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Fragenkatalog EbF

1. Im Konstrukt „Evidenzbasierte Forschung“ wurde der Begriff „evidence“ aus dem englischen
übernommen, der mit der Bedeutung des dt. Wortes „Evidenz“ nicht vollkommen übereinstimmt.
Welches Adverb würde der engl. Bezeichnung „evidence“ viel näher kommen?
a) nachgewiesen
b) evidentiert
c) nachweisorientiert
d) bewiesen

2. Was verstehen Sie unter Sekundärliteratur?


Sekundärliteratur beinhaltet die Zusammenfassung und die kritische Bewertung von
Originalartikeln, also von Primärliteratur. Bsp.: Zeitschrift „Evidence Based Medicine“

3. Bei einem Originalartikel in dem neue Erkenntnisse zum ersten Mal veröffentlicht werden, handelt es
sich um...
a) Metaanalysen
b) Review
c) Primärliteratur
d) Sekundärforschung

4. Welche eine Antwort ist zutreffend? Folgendes Häufigkeitsmaß ist in Querschnittsstudien


berechenbar...
a) Mortalitätsrate
b) Kumulative Inzidenz
c) lnzidenzdichte
d) Prävalenz

5. Der Begriff „evidenzbasierte Forschung“ wurde zuerst verwendet in...


a) der Wirtschaftswissenschaft
b) demographischen Studien
c) der Medizin
d) industriellen Forschung

6. Welche Institution in D beschäftigt sich überwiegend mit der Erstellung systematischer


Übersichtsarbeiten nach den Prinzipien der evidenzbasierten Forschung?
Deutsches Cochrane Zentrum
7. Nennen Sie 5 Handlungsschritte der evidenzbasierten Medizin!
a) Formulierung einer beantwortbaren klinischen Frage
b) Suche nach der besten verfügbaren Evidenz
c) Kritische Bewertung der Information
d) Prüfung der Anwendbarkeit der Information auf den Patienten
e) Evaluation des eigenen Handelns
8. Welche der nachfolgenden Verfahren in der medizinischen Praxis gehört nicht zu Prinzipien der
„externen klinischen Evidenz“?
a) Berücksichtigung der Meinung eines externen Experten
b) Berücksichtigung der Ergebnisse aus der Forschung zur Genauigkeit diagnostischer Verfahren
c) Berücksichtigung der Ergebnisse medizinischer Grundlagenforschung
d) Berücksichtigung der Ergebnisse klinisch relevanter Forschung

9. Welches Level im Sinne der EbM weisen die Veröffentlichung auf, die die Nachweise für die
Wirksamkeit z.B. einer Therapie aus zumindest einer randomisierten, kontrollierten Studie bieten?
a) Level 1
b) Level 2
c) Level 3
d) Level 4a
e) Level 4b

10. In welche Evidenzklasse werden die Studien eingeteilt, bei denen die Evidenz aufgrund gut
angelegter, methodisch hochwertiger, nicht-experimenteller deskriptiver Studie wie etwa
Vergleichsstudien, Korrelationsstudien oder Fall-Kontroll-Studien belegt wurden?
a) Klasse 1a
b) Klasse 1b
c) Klasse 2a
d) Klasse 2b
e) Klasse 3
f) Klasse 4
g) Klasse 5

11. Nach Sacket wird wissenschaftliche Evidenz in unterschiedliche Evidenz-Klassen eingeteilt. In welche
Evidenz-Klasse fällt demnach Evidenz aufgrund wenigstens einer ausreichend großen, methodisch
hochwertigen, randomisierten, kontrollierten Studie (RCT)?
Klasse 1b
12. Welche Angabe zu systematischen Übersichtsarbeiten ist nicht korrekt?
a) In systematischen Übersichtsarbeiten sollen immer zunächst eigene Daten zum Thema
erhoben werden
b) Finden unter Anwendung vorher definierter Ein- & Ausschlusskriterien statt
c) In s. Ü. werden relevante Informationen aus den Publikationen extrahiert
d) In s. Ü. sollten alle publizierten Studien zu einem bestimmten Thema berücksichtigt werden
e) Metaanalysen zielen auf eine quantitative Synthese des aktuellen Wissenstandes zu einem
bestimmten Thema ab

13. Sie planen eine Untersuchung zum Zusammenhang von arbeitsbedingter Asbestexposition und der
Entwicklung von Lungenkrebs. Dazu gehen Sie zweistufig vor: Zunächst untersuchen Sie den
Zusammenhang mit einer Fall-Kontroll-Studie. Falls sich in dieser Studie signifikante Assoziationen
zwischen beruflicher Asbestexposition und Lungenkrebs finden, führen Sie als nächsten Schritt eine
prospektive Kohortenstudie durch. Fertigen Sie für diese beiden Studientypen jeweils eine Skizze an, aus
der die hier genannte Exposition, der genannte gesundheitsbezogene Endpunkt und der zeitliche Bezug
zwischen Exposition und Endpunkt ersichtlich werden!
14. Bitte nennen Sie die Beobachtungseinheit eines systematischen Reviews!
Einzelstudie

15. Kreuzen Sie bitte die zutreffende Aussagenkombination an. Die Regressionsanalyse eignet sich sehr
gut zur …
a) quantitativen Beschreibung des Zusammenhangs zwischen Zielvariable
(abhängige Variable: AV) und Einflussvariable (unabhängige Variable: UV).
b) Schätzung der Werte der Zielvariablen (AV) mittels der beobachteten Werte der
Einflussvariablen (UV)
c) Prognose für ein Individuum nach der ldentifikation seiner Risikofaktoren.
d) Adjustierung des Zusammenhangs zwischen UV und AV für Confounder.

