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Evidenzbasierte Forschung

1. Untersuchung Zusammenhang Asbest/Lungenkrebs. Erste Stufe: Fall-Kontroll-


Studie. Zweite Stufe: Prospektive Kohortenstudie, jeweils Skizze anfertigen! (3 Pkt.)

1. Fall-Kontroll-Studie durchführen  Hinweise auf kausalen Zusammenhang


=> 2. Entstehung für Kohortenstudie (bisschen besser geeignet)

2. Qualitative Forschung vs. Quantitative Forschung

Qualitative Forschung Quantitative Forschung


Ziel: Beschreiben, Verstehen Ziel: Erklären
Induktives Vorgehen Deduktives Vorgehen
Fallorientierung Variablenorientierung
Ganzheitlich Elementarisch
Offene Verfahren Vorgegebene Kategorien
Stichproben viel kleiner Stichproben größer
Interpretationsbedingte Daten Numerische Daten

3. Definition: Sensivität, Spezifität, prädikativer Wert (positiver, negativer)


Welche der o.g. ist abhängig von Prävalenz (Kennzahl für die Krankheitshäufigkeit)?

- Sensivität: Anteil der Test-Positiven unter den Erkrankten.


- Spezifizität: Anteil der Test-Negativen unter den Nicht-Erkrankten.
- Positiver prädiktiver Wert (PPW): Wahrscheinlichkeit, dass Patient tatsächlich
krank ist, wenn Test positiv.
- Negativer prädiktiver Wert (NPW): Wahrscheinlichkeit, dass Patient tatsächlich
gesund ist, wenn Test negativ.
- Abhängig von Prävalenz? => PPW und NPW
4. Zeichnen Sie Vierfeldertafel mit Studie ihrer Wahl! Jeweils die Werte ausrechnen!

𝑎 40
Sensitivität: 𝑎+𝑐
= 40+20 = 0,6 ≈ 0,67

𝑑 80
Spezifität: = = 0,57
𝑏+𝑑 60+80

𝑎 40
PPW: 𝑎+𝑏
= 40+60 = 0,4

𝑑 80
NPW: 𝑐+𝑑
= 20+80 = 0,8

5. Welche sind die 6 Evidenzklassen nach Sackett und welche Studie steht jeweils
dahinter?
1. Ia: Systematische Übersichtsarbeit randomisierter und kontrollierter Studien.
2. Ib: Mindestens eine hoch-qualitative, randomisierte und kontrollierte Studie.
3. IIa: Mindestens eine gut angelegte, nicht randomisierte und kontrollierte Studie.
4. IIb: Eine gut angelegte, quasi-experimentelle Studie.
5. III: Gut angelegte, nicht-experimentelle Studien.
6. IV: Meinungen und Überzeugungen von angesehenen Autoritäten (aus klinischer
Erfahrung); Expertenkreisen; beschreibende Studien.
7. V: Fallserie oder eine oder mehrere Expertenmeinungen.

6. Je größer die Stichprobe, desto kleiner ist die Streuung der Stichprobenkennwerte
A) Die Messung wird genauer, weil der Einfluss des systematischen Fehlers
schwindet
X B) Je größer n, desto kleiner wird der Standardfehler
X C) Mit zunehmender Stichprobengröße ändert sich die Grenze, ab der ein
Unterschied als (klinisch) relevant betrachtet wird, nicht
D) Kleinere Abweichung vom Popalationsmittel

7. Eine unabhängige Variable (UV) …


X A) ist z.B. in einer epidemiologischen Untersuchung der zu untersuchende
Risikofaktor
B) ist auf keinen Fall veränderlich
C) wird in einer „Wenn-Dann“ Beziehung durch AV beeinflusst
D) hat nichts mit AV zu tun

8. Welche eine richtig? Folgende vergleichende Maßzahl (Effektschätzer) ist in Fall-


Kontroll-Studien berechenbar?
- Odds-Ratio
9. Kreuzen Sie Kombi an! Welcher der folgenden Parameter ist unempfindlich
gegenüber Ausreißern? Welcher empfindlich?
- Median
- arithmetischer Mittel, Varianz

10. Kreuzen Sie Kombi an! Für Konfidenzintervalle trifft zu:


X A Signifikanzniveau alpha (α) kann frei gewählt werden
X B Konfidenzintervall überdeckt den interessierenden Parameter mit einer W´keit
von 95%, wenn α=0,05
X C Wenn Sicherheitsw´keit (Konfidenzniveau) verringert wird, wird auch
Konfidenzintervall kleiner
X D Breite des Konfidenzintervalls ändert sich in Abhängigkeit von der Fallzahl
X E Zur Konstruktion des Konfidenz des Konfidenzintervalls wird der Standard-
fehler benötigt

11. Kreuzen Sie Kombi zu ROC-Kurven an!


X A ROC steht für „Receiver-Operating-Characteristic“
X B … wird die Sensivität auf die Ordinate (y-Achse) und 1-Spezifizität auf die
x-Achse aufgetragen
X C … können einen guten Überblick über das Verhalten eines Diagnose-
Verfahrens geben
X D … größter Abstand der ROC-Kurve zur Winkelhalbierenden kennzeichnet
Immer die bestmögliche Kombination aus Sensitivität und Spezifizität

12. Kreuzen Sie an! Kombi zu diagnostischen Verfahren.


C Diagnostische Verfahren können wichtig für die Entscheidungsfindung im
Rahmen eines bevölkerungsbasierten screenings sein
D Screeninguntersuchungen werden anhand der gleichen Kenngrößen beurteilt
Wie diagnostische Verfahren

13. Kreuzen Sie Kombi an! Welche Schritte gehören zur Umsetzungsphase einer
Beschäftigungsbefragung?
X A Alle Akteure im Unternehmen über Ergebnisse informieren
X B Maßnahmen ableiten (partizipativ, interdisziplinär, transparent)
X C Aktionspläne erstellen, Entscheidungen herbeiführen
X D Maßnahmen umsetzen und überwachen Erfolgskontrolle der Maßnahmen
X E Erfolgskontrolle der Maßnahmen

14. Kreuzen Sie eine an! Schlechte Generalisierbarkeit der in der


Grundlagenforschung gewonnen Daten bedeutet, dass die …
… externe Validität niedrig ist.

