der Registerkarte "Symbole" ein oder mehrere
Symbole. In der Regel sind die Planarten "RI", "RI1" und "RI2" mit Symbolen ausgestattet:

● Planart "RI": Haupteinsatzgebiet in PFDs.


● Planart "RI1": Haupteinsatzgebiet im Kraftwerksbau / DIN 2401.
● Planart "RI2": Haupteinsatzgebiet bei Chemieanlagen / DIN 28004 oder neu: ISO 10628.
Sie haben die Möglichkeit die Symbole nach Bedarf anzupassen. Symbole vererben sich
hierarchisch nach unten.

Grafisches Symbol
Die grafischen Symbole verändern Sie in den Eigenschaften des Stammobjekts auf der
Registerkarte "Symbole". Um den Symbol-Designer zu öffnen, doppelklicken Sie in die
Spalte des Symbols.

Im Symbol-Designer haben Sie die Möglichkeit das Symbol mittels verschiedener


Zeichenwerkzeuge grafisch zu verändern. Weiterführende Informationen zu diesem Thema
finden Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports", Stichwort "Symbol-Designer".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 185
Administration
14.3 Stammobjekte

Die Planartensymbole besitzen eine feste Größe und sind auf ein Raster und einen Maßstab
optimiert. Mittels verschiedener Optionen haben Sie die Möglichkeit die Symbole auch auf
Reports mit anderem Raster und anderem Maßstab einzusetzen.
Jedes Symbol besitzt einen Platzierpunkt, der zur Positionierung auf dem Raster dient. Die
grünen Kreise im oberen Bild symbolisieren den Nullpunkt. Der Platzierpunkt fällt nur selten
mit der linken oberen Ecke zusammen, sondern ist so angelegt, dass die Anschlüsse auf
dem Raster zu liegen kommen.
Um ein grafisches Symbol zu erweitern, fügen Sie Funktionen ein. Ihnen stehen folgende
Arten von Funktionen zur Verfügung:
● Funktionen die bestimmen, welche Anschlusspunkte ein Symbol besitzt und wo sie an
das Symbol angefügt werden:

Siehe auch Kapitel Anschlüsse und Hilfsanschlüsse (Seite 188). Weiterführende


Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports",
Stichwort "Anschlusspunkte".
● Funktionen, die Subsymbole, also Zusatzsymbole, an das grafische Hauptsymbol
anfügen.
Beispiel:
Eine Armatur kann einen Antrieb erhalten. Wenn Sie einen Antrieb bestimmt haben, soll
der Antrieb dem Hauptsymbol der Armatur als Subsymbol hinzugefügt werden.
Ob das Subsymbol ein eigenes DocObj besitzt, hängt davon ab, über welche Funktion
das Subsymbol erzeugt wird.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Grundbedienung von Reports", Stichwort "Subsymbol / Zusatzsymbol".

Textsymbol
Textsymbole rufen Sie in den Eigenschaften eines Stammobjekts auf der Registerkarte
"Symbole" auf. Doppelklicken Sie dazu in die Spalte "Text". Hier definieren Sie ein
Textsymbol, das über *V* P Textpkt1* in das grafische Symbol des Objekts eingefügt wird.

P&ID
186 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

Viele Objekte aus dem Stammobjektknoten "@01 > PID > 01 Auswahlkatalog PI" besitzen
bereits auf der obersten Ebene ein Textsymbol.

Dieses Textsymbol wird an alle unteren Stammobjekte vererbt, allerdings nicht bei allen
Stammobjekten ausgewertet. Es wird nur bei den Stammobjekten ausgewertet, die mittels
*V* P Textpkt1* das Textsymbol abrufen. Weiterführende Informationen zu diesem Thema
finden Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports", Stichwort "Textsymbol".
Das R&I-Textsymbol gibt in der Regel die Position des Betriebsmittels aus.
Im Header des Scripts des Textsymbols finden Sie Blind-Angaben:
Header.Layer = "10"
Header.Class = "e72"
Der Layer "10" ist eine beliebige Zahl, die dazu dient, bestimmte Informationen zu bündeln.
Sie haben die Möglichkeit auch einen beliebigen anderen Layer einzutragen. Achten Sie je
nach individueller Datenstruktur darauf, dass Sie hier nicht unbeabsichtigt einen anderweitig
verwendeten Layer benutzen.
Der Header "e72" ist eine beliebige Bezeichnung, der nur dazu dient, bestimmte
Informationen zu bündeln. Sie haben die Möglichkeit auch einen beliebigen anderen Header
einzutragen. Beachten Sie dabei, dass einige Header systemseitig vorbelegt sind. So
bedeutet Header.Class = "eZ" zum Beispiel, dass der Text nicht verschiebbar ist.

Doppelte Anschlüsse im Symbol


Wenn Sie ein R&I-Symbols auf einem Plan auswerten, werden doppelte Anschlüsse
gesucht. Wenn COMOS einen doppelten Anschluss findet, wird das Symbol auf dem Plan
als inkonsistent (rot) dargestellt und ein entsprechender Fehler in die Fehlerliste
eingetragen.
Ein doppelter Anschluss liegt vor, wenn mindestens zwei Anschlüsse im Symbol an
derselben Position vorhanden sind.
Durch Implementierung einer Script-Funktion in "UserScriptBlock1" am Stammobjekt können
Sie grafisch doppelt verbundene Anschlüsse als gültig erklären, so dass kein roter
Anschlusspunkt gezeichnet wird. Beispielsweise kann so eine Inkonsistenz durch doppelte
Anschlussbelegung durch einen Prozess- und einen Referenzstrom per Script aufgehoben
werden.
Function IsPartnerConnectionValid( cc1, cc2, ValidationCode)
cc1 (input): COMOS-Anschluss des eigenen Planungsobjekts.
cc2 (input): COMOS-Anschluss des grafisch verbundenen Partner-Planungsobjekts.
ValidationCode (input): Der Status der beiden COMOS-Anschlüsse zueinander, wobei 1
bedeutet, dass die COMOS-Anschlüsse nicht miteinander verbunden sind, weil mindestens
einer der beiden Anschlüsse evtl. mit einem anderen Anschluss verbunden ist.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 187
Administration
14.3 Stammobjekte

IsPartnerConnectionValid (Output): Bool


● TRUE:
Grafische Anschlussverbindung ist gültig (kein roter Anschluss)
Der an Con1 des Stroms angeschlossene Con2 (ein Equipment) wird nicht rot
gezeichnet.
● FALSE (Default):
Grafische Anschlussverbindung ist ungültig (roter Anschluss).

14.3.1.3 Anschlüsse und Hilfsanschlüsse

R&I-Objekte
Ob ein R&I-Objekt Anschlüsse besitzt, hängt vom Verwendungszweck ab. Hilfsobjekte, wie
beispielsweise die Rührer, besitzen keine Anschlüsse.
In R&I gibt es zwei Arten, Objekte zu verbinden:
● Die Anschlüsse sind nicht direkt verbunden, sondern mittels Rohrleitung (objektbehaftete
Verbindung).
● Die direkte Verbindung von Anschlüssen mittels Datenlinien oder Wirklinien (objektlose
Verbindung).
Hilfsanschlüsse sind möglich, werden aber in der Praxis kaum verwendet.
Im Bereich R&I werden die Anschlüsse außerdem dazu genutzt, um Daten zu transportieren.
Dazu verwenden die Attribute eine Verknüpfung des Typs "Über Anschluss". Auf diese
Weise werden zum Beispiel Stoffdaten transportiert:

6WDQGDUGIDOO

2EMHNW 2EMHNW

,

6' 6WRIIGDWHQ 6' 6WRIIGDWHQ

6SHF 6SHF

6WDWLVFKH9HUNQ¾SIXQJ

Die "holenden Attribute" der Stoffdaten suchen über den Anschluss "I1" ein Objekt, auf
diesem Objekt die Registerkarte "SD" und übernehmen dort das entsprechende Attribut
(Operator ist "=").
In der COMOS-DB sind über den Anschluss verknüpfte Attribute gekennzeichnet. Wenn Sie
mit dem Mauszeiger über dem Feld stehen bleiben, erscheint ein entsprechender Tooltip:

P&ID
188 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

Messfunktionen arbeiten in diesem Punkt etwas anders. Siehe auch Kapitel Funktionen
(Seite 63).

Abwägung von Report-Anschlüssen und COMOS-Anschlüssen


Im RI-Bereich speichert COMOS, ob Sie zuerst im Report oder zuerst im Navigator
Anschlüsse verbunden haben.
Wenn Sie die Anschlüsse zuerst im Report verbunden haben, haben die Einstellungen der
Report Anschlüsse auch Vorrang vor den Einstellungen der COMOS-Anschlüsse.
Wenn Sie zuerst die Anschlüsse in der Datenbank verbunden haben, haben die
Einstellungen der COMOS-Anschlüsse Vorrang vor den Einstellungen der Report-
Anschlüsse.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Klassendokumentation
"Comos.dll", Stichwort "Document".

14.3.1.4 Attribute allgemein

Attribute der Betriebsmittel


Jedes Betriebsmittel ist auf der Registerkarte "Attribute" mit seinen ganz speziellen
Attributen ausgestattet. Die Attribute vererben sich hierarchisch weiter und werden, wenn
nötig, auf jeder Stufe durch weitere ergänzt oder angepasst.
Zentral einsetzbare Attribute werden auch zentral verwaltet. Dazu gibt es den
Stammobjektknoten "@10 @Y Attributekatalog".

14.3.1.5 Registerkarte "SYS System"

Erlaubte Mehrfachplatzierung
Die Mehrfachplatzierung steuern Sie über die Option "Erlaubte Mehrfachplatzierung".
Siehe auch Kapitel Sonstiges (Seite 132).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 189
Administration
14.3 Stammobjekte

Attribut "IsPipeFitting"
Rohreinbauteile können das Attribut "SYS.IsPipeFitting Parallel zum aufgetrennten
Rohrleitungselement einsortieren" erhalten:
● Dieses Attribut hat den Darstellungstyp "Checkbox".
● Als Wert ist "0" vorgegeben
● Vererbungsquelle: "@10 > PID > 0 > 99 > SYS.IsPipeFitting Parallel zum aufgetrennten
Rohrleitungselement einsortieren"
Wenn Sie diese Option aktivieren, wird das Einbauteil auf Planungsseite immer parallel zum
verbundenen Rohrleitungsabschnitt oder Rohrleitungssegment einsortiert. Es ist dann ein
Teil der Rohrleitungsstruktur.
Wenn Sie diese Option deaktivieren, wird das Einbauteil entweder direkt unterhalb des R&I-
Reports oder in die ihm zugedachte Kategorie einsortiert. Wie es einsortiert wird, hängt vom
Optionen-Script der Reportvorlage ab beziehungsweise von der Konfiguration der Anlage.
Hintergrund: In älteren R&I-Strukturen gab es eine Registerkarte "GD". Diese gibt es in der
neuen COMOS-DB nicht mehr. Deshalb liefern die alten Funktionen keine richtigen
Ergebnisse. Als Ersatz gibt es die neue Variable "SYS.IsPipeFitting". Wenn diese Variable
auf "1" steht, wird jetzt auch ein "True" geliefert. Also: Wenn Sie am Stammobjekt auf der
Registerkarte "SYS" ein Attribut mit Namen "IsPipeFitting" erzeugen und hier den Wert "1"
setzen, wird das Bauteil als Fitting deklariert.
Dieses Attribut wird auch schon in der COMOS-DB verwendet, z.B. für Reduzierungen.

Attribute in der Reportleiste


COMOS stellt eine allgemeine Technik zur Verfügung, die dem Anwender das Setzen von
Attributswerten für Planungsobjekte erleichtert.
Die Attributswerte werden über die Reportleiste eines interaktiven Reports oder 3D-Raums
gesetzt. In der Reportleiste werden nur die Attribute angeboten, die Sie in das Attribut
"VSUI" eingetragen haben.
In R&I muss das Attribut "VSUI" auf der Registerkarte "System" liegen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung
von Reports", Stichwort "Attribute in der Reportleiste bearbeiten".

Attribut "Behavior"
Existiert das Attribut "SYS.Behavior", setzt das erste Zeichen in diesem Feld die RIClass.
Gibt es dieses Attribut nicht, dann gilt das Verhalten Abwärtskompatibilität. Zurzeit wird nur
den Buchstaben "I" für Instrumentierung unterstützt. Man kann also durch die Einstellung
"SYS.Behavior = I" ein Bauteil zu einem Verhalten zwingen, welches sonst nur
Messfunktionen haben.
Zwei Armaturen, die obige Einstellung haben, erhalten beim Verbinden mit dem Werkzeug
"Verbindung" keine Rohrleitungsverbindung, sondern eine objektlose Verbindung.
Anwendungsbeispiel: Vereinfachte Darstellung von ISA-Funktionen

P&ID
190 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

14.3.1.6 Elemente

Element "@3D"
In den R&I-Stammdaten finden Sie an verschiedenen Stellen das Element "@3D".
Beispiel: "@03 > PID > 310 > EN > D > 01 > 03 > 03 Behälter mit gewölbten Böden, allg."
Diese Elemente haben innerhalb von R&I keine Bedeutung. Sie dienen dazu, dass Sie R&I-
Stammobjekte auch in den 3D-Anwendungen von COMOS nutzen können, sodass Sie im
R&I und in 3D mit den gleichen Objekten arbeiten können. Mit einem R&I-Objekt, unter dem
das 3D-Element als Implementierung angelegt wird, haben Sie die Möglichkeit in 3D zu
arbeiten.
Das Element "@3D" besitzt eine Registerkarte "GD Geometrie", die alle Daten des R&I-
Objekts sammelt, die zum Arbeiten in 3D gebraucht werden.
Um den 3D-Modus einzustellen, rufen Sie die Eigenschaften des Attributs auf und aktivieren
auf der Registerkarte "Verknüpfung" die Option "3D Modus".

Registerkarte "GD" am R&I-Objekt und Projekteinstellung


Früher konnten R&I-Objekte in den 3D-Anwendungen von COMOS genutzt werden, wenn
sie eine Registerkarte "GD Geometrie" besaßen. Diese Registerkarte sammelte dann alle
Informationen, die benötigt wurden, um das Objekt in 3D zu verwenden. In den
Projekteigenschaften, Registerkarte "Attribute > Verfahrenstechnik", musste die Option "Nur
über GD-Kapitelkarte verknüpfte Werte übernehmen" aktiviert werden, damit nur diejenigen
über Anschlüsse verknüpften Attribute ausgewertet wurden, die über die Registerkarte "GD"
definiert waren.
Bei dieser Technik handelt es sich mittlerweile um eine Alttechnik. Wenn Sie mit dem
"@3D"-Element arbeiten, wird die Registerkarte "GD Geometrie" des Elements verwendet.
Die Projektoption "Nur über GD-Kapitelkarte verknüpfte Werte übernehmen" hat dann keine
Bedeutung mehr.
Ausnahme: Bei Behältern gewinnt die Projektoption "Nur über GD-Kapitelkarte verknüpfte
Werte übernehmen", welche eine eigene Registerkarte "GD Geometrie" am R&I-Behälter
erwartet. Wird also die Technik der "@3D"-Elemente eingesetzt, dann darf der Behälter
keine Registerkarte "GD" haben und die Projektoption muss ausgeschaltet werden.

14.3.2 Stammobjekt "@01 > PID > 01 > 01 > 03 Behälter"

Elemente des Behälters


PFD-Behälter können hierarchisch nachgeordnete Objekte besitzen, zum Beispiel Stutzen.
Diese Objekte werden als Elemente des Behälters angelegt.
Damit für Behälter beim Verbinden automatisch ein Stutzen erzeugt wird, muss das
Stammobjekt des Behälters einen Stutzen mit Name "NOZZLE" als Element besitzen. Siehe
auch Kapitel Rohrleitungen mit Bauteilen verbinden (Seite 94) und Kapitel Stammobjekt
"@01 > PID > 98 > 05 Stutzen + Verbindungen" (Seite 193)".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 191
Administration
14.3 Stammobjekte

Anschlüsse
Behälter werden über dynamische Anschlüsse verbunden. Wenn Sie an einem Behälter eine
Rohrleitung anschließen, werden folgenden Schritte abgearbeitet:
1. Am Behälter wird ein dynamischer Anschluss erzeugt.
2. Der Anwender wird über einen Dialog aufgefordert zu entscheiden, ob ein Stutzen
erzeugt werden soll.
3. Wenn der Anwender diesen Dialog bestätigt, wird wie bisher ein Stutzen erzeugt, der mit
der Rohrleitung verbunden ist.
4. In dem Fall wird der dynamische Anschluss am Behälter nicht benötigt. Dieser
behälterseitige Anschluss ist nicht verbunden und wird bei nächster Gelegenheit
gelöscht.
Sonderfall:
Wenn der Anwender einen Stutzen mit zwei Anschlüssen verwendet, bleibt der dynamische
Anschluss am Behälter erhalten. Siehe auch Kapitel Stammobjekt "@01 > PID > 98 > 05
Stutzen + Verbindungen" (Seite 193).

Sonstiges
Behälter besitzen in der COMOS-DB die Klasse "Stelle" und die Unterklasse "Ausrüstung".
Siehe auch Kapitel Positionen (Seite 59).

14.3.3 Stammobjekt "@01 > PID > 01 > 04 Armaturen"

Armaturen
COMOS unterscheidet nicht zwischen allgemeinen Armaturen und speziellen Stellgeräten.
Die Armaturen sind so vorbereitet, dass Sie diese auch als Stellgeräte einsetzen können.
Die Stellgeräte gehören zu den Stellfunktionen. Siehe auch Kapitel Funktionen (Seite 63).
In der COMOS-DB haben Sie die Möglichkeit das Symbol von Armaturen im Report über
das Kontextmenü zu erweitern. Beispielsweise können Sie Flanschanschlüsse darstellen
und Sicherheitsstellungen abbilden. Setzten Sie dazu im Script-Block "UserScriptBlock1" die
zur Verfügung gestellten Attribute, wie beispielsweise "PI040.PIA045 Antrieb" und
"PI040.PIA043 Stetiges Stellverhalten".

14.3.4 Stammobjektknoten "@01 > PID > 98 Elemente"

Allgemeines
Unter diesem Stammobjektknoten liegen Objekte, die in der Regel als Bestandteil eines
anderen Objekts verwendet werden, z. B. die Antriebe für Stellenarmaturen, Stutzen und
Kolonneneinbauten.

P&ID
192 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

Diese Objekte werden dann bei den Hauptobjekten auf der Registerkarte "Elemente"
eingetragen und stehen so im Kontextmenü über den Befehl "Neu" zur Verfügung.

14.3.4.1 Stammobjekt "@01 > PID > 98 > 05 Stutzen + Verbindungen"

Allgemeines
Stutzen dienen dazu, Rohrleitungen an Objekte anzuschließen beziehungsweise Objekte an
Rohrleitungen.
Die Stutzen werden nur im Modul R&I verwendet, da in COMOS-Objekte im Modul PFD
ohne Stutzen verwaltet werden.

Stutzen verwenden
Damit ein Bauteil automatisch über einen Stutzen verbunden wird, muss der Stutzen in den
Stammdaten als Element des Bauteils eingetragen sein und den Namen "NOZZLE" haben.
Achten Sie darauf, dass alle Buchstaben des Namens groß geschrieben sind.
Sie haben die Möglichkeit Stutzen auf dem Report mittels folgender beider Methoden zu
erzeugen:
● Empfehlung: Schließen Sie auf dem Report eine Verbindung an das Objekt an. Im
Fenster gibt es die Option "Stutzen erzeugen". Siehe auch Kapitel Rohrleitungen mit
Bauteilen verbinden (Seite 94).
Die Option ist deaktiviert, wenn das Objekt kein Element "NOZZLE" enthält.
● Alternativ: Legen Sie den Stutzen im Navigator über den Befehl "Neu" im Kontextmenü
des Bauteils an. Ziehen Sie dann den Stutzen auf den Report. Wenn Sie einen Stutzen
im Navigator anlegen, ist er initial immer nach rechts ausgerichtet. Wenn der Stutzen in
eine andere Richtung zeigen soll, drehen Sie ihn zunächst. Erst danach haben Sie die
Möglichkeit den Stutzen auf dem Objekt zu platzieren.

Stutzen mit zwei Anschlüssen


Ein Stutzen kann auch zwei, statt nur einen Anschluss besitzen.
Wenn ein Stutzen mit zwei Anschlüssen verwendet wird, wird der dynamische Anschluss,
der beim Anlegen des Behälters erzeugt wird, nicht gelöscht.
Der eine Anschluss des Stutzens verbindet sich wie bisher mit der Rohrleitung. Der zweite
Anschluss muss so angelegt sein, dass er grafisch auf dem Behälterrand zu liegen kommt
und zwar genau an der Stelle, an der der dynamische Anschluss vom Behälter erzeugt wird.
In dem Fall wird der Behälteranschluss mit dem zweiten Anschluss des Stutzens verbunden.
In diesem Fall kommt das normale grafische Mapping aus R&I zum Einsatz. Der Anschluss
vom Behälter und der Anschluss vom Stutzen finden sich, weil sie aufeinander liegen.
Wenn Sie den Stutzen verschieben, reißt die Verbindung ab. Auf dem Report ist das aber
nicht sofort zu erkennen, da der "Connectorkringel" auf dem Stutzen liegt und weiterhin
angezeigt wird.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 193
Administration
14.3 Stammobjekte

Registerkarte "Technische Daten"


Hier werden Informationen zum Stutzen selber gesammelt.

Registerkarte "Stoffdaten"
Hier werden Informationen zum transportieren Medium gesammelt. Viele dieser Attribute
sind verknüpft und geben ihre Informationen über die angeschlossenen Bauteile weiter.

Registerkarte "RI-Optionen"
Hier werden Informationen gesammelt, die auf dem R&I-Report ausgewertet werden (z.B.
Beschreibung, Position in Apparateliste).

14.3.5 Stammobjektknoten "@01 > PID > 99 Zusatzgrafiken und Symbolbau"

14.3.5.1 Stammobjekt "@01 > PID > 99 > 01Beschriftungssymbole R&I"


In der COMOS-DB sind unterhalb des Stammobjekts "@ 01 > PID > 99 > 01
Beschriftungssymbole R&I" Objekte für Rohrfahnen vorbereitet.
Klasse: "Datensatz"
Diese Objekte erzeugen eine Textfahne, wenn sie auf einen R&I-Report gezogen werden.
Wird die Textfahne auf eine Rohrleitung gezogen, dann dockt sie an die Rohrleitung an und
wird automatisch mit ihr verschoben oder gelöscht.
Diese Objekte bilden keine Planungsobjekte, sondern befinden sich nur auf dem Report. Die
Objekte dieses Stammobjektknotens gehören zu Rohrleitungen und müssen so platziert
werden, dass ein Anschluss zu einer Rohrleitung entsteht.
Wenn Sie eine Fahne auf dem Report selektieren, wird im Kontextmenü das Menü der
Rohrleitung angeboten.

Attribute
Registerkarte "RI Optionen":
● Vererbungsquelle: "@10 > PID > 3 > 01 > RI > RI R&I-Optionen"
● "RI.REFLECT_ALLOWED| Grafisches Spiegeln erlaubt"
Ein: Wird die Textfahne an eine Rohrleitung angeschlossen und die Fließrichtung der
Rohrleitung gewechselt, dann wird die Textfahne umgedreht.
Default = FALSE,
Graphische Fahnen (ohne Text): TRUE
Textuelle Fahnen: FALSE, ansonsten sind Fehler bei der Textzuordnung möglich.

P&ID
194 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

● "RI.ROTATION_ALLOWED| Automatisches Rotieren erlaubt"


Ein: Das Symbol am Symbol der Rohrleitung ausgerichtet. Steht die Rohrleitung
senkrecht, stellt sich auch das Symbol senkrecht und so weiter. Die Texte innerhalb des
Symbols werden automatisch in eine sinnvolle Richtung gedreht.
In diesem Fall ist die manuelle Rotation abgeschaltet. Der Rotationsgrab ist zwar noch
vorhanden, aber die Rotation wird nicht wirksam, die Fahne springt immer in die von der
Rohrleitung vorgegebene Richtung zurück.
Default = FALSE,
Graphische Fahnen (ohne Text): TRUE
Textuelle Fahnen: FALSE, ansonsten sind Fehler bei der Textzuordnung möglich.
● "RI.SELECTEDWITH_ALLOWED| Automatisches Mitselektieren erlaubt"
Ein: Wirkt nur, wenn die Textfahne an eine Rohrleitung angeschlossen ist. Wird die
Rohrleitung selektiert, wird die Textfahne automatisch mitselektiert, auch wenn die
Textfahne keinen direkten Kontakt zur Rohrleitung mehr hat.
Default = FALSE
Mitselektierbare Objekte (wenn Device selektiert wird): TRUE
Textuelle Fahnen (zum Beispiel Legenden, ....): FALSE

Textfahnen ohne direkten Kontakt zur Rohrleitung


Nach dem Andocken an die Rohrleitung darf die Textfahne auch abgerissen werden. Die
logische Verbindung bleibt erhalten und die Textfahne gibt weiterhin die Informationen der
Rohrleitung aus.
Alternativ kann die Textfahne von Anfang an frei positioniert werden. Die Verbindung zur
Rohrleitung erfolgt dann wie folgt:
● Rohrleitung selektieren, Kontextmenü "Kopieren"
● Textfahne selektieren, Kontextmenü "Referenz > Verbinde mit"

14.3.5.2 Stammobjektknoten "@01 > PID > 99 > 02 Grafiksymbole R&I"


● Klasse: "Element"
● Unterklasse: "Grafik"
Objekte, die auf diesen Stammobjekten basieren, werden grundsätzlich unterhalb des R&I-
Plans angelegt.
Anders als die R&I-Bauteile, die unterhalb von R&I-Plänen liegen, werden sie
standardmäßig schwarz statt blau eingefärbt.
Grund: Die Objekte werden später nicht in eine der unter der Anlage zur Verfügung
stehenden Kategorien einsortiert. Eine optische Kennzeichnung auf dem Plan ist nicht
notwendig.
Über das Kontextmenü "Optionen > Grafische Eigenschaften" kann auf dem Report auch
eine andere Farbe gesetzt werden.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 195
Administration
14.3 Stammobjekte

Die meisten Objekte aus diesem Stammobjektknoten werden auf Rohrleitungen platziert.
Berühren die Symbole eine Rohrleitung, verfärbt sich die Rohrleitung gelb. Sie sollen auf
dem Report eine Rohrleitung rein grafisch zusätzlich beschreiben. Die meisten der
erzeugten Planungsobjekte besitzen noch nicht einmal Attribute.
Einige der Objekte besitzen jedoch Anschlüsse und werden beim Absetzen auf einer
Rohrleitung über diese Anschlüsse mit der Rohrleitung verbunden.
Funktion und Verwendung der meisten Grafiksymbole ist selbsterklärend. Im Folgenden
werden deshalb nur einige der Grafiksymbole vorgestellt.

Stammobjekt "@01 > PID > 99 > 02 > 01 Rohrleitungsunterbrechung "


Ein Symbol für eine grafische Unterbrechung.
Das Stammobjekt auf die Rohrleitung ziehen. Die Rohrleitung wird optisch unterbrochen und
es werden zwei Unterbrechungssymbole abgebildet.
Die Symbole besitzen zwei Anfasspunkte:

Der Anfasspunkt, der auf dem Arm der Unterbrechung liegt (im Bild links), vergrößert oder
verkleinert die Unterbrechungssymbole an sich.
Der Anfasspunkt, der auf der Rohrleitung liegt (im Bild rechts), vergrößert den Abstand
zwischen der Unterbrechung.
Die Rohrleitung bleibt als ganzes in der Datenbank erhalten, wird aber segmentiert und über
ihre Anschlüsse mit den Anschlüssen der Rohrleitungsunterbrechung verbunden.

Stammobjekt "@01 > PID > 99 > 02 > 02 Blattverweis"


Ein Blattverweis ist ein Symbol, das blattübergreifende Verbindungen optisch an einer Stelle
des Reports sammelt. Um Blattverweise zu verwenden, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Legen Sie einen Blattverweis auf dem ersten Report an.
2. Legen Sie einen Blattverweis auf dem zweiten Report an.
Sie verwenden also nicht (wie bei den Rohrleitungen) ein Objekt auf zwei verschiedenen
Reports, sondern jeder Report besitzt sein eigenes Blattverweis-Objekt.
3. Schließen Sie auf jedem der Reports die Rohrleitungen an das Blattverweisobjekt an.

P&ID
196 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

4. Wenn nicht ausreichend Anschlusspunkte sichtbar sind, ziehen Sie das Symbol größer.
Klicken Sie dazu zwei Mal auf das Symbol des Blattverweises.
In der rechten unteren Ecke erscheint ein Anfasspunkt:

Wenn Sie das Symbol größer ziehen, erscheinen an jeder der Seiten zusätzliche
Anschlusspunkte.
5. Öffnen Sie die Eigenschaften eines der Blattverweise.
6. Selektieren Sie die Registerkarte "Attribute > Verweis".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 197
Administration
14.3 Stammobjekte

7. Ziehen Sie das andere Blattverweisobjekt per Drag&Drop in das Feld "Zu
Zeichnungsverweis".
Die Blattverweise werden paarweise zugeordnet.

8. Aktualisieren Sie die Reports.

Ergebnis
In den Blattverweissymbolen werden Angaben zum jeweiligen Gegenstück angezeigt.
Vererbungsquelle: Registerkarte "@10 > PID > 3 > 01 > PI100 Verweis"
Bei doppelt platzierten Rohrleitungssegmenten (platziert auf zwei unterschiedlichen
Reportdokumenten) werden keine gegenseitigen Blattverweise angezeigt.

