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Arthur Schopenhauer

Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21.


September 1860 in Frankfurt am Main) war ein deutscher
Philosoph und Hochschullehrer.

Schopenhauer entwarf eine Lehre, die gleichermaßen


Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik umfasst. Er sah
sich selbst als Schüler und Vollender Immanuel Kants, dessen
Philosophie er als Vorbereitung seiner eigenen Lehre auffasste.
Weitere Anregungen bezog er aus der Ideenlehre Platons und aus
Vorstellungen östlicher Philosophien. Innerhalb der Philosophie
des 19. Jahrhunderts entwickelte er eine eigene Position des
subjektiven Idealismus und vertrat als einer der ersten Philosophen
im deutschsprachigen Raum die Überzeugung, dass der Welt kein
rationales Prinzip zugrunde liegt.

Arthur Schopenhauer als junger


Inhaltsverzeichnis Mann, porträtiert 1815 von Ludwig
Sigismund Ruhl
Leben
Herkunft und frühe Jahre
Ausbildung zum Kaufmann
Hinwendung zur Philosophie
Auseinandersetzung mit dem Verleger
Reisen und Berliner Jahre
Frankfurter Jahre
Schopenhauers Persönlichkeit
Philosophie
Welt als Vorstellung
Welt als Wille
Verstand und Vernunft
Pessimismus und Erlösung
Ästhetik
Ethik
Politische Ansichten
Wirkung und Rezeption
Philosophie und Religion
Psychologie
Anderes
Ausstellungen
Werke
Sekundärliteratur
Weblinks
Einzelnachweise

Leben

Herkunft und frühe Jahre

Die Vorfahren Arthur Schopenhauers


stammten meist aus dem Danziger Werder
zwischen Elbing und Danzig.[1] Der
Großvater Andreas Schopenhauer (1720–
1793) war ein sehr vermögender
Kaufmann in Danzig, dessen Frau Anna
Renata Soersman Tochter eines
niederländischen Kaufmanns. Der
Großvater mütterlicherseits Christian
Heinrich Trosiener (1730–1797) war
ebenfalls Kaufmann in Danzig und Johanna Schopenhauer, um
Ratsherr aus dem mittleren Stand. Die 1800
Großmutter Elisabeth Lehmann war die
Tochter eines Apothekers.[2]

Der Vater Heinrich Floris Schopenhauer (1747–1805) übernahm das


Arthur Schopenhauers Unternehmen und einen Teil der Güter des Großvaters. 1785 heiratete er
Geburtshaus in Danzig, die 18-jährige Johanna Trosiener (1766–1838). Diese Ehe war zwar
damals Heiliggeistgasse,
standesmäßig eine gute Wahl für sie, dennoch verlief sie nicht besonders
heute ul. Św. Ducha
glücklich für beide.

Am 22. Februar 1788 wurde Arthur in Danzig in der Heilige-Geist-Gasse


114 geboren. Seine Kindheit verbrachte er auch auf einem Hof der Familie in Oliva.[3]

1793 zog der Vater mit der Familie nach Hamburg, als preußische Truppen infolge der zweiten polnischen
Teilung die Übergabe der Stadt Danzig erzwangen. Er verließ damit seine Güter in der Stadt, denn sein
republikanischer Freiheitssinn lehnte die preußische Herrschaft in der Freien Hansestadt Danzig ab.

Die Familie ließ sich zunächst am Neuen Weg 76 in der Altstadt nieder und zog 1797 in ein größeres Haus
im Neuen Wandrahm 92, wo sich dann auch der Geschäftsbereich befand.[4]

Ausbildung zum Kaufmann

Heinrich Schopenhauer hatte für seinen Sohn Arthur den in der Familie traditionellen Kaufmannsberuf
vorgesehen und ihn deshalb auf die dafür vorbereitende Hamburger Erziehungsanstalt unter der Leitung
von Johann Heinrich Christian Runge geschickt. Seine damaligen Schulfreunde waren der spätere
Ministerresident Carl Godeffroy und der spätere Weinhändler und Senator Georg Christian Lorenz Meyer.
Arthur absolvierte schnell das in der Handelsschule Erlernbare und bat den Vater eindringlich, ein
Gymnasium besuchen zu dürfen. Der Vater hielt dies jedoch für überflüssig und bot ihm stattdessen eine
gemeinsame, längere Bildungsreise durch Europa an. Arthur willigte ein und bereiste, nachdem er mehrere
Wochen zum Erlernen der englischen Sprache in Wimbledon verbracht hatte, von 1803 bis 1804 Holland,
England, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Schlesien und Preußen.

Von September bis Dezember 1804 begann Schopenhauer auf Wunsch des
Vaters eine Kaufmannslehre im Danziger Handelshaus von Jacob Kabrun,
mit dem der Vater befreundet war. Dorthin begleitete ihn seine Mutter.[5]

1805 kehrten sie nach Hamburg zurück, und er setzte seine


Kaufmannslehre im Unternehmen Jenisch fort. Am 20. April des Jahres
wurde der Vater tot im Fleet hinter seinem Haus gefunden. Er litt unter
Depressionen und war wahrscheinlich vom Dachspeicher gestürzt,
vermutet wurde ein Suizid.

Nach Auflösung des väterlichen Geschäfts und dem Verkauf des


Wandrahms 92 wohnte die Familie vorübergehend von 1805 bis 1806 in
Arthur Schopenhauer als
einer Wohnung in den Kohlhöfen 29 nahe dem Großneumarkt. 1806 zog
junger Mann
seine Mutter mit seiner jüngeren Schwester, der späteren Schriftstellerin
Adele Schopenhauer, nach Weimar. Arthur blieb allein in Hamburg und
war frei zu entscheiden, ob er pflichtgemäß seine Kaufmannslehre
fortsetzen oder seiner Neigung zu einem geistigen Beruf nachgeben
wollte.

Hinwendung zur Philosophie

Er brach seine Lehre ab und wurde im Juni 1807 auf Ratschlag Carl
Ludwig Fernows Schüler des Gymnasialdirektors Doering am
Gymnasium Illustre in Gotha. Noch im selben Jahr übersiedelte er wie
zuvor seine Mutter und seine Schwester nach Weimar, wo sein wichtigster
Lehrer Franz Passow wurde. Der junge Schopenhauer pflegte Umgang
mit dem Schriftsteller Johannes Daniel Falk und dem Dichter und Priester
Zacharias Werner. Ein Jugendfreund war der klassische Philologe Schopenhauers Hamburger
Friedrich Gotthilf Osann (1794–1858). Im Jahre 1809 verliebte er sich Wohnung 1805–1807:
unglücklich in die elf Jahre ältere 32-jährige Schauspielerin und Kohlhöfen
Opernsängerin Karoline Jagemann, seinerzeit die Geliebte des Herzogs
Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Er schrieb für sie sein
einziges überliefertes Liebesgedicht.

Volljährig geworden bekam Schopenhauer seinen Anteil am väterlichen Erbe ausgezahlt. Durch diesen
ansehnlichen Geldbetrag wurde er vermögend und frei von finanziellen Sorgen. 1809 begann er an der
Universität Göttingen ein Studium der Medizin, das er jedoch bald zugunsten der Philosophie aufgab. Den
Doktortitel der Philosophie an der Universität Jena erhielt Schopenhauer am 2. Oktober 1813 (magna cum
laude) für seine Schrift Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde, welche er
während seines Aufenthaltes im Gasthof „Zum Ritter“ in der Residenzstadt Rudolstadt im Sommer
desselben Jahres vollendet hatte. Dem Prüfungsgremium saß Dekan Heinrich Karl Eichstädt vor.[6]

Zu den ersten Lesern seines Werks gehörte der Dichter und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe.
Goethe war bereits vorher über seinen Kontakt zur Mutter Schopenhauers, die in Weimar einen
literarischen Salon unterhielt, auf ihn aufmerksam geworden. Häufigere Begegnungen mit Goethe folgten,
der in dieser Zeit seine Farbenlehre ausformulierte. Diese der newtonschen Lehre widersprechende Theorie
fand in Schopenhauer einen ihrer wenigen Unterstützer. Als Schopenhauer begann, mit größerem
Selbstbewusstsein eigene, abweichende Thesen zu vertreten, löste sich das enge Verhältnis allmählich.
Gleichwohl hatte Schopenhauer zeitlebens große Bewunderung für Goethe.
Durch Friedrich Majer wurde Schopenhauer mit der altindischen Philosophie des Brahmanismus bekannt
gemacht.[7] 1814 überwarf er sich mit seiner Mutter und ging nach Dresden, wo er in Literatenkreisen
verkehrte und Studien in den reichen Sammlungen und Bibliotheken der Stadt trieb. 1815 veröffentlichte
Schopenhauer eine eigene Farbenlehre mit dem Titel Ueber das Sehn und die Farben. Diese entstand in
Korrespondenz mit Goethe und erschien 1816 im Druck.

Auseinandersetzung mit dem Verleger

Anschließend entwarf Schopenhauer sein Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung, das Anfang 1819
bei F. A. Brockhaus erschien und später noch erheblich erweitert werden sollte. Der Philosoph war schon
zu diesem Zeitpunkt von der geistesgeschichtlichen Bedeutung seiner Arbeit überzeugt, obwohl sie
zunächst rein wirtschaftlich kein Erfolg wurde. Die erste Auflage war erst nach dreißig Jahren vergriffen.

Der Briefwechsel zwischen Schopenhauer und seinem Verleger ist ein aufschlussreiches Zeitdokument.
Modern war an Schopenhauer seine Auffassung von der Philosophie als einer speziellen Art von
Schriftstellerei. Sein langer Kampf gegen Setzfehler passte zu seiner väterlichen Prägung vom penibel
kalkulierenden Kaufmann und zu dem Bewusstsein, eine bedeutende Schrift verfasst zu haben. Diese
Penibilität und eine gewisse Rechthaberei äußerten sich u. a. darin, dass er in einem Anhang zu seinem
Hauptwerk, in welchem er die Kant’sche Philosophie kritisierte, sehr detailliert alle Auflagen der
Kant’schen Werke nach begrifflichen Abweichungen untersuchte. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass
nach seiner Auffassung die erste Auflage, nicht aber die späteren mit seiner eigenen Philosophie verträglich
sei.