15. Kreuzen Sie an! Zur Auswahl des Studientyps in der medizinischen Forschung!
X A Die Auswahl des Studientyps wird durch die Fragestellung bestimmt
X B Die richtige Auswahl des Studientyps entscheidet über Nutzen und Inter-
pretierbarkeit
X C Eine fehlerhafte Auswahl des Studientyps ist nach Studienbeginn nicht mehr
korrigierbar
16. Kreuzen Sie Kombi an! Zur Fallzahlplanung in der medizinischen Forschung:
A Die Fallzahlplanung soll vor der Durchführung der Studie stattfinden
B Der Stichprobenumfang ist so zu wählen, dass ein tatsächlich vorhandener
Effekt mit einer hohen W´keit als statistisch signifikant erfasst wird
C … ist so zu wählen, dass ein Effekt auch tatsächlich nicht existiert, wenn er in
Studie nicht gefunden werden kann
- entscheidender Teil des Studiendesigns
- essenzieller für die Qualität
- wird vor Rekrutierungsbeginn im Studienprotokoll festgeschrieben

17. Kreuzen Sie Kombi an! Zu den Aufgaben der Epidemiologie zählen ….
X A die räumliche Verteilung von gesundheitsbezogenen Zuständen in der
Bevölkerung zu beschreiben
X B die zeitliche Verteilung von gesundheitsbezogenen Zuständen in der Be-
völkerung zu beschreiben
X C Risikofaktoren für Erkrankungen zu identifizieren

18. Kreuzen Sie an! Welche Angaben benötigen Sie, wenn Sie die Mortalitätsrate einer
Erkrankung in einem Jahr ausrechnen möchten?
A Anzahl der Personen, die innerhalb eines Jahres an der Krankheit gestorben
sind

19. Kreuzen Sie Kombi an! Gute Praxis der evidenzbasierten Medizin beruht auf …
A individueller klinischer Erfahrung des Arztes
B Werten und Wünschen des Patienten
C dem aktuellen Stand der klinischen Forschung
- individuelle Situation des Patienten

20. Kreuzen Sie zutreffende an: Die Regressionsanalyse eignet sich sehr gut zur …
A quantitativen Beschreibung des Zusammenhangs zur Zielvariablen
(abhängige Variable: AV) und Einflussvariable (unabh. Variable: UV)
B Schätzung der Werte der Zielvariablen (AV) mittels der beobachteteten Werte
der Einflussvariablen (UV)
C Prognose für ein Individuum nach der Identifikation seiner Risikofaktoren
D Adjustierung des Zusammenhangs zwischen UV und AV für Confounder
=> ALLE SIND RICHTIG

21. Welches Institut in Deutschland beschäftigt sich überwiegend mit der Erstellung
systematischer Übersichtsarbeiten nach dem Prinzip der EbF?
Deutsches Cochrane Zentrum

22. Kreuzen Sie Kombi an! In der Inferenzstatistik sollen anhand von Stichproben,
Rückschlüsse auf eine zu Grunde liegende Population getroffen werden. Dazu werden
zu testende Hypothesen formuliert.
A Inhaltliche Hypothesen sind verbale Aussagen und können relativ allgemein
Formuliert werden
B Statistische Hypothesen werden als Formeln ausgedrückt
C Aus inhaltlichen Hypothesen werden statistische Hypothesen abgeleitet
23. Kreuzen Sie Kombi an! Für die Verblindung sind folgende Aussagen zutreffend:
C Verblindung ermöglicht die Beobachtungsgleichheit in allen Studiengruppen

24. Kreuzen Sie Kombi an! Anhand welcher Angaben lässt sich die kumulative
Inzidenz einer Erkrankung in einem Jahr ausrechnen?
B Anzahl der neu Erkrankten im Untersuchungszeitraum
D Anzahl aller Personen unter Risiko zu Beginn des Beobachtungszeitraumes

25. Kreuzen Sie Kombi an! Welche Merkmale werden zur Validierung eines
Messinstruments herangezogen?
A Reliabilität
B Validität
C Spezifität

26. Welche Merkmale eines Testverfahrens beschreiben seine Genauigkeit?


X A Reliabilität
X B Validität
C Realität
D Power

27. Kreuzen Sie Kombi an! In med. Interventionsstudien kann der Effekt welcher der
folgenden Maßnahmen auf ein gesundheitsbezogenes Outcomes (z.B. gesundheitliche
Zustandsänderung, Vermeidung des Auftretens einer Erkrankung) untersucht werden:
X A Medikamente
X B Operationsverfahren
X C Psychosoziale Intervention
X D Impfungen

28. Welche Antwort ist richtig? Problem in Grundlagenforschung, dass unter


Laborbedingungen gewonnene Ergebnisse oft nicht auf Menschen übertragbar.
Die Studien, bei denen es dennoch gelungen ist, zeichnen sich aus durch …
- eine hohe externe Validität

