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Lingua tedesca II

proff.ssa Ricci Garotti

Lezione 1:

Spracherwerb= apprendimento di una lingua

Die Erstsprache ist die Muttersprache. „Erstprache“ ist der wissenschaftliche Terminus. Die
Erstsprache ist unser erster Kontakt mit der Sprache, die unsere Dominantsprache sein wird.
Wie lernt man die Erstsprache?
Das Kind hört die Stimme der Mutter und die Stimme des Vaters. Das Baby langsam beginnt die
menschlichen Stimmen von den Geräuschen zu unterscheiden. Deswegen beginnt alles mit den
Ohren. Die erste Kompetenz, die wir lernen ist das Ohren (chronologisch), die zweite ist das
Sprechen und dann die Alphabetisierung.
Lernen und erwerben sind 2 verschieden Wörter, die 2 verschiedenen Konzepte beschreiben. Auf
Italienisch würden wir „lernen“ mit dem Wort „apprendere“ übersetzen, hingegen würden wir das
Wort „erwerben“ mit „acquisire“ übersetzen. Sie sind 2 verschiedenen Prozessen.

Imitieren die Kinder die Sprache der Erwachsenen?


Das ist eine sehr kontroverse Hypothese.
Kinder entwickeln autonom die Sprache. Die Sprache ist nicht nur Wörter, sondern auch
Wortketten (was wir „Sätzen“ nennen, das heißt Wortketten mit einer Bedeutung).

Wenn Babys eine Sprache lernen, was sie interessiert ist zuerst die Bedeutung der Wörtern, weil
ihr Ziel ist eine Kommunikation zu aktivieren.
„Ich habe Durst!“ (Das Baby denkt an die Bedeutung: „trinken= Wasser haben“.
Dann kommt die Form.
Chomsky hatte eine verschiedene Meinung. Zuerst kommt die Form, weil das Kind schon im Kopf
die Form der Sprache hat.
Neurobiologischer Punkt: man hat entdeckt, dass das Lernmekanismus ist das gleiche bei großen
Tieren und kleinen Tieren, aber nicht bei dem Menschen. Die Instinkten des Tieres sind die
gleichen des Menschen, das Bedürfnis ist das gleiche, aber unser Gehirn ist in verschiedenen
Teilen verteilt, deswegen können wir sprechen und das ist unsere Fähigkeit, niemand in der Welt
kann sprechen, nur Menschen, das ist ein Unikum.
Erste Hypothese: Pavlover Hund
Nach eine Gewissenwiederholung klingt der Mensch die Glocke. Vor der Konditionierung hatte der
Hund Hunger, nach der Konditionierung beginnt der Hund Hunger mit der Glocke zu assoziieren.
Wenn er das Glock hört, bekommt er Lust auf Hunger. Er hat das Stimulus verloren, das Stimulus
kommt nur in Verbindung mit der Glock. Das Ziel? Zu beweisen, dass ein Tier nicht frei von einer
Konditionierung ist, auch in den ganzen natürlichen Instinkten können Tieren konditioniert
werden. Er musst essen nicht, weil er Hunger hat, aber weil er das Glock mit Hunger assoziiert hat.

Skinner (Linguist)
Er hat diese Theorie der Konditionierung vor dem Menschen vorgesehen.
Er denkt, dass Sprachlernen durch die Konditionierung gehen kann. Wenn der Lehrer vor der Tür
eintritt sagt man „Guten Tag“. Für Skinner ist es keine Sache der Kultur, sondern der Assoziation.
Konditionierung durch die Wiederholung. Göbels: das Volk ist konditionierbar durch die
Wiederholung (das ist wie Propaganda funktioniert, auch Social Media manchmal). Aber für die
Sprache funktioniert nicht so. Wir sind keine Tabula Rasa, wir haben ein Gehirn, wir haben
Synapsen. Wir haben nicht nur Instinkte sondern auch Rationalität, Logik.
Theorie des Behaviorismus:
3 Prinzipien:
Assoziation-Imitation-Verstärkung

1) Assoziation (schon erklärt Beispiel des Hundes)

2) Imitation= wir imitieren diese Wörter

3) Verstärkung= sie kommt von der Reaktion der Anderen.


/ “Gut!“ (Das Kind versteht, dass er richtig gemacht hat) /

Ziel des Behaviorismus: Spracherwerb zu erklären


Wenn es so wäre, dann könnten wir nur die Wörter erwerben, die wir gehört haben. Aber es
passiert nicht.

Beginn des Erwerbs:


Solange wir nur die Wörter, die wir schon wissen produzieren, lernen wir eine Sprache. Genauso
funktioniert für das Kind, es macht Experimenten mit der Sprache. Manchmal wissen sie nicht was
sie sagen aber sie wiederholen das Wort, weil sie das Wort „lieben“. Wenn wir diese Phase
erreichen das ist der Anfang des Erwerbs. Wir denken nicht mehr an der Sprache, sie kommt zu
uns. Wir imitieren nicht, wir wiederholen nicht. Unser Gehirn bearbeitet die Sprache.
Mit der Zeit ist Imitation immer weniger. Total spontan.
/2 Jahren imitieren wir 20% des Wortes, 3 Jahren nur 2% des Wortes/.

Lezione 2:

Stimulus Reaktion lernen

Behaviorismus
Aber wie kann Behaviorismus erklären, dass taube Kinder versuchen zu plappern?
Sie sehen die Erwachsenen sprechen aber sie hören kein Laut, trotzdem versuchen sie zu
plappern.
Was fehlt in Behaviorismus?
Die Autonomie und die Kreativität fehlen. Die Sprache ist die kreativste Aktivität der Menschen.
Das fehlt in dem Behaviorismus (Stimulus  Reaktion; keine Kreativität). Aber wir sind keine
Tabula Rasa. Die Kinder sprechen nicht, weil sie wiederholen müssen, sondern, weil sie etwas
sagen möchten (Die Intention des Sprechers). Jeder Sprecher spricht, weil er etwas sagen will,
nicht weil er etwas imitiert.
Beispiel:
Das Kind sagt das Verb „trinken“, weil er Durst hat. Er will dieses Verb benutzen.