Schopenhauer verstand sich aber auch als Bewahrer der deutschen Sprache und verbot nicht nur zur
Bewahrung der Schärfe philosophischer Formulierungen, sondern auch aus sprachlichen Gründen
sämtliche Änderungen seines Manuskripts, vor allem Anpassungen an den zeitgenössischen
Sprachgebrauch. Dadurch verzögerte sich die Herausgabe, so dass es nicht pünktlich zur Leipziger
Buchmesse im September 1818 erscheinen konnte. War er anfangs noch ganz geschmeidig und höflich
(„… Euer Wohlgeboren …“) mit Friedrich Arnold Brockhaus umgegangen, änderte sich dies schnell,
nachdem der Kontrakt unterzeichnet war und erste Abweichungen auftauchten. Er sah sich als
herausragenden, aber schlecht bezahlten Autor und beklagte sich:

„Ich habe nicht des Honorars wegen geschrieben, wie die Unbedeutsamkeit desselben von
selbst beweist; sondern um ein lange durchdachtes und mühsam ausgearbeitetes Werk, die
Frucht vieler Jahre, ja eigentlich meines ganzen Lebens, durch den Druck zur Aufbewahrung
und Mitteilung zu bringen. Woraus folgt, daß Sie nicht etwa mich anzusehen und zu
behandeln haben wie Ihre Konversationslexikons-Autoren und ähnliche schlechte Skribler, mit
denen ich gar nichts gemein habe als den zufälligen Gebrauch von Tinte und Feder.“[8]

In einem anderen Brief an Brockhaus schreibt Schopenhauer: „Es liegt am Tage, daß bei Ihnen Wort und
That, Versprechen und Halten, zwei sehr verschiedene Dinge sind.“[9] Brockhaus’ Erwiderung fiel scharf
aus. Er sprach Schopenhauer ab, ein Ehrenmann zu sein, und weigerte sich, „etwaige Briefe“ seines Autors
anzunehmen, „die ohnehin in ihrer göttlichen Grobheit und Rusticität eher auf einen Vetturino [einen
Lohnkutscher], als einen Philosophen schließen lassen möchten […] Ich hoffe nur, daß meine Befürchtung,
an Ihrem Werke bloß Makulatur zu drucken, nicht in Erfüllung gehen werde.“[10]

Reisen und Berliner Jahre

Im September 1818 trat der Privatgelehrte eine Reise nach Italien an, die ihn über Venedig, Rom, Neapel
und Paestum nach Mailand führte. Dort erreichte ihn im Juni 1819 die Nachricht vom Zusammenbruch des
Danziger Handelshauses A. L. Muhl & Co., bei dem er einen Teil seines Vermögens deponiert hatte. Er
brach die Reise ab, um die Angelegenheit an Ort und Stelle zu regeln, wobei es erneut zu Spannungen
zwischen ihm und seiner Mutter kam.

Außerdem kamen finanzielle Belastungen aus der Marqet-Affäre hinzu. Caroline Louise Marqet, eine 47-
jährige Näherin, hatte Schopenhauer durch ihr lautes Gespräch mit zwei anderen Frauen im Vorzimmer
seiner Wohnung derartig in Rage gebracht, dass er sie schließlich unsanft aus dem Haus geworfen hatte.
Die derart Behandelte klagte daraufhin gegen Schopenhauer, weil sie von seiner rohen Behandlung ein
andauerndes Zittern des Armes zurückbehalten habe. Sie bekam vor dem Kammergericht Recht,[11] und
ihr wurde eine Vierteljahresrente von 15 Talern zugesprochen, bis das Zittern wieder verschwunden sei.
Zum Urteilsspruch bemerkte Schopenhauer sarkastisch, dass „sie wohl so klug sein wird, das Zittern des
Arms nicht einzustellen“. Er sollte damit recht behalten. Zu ihrem Tod 20 Jahre später notierte
Schopenhauer lakonisch: „Obit anus, abit onus“ (Die Alte stirbt, die Last vergeht).[12]

Seine finanziell prekäre Situation veranlasste ihn, sich um eine Dozentur an der Universität Berlin zu
bewerben. 1820 begann Schopenhauer die Lehrtätigkeit an der noch jungen Berliner Universität. Dabei
kam es zu dem berühmten Streit mit Hegel. Schopenhauer setzte seine Vorlesungen zeitgleich mit denen
Hegels an, hatte aber nur wenige Zuhörer, da die Studenten Hegel bevorzugten. Bald begann er, die
Universitätsphilosophie zu verachten. Als das Handelshaus Muhl 1821 seine Forderungen beglich, verließ
er die Universität und setzte seine Italienreise fort.

Ab 1821 unterhielt er mehrere Jahre lang ein Verhältnis mit der damals 19-jährigen Opernsängerin Caroline
Medon, er misstraute jedoch ihrem Gesundheitszustand und ihren möglichen Absichten, sodass es nie zu
einer Heirat kam. Nach längeren, zum Teil krankheitsbedingten Aufenthalten in München, Bad Gastein
und Dresden kehrte er erst im April 1825 nach Berlin zurück und unternahm einen erneuten Versuch, eine
universitäre Laufbahn einzuschlagen. Trotz einer rühmenden Besprechung der Welt als Wille und
Vorstellung durch Jean Paul fanden seine Ideen noch keine Resonanz.

Während seiner Aufenthalte in Berlin von 1820 bis 1831 wohnte Schopenhauer nacheinander in der
heutigen Dorotheenstraße 83 (damals Nr. 34), in der Kronenstraße 55, Niederlagstraße 4, in der Leipziger
Straße 78, in der Dorotheenstraße 90 (damals Nr. 30)[13] und zuletzt in der Behrenstraße 70 und 17 in
Berlin-Mitte.[14] Bei Ausbruch einer Choleraepidemie in Berlin floh Schopenhauer 1831 – anders als
Hegel, der ihr vermutlich zum Opfer fiel[15] – nach Frankfurt am Main, wo er den Winter verbrachte. Die
immer noch mit ihm liierte Medon ging nicht mit ihm aus Berlin fort, da er verlangte, dass sie ihren
außerehelichen, damals im neunten Lebensjahr stehenden Sohn Carl Ludwig Gustav Medon (1823–
1905)[16] zurücklassen solle; dies führte zum Bruch. Im Alter von 43 Jahren interessierte er sich nochmals
für ein junges Mädchen, nämlich die 17-jährige Flora Weiss, die den wesentlich älteren Verehrer jedoch
abwies. Nach einem Aufenthalt in Mannheim vom Juli 1832 bis Juni 1833 ließ er sich am 6. Juli 1833
endgültig in Frankfurt nieder.

Frankfurter Jahre

Nach langem Schweigen meldete sich Schopenhauer 1836 mit seinem Werk Ueber den Willen in der Natur
wieder zu Wort. 1837 griff er in die Gestaltung der Gesamtausgabe der Schriften Immanuel Kants ein,
indem er erfolgreich für die Aufnahme der ersten Fassung der Kritik der reinen Vernunft anstatt der zweiten
Fassung plädierte.

1838 starb Schopenhauers Mutter. Im folgenden Jahr krönte die Königlich Norwegische Societät der
Wissenschaften seine Preisschrift Ueber die Freiheit des menschlichen Willens. 1841 erschien sie zusammen
mit einer anderen, nicht gekrönten Preisschrift, Ueber das Fundament der Moral, unter dem
zusammenfassenden Titel Die beiden Grundprobleme der Ethik.
Als bedeutendster einer Reihe von „Aposteln und Evangelisten“
Schopenhauers war 1840 Julius Frauenstädt aufgetreten, weshalb
Schopenhauer ihn „Erzevangelist“ nannte. Zuvor hatte schon
Friedrich Dorguth (von Schopenhauer daher „Urevangelist“
genannt) auf Schopenhauer aufmerksam gemacht. 1843 nannte er
in seiner Schrift Die falsche Wurzel des Idealrealismus den immer
noch wenig bekannten Schopenhauer einen Denker von
weltgeschichtlicher Bedeutung.

Mit 55 Jahren bezog der Philosoph, der bis dahin meist zur
Untermiete gewohnt hatte, am Mainufer, an der Schönen Aussicht
17, eine eigene Wohnung, die er 16 Jahre lang behielt. Als das
Schopenhauerhaus aber ist die Nachbaradresse in die Geschichte
eingegangen, das riesige Palais Schöne Aussicht 16, sein
Sterbehaus.

1843 hatte Schopenhauer den zweiten Band seines Hauptwerkes Schopenhauer auf einer
vollendet und wandte sich erneut an den Verlag, der inzwischen Daguerreotypie aus dem Jahr 1852
von Heinrich Brockhaus geleitet wurde, mit der Bitte um
Veröffentlichung. Nach einem Briefwechsel, der von
gegenseitigem Respekt zeugt, erschien 1844 die ergänzte und
überarbeitete 2. Auflage von Die Welt als Wille und Vorstellung.

1851 kamen die Parerga und Paralipomena (2 Bände) mit den


Aphorismen zur Lebensweisheit heraus.

Richard Wagner ließ dem von ihm verehrten Schopenhauer seine


Dichtung Der Ring des Nibelungen überreichen. Julius
Frauenstädts Brief über die Schopenhauer’sche Philosophie
erschien. Eine Serie von Schopenhauer-Porträts von Jules Eine der frühesten fotografischen
Lunteschütz und anderen Künstlern entstand. Im Mai 1857 Detailaufnahmen des
besuchte Friedrich Hebbel Schopenhauer. Schopenhauerhauses, 1861
(Fotografie von Carl Friedrich Mylius)
Im Sommer des Jahres 1859 rettete der häufig als Misanthrop
bezeichnete Schopenhauer – er nannte seinen Hund immer dann
„Mensch“, wenn er sich über ihn ärgerte – den neunjährigen Julius
Frank vor dem Ertrinken.

Die ihm erst spät angetragene Mitgliedschaft in der Königlichen


Akademie der Wissenschaften in Berlin lehnte Schopenhauer ab.

Am 9. September 1860 erkrankte er an einer Lungenentzündung.


Nach bereits monatelangen „Atmungsbeschwerden mit starkem
Herzklopfen im Gehen“ starb Schopenhauer daran schließlich am
21. September 1860 in der Schönen Aussicht 16 in Frankfurt am
Main. Am 26. September wurde er auf dem Frankfurter
Hauptfriedhof beigesetzt.

Erst nach seinem Tod wurde 1864 seine Schrift Eristische


Dialektik (Technik des Diskutierens) veröffentlicht. Schopenhauer
formuliert darin 38 rhetorische Kunstgriffe, die es ermöglichen
Arthur Schopenhauer, 1859
sollen, aus Streitgesprächen als Sieger hervorzugehen, sogar wenn
Tatsachen gegen die eingenommene Position sprechen. Die
polemisch gegen den Diskussionsstil seiner Zeitgenossen gerichteten Kunstgriffe liefern Beispiele für
rabulistische Argumentation und bieten Hinweise auf die durch sie verursachten Fehlschlüsse.

