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 Aufnahmemodus

 Familien- und Sozialanamnese


 aktuelle Krankheitsanamnese
 biographische Anamnese
 psychischiatrische Vorgeschichte
 Medikamenten- und Genussmittelanamnese
 somatische Anamnese
 Sexualanamnese
 vegetative Anamnese
 forensische Anamnese

Psychopathologischer Befund
 Bewusstseinsstörungen
 Orientierungsstörungen
 Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen
 formale Denkstörungen
 Befürchtungen und Zwänge
 Wahn
 Sinnestäuschungen
 Ich-Störungen
 Störungen der Affektivität
 Antriebs- und psychomotorische Störungen
 Circadiane Besonderheiten
 Andere Störungen (bspw. Appetit, Libido)

Fall 1 Depression
Zusammenfassung der Anamnese
 Schwierigkeiten morgens aus dem Bett zu kommen und zur Arbeit zu gehen
 nicht mehr geschafft zum Arzt zu gehen und sich krankschreiben zu lassen
 Schlafstörungen
o Einschlafstörung
o Durchschlafstörung
o morgens: Morgentief (Das Gefühl „man käme nicht vorwärts mit sich selbst“)
o Grund: Gedankenkreisen über die eigene Situation und wie man da wieder
rauskommen kann oder was ist, wenn man es nicht schafft
 Verlust des Arbeitsplatzes
 Gefühl des eigenen Versagens
 Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust von 4 kg.
 Sexualanamnese: Libidoverlust
 Gefühlslosigkeit, Empfinden von nichts
 Suizidgedanken, besonders nachts und morgens
o sehr konkrete Pläne getroffen
o bereits versuchter Suizid in einer vorherigen depressiven Phase (Pat. hat sich
auf die Schienen gesetzt)
o Pat. ist nicht absprachefähig
 Gedankenkreisen im Kopf
 Probleme bei der Arbeit: „Ich schaffe das einfach nicht“
o Angst, man würde da nicht mehr rauskommen
o geht seit 3 Tagen ohne AU nicht mehr zu Arbeit
 Pat. bemerkt Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit/Interessensverlust an der Teilnahme
am Leben
o Er übt keine Hobbies mehr aus, war früher immer Schwimmen und
Fahrradfahren
o kann aber Körperhygiene noch ausüben.
 Dem Pat. ist bewusst, dass er seine Kollegen auf der Arbeit hängen lässt

Der Pat. ist wach und bewusstseinsklar, allseits orientiert, keine Konzentrationsstörungen,
mittelschwere Merkfähigkeitsstörungen. Keine Befürchtungen und Zwänge, kein Wahn, keine
Wahrnehmungsstörung, keine Ich-Störungen, mäßige Ratlosigkeit, schwere Deprimiertheit, leichte
Hoffnungslosigkeit, mittelgradige Gereiztheit, deutliche Insuffizienzgefühle, weniger Schuldgefühle,
mäßige Affektlabilität, mäßige Tagesschwankungen, morgens schlechter, mäßiger sozialer Rückzug,
latente Suizidalität, krankheitseinsichtig und behandlungswillig.

Fall 2 Paranoide Schizophrenie


 seit 8 Wochen bestehende Müdigkeit, Pat. wird nicht mehr richtig wach
 Konzentrationsschwierigkeiten, Gefühl, dass so viel um sich herum gleichzeitig
stattfindet
o Die Gedanken reißen einfach ab.
o Es kommen immer neue Gedanken dazu.
o Überall sind Zeichen, die man nicht gleich versteht.
o Es ist alles so viel.
o Sie weiß nicht, wo sie ihre Konzentration hingeben soll.
 Andere können ihre Gedanken lesen oder sie ihr entziehen.  Besonders wenn ihr
jemand in die Augen guckt, besonders ältere Männer
o Das Gefühl, man könne keine Grenze ziehen und sie könnten durch die Augen
alles sehen.
o Auch das Gefühl, dass andere ihre Gedanken manipulieren können.
 Unfokussiertheit
 rezidivierende Symptome, auch schon mal 5 Monate stationäre Behandlung
 Angstzustände
 Verfolgungswahn, wenn man durch die Straßen geht
o verfolgt von wem? - kann sie nicht sagen
o verfolgt von Männern mit dunklen Mänteln
o können aber auch Frauen sein
o Motiv?  will sie nicht sagen, weil gefährlich
 Gefühl, in der eigenen Wohnung von Kameras/Mikrophonen überwacht zu werden
o Die Pat. hat auch schon danach gesucht, aber bisher noch nichts gefunden.
o Wer steckt dahinter?  Vermutungen, aber weiß es nicht genau; will sie nicht
sagen, wen sie vermutet
 Das Gefühl, dass alle einen angucken
 Pat. ist verschlossen, vorsichtig
 Patientin hört Stimmen, aber verneint dies. Patientin flüstert vor sich hin.
o Die Stimmen kommentieren die Situation.