29. Im Abschnitt „Ergebnisse“ einer wissenschaftlichen Publikation sollen die in der


Studie gewonnen Daten in Grafiken und Tabellen vorgestellt werden. Dabei gilt, dass...
A die in den Grafiken und Tabellen vorgestellten Resultate zusätzlich im Text
Des Abschnitts „Ergebnisse“ im Einzelnen beschrieben werden
B jede Grafik und jede Tabelle durch ausführliche Beschreibung in der Legende
Selbsterklärend wirkt und der Leser die Grafik oder die Tabelle verstehen
Sollte, obwohl er den Text nicht gelesen hatte
C auf jede Grafik und jede Tabelle im Text unbedingt verwiesen werden soll
30. Kreuzen Sie Kombi an! Bei der graphischen Darstellung des Zusammenhangs
zweier stetiger Merkmale …
X A wird einer Variablen eine der beiden Achsen zugewiesen
X B wird häufig die grafische Form „Scatterplot“(Punkte-Wolke Diagramm/gewählt)
X C bei fehlendem Zusammenhang hat die Tendenzdarstellung die Form einer
Ellipse anzunehmen
X D bei einem 100%-ig linearen Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen
Liegen alle auf einer Geraden

31. Wenn die Patienten als Teilnehmer an einer Beobachtungsstudie nur Therapie
erhalten, die der behandelnde Arzt ausschließlich aufgrund der med. Diagnose und
dem Patientenwunsch festgestellt hat Studie ist eine …
X A nicht interventionelle klinische Studie
B Zulassungsstudie
C interventionelle klinische Studie
D epidemiologische Studie

32. Welche Aussagen sind korrekt?


X A Null- und Alternativhypothese schließen sich wechselseitig aus
B Null- und Alternativhypothese schließen sich nicht wechselseitig aus
X C Je kleiner der p-Wert desto deutlicher ist die Evidenz gegen die Nullhypothese
D Die Nullhypothese entspricht der Alternativhypothese

33. Was ist unter der sogenannten „Tendenz zur Mitte“ zu verstehen?
A Tendenz des Merkmals sich in der Mitte des Raumes zu verteilen
B Tendenz die nur bei der Bipolarität eines Items auftritt
C Tendenz der Normalverteilung eines Merkmals
X D Tendenz bei dem Ausfüllen von Fragebögen die mittleren Antwortkategorien
zu bevorzugen

34. Eine Untersuchung ist intern valide, wenn


X A es keine alternative Erklärung für das Zustandekommen der Ergebnisse gibt
B die Ergebnisse über den Untersuchungskontext hinaus verallgemeinerbar sind
C alle Personen das gleiche Alter aufweisen
D die Reliabilität ebenfalls vorliegt

35. In einem Konfidenzintervall soll ein ganzer Wertebereich der den Parameter mit
einer hohen Wahrscheinlichkeit beinhaltet angegeben werden
Bezeichnung der Grundidee:
A Sicherheitswahrscheinlichkeit
B Überdeckungswahrscheinlichkeit
C Vertrauenswahrscheinlichkeit
X D Irrtumswahrscheinlichkeit

36. Was trifft idealerweise für die Reihenfolge von Items nicht zu?
A müssen unabh. von vorrangegangenen Items beantwortet werden können
B sind bei Leistungstests oft nach aufsteigender Schwierigkeit geordnet
C Sie sind bei Persönlichkeitstest randomisiert
X D Die Lösung des zweiten Items wird durch die des ersten Items erleichtert
37. Literaturangaben in einer wissenschaftlichen Publikation
X A müssen exakt nach den Vorgaben der Zeitschrift zitiert werden
X B müssen alle im Text, in den Tabellen und Grafiken zitierter Literaturstelle
Beinhalten
C dürfen nur dann zitiert werden, wenn ihre Veröffentlichung nicht länger als 15
Jahre zurückliegen
X D stellen eine wertvolle Hilfe für den Leser dar

38. Wie lautet die Bezeichnung für das statistische Verfahren zur Bereinigung des
Effektes einer oder mehrerer Störgrößen auf einen Behandlungseffekt?
A Confounding
X B Adjustierung
C Regressionsanalyse
D Standardabweichung

39. Was verstehen Sie unter „Sekundärforschung“? Nennen Sie ein Beispiel!
… eine Methode, die sich an bereits vorhandenen Informationsquellen bedient
Bsp.: - einfache Übersichtsartikel („narrative Reviews“)
- Systematische Reviews
- Metaanalysen

40. Nennen Sie einen Studientyp ihrer Wahl, der zu den Beobachtungsstudien zählt
Kohortenstudie

41. Welche vergleichende Maßzahl (Effektschätzer) sollte berechnet werden, wenn die
Zeit bis zu einem Ereignis (z.B. Tod) geschätzt wird?
Standardisierte Inzidenzratio (SIR)

42. Auf welcher Skala wird die Merkmalsprägung „Augenfarbe“ angeordnet?


Nationalität, Geschlecht
Auf nominaler Skala

43. Was verstehen Sie unter Primärliteratur? Sekundärliteratur? Beispiel


- Originalarbeit, in der neue Erkenntnisse zum ersten Mal veröffentlich werden
- Eine Zusammenfassung und kritische Bewertung oder Bearbeitung von Primär-
Literatur. Bsp.: Evidence Based Medicine

44. Was verstehen Sie unter dem Begriff „Randomisierung“? Nennen Sie 2 Vorteile der
Randomisierung.
1) Zufällige Zuteilung der Patienten/Probanden zu den Therapiearmen/Inter-
ventionsarmen
2)a) Randomisierung ermöglicht gleichmäßige Verteilung der Patienten in den
Studiengruppen (Strukturgleichheit)
b) Strukturgleichheit in allen Gruppen
c) Mittels Randomisierung werden mögliche Einflussgrößen (z.B. Risikofaktoren)
zufällig auf die Untersuchungsgruppen verteilt.
45. Wie viel Prozent einer Verteilung liegen innerhalb der Box eines Boxplot-
Diagramms?
50%