"@01 > PID > 99 > 02 > 11 Revisionswolke "


Die Revisionswolke ist ebenfalls eine rein grafische Information. Im Gegensatz zu den
anderen Stammobjekten unterhalb von "@01 > PID > 99 > 02" gehört die Revisionswolke
aber nicht zu einer Rohrleitung.
Dieses Objekt besitzt eine große Anzahl von frei verschiebbaren Anfasspunkten, mit denen
man die "Wolke" so formen kann, dass alle gewünschten Objekte optisch erfasst werden.
Die Revisionswolke hat keinen Einfluss auf die COMOS-Revision.

P&ID
198 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

14.3.6 Stammobjektknoten "@02 > 200 Abfragen, Skripte, Importe,


Entscheidungstabellen, eBlocks"

14.3.6.1 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > Q Objektabfragen"


Die Abfragen werden an die gewünschte Stelle kopiert und geöffnet. Alles Weitere ist
selbsterklärend.

14.3.6.2 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > S Skriptbibliothek"


Hier liegen Stammobjekte, deren einziger Zweck es ist, ein Script zu archivieren. Diese
Stammobjekte besitzen also auf der Registerkarte "Script" einen Scriptbock und ansonsten
keine weiteren Einstellungen.

14.3.6.3 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > X Importe"


Standardimporte ohne weitere Einstellungen. Die Importe könnten auch aus dem
Stammobjektknoten "@System" geöffnet werden und liegen hier nur noch einmal, um sie
schneller finden zu können.

14.3.7 Stammobjekt "@02 > 200 > PID > Q > D01 Beschreibung der Analyseobjekte"

Word-Dokument
Sie finden das Word-Dokument "Beschreibung der Analyseobjekte" unter "@02 > 200 > PID
> Q > D01 Beschreibung der Analyseobjekte". In diesem Dokument stehen Informationen zu
den Analyseobjekten.

14.3.8 Stammobjektknoten "@03 > PID > 120 Dokumente"


Stammobjekte der Reportvorlagen für R&I. Siehe auch Kapitel R&I Reports konfigurieren
(Seite 226).

14.3.9 Stammobjekt "@03 > PID > 600 Schnittstellen"


Das Berechnungsprogramm Conval ist bidirektional an COMOS gekoppelt. Es dient zur
Berechnung folgender Objekte:
● Regel- und Sicherheitsventile
● Blenden
● Lochscheiben
● Rohrleitungen

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 199
Administration
14.3 Stammobjekte

Unterstützte Versionen
COMOS unterstütz die Versionen Conval 5 und Conval 6. Folgende Funktionen unterstützt
COMOS:
● Sicherheitsventilauslegungen und Druckverlustberechnungen
● Ventil-/Rohrleitungs-/ Behälterauslegungsberechnungen
● Wanddicken-/Stoffdatenberechnungen

Aufruf mittels Dokument


Für Conval sind eigene Dokumententypen vorbereitet. Weiterführende Informationen zu
diesem Thema finden Sie in Handbuch "Dokumentenverwaltung", Stichwort
"Dokumententypen".
Um Conval über ein Dokument aufzurufen, legen Sie zunächst in den Stammdaten ein
Stammobjekt des Typs "Dokument" mit dem benötigten Convaltyp an. Verwenden Sie für
das Stammobjekt den Script-Block "UserScriptBlock" und fügen Sie zwei Mal Sub ein:
Sub ConvalExport( Calcer)
...
End Sub
Sub ConvalImport( Calcer)
...
End Sub

Steuerung von Calcer


Um Texte zu überführen, verwenden Sie folgendes Script:
calcer.cvCalculation.CalculationData.paramByname("Material").text =
calcer.bobj.spec("TD.L08").value + " " +
calcer.bobj.spec("TD.L07").value
Um Attributswerten und Einheiten zu überführen, verwenden Sie folgendes Script:
calcer.copyval "","TD.L13","L", true
True = Comos-Conval;
False = Conval - Comos
Um die Option "Volumeflow" in Conval zu kontrollieren, verwenden Sie folgendes Script:
calcer.cvCalculation.CalculationData.paramByname("QmorQv").SwitchSta
te = 1 'masflow - Radiobutton in Conval wird gesetzt
calcer.cvCalculation.CalculationData.paramByname("QmorQv").SwitchSta
te = 2

Feldnamen ermitteln
Um Feldnamen anzuzeigen, klicken Sie in ein Conval-Feld und drücken Sie die Tasten <Strg
+ Shift> oder <Strg>.

P&ID
200 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.3 Stammobjekte

Anwendung
Wenn Sie ein Dokument mit Conval-Dokumententyp öffnen, wird Conval selbst mit den
Vorgabeeinstellungen gestartet. Sie haben nun die Möglichkeit wie gewohnt Daten
einzutragen. Wenn Sie Conval schließen, werden die Daten automatisch in COMOS und in
Conval eingetragen.

14.3.10 Objektklassen der R&I-Objekte

Klassen
● Aktion
● Anlage
● Anschluss
● Datendatz
● Dokument
● Dokumentengruppe
● Element
● Funktion
● Gerät
● Geräteanforderung
● Ort
● Stelle
● Revision

Unterklassen
● Ausrüstung
● Blackbox
● Grafik
● Instrumentierung
● Kategorie
● Objektabfrage
● Rohrleitung
● Stutzen
● Symbol
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung",
Stichwort "Objektklassen beim Systemtype CDevice/Device".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 201
Administration
14.4 Auswahllisten für R&I

14.4 Auswahllisten für R&I

14.4.1 Systemprojekt
Im Systemprojekt finden Sie zu jedem Anschlusstyp eine Auswahlliste
"ConnectionType<TYP>".
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung
von Reports", Stichwort "Anschlussspezifische Linientypen".

Siehe auch
Datenlinien / Wirklinien (Seite 101)

14.4.2 Stammobjekte
Die folgende Tabelle beschreibt die relevanten Auswahllisten:

Auswahlliste Beschreibung
"@SYSTEM > @PipeCutMode Auftrennungsmodus" Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie
im Handbuch "COMOS-Administration", Stichwort
"PipeCutMode".
"@SYSTEM > @PIPEENDSYMBOL Rohrleitung: Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie
Endymbole" im Handbuch " COMOS-Administration", Stichwort
"Pipeendsymbol".
"@SYSTEM > @USERLNTYPE Benutzerdefinierte Zur Verwaltung von benutzerdefinierten Linientypen.
Linientypen" Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie
im Handbuch "Grundbedienung von Reports", Stichwort
"Linientypen".
"@SYSTEM > @LINETYPES > <Typ> Zur Zuordnung von benutzerdefinierten Linientypen zu den
Planarten. Weiterführende Informationen zu diesem Thema
finden Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports",
Stichwort "Linientypen".
"@SYSTEM > @CONSYMBOL Anschlusssymbol (spec Fahne, die auf einem Plan anzeigt, ob verbundene Objekte
break)" in Rohrklassen-relevanten Attribute voneinander abweichen.
Siehe auch Kapitel Fahne für Rohrklassen relevante
Informationen (Seite 50).
"@IRF_RI Textauswahl RI" Auswahlliste zur Verwaltung der Textfunktionen, die im
Symboleditor zur Verfügung gestellt werden.
"PI > Y > 0 > 0 > 3D > ANSI > H Strichstärken" Legt die automatische Strichstärke von PFD/RI-Objekten
fest. Auch Rohrleitungen verwenden diesen Eintrag.

P&ID
202 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.4 Auswahllisten für R&I

Auswahlliste Beschreibung
"PI > Y > 0 > 1 > I Farben" Legt die automatischen Farben von PFD/RI-Objekten fest.
Auch Rohrleitungen verwenden diesen Eintrag.
Alle auf PFD-/RI-Reports platzierte Objekte, deren
Gegenstücke in der COMOS-DB unterhalb des Reports
angelegt sind werden in Blau angezeigt. Beispiel:
Stammobjekte, die Sie per Drag&Drop auf einen PFD/RI-
Report gezogen haben.
"PI > Y > 0 > 0 > IC > SY02 Ausfallverhalten" Speichert Symbole für das Ausfallverhalten. Die
Auswahlliste ist zum Beispiel dem Attribut "PI040.PIA046
Sicherheitsstellung von Armaturen" zugewiesen und kann
auf dem Report als Zusatzsymbol der Armatur eingeblendet
werden.
"PI > Y > 0 > 1 > L > 02 Armaturen, Pumpen" Speichert Symbole für Flanschen von Armaturen und
Pumpen. Ist den Attributen "RI| PIA226a, PIA226b" etc.
zugewiesen, über die man auf dem Report die Flanschen
der Armatur/Pumpe ein- und ausblenden kann.
"PI > Y > 0 > 1 > J Logocad Linientypen" Eine Liste der Linientypen, die in RI-Plänen zur Verfügung
steht.
Auf diese Auswahlliste greift das System intern zu. Sie
dürfen diese Listen ergänzen, aber nicht verändern oder
löschen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie
im Handbuch " COMOS-Administration", Stichwort "Logocad
Linientypen".
"PI > Y > 0 > 1 > K Linientypen für Wirklinien" Eine Liste der Wirklinientypen, die in RI-Plänen zur
Verfügung steht.
Auf diese Auswahlliste greift das System intern zu. Sie
dürfen diese Listen ergänzen, aber nicht verändern oder
löschen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie
im Handbuch " COMOS-Administration", Stichwort
"Linientypen für Wirklinien".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 203
Administration
14.5 Rohrleitungsstruktur

14.5 Rohrleitungsstruktur

14.5.1 Referenzen auf die Stammobjekte der Rohrleitungsstruktur

Projekteigenschaften
Welche Stammobjekte für die Rohrleitungsstruktur verwenden werden, bestimmen Sie in
den Projekteigenschaften auf der Registerkarte "Optionen > Verfahrenstechnik".

Feld Beschreibung Voreingestelltes Objekt in COMOS-DB


"Stammobjekt für Rohrleitung" Das Rohrobjekt für die Ebene 1. @03 > PID > 310 > EN > D > 03 > 01
"Stammobjekt für Das Rohrobjekt für die Ebene 2. Dieses @03 > PID > 310 > EN > D > 03 > 02 >
Rohrleitungsabschnitt" Objekt hat ein Element, das als Objekt 01
für die Ebene 3 benutzt wird.

Wenn im Planungsprojekt keine Stammobjekte eingetragen sind, werden automatisch die


Verweise aus dem Stammprojekt verwendet.
Kompatibilität zu alten Datenbanken: Wenn die Verweise auch im Stammprojekt nicht
gesetzt sind, wird im Stammprojekt nach dem Stammobjekt "@1RI|@PP" gesucht. Das
Stammobjekt existiert in der aktuellen Datenbank nicht mehr.

Rohrklassen
Wenn Sie mit Rohrklassen arbeiten, ist es möglich, dass Sie die Verweise auf der
Registerkarte "Optionen > Verfahrenstechnik" durch die Stammobjekte, die auf der
Registerkarte "GD Funktion" eingetragen sind, überschreiben.
Da Rohrleitungen in der Regel im Rahmen der R&I-Basic-Planung erzeugt werden,
stammen die in der COMOS-DB für Rohrleitungen verwendeten Stammobjekte aus dem
Knoten "@01 > PID > 01 > 03".

Ausnahme
Beim Konstruieren von Rohrleitungen auf einer Isometrie stammen die Objekte, die auf der
dritten Rohrleitungsebene angelegt werden, aus dem Bauteilekatalog "@ISO Isometrie".

P&ID
204 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.5 Rohrleitungsstruktur

14.5.2 Erste Ebene: Rohrleitung

Registerkarte "System" des Stammobjekts


Die folgende Tabelle beschreibt die Einstellungen, die Sie auf der Registerkarte "System"
des Stammobjekts selektieren:

Stammobjekt Klasse Unterklasse Anlegeoption Anlege-Modus


"@01 > PID > 01 > 03 > 01 Rohrleitung" Stelle Keine Normal Frei

Ordner für Rohrleitungsobjekte


Auf der obersten Ebene steht ein Objekt für eine Rohrleitung. Es handelt sich um einen
Ordner, der die eigentlichen Rohrleitungsobjekte, Rohrleitungsabschnitte und
Rohrleitungssegmente, verwaltet. Dieser Ordner existiert nur im Navigator und Sie können
ihn nicht auf einem Report platzieren.
Im Planungsprojekt ist die Rohrleitung der Eigentümer des Rohrleitungsabschnitts. Sie kann
beliebig viele Rohrleitungsabschnitte besitzen.

Registerkarte "Elemente"
Auf der Registerkarte "Elemente" bereiten Sie Objekte vor, die Sie standardmäßig unter
einer Rohrleitung anlegen, zum Beispiel einen Rohrleitungsabschnitt. Auch Reports,
beispielsweise eine Isometrie, stellen Sie so im Planungsprojekt zur Verfügung.

Siehe auch
Zweite Ebene: Rohrleitungsabschnitt (Seite 205)

14.5.3 Zweite Ebene: Rohrleitungsabschnitt

Registerkarte "System" des Stammobjekts


Die folgende Tabelle beschreibt die Einstellungen, die Sie auf der Registerkarte "System"
des Stammobjekts selektieren:

Stammobjekt Klasse Unterklasse Anlegeoption Anlege-Modus


"@01 > PID > 01 > 03 > 02 > 01 Z Rohrleitungsabschnitt" Position Rohrleitung Normal Frei
oder "@01 > PID > 01 > 03 > 02 > 02 Z
Rohrleitungsabschnitt (KKS)"

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 205
Administration
14.5 Rohrleitungsstruktur

Registerkarte "Anschlüsse"
Ein Eingang "I1" und ein Ausgang "O1" vom Typ R&I. Die Anschlüsse müssen "I1" und "O1"
heißen.

Registerkarte "Elemente"
Für die Arbeit im R&I muss hier ein Rohrleitungssegment vorbereitet sein. Siehe auch
Kapitel Dritte Ebene: Rohrleitungssegmente (R&I) (Seite 206).
Rohrleitungsabschnitte werden nicht auf dem Report platziert. Wenn Sie dennoch einen
Rohrleitungsabschnitt auf dem Report platzieren, ordnet COMOS diesem
Rohrleitungsabschnitt automatisch ein Standard-Rohrleitungssegment zu und fügt dieses
Rohrleitungssegment auf dem Report ein.
Der Rohrleitungsabschnitt muss auf Planungsseite unterhalb einer Rohrleitung liegen. Wenn
noch keine Rohrleitung existiert, wird diese automatisch mit angelegt.
Rohrleitungsabschnitte werden unterhalb der Rohrleitungen wie Elemente behandelt. Das
betrifft vor allem das Kopieren: Die Rohrleitungsabschnitte werden gruppiert, also immer
unter einem gemeinsamen Eigentümer abgelegt.

Alternative Klasse für Rohrleitungsabschnitte


Wenn die Rohrleitungsabschnitte nicht automatisch unter Objekte mit der Klasse "Position"
einsortiert werden sollen (also unter Rohrleitungen), kann für Rohrleitungsabschnitte ein
alternatives Stammobjekt angelegt und verwendet werden:
Klasse: Gerät
Unterklasse: Rohrleitung

14.5.4 Dritte Ebene: Rohrleitungssegmente (R&I)

Registerkarte "System" des Stammobjekts


Die folgende Tabelle beschreibt die Einstellungen, die Sie auf der Registerkarte "System"
des Stammobjekts selektieren:

Stammobjekt Name Klasse Unterklasse Anlegeoption Anlege- Virtuell Vererbungsmodus


Modus
"@01 > PID > 01 > 03 SEG (darf Element Rohrleitung Normal Frei N mal Aktiv
> 02! SEG nicht
Rohleitungssegment" geändert
werden)

Registerkarte "Anschlüsse"
Siehe auch Kapitel Zweite Ebene: Rohrleitungsabschnitt (Seite 205).

P&ID
206 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.6 Attribute der Rohrleitungen

Registerkarte "Elemente"
Das Stammobjekt des Rohrleitungssegments ist auf der Registerkarte "Elemente" des
Rohrleitungsabschnitts als Element eingetragen.
Das Rohrleitungssegment wird automatisch erzeugt, sobald Sie auf dem R&I-Report mit
dem Werkzeug "Verbindung" arbeiten. Das Rohrleitungssegment muss auf Planungsseite
unterhalb eines Rohrleitungsabschnitts liegen. Wenn noch kein Rohrleitungsabschnitt
existiert, wird dieser automatisch angelegt. Wenn im Navigator ein Rohrcontainer selektiert
ist, bevor Sie mit dem Werkzeug "Verbindung" arbeiten, wird ein neuer
Rohrleitungsabschnitt mit dem neuen Rohrleitungssegment unter diesem
Rohrleitungscontainer angelegt.
Rohrleitungssegmente entstehen außerdem, wenn Sie auf einem R&I-Report ein Einbauteil
mit dem Attributwert "SYS.PIA602 Auftrennungsmodus: In Segmente trennend" auf einem
Rohrleitungssegment platzieren. Sie werden unterhalb des Rohrleitungsabschnitts angelegt
und über ihre Anschlüsse mit dem Einbauteil verbunden. Siehe auch Kapitel Rohrleitung
auftrennen (Seite 90).
Bei Rohrleitungssegmenten handelt es sich um abstrakte Objekte, die eine logische Sicht
auf die Rohrleitung liefern. Beim Konstruieren einer Isometrie dagegen werden auf der
dritten Ebene der Rohrleitungsstruktur keine Rohrleitungssegmente erzeugt, sondern
konkrete Rohrleitungen (geschweißte, geflanschte oder geschraubte etc.) und entsprechend
andere Stammobjekte gewählt. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie
im Handbuch "Isometrics".

Rohrleitungssegmente mehrfach platzieren


Beim Drag&Drop eines schon platzierten Rohrleitungssegmentes wird ein neues
Rohrleitungssegment angelegt.

14.6 Attribute der Rohrleitungen


Bestimmte grafische Optionen wie Linienstärke, Farbe, Linientyp oder die Position in der
Stoffstromleiste, steuern Sie über Attribute. Die Registerkarte "Attribute > R&I-Optionen"
muss angelegt sein, die bestimmte Attribute enthält.
Die folgenden Tabellen beschreiben die Attribute, die auf der Registerkarte "R&I-Optionen"
vorhanden sein müssen:

"BREADTH Linienstärke"

Eigenschaft Vorgabe
"Darstellungstyp" Eingabefeld
"Beschreibung" Linienstärke
"Name" BREADTH
"Wert" Wert aus zugewiesener Auswahlliste
"Format", "Länge" -
"Einheit" Über "SYS.NSYS" festgelegtes Einheitensystem

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 207
Administration
14.6 Attribute der Rohrleitungen

Eigenschaft Vorgabe
"Typ" Zahl
"Auswahlliste" "PI > Y > 0 > 0 > 3D > DIN > H Strichstärken"
"Editiermodus" Editierbar - normal
"Stammattribut" "@10 > PID > 3 > 01 > RI > 03 > RI > BREADTH Linienstärke"

"COLOR Linienfarbe"

Eigenschaft Vorgabe
"Darstellungstyp" Eingabefeld
"Beschreibung" Linienfarbe
"Name" COLOR
"Wert" Wert aus zugewiesener Auswahlliste oder, wenn manuell eine Farbe
gesetzt wurde, "-1" (Objekt im Report selektiert, Kontextmenü "Optionen >
Grafische Eigenschaften").
Intern wird der Windows-Farbcode als LValue abgespeichert. Es gilt dann
die Farbe, die auf dem interaktiven Report dem Objekt zugewiesen
wurde.
Der Farbwert kann jederzeit wieder über das Attribut neu zugewiesen
werden. Dieser Wert entspricht dem Logocad-Farbcode und wird aus der
zugeordneten Auswahlliste entnommen.
Wenn das Attribut auf die Windowspalette zugreift (RI.COLOR.Value = -1)
aber aus der Windowspalette aktuell keine Farbe ausgelesen wird
(XValue(0) ohne Zahl, z.B. Leerstring), wird die Scriptfarbe verwendet.
"Format", "Länge", -
"Einheit"
"Typ" Alphanumerisch
"Auswahlliste" "PI > Y > 0 > 1 > I Farben"
"Editiermodus" Editierbar - normal
"Stammattribut" "@10 > PID > 3 > 01 > RI > 03 > RI > COLOR Linienfarbe"

"LNTYPE Linientyp"

Eigenschaft Vorgabe
"Darstellungstyp" Eingabefeld
"Beschreibung" Linientyp
"Name" LNTYPE
"Wert" Wert aus zugeordneter Auswahlliste Liste
Wurde manuell ein Linientyp gesetzt (Objekt im Report selektiert,
Kontextmenü "Optionen > Grafische Eigenschaften"), wird hier nur eine
Zahl angezeigt, die in der Software als Schlüssel für den entsprechenden
Linientyp dient. Es gilt der Linientyp, der auf dem Report zugewiesen
wurde.
Der Linientyp kann jederzeit wieder über das Attribut neu zugewiesen
werden. Der Wert stammt aus der zugeordneten Auswahlliste.

P&ID
208 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.6 Attribute der Rohrleitungen

Eigenschaft Vorgabe
"Format", "Länge", -
"Einheit"
"Typ" Alphanumerisch
"Auswahlliste" "PI > Y > 0 > 1 > J Logocad Linientypen"
"Editiermodus" Editierbar - normal
"Stammattribut" "@10 > PID > 3 > 01 > RI > 03 > RI > LNTYPE Linientyp"

"PS Position Stoffstromleiste"

Eigenschaft Vorgabe
"Darstellungstyp" Eingabefeld
"Beschreibung" Position Stoffstromleiste
"Name" PS
"Wert" Wert aus zugeordneter Auswahlliste Liste
"Format", "Länge", -
"Einheit"
"Typ" Text
"Auswahlliste" -
"Editiermodus" Editierbar - normal
"Stammattribut" "@10 > PID > 3 > 01 > RI > 03 > RI > PS Position Stoffstromleiste"

"LAYER Grafische Eigenschaften"

Eigenschaft Vorgabe
"Darstellungstyp" Eingabefeld
"Beschreibung" Grafische Eigenschaften
"Name" LAYER
"Wert" Legt die Ebene fest, in der das R&I-Objekt liegt.
Wenn Sie die Ebene auf der Registerkarte "Attribute > R&I-Optionen"
festgelegt haben, wird der Name der Ebene angezeigt.
Wenn Sie die Ebene direkt im Report über das Kontextmenü "Optionen >
Grafische Eigenschaften" festgelegt haben, wird statt des Namens der
Schlüssel der Ebene angezeigt.
"Format", "Länge", -
"Einheit"
"Typ" Alphanumerisch
"Auswahlliste" "@System > @D > @GRAFICS > @LAYERS > <R/x>"
"Editiermodus" Editierbar - normal
"Stammattribut" "@10 > PID > 3 > 01 > RI > 03 > RI > Layer"

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 209
Administration
14.6 Attribute der Rohrleitungen

Nicht definierte graphische Attribute


Für "LNTYPE", "COLOR" und "BREADTH" gilt:
Alte Kennung für nicht definierte graphische Attribute: -1.
Neue Kennung für nicht definierte graphische Attribute: -999
Die Kennung wurde geändert, da auf -1 ein neuer Linientyp definiert wurde.
Abwärtskompatibilität: bei Bedarf steht eine Technologie zur Verfügung, um die Kennung -
999 wieder als -1 zurückzukonvertieren.

Fortsetzen grafischer Attribute


Grafische Attribute werden normalerweise über das Kontextmenü an der Rohrleitung
vergeben. Es gibt folgende Definitionen, wann diese grafischen Ausprägungen in folgenden
Arbeitsschritten übernommen werden:
1. Anschluss an dynamische Anschlüsse
Die Leitung wird an einer beliebigen Stelle einer anderen Leitung angeschlossen. In dem
Fall wird ein dynamischer Anschluss erzeugt. Es gilt:
– Vorgabe:
CopyPipeConnectionAutoOff ist nicht vorhanden oder ist False:
Die grafischen Attribute werden automatisch übernommen.
– CopyPipeConnectionAutoOff ist True:
Der Benutzer wird gefragt, ob er eine Kopie wünscht (grafische Attribute werden
fortgesetzt) oder nicht (Standardrohrleitung wird erzeugt).
2. Anschluss an Bauteil
Die Leitung wird an ein Bauteil angeschlossen, welches über einen Anschluss mit einer
schon bestehenden Rohrleitung verbunden ist. Es gilt:
– Der Trennmodus des Bauteils wird ermittelt.
Trennmodus "Segment erstellen": es wird eine Kopie erzeugt (grafische Attribute
werden fortgesetzt).
Alle anderen Trennmodi: es wird keine Kopie erzeugt (Standardrohrleitung wird
erzeugt).

Farbe der Rohrleitung


Die Farbe der Rohrleitung gewinnt vor der Farbe des 3DObjekts. Beispiel: mittels der Farbe
der Rohrleitung wird in Microstation angezeigt, welches Medium durchfließt.

P&ID
210 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.7 Überschneidungen von Rohrleitungen auf dem Report

14.7 Überschneidungen von Rohrleitungen auf dem Report


Wie Rohrleitungen abgebildet werden, die einander auf dem R&I-Plan überschneiden, wird
im Optionen-Script der Reportvorlage gesteuert.

Rohre schneiden sich


Bedingung:
Optionen-Script der Reportvorlage:
DrawIntersectionArc ist deaktiviert und IntersectionRadius <= 0.
Die Rohrleitungen schneiden sich.
Beispiel:

Rohr mit Kreis überbrücken


Bedingung:
DrawIntersectionArc ist aktiviert und IntersectionRadius > 0.
Die Rohrleitungen schneiden sich nicht direkt. Stattdessen wird an der senkrechten
Rohrleitung, ein Halbkreis eingezeichnet (Radius wie durch IntersectionRadius definiert).
Beispiel:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 211
Administration
14.7 Überschneidungen von Rohrleitungen auf dem Report

Der Halbkreis wird immer an der senkrechten Verbindung eingezeichnet. Das Kontextmenü
"Optionen > In den Vordergrund" hat mit dieser Einstellung nichts zu tun und sollte auch
nicht in Kombination mit dieser Konfiguration benutzt werden.

Rohr optisch unterbrechen: I


Bedingung:
DrawIntersectionArc ist deaktiviert und IntersectionRadius > 0.
Die senkrechte Rohrleitung wird optisch unterbrochen, indem ein unsichtbarer Kreis mit dem
angegebenen Radius erzeugt wird. Im Ergebnis wird die senkrecht kreuzende
Verbindungslinie am Verbindungspunkt in dieser Größe unterbrochen.
Beispiel:

Der Halbkreis wird immer an der senkrechten Verbindung eingezeichnet. Das Kontextmenü
"Optionen > In den Vordergrund" hat mit dieser Einstellung nichts zu tun und sollte auch
nicht in Kombination mit dieser Konfiguration benutzt werden.

P&ID
212 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.8 Mantelrohre

Rohr optisch unterbrechen: II


Sollte nur benutzt werden, wenn DrawIntersectionArc und IntersectionRadius beide
deaktiviert sind.
Eine Rohrleitung selektieren und im Kontextmenü "Optionen > In den Vordergrund" aufrufen.
Die Rohrleitungen werden optisch unterbrochen, indem neben der im Vordergrund
befindlichen Rohrleitung eine weiße Linie eingezeichnet wird. Die Liniendicke wird im
Optionen-Script durch CutLineWidth und CutLineConnectorOffset festgelegt.
Hierbei handelt es sich um die ältere Technik zur optischen Unterbrechung der Rohrleitung.

Prozessströme auf R&Is


Kreuzen sich auf einem R&I platzierte Prozessströme, ist ihr Verhalten analog zu dem der
Rohrleitungen.

Kreuzende Verbindungslinien
Sobald die Reportvorlagenoption IntersectionRadius aktiviert ist, werden die Kontextmenüs
"In den Vordergrund" und "In den Hintergrund" ausgeblendet und die Konstruktion einer
Löschfläche um die Verbindung verhindert. Mit anderen Worten: die neue Kreuzungstechnik
schließt den Einsatz der alten Technik aus.

Verbindungskreuzungen aktualisieren
Um Verbindungskreuzungen zu aktualisieren, selektieren Sie im Kontextmenü des Reports
den Befehl "Optionen > Verbindungskreuzungen aktualisieren".

Siehe auch
Darstellung sich kreuzender Rohrleitungen (Seite 33)

14.8 Mantelrohre

Auswahlliste der Linientypen


Der Linientyp zur Darstellung des Mantelrohres wird der normalen Auswahlliste entnommen:
In der Liste "@SYSTEM > @USERLNTYPE" wird ein neuer Typ "Mantelrohr" erstellt.
Dieser Linientyp wird in folgenden Auswahllisten bekannt gemacht: "PID > Y > 0 > 1 > J
Logocad Linientypen" und "@SYSTEM > @LINETYPES"

Stammobjekt der Mantelrohre


Mantelrohre sind für PFD-Dokumente verfügbar. Am Stammobjekt eines
Rohrleitungsabschnitts legen Sie folgendes Attribut als Checkbox an:
"RI.JACKET"

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 213
Administration
14.8 Mantelrohre

Stammobjekt der Armaturen


Es ist steuerbar, ob eine Armatur vom Heizmedium umschlossen dargestellt wird oder nicht.
Dazu dient ebenfalls ein Attribut "JACKET", welches am Stammobjekt der Armatur als
Checkbox angelegt sein muss:
"RI.JACKET"

Mantelrohr als Standardrohrleitung zur Verfügung stellen


Über CObjectFullNameForPipes kann das Mantelrohr im Kontextmenü des Reports als
Standardrohrleitung zur Verfügung gestellt werden:
Dim CObjectFullNameForPipes(2)
CObjectFullNameForPipes(0) =
Document.Spec("SYS.PIA601").LinkObject.SystemFullName
CObjectFullNameForPipes(1) = "PI|EN|D|03|02|03" 'JACKET
Damit diese Technik greift, muss der Dialog zur Auswahl von Standardrohrleitungen aktiviert
sein.
Weiterführende Informationen finden Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports",
Stichwort "CopyPipeConnectionAutoOff".

