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ORIGINAL BETRIEBS- UND

WARTUNGSANLEITUNG

PMK-T-8010

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx I
Ausgabe: Juli 2012
SICHERHEIT VOR FAHRTBEGINN

Wichtig:
Beachten Sie unbedingt die folgenden Hinweise!

Ziehen Sie nach den ersten 5 Betriebsstunden die Radmuttern und


Achsbefestigungen nach.

Ziehen Sie nach dem ersten Warm- bzw. Heißfahren die


Hydraulikverbindungen in warmen Zustand nach.

Stellen Sie rechtzeitig vor Wintereinbruch einen ausreichenden


Frostschutz der Kühlflüssigkeit sicher.

Tägliche Kontrollen vor Fahrtbeginn:


9 Sichtprüfung auf äußerlich erkennbare Schäden.
9 Sichtprüfung auf festen Sitz von Schrauben und Verbindungen.
9 Sichtprüfung auf Dichtigkeit von Rohrleitungen und Schläuchen.
9 Sichtprüfung: Reifenprofil und Reifendruck.
9 Ausreichende Schmierung aller Schmierstellen.

Füllstände prüfen:
9 Motoröl
9 Getriebeöl
9 Achsen-Getriebe
9 Hydrauliköl
9 Kühlflüssigkeit (bei flüssiggekühltem Motor)
9 Kraftstoff
9 Schmierfett in Zentralschmieranlage (Option)

II BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
IDENTIFIKATION
PMK-T-8010
Zum Lieferumfang der Maschine gehört diese Betriebs- und Wartungs-
anleitung mit Inspektionsnachweisen.
Die folgenden Daten identifizieren die Maschine in diesen Unterlagen eindeu-
tig:
Typ: Paus-Artikel-Nr. PMK-T 8010
Fahrgestell-Nummer: 112.075
Baujahr: 2012
Betriebsanleitungen: BA001027 …PMK-T 8010_Rev1_de
BA001028 …PMK-T 8010_Rev1_es
Motor: 554253 Caterpillar C7
Getriebe: 507994 CLARK Typ R 32 420
Wandler: 507993 CLARK C 5452
Vorderachse: 546829 Kessler D81PL
Hinterachse: 546829 Kessler D81PL
Bereifung: 529905 14.00-24

Die Fahrgestell-Nummer der Maschine ist ebenfalls auf dem Typenschild und
im Fahrzeugrahmen eingeschlagen. Beides finden Sie in Fahrtrichtung rechts
am Fahrzeugrahmen.
Bitte geben Sie bei jedem Schriftverkehr und jeder Ersatzteilbestellung die
aufgeführten Identifikations-Nummern an. Dies vereinfacht es uns, Ihre Fragen
und Bestellungen korrekt und zügig zu beantworten.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx III
Ausgabe: Juli 2012
Inhalt
1  ALLGEMEINES ......................................................................................................... 7 
1.1  Einleitung ..................................................................................................................7 
1.2  Darstellungshinweise für den Benutzer ....................................................................8 
1.3  Hinweise für den Betreiber .......................................................................................9 
1.4  Service und Gewährleistung...................................................................................10 
1.5  Hinweise auf Urheber und Schutzrechte ................................................................11 
2  SICHERHEIT .......................................................................................................... 12 
2.1  Bestimmungsgemäße Verwendung .......................................................................12 
2.2  Nicht bestimmungsgemäße Verwendung...............................................................13 
2.3  Restrisiko ................................................................................................................13 
2.4  Organisatorische Maßnahmen ...............................................................................21 
2.5  Personalauswahl/-qualifikation; grundsätzliche Pflichten .......................................23 
2.6  Sicherheitshinweise zu bestimmten Betriebsphasen .............................................24 
2.6.1  Normalbetrieb .............................................................................................24 
2.6.2  Sonderarbeiten in verschiedenen Betriebsphasen der Maschine...............25 
2.7  Hinweise auf besondere Gefahrenarten .................................................................27 
2.7.1  Elektrische Energie .....................................................................................27 
2.7.2  Sicherheitsabstände zu Freileitungen .........................................................28 
2.7.3  Gas, Staub, Dampf, Rauch .........................................................................30 
2.7.4  Hydraulik .....................................................................................................30 
2.7.5  Lärm ............................................................................................................30 
2.7.6  Maschinenvibration .....................................................................................31 
2.7.7  Öle, Fette und andere chemische Substanzen ...........................................31 
2.8  Transport und Abschleppen; Wiederinbetriebnahme .............................................31 
2.9  Ergänzende Sicherheitshinweise ...........................................................................31 
2.10  Sicherheitshinweise für Wartung und Inspektion....................................................33 
2.10.1  Arbeitsumgebung ........................................................................................34 
2.10.2  Nutzungseignung ........................................................................................34 
2.10.3  Ausbildung ..................................................................................................34 
2.11  Spezielle Sicherheitshinweise zur Maschine ..........................................................35 
2.12  Schutzeinrichtungen ...............................................................................................35 
2.13  Kennzeichnungen und Schilder ..............................................................................38 
3  TECHNISCHE DATEN .............................................................................................. 41 
4  KENNEN LERNEN DER MASCHINE ............................................................................ 57 
4.1  Maschinenübersicht................................................................................................57 
4.2  Maschinenbeschreibung.........................................................................................57 
4.2.1  Fahrgestell ..................................................................................................57 
4.2.2  Kippmulde ...................................................................................................58 

IV BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
4.2.3  Fahrerstand.................................................................................................58 
4.2.4  Fahrantrieb..................................................................................................59 
4.2.5  Hydraulikanlage ..........................................................................................60 
4.2.6  Elektrische Anlage ......................................................................................61 
4.2.7  Bremsanlage ...............................................................................................61 
4.3  Bedienungselemente Fahrerstand .........................................................................62 
4.3.1  Armaturenkästen.........................................................................................63 
4.3.2  Armaturen für Bremskreise, Antriebsstrang und
Rußpartikelfilterüberwachung .....................................................................71 
4.3.3  Bedienungselemente zum Fahren ..............................................................73 
4.3.4  Weitere Bedienungselemente im Fahrerstand............................................78 
4.4  Weitere Bedienungselemente an der Maschine .....................................................81 
4.4.1  Batteriehauptschalter ..................................................................................81 
4.4.2  Dieselmotor/Kraftstoffanlage.......................................................................82 
4.4.3  Hydraulikanlage ..........................................................................................88 
4.4.4  Bremsanlage ...............................................................................................90 
4.4.5  Knickgelenksicherung .................................................................................93 
4.4.6  Unterlegkeile ...............................................................................................94 
5  INBETRIEBNAHME .................................................................................................. 97 
5.1  Transport ................................................................................................................97 
5.2  Kontrollen von außen .............................................................................................98 
5.2.1  Tägliche Kontrollen an der Maschine vor Fahrtbeginn ...............................98 
5.2.2  Reifen und Räder ........................................................................................99 
5.2.3  Betriebsmittel ..............................................................................................99 
6  BETRIEB ............................................................................................................. 101 
6.1  Vorbereitungen zum Fahrtbeginn .........................................................................102 
6.2  Dieselmotor starten ..............................................................................................103 
6.3  Kontrollen nach Motorstart ...................................................................................104 
6.4  Dieselmotor ausschalten ......................................................................................105 
6.5  Fahrbetrieb ...........................................................................................................108 
6.6  Arbeitsbetrieb mit Kippmulde................................................................................110 
6.7  Fahrtrichtungswechsel..........................................................................................110 
6.8  Bremsen, rangieren und fahren ............................................................................112 
6.9  Tanken..................................................................................................................113 
6.10  Mitteilungspflicht ...................................................................................................113 
6.11  Arbeiten unter extremen Bedingungen .................................................................113 
6.12  Nach dem Betrieb .................................................................................................114 
6.13  Außerbetriebsetzung ............................................................................................115 
6.14  Wiederinbetriebnahme .........................................................................................115 
6.15  Winterbetrieb ........................................................................................................116 
6.16  Endgültige Außerbetriebsetzung ..........................................................................118 

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Ausgabe: Juli 2012
6.17  Lagerung ..............................................................................................................118 
6.18  Auffahren auf Auffahrrampen ...............................................................................118 
7  WARTUNG UND INSPEKTION ................................................................................. 119 
7.1  Allgemeine Hinweise ............................................................................................119 
7.2  Qualifikation des Wartungspersonals ...................................................................120 
7.3  Sicherheitshinweise für Wartung und Inspektion..................................................121 
7.4  Maschine reinigen ................................................................................................123 
7.5  Korrosionsschutz ..................................................................................................123 
7.6  Arbeiten unmittelbar nach der Inbetriebnahme ....................................................124 
7.7  Wartungstabelle....................................................................................................125 
7.8  Spezielle Hinweise zu den Wartungsarbeiten ......................................................141 
7.8.1  Dieselmotor ...............................................................................................141 
7.8.2  Wandler/Lastschaltgetriebe ......................................................................146 
7.8.3  Hydraulikanlage ........................................................................................150 
7.8.4  Abgasanlage .............................................................................................154 
7.8.5  Achsen ......................................................................................................156 
7.8.6  Druckprüfung Plungerzylinder...................................................................157 
7.8.7  Bremsanlage .............................................................................................158 
7.8.8  Elektrische Anlage ....................................................................................162 
7.8.9  Schmierung/Schmierstellen ......................................................................163 
7.8.10  Zentralschmieranlage (optional) ...............................................................166 
7.9  Nachfüllen Handfeuerlöscher ...............................................................................167 
7.10  Protokolle für Wartungsarbeiten ...........................................................................168 
8  STÖRUNGEN UND NOTFALLHILFEN ........................................................................ 179 
8.1  Fehlertabelle .........................................................................................................179 
8.2  Sicherungsbelegung .............................................................................................180 
8.2.1  Standard-Sicherungen ..............................................................................180 
8.3  Reifen ...................................................................................................................183 
8.5  Manuelles Lösen der Feststellbremse bei Ausfall der Maschine..........................185 
8.6  Abschleppen/Aufziehen auf Fahrzeuge................................................................187 
9  ENTSORGUNG UND RECYCLING ............................................................................ 189 
9.1  Umweltschutz .......................................................................................................189 
9.2  Öl und ölhaltige Abfälle.........................................................................................190 
9.3  Endgültige Außerbetriebnahme ............................................................................190 

VI BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Allgemeines

1 Allgemeines

1.1 Einleitung
Diese Betriebsanleitung ist eine wesentliche Hilfe für einen erfolgreichen und
gefahrlosen Betrieb der Maschine.

Hinweis!
Der Muldenkipper in der vorliegenden Betriebsanleitung vereinfachend als
„Maschine“ bezeichnet.

Die Betriebsanleitung enthält wichtige Hinweise, die Maschine sicher, sachge-


recht und wirtschaftlich zu betreiben. Ihre Beachtung hilft, Gefahren zu ver-
meiden, Reparaturkosten und Ausfallzeiten zu vermindern und die Zuverläs-
sigkeit und Lebensdauer der Maschine zu erhöhen.
Die Betriebsanleitung muss ständig am Fahrerplatz verfügbar sein und ist von
jeder Person zu lesen und anzuwenden, die mit Arbeiten an/mit der Maschine,
z. B.:
− Fahren, Bedienen und Rüsten,
− Störungsbehebung, Pflege sowie Umgang mit Betriebs- und Hilfsstoffen,
− Instandhaltung (Wartung, Inspektion, Instandsetzung)
− und/oder Transport
beschäftigt ist.
Die Maschine darf nur von dazu ausgebildeten und an dieser Maschine ein-
gewiesenen Benutzern bedient und betrieben werden, die vom Betreiber
schriftlich dazu beauftragt wurden.

Gefahr!
Die Betriebsanleitung muss vor der Inbetriebnahme vom Fahrer gelesen
und verstanden worden sein.

Beachten Sie besonders die Sicherheitshinweise im Kapitel „Sicherheit“. Dies


gilt besonders, wenn Sie nur gelegentlich an oder mit der Maschine arbeiten.

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Ausgabe: Juli 2012
Allgemeines

1.2 Darstellungshinweise für den Benutzer


In dieser Betriebsanleitung wird der zum Zeitpunkt der Drucklegung größtmög-
liche Ausstattungsumfang der Maschine beschrieben.
Da der Fahrersitz quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist, dient zur Fahr-
zeugbeschreibung die unten abgebildete Hauptfahrtrichtung. Alle Richtungs-
angaben beziehen sich immer auf die Hauptfahrtrichtung der Maschine.

Fig. 1-1: Hauptfahrtrichtung

Für Sicherheitshinweise und wichtige Angaben werden folgende Benennungen


bzw. Zeichen benutzt:

Beachten Sie die jeweils genannten Sicherheitshinweise, und verhalten Sie


sich in diesen Fällen besonders vorsichtig! Geben Sie alle Sicherheitshin-
weise auch an andere Benutzer weiter!
Neben den Hinweisen in dieser Betriebsanleitung müssen die allgemeingül-
tigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften berücksichtigt werden!

