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1. Erläutern Sie den Begriff der Aufklärung im literarischen Kontext!

Im Sinne der Literatur ist Aufklärung eine philosophische Bewegung des 18. Jahrhunderts , die
Vernunft, Freiheit, Humanität, Menschenrechte und Toleranz forderte. Als Grundgedanke hatte
die Epoche der Aufklärung die Emanzipation des Menschen, seines Verstandes und seiner
Fähigkeit selbstständig zu denken.

2. Die moralischen Wochenzeitschriften und ihre aufklärerische Funktion.


Nach englischem Vorbild entstehen in Deutschland im frühen 18. Jahrhundert "Moralische
Wochenschriften„. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht, Themen und Ziele der Aufklärung für
ein bürgerliches Publikum zu popularisieren. Der Gründer der bekanntesten
Wochenzeitschriften, „Die vernünftigen Tadlerinnen“ und „Biedermann“, ist Johann Christoph
Gottsched. Die Funktion der Wochenzeitschriften war Meinungsbildung und Verbreitung
aufklärerischer Wertvorstellungen.

3. Weshalb haben sich die Aufklärer der moralischen Wochenzeitschriften bedient?


Die Aufklärer haben sich der moralischen Wochzeitschriften bedient, damit sie ihre
aufklärirschen Ideen und Werte verbreiten. Auf eine unterhaltsame Art und Weise wollen die
Aufklärer Menschen erziehen, bilden und sie zum eigenen Nachdenken bringen.

4. Erläutern Sie die aufklärerische Funktion der Fabel!


In der Aufklärung ist die Fabel als Belehrungtext über die Politik verwendet. Sie wurden verfasst,
um auf die Fehler in einem absolutistischen Regierungssystems aufmerksam zu machen. Da die
Bildung zu dieser Zeit nur auf die Reichen begrenzt war, war die Fabel ein Mittel, dessen sich
auch ungebildeten Menschen bedienen konnten – an einfachen Beispielen von sprechenden
Tieren konnte es auch ihnen beigebracht werden, was an dem damaligen Regime falsch war.

5. Welche Merkmale der Fabel kennen Sie?


Wichtigste Merkmale der Fabel:
 kurze und einfache lehrhafte Erzählung in Prosa oder Versform,
 Figuren als sprechende Tiere oder Pflanzen
 Figuren besitzen menschliche Eigenschaften
 Themen der Fabel sind häufig menschliche Schwächen
 keine genaue Zeit und Ortangabe

6. Johann Christoph Gottsched als Aufklärer und Theaterreformer.


Johann Christoph Gottsched war die erste große Name der Aufklärung. Er wollte Theater als eine
Bildungsinstitution und ein seriöses deutsches Publikum aufbauen, weil man zu dieser Zeit in
Deutschland keine Theater als Institutionen hatte und er machte sich zur Afugabe ein
Nationalthater zu etablieren. Nach seiner Meinung war die Aufgabe des Dramas die sittlich –
moralische Erziehung. Er favorisierte Aristoteles und die französischen Theater, die für
Regelhaftigkeit standen und deswegen übernahm er in seiner Poetik viele Elemente von
Aristoteles, wie 3 Einheiten, Katharsis und Ständeklausel, was später von Lessing kritisiert war.
7. Welche Elemente der Poetik Gottscheds kennen Sie?
Gottsched hat viele Elemente der Poetik von Aristoteles übernimmt. Elemente , die er in seiner
Poetik verwendet hat, sind folgende:
 Ständeklausel:
-Tragödien sollen von Personen aus adlen Volk aufgeführt werden
-Komödien sollen von Personen aus einfachen, bürgerlichen Volk aufgeführt werden
 Einheit des Ortes – kein Platzwechsel
 Einheit der Handlung – eine zentrale Handlung ohne Nebenhandlungen
 Einheit der Zeit – die Handlung muss im selben Tag anfangen und enden, das Stück soll
wie in der Realität dauern
 Katharsis – Wirkung des Dramas, Reinigung der Gefühle und Afekte

8. Aus welchem Grund ist das Drama die beliebte Gattung der Aufklärer?
Das Drama war von den Aufklärern wegen ihrer Audio und Visuellenmomenten sehr geliebt.
Das war bei Lernen und Erziehung sehr wichtig – auf diese Weise konnten sich alle Menschen
sittlich und moralisch erziehen.

9. Was wissen Sie über die schauspielenden Wandertruppen (englische Komödianten) ?


Die Wandertruppen bzw. englische Komödianten waren Bürger, die von Ort zu Ort gegangen
sind, um Theaterwerke, meistens von Shakespear, für einfache Menschen aufzuführen. Die
Komödianten waren einfache Menschen, die keine deutsche Sprache kannten. Ihre
Theaterstücke stellten den ersten Kontakt der einfachen Menschen mit Theater dar.

