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Zusammenfassung Ökologie

Umweltfaktoren:

abiotisch biotisch antropogen


• Wetter/Witterung/ • Pflanzen • Wildfang
Klima • Konkurrenz/ • Verschmutzung/
• Naturkatastrophen Beutetier Chemie
• Temperatur • Rivalen • Industrie
• Tageszeiten • Plagen
• Veränderung • Fortpflanzungs-
• Feuchtigkeit/ partner
Boden

Einfluss der Temperatur:


Poikilotherme Organismen (wechselwarm)
• können ihre Körpertemperatur nicht über die Stoffwechselrate oder
Isoliermechanismen regeln
• an die Umgebungstemperatur angepasst
• niedriger Stoffwechsel
• geringerer Energie- und Nahrungsbedarf
• Glykoproteine verhindern die Bildung von Eiskristallen im Blut (kalte
Regionen)

Homoiotherme Organismen (gleichwarm)


• können ihre Körpertemperatur (36°-40°) unabhängig von der
Außentemperatur halten (im Toleranzbereich)
• Regulierung durch Wärmebildung (Erhöhung der Stoffwechselrate) und
Wärmeabgabe

Umweltfaktor Wärme (Globalstrahlung):


1. Konvektion – unterste Luftschicht erwärmt sich und steigt nach oben (->
Einfluss auf das Wetter)
2. Verdunstung – erfordert Energie und dient zu Kühlung
3. Abstrahlung – Rest der Wärme wird direkt ins Weltall abgestrahlt (kalte
Nächte) -> ein großer Teil wird allerdings von der Atmosphäre
zurückgeworfen (Wärmerückstrahlung)
-> natürlicher Treibhauseffekt
Toleranz

Ökologische Toleranz Physiologische Toleranz


• Konkurrenz verdrängt Lebewesen • Toleranzbreite
aus ihrem Optimum • durch den Stoffwechsel festgelegt
-> Beobachtung/ Messung im • keine Konkurrenz
Freiland -> Laborwerte
-> Homoiotherm -> Poikilotherm

Ökologische Amplitude:
• Präferenzbereich: - günstige Lebensbedingungen
• Maximum/Minimum: - Grenzbereiche -> Tod
• Optimum: - optimale Bedingungen
• stenöke Organismen: - geringe Toleranzspanne
• euryöke Organismen: - große Toleranzspanne
Pflanzen und Temperatur:
• Jahreszeitliche Entwicklung (Knospenbildung; Blüte; Fruchtreife;
Laufverfärbung und Laubfall)
• Verbreitung (wird stark von der
Temperatur beeinflusst)
• Anpassungen (zum Beispiel durch
Frostschutzmittel)
• Höhenzonierung (Je geringer die
Temperaturansprüche, desto höher
kann eine Pflanze gedeien)

Umweltfaktor Wasser:

• Wasserhaushalt der Tiere:


-> Wassertiere ( Osmose im Wasser -> permanenter Stoffaustausch)
-> Landtiere (Haut und Panzer schützen vor permanenter Verdunstung,
Ausscheidung durch den Urin. -> Kühlung durch Transpiration (Schwitzen)

• Wasserhaushalt der Pflanzen:


-> Anpassung durch: - Standort
- Blätter (Größe; Beschaffenheit; Kutikula- je
dicker, desto trockener ist die Umgebung)
- Spaltöffnungen (eingesenkt vs hervorragend)
- Wurzeln (je länger und ausgeprägter die
Wurzeln, desto mehr Wasser kann
aufgenommen werden)
Tiergeografische Regeln:

Bergmann- Regel:
Je kälter die Durchschnittstemperatur des Lebensraumes ist, desto mehr Volumen
besitzen die Körper.

Allen Regel:
Abstehende Gliedmaßen sind in kalten Klimata kleiner als in warmen.

Die ökologische Nische:

Die ökologische Nische ist die Projektion der Ansprüche einer Art an ihre Umwelt.

Liebigsches Minimumsgesetz:

Das Wachstum von Pflanzen wird durch die knappste


Ressource, den Minimumsfaktor, bestimmt. Gibt man
Faktoren hinzu, die die Pflanze bereits im
ausreichenden Maß besitzt, wird das Wachstum nicht
beeinflusst.