Schopenhauers Persönlichkeit
Arthur Schopenhauer war ein Einzelgänger. In Frankfurt war der
Gelehrte nach Einschätzung von Chronisten ein „verkannter Niemand“.

Er hielt sich zeitlebens einen Pudel, den er häufig mit „Atman“ ansprach,
dem Sanskrit-Wort für Lebenshauch, Atem, in der Tradition der
Upanishaden die Essenz des Selbst bzw. die Einzelseele als Teil des
Brahman, der „Weltseele“. Wenn ein Hund starb, was etwa alle zehn
Jahre vorkam, erwarb er jeweils einen ähnlich aussehenden Pudel.
Schopenhauer war der philosophischen Auffassung, dass jeder Hund
gleichzeitig jeden anderen Hund enthalte. „Des Pudels Kern“ (Goethe)
ging also nie verloren. Für Menschen galt ihm sinngemäß das Gleiche.
Wie er gestikulierend im Selbstgespräch mit seinem Pudel am Mainufer
spazierte, hat unter anderem der Lokaldichter Friedrich Stoltze bespöttelt.
Arthur Schopenhauer,
Schopenhauers Tagesablauf war strukturiert: morgens die Arbeit am
gesehen von Wilhelm Busch
Schreibtisch, Flötespielen regelmäßig vor dem Mittagessen. Die
Mahlzeiten soll Schopenhauer nach der Überlieferung seiner Biographen
stets in Gasthäusern eingenommen haben, bevor er einen zweistündigen
Spaziergang mit seinem Pudel machte.[17]

Über „die Frauen“ äußerte Schopenhauer sich häufig negativ:

„Sie sind sexus sequior, das in jedem Betracht zurückstehende, zweite Geschlecht, dessen
Schwäche man demnach schonen soll, aber welchem Ehrfurcht zu bezeugen über die Maßen
lächerlich ist und uns in ihren eigenen Augen herabsetzt. […] Mit mehr Fug, als das schöne,
könnte man das weibliche Geschlecht das unästhetische nennen. Weder für Musik, noch
Poesie, noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit;
sondern bloße Aefferei, zum Behuf ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektiren und
vorgeben.“
– ESSAY „ÜBER DIE WEIBER“ (1851)

Schopenhauer zufolge äußert sich in dem über eine sexuelle Leidenschaft hinausgehenden Gefühl von
Liebe zwischen Mann und Frau lediglich der innere und damit tatsächliche Wille des Lebens im
Individuum[18]:

„Alle Verliebtheit, wie ätherisch [fein, geistig] sie sich auch gebärden mag, wurzelt allein im
Geschlechtstriebe.“

Das Heiraten verwarf er stets – wohl auch gegründet in verunsichernden Erfahrungen in seinem
Elternhaus:

„Heiraten heißt das Mögliche thun, einander zum Ekel zu werden. […] seine Rechte zu
halbieren und seine Pflichten zu verdoppeln. […] Heiraten heißt, mit verbundenen Augen in
einen Sack greifen und hoffen, dass man einen Aal aus einem Haufen Schlangen herausfinde.“

Über den jüdischen Glauben äußerte sich Schopenhauer eher abschätzig, z. B. bezeichnete er ihn (in Die
Welt als Wille und Vorstellung und Parerga und Paralipomena) als „roh“ und „barbarisch“. Er hielt ihn
angesichts seiner eigenen pessimistischen Weltsicht für zu optimistisch und machte ihm eine angebliche
Unempfindsamkeit gegenüber Tieren zum Vorwurf. Unabhängig davon hatte er im Alltag Kontakte zu
einigen Juden.[19] Generell unterstellt Schopenhauer den Gelehrten in der Zeit zwischen der Blüte des
Hellenismus und dem Beginn seines eigenen Philosophierens, sich bei der Suche nach der Wahrheit auf
Irrwege begeben zu haben und das so genannte „Ding an sich“ an einem falschen Ort – zum Beispiel im
Transzendentalen – gesucht zu haben, und er selbst als Philosoph müsse nun gegen die seinerzeit hoch
geachteten, aber im Lichte des Systems von Wille und Vorstellung als falsch entlarvten „Wahrheiten“
ankämpfen. Etabliert wurden diese „Fehlschlüsse“ zu einem erheblichen Teil von jüdischen Gelehrten der
nach-hellenistischen Zeit. Da nach Rüdiger Safranski der Mensch Schopenhauer sehr wohl darunter litt,
dass seine Wirkung sowohl im Berufs- wie im Privatleben ins Leere stieß, habe er seine fast lebenslange
Außenseiterrolle durch Aspekte und gelegentliche Erweiterung seiner Philosophie zu belegen gewusst.
Sein Ziel war es, in sich aufkommende gesellschaftsbezogene Wünsche mit Recht verneinen zu können.
Andersdenkende Menschen habe er nicht zuletzt aus dem Wunsch nach Selbstschutz abgewertet und vor
den Kopf gestoßen.

Philosophie
Unter dem Einfluss Platons und Kants vertrat Schopenhauer in seiner Erkenntnistheorie die Position des
Idealismus, beschritt jedoch innerhalb dieser Grundauffassung einen eigenen, subjektivistischen Weg
(„subjektiver Idealismus“).

Was Schopenhauer von den Solipsisten trennt, ist sein Beharren auf einem alles verbindenden und
bedingenden Etwas. Dieses ist für Schopenhauer der blinde, zum Dasein drängende Wille, Sanskrit: Tat
twam asi („Das bist du“).

Schopenhauer lehnte die Philosophie Hegels ab, die er selbst abwertend als „Hegelei“ und als
„Scharlatanerei“[20] bezeichnete. Er verfasste drastische Polemiken gegen Hegel, Schelling, Fichte und den
zunächst verehrten Schleiermacher.

Welt als Vorstellung

Ähnlich wie George Berkeley vertritt Schopenhauer die Auffassung, dass sich die Frage nach einer von
ihrer Wahrnehmung unabhängig gegebenen Außenwelt nicht stelle. Er argumentiert bezüglich der Existenz
einer Außenwelt sowohl gegen den Dogmatismus, der seiner Darstellung nach in Realismus und
Idealismus zerfalle, als auch gegen skeptizistische Argumente, da sich die Welt dem Subjekt gegenüber
ohnehin nur als Vorstellung zeige – die jedoch nicht als Imagination zu verstehen sei – und die
Wahrnehmung unseren einzigen Zugang zur objektiven Welt darstelle.

Gegen den philosophischen Skeptizismus bringt er vor, jener bedürfe eher einer „Therapie“ oder „Kur“ als
einer ernsthaften Diskussion. Nach seiner Konzeption ist uns als Subjekt die objektive Welt immer nur im
Modus der Vorstellung gegeben, d. h., dass Objekte nur als eine Seite der vorstellenden Relation von
Subjekt und Objekt ihre Existenz besitzen. Trotzdem kommt bei Schopenhauer der Welt eine Wirklichkeit
zu, die über die reiner, imaginativer Vorstellung hinausgeht. Demnach wäre es falsch, die Welt lediglich als
Imagination des menschlichen Bewusstseins zu verstehen. Wesentlich in der Terminologie Schopenhauers
ist vielmehr die Unterscheidung zwischen der in Subjekt und Objekt zerfallenden Vorstellung einerseits und
bloßer Imagination oder Fantasie, die damit nicht in Verbindung stehen, andererseits.

Schopenhauer widersprach der Überzeugung Kants, dass das Ding an sich jenseits aller Erfahrung liege
und deshalb nicht erkannt werden könne. Kants Ding an sich war für ihn zwar auch unerkennbar (wir
sehen immer nur das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen), jedoch nicht unerfahrbar. Durch eine
Selbstbeobachtung unserer Person können wir uns dessen gewiss werden, was wir letzten Endes sind: Wir
erfahren in uns den Willen. Er ist das Ding an sich und damit nicht nur die Triebfeder allen Handelns von
Mensch und Tier, sondern auch die metaphysische Erklärung der Naturgesetze. Die Welt ist letztlich
blinder, vernunftloser Wille (vgl. Triebtheorie). Schopenhauer ist somit der klassische Philosoph und
Hauptvertreter des metaphysischen Voluntarismus.

Doch die Welt ist nicht nur Wille, sondern erscheint auch als Vorstellung. Sie ist die durch Raum und Zeit
sowie Kausalität, die den a priori gegebenen Erkenntnismodus von uns Verstandeswesen bilden,
individuierte und verknüpfte Erscheinung des einen Willens. „Die Welt ist meine Vorstellung“ ist der erste
Hauptsatz seiner Philosophie. Was uns als Welt erscheint, ist nur für uns, nicht an sich. Es gibt für
Schopenhauer nichts Beobachtetes ohne Beobachter, kein Objekt ohne ein Subjekt. Die Welt, als
Vorstellung betrachtet, zerfällt in Subjekte und Objekte, die sowohl untrennbar als auch radikal
voneinander verschieden, jedoch letzten Endes beide nur Erscheinungen des Willens sind. Dieser ist nach
Schopenhauer das Wesen der Welt, das sich, in Subjekt und Objekt erscheinend, gleichsam selbst
betrachtet.

Welt als Wille

Der Vorstellungswelt liegt der Wille zugrunde, den Schopenhauer als grundlosen Drang versteht. Er stuft
den Willen nach den Gegebenheiten seines Wirkens ab, spricht von Ursachen, wenn die Wirkung ihnen
gemäß ist, wie z. B. beim elastischen Stoß, von Reizen, wenn die Wirkung ein Energiepotential entlädt,
und von Motiven, wenn die Wirkung als Umsetzung bestimmter Absichten berechnet wurde.

„Ich nenne nämlich Ursach, im engsten Sinne des Worts, denjenigen Zustand der Materie, der,
indem er einen andern mit Nothwendigkeit herbeiführt, selbst eine ebenso große Veränderung
erleidet, wie die ist, welche er verursacht […] Ich nenne dagegen Reiz diejenige Ursach, die
selbst keine ihr angemessene Gegenwirkung erleidet […] Der Reiz hält das Mittel, macht den
Übergang zwischen dem Motiv, welches die durch das Erkennen hindurchgegangene
Kausalität ist, und der Ursach im engsten Sinn.“[21]

In diesen Formen also bestimmt der Wille alle Vorgänge der organischen und anorganischen Natur. Er
objektiviert sich in der Erscheinungswelt als Wille zum Leben und zur Fortpflanzung. Diese Lehre vom
„Primat des Willens“ bildet die zentrale Idee der schopenhauerschen Philosophie, sie hatte weitreichenden
Einfluss und begründet die Aktualität von Schopenhauers Werk.