10. Welche Rolle hatte die Figur des Hanswurst im wandernden Theater?
Der Hanswurst war eigentlich ein Klaun. Seine Figur erschien bei den englischen Komödianten
und er hatte eine bestimmte Rolle – das Publikum zu unterhalten. Der Grund für seinen
Erscheinen liegt in dem Unterschied der Sprachen zwischen den Komödianten und Publikum –
die Komödianten sprachen nur Englisch und die Zuschauer kannten diese Sprache nicht.
Deswegen haben die Komödianten die Figur des Hanswurst in ihren Theaterstücken eingeführt –
er war ein Mittler zwischen den Publikum und Bühnengeschehen und er brachte Menschen auf
eine komische Art und Weise zum Lachen

11. Aus welchem Grund hat Gottsched in seiner Theaterreform Hanswurst aus dem Theater
verbannt?
In der Figur des Hanswursts sah Gottsched einen negativen Einfluß auf das Publikum. Nach
seiner Meinung mussten Dichtung und Theater Menschen sittlich und moralisch erziehen und
sie zum Nachdenken bringen und nicht zum Unterhaltung oder Belustigung dienen. Aus diesem
Grund hat Gottsched die Figur des Hanswursts aus dem Theater verbannt.

12. Der moralische Lehrsatz als der Kern des aufklärerischen Dramas.
13. Erläutern Sie den Begriff Ständeklausel!
Ständeklausel ist eine Forderung, dass die schauspielenden Figuren in der Tragödie aus dem
höheren Stand sein müssen, im Gegensatz zur Komödien, wo die Figuren aus dem niederen
Stand sein müssen. Die Figuren der Tragödie sind demnach gute Menschen und die Figuren der
Komödie sind schlechte Menschen, wobei Schlechtigkeit als Lecherlichkeit definiert wird.

14. Ziehen Sie eine Parallele zwischen Lessing und Gottsched im Hinblick auf die Theaterreform!
Während Gottsched sich in seiner Literatur an Aristoteteles und Französen ( die sich auch auf
Griechenland und Aristoteles orientieren ) orientierte, orientierte sich Lessing meistens auf die
englische Literatur, was viele Änderungen im Sinne der Literatur brachte. In Theatern
Gottscheds herrschte die Ständeklausel, wo die Figuren aus dem höheren Stand in Tragödien
und die Figuren aus dem niederen Stand in Komödien aufgeführten, im Gegensatz zu Lessing. Er
kritisierte Gottsched und nahm eine andere Standpunkt an – er wollte das Fokus der Literatur
auf einfache Menschen setzen. Obwohl beide die selbe Idee hatten, Menschen moralisch zu
erziehen, ist diese Idee, die moralische Erziehung, Freiheit und Brüderlichkeit erst mit Lessing
völlig erreicht. Er glaubte, dass die Menschen meistens etwas aus Mitleid mit anderen
Menschen lernen und um mit den Figuren zu bemitleiden, muss man sich mit diesen Figuren
identifizieren können. Deshalb lässtt Lessing das Bürgertum auf Theater , sowohl in Komödien
als auch in Tragödien , nur so konnten sich einfache Menschen mit den Helden identifizieren.
Nach Gottsched sollen die handelnden Figuren entweder gut oder schlecht sein ( was er von
Aristoteles übernahm ), aber nach Lessing sollen gemischte Charaktere auf der Bühne auftreten,
weil der Mensch, wie in Realität, nicht nur gut oder schlecht ist, alle Menschen besitzen beide
Merkmale, die in bestimmten Situation auftauchen.

15. Erläutern Sie den Begriff Bürgerliches Trauerspiel und nennen sie alle bekannten Merkmale!
Das erste Bürgerliche Trauerspiel in Deutschland war von Lessing geschrieben, nach englischem
Vorbild. Sein Werk „Emillia Galotti“ ist das bekannteste Beispiel des bürgerlichen Trauerspiels in
Deutschland. Das bürgerliche Trauerspiel bezeichnet die gesellschaftliche Entwicklung und
Wiedersetzen zur Regelhaftigkeit. Es stellt eine Verbindung von tragischen und komischen dar,
bzw. eine Tragikomödie, die das reale Leben represäntierte, wo Menschen sowohl lachen als
auch weinen. Die bekannten Merkmale des bürgerlichen Trauerspiels sind folgende:

• Bruch der Ständeklausel – Lessing führt einfache Menschen in jeden Form des Dramas
ein
• gemischte Charaktere, die sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften besitzen
• Die Bürger verkörpern jetzt das Moralische und Etische und der Adel die Unterdrückung
• zentrales Thema ist der Standeskonflikt zwischen Adel und Bürgertum
16. Welche Zeitspanne umfasst der Sturm und Drang und welchen Bezug zur Aufklärung hat diese
Bewegung?
Der Sturm und Drang umfasst die Zeitspanne von 20 Jahren, von 1765 bis 1785. Der Sturm und
Drang ist in Rahmen von Tendenzen der Aufklärung entwickelt – er ist die Weiterführung der
Aufklärung. Im Gegensatz zur Aufklärung, wo man die Vernunft herrschte, wurden im Sturm und
Drang starke Gefühle zum Ausdruck gebracht. Im Sinne des Sturm und Drang bedeutete die
Freihet, sich von seiner Gefühle leiten zu lassen und sie auszuleben, egal was es kostet. Sturmer
und Dränger forderten eine neue Literatur, brachen allte Regeln und Traditionen. Aber der
Sturm und Drang war keine Gegenbewegung zur Aufklärung, sondern ihre Bereciherung – Sturm
und Drang leitet den Freiheitsgedanken der Aufklärung weiter.