Gefahr!
Dieses Symbol finden Sie bei allen Sicherheitshinweisen in dieser Be-
triebsanleitung, bei denen eine unmittelbar drohende Gefahr für Leib und
Leben von Personen besteht.

Warnung!
Dieses Symbol finden Sie bei allen Sicherheitshinweisen in dieser Be-
triebsanleitung, bei denen eine mögliche Gefahr für Leib und Leben von
Personen besteht.

8 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Allgemeines

Vorsicht!
Dieses Symbol finden Sie bei allen Sicherheitshinweisen in dieser Be-
triebsanleitung bei denen das Risiko von leichten oder mittleren Verletzun-
gen sowie von Sachschäden an der Maschine oder ihrer Umgebung be-
steht.

Hinweis!
Hinweise deuten auf besondere Sachverhalte hin, deren Beachtung einen
sicheren, sachgerechten und effizienten Umgang mit der Maschine gewähr-
leistet.
Alle Hinweise sollen im Interesse einer bestimmungsgemäßen Verwendung
der Maschine erfüllt werden. Geben Sie alle Hinweise auch an andere Be-
nutzer weiter!

1.3 Hinweise für den Betreiber


Die Betriebsanleitung ist ein wesentlicher Bestandteil der Maschine. Da die
Betriebsanleitung voraussichtlich einer starken Beanspruchung am Einsatzort
der Maschine ausgesetzt ist, obliegt es dem Betreiber:
− das Original sicher zu verwahren,
− dafür Sorge zu tragen, dass eine Kopie der Betriebsanleitung ständig am
Fahrerplatz verfügbar ist,
− dass jeder Benutzer die Betriebsanleitung aufmerksam liest und alle
Angaben beachtet und einhält.
Lassen Sie die Maschine nur von eingewiesenen und dazu ausgebildeten Per-
sonen bedienen, die von Ihnen dazu schriftlich beauftragt wurden. Legen Sie
die Zuständigkeiten für das Warten und Instandsetzen durch fachkundiges
Personal eindeutig fest.
Neben der Betriebsanleitung und den im Verwenderland und an der Einsatz-
stelle geltenden verbindlichen Regelungen zur Unfallverhütung sind auch die
anerkannten fachtechnischen Regeln für sicherheits- und fachgerechtes Arbei-
ten zu beachten.

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Ausgabe: Juli 2012
Allgemeines

Die Betriebsanleitung ist von Ihnen um Betriebsanweisungen auf Grund be-


stehender nationaler Vorschriften zur Unfallverhütung und zum Umweltschutz
zu ergänzen, einschließlich der Informationen zu Aufsichts- und Meldepflichten
zur Berücksichtigung betrieblicher Besonderheiten, z. B. hinsichtlich Arbeitsor-
ganisation, Arbeitsabläufen und eingesetztem Personal.
Längstens nach einem Jahr ist die UVV-Prüfung der Maschine durch einen
Sachkundigen durchzuführen. Der Prüfnachweis ist schriftlich im Prüfbuch zu
dokumentieren. Die UVV-Prüfung ist in Deutschland verpflichtend. Für andere
Länder empfehlen wir ebenfalls eine regelmäßige Prüfung. Nationale Vor-
schriften sind zu beachten!
Ohne Genehmigung der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH dürfen keine
Veränderungen, An- und Umbauten an der Maschine vorgenommen werden,
die die Sicherheit beeinträchtigen könnten! Dies gilt auch für den Einbau und
die Einstellung von Sicherheitseinrichtungen sowie insbesondere für das
Schweißen an tragenden Teilen.
Zur Verwendung kommende Ersatzteile müssen den von der Hermann Paus
Maschinenfabrik GmbH festgelegten technischen Anforderungen entsprechen
Dies ist bei Original-Ersatzteile der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH
immer gewährleistet!

1.4 Service und Gewährleistung


Die Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH ist bemüht, Ihre Fragen und Be-
stellungen schnellstmöglich zu bearbeiten. Wir bitten Sie, vor jeder Anfrage Ih-
ren Namen mit Rückmelde-Adresse sowie die Identifikationsdaten Ihrer Ma-
schine anzugeben. Letztere sind hinter dem Deckblatt dieser Betriebsanleitung
genannt.
Die Gewährleistung der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH für die Ma-
schine erstreckt sich innerhalb der Gewährleistungszeit auf Schäden, die
nachweislich auf Konstruktions-, Material- und Fertigungsfehler zurückzufüh-
ren sind.
Eine Gewährleistung wird nur in vollem Umfang übernommen, wenn die Aus-
lieferungsinspektion, die Übergabe und Einweisung vorschriftsmäßig ausge-
führt wird, die Maschine nur bestimmungsgemäß eingesetzt wird, die Inspekti-
ons- und Wartungsvorschriften strikt befolgt werden und die
Wartungsnachweise bei der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH einge-
reicht wurden.

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Ausgabe: Juli 2012
Allgemeines

Im Fall einer Gewährleistung übernimmt die Hermann Paus Maschinenfabrik


GmbH die Material- und Montagekosten, die unmittelbar durch die Schadens-
behebung an der Maschine entstehen. Hierfür gelten die Ersatzteilpreise und
Vergütungssätze der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH.

1.5 Hinweise auf Urheber und Schutzrechte


Diese Betriebsanleitung ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründe-
ten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, der Entnah-
me von Abbildungen, der fotomechanischen oder digitalen Datenverarbeitung
bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwendung, der Hermann Paus Ma-
schinenfabrik GmbH vorbehalten.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

2 Sicherheit

2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung


Die Maschine ist nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicher-
heitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können bei ihrer Verwendung Ge-
fahren für Leib und Leben des Benutzers oder Dritter bzw. Beeinträchtigungen
der Maschine und anderer Sachwerte entstehen.
Die Maschine nur in technisch einwandfreiem Zustand sowie bestimmungs-
gemäß, sicherheits- und gefahrenbewusst unter Beachtung der Betriebsanlei-
tung benutzen! Insbesondere Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen
können, umgehend beseitigen (lassen)!
Die Maschine ist ausschließlich als Trägerfahrzeug für eine Kippmulde zum
Transportieren von Schüttgütern entsprechend den technischen Daten zu ver-
wenden.
Die maximale Nutzlast, die zulässigen Achslasten und maximale Reifentrag-
lasten sind einzuhalten.
Die maximal zulässige Längs- und Querneigung der Maschine beachten und
einhalten!
Außer dem Fahrer auf dem dafür vorgesehenen Sitzplatz dürfen mit der Ma-
schine keine Personen transportiert werden.
Eine andere oder darüber hinausgehende Benutzung, wie z. B. Benutzung als
Zugmaschine oder das Anbauen nicht für die Maschine bestimmter An-/ Auf-
bauten gilt als nicht bestimmungsgemäß. Für hieraus resultierende Schäden
haftet nicht der Hersteller/Lieferant. Das Risiko trägt allein der Betreiber/ An-
wender der Maschine.
Die Maschine darf nur mit den Zubehörausrüstungen betrieben werden, die
von der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH dafür vorgesehen und freige-
geben sind.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch das Beachten dieser
Betriebs- und Wartungsanleitung und die Einhaltung der Inspektions- und War-
tungsbedingungen.

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Sicherheit

2.2 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung


Ein Einsatz der Maschine ist insbesondere untersagt für die Benutzung als:
− Zugmaschine,
− Schleppmaschine

2.3 Restrisiko
Auch bei Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen verbleiben beim Betrieb
der Maschine Restrisiken.
Alle Personen die an bzw. mit der Maschine arbeiten, müssen diese Restrisi-
ken kennen und die Anweisungen befolgen, die verhindern, dass diese Restri-
siken zu Unfällen oder Schäden führen.

Gefahr!
Verletzungsgefahr für Dritte durch Fahrbewegungen der Maschine.
Die Maschine ist sehr wendig und hat einen großen Aktionsradius. Perso-
nen in unmittelbarer Nähe der Maschine können durch unbeabsichtigte
oder unvorhersehbare Manöver verletzt werden.
Dies gilt insbesondere bei engem Arbeitsbereich und eingeschränkter Sicht
des Fahrers.
Es muss gegebenenfalls ein Einweiser eingesetzt werden.
Der Aufenthalt von unbefugten Personen im Arbeitsbereich der Maschine
und seiner An-/Aufbauten während des Betriebes ist verboten.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

Gefahr!
Quetschgefahr bei angehobener Kippmulde.
Werden Instandhaltungsmaßnahmen unterhalb der angehobenen Kippmul-
de ausgeführt, ohne dass mechanische Abstützungen angebracht sind,
können Personen die sich im Gefahrenbereich aufhalten, schwer ge-
quetscht werden.
Daher sind die angebauten Muldensicherungsbolzen immer vor diesen Ar-
beiten einzusetzen. Ggf. standsichere Unterstellböcke mit ausreichender
Tragkraft unterstellen.

Gefahr!
Quetschgefahr bei aufgebockter Maschine durch plötzliches Abrutschen.
Ist z. B. bei einem Reifenwechsel die Maschine aufgebockt, besteht die Ge-
fahr, dass sie unvermutet von den Stützen abrutscht. Personen im Gefah-
renbereich können lebensgefährlich verletzt werden.
Sichern Sie die gegenüberliegenden Räder am Boden mit Unterlegkeilen,
bevor Sie mit dem Anheben beginnen!
Benutzen Sie nur zugelassene Fahrzeugheber mit ausreichender Tragkraft.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

Gefahr!
Verbrühungsgefahr durch heißes Kühlmittel unter hohem Druck.
Das Kühlmittel im Dieselmotor wird beim Betrieb heiß und steht unter ho-
hem Druck.
Das Öffnen des Kühlkreislaufes ist erst zulässig, wenn der Dieselmotor
ausgeschaltet und der Kühlkreislauf ausreichend abgekühlt ist.
Setzen Sie bei Arbeiten am Kühlkreislauf immer eine Schutzbrille auf.
Öffnen Sie mit Handschuhen den Kühldeckel nur bis zur ersten Raste. War-
ten Sie das Entweichen des Überdrucks ab, bevor Sie den Kühldeckel ganz
abnehmen.

Gefahr!
Verletzungsgefahr durch bewegliche Maschinenteile!
Gefahr schwerer Quetsch- und Schnittverletzungen an beweglichen Ma-
schinenteilen!
Vor Beginn von Instandhaltungsarbeiten müssen der Dieselmotor bzw. an-
dere Antriebe ausgeschaltet und vor Wiedereinschalten gesichert werden!
Der Zündschlüssel der Maschine (bzw. der Schlüsselschalter Zündung +
Licht ein) der Maschine ist ggf. einem Verantwortlichen auszuhändigen.

Gefahr!
Quetschgefahr bei Arbeiten im Bereich des Knickgelenkes.
Vor der Ausführung von Instandhaltungsarbeiten am Knickgelenk/im Knick-
gelenkbereich ist immer die Knickgelenksicherung anzubringen.

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Sicherheit

Gefahr!
Verletzungsgefahr für den Fahrer durch Fahrbewegungen der Maschine
beim Hinauslehnen aus dem Fahrstand.
Der Fahrer muss sich vor Fahrtantritt anschnallen und während der Fahrt
grundsätzlich angeschnallt bleiben.
Das Hinauslehnen aus dem Fahrstand bei der Fahrt ist strikt untersagt!
Die Sicherungskette oder die Tür am Einstieg des Fahrstandes ist grund-
sätzlich vor Fahrtantritt zu schließen und geschlossen zu halten.

Warnung!
Verletzungsgefahr bei unsachgemäßer Bedienung der Maschine. Gefahr
von Verbrennungen an heißen Maschinenteilen!
Teile der Maschine (insbesondere im Motorbereich, sowie Hydraulik, Kühl-
mittel etc.) heizen sich stark auf. Auch nach dem Abschalten der Maschine
besteht über einen längeren Zeitraum die Gefahr von Verbrennungen durch
direkte Berührung dieser Maschinenteile.
Lassen Sie die Maschine vor Beginn von Instandhaltungsarbeiten über ei-
nen angemessenen Zeitraum abkühlen.
Tragen Sie bei erforderlichen Instandhaltungsarbeiten entsprechende
Schutzkleidung (insbesondere Handschuhe).
Vermeiden Sie auch nach dem Abschalten der Maschine eine direkte Be-
rührung mit möglicherweise heißen Maschinenteilen.

Warnung!
Verletzungsgefahr bei unsachgemäßer Bedienung der Maschine.
Unbeabsichtigte Fehlbedienungen können ruckartige Bewegungen beim
Fahren/ Anfahren der Maschine verursachen.
Vor Fahrtantritt ist immer erst der am Sitz vorhandene Beckengurt anzule-
gen.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

Warnung!
Rutsch- und Kippgefahr bei Gefälle oder Steigung. Bei Fahrten in geneig-
tem Gelände besteht für die Maschine Rutsch- und Kippgefahr, die enorm
verstärkt werden kann bei:
hoher Gesamtlast,
ungesichertem und/oder glattem Untergrund,
hoher Geschwindigkeit,
abruptem Bremsen oder Beschleunigen,
Kurvenfahrt und/oder
Querfahrt zum Hang.
Befahren Sie nur ausreichend befestigte Wege.
Befahren Sie geneigtes Gelände nur mit verringerter Geschwindigkeit und
mit erhöhter Vorsicht bei Querfahrt zum Hang.
Halten Sie die maximal zulässige Nutzlast der Maschine ein.