Dynamische Anschlüsse
Innen wird wie gewohnt ein dynamischer Anschluss erzeugt und gezeichnet. Drückt man die
Taste <Shift>, wird der Anschlusspunkt zwar auch noch innen erzeugt, aber die
Verbindungslinie wird nur bis zum Mantel gezeichnet. Dieser Anschluss wird als Abzweig
geführt. In der Praxis kann man so zum Beispiel die Einspeisung eines Heizmediums
darstellen.

Erzeugte Planungsobjekte
Mantelrohre werden immer als Rohrleitungsabschnitte angelegt. Das gilt auch dann, wenn
man auf dem Report eine neue Verbindung an ein Mantelrohr zeichnet.

Farbdarstellung beim Zeichnen


Taste <Shift> beim Verschieben von Endgrabs: Beim Überfahren einer anderen Verbindung
wird der Schnapppunkt türkisfarbig angezeigt.

P&ID
214 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.9 Implementierung der Fahne für Rohrklassen-relevante Informationen

14.9 Implementierung der Fahne für Rohrklassen-relevante


Informationen

Überblick
Um die Fahne darzustellen, wird ein Script ausgewertet, das Sie im Stammprojekt in der
Auswahlliste "@SYSTEM > @CONSYMBOL" für die entsprechende Reportart setzen.
In der COMOS-DB ist das Script so konfiguriert, dass es die Werte der folgenden Attribute
vergleicht:
● Nennweite (PI030.PIA008), Fahnentext: "Size"
● Nenndruck (PI030.PIA009), Fahnentext: "Rating"
● Rohrklasse (PI030.PIA012), Fahnentext: "Class"
Es werden nur solche Attribute ausgewertet, die über ihre Anschlüsse verknüpft sind
(Verknüpfungsart: "Über Anschluss", Wert: "statisch").
So wie die COMOS-DB konfiguriert ist, bedeutet das, dass ein Rohrklassen- oder
Nennweitenwechsel zwischen zwei Rohrleitungssegmenten oder Rohrleitungsabschnitten
nicht über eine solche Fahne signalisiert wird, denn die vorkonfigurierten Attribute besitzen
dort die Verknüpfungsart "Über Eigentümer".

Aufruf des Scripts


Das Script wird automatisch ausgewertet, wenn ein auf dem Plan platziertes Objekt
ausgewertet wird. Das Script wird für jeden Anschluss nur einmal aufgerufen, also ein Mal
pro Anschlusspaar.

14.10 Sonstiges

Rohrleitungssegment: Blattreihenfolge tauschen


Ausgangssituation:
Ein Rohrleitungsabschnitt, der in mehrere Rohrleitungssegmente unterteilt ist, ist auf genau
zwei Reports vom Typ "R&I" platziert. Für die Rohrleitungssegmente steht im Kontextmenü
der Befehl "Optionen > Blattreihenfolge tauschen" zur Verfügung.

Beispiel
Vor dem Aufruf:
Blatt 1: Seg1 + Seg2 + Seg3
Blatt 2: Seg4 + Seg5
Nach dem Aufruf:
Blatt 1: Seg3 + Seg4 + Seg5

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 215
Administration
14.11 Rohrleitungs- und Kanalstrukturen

Blatt 2: Seg1 + Seg2


Innerhalb eines Blattes bleibt die Reihenfolge der Rohrleitungssegmente unverändert.

Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöhen (Script abschalten)


Wenn das Auftrennen von Rohrleitungen relativ langsam abläuft, prüfen Sie, ob das Script
benötigt wird.
Navigieren Sie sich in den Stammdaten zum Stammobjekt der Rohrleitung und wählen Sie
auf der Registerkarte "Elemente" das Rohrleitungssegment-Element (Name: "SEG"). Öffnen
Sie die Eigenschaften des Element Rohrleitungssegments und selektieren Sie dort die
Registerkarte "Script". Dort findet sich ein Script "Connect", das eventuell nicht immer
benötigt wird. Möglicherweise können Sie ein Rohrleitungsstammobjekt anlegen, bei dem
dieses Script nicht immer aufgerufen wird.

Attributsfahnen auf Rohrleitungssegmenten platzieren


Rohrleitungssegmente besitzen keine Registerkarte "Attribute" oder Attribute. Diese Daten
werden an dem Rohrleitungsabschnitt verwaltet, der Eigentümer des Rohrleitungssegments
ist.
Normalerweise muss der Eigentümer eines Attributs auf einem Plan platziert sein, damit Sie
das Attribut per Drag&Drop auf dem Plan platzieren können.
Bei Rohrleitungssegmenten gilt jedoch: Sie können auch ein Attribut des
Rohrleitungsabschnitts nehmen, unter dem das Rohrleitungssegment im Navigator liegt, und
das Attribut auf dem Plan auf dem Rohrleitungssegment platzieren. Das Attribut muss direkt
auf dem Rohrleitungssegment platziert werden.
Wenn der Rohrleitungsabschnitt platziert ist, braucht die Attributsfahne nicht direkt auf dem
Rohrleitungsabschnitt platziert zu werden.

14.11 Rohrleitungs- und Kanalstrukturen

14.11.1 Rohrleitungs- und Kanalstrukturen verwenden

Einleitung
Wenn der entsprechende Programmcode in den Optionen der Reportvorlage einkommentiert
ist, hat der Anwender die Möglichkeit auf dem Report sowohl Rohrleitungsstrukturen als
auch Kanalstrukturen als Standard zu verwenden. Dazu selektiert der Anwender im
Kontextmenü den Befehl "Standardrohr zum Verbinden > <gewünschte Rohrleitung>".

P&ID
216 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.11 Rohrleitungs- und Kanalstrukturen

Vorgehen
Um den Befehl "Standardrohr zum Verbinden" im Kontextmenü des Reports zur Verfügung
zu stellen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Reportvorlage des Reports, für den Sie den Befehl im Kontextmenü zur
Verfügung stellen möchten.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Arbeitsfläche der Reportvorlage.
Das Kontextmenü öffnet sich.
3. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen".
Das Fenster "Optionen" öffnet sich.
4. Suchen Sie den Eintrag CObjectFullNameForPipes.
5. Kommentieren Sie die folgenden Zeilen ein:
Dim CObjectFullNameForPipes(2)CObjectFullNameForPipes(0) = "@01|PID|01|03|01!Z1"
'pipe branchCObjectFullNameForPipes(1) = "@01|PID|01|03|04!Z1" 'duct branch

6. Um Ihre Eingabe zu speichern und das Fenster "Optionen" zu schließen, klicken Sie auf
die Schaltfläche "OK".
7. Klicken Sie in der Reportvorlage auf die Schaltfläche "Speichern".

Ergebnis
Der Befehl "Standardrohr zum Verbinden" ist im Kontextmenü aller Reports verfügbar, die
auf der gewählten Reportvorlage basieren. Wenn der Anwender das nächste Mal einen
entsprechenden Report öffnet, steht der Modus zur Verfügung.

14.11.2 Zusätzliche Rohrleitungsstrukturen anlegen

Einleitung
Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Rohrleitungs- und Kanalstrukturen, haben Sie die
Möglichkeit dem Anwender zusätzliche dreistufige Rohrleitungsstrukturen im Kontextmenü
des Reports zur Verfügung zu stellen.

Vorgehen
Um zusätzliche dreistufige Rohrleitungsstrukturen anzulegen und im Kontextmenü des
Reports zur Verfügung zu stellen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Legen Sie im Stammprojekt auf der Registerkarte "Stammobjekte" ein neues
Stammobjekt unter dem Knoten "@01 > PID > 01 > 03 Rohrleitungen" an, zum Beispiel
indem Sie das vorhandene Objekt "01 Rohrleitung" kopieren.
2. Geben Sie dem neu angelegten Objekt einen eindeutigen Namen.
3. Öffnen Sie die Reportvorlage des Reports, für den Sie den Befehl im Kontextmenü zur
Verfügung stellen möchten.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 217
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Arbeitsfläche der Reportvorlage.
Das Kontextmenü öffnet sich.
5. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen".
Das Fenster "Optionen" öffnet sich.
6. Suchen Sie den Eintrag:
Dim CObjectFullNameForPipes(2)CObjectFullNameForPipes(0) = "@01|PID|01|03|01!Z1"
'pipe branchCObjectFullNameForPipes(1) = "@01|PID|01|03|04!Z1" 'duct branch

7. Fügen Sie nach dem Vorbild der bereits vorhandenen Einträge eine neue Zeile für das
neu angelegte Stammobjekt ein.
8. Um Ihre Eingabe zu speichern und das Fenster "Optionen" zu schließen, klicken Sie auf
die Schaltfläche "OK".
9. Klicken Sie in der Reportvorlage auf die Schaltfläche "Speichern".

Ergebnis
Der Befehl "Standardrohr zum Verbinden" ist im Kontextmenü aller Reports verfügbar, die
auf die gewählte Reportvorlage zugreifen. Wenn der Anwender das nächste Mal einen
entsprechenden Report öffnet, steht der Modus zur Verfügung.

14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

14.12.1 Einleitung
Attributänderungen über dynamische Verknüpfungen bieten den Vorteil, dass sie
automatisch ablaufen. Allerdings ist ein Überschreiben dieser dynamisch bezogenen Werte
am einzelnen Objekt nicht möglich und einzelne Scripte, wie z.B. "OnChange", sind mit
dynamischen Verknüpfungen nicht kompatibel.
Attributänderungen über statische Verknüpfungen hingegen führen Sie manuell und einzeln
aus. Dafür bieten sie die volle Kontrolle über die Aktualisierungen.
Die Funktion "UpdateConnected" automatisiert die Attributänderungen über statische
Verknüpfungen und bietet Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, auf die Aktualisierung Einfluss zu
nehmen. Die Weitergabe der Attribute an angeschlossene Bauteile erfolgt in einer Richtung
so lange, bis sie durch Stoppkriterien beendet wird.

P&ID
218 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

14.12.2 Projekteigenschaften

Registerkarte "Optionen > Verfahrenstechnik"


Damit die Funktion UpdateConnected, wie in Folge beschrieben, funktionieren kann,
konfigurieren Sie das Projekt entsprechend.
Dazu darf die Option "Nur über GD-Kapitelkarte verknüpfte Werte übernehmen" in den
Projekteigenschaften auf der Registerkarte "Optionen > Verfahrenstechnik" nicht aktiviert
sein. Die Einstellungen sind nur dann nötig, wenn die Registerkarte im Projekt bereits
existiert. Sie muss dafür nicht extra angelegt werden.

14.12.3 Datenfluss im Detail


Die Funktion "UpdateConnected" wird rekursiv für alle Anschlüsse des Startobjekts
ausgeführt, das heißt der Datenfluss erfolgt in alle Richtungen und geht über mehrere
Objekte.
Pro Stufe gilt:
● Über die Anschlüsse werden die verbundenen Bauteile gefunden.
● Pro verbundenem Bauteil wird nach Attributen gesucht, die statisch über einen Anschluss
verknüpft sind: Je nachdem, wie Sie "UpdateConnected" aufgerufen haben, werden nur
die in der VSUI-Leiste aufgeführten Attribute gesucht oder alle Attribute, die statisch über
einen Anschluss verknüpft sind.
● Pro Zielattribut wird der Gegenanschluss des im Feld "Anschlussname" eingetragenen
Anschlusses gesucht.
● Wenn das Objekt des Gegenanschlusses den Scriptblock "GetConnectorSpecification"
besitzt, wird dieser Scriptblock ausgeführt. Alle Objekte, die Attribute aus einer
Attributfamilie besitzen, müssen diesen Skriptblock implementieren.
● Attribute aus einer Attributfamilie dienen außerdem als Stoppkriterium. Ihr Wert wird nur
weitergegeben, wenn das Objekt den Scriptblock "GetConnectorSpecification"
implementiert.
Siehe auch Kapitel Attributfamilien (Seite 222).
● Wenn das Objekt des Gegenanschlusses diesen Scriptblock nicht besitzt, wird an dem
Objekt das im Feld "Attribut" spezifizierte Quellattribut gesucht und dessen Wert in das
Zielattribut geschrieben.
● Wenn es nicht möglich ist einen Wert weiterzureichen, etwa weil das Attribut an dem
verbundenen Objekt nicht existiert oder weil das Attribut dort nicht verknüpft ist, bricht der
Datenfluss für dieses Attribut auf dieser Stufe ab.
● Wenn Schlüsselattribute für die Rohrklassenabbildung durch die Funktion
"UpdateConnected" aktualisiert wurden, hat der Anwender nach der Datenweitergabe die
Möglichkeit, eine Rohrklassenabbildung zu starten.

Siehe auch
Datenfluss auf dem R&I-Report initiieren (Seite 53)

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 219
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

14.12.4 Besonderheiten beim Aufruf der Funktion "UpdateConnected"

Einleitung
Das Ausführen der Funktion "UpdateConnected" ist abhängig davon, wie Sie Ihre Attribute
bearbeitet haben.

Bearbeiten von Attributen


In COMOS haben Sie folgende Möglichkeiten die Attribute eines R&I-Objekts zu bearbeiten:
● Auf den Registerkarten in den Eigenschaften eines R&I-Objekts
● Im Eigenschaftenbaum
Sie können festlegen, dass der Eigenschaftenbaum automatisch angezeigt wird, wenn
Sie einen Report öffnen. Hierzu setzen Sie in der Reportvorlage die Reportoption
EnableVSUI2 = True.

Weiterführende Informationen zum Eigenschaftenbaum finden Sie im Handbuch


"Grundbedienung", Stichwort "Eigenschaftenbaum".
● Attribute, die in der Werkzeugleiste des Reports angezeigt werden.
Die Attribute in der Werkzeugleiste stehen Ihnen nur zur Verfügung, wenn der
Eigenschaftenbaum ausgeblendet ist.

Aktualisieren von Objekten


Wenn Sie die Attribute auf den Registerkarten in den Eigenschaften eines R&I-Objekts oder
im Eigenschaftenbaum bearbeiten, aktualisiert COMOS alle angeschlossenen Objekte.
Wenn Sie die Attribute in der Werkzeugleiste des Reports ändern, aktualisiert COMOS bei
Armaturen die Anschlüsse nur, wenn Sie das Script "GetConnectorSpecification" der
Armatur zuweisen. Weiterführende Informationen zu diesem Script finden Sie unter
Attributfamilien (Seite 222).

14.12.5 Konfiguration

14.12.5.1 Voraussetzungen
Damit der Datentransfer stattfinden kann, müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:
1. Die Funktion "UpdateConnected" wird aufgerufen.
Die Funktion wird nur in bestimmten Fällen aufgerufen.
Siehe auch Kapitel UpdateConnected aufrufen (Seite 221).
2. Alle Attribute der mit dem Startobjekt verbundenen Bauteile, die aktualisiert werden
sollen, also die Zielattribute, müssen eine statische Verknüpfung "Über Anschluss"
besitzen.
Siehe auch Kapitel Attributverknüpfung "Über Anschluss" konfigurieren (Seite 221).

P&ID
220 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

3. Wenn ein Attribut an einem Bauteil in mehreren Ausprägungen vorhanden ist und das
Attribut somit zu einer Attributfamilie gehört, muss das Bauteil den Scriptblock
"GetConnectorSpecification" implementieren.
Beispiel: Die zwei Nennweitenattribute einer Reduzierung.
Siehe auch Kapitel Attributfamilien (Seite 222).
4. In dem Dialog, der gegebenenfalls durch "UpdateConnected" geöffnet wird, muss der
Anwender bestätigen, dass ein Datenfluss stattfinden soll.
Siehe auch Kapitel Datenfluss auf dem R&I-Report initiieren (Seite 53).

14.12.5.2 UpdateConnected aufrufen


Die Funktion "UpdateConnected" startet und steuert den Datentransfer. "UpdateConnected"
wird in den folgenden Fällen aufgerufen:
1. Wenn Sie in der Werkzeugleiste einen neuen Wert eintragen und anschließend auf die
Schaltfläche "Übernehmen" klicken.
Es werden alle Attribute des Startobjekts weitergegeben, die in der Werkzeugleiste
stehen. Diese Attribute werden beim Funktionsaufruf automatisch als Parameter
übergeben.
Der Aufruf von der Funktion "UpdateConnected" ist nicht kundenspezifisch anpassbar.
Wenn Sie "UpdateConnected" über die Werkzeugleiste aufrufen, wird der Aufruf von
"UpdateConnected" über den Scriptblock "OnEditOk" ignoriert.
2. Wenn ein aufgerufener Scriptblock die Funktion "UpdateConnected" aufruft.
In der COMOS-DB sind viele R&I-Bauteile so konfiguriert, dass ihr Scriptblock
"OnEditOk" explizit "UpdateConnected" aufruft.
Folge:
Der Datentransfer wird gestartet, wenn Sie in den Eigenschaften eines Bauteils auf die
Schaltfläche "OK" oder "Übernehmen" klicken.
Es werden alle Bauteilattribute aktualisiert, die eine statische Verknüpfung "Über
Anschluss" besitzen, nicht nur die, die am Startobjekt geändert wurden.
3. Wenn ein Stammobjekt auf einem R&I platziert und dabei mit anderen Bauteilen
verbunden wird.
Es werden alle Bauteilattribute aktualisiert, die eine statische Verknüpfung "Über
Anschluss" besitzen.
"UpdateConnected" wird nicht aufgerufen, wenn Sie ein Bauteil zum ersten Mal aus den
Planungsdaten auf einem R&I platzieren und verbinden.

14.12.5.3 Attributverknüpfung "Über Anschluss" konfigurieren

Voraussetzung
Die Verknüpfung ist in den Stammdaten eingerichtet.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 221
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

Vorgehen
Der Datentransfer wird durch die COMOS-Technik der Attributverknüpfung realisiert. Dazu
müssen Sie der Stammdatenadministrator an den R&I-Bauteilen alle Attribute, die durch den
Datenfluss aktualisiert werden sollen, folgendermaßen konfigurieren:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des Attributs.
2. Selektieren Sie die Registerkarte "Verknüpfung".
3. Selektieren Sie aus der Liste "Verknüpfungsart" den Eintrag "Über Anschluss".
4. Geben Sie aus der Liste "Anschlussname" den Namen des Anschlusses ein, über den
der Attributwert am Bauteil eintrifft.
5. Geben Sie im Feld "Attribut" den NestedName des gewünschten Attributs an.
Wenn der Attributwert über mehrere Anschlüsse am Bauteil eintreffen kann, trennen Sie
diese durch Komma.
6. Selektieren Sie in der Kontrollgruppe "Wert" die Option "Statisch".
7. Um die Eingaben zu speichern und das Fenster zu schließen, klicken Sie auf die
Schaltfläche "OK".

Beispiel
Armatur: Attribut PI030.PIA008 Nennweite DN,
Verknüpfungsart = "Über Anschluss", Wert = "Statisch",
Anschlussname = "I1,O1", Attribut = "PI030.PIA008"
Die Armatur ist in einen Rohrleitungsabschnitt eingebaut. Die Nennweite des Rohrs wird in
der Werkzeugleiste geändert und dadurch die Funktion "UpdateConnected" aufgerufen.
Unabhängig davon, ob die Aktualisierung über den Eingang oder den Ausgang der Armatur
erfolgt, gilt: Der Wert, der an dem Rohrleitungsabschnitt in "PI030.PIA008" eingetragen ist,
wird von dem Nennweitenattribut der Armatur übernommen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Systemtypen-
Eigenschaften", Stichwort "Attribute verknüpfen/ verwenden".

14.12.5.4 Attributfamilien
Es gibt Objekte, die ein Attribut in mehreren Ausprägungen besitzen. Solche Attribute
gehören zu einer Attributfamilie, wie zum Beispiel die zwei Nennweitenattribute einer
Reduzierung oder die zwei Nenndruckattribute einer Pumpe.

P&ID
222 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

Besonderheiten für "UpdateConnected"


Für den Datenaustausch sind die Attribute einer Attributfamilie von besonderer Bedeutung:
● Ein Bauteil, das mit einem Bauteil verbunden ist, das ein Attribut in mehreren
Ausprägungen besitzt, muss wissen, von welchem Attribut es den Wert übernehmen soll.
Sind Attributfamilien im Spiel, werden die Namen des Zielattributs und des Quellattributs
nicht immer identisch sein. Je nachdem, über welchen Anschluss der Attributwert an ein
Bauteil weitergereicht wird, wird der Name des Quellattributs ein anderer sein. Auf der
Registerkarte "Verknüpfung" kann im Feld "Attribut" aber nur ein Attributname angegeben
werden.
Bauteile mit Attributfamilien müssen deshalb das Script "GetConnectorSpecification"
implementieren. Es ordnet explizit die Anschlüsse und Attribute einander zu.
Beispiel:
Eine Reduzierung wird in ein Rohr der DN 100 eingebaut.
Eingang der Reduzierung (PIA008): DN 90
Ausgang der Reduzierung (PIA008a): DN 125
Ergebnis des Einbaus: Das Rohr wird in zwei Rohrleitungsabschnitte unterteilt.
Rohrleitungsabschnitt A (mit dem Eingang der Reduzierung verbunden) muss den Wert
von "PIA008" übernehmen, Rohrleitungsabschnitt B (mit dem Ausgang der Reduzierung
verbunden) aber den Wert von "PIA008a".
● Sie dienen bei der Datenübergabe als Stoppkriterium.
Beispiel:
Eine Reduzierung verbindet Rohrleitungsabschnitt A mit Rohrleitungsabschnitt B. Die
Nennweite von Rohrleitungsabschnitt A wird geändert. Bis zur Reduzierung übernehmen
alle an A angeschlossenen Bauteile die neue Nennweite. Für die Reduzierung gilt: Der
Eingang übernimmt die neue Nennweite ("PIA008"), der Ausgang ("PIA008a") nicht.
Folge: Alle direkt und indirekt mit dem Ausgang der Reduzierung verbundenen Objekte
behalten ihren alten Nennweitenwert.

"GetConnectorSpecification"
Bauteile mit Attributen aus Attributfamilien müssen den Scriptblock
"GetConnectorSpecification" besitzen.
Wenn ein Bauteil diesen Scriptblock besitzt, wird das Feld "Anschlussname" nicht mehr
ausgewertet. Deshalb sollte das Script so implementiert sein, dass auch die normalen, nicht
zu einer Attributfamilie gehörenden Attribute berücksichtigt werden.
Stammobjekt: Scriptblock "GetConnectorSpecification:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 223
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

Name GetConnectorSpecification
Parameter: Device:
Eigentümer des Anschlusses, über den der Attributwert am Bauteil eintrifft.
ConnectorName:
Der Name des Anschlusses, über den der Attributwert am Bauteil eintrifft (= Gegenanschluss des
Bauteils, das aktualisiert werden soll).
SpecName:
Attributname, der in der Verknüpfung steht.

Beispiel:
für "@01 > PID > 01 > 03 > 03 > 01 Reduzierung"
GetConnectorSpecification
Function GetConnectorSpecification (Device, ConnectorName, SpecName)
'Returns specification object of a connector-dependent
'specification link
' Input: Device - Owner of connected connector
' ConnectorName - Name of connected connector
' SpecName - Specification name of link

Set GetConnectorSpecification = Nothing

If ConnectorName = "O1" Then


If SpecName = "PI030.PIA008" or SpecName = "PI030.PIA009"
Then
Set GetConnectorSpecification = Device.spec(SpecName+"a")
Else
Set GetConnectorSpecification = device.spec(Specname)
End If
Else
Set GetConnectorSpecification = device.spec(Specname)
End If

End Function
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Systemtypen-
Eigenschaften", Stichwort "GetConnectorSpecification".

14.12.5.5 Globals-Flagge

Fenster "Objekte aktualisieren?"


Standardmäßig kann der Anwender über das Fenster "Objekte aktualisieren?" festlegen, ob
Bauteile aktualisiert und die Rohrklassenabbildung durchgeführt werden sollen. Die
Einstellung im jeweiligen Fenster können Sie für die aktuelle COMOS-Sitzung auch
dauerhaft übernehmen und dadurch einen erneuten Aufruf des jeweiligen Fensters
unterdrücken.
Siehe auch Kapitel Datenfluss auf dem R&I-Report initiieren (Seite 53).
Um dem Anwender das einmalige Akzeptieren von Wertunterschieden eines Attributs zu
ermöglichen, stellen Sie zusätzlich die Spalte "Unterschied immer akzeptieren" zur
Verfügung.

P&ID
224 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.12 Datenfluss bei Rohrleitungen: UpdateConnected

Siehe auch Spalten des Fensters "Objekte aktualisieren" konfigurieren (Seite 225).

Projekteinstellungen
Der Administrator kann das Projekt so einrichten, dass die jeweiligen Fenster erst gar nicht
erscheinen und automatisch eine vorkonfigurierte Einstellung ausgeführt wird.
Die Einstellungen für das Fenster zum Aktualisieren der Bauteile beeinflussen Sie über die
folgende Variable z. B. über den Objekt-Debugger:
Workset.Globals.UpdateObject

1 = Dialogfenster einblenden und zurücksetzen


3 = Kein Dialogfenster, Bauteile immer aktualisieren
4 = Kein Dialogfenster, Bauteile nie aktualisieren
Die Einstellungen für das Dialogfenster zum Ausführen der Rohrklassenabbildung
beeinflussen Sie über die folgende Variable z. B. über den Objekt-Debugger:
Workset.Globals.ExecutePipeClass

1 = Dialogfenster einblenden und zurücksetzen


3 = Kein Dialogfenster, Rohrklassenabbildung immer durchführen
4 = Kein Dialogfenster, Rohrklassenabbildung nie durchführen

14.12.5.6 Spalten des Fensters "Objekte aktualisieren" konfigurieren

Einleitung
Sie können dem Anwender im Fenster "Objekte aktualisieren?" zusätzliche Spalten zur
Verfügung stellen. Mit Hilfe dieser Spalten kann der Anwender beim Aktualisieren der
Attribute Unterschiede einmalig oder dauerhaft akzeptieren.

Voraussetzung
Das Fenster "Objekte aktualisieren?" ist geöffnet.

Vorgehen
Um die Spalten des Fensters "Objekte aktualisieren" zu konfigurieren, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Detail".
Die Attribute, die aktualisiert werden können, werden angezeigt.
2. Wählen Sie im Kontextmenü des Tabellenkopfs den Befehl "Optionen".
Das Fenster "Optionen" wird geöffnet.
3. Selektieren Sie die Registerkarte "Spalten bearbeiten".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 225
Administration
14.13 R&I Reports konfigurieren

4. Aktivieren Sie in der Spalte "Sichtbar" die gewünschten Spalten.


5. Schließen Sie das Fenster mit "OK".

Siehe auch
Globals-Flagge (Seite 224)

14.12.5.7 Script-Aufruf
Alle Attribute werden geprüft:
Set CInst = CreateObject("ComosPIDUpdate.Lib")

CInst.PIDUpdate. UpdateConnected StartDev, ""

Nur angegebene Attribute werden geprüft:


Set CInst = CreateObject("ComosPIDUpdate.Lib")

CInst.PIDUpdate. UpdateConnected StartDev, "PI030.PIA008;PI010.PIA047"

Alternative, um alle Attribute zu prüfen:


Workset.Lib.RI.UpdateConnected StartDev

14.13 R&I Reports konfigurieren

14.13.1 Dokumentenstammobjekte und ihre Eigenschaften


Unterhalb von "@03 > PID > 120 Dokumente" liegen die Stammobjekte für die R&I-
Dokumente:
● "> PDA Datenblatt"
● ">PFB Fließschema"
● "> PFB ANSI Fließschema ANSI"
● "> PPB Listen"
● "> ZZ SubReport"
Die Stammobjekte "PFB" und "PFB ANSI" bringen die folgenden Registerkarten mit, über die
dann das genaue Verhalten des Fließschemas gesteuert werden kann:

P&ID
226 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.13 R&I Reports konfigurieren

"SYS System"
Attribut "PIA601 Stammobjekt für Rohrleitungsabschnitte":
Typ: Link
Bestimmt, welches Stammobjekt benutzt wird, um die Verbindungen, die mit dem Werkzeug
"Verbindung" eingezeichnet werden, zu erzeugen. In der COMOS-DB ist das Optionen-
Script der Reportvorlage so vorbereitet, dass die Variable CObjectFullNameForPipe das hier
eingetragene Stammobjekt einliest. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden
Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports", Stichwort "CObjectFullNameForPipe
(String)".
Auf diese Weise kann der normale Anwender auf einfache Weise über die Eigenschaften
das Stammobjekt für Rohrleitungsabschnitte bestimmen.
Der hier gesetzte Wert überschreibt die Einstellung aus den Projekteigenschaften.
Attribute "PIA906 Modus 1", "PIA906a Modus 2", "PIA906b Modus 3": Zum Customizen des
Werkzeugs "Objekt zuweisen".
In den Optionen der Reportvorlage muss das Script **Assign Object Mode** einkommentiert
sein. Hier werden die Attribute "Sys.PIA906X" verwendet. Diese bestimmen den
Anzeigenamen im Menü des Werkzeugs "Objekt zuweisen". In diesem Fall wird der
DisplayValue des jeweiligen Attributs als Anzeigename verwendet.

