Sie sind auf Seite 1von 2

Das 

unpersönliche Passiv ist eine Passivkonstruktion des Verbs, bei der der oder das
Ausführende (Agens) nicht genannt wird. Dabei wird das Personalpronomen ‚es‘ an Stelle eines
Subjekts verwendet, welches jedoch kein Scheinsubjekt darstellt. Diese Art des Passivs ist nur
möglich, wenn der ursprüngliche Aktivsatz kein Akkusativobjekt beinhaltet. Vergleiche die
unterschiedlichen Erscheinungsformen im Deutschen:

 Aus Aktivsätzen ohne Akkusativobjekt können keine Passivsätze mit Subjekt gebildet


werden. Daher ersetzt in solchen Passivsätzen das Personalpronomen ‚es‘ das Subjekt
und bildet dadurch das unpersönliche Passiv:
o Beispiel 1:
 „Die Baufirma baut im Stadtpark.“ (→ Aktivsatz ohne Akkusativobjekt)
 „Im Stadtpark  wird gebaut.“ (→ subjektloser Passivsatz)
 „Es wird im Stadtpark gebaut.“ (→ ‚Es‘ vertritt hier das Subjekt, also
steht der Satz im unpersönlichen Passiv)
o Beispiel 2:
 „Wir freuen  uns auf den
Urlaub.“ (→ Aktivsatz mit Präpositionalobjekt ‚auf den Urlaub‘)
 „Auf den Urlaub wird sich gefreut.“ (→ subjektloser Passivsatz)
 „Es wird sich auf den Urlaub gefreut.“ (→ mit ‚Es‘ als Subjektvertreter,
also Satz im unpersönlichen Passiv)
 Darüber hinaus kann auch ein ganzer Satz Subjekt (Gliedsatz bzw. Subjektsatz ) sein
und kann dann ebenfalls durch ‚es‘ vertreten werden:
o „Experten  nehmen an, dass das Flugzeug wegen eines Triebwerkschadens
abstürzte.“ (→ Aktivsatz)
o „Dass das Flugzeug wegen eines Triebwerkschadens abstürzte, wird
angenommen.“ (→ Passivsatz mit Gliedsatz)
o „Es wird angenommen, dass das Flugzeug wegen eines Triebwerkschadens
abstürzte.“ (→ unpersönliches Passiv; in diesem Fall stilistisch besser)
Aktivsatz mit Akkusativ

Ein Passivsatz entsteht durch die Umformung eines Aktivsatzes mit Nominativ und Akkusativ.

Beispiel:
Aktiv: Der Schüler fragt den Lehrer.
Passiv: Der Lehrer wird (von dem Schüler) gefragt.
Man kann sehen, dass sich der Nominativ, der Akkusativ und das Verb des Aktivsatzes
folgendermaßen verändern:

Aktiv – Passiv
Nominativ: der Schüler – von + Dativ: von dem Schüler
Akkusativ: den Lehrer – Nominativ: der Lehrer
Verb im Aktiv: fragt – Verb im Passiv: wird gefragt
Die Umformungsregel von Aktiv nach Passiv lautet:

Aktivsatz mit Akkusativ und Dativ

Wenn der Aktivsatz zusätzlich zum Akkusativ einen Dativ enthält, bleibt der Dativ unverändert.

Beispiel:
Aktiv: Der Mann schenkte der Frau ein Buch
Passiv: Der Frau wurde von dem Mann ein Buch geschenkt.

Aktivsatz ohne Akkusativ (Subjektlose Passivsätze)

Man kann auch Passiv bilden, wenn es keinen Akkusativ im Aktivsatz gibt, sondern nur eine
Nominativ-, Dativ- oder Präpositionalergänzung. Man nennt die Passivsätze, die aus der
Umformung von Aktivsätzen ohne Akkusativ entstehen, auch subjektlose Passivsätze.
Subjektlose Passivsätze sind stilistisch meist weniger empfehlenswert.

Beispiel: Aktivsatz (nur) mit Nominativ


Aktiv: Er arbeitet.
Passiv: Von ihm wird gearbeitet.
Beispiel: Aktivsatz mit Dativ
Aktiv: Der Arzt hilft der Frau.
Passiv:  Der Frau wird von dem Arzt geholfen.
Beispiel: Aktivsatz mit Präposition
Aktiv: Eine Frau schimpft über die Politiker.
Passiv: Von einer Frau wird über die Politiker geschimpft.

Das könnte Ihnen auch gefallen