Warnung!
Verlust der Maschinenkontrolle durch Lastüberschreitung.
Unvorhersehbare, schwere Personen- und Sachschäden im Umfeld sind
möglich!
Halten Sie die maximale Nutzlast der Maschine ein.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

Warnung!
Gefahren durch unkontrolliertes Wegrollen der Maschine.
Durch das ungesicherte Abstellen und Wegrollen der Maschine können
Personen schwer verletzt werden und Sachschäden entstehen.
Legen Sie immer vor dem Verlassen der Maschine die Feststellbremse ein
und ziehen Sie den Zündschlüssel ab.
Legen sie bei Geländeneigung zusätzliche Unterlegkeile unter die Räder.
Beachten Sie: Die Maschine kann n i c h t durch das Einlegen eines Gan-
ges gegen Wegrollen gesichert werden.

Warnung!
Verletzungsgefahr durch herausspritzendes, heißes Hydrauliköl unter ho-
hem Druck.
Durch unsachgemäßes Arbeiten am Hydrauliksystem oder durch undichte
Anschlüsse bzw. Materialverschleiß kann heißes Hydrauliköl unter hohem
Druck in feinem Strahl austreten, das Personen, und dabei insbesondere
die Augen, verbrühen und verletzen kann.
Setzen Sie bei Arbeiten am Kühlkreislauf immer eine Schutzbrille auf.
Kontrollieren Sie täglich den äußeren Zustand der Hydraulik auf Undichtig-
keiten sowie Füllstand, Druck und Temperatur.
Arbeiten am hydraulischen System dürfen nur durch dazu qualifiziertes
Fachpersonal erfolgen, nachdem das System drucklos geschaltet wurde
und ausreichend abgekühlt ist.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

Warnung!
Verletzungsgefahr beim Einatmen der Abgase.
Dieselabgase sind als krebserregend eingestuft und enthalten das hochgif-
tige Kohlenmonoxydgas, das beim Einatmen zu Bewusstlosigkeit und zum
Tod führt.
Atmen Sie die Dieselabgase nicht mehr als unvermeidbar ein.
Schalten Sie den Dieselmotor bei längerem Fahrzeugstillstand aus.
Lassen Sie die Maschine mit laufendem Dieselmotor nur dann in geschlos-
senen Räumen stehen, wenn die Räume ausreichend belüftet werden.

Warnung!
Verletzungsgefahr durch Batteriesäure.
Explosionsgefahr durch Ladegase.
Die Batterie enthält Schwefelsäure, die stark ätzend ist.
Während eines Ladevorgangs kann Knallgas (Wasserstoff) ausströmen,
das sich bei Feuer oder Funkenbildung entzünden oder explodieren kann.
Öffnen Sie keine Batteriegehäuse, und berühren Sie keine blanken Metall-
teile!
Alle offenen Zünd- und Feuerquellen sind von Batterien fernzuhalten!
Batterien mit gefrorenem Elektrolyt niemals aufladen.
Arbeiten an bzw. mit Batterien dürfen nur durch entsprechend qualifiziertes
Fachpersonal und unter Beachtung der Betriebsanleitung des Batterieher-
stellers erfolgen.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

Warnung!
Verletzungsgefahr beim Abklemmen der Batterie.
Beim Abklemmen der Batterie zuerst die Masseleitung (-) entfernen und
anschließend den Pluspol (+).
Beim Anklemmen der Batterie umgekehrt vorgehen: zuerst den Pluspol (+)
anklemmen und erst danach die Masseleitung (-). Auf diese Weise kann
Funkenbildung vermieden werden.
Im angeschlossenen Zustand immer dafür sorgen, das der Pluspol (+) mit
dessen Abdeckung abgedeckt ist.
Metallene Gegenstände wie Ringe, Armbanduhren, Werkzeug von den Bat-
terieklemmen fernhalten. Auf diese Weise lassen sich Hautverbrennungen
durch Funkenbildung vermeiden.

Warnung!
Verletzungen durch umher fliegende Materialsplitter!
Es ist eine den Arbeiten entsprechende Schutzkleidung zu tragen, um sich
gegen umher fliegende Gesteinssplitter zu schützen.
Dazu gehören Schutzhelm, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, Gehörschutz.
Auch Arbeitshandschuhe und ein gut passender Overall sind zu empfehlen.
Manschetten müssen zugeknöpft werden.
Tragen Sie keine Krawatte und keinen Schal.
Halten Sie langes Haar zusammengebunden.

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Sicherheit

Warnung!
Auf Gefällestrecken ist immer ein niedriger Gang einzulegen, um dadurch
eine unkontrollierte Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit zu vermeiden. Als
Faustregel gilt, dass höchstens die Getriebestufe zu wählen ist, mit der die
Strecke in der Steigung befahren wird.
Wenn zusätzlich noch erforderlich, dann die Abfahrtgeschwindigkeit auf der
Gefällestrecke mit der Betriebsbremse (Betätigung über das Bremspedal)
kontrollieren. Die Betriebsbremse darf in Gefällestrecken nicht zum Einhal-
ten einer Beharrungsgeschwindigkeit benutzt werden.
Es besteht sonst die Gefahr, dass nach einer bestimmten Strecke mit dem
Eintritt von Bremsen-Fading (Heißlaufen der Bremsen und dadurch beding-
ter Verlust der Bremswirkung) zu rechnen ist.

Warnung!
Verletzungsgefahr und Sachschäden beim Umschalten der Lenkung
(Fahrtrichtungswechsel), während die Maschine rollt.
Durch Schwenken des Hebels Umschaltung Lenkung (54) nach vorne oder
nach hinten wird die Lenkung der Maschine und die Fahrtrichtung umge-
stellt. Es ist grundsätzlich nur eines der beiden Lenkräder (50) aktiviert.
Die Umschaltung der Lenkung darf nur bei Fahrzeugstillstand erfolgen!

2.4 Organisatorische Maßnahmen


– Die vorliegende Betriebsanleitung ständig am Einsatzort der Maschine
(im Werkzeugfach oder dem dafür vorgesehenen Behälter) griffbereit
aufbewahren!
– Ergänzend zur Betriebsanleitung allgemeingültige gesetzliche und sons-
tige verbindliche Regelungen zur Unfallverhütung und zum Umwelt-
schutz beachten und anweisen!
Derartige Pflichten können auch z. B. den Umgang mit Gefahrstoffen
oder das Bereitstellen/Tragen persönlicher Schutzausrüstungen betref-
fen.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

– Die Betriebsanleitung ergänzen um Anweisungen einschließlich Auf-


sichts- und Meldepflichten zur Berücksichtigung betrieblicher Besonder-
heiten, z. B. hinsichtlich Arbeitsorganisation, Arbeitsabläufen, eingesetz-
tem Personal.
– Das mit Tätigkeiten an der Maschine beauftragte Personal muss vor Ar-
beitsbeginn die Betriebsanleitung, und hier besonders das Kapitel Si-
cherheit, gelesen haben. Während des Arbeitseinsatzes ist es zu spät.
Dies gilt in besonderem Maße für nur gelegentlich, z. B. beim Rüsten,
Warten, an der Maschine tätig werdendes Personal.
– Regelmäßig das sicherheits- und gefahrenbewusste Arbeiten des Per-
sonals unter Beachtung der Betriebsanleitung kontrollieren!
– Das Personal darf keine offenen langen Haare, lose Kleidung oder
Schmuck einschließlich Ringe tragen. Es besteht Verletzungsgefahr
z. B. durch Hängen bleiben oder Einziehen.
– Soweit erforderlich oder durch Vorschriften gefordert: persönliche
Schutzausrüstungen benutzen!
– Alle Sicherheits- und Gefahrenhinweise an der Maschine beachten!
– Alle Sicherheits- und Gefahrenhinweise an/auf der Maschine vollzählig in
lesbarem Zustand halten!
– Bei sicherheitsrelevanten Änderungen der Maschine oder ihres Be-
triebsverhaltens Maschine sofort stillsetzen und Störung der zuständigen
Stelle/Person melden!
– Keine Veränderungen, An- und Umbauten an der Maschine, die die Si-
cherheit beeinträchtigen könnten, ohne Genehmigung des Lieferers vor-
nehmen! Dies gilt auch für den Einbau und die Einstellung von Sicher-
heitseinrichtungen und -ventilen sowie für das Schweißen an tragenden
Teilen. Eventuelle Beschädigungen umgehend beheben!
– Nur Original-Ersatzteile der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH ver-
wenden!
– Hydraulik-Schlauchleitungen in den angegebenen bzw. in angemesse-
nen Zeitabständen auswechseln, auch wenn keine sicherheitsrelevanten
Mängel erkennbar sind! Hydraulikschläuche sind spätestens nach 6 Jah-
ren auszutauschen!
– Vorgeschriebene oder in der Betriebsanleitung angegebene Fristen für
wiederkehrende Prüfungen/Inspektionen einhalten!

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

– Zur Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen ist eine der Arbeit


angemessene Werkstattausrüstung unbedingt notwendig.
– Standort und Bedienung von Feuerlöschern bekannt machen!
– Die Brandmelde- und Brandbekämpfungsmöglichkeiten beachten!

2.5 Personalauswahl/-qualifikation; grundsätzliche Pflichten


– Arbeiten an/mit der Maschine dürfen nur von zuverlässigem Personal
durchgeführt werden. Gesetzlich zulässiges Mindestalter beachten!
– Nur geschultes oder unterwiesenes Personal einsetzen, Zuständigkeiten
des Personals für das Bedienen, Rüsten, Warten, Instandsetzen klar
festlegen!
– Sicherstellen, dass nur dazu beauftragtes Personal an der Maschine
tätig wird!
– Maschinenführer-Verantwortung festlegen – auch im Hinblick auf ver-
kehrsrechtliche Vorschriften (im jeweiligen Anwenderland) – und dem
Maschinenführer das Ablehnen sicherheitswidriger Anweisungen Dritter
ermöglichen!
– Zu schulendes, anzulernendes, einzuweisendes oder im Rahmen einer
allgemeinen Ausbildung befindliches Personal nur unter ständiger Auf-
sicht einer erfahrenen Person an der Maschine tätig werden lassen!
– Arbeiten an elektrischen Ausrüstungen der Maschine dürfen nur von ei-
ner Elektrofachkraft oder von unterwiesenen Personen unter Leitung und
Aufsicht einer Elektrofachkraft gemäß den elektrotechnischen Regeln
vorgenommen werden.
– Arbeiten an Fahrwerken, Brems- und Lenkanlagen darf nur hierfür aus-
gebildetes Fachpersonal durchführen!
– An hydraulischen Einrichtungen darf nur Personal mit speziellen Kennt-
nissen und Erfahrungen in der Hydraulik arbeiten!

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

2.6 Sicherheitshinweise zu bestimmten Betriebsphasen


2.6.1 Normalbetrieb

– Jede sicherheitsbedenkliche Arbeitsweise unterlassen!


– Vor Arbeitsbeginn sich an der Einsatzstelle mit der Arbeitsumgebung
vertraut machen. Zur Arbeitsumgebung gehören z. B. die Hindernisse im
Arbeits- und Verkehrsbereich, die Tragfähigkeit des Bodens und not-
wendige Absicherungen der Baustelle zum öffentlichen Verkehrsbereich.
– Es sind Maßnahmen zu treffen, damit die Maschine nur in sicherem und
funktionsfähigem Zustand betrieben wird!
Maschine nur betreiben, wenn alle Schutzeinrichtungen und sicherheits-
bedingte Einrichtungen z. B. lösbare Schutzeinrichtungen, Schalldäm-
mungen, Absaugeinrichtungen, vorhanden und funktionsfähig sind!
– Mindestens einmal pro Schicht Maschine auf äußerlich erkennbare
Schäden und Mängel prüfen! Eingetretene Veränderungen (einschließ-
lich der des Betriebsverhaltens) sofort der zuständigen Stelle/ Person
melden! Maschine ggf. sofort stillsetzen und sichern!
– Bei Funktionsstörungen Maschine sofort stillsetzen und sichern! Störun-
gen umgehend beseitigen lassen!
– Maschine nur vom Fahrerplatz aus starten!
– Ein- und Ausschaltvorgänge, Kontrollanzeigen gemäß Betriebsanleitung
beachten!
– Vor Einschalten/Ingangsetzen der Maschine sicherstellen, dass niemand
durch die anlaufende Maschine gefährdet werden kann!
– Vor Motorstart und vor Fahrtantritt Personen im Umfeld mit Hupe war-
nen.
– Vor Fahrtantritt/Arbeitsbeginn prüfen, ob Bremsen, Lenkung, Signal- und
Beleuchtungseinrichtungen funktionsfähig sind!
– Vor dem Verfahren der Maschine stets die unfallsichere Unterbringung
des Zubehörs kontrollieren!
– Bei schlechter Sicht und Dunkelheit grundsätzlich Licht einschalten!
– Beifahrer dürfen nicht mitfahren.