Chomsky: Er kritisierte, besser demolierte, die Hypothese von Skinner.


Für Chomsky haben alle Menschen einen Sprachgeist (Geist  Parola molto tedesca, difficile da
tradurre, spesso utilizzato il termine „spirito“ nelle traduzioni).
Was ist der Sprachgeist?
Als deutsche Kinder haben wir schon die deutschen Regeln, die deutsche Satzstruktur in unserem
Kopf. Die Kinder entdecken diese Regeln bei der Regelmäßigkeit. Um diese Regeln zu entdecken,
müssen sie Hypothese machen. Sie testen die Hypothesen beim Produzieren.
Welche Rolle hat der Stimulus für Chomsky?
Chomsky spricht von einer Armut des Stimulus [povertà dello stimolo]:
Der Stimulus ist nicht der Ursprung des menschlichen Geistes. Der Geist arbeitet ohne Stimulus,
vielleicht mit einem falschen Stimulus.
Beispiel:
Warum sagen die Kinder „gegesst“ und nicht „gegessen“?
Woher nehmen sie das falsche Verb. Sicherlich nicht von den Erwachsenen (Theorie des
Behaviorismus), der Stimulus spielt keine wichtige Rolle. Das Kind entdeckt die Regeln aus dem
Model! (Theorie der Regelmäßigkeit).
Beispiel:
Capire capito
Coprire coprito
Sie wissen noch nicht die korrekten Formen der Verben.
Wenn das Kind nur von dem Stimulus lernen würde, würde es nie „gegesst“ oder „coprito“ sagen.
Das Kind entdeckt die Regeln der Sprache, das Kind „hypergeneralisiert“. Wenn die Hypothese des
Kinds nicht korrekt ist, kommt die Korrektur und es versteht, dass seine Hypothese nicht korrekt
war. Kinder suchen autonom an einem Regeln.

Heutzutage sagen Die Anhänger von Chomsky (die Nativisten), dass es nicht wirklich ist, dass der
Stimulus keine Rolle spielt, sondern spielt er keine wesentliche Rolle und der Output ist
regelmäßig größer als der Input. (Das ist der Begriff von Armut des Stimulus).
Warum heißen sie Nativisten? Weil sie denken, dass die Grundregeln der Sprachwissenschaft
angeboren sind. Das bedeutet, dass wir seit unserer Geburt die Regeln im Kopf haben.
Wie können Nativisten das Phänomen der wilden Kinder erklären?
Diese Kinder haben keinen natürlichen Lernprozess bekommen. Als sie entdeckt wurden war es zu
spät, seitdem den Sprachprozess schon fertig war.

Rational/kognitiv Nativismus beschäftigt sich


nur mit diesen Regeln
Sprachgeist
Emotional/affektiv
[l’input al quale noi siamo esposti è per Chomsky troppo confuso per cui un bambino possa
imparare un sistema di regole. Ergo trattasi necessariamente di un qualcosa di innato 
Nativismus]

Der Nativismus ist eine Kritik gegen den Empirismus.


Wie funktioniert das System von Nativismus in unserem Gehirn?
Es gibt 2 verschieden Zonen, die wesentlich für das Sprachprozess sind:

[Broca Fähigkeit zu produzieren]


[Wernicke Fähigkeit zu verstehen]

Was passiert in dieser Broca Area nach Chomsky?


Alles passiert hier; die angeborenen Regeln der Sprache liegen hier.
Warum können wir nicht alle Sprachen der Welt produzieren? Übrigens haben wir im Kopf die
angeborenen Regeln der Sprachen.
Chomsky sagt, dass man besondere Regeln und Strukturen entwickelt, wenn man in Kontakt mit
einer besonderen Sprache kommt.
Das Kind erkennt von den vielen Beschreibungen, die er im Kopf hat, welche passen und nicht.
Die Hypothese von Chomsky ist total revolutionär, sie konzentriert viel mehr auf die Regeln, nicht
auf Lexikon.

Lezione 3:

Transformationsgrammatik:

Phrasen Teil von einem Satz (sie können auch ein einzelnes Wort sein)

Satz Ich spiele mit dem Ball im Garten


Phrasens des Satzes Ich+spiele+mit dem Ball+im Garten

Hypothese von dem Nativismus:


Wir bekommen einen sprachlichen Input. Aus diesem Input ist es möglich einen korrekten Satz zu
produzieren.
Wir transformieren einen Input in einer ordentlichen Struktur durch die Phrasen. Das heißt
Transformationsgrammatik, im Gegenteil zu der traditionellen Grammatik  (Funktion: Verb,
Präposition…).

Input= process (Im Englischen). Man bearbeitet den Input und setzt diese Wörter in einer festen
Struktur= die Phrase.
Uns interessiert weder den Input noch den Output, uns interessiert die Bearbeitung des Inputs im
Kopf (letteralmente come l’Input diviene Output).

Diese Struktur der Phrasen ist angeboren

Die Menschen können sowohl den Satz verstehen als auch den korrekten Satz produzieren
Warum?
Weil wir das LAD haben, der uns erlaubt die Syntax (die Satzordnung) richtig zu formulieren.
Potential der Menschen (human faculty): alle Menschen sind potentiell in der Lage die korrekte
Strukturen zu formulieren und sie am dem richtigen Platz zu platzieren.

Obwohl das Kind in der Umwelt diesen Sätzen nicht hört, kann er ein komplexes grammatisches
System produzieren.
Armut des Inputs: das Kind kann mehr produzieren als er hört. Kinder können Sätzen, die sie nie
gehört haben, produzieren. Warum? Weil dieses System autonom arbeitet. Ein normales Kind
kann schon mit 3 Jahren völligen Sätzen produzieren.

Sprachstruktur:
Tiefenstruktur= die Phrasen
Wir haben die Potentialität diese Tiefenstruktur zu modifizieren.