Willensfreiheit kennt Schopenhauer, der sich wiederholt mit unterschiedlichem Resultat mit Augustinus
auseinandersetzte, nur gemäß seiner berühmt gewordenen These: „Der Mensch kann zwar tun, was er will,
aber er kann nicht wollen, was er will.“ Jeglichem Handeln liegt immer und stets der Wille, das heißt das
Wollen zu Grunde. In der streng kausal geordneten empirischen Welt, der Welt der Vorstellung, ist kein
Platz für einen ohne rein-empirische Ursache handelnden Menschen, und zwar nicht nur in dem Sinne,
dass dies unserer Denkweise widerspräche, sondern in dem tieferen Sinne, dass der Wille sich in allen
seinen Teilen gemäß dem Gesetz der Kausalität manifestiert.

Im Gegensatz zu Berkeley sieht Schopenhauer in der Kausalität kein bloßes gedankliches Konzept,
sondern den Willen selbst, welchen zu deuten das Werk des Verstandes ist. Frei ist der Wille nur insofern,
als ihm nichts vorschreibt zu sein, was er ist (d. h., dass die Naturgesetze zwar alles bestimmen, was
passiert, selbst aber durch kein Gesetz so sind, wie sie sind). Diese Freiheit hat der so verstandene Wille
demnach nur vor seiner Manifestation, welche selbst nichts weiter als sein wirksam gewordener Ausdruck
ist. Im Falle des Menschen ist dessen wirkendes Wollen durch seinen „Charakter“ – als angeboren und
unveränderlich gedacht – bestimmt, welcher willkürlich ist, also aus keinem tieferen Grund existiert. Nur
diesem Charakter gemäß kann man wollen.
Dennoch spricht Schopenhauer von einer intelligiblen Willensfreiheit: wenn das Subjekt den zugrunde
liegenden Willen erkennt, kann es ihn in bestimmten Momenten der Kontemplation, beispielsweise durch
intensiven Kunstgenuss, verneinen. Dies bezeichnet Schopenhauer als Zustand der Melancholie.

Verstand und Vernunft

Schopenhauer unterscheidet zwei intellektuelle Vermögen, den Verstand und die Vernunft. Der Verstand
äußert sich in unmittelbaren Urteilen über das Angeschaute, beispielsweise zu erkennen, wie stark oder
schnell jemand ist, welche Ursache ein Geräusch hat oder in welchem Winkel und mit welcher Kraft ein
Speer geworfen werden muss, um sein Ziel zu treffen. Die Vernunft hingegen ist die Fähigkeit, begrifflich
zu denken, also Anschauungen unter Begriffe zusammenzufassen, sich Begriffe vorzustellen, den Inhalt
von Begriffen miteinander zu vergleichen usw. Diese Lehre vom Denken (Dianoiologie) unterscheidet
Schopenhauer von der Lehre vom Sein (Ontologie).

Während der Verstand allen Tieren gemein ist, ist die Vernunft das herausragende Merkmal des Menschen.
Das menschliche Vernunftvermögen beschrieb Schopenhauer allerdings deutlich skeptischer als etwa Kant
oder die reinen Idealisten.

Pessimismus und Erlösung

Schopenhauer begründete ein System des empirischen und


metaphysischen Pessimismus. Der blinde, vernunftlose Weltwille
ist für ihn die absolute Urkraft und somit das Wesen der Welt. Die
Vernunft ist nur Dienerin dieses irrationalen Weltwillens. Die
Welt – als Erzeugnis dieses grundlosen Willens – ist durch und
durch schlecht, etwas, das nicht sein sollte, eine Schuld.[22] Eine
schlechtere Welt kann es überhaupt nicht geben.
Grabanlage von Arthur
„Nun ist diese Welt so eingerichtet, wie sie sein mußte, um Schopenhauer auf dem Frankfurter
mit genauer Not bestehen zu können. Wäre sie aber noch Hauptfriedhof im Gewann A 24
ein wenig schlechter, so könnte sie schon nicht mehr
bestehen.“[23]

Die Welt ist ein „Jammertal“, voller Leiden. Alles Glück ist
Illusion, alle Lust nur negativ. Der rastlos strebende Wille wird
durch nichts endgültig befriedigt[24]

„Denn alles Streben entspringt aus Mangel, aus


Arthur Schopenhauers Grabstein
Unzufriedenheit mit seinem Zustande, ist also Leiden,
solange es nicht befriedigt ist. Keine Befriedigung aber ist
dauernd, vielmehr ist sie stets nur der Anfangspunkt eines
neuen Strebens. Das Streben sehen wir überall vielfach gehemmt, überall kämpfend. Solange
also immer als Leiden: kein letztes Ziel des Strebens, also kein Maß und Ziel des Leidens.[25]“

Die Basis allen Wollens ist Bedürftigkeit, Mangel, also Schmerz.[26] Das Leben „schwingt also, gleich
einem Pendel, hin und her zwischen dem Schmerz und der Langeweile“.[25] Schon seiner Anlage nach ist
das Menschenleben keiner wahren Glückseligkeit fähig. Jede Lebensgeschichte ist eine Leidensgeschichte,
eine fortgesetzte Reihe großer und kleiner Unfälle.[27]

Mächtigster Ausdruck des Willens ist der nicht dauerhaft zu befriedigende Geschlechtstrieb.
Im „Jammertal“ des Diesseits hält Schopenhauer den Tod für besser als das Leben. Es ist jedoch ein weit
verbreiteter Irrtum, daraus eine Aufforderung zur Selbsttötung abzuleiten. Der Suizid stellt keine Lösung
dar, weil der metaphysische Wille umgehend eine neue Form findet und so das Lebensrad aufs Neue in
Gang bringt. Der Mensch ist jedoch als höchstes irdisches Wesen in der Lage, den Willen für sich zu
negieren.

„Erkenntnis der Einheit aller Wesen und Askese, Verneinung des Willens zum Leben allein
kann uns erlösen, nicht der Selbstmord, der nur die individuelle Erscheinung des Allwillens
vernichtet.“[28]

Auch die Kunst, vor allem die Musik und die Moral tragen dazu bei, das frustrierende und schmerzvolle
Dasein zu überwinden und ins Nirwana einzugehen.

Ästhetik

Die Kunst wirkt als zeitweiliges „Quietiv des Willens“. Diese Ästhetik erreicht in der Weltverneinung ihren
Höhepunkt. Dem Menschen – als höchster Form des sich in der Erscheinungswelt objektivierenden
Willens – ist die Möglichkeit gegeben, den Willen und das Leiden aufzuheben und so in einen Zustand des
„Nichtseins“ (eine Art Nirwana) zu gelangen. Das „wahre Kunstwerk“ hilft ihm dabei, indem es das
„innere Wesen“ einer Sache, seine Idee, bewusst macht und dem Betrachter auf diese Weise zu einer
objektiven Sichtweise verhilft, die ihn aus seiner Subjektivität, seinem „Wollen“, emporhebt. Unter der
Gewahrung einer Idee versteht Schopenhauer dabei die Antizipation eines Anschaulichen, seine Ahnung,
welche durch das Kunstwerk gereizt wird.

„Daß wir Alle die menschliche Schönheit erkennen […], im ächten Künstler aber dies mit
solcher Klarheit geschieht, daß er sie zeigt, wie er sie nie gesehen hat […]; dies ist nur dadurch
möglich, daß der Wille, dessen adäquate Objektivation, auf ihrer höchsten Stufe, hier beurtheilt
und gefunden werden soll, ja wir selbst sind. Dadurch allein haben wir in der Tat eine
Anticipation Dessen, was die Natur […] darzustellen sich bemüht; welche Anticipation im
ächten Genius von dem Grade der Besonnenheit begleitet ist, daß er, indem er im einzelnen
Dinge dessen Idee erkennt, gleichsam die Natur auf halbem Worte versteht und nun rein
ausspricht, was sie nur stammelt.“[29]

Die Musik nimmt eine besondere Stellung ein, da sie nach Schopenhauer ein objektives Abbild allen
Wollens dieser Welt zu geben vermag, wobei der Tonlage die Schlüsselrolle für die Unterscheidung der
unterschiedlichen Willensformen zukommt – je tiefer, desto näher an den Gesetzen der Materie, je höher,
desto näher an den Beweggründen des Menschen:

„Ich erkenne in den tiefsten Tönen der Harmonie, im Grundbaß, die niedrigsten Stufen der
Objektivation des Willens wieder, die unorganische Natur, die Masse des Planeten. Alle die
hohen Töne, leicht beweglich und schneller verklingend, sind bekanntlich anzusehen als
entstanden durch die Nebenschwingungen des tiefen Grundtones […] Dieses ist nun dem
analog, daß die gesammten Körper und Organisationen der Natur angesehen werden müssen
als entstanden durch die stufenweise Entwickelung aus der Masse des Planeten: diese ist, wie
ihr Träger, so ihre Quelle: und das selbe Verhältniß haben die höheren Töne zum Grundbaß.
[…] Nun ferner in den gesammten die Harmonie hervorbringenden Ripienstimmen, zwischen
dem Basse und der leitenden, die Melodie singenden Stimme, erkenne ich die gesammte
Stufenfolge der Ideen wieder, in denen der Wille sich objektivirt. Die dem Baß näher
stehenden sind die niedrigeren jener Stufen, die noch unorganisch, aber schon mehrfach sich
äußernden Körper: die höher liegenden repräsentieren mir die Pflanzen- und die Thierwelt.
[…] Endlich in der Melodie, in der hohen, singenden, das Ganze leitenden und mit
ungebundener Willkür in ununterbrochenem, bedeutungsvollem Zusammenhange eines
Gedankens von Anfang bis zum Ende fortschreitenden, ein Ganzes darstellenden
Hauptstimme, erkenne ich die höchste Stufe der Objektivation des Willens wieder, das
besonnene Leben und Streben des Menschen.“[30]

Ethik

Moralphilosophisch formuliert Schopenhauer im Unterschied zu Kant eine Mitleidsethik. Der einzige


Grund, uneigennützig zu handeln, ist die Erkenntnis des Eigenen im Anderen – das ist Mitleid (wobei der
Begriff anders als der heutige Sprachgebrauch ein Mitempfinden bedeutet). Schopenhauer verhandelt die
Mitleidsethik im vierten Buch von Die Welt als Wille und Vorstellung und vor allem – konkretisierend – in
der Preisschrift Ueber die Grundlage der Moral (oder auch Ueber das Fundament der Moral). Im ersten
geht es ihm vor allem um die metaphysische Begründung, im letzten um die empirische Nachweisbarkeit
(als Gegenprogramm zu Kant) der Mitleidsethik.