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Sicherheit

– Beim Passieren von Unterführungen, Brücken, Tunnel, Freileitungen


usw. immer auf ausreichenden Abstand achten!
– Stets ausreichenden Abstand zu Baugrubenrändern und Böschungen
halten!
– Jede Arbeitsweise unterlassen, die die Standsicherheit der Maschine
beeinträchtigt!
– Hänge nicht in Querrichtung befahren; Arbeitsausrüstung stets in Bo-
dennähe führen, besonders bei Bergabfahrt!
– Im Gefälle Fahrgeschwindigkeit stets den Gegebenheiten anpassen! Nie
im, sondern immer vor dem Gefälle in die niedrigere Fahrstufe schalten!
– Beim Verlassen des Fahrersitzes grundsätzlich die Maschine gegen un-
beabsichtigtes Wegrollen und unbefugtes Benutzen sichern!

2.6.2 Sonderarbeiten in verschiedenen Betriebsphasen der Maschine

– In der Betriebsanleitung vorgeschriebene Einstell-, Wartungs- und In-


spektionstätigkeiten und -termine einschließlich Angaben zum Aus-
tausch von Teilen/Teilausrüstungen einhalten! Diese Tätigkeiten darf nur
Fachpersonal durchführen.
– Bedienungspersonal vor Beginn der Durchführung von Sonder- und
Instandhaltungsarbeiten informieren! Aufsichtsführenden benennen!
– Bei allen Arbeiten, die den Betrieb, die Produktionsanpassung, die Um-
rüstung oder die Einstellung der Maschine und ihrer sicherheitsbeding-
ten Einrichtungen sowie Inspektion, Wartung und Reparatur betreffen,
Ein- und Ausschaltvorgänge gemäß der Betriebsanleitung und Hinweise
für Instandhaltungsarbeiten beachten!
– Instandhaltungsbereich, soweit erforderlich, weiträumig absichern!
– Ist die Maschine bei Wartungs- und Reparaturarbeiten komplett ausge-
schaltet, muss sie gegen unerwartetes Wiedereinschalten gesichert
werden:
– Hauptbefehlseinrichtungen verschließen und Schlüssel abziehen
und/oder
– am Batteriehauptschalter ausschalten und Warnschild anbringen.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

– Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten nur durchführen, wenn die Ma-


schinen auf ebenem und tragfähigem Untergrund abgestellt, gegen
Wegrollen und Einknicken gesichert ist!
– Einzelteile und größere Baugruppen sind beim Austausch sorgfältig an
Hebezeugen zu befestigen und zu sichern, so dass hier keine Gefahr
ausgehen kann. Nur geeignete und technisch einwandfreie Hebezeuge
sowie Lastaufnahmemittel mit ausreichender Tragkraft verwenden! Nicht
unter schwebenden Lasten aufhalten oder arbeiten!
– Mit dem Anschlagen von Lasten und Einweisen von Kranfahrern nur er-
fahrene Personen beauftragen! Der Einweiser muss sich in Sichtweite
des Bedieners aufhalten oder mit ihm in Sprechkontakt stehen.
– Bei Montagearbeiten über Körperhöhe dafür vorgesehene oder sonstige
sicherheitsgerechte Aufstiegshilfen und Arbeitsbühnen verwenden. Ma-
schinenteile nicht als Aufstiegshilfen benutzen! Bei Wartungsarbeiten in
größerer Höhe Absturzsicherungen tragen!
Alle Griffe, Tritte, Geländer, Podeste, Bühnen, Leitern frei von Ver-
schmutzung, Schnee und Eis halten!
– Maschine, und hier insbesondere Anschlüsse und Verschraubungen, zu
Beginn der Wartung/Reparatur von Öl, Kraftstoff oder Pflegemitteln rei-
nigen! Keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden! Fusselfreie Putz-
tücher benutzen!
– Vor dem Reinigen der Maschine mit Wasser oder Dampfstrahl (Hoch-
druckreiniger) oder anderen Reinigungsmitteln alle Öffnungen abdecken/
zukleben, in die aus Sicherheits- und/oder Funktionsgründen kein Was-
ser/Dampf/Reinigungsmittel eindringen darf. Besonders gefährdet sind
Elektromotoren und Schaltschränke.

– Nach dem Reinigen sind die Abdeckungen/Verklebungen vollständig zu


entfernen!
– Nach der Reinigung, alle Kraftstoff-, Motoröl-, Hydrauliköl-Leitungen auf
Undichtigkeiten, gelockerte Verbindungen, Scheuerstellen und Beschä-
digungen untersuchen! Festgestellte Mängel sofort beheben!
– Bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten gelöste Schraubenverbin-
dungen stets festziehen!

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

– Ist die Demontage von Sicherheitseinrichtungen beim Rüsten, Warten


und Reparieren erforderlich, hat unmittelbar nach Abschluss der War-
tungs- und Reparaturarbeiten die Remontage und Prüfung der Sicher-
heitseinrichtungen zu erfolgen.
– Für sichere und umweltschonende Entsorgung von Betriebs- und Hilfs-
stoffen sowie Austauschteilen sorgen!

2.7 Hinweise auf besondere Gefahrenarten

2.7.1 Elektrische Energie

– Nur Originalsicherungen mit vorgeschriebener Stromstärke verwenden!


Bei Störungen in der elektrischen Energieversorgung Maschine sofort
abschalten!
– Mit der Maschine ausreichenden Abstand zu elektrischen Freileitungen
halten! Bei Arbeiten in der Nähe von elektrischen Freileitungen darf die
Ausrüstung nicht in die Nähe der Leitungen kommen.
Lebensgefahr! Informieren Sie sich über einzuhaltende Sicherheitsab-
stände!
– Nach dem Berühren Starkstrom führender Leitungen:
– Maschine nicht verlassen.
– Maschine aus dem Gefahrenbereich fahren.
– Außenstehende vor dem Näher treten und Berühren der Maschine
warnen.
– Abschalten der Spannung veranlassen.
– Maschine erst verlassen, wenn die berührte/beschädigte Leitung mit
Sicherheit stromlos geschaltet ist!

– Arbeiten an elektrischen Anlagen oder Betriebsmitteln dürfen nur von


einer Elektrofachkraft oder von unterwiesenen Personen unter Leitung
und Aufsicht einer Elektrofachkraft den elektrotechnischen Regeln ent-
sprechend vorgenommen werden.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

– Maschinen- und Anlagenteile, an denen Inspektions-, Wartungs- und


Reparaturarbeiten durchgeführt werden, müssen - falls vorgeschrieben -
spannungsfrei geschaltet werden. Die frei geschalteten Teile zuerst auf
Spannungsfreiheit prüfen, dann erden und kurzschließen sowie benach-
barte, unter Spannung stehende Teile, isolieren!
– Die elektrische Ausrüstung der Maschine ist regelmäßig zu inspizieren/
prüfen. Mängel, wie lose Verbindungen bzw. angeschmorte Kabel, müs-
sen sofort beseitigt werden.
– Sind Arbeiten an Spannung führenden Teilen notwendig, ist eine zweite
Person hinzuzuziehen, die im Notfall den Batteriehauptschalter zur
Spannungsauslösung betätigt. Arbeitsbereich mit einer rotweißen Siche-
rungskette und einem Warnschild absperren. Nur spannungsisoliertes
Werkzeug benutzen!
– Bei Arbeiten an Hochspannungsbaugruppen nach dem Freischalten der
Spannung das Versorgungskabel an Masse anschließen und die Bautei-
le z. B. Kondensatoren mit einem Erdungsstab kurzschließen!

2.7.2 Sicherheitsabstände zu Freileitungen

Sicherheitsabstände beim Arbeiten mit der Maschine in der Nähe von elektri-
schen Freileitungen sind in Deutschland vorgeschrieben und gelten als Emp-
fehlung für andere Länder. Die nationalen Vorschriften sind zu beachten.

Gefahr!
Das Berühren Spannung führender, elektrischer Freileitungen kann tödliche
Folgen haben.

Gefahr!
Nach dem Berühren Starkstrom führender Leitungen:
– Außenstehende vor dem Nähertreten und Berühren der Maschine war-
nen.
– Abschalten der Spannung veranlassen.

28 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Sicherheit

A Durchhängen

B Gefahrenzone

C Schutzabsperrung
am Boden

D Sicherheitsabstand
3 Meter

E Abstand 2 Meter
Fig. 2-1: Freileitungen 1

A Durchhängen

B Gefahrenzone

C Schutzabsperrung
am Boden

D Sicherheitsabstand
6 Meter

E Abstand 6 Meter
Fig. 2-2: Freileitungen 2

Beim Arbeiten in der Nähe von elektrischen Freileitungen sind folgende Hin-
weise, insbesondere von den Personen die an der Kippmulde arbeiten, zu be-
achten:
● Beim Arbeiten in einer unbekannten Umgebung, machen Sie sich erst mit
der Umgebung bekannt und kontrollieren Sie diese auf elektrische
Freileitungen etc.
● Versichern Sie sich vor dem Arbeiten im Bereich von Freileitungen, dass
diese Leitungen stromlos geschaltet werden und geerdet sind.
● Die Maschine darf niemals in den Gefahrenbereich von Freileitungen
geraten, dieser Gefahrenbereich ist in den Bildern weiter oben dargestellt.
● Es darf kein Material unterhalb Spannung führender Leitungen
aufgenommen werden, solange die Gefahr besteht, dass die Kippmulde,
der jeweilige Wechselaufbau bzw. der Ausleger mit der Leitung in
Berührung kommt.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

2.7.3 Gas, Staub, Dampf, Rauch

– Verbrennungsmotoren und kraftstoffbetriebene Heizungen nur in ausrei-


chend belüfteten Räumen betreiben! Vor dem Starten in geschlossenen
Räumen auf ausreichende Belüftung achten!
Die für den jeweiligen Einsatzort geltenden Vorschriften befolgen!
– Schweiß-, Brenn- und Schleifarbeiten an der Maschine nur durchführen,
wenn dies ausdrücklich genehmigt ist. Z. B. kann Brand- und Explosi-
onsgefahr bestehen!
– Vor dem Schweißen, Brennen und Schleifen Maschine und deren Um-
gebung von Staub und brennbaren Stoffen reinigen und für ausreichende
Lüftung sorgen (Explosionsgefahr)!
– Vor Schweißarbeiten elektrische Spannungsversorgung unterbrechen.
Batterie abklemmen.

2.7.4 Hydraulik

– Arbeiten an hydraulischen Einrichtungen dürfen nur Personen mit spezi-


ellen Kenntnissen und Erfahrungen in der Hydraulik durchführen!
– Alle Leitungen, Schläuche und Verschraubungen regelmäßig auf Undich-
tigkeiten und äußerlich erkennbare Beschädigungen prüfen! Beschädi-
gungen umgehend beseitigen! Herausspritzendes Öl kann zu Verletzun-
gen und Bränden führen.
– Zu öffnende Systemabschnitte und Druckleitungen vor Beginn der Repa-
raturarbeiten entsprechend den Baugruppenbeschreibungen drucklos
machen!
– Hydraulikleitungen fachgerecht verlegen und montieren! Anschlüsse
nicht verwechseln! Armaturen, Länge und Qualität der Schlauchleitungen
müssen den Anforderungen entsprechen.

2.7.5 Lärm

– Schallschutzeinrichtungen an der Maschine müssen während des Be-


triebes in Schutzstellung sein.
– Vorgeschriebenen persönlichen Gehörschutz tragen!

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Sicherheit

2.7.6 Maschinenvibration

– Der gewichtete Effektivwert der Beschleunigung, dem die oberen Kör-


pergliedmaße ausgesetzt sind, beträgt < 2,5 m/s2.
– Der gewichtete Effektivwert der Beschleunigung, dem die unteren Kör-
pergliedmaße, Füße und Sitzfläche, ausgesetzt sind, beträgt < 0,5 m/s2.

2.7.7 Öle, Fette und andere chemische Substanzen

– Beim Umgang mit Ölen, Fetten und anderen chemischen Substanzen,


die für das Produkt geltenden Sicherheitsvorschriften beachten!
– Vorsicht beim Umgang mit heißen Betriebs- und Hilfsstoffen (Verbren-
nungs- bzw. Verbrühungsgefahr)!

2.8 Transport und Abschleppen; Wiederinbetriebnahme


– Nur gemäß Betriebsanleitung abschleppen, verladen und transportieren!
– Beim Abschleppen vorgeschriebene Transportstellung, zulässige Ge-
schwindigkeit und Wegstrecke einhalten!
– Nur geeignetes Transportmittel und Hebezeug mit ausreichender Trag-
fähigkeit verwenden!
– Bei Wiederinbetriebnahme nur gemäß Betriebsanleitung verfahren!