16. Bei einer Tagung einer wiss. Fachgesellschaft wurde ein neues diagnostisches Verfahren diskutiert,
dessen Validität in einer randomisierten kontrollierten Studie von insgesamt guter Qualität und
Konsistenz, nachgewiesen wurde. Die Daten der Studie stehen im direkten Zusammenhang mit der
Empfehlung, die ausgesprochen werden sollte und wurden nicht extrapoliert. Welchen Empfehlungsgrad
bekommt diese Empfehlung?
a) „Soll-Empfehlung“
b) „Sollte-Empfehlung“
c) „Kann-Empfehlung“
d) „Klinischer Konsensuspunkt“

17. Eine gute wissenschaftliche Publikation ermöglicht anderen die exakte Wiederholung der
publizierten Studie (Replikation). Welcher Abschnitt der Publikation muss alle Angaben dazu liefern, um
dies zu ermöglichen?
Methodenteil
18. Welche der unten aufgeführten Studienformen gehört nicht zur Gruppe der „Nicht interventionellen
klinischen Studien“?
a) Arzneimittelzulassungsstudien
b) Prognosestudien
c) Anwendungsbeobachtungen von Arzneimitteln
d) sekundäre Datenanalysen
e) Fallserein

19. Die Gesamtheit aller Beobachtungseinheiten in einer Studie wird bezeichnet als...
a) Stichprobe
b) Kontrollgruppe
c) Prävalenzrate
d) Querschnittswert

20. In welchen Abschnitt einer wiss. Publikation soll der Vergleich der eigenen Ergebnisse mit dem
aktuellen Stand der Wissenschaft dargelegt werden?
a) Einleitung
b) Methodik
c) Ergebnisse
d) Diskussion

21. Kreuzen Sie bitte die zutreffende Aussagenkombination an. Gute Praxis der evidenzbasierten Medizin
beruht auf...
a) individueller klinischer Erfahrung des Arztes.
b) Werten und Wünschen des Patienten.
c) dem aktuellen Stand der klinischen Forschung.
d) Aktuellen, gesundheitspolitischen Interessen der Krankenversicherung.

22. Welcher der folgenden Studientypen zählt nicht zu den Beobachtungsstudien?


a) Ökologische Studie
b) Prävalenzstudie
c) Randomisierte kontrollierte klinische Studie
d) Querschnittsstudie
e) Kohortenstudie
f) Fall-Kontroll-Studie

23. Was gehört in den Bereich der Sekundärforschung?


a) Narrativer Review
b) Metaanalysen publizierter Daten
c) Gepoolte Reanalysen
d) Prospektive Kohortenstudie
24. Welche vergleichende Maßzahl sollte berechnet werden, wenn in einer Kohortenstudie die
Allgemeinbevölkerung als Vergleichsgruppe dient?
a) standardisierte Inzidenz
b) relatives Risiko
c) Odds-ratio
d) hazard-ratioBitte

25. Welche vergleichende Maßzahl sollte berechnet werden, wenn die Zeit zu einem Ereignis geschätzt
wird?
a) standartisierte Mortalitätsratio
b) relatives Risiko (RR)
c) Odds-ratio
d) Hazard-ratio

26. Für die in den systematischen Übersichtsarbeiten übliche „Forest-Plot“ – Darstellung gilt:
a) Mittels „forest plot“ wird der Effektschätzer der Einzelstudien und zusätzlich der gepoolte
Schätzer grafisch darstellt.
b) Effektschätzer jeder Einzelstudie wird mit Konfidenzintervall auf einer horizontalen oder
vertikalen Achse repräsentiert.
c) Je größer die Fläche der Effektschätzer der Einzelstudie ist, desto größer ist das Gewicht der
Studie, u.a. bedingt durch die Studiengröße.
d) Die gepoolten Effektschätzer werden meist in Form eines Diamanten dargestellt.

27. Bei der Auswertung der zum Vergleich einer neuen Messmethode mit einer Goldstandardmethode
erhobenen Daten wurde ein hoher positiv prädiktiver Wert (PPW) für die neue Messmethode ermittelt.
Welche Charakteristik der neuen Messmethode wird damit beschrieben?
Die (hohe) Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit einem positiven Testergebnis auch
tatsächlich krank ist.

28. Welche grafische Darstellung und welche Maßzahl würden sie zur Beschreibung des Zusammenhangs
zweier nicht normalverteilter, stetiger Merkmale wählen?
Grafische Darstellung: „Scatterplot“ (Punktewolke-Diagramm)
Maßzahl: Korrelationskoeffizient nach Spearman

29. Nennen Sie drei Maßzahlen die Sie an einem Boxplot-Diagramm ablesen können!
- 1. Quartil bzw. 3. Quartil
- Median
- Maximum bzw. Minimum
30. Bei der Planung einer wiss. Studie ist die Entscheidung für einen statistischen Test von zentraler
Bedeutung. Dabei gilt, dass...
a) der Test und das Signifikanzniveau vor Studiendurchführung festzuhalten sind.
b) der Test und das Signifikanzniveau im Studien-Protokoll festzuhalten sind.
c) bei einem festgelegten Signifikanzniveau nach der Berechnung des p-Wertes eine statistisch
geführte Entscheidung zur Ablehnung der Nullhypothese getroffen wird.
d) bei einem festgelegten Signifikanzniveau nach der Berechnung des p-Wertes eine statistisch
geführte Entscheidung zur Annahme der Alternativhypothese getroffen wird.