Jeder Mensch gilt bei Schopenhauer als Objektivation des Willens. Der einzelne Mensch ist als Subjekt
eine Individuation des Willens. Da der Wille bei Schopenhauer als allmächtig gilt, aus ihm alles hervorgeht,
hält nun jedes Individuum sich als Individuation des Willens für den Angelpunkt nicht seiner, sondern der
Welt überhaupt. Diese Sichtweise resultiert aus der falschen Identifikation der Vorstellungen als Tatsachen,
wobei der Nicht-Künstler dabei nicht das „Ding an sich“ (den Willen) hinter den Vorstellungen erkennt und
deshalb seine individuellen Vorstellungen als „Dinge an sich“ identifiziert.

Im Gegenüber, im anderen Menschen, erkennt nun der Mensch (der individuierte Willen) denselben Willen.
Der durch den Willen zur absoluten Bejahung des individuierten Willens strebende Mensch (Egoismus)
erkennt nun in seinem Gegenüber, dass nur die absolute Verneinung des Willens des Gegenübers einer
absoluten Bejahung des eigenen Willens entspricht. So bemerkt der vom blinden Willen getriebene
Mensch, dass in allen anderen Lebewesen derselbe blinde Wille haust und sie ebenso leiden lässt wie ihn.
Durch das Mitleid wird der Egoismus überwunden, der Mensch identifiziert sich mit dem Anderen durch
die Einsicht in das Leiden der Welt. Nur dadurch kann der Wille, die treibende Kraft nach Schopenhauer,
sich selbst am Leben erhalten.

Hieraus folgt ein im Vergleich zu Kant radikal anderer „Imperativ“:

„Neminem laede; imo omnes, quantum potes, juva.“

„Verletze niemanden, vielmehr hilf allen, soweit du kannst.“


– DAS PRINZIP ALLER MORAL

Seine Ethik schließt den Schutz der Tiere ein:

„Mitleid mit den Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, daß man
zuversichtlich behaupten darf, wer gegen Tiere grausam ist, könne kein guter Mensch
sein.“[31]

Da er die Welt als Manifestation eines metaphysischen Willens betrachtet, der Mensch und Tier verbinde,
wisse er kein schöneres Gebet als das: „Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben.“
Dementsprechend mahnt er Respekt vor der Einzigartigkeit des Lebens an.

Politische Ansichten

Im Zusammenhang mit der Revolution 1848 äußerte sich Schopenhauer zur Rolle des Staates: In der Natur
herrsche Gewalt, auch zwischen den Menschen, was die „Masse“ in Vorteil bringe; aber da das Volk ein
„ewig unmündiger Souverain“ sei, „unwissend, dumm und unrechtlich“, so müsse dessen „physische
Gewalt der Intelligenz, der geistigen Überlegenheit“ unterworfen werden. Zweck des Staates sei es, dass
„möglichst wenig Unrecht im Gemeinwesen“ herrsche, zugunsten des Gemeinwohls dürfe der Staat auch
Unrechtes tun.

Schopenhauer bevorzugte einen aufgeklärten monarchischen Absolutismus, weil sich nur so die Menschen
zügeln und regieren ließen. Er sprach von einem „monarchischen Instinkt im Menschen“. Republiken
hingegen seien „widernatürlich, künstlich gemacht und aus der Reflexion entsprungen […] überall muß Ein
Wille der leitende seyn.“

Wirkung und Rezeption


Kaum ein deutscher Philosoph der Neuzeit hat sowohl breite
Leserschichten als auch zahlreiche Berühmtheiten aus Kunst und
Wissenschaft so unmittelbar erreicht wie Schopenhauer. Zu den Verehrern
des Literaten und Philosophen Schopenhauer zählten u. a. Richard
Wagner, Wilhelm Busch, Thomas Hardy, Friedrich Nietzsche, Henri
Bergson, Thomas Mann, Bruno Frank, Hermann Hesse, Albert Einstein,
Kurt Tucholsky, Samuel Beckett, Thomas Bernhard, Stanisław Lem, Arno
Schmidt, August Macke, Jorge Luis Borges und Michel Houellebecq[32].

Leo Tolstoi brachte Ende August 1869 einen regelrechten Schopenhauer-


Panegyrikus zu Papier: Bronzebüste nach einem
Entwurf von Friedrich
„Wissen Sie, was der diesjährige Sommer für mich bedeutet hat? Schierholz in den
Ununterbrochene Begeisterung für Schopenhauer und eine Reihe Frankfurter Wallanlagen
geistiger Genüsse, die ich niemals zuvor erfahren habe. […] Ich
weiß nicht, ob ich meine Meinung einmal ändern werde, jetzt
jedenfalls bin ich überzeugt, dass Schopenhauer der genialste aller Menschen ist […]. Wenn
ich ihn lese, ist mir unbegreiflich, weshalb sein Name unbekannt bleiben konnte. Es gibt
höchstens eine Erklärung, eben jene, die er selber so oft wiederholt, nämlich dass es auf dieser
Welt fast nur Idioten gibt.“[33]

Schopenhauers Einfluss auf die moderne deutsche Literatur ist kaum zu überschätzen. Das erweist sich
nicht nur an den zahlreichen Anhängern unter den Literaten, sondern auch an seinem Beitrag zur
Erneuerung der deutschen Schriftsprache. Insbesondere wegen seiner besonderen Beziehung zu Ästhetik
und Kunsttheorie beriefen sich viele Künstler und Schriftsteller auf die Lehre Schopenhauers.

Philosophie und Religion

Der Philosoph Eduard von Hartmann kritisierte Schopenhauers Lehre schon sehr früh in seiner Philosophie
des Unbewussten (1869) und sah die darin geforderte „Verneinung der Welt“ als „feige persönliche
Entsagung“.[34]

Friedrich Nietzsche stellte seine dritte Unzeitgemäße Betrachtung (1874) unter den Titel Schopenhauer als
Erzieher: „Ich gehöre zu den Lesern Schopenhauers, welche, nachdem sie die erste Seite von ihm gelesen
haben, mit Bestimmtheit wissen, daß sie alle Seiten lesen und auf jedes Wort hören werden, das er
überhaupt gesagt hat. […] Das kräftige Wohlgefühl des Sprechenden umfängt uns beim ersten Ton seiner
Stimme; es geht uns ähnlich wie beim Eintritt in den Hochwald, wir atmen tief und fühlen uns auf einmal
wiederum wohl. […] Ich ahnte in ihm jenen Erzieher und Philosophen gefunden zu haben, den ich so
lange suchte. Zwar nur als Buch: und das war ein großer Mangel.“ Später freilich verwarf Nietzsche
Schopenhauers Philosophie und setzte dessen Pessimismus einen radikal-optimistischen Vitalismus
entgegen. Dabei bleibt Schopenhauer offensichtlich eine Referenz.

Goethe schrieb 1814 in Schopenhauers Stammbuch: „Willst du dich des Lebens freuen, so mußt der Welt
du Wert verleihen.“[35]

Ferdinand Tönnies’ Willenstheorie als Axiomatik der Soziologie in Gemeinschaft und Gesellschaft (1887)
weist starke Einflüsse Schopenhauers auf. Max Scheler bezeichnete Schopenhauer im Jahr 1906 als
Auslöser der Lebensphilosophie: „[Er ist] Vorgänger des Pragmatismus – nicht als Philosophie, sondern als
Methodologie der Wissenschaft. […] insofern er den Intellekt als eine bloße Waffe des blinden
Lebenswillens im Kampf ums Dasein ansieht […], ist er der Vorgänger Bergsons.“[36]

Hermann Graf Keyserling spottete über das Artistentum Schopenhauers, dem es innerlich wie äußerlich
stets um bloße Darstellung gegangen sei.[37] Der Theosoph Johannes Maria Verweyen lehnte wiederum die
negative Grundhaltung Schopenhauers ab: „[…] eine Vorherrschaft der Unlust und des Lebensschmerzes,
denen gegenüber dann Lust und Glücksgefühl nicht so richtig aufzukommen vermögen“.[38]

Ludwig Wittgenstein weist einen deutlichen Einfluss Schopenhauers auf, da „wir Wittgensteins reifen Blick
auf den Willen sowohl als rigorose Übernahme von Schopenhauers Blick als auch als Fortsetzung seiner
frühen Untersuchungen über die Natur des ethischen und psychologischen Willens betrachten können“.
Und: „Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass der Einfluss von Schopenhauer auf Wittgensteins Philosophie
tiefer und weiter verbreitet sein könnte, als wir dachten […].“[39]

Max Horkheimers Denken war stark von Schopenhauers Pessimismus beeinflusst: „Daß alles Leben der
Macht gehorcht und aus dem Zauberkreis des Egoismus gerade noch die Hingabe an die Sache, die
Identifikation mit dem, was nicht ich bin, herauszuführen und ins Nichts hineinzuführen scheint – und das
ist ein Mythos –, hat Schopenhauer gesehen und war der Welt böse dafür.“[40]

Arnold Gehlen ordnete Schopenhauers Mitleidsethik als „Teilwahrheit“ in den Rahmen seiner Konzeption
einer „pluralistischen Ethik“ ein und wies in diesem Zusammenhang kritisch auf die isolierte
Lebenssituation des Philosophen hin: Das Mitleidsmotiv sei „verständlich als Stimme eines Mannes, der
familienlos, staatenlos und berufslos, als zugereister Frankfurter und Rentier Mühe gehabt hätte, andere
Antriebe zu Verpflichtungen in sich zu finden“.[41]

Karl Hillebrand bewunderte insbesondere Schopenhauers Sprache: "Die Proprietät der Ausdrücke, die
Fülle der schönen Gleichnisse, die durchsichtige An- und Unterordnung der Gedanken, die Leichtigkeit
und Korrektheit des Satzbaus, die Farbe und das Leben dieses Stils sind beinahe einzig in unserer
Literatur."[42]

Die Rezeption und Verbreitung des Buddhismus in Deutschland lässt sich auch auf Schopenhauers Wirken
zurückführen. Der Philosoph sah in dieser Religion einen Gegenentwurf zur abendländischen Metaphysik
und deutete deren Erkenntnisstreben als Mittel, die geistige Isolierung des Individuums zu durchbrechen.
Schopenhauer fand zahlreiche Verbindungen zwischen seiner eigenen Philosophie und der buddhistischen
Lehre, etwa den Atheismus. Die Indien-Begeisterung vieler damaliger Intellektueller wie auch die ersten
deutschen Übersetzungen asiatischer Texte wurden durch seine Schriften angeregt.