Generative Transformation= Tiefenstruktur Oberfläche Wir generieren Wörter


Die Grammatik ist keine Sammlung von Regeln sondern eine Theorie

Der Erwerb unserer Erstsprache ist:


Intuitiv; Implizit (niemand unterrichtet uns unsere erste Sprache); Automatisch; Mühelos (senza
fatica, Mühe geben= sforzarsi)
Wir entwickeln unsere erste Sprache.
Warum können wir nicht auch die andere Sprachen mühelos lernen? Die Antwort von Chomsky
war, dass er sich nicht mit Fremdsprachen beschäftigte.

Competence Performance
Langue Parole
Abstrakt Konkret
Kompetenz Realisierung der Kompetenz
Kompetenz= Unsere theoretische Fähigkeit die Sprache zu sprechen.

“Farblose grüne Ideen schlafen wütig“= sinnlos, aber wegen der Syntax ist der Satz 100% richtig.
Die Kompetenz hat nichts mit der Bedeutung zu tun. Nach den Nativisten ist die Syntax autonom
und unabhängig von der Bedeutung.
Die Leute, die sich auf der Bedeutung konzentrieren und nicht auf der Form, sprechen keine gute
Sprache, sie sind keine kompetenten Sprecher.
Heutzutage haben viele Linguisten eine ganze verschiedene Meinung= Bedeutung>Form.

Performanz (Performance): die Oberfläche der Sprache: die konkrete Sprache.

Kompetenz ≠ Fähigkeit ≠ Fertigkeit

Die Nativisten sehen die Syntax als ein formales abstraktes System von Regeln, die ein quasi-
mathematisches Schema anwendet. Es ist nicht flexibel, es ist so; eine Maschine, die wir im Kopf
haben.

Jeder Mensch hat eine begrenzte Zahl von Regeln und Zeichen, die eine unbegrenzte Zahl von
Sätzen generieren kann. (similitudine: 21 lettere dell’alfabeto potenzialmente infinite parole).

Universalgrammatik sistema generale che vale per tutte le lingue


Kompetenz  competenza dell’uomo attraverso la quale abbiamo accesso all’Universalgrammatik

Und was mit den Unterschieden zwischen den Sprachen?

Kritiken gegen Chomsky:


. Wilden Kinder
. Fremdscprachenerwerb: warum funktioniert nicht so bei Fremdsprachen?

Man kann nicht die Sprache als ein formales System betrachten. Die Sprache ist Geschichte,
Kultur, Kontakt zu den anderen Sprachen.

Jeder Satz wurde nach syntaktischen Regeln aufgebaut:


La donna vecchia= die alte Frau (Im Englischen ist was anders…)
Jedes Sprachsystem hat einige Parameter:
Deutsch  Verb zweit, SOV, Attributive Flexion vor dem Substantiv…
Italienisch  Concordanze (messe-messo vs gesetzt)

Das ist die Erklärung von Chomsky für die Unterschiede zwischen verschiedene Sprachen. Eine
schwache Antwort.

Was bleibt von Chomsky?


Er hat die totale Komplexität der Grammatik zum Licht gebracht (prima tutto era ridotto alla
„Stimulus-Reaktion“ dei Behavioristen.

Chomsky nahm als Hypothese, dass die Sprache ein internes Phänomen war, eine Fakultät, ein
Potential, genetisch und unbestreitbar.
Ma forse non funziona proprio così. Chomsky ha tralasciato alcuni elementi importanti.

Eine weitere Kritik betrifft der Genetik. Unser Gehirn aktiviert sich durch die Interaktionen unter
verschiedenen Punkten. Alles ist verbunden. (non solo l’area di Broca dunque…)
Die Sprache hat verschiedene Faktoren. Die Theorie von Chomsky ist ziemlich alt: vi sono
interazioni tra le varie parti del cervello. Wir haben verschiedene Synapsen.

Lezione 4:

3 Regeln der Transformationsgrammatik:

1) Reihenfolgen der Konstituenten


2) Löschungen einiger Konstituenten (sie sind weg und ersetzt bei einem Pronomen)
3) Neue Konstituenten

Diese 3 Regeln gehören zu den Phrasenstruktur


Unsere LAD arbeitet nach diesen Prinzipien (für den Nativisten)

Dank Chomsky ist es sicher, dass die Sprache im Gehirn ist, aber was die Sprache aktiviert wissen
wir nicht. Chomsky sagt nur „nicht der Input“. Aber ist diese Aktivierung gewollt oder ungewollt?
Für die Menschen ist es ganz natürlich zu sprechen, aber aktivieren sie den Potential, weil sie es
wollen oder nicht? Ist es ein Automatismus? Oder eine intentionelle Aktivierung?
Chomsky konnte diese Frage nicht antworten.

Ist die Aktivierung Kontext abhängig oder nicht?


Für den Nativisten war der Kontext egal.

Ist es gleich für jeden? Wir haben nicht die selben Gehirnen. Sonst hätten wir die gleichen
Talenten und die gleiche Intelligenz. Die Aktivierung der verschiedenen Synapsen ist nicht gleich.
Die Organe sind nicht genug, die Zusammenarbeit von den verschiedenen Organen des Gehirns ist
wichtig. Ist diese Zusammenarbeit von den verschiedenen Organen abhängig von dem Kontext
oder nicht?
Dazu kommt Schumann: nicht alle Gehirne sind gleich:

Unser Gehirn ändert im Laufe der Zeit, die Zonen des Gehirns ändern sich.
Das Material von dem Gehirn ist wie Gummi, wenn wir von Außer das Gehirn schlagen, es ändert
sich. Nicht nur die Krankheiten, sondern auch die Erfahrungen ändern unseres Gehirn (psychische,
psychologische Erfahrungen). Das bedeutet, dass wir immer besser sein können, auch wenn wir
nicht talentiert sind. Wir können nicht sagen das unser Gehirn 1 ist, es ändert sich. Das fehlt in
dem Nativismus.
Amygdala: hier liegen die Emotionen. Die Amygdala kann mehr oder weniger entwickelt sein, aber
die Emotionen verarbeiten unsere Amygdala.
In den fremden Sprachen  mehr Emotionen.