Konkurrenz um Umweltfaktoren

intraspezifisch interspezifisch
• innerhalb einer Art • zwischen mehreren Arten
• Revierverhalten

-> Konkurrenzausschluss : Tiere/ Lebewesen können nicht auf Dauer


nebeneinander existieren
-> mindestens ein Faktor muss unterschiedlich sein

Konkurrenz bei Pflanzen


• 'Wettbewerb um Licht' (überirdisch)
• 'Wettbewerb um Wasser und Ionen' (unterirdisch)
• manche Pflanzen haben Eigenschaften, die zu der Konkurrenzkraft beitragen
-> Ertragen von Beschattung, Austrocknung oder Parasitenbefall; Saugkraft;
Keimgeschwindigkeit, Wuchsleistung
• manche Pflanzen bilden Hemmstoffe, die konkurrierende Arten unterdrücken
(Antibiose)
• Arten mit ähnlichen Lebensansprüchen weichen innerhalb ihrer ökologischen
Amplitude aus
Kontrastbetonung
• deutliche Unterschiede in Merkmalen und der bevorzugten Nahrung
• dadurch wird die Konkurrenz der betroffenen Arten gemildert
-> Ähnlichkeit ist geringer

Konkurrenzausschlussprinzip
• entweder eine Art wird aus dem Lebensraum vertrieben
• oder Ressourcen werden aufgeteilt, indem sie auf unterschiedliche Weise
genutzt werden

Ökologische Sonderung
• Nachkommen der konkurierenden Arten besitzen Vorteile, die abweichende
Lebensweise zulassen
• hält über mehrere Generationen an
• Verringerung der Konkurrenz
-> ökologisch isoliert bzw. Eingenischt

Fressfeind- Beute- Beziehung

• Beutespektrum (Allesfresser (Omnivoren), Pflanzenfresser (Herbivoren),


Fleischfresser (Carnivoren)
• manchmal sind Tiere auch auf bestimmte Beutearten spezialisiert
(monophag)

Arten des Beuteerwerbs

Filtrierer Strudler Sammler Weidegänger Fallensteller Jäger


-> filtern -> erzeugen -> lesen -> Abbeißen -> locken -> jagen
Nahrung aus einen gezielt von Pflanzen- Beute in eine Beute oder
Wasser Wasserstrom Beuteobjekte teilen Falle lauern ihr auf
zum auf
Ausfiltern der
Nahrung
z.B. z.B. z.B. Vögel z.B. Pferde, z.B. Spinnen, z.B. Gepard,
Enten,Wale Muscheln, Schnecken Ameisenlöwe Hai,
Räder- Fledermaus
tierchen
Erste Lotka-Volterra-Regel (Periodische Populationsschwankung):
Die Populationsgrößen von Räuber und Beute schwanken periodisch. Dabei folgen
die Schwankungen der Räuberpopulation phasenverzögert denen der
Beutepopulation. Die Länge der Perioden hängt von den Anfangsbedingungen und
von den Wachstumsraten der Populationen ab.

•Zweite Lotka-Volterra-Regel (Konstanz der Mittelwerte):


•Die über genügend lange Zeiträume gemittelten Größen (Mittelwert) der Räuber-
bzw. Beutepopulation sind konstant. Die Größe der Mittelwerte hängt nur von den
Wachstums- und Rückgangsraten der Populationen, nicht aber von den
Anfangsbedingungen ab.

•Dritte Lotka-Volterra-Regel (Störung der Mittelwerte):


• Werden Räuber- und Beutepopulation gleichermaßen proportional zu ihrer Größe
dezimiert, so vergrößert sich kurzfristig der Mittelwert der Beutepopulation,
während der Mittelwert der Räuberpopulation kurzfristig sinkt.

Feindabwehr:
• Flucht
• Tarnung
• Schwarmbildung
• Stacheln
• Panzer
• Schalen
• Warntrachten
• Abwehrdüfte
• Fraßgifte
Parasitismus:
• Unterscheidung zwischen Ektoparasiten (=Außenschmarotzer -> halten sich
am Wirt fest) und Endoparasiten (= Innenschmarotzer -> leben im Körper
ihres Wirtes)
• beziehen Nahrung vom Wirt, ohne ihn dabei zu töten
• fast jedes Lebewesen hat Parasiten, solange die Abwehreinrichtungen des
Körpers funktionieren, ist es nicht krankhaft

Symbiose:
• Beziehungen von gegenseitigem Nutzen
• Ekto- und Endosymbiose

1. Flechten -> Symbiose aud Pilzen und Algen (Ektosymbiose)


2. Korallen -> Symbiose mit einzelligen Algen; Stoffaustausch (Endosymbiose)
3. Blütenbestäubung -> Blüten liefern Futter für die Bestäuber; Bestäuber
transportieren Pollen (Anpassungen: Blütenfarbe; Lockmittel)(Ektosymbiose)
4. Mykorrhiza -> Pilze an Wurzeln; bessere Wasseraufnahme (entweder Ekto-
oder Endosymbiose)
5. Stickstofffixierung -> Wurzelknöllchen mit Bakterien; Bakterien wandeln
Luftstickstoff mithilfe von Enzymen in verwertbares Ammoniak um
(Endosymbiose)
6. Monophage -> Tiere mit besonderer Ernährung sind auf Endosymbiose mit
Mikroorganismen angewiesen (Endosymbiose)