2.9 Ergänzende Sicherheitshinweise


– Zum Auf- und Absteigen sind die Handgriffe und Auftritte zu benutzen.
– Die Auftritte, Plattformen und Betätigungen sind frei von Schmutz, Eis
und Öl zu halten.
– Die in dem Fahrstand angeordneten Bedienungselemente dürfen nur im
Sitzen vom Fahrerplatz aus bedient werden.
– Der Feststellbremstaster ist nur bei Fahrzeugstillstand zu betätigen,
sonst kann der Fahrer in Fahrtrichtung geschleudert werden.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

– Im Gefahrenbereich der Maschine befindliche Personen müssen mit der


Hupe gewarnt werden. Die Arbeit ist einzustellen, wenn die Personen
trotz Warnung den Gefahrenbereich nicht verlassen.
– Eine Überlastung der Maschine ist zu vermeiden. Die vom Hersteller
vorgeschriebene Höchstlast und Höchstgeschwindigkeit ist einzuhalten.
– Die in den technischen Daten angegebenen max. Steigung und Gefälle
sind einzuhalten.
– Gewölbe, Brücken oder ähnliches dürfen nur bei ausreichender Tragfä-
higkeit befahren werden.
– An einem Abhang ist die Maschine niemals plötzlich zu wenden.
– Die Fahrgeschwindigkeit ist den Bodenverhältnissen anzupassen.
– Beim Abwärts fahren ist darauf zu achten, dass sich die Fahrgeschwin-
digkeit in den einzelnen Gangstufen nicht erhöht. Die maximal zulässi-
gen Geschwindigkeiten in den Gangstufen entnehmen Sie dem Kapitel
3, Technische Daten.
– Plötzliches Anfahren, Bremsen oder Wenden ist zu vermeiden.
– Beim Tanken ist das Rauchen und offenes Feuer verboten sowie Fun-
kenbildung zu vermeiden.
– Beim Betrieb der Maschine sind die regionalen Unfallverhütungsvor-
schriften zu beachten. Die Einhaltung dieser Vorschriften obliegt dem
Betreiber und dem Fahrer. Der Betreiber muss diese Vorschriften gege-
benenfalls den örtlichen Einsatzverhältnissen entsprechend anpassen.
– Die Maschine ist je nach Bedarf, jedoch mindestens 1x jährlich durch
einen Sachkundigen zu prüfen. Die Prüfung ist in Deutschland Pflicht, für
andere Länder eine Empfehlung. Nationale Vorschriften beachten! Das
Ergebnis der Prüfung ist auf die dafür vorgesehenen Vordrucke in einem
„Prüfbuch“ schriftlich festzuhalten und im Prüfbuch abzuheften.
– Die vom Hersteller angegebene Höchstgeschwindigkeit darf nicht über-
schritten werden. Insbesondere bei Fahrten in Gefällestrecken ist darauf
zu achten.
– Die Fahrgeschwindigkeit ist den Bodenverhältnissen anzupassen.
– An einem Abhang ist die Maschine niemals plötzlich zu wenden.

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Sicherheit

– Der Aufenthalt im Bereich des ungesicherten Knickgelenkes ist bei lau-


fendem Dieselmotor verboten.
– Bei Reparaturarbeiten im Knickbereich ist die Knickgelenksperre einzu-
legen.
– Die Standsicherheit der Maschine muss im Fahrbetrieb und im Arbeits-
betrieb immer gewährleistet sein.
– Bei niedrigen Temperaturen sind die Vorschriften des Motorherstellers
und die Vorschriften für die Hydraulikanlage zu beachten.
– Der Aufenthalt in den Gefahrenbereichen der Maschine ist verboten.

2.10 Sicherheitshinweise für Wartung und Inspektion


– Maschine auf ebener, trockener Fläche abstellen.
– Maschine gegen selbständige Bewegungen und unbefugtes Ingangset-
zen sichern.
– Arbeitsplatz und Arbeitsmittel sauber halten und in arbeitssicherem Zu-
stand halten.
– Hebezeuge und Unterstellböcke mit ausreichender Tragfähigkeit ver-
wenden.
– Nur an drucklosem Hydrauliksystem arbeiten.
– Flüssigkeiten nur an den vorgesehenen Stellen aus drucklosem System
ablassen. Vorsicht bei heißen Aggregaten. Verbrennungsgefahr!
– Nur an stromlosen Elektroanlagen arbeiten.
– Die geltenden Vorschriften für den Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten
beachten.
– Zum Füllen der Reifen selbst haltende Reifenfüllventile verwenden.
– Die zur Durchführung von Wartungsarbeiten in der Maschine vorgesehe-
nen Türen und Klappen nach dem Öffnen sichern.
– Bei allen Wartungsarbeiten, bei denen der Dieselmotor nicht unbedingt
laufen muss, Dieselmotor abstellen.
– Die Motorabdeckung darf nur bei stehendem Dieselmotor geöffnet wer-
den.

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Sicherheit

2.10.1 Arbeitsumgebung

– Während des Arbeitsbetriebes ist der Zutritt zum Arbeitsbereich für un-
autorisierte Personen untersagt.
– Es liegt in der Verantwortung des Maschinenführers und der geeigneten
Vertreter, sich um die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu küm-
mern.
– Die Arbeitsumgebung muss so organisiert sein, dass höchstmögliche
Sicherheit gewährleistet ist.

2.10.2 Nutzungseignung

– Die Maschine darf nur von einer Person bedient und gewartet werden, die
– volljährig ist und mindestens das 18. Lebensjahr vollendet hat,
– geistig und körperlich für diese Tätigkeit geeignet ist,
– für die Bedienung und Wartung der Maschine ausgebildet wurde und
dem Betreiber gegenüber die Eignung für diese Tätigkeit nachgewie-
sen hat,
– erwiesenermaßen ihre Arbeit fachkundig und gewissenhaft ausführt,
– verantwortungsbewusst und vertrauenswürdig ist,
– die zur Verfügung gestellten Anweisungen befolgt.

2.10.3 Ausbildung

Gefahr!
Der Maschinenführer muss v o r Inbetriebnahme der Maschine die Bedie-
nungs- und Wartungsanleitung gelesen und verstanden haben!

– Der Maschinenführer muss ausgebildet werden in der Bedienung und


Wartung der Maschine. Der Maschinenführer muss sich mit der Be-
triebsanleitung vertraut machen, die vom Hersteller zur Verfügung ge-
stellt wird. Er muss die Leistungswerte und Charakteristika der Maschine
kennen.

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Sicherheit

– Alle Personen, die die Maschine benutzen, müssen entsprechend aus-


gebildet werden.
– Versichern Sie sich, dass neues Bedienungspersonal entsprechend
ausgebildet und dies auch dokumentiert wird.
– Benutzen Sie die Maschine nicht, bevor Sie sich gründlich mit den Be-
dienungshebeln und deren Funktionen vertraut gemacht haben.
– Üben Sie die Arbeitsphasen, die in der Betriebsanleitung beschrieben
sind, unter Anleitung eines erfahrenen Experten und in einem Bereich
wo Sie niemanden gefährden, bis Sie sie selber beherrschen.

2.11 Spezielle Sicherheitshinweise zur Maschine


– Die Benutzung der Maschine ist auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt.
Es dürfen nur Straßen und Wege benutzt werden, die vom Betreiber da-
zu freigegeben sind.
– Die vom Hersteller angegebene Höchstgeschwindigkeit darf nicht über-
schritten werden. Insbesondere bei Fahrten in Gefällestrecken ist darauf
zu achten.
– Die Fahrgeschwindigkeit ist den Bodenverhältnissen anzupassen.
– An einem Abhang ist das Fahrzeug niemals plötzlich zu wenden.
– Beim Einsatz der Maschine sind die Vorschriften für Erdbaumaschinen
zu beachten.

2.12 Schutzeinrichtungen
Damit bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Maschine keine Gefahren für
die Sicherheit und Gesundheit des Bedieners bzw. Dritter bestehen, ist die
Maschine mit Schutzeinrichtungen ausgestattet.
Das unbefugte Entfernen oder Überbrücken (Umgehen) von Schutzeinrichtun-
gen stellt eine strafbare Handlung dar. Im Schadensfall erlischt jeder Haf-
tungsanspruch.

Sicherheitsgurt
Damit der Fahrer bei ruckhaften Fahrbewegungen nicht in Fahrtrichtung ge-
schleudert wird, ist der Fahrersitz mit einem Beckengurt ausgerüstet, der vor
Fahrtantritt anzulegen ist.

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Sicherheit

Persönliche Schutzausrüstung
Sicherheitshelm, Schutzbrille, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz müssen
beim Betrieb der Maschine vom Fahrer getragen werden. Ein gut passender
Overall soll die Persönliche Schutzausrüstung ergänzen.

Knickgelenksicherung
Diese ist vor Reparaturarbeiten und beim Abschleppbetrieb sowie als Trans-
portsicherung im Knickgelenkbereich einzubauen. Die Knickgelenksicherung
ist im Knickgelenkbereich montiert.

Muldensicherungsbolzen für Kippmulde


Zum Sichern einer hochgestellten Kippmulde sind die Bolzen am Rahmen
durch die hintere Rahmenöffnung und Kippmulde zu stecken. Diese
Schutzeinrichtung ist grundsätzlich vor Instandhaltungsarbeiten unterhalb der
hochgestellten Kippulde einzusetzen!

Fahrerstand
Der Fahrstand ist in Hauptfahrtrichtung rechts auf dem Vorderwagen angeord-
net. Das Fahrerschutzdach ist nach ROPS/FOPS ausgelegt. Ausgestattet ist
der Fahrstand mit einem Fahrersitz und mit Bedienungs- und Überwachungs-
einrichtungen. Das Fahrerschutzdach ist über dem Fahrerstand angeordnet.
Der Fahrerstand ist mit einer Sicherungskette ausgestattet, die grundsätzlich
vor Fahrtantritt zu schließen und geschlossen zu halten ist.

Start-Sperrschaltung
Damit die Maschine beim Starten des Motors nicht unvermutet anfährt, ist eine
Start-Sperrschaltung eingebaut: Bei Motorstart muss die Getriebeschaltung in
Neutralstellung stehen, sonst kann nicht gestartet werden.

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Sicherheit

Akustisches Rückfahrsignal
Vom Fahrersitz aus ist der Bereich hinter dem Fahrzeug nicht komplett ein-
sehbar. Personen müssen deshalb vor den Gefahren des Rückwärtsfahrens
gewarnt werden.
Dazu ertönt ein akustisches Signal, sobald mit dem Fahrt- und Lenkhebel ein
Rückwärtsgang (entgegen der Hauptfahrtrichtung) eingelegt wird. Das akusti-
sche Signal kann ausgeschaltet werden. Es wird dann automatisch bei nächs-
ter Rückwärtsfahrt wieder aktiviert.

Feuerlöschanlage
Die Maschine ist mit einer Feuerlöschanlage ausgestattet. Die
Feuerlöschanlage ist mit zwei Auslöseauslösepunkten versehen.

Handfeuerlöscher
Der Motorraum ist mit einem Handfeuerlöscher ausgestattet. Der Handfeuerlö-
scher ist neben dem Fahrstand der Maschine montiert.

Bremsanlage
Die Maschine ist mit zwei unabhängigen Bremssystemen ausgestattet.
Die Betriebsbremse ist als hydraulische POSI STOP Zweikreis-Pumpspeicher-
Bremsanlage aufgebaut. Ihre Bremskreise wirken getrennt auf die Vorder- und
Hinterachse.
Die Feststellbremse besteht ebenfalls aus POSI STOP-Bremsen. Bei stehen-
dem Dieselmotor und bei nicht vorhandenem Speicherdruck kann die Fest-
stellbremse nicht mehr gelöst werden. Der Zustand der Feststellbremse wird
durch eine Kontrolllampe angezeigt, die bei eingelegter Feststellbremse auf-
leuchtet. Druckverluste in den Bremsanlagen werden durch Manometer und
eine weitere Kontrolllampe angezeigt.
Als Notlöseeinrichtung für die Bremsanlage dient eine Handpumpe.
Die in die Achsen eingebauten Betriebsbremsen werden auf maximale
Sicherheit bei Gefällestrecken ausgelegt. Dabei werden folgende Kriterien
berücksichtigt (die genauen Technischen Daten siehe in Kapitel 3):
− höchst zulässige Fahrgeschwindigkeit,
− maximal zulässiges Gefälle,
− maximal zulässige Umgebungstemperatur,
− maximal zulässiges Gesamtgewicht (mit Ladung).

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Sicherheit

Die Betriebsbremse (Betätigung über das Bremspedal) darf in Gefällestrecken


nicht zum Einhalten einer Beharrungsgeschwindigkeit benutzt werden. Es be-
steht sonst die Gefahr, dass bei maximaler Gefällestrecke nach einer
Gefällestrecke von ca. 50 Metern mit dem Eintritt von Bremsen-Fading (Heiß-
laufen der Bremsen und dadurch bedingter Verlust der Bremswirkung) zu
rechnen ist.

Auftritte
Die Auftritte sind aus rutschhemmendem Riffelblech gefertigt.