46. Teilnehmer aus unterer sozialer Schicht mit geringem Interesse an Studie und
Thema  Verzerrung (Bias) der Studienergebnisse, da Antwortverhalten zwischen
sozialen Schichten unterschiedlich  Studienpopulation nicht repräsentativ für die
Zielpopulation. Welche Form von Bias
Selektionsbias

47. Nennen Sie statistischen Test der mit verbundenem Studiendesign mittels 2x2
Tafel geeignet ist? Gibt es Voraussetzungen? Falls ja, welche?
mcNemar – Test
Voraussetzungen = keine (nur verbundene Stichprobe)

48. Welchen Wertebereich hat der Korrelationskoeffizient rp nach Pearson? Bei


welchem Wert spricht man von einem perfekten positiven linearen Zusammenhang?
Zwischen zweistetigen, normalverteilten Variablen
Wertebereich von -1 bis +1
rxy oder rp = wäre eine perfekte positiv lineare Korrelation

49. In einem Fragebogen zu BB: „Finden sie auch, dass die neue
Arbeitszeitenregelung die Teams entlastet? Halten Sie diese Fragenkonstruktion für
geeignet? Begründen Sie kurz!
- ungeeignet, da es sich um eine Suggestivfrage handelt!
- Durch die Formulierung und besonders dem Wort „auch“ wird wird suggeriert, dass
man zustimmen sollte, da der Fragensteller die Frage offensichtlich mit „Ja“
beantworten würde

50. Was versteht man unter einer manifesten Variablen? Definition + Beispiel
Latente Variable?
- Def.: direkt beobachtbare (messbare) Eigenschaft
Beispiele: Geschlecht, Augenfarbe
- Selbst nicht direkt beobachtbar, z.B. Intellugenz => manifestieren sich in
beobachtbaren Größen

51. In einem Fragebogen einer BB folgendes Item: „Meine Arbeitszeiten sind zu lang
und meine Aufgaben sind zu komplex“ 5-stufige Antwortmöglichkeit
- „trifft überhaupt nicht zu“ bis „trifft vollständig zu“ Halten Sie diese
Fragenkonstruktion für geeignet? Begründen Sie ihre Einschätzung kurz.

Nein, da zwei Sachverhalte (Arbeitszeit und Komplexität) abgefragt werden.


Diese beiden Sachverhalte können nicht mit einer Antwort beantwortet werden, da
Verschiedene Kombis möglich sind. Es sind zwei Fragen notwendig.
52.a) Nennen Sie typ. Unterschied zwischen „klassischer“ Sozialforschung und
Aktionsforschung!
b) Bsp. für a)
- klassische: untersuchte Person = „Objekt der Betrachtung“; Trennung zwischen
Forscher und Objekt
- Aktionsforschung: Forscher + Objekt arbeiten gleichberechtigt und transparent
zusammen
Bsp.: - klassische: Matheaufgabe in Schule => ohne Hilfe; Lehrer schaut sich nur an wie
Schüler versuchen zu lösen
- Aktionsforschung: Matheaufgabe in Schule => Lehrer gibt Tipps => Hinweis, dass
man vielleicht kürzen kann

53. Was verstehen Sie unter „Reliabilität“?


= Genauigkeit einer Methode (Präzision)
! Die Zuverlässigkeit einer Messung bei einem erneuten Versuch !
= Wiederholbarkeit ... beschreibt inwieweit ein Messverfahren bei
Versuchswiederholung gleiche Resultate konsistent liefert
 Angaben zur Präzision = Auftreten zufälliger Fehler

54. Beschäftigungsbefragung – Nennen Sie 3 Funktionen! (Wozu ist die BB gut?)


- Diagnose der Situation im Unternehmen
- Beteiligung der Beschäftigten
- Einhaltung rechtlicher Vorgaben
- (strategische Unternehmenssteuerung inkl. Controlling)

55. Definition Publikationsbias


Statistisch signifikante „Positive“ Ergebnisse werden u.U. häufiger veröffentlicht.
 Nicht-signifikante Ergebnisse werden verschwiegen => Verzerrung

56. Nennen Sie grafische Darstellungsform, welche für Abbildung eines metrisch-
stetigen Merkmals geeignet ist.
Histogramm

57. Eine gute wiss. Publikation ermöglicht anderen die exakte Wiederholung der
Studie (Replikation). Welcher Abschnitt muss alle Angaben liefern, um dies zu
ermöglichen?
Der Methodenteil

58. Kreuzen Sie an! Was bedeutet „evidence“ im Kontext evidenzbasierter Forschung?
Nachweisorientiert

59. Bitte nennen Sie die Beobachtungseinheit eines systematischen Reviews.


Einzelstudie

60. Wie wird die Gesamtheit aller Beobachtungseinheiten in einer Studie bezeichnet?
Stichprobe
61. Nennen Sie 2 Beispiele für Interventionsmethoden – Arten!
- Therapeutische Maßnahmen (z.B. Medikamente)
- Präventive Maßnahmen (z.B. Impfen)
- Rehabilitative Maßnahmen
- Schulungsmaßnahmen

62. In einer Studie Daten von 2 Gruppen (exponierte vs. nicht – exponierte
Arbeitnehmer). Prospektiv wurden diese hinsichtlich der Neuerkrankungen (Krankheit
x) über 20 Jahre beobachtet um Zusammenhang von Exposition A und Krankheit x zu
ermitteln. Welcher Studientyp ist dies? Wenn retrospektiv?
- (prospektive) Kohortenstudie
- (retrospektive) Fall-Kontroll-Studie

63. Welche eine Aussage richtig? Auf welcher Skala wird das Merkmal
„Körpergewicht“ angeordnet?
- auf metrisch-stetiger Skala

64. Was verstehen Sie unter externer Validität? Nennen Sie eine Maßnahme, um eine
hohe externe Validität zu erreichen.
- Generalisierbarkeit (Verallgemeinbarkeit) von Ergebnissen aus der Stichprobe auf
Die Grundgesamtheit.
- Zufallsziehung der Stichprobe aus der Grundgesamtheit.

