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Evolutionstheorien

 Aristoteles ( 348-322 v. Chr )


o Ähnlichkeiten zwischen den verschiedenen Organismen 
o Scala naturae ( Organismen lassen sich auf einen Leiter zunehmender
Komplexität anordnen )
 Carl Linnaeus ( 1707 - 1778 )
o Binäre Nomenklatur zur Benennung der Organismen ( Gattung- + Artnamen )
o Klassifikationssystem → ähnliche Arten werden in allgemeinere Kategorien
eingeordnet 
 Georges Cuvier ( 1769 - 1832 )
o Analyse von Sedimentgesteine in der Nahe von Paris 
o Fossilien werden der heutigen Lebensformen immer unähnlicher
o Beim Uebergang von ein Sedimentssicht zu der andere → neue Arten auftreten /
manche aussterben  
o Katastrophentheorie → jede Grenze zwischen Gesteinsschichten wurde durch
ein plötzliches Ereignis verursacht ( Erdbeben, Überschwemmungen usw. )
 James Hutton ( 1726 - 1797 )
o Veränderungen können durch kumulative, langsame aber kontinuierliche
Prozesse hervorgerufen sein
o Merkmale der Erde lassen sich durch graduelle Prozesse erklären 
o Aktualismus → alle geologische Phänomene sind durch auch heute
beobachtbare Veränderungen erklärbar
 Charles Lyell ( 1797 - 1875 )
o Uniformitarianismus → Mechanismen geologischer Veränderungen haben im
Lauf der Zeit nicht gewandelt 
o Heutige Prozesse haben in der Vergangenheit auch gewirkt 

 Wenn sich geologische Veränderungen durch langsame Prozesse ( nicht plötzliche


Ereignisse) erklären liessen → dann ist die Erde viel älter 
o Langsame und graduelle Prozesse haben biologische Veränderungen
hervorgerufen

Lamarcks Evolutionstheorie 
 2 Prinzipien der Lamarckismus 
1. Gebrauch und Nichtgebrauch : Intensiv genutzte Teile des Körpers werden
grösser und stärker, während andere die nicht gebraucht werden verkümmern
(Bsp. Giraffe streckt immer ihr Hals um die Blätter in den höchsten Baumkronen
zu erreichen ) 
2. Vererbung erworbene Eigenschaften : ein Organismus kann diese Anpassung an
seine Nachkommen weitergeben ( Bsp. Hals der Giraffe hat sich über viele
Generationen hinweg entwickelt )
 Evolution findet statt weil Organismen haben einen inneren Drang nach höhere
Komplexität und Vervollkommnung besitzen. 

Darwins Feldforschung 
 Darwin beobachtete die Anpassungen die es an südamerikanische Pflanzen - und
Tierarten es ermöglichen in so unterschiedlichen Lebensräume zu überleben
 Pflanzen - und Tierarten in gemäßigte Regionen Südamerika  ähneln Arten aus
Südamerikanischen Tropen mehr als die in den gemäßigten Regionen Europas
 Galapagos - Inseln → finkenähnlichen Voegeln gehoeren zu verschiedenen Arten trotz
aehnlichkeiten 
o Sie aenhelten die südamerikanischen Festland Finken aber kamen nur in die
Galapagos vor ( und nur in  einige Inseln )
o Galapagos Inseln müssen von diese Art ( die aus Südamerika stammt) kolonisiert
worden sein → dann weiterentwickelt und in einzelnen Inseln aufgespalten 
 Anpassungen ( Adaptationen ) : Merkmale und Eigenschaften von Arten die ihren
Überlebens- und Fortpflanzungschancen dadurch verbessern 
o Anpassungen an Umweltfaktoren → Entstehung neuen Arten 
o Aenderungen in Maulen von Darwinfinken → Anpassung an verschiedene
Nahrungsquellen
 Erklärung für die Entstehung von Anpassungen → natürliche Selektion ( Individuen mit
bestimmte Merkmale haben mehr Nachkommen als andere mit andere Merkmalen )

Entstehung der Arten 


 Descent with modification - alle Organismen stammen von ein gemeinsamen Vorfahren
ab, durch ein kontinuierlichen Verzweigungsprozess 
 Künstliche Selektion : Menschen haben im Laufe der Zeit Haus- und Nutztiere / Haus-
und Nutzpflanzen modifiziert und nur einzelne Individuen selektiv ausgewählt
o Durch künstliche Selektion weisen Individuen nur noch wenig Ähnlichkeit mit
ihrem Vorfahren auf
 Natürliche Selektion 
o Individuen mit bestimmten erblichen Merkmale können häufiger überleben und
sich fortpflanzen als andere Individuen 
o Im Lauf der Zeit kann die natürliche Selektion zu immer besseren Anpassung
zwischen Organismen und ihrer Umwelt führen 
o Wenn sich die Umweltbedingungen verändern die natürliche Selektion führt zu
neue Anpassungen  