2.13 Kennzeichnungen und Schilder


Direkt an der Maschine angebrachte Hinweise und Symbole wie Warnschilder,
Betätigungsschilder, Drehrichtungspfeile, Bauteilkennzeichnungen o. a. müs-
sen unbedingt beachtet werden.
Diese Hinweise und Symbole dürfen nicht entfernt werden und sind in voll-
ständig lesbarem Zustand zu halten!
Beschädigte oder entfernte Hinweise und Symbole sind umgehend zu erset-
zen.
Die folgenden Kennzeichnungen und Schilder sind an der Maschine ange-
bracht:

Hinweis!
Weitere Aufkleber und Schilder (z. B. am Motor) sind ggf. in den Original-
Betriebsanleitungen der jeweiligen Hersteller zu finden.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit

Tab. 2-1\ Kennzeichnungen und Schilder


Warnung vor allgemeinen Gefahrenstel-
len.
Zusätzlich an besonderen Gefahrenstellen.

Warnung vor beweglichen Teilen.


Angebracht am Motorraum.

Warnung vor Quetschgefahr.


Angebracht im Gefahrenbereich der Mulde
und des Knickgelenkes.

Warnung vor Handverletzungen.


Angebracht im Gefahrenbereich der Mulde
und des Knickgelenks.

Warnung vor heißer Oberfläche


Angebracht im Bereich des Dieselmotors.

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Ausgabe: Juli 2012
Sicherheit
S t

Warn
nung vor Gefahren
G d
durch Battterien
Angebracht an der
d linken Fahrzeugs
seite im
Bereich der Battterien.

Warn
nung vor Absturzge
A fahr
Angebracht im Bereich
B de
er Mulde.

Zutrittt für Unbe


efugte verrboten.
Angebracht im Arbeits-
A /G
Gefahrenbeereich
der Schwinge und des Kn nickgelenks
s.

Vor Benutzung
B g der Mascchine
Bedie
enungsanleitung les
sen
Angebracht im Fahrstand.
F .

40 BA001027_PMKT800
00_Rev1_de_E
END_FE05.docxx
Ausgabe: Ju
uli 2012
Technische Daten

3 Technische Daten

Tab. 3-1/ Allgemeine Technische Daten


Hersteller: Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH
Siemensstr. 1 - 9
D - 48488 Emsbüren
Bauart: Muldenkipper für den Bergbau
Typ: PMK-T 8010
Betriebsspannung, Elektr. Anlage: 24 V
Max. zulässige Seitenneigung: +/- 5 °
Max. zulässige Gefälle/Steigung: 30 %
Zul. Umgebungstemperatur
Minimal: - 30° C
Maximal: + 40 °C
Leergewicht, Maschine: ca. 16000 kg
Nutzlast: ca. 17.000 kg
Zul. Gesamtgewicht: 31500 kg
Muldenvolumen, gestrichen: 6,5 m3
Muldenvolumen, gehäuft: 8,0 m3

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Ausgabe: Juli 2012
Technische Daten

Fig. 3-1: Ansicht der Maschine PMK-T 8010

Tab. 3-2/ Abmessungen der Maschine


a ca. 8600 mm d ca. 400 mm
b ca. 2000 mm
c ca. 2450 mm

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Technische Daten

Fig. 3-2: Wenderadius der Maschine PMK-T 8010

Tab. 3-3/ Wenderadius der Maschine

y1 Radius = 6600 mm
y2 Radius = 3950 mm
z 42 °

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Technische Daten

Tab. 3-4/ Kurzbeschreibung der Maschine


Maschine, Auf-/Anbau

Hersteller: Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH


Bauart: Maschine zum Transportieren von Schüttgütern.

An-/Aufbauten: – Festaufbau Heckkippmulde.


Fahrgestell
Hersteller: Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH
Bauart: – Fahrgestell mit Knickgelenk,
– Stabiles Fahrgestell in Rahmenbauweise,
– Hinterachse fest am Rahmen montiert,
– Vorderachse pendelnd aufgehängt,
– Knickgelenksperre.
Fahrstand
Hersteller: Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH
Fahrstandschutz: – integriertes Schutzdach nach ROPS, FOPS
– mit Überrollbügel,
– Sicherheitskette.
Einstieg: – rutschfeste Tritte und Böden,
– Haltegriffe.
Fahrersitz: – Fahrersitz 180 ° drehbar für beide Fahrtrichtungen,
– Diverse Einstellmöglichkeiten
– Beckengurt.
Bewegungsraum: – Ausreichende Bewegungsfreiheit für den Fahrer,
– leicht erreichbare Bedienungseinrichtungen für bei-
de Fahrtrichtungen,
– Bedienungseinrichtungen und Anzeigen geschützt
in Schaltkästen.

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Ausgabe: Juli 2012
Technische Daten

Heckkippmulde
Hersteller: Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH
Bauart: – Hydraulisch kippbar,
– Verschleißfeste Materialien,
– mit Rungen verstärkt
Kraftübertragung
Hersteller: DANA SPICER / CLARK
Bauart: – Hydrodynamischer Fahrantrieb „full power shift“,
– einstufiger Wandler,
– 4-Gang vorwärts/rückwärts,
– Allrad-Antrieb,
– Fahrautomatik.
Achsen
Hersteller: KESSLER
Bauart: – Planetenstarrachsen,
– innen liegende, im Ölbad laufenden Lamellenbrem-
sen.
Betriebsbremse
Bauart: Hydraulische Zweikreis-Pumpenspeicher-Bremsanlage:
– auf alle Räder wirkend,
– im geschlossenen Achsgehäuse angeordnet,
– im Ölbad laufende Lamellenbremsen,
– federspeicherbetätigt / hydraulisch gelöst,System
Posi Stop (wirkt durch Federkraft bei Druckabfall).

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Technische Daten

Feststellbremse
Bauart: Federspeicher-Feststellbremse:
– auf die Bremslamellen der Betriebsbremse wirkend,
– Betätigung (elektrisch) durch Taster mit Raste,
– System Posi Stop (wirkt durch Federkraft als Fest-
stellbremse).
Lenkung
Bauart: – Betätigung über Lenkrad,
– Hydraulische Knick-Rahmen-Lenkung mit zwei
doppelt wirkenden Lenkzylindern,
– Lenkpumpe am Dieselmotor,
– Knickgelenksperre im Knickgelenkbereich.
Elektrische Anlage
Beleuchtung: – Je zwei Scheinwerfer vorne und hinten,
– geschützt an Maschine angebracht,
– Arbeitsscheinwerfer.

Stromerzeugung: – Drehstromgenerator am Dieselmotor.


Feuerlöscheinrichtung
Bauart: – Feuerlöschsystem,
– Zwei Handauslöser für Feuerlöschsystem,
– Handfeuerlöscher.

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Technische Daten

Tab. 3-5/ Betriebsstoffe und Schmierstoffe


Einsatzort Bezeichnung PAUS-Art.-Nr. Füllmenge
Hydrauliktank *: ATF Suffix A 552722 ca. 170 Liter
Zzgl. LS-Konzentrat: 505018 ca. 10 Liter
Dieselmotor, Ölsumpf: SAE 15 W-40 552667 ca. 25 Liter
Zentralschmieranlage: lithium-verseiftes 510593 nach Bedarf
(auch: Schmierung von Hand) Schmierfett
Kraftstofftank: Diesel -- ca. 230 Liter
Vorder-/Hinterachse ***:
Differential (je Achse): Aral Hyp 85W-90 552665 ca. 17,0 Liter
85W90
Planetengetriebe (2 x/Achse): Aral Hyp 85W-90 552665 ca. 3,5 Liter
85W90
Wandler/Lastschaltgetriebe**: ATF Suffix A 552722 ca. 40 Liter

* Unbedingt LS-Konzentrat (PAUS-Art.-Nr. 505018) hinzufügen! Zusätzliche Angabe siehe im


Handbuch des Achsenherstellers.
** Zusätzliche Angabe siehe im Handbuch des Wandlerherstellers.
*** Zusätzliche Angabe siehe im Handbuch des Achsenherstellers.

Tab. 3-6/ Maximale Gewichte


PMK-T 8010

Zulässiges Gesamtgewicht: 31.500 kg


Nutzlast: 17.000 kg
Zulässige Achslast vorne: 15.000 kg
hinten: 15.000 kg
Achslast leer vorne: ca. 11.300 kg
hinten: ca. 4.800 kg

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Technische Daten

Tab. 3-7/ Max. Geschwindigkeiten, beladen *


PMK-T 8010

1. Gang: 5 km/h
2. Gang: 9 km/h
3. Gang: 17 km/h
4. Gang: 28 km/h
* jeweils vorwärts und rückwärts

Tab. 3-8/ Abgasreinigung


PMK-T 8010

Hersteller: Engelhard
Bauart: katalytischer
Rußpartikelfilter

Tab. 3-9/ Elektrische Anlage


PMK-T 8010

Nennspannung: 24 V
Drehstromgenerator: 28 V / 80 A
Batterien, Anzahl: 2 Stück
Batterien: 12 V, 180 Ah

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Technische Daten

Tab. 3-10/ Bereifung


PMK-T 8010

PAUS-Artikel-Nr. 529905

Kurzbezeichnung: 14.00 - 24
Bauart: einfach, luftbereift
Reifendruck, vorne: 7,0 bar
Reifendruck, hinten: 9,0 bar

Tab. 3-11/ Motor / motorabhängige Daten


PMK-T 8010
Motoren-Typ: C7
Bauart: flüssigkeitsgekühlt
Katalysator,
Abgasschalldämpfer
PAUS-Artikel-Nr., Motor: 554253
Hersteller: Caterpillar
Kraftstoff: Diesel
Leistung / Drehzahl: 168 kW / 2200 min-1
Bezeichnung, Motoröl: SAE 15 W-40
Motoröl, PAUS-Artikel-Nr.: 552667
Motoröl, Füllmenge: ca. 25 ltr.

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Technische Daten

Tab. 3-12/ Filterauswahl / PAUS-Artikel-Nrn.


PMK-T 8010

Motoren-Typ: Caterpillar C7
PAUS-Art.-Nr., Motor: 554253

Benennung PAUS-Art.-Nr. Stück

Wandlerölfilterpatrone (-einsatz): 514651 1


Motorölfilter: 536123 1
Kraftstofffilter: 536124 1
Kraftstoffvorfilter: 549560 1
Rücklauffilter-Einsatz: 504384 1
Hauptelement Luftfilter: 546248 1
Sicherheitspatrone Luftfilter: 546249 1
Belüftungsfilter-Einsatz: 533771 1
Mitteldruckfilter-Einsatz: 504374 1
Einfüllbelüfter: 538718 1

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Technische Daten

Tab. 3-13/ Schmiermittel-Vergleichsliste


Paus-Artikel-Nr. Paus Bezeichnung BP ARAL SHELL Mobil Bemerkung
Universal Engine Oil --
501247 Vanellus C5 15/40 Vanellus C5 15/40 Multi Turboral 15/40 15/40 Delvac Super 15/40
Terrac Super Uni- Super Tractoral
505014 Primanol Uni. 10/30 versal 10/40 10/40 Harvella TX 10/40 Agri Super 10/30 --
501248 Energear LS 90 Energear LS 90 Getr. HYP LS 85/90 Spirax A 90 LS Mobilube LS 85/90 mit LS Zusätzen
505025 Ersolan 220 Energol GR XP 220 Degol BG 220 Omala 220 Mobilgear 600 XP 220 - -
543947 Energol 220 nicht mehr lieferbar nicht mehr lieferbar Omala F 220 Mobilgear XMP 220 Flender Freigabe
501249 Hydraulik ATF 2543 A Autran GM.MP SGF 84 Donax TM ATF 220 --
505036 Wiolan HS 32 Energol HLP HM 32 Vitam GX 32 Tellus 32 DTE 24 --
505037 Wiolan HV 46 Bartran HV 46 Vitam HF 46 Tellus T 46 DTE 15 M --
544663 Hydraulikc TF JD Hydraulikc TF JD Fluid HGS Donax TD 10/30 kein Produkt --
505021 Energear Hypo 90 Energear Hypo 90 Getr. HYP 85/90 Spirax MB 90 Mobilube HD-A 80/90 --

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Technische Daten

Tab. 3-14/ Achsen


PMK-T 8010

PAUS-Artikel-Nr. 546829
Typ*: D 81 PL
Hersteller: KESSLER
Bezeichnung, Aral Getriebeöl Hyp
Schmieröl für Achsen: 85W-90
Schmieröl, PAUS-Art.-Nr.: 552665
* Zusätzliche Angabe siehe im Handbuch des Achsenherstellers.