Für die Nativisten ist der Mechanismus der Sprachentwicklung gleich in jedem Kontext, aber das
ist nicht wahr, es gibt kulturellen und natürlichen Unterschiede.
Der Kontext ist nicht nur relevant, sondern hat er Konsequenzen auf der Entwicklung

Wie kommt das Kind zum Satz?

0-6 Lauten, Stöhnen, Weinen, Schreien. Mit diesen


Lauten kommunizieren sie
6-12 Babbeln, erste Silben (Lippen Mamma,
babbo…)
12-18 Einfache Wörter (pappa…)
18-24 Mehrsilbiges Wörter (banana)
24-30 Ein Paar Wörter
36 Artsatz

Normalerweise sind bilinguale Kinder langsamer

Wir bekommen Input jeden Tag, wir brauchen eine ganze Menge von Input.

1) Im Mutterleib erkennen die Kinder schon die Stimmen


2) Nach der Geburt unterscheiden sie die Laute von den Wörtern
3) Sie unterscheiden die menschliche von den tierischen Sprache
4) Mit 2 Monaten reagieren sie auf den Wörtern des Erwachsenen

. 1 Jahr: Wortartige Gebilde (Pseudowörter)


Das ist die erste Phase der Sprachentwicklung die Einwortphase. Es bedeutet, dass der Prozess
begonnen ist
. 15 Monaten: Zweiwörterphase (2 Äußerungen non sono ancora propriamente definibili parole)

Von dem Zweiwörterphase direkt zum Satz (mit 3 Jahren)

Pappa (1 Wort)

Pappa rotta (2 Wörter)

La pappa è rossa (Satz)

18 Monaten  50 Wortartige Gebilde


6 Jahren  23700 Wörter (500 benutzt)
In 4 Jahren entwickelt sich die Sprache massiv.
Täglich lernt man 14 Wörter von denen 4 aktiv benutzt werden
Das Kind kann so schnell und so viel erwerben, weil sein Gehirn ganz frisch ist. Das Kind kann alles
herausnehmen. Wir haben als Kinder ein wunderbares Potential. Das konnte nie mehr in unserem
Leben wiederholen. Deswegen ist die Kindheit eine Zentrale Phase von uns allem: kognitiv, emotiv,
affektiv und sprachlich.

Lezione 5:

Den Rhythmus, den wir als Kinder haben, ist nur in dieser Phase möglich. Meiste Potential haben
wir in den ersten 6 Jahren

6-10 Jahre= gute Geschwindigkeit (celerità, velocità)


10-14/16 Jahre= Erste Spracherwerb abgeschlossen
Wir können immer weiter erwerben aber mit mehr Mühe. Deswegen sind diesen Jahren absolut
relevant.
Die Grundschulen spielen eine große und wichtige Rolle, auch für die Fremdsprachen.
Innerhalb dieser Zeit passiert das Erwerben relativ mühelos.

Es gibt eine kritische Phase/Alte nachdem ist es nicht möglich die einige Sprache zu entwickeln.
Wenn wir bis 3 Jahren (einige denken 6) keine Sprache hören, ist es unwahrscheinlich, dass wir die
nächsten Phasen nachholen können.

Nach dem Babbelnphase produziert das Kind Holophrasen. Sie sind eigentlich keine Phrasen, sie
sind Pseudowörter. Mit einer Holophrase imitiert das Kind die Produktion eines Satzes.
Zum Beispiel bedeutet das Wort „Atta“ (Wasser) alles was mit dem Wasser verbunden ist.
Anders gesagt: ein Wort, das eine ganze Kategorie darstellt. Das passiert, während der
Einwortphase. Zweiwortphase: in dieser Phase fehlt das Verb, das eine grammatische Kategorie,
die später kommt ist.
Pivots Grammatik
Braine (ein Linguist) hatte beobachtet, dass die Kinder 2 Klassenwörter benutzen= Substantiven+
Funktionswörter (Pivotswörter). Diesen sogenannten Pivots geben den Satz die Bedeutung.

Beispiele:
Mehr lesen Licht aus

Pivot Pivot

Geschlossene v.s. Inhaltswörter (Offene Wörter)


Braine sagt, dass das Kind geschlossene Wörter, die der ganzen Äußerung eine Bedeutung geben,
benutzt.
Aber Pivots Hypothese falsch ist, es ist nicht so systematisch. Einige Kinder benutzen 2 offene
Wörter und kein Pivot
Beispiel:
Buch lesen

Kein Pivot
Substantiven/ Adjektiven/ Verben  offene Wörter (Inhaltswörter)
Geschlossene Wörter (Funktionswörter)  die Morpheme, sie haben keine Bedeutung aber sie
geben dem Lemma eine Bedeutung

Zuerst lernen wir offene Wörter, nicht die geschlossene Wörter


Morphologische Entwicklung (die Verwendung von Morphemen  sehr schwierig ist
Verben kommen im Infinitiv, sie sind nicht flektiert, auch die Präpositionen kommen später
Deutsche Kinder lernen die Präpositionen in Verbindung mit dem Wort.
Beispiel:
Sie lernen Licht aus, nicht die zwei „getrennte“ Wörter.

Basic English= 850 Wörter


Amerikanische Webster= 600 000 Wörter
Italienisch= 200 000 Wörter
Standard Deutsch= 300 000 Wörter

Wenn wir ein Wort kennen  verstehen wir es


Wenn wir ein Wort können  benutzen wir es

Die Sprache evolviert sich, es ist ein dynamisches System


/Das Wörterbuch von Goethe hatte viel weniger Wörter als Moderndeutsch

Wer 2000% Wörter einer Sprache kennt, kann man 88% der Prosatexten verstehen
Italiener können 6000 Wörter, eine Kleinigkeit, und können auch nicht so viele Gedanken machen,
weil das Wort eine mentale Aktivität ist.
Je größer unsere Sprachkompetenz ist, desto tiefer unsere Gedanken sind

Metasprachliche Kompetenz= Über die Sprache zu denken

Man erwerbt Syntax und Phonetik sehr früh, dann kommt den Wortschatz und nur am Ende die
Morphologie
Kinder von 3 Jahren können nicht die Laute einer anderen Sprache nicht mehr reproduzieren, das
heißt, dass es nicht spontan ist und deswegen müssen wir mehr konzentrieren.
Phonetische Grenze  Frühzeitig
Auch die Syntax ist sehr frühzeitig

Kinder sagen: “Apfel essen “


und nicht “Essen Apfel”.