Es gibt eine wichtige Verbindung zwischen “natürliche Selektion” und die Fähigkeit von
Organismen, eine Überproduktion von Nachkommen zu erzeugen
 Die Eigenschaften eines Organismus haben Einfluss auf seine eigene Leistungsfähigkeit 
 Weitergabe der vererbbaren Eigenschaften an die Nachkommen + adaptiver Wert der
Eigenschaften = Nachkommen können besser mit ihren Umwelt umgehen 
Homologie 
Homologe Strukturen 
 Nahverwandete Arten weisen ähnliche Strukturen auf 
 Übereinstimmung von Organen, Organsystemen, Körperstrukturen, Prozessen oder
Verhaltensweisen die aufgrund eine gemeinsame evolutive Ursprung berühren werden
als Homologien bezeichnet 
o Nah verwandte Arten zeigen mehr homologe Merkmale als weiter entfernt
verwandte Arten 
o Z.B → Vorderextremitäten von Säugetieren ( Mensch, Katze, Wal usw) weisen
der gleichen Bauplan auf 
 Es gibt Homologien die beim adulten Organismus nicht sichtbar sind ( nur beim klein /
jung )  → Biogenetisches Grundgesetz ( Ernst Haeckel )
Rudimente 
 Rudimente sind auch Homologien : übrig gebliebene Strukturen die nur noch eine
geringere Bedeutung haben 
o Verkümmerte Reste von Strukturen die bei den Vorfahren der Organismus eine
Funktion besaßen 
Molekulare Homologien 
 Molekulare Ähnlichkeiten zwischen unterschiedlichen Organismen 
o ZB. Genetischen Code → Es ist universell für alle Organismen, molekulare
Homologien gehen über diesen gemeinsamen genetischen Code hinaus  
o Menschen und Bakterien teilen Gene auch wenn sie so weiter voneinander
verwandt sind 
Konvergente Evolution 
 Arten können unabhängig von ihrer systematischen Zugehörigkeit ähnlich sehen oder
ähnliche Strukturen aufweisen → Konvergenter Evolution
 Ursprünglich unterschiedliche Strukturen sind im Laufe der Evolution (durch Anpassung
an die gleiche Funktion)  immer ähnlicher geworden 
 Analoge Merkmale : Merkmale, die durch Konvergente Evolution entstanden sind 
Genetische Variabilitaet
 Qualitative Merkmale : auf der “ entweder - oder ” Basis klassifizierbar, ein einzigen
Genlocus mit unterschiedlichen Allelen, führt zu verschiedentliche Phaenotypen 
 Qualitative Merkmale : mehrere Gene wirken auf dasselbe phänotypische Merkmal 
 Genetische Variabilität = durchschnittlicher Heterozygotiegrad → durchschnittliche
Prozentsatz der mischerbige ( heterozygote ) Genloci 
Geographisch bedingte genetische Variabilität
 Unterschiede in der genetischen Zusammensetzung geographisch getrennte
Populationen 
 Genetische Unterschiede zwischen diese Populationen basieren sich nicht auf natürliche
Selektion → sondern auf Mutations Ereignisse + Gendrift + genetische Isolation 
Kliniale Variabilitat 
 Kline : Veränderung von Merkmalen parallel mit geographischen Verbreitung 
 Durch die Veraenderung von bestimmte Umweltfaktoren hervorgerufen 
 Berührt auf die natürliche Selektion 
 Kann nur funktionieren wenn für ein Genlocus zahlreiche Allele existieren 

Mutationen 
 Veränderung in der Nukleotidsequenz der DNA eines Organismus 
 1 Mutation pro 100.00 Gene und Generation ( bei Pflanzen und Tieren )
Punktmutationen
 Veränderung eine einzige Base in einen Gen 
 Kann auf dem Phänotyp einen beträchtlichen Einfluss haben oder keinen 
 Unwahrscheinlich dass eine Mutation die ein Phänotyp verändert zu einem Vorteil führt 
Chromosomen-Mutationen
 Chromosomen Veränderungen die viele Genorte auf einen Schlag eliminieren oder
reduzieren 
 Fast immer für den Träger schaedlich 
 Wenn diese Mutationen die Funktion der Gen nicht betrachten → bringen keine
Nachteile 

Gen Rekombination 
 Genetische Variabilität resultiert aus der individuelle Neukombination von Allelen 
 Unterschiede zwischen Allele stammen aus Mutationen 
 Sexuellen Fortpflanzung → Neukombination der Allelen ( sie werden nach zufallsprinzip
gemischt und verteilt )