Top down Bottom up


• Töten und fangen der natürlichen • Schutz der Lebensräume
Feinde • Wiesen erst nach der Brutperiode
mähen
• keine Chemikalien
• Jagtverbote
-> töten der natürlichen Feinde -> Erhaltung und Förderung
-> evtl. Ungleichheit Population
regeneriert sich
-> kein Effekt
-> setzt an den Konsumenten 2. -> setzt an den Produzenten an
Ordnung an
Biologische Schädlingsbekämpfung:

• teurer als chemische Schädlingsbekämpfung


• es können keine Resistenzen dagegen ausgebildet werden
• nützliche Tiere sterben nicht
• gesünder für alle Parteien
• stärkt das Ökosystem
• Brutspezifizierung
• am besten geeignet sind Parasiten -> Wirtsspezifisch
-> rotten ihre Beute aus (aber keine komplette Ausrottung)
• in regelmäßigen Abständen neu -> teuer
• Ausartung -> Invasion

Chemische Schädlingsbekämpfung:

• chemische Substanzen: Biozide/ Pestizide


• meist flüssig
• effektiv und zuverlässt (meist Ertragsteigerung)
• schmerzloser Tod (in dem meisten Fällen -> manchmal verzögert)
• günstig
• Resistenzen können entwickelt werden
• schädlich für die Umwelt (an an Nützlingen)
• Schaden am Menschen

Trophiestufen:

• viele Wechselwirkungen innerhalb des Lebensraumes


• viele Populationen nutzen ähnliche Nahrungsquellen -> Zusammenfassung
zu Trophiestufen
• 1. Stufe: (Primär) Produzenten -> autotrophe Organismen wie Pflanzen
• 2. Stufe: Konsumenten 1. Ordnung -> Pflanzenfresser
• 3. Stufe: Konsumenten 2. Ordnung -> Fleischfresser
• gegebenenfalls weitere Stufen (Konsumenten 3. Ordnung, usw, aber eher
seltener)
• je höher die Trophiestufe, desto niedriger die Biomasse
Stickstoffkreislauf:

Schichtung im See

Oberschicht( Epilimnion)
-> Nährschicht mit
Phytoplankton

Mittelschicht (Metalimnion)
-> Kompensationsebene,
im Sommer Sprungschicht
(Temperaturunterschied)

Tiefenschicht (Hypolimnion)
-> Zehrschicht mit Zersetzern

Pflanzenzonen in der Uferzone (Litoral):

– Röhrichtzone (z.B. Schwertlilie; Schilfrohr)


– Schwimmblattzone (z.B. Seerosen;
Wasserknöterich)
– Tauchblattzone (z.B. Laichkräuter;
Wasserpest)
Oligotropher See Eutropher See
• Klares Wasser • Braungrüne Farbe
• kaum bewachsene Seeufer • ausgedehnte und dicht
• tiefe Seebecken bewachsene Uferzonen
• geringer Mineralstoffeintrag • flaches Seebecken
• Planktonkrebse kontrollieren • Eintrag von großen
Algenwachstum Mineralstoffmengen (Nitrat, Nitrit,
• Sauerstoff ganzjährig vorhanden Phosphor)
• Produktion wird durch den Faktor • schlammige, faulende
begrenzt, an dem es den Pflanzen Sedimentschicht am Grund
am meisten mangelt (Liebigsches • hohe Produktion
Minimumsgesetz) -> kann Übersättigung von
Sauerstoff herbeiführen
• wird oft durch Einschwemmung
von Gülle und Dünger verursacht
• bei starker Übersättigung von
Mineralstoffen steigt die Biomasse
rapide an -> Giftstoffe werden
nicht umgesetzt und reichern sich
an
-> der See kippt um, alle
Lebewesen sterben

Bäche und Flüsse:

Oberlauf
• kaltes Wasser
• hoher Sauerstoffgehalt
• große Strömung
• größtenteils von Zerkleinerern und Filtrierern bewohnt

Mittellauf
• wärmeres Wasser
• weniger Sauerstoff
• weniger Strömung
• größtenteils von Filtrierern und Weidegängern bewohnt

Unterlauf
• warmes Wasser
• sauerstoffarm
• noch geringere Strömung
• größtenteils von Filtrierern bewohnt

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