"RTT Stoffstromleiste - Apparate"


Die Reportvorlage ist in der COMOS-DB so vorbereitet, dass im R&I-Plan über zwei
Zeilenreports Details über die Stoffströme und Apparate ausgeben werden können.
Attribut "RTT201 Mit Apparatekopf": Checkbox aktiviert: Apparateleiste wird eingeblendet.
Attribut "RTT202 Mit Stoffstromleiste": Checkbox aktiviert: Stoffstromleiste wird
eingeblendet.
Attribute "RTT211 Darstellungsart für Apparateleiste" und "RTT212 Darstellungsart für
Stoffstromleiste": Bestimmen, wie ausführlich die Leisten dargestellt werden.
Hinterlegt mit Auswahlliste "PI > Y > 0 > 1 > G Darstellungsart" aus dem Stammprojekt.
Attribute "RTT205 A01" bis "RTT210 A06": Die hier eingetragenen Werte werden als
Zeilenbeschriftung der Apparateleiste ausgegeben.
Attribute "RTT222 S01" bis "RTT229 S08": Die hier eingetragenen Werte werden als
Zeilenbeschriftung der Stoffstromleiste ausgegeben.

"DO Dokumentenoptionen"
Die Fließschema nach EN Standard besitzen außerdem die Registerkarte "DO
Dokumentenoptionen".
Attribut "ND0593 Zeige Ausstattungsliste bei PID": selbsterklärend.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 227
Administration
14.13 R&I Reports konfigurieren

14.13.2 Script-Optionen der Reportvorlagen


Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung
von Reports", Stichwort "Scriptoptionen in Reports".

14.13.3 Quadrant/Blattbereich
Reports der Applikation "PFD" können Sie in Quadranten aufteilen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung
von Reports", Stichwort "Quadrant".
Die Auswertung erfolgt über DocObj.XQuadrant und DocObj.YQuadrant, in Verweispfeilen über
die Funktion %NToDOcObj.XQuadrant% etc.
ToDocObj.X und ToDocObj.Y werden ebenfalls ausgewertet.

14.13.4 Eigenschaften des RI-Reports

Freie Anschlüsse löschen


Kontextmenü eines Bauteils, "Optionen > Freie Anschlüsse löschen"
Löscht dynamisch erzeugte Anschlüsse, die nicht mehr gebraucht werden.
Beispiel: Ein Behälter ist über einen Anschluss mit einer Rohrleitung verbunden; dann wird
die Rohrleitung gelöscht. Der dynamische Anschluss am Behälter wird ebenfalls gelöscht.

Öffnen
Wenn leere RI-Reports relativ langsam geöffnet werden (fünf Sekunden und länger), dann
sollte man folgende Einstellung prüfen:
Eigenschaften des Reports, Registerkarte "Stoffstromleiste - Apparate", Optionen "Mit
Apparatekopf" und "Mit Stoffstromleiste" deaktivieren.

Automatischer Anschluss bei Symbolwechsel


Findet auf dem R&I ein Symbolwechsel statt, dann wird automatisch geprüft, ob das neue
Symbol über Reportanschlüsse verfügt, die nach Vorgabe der COMOS-Anschlüsse
verbunden werden können.
Mit anderen Worten: war ein Objekt sowohl in der Datenbank als auch auf dem Report
verbunden, dann wird nach dem Symbolwechsel versucht, die Reportverbindungen anhand
der verbundenen Anschlüsse in der Datenbank wiederherzustellen.
Das geschieht auch dann, wenn der Report in dem Moment, in dem der Symbolwechsel
stattfand, geschlossen war.
Ein solcher Symbolwechsel kann z. B. durch eine Attributsänderung erfolgen. Wechselt das
Attribut seinen Wert, passt sich ein Symbol im Report entsprechend an.

P&ID
228 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.13 R&I Reports konfigurieren

Kontextmenü des Reports


Wird das Kontextmenü für den Plan aufgerufen (d. h. kein Objekt selektiert), stehen die
folgenden Befehle zur Verfügung:
● "Optionen > Nullpunkt setzen":
Bestimmt den Nullpunkt des Reports (Default-Nullpunkt: linke obere Ecke). Wird zum
Beispiel ausgewertet, wenn ein Report auf einem anderen Report platziert wird: Report A
wird mit seinem Nullpunkt an der Stelle von Report B platziert, die der Anwender mit der
Maus bestimmt hat.
● "Optionen > Maßstab":
Verändert den Maßstab des Reports. Die Symbole werden entsprechend skaliert.
● "Optionen > Konstruktion":
Zwei neue Schalter werden der Werkzeugleiste hinzugefügt:
– "Bemaßung":
Rein grafische Bemaßungslinie, die im Reportscript über folgende Optionen gesteuert
werden kann: DimensionSymbol, DimensionTextHeight, DimensionUnit. Weiterführende
Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Grundbedienung von
Reports", Stichwort "Scriptoptionen in Reports".
– "Schraffur": Funktioniert analog zum Schraffur-Werkzeug des Report-Designers.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Grundbedienung von Reports", Stichwort "Schraffur".)
● "Optionen > Autogruppier-Modus":
In diesem Modus werden R&I-Objekte, die Sie miteinander verbinden, automatisch zu
einer Gruppe zusammengefügt.
Wenn Sie zwei Gruppen miteinander verbinden, verschmelzen die beiden Gruppen zu
einer Gruppe.
Wenn Sie ein Bauteil vom Typ "Element" mit einem anderen R&I-Objekt verbinden, wird
automatisch der Eigentümer des Bauteils mitgruppiert.
Wenn Sie eine Rohrleitung auftrennen, die Sie bei deaktiviertem Autogruppier-Modus
erzeugt haben, werden die R&I-Objekte am Ende der Rohrleitung nicht zur neuen
Gruppe hinzugefügt.
● "Optionen > Importieren":
Zum Import von DGN-Zeichnungen. Öffnet den Dialog "Zeichnung importieren und
auflösen":
Wählen Sie aus der Dropdown-Liste einen Zeichnungstyp aus und bestimmen Sie die
Importdatei. Bestätigen Sie mit "OK".
Im nachfolgenden Dialog DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen können Sie die
Einheitenumrechnung bestimmen und angeben, ob die Zeichnung in die Planungsdaten
importiert und auf dem R&I-Plan platziert werden soll, oder ob nur passende
Stammobjekte erzeugt werden sollen (Checkbox "Nur Stammobjekte anlegen" ist
aktiviert):
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "Schnittstellen",
Stichwort "DGN-Zeichnungen importieren".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 229
Administration
14.13 R&I Reports konfigurieren

● "Automatisch verbinden":
Wenn zwei Planungsobjekten im Navigator über eine Rohrleitung miteinander verbunden
sind, die Verbindung im Report jedoch nicht mehr existiert, dann zeichnet dieser Befehl
die Verbindung (die Rohrleitung) automatisch auch auf dem Report ein.
● "Kopiervorlage platzieren":
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Grundbedienung von Reports", Stichwort "Kopiervorlage platzieren".
● "Prüfen":
Vergleicht Reportobjekte und DocObjs eines Reports und ermittelt so die inkonsistenten
Referenzen. (D. h. Fälle, in denen das DocObj noch existiert, das Reportobjekt aber
gelöscht wurde.).
● "Inkonsistenz > ...":
"...> Vorherige zeigen", "... > Nächste zeigen", "... > Analysieren", "... > Alle
inkonsistenten Objekte löschen"
Analysiert den Plan und ermittelt Inkonsistenzen (fehlendes Reportobjekt, falsche
Fließrichtung etc.). Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im
Handbuch "Vererben, Kopieren, Löschen", Stichwort "Inkonsistente Objekte".

Kontextmenü eines selektierten Objekts


Variiert je nach Anzahl / Art der selektierten Objekte.
● Mehrere Objekte selektiert: "Gruppierung > ...":
– "... > Erstellen", "... > Aufheben", "... > Wiederherstellen", "... > Aus der Gruppe
entfernen": selbsterklärend
● Rohrleitung und Gerät selektiert: "Verbindung > ..."
"... Löschen": Löscht das selektierte Rohr im Report, im Navigator und löscht die
Verbindung der COMOS-Anschlüsse.
"... Optionen" und "... Einstellungen": Zugriff auf die gleichnamigen Kontextmenübefehle
der Rohrleitung.
● Rohrleitung und ein Gerät selektiert: "Gerät > ..."
"... Löschen": Löscht das selektierte Gerät im Report, im Navigator und löscht die
Verbindung COMOS-Anschlüsse.
"... Optionen", "...> Einstellungen" und "...> Grafische Einstellungen": Zugriff auf die
gleichnamigen Kontextmenübefehle des Geräts.

P&ID
230 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.14 Datenfluss bei Positionen

● "Optionen > ...":


– "... > Freie Anschlüsse löschen": selbsterklärend
– Diverse Menüpunkte zum Bearbeiten und Spiegeln des Symbols sowie zum
Wiederherstellen des Originalsymbols.
– "... > Sperren":
Das Symbol kann über den Report nicht mehr verändert werden, bis es über
"Optionen > Freigeben" wieder freigegeben wurde. (Kein Verschieben, Löschen, viele
Befehle abgeschaltet.)
– "... > Grafische Eigenschaften":
Hier können grafische Eigenschaften des Symbols wie Farbe, Linientyp und
Linienstärke gesetzt werden.
● "Einstellungen > ...":
– "... Fest" und "... Suchtext": Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden
Sie im Handbuch "Grundbedienung von Reports", Stichwort "Einstellungen".
– "... Anschlussbezeichnungen sichtbar"
● "Grafische Einstellungen":
Über dieses Kontextmenü lassen sich Attribute des selektierten Objekts setzen, deren
Ausprägung über das Symbol dargestellt wird. Beispiel: Behältermantel eines Behälters.
Welche Attribute hier angeboten werden ist zum Teil vom System vorgegeben, kann aber
auch vom Administrator bestimmt werden, über die Scriptoption AddToGraficalParameter.
Siehe auch Kapitel Grafische Einstellungen erweitern (Seite 128).

14.14 Datenfluss bei Positionen


Alle Attribute der folgenden Registerkarten einer Position sind mit den entsprechenden
Attributen der Teilanlage statisch verknüpft:
● "BAS22 Sicherheitsanforderungen"
● IC030 E/I&C-Optionen
● "IC020 Umgebungsbedingungen"
Diese Angaben werden später zur Auswahl des Signals benötigt. Wird eine Position
angelegt, so werden alle statischen Verknüpfungen einmal automatisch von COMOS PT
aktualisiert.
Die Attribute auf diesen Registerkarten sind in der MSR-Planung relevant. Sie haben fast nur
informativen Charakter und lösen keine Automatismen aus.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "E&IC", Stichwort
"Kapitelkarten/Attribute der Positionen".

Registerkarte "E/I&C-Optionen": Attribute "EMS102 H,L" und "EMS103 +,-"


Sie können nur eins der beiden Attribute selektieren. Das Attribut zeigt dem Anwender, ob
Hoch- und Niedrigstand mit "H, L" oder "+, -" in das Kennzeichen einzutragen ist.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 231
Administration
14.15 Struktur der Stammobjekte von Funktionen

14.15 Struktur der Stammobjekte von Funktionen


In der COMOS-DB finden Sie die Funktionen unterhalb des Stammobjekts "@02 > 030
Funktionen".

Mess- und Stellfunktionen


Unter diesen Knoten sind Objekte für Messfunktionen und Stellfunktionen vorbereitet.
● Objekte für Messfunktionen finden Sie unter "@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen".
● Objekte für Stellfunktionen finden Sie unter "@02 > 030 > 00 > 02 Stellfunktionen".
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "E&IC", Stichwort
"Stammobjekte der Funktionen".

14.15.1 "@02 > 030 > 00 Funktionen, allgemein"

Platzhalter
Wenn der Anwender im Planungsprojekt Funktionen der Ebene A1 anlegt, sind dies
"Platzhalter" vom Funktionstyp "Messfunktion" oder "Stellfunktion". Eine detaillierte
Spezifizierung der Funktion ist noch nicht erfolgt oder nicht beabsichtigt. Diese Funktionen
werden als neutrale oder allgemeine Funktionen bezeichnet. In der MSR-Planung werden
sie durch konkretere Funktionen ersetzt.

Funktionscode
Die Funktionen dieser Ebene besitzen keinen Funktionscode. Wenn Sie Funktionscode
eintragen, wird das Stammobjekt nicht gewechselt.

Prozessanschluss
Wenn Sie eine Platzhalterfunktion auf einem Report mit dem Prozess verbinden, erhält sie
keinen Prozessanschluss.

Reports anlegen
Sie können unterhalb der Funktionen dieser und der folgenden Ebene verschiedene
auswertende oder interaktive Reports anlegen. Reports werden erst in der MSR-Planung
benötigt. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "E&IC",
Stichwort "Report".

P&ID
232 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.15 Struktur der Stammobjekte von Funktionen

14.15.2 "@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen" und "@02 > 030 > 00 > 02
Stellfunktionen"
Ab dieser Ebene besitzen Funktionen bereits einen Funktionstyp. Siehe auch Kapitel
Registerkarte "SYS System (Seite 271).

"@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen"


Wenn Sie mit der Anlagenstruktur nach ANSI arbeiten, werden Ihnen im Navigator unterhalb
einer Position über das Kontextmenü "Neu" die Messfunktionen "Örtliche Messung", "Zentral
bedienen und beobachten" sowie "Bedienen und Beobachten am örtlichen oder and. Stand"
angeboten. Sie liegen in den Stammdaten unter folgendem Knoten:
"@03 > BAS > ANSI > @F > 03 > 01 Strukturelemente Messfunktionen ANSI"
Eine Messfunktion mit diesem Stammobjekt besitzt anfangs keinen Funktionscode. Wird sie
auf dem Plan platziert und mit dem Prozess verbunden, erhält sie keinen Prozessanschluss
und keine neuen Registerkarten, wie das bei den Messfunktionen der darunterliegenden
Ebenen der Fall ist.
Trägt man einen Funktionscode ein, findet ab dieser Ebene ein Stammobjektwechsel statt.
War die Funktion vor dem Eintragen des Funktionscodes mit dem Prozess verbunden, erhält
sie danach außerdem einen Prozessanschluss. Siehe auch Kapitel Prozessanschluss
erzeugen (Seite 77).
Die Objekte im Zweig "@03 > BAS > IEC > @F Funktionen" entsprechen der DIN 19227.
Unter der Anlagenstruktur nach KKS befindet sich auf dieser Ebene eine Struktur zur
besseren Bündelung der darunterliegenden Messfunktionen.

"02 Stellfunktion"
Bei dem Stammobjekt handelt es sich um eine Struktur, unterhalb der dann die konkret
anlegbaren Stellfunktionen gesammelt werden.
In der COMOS-DB sind ab dieser Ebene unter den Funktionen zahlreiche Strukturen
vorbereitet, die dann auf Planungsseite über das Kontextmenü "Neu" zur Verfügung stehen.
Sie werden jedoch erst in der MSR-Planung benötigt und deshalb im MSR-Kapitel
behandelt. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch "E&IC",
Stichwort "@F Funktionen".

14.15.3 Ebenen unterhalb von "@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen"
Ab dieser Ebene beginnen die konkreten Funktionen, wie sie für die MSR-Planung eigentlich
Voraussetzung sind.

Messfunktion
Messfunktionen besitzen einen Funktionscode. Es sind Stammobjekte für Messfunktionen
ohne Prozesskopplung, mit einer Prozesskopplung oder mit zwei Prozesskopplungen
vorbereitet. Siehe auch Kapitel Anzahl der Prozessanschlüsse (Seite 84).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 233
Administration
14.15 Struktur der Stammobjekte von Funktionen

14.15.4 "@02 > 030 > 00 > SE Strukturelemente für Funktionen"

"@02 > 030 > 00 > SE > 97 (Teil-)Funktionen"


Die hier angelegten Funktionen erben von den unter "@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen"
angelegten Funktionen. Sie sind Elemente der angelegten Positionen (über deren
Registerkarte "Elemente"). Folge: Sie werden auf Planungsseite über das Kontextmenü
"Neu" der Position angeboten.
Siehe auch Kapitel "@02 > 030 > 00 > 01 Messfunktionen" und "@02 > 030 > 00 > 02
Stellfunktionen" (Seite 233).

"@02 > 030 > 00 > SE > 98 Funktionselemente"


Unterhalb dieses Knotens finden Sie ANSI, EN und KKS Funktionselemente.

"@02 > 030 > 00 > SE > 99 Strukturelemente Template"


Unterhalb dieses Knotens finden Sie ANSI, EN und KKS Strukturelemente Templates. Die
hier angelegten Stellfunktionen können als Stammobjekt für die im Stammprojekt angelegten
Baugruppen zu Funktionen benutzt werden.

14.15.5 "@10 @Y Attributekatalog > BAS @Y Allgemeine Attribute"


In diesem Knoten werden die meisten Attribut-Registerkarten und die meisten Attribute der
Funktionen gesammelt. Einige Registerkarten bzw. Attribute von Funktionen sind allerdings
in den Stammobjektknoten EIC und PID angelegt.
Außerdem: Die Registerkarte E/I&C-Optionen und ihre Attribute, die bei Anlagen und
Positionen vorkommen, stammen ursprünglich aus diesem Stammobjektknoten.
Näheres bei den jeweiligen Registerkarten.

14.15.6 Scripte
Am Stammobjekt einer Funktion sind auf der Registerkarte "Script" folgende Scripte
eingetragen:

"Connect"
Aufruf: beim Verbinden der Anschlüsse, also zum Beispiel beim Verbinden der Funktion auf
dem R&I.
Aufgabe:
Messfunktion: Connect ruft nur die Funktion SetCDev aus UserScriptBlock1 auf. Wird eine
Funktion mit einem Prozessequipment (Rohrleitung, Apparatur) verbunden, so wird
dynamisch automatisch der Prozessanschluss erzeugt und verbunden. Damit wird in dem
Fall auch Connect aufgerufen.

P&ID
234 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.15 Struktur der Stammobjekte von Funktionen

Stellfunktion: Connect ruft ConnectedObjectAsChild auf. An der Funktion wird, je nach Kontext,
ein "I"-Anschluss oder "W"-Anschluss angelegt.
Siehe auch Kapitel Anschlüsse (Seite 80).

"DisConnect"
Aufruf: beim Lösen zweier Anschlüsse. Wenn Sie die Anzahl der Prozessanschlüsse
reduzieren, werden auch die Anschlüsse getrennt. Damit wird auch DisConnect aufgerufen.
Nur bei Messfunktionen.
Beim Aufruf wird auf Reports an Messfunktionen das Attribut
"SYS.AutoDeleteFreeConnectors" (Typ: boolean, also Checkbox) abgefragt. Wenn das
Attribut vorhanden ist und auf "1" steht, werden nicht verbundene oder frei werdende
Anschlüsse an den Messeiern automatisch gelöscht. Wenn Sie das Attribut verwenden
möchten, legen Sie es selbst an.
Aufgabe:
DisConnect ruft die Funktion SetCDev aus UserScriptBlock1 auf.
Kommentierung Zeile 4: Workset.Lib.Elo.DelChapterByConIndex "BAS020",Connector

Sicherheitsabfrage für den Fall, dass Mess- und Stellfunktionen gemischt wurden (in der
COMOS-DB sind das getrennte Zweige). "BAS020" sind die Stoffdaten der Stellfunktion.
Diese Registerkarte wird bei der Messfunktion nicht benötigt und kann entfallen.

"OnEditOk"
Aufruf: wenn in den Eigenschaften die Schaltflächen "OK" oder "Übernehmen" gedrückt
werden. Nur bei Messfunktionen.
Aufgabe:
Messfunktion: OnEditOk ruft nur die Funktion SetCDev aus UserScriptBlock1 auf.

"OnReferencedByDevice"
Aufruf: Beim Anlegen der Funktion und bei jedem Stammobjektwechsel.
Aufgabe:
Messfunktion: Wird die Funktion angelegt, dann übernimmt sie den ersten Buchstaben vom
Kennzeichen der Position und wird damit zu einer passenden Messfunktion. Ist am
Stammobjekt eine Maske für das Kennzeichen definiert, gewinnt diese.
Danach wird SetCDev aus UserScriptBlock1 aufgerufen. Auf diese Weise können die
Stammdaten vereinfacht werden: Unter den Positionen liegen immer die gleichen neutralen
Funktionen und durch die automatische Übernahme des Kennzeichens (und den
nachfolgenden Stammobjektwechsel in UserScriptBlock1) wird die passende Messfunktion
erstellt.
Stellfunktion: Analog zur Messfunktion, aber: Die Stellfunktion übernimmt den ersten
Buchstaben vom Kennzeichen der Position und hängt ein "V" daran.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 235
Administration
14.15 Struktur der Stammobjekte von Funktionen

"UserScriptBlock1"
Dieser Scriptblock setzt Scriptvariablen und implementiert die Funktion SetCDevice. Die
Scriptvariablen müssen nicht zwingend in UserScriptBlock1 stehen.
1. PositionCDevFullName

Erzeugt automatisch unterhalb des Reports eine Position, wenn eine Funktion aus den
Stammdaten auf dem R&I-Report platziert wird. Unter der Position liegt die Messfunktion.
Damit dieser Mechanismus wirkt, müssen folgende Voraussetzungen gelten:
– Die Funktion muss im Kennzeichen einen gültigen Funktionsbuchstaben besitzen.
Wenn man in der COMOS-DB das Stammobjekt einer sehr allgemeinen Funktion
verwendet, dann besitzt dieses noch keinen Funktionsbuchstaben. Die Kennzeichen
sind erst auf tieferen Ebenen mit Funktionsbuchstaben gefüllt. Verwendet man ein
Stammobjekt mit Funktionsbuchstaben (und die übrigen Voraussetzungen sind erfüllt),
dann wird die Position bereits zu dem Zeitpunkt erzeugt, wenn man das
Planungsobjekt anlegt. Handelt es sich um ein sehr allgemeines Stammobjekt, dann
muss man auf Planungsseite noch ein Funktionskennzeichen eintragen. Durch den
neuen Funktionsbuchstaben erfolgt ein Stammobjektwechsel (Druck, Temperatur,..)
und die Position wird erzeugt.
– Die Funktion muss im Script die globale Variable PositionCDevFullName gesetzt
haben. Beispiel: PositionCDevFullName = "@P|02".
Es spielt keine Rolle, in welchem Scriptblock diese globale Variable gesetzt wurde.
Die globale Variable gibt an, welche Position verwendet wird.
2. PositionCDevice

Bestimmt, welches Stammobjekt die Eigentümer-Position der Funktion erhält. Siehe auch
Kapitel Automatisch (Seite 60).
3. SetCDevice:

Nur für Messfunktion:


– Aufruf:
Wenn das Kennzeichen geändert wird. Das eingetragene Kennzeichen wird
automatisch in die "ICF100 Funktion" geschrieben. Dieses Attribut wird in SetCDev
abgefragt.
Wenn die Anzahl der Prozessanschlüsse geändert wird. Die Prozessanschlüsse
werden über das Attribut CProcess Anzahl Prozessanschlüsse gesteuert.
– Aufgabe: SetCDevice prüft, ob ein Stammobjektwechsel stattfinden muss und ermittelt
das neue Stammobjekt.
Die Variable BaseCDevFullName bestimmt, unter welchem Stammobjektknoten nach
dem Funktionsstammobjekt gesucht werden soll.
Danach übergibt SetCDevice das Kennzeichen und die Anzahl der Prozessanschlüsse
an die Funktion SetCDevBySpecs. SetCDeviceBySpecs wertet diese Parameter aus und
führt, wenn nötig, den Stammobjektwechsel durch:
Erste Ebene unter dem durch BaseCDevFullName bestimmten Knoten: in Abhängigkeit
vom Funktionscode.
Zweite Ebene: in Abhängigkeit von der Anzahl der Prozessanschlüsse.

P&ID
236 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.16 Massenhaftes Ändern von Farbeinstellungen

"UserScriptBlock2"
AddToGraficalParameter: Fügt dem Kontextmenü der Funktionen folgende Attribute hinzu:
ICF101 Verarbeitung mit
ICF102 Ausgabe und Bedienung

14.16 Massenhaftes Ändern von Farbeinstellungen

14.16.1 Überblick
Über das massenhafte Ändern von Farbeinstellungen hat der Anwender die Möglichkeit, die
Farbeinstellungen der Symbole platzierter Objekte auf einem Report temporär zu ändern.
Dabei greift COMOS auf vordefinierte Regeln zu, die in einer oder mehreren Abfragen
hinterlegt sind.

14.16.2 Abfragen

"@System > @D > @ColorQuerySets > RI2 Color Set Objects Zeichen typ"
Standardmäßig sind in der COMOS-DB drei Abfragen für das massenhafte Ändern von
Farbeinstellungen vorbereitet. Die Abfragen finden Sie im Stammprojekt, im Navigator auf
der Registerkarte "Stammobjekte" unter dem Knoten "@System > @D > @ColorQuerySets
> RI2 Color Set Objects Zeichen typ".

Stammobjekt
Jede Farbabfrage hat ein Stammobjekt "Anforderung" als Eigentümer. Jede Farbabfrage
basiert auf einer Planungsobjekt-Abfrage, der eine Farbe zugewiesen wurde. Sie haben die
Möglichkeit die Farbabfragen anzupassen, so dass die Farbe der Symbole nur unter
bestimmten Bedingungen geändert wird.

14.16.3 Schaltfläche "Farbe auswählen"

Registerkarte "Attribute" der Abfrage


In den Eigenschaften der Abfrage ist auf der Registerkarte "Attribute" die Schaltfläche "Farbe
auswählen" angelegt. Über diese Schaltfläche weisen Sie der Abfrage eine Farbe zu.
Folgende Eigenschaften müssen der Schaltfläche zugewiesen sein:

Name Beschreibung Darstellungstyp Typ


Color Farbe auswählen Schaltfläche Zahl

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 237
Administration
14.17 PDS 2D

14.16.4 Modus "UseColorSets" aktivieren

Einleitung
Wenn der Modus UseColorSets aktiviert ist, hat der Anwender die Möglichkeit über das
Kontextmenü des Reports temporäre Farbeinstellungen für Symbole vorzunehmen.

Vorgehen
Um den Modus UseColorSets zu aktivieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Reportvorlage des Reports, für den Sie den Modus aktivieren möchten.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Arbeitsfläche der Reportvorlage.
Das Kontextmenü öffnet sich.
3. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen".
Das Fenster "Optionen" öffnet sich.
4. Suchen Sie den Eintrag UseColorSets.
5. Ändern Sie den Wert des Modus UseColorSets von False auf True.
6. Um Ihre Eingabe zu speichern und das Fenster "Optionen" zu schließen, klicken Sie auf
die Schaltfläche "OK".
7. Klicken Sie in der Reportvorlage auf die Schaltfläche "Speichern".

Ergebnis
Der Modus UseColorSets ist für alle Reports aktiviert, die auf die gewählte Reportvorlage
zugreifen. Wenn der Anwender das nächste Mal einen entsprechenden Report öffnet, steht
der Modus zur Verfügung.

14.17 PDS 2D

14.17.1 DB Choice-Objekt anlegen

Vorgehen
Um ein DB Choice-Objekt anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Falls notwendig: Importieren Sie ein DB Choice-Objekt in Ihre Datenbank. Führen Sie
dazu einen NOXIE-Import aus oder importieren Sie eine Arbeitsschicht.
2. Klicken Sie im Navigator auf die Registerkarte "Stammobjekte".

P&ID
238 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.17 PDS 2D

3. Legen Sie unter dem folgenden Knoten ein Stammobjekt an, das von dem DB Choice-
Objekt erbt oder importieren Sie das DB Choice-Objekt direkt unter den Knoten:
"Import > @DGN Stammobjekte für Fremddatenimport"
4. Tragen Sie in den Eigenschaften des DB Choice-Objekts, Registerkarte "System",
Kontrollgruppe "Allgemein" einen Namen und eine Beschreibung ein.
5. Speichern Sie Ihre Eingaben.

14.17.2 Verknüpfung der R&Is mit DB Choice-Objekten in Stammdaten administrieren

Vorgehen
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie in den Stammdaten die Verknüpfung der R&Is mit den
DB Choice-Objekten verwalten:
● Wenn Sie nur eine R&I-Vorlage und ein R&I-Reportstammobjekt verwenden:
– Verknüpfen Sie das R&I-Reportstammobjekt mit einem DB Choice-Objekt.
– Konfigurieren Sie das R&I-Reportstammobjekt so, dass der Anwender die
voreingestellte DB Choice-Verknüpfung überschreiben kann.
● Wenn Sie mehrere R&I-Vorlagen und R&I-Stammobjekte verwenden:
– Verknüpfen Sie das R&I-Reportstammobjekt mit einem DB Choice-Objekt.
– Konfigurieren Sie das R&I-Reportstammobjekt so, dass der Anwender die
voreingestellte DB Choice-Verknüpfung nicht überschreiben kann.

Siehe auch
R&I mit DBChoice-Objekt verknüpfen (Seite 167)

14.17.3 DB Choice-Objekt konfigurieren

Vorgehen
Um die Importeinstellungen für den Import aus einer PDS 2D-Datenbank zu definieren,
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des DB Choice-Objekts.
2. Konfigurieren Sie die Registerkarte "Attribute > Einstellungen für PDS-Import".
3. Konfigurieren Sie die Registerkarte "Attribute > PDS Einheitenzuordnung".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 239
Administration
14.17 PDS 2D

Importeinstellungen
Nehmen Sie die folgenden Einstellungen vor:
● Tragen Sie Angaben zur PDS 2D-Datenbank ein. COMOS benötigt diese Angaben für
den Import.
Zum Beispiel:
– Vollständiger Pfad zur PDS 2D-Datenbank
– Tabellenpräfix
– Das Codelist-Verzeichnis
– …
● Legen Sie für die folgenden Objekte R&I-Stammobjekte fest, die als Standard verwendet
werden:
– Rohrleitungen
– Rohrleitungsabschnitte
– Rohrleitungssegmente
– Stutzen
– Positionen
● Legen Sie den Namen der XML-Datei fest, die den Import vollständig protokolliert.
● Wenn Sie mit Script-Varianten arbeiten: Tragen Sie den Namen einer Script-Variante ein.
In den Import-Scripten der R&I-Stammobjekte wird beim Import diese Script-Variante
ausgeführt.
● Sie haben die Möglichkeit, für Funktionen und Stellarmaturen eine Abweichung vom
Standardimportverhalten festzulegen: Bestimmen Sie, ob jede Funktion und jede
Stellarmatur jeweils unter eine eigene Position importiert wird.
● Legen Sie die Einheitenzuordnung zwischen COMOS und PDS 2D fest.