Genpool 
 Genetische Zusammenhang eine Population ist anhand seine Genpool charakterisierbar
 Genpool : besteht aus sämtliche Allelen für sämtlichen Genorten für alle Individuen 
o Wenn nur ein Allel für ein Locus in der Population existiert → Genpool fixiert /
Mitglieder der Population sind homozygot für dieses Allel
o Wenn zwei oder mehrere Allele für einen Locus in der Population existieren →
Individuen können homozygot oder heterozygot sein 

Einfluss der Mutationen auf die Allelensequenzen  


 3 Mechanismen die die Allelfrequenzen direkt verändern und den grössten evolutiven
Einfluss haben 
1. Natürliche Selektion 
 Unterschiedentlichen Erfolg beim Überleben und in der Fortpflanzung
 Individuen in eine Population unterschieden sich anhand ihre erbliche
phänotypische Merkmale 
o Individuen die besser an ihre derzeitigen Umweltbedingungen angepasst
sind haben mehr Nachkommen 
 Natürliche Selektion führt dazu das Allele in einer anderen Häufigkeit an die
nächste Generation weitergegeben werden ( als sie in den gegenwärtigen
Generation auftreten )
o Adaptiven Wert → führt zur besseren Anpassung zwischen Träger dieses
Allels und seiner Umwelt 
2. Genetische Drift 
 Allelfrequenz kann sich nicht vorhersagbar von einer Generation zu den anderen
verändern aufgrund von zufällige Ereignisse 
 Gruendereffekt  
o Einige wenige Individuen aus einer größeren Population werden von
dieser separiert → kleine Gruppe bildet eine neue Population 
o Genpool der neue Population ist kleiner als Genpool der Ursprüngliche
Population 
o Bei der Zufallsereignis verändert die Allelfrequenz 
  Genetischer Flaschenhals 
 Plötzliche Veränderung der Umweltsituation führt zu eine drastische
Verringerung der Population ( → Flaschenhals )
 Durch Zufall können manche Allele bei der Überlebende
überrepräsentiert oder unterrepräsentiert werden 
 Gendrift kann unter diese Konditionen der Genpool wieder auffüllen →
Population wird wieder groß aber die Variabilität ist sehr klein geblieben 
 Auswirkungen der genetischen Drift 
o Genetischen Drift spielt in kleinen Populationen eine große Rolle 
o Genetischen Drift kann dazu führen, dass Allelfrequenzen sich nach
Zufallsprinzip ändern 
o Genetischen Drift kann zur Verlust der Variabilität innerhalb einer
Population führen 
o Genetischen Drift kann zur fixierung von nachteilige Allele im Genpool
führen 
3. Genfluss 
 Austausch von Allelen zwischen Populationen aufgrund der Migration fertiler
Individuen oder ihrer Gameten 
 Allele werden zwischen Populationen ausgetauscht → unterschiede in den
Allelfrequenzen zwischen den Populationen werden verringert 
 Intensiver Genfluss führt zur Bildung eine einzige Population mit gemeinsamer
Genpool 
 Wenn die benachbarte Populationen unter ungleichen Umweltbedingungen
leben können Allele die durch Genfluss übertragen sind ihre Variabilität
vollständig erhalten 
 Durch Mutation und Genfluss können neue Allele in eine Population auftreten 
o Natürliche Selektion führt dann zur Rückgang oder Erhöhung der
Frequenz der neues Allel 
Evolution Fachbegriffe

Gendrift
 Die zufällige Veränderung der Genhäufigkeiten ein bestimmter Allel (Allelfrequenz)
innerhalb eine Population
o Wirkt als Evolutionsfaktor vor allem in kleinen Populationen
o Allele können schnell aus dem Genpool der Population verschwinden oder
extrem häufig auftauchen
 Manche Allele werden in neues Genpool über bzw. unterrepräsentiert

Gründereffekt
 Wenige Individuen werden von ihre Population entfernt ( Ausgangspopulation )
 Diese wenige Individuen koennen eine neue Population aufbauen (Gruenderpopulation)
o Genpool der Gründerpopulation ist kleiner als Ausgangspopulation → d.h
kleinere genetische Variabilität der Population Mitgliedern
o Über - unterrepräsentation von Allele
 Notwendige Bedingung des Gründereffekts → Isolation von der Ausgangspopulation,
etwa durch geografische Isolation

Flaschenhalseffekt
 Verringerung der Populationsgröße aufgrund von plötzliche Umweltveränderungen
 Individuen die diese Katastrophen überleben ( durch Zufall ) grunden eine neue
Population
o Über - unterrepräsentation von Allele
o Reduktion der genetische Variabilität
 Auswahl der Individuen für den Flaschenhalseffekt geschieht unabhängig von ihrer
Anpassung an die Umweltfaktoren