Psychologie

Die Psychoanalyse (bzw. Metapsychologie[43]) Sigmund Freuds setzt unmittelbar bei Schopenhauers Lehre
vom Willen und seiner Negierung an, indem sie die Schäden untersucht, die durch (willentliche oder
unfreiwillige) Triebunterdrückung entstehen. Freuds Ansatz kann als Versuch der Re-Rationalisierung des
menschlichen Lebens eingeordnet werden, da er eine Methode zur Analyse des schopenhauerschen
Begriffs des Willens erarbeitet, mit dem Ziel, diesen kontrollierbar zu machen. „Wo ES war, soll ICH
werden.“

Daneben knüpfte Carl Gustav Jung, Hauptvertreter der Analytischen


Psychologie, mit seinem Konzept des kollektiven Unbewussten an
Schopenhauer an.

Der Begründer der Individualpsychologie Alfred Adler deutete


Schopenhauers Ansatz der Leidensüberwindung als fundamental positiven
Aspekt in der menschlichen Entwicklung auf dem Weg von seiner
Unmündigkeit bei der Geburt zur individuellen Vollkommenheit. Der bei
Schopenhauer auf einen Weltwillen zielende Entwurf wird als
schöpferisches Element in jedem Lebewesen interpretiert.[44] Adler sieht
Schopenhauers Ansatz zur Verneinung des Lebens vorbereitet in einer
feindlichen Beziehung zur Mutter.[45] Gedenkmarke der
Deutschen Bundespost zum
200. Geburtstag von
Anderes Schopenhauer 1988

1911 gründete Paul Deussen die Schopenhauer-Gesellschaft, wurde ihr


erster Präsident und begann mit der Herausgabe einer (unvollendet gebliebenen) kritischen Schopenhauer-
Ausgabe in 14 Bänden.

Zum 150. Todestag am 21. September 2010 erschienen neben Monographien, Zitatsammlungen[46][47]
auch zahlreiche Würdigungen in der Presse.[48]

In dem letzten Wohnort in Frankfurt am Main an der Schönen Aussicht steht heute das „Schopenhauer-
Hotel“.

Ausstellungen
In Frankfurt am Main zeigt die Stadt- und Universitätsbibliothek seit 22. Oktober 2019 zu
Schopenhauers Leben und Wirken die Ausstellung „Die Welt als Wille und Vorstellung“.[49]
Ebenfalls in Frankfurt ist seit 30. Oktober 2019 im Historischen Museum die Ausstellung
„Schopenhauers Frankfurt“ zu sehen.[50]

Werke
Maßgebliche Editionen wurden herausgegeben von Arthur Hübscher, Ludger Lütkehaus oder Wolfgang
Freiherr von Löhneysen und die zehnbändige Zürcher Ausgabe von Angelika Hübscher.[51]

Ueber die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde. 1813 (Dissertation
Schopenhauers). Zweite, sehr verbesserte und beträchtlich vermehrte Auflage. 1847
(Google Books (http://books.google.com/books?id=cM0AAAAAcAAJ&printsec=frontcover&d
q=Arthur+Schopenhauer&hl=de&ei=YlBVTejRKNDusgaTmNToDA&sa=X&oi=book_result&
ct=result&resnum=2&ved=0CDUQ6AEwATgK#v=onepage&q&f=false), Commons). Dritte,
verbesserte und vermehrte Auflage 1864 (Google Books (http://books.google.com/books?id
=wyUCAAAAQAAJ&printsec=frontcover&dq=Arthur+Schopenhauer&hl=de&ei=YlBVTejRK
NDusgaTmNToDA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CDoQ6AEwAjgK#v
=onepage&q&f=false)).
Ueber das Sehn und die Farben. 1816 (Google Books (http://books.google.com/books?id=qI
w5AAAAcAAJ&printsec=frontcover&dq=Schopenhauer&hl=de&ei=UE5VTcW0Mc74sgaQh
JzmDA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=6&ved=0CEMQ6AEwBQ#v=onepage&q
&f=false)). Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. 1854 (Commons).
Theoria colorum. 1830. (Lateinische Fassung der überarbeiteten Farbenlehre.)
Die Welt als Wille und Vorstellung. Erster Band, 1819 (Volltext) (http://www.zbk-online.de/tex
te/A0411.htm) (Zweiter Band s. u. 1844). Zweite, vermehrte Auflage 1844 (BSB München (ht
tp://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV011177449/ft/bsb10927135?page=9)). Dritte,
verbesserte und beträchtlich vermehrte Auflage, 1859 (Google Books (http://books.google.c
om/books?id=Vd0FAAAAQAAJ&printsec=frontcover&dq=Schopenhauer&hl=de&ei=UE5VT
cW0Mc74sgaQhJzmDA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CCoQ6AEwA
A#v=onepage&q&f=false)).
Ueber den Willen in der Natur. 1836. Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage 1854.
(Digitalisat) (http://books.google.de/books?id=LOUUAAAAQAAJ)
Die beiden Grundprobleme der Ethik: Ueber die Freiheit des menschlichen Willens, Ueber
das Fundament der Moral. 1841. Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. 1860 (Google
Books (http://books.google.com/books?id=OecUAAAAQAAJ), (pdf) (https://archive.org/down
load/diebeidengrundp04schogoog/diebeidengrundp04schogoog.pdf)).
Die Welt als Wille und Vorstellung. Zweiter Band, 1844 (Digitalisat, BSB München) (http://op
acplus.bsb-muenchen.de/title/BV011177450/ft/bsb10927136?page=13), dritte vermehrte
Auflage 1859 (Digitalisat) (http://books.google.de/books?id=J1IVAAAAYAAJ)
Parerga und Paralipomena, 1851. Zwei Bände,
enthalten die Aphorismen zur Lebensweisheit, Über die
Universitäts-Philosophie, Über Schriftstellerei und Stil
u. a. (Zweiter Band Google Books (http://books.google.c
om/books?id=WuUOAAAAIAAJ))
Über das Geistersehn und was damit zusammenhängt.
(PDF-Fassung) (http://www.linke-buecher.de/texte/roma
ne-etc/Schopenhauer--Ueber-das-Geistersehn-und-was
-damit-zusammenhaengt.pdf).

Darüber hinaus wurde Schopenhauers handschriftlicher Nachlass


herausgegeben von Arthur Hübscher und Volker Spierling: Parerga und Paralipomena,
Erstausgabe
Arthur Hübscher (Hrsg.): Der handschriftliche Nachlaß
in fünf Bänden. Vollständige Ausgabe in sechs
Teilbänden. DTV, München 1985; unveränderter Nachdruck der historisch-kritischen Edition,
Frankfurt am Main.: Waldemar Kramer 1966–1975. [Im Einzelnen: Frühe Manuskripte 1804–
1811, Kritische Auseinandersetzungen 1809–1818, Berliner Manuskripte 1818–1830
(enthält die Eristische Dialektik), Die Manuskriptbücher der Jahre 1830–1852, Letzte
Manuskripte/Gracians Handorakel (inkl. Über die, seit einigen Jahren, methodisch
betriebene Verhunzung der deutschen Sprache), Randschriften zu Büchern].
Volker Spierling (Hrsg. und Einleitung): Philosophische Vorlesungen. 4 Bde. Aus dem
handschriftlichen Nachlaß. Piper, München 1987–1990. [Im Einzelnen: Theorie des
gesammten Vorstellens, Denkens und Erkennens, Metaphysik der Natur, Metaphysik des
Schönen, Metaphysik der Sitten.]
Ludger Lütkehaus (Hrsg.): Das Buch als Wille und Vorstellung. Arthur Schopenhauers
Briefwechsel mit Friedrich Arnold Brockhaus. C.H. Beck, München 1996, ISBN 3-406-
40956-3.
Ludger Lütkehaus (Hrsg. und Nachwort): Ich bin ein Mann, der Spaß versteht – Einsichten
eines glücklichen Pessimisten. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2010, ISBN 978-
3-423-13910-6.
Franco Volpi, Ernst Ziegler (Hrsg.): Senilia – Gedanken im Alter. C.H. Beck Verlag, München
2010, ISBN 978-3-406-59645-2.
Ernst Ziegler (Hrsg. und Vorwort): Über den Tod – Gedanken und Einsichten über letzte
Dinge. C.H. Beck Verlag, München, 2010, ISBN 978-3-406-60567-3.
Ernst Ziegler (Hrsg.): Pandectae. Philosophische Notizen aus dem Nachlass. Beck,
München 2016, ISBN 978-3-406-68369-5.
Ernst Ziegler (Hrsg.): Spicilegia. Philosophische Notizen aus dem Nachlass. Beck,
München 2015, ISBN 978-3-406-67114-2.

Seit 2017 wird die Berliner Vorlesung über Die gesamte Philosophie oder die Lehre vom Wesen der Welt
und dem menschlichen Geiste von 1820/21 als Studienausgabe neu herausgegeben von Daniel Schubbe
unter Mitarbeit von Judith Werntgen-Schmidt und Daniel Elon:

Teil 1: Theorie des Vorstellens, Denkens und Erkennens. Meiner, Hamburg, voraussichtlich
2021 (= PhB, 701), ISBN 978-3-7873-3176-5.
Teil 2: Metaphysik der Natur. Meiner, Hamburg 2019 (= PhB, 702), ISBN 978-3-7873-3177-2.
Teil 3: Metaphysik des Schönen. Meiner, Hamburg 2018 (= PhB, 703), ISBN 978-3-7873-
3178-9.
Teil 4: Metaphysik der Sitten. Meiner, Hamburg 2017 (= PhB, 704), ISBN 978-3-7873-3179-
6.

