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SPD nach Bundestagswahl stärkste Kraft

Bei der Bundestagswahl ist die SPD laut dem vorläufigen Endergebnis stärkste
Kraft geworden. Die SPD erzielt demnach 25,7 Prozent der Stimmen, die Union
24,1 Prozent. Die Grünen rangieren mit 14,8 Prozent auf Rang drei vor der FDP mit
11,5 und der AfD mit 10,3 Prozent. Die Linke kommt mit 4,9 Prozent nur deshalb in
den neuen Bundestag, weil sie drei Direktmandate holt. Die Wahlbeteiligung lag bei
76,6 Prozent und damit minimal höher als 2017. Mit 735 Abgeordneten wird das
deutsche Parlament eine neue Rekordgröße erreichen. Die kommenden Wochen
und Monate werden zeigen, welche Parteien tatsächlich die künftige
Bundesregierung bilden werden.
 
SPD-Triumph in Mecklenburg-Vorpommern
Die Sozialdemokraten haben mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig an der
Spitze in Mecklenburg-Vorpommern mit 39,6 Prozent der Stimmen einen klaren
Sieg bei der Landtagswahl eingefahren. Laut dem vorläufigen amtlichen
Endergebnis reichte es für die bisher mitregierende CDU nach neuerlichen
Verlusten wieder nur zu Platz drei. Die Christdemokraten können 13,3 Prozent der
Stimmen für sich verbuchen. Die AfD kommt auf 16,7 die Linke auf 9,9 Prozent.
Wieder in den Landtag in Schwerin einziehen werden die FDP und die Grünen. Die
Liberalen erreichten 5,8 Prozent der Stimmen, die Grünen 6,3.
 
SPD gewinnt Abgeordnetenhauswahl in Berlin
Die SPD hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin gewonnen. Die Partei mit
Spitzenkandidatin Franziska Giffey erreichte nach Auszählung aller Stimmbezirke
21,4 Prozent und landete vor den Grünen, die auf 18,9 Prozent kamen. Die CDU
erreichte 18,1, die Linke 14 Prozent. Die AfD kam auf 8 Prozent, die FDP erzielte
7,1. Wie bisher kann die Bundeshauptstadt damit künftig nur von einem
Dreierbündnis regiert werden. Für Diskussionen sorgte die Abstimmung wegen
organisatorischer Probleme. Aufgrund fehlender Stimmzettel konnten einige
Wähler ihre Stimme erst deutlich nach dem offiziellen Wahlschluss abgeben.
 
Island schreibt doch nicht Geschichte
Im neuen Parlament von Island sind die Frauen doch nicht in der Mehrheit -
entgegen der ursprünglichen Annahme der Wahlkommission. Eine Nachzählung
ergab, dass lediglich 30 der 63 Mandate von Frauen gewonnen wurden, wie die
Kommission in Reykjavik mitteilte. Demnach verloren drei Frauen die ihnen
zunächst zugeschriebenen Sitze. In keinem Land Europas haben Frauen im
Parlament eine Mehrheit. Island hätte somit nach der Wahl vom Samstag
Geschichte schreiben können.
 
Iran verweigert Zugang zu Nuklear-Werkstatt
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) wirft Iran vor, Zusagen zur
Überprüfung seiner Atomanlagen nicht vollständig zu erfüllen. Die IAEA habe zwar
die Speicherkarten in ihren Kameras an Atomanlagen weitgehend tauschen
können. Entgegen der Zusagen vom 12. September sei das den Inspektoren in einer
Werkstatt zum Bau von Zentrifugen-Komponenten in Karadsch aber nicht erlaubt
worden. Die Vereinbarung hatte dazu geführt, dass der Westen auf eine neue
Resolution verzichtete, in der der Iran im Zusammenhang mit seinem
Atomprogramm erneut kritisiert worden wäre.
 
Australien lässt Teilnahme an Klimakonferenz offen
Australiens Regierungschef Scott Morrison lässt seine Teilnahme an der
Weltklimakonferenz COP26 offen. Er wisse noch nicht, ob er zu dem Treffen im
November nach Glasgow reisen werde, sagte Morrison in einem Interview. Er habe
dieses Jahr bereits mehrere Auslandsreisen absolviert und viel Zeit in Quarantäne
verbracht, erklärte Morrison. Seine Regierung hat als mögliches Datum für das
Erreichen der Treibhausgas-Neutralität das Jahr 2050 genannt, macht bisher aber
keine verbindlichen Vorgaben. Australien ist der weltgrößte Kohleexporteur und
setzt weiter hauptsächlich auf fossile Energieträger.

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