Man lernt auch das Genus und den Akkusativ sehr früh und spontan.

Lezione 6:

Bruners Hypothese:
Nach Bruner, im Gegenteil zu Chomsky, spielt der Input der Erwachsenen eine große Rolle. Die
Rolle der Erwachsenen ist relevant, sehr relevant. Wir alle Menschen erwerben unsere erste
Sprache nur durch die Interaktion.

Interaktion= Der richtige Weg zu dem Spracherwerb. Wenn wir keine Interaktion haben, können
wir unsere Erstsprache nicht entwickeln.
Die Kinder gehen vom Laut zur Bedeutung und von Bedeutung zur Intention. Tatsächlich haben sie
etwas zu sagen, diese Intention ist parallel mit der Bedeutung verbunden. Der Dialog ist was
Wesentliches für die Produktion.
Bruner sagt, dass die Kinder ein Sprachpotential haben, aber es ist nicht etwas Autonomes,
sondern braucht es eine Aktivierung. Die Bedeutung ist genauso wichtig wie die Form
Nativismus  Fokus= Sprachkompetenz
Interaktionisten  Fokus= Kontext
„Individuum unter anderem“  er interagiert mit anderen Leuten
Die Theorie des Interaktionismus geht auf die Theorie des Philosophs Wittgenstein: die Sprache ist
eine ganz konkrete Sache, dass nur mit den einer kollektive Perspektive beobachtet wird.
Die Sprache ist eine Tatsache, eine konkrete Aktivität.
Sprechhandlung  „atto linguistico“
Immer, wenn wir sprechen, agieren wir, handeln wir.
Mit der Sprache machen wir was ganz Konkretes: wir argumentieren, wir protestieren … ganz
konkrete Aktionen, die von konkreten Intentionen stammen.
Pragmatik= „doing things with words“
(Austen), (Grice)
Akt des Sprechens  3 Elemente dieser Theorie
Die Idee von Bruner ist eine Erweiterung von Chomsky. Er denkt nicht, dass die Theorie von
Chomsky total falsch war.
LAD  Nicht genug, es ist nur der Anfang des ganzen Prozessen. Das LAD wird durch den Input
aktiviert aber nachdem müssen wir diesen Input bearbeiten.
Wir benutzen nicht nur das LAD, sondern auch das LASS. Wenn wir keine Interaktion haben, kann
sich das LASS nicht entwickeln. Das Potential kann sich allein nicht verwirklichen.
Die Interaktion zwischen diese 2 Systemen (LAD-LASS) beginnt sofort, weil das Kind sofort zu
interagieren beginnt.
Das ist sehr unterschiedlich von Chomsky: Das Kind lernt zu sprechen nicht, weil er kompetent ist,
sondern, weil er zu sprechen startet. Nur durch diese Interaktion ist er in der Lage eine Sprache zu
produzieren.

Ein großes Problem: das Mutterische. Es ist eine sehr reduzierte Sprache mit vielen Diminutiven.
Übertriebende Melodie  eine besondere Betonung (eine Oktave über die normale).
Das ist die erste Interaktion des Kindes. Es ist keine normale Interaktion, deswegen ist es ein
großes Problem für die Interaktionisten. Das Mutterische ist nicht falsch, die Mutter machen keine
Fehler beim Sprechen, sie sprechen nur einfach. Der Zweck ist eine Interaktion hier und jetzt.
Die Kinder können viel mehr als das Mutterische produzieren. Das bedeutet, dass etwas
Autonomes in unserem Gehirn existiert. Die Interaktion ist sicher ein Modell aber nicht allein. Das
Kind absorbiert diese Sätze und er ist dann später in der Lage diesen Sätzen zu reproduzieren. Die
Sprache des Kindes ist nicht am Modell der Sprache der Mutter. Trotzdem ist die Interaktion sehr
wichtig. Nur durch diese Interaktion bekommt er einige Elementen, die wesentlich für die
Kommunikation ist.
LAD Relevant, aber sie entwickelt sich nur in einer Situation: das Kind braucht auch eine
kontextuelle Kompetenz, das Kind muss den Kontext erkennen. Das Kind erkennt welche Wörter in
welchen Kontexten benutzen soll. Man weiß sehr früh, wie die verschiedene Kontexten
unterscheiden soll.
Das Kind weiß sofort, dass er einige Wörter in manchen Kontexten nicht benutzen kann.

Neurobiologisches Potential:
Kommunikative Kompetenz: Je mehr wir sprechen, desto besser ist unsere Sprache.
Chomsky: Bedeutung  keine Rolle
Interaktionsstimulus: Bedeutung  große Rolle

Armut des Inputs  Chomsky


Interaktionismus  Input wesentlich (non inteso come lo intendeva Skinner, non perchè
impariamo per reazione).

Brüner  wesentlich auch für die Sprachdidaktik

Interaktionisten  Das Kind ist pragmatisch kompetent lange bevor er sprechen kann
Protointeraktion  Vor dem Sprachentwicklung
Mit den Blickfang Die Intention hat er schon im Kopf
Scaffolding  Rückmeldung um zu signalisieren, dass sie verstanden haben
Intentionalität  schon da ist
Kommunikation  wichtig unsere Intention auszudrucken
Mensch  nicht isoliert, soziale Kompetenz

Routinen  Ritualen mit denen wir unsere Interaktion beginnen. Sie sind immer gleich, stabil,
ritualisiert. Das Spielen, das Essen, das Lernen.
Am Anfang beginnen die Kinder Sätzen und Wörter zu sagen, die mit diesen Routinen verbunden
sind.
Märchen  große Routinen. Die Kinder wollen immer die gleichen Wörter. Die Struktur und das
Wort sind gleich. Mit diesen routinisierten Sprachen versuchen sie alle Sprache zu lernen.
Der Erwachsene muss immer das gleiche sagen (Kooperationsprinzip). Dann langsam beginnt das
Kind die richtigen Sequenzen zu erzählen. Ganz anders als Chomsky (unabhängig von dem
Kontext).