Siehe auch
Attribute des DB Choice-Objekts (Seite 276)

14.17.4 Stammdatenstruktur an die DB Choice-Struktur anpassen

Ausgangslage
Wenn Sie mit einer COMOS-Version vor COMOS 9.0 in einem COMOS-Projekt DGN-
Importe ausgeführt haben, war dazu kein DB Choice-Objekt erforderlich.
Um in einem solchen Projekt einen PDS 2D-Import auszuführen, ist es notwendig, dass Sie
die Stammdatenstruktur an die DB Choice-Struktur anpassen.

P&ID
240 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.17 PDS 2D

Vorgehen
Um die Stammdatenstruktur anzupassen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Legen Sie wie oben beschrieben ein DB Choice-Objekt an.
2. Öffnen Sie die Eigenschaften des DB Choice-Objekts.
3. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Einstellungen für PDS-Import".
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Stammobjekte verschieben".

Ergebnis
COMOS verschiebt alle Stammobjekte, die unter "Import > @DGN" liegen, unter das
DB Choice-Objekt.

14.17.5 DGN-Importobjekte konfigurieren

Einleitung
Während des PDS 2D-Imports wandelt COMOS so viele Import-Planungsobjekte wie
möglich in R&I-Planungsobjekte um.
Wie COMOS dabei vorgeht, definieren Sie unter anderem in den Import-Stammobjekten.

Vorgehen
Um die Import-Stammobjekte zu konfigurieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Stammobjekte".
2. Öffnen Sie den Knoten des DB Choice-Objekts, das mit dem R&I verknüpft ist, mit dem
Sie die Zellbibliothek importiert haben.
3. Öffnen Sie die Eigenschaften eines Import-Stammobjekts, das unter diesem DB Choice-
Objekt liegt.
4. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Daten aus der PDS-Datenbank".
5. Konfigurieren Sie die Kontrollelemente der Kontrollgruppe "Am Import-Stammobjekt
setzen".
6. Wiederholen Sie Schritte 3 und 5 für alle Import-Stammobjekte unterhalb des DB Choice-
Objekts.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 241
Administration
14.17 PDS 2D

Importeinstellungen der Kontrollgruppe "Am Import-Stammobjekt setzen"


Nehmen Sie die folgenden Einstellungen vor:
● Feld "Zugeordnetes R&I-Stammobjekt":
Setzen Sie einen Verweis auf ein R&I-Stammobjekt.
Während des PDS 2D-Imports findet ein Stammobjektwechsel statt: Alle Import-
Planungsobjekte, die auf diesem Import-Stammobjekt basieren, erhalten als neues
Stammobjekt das hier referenzierte R&I-Stammobjekt. Dadurch werden sie in R&I-
Planungsobjekte umgewandelt.
● Option "Objekt löschen":
Bestimmen Sie, ob das DGN-Planungsobjekt gelöscht wird. Wenn das DGN-
Planungsobjekt gelöscht wird, wird es vom PDS-Import nicht weiter verarbeitet.
● Option "Lokale Grafik löschen":
Bestimmen Sie, ob das R&I-Planungsobjekt das Symbol des R&I-Stammobjekts oder der
DGN-Zelle verwendet.
Siehe auch Kapitel Symboldarstellung konfigurieren (Seite 242).

Editiermodus für Anwender auf Planungsseite


Je nachdem welchen Editiermodus Sie für die Attribute der Import-Stammobjekte setzen,
haben die Anwender vor einem PDS 2D-Import die Möglichkeit, in den abgeleiteten Import-
Planungsobjekten einige Ihrer Voreinstellungen zu überschreiben.

Weiterführende Informationen
Eine vollständige Übersicht über alle Importoptionen und ihre Funktion finden Sie in Kapitel
Attribute der Registerkarte "Daten aus der PDS-Datenbank" (Seite 278).

14.17.6 Symboldarstellung konfigurieren

Einleitung
Wenn der Anwender in den DGN-Importeinstellungen die Option "Immer als lokales Skript
importieren" aktiviert hat, wird die Grafik der DGN-Zelle als lokales Script am Import-
Planungsobjekt eingebucht.
Sie haben die Möglichkeit zu entscheiden, ob das R&I-Planungsobjekt, das durch den
PDS 2D-Import erzeugt wird, die Grafik der DGN-Zelle oder die des R&I-Stammobjekts
verwendet.

P&ID
242 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.17 PDS 2D

Vorgehen
Um zu bestimmen, welche Grafik die R&I-Planungsobjekte verwenden, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Stammobjekte".
2. Öffnen Sie den Knoten des DB Choice-Objekts, das mit dem R&I verknüpft ist, mit dem
Sie die Zellbibliothek importiert haben.
3. Öffnen Sie die Eigenschaften eines Import-Stammobjekts, das unter diesem DB Choice-
Objekt liegt.
4. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Daten aus der PDS-Datenbank".
5. Kontrollgruppe "Am Import-Stammobjekt setzen", Option "Lokale Grafik löschen":
– Aktiviert: Die am R&I-Stammobjekt gespeicherte Grafik wird verwendet. Das lokale
Script, das die Grafik der Zelle speichert, wird gelöscht.
– Deaktiviert: Die Grafik der DGN-Zelle wird verwendet. Sie wird am R&I-
Planungsobjekt als lokales Script gespeichert.

14.17.7 R&I-Stammobjekte konfigurieren

Einleitung
Während des PDS 2D-Imports wandelt COMOS so viele Import-Planungsobjekte wie
möglich in R&I-Planungsobjekte um. Wie COMOS dabei vorgeht, definieren Sie unter
anderem in den R&I-Stammobjekten.
In den R&I-Stammobjekten legen Sie die folgenden Punkte fest:
● Das Importverhalten, wenn COMOS bei der Umwandlung von Importobjekten in R&I-
Objekte feststellt, dass bereits gleichnamige Objekte in den Planungsdaten existieren
● Die Import-Scripte, die bei der Umwandlung ausgeführt werden

Vorgehen
Um die R&I-Stammobjekte zu konfigurieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Stammobjekte".
2. Öffnen Sie den Knoten "@01 > PID Rohrleitung und Instrumentierung".
3. Öffnen Sie die Eigenschaften eines R&I-Stammobjekts.
4. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Script".
5. Öffnen Sie einen der UserScriptBlöcke.
6. Implementieren Sie im Scripteditor die folgenden Methoden:
PDSImport

PDSImportDone

Optional: PDSAfterMove

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 243
Administration
14.17 PDS 2D

7. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Daten aus der PDS-Datenbank".
8. Konfigurieren Sie die Kontrollelemente der Kontrollgruppe "Am COMOS-Stammobjekt
setzen".
9. Wiederholen Sie Schritte die 3 bis 8 für alle R&I-Stammobjekte, die an dem Import
beteiligt sind.

Kontrollgruppe "Am COMOS-Stammobjekt setzen"


In der Kontrollgruppe "Am COMOS-Stammobjekt setzen" legen Sie fest, wie COMOS
vorgeht, wenn es ein gleichnamiges Planungsobjekt findet.

Siehe auch
Umgang mit bereits existierenden R&I-Planungsobjekten konfigurieren (Seite 244)
Importscript implementieren (Seite 247)

14.17.8 Umgang mit bereits existierenden R&I-Planungsobjekten konfigurieren

Einleitung
Wenn die Import-Planungsobjekte in R&I-Planungsobjekte umgewandelt werden, erhalten
sie den Namen der importierten Zelle.
Dabei gilt die allgemeine COMOS-Regel: Objekte, die in der Baumstruktur des Navigators
auf der gleichen Ebene liegen, dürfen nicht den gleichen Namen besitzen.
Ihre Einstellungen bestimmen, wie COMOS vorgeht, wenn es bei der Umwandlung feststellt,
dass bereits ein gleichnamiges Objekt in den Planungsdaten existiert.

Vorgehen
Um zu definieren, wie der Import sich verhält, wenn COMOS ein gleichnamiges Objekt in
den Planungsdaten findet, gehen Sie für jedes am Import beteiligte R&I-Stammobjekt
folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des R&I-Stammobjekts.
2. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Attribute > Daten aus der PDS-Datenbank".
3. Konfigurieren Sie die Kontrollelemente der Kontrollgruppe "Am COMOS-Stammobjekt
setzen".

P&ID
244 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.17 PDS 2D

Importeinstellungen der Kontrollgruppe "Am COMOS-Stammobjekt setzen"


Wählen Sie in der Liste "Wenn Objekt vorhanden" einen der folgenden Werte aus:

Wert Ergebnis
"Neues Objekt erstellen"  Das Stammobjekt des Import-Planungsobjekts wird gewechselt, wie in den
Eigenschaften des Import-Planungsobjekts im Feld "Zugeordnetes R&I-
Stammobjekt" eingestellt. Das Import-Planungsobjekt wird dadurch in ein R&I-
Planungsobjekt umgewandelt.
 Der Name des R&I-Planungsobjekts wird um einen Zähler ergänzt.
 Ein Log-Eintrag wird erstellt.
 Das existierende R&I-Planungsobjekt bleibt unverändert.
"Nur Name und Beschreibung  Am Import-Planungsobjekt findet kein Stammobjektwechsel statt. Das Import-
erhalten" Planungsobjekt wird gelöscht.
 Stattdessen wird das existierende R&I-Planungsobjekt verwendet.
 Name und Beschreibung des R&I-Planungsobjekts werden beibehalten.
 Welche Grafik verwendet wird, hängt davon ab, wie am Import-Planungsobjekt,
Registerkarte "Attribute > Daten aus der PDS-Datenbank" die Option "Lokale
Grafik löschen" konfiguriert war:
– Aktiviert:
Die lokale Grafik, die am Import-Planungsobjekt gespeichert war, wird gelöscht.

Stattdessen wird die Grafik des mit dem R&I-Planungsobjekt verknüpften


Stammobjekts verwendet.

Je nachdem wie am Import-Planungsobjekt die Option "Stammobjekt des


existierenden Objekts austauschen" konfiguriert war, ist das entweder das
ursprüngliche Stammobjekt des R&I-Planungsobjekts oder das R&I-
Stammobjekt, das am Import-Planungsobjekt referenziert war.
– Deaktiviert:
Die lokale Grafik des Import-Planungsobjekts wird am existierenden R&I-
Planungsobjekt als lokale Grafik eingebucht und verwendet.
 Die PDS 2D-Daten des Import-Planungsobjekts werden an das R&I-
Planungsobjekt geschrieben.

Für die Zuordnung zwischen PDS 2D-Daten und COMOS-Attributen wird das
Script verwendet, das am Stammobjekt des R&I-Planungsobjekts hinterlegt ist.

Je nachdem wie am Import-Planungsobjekt die Option "Stammobjekt des


existierenden Objekts austauschen" konfiguriert war, ist das entweder das
ursprüngliche Stammobjekt des R&I-Planungsobjekts oder das R&I-Stammobjekt,
das am Import-Planungsobjekt referenziert war.
 Es wir kein Log-Eintrag erstellt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 245
Administration
14.17 PDS 2D

Wert Ergebnis
"Mit importierter Grafik verbinden"  Am Import-Planungsobjekt findet kein Stammobjektwechsel statt. Das Import-
Planungsobjekt wird gelöscht.
 Stattdessen wird das existierende R&I-Planungsobjekt verwendet.
 Name und Beschreibung des R&I-Planungsobjekts werden überschrieben.
 Die Grafik des Import-Planungsobjekts wird als lokales Script am R&I-Objekt
eingebucht und verwendet, selbst wenn "Lokale Grafik löschen" aktiviert ist.
 Die PDS 2D-Daten des Import-Planungsobjekts werden an das R&I-
Planungsobjekt geschrieben.

Für die Zuordnung zwischen PDS-Daten und COMOS-Attributen wird das Import-
Script verwendet, das am Stammobjekt des R&I-Planungsobjekts hinterlegt ist.

Je nachdem wie am Import-Planungsobjekt die Option "Stammobjekt des


existierenden Objekts austauschen" konfiguriert war, ist das entweder das
ursprüngliche Stammobjekt des R&I-Planungsobjekts oder das R&I-Stammobjekt,
das am Import-Planungsobjekt referenziert war.
 Abweichungen zu den vorher am R&I-Objekt gespeicherten Werten werden in der
XML-Datei protokolliert.
"Nicht nach vorhandenem Objekt  Das Stammobjekt des Import-Planungsobjekts wird gewechselt, wie in den
suchen" Eigenschaften des Import-Planungsobjekts im Feld "Zugeordnetes R&I-
Stammobjekt" eingestellt. Das Import-Planungsobjekt wird dadurch in ein R&I-
Planungsobjekt umgewandelt.
 Als Name wird nicht der Name der DGN-Zelle verwendet. Stattdessen generiert
COMOS den Namen aus der im R&I-Stammobjekt definierten Namensmaske.
 Anders als bei den restlichen Einstellungen entfällt die Überprüfung auf
Namensgleichheit. Der PDS 2D-Import wird dadurch schneller.

● Option "Stammobjekt des existierenden Objekts austauschen":


Diese Option wird nur ausgewertet, wenn in der Liste "Wenn Objekt vorhanden" einer der
folgenden Werte gesetzt ist:
– "Nur Name und Beschreibung erhalten"
– "Mit importierter Grafik verbinden"

Wert Beschreibung
Aktiviert Das existierende R&I-Planungsobjekt wird für den PDS 2D-Import verwendet, aber sein Stammobjekt-
Verweis wird gewechselt. Als neues Stammobjekt wird das am Import-Planungsobjekt unter
"Zugeordnetes R&I-Stammobjekt" verknüpfte Stammobjekt zugewiesen.
Folge:
 Abhängig davon wie die Option "Lokale Grafik löschen" konfiguriert ist, hat das Auswirkungen darauf,
welche Grafik verwendet wird.
 Das Script des neuen R&I-Stammobjekts wird verwendet, um die PDS 2D-Daten in die COMOS-
Attribute zu importieren.
Deaktiviert Das existierende R&I-Planungsobjekt wird für den PDS 2D-Import verwendet. Es findet kein
Stammobjektwechsel statt.

P&ID
246 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.17 PDS 2D

14.17.9 Textzelle als Objekt importieren

Vorgehen mit "Importiere leere Zellen"


Wenn in den DGN-Importeinstellungen die Option "Importiere leere Zellen" aktiviert war,
werden während des DGN-Imports für die auf der DGN-Zeichnung platzierten reinen
Textzellen Import-Stammobjekte angelegt.
Wie die anderen Import-Stammobjekte verknüpfen Sie auch diese Import-Stammobjekte mit
den passenden R&I-Stammobjekten.
Für reine Textzellen wählen Sie Stammobjekte für R&I- Beschriftungssymbole.
Stammobjekte für R&I-Beschriftungssymbole müssen die folgende Eigenschaft haben:
Registerkarte "System", Kontrollgruppe "Allgemein", Eigenschaft "Klasse": Wert "Datensatz"
Während des PDS 2D-Imports werden dann Beschriftungssymbole erzeugt und in der
Datenbank mit den Bauteilen verbunden, deren Daten sie auslesen.

Vorgehen ohne "Importiere leere Zellen"


Wenn in den DGN-Importeinstellungen die Option "Importiere leere Zellen" deaktiviert war,
werden während des DGN-Imports für die auf der Zeichnung platzierten reinen Textzellen
keine Import-Stammobjekte angelegt.
Es besteht dennoch die Möglichkeit, beim PDS 2D-Import ebenfalls Beschriftungssymbole
zu erzeugen und in der Datenbank mit den Bauteilen zu verbinden, deren Daten sie
auslesen.
Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Legen Sie manuell Import-Stammobjekte für die Textzellen an.
2. Achten Sie darauf, dass der Name des Stammobjekts identisch mit dem Namen der Zelle
ist.
3. Verknüpfen Sie die Stammobjekte anschließend wie oben mit Stammobjekten für R&I-
Beschriftungssymbole.
4. Führen Sie den PDS 2D-Import aus.

14.17.10 Importscript implementieren

Überblick
Im UserScriptBlock eines R&I-Stammobjekts implementieren Sie die folgenden Methoden:
● PDSImport

● PDSImportDone

● Optional: PDSAfterMove
Die Methoden werden von COMOS aufgerufen, wenn ein DGN-Planungsobjekt, das eine
Verknüpfung auf dieses R&I-Stammobjekt besitzt, in ein R&I-Objekt umgewandelt wird.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 247
Administration
14.17 PDS 2D

Die Methoden erfüllen die folgenden Aufgaben:


● PDSImport:

Die Methode definiert, welcher Wert in die Eigenschaft "Name" des R&I-Objekts
eintragen wird. Übernehmen Sie den Wert direkt aus einer Spalte einer PDS 2D-Tabelle
oder verarbeiten Sie ihn, bevor Sie ihn in den Namen schreiben.
● PDSImportDone:

Die Methode definiert das Attribut-Mapping zwischen den Attributen der R&I-
Planungsobjekte und den PDS 2D-Daten.
● PDSAfterMove:

Wenn das Objekt unter einem anderen R&I-Objekt einsortiert wurde: Die Methode
implementiert eine Verarbeitung, die die neue Eigentümerstruktur berücksichtigt.

Vorgehen
Gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des R&I-Stammobjekts, Registerkarte "Script".
2. Öffnen Sie für einen der UserScriptBlöcke den Scripteditor.
3. Implementieren Sie die drei Methoden wie weiter unten beschrieben.
4. Wiederholen Sie diese Schritte für alle R&I-Stammobjekte, die mit DGN-Objekten
verknüpft sind.

Scriptvarianten verwenden
Wenn Sie aus mehreren PDS 2D-Datenbanken importieren, haben Sie die Möglichkeit, für
jede Datenbank eine eigene Script-Variante zu implementieren.
Für jede Datenbank, aus der Sie importieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Eigenschaften des DB Choice-Objekts, in dem Sie die Importeinstellungen
für die Datenbank verwalten.
2. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Einstellungen für PDS-Import".
3. Tragen Sie im Feld "Skriptvariante" einen Namen ein.
4. Für jedes R&I-Stammobjekt, das mit einem DGN-Objekt verknüpft ist, gehen Sie
zunächst wie oben beschrieben vor. Bei der Implementierung der Methoden prüfen Sie in
jeder Methode über einen GetScriptVariant-Aufruf, welche Variante ausgeführt werden
soll. Fügen Sie anschließend ein Select/Case-Statement für Ihre Variante ein, in dem Sie
die Implementierung der Script-Variante definieren.

P&ID
248 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.17 PDS 2D

Methoden
Implementieren Sie in dem UserScriptBlock die in der Tabelle unten aufgeführten Methoden.
Bei der Implementierung der Methoden können Sie über Node auf weitere Methoden und
Variablen zugreifen. Siehe auch Kapitel Variablen und Methoden zum Schreiben des Import-
Scripts (Seite 250).

Methode Parameter Beschreibung


PDSImport Node Setzen Sie über Node.ReadData und Node.SetName den
Das COMOS-Objekt Namen des R&I-Planungsobjekts.
(Typ: Device), an
Dieser Schritt ist Voraussetzung für die COMOS-interne
dem die Methode
Prüfung, ob bereits ein gleichnamiges Planungsobjekt
aufgerufen wird.
existiert.
PDSImport- Node Definieren Sie über Node.ReadData und Node.WriteData das
Done
Siehe oben. Attribut-Mapping.
Wenn nötig: Bearbeiten Sie den durch ReadData importierten
Wert, bevor Sie WriteData aufrufen – z.B. indem Sie
SeparateUnitAndValue ausführen.
Die Methode wird im Anschluss an PDSImport aufgerufen,
aber erst nachdem COMOS geprüft hat, ob in der
Planungssicht bereits ein gleichnamiges Planungsobjekt
existiert.
Bei nicht kompatiblen Datentypen erfolgt kein Import. Im
Fehlerprotokoll wird ein entsprechender Eintrag erzeugt.
Alle PDS 2D-Daten werden am R&I-Planungsobjekt im
Listenattribut "PDSData.Data" dokumentiert, unabhängig
davon ob für diese Daten eine Zuordnung existiert:
 Spalte "Name": Name des PDS-Attributs
 Spalte "Beschreibung": Beschreibung des Attributs in PDS
 Spalte "Wert": Wert aus der PDS 2D-Datenbank
PDSAfter- Node Die Methode steht nur an den folgenden Objekten zur
Move
Siehe oben. Verfügung:
 Behälterstutzen
 Behältereinbauten
 Messeinrichtungen
 Rohrleitungen und Rohrleitungsabschnitten
Sie wird ausgeführt, nachdem das Objekt unter ein neues
R&I-Eigentümerobjekt verschoben wurde.
Die Methode wird nur für das einsortierte Objekt aufgerufen.
Die Methode verschafft Ihnen die Möglichkeit, eine
Verarbeitung des Objekts zu implementieren, die die neue
Eigentümerstruktur berücksichtigt.
Implementierung optional.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 249
Administration
14.17 PDS 2D

Beispiel-Script
Sub PDSImport(Node)
'Only apply if Device:
If ThisObj.SystemType = 8 Then
strValue=node.ReadData (FieldName)
node.SetName strValue
End If
End Sub

Sub PDSImportDone(Node)
'Only apply if Device:
If ThisObj.SystemType = 8
strValue = node.ReadData (FieldName)

'optional: process strValue in any way that is required –


e.g. call
'SeparateValueAndUnit

node.WriteData strValue, SpecName, ComosUnit, PDSUnit, Index


End If
End Sub

Sub PDSAfterMove(Node)
'Only apply if Device:
If ThisObj.SystemType = 8 Then
strValue = node.ReadData (FieldName)
node.WriteData strValue, SpecName, ComosUnit, PDSUnit, Index
End If
End Sub

14.17.11 Variablen und Methoden zum Schreiben des Import-Scripts

Methoden von Node


Bei der Implementierung der Methoden PDSImport, PDSImportDone und PDSAfterMove stehen
Ihnen über den Parameter Node die folgenden Methoden zur Verfügung.

Methode Parameter Beschreibung


ReadData FieldName as String: ReadData gibt den Wert des über
Der Name des PDS 2D-Felds, das FieldName angesprochenen Feldes als
verarbeitet wird String zurück.
Der Wert stammt aus dem von Node
referenzierten PDS 2D-Datensatz.
SetName ObjectName as String: SetName weist dem COMOS-Objekt von
Der Name, den Node erhalten soll Node den in ObjectName übergebenen
String als Namen zu.

P&ID
250 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.17 PDS 2D

Methode Parameter Beschreibung


WriteData WriteData schreibt den in strValue
 strValue as String:
übergebenen String an das durch
Der Wert, den WriteData an Node SpecName adressierte Attribut von Node.
schreibt Sonderfall: Als SpecName werden die
 SpecName as String: folgenden Variablen verwendet:
– Der ComosNestedName eines  ComosDescription
Attributs von Node, zum Beispiel:
"TD.ND0001" Ergebnis: WriteData schreibt
strValue an die Beschreibung von
– Sonderfall: Die Variablen
ComosDescription oder Node.
ComosLabel  ComosLabel:
 Optional: ComosUnit as String: Ergebnis: WriteData schreibt
Default: "" strValue an das Label von Node.
Das Attribut wird auf die durch PDSUnit
Die Zieleinheit in COMOS oder ComosUnit bestimmte Einheit
Nur erforderlich, wenn im umgestellt und strValue entsprechend
DB Choice-Objekt im Einheiten- umgerechnet.
Mapping kein passender Eintrag Wurden sowohl PDSUnit und ComosUnit
existiert. übergeben, gewinnt ComosUnit.
 Optional: PDSUnit as String:

Default ""

Die Zieleinheit

COMOS sucht im Einheiten-Mapping


des DB Choice-Objekts den
entsprechenden Eintrag
 Optional: Index as long:

Default: -1

Wenn SpecName ein Listenattribut


adressiert: Der Index, der angibt, an
welche Position in der Liste
strValue geschrieben wird
GetTableName / GetTableName liefert den Namen der
PDS 2D-Tabelle als String.
GetScript- / GetScriptVariant wertet aus, welche
Variant
Script-Variante am DB Choice-Objekt
gesetzt ist und gibt sie als String zurück.
ComosDev / ComosDev liefert das COMOS-Objekt, an
dem gerade das Script ausgeführt wird.
Rückgabewert: Device

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 251
Administration
14.18 Konfigurationsdatei für den DGN-Import

Methode Parameter Beschreibung


Separate- strValue as String: SeparateValueAndUnit unterteilt den in
ValueAndUnit
Die Methode erwartet, dass in strValue strValue übergebenen String in drei
zuerst der Wert und dann die Einheit Teilstrings und gibt diese als
stehen. Collection zurück:
Item(1): Der Teilstring bis zur ersten
Zahl (exklusive)
Item(2): Der Zahlenwert, bestehend aus:
 Vorkommastellen
 Falls vorhanden: Separator (Punkt
oder Komma)
 Falls vorhanden: Nachkommastellen
Der Teilstring endet vor dem ersten
Zeichen, das weder Zahl, Punkt oder
Komma ist, oder bei dem zweiten Punkt
oder Komma.
Item(3): Der Reststring.
ReadData- ReadDataFromPCP liest anhand der
FromPCP  FieldName As String:
übergebenen Konnektor-ID einen Wert
Name des Feldes der PCP-Tabelle, aus der PCP-Tabelle eines Objekts aus.
das verarbeitet wird Rufen Sie diese Funktion nur für Objekte
 ConnectorNumber As Long: auf, die Daten aus den Tabellen
EQ_NOZZ, PIPING_COMP und
Die ID des Konnektors (Feld INSTR_COMP beziehen. Dabei handelt
"PCP_NO") es sich normalerweise um die folgenden
Objekte:
 Stutzen unter der Ausrüstung
 Armaturen in Rohrleitungen
 Messeinrichtungen
Rückgabewert: String

Siehe auch
Importscript implementieren (Seite 247)

14.18 Konfigurationsdatei für den DGN-Import

14.18.1 Konfigurationsdatei "DGNImport1.xml"

Pfad zur Konfigurationsdatei


Die Standardkonfigurationsdatei "DGNImport1.xml" finden Sie im Installationsverzeichnis
von Comos unter folgendem Pfad:
"<Installationsverzeichnis von COMOS>\Current\Bin\OCX\WSP"

P&ID
252 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.18 Konfigurationsdatei für den DGN-Import

Wenn Sie die Konfigurationsdatei gelöscht oder umbenannt haben, wird sie automatisch
erzeugt. Klicken Sie im Fenster "Optionen" auf die Schaltfläche "Speichern" und setzen Sie
im Feld "Konfigurationsdatei" keinen Eintrag.

Siehe auch
Fenster "Optionen" (Seite 287)

14.18.2 DGN-Linientyp einem COMOS-Linientyp zuweisen

Einleitung
Auf der Registerkarte "Linientypen" des Fensters "Optionen" weisen Sie die DGN-
Linientypen den in COMOS zur Auswahl stehenden Linientypen zu. Generell können Sie die
Linientypen des Betriebssystems verwenden, die Sie auf dem interaktiven Report im
Kontextmenü über den Befehl "Optionen > Grafische Eigenschaften" selektieren.

Voraussetzung
Das Fenster "Optionen" ist geöffnet.

Vorgehen
Um einem DGN-Linientyp einem COMOS-Linientyp zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen
vor:
1. Selektieren Sie den gewünschten Linientyp aus der Tabelle "COMOS Linientypen".
2. Selektieren Sie den gewünschten DGN-Linientyp aus der Tabelle "Verwendete DGN-
Linientypen".
Wiederholen Sie die Schritte eins und zwei für jeden DGN-Linientyp, dem Sie einen
COMOS-Linientyp zuordnen möchten. Mehrfachselektion ist nicht möglich.
3. Um die selektierten Linientypen einander zuzuweisen, klicken Sie auf die Schaltfläche
"<<Zuweisen".
4. Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
– Um die Einstellungen in der bestehenden Konfigurationsdatei zu speichern, klicken
Sie auf die Schaltfläche "Speichern".
– Um die Einstellungen in einer neuen Konfigurationsdatei zu speichern, klicken Sie auf
die Schaltfläche "Speichern unter". Selektieren Sie das gewünschte Verzeichnis.
Geben Sie einen Dateinamen ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Speichern".

Ergebnis
Die beiden Linientypen werden einander zugeordnet und in die Tabelle "Zugewiesene
Linientypen" übernommen. Die Einstellungen werden in die Konfigurationsdatei
übernommen und als Standard für DGN-Importe gespeichert.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 253
Administration
14.18 Konfigurationsdatei für den DGN-Import

14.18.3 DGN-Schicht einer COMOS-Schicht zuweisen

Einleitung
Auf der Registerkarte "Layers" des Fensters "Optionen" weisen Sie die DGN-Schichten den
in der aktuell gesetzten Planart vorhandenen COMOS-Schichten zu.

Voraussetzung
Das Fenster "Optionen" ist geöffnet.

Vorgehen
Um eine DGN-Schicht einer COMOS-Schicht zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie eine oder mehrere DGN-Schichten aus der Tabelle "Benutzte DGN-
Schicht".
2. Selektieren Sie die gewünschte COMOS-Schicht aus der Tabelle "Schichten für den
aktuellen Symboltypen".
3. Um die selektierten Schichten einander zuzuweisen, klicken Sie auf die Schaltfläche
"<<Zuweisen".
4. Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
– Um die Einstellungen in der bestehenden Konfigurationsdatei zu speichern, klicken
Sie auf die Schaltfläche "Speichern".
– Um die Einstellungen in einer neuen Konfigurationsdatei zu speichern, klicken Sie auf
die Schaltfläche "Speichern unter". Selektieren Sie das gewünschte Verzeichnis.
Geben Sie einen Dateinamen ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Speichern".