Sekundärliteratur
Walter Abendroth: Arthur Schopenhauer in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt
Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1967, ISBN 3-499-50133-3.
Urs App: Schopenhauers Kompass. Die Geburt einer Philosophie. UniversityMedia,
Rorschach/ Kyoto 2011, ISBN 978-3-906000-02-2.
Sabine Appel: Arthur Schopenhauer, Leben und Philosophie. Artemis & Winkler, Düsseldorf
2007, ISBN 978-3-538-07241-1.
Dieter Birnbacher: Schopenhauer. Reclam, Grundwissen Philosophie, Stuttgart 2010, ISBN
978-3-15-020327-9.
Otto A. Böhmer: Schopenhauer oder die Erfindung der Altersweisheit. Beck, München 2010,
ISBN 978-3-406-60095-1.
Alfred Estermann: Schopenhauers Kampf um sein Werk. Der Philosoph und seine Verleger.
Insel, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-458-17252-1.
Margot Fleischer: Schopenhauer. Herder, Freiburg im Breisgau 2001, ISBN 3-451-04931-7.
Margot Fleischer: Schopenhauer als Kritiker der Kantischen Ethik. Königshausen &
Neumann, Würzburg 2003, ISBN 3-8260-2470-2.
Adrian Gmelch: Die politische Philosophie Arthur Schopenhauers. Diplomica Verlag,
Hamburg 2016, ISBN 978-3-959-34910-9.
Wilhelm Gwinner: Arthur Schopenhauer aus persönlichem Umgang dargestellt. 2. Auflage.
Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-7829-0349-8 (Diese Biographie
wurde kurz nach Schopenhauers Tod verfasst.)
Rudolf Haym: Arthur Schopenhauer. Biographie. 1864
Michel Houellebecq: In Schopenhauers Gegenwart, Dumont-Verlag, Köln, 2017, ISBN 978-
3-8321-9882-4
Arthur Hübscher: Schopenhauer. Biographie eines Weltbildes. (= Reclams Universal-
Bibliothek. 7716/17). Reclam, Stuttgart 1952, DNB 457036427.
Arthur Hübscher: Denker gegen den Strom. Schopenhauer: Gestern – heute – morgen.
Bouvier, Bonn 1973, ISBN 3-416-00950-9.
Arthur Hübscher: Arthur Schopenhauer, ein Lebensbild. 3. Auflage. Brockhaus, Mannheim
1988, ISBN 3-7653-0418-2.
Arthur Hübscher (Hrsg.): Arthur Schopenhauer. Welt und Mensch. Eine Auswahl aus dem
Gesamtwerk. (= RUB. Nr. 8451). 2. Auflage. Verlag Philipp Reclam jun., Stuttgart 1992,
ISBN 3-15-008451-2.
Lore Hühn: Schopenhauer, Arthur. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 23, Duncker
& Humblot, Berlin 2007, ISBN 978-3-428-11204-3, S. 471–473 (Digitalisat).
Wolfgang Kloppe: Schopenhauers Berliner Aufenthalte. Resümee einer zehnjährigen
Zwischenstation. In: Jahrbuch Der Bär von Berlin. hrsg. v. Verein für die Geschichte Berlins,
24. Jahrgang, Berlin 1975.
Raphael von Koeber: Schopenhauers Erlösungslehre. Duncker, Berlin 1882.
Roland Krischke: Schopenhauer in Gotha. (= Stationen 1). Mitteldeutscher Verlag, Halle
(Saale) 2013, ISBN 978-3-95462-024-1.
Ferdinand Laban: Die Schopenhauer-Literatur. Versuch einer chronologischen Übersicht
derselben. Reprint der Ausgabe von 1880. Franklin, New York 1970.
Hugo Liepmann: Schopenhauer, Arthur. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB).
Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 333–346.
Ludger Lütkehaus (Hrsg.): Das Buch als Wille und Vorstellung. Arthur Schopenhauers
Briefwechsel mit Friedrich Arnold Brockhaus. Beck, München 1996, ISBN 3-406-40956-3.
Ludger Lütkehaus: Nichts – Abschied vom Sein, Ende der Angst. Haffmans Verlag, Zürich
2003, ISBN 978-3-86150-544-0.
Bryan Magee: The Philosophy of Schopenhauer. Oxford University Press, Oxford 1997,
ISBN 0-19-823722-7.
Barbara Neymeyr: Ästhetische Autonomie als Abnormität. Kritische Analysen zu
Schopenhauers Ästhetik im Horizont seiner Willensmetaphysik. (= Quellen und Studien zur
Philosophie. Band 42). Walter de Gruyter, Berlin/ New York 1996, ISBN 3-11-015229-0.
(zugleich Dissertation Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 1992/1993).
Rüdiger Safranski: Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie. Hanser, München
1987, ISBN 3-446-14490-0.
Axel Schlote: Die universale Urkraft und das moralische Genie. Notate und Komplemente
(nicht nur) zur Philosophie von Arthur Schopenhauer. Wissenschaftlicher Verlag Berlin,
Berlin 2014, ISBN 978-3-86573-786-1.
Axel Schlote: Paraden und Palliativa. Philosophische Maximen zur Lebensweisheit.
Wissenschaftlicher Verlag Berlin, Berlin 2015, ISBN 978-3-86573-842-4.
Alfred Schmidt: Schopenhauer und der Materialismus. In: Alfred Schmidt: Drei Studien über
Materialismus. Schopenhauer. Horkheimer. Glücksproblem. Hanser, München/ Wien 1977,
ISBN 3-446-12460-8, S. 21–79.
Raymund Schmidt: Schopenhauer-Brevier. (= Sammlung Dieterich. Band 37).
Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1938.
Walther Schneider: Schopenhauer. Dausien, Hanau 1985, ISBN 3-7684-4552-6.
Daniel Schubbe / Matthias Koßler (Hrsg.): Schopenhauer-Handbuch: Leben – Werk –
Wirkung. J.B. Metzler, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-476-02444-2.
Georg Simmel: Schopenhauer und Nietzsche. Ein Vortragszyklus. Mit einem Nachwort von
Klaus H. Fischer „Über Simmel, Schopenhauer und Nietzsche“. Wissenschaftlicher Verlag,
Schutterwald (Baden) 2001, ISBN 3-928640-14-3.
Volker Spierling: Arthur Schopenhauer. Eine Einführung in Leben und Werk. Reclam,
Leipzig 1998, ISBN 9783379016261.
Volker Spierling: Kleines Schopenhauer-Lexikon. Reclam-Verlag, Ditzingen 2010, ISBN
978-3-15-020192-3.
Volker Spierling: Arthur Schopenhauer zur Einführung. 4., korrigierte Auflage, Junius,
Hamburg 2015, ISBN 978-3-88506-631-6.
Günther Stratenwerth: Über die Freiheit des Willens. Eine phänomenologische
Untersuchung mit Arthur Schopenhauer. Tectum Verlag, Marburg 2012, ISBN 978-3-8288-
2945-9.
Alfred Werner: Schopenhauer in Berlin. Auseinandersetzungen mit den Lehren der großen
zeitgenössischen Berliner Philosophen. In: Jahrbuch „Der Bär von Berlin“, hrsg. v. Verein für
die Geschichte Berlins, 14. Jahrgang, Berlin 1965, S. 71–86.
Ralph Wiener: Der lachende Schopenhauer. Eine Blütenlese. Militzke, Leipzig 2003, ISBN
3-86189-608-7.
Robert Zimmer: Arthur Schopenhauer. Ein philosophischer Weltbürger. Biografie. dtv,
München 2010, ISBN 978-3-423-24800-6.
Robert Zimmer: Schopenhauer und die Folgen. Die Person Schopenhauers und seine
Bedeutung für Kunst und Philosophie der Moderne. J.B.Metzler, Stuttgart, 2018, ISBN 978-
3-476-04641-3

Belletristik:

Christoph Poschenrieder: Die Welt ist im Kopf. Diogenes, Zürich 2010, ISBN 978-3-257-
06741-5 (Der Roman begleitet Schopenhauer auf einer Reise nach Italien).
Irvin D. Yalom: Die Schopenhauer-Kur. btb, München 2005, ISBN 3-442-75126-8 (Ein
Roman, der Psychotherapie mit der Philosophie Schopenhauers verbindet).
Alain de Botton: Trost der Philosophie. Eine Gebrauchsanweisung. (Originalausgabe: The
Consolations of Philosophy) S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2001, ISBN 3-10-
046317-X (Kapitel: Schopenhauer: Trost bei gebrochenem Herzen)

Weblinks
Literatur von und über Arthur Schopenhauer (http
Weitere Inhalte in den
s://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch
Schwesterprojekten der Wikipedia:
&query=118610465) im Katalog der Deutschen
Nationalbibliothek
Werke von und über Arthur Schopenhauer (https:// Commons – Medieninhalte (Kategorie)
www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/1
18610465) in der Deutschen Digitalen Bibliothek Wikiquote – Zitate

Werke von Arthur Schopenhauer (https://www.proj Wikisource – Quellen und Volltexte


ekt-gutenberg.org/autoren/namen/531.html) im Wikiversity – Kursmaterialien
Projekt Gutenberg-DE
Arthur Schopenhauer (https://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Schopenhaue
r%2C+Arthur%2C+1788-1860%22&and%5B%5D=languageSorter%3A%22German%22)
im Internet Archive
Eine Einführung in Schopenhauers Philosophie und in die Einflüsse auf seine Werke (http://
buddhismus.members.cablelink.at//rb/schop/schopphil.htm)
Andreas Preussner: Arthur Schopenhauer. In: Wulff D. Rehfus (Hrsg.): Handwörterbuch
Philosophie (= Uni-Taschenbücher. Nr. 8208). 1. Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht / UTB,
Göttingen / Stuttgart 2003, ISBN 3-8252-8208-2 (philosophie-woerterbuch.de (https://web.ar
chive.org/web/20130425110356/http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuc
h/?tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=48&tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D
=show&tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&no_cache=1) (Memento
vom 25. April 2013 im Internet Archive) – Ehemals Online-Dokument Nr. 48).
Schopenhauer-Archiv der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main (http://www.ub.uni-frankf
urt.de/archive/schop.html)
Schopenhauer in Dresden (https://www.schopenhauer-in-dresden.de/)
Schopenhauer-Gesellschaft e. V. (http://www.schopenhauer.de/)
Arthur Schopenhauer – Studienkreis, seine Philosophie und die Weisheit der Upanishaden
(http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/index.html)
Schopenhauer, Arthur. (https://www.lagis-hessen.de/pnd/118610465) Hessische Biografie.
(Stand: 9. Mai 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Schopenhauer, Arthur (https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1129) im Frankfurter
Personenlexikon

Englisch:

Mary Troxell: Arthur Schopenhauer (1788–1860). (http://www.iep.utm.edu/schopenh/) In: J.