65. Warum ist es nicht sinnvoll, das arithmetische Mittel (Mittelwert) bei
nominalskalierten Variablen zu berechnen? Erklären Sie anhand eines Beispiels!
Bsp.: nominal = Studiengang  SiTe, BWL, Mathe
Augenfarbe = grün, blau, grau => Mittelwert nicht möglich
Im Gegensatz zu Alter in Jahren => Mittelwert möglich

66. Geben Sie jeweils die korrekten grafischen Darstellungsmöglichkeiten an (z.B.


kategorialer Ausprägung = Kreisdiagramm)
a) Schulnoten
b) Entfernung Wohnort-Arbeit in [km]
c) Berufsgruppen in einem Unternehmen
d) Schuhgröße in cm
e) Bewertung Gesundheit auf Skala
(1) sehr gut bis (5) schlecht

a) Schulnoten = Säulendiagramm
b) Entfernung = Boxplott
c) Berufsgruppen = Histogramm
d) Schuhgröße = Boxplott
e) Gesundheit = Kreisdiagramm

67. Definition: Recallbias


Auch „Erinnerungsbias“ genannt!
Verzerrung der Studienergebnisse, weil den Probanden bestimmte Dinge (z.B.
Expositionszeiten zu Risikofaktoren) nicht mehr richtig in Erinnerung sind.
68. Zur Therapie von BK bislang Methode (A) und nun Methode (B) zur Verfügung.
Wirksamkeiten sollen mithilfe einer Doppelblinden, randomisierten, kontrollierten
klinischen Studie geprüft werden. Bislang keine Voruntersuchungen / keine Literatur.
Formulieren Sie Nullhypothese (H0) und die Alternativhypothese (H1)
- H0: Die Methoden unterscheiden sich nicht oder die neue (B) ist schlechter als die
Alte (A).
- H1: Die neue Methode (B) ist besser als die herkömmliche Methode (A)

69. 1000 Exponierte => 100 Fälle von Krebserkr. Kontrollgruppe u=1500 => 10
Lungenkrebs.
a) Maßzahl?
b) Kreuztabelle?
c) Berechnen der Maßzahl
a) Relatives Risiko (Effektivschätzer)
b) Kreuztabelle
Krebs kein Krebs gesamt
exponiert a) 100 b) 900 1000
nicht exponiert c) 10 d) 1490 1500
110 2390 2500

𝑎
c) RE = 100 / 1000 = 0,1 = 10% 𝐼1 = 𝑎+𝑏
𝑐
RNE = 10 / 1500 = 0,0067 = 0,67% 𝐼2 =
𝑐+𝑑

RRE/NE = (100/100)/(10/1500) = (100*1500)/(10*1000) = 150000 /10000 = 15

Alternativ: Rechnung Odds Ratio

70. Vier- Fehler-Tafel


erkrankt nicht erkrankt gesamt
Gruppe 1 a b a+b
exponiert
Gruppe 2 c d c+d
nicht-exponiert
Gesamt a+c b+d a+b+c+d

𝒂 𝒄 𝑶𝒅𝒅𝒔𝟏 𝒂⁄
𝒃
Odds1 = Odds2 = OR = = 𝒄⁄
𝒃 𝒅 𝑶𝒅𝒅𝒔𝟐 𝒅

71. Welche Grafische Darstellung und welche Maßzahl würden Sie zur Beschreibung
des Zusammenhangs zweier stetiger, nicht normalverteilter Merkmale wählen?
- Grafische Darstellung: „Scatterplott“ (Punkte-Wolke Diagramm)
- Maßzahl: Korrelationskoeffizient nach Spearman
72. Bei der Auswertung der zum Vergleich einer neuen Messmethode mit einer
Goldstandardmethode erhobenen Daten wurde ein hoher positiv prädiktiver Wert
(PPW) für die neue Messmethode ermittelt. Welche Charakteristik der neuen
Messmethode wird damit beschrieben?
Die (hohe) Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit einem positiven Testergebnis
auch tatsächlich krank ist.

73. Nennen Sie drei Maßzahlen, die Sie an einem Boxplott-Diagramm ablesen können.
1) 1.Quartal bzw. 3. Quartal
2) Median
3) Maximum bzw. Minimum

74. Was ist der Unterschied zwischen der kumulativen Inzidenz und der
Inzidenzdichte?
Kumulative Inzidenz Inzidenzdichte

𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝐹ä𝑙𝑙𝑒 𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝐹ä𝑙𝑙𝑒


𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝑃𝑒𝑟𝑠𝑜𝑛𝑒𝑛 ∑ 𝑃𝑒𝑟𝑠𝑜𝑛𝑒𝑛𝑧𝑒𝑖𝑡 𝑢𝑛𝑡𝑒𝑟 𝑅𝑖𝑠𝑖𝑘𝑜 "𝑃𝑒𝑟𝑠𝑜𝑛𝑒𝑛𝑗𝑎ℎ𝑟𝑒"

75. Was verstehen Sie unter einer „dreifachen Verblindung“?


Untersucher, Proband und Statistiker wissen in interventionellen Studien nicht wer in
der Interventionsgruppe und wer in der Kontrollgruppe ist. Dies dient der Vermeidung
von Verzerrungen und gewährleistet Beobachtungs- und Behandlungsgleichheit.