4 Voraussetzungen von Interaktionismus:

. Vorhersagbarkeit
. Transaktionalität
. Systematizität
. Abstraktion

. Vorhersagbarkeit= Prinzip, dass die Kinder antizipieren können, welche Wörter kommen werden.
Wir sagen vorher was in dieser Situation gehört.

. Transaktionalität= /transagieren über: passsare dall’altro lato/


Das Sprechen ist ein Austausch. Jeder spielt eine Rolle im Gespräch

. Systematizität= Ein Phänomenon, der regelmäßig vorkommt. Es ist immer so. Diese
Regelmäßigkeit gibt der Welt Ordnung. Nur manchmal sind wir kreativ, exzentrisch, deswegen ist
es einfach zu merken, wenn etwas unregelmäßig ist.
. Abstraktion
Schon in der Lage abstrakte Dinge zu verstehen
Beispiel: Rotkäppchen

Ohne die Interaktion kann das Kind diese 4 Prinzipien nicht erwerben

Wie funktioniert das LAAS?


1) Familieninteraktion
2) Antizipationen
3) Spiele: das Kind erlebt die Sprache so wie ein Spiel

Die größte Neuheit ist, dass es eine Verbindung zwischen Sprache und Kultur gibt (Kultur= alles zur
Natur gehört)

Nativisten= Sprache als Naturphänomen


Interaktionisten= Sprache als Kulturphänomen

Lezione 7:

Der Kognitivismus Vierte Hypothese (nicht die letzte chronologisch)


(Auch Konstruktivismus genannt)

Vater des Kognitivismus Jean Piaget (Psychopädagoge)


Spracherwerb Ein Aspekt des menschlichen Leben (nicht der wichtigste sondern ein unter
vielen) und er ist mit anderen Fähigkeiten der Menschen verbunden.

Psychische Entwicklung Unseres Gehirn entwickelt sich


Kognitive Entwicklung Das Kind versteht immer mehr
Körperlichen Entwicklung standarisiert

Zu diesen Entwicklungen gehört auch die Spracherwerb aber nicht isoliert. Es ist eine allgemeine
Entwicklung.

Wilden Kinder Diese Kinder waren nicht nur sprachlich, sondern auch körperlich, psychisch und
kognitiv deprimiert.
Sprache Verbunden mit diesen anderen Entwicklungen

Konstruktivismus Sprache als eine Konstruktion


Dieses Prinzip sagt, dass der Spracherwerb eine Einigung von Faktoren ist

KontextInputGehirnKognitive ProzesseOutputKontext

Alles zusammen, was wir bisher getrennt bisher gesehen haben


Der Kontext ist auch sehr wichtig. Alle Elemente sind verbunden und wichtig. Man kann nicht ein
Faktor wegnehmen, sie sind alle notwendig für eine korrekte Entwicklung der Person.
Kognitive Prozessen  Mentale Operationen, die wir machen, die nicht von der Bedeutung isoliert
werden. Das machen wir nicht nur für die Sprache, sondern für alle unsere Fähigkeiten.
Grundprinzipien des Kognitivismus:
-Von der Wahrnehmung und Bewegung zum abstrakten Denken
-Geistige Reifung
-Sprache Teil des ganzen Prozess
-Es gibt kein Sprachorgan. Nicht nur ein Organ, weil die Sprache nur eine der verschieden
Ergebnissen unsere Entwicklung ist.

Das Kind beginnt „seine Karriere“ mit Perzeptionen. Warum weinen sie? Weil sie von Perzeptionen
und Emotionen leben. Sie perzipieren nicht nur was konkret ist, sondern auch Konzepten wie die
Distanz, das Wetter. Wenn sie diese Phase der Perzeption überwinden, aufhören sie egozentrisch
zu sein.

Konstruktion des abstraktes Denken:


Wann passiert das?
Alter der Vernunft= mit 7 Jahren Nachdem können die Kinder abstrakt denken

Sprache Nicht was Autonomes, sondern ist es ein Faktor zwischen Interaktion und Gehirn.
Kein Sprachorgan Weder LAD noch LAS, nur allgemeine Reifung (il nostro cervello cresce nella
sua totalità con il resto del corpo).
Allzweckgeist (spirito olistico, ossia che prende in considerazione l’essere umano nella sua
totalità).

Größten Probleme für die Kognitivisten:

1) Genetische Kontrolle
2) Verarbeitungskapazität
3) Fähigkeit

Diese Phase der Entwicklung nur indirekt genetisch ist. Kein Organ, aber alles kommt in unserem
Gehirn vor. Was im Gehirn passiert ist ungewollt, es geht nicht unter unserer Kontrolle.

Verarbeitungskapazität Wie viele Info können eingetragen werden. Unsere


Bearbeitungskapazität ist zeitlich begrenzt, nicht immer offen, die Kapazität wird kleiner mit der
Zeit.

Lezione 8:

Warum beginnt das Kind ein Wort zu sagen?