17. An welchen Vorbildern orientiert sich der Sturm und Drang und welche literarischen
Merkmale hat derselbe?
Das wichtigste Vorbild der Sturmer und Dränger war Shakespear und seine Literatur. Wichtigste
literarische Merkmale des Sturm und Drang sind:
 Gefühle und Empfindung als Mittel zur Welterkenntnis
 Bruch der alten Regeln ( besonders die 3 Einheiten )
 Wert des Gefühls, Triebes, der Spontaneität und Natürlichkeit
 Sprache ist kraftvoll und emotional
 Die Figur des Selbsthelfers als ein Kämpfer für Gerechtigkeit
 Die Entwicklung des Briefromans

18. Das Drama des Sturm und Drang.


Das Drama bleibt auch im Sturm und Drang eine sehr beliebte Gattung, jedoche erlebte es viele
Änderungen. Das Mittel zu Welterkenntnis war nicht mehr die Vernunft sondern die Gefühle
und Empfindung. Im Fokus stehen auch Natürlichkeit, Liebe, Rebellion und Wunsch nach
Gerechtigkeit. Die Sturmer und Dränger knüpften sich in gewisser Maßen an Lessing an, weil er
sich an die englische Literatur und Shakespear orientierte, was auch in Sturm und Drang
gefordert war. Da sie spontan sein und experimentieren wollten, wandten sie sich zum großen
Teil von Aristoteles ab (z.B von der Ständeklausel und 3 Einheiten) und brachen viele Regeln, die
vorher gepflegt waren. Die Art und Weise, wie die Figuren sprechen, soll auf ihre innere
sehlische und psychische Zustände verweisen, deswegen ist die Sprache oft kraftvoll und
emotinal. Im Kontext des Sturm und Drang Freiheit bedeutet nicht nur Gefühle sondern auch
Gegenentwurf zur Beschränkheit ( das Unrecht, die Unterdrückung ist eine Art von
Beschränkheit) und aus diesem Grund ist die Figur des Selbsthelfers entwickelt ( Art von Robin
Hood Figur ). Die Figur des Selbsthelfers ist ein Symbol für Kampf, sowohl für sich selbst als auch
für anderen, Gerechtigkeit und Freiheit, die seine Rücken dem Unrecht kehrte. Er handelt nach
dem Motto „ Der Zweck heiligt die Mittel“ ( wenn der Zwweck gut ist, dann sind die Mittel auch
erlaubt. Goethes „Prometheus“ ist auch eine wichtige Figur des Sturm und Drang, die sich gegen
vorherigen Tendenzen lehnte.
19. Die Epik des Sturm und Drang (Briefroman, typische Merkmale, Grund für Entstehung).
Der Briefroman ist eine Form des Romans , die den Leser in die Gefühls- und Gedankenwelt der
Figuren unmittelbar miteinbezieht. Die sehlische Zustände der Figur werden mitgeteilt und mit
direkten und unmitelbaren Einblick führt sie und in ihre Gedankenwelt, was typisch für die
Epoche des Sturm und Drang war. Durch den Wunsch, die sehlische und psychische Zustände
der Figur besser und stärker auszudrucken, ist der Briefroman entwickelt.

20. Merkmale der Weimarer Klassik.

21. Das Drama der Weimarer Klassik.


Die Weimarer Klassik ist eine literarsiche Tendenz, die den Sturm und Drang ablöst. Diese
Epoche war von Goethe und Schiller geprägt. Sie umfasst eine Zeitspanne von 1786 bis 1805.
Das Drama der Weimarer Klassik verbindet die Aufklärung und den Sturm und Drang in eine
harmonische Einheit. Diese Epoche bezeichnet die Übergangsphase von Goethe und Schiller zu
ihrer reiferen Schaffensphase – sie ist durch die Verbindung von Vernunft, Liebe und Gefühle
gekennzeichnet, aber Gefühle die wir bändigen müssen. Nach Goethes Reise nach Italien
machte er sich mit Kunst der Anthike bekannt und in den Werken der Weimarer Klassik
orientieren sie sich nicht mehr auf alltägliches Leben sondern auf große Schiksale (wie anthike
Tragödien), Aristoteles und thematisierten Legenden, Mythos und Gottheiten. Die Sprache war
nicht mehr emotional und kraftvoll, wie in Sturm und Drang, sondern fein gebügelt und hat
einen Vrobildcharakter. Das Ziel dieser klassischen Phasen war die Humanität und ware
Menschlichkeit, denn durch Verkörperung der Ideale des Schönen, Guten und Wahren, wurde
eine Harmonie zwischen Gefühl und Verstand erreicht. Die Vertreter der Weimarer Klassik
haben die Kunst als Mittel betrachtet, diesen individuellen und gesellschaftlichen Zustand zu
erreichen ( Die Verbindung von Gefühl und Verstand ).