76. Was versteht man unter Strukturgleichheit in interventionellen Studien? Durch


welche Maßnahmen kann diese am besten erreicht werden?
1) Gleichverteilung aller Merkmale (bekannter und unbekannter; außer den zu
untersuchenden)
2) Randomisierung

77. Was ist der Median? Ein Vorteil gegenüber dem arithmetischen Mittel
Der Median ist ein statistisches Maß der zentralen Tendenz, wobei sich 50% der
Werte oberhalb des Medians und 50% unterhalb liegen.
Vorteil: Median ist unempfindlich gegenüber Ausreißern oder schiefen Verteilungen

78. Voraussetzungen für „kausale“ Schlussfolgerungen


- Kovariation von UV und AV
- zeitliche Vorgeordnetheit der UV
- Ausschluss von Alternativerklärungen

79. Welche sind die 5 Handlungsschritte der evidenzbasierten Medizin?


1. Formulierung einer beantwortbaren klinischen Frage
2. Suche nach der besten verfügbaren Evidenz
3. Kritische Bewertung der Information
4. Prüfung der Anwendbarkeit der Information auf den Patienten
5. Evaluation des eigenen Handelns
80. Was sind Besonderheiten der Stichprobenziehung in der qualitativen Methodik im
Vergleich zur quantitativen Methodik? Beschreiben Sie diese in max. 3 Sätzen oder
Stichpunkten
Stichproben in der qualitativen Forschung sind viel kleiner als in der quantitativen
Forschung.
Dies liegt daran, dass in der qualitativen Methodik interpretationsbedürftige und in der
quantitativen Methodik numerische Daten vorliegen.

81. Was verstehen Sie unter Primärforschung? Nennen Sie ein Beispiel!
… eine empirische Methode um neue, bisher noch nicht erfasste Daten zu erheben.
Bsp.: - experimentelle Forschung
- klinische Forschung
- epidemiologische Forschung

Methoden der Mess- und Prüfdatenanalyse


1. Trendtest nach Jonckheere

1. Voraussetzungen prüfen: N ≥ 12 und n1 = n2 = n3

2. Hypothesen:

H0: F1 = F2 = F3 Bsp.: H0: A = B = C


H1: F1 < F2 < F3 H1: A < B < C

3. Die Messwerte einzeln für jede Stichprobe der Größe nach sortieren

4. Bildung von Stichprobenpaaren

A>B A>C B>C  Vorgabe von „1“ sonst Vorgabe


A=B A=C B=C  Vorgabe von „0,5“ von „0“
=> „E“, Summe aller Punkte

5. µE und σE berechnen (beide auf Formelzettel)

6. z1 – α aus der NV-Tabelle suchen rückwärts


muss evtl. interpoliert
Bsp.: α = 0,05  z1 – α = z0,95  1,645 werden

7. Testentscheidung (Formel auf Zettel)

E ≤ µE - z1 – α * σE

 Wenn korrekt, dann H0 beibehalten


2. Kolmogorov – Smirnov – Test

1. Hypothesen

H0: F(x) = F0(x)


H1: F(x) ≠ F0(x)

2. Arbeitstabelle erstellen: xi der Größe nach sortieren!

i xi F0(xi) Փxi Fn+ Fn- |𝐹𝑛+ − Փ𝑥𝑖 | |𝐹𝑛+ − Փ𝑥𝑖 |


1
2 𝑥𝑖 − 𝑥̅ Aus 𝑖 𝑖−1
max. Wert aus den letzten
3 𝜎 NV- 𝑛 𝑛
4 Tabelle beiden Spalten
5 𝑥̅ 𝑢𝑛𝑑 𝜎 ablesen
6 gegeben kmax =
. 𝑠𝑢𝑝|𝐹0(𝑥) − 𝐹𝑛(𝑥)|
. 𝑥∈𝑅
.
.
.
n: Gesamtanzahl der Werte (hier: n=6)

3. Grenzwert aus K-S-Tabelle ablesen

kn;1 –α z.B.: k10; 1 – 0,05 = k10; 0,95 = 0,409

4. Testentscheidung kmax ≤ kn;1 –α

 wenn korrekt, dann H0 beibehalten

3. Siegel – Tukey – Test

1. Hypothesen:

H0: F(z) = G „Entstammen einer Grundgesamtheit“


H1: F(z) ≠ G „Entstammen nicht einer Grundgesamtheit“

2. Arbeitstabelle erstellen (V und G aufsteigend sortieren)

i V G v(i) g(i)
1 ….. …..
2 ….. …..
3 ….. …..
4 ….. …..
5 ….. …..
6 ….. …..
.
. ∑ 𝑣(𝑖) = 𝑅1 ∑ 𝑔(𝑖) = 𝑅2
.
𝑁
2𝑖 , 𝑓ü𝑟 𝑖 𝑔𝑒𝑟𝑎𝑑𝑒 1 < 𝑖 ≤
2
𝑁
2(𝑁 − 𝑖) + 2, 𝑓ü𝑟 𝑖 𝑔𝑒𝑟𝑎𝑑𝑒<𝑖≤𝑁
𝑔(𝑖) = 2
𝑁
2𝑖 − 1 , 𝑓ü𝑟 𝑖 𝑢𝑛𝑔𝑒𝑟𝑎𝑑𝑒 1 ≤ 𝑖 ≤
2
𝑁
{ 2(𝑁 − 𝑖) + 1, 𝑓ü𝑟 𝑖 𝑢𝑛𝑔𝑒𝑟𝑎𝑑𝑒 2 < 𝑖 ≤ 𝑁

3. U1 und U2 berechnen (siehe Formelzettel)  min(U) = min(U1, U2)

4. z berechnen min Umin (siehe Formelzettel)

5. U(Θα/2) und U(Θ1-α/2) aus NV-Tabelle suchen rückwärts

z.B.: α = 0,05  Θ0,025 ……………????