Aus Konstanz
Bevor es das Wort sagt, versteht, dass es eine Konstanz in den Dingen gibt. Ein Ding ist immer ein
Ding und das bezieht sich auch auf abstrakte Dinge (Z.B. „kalt“ Das Kind versteht, dass „kalt“
immer „kalt“ ist). Das Wort kommt nicht durch die Assoziation, sondern nachdem das Verständnis
des Begriffs schon gekommen ist Gegenteil zur Behaviorismus: das Kind versteht durch keine
Assoziation, die Verständnis der Bedeutung kommt zuerst. Das Gehirn arbeitet nicht nur durch die
Interaktion, sondern auch allein. Das ist total anders als die andere 3 Prinzipien.
Was den Prozess anbelangt (Synonym von „betrifft“):
Am Anfang Nur konkrete Objekten, dann die Symbolen und nur am Ende die Aktionen (Verben).
Zusammen mit den Verben kommen auch die Funktionswörter.
Sprachlichen Grenze, Entwicklungsgrenzen Mit 6/7 Jahren kommt die Vernunft, nicht nur das
logische Denken, sondern auch das abstrakte Denken. Vor den 7 Jahren ist es nicht sehr
entwickelt. Andere Wissenschaftler sind dramatischer nach 3 Jahren kann man die Phonetik
einer Sprache nicht mehr erwerben.
Das siebte Lebensjahr ist eine wichtige Lebensgrenze. Warum? Weil die Schule beginnt! Man lernt
zu lesen und zu schreiben, 2 Fertigkeiten, die abstrakt sind. Sie sind 2 konkrete Bewegungen aber
das Assoziieren von Graphemen und Bedeutungen ist was Abstraktes. Mit 7 Jahren kommt auch
die metasprachliche Kompetenz: die Fertigkeit über den Satz zu sprechen und zu reflektieren.
Die metasprachliche Kompetenz ist einen großen Vorteil der Erwachsenen und sie geht dann
immer weiter.

Phasen der Spracherwerb in den ersten 7 Jahren.


Was passiert in dem ersten Lebensjahr?
Eine sehr starke phonetische Entwicklung.
Bis 3 Jahren Grammatikalische Entwicklung
Mit 7 Jahren metasprachliche Kompetenz
Pubertät Nachdem können wir nicht erwerben was wir vorher nicht entwickelt haben.

Pubertät:
-körperlich
-physisch
-psychisch

In der Mittelschule transformieren wir uns

Die Phasen, die wir beschreibt haben sind Teil eines natürlichen Prozess und wir müssen diesen
Prozess respektieren

Bedeutung im Vordergrund; die Form kommt später

/Zusammenfassung der 4 Erwerbshypothesen, vedi PP/

Lezione 9:

Fremdspracherwerb  Wie wir unsere Fremdsprachen lernen/studieren können

Hypothesen zum Fremdsprachenerwerb:

Unser Geist aktiviert eine Konfrontation zwischen die 2 Sprachen. Es ist einen implizierten
Vergleich. Es kann auch ein Kontrast sein, weil die 2 Systemen sehr unterschiedlich sein können.
Jedes System kämpft für sich selbst. Am Anfang des Prozess konzentrieren wir uns an die
Ähnlichkeiten, nur später können wir uns an die Unterschieden konzentrieren. Tatsächlich werden
sie langsam von unserem Gehirn verarbeitet.
Die Folgen dieses Prozess sind Interferenzen (Fehler) von der Erstsprache in den Fremdsprachen.

Nach Chomsky  Identitätshypothese


Sequenzen  Genau die gleiche für alle Sprachen. Keine Interferenzen und keine Unterscheiden.
Potentiell könnten wir alle Sprache mit denselben Mechanismen erwerben. Unsere mentale
Mechanismen sind die gleiche, weil wir die selbe Gehirne, die gleiche kognitive Mechanismen und
das gleiche Potential haben. (Non un processo d’acquisizione per la Erstsprache e uno per la
Fremdsprache).

Mehrdimensionale Hypothese:
Man behauptet, dass eine Vielfalt von Faktoren im Spracherwerb vorkommen, die nicht nur
kognitiv sondern auch affektiv sind, wie zum Beispiel Motivation, Liebe für die Kultur, eine gute
Lehrerin… sie sind alle Faktoren, die dabei helfen.
Diese Hypothese beschäftigt sich nicht nur mit dem Spracherwerb, sondern auch mit der
Sprachdidaktik.

Alle Hypothesen sind extrem, es gibt in jeder Hypothese einen Stück Wahrheit. Wir wissen etwas
aber sicherlich nicht alles, wir haben nicht das ganze Bild, deswegen gibt es keine richtige
Hypothese.
Die 2 ersten Hypothesen haben 2 verschiedene Ansätze, 2 Perspektiven:

1) Kognitive/rationalistische Perspektive
2) Empirische Perspektive (Man basiert auf der Erfahrung)

UG Chomsky Fokussierung auf die kognitive Welt der Menschen.


1 Gehirn gleich Potential  Warum soll es anders sein?

Diese Hypothese schließt aber die Rolle des Inputs. Wenn wir einen kurzen armen falschen Input
bekommen, kann das Kind jedenfalls die Strukturen korrekt platzieren?
Chomsky hat sich nie mit Fremdsprachen beschäftigt aber die Nativisten haben dieses Thema
analysiert. Sie dachten, dass der Lerner nur mehr Zeit brauchte.

Kontrastive Hypothese  Man hat bemerkt normwidrige Performances in Strukturen der


Fremdsprachen.
/Normwidrige Produktion= eine Produktion mit Fehlern/
Die meisten Interferenzfehler kommen aus der Erstsprache
Einige typische Fehler von italienischen Studenten, die Deutsch lernen:
- Genus
(…)

Egal welche Hypothese stimmt, ist es wichtig zu bemerken, dass der Input immer eine große Rolle
spielt.
Erstsprache  Ungewollt bekommen wir einen Input
Es ist wichtig nicht nur wie gut der Input ist sondern auch wie oft wir den Input bekommen

Lado „Extension der L1 zur Fs“ (1957)


Wir benutzen die gleichen Mechanismen auch in der Fremdsprachen und das passiert total
implizit. Man aktiviert diese Extension zur Fremdsprache, ohne es zu merken, weil unsere
Erstsprache sehr tief in unserem Gehirn verankert ist. Die Kraft der Erstsprache ist zu groß. Diese
Hypothese kam in einer Zeit in der Fremdsprachen nicht sehr oft studiert werden. Die
Fremdsprachen waren unterschätzt.
Fremdsprachen beeinflusst von diesen 2 Faktoren:
Recency  Seit wann
Frequency  Wie oft

Viele Kritiken gegen die Kontrastive Hypothesen


Kehrman/Klein  Viele Fehler der Lernenden keine Interferenz sind, sie stammen nicht aus der
Erstsprache. Man weiß nicht warum die Lernende diese Fehler machen
Beispiel:
Und habe ich:

In italiano questo costrutto non esiste eppure commettiamo questo errore

Eine neue Buch  Warum machen wir solche Fehler? Keine Interferenzen, sie sind Fehler an sich

Kritiken gegen die Theorie der Kontrastivität:


Systematizität der Sprache  Das passiert nicht, nur am Anfang des Prozess, diese Fehler
tendieren zu verschwinden.
Kontrastive Hypothese Nur am Anfang des Prozess

Wenn diese Phasen der Spracherwerb universal vorausbestimmt sind, kann man die
Fremdsprachen lehren und lernen?
Das ist eine große offene Frage!

Identitätshypothese  Diese Hypothese beschäftigt sich nicht mit der Methode, deswegen
beschäftigt sie nicht mit der Didaktik

Lezione 10:

Identitätshypothese:

Bis 3 Jahren  Nur Russisch gesprochen  Kindergarten in Deutschland –> Nach einige Wochen
 1 Wort Äußerungen auf Deutsch und Artikel+ Substantiv und einige Strukturen mit dem Verb
am Ende (SOV Struktur)+ Kombinationen mit Partikeln+ Formelhafte Ausdrücken (Auf
Wiedersehen, guten Morgen…)
5 Monaten danach (4 Jahre alt)  Ausdrücken mit dem Verb). Sie konnte nicht nur das Verb
flektieren, sondern auch die deutsche Struktur des Satzes richtig anwenden.

Beispiele:
Isch hab gewinn Die Position ist richtig

Isch habe di gar nit gesehen Die Position ist richtig

Obwohl es Fehler gibt, die Stellung der Wörter, die Negation, die Flexion des Pronomens, die
Inversion… ist alles perfekt
Aber es handelt sich um Kinder in einem deutschsprachlichen Kontext (fast totale Immersion). Es
spielt eine sehr große Rolle

Heutzutage Integrierungsmethode, man nimmt ein bisschen von jeden Methoden

Erste Methode (chronologisch): GÜM (Grammatik-Übersetzungsmethode).


Diese Methode basiert auf der grammatikalische Analyse:
- Grammatikalische Übungen
- Übersetzungen von unsinnigen Sätzen vom Italienischen ins Deutschen

Zweck grammatikalische Phänomene sehr stark zu fokussieren


Das ist eine sehr theoretische Methode

Grundidee Was wir lernen können ist nur die Grammatik, wir können nicht lernen die Sprache
zu benutzen.
Welche Kompetenzen kann man mit dieser Methode erreichen?
Syntax und Grammatik zu lernen
Den Wortschatz auszubauen

Die Folge dieser Methode Die Schüler konnten die Sprache beschreiben aber nicht sprechen
Diese Methode Am Anfang des neunzehnten Jahrhundert bis die ’60 Jahre

Direkte Methode Es handelt sich um diese Schule (Privatschulen). Es ist eine Methode für wen
keine Zeit hat, das Gegenteil von GÜM.
Die Lernenden hören in den Kopfhörern lange Sätze und versuchen diese Sätze zu lernen. Sie
lernen nur feste Ausdrücke auswendig.
Sie war eine sehr aktive Methode nach dem zweiten Weltkrieg, zuerst in den USA. Eine sehr
behavioristische Methode.
Stephen Krashen

Er sagte, dass man in der Schule keine Sprache erwerben kann.


Erwerben ≠ lernen

Er ist sehr pessimistisch. In der Schule/Uni  Nicht erwerben, nur lernen


Erwerbern kann man nur durch die Identitätshypothese. Lernen geht nur durch die kontrastive
Hypothese. Keine Acquisition.

60/80 Jahre versucht man diesen Natürlichenerwerb in den Fremdsprachenklassen zu


transferieren

Nozio-funktionale Methode: Wir brauchen sprachliche Notionen aber diese Strukturen müssen
funktional sein, funktional zur Kommunikation. Wir brauchen Notionen, um eine kommunikative
Funktion in der Klasse zu realisieren. Einige Beispiele von kommunikative Notionen  Hypothesen
annehmen, Fragen stellen…
Und man lernt nur jene Strukturen, die für diese Funktionen wichtig sind. Ich lerne die Inversion,
um die Funktion des Fragens zu üben.
Ziel: Kommunikative Kompetenz, die Sprache zu können, nicht nur zu kennen. Erwerben, nicht
studieren.
Konsequenz dieser Methode:
Was hat man bemerkt?
Diskrepanz zwischen was man in der Schule erwerbt und was man jeden Tag sagt

Organisation didaktische Einheit:

PPP Präsentation/ Praxis/ Produktion


Man operationalisiert der Erwerbsprozess durch diese 3 Phasen
Leider ist etwas verlassen. Wir können nicht die Zeit haben, um diese Funktionen tief zu erwerben.
Unser Gehirn muss Zeit haben, um zu verarbeiten, was wir im Kopf haben. Wir brauchen eine
sogenannte Latenz-Phase, in der wir den Input verarbeiten können.
Dritte P Keine Produktion, sondern eine Reproduktion
Die Fremdsprachenlernende müssen immer die Fremdsprache benutzen, weil die Lernende
normalerweise den Input einer Fremdsprache fehlen.
Wir brauchen authentisches Material, die für die Nativen produziert wurde, nicht für die Italiener,
die Deutsch lernen.
Einige Lehrer sagen, dass sie kein authentisches Material benutzen können, weil es zu schwierig
ist. Das ist nur ein Alibi.
Zweck: Mit einem Nativ-speaker zu sprechen, nicht wie

(Esempio: „Che cosa portare nel deserto?“)

Zentrum der Methode Aufgabe, keine Übung und mit anderen Lernenden, weil es nur in einer
Gruppe Interaktion entstehen kann. Allein können wir nicht interagieren.
Man fokussiert auf die Aufgabe und nicht auf die Sprache, weil die Sprache ein Mittel ist, nicht
unseres Ziel. Man versucht die alltägliche Benutzung der Sprache zu reproduzieren.

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