Sie sind auf Seite 1von 3

Folie 1:

Die Führungskader der Partei sitzen an allen wichtigen Schalthebeln der


chinesischen Politik. Von Lenin (1870-1924), dem Begründer des
kommunistischen Parteistaates im frühen Sowjetrussland, übernahmen
die chinesischen Kommunisten die organisatorischen Prinzipien der
Kaderpartei und deren Führungsrolle in Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft.

Deswegen schauen wir uns an, wer nun alles zum Kader gehört: Folie 2

Folie 3:

Die 3 Eisernen:

Reisschüssel garantiert die lebenslange Beschäftigung, das Gehalt wird zentral


vom Staat verwaltet und der eisernen Sessel beschreibt, dass die
Stellenberufung und –beförderung auch staatlich kontrolliert wird.

Die Kronprinzenpartei…Zahlreiche Nachkommen und Verwandte von


chinesischen Spitzenkadern sind seit den achtziger Jahren in
Führungspositionen in Staats- und Außenhandelsunternehmen aufgestiegen.
Die Bedeutung von Kader-Verbindungen für den wirtschaftlichen Aufstieg sieht
man besonders am hohen Anteil von Kaderkindern in Spitzenpositionen von
Unternehmen in den Sonderwirtschaftszonen und in Hongkong. In diesen
Zonen bietet sich so die Gelegenheit zur Bereicherung durch großangelegte
Verschiebungen von Geldern, die den Staatsbetrieben entzogen werden.

Guanxi… Guanxi ist ein fester Bestandteil der chinesischen Kultur. Guanxi lässt
sich als persönliches Beziehungsgeflecht definieren und entsteht, wenn eine
Person einer anderen eine Gefälligkeit erweist, ohne eine unmittelbare
Gegenleistung zu erwarten, wenngleich sich die begünstigte Person verpflichtet
fühlt, sich bei der nächsten Gelegenheit zu revanchieren.Dies wird jedoch in
der Wirtschaft missbraucht. Die intensive kulturelle Verwurzelung von Guanxi
führt dazu, dass kaum eine Entscheidung oder ein Geschäft von Guanxi
unbeeinflusst bleibt. Chinesische Geschäftsleute ziehen es oftmals vor, mit
Geschäftspartnern zu verhandeln, die ihnen bekannt sind oder bereits zu ihrem
Beziehungsgeflecht gehören.
Innerparteiliche Justiz …Staatliche Organe bestimmen die Justiz, vorallem auf
die Kadermitglieder bezogen.

Folie 4:

In China gibt es die Redensart, des Eintauchens der Funktionäre in das Meer
der Martwirtschft. Dies beschreibt den Vorgang rund um die 70er und der
Einführung der »Sozialistischen Marktwirtschaft« als extrem viel Funktionäre
neben ihren staatlichen Berufen sich noch privat an Unternehmen beteiligt
haben. Nach offiziellen chinesischen Angaben sollen 1992 in einzelnen
Provinzen mehr als 70 Prozent der dortigen Partei- und Verwaltungsorgane
ihnen zugeordnete »wirtschaftliche Einheiten« begründet haben. Vorallem das
Militär war eine treibende Kraft für die Transformation des Wirtschaftssystems
und für die rasche Ausbreitung des »Kaderkapitalismus« in der Volksrepublik
China. Die MilitärUnternehmen werfen jährlich umgerechnet zwischen drei und
sechs Milliarden US-Dollar Profite ab. Nur etwa ein Viertel der Gewinne fließt
davon angeblich in den zentralen Militärapparat. Auf der anderen Seite
beschränkt sich der Staat nicht auf eine Rolle als Adressat und Vermittler
gesellschaftlich-wirtschaftlicher Interessen, sondern nimmt selbst die Spitze der
Hierarchie ein: Regierungsorgane fungieren als Wächter und Verteiler. Große
Möglichkeiten zur Bereicherung bestehen z.B. bei der Verteilung der
Milliardensubventionen. Es entsteht so ein enges Geflecht aus Staat und
Wirtschaft, so dass beide Seiten aufeinander angewiesen sind.

In China fehlen so rechtlich klar definierte Grenzen zwischen Politik und


Wirtschaft.

Folie 5:

Die Partei versuchte seit dem immer wieder mit neuen Anti
Korruptionskampagnen das Problem des Systems anzugehen, es funktionierte
jedoch nur mäßig. Außer das die Partei und ihre Kader zwangsläufig diesen
Kampf nicht immer mitgetragen haben gab es noch weitere Gründe:

Folie 7:

Über den verbesserten Lebensstandardt gab es auch kontinuierlich ein


enormes Wirtschaftswachstum, was in solch einem korrupten Land sehr
unüblich ist. Dies liegt daran, dass vorallem die 2 Art der Korruption der
Dividendeneintreibung betrieben wird. Es ist eben eine Form der Korruption
wie schon eben erklärt die auf der Verflechtung von Wirtschaft und Staat
basiert und der Geldfluss auch innerhalb dieser Verbindung bleibt.

Folie8:

Der CPI beschreibt die Rangfolge wie korrupt ein Land ist, mit Platz 1 am
unkorruptesten. Wir sehen dass China seit 2000 kontinuierlich auf den Plätzen
70-80 stagniert und somit die Korruptionskampagnen auch von Xi Jinping in
dieser Hinsicht noch nicht ganz so erfolgreich sind. Zu bedenken sei, dass
Länder wie noch vor China platziert sind.

Der Kaderkapitalismus verdeutlicht sich auch im 2. Ranking, dem der


wirtschaftlichen Freiheit, wo man sogar nur Platz 111 belegt.

Folie9 / 10:

Kommen wir nun zu Xi Jinping und betrachten uns seine Maßnahmen und auch
Erfolge seit Amtsantritt:

Folie 11:

Zum Schluss was bleiben wohl noch die größten Herrausforderungen für die
Zukunft?

1. Die Profiteure der Kader werden mächtig gegen Reformen arbeiten und
so Kampagnen wieder ins Leere laufen lassen.
2. Es bleibt eben genau deshalb auch fraglich, ob eine innerparteiliche
Behörde der richtige Weg ist um die Korruption wirklich anzugehen
3. Sehr viel Kritik gibt es auch gegen die CCPI, da sie so viel Macht hat, dass
in gewisser weise willkürlich Funktionäre verurteilen kann

Das könnte Ihnen auch gefallen