31. Nennen Sie bitte zwei Beispiele für Interventionen, die im Rahmen von Interventionsstudien
untersucht werden können. Dabei ist es Ihnen überlassen, aus welchem Forschungsbereich (z.B.
Medizinische Forschung) Sie die Beispiele wählen.
Behandlung von Knieschmerzen (Interventionsstudie)
1.) Schmerzmittel
2.) Akupunktur
3.) Placebo

32. Bei der grafischen Darstellung des Zusammenhangs zweier stetiger Merkmale…
a) wird eine Variable eine der beiden Achsen zugewiesen.
b) wird häufig die grafische Form „Scatterplot“ gewählt.
c) bei einem fehlenden Zusammenhang hat die Darstellung eine Tendenz, die Form einer
Ellipse anzunehmen.
d) liegen bei einem 100%-ig linearen Zusammenhang zwischen 2 Merkmalen alle Punkte auf
einer Geraden.

33. Was verstehen Sie unter externer Validität? Nennen Sie eine Maßnahme, um eine hohe externe
Validität zu erreichen!
- Generalisierbarkeit (Verallgemeinbarkeit) von Beobachtungen aus der Stichprobe auf die
Grundgesamtheit.
- Zufallsziehung der Stichprobe aus der Grundgesamtheit

34. Anhand welcher Angaben lässt sich die kumulative Inzidenz einer Erkrankung in einem Jahr
ausrechnen?
Zahl der Neuerkrankungen durch Zahl der Bevölkerung unter Risiko zu Beginn des Jahres

35. Schlechte Generalisierbarkeit der in der Grundlagenforschung gewonnenen Daten bedeutet, dass
die...
a) interne Validität hoch ist.
b) externe Validität niedrig ist.
c) Power niedrig ist.
d) Signifikanz gering ist.
e) Odds ratio groß ist.
37. Wenn die Patienten als Teilnehmer an einer Beobachtungsstudie nur Therapie erhalten, die der
behandelnde Arzt ausschließlich aufgrund der medizinischen Diagnose und des Patientenwunsches
festgelegt hat, handelt es sich bei dieser Studie um eine ...?
a) nicht interventionelle klinische Studie
b) Zulassungsstudie
c) interventionelle klinische Studie
d) epidemiologische Studie

38. Nennen Sie einen Studientyp Ihrer Wahl, der zu den Beobachtungsstudien zählt!
Kohortenstudie, Prävalenzstudie, Ökologische Studie, Fall-Kontroll-Studie

39. Kreuzen Sie bitte die zutreffende Aussagenkombination an. Für die Verblindung sind folgende
Aussagen zutreffend:
a) Verblindung ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung der Patienten in den Studiengruppen.
b) Mittels Verblindung wird der Einfluss möglicher Confounder zufällig auf die
Untersuchungsgruppen verteilt.
c) Verblindung ermöglicht die Beobachtungsgleichheit in allen Studiengruppen.
d) Verblindung ermöglicht die Strukturgleichheit in allen Studiengruppen.

40. Was ist der Unterschied zwischen der komulativen Inzidenz und der Inzidenzdichte?
Der Nenner, einmal steht hier die Anzahl der Personen unter Risiko zu Beginn des Jahres und
einmal die Summe der Zeiten unter Risiko.

41. Kreuzen Sie bitte die eine zutreffende Aussagenkombination an. Zu den Aufgaben der Epidemiologie
zählen...
a) die räumliche Verteilung von gesundheitsbezogenen Zuständen in der Bevölkerung …
b) die zeitliche Verteilung von gesundheitsbezg. Zuständen in der Bev. zu beschreiben
c) Risikofaktoren für Erkrankungen identifizieren.

42. Zum Begriff „Randomisierung“...


a) R. ermöglicht regelmäßige Verteilung der Patienten in den Studiengruppen
b) Mittels R. wird der Einfluss möglicher Einflussgrößen zufällig auf die Untersuchungsgruppen
verteilt.
c) R. ermöglicht die Beobachtungsgleichheit in allen Studiengruppen.
d) R. wird am einfachsten durch doppelte Verblindung erreicht.
43. Was sind die Besonderheiten der Stichprobenziehung in der qualitativen Methodik im Vergleich zur
quantitativen Methodik? Beschreiben Sie diese Besonderheiten in max. 3 Sätzen oder Stichpunkten.
Quantitativ:
- zufällige Auswahl
- möglichst Abbildung der gesamten Untersuchungspopulation
Qualitativ:
- gezielt nach Kriterien der Grundgesamtheit ausgewählt
- Berücksichtigung jeder Merkmalsgruppe, unbenommen ihres quantitativen Anteils

44. Was verstehen Sie unter „Primärforschung“? Definieren Sie bitte den Begriff und nennen Sie ein
Beispiel einer wissenschaftlichen Untersuchung aus dem Bereich der Primärforschung.
Bei der Primärforschung handelt es sich um die Grundlagenforschung. Die Primärforschung
wird als eine empirische Methode genutzt, um neue, bisher noch nicht erfasste Daten zu
erheben.
Gegensatz zur Sekundärforschung.
Experimentelle Forschung, klinische Forschung (z.B. neue Arzneimittel (interventionell),
epidemiologische Forschung (z.B. Impfstudien (interventionell).

45. Welche Angaben benötigen Sie, wenn Sie die kumulative Inzidenz einer Erkrankung in einem Jahr
ausrechnen möchten?
a) Anzahl aller an dieser Krankheit Erkrankten im Untersuchungszeitraum
b) Anzahl der an dieser Krankheit neu Erkrankten im Untersuchungszeitraum
c) Personen unter Risiko zu Beginn des Untersuchungszeitraumes
d) Mittlere Anzahl an Personen unter Risiko im Untersuchungszeitraum

46. Zu den Hauptbereichen der Primärforschung in der Medizin zählen:


a) medizinische Grundlagenforschung
b) klinische Forschung
c) epidemiologische Forschung
d) Metaanalysen und Reviews

47. Wie wird die Gesamtheit aller Beobachtungseinheiten in einer Studie bezeichnet?
Sample

48. Die medizinische Grundlagenforschung...


a) ist häufig experimentelle Forschung.
b) wird anhand von Tierversuchen durchgeführt.
c) beinhaltet u.a. auch biochemische, genetische und physiologische Untersuchungen.
d) schließt auch die Studien zu Arzneimittel- und Materialeigenschaften ein.
49. Bevor neue Arzneimittel eingeführt werden, müssen zunächst ihre Unbedenklichkeit, ihre
Nebenwirkungen und ihre Wirksamkeit durch umfangreiche Untersuchungen erforscht werden. Diese
Untersuchungen...
a) müssen nach Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes (AMG) durchgeführt werden.
b) können auch als nicht interventionelle Prüfungen im Sinne des AMG durchgeführt werden.
c) müssen so gestaltet werden, dass ein Vergleich von Behandlungsverfahren in 2
Untersuchungsgruppen, die sich abgesehen von der Behandlung möglichst wenig
voneinander unterscheiden, möglich ist. Dies soll durch geeignete Maßnahmen insb.
durch randomisierte Zuteilung der Patienten auf die Gruppe erreicht werden.
d) dürfen ausschließlich als Tierversuche durchgeführt werden.

50. Zu den Grundlagenforschungsfeldern in der Medizin zählt...


a) die Entwicklung und Verbesserung analytischer Messverfahren.
b) die Entwicklung und Verbesserung der Diagnostik.
c) die Gensequenzierung.
d) die Entwicklung biometrischer Verfahren.

51. Arzneimittelstudien...
a) unterliegen Anforderungen des Arzneimittelgesetzes.
b) müssen von der zuständigen Behörde genehmigt werden.
c) werden meistens so gestaltet, dass eine Kontrollgruppe mitgeführt wird, die ein Placebo
erhält.
d) dürfen nur nach Stellungnahme der zuständigen Ethikkommission durchgeführt werden.

52. Welche drei Akteure der interventionellen klinischen Studie sollten zwecks Vermeidung von
Verzerrungen nicht davon in Kenntnis gesetzt werden, welche Arzneimittel bei welcher
Untersuchungsgruppe angewendet wurden?
Patient, Statistiker, Prüfarzt

53. Was verstehen Sie unter einer „dreifachen Verblindung“?


Untersucher, Proband und Statistiker wissen in interventionellen (z.B. klinischen) Studien nicht
wer in der Interventionsgruppe und wer in der Kontrollgruppe ist. Dies dient der Vermeidung
von Verzerrungen und gewährleistet Beobachtungs- und Behandlungsgleichheit.

54. Was versteht man unter Strukturgleichheit in interventionellen (z.B. klinischen) Studien? Durch
welche Maßnahme kann diese am besten erreicht werden?
- Gleichverteilung aller Merkmale (bekannter und unbekannter, außer den zu untersuchenden)
- Randomisierung

55. Ein Test zur Messung der Eignung von Berufsanfängern wird validiert. Hierfür wird die Korrelation
zwischen dem Eignungstest und einem drei Jahre später durchgeführten Test zur Erfassung der
Arbeitszufriedenheit bestimmt. Um welche Validitätsart handelt es sich?
Kriteriumsvalidität
56. Nennen Sie zwei Vorteile und zwei Nachteile von offenen Fragen!
+ freie Antwort; jede Merkmalsausprägung ist erfassbar; unbeeinflusst
- kein einheitliches Format; schwer zu verallgemeinern; Auswertungsobjektivität fraglich

57. Nennen Sie zwei Vor- & Nachteile von geschlossenen Fragen!
+ ökonomisch; objektiv
- Motivation; Antworttendenzen

58. Was versteht man unter dem Gütekriterium Objektivität? Nennen Sie zwei Objektivitätsarten und
jeweils zwei Aspekte, durch die sie gewährleistet werden!
= Unabhängigkeit der Ergebnisse von Rahmenbedingungen
Durchführungsobjektivität & Auswertungsobjektivität

59. Beurteilen Sie folgende Aussagen! Kreuzen Sie zutreffende an!


a) Jeder Test besteht aus mehreren manifesten Variablen, die einer oder mehreren latenten
Variablen zugeordnet werden.
b) Mit jeder manifesten Variablen wird der Testperson ein Stimulus (Reiz) geboten, auf den sie
in irgendeiner Weise reagieren muss.
c) Testtheorien sind Theorien darüber, wie das zu erfassende Personenmerkmal das Verhalten
im Test beeinflusst.
d) Operationalisierung ist das Verfahren, mit dem Konstrukte für die Beobachtung zugänglich
gemacht werden.

60. Beurteilen Sie folgende Aussagen! Kreuzen Sie zutreffende an!


a) Bei Konstrukten, deren Ausprägung über die Zeit instabil ist, ist die Retest-Reliabilität ein
geeignetes Maß.
b) Bei Tests die zwei Konstrukte messen, ist es sinnvoll ein anderes Reliabilitätsmaß als die
interne Konsistenz für den Gesamttest anzugeben.
c) Reliabilität und Testlänge sind unabhängig
d) Wenn es Items mit negativen Trennschärfen gibt, ist die Reliabilität geringer als wenn es
keine Items mit negativen Trennschärfen gibt.