Ergebnis
Die Schichten werden einander zugeordnet und in die Tabelle "Zugewiesene Schichten"
übernommen. Die Einstellungen werden in die Konfigurationsdatei übernommen und als
Standard für DGN-Importe gespeichert.

14.18.4 DGN-Schrifttart einer Windows-Schriftart zuweisen

Einleitung
Auf der Registerkarte "Schriftarten" des Fensters "Optionen" weisen Sie die DGN-
Schriftarten den ausgewählten Windows-Schriftarten zu.

P&ID
254 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.18 Konfigurationsdatei für den DGN-Import

Voraussetzung
Das Fenster "Optionen" ist geöffnet.

Vorgehen
Um eine DGN-Schriftart einer Windows-Schriftart zuzuweisen, gehen Sie folgendermaßen
vor:
1. Klicken Sie auf die Schaltfläche "..." neben dem Feld "Pfad auf die Schriftarten
Ressourcen Dateien:".
Das Fenster "Ordner suchen" öffnet sich.
2. Selektieren Sie das Verzeichnis, in dem die DGN-Schriftarten gespeichert sind.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
Sie kehren zur Registerkarte "Schriftarten" zurück. Die DGN-Schriftarten des selektierten
Verzeichnisses werden in der rechten Tabelle angezeigt.
4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "..." neben der Mapping-Tabelle.
Das Fenster "Schriftart" öffnet sich.
5. Selektieren Sie die gewünschte Schriftart.
6. Selektieren Sie gegebenenfalls den gewünschten Schriftschnitt und Schriftgrad.
7. Klicken Sie auf die Schaltfläche "OK".
Sie kehren zur Registerkarte "Schriftarten" zurück.
8. Selektieren Sie eine oder mehrere DGN-Schriftarten aus der rechten Tabelle.
9. Um die selektierten DGN-Schriftarten der selektierten Windows-Schriftart zuzuweisen,
klicken Sie auf die Schaltfläche "<<Zuweisen".
10.Wählen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:
– Um die Einstellungen in der bestehenden Konfigurationsdatei zu speichern, klicken
Sie auf die Schaltfläche "Speichern".
– Um die Einstellungen in einer neuen Konfigurationsdatei zu speichern, klicken Sie auf
die Schaltfläche "Speichern unter". Selektieren Sie das gewünschte Verzeichnis.
Geben Sie einen Dateinamen ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Speichern".

Ergebnis
Die Schriftarten werden einander zugeordnet und in der Mapping-Tabelle angezeigt. Die
Einstellungen werden in die Konfigurationsdatei übernommen und als Standard für DGN-
Importe gespeichert.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 255
Administration
14.19 Pipe Easy

14.18.5 Zuweisung lösen

Voraussetzung
Sie haben im Fenster "Optionen" Zuweisungen vorgenommen.

Vorgehen
Um die Zuweisung der Einträge in der Mapping-Tabelle zu lösen, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie einen oder mehrere Einträge der Mapping-Tabelle.
2. Klicken Sie auf die Schaltfläche ">> Lösen".

Ergebnis
Die selektierten Einträge werden aus der Zuordnungsliste gelöst.

14.19 Pipe Easy

14.19.1 Schaltfläche "PipeEasy-Konvertierungsdialog anzeigen" in die Werkzeugleiste


integrieren

Einleitung
Die Schaltfläche "PipeEasy-Konvertierungsdialog anzeigen" wird standardmäßig nicht in
der Werkzeugleiste des Reports angezeigt. Integrieren Sie die Schaltfläche mithilfe eines
Scripts.

Voraussetzung
Das Icon "std_PipeEasy" ist in der Pictures Library vorhanden.

Vorgehen
Um die Schaltfläche "PipeEasy-Konvertierungsdialog anzeigen" in die Werkzeugleiste zu
integrieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Öffnen Sie die Reportvorlage des Reports, in dessen Werkzeugleiste Sie die Schaltfläche
integrieren möchten.
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den weißen Blattbereich der Reportvorlage.
3. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Optionen".
Das Fenster "Optionen" öffnet sich.

P&ID
256 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.19 Pipe Easy

4. Geben Sie am Ende des Abschnitts '**PipeEasy Script folgendes Script ein:
UIObject.AddMenu

UIObject.AddMenu "ComosImportUtilities.ImportUtilities:ShowSetupForm", "",


"std_PipeEasy", MenuText

5. Um Ihre Eingabe zu speichern und das Fenster "Optionen" zu schließen, klicken Sie auf
die Schaltfläche "OK".

Ergebnis
In der Werkzeugleiste des Reports wird die Schaltfläche "PipeEasy-Konvertierungsdialog
anzeigen" integriert.

14.19.2 Registerkarten des Fensters "Konvertierungseinstellungen"

Überblick
Das Fenster "Konvertierungseinstellungen" besteht aus vier Registerkarten. Sie haben die
Möglichkeit, über das Fenster "Optionen" der Reportvorlage, Registerkarten auszublenden
und Standardaktionen für Textregeln zu definieren.

Beispiel
Wenn Sie folgendes Script ausführen, wird nur die Registerkarte "Texte zuordnen" angezeigt
und mit der Aktion "Regeln anwenden" beginnt:
UIObject.AddMenu
"ComosImportUtilities.ImportUtilities:ShowSetupForm",
"DisabledTabs:0;2;3|DEFAULTACTION:1", "std_PipeEasy",
"Konvertierungsform anzeigen"

14.19.3 Import von Daten


Legen Sie zum Testen grafische Daten auf dem Report an.

Siehe auch
DGN-Import (Seite 168)

14.19.4 Administration und Analyse der Daten


Je nach gewählter Funktion benötigen Sie unterschiedliche Rechte.
Einige Funktionen führen benutzerdefinierte Scripte aus. Wenn Sie ein Script schreiben
möchten, benötigen Sie fundierte Kenntnisse in VB-Script.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 257
Administration
14.19 Pipe Easy

14.19.5 Stammobjekte für Textregeln anlegen

Einleitung
Legen Sie zuerst ein Aktionsstammobjekt an, unter dem die Stammobjekte für Textregeln
gesammelt werden. Legen Sie darunter beliebig viele Stammobjekte mit textbeschreibenden
Scripten an.

Voraussetzung
Das Stammprojekt ist geöffnet.

Aktionsstammobjekt anlegen
Um ein Aktionsstammobjekt für Textregeln anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Stammobjekte".
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Knoten, unter dem Sie das
Stammobjekt anlegen möchten und selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Neu >
Neues Stammobjekt".
Die Eigenschaften des neuen Objekts öffnen sich.
3. Selektieren Sie aus der Liste "Klasse" den Eintrag "Aktion".
4. Selektieren Sie aus der Liste "Unterklasse" den Eintrag "Script".
5. Geben Sie im Feld "Namen" den gewünschten Namen für das Objekt ein, zum Beispiel
"T".
6. Geben Sie im Feld "Beschreibung" die gewünschte Beschreibung für das Objekt ein, zum
Beispiel "Text-Zuordnungsregeln".
7. Um das Objekt anzulegen und die Eigenschaften zu schließen, klicken Sie auf die
Schaltfläche "OK".

Ergebnis
Das Aktionsstammobjekt wird angelegt.

Stammobjekte mit textbeschreibenden Scripten anlegen


Um ein Stammobjekt mit textbeschreibenden Scripten anzulegen, gehen Sie
folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie im Navigator die Registerkarte "Stammobjekte".
2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Knoten des
Aktionsstammobjekts.
3. Selektieren Sie im Kontextmenü den Befehl "Neu > Neues Stammobjekt".
Die Eigenschaften des neuen Objekts öffnen sich.
4. Selektieren Sie aus der Liste "Klasse" den Eintrag "Aktion".

P&ID
258 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.19 Pipe Easy

5. Selektieren Sie aus der Liste "Unterklasse" den Eintrag "Script".


6. Geben Sie im Feld "Namen" den gewünschten Namen für das Objekt ein.
Das jeweilige Stammobjekt muss genauso heißen wie die Script-Funktion. Beispiel: Das
Stammobjekt "SetName" muss eine Script-Funktion namens "SetName" besitzen.
7. Geben Sie im Feld "Beschreibung" die gewünschte Beschreibung für das Objekt ein, zum
Beispiel "Objekt umbenennen".
8. Fügen Sie auf der Registerkarte "Script" das gewünschte Script ein.
Achten Sie darauf, dass die Script-Funktion genauso heißt wie das Stammobjekt.
Die Script-Funktion muss ein Parameter-Array erhalten:
– Params(1): Comosobjekt des Symbols
– Params(2): Text
– Params(3): ReportObject
– Params(4) ReportText (wenn selektiert) oder Nothing (wenn Name eines Attributs
gesetzt)
9. Um das Objekt anzulegen und die Eigenschaften zu schließen, klicken Sie auf die
Schaltfläche "OK".

Ergebnis
Das Stammobjekt wird angelegt. Wenn die Funktion erfolgreich abgeschlossen wird, wird ein
Leerstring zurückgegeben (""). Wenn die Funktion nicht erfolgreich abgeschlossen wird, wird
ein Text zurückgegeben, der den Fehler beschreibt.

Script-Beispiel 1:
ChangeOwner:
verschiebt das Objekt in Anlage UJ50
Function ChangeOwner(Params)
ChangeOwner = ""

Set Device = Params(1)


Text= Params(2)

' Device->Dokument->DokOrdner->Anlage
Set StartDev = Device.owner.owner.owner

For i = 1 To Len(Text)
s = Mid(Text, i, 1)

If IsNumeric(s) Then
s = Mid(Text, i)
Set StartDev = StartDev.Devices.Item(s)
If StartDev Is Nothing Then
ChangeOwner = "Anlage " & Text & " nicht gefunden"
Exit Function
Else
Exit For
End If

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 259
Administration
14.20 Symbole

End If

Set StartDev = StartDev.Devices.Item(s)


If StartDev Is Nothing Then
ChangeOwner = "Anlage " & Text & " nicht gefunden"
Exit Function
End If
Next

Device.OwnerCollection.Remove Device
StartDev.Devices.Add Device
End Function

Script-Beispiel 2:
SetName:
COMOS-Objekt umbenennen
Function SetName(Params)
SetName = ""
Set Device = Params(1)
Text= Params(2)

Device.Name = Text
If Device.Check <> 0 Then
SetName = "Name unzulässig"
End If
End Function

14.20 Symbole

14.20.1 Größe der Anschlüsse der R&I-Objekte festlegen

Einleitung
COMOS bietet die Möglichkeit, die Größe der Anschlüsse der R&I-Objekte an Ihre
Anforderungen anzupassen.

Voraussetzung
Ein interaktiver Report ist angelegt.

P&ID
260 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.20 Symbole

Vorgehen
Um die Größe der Anschlüsse der R&I-Objekte festzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie im Navigator im Kontextmenü des interaktiven Reports den Befehl
"Reportvorlage > Reportvorlage öffnen".
Die Reportvorlage wird geöffnet.
2. Wählen Sie im Kontextmenü des Arbeitsbereichs der Reportvorlage den Befehl
"Optionen".
Das Fenster "Optionen" wird geöffnet.
3. Fügen Sie im Script am Ende eine Zeile ein, in der Sie der Eigenschaft ConnectorRadius
den gewünschten Wert zuweisen.
Beispiel: ConnectorRadius = 5

4. Schließen Sie das Fenster mit "OK" und speichern Sie die Reportvorlage.

14.20.2 Standardrohrleitungsfahnen

Registerkarte "Symbole"
Am Stammobjekt des Rohrleitungsabschnitts definieren Sie auf der Registerkarte "Symbole"
die Standardrohrleitungsfahne im Text-Script.

COMOS-DB
In der COMOS-DB gibt die Rohrleitungsfahne folgende Informationen aus:
● Name der zugehörigen Rohrleitung
● Nennweite
● Nenndruck
● Rohrklasse

Reportvorlage
Wenn im Optionenscript der Reportvorlage SetPipeFlagOnCreate auf TRUE steht, wird sie
automatisch beim Einzeichnen einer Rohrleitung ausgewertet und dargestellt.
Das Optionenscript der Reportvorlage stellt mehrere Optionen zur Verfügung, über die Sie
das Verhalten der Standardrohrleitungsfahne steuern. Siehe auch Kapitel Script-Optionen
der Reportvorlagen (Seite 228).

Weitere Rohrleitungsfahnen
In der COMOS-DB sind unterhalb von "@01 > PID > 99 > 01 Beschriftungssymbole R&I"
Objekte für weitere Rohrfahnen vorbereitet. Siehe auch Kapitel Stammobjekt "@01 > PID >
99 > 01Beschriftungssymbole R&I" (Seite 194).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 261
Administration
14.21 Rotationskorrektur für PFD-Symbole einbauen

14.20.3 Symbole: Endsymbole


Darstellung von PipeEndSymbolen:

Fall 1
Auswertung von "PIA602"
● "SYS.PIA602" mit Value <> 1
Bedeutung: Rohrleitung ist an einem nicht-segmentierenden Bauteil angeschlossen. Das
entspricht dem Verhalten "Abschnitt trennend" oder "Rohrleitung trennend".
Verhalten: das Endsymbolscript wird ausgewertet.
● "SYS.PIA602" mit Value = 1
Bedeutung: Rohrleitung ist an einem segmentierenden Bauteil angeschlossen.
Verhalten: das Endsymbolscript bleibt unberücksichtigt.

Fall 2
Attribut "PIA602" nicht vorhanden
● Aus Kompatibilitätsgründen wird der alte Zustand abgefragt.
Alter Zustand:
Wenn die Rohrleitung an einem Nicht-PipeFitting-Bauteil (Dev.RIClass <> RIClassFitting)
angeschlossenen ist, wird das Endsymbolscript evaluiert.

Siehe auch
Zusätzliche Rohrleitungssymbole ein- und ausblenden (Seite 43)

14.21 Rotationskorrektur für PFD-Symbole einbauen

Vorgehen
Um eine Rotationskorrektur für PFD-Symbole beim Öffnen eines RI-Dokuments einzubauen,
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie auf das Menü "Extra > Objekt-Debugger".
Der Objekt-Debugger öffnet sich.
2. Ziehen Sie das Projekt per Drag&Drop aus dem Navigator in das Feld "Objekt A".
3. Geben Sie im Feld "Script" folgende Zeile ein:
A.workset.globals.CorrectRIRotation

4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Ausführen".

P&ID
262 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.22 Skalierungskorrektur für PFD/ R&I-Symbole einbauen

Ergebnis
Wenn Sie ein RI-Dokument öffnen, greift die Rotationskorrektur für PFD-Symbole. Wenn Sie
COMOS beenden, gilt diese Einstellung beim nächsten Start nicht mehr.

14.22 Skalierungskorrektur für PFD/ R&I-Symbole einbauen

Vorgehen
Um eine Skalierungskorrektur für PFD/ R&I-Symbole beim Laden eines R&I-Symbolscripts
einzubauen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Klicken Sie auf das Menü "Extra > Objekt-Debugger".
Der Objekt-Debugger öffnet sich.
2. Ziehen Sie das Projekt per Drag&Drop aus dem Navigator in das Feld "Objekt A".
3. Geben Sie im Feld "Script" folgende Zeile ein:
A.workset.globals.RiConversionScale = 0.8

4. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Ausführen".

Ergebnis
Wenn Sie ein R&I-Symbolscript laden, greift die Skalierungskorrektur für PFD/ R&I-Symbole.
Wenn Sie COMOS beenden, gilt diese Einstellung beim nächsten Start nicht mehr.

14.23 Suchfunktionen für R&I-Reports

14.23.1 GetDeviceConnectedToPipe

Verwendung
Die Funktion GetDeviceConnectedToPipe(ByVal Pipe As IComosDDevice, ByVal
StrConnectorName As String, ByVal SearchMode As Integer) As IComosDDevice liefert für ein
Rohrleitungsobjekt das Bauteil, das mit dem angegebenen Anschluss des
Rohrleitungsobjekts verbunden ist.
Die folgende Tabelle zeigt die Bedeutung der verwendeten Parameter:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 263
Administration
14.23 Suchfunktionen für R&I-Reports

Parameter Bedeutung
Pipe Rohrleitungsobjekt, für das die Suche
durchgeführt wird.
StrConnectorName Legt fest, ob am Eingang oder Ausgang eines
Rohrleitungsobjekts nach einem
angeschlossenen Bauteil gesucht wird.
I1: Eingang des Rohrleitungsobjekts
O1: Ausgang des Rohrleitungsobjekts
SearchMode Nummer des gewünschten Suchmodus.
COMOS stellt drei Suchmodi zur Verfügung.

Siehe auch
Suchmodi (Seite 265)

14.23.2 GetConnectorOfDeviceConnectedToPipe

Verwendung
Die Funktion GetConnectorOfDeviceConnectedToPipe (ByVal Pipe As IComosDDevice, ByVal
StrConnectorName As String, ByVal SearchMode As Integer) As IComosDDevice liefert für ein
Rohrleitungsobjekt den Bauteil-Anschluss, der mit dem angegebenen Anschluss des
Rohrleitungsobjekts verbunden ist.
Die folgende Tabelle zeigt die Bedeutung der verwendeten Parameter:

Parameter Bedeutung
Pipe Rohrleitungsobjekt, für das die Suche
durchgeführt wird.
StrConnectorName Legt fest, ob am Eingang oder Ausgang eines
Rohrleitungsobjekts nach einem
angeschlossenen Bauteil gesucht wird.
I1: Eingang des Rohrleitungsobjekts
O1: Ausgang des Rohrleitungsobjekts
SearchMode Nummer des gewünschten Suchmodus.
COMOS stellt drei Suchmodi zur Verfügung.

Siehe auch
Suchmodi (Seite 265)

P&ID
264 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.23 Suchfunktionen für R&I-Reports

14.23.3 Suchmodi

Bedeutung der Suchmodi


COMOS stellt für die beiden Suchfunktionen GetDeviceConnectedToPipe und
GetConnectorOfDeviceConnectedToPipe drei verschiedene Suchmodi zur Verfügung.

In allen drei Suchmodi sucht COMOS welches Bauteil bzw. welcher Bauteil-Anschluss am
Eingang I1 oder Ausgang O1 eines übergebenen Rohrleitungsobjekts angeschlossen ist.
Abhängig vom Suchmodus können Sie die Suche mit Hilfe von Attributen einschränken. Sie
können nicht in jedem Suchmodus alle Rohrleitungsobjekte übergeben.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Rohrleitungsobjekte in welchem Suchmodus übergeben
werden können und wie Sie die Suche mit Hilfe von Attributen einschränken können.

Suchmodus Rohrleitung Rohrleitungsabschnitt Rohrleitungssegment


1 Ja Ja Ja
2 Ja1 Nein Nein
3 Ja1,2 Ja2 Ja2
1COMOS berücksichtigt bei der Suche nur diejenigen Rohrleitungsabschnitte der Rohrleitung, die als
Hauptabschnitt gekennzeichnet sind. Die Rohrleitungsabschnitte kennzeichnen Sie auf der
Registerkarte "Attribute > R&I-Optionen" in der Kontrollgruppe "Rohrleitungsinformationen" mit dem
Attribut "Hauptrohleitungsabschnitt" (Attribut: RI.PEA935) als Hauptabschnitt.
COMOS gibt nur diejenigen Bauteile oder Bauteil-Anschlüsse zurück, die an einem
Hauptrohrleitungsabschnitt angeschlossen sind.
2COMOS gibt nur diejenigen Bauteile oder Bauteil-Anschlüsse zurück, bei denen das Attribut
"Hauptequipmentklasse" aktiviert ist. Das Attribut "Hauptequipmentklasse" (Attribut: RI.PEA936)
aktivieren Sie auf der Registerkarte "Attirbute > R&I-Optionen".

Beispiel
Dieses Beispiel zeigt, die beiden Suchfunktionen für den Suchmodus 1.
Die folgende Grafik zeigt ein Beispiel für die Parameter, die an die Suchfunktionen
übergeben werden.

 

3LSHB%UDQFKB

3LSHB%UDQFKB 3LSHB6HJPHQWB 3LSHB6HJPHQWB

9 9 9 9

① Parameter "StrConnectorName"
② Parameter "Pipe"

Funktionsaufrufe:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 265
Administration
14.24 Automatische Zuweisung von Linientypen konfigurieren

GetDeviceConnectedToPipe(Pipe_Branch_02, "I1",1) liefert das Bauteil "V002" als


Suchergebnis.
GetConnectorOfDeviceConnectedToPipe(Pipe_Branch_02, "I1",1) liefert den Bauteil-
Anschluss "O1" des Bauteils "V002" als Suchergebnis.

Siehe auch
GetDeviceConnectedToPipe (Seite 263)
GetConnectorOfDeviceConnectedToPipe (Seite 264)

14.24 Automatische Zuweisung von Linientypen konfigurieren

14.24.1 Grundlagen zur automatsichen Zuweisung von Linientypen

Verwendung von automatischen Linientypen


COMOS bietet die Möglichkeit, den Linientyp beim Zeichnen einer Verbindung automatisch
zu setzen. Hierfür müssen Sie folgende Konfigurationen vornehmen:
1. Legen Sie fest, welche Bauteile für die automatisierten Linientypen verwendet werden.
Siehe auch Verwendete Bauteiltypen festlegen (Seite 267).
2. Legen Sie fest, zwischen welchen Bauteilen automatisierte Linientypen erzeugt werden.
Siehe auch Linientypen festlegen (Seite 267).
3. Fügen Sie in den Attributen der Stammobjekte der Bauteile und Funktionen das Attribut
"SYS.LineTypeClass" hinzu.
Siehe auch Attribut "SYS.LineTypeClass" zu den Attributen der Stammobjekte
hinzufügen (Seite 268).

Siehe auch
Automatische Zuweisung von Linientypen verwenden (Seite 24)

P&ID
266 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Administration
14.24 Automatische Zuweisung von Linientypen konfigurieren

14.24.2 Verwendete Bauteiltypen festlegen

Vorgehen
Um die verwendeten Bauteiltypen festzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie im Menü "Plugins > Basic" den Befehl "Linientypen zuweisen".
Das Fenster "Linientypen zuweisen" wird geöffnet.
2. Selektieren Sie die Registerkarte "Bauteiltypen".
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Bauteiltyp hinzufügen".
Das Fenster "Bauteiltyp hinzufügen" wird geöffnet.
4. Geben Sie den Schlüssel , z. B. ARM, des Bauteils oder der Funktion ein.
5. Geben Sie bei Bedarf eine Beschreibung des Bauteils oder der Funktion ein.
6. Schließen Sie das Fenster mit "OK".

14.24.3 Linientypen festlegen

Voraussetzung
Die verwendeten Bauteiltypen sind angelegt.

Verbindungstyp festlegen
Um die Verbindungstypen festzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Wählen Sie im Menü "Plugins > Basic" den Befehl "Linientypen zuweisen".
Das Fenster "Linientypen zuweisen" wird geöffnet.
2. Selektieren Sie die Registerkarte "Verbindungstypen".
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Verbindungstyp hinzufügen".
Das Fenster "Verbindungstyp hinzufügen" wird geöffnet.
4. Geben Sie das Quell- und das Zielobjekt der gewünschten Verbindung ein.
5. Schließen Sie das Fenster mit "OK".

Linientyp der Verbindung festlegen


Um den Linientyp einer Verbindung festzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Selektieren Sie in der oberen Tabelle den gewünschten Verbindungstyp.
2. Legen Sie im Bereich "Linieneinstellungen" Linientyp, Linienbreite, Linienfarbe und die
Ebene der Verbindung fest.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 267
Administration
14.24 Automatische Zuweisung von Linientypen konfigurieren

Ergebnis
Die Linientypen sind festgelegt. COMOS erzeugt folgende Auswahllisten:
● @SYSTEM > @LINETYPEMAPPING > @EQUIPMENTS
● @SYSTEM > @LINETYPEMAPPING > @FUNCTIONS
● @SYSTEM > @LINETYPEMAPPING > @LINETYPES

14.24.4 Attribut "SYS.LineTypeClass" zu den Attributen der Stammobjekte hinzufügen

Vorgehen
Um das Attribut "SYS.LineTypeClass" zu den Attributen der Stammobjekte hinzuzufügen,
gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Navigieren Sie im Stammprojekt zu dem Stammobjekt des R&I-Objekts, für das Sie
automatische Linientypen verwenden wollen.
2. Öffnen Sie die Eigenschaften des Stammobjekts.
3. Selektieren Sie die folgende Registerkarte:
– Für Bauteile: "Attribute > Systeminformation".
– Für Funktionen: "Attribute > System".
4. Wählen Sie im Kontextmenü der Registerkarte den Befehl "Designmodus".
Der Designmodus wird aktiviert.
5. Wählen Sie im Kontextmenü der Registerkarte den Befehl "Neu > Attribut".
6. Geben Sie als Namen "LineTypeClass" ein.
7. Geben Sie als Beschreibung "Bauteiltyp" ein.
8. Verknüpfen Sie das Attribut mit folgender Auswahlliste:
– Für Bauteile:
"@SYSTEM > @LINETYPEMAPPING > @EQUIPMENTS"
– Für Messfunktionen
"@SYSTEM > @LINETYPEMAPPING > @FUNCTIONS"
9. Schließen Sie das Fenster mit "OK".
10.Speichern Sie das Stammobjekt.

P&ID
268 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz 15
15.1 Fenster "Rohrklassenabbildung"
Das Fenster "Rohrklassenabbildung" enthält folgende Kontrollelemente:

Kontrollelement Beschreibung
Liste "Anzeige"  Alle anzeigen: Zeigt alle R&I-Objekte an.
 Nur implementierte: Zeigt nur R&I-Objekte mit einem
bereits zugewiesenen Bauteil an.
 Nur nicht implementierte: Zeigt nur R&I-Objekte an, denen
noch kein Bauteil zugewiesen wurde.
Schaltfläche "Jetzt durchführen" Für alle R&I-Objekte im Bereich "Rohrklassenabbildung"
werden die verfügbaren Bauteile ermittelt.
Bereich "Rohrklassenabbildung" Beinhaltet alle R&I-Objekte der aktuellen Auswahl
 Graue Schriftfarbe: R&I-Objekt ohne Implementierung
 Schwarze Schriftfarbe: R&I-Objekt mit Implementierung.
Die bereits zugeordneten Bauteile sind den R&I-Objekten
untergeordnet.
Bereich "Verfügbare Bauteile" Beinhaltet alle Implementierungen, welche für die R&I-Objekte
der aktuellen Auswahl verfügbar sind.
Schaltfläche "Zuweisen" Weist dem R&I-Objekt das markierte Bauteil zu.
Schaltfläche "Lösen" Löst ein Bauteil von dem R&I-Objekt.

15.2 Optionen des Fensters "Erzeuge Verbindung"


Die folgende Tabelle beschreibt die Optionen des Fensters "Erzeuge Verbindung":

Option Beschreibung
"Keine Verbindung erzeugen" Die aktivierte Option bewirkt, dass das Rohr und das R&I-Objekt
auf dem Report optisch verbunden sind, aber in der Datenbank
keine Verbindung erzeugt wird.
"Erzeuge Verbindung" Die aktivierte Option bewirkt, dass das R&I-Objekt und die
Rohrleitung direkt über ihre Anschlüsse verbunden werden.
"Erzeuge Stutzen" Die aktivierte Option bewirkt, dass ein Stutzen erzeugt wird. Der
Stutzen wird im Navigator unter dem R&I-Objekt angelegt. Das
Rohr wird mit dem Stutzen verbunden.
Diese Option steht nur zur Verfügung, wenn der zuständige
Administrator für das R&I-Objekt einen Stutzen vorbereitet hat.

In der oberen Hälfte des Fensters bestimmen Sie, wie der Eingang des Rohrs
angeschlossen wird.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 269
Oberflächenreferenz
15.3 Projekteigenschaften

In der unteren Hälfte des Fensters bestimmen Sie, wie der Ausgang des Rohrs
angeschlossen wird.

15.3 Projekteigenschaften

15.3.1 Kontrollelemente der Registerkarte "Verfahrenstechnik"

Übersicht
Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Verfahrenstechnik":

Kontrollelement Beschreibung
Feld "Stammobjekt für In diesem Feld legen Sie fest, welche Stammobjekte für
Rohrleitung" Rohrleitungen verwendet werden.
Feld "Stammobjekt für In diesem Feld legen Sie fest, welche Stammobjekte für
Rohrleitungsabschnitt" Rohrleitungsabschnitte verwendet werden und beim Zeichnen mit
dem Werkzeug "Verbindung".
Feld "Name für Implementation" In diesem Feld legen Sie den Schlüsselbegriff fest, mit dem
Implementationen eines PFD-Reports als zusammengehörend
gekennzeichnet werden.
Option "Automatisches Die Option schaltet die automatische Erzeugung von Anschlüssen
Erzeugen von COMOS- an und ab. Wenn die Option aktiviert ist, werden beim Platzieren
Connectoren abschalten" eines Bauteils auf einem Plan keine Anschlüsse erzeugt, die nur
im Symbolscript des Bauteils definiert sind, nicht aber datenseitig
am Bauteil vorhanden sind. Das bedeutet, dass solche
Anschlüsse beim Platzieren weder auf Datenseite erzeugt, noch
auf dem Report dargestellt werden.
Die Option hat keine Auswirkungen auf Messfunktionen oder das
Erstellen dynamischer Anschlüsse.
Option "Immer neuen Wenn Sie diese Option aktivieren, wird immer ein neuer
Objektnamen bei Objektname erzeugt, wenn Sie ein Objekt einer neuen Anlage
Anlagenzuordnung generieren" zuordnen.
Feld "Firmenlogo" Geben Sie in dieses Feld den Pfad zu dem Firmenlogo ein, das im
Report verwendet werden soll.
Feld "Rohrklasse" Wenn Sie eine Rohrklasse verwenden möchten, geben Sie in
dieses Feld die gewünschte Rohrklasse ein.
Feld "Nennweitenangaben für In dieses Feld geben Sie die Nennweite der Rohrklasse ein, die
ersten Anschluss (Input)" der Eingangsanschluss haben soll.
Feld "Nennweitenangaben für In dieses Feld geben Sie die Nennweite der Rohrklasse ein, die
anderen Anschluss (Output)" alle Ausgangsanschlüsse haben sollen.
Option "Nur über GD- Diese Option ist nur für ältere Datenbanken relevant, in denen die
Kapitelkarte verknüpfte Werte R&I-Objekte die Registerkarte "GD" besitzen. Mit dieser Option
übernehmen" bestimmen Sie mit welcher Technik die Attributswerte für
angeschlossene Bauteile übernommen werden.

P&ID
270 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.4 Registerkarten und Attribute von Funktionen

15.4 Registerkarten und Attribute von Funktionen

15.4.1 Registerkarte "SYS System

Kontrollgruppen
Die Registerkarte "SYS System" enthält zwei Kontrollgruppen von Attributen:
● "Systemeinstellungen - MSR": Diese Attribute gehören zur Vorbereitung der MSR-
Planung. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"E&IC", Stichwort "Kapitelkarte "System"".
● "Funktionseinstellungen - RI": Diese Attribute gehören zur Verwaltung der Stammdaten
der R&I-Planung.

Attribut "FunctionType Funktionstyp"


Das Attribut zeigt an, ob es sich um eine Messfunktion, eine Stellfunktion oder um eine
neutrale Funktion handelt.
Das Attribut fragen Sie über specs.FD. F100.value ab.
Wenn der Anwender das Feld leer gelassen hat und dieses Attribut keinen Wert besitzt,
liefert eine Abfrage device.name, also den Namen des Planungsobjekts.

Attribut "PCC Komponente für Prozeßkopplung"


Dieses Attribut bestimmt, ob die Funktion beim Verbinden mit einem Prozessequipment, in
der Regel einer Rohrleitung, auf einem R&I-Plan mit einem Inline-Gerät, einem Stutzen oder
einer Armatur angelegt wird. In der Reportvorlage setzen Sie dazu im Optionen-Script einen
Parameter.
Siehe auch Kapitel Prozesskopplung automatisch anlegen (Seite 83).
Die Registerkarte liegt in der COMOS-DB ursprünglich in der Registerkartensammlung "@10
> BAS > Y > 1 > SYS > SYS System".
Die Attribute der Registerkarte stammen ursprünglich von dem Stammobjekt "@10 > BAS >
Y > 1 > SYS > 01 > SYS System".

Attribut "DevOwnerByConnectorDisabled"
Bauteile in folgenden Fällen automatisch verschoben:
● Das Bauteil liegt unter dem Report.
● Das Bauteil wird an eine Rohrleitung angeschlossen.
● Die Rohrleitung ist einer Anlage zugewiesen.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 271
Oberflächenreferenz
15.4 Registerkarten und Attribute von Funktionen

Dabei liegt die RILIB-Funktion SetDeviceOwnerByConnector zugrunde. Diese Funktion geht


davon aus, dass nicht das Dokument der Eigentümer eines Bauteils ist, sondern die
Rohrleitung. Wenn Sie diese Systematik für Bauteile nicht verwenden möchten, können Sie
über das Attribut "DevOwnerByConnectorDisabled" die automatische Zuordnung abschalten.
Dazu legen Sie auf der Registerkarte "SYS System" das Attribut
"DevOwnerByConnectorDisabled" vom Typ Checkbox an und aktivieren es.

15.4.2 Registerkarte "RI Darstellung"

Kontrollgruppen
Diese Registerkarte enthält zwei Kontrollgruppen. Die erste steuert Attribute, die immer auf
dem R&I-Plan abgebildet werden, wie zum Beispiel "Linienstärke" oder "Farbe".
Die Kontrollgruppe "Optionale Darstellung" enthält Kontrollelemente, die nur für die Planart
RI2 vorhanden sind, wie zum Beispiel den Reports R+I EN 10628.

"ICF200 Grafik für relevante Einstellungen"


Die aktivierte Option bewirkt, dass auf dem Report im Kontextmenü unter dem Befehl
"Graphische Einstellungen" folgende Befehle angeboten werden:
● "> Sicherheitsrelevant (Grafik)":
Setzt den Wert des Attributs "ICA110 Sicherheitsrelevant (Grafik)" der Registerkarte "RI
Darstellung".
Am Attribut ist die Auswahlliste "IC > Y > 0 > 02 > ICF103 Sicherheitsrelevant" hinterlegt.
Wenn Sie aus dieser Liste einen Eintrag selektieren, wird das Attribut
"Sicherheitsrelevant (Grafik)" auch auf dem Report dargestellt.
● "> Eichfähige Messung":
Über diesen Befehl setzten Sie den Wert des Attributs "BAS1113 Eichfähige Messung"
der Registerkarte "Allgemeine Daten". Ist mit einer Stamm-Auswahlliste aus dem IC-
Zweig hinterlegt; funktioniert analog zu "ICA110".
● "> Qualitäts-/ Umweltrelevant":
Setzt den Wert des Attributs "BAS1111 Qualitäts-/ Umweltrelevant" der Registerkarte
"Allgemeine Daten". Ist mit einer Stamm-Auswahlliste aus dem IC-Zweig hinterlegt und
funktioniert analog zu "ICA110".

"ICF201 Alarmdarstellung:"
Am Attribut ist die Auswahlliste "IC > Y > 0 > 02 > ICF201 Alarm" hinterlegt. Die aktivierte
Option bewirkt, dass die auf der Registerkarte "RI Darstellung" in den Attributen "ICF202",
"ICF202a", "ICF292a2", "ICF202b", "ICF202b1" und "ICF292b2" eingetragenen Werte
abgebildet werden.

P&ID
272 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.4 Registerkarten und Attribute von Funktionen

Attribute bearbeiten
Sie können diese Attribute über die Eigenschaften der Funktion bearbeiten. Wenn Sie die
Attribute für die Zusatzgrafiken aktivieren, aktivieren Sie auch die Attribute "Grafik für
relevante Einstellungen" und "Alarmdarstellung:".
Alternativ können Sie die Funktion auch auf dem R&I-Plan selektieren und sie über das
Kontextmenü setzen.

Lage in der ComosDB


Die Registerkarte liegt in der ComosDB ursprünglich in der Registerkartensammlung "@10 >
BAS > Y > 1 > RI > 01 > RI Darstellung".
Die Attribute der Registerkarte stammen ursprünglich von dem Stammobjekt "@10 > BAS >
Y > 1 > RI RI Darstellung".

Siehe auch
Symbole: Funktionssymbole (Seite 71)

15.4.3 Registerkarten "IC110 Funktionsdaten Messort" bzw. Registerkarten "IC110


Funktionsdaten Stellort"
Diese Registerkarten sind vorhanden bei Funktionen ab der Stammobjektebene "@02 > 030
> 00 > 01 Messfunktion" und "@02 > 030 > 00 >02 Stellfunktion".
Die wichtigsten Attribute dieser Registerkarte sind:
● "ICF100 Funktion": Identifiziert, um welche Funktion es sich handelt. Dieses Attribut liefert
den DisplayValue oder nichts, wenn kein Wert gesetzt ist.
● "ICF102 Ausgabe und Bedienung" und "ICF101 Verarbeitung mit": Speichert die
grafischen Einstellungen des Symbols. Alternativ können Sie dieses Attribut auch im R&I-
Plan über das Kontextmenü "Graphische Einstellungen" bearbeiten. Siehe auch Kapitel
Darstellung auf Reports (Seite 74) und Kapitel Registerkarte "RI Darstellung" (Seite 272).
● "CProcess Anzahl Prozessanschlüsse": Bestimmt die Anzahl der Registerkarten
"Stoffdaten" und "Prozessanschluss". Dieses Attribut ist nur bei Messfunktionen
vorhanden. Siehe auch Kapitel Anzahl der Prozessanschlüsse (Seite 84).
Auf der Registerkarte befinden sich einige Attribute, die Sie nicht bearbeiten können. Sie
dienen als Hintergrundinformation.
Bei den Stellfunktionen sind weniger Attribute vorbereitet als bei den Messfunktionen.
Die Registerkarten liegen in der COMOS-DB ursprünglich in folgender
Registerkartensammlung: "@10 > BAS > Y > 1 > IC110/210 > IC110 > 02 > IC110
Funktionsdaten Messort"
und "@10 > BAS > Y > 1 > IC110/210 > IC110 > 03 > IC110 Funktionsdaten Stellort".
Die Attribute der Registerkarte stammen ursprünglich von dem Stammobjekt "@10 > BAS >
Y > 0 > 04 Funktionsdaten".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 273
Oberflächenreferenz
15.4 Registerkarten und Attribute von Funktionen

15.4.4 Registerkarten "BAS021 Stoffdaten" und "BAS031 Prozessanschluss"

15.4.4.1 Allgemein
Wenn die Funktion einen Prozessanschluss erhält, werden die Registerkarten "BAS021
Stoffdaten" und "BAS031 Prozessanschluss" angelegt. Die Anzahl der Prozessanschlüsse
steuert, wie viele Registerkarten jeweils angelegt werden.

Registerkarte "BAS021 Stoffdaten"


Einige Attributswerte der Registerkarte "BAS021 Stoffdaten" der Funktion werden von der
Registerkarte "PI010 Stoffdaten" des verbundenen Rohrleitungsabschnitts übernommen.
Das Stammobjekt der Registerkarte"BAS021 Stoffdaten" finden Sie unter folgendem Pfad:
"@10 > BAS > Y > 1 > BAS020 > 01 > BAS020 Stoffdaten"
Die Attribute stammen von dem Stammobjekt "@10 > BAS > Y > 1 > BAS020 > 01 >
BAS020 Stoffdaten".

Registerkarte "BAS030 Prozessanschluss"


Einige Attributswerte der Registerkarte "BAS031 Prozessanschluss" der Funktion werden
von der Registerkarte "PI030 Technische Daten" des verbundenen Rohrleitungsabschnitts
übernommen.
Die Registerkarte liegt in den Stammdaten ursprünglich unter folgendem Knoten:
"@10 > BAS > Y > 1 > BAS030 > 02 > BAS030 Prozessanschlussdaten"
Die Attribute stammen von dem Stammobjekt "@10 > BAS > 0 > BAS > 21 BAS1001-1050".

Siehe auch
Prozessanschluss erzeugen (Seite 77)
Prozesskopplung Messfunktion (Seite 79)
Prozesskopplung Stellfunktion (Seite 83)

15.4.4.2 Messfunktion mit Prozesskopplung Stutzen


Erhält eine Funktion mit einem Stutzen als Prozesskopplung einen Prozessanschluss,
werden folgende neue Registerkarten angelegt:
"@10 > BAS > Y > 1 > BAS020 > 01 > BAS021 Stoffdaten 1"
"@10 > BAS > Y > 1 > BAS030 > 02 > BAS031 Prozessanschluss 1(+)"
Die Anzahl der Prozessanschlüsse steuert, wie viele Registerkarten für Stoffdaten und
Prozessanschlüsse die Messfunktion besitzt.
Bei mehreren Anschlüssen werden die Registerkarten hoch gezählt.

P&ID
274 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.4 Registerkarten und Attribute von Funktionen

15.4.4.3 Messfunktion mit Prozesskopplung Inline-Gerät


Durchflussmessungen besitzen als Prozesskopplung ein Inline-Gerät. Erhält eine
Durchflussmessung einen Prozessanschluss, werden unter Anderem folgende neue
Registerkarten angelegt:
● Prozessanschluss P1(P+)

● Prozessanschluss P2(P-)

● Stoffdaten 1

Die Anzahl dieser Registerkarten ist fest und kann im Gegensatz zu den übrigen
Messfunktionen nicht erhöht werden.

15.4.4.4 Stellfunktion
Stellfunktionen erhalten direkt beim Anlegen im Navigator einen Prozessanschluss und
damit unter anderem die folgenden Registerkarten:
● 2-Wege Armatur
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 01 > BAS031 Prozessanschluss 1(+)"
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 01 > BAS032 Prozessanschluss 2 (-)"
● 3-Wege Armatur
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 01 > BAS031 Prozessanschluss 1(+)"
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 01 > BAS032 Prozessanschluss 2 (-)"
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 02 > BAS033 Prozessanschluss 3"
● 4-Wege Armatur
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 01 > BAS031 Prozessanschluss 1(+)"
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 01 > BAS032 Prozessanschluss 2 (-)"
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 02 > BAS033 Prozessanschluss 3"
"@03 > BAS > IEC > @F > 02 > 03 > BAS034 Prozessanschluss 4"
Dabei steht "(+)" für den Eingang und "(-)" für den Ausgang. Die Anzahl der Registerkarten
kann nicht erhöht werden.

15.4.5 Registerkarte "Prozessanschlussdaten"


Unabhängig davon, wie viele Prozessanschlüsse eine Funktion hat, besitzt sie nur eine
Registerkarte "Prozessanschlussdaten".
Lediglich Stellfunktionen und Messfunktionen, die ein Inline-Gerät als Prozesskopplung
haben, besitzen diese Registerkarte. Bei Stellfunktionen wird die Registerkarte direkt mit
dem Planungsobjekt angelegt. Bei Messfunktionen mit Inline-Gerät wird die Registerkarte
erst angelegt, wenn sie einen Prozessanschluss erhalten. Siehe auch Kapitel
Prozessanschluss erzeugen (Seite 77).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 275
Oberflächenreferenz
15.5 PDS 2D

Datenfluss
Die beiden Attribute "ICP109 Betriebstemperatur, zulässig" und "ICP110 Betriebsüberdruck,
zulässig" erhalten ihren Wert über statische Verknüpfung von dem verbundenen
Rohrabschnitt.
Alle anderen Werte trägt der Anwender an der Funktion ein.

Lage in der ComosDB


Die Registerkarte liegt in den Stammdaten ursprünglich unter "@10 > BAS > Y > 1 >
IC110/210 > IC210 > 02 > IC220 Prozessanschlussdaten".
Die Attribute stammen aus "@10 > BAS > Y > 0 > 02 Prozessanschlussdaten".

15.5 PDS 2D

15.5.1 Attribute des DB Choice-Objekts

Inhalt
Dieses Kapitel listet alle Attribute auf, die am DB Choice-Objekt auf den Registerkarten
"Einstellungen für PDS-Import" und "PDS Einheitenzuordnung" vorhanden sind.

Registerkarte "Einstellungen für PDS-Import"


Name: "PDSSettings"
Beschreibung: "Einstellungen für PDS-Import"
Attribute:

Name Beschreibung Funktion


"Cmd1" "Objekte aus rdb_items Veraltet
erzeugen" Nicht verwenden
"CmdStart" "Import starten" Schaltfläche
Startet den PDS-Import für alle Reports, die mit dem
DB Choice-Objekt verbunden sind.
"DefPos" "Position" Verweis
Das Stammobjekte, das zum Erzeugen von Positionen
verwendet wird.
"LFN" "Name der Log-Datei" Feld
Name der XML-Datei, die im lokalen Verzeichnis
"Temp" des Anwenders gespeichert wird und alle
Importe protokolliert, die über das DB Choice-Objekt
laufen.

P&ID
276 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.5 PDS 2D

Name Beschreibung Funktion


"MoveDevs" "Stammobjekte Schaltfläche
verschieben" Verschiebt alle Stammobjekte, die unter dem Knoten
"Import > @DGN" liegen, unter das DB Choice- Objekt.
"MultiPosition" "Pro Loop Item eine Option
Position erzeugen" Deaktiviert: Standardverhalten – COMOS prüft, unter
welcher Position eine Funktion oder Stellarmatur in
PDS 2D liegt und importiert die Funktion oder
Stellarmatur unter eine gleichnamige Position. Existiert
keine gleichnamige Position, wird eine angelegt.
Aktiviert: Abweichung vom Standardimportverhalten -
jede Funktion und jede Stellarmatur wird jeweils unter
eine eigene Position importiert. Anwendungsfall: Einer
Position wurden in der PDS 2D mehrere Funktionen
und Stellarmaturen zugeordnet. In COMOS besteht
keine Möglichkeit, die Funktionen und Stellarmaturen
einander korrekt zuzuordnen.
"Nozzle" "Stutzen" Verweis
Das R&I-Stammobjekte, das zum Erzeugen von
Stutzen verwendet wird.
"PathAttributes" "'Attributes'-Datei" Dateiauswahl
Der vollständige Pfad zur "Attributes"-Datei der in
"Rdb-Datenbank" eingetragenen PDS 2D-Datenbank.
"PathCodeLists" "'Codelists'- Feld
Verzeichnis" Der vollständige Pfad zum "Codelists"-Verzeichnis der
in "Rdb-Datenbank" eingetragenen PDS 2D-
Datenbank.
"PathRdbItems" "'RdbItems'-Datei" Feld
Der vollständige Pfad zur "RdbItems"-Datei der in
"Rdb-Datenbank" eingetragenen PDS 2D-Datenbank.
"Pipe" "Rohrleitung" Verweis
Das R&I-Stammobjekt, das zum Erzeugen von
Rohrleitungen verwendet wird.
"PipeBranch" "Abschnitt" Verweis
Das R&I-Stammobjekte, das zum Erzeugen von
Rohrleitungsabschnitten verwendet wird.
"PipeGroupField" "Feldname zum Eingabefeld
Gruppieren von Der Feldname aus der PDS 2D-Datenbank, der zum
Rohrsträngen" Gruppieren von Rohrsträngen verwendet wird.
"RdbDB" "Rdb-Datenbank" Dateiauswahl
Der vollständige Pfad zur PDS 2D-Datenbank.
"ScriptVariant" "Skriptvariante" Feld
Name der Script-Variante, die beim Import verwendet
werden soll.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 277
Oberflächenreferenz
15.5 PDS 2D

Name Beschreibung Funktion


"Seg" "Segment" Verweis
Das R&I-Stammobjekte, das zum Erzeugen von
Rohrsegmenten verwendet wird.
"TablePrefix" "Tabellenpräfix" Feld
Wenn die Tabellen der in "Rdb-Datenbank"
eingetragenen PDS 2D-Datenbank ein Präfix besitzen:
Das Präfix.

Registerkarte "PDS Einheitenzuordnung"


Name: "PDSUnitMapping"
Beschreibung: "PDS Einheitenzuordnung"
Attribute:

Name Beschreibung Funktion


"UnitMap" "Einheitenzuordnung" Liste
Tabelle, in der Sie die Einheitenzuordnung
zwischen PDS 2D und COMOS durchführen.
"UnitMap.ComosUnit" "Comos-Einheit" Spalte, in die Sie die COMOS-Einheit eintragen,
unter Verwendung der folgenden Notation:
<Name der Einheitengruppe>.<Name der Einheit>
"UnitMap.PDSUnit" "PDS-Einheit" Spalte, in die Sie die PDS 2D-Einheit eingetragen,
wie in PDS 2D definiert.

Registerkarte "Daten aus der PDS-Datenbank"


Name: "PDSData"
Beschreibung: "Daten aus der PDS-Datenbank"
Diese Registerkarte wurde dem DB Choice-Objekt aus Vererbungsgründen hinzugefügt. Sie
wird vom DB Choice-Objekt an die darunterliegenden DGN-Stammobjekte vererbt. Sie wird
nicht am DB Choice-Objekt konfiguriert.

15.5.2 Attribute der Registerkarte "Daten aus der PDS-Datenbank"

Attribute
Name: "PDSData"
Beschreibung: "Daten aus der PDS-Datenbank"
Verwendung: Die Registerkarte wird an den folgenden Objekten verwendet:
● Den DGN-Importobjekten
● Den R&I-Planungsobjekten

P&ID
278 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.5 PDS 2D

Attribute:

Name Beschreibung Funktion


"Behavior" "Wenn Objekt vorhanden" Liste
Am R&I-Stammobjekt setzen
Steuert, wie der Import vorgeht, wenn
bereits ein gleichnamiges Planungsobjekt
existiert.
"CPData" "CP-Daten" Liste
Importiert für die folgenden Objekte die
Nennweiten der DGN-Anschlusspunkten:
 Stutzen unter der Ausrüstung
 Armaturen in Rohrleitungen
 Messeinrichtungen
"CPData.No" "Nummer" Die ID des Anschlusspunkts
"CPData.NPD" "Durchmesser" Die Nennweite des Anschlusspunkts
"Data" / Liste
Die Tabelle wird beim Import in der
Planungssicht automatisch befüllt. Sie
protokolliert alle PDS-Daten des vom DGN-
Objekt referenzierten PDS 2D-
Datensatzes.
"Data.Desc" "Beschreibung" Beschreibung aus PDS 2D
"Data.Name" "Name" Feldname aus PDS 2D
"Data.Value" "Wert" Wert aus PDS 2D
"DelGraph" "Lokale Grafik löschen" Option
Am Import-Planungsobjekt ausgewertet
Steuert die Symboldarstellung.
"DelObject" "Objekt löschen" Option
Am Import-Stammobjekt setzen.
"ExCDev" "Stammobjekt des Option
existierenden Objekts Am R&I-Stammobjekt setzen
austauschen"
Steuert, wie der Import vorgeht, wenn
bereits ein gleichnamiges Planungsobjekt
existiert.
"MappedBO" "Zugeordnetes R&I- Verweis
Stammobjekt" Am Import-Stammobjekt setzen
Steuert, in welches R&I-Objekt das
Importobjekt umgewandelt wird.
"Pkey" "Primärschlüssel" Nur im Navigator
Nur zur systeminternen Verwendung
"TabName" "Tabellenname" Nur im Navigator
Nur zur systeminternen Verwendung

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 279
Oberflächenreferenz
15.6 XMpLant

Siehe auch
DGN-Importobjekte konfigurieren (Seite 241)
Symboldarstellung konfigurieren (Seite 242)
Umgang mit bereits existierenden R&I-Planungsobjekten konfigurieren (Seite 244)

15.6 XMpLant

15.6.1 Attribute der Registerkarte "XMpLant"

Überblick über die Attribute


Die Registerkarte "XMpLant" besitzt die folgenden Attribute:

Name Beschreibung Funktion Werte Standardwert


"PlantItem- "PlantItem- Liste Werte der Auswahlliste "Equipment"
Node- NodeName" Definiert, als welcher PlantItem-Typ das "@SYSTEM
Name" Objekt exportiert wird. > @XMpLant XMpLant
* configuration
> XMPlantNode-
Names"
"Tag" "Tag" Feld Freier Text Die Eigenschaft
* Enthält das Bauteil-Tag des Objekts. "Kennzeichen" des
Objekts
"Specifica- "Specification" Feld Freier Text Leerstring
tion" Enthält einen projektübergreifend
* eindeutigen Identifier.
"Stock- "Stock- Feld Freier Text Stammobjekt des
number" number" Enthält die Bestandsnummer des Objekts. Objekts, Eigenschaft
* "SystemFullName"
"Compo- "Component- Zur Zeit nicht unterstützt. Freier Text Leerstring
nentClass" Class"
*
"Compo- "Component- Liste Werte der Auswahlliste  ShapeCatalogue-
nentType" Type" Definiert, wie die Symboldefinition erfolgt. "@SYSTEM Item: "Explicit"
* > @XMpLant XMpLant
configuration  Außerhalb des
> XMpLantPlantItem- Shapekatalogs:
ComponentTypeAttri- "Normal"
butes"
"Compo- "Component- Feld Freier Text Die ID des
nentName" Name" Enthält die ID des vom Objekt ShapeCatalogue-
* referenzierten Shape Catalogue-Items. Items: "XMC_<n>"

P&ID
280 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.6 XMpLant

Name Beschreibung Funktion Werte Standardwert


"Revision" "Revision" Feld Freier Text Leerstring
* Enthält den Revisionsstand des Objekts
"Export- "Nur Attribute Option 0 = deaktiviert 0
ListedAttri- der folgenden Bestimmt, welche Attribute des R&I- 1 = aktiviert
butes" Liste Objekts von den untergeordneten
erstellen" Registerkarten der Registerkarte
"Attribute" als generische Attribute
exportiert werden.
Deaktiviert (Voreinstellung): Es werden
alle Attribute exportiert, deren "Value"
gesetzt ist.
Aktiviert: Es werden nur die Attribute
exportiert, die in der Liste "AttributesList"
enthalten sind.
"Attributes- - Liste Die "NestedNames" -
List" Bestimmen Sie, welche Attribute als der Attribute:
generische Attribute exportiert werden. <Registerkartenname>.
<Attributname>
"Status" "Status" Feld Werte der Auswahlliste "Current"
* Enthält den Arbeitsstatus des Objekts. "@SYSTEM
> @XMpLant XMpLant
configuration
> XMpLantPlantItem-
StatusAttributes"

Die Beschreibung der mit "*" markierten Attribute liegt nur auf Englisch vor, da die Attribute
durch die ISO-Norm 15926 definiert werden und dort genau diese Beschreibung besitzen.

15.6.2 Auswahllisten

Prinzip
Bei einigen Attributen der PlantItem-Knoten erlaubt der XMpLant-Standard keinen freien
Text, sondern erwartet eine fest vorgegebene Reihe von Werten.
Um fehlerhafte Eingaben von Seiten der Anwender zu verhindern, sind diese Attribute in der
COMOS-DB mit Auswahllisten hinterlegt, die nur die erlaubten Werte enthalten.
Da XMpLant die Werte auf Englisch erwartet, sind auch die Auswahllisten nur auf Englisch
vorhanden.

Auswahlliste "PlantItemNodeName"
In der COMOS-DB finden Sie die Auswahlliste im folgenden Knoten:
"@SYSTEM > @XMpLant XMpLant Konfiguration > PlantItemNodeName"
Die Auswahlliste besitzt die folgenden Werte:

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 281
Oberflächenreferenz
15.6 XMpLant

Name Beschreibung Wert 1 Kommentar


"<default>" "<default>" "<default>" Standardwert: "Equipment"
"Component" "Component" "Component" -
"Equipment" "Equipment" "Equipment" -
"InstrumentLoop" "InstrumentLoop" "InstrumentLoop" Immer für Positionen
verwendet.
"Nozzle" "Nozzle" "Nozzle" -
"PipeConnector" "PipeConnector" "PipeConnector" -
"PipeFlowArrow" "PipeFlowArrow" "PipeFlowArrow" -
"PipingComponent" Immer für Rohrleitungen
verwendet.
"PipingNetworkSegment" "PipingNetworkSegment" "PipingNetworkSegment" Immer für
Rohrleitungsabschnitte
verwendet.
"PiningNetworkSystem" "PiningNetworkSystem" "PiningNetworkSystem" -
"PlantArea" "PlantArea" "PlantArea" -
"ProcessInstrument" "ProcessInstrument" "ProcessInstrument" Immer für Funktionen
verwendet.
"SignalConnectorSymbol" "SignalConnectorSymbol" "SignalConnectorSymbol" -
"SignalLine" "SignalLine" "SignalLine" Datenlinien und Wirklinien
werden beim Export von der
Software erkannt und als
PlantItems des Typs
"SingalLine" exportiert.

Auswahlliste "ComponentType"
In der COMOS-DB finden Sie die Auswahlliste im folgenden Knoten:
"@SYSTEM > @XMpLant XMpLant Konfiguration > ComponentType"
Die Auswahlliste besitzt die folgenden Werte:

Name Beschreibung Wert 1 Kommentar


"<default>" "<default>" "<default>" Standardwert: "Normal"
"Explicit" "Explicit" "Explicit" Die Symboldefinition erfolgt
explizit.
"Normal" "Normal" "Normal" Die Symboldefinition aus
dem Shape-Katalog wird
verwendet
"Parametric" "Parametric" "Parametric" Die Symboldefinition wird
parametrisiert.

P&ID
282 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Auswahlliste "Status"
In der COMOS-DB finden Sie die Auswahlliste im folgenden Knoten:
"@SYSTEM > @XMpLant XMpLant Konfiguration > Status"
Die Auswahlliste besitzt die folgenden Werte:

Name Beschreibung Wert 1 Kommentar


"<default>" "<default>" "<default>" Standardwert: "Current"
"Current" "Current" "Current" -
"Deleted" "Deleted" "Deleted" -
"Modified" "Modified" "Modified" -
"New" "New" "New" -

15.7 DGN

15.7.1 Fenster "Zeichnung importieren und auflösen"

Überblick
Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente des Fensters "Zeichnung importieren
und auflösen":

Kontrollelement Beschreibung
Liste "Zeichnungstyp" Aus dieser Liste wählen Sie den gewünschten
Zeichnungstyp aus. Sie können Dateien
folgender Formate importieren:
 DGN-Dateien
 PID-Dateien
 DWG-Dateien
 DXF-Dateien
 XML-Dateien
Option "Nur Stammobjekte anlegen" Die aktivierte Option bewirkt, dass nur
Stammobjekte und keine Planungsobjekte
angelegt werden.
Die Einstellung der Option wird gespeichert, aber
noch nicht ausgewertet. Für den DGN-Import
können Sie diese Option auch im zweiten Schritt
aktivieren oder ändern.
Feld "Importdatei" Dieses Feld zeigt die aktuell zum Import
ausgewählte Datei an.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 283
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Kontrollelement Beschreibung
Schaltfläche "..." Über diese Schaltfläche öffnen Sie das Fenster
"Importdatei auswählen".
Schaltfläche "OK" Über diese Schaltfläche bestätigen Sie Ihre
Eingaben.

