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Osec: Perspektiven für Schweizer KMU in der Ukraine

Über die Investitions- und Exportchancen für Schweizer KMU in der Ukraine
informierte die Osec in Zürich. Das Kompetenzzentrum der Schweizer
Aussenwirtschaftsförderung Osec engagierte dafür mit Botschafter Luzius
Wasescha unter anderen den Verhandlungsleiter des neuen EFTA-
Freihandelsabkommens Schweiz-Ukraine. 60 Schweizer Unternehmer diskutierten
über die Chancen für Schweizer KMU im grössten europäischen Land.

Von Jürg Vollmer / maiak.info

An der Osec-Veranstaltung in Zürich informierten sechs schweizerische und ukrainische


Experten über die Exportchancen für Schweizer KMU in der Ukraine, die sich strategisch
als Brücke zwischen Westeuropa, Russland und den Märkten Zentralasiens positioniert.
Im Kompetenzzentrum der Schweizer Aussenwirtschaftsförderung Osec hatten sich 60
Schweizer Unternehmer versammelt, die zusammengerechnet mehrere Hundert Millionen
Franken in der Ukraine investieren möchten — die grösste Einzel-Investition beträgt alleine
200 Millionen Franken.

EFTA-Freihandelsabkommen als Chance für Schweizer KMU in der Ukraine

“Die Ukraine hat nach dem Wahlsieg von Wiktor Janukowitsch im Februar 2010 viel an
politischer und wirtschaftlicher Stabilität gewonnen und ist nach der Wirtschafts- und
Finanzkrise wieder auf Kurs”, erklärte Marc Buser, Senior Consultant Eastern Europe bei
der Osec. Zudem biete auch die Fussball-Europameisterschaft 2012 neue und
interessante Perspektiven.

Tatsächlich ermöglicht es das am 24. Juni 2010 mit der Ukraine abgeschlossene EFTA-
Freihandelsabkommen Schweizer KMU, ihre Wirtschaft- und Handelsbeziehungen mit
dem 46 Millionen Einwohner zählenden Staat auf einem stabilen Fundament aufzubauen.

Der Kaffeekönig der Ukraine: Peter Wermuth

Die Ukraine sei für die Schweiz — nach Russland — der zweitwichtigste Exportmarkt
unter den Ländern der Gemeinschaft unabhängiger Staaten GUS und damit ein
Zukunftsmarkt mit grossem Potential. “2010 hielten sich die Ein- und Ausfuhren zwischen
der Schweiz und der Ukraine mit je rund 370 Millionen Franken die Waage”, erklärte Ilona
Potemska, Commercial Officer der Schweizer Botschaft in Kiew.
Ein Schweizer Unternehmer, der schon in den 1990er-Jahren das Potential dieses
Zukunftsmarktes entdeckte, ist der Kaffeekönig der Ukraine, Peter Wermuth. Über 100
Filialen seiner KaffeeketteDomkofe baute er seither in der Ukraine und in Russland auf. In
jedem Дом Кофе (Kaffeehaus) bietetPeter Wermuth den besten Kaffee der Stadt zum
Trinken an, verkauft die Maschinen der führenden italienischen Hersteller Saeco, Gaggia
und Elektra — sowie erstklassigen Schweizer Blaser Café.

Luzius Wasescha: Verhandlungsleiter des Freihandelsabkommens Schweiz-Ukraine

Als Bundespräsidentin Doris Leuthard am 24. Juni 2010 zusammen mit den Ministern der
anderen EFTA-Staaten ihre Unterschrift unter das Freihandelsabkommen mit der Ukraine
setzte, stand ein Mann bescheiden daneben: Botschafter Luzius Wasescha, Delegierter
des Bundesrates für Handelsverträge und Verhandlungsleiter für dieses
Freihandelsabkommen.

Luzius Wasescha informierte die 60 Schweizer Unternehmer aus erster Hand über das
Freihandelsabkommen Schweiz-Ukraine. Das Freihandelsabkommen decke den Handel
mit Industrieprodukten und verarbeiteten Landwirtschaftsprodukten, die
Handelserleichterungen, den Dienstleistungshandel, die Investitionen, den Wettbewerb,
den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum sowie das öffentliche Beschaffungswesen
ab.

“Das Freihandelsabkommen hat aber auch einige Ausnahmen, welche Schweizer KMU an
einer emfindlichen Stelle treffen, von der Schokolade bis zu Fahrzeugen”, erklärte Luzius
Wasescha. Trotzdem verschaffe das Abkommen grundsätzlich der Schweiz einen
Wettbewerbsvorteil gegenüber den Ländern, die noch nicht über entsprechende
Vereinbarungen mit der Ukraine verfügen.

Osec: Kompetenzzentrum der Schweizer Aussenwirtschaftsförderung

Die Osec unterstützt Schweizer und Liechtensteiner Unternehmen beim Auf- und Ausbau
ihrer Auslandaktivitäten und ermöglicht so eine schlagkräftige Aussenwirtschaftsförderung.
Abgestützt auf den entsprechenden Beschluss des Schweizer Parlaments bündelt die
Osec seit 2008 auch die Leistungsaufträge der Export-, Import- und Investitionsförderung
sowie der Standortpromotion unter einem gemeinsamen Dach.

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Den Originalbeitrag und Fotos finden Sie hier:

http://www.maiak.info/osec-ukraine-kmu-investition-export-2011