Adaptive Radiation
 Entwicklung, bei der aus einer Tier- oder Pflanzenart (Gründerart) mehrere
verschiedene Arten entstehen
o Lebewesen der Gründerart passen an verschiedene Umweltbedingungen an und
spezialisieren darauf
o Neue Arte ändern im Vergleich zur Gründerart ihre Lebensansprüche
(=Ökologische Nische) und siedeln sich in anderen Lebensräumen an
(Separation)
 Nach einiger Zeit unterscheiden neue Arten und Gruenderarten so stark voneinander,
dass sie nicht mehr miteinander fortpflanzen können
 Es entsteht eine eigene Teilpopulation.

Endemische Arten
 Arten die nur in einem ganz bestimmten Gebiet vorkommen
 Besonders auf Inseln oder anderen abgegrenzten Gebieten finden sich Endemiten →
Abwanderung war nicht möglich

Artbegriffe

Biologischer Artbegriff

 Individuen die sich untereinander kreuzen können und fortpflanzungsfähige


Nachkommen haben
Morphologischer Artbegriff

 Individuen die sie sich von Generation zu Generation so stark verändern, dass sie
nicht mehr mit ihren ursprüngliches Art zusammengefasst werden können
Phylogenetische Artbegriff

 Gemeinschaft von Individuen derselben Abstammung aus mehrere Populationen


 Kleinste Individuengruppe mit einem gemeinsamen Vorfahren

Oekologischer Artbegriff

 Individuen die wegen ihre “Ökologische Nische” bestimmte Eigenschaften


entwickelt haben

Isolation
 Reproduktive Isolation
o Mechanismen, die es verhindern, eine Fortpflanzung/Befruchtung zwischen zwei
verschiedene Arten zu haben
o Blockieren den Genfluss zwischen verschiedene Arten → vermeiden die Bildung
von Hybride
Präzygotische Barrieren ( vor Bildung der Zygote ) : verhindern dass es zu einer Befruchtung
der Eizelle kommt

Habitatsisolation

 Zwei Arten die im selben Gebiet verschiedene Lebensräume bewohnen sind durch
abiotische/geographische Barrieren getrennt
o Bsp. Bergzuege, Land-Wasserleben usw…
Zeitliche Isolation

 Zwei Arten die getrennt sind über ihre verschiedene Tages- Jahres- oder
Fortpflanzungszeiten

Verhaltensbiologische Isolation

 Arttypische Verhaltensweisen die Fortpflanzungsbarriere zwischen den Arten


stellen
o Bsp. Balzrituale ( mate recognition )

Mechanische Isolation

 Auch wenn Paarungsversuche vorkommen, morphologische Unterschieden


verhindern der Vollzug der Paarung

Gametische Isolation

 Spermien einer Art können nicht die Eier einer anderen Art befruchten

Postzygotische Barrieren ( nach Bildung der Zygote ) : Barrieren die zu eine reproduktive
Isolation führen
 Geringere Vitalität der Hybriden → Hybride koennen nicht ueberleben
 Geringere Fruchtbarkeit der Hybriden → Hybride sind steril
 Hybriden Zusammenbruch → Die Hybrids Nachkommen sind schwach oder steril

Artbildung
 Allopatrische Artbildung ( fremd Heimatland )
o Genfluss wird unterbrochen indem eine Population in separierte
Subpopulationen zerfällt
o Bsp. Ein See dessen Wasser Niveau sinkt → es wird zu 2 Seen mit 2
Subpopulationen Fischen
 Die separaten Populationen entwickeln sich unabhängig voneinander weiter ( z. B. durch
Mutationen)
 Divergenz → Unterschiede zwischen den beiden Genpools/Merkmale der
Teilpopulationen werden mit der Zeit immer größer
o Durch Divergenz entstehen Fortpflanzungsbarrieren → auch beim
Aufeinandertreffen der separaten Arten wurde keine Paarung geschehen
 Sympatrische Artbildung ( gemeinsames Heimatland )
o Artbildung findet in einem zusammenhängenden Gebiet statt
o Fortpflanzungsbarriere bei sympatrische Artbildung : unterschiedliche Nutzung
des Lebensraums, unterschiedliche Nahrungsquellen, unterschiedliche Zeiten der
Fortpflanzungsfähigkeit, unterschiedliche Präferenzen bei der Partnerwahl
o Polyploidie
 Bei jeder Zellteilung kann es zu Chromosomenmutationen kommen
indem Chromosomenpaare nicht getrennt werden
 Es können somit Lebewesen mit dreifachen und mehrfachen
Chromosomensätzen auftreten.

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