61. Nennen Sie zwei Vorteile die die Korrelation gegenüber der Kovarianz hat!
+ ist unveränderlich bei positiv linearer Transformation
+ einfach zu interpretieren

62. Beurteilen Sie folgende Aussagen! Kreuzen Sie zutreffende an!


a) Die aus der Stichprobe gewonnenen Daten können nicht dieselben Kennwerte aufweisen wie
die Gesamtpopulation.
b) In der Interferenzstatistik wird die Stichprobe anhand einiger Kennzahlen beschrieben.
c) Population ist ein anderes Wort für Grundgesamtheit.
d) Je größer die Stichprobe, umso verlässlicher die Schätzer für die Kennwerte der
Grundgesamtheit.
63. Beurteilen Sie folgende Aussagen! Kreuzen Sie zutreffende an!
a) Körpergröße (in cm) ist eine stetige Variable.
b) Haarfarbe ist eine ordinalskalierte Variable.
c) Temperatur (in K) ist eine verhältnisskalierte Variable.
d) Studienfach ist eine diskrete Variable

64. Wenn eine Variable die Standardabweichung 0 hat, dann...


a) ist der Median gleich dem Modus.
b) liegen keine Ausreißer vor.
c) ist die Varianz 1.
d) ist die Spannweite 0.

65. In einer fiktiven Kohortenstudie zur Lungenkrebserkrankung nach Asbestexposition werden in der
Gruppe der 1000 Exponierten in 100 Fällen Lungenkrebserkrankungen diagnostiziert. In der
Kontrollgruppe (n=1500) wurden die Lungenkrebserkrankungen bei 10 Patienten gefunden. Nennen und
berechnen Sie die am besten geeignete Maßzahl zum Vergleich des Effektes von Exposition zu Nicht-
Exposition!
a) Maßzahl: Relatives Risiko
b) Kreuztabelle

Lungenkrebs kein Lungenkrebs


Exponiert ggü. Asbest 100 900 1000

nicht exponiert 10 1490 1500

c) Ergebnis:
RE = 100/1000 = 0,1
RNE = 10/1500 = 0,0067
RRE/NE = (100/1000)/(10/1500) = 15

66. Welche Merkmale eines Testverfahrens beschreiben seine Genauigkeit?


a) Reliabilität
b) Validität
c) Realität
d) Power

67. Zum Thema Konfidenzintervalle trifft folgendes zu:


a) Das Signifikanzintervall Alpha kann frei gewählt werden
b) Das Konfidenzintervall überdeckt den interessierenden Parameter mit einer
Wahrscheinlichkeit 95%, wenn Alpha =.05 ist
c) Wenn die Sicherheitswahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) verringert wird, wird auch
Konfidenzintervall kleiner
d) Die Breite des Konfidenzintervalls ändert sich in Abhängigkeit von der Fallzeit
e) Zur Konstruktion des Konfidenzintervalls wird der Standardfehler benötigt
68. Welche Aussagen zu Null- und Alternativhypothese sind korrekt?
a) Null- und Alternativhypothese schließen sich wechselseitig aus
b) Null- und Alternativhypothese schließen sich nicht wechselseitig aus
c) Je kleiner der p-Wert, desto deutlicher ist die Evidenz gegen die Nullhypothese
d) Die Nullhypothese entspricht der Alternativhypothese

69. Wie wird ein mithilfe statistischer Methoden berechneter Wertebereich bezeichnet, der den
gesuchten, wahren Parameter mit einer vorab definierten Wahrscheinlichkeit überdeckt?
a) Wahrscheinlichkeitsparameter
b) Konfidenzintervall
c) Power
d) Standardabweichung

70. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um von Kausalität sprechen zu können?
a) Ausschluss von Alternativerklärungen
b) Korrelation mit Drittvariablen
c) zeitliche Vorgeordnetheit der unabhängigen Variable
d) Kovariation von unabhängiger Variable und abhängiger Variable

71.

bimodale Verteilung

72. Welche Aussagen über den Korrelationskoeffizienten sind korrekt?


a) Der KK ist gleich der normierten Kovarianz.
b) Der KK hat einen Wertebereich von -1 bis 1.
c) Der KK hat einen Wertebereich von 0 bis 1.
d) Korrelation ist nicht gleich Kausalität.
73. Der Korrelationskoeffizient nach Pearson (rp) gibt Auskunft über die Stärke und Richtung eines
linearen Zusammenhangs zwischen zwei stetigen, normalverteilten Variablen. Bei welchem Wert von r p
ist ein perfekter linearer Zusammenhang zwischen zwei stetigen, normalverteilten Variablen gegeben?
Bei rp = -1 oder 1

74. Was ist unter der sog. „Tendenz zur Mitte“ zu verstehen?
a) Tendenz des Merkmals sich in der Mitte des Raumes zu verteilen
b) Tendenz die nur bei der Bipolarität eines Items auftritt
c) Tendenz der Normalverteilung eines Merkmals
d) Tendenz bei dem Ausfüllen von Fragebögen die mittleren Antwortkategorien zu bevorzugen

75. Was verstehen Sie unter Reliabilität?


Die Zuverlässigkeit einer Messung bei einem erneuten Versuch

76. Eine Untersuchung ist intern valide, wenn...?


a) es keine alternative Erklärung für das Zustandekommen der Ergebnisse gibt
b) die Ergebnisse über den Untersuchungskontext hinaus verallgemeinerbar sind
c) alle Personen das gleiche Alter aufweisen
d) wenn die Reliabilität ebenfalls vorliegt

77. „Anzahl Feuerwehreinsätze“ ist eine...


a) qualitative Variable
b) quantitative Variable
c) quantitative und qualitative Variable
d) weder noch

78. Welche Aussagen zum Median treffen zu?


a) Auch bei Gleichverteilung definiert
b) Ist ein statistisches Maß der zentralen Tendenz
c) Gegenüber Ausreißern unempfindlich
d) Wird auch Durchschnitt genannt

79. In der Interferenzstatistik sollen durch Stichproben Rückschlüsse auf eine zu Grunde liegende
Population getroffen werden. Dazu werden zu testende Hypothesen formuliert. Kreuzen Sie zutreffendes
an!
a) Inhaltliche Hypothesen sind verbale Aussagen und können relativ allgemein formuliert
werden
b) Statistische Hypothesen werden als Formeln ausgedrückt
c) Aus inhaltlichen Hypothesen werden statistische Hypothesen abgeleitet
d) Inhaltliche Hypothesen sind weniger allgemein als statistische Hypothesen
e) Inhaltliche Hypothesen lassen keine Klassifikation im Hinblick auf die Richtung der
Beobachtung zu
80. In einem Konfidenzintervall soll ein ganzer Wertebereich der den Parameter mit einer hohen
Wahrscheinlichkeit beinhaltet angegeben werden. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet nicht
diese Grundidee?
a) Sicherheitswahrscheinlichkeit
b) Überdeckungswahrscheinlichkeit
c) Vertrauenwahrscheinlichkeit
d) Irrtumswahrscheinlichkeit

81. Welche der folgenden Aussagen bezüglich der Validität in der EbF sind richtig?
a) Validität lässt sich nur auf Durchführung und Interpretation eines Tests anwenden.
b) Eine Messung ist valide, wenn die erhobenen Werte geeignete Kennzahlen für die zu
untersuchende Fragestellung liefern.
c) Die Validität gibt die Eignung des Messverfahrens oder eine Frage bezüglich ihrer Zielsetzung
an.
d) Validität gibt das Ausmaß der Unabhängigkeit von Testergebnissen vom Testanwender an.

82. Je größer die Stichprobe desto kleiner ist die Streuung der Stichprobenkennwerte. Kreuzen Sie die
richtigen Schlussfolgerungen aus dieser Aussage an!
a) Die Messung wird genauer, weil der Einfluss des systematischen Fehlers schwindet
b) Je größer n, desto kleiner wird der Standardfehler
c) Mit zunehmender Stichprobengröße ändert sich die Grenze ab der ein Unterschied als
(klinisch) relevant betrachtet wird nicht
d) Kleinere Abweichungen vom Populationsmittel werden in kleineren Stichproben eher
signifikant als in großen Stichproben

83. Welche Arten von Störgrößen gibt es?


a) stationäre
b) systematische
c) unsystematische
d) instationäre

84. Was trifft idealerweise für die Reihenfolge von Items nicht zu?
a) Müssen unabhängig von vorangegangenen Items beantwortet werden können
b) Sind bei Leistungstest oft nach aufsteigender Schwierigkeit geordnet
c) Sind bei Persönlichkeitstests randomisiert
d) Die Lösung des zweiten Items muss durch die Lösung des ersten Items erleichtert werden
85. Was ist der Median? Vorteil ggü. dem arithmetischen Mittel?
Der Median ist ein statistisches Maß der zentralen Tendenz (ein Mittelwert), der dadurch
gekennzeichnet ist, dass 50% der Werte eines untersuchten Merkmals unterhalb und 50%
oberhalb dieses Wertes liegen. Synonym zum Median wird auch 2.Quartil oder 50% Quartil
verwendet.
Vorteil ggü. dem arithmetischen Mittel ist es, dass der Median unempfindlich ggü.
Ausreißern oder schiefen Verteilungen ist.

86. Eine unabhängige Variable...?


a) ist z.B. in einer epidemiologischen Untersuchung der zu untersuchende Risikofaktor
b) Ist auf keinen Fall veränderlich
c) Wird in einer „Wenn-Dann“ Beziehung durch die anhängige Variable beeinflusst
d) Hat nichts mit der abhängigen Variablen zu tun

87. Was versteht man unter „Recallbias“?


Auch „Erinnerungsbias“ genannt. Verzerrung der Studienergebnisse, weil den Probanden
bestimmte Dinge nicht mehr richtig in Erinnerung sind.

88. Im Abschnitt „Ergebnisse“ einer wissenschaftlichen Publikation sollen die in der Studie gewonnenen
Daten in Grafiken und Tabellen vorgestellt werden. Dabei gilt, dass...?
a) die in den Grafiken und den Tabellen vorgestellten Resultaten zusätzlich im Text des
Abschnitts „Ergebnisse“ im Einzelnen geschrieben werden.
b) jede Grafik und jede Tabelle durch ausführliche Beschreibung in der Legende
selbsterklärend wirkt und der Leser die Grafik oder die Tabelle verstehen sollte,
obwohl er den Text nicht gelesen hatte.
c) auf jede Grafik und jede Tabelle im Text unbedingt verwiesen werden soll.
d) die Grafiken ausschließlich farbig und Tabellen schwarz-weiß gestaltet werden.