6. Testentcheidung U(Θα/2) ≤ z ≤ U(Θ1-α/2)


 wenn korrekt, dann H0 beibehalten

4. Conover und Schaich / Hamerle

1. Hypothesen:

H0: es existieren signifikante Unterschiede


H1: es existieren keine signifikanten Unterschiede

Conover
Kritischer Wert: 𝑥𝑘𝑟𝑖𝑡 = |… | > 𝑡𝑁−𝑑𝑡,1−𝛼 ∗ √… ∗ √…
2

Aus Student-Tabelle

Schaich / Hamerle
Kritischer Wert: 𝑥𝑘𝑟𝑖𝑡 = |… | > √χ 2𝑑𝑡,1−𝛼 ∗ √… ∗ √…

Aus χ 2 –Tabelle

Gilt für beide:


Vergleich 1 und 2 Bsp.: 2,5 > 4 ↯ wenn falsch, wie im Bsp.
Vergleich 1 und 3  Schwellenwerte werden nicht überboten
Vergleich 2 und 3  H0 verworfen und H1 angenommen

5. F – Test

1. Hypothesen:
H0: 𝜎22 = 𝜎12
H1: 𝜎22 ≠ 𝜎12
2. T berechnen Formel (siehe Formelzettel)

𝑆22 𝐶ℎ𝑎𝑟𝑔𝑒 2
𝑇= =⋯ immer 𝐶ℎ𝑎𝑟𝑔𝑒 1 !
𝑆12

3. P Wert bestimmen aus F-Verteilungstabelle P(F(n2, n1, 1-α/2))

Spalte Zeile
4. Testentscheidung P(F(n2, n1, 1-α/2)) > T
 wenn korrekt, dann H0 beibehalten

6. Bartlett – Test

1. Hypothesen:
H0: Varianzen sind gleich
H1: Varianzen sind ungleich

2. N und k bestimmen
N = n1+n2+n3+… k: Anzahl Chargen

Bsp.: n1=10 n2=8 n3=7 N=25 k=3

3. Varianzen der einzelnen Chargen/Spalten berechnen

Mode /2/1  Werte in Tabelle eingeben …………????

4. Gesamtvarianz SG2 berechnen Formel auf Formelzettel

1
SG2 = ∗ ∑(𝑛𝑖 − 1) ∗ 𝑠𝑖 2
𝑁−𝑘

5. T berechnen

(𝑁−𝑘)∗ln(𝑆𝐺2 )…
𝑇= 1 Formel auf Formelzettel
1+ …
3(𝑘−1)

6. kritische Werte aus χ 2-Tabelle bestimmen


Nur wenn beidseitig in Aufgabenstellung
χ 2𝑘−1,𝛼 𝑢𝑛𝑑 χ 2𝑘−1,1−𝛼
Wenn korrekt, dann H0 beibehalten
7. Testentscheidung χ 2𝑘−1,𝛼 ≤ 𝑇 ≤ χ 2𝑘−1,1−𝛼

7. Wald – Wolfowitz – Test

1. Hypothesen:

H0: zufällige Reihenfolge


H1: keine zufällige Reihenfolge
2. Werte der Größe nach sortieren und Median bestimmen
(ungerade Stichprobe  Median wird herausgenommen)

3. Tabelle unsortiert i, xi - 𝑥̃, zi wenn xi - 𝑥̃ = +  zi = 1


xi - 𝑥̃ = -  zi = 0
xi - 𝑥̃ = „0“ zi = ½
 Je Vorzeichenblock wird ein Run gezählt, z.B.: 3 Runs  R = 3
Anzahl Werte zi(-) und (+)  n1 & n2 siehe Tabelle

4. kritische Werte aus Tabelle Γα/2 und Γ1-α/2 mit n1, n2

5. Testentscheidung
Γα/2 ≤ R ≤ Γ1-α/2  wenn korrekt, dann H0 beibehalten

8. Test von Cox und Stuart

1. Hypothesen:

H0: kein Trend oder H0: kein Aufwärtstrend H0: kein Abwärtstrend
H1: Trend oder H1: Aufwärtstrend H1: Abwärtstrend

2. Mittelwert der Datenreihe bestimmen


𝑛+1
gerader i: m = n/2 und ungerader i: 𝑚 = 2

3. Differenzbildung yi = xi+m – xi
z.B.: i(13) – i(1) = 47,8 – 52,4 = -4,6 usw…..
i(14) – i(2) = 42,0 – 37,4 = +4,6

4. T und L bestimmen T: Anzahl der positiven „yi“-Werte z.B. T= 5


L: Anzahl „yi“-Werte die ungleich „0“ sind z.B. L = 12

5. Γ* berechnen Formel auf Formelzettel


 dafür U(1-α/2) aus NV-Tabelle suchen (rückwärts)

6. Testentscheidung Γ* < T < L - Γ*


 wenn korrekt, dann H0 beibehalten

9. Kruskal – Wallis – Test

1. Hypothesen:

H0: µ1 = µ2 = µ3
H1: µ1 ≠ µ2 ≠ µ3
∑𝑖
2. Rangsummentabelle erstellen 𝑅𝑊 =
𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝑥𝑖
i 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 …
Rangwert 2,5 2,5 2,5 2,5 5 8 8 8 8 8 …
xi 1 1 1 1 2 3 3 3 3 3 …
1+2+3+4
Bsp.: RW = 4
= 2,5 Werte ansteigend sortieren

3. Ties bestimmen (Ties nur bei mindestens 2 von einer Sorte)

Noten Anzahl
1 4 mal 2 fällt raus  k=1 fester Wert
3 5 mal => 4 Ties k: Ausfallzahl
4 4 mal N: Anzahl Stichprobengruppen
5 3 mal

4. Berechnung Freiheitsgrad dt = N – k = 3 – 1 = 2

5. kritischen Bereich aus χ 2 –Tabelle ablesen: H (1-α, dt) Bsp.: H(0,9; 2) = 4,605