15.7.2 Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen"

Überblick
Im Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte auflösen" bestimmen Sie, wie der Import
der ausgewählten Datei im Detail durchgeführt wird. Ihre Einstellungen gelten nur für den
aktuellen Import und werden nicht gespeichert.
Über die Schaltfläche "Optionen" können Sie außerdem die allgemeinen Import-
Einstellungen konfigurieren. Diese Einstellungen gelten nicht nur für den aktuellen Import,
sondern für alle DGN-Importe. Siehe auch Kapitel Fenster "Optionen" (Seite 287).
Das Fenster ist in vier Bereiche gegliedert:
● Oberer Fensterbereich
● Kontrollgruppe "Einheitenumrechnung (in mm)"
● Detail-Einstellungen zum aktuellen Import
● Schaltflächen im unteren Bereich des Fensters

Oberer Fensterbereich
Die hier angezeigten Daten werden lediglich ausgelesen. Sie können diese Daten nicht
ändern.
Die folgende Tabelle beschreibt den oberen Fensterbereich:

Feld Beschreibung
"Optionen" Dieses Feld zeigt die Konfigurationsdatei an, die zurzeit gesetzt ist. Die
Konfigurationsdatei ändern Sie über die Schaltfläche "Optionen" im Fenster
"Optionen" auf der Registerkarte "Allgemein".
"Dateiname" Dieses Feld zeigt den Namen der im ersten Schritt ausgewählten Import-Datei.
"Dateiversion" Dieses Feld zeigt die Versionsnummer von MicroStation an.
COMOS liest auch aus, ob es sich um eine 2D- oder eine 3D-Zeichnung handelt.
Sie können nur 2D-Zeichnungen importieren. Wenn Sie versuchen eine 3D-
Zeichnung zu importieren, wird eine Fehlermeldung angezeigt.
Der Import unterstützt die DGN-Version 7 und DGN-Version 8.

P&ID
284 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Kontrollgruppe "Einheitenumrechnung (in mm)"


Hier können Sie die importierte DGN-Zeichnung so skalieren, dass Sie den Maßen des
interaktiven Reports entspricht.
Zur besseren Übersicht wird rechts der Druckbereich der DGN-Zeichnung und des
interaktiven Reports in Millimetern angezeigt.
Die folgende Tabelle beschreibt die Optionen der Kontrollgruppe "Einheitenumrechnung (in
mm)":

Option Beschreibung
"1:1" Die aktivierte Option bewirkt, dass die DGN-Zeichnung nicht skaliert wird.
"1:25,4 (Zoll->mm)" Die aktivierte Option bewirkt, dass ein Zoll der DGN-Zeichnung mit 25,4
Millimetern auf dem Report wiedergegeben wird.
"1:1000 (Meter->mm)" Die aktivierte Option bewirkt, dass ein Meter der DGN-Zeichnung mit
1000 Millimetern auf dem Report wiedergegeben wird.
"1: X" Die aktivierte Option bewirkt, dass Sie frei selektieren können, in wie viele
Millimeter eine DGN-Längeneinheit umgerechnet wird. Tragen Sie in das
Feld die gewünschte Skalierung ein.
Wenn Sie einen Wert kleiner als 1 eingeben, skalieren Sie die DGN-
Zeichnung runter.

Detail-Einstellungen zum aktuellen Import


Die folgende Tabelle beschreibt die Optionen, in denen Sie Details zum aktuellen Import
einstellen:

Option Beschreibung
"Nur Stammobjekte anlegen" Die aktivierte Option bewirkt, dass Stammobjekte
für die auf der DGN-Zeichnung platzierten Zellen
erzeugt werden, aber keine Planungsobjekte.
Siehe auch Kapitel Import rückgängig machen
(Seite 171).
Auch die Grafikinformationen der Zeichnung
werden nicht in den interaktiven Report
importiert.
"Nur graphischer Import" Die aktivierte Option bewirkt, dass die
Grafikinformationen der DGN-Zeichnung
importiert werden. Neue Objekte werden nicht
erzeugt.
Siehe auch Kapitel Überblick (Seite 168).
Die importierten graphischen Symbole wandeln
Sie über das Werkzeug "PipeEasy" in Objekte
um. Siehe auch Kapitel Pipe Easy (Seite 139).

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 285
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Option Beschreibung
"Suche nach geänderten Zellen" Die aktivierte Option bewirkt, dass COMOS prüft,
ob geänderte Zellen in der Importmenge
enthalten sind. Als Vergleichsbasis dienen
graphische Attribute, wie:
 Nullpunkt
 Breite
 Höhe
 Linienfarbe
Wenn geänderte Zellen vorhanden sind, wird für
jede erkannte geänderte Zelle ein eigenes
Stammobjekt angelegt.
Name:
[Name des Stammobjekts, das für die erste Zelle
dieses Namens erzeugt wurde] + "_" + [Zähler]
Alternativ zu dieser Option aktivieren Sie die
Option "Immer als lokales Script importieren".
Siehe auch Kapitel Algorithmus zum Erzeugen
der DGN-Stammobjekte (Seite 171).
"Erstelle XML Protokoll" Die aktivierte Option bewirkt, dass eine Log-Datei
am Attribut "XML-Value" des Reports gespeichert
wird.
"Ignoriere Konstruktionsklassen" Die aktivierte Option bewirkt, dass MicroStation
Konstruktionsklassen nicht importiert werden.
"Auch versteckte Schichten importieren" Die aktivierte Option bewirkt, dass in der DGN-
Zeichnung ausgeblendete Ebenen importiert
werden.
"Immer als lokales Skript importieren" Die aktivierte Option bewirkt, dass für die erste
importierte Zelle ein Stammobjekt angelegt wird,
wenn es in der Importdatei mehrere Zellen mit
gleichem Namen gibt.
Die Grafik wird als Script in den Eigenschaften
des Stammobjekts auf der Registerkarte
"Symbole" gespeichert. Die Grafik der
nachfolgenden Zellen wird als lokales Script am
Planungsobjekt gespeichert. Dies ist unabhängig
davon, ob es sich um eine mutierte Zelle handelt
oder nicht.
Diese Option garantiert die beste Qualität der
importierten Grafik.
Alternativ zu dieser Option aktivieren Sie die
Option "Nach mutierten Zellen suchen".
Siehe auch Kapitel Algorithmus zum Erzeugen
der DGN-Stammobjekte (Seite 171).
"Benutze 3D Rotationsmatrix" Aktivieren Sie diese Option, wenn es sich bei der
Importdatei um eine 2D-Zeichnung handelt, die
Sie aus einer MicroStation 3D-Zeichnung in eine
2D-Zeichnung konvertiert haben.

P&ID
286 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Option Beschreibung
"Farben ignorieren" Die aktivierte Option bewirkt, dass die Zeichnung
in COMOS schwarz/weiß dargestellt wird.
"Importiere leere Zellen" Die aktivierte Option bewirkt, dass auch
MircoStation Platzhalter, die Attribute enthalten,
importiert werden.

Konstruktionsklassen werden immer mit importiert.

Schaltflächen im unteren Bereich des Fensters


Die folgende Tabelle beschreibt die Schaltflächen im unteren Bereich des Fensters "DGN-
Zeichnung in Planungsobjekte auflösen":

Schaltfläche Beschreibung
"Optionen" Über diese Schaltfläche öffnen Sie das Fenster
"Optionen", in dem Sie Basiseinstellungen für alle
DGN-Importe vornehmen.
"OK" Über diese Schaltfläche starten Sie den Import.
"Abbrechen" Über diese Schaltfläche schließen Sie das
Fenster "DGN-Zeichnung in Planungsobjekte
auflösen". Ihre Einstellungen werden nicht
gespeichert.

15.7.3 Fenster "Optionen"

Überblick
Im Fenster "Optionen" nehmen Sie Einstellungen an der Konfigurationsdatei vor. Das
Fenster besteht aus folgenden vier Registerkarten:
● "Common"
● "Linientypen"
● "Layers"
● "Schriftarten"

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 287
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Registerkarte "Common"
Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Common":

Kontrollelement Beschreibung
Feld "Konfigurationsdatei" Dieses Feld zeigt beim Öffnen des Fensters die
zuletzt ausgewählte Konfigurationsdatei an.
Die Konfigurationsdatei speichert die im Fenster
"Optionen" getroffenen Zuordnungen.
Schaltfläche "..." Über diese Schaltfläche setzen Sie die
Konfigurationsdatei.
Liste "Aktueller Symboltyp" Diese Liste enthält alle aktuell in COMOS
definierten Planarten mit ihren verschiedenen
Symboltypen. Je nachdem welchen Eintrag Sie
selektieren, werden die entsprechenden Symbole
auf der Registerkarte "Symbole" der neuen
Stammobjekte angelegt.
Standardmäßig zeigt die Liste die Planart des
aktuell geöffneten Reports an.
Empfehlung: Erzeugen Sie für jede Planart eine
eigene Konfigurationsdatei.
Schaltfläche "Speichern" Über diese Schaltfläche speichern Sie die
Änderungen an der Konfigurationsdatei.
Schaltfläche "Speichern unter" Über diese Schaltfläche erzeugen Sie eine neue
Konfigurationsdatei und speichern sie unter dem
angegebenen Namen.
Die neue Datei wird nicht automatisch in das Feld
"Konfigurationsdatei" eingetragen. Selektieren
Sie die Datei über die Schaltfläche "...".
Schaltfläche "Abbrechen" Über diese Schaltfläche schließen Sie das
Fenster, ohne Änderungen in der
Konfigurationsdatei zu speichern.

Registerkarte "Linientypen"
Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Linientypen":

Kontrollelement Beschreibung
Tabelle "Zugeordnete Linientypen" Diese Tabelle zeigt die aktuelle Zuordnung
zwischen COMOS-Linientypen und DGN-
Linientypen an.
Ein DGN-Linientyp darf in genau einem Mapping-
Eintrag vorkommen. Ein COMOS-Linientyp kann
mehreren DGN-Linientypen zugeordnet werden.
Tabelle "COMOS Linientypen" Diese Tabelle zeigt die COMOS-Linientypen an.

P&ID
288 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Kontrollelement Beschreibung
Tabelle "Benutzte DGN-Linientypen" Diese Tabelle zeigt die DGN-Linientypen an, die
in der aktuell selektierten Import-Datei vorhanden
sind.
Der Eintrag "*" ist ein Platzhalter für alle
sonstigen DGN-Linientypen, deren Indexnummer
noch nicht bekannt ist. Diesen Linientypen wurde
kein COMOS-Linientyp zugeordnet. Dieser
Eintrag wird immer angezeigt.
Schaltfläche "<< Zuordnen" Über diese Schaltfläche ordnen Sie einen
Linientyp aus der Tabelle "COMOS Linientypen"
einem Linientyp aus der Tabelle "Benutzte DGN-
Linientypen" zu.
Schaltfläche "Lösen >>" Über diese Schaltfläche lösen Sie die Zuordnung
für den gewählten Eintrag in der Tabelle
"Zugeordnete Linientypen".

Registerkarte "Layers"
Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Layers":

Kontrollelement Beschreibung
Tabelle "Zugewiesene Schichten" Diese Tabelle zeigt die aktuelle Zuordnung
zwischen COMOS-Ebenen und DGN-Ebenen an.
Tabelle "Benutzte DGN Schichten" Diese Tabelle zeigt die DGN-Ebenen an, die in
der aktuell selektierten Importdatei vorhanden
sind.
Der Eintrag "*" ist ein Platzhalter für alle
sonstigen DGN-Ebenen, deren Indexnummer
noch nicht bekannt ist. Diesen Ebenen wurde
keine COMOS-Ebene zugeordnet. Dieser Eintrag
wird immer angezeigt.
Tabelle "Schichten für den aktuellen Diese Tabelle zeigt alle COMOS-Ebenen an, die
Symboltypen" in der aktuell auf der Registerkarte "Common"
ausgewählten Planart vorhanden sind.
Die selektierte Planart wird im Spaltenkopf
angezeigt.
Schaltfläche "<< Zuordnen" Über diese Schaltfläche ordnen Sie eine Ebene
aus der Tabelle "Schichten für den aktuellen
Symboltypen" einer Ebene aus der Tabelle
"Benutzte DGN Schichten" zu.
Schaltfläche "Lösen >>" Über diese Schaltfläche lösen Sie die Zuordnung
für den gewählten Eintrag in der Tabelle
"Zugewiesene Schichten".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 289
Oberflächenreferenz
15.7 DGN

Registerkarte "Schriftarten"
Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Schriftarten":

Kontrollelement Beschreibung
Feld "Pfad auf die Schriftarten Ressourcen Dieses Feld zeigt den Pfad zu der selektierten
Dateien:" Datei an, die die DGN-Schriftarten enthält.
Schaltfläche "…" Über diese Schaltfläche neben dem Feld "Pfad
auf die Schriftarten Ressourcen Dateien:", öffnen
Sie das Fenster "Ordner durchsuchen".
Tabelle "COMOS DGN" Diese Tabelle zeigt die aktuelle Zuordnung
zwischen Windowsschriftarten und DGN-
Schriftarten an
Schaltfläche "…" Über diese Schaltfläche neben dem Feld "Pfad
auf die Schriftarten Ressourcen Dateien:", öffnen
Sie das Fenster "Schriftart".
Tabelle für DGN-Schriftarten Diese Tabelle zeigt die DGN-Schriftarten an, die
in dem aktuell selektierten DGN-Schriftarten-
Verzeichnis vorhanden sind.

Siehe auch
Konfigurationsdatei "DGNImport1.xml" (Seite 252)

P&ID
290 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

15.8 Pipe Easy

15.8.1 Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen"


Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Rohrleitungen
erzeugen":

Kontrollelement Beschreibung
Feld "Stammobjekt für In der COMOS-DB finden Sie eine Rohrleitungsunterbrechung auf der
Rohrleitungsunterbrechung" Registerkarte "Stammobjekte" unter folgendem Knoten: "@01 > PID > 99 > 02 >
01 Rohrleitungsunterbrechung".
Dieses Stammobjekt greift auf die Einstellungen der Kontrollgruppe "Maximaler
Abstand in mm zwischen" zu. Wenn zwei Linien weiter auseinander liegen als im
Feld "Zwei Linien" angegeben und näher sind als im Feld "Zwei
Unterbrechungsenden" eingetragen, werden folgende Objekte erzeugt:
 Ein Rohrleitungsabschnitt
 Zwei Rohrleitungssegmente
 Ein Planungsobjekt für die Rohrleitungsunterbrechung. Dieses
Planungsobjekt wird parallel zum Rohrleitungsabschnitt angelegt.
Auf dem Report wird die Leitung grafisch unterbrochen dargestellt.
Feld "Anschlußpunkt und Linie" Dieses Feld zeigt die maximal erlaubte X/Y-Abweichung des
Koordinatenvergleichs vom Anschluss eines Reportobjekts und einer Linie an.
Die Richtung der Linie wird berücksichtigt.
Feld "Zwei Linien" Dieses Feld zeigt den maximalen Abstand, den zwei Linienenden haben dürfen,
damit der Rohrleitungsabschnitt fortgesetzt wird. Geknickte Linien sind zulässig.
Der erzeugte Rohrleitungsabschnitt folgt dem Knick der Linien.
Hinweis: T-Verbindungen werden nicht erzeugt. Wenn Sie eine Leitung über
einen Knick fortsetzen möchten, muss die Linie am Ende einer anderen Linie
ansetzen.
Feld "Zwei Unterbrechungsenden" Dieses Feld zeigt die maximal erlaubte X/Y-Abweichung des
Koordinatenvergleichs von zwei Unterbrechungsenden an.
Kollineare Linien werden nicht berücksichtigt. An der Unterbrechung müssen die
Linien genau senkrecht oder waagerecht weiterführen.
Die Winkelabweichung darf den Wert im Feld "Maximale Winkel-Ungenauigkeit
in Grad" nicht übersteigen.
Feld "Maximale Winkelungenauigkeit" Dieses Feld zeigt den maximalen Wert an, bis zu dem COMOS zwei Objekte als
rechtwinklig oder kollinear interpretieren soll.
Feld "Ebene für konvertierte Linien" In dieses Feld tragen Sie eine bisher nicht verwendete Ebene ein. Welche
Ebenen im Report bisher verwendet werden, überprüfen Sie über die
Schaltfläche "Ebenen" in der Werkzeugleiste des Reports. Der in diesem Feld
angegebene Ebenenwert gilt jeweils für die nächste Aktion. Wenn Sie für
unterschiedliche Aktionen verschiedene Ebenen verwenden, müssen Sie selbst
notieren, welche Linien zu welchen Ebenen gehören, um diese anschließend
getrennt bearbeiten zu können.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie im Handbuch
"Grundbedienung von Reports", Stichwort "Ebenen".

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 291
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

Kontrollelement Beschreibung
Option "Nur rechtwinklige Linien Die aktivierte Option bewirkt, dass die Richtung der Linien nicht berücksichtigt
zulassen" wird. Stattdessen wird das Feld "Maximale Winkelungenauigkeit" ausgewertet.
Wenn die Winkelungenauigkeit im erlaubten Bereich liegt, hat der erzeugte
Rohrleitungsabschnitt ebenfalls den Winkel der konvertierten Linien.
Rechtwinklige oder kollineare Linien werden nicht normiert. Wenn die
Abweichung vom Vorgabewert zu groß ist, bricht der Rohrleitungsabschnitt an
dieser Stelle ab.
Option "Grafische Attribute Die aktivierte Option bewirkt, dass der Rohrleitungsabschnitt unterbrochen wird,
berücksichtigen" wenn eine Linie die Farbe, den Linientyp oder die Linienbreite wechselt. Für jede
grafische Ausprägung wird ein eigenes Rohrleitungssegment angelegt.
Hinweis: Über den DGN-Import können Sie die grafischen Attribute der DGN-
Dateien in COMOS-eigene Farben und Linientypen konvertieren. Siehe auch
Kapitel Konfigurationsdatei für den DGN-Import (Seite 252).
Liste "Aktion" Siehe auch Kapitel Aktion "Rohrleitungen erzeugen" (Seite 292).
Siehe auch Kapitel Aktionen "Konvertierte Linien löschen", "Konvertierte Linien
ausblenden" und "Konvertierte Linien einblenden" (Seite 293).
Siehe auch Kapitel Aktion "Zu kurze Linien löschen" (Seite 293).
Siehe auch Kapitel Aktion "Linien neu sammeln" (Seite 293).

15.8.1.1 Aktion "Rohrleitungen erzeugen"

Modi
Die Aktion "Rohrleitung erzeugen" kennt zwei Modi, abhängig davon, ob Sie auf dem Report
ein oder mehrere Objekte selektiert haben:
● Kein Objekt selektiert
Wenn Sie kein Objekt auf dem Report markiert haben, werden Rohrleitungen ausgehend
von den Symbolen erzeugt. Anschließend werden ausgehend von den erzeugten
Rohrleitungen weitere Rohrleitungen angelegt.
Wenn keine Symbole auf dem Report platziert sind, hat dieser Modus keine
Auswirkungen.
● Selektion gesetzt
Die selektierten Reportobjekte oder Linien sind die Startobjekte der Konvertierung. Die
erzeugten COMOS-Objekte werden unterhalb des Dokuments unter dem Objekt
"__IMPORT" erzeugt.

Bedienung
Es ist nicht nötig, dass Sie jedes Mal auf die Schaltfläche "Ausführen" klicken. Stattdessen
haben Sie die Möglichkeit auf dem Report mehrere Objekte zu selektieren und sofort mit der
Taste <Return> die Aktion auszuführen.

Hinweis
Die Reihenfolge der Linienkonvertierung hat Einfluss auf die erzeugten Rohrleitungen.

P&ID
292 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

Siehe auch
Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen" (Seite 291)

15.8.1.2 Aktionen "Konvertierte Linien löschen", "Konvertierte Linien ausblenden" und


"Konvertierte Linien einblenden"

Darstellung konvertierter Linien


Konvertierte Linien werden nicht gelöscht, sondern grün und zwei Millimeter breit dargestellt.
Außerdem werden die Linien der selektierten Ebene zugewiesen.

Ebenen
Über die Aktionen "Konvertierte Linien löschen", "Konvertierte Linien ausblenden" und
"Konvertierte Linien einblenden" bearbeiten Sie die Ebene, die Sie im Feld "Ebene für
konvertierte Linien" eingetragen haben. Dabei wird jedes Mal die aktuell eingestellte Ebene
berücksichtigt.

Beispiel
Die Aktion "Konvertierte Linien löschen" löscht also nicht alle konvertierten Linien, sondern
nur die konvertierten Linien auf der Ebene, die aktuell im Feld "Ebene" eingetragen ist.

Siehe auch
Registerkarte "Rohrleitungen erzeugen" (Seite 291)

15.8.1.3 Aktion "Zu kurze Linien löschen"


DGN-Dateien enthalten relativ viele Linien, die kürzer als 1 Millimeter sind. Über die Aktion
"Zu kurze Linien löschen", löschen Sie diese Linien. Dadurch steigt die Performance der
Reportbearbeitung.

15.8.1.4 Aktion "Linien neu sammeln"

Sammlung
Wenn Sie die Aktion "Rohrleitungen erzeugen" ausführen, werden alle Linien des Reports
gesammelt. Danach wird nur noch diese Sammlung bearbeitet. Alle bereits konvertierten
Linien werden aus der Sammlung entfernt.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 293
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

Funktion "Rückgängig"
Wenn Sie die die Funktion "Rückgängig" des Reports ausführen, wird nur die Konvertierung
der Linien rückgängig gemacht. Die Linien werden nicht wieder in die Sammlung eingefügt.
Wenn Sie weiter arbeiten, werden diese Linien nicht mehr von der Aktion "Rohrleitung
erzeugen" erfasst.
Wenn Sie die Aktion "Linien neu sammeln" ausführen, wird die Sammlung der nicht
konvertierten Linien aktualisiert. Diese Aktion ist dann sinnvoll, wenn Sie vorher die Funktion
"Rückgängig" ausgeführt haben.

15.8.2 Registerkarte "Texte zuordnen"


Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Texte zuordnen":

Kontrollelement Beschreibung
Feld "Stammobjekt für Textregeln" Dieses Feld zeigt das Aktionsstammobjekt an, unter dem
die Stammobjekte für Textregeln liegen.
Feld "Attribut für Textregeln" Dieses Feld zeigt den NestedName des Attributs an, nach
dem an den Objekten gesucht werden soll.
Wenn das Comos-Objekt das angegebene Attribut besitzt,
wird der Wert des Attributs als Text an die entsprechende
Script-Funktion übergeben.
Feld "Maximale Abstand-Ungenauigkeit in mm" Dieses Feld zeigt den Wert an, der die Toleranz definiert,
innerhalb der Comos einen Text als noch zu einem Symbol
zugehörig interpretiert.
Sie können den Text oder das Symbol drehen, ohne den
Abstand zu verändern. Eine Drehung findet immer um den
Platzierpunkt statt und ändert die Position des
Platzierpunkts nicht.
Feld "Ebene für konvertierte Texte" In dieses Feld tragen Sie eine bisher nicht verwendete
Ebene ein. Welche Ebenen im Report bisher verwendet
werden, überprüfen Sie über die Schaltfläche "Ebenen" in
der Werkzeugleiste des Reports. Der in diesem Feld
angegebene Ebenenwert gilt jeweils für die nächste Aktion.
Wenn Sie für unterschiedliche Aktionen verschiedene
Ebenen verwenden, notieren Sie selbst, welche Linien zu
welchen Ebenen gehören, um diese anschließend getrennt
bearbeiten zu können.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie
im Handbuch "Grundbedienung von Reports", Stichwort
"Ebenen".

P&ID
294 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

Kontrollelement Beschreibung
Liste "Regel" Diese Liste zeigt die Stammobjekte für Textregeln an, die
unter dem Aktionsstammobjekt liegen.
Liste "Aktion" Siehe auch Kapitel Aktion "Regel anwenden" (Seite 295).
Siehe auch Kapitel Aktion "Alle Regeln anwenden"
(Seite 295).
Siehe auch Kapitel Aktionen "Konvertierte Texte löschen",
"Konvertierte Texte ausblenden" und "Konvertierte Texte
einblenden" (Seite 296).
Siehe auch Kapitel Aktion "Leere Texte löschen"
(Seite 296).

15.8.2.1 Aktion "Regel anwenden"

Symbol und Text


Sie haben eine Regel mittels Symbol und Text erstellt. Über die Aktion "Regel anwenden"
wenden Sie die in der Liste "Regel" selektierte Regel auf alle Reportobjekte an. Selektierte
Objekte werden nicht ausgewertet.
Alle Symbole und Texte werden untersucht. Für Symbole und Texte mit gleicher
Abhängigkeit wird dieselbe Regel angewendet. Der Wert des Feldes "Maximale Abstand-
Ungenauigkeit in mm" für den relativen Abstand (x und y) wird dabei berücksichtigt.

Objekt und Attribut


Sie haben eine Regel über ein Attribut erstellt. Wenn Sie eine Rohrleitung und einen Text
auf dem Report selektieren oder ein Attribut angeben, wird die in der Liste "Regel"
selektierte Regel nur einmalig angewandt.
Wenn der Rückgabewert = "" ist, wird der Text grün dargestellt und auf die Ebene gesetzt,
die im Feld "Ebene für konvertierte Texte" angegeben ist.
Andernfalls wird ein neuer roter Text, mit dem Rückgabewert der Funktion, orthogonal zum
Originaltext erzeugt und auf die Ebene gesetzt, die im Feld "Ebene für konvertierte Texte"
angegeben ist.
Sie können pro Aktion beliebig viele Textregeln mit unterschiedlichen Abhängigkeiten
erzeugen. Die Relationen werden im Stammprojekt auf der Registerkarte "Stammobjekte"
unter dem Knoten "@System > @Profiles > @AllUsers" gespeichert.

Siehe auch
Regeln erstellen (Seite 141)

15.8.2.2 Aktion "Alle Regeln anwenden"


Siehe auch Kapitel Aktion "Regel anwenden" (Seite 295).
Wenn Sie diese Aktion ausführen werden alle Textregeln auf alle Relationen angewendet.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 295
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

15.8.2.3 Aktionen "Konvertierte Texte löschen", "Konvertierte Texte ausblenden" und


"Konvertierte Texte einblenden"
Konvertierte Texte werden nicht automatisch gelöscht, sondern erhalten zunächst nur die
eingestellte Ebene.
Wie auch bei konvertierten Linien haben Sie die Möglichkeit die konvertierten Texte aus-
oder einzublenden oder zu löschen.

15.8.2.4 Aktion "Leere Texte löschen"


Je nach verwendeter Regel können auch Platzhaltertexte verarbeitet werden. Über die
Aktion "Leere Texte löschen" löschen Sie vorhandene Platzhaltertexte.

15.8.3 Kontrollelemente der Registerkarte "Symbol erzeugen"


Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Symbol erzeugen":

Kontrollelement Beschreibung
Feld "Objekt für Symbol" Dieses Feld zeigt das Stammobjekt an, das
verwendet wird, um aus einem Symbol auf einem
Report ein Planungsobjekt zu erzeugen.
Dieses Feld ist ein Pflichtfeld.
Option "Am Stammobjekt" Die aktivierte Option bewirkt, dass ein
DevSymbol mit dem Namen des Symboltyps des
Dokuments am Stammobjekt erzeugt wird. Dabei
wird das in der Selektion generierte Script
verwendet.
Die Planart wird vom aktuell geöffneten Report
übernommen.
Hinweis: Um die Option auszuwählen benötigen
Sie entsprechende Rechte.
Option "Am Reportobjekt" Das DevSymbol am Stammobjekt wird nicht
erzeugt oder geändert. Script wird lokal am
Reportobjekt gespeichert.
Option "Vorhandenes Stammobjektsymbol Die aktivierte Option bewirkt, dass die
benutzen" Symbolgrafik dem DevSymbol des Stammobjekts
entnommen wird.
COMOS prüft nicht, ob das DevSymbol und die
selektierten Linien zueinander passen.
Für die Übereinstimmung der selektierten Linien
mit dem Symbol aus dem Stammobjekt ist der
zuständige Administrator verantwortlich.

P&ID
296 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

15.8.4 Kontrollelemente der Registerkarte "Zuweisung"


Die folgende Tabelle beschreibt die Kontrollelemente der Registerkarte "Zuweisung":

Kontrollelement Beschreibung
Feld "Importiertes Stammobjekt" Dieses Feld zeigt das importierte Stammobjekt
an, das Sie mit einem COMOS-Stammobjekt
verlinken möchten.
Wenn Sie in dieses Feld ein Planungsobjekt
ziehen, verwendet COMOS automatisch das
Stammobjekt des Planungsobjekts.
Feld "COMOS Stammobjekt" Dieses Feld zeigt das COMOS-Stammobjekt an,
das Sie mit einem importierten Stammobjekt
verlinken möchten.
Option "Alle Mutationen verlinken" Beim Import einer DGN Zeichnung werden Zellen
erkannt die den gleichen Namen haben aber
grafisch unterschiedlich sind. Die Stammobjekte
dieser Zellen erhalten einen speziellen Namen.
Die aktivierte Option bewirkt, dass diese Objekte
mit einem COMOS-Objekt verlinkt werden.
Option "Verlinkte Objekte sofort skalieren" Die aktivierte Option bewirkt, dass das importierte
Symbol-Script gelöscht und durch das COMOS-
Symbol-Script ersetzt wird. Dabei wird das Objekt
anhand der Werte skaliert, die in der
Kontrollgruppe "Verlinkte Objekte skalieren"
angegeben sind.
Option "Nullpunktkorrektur durchführen" Die aktivierte Option bewirkt, dass das
Reportobjekt an seine Ursprungskoordinaten
gesetzt wird.

P&ID
Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01 297
Oberflächenreferenz
15.8 Pipe Easy

P&ID
298 Bedienhandbuch, 08/2011, A5E03640193-01