Fieser, B. Dowden (Hrsg.): Internet Encyclopedia of Philosophy.
Robert Wicks: Arthur Schopenhauer. (http://plato.stanford.edu/entries/schopenhauer/) In:
Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
Sandra Shapshay: Schopenhauer's Aesthetics. (http://plato.stanford.edu/entries/schopenha
uer-aesthetics/) In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.

Einzelnachweise
1. Walther Rauschenberger: Schopenhauers Ahnen und Seitenverwandte. In: Jahrbuch der
Schopenhauer-Gesellschaft. 1940. S. 115–137, siehe auch Schopenhauers Vorfahren (htt
p://schoppenhauer-web.de/New_Weblog/?page_id=263) Schoppenhauer Chronik
2. Daniel Schubbe, Matthias Koßler (Hrsg.): Schopenhauer-Handbuch. Leben – Werk –
Wirkung. 2. Auflage. J.B. Metzler, Stuttgart 2018. ISBN=978-3-476-04558-4 S. 2f. (https://boo
ks.google.de/books?id=KJxPDwAAQBAJ&pg=PA2&lpg=PA2&dq=Christian+Trosiener), mit
kurzer Darstellung der Familie
3. Hans Georg Siegler: Der heimatlose Arthur Schopenhauer. Jugendjahre zwischen Danzig,
Hamburg, Weimar. Droste, Düsseldorf 1994 Auszüge (https://books.google.de/books/about/
Der_heimatlose_Arthur_Schopenhauer.html?id=gRQQAQAAIAAJ&redir_esc=y), über frühe
Jahre und Familie
4. Die Welt ist mein Wille (https://www.abendblatt.de/kultur-live/article107856824/Arthur-Schop
enhauer-Die-Welt-ist-mein-Wille.html) von Thomas Andre, Hamburger Abendblatt vom 21.
September 2010
5. Rüdiger Safranski: Schopenhauer and the Wild Years of Philosophy. Harvard University
Press, Massachusetts 1991, ISBN 0-674-79276-9, S. 52–53.
6. Axel Burchardt: Schopenhauers Spuren in Thüringen. (https://web.archive.org/web/2014010
8175015/http://www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM131108_Schopenhauer.html) Festvortrag
und Ausstellung am 13. November zum 200. Jahrestag von Schopenhauers Promotion.
(Nicht mehr online verfügbar.) In: Universitätsarchiv. Friedrich-Schiller-Universität Jena,
8. November 2013, archiviert vom Original (https://giftbot.toolforge.org/deref.fcgi?url=http%3
A%2F%2Fwww.uni-jena.de%2FMitteilungen%2FPM131108_Schopenhauer.html) am
8. Januar 2014; abgerufen am 13. Januar 2014.
7. Siehe die Studien von Urs App über orientalische Einflüsse auf die Genese von
Schopenhauers Philosophie, v. a. Schopenhauers Kompass. Die Geburt einer Philosophie.
UniversityMedia, Rorschach/ Kyoto 2011, ISBN 978-3-906000-02-2.
8. Brief vom 14. August 1818, zitiert nach Rudolf Borch: Schopenhauer. Sein Leben in
Selbstzeugnissen, Briefen und Berichten. Propyläen-Verlag, Berlin 1941, S. 150.
9. Brief vom 31. August 1818.
10. Brief vom 24. September 1818.
11. Urteil des Instruktionssenats vom 4. Oktober 1824, bestätigt durch die Purifikationsresolution
vom 2. März 1826 (http://books.google.de/books?id=xwfPUUVkuowC&pg=197)
12. Das Motto hatte Schopenhauer möglicherweise Johann Georg Sulzers Theorie der
Schönen Künste entnommen, vgl. Karlheinz Muscheler: Die Schopenhauer-Marquet-
Prozesse und das preussische Recht. J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1996, ISBN
3-16-146546-6, S. 103. (https://books.google.de/books?id=xwfPUUVkuowC&pg=PA103#v=
onepage&q&f=false)
13. Berliner Adressbuch 1829
14. Karl Voß: Berlin, Reiseführer für Literaturfreunde, vom Alex bis zum Kudamm, Berlin 1986,
ISBN 3-548-04069-1, S. 56, 64, 65, 80, 85, 108, 119
15. Eine gegenläufige Meinung vertritt jedoch z. B. Holger Althaus: Hegel und die heroischen
Jahre der Philosophie. Carl Hanser Verlag, München, ISBN 3-446-16556-8, S. 579–581.
Demzufolge starb Hegel an einem akuten Ausbruch einer chronischen Magenerkrankung.
16. Robert Gruber: Schopenhauers Geliebte in Berlin. Wien 1934, S. 32.
17. Aus dem „Englischen Hof“ am Roßmarkt hält sich bis heute die Anekdote, sein
außerordentlicher Appetit habe manches Mal Aufmerksamkeit erregt. „Herr Doktor, Sie
essen ja wirklich für zehn“, soll ein Tischnachbar zu ihm gesagt haben. „Ja freilich“, habe er
entgegnet, „aber ich denke auch für zehn!“
18. Interpretation nach Rüdiger Safranski: Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie.
Siehe Sekundärlitatur.
19. Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und
Gegenwart. Band 2: Personen, Teil 2: L-Z, de Gruyter, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-24072-
0, S. 745 ff.
20. In Welt als Wille und Vorstellung S. 26, nach Anthony Kenny: Geschichte der
abendländischen Philosophie. Band IV. Moderne. 2. Auflage. Wissenschaftliche
Buchgesellschaft, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-534-73858-8, S. 28.
21. Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Erster Band, Köln 1997, § 23.
22. WWV I. § 56
23. WWV II. Kap. 46
24. WWV I. § 59
25. I. c. § 56
26. I. c. § 57
27. I. c. § 59
28. Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Zweiter Band, Köln 1997, § 68.
29. Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Erster Band, Köln 1997, § 45.
30. Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Erster Band, Köln 1997, § 52.
31. Grundlage der Moral, § 19
32. Michel Houellebecq: En présence de Schopenhauer. Éditions L’Herne, Paris 2017, ISBN
978-2-85197-832-5; dt. In Schopenhauers Gegenwart. DuMont, Köln 2017, ISBN 978-3-
8321-9882-4.
33. XVII, 330 f.
34. Eduard von Hartmann: Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. C.
Duncker, Berlin 1869. Vgl. die Rezension in: Literarisches Centralblatt für Deutschland, Nr.
16, 10. April 1869, Sp. 441–444 (Digitalisat (https://books.google.de/books?id=cTk1rXH5rO
sC&dq=feige%20pers%C3%B6nliche%20Entsagung%20Eduard%20von%20Hartmann&hl
=de&pg=PA441#v=onepage&q&f=false)).
35. Lexikon der Goethe-Zitate DTV, 1995, S. 507.
36. Max Scheler: Die Wissensformen und die Gesellschaft. Francke, Bern 1960, S. 223
(Erstausgabe Bouvier, Bonn 1906).
37. Hermann Keyserling: Schopenhauer als Verbilder. Leipzig 1910.
38. Johannes M. Verweyen: Meisterung des Lebens. Dresden 1926, S. 306.
39. Modesto Gómez-Alonso: Wittgenstein on the Will and Voluntary Action. In: Jesús Padilla
Gálvez (Hrsg.): Action, Decision-Making and Forms of Life. Berlin und Boston 2016, S. 77–
108. (Digitalisat) (https://www.academia.edu/22364385/Wittgenstein_on_the_Will_and_Volu
ntary_Action?auto=view&campaign=weekly_digest). Originalzitate: „[…] we may regard
Wittgenstein’s mature view of the will both as a rigorous adaptation of Schopenhauer’s and
as the continuation of his early investigations on the nature of the ethical and the
psychological will“ (S. 77); „The most relevant point is, however, that the influence of
Schopenhauer on Wittgenstein’s philosophy might be deeper and more pervasive than we
thought […]“ (S. 107).
40. Max Horkheimer: Notizen 1950 bis 1969 und Dämmerung. Notizen in Deutschland. Hrsg.
von Werner Brede, Frankfurt 1974, S. 63.
41. Arnold Gehlen: Moral und Hypermoral. Eine pluralistische Ethik. 6. Auflage. Klostermann
Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-465-03303-5, S. 53 f.
42. zit. a. Franz Mehring: Zurück auf Schopenhauer! In: Neue Zeit (Zs.), XXVII. Jahrgang
1908/09, 2. Band, S. 625 (online (https://books.google.de/books?id=7VoCtRNeoLkC&pg=P
A167#v=onepage) in der Google-Buchsuche).
43. Margret Kaiser-El-Safti: Der Nachdenker. Die Entstehung der Metapsychologie Freuds in
Abhängigkeit von Schopenhauer und Nietzsche. Bonn 1987.
44. Alfred Adler: Der Sinn des Lebens. Frankfurt am Main 1933.
45. Alfred Adler: Über den nervösen Charakter. Frankfurt am Main 1928.
46. Arthur Schopenhauer: Ich bin ein Mann, der Spaß versteht. Einsichten eines glücklichen
Pessimisten. Hrsg. von Ludger Lütkehaus. dtv, München 2010.
47. Ernst Ziegler (Hrsg.): Arthur Schopenhauer. Gedanken über den Tod. C. H. Beck, München
2010.
48. Beispielsweise Ludger Lütkehaus: Das Sein ist nicht das Gute. Ein Porträt des Philosophen
Arthur Schopenhauer (http://www.zeit.de/2010/35/Portraet-Schopenhauer). In: Die Zeit. 26.
August 2010. Konstantin Sakkas: Sieg der Entsagung. Leben und Sterben mit
Schopenhauer. (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1275126/) In:
Deutschlandfunk. 19. September 2010. Edo Reents: Das Sein ist das Nichts. Zum 150.
Todestags Schopenhauers (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachb
uch/zum-150-todestag-schopenhauers-das-sein-ist-das-nichts-11043534.html). Unter:
faz.net, 21. September 2010.
49. https://aktuelles.uni-frankfurt.de/veranstaltungen/200-jahre-die-welt-als-wille-und-
vorstellung-schopenhauer-ausstellung-in-der-universitaetsbibliothek
50. https://historisches-museum-frankfurt.de/de/schopenhauer-kabinett
51. Arthur Schopenhauer – Werk u. Studienausgabe (http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/ar
thur-schopenhauer-werk-u-studienausgabe). kritisches-netzwerk.de, mit Hinweisen zu den
besonderen Eigenschaften der verschiedenen Gesamtausgaben.

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Diese Seite wurde zuletzt am 6. November 2021 um 16:10 Uhr bearbeitet.

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