6. Summe der Rangwerte für einzelnen Klassen/Gruppen berechnen R1 = ∑ 𝑅𝑊𝑘1

7. H berechnen (Formel auf Formelzettel)


Fallunterscheidung:
12
……
𝑛(𝑛+1)
H= Tie ≤ 1  einfaches Verfahren
1……
Tie > 1  komplexes Verfahren

8. Testentscheidung
H < H(1-α, dt)  wenn korrekt, dann H0 beibehalten

10. Mann – Widney – U – Test (Wilcoxon – Rangsummentest)

1. Hypothesen:
H0: F(z) = G(z) Bsp.: V = G
H1: F(z) ≠ G(z) V≠G

2. Arbeitstabelle erstellen
i V G R(V) R(G)
1 ….. 1 i Werte übernehmen
2 ….. 2
3 ….. 3
4 ….. 4
V und G aufsteigend sortieren !
5 ….. 5
6 ….. 6
.
.
.
𝑖+𝑖 𝑖+𝑖+𝑖
Bei gleichen Werten in unterschiedlichen Spalten 2
oder 3

3. R1 und R2 berechnen R1 = ∑ 𝑅(𝑉); R2 =∑ 𝑅(𝐺)


4. U1 und U2 berechnen (Formel siehe Formelzettel)

𝑛1∗(𝑛1+1)
U1 = 𝑛1 ∗ 𝑛2 + 2
− 𝑅1 Aus den k-Werten den kleineren auswählen

5. z berechnen mit Umin ! (Formel siehe Formelzettel)

6. U(Θα/2) und U(Θ1-α/2) aus NV-Tabelle ablesen

NV-Tabelle rückwärts z.B. α = 0,05  ………………. ???

7. Testentscheidung U(Θα/2) ≤ z ≤ U(Θ1-α/2)  wenn korrekt, dann H0 beibehalten

11. Vorzeichentest

1. Hypothesen:

H0: Θ = Θ0
H1: Θ ≠ Θ0

2. Arbeitstabelle erstellen (mit alten Mittelwert 𝑥̅ = Θ0 aus Aufgabenstellung)


i xi zi
1 Werte -10 0
2 unsortiert -9 0 xi´ = +  zi = 1 zi = 0 (11 mal)
3 auflisten +15 1 xi´ = 0  zi = ½ zi = 1 (4 mal)
4 -19 0
xi´ = -  zi = 0 zi = ½ (0 mal)
5 +3 1
6 +5 1

3. Ermittlung Teststatistik, wenn nicht anders angegeben ist

L = ∑𝑛𝑖=1 𝑔(𝑖) ∗ 𝑧𝑖 Bsp.: L = 4

4. kritische Werte aus der in der Aufgabenstellung gegebenen Tabelle ablesen

x1 immer größt nächster Wert


P(T ≤ tα/2) ≥ α/2 = 0,025  Bsp.: tα/2 = 4
P(T ≤ t1-α/2) ≥ 1 - α/2 = 0,975  Bsp.: t1-α/2 = 11

5. Testentscheidung
L = ∑𝑛𝑖=1 𝐿𝑖 < 𝑡𝛼/2 oder L > 𝑡1−𝛼/2

 Wenn korrekt, H0 verwerten und H1 annehmen

Zu Punkt 4: Wenn die Tabelle nicht gegeben ist, dann wie folgt vorgehen
x=i
𝑛
𝑓(𝑥) = ( ) ∗ 𝑝 𝑥 (1 − 𝑝)𝑛−𝑥 mit p = 0,5
𝑥
n = 15  Je nach Aufgabenstellung
i f(x) * 100 P Hier werden die Werte aufsummieren
0 3,051 * 10-5 3,051 * 10-5
1 0,0458 * 10-2 0,0005 α = 0,05
2 0,3204 * 10-2 0,0032 0,025
3 . .
0,975
4 . .
5 . . Aus „P“- Spalte jeweils den nächst größeren
6 . . Wert raussuchen
7 . .
8 . .
9 . .
10 . .
11 . .
12 . .
13 3,051 * 10-5 .
14 .
15 1

12. Zweistichproben T – Test

Abhängige Stichproben:

1. Werte der Charge mit größeren n „wegstreichen“ die letzten Werte

2. Di, 𝐷 und s0 berechnen. 𝐷 mit n einer Charge. Alle Formeln untereinander auf dem
Formelzettel.

𝐷
𝑇 = √𝑛 ∗ 𝑠0

3. Xn-1,α/2 ≤ T ≤ Xn-1,1-α/2 (student)


 wenn korrekt, dann H0 beibehalten

Unabhängige Stichproben

1. H0: µx = µ y
H1: µx ≠ µy

2. Sx und Sy berechnen  Taschenrechner Tabelle etc.

(𝑛−1) ∗ 𝑆𝑥2 +(𝑚−1)∗ 𝑆𝑦2


3. S2 = n: Anzahl der Werte der m jeweiligen Charge
𝑛+𝑚−2

𝑥− 𝑦
4. 𝑇 = 1 1
berechnen
𝑆∗ √ +
𝑛 𝑚

5. Xn+m-2,α/2 ≤ T ≤ Xn+m-2,1-α/2  wenn korrekt, dann H0 beibehalten


13. Zweiseitiger Einstichproben T – Test

1. Hypothesen:

H0: µ = µ0
H1: µ ≠ µ0

2. 𝑥, s, µ0 berechnen
µ0: (Bsp.: max. Taktfrequenz 2,16 Hz => µ0 = 2,16)

𝑥−𝜇0
3. T = √𝑛 ∗ berechnen
𝑠

4. Testentscheidung

𝑋𝑛−1,𝛼/2 ≤ |𝑇| ≤ 𝑋𝑛−1,1−𝛼/2  wenn korrekt, dann H0 beibehalten