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Institut f.

Angewandte Physik
Grundlagen der Physik 1b Übungsteil WS 2020/21

6. Übung am 28. 01. 2021


6.1 Wärmeleitung in einem Stab:
Ein Messingstab der Länge L1 und Querschnitt A ist mit einem Stahlstab der Länge L2 mit gleichem
Querschnitt verbunden. Das freie Ende des Messingstabes wird auf einer konstanten Temperatur T1,
jenes des Stahlstabes auf der konstanten Temperatur T2 gehalten. Die Wärmeverluste an die
Umgebung sollen vernachlässigt werden. Berechnen Sie unter dieser Voraussetzung die
Wärmestromdichte Q / A (Wärmemenge, welche pro Sekunde und m2 fließt) im Stab sowie die
Temperatur, die sich an den Berührungsflächen der beiden Teile einstellt.
Hinweis: Es soll angenommen werden, dass die Temperatur an der Grenzfläche in den beiden
Stäben gleich ist! Der Wärmeverlust der Stäbe an die Umgebung soll vernachlässigt werden.
Rechnen Sie zunächst allgemein und dann für:
L1 = 20 cm; L2 = 12 cm; T1 = 120 ºC; T2 = 30 ºC,
lMessing = 397,5 JK-1m-1s-1; lStahl = 58,6 JK-1m-1s-1 (1 Pkt)

6.2 Gegeben ist eine Kombination von einem Rohr das von
einem anderen Rohr bei idealem Wärmkontakt umgeben ist
(siehe Abbildung). Das innere homogene Rohr habe einen
Innenradius r, einen Außenradius von 2r und eine
Wärmeleitfähigkeit l; an seiner Innenseite hat es eine
konstante Temperatur T. Das äußere homogene Rohr habe
einen Innenradius 2r, einen Außenradius von 4r und eine
Wärmeleitfähigkeit l/4; an seiner Außenseite hat es eine
konstante Temperatur T/2. Berechnen sie unter dieser
Voraussetzung
a) die Wärmestromdichte Q / l (Wärmemenge, welche pro
Zeit und Rohrlänge fließt) im Rohr sowie
b) die Temperatur T12, die sich an der Berührungsfläche der
beiden Rohre einstellt.
(2 Pkte)

6.3 Temperatur im Inneren eines Iglus:


In einem Iglu (r = 1,5 m und R = 1,8 m) befinden sich 3 Menschen, die infolge ihrer Körperwärme
den Innenraum des Iglu mit P = 150 W pro Person aufwärmen. Der Boden des Iglus ist ein
perfekter Wärmeisolator. Außerhalb des Iglus herrscht eine Temperatur von TA = -20 °C. Die
Wärmeleitfähigkeit des Wandmaterials beträgt l = 0,4602 W m-1 K-1. Welche Temperatur T stellt
sich im Iglu ein? Sie können annehmen, dass sich der Raum durch Konvektion gleichmäßig
erwärmt.
Hinweis: Es soll angenommen werden, dass die Temperatur an den Grenzflächen von zwei Medien
(Wand Luft) in den beiden Medien gleich ist!

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R
r

(1 Pkt)

6.4 Eine massive geschwärzte Metallkugel mit dem Radius r = 4,0 cm hängt isoliert an einem
dünnen Faden in einer evakuierten Kammer, die auf nahezu 0 K abgekühlt ist. Die Metallkugel hat
anfänglich eine Temperatur von T1 = 1000 °C. Die Kugel soll wie ein idealer schwarzer Körper
strahlen und von seiner Umgebung keine weitere Energie aufnehmen. Berechnen Sie, welche Zeit
vergeht, bis die Temperatur der Kugel auf den Wert T2 = 400 °C abgesunken ist. Die Dichte des
Stoffes, aus dem die Kugel besteht, ist r = 19,3 g·cm-3 und seine spezifische Wärmekapazität c =
138 J ·kg-1·K-1.
(1 Pkt)

6.5 Die Abbildung zeigt das Druck-Volumen-Diagramm


eines Carnot-Prozess für ein ideales Gas mit konstanter
spezifischer Wärme 𝛾. Er setzt sich zusammen aus zwei
Isothermen und zwei Adiabaten und läuft zwischen den
Temperaturen T1 und T3 ab.
a) Berechnen sie für die einzelnen Teilprozesse W, Q und
ΔU
b) Berechnen sie den Wirkungsgrad η
(2 Pkte)

6.6 Isotherme Expansion: Nutzarbeit


In einem Zylinder ist V1 = 1 l eines Gases bei einem Überdruck von 7
bar gegenüber dem äußeren Luftdruck von p0 = 1 bar eingeschlossen.
Welche Arbeit verrichtet das Gas, wenn es bei konstanter Temperatur
bis auf den Innendruck p2 = 2 bar expandiert?
Welche Nutzarbeit WN wird dabei an der Kolbenstange verrichtet,
und welche Wärme Q muss dem Gas zugeführt werden?
(1 Pkt)

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6.7 Quasistatischer Prozess: Eine bestimmte Gasmenge eines idealen Gases mit
Adiabatenkoeffizienten k nehme bei einem Druck p0 ein Volumen V0 ein. Das Gas soll
nacheinander folgenden Veränderungen unterzogen werden:
a) isobare Erwärmung bis zur Volumenverdopplung;
b) weitere isochore Erwärmung bis zur Druckverdopplung;
c) adiabatische Expansion, bis die Temperatur wieder am Ausgangswert angelangt ist.
Berechnen Sie für jeden der Teilprozesse die vom Gas geleistete Arbeit (DWa, DWb, DWc),
die dem Gas zugeführte Wärmemenge (DQa, DQb, DQc), sowie die Änderung der inneren Energie
des Gases (DUa, DUb, DUc). Drücken Sie alle diese Größen durch p0, V0 und k aus.
(2 Pkte)

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