Tab. 3-15/ Wandler und Lastschaltgetriebe


PMK-T 8010

PAUS-Artikel-Nr. für Wandler* 507993


PAUS-Artikel-Nr. für Last- 507994
schaltgetriebe
Bauart** Allradantrieb
Hersteller: DANA Spicer /
CLARK
Wandler-Typ: C 5400
Lastschaltgetriebe-Typ: R 32420

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Technische Daten

Tab. 3-16/ Druck-Einstellwerte


PMK-T 8010

Vorderachse/ Hinterachse
Betriebsdruck Betriebsbremse: 105 bar
Lösedruck Feststellbremse: 115 bar
Lüfterantrieb Wandler 65 bar
Betriebsdruck Lenkhydraulik: 185 bar
Betriebsdruck Hubhydraulik: 185 bar
Druckbegrenzungsventil 25 bar
Spülöl Bremse:
Druckbegrenzungsventil 210 bar
Hubzylinder:
Druck Plungerzylinder*: 130/70 bar
* Messung bei Neutralstellung der Pendelachse

Tab. 3-17/ Betriebsstoffe und Schmierstoffe


PMK-T 8010

Hydrauliköl, Bezeichnung *: Aral ATF


* Unbedingt LS-Konzentrat (PAUS- Hydrauliköl SGF 84
Art.-Nr. 505018) hinzufügen

PAUS-Artikel-Nr. Hydrauliköl: 552722


Hydrauliköl, Füllmenge Tank: ca. 170 Liter
Schmierfett, Bezeichnung: lithium-verseiftes Fett
PAUS-Artikel-Nr. für Schmier- 510593
fett:
Kraftstoff, Bezeichnung: Diesel
Kraftstoff, Füllmenge Tank: ca. 230 Liter
* Zusätzliche Angabe siehe im Handbuch des Achsenherstellers.

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Ausgabe: Juli 2012
Technische Daten

Hinweis!
Genaue Spezifikationen zu den Betriebs-, Schmierstoffen und deren Füll-
mengen entnehmen Sie den anliegenden Herstellerangaben der einzelnen
Komponenten im Anhang!
Ausschlaggebend ist immer die Hersteller-Dokumentation der einzelnen
Komponenten. Füllmengen sind Cirka-Angaben. Eine Füllstandsprüfung
muss in jedem Fall erfolgen!
Temperaturbereiche beachten!
Ölsorten nicht vermischen!

Tab. 3-18 / Vergleichsliste Motoröl

Motoröl: (Multigrade oil for diesel engines)


Paus-Artikel-Nr.: 501247

BP Vanellus C5 Global 15W-40

ARAL Multi Turboral 15W-40

SHELL Universal Engine Oil 15W-40

Tab. 3-19 / Vergleichsliste Hydrauliköl

Hydrauliköl: ATF Suffix A (Automatic Transmission Fluid)


Paus-Artikel-Nr. 501249

BP Autran GM MP

ARAL Getriebeöl SGF 84

SHELL Donax TM

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Technische Daten

Tab. 3-20/ Anzugsmomente: Schaftschrauben an Antriebsflanschen

Gewindedurchmesser Anzugsmoment Ma (Nm)


M10 70 Nm
M12 120 Nm
M14 190 Nm
M16 300 Nm

Tab. 3-21/ Anzugsdrehmomente Ma für Radmuttern

Radmuttern mit Druckteller (Felgen mit Mittenzentrierung)


Abmessung Phosphor geschwärzt --
M 22 x 1,5 650 - 700 Nm --

Hinweis!
Die folgenden beiden Tabellen geben eine Übersicht der Anzugsdrehmo-
mente für Schaftschrauben mit einer Reibungszahl von μges = 0,14 für
nicht oder nur leicht geölte Oberflächen ohne Nachbehandlung:

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Ausgabe: Juli 2012
Technische Daten

Tab. 3-22/ Anzugsdrehmomente für metrische Regelgewinde

Abmessung / Anzugsdrehmomente Ma (Nm)

Bezeichnung 8.8 10.9 12.9


M6 10 15 18
M8 25 36 43
M 10 49 72 84
M 12 85 125 145
M 14 135 200 235
M 16 210 310 365
M 18 300 430 500
M 20 425 610 710
M 22 580 820 960
M 24 730 1050 1220
M 27 1100 1550 1800
M 30 1450 2100 2450

Tab. 3-23/ Anzugsdrehmomente für metrische Feingewinde

Abmessung / Anzugsdrehmomente Ma (Nm)

Bezeichnung 8.8 10.9 12.9


M8x1 27 39 46
M 10 x 1,25 52 76 90
M 12 x 1,25 93 135 160
M 12 x 1,5 89 130 155
M 14 x 1,5 145 215 255
M 16 x 1,5 225 330 390
M 18 x 1,5 340 485 570
M 20 x 1,5 475 680 790
M 22 x 1,5 630 900 1050
M 24 x 2 800 1150 1350
M 27 x 2 1150 1650 1950
M 30 x 2 1650 2350 2750

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Kennen lernen der Maschine

4 Kennen lernen der Maschine

4.1 Maschinenübersicht

Fig. 4-1: Maschine

A Motor(-raum) E Fahrerstand I Kippgelenk


B Motorwagen (Vorderwagen) F Vorderachse K Heckkippmulde
C Hinterwagen G Hinterachse
D Knickgelenk H Hydrauliktank

4.2 Maschinenbeschreibung
4.2.1 Fahrgestell

Das Fahrgestell der Maschine ist speziell ausgelegt für den Einsatz im Berg-
bau. Die Maschine ist durch die Konstruktion geeignet in engen Strecken zu
arbeiten. Zu diesem Zweck ist sie mit einem Knickgelenk ausgerüstet.

Knickgelenk
Das Knickgelenk verbindet den Hinterwagen und den Vorderwagen (Motorwa-
gen). Es verleiht dem Fahrzeug eine große Manövrierfähigkeit.
Zusammen mit der pendelnden Vorderachse kann sich die Maschine auch in
schwierigstem Gelände jeder Bodenbeschaffenheit anpassen.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 57
Ausgabe: Juli 2012
Kennen lernen der Maschine

Vorder-/Hinterwagen
Das Fahrgestell besteht aus zwei Rahmen, die durch das Knickgelenk mitei-
nander verbunden sind.
Auf dem Vorderwagen befindet sich neben dem Motor der komplette Fahran-
trieb mit Kraftstofftank und Hydrauliktank sowie der Fahrstand.
Der Hinterwagen trägt die Kippmulde.

Achsen
Die Maschine ist mit Planetenstarrachsen ausgerüstet. Die Achsen werden
durch Gelenkwellen vom Lastschalt-Wendegetriebe aus angetrieben. Die
Achsen besitzen innenliegende, im Ölbad laufende Lamellenbremsen. Die
Vorderachse ist pendelnd und die Hinterachse fest mit dem Fahrzeugrahmen
verbunden.

Reifen
Die Maschine ist mit luftgefüllten Reifen ausgerüstet, die speziell für den ge-
planten Einsatz dienen. Die in den Technischen Daten vorgegebenen Reifen-
drücke sind für die maximal zulässige Belastung ausgelegt.
4.2.2 Kippmulde

Die Kippmulde ist auf dem Hinterwagen der Maschine montiert.


Die Bauhöhe der Kippmulde ist so ausgelegt, dass sie im eingefahrenen
Zustand die Dachhöhe des Fahrerstands im eingefahrenen Zustand nicht
übersteigt. Die Hubzylinder der Kippmulde sind an die Arbeitshydraulik der
Maschine angeschlossen.
4.2.3 Fahrerstand

Der Fahrstand befindet sich in Hauptfahrtrichtung rechts auf dem Vorderwa-


gen. Er ist für den Betrieb in beide Fahrtrichtungen längs zur Fahrzeuglängs-
achse ausgerichtet (drehbarer Fahrersitz). Der Fahrstand ist nach
ROPS/FOPS ausgeführt. Der Fahrstand ist nicht geschlossen.
Im Bereich des Fahrers sind sämtliche, für den Fahrbetrieb und Arbeitsbetrieb
erforderlichen Bedienungs- und Überwachungseinrichtungen übersichtlich und
gut erreichbar angeordnet.

58 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Kennen lernen der Maschine

4.2.4 Fahrantrieb

Die Kraftübertragung vom Dieselmotor zu den Achsen und Rädern erfolgt


durch einen direkt am Dieselmotor angebauten Drehmomentwandler mit
nachgeschaltetem Lastschaltgetriebe. Das Lastschaltgetriebe besitzt vorwärts
und rückwärts je vier Gangstufen. Die Gangstufen sind unter Last schaltbar.
Beim Herunterschalten muss die Fahrgeschwindigkeit der jeweiligen Gangstu-
fe angepasst sein. Die max. Geschwindigkeit jeder Gangstufe kann den tech-
nischen Daten entnommen werden. Der Drehmomentwandler und das Last-
schaltgetriebe besitzen einen gemeinsamen Ölhaushalt. Das Gehäuse des
Lastschaltgetriebes bildet den Ölbehälter. Der Ölkühler befindet sich seitlich
neben dem Dieselmotor.

Dieselmotor
Die Maschine wird angetrieben durch einen Dieselmotor mit Turbolader und
Ladeluftkühlung. Der Dieselmotor erzeugt Abgase mit geringem Schadstoffan-
teil.

Hinweis!
Nähere Informationen zum Dieselmotor entnehmen Sie bitte den Techni-
schen Daten bzw. der zugehörigen Original-Betriebsanleitung des Moto-
renherstellers.

Anlasser
Der Anlasser ist direkt am Dieselmotor angebaut. Die Anlasserleistung ist aus-
reichend bemessen und garantiert auch bei niedrigen Temperaturen einen si-
cheren Start des Dieselmotors.

Ansauganlage
Die Ansauganlage für die Verbrennungsluft besteht aus einem Trockenluftfilter
mit Sicherheitspatrone.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 59
Ausgabe: Juli 2012
Kennen lernen der Maschine

Abgasanlage
Das Fahrzeug ist mit einem Dieselmotor mit geringer Abgasemission ausge-
rüstet. Der Dieselmotor besitzt Abgasrohre, die im Turbolader zusammenge-
führt werden. Die Abgase werden einem katalytischen Rußpartikelfilter zuge-
führt. Der Rußpartikelfilter reduziert die gasförmigen Schadstoffe und die
Rußpartikel und besitzt ein hohes Dämpfungsvermögen. Der Rußpartikelfilter
regeneriert sich selbsttätig bei Filtertemperaturen über 300 °C. Die Funktion
des Rußpartikelfilters wird überwacht. Ein verstopfter Filter kann durch Lastbe-
trieb des Dieselmotors wieder frei gebrannt werden.

Kraftstofftank
Der Kraftstofftank befindet sich hinter dem rechten Kotflügel auf dem
Motorwagen. Aus dem Kraftstofftank wird der Dieselmotor mit Dieselkraftstoff
versorgt. Der Kraftstoff gelangt über eine Saugleitung zum Dieselmotor.
Der Füllstand des Kraftstofftanks kann durch eine Tankuhr am Armaturenkas-
ten geprüft werden.
4.2.5 Hydraulikanlage

Die Hydraulikanlage besteht aus der Arbeitshydraulik, der Bremshydraulik


(siehe unter Bremsanlage) und der Lenkhydraulik. Die Maschine besitzt einen
Hydrauliktank am Motorwagen rechts vom Motor. Aus dem Hydrauliktank wird
die Hydraulikanlage der Maschine versorgt. Die Niveauüberwachung des Hyd-
rauliktanks erfolgt über zwei Schaugläser. Eine Kontrollampe zur
Niveauüberwachung befindet sich zusätzlich im Fahrstand.
Die Betriebstemperatur wird durch ein Thermometer im Armaturenbrett ange-
zeigt. Die Betriebstemperatur darf 80 °C nicht überschreiten.

Lenkhydraulik
Eine Hydraulikpumpe versorgt über ein Prioritätsventil/einen Lenkverstärker
vorrangig die Lenkhydraulik mit Drucköl. Das restliche Öl wird der Arbeitshyd-
raulik zugeführt. Die Lenkhydraulik besteht aus zwei Lenkventilen (Orbitrol) in
Sperrschieberbauform. Die Lenkventile leitet das Drucköl, in Abhängigkeit von
der Drehgeschwindigkeit und der Drehrichtung des Lenkrades, weiter zu den
zwei Lenkzylindern im Knickgelenk, die den Lenkeinschlag durchführen.
Die hydraulische Knicklenkung ermöglicht ein präzises und leichtes Lenken
und verleiht dem Fahrzeug eine hohe Manövrierfähigkeit. Die Lenkung soll nur
bei laufendem Dieselmotor betätigt werden. Bei stehendem Dieselmotor bleibt
eine eingeschränkte Lenkbarkeit unter mehr Kraftaufwand vorhanden.

60 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Kennen lernen der Maschine

Arbeitshydraulik
Das nicht für die Lenkbewegung erforderliche Hydrauliköl wird zur Arbeitshyd-
raulik weiter geleitet.
Durch handbetätigte Ventile sind feinfühlige, leichtgängige und präzise Betäti-
gungen der Hydraulikfunktionen der Maschine möglich.
4.2.6 Elektrische Anlage

Die elektrische Anlage besteht aus zwei Batterien, Generator mit Regler, An-
lasser und Beleuchtung, Steuerpulte mit Anzeigen und Bedienungselementen.
Die gesamte elektrische Anlage ist durch einen Batteriehauptschalter vor un-
befugter Betätigung geschützt. Die Batteriespannung beträgt 24 V.