89. Was ist ein „Publikationsbias“?


Verschweigen oder Nichtveröffentlichung nicht-signifikanter Studienergebnisse kann zur
Verzerrung der tatsächlichen Gegebenheiten führen.

90. Was führt zu einem Publikationsbias?


a) schlechte, unzureichende Literaturrecherche
b) falsch zitierte Literatur
c) Täuschungsversuch durch bloßes Abschreiben fremder Texte
d) Verschweigen oder Nichtveröffentlichen nicht-signifikanter Studienergebnisse
91. Welche Responserate bei einer Studie gilt im Allgemeinen als nicht publikationswürdig oder
aussagekräftig? Eine Responserate von weniger als...
a) 5 %
b) 10%
c) 20%
d) 30%
e) 40%
f) 50%

92. Die Literaturangaben in einer wissenschaftlichen Publikation...?


a) müssen exakt nach den Vorgaben der Zeitschrift zitiert werden
b) müssen alle im Text, in den Tabellen und den Grafiken zitierten Literaturstellen beinhalten
c) dürfen nur dann zitiert werden, wenn ihre Veröffentlichung nicht länger als 15 Jahre
zurückliegt
d) stellen eine wertvolle Hilfe für den Leser dar, da er sich weiter in das Themengebiet
vertiefen kann

93. Auf welcher Skala wird die Merkmalsprägung „Augenfarbe“ angeordnet?


nominaler Skala

94. Bitte wählen Sie im Folgenden die richtige Aussagenkombination!


a) Diskrete Merkmale können abzählbar viele Merkmalsausprägungen annehmen.
b) Stetige Merkmale können jeden beliebigen Wert in einem Bereich (Intervall) annehmen.
c) Nominal- und ordinalskalierte Merkmale sind stets diskrete Merkmale.
d) Metrisch skalierte Merkmale können stetig oder diskret sein.

95. Das Boxplot-Diagramm ist für die grafische Darstellung eines stetigen Merkmals sehr gut geeignet.
Wie viele Prozente einer Verteilung liegen innerhalb der Box?
50% der Verteilung liegen in der Box

96. Wie lautet die Bezeichnung für das statistische Verfahren zur Bereinigung des Effektes einer oder
mehrerer Störgrößen auf einen Behandlungseffekt?
a) Confounding
b) Adjustierung
c) Regressanalyse
d) Standardabweichung

97. In einer Studie wurden Daten der Personen, die bestimmten Risikofaktoren ausgesetzt sind, mit den
Daten der Personen verglichen, die nicht exponiert sind; danach wurde das Auftreten von Erkrankungen
oder Todesfällen in den beiden Gruppen prospektiv beobachtet. Um welchen Studientyp handelt es sich
in diesem Beispiel?
Kohortenstudie
98. In einer Studie wurden Daten von zwei Gruppen von Arbeitnehmern (gegen Exposition A bei der
Arbeit exponierte versus ansonsten vergleichbare nicht-exponierte Arbeitnehmer) erhoben. Prospektiv
wurden exponierte und nicht-exponierte Arbeitnehmer hinsichtlich der Neuerkrankung an Krankheit X
über 20 Jahre beobachtet, um einen möglichen Zusammenhang zwischen Exposition A und Krankheit X
zu ermitteln. Um Welchen Studientyp handelt es sich hierbei?
Kohortenstudie

99. Für die Therapie einer Berufskrankheit steht zur bislang eingesetzten Therapiemethode A. ganz neu
eine Alternative B zur Verfügung. Hinsichtlich ihrer Wirksamkeit sollen nun beide Methoden
gegeneinander getestet werden. Das soll mithilfe einer doppelblinden. randomisierten, kontrollierten
klinischen Studie geschehen. Bislang gibt es keine klinischen Voruntersuchungen, die auf einen
Unterschied in der Wirksamkeit der beiden Therapien beim Patienten hinweisen. Auch in der Literatur
finden sich bislang keine Hinweise auf einen Wirksamkeitsunterschied der beiden Therapien.
Formulieren Sie hierzu bitte die Nullhypothese (H0) und die Alternativhypothese (H1)!
H0: Therapiemethode A und Alternative B unterscheiden sich hinsichtlich ihrer therapeutischen
Wirkung nicht.
H1: Alternative B zeigt eine bessere therapeutische Wirkung als die Therapiemethode A.
Hierbei wird die z.B. die … als relevant betrachtet.

100. Welche Möglichkeiten zur Confounding-Verringerung bei der Durchführung wissenschaftlicher


Studien stehen Wissenschaftlern zur Verfügung?
a) Randomisierung
b) Adjustierung
c) Stratifizierung
d) Matching in Fall-Kontroll-Studie

101. Ein Messinstrument hat umso bessere Präzision desto...


a) höher seine Reliabilität ist
b) niedriger seine Reliabilität ist
c) höher seine Validität ist
d) niedriger seine Validität ist

102. Zur Diagnose einer Erkrankung liegt ein aufwendiges aber sehr kostspieliges Verfahren „A“ („wahrer
Wert“) vor, das zuverlässige Diagnosen liefert. Nun ist ein neues Verfahren „B“ verfügbar, dessen
Zuverlässigkeit geprüft werden soll. Dazu werden insgesamt 2000 Personen jeweils mit beiden Verfahren
getestet. Verfahren „A“ klassifiziert 600 als krank. Verfahren „B“ klassifiziert 550 Personen davon
ebenfalls als krank. Verfahren „A“ klassifiziert die restlichen 1400 als gesund. Von diesen 1400 Personen
haben 1350 Personen auch nach Verfahren „B“ ein negatives Testergebnis.
a) Erstellen Sie eine Vierfeldertafel und berechnen Sie Sensitivität, Spezifität und den PPW für das
Verfahren B. Geben Sie zudem die Prävalenz an!
b) Diese erste Untersuchung erfolgte in einer Klinik. Nun soll der Test in der Bevölkerung einer Stadt
angewendet werden. Würden Sie die gleichen Werte für Sensitivität, Spezifität und PPW erwarten? Falls
nein, welche Werte werden sich unterscheiden?
a)
krank gesund ƹ
Test positiv 550 50 600
Test negativ 50 1350 1400
ƹ 600 1400 2000
Sensitivität= 550/600=0,9167
Spezifität= 1350/1400=0,964
PPW= 550/600=0,9167
Prävalenz=600/2000=0,3

b) PPW ist unterschiedlich, da er abhängig von der Prävalenz ist. Die Prävalenz ist inder Klinik
anders als in der Allgemeinbevölkerung.

103. Nennen Sie bitte drei Funktionen einer Beschäftigungsbefragung!


- Diagnose der IST-Situation im Unternehmen
- Beteiligung der Beschäftigten  Partizipation
- Einhaltung der rechtlichen Vorgaben (psychische Belastung  Gefährdungsbeurteilung)
- Strategische Unternehmenssteuerung inkl. Controlling

104. Nennen Sie den typischen Unterschied zwischen „klassischer“ Sozialforschung und
„Aktionsforschung“!

Klassische Sozialforschung Aktionsforschung

Untersuchte Person Objekt der Betrachtung Gleichberechtigt und


transparente
Zusammenarbeit mit
Forscher
Forscher Trennung zwischen Forscher Forscher ist Teil des
und Objekt Prozesses
Forschungshypothese Geheim Transparent & offen,
Ergebnisse werden
mit Person diskutiert
Begegnungsbedingung Kontrolliert (Labor) & Ökologische
en vorübergehende Begegnung (natürliche) Situation
Forschungshintergrund Forscher wertneutral Oftmals
humanistischer
Werthintergrund

105. Was versteht man unter einer manifesten Variablen? Bitte definieren Sie diesen Begriff und geben
Sie ein Beispiel.
Manifeste Variable = direkt beobachtbare Eigenschaft
z.B. Reaktionszeit
106. Kreuzen Sie bitte die zutreffende Aussagenkombination an. Welche Schritte gehören zur
Umsetzungsphase einer Beschäftigungsbefragung?
a) Alle Akteure im Unternehmen über Ergebnisse informieren
b) Maßnahmen ableiten (partizipativ, interdisziplinär, transparent)
c) Aktionspläne erstellen, Entscheidungen herbeiführen
d) Maßnahmen umsetzen und überwachen
e) Erfolgskontrolle der Maßnahmen

107. Nennen Sie bitte einen statistischen Test, der für die Auswertung der Daten einer
wissenschaftlichen Studie mit verbundenem Studiendesign mittels 2x2 Tafel geeignet ist? Gibt es
besondere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit der von Ihnen genannte Test zur Anwendung
kommen kann? Falls ja, welche?
Gruppenvergleich zweier kategorialer Merkmale: Verbundene Stichprobe
 McNemar-Test

108. Welche eine Aussage ist zutreffend? Auf welcher Skala wird das Merkmal „Körpergewicht“
angeordnet? Freitext
a) auf nominaler Skala
b) auf ordinaler Skala
c) auf metrisch diskreter Skala
d) auf metrisch stetiger Skala

109. Bitte geben Sie zu den genannten Beispielen unter Berücksichtigung des Skalenniveaus die
korrekten grafischen Darstellungsmöglichkeiten an (z.B. Kreisdiagramm bei kategorialer Ausprägung).
a) Schulnoten
Ordinalskala: Säulendiagramm, Balkendiagramm, Stabdiagramm
b) Entfernung vom Wohnort zum Arbeitsplatz in km
Verhältnisskala: metrisch-stetige Merkmalsausprägung: Histogramm, Boxplot, Poligon,
Stängel-Blatt Diagramm
c) Berufsgruppen in einem Unternehmen
Nominalskala: Kreisdiagramm, Säulendiagramm, Balkendiagramm
d) Schuhgröße in cm
Verhältnisskala: Kreisdiagramm, Säulendiagramm, Balkendiagramm
e) Bewertung der eigenen Gesundheit auf einer Skala von 1 bis 5: sehr gut (1),
gut (2), zufriedenstellend (3), Weniger gut (4), schlecht (5)
Nominalskala: Kreisdiagramm, Säulendiagramm, Balkendiagramm

Ab hier fehlende Fragen, die in der Klausur WS 17/18 abgefragt wurden

110. Was ist der ROC-Wert?


a) Receiver-Operating-Characteristic-Kurve
b) guter Übersichtsparameter... (unsicher)
c)...
d)...
111. Nennen Sie drei beobachtende Studien aufsteigen in ihrer Evidenz

112. Nennen Sie jeweils einen Vor- und Nachteil zu den genannten Studien aus 111.

113. Was ist das Konfidenzintervall? (Freitext)

114. Nennen Sie zwei Maßzahlen, die man damit prüfen kann.

115. Nennen Sie eine systematische Störgröße und erklären Sie diese.

116. Erklären Sie den Unterschied zwischen systematischer und unsystematischer Störgröße.

117. Wie bewerten Sie das Item des Fragebogens „Das neue Arbeitszeitmodell ist besser und entlastet
mich bei der Arbeit“ mit 5 Ankreuzmöglichkeiten? (Freitext)

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