Generator
Der Generator ist am Dieselmotor angebaut und wird über einen Keilriemen
angetrieben. Das Nachspannen des Keilriemens erfolgt nach der Betriebsan-
leitung des Motorenherstellers.

Beleuchtung
Die Maschine besitzt vier Scheinwerfer, vorne und zwei hinten, die in ge-
schützter Lage an der Maschine angeordnet sind.
Der. zusätzlich angebrachten Arbeitsscheinwerfer im Fahrstand kann am Ar-
maturenkasten vom Fahrersitz aus eingeschaltet werden.
4.2.7 Bremsanlage

Bremshydraulik
Die Bremshydraulik wird von einer separaten Hydraulikpumpe mit Hydrauliköl
aus dem Hydrauliköltank versorgt. Sie füllt permanent mehrere Druckspeicher.
Die Ölstandskontrolle im Tank erfolgt durch zwei Schaugläser. Zwei Manome-
ter zur Überwachung des Bremskreises befinden sich im Fahrstand. Druckver-
luste in der Bremsanlage werden durch eine Kontrolllampe im Fahrstand an-
gezeigt.

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Ausgabe: Juli 2012
Kennen lernen der Maschine

Betriebsbremse
Die Betriebsbremse ist als hydraulische POSI STOP - Zweikreis-
Pumpenspeicher-Bremsanlage aufgebaut. Sie wird aus Hydraulikspeichern mit
Drucköl versorgt, die permanent von der Zahnradpumpe nachgefüllt werden.
Die Bremskreise wirken getrennt auf die Vorder- und die Hinterachse. Im Fah-
rerstand befindet sich das Zweikreisbremsventil, das von den Druckspeichern
mit Hydrauliköl versorgt wird. Von den Druckspeicher gelangt das Hydrauliköl
über ein offenes Zweikreis-Bremsventil zu den federbelasteten Radbremsen
und hält diese offen. Als Betriebsbremsen sind Lamellenbremsen neben den
Planetengetrieben angeordnet. Die Lamellen laufen im Ölbad. Sie sind wech-
selweise kraftschlüssig über Profilverzahnungen außen mit dem Achsgehäuse
und innen mit der Steckachse verbunden. Bei der Druckbeaufschlagen der
Bremskolben legen sich die Lamellen unter Druck an und bremsen die Steck-
achsen und somit die Räder ab.

Feststellbremse
Die Feststellbremse besteht aus vier POSI STOP - Bremsen, die auf die La-
mellenbremsen der Betriebsbremse wirken. Durch Betätigen des Handbrems-
tasters können die Federspeicher eingelegt bzw. drucklos geschaltet werden.
Bei stehendem Dieselmotor und bei nicht vorhandenem Speicherdruck kann
die Feststellbremse nicht mehr gelöst werden. Der Zustand der Feststellbrem-
se wird durch eine Kontrolllampe angezeigt, die bei eingelegter Feststellbrem-
se aufleuchtet. Druckverluste in der Bremsanlage werden durch eine Kontroll-
lampe und ein Manometer angezeigt.
Bei stehendem Dieselmotor und bei nicht vorhandenem Speicherdruck kann
die Bremsanlage durch eine Elektro-Hydropumpe (114, optional) oder die Not-
Handpumpe (115, optional) aufgefüllt und somit gelöst werden.

4.3 Bedienungselemente Fahrerstand


Die Bedienungseinrichtungen und Überwachungseinrichtungen für den Fahr-
betrieb sind für den Fahrer übersichtlich und leicht erreichbar im Fahrerstand
angeordnet.

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4.3.1 Armaturenkästen

Muldenkipper PMK-T 8010

Fig. 4-2: Anzeigen vorne unter dem Schutzdach

Fig. 4-3: Armaturenkasten vorne hinter dem Lenkrad

Fig. 4-4: Armaturenkasten hinten

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Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
1 Kontrollleuchte Leuchtet, wenn der Batteriehauptschalter
Batterie- eingeschaltet ist.
hauptschalter /
gelb
2 Warnleuchte Leuchtet, wenn die Batterie nicht ord-
Batterielade- nungsgemäß geladen wird.
kontrolle/ rot In diesem Fall nicht weiterfahren. Die Ma-
schine sofort ausschalten. Anschließend
die Ursache suchen und sofort beseitigen!
3 Kontrollleuchte Leuchtet, wenn das Fernlicht eingeschaltet
Fernlicht ein / blau ist.

3 Schalter Gebläse (Nur bei geschlossener Fahrerkabine mit


(optional) eingebauter Heizung).
Ein-/Ausschalten des Gebläses.
Schalterstellungen:
Links = Gebläse Aus
Rechts = Gebläse Ein
4 Schalter Standlicht Ein-/Ausschalten der Scheinwerfer.
und Fahrlicht Schaltstellungen:
Links = Aus

Rechts = Fahrlicht
5 Warnleuchte Leuchtet, wenn der Motoröldruck unter dem
Motoröldruck / rot zulässigen Öldruck liegt.
(optional) In diesem Fall nicht weiterfahren. Die Ma-
schine sofort ausschalten. Anschließend
die Ursache suchen und sofort beseitigen!
6 Warnleuchte Leuchtet, wenn die Kühlmitteltemperatur
Kühlmittel- über die zulässige Temperatur ansteigt.
temperatur / rot In diesem Fall nicht weiterfahren. Die Ma-
(optional) schine sofort ausschalten. Anschließend

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Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
die Ursache suchen und sofort beseitigen!

7 Warnleuchte Leuchtet, wenn der Bremsdruck der


Bremsdruck / Bremsanlage zu gering ist.
rot In diesem Fall nicht weiterfahren. Die Ma-
schine sofort ausschalten. Anschließend
die Ursache suchen und sofort beseitigen!
8 Warnleuchte Leuchtet, wenn die Feststellbremse einge-
Feststellbremse / legt ist.
rot
9 Warnleuchte Leuchtet, wenn das Motorölniveau unter
Motorölniveau / den Mindeststand fällt.
rot In diesem Fall nicht weiterfahren. Die Ma-
schine sofort ausschalten. Anschließend
die Ursache suchen und sofort beseitigen!
10 Überwachungs- Leuchtet, wenn der Luftansaugfilter die
leuchte Kontrolle Verschmutzungsgrenze erreicht hat.
Luftansaugfilter / In diesem Fall nicht weiterfahren. Die Ma-
gelb oder rot schine sofort ausschalten. Anschließend
den Rücklauffilter reinigen / die Filterpatro-
ne austauschen!
10 Warnleuchte Leuchtet, wenn die Abgasanlage zu heiß
Temperatur Abgas- ist. In diesem Fall nicht weiterfahren. Die
anlage / rot Maschine sofort ausschalten. Anschließend
(optional) die Ursache suchen und sofort beseitigen!

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Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
11 Taster Feststell- Durch Betätigen der Taste wird die Fest-
bremse / stellbremse eingelegt.
gelber Pilzkopf, Nach (Neu-)Start des Dieselmotors muss
Drehentriegelung der Taster Feststellbremse erst gedrückt
und anschließend entriegelt werden, damit
die Bremse frei schaltet. Zum Entrie-
geln/Lösen ist der Taster Feststellbremse
im Uhrzeigersinn zu drehen.
Das Lösen der Feststellbremse ist erst
möglich, wenn der Druck im Bremssystem
mindestens 105 bar beträgt. Die Warn-
leuchte Bremsdruck (9) erlischt bei ausrei-
chendem Druck.
Der Taster Feststellbremse ist grundsätz-
lich bei jedem Verlassen des Fahrerstandes
zu betätigen.
12 Analoganzeige Zeigt die momentane Drehzahl des An-
Motordrehzahl triebmotors in U/min/100 an. Die Drehzahl
nie über die Nenndrehzahl ansteigen las-
sen.
12a -- Betriebsstunden- Zeigt die bisher geleisteten Betriebsstunden
zähler der Maschine an. Der Betriebsstundenzäh-
ler arbeitet nur bei laufendem Dieselmotor.
12b Analoganzeige Zeigt die Motoröltemperatur in °C an. Die
Motoröltemperatur Motoröltemperatur soll 150 °C nicht über-
schreiten.In diesem Fall Dieselmotor zu-
nächst im Standgas weiterlaufen lassen
und warten, bis die Motoröltemperatur wie-
der auf einen normalen Wert gefallen ist.
Anschließend die Ursache suchen und den
Fehler beheben.
13 Licht ein / Kontroll- Leuchtet, wenn die Scheinwerfer (Abblend-
leuchte grün licht/Fernlicht) eingeschaltet sind.
(optional)

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schine

Pos. Sym- Benen


nnung/Farbe Funk
ktion/Anm
merkungen
n
bol
Schalte
er Heizung
g (Nur bei geschllossener F
Fahrerkabin
ne mit
(option
nal) einge
ebauter Heeizung).
Rege
elt die Heizzintensität der Heizun
ng.
alterstellungen:
Scha
Links
s = Aus
Mitte
e = Nieddrige Heizleistung
Rechhts = Hohe Heizleisttung
13 Warnleeuchte Mottor Leucchtet, wennn schwerwiiegende Fe ehler am
/ rot Dieseelmotor auufgetreten ssind. In die
esem
Fall nicht
n weiterfahren. Die Maschin ne sofort
ausschalten. Anschließen nd die Ursa ache
suchen und soffort beseitiigen!
14 Kraftsttoffanzeige
e Anzeeige des momentanen Kraftstofffvorrats
im Krraftstofftan
nk. Die Anzzeige arbeiitet bei
einge
eschalteterr Zündung.
15 Anzeig
ge Die Anzeige
A arrbeitet bei e
eingeschallteter
Hydrau
uliköl- Zünddung.
temperratur [°C] Kritis
sche Hydra
auliköltemp
peratur: > 80
8 °C
15a Analog
ganzeige Zeigtt den Moto
oröldruck in
n hpa und psi
p an.
Motorö
öldruck Der Motoröldru
M uck muss imm Fahrbetrrieb zwi-
schen 200 und 500 hPa liegen. Weicht der
Motooröldruck von diesen Werten abb, Ma-
ne sofort abschalten. Anschließ
schin ßend die
Ursache suche en und denn Fehler be
eheben.
16 Tachom
meter Anzeeige der moomentanen n Fahrtges
schwin-
digke
eit der Masschine in km
km/h.

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00_Rev1_de_EN
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Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
17 Abblendlicht - Fern- Umschalten der vorderen Scheinwerfer
licht / zwischen Abblendlicht und Fernlicht.
Wahlschalter mit Schaltstellungen:
zwei Stellungen Links = Abblendlicht Ein
(optional: beleuch- Rechts = Fernlicht Ein
tet, wenn Fernlicht
eingeschaltet ist)
18 Arbeitsscheinwerfer Ein-/Ausschalten der hinteren Arbeits-
vorn scheinwerfer.
Aus - Ein / Wahl- Schaltstellungen:
schalter mit zwei Links = Aus
Stellungen Rechts = Arbeitsscheinwerfer Ein
19 Motorraumbeleuch- Ein-/Ausschalten der Motorraumbeleuch-
tung Aus - Ein / tung.
Wahlschalter mit Schaltstellungen:
zwei Stellungen Links = Aus
Rechts = Arbeitsscheinwerfer Ein
20 Rundumleuchte Schaltstellungen:
Aus - Ein / Wahl- Links = Aus
schalter mit zwei Rechts = Rundumleuchte Ein
Stellungen
21 Taster Hupe / Abgeben eines akustischen Signals zum
schwarz Warnen umstehender Personen.
Die Hupe ist immer zu betätigen, direkt be-
vor der Dieselmotor gestartet wird oder das
Fahrzeug angefahren wird.
22 Taster Wartung Mit dem Taster wird das Signal der Warn-
zurücksetzen leuchte Wartung (32) ausgeschaltet.
Das Ausschalten des Lichtsignals soll erst
nach Durchführung der erforderlichen War-
tungsarbeiten erfolgen.

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Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
25 -- Zündschloss Schaltstellungen (im Uhrzeigersinn):
0 = Dieselmotor Aus
1 = Vorglühen
2 = Zündung ein
3 = Starten
26 Scheibenwischer (Nur bei geschlossener Fahrerkabine)
(optional) Schaltstellungen (im Uhrzeigersinn):
Links = Scheibenwischer Aus
Mitte = Scheibenwischer Ein
Rechts = Wischwasser Ein
27 Warnleuchte Zent- (Nur bei Zentralschmierung)
ralschmierung (op- Leuchtet, wenn sich nicht genügend
tional) Schmierfett im Fettzylinder befindet. In die-
sem Fall sofort Schmierfett nachfüllen.
30 Kontrollleuchte Leuchtet, solange der Zündschlüssel in der
Vorglühen / Stellung Vorglühen gehalten wird.
gelb Das Vorglühen erleichtert die Selbstzün-
dung des Dieselkraftstoffes bei Kaltstart der
Maschine.
31 Warnleuchte Leuchtet, wenn die ständig im Hintergrund
Motor-Diagnose ablaufenden Motor-Diagnose (Lieferumfang
/ rot Motorenhersteller) einen Fehler oder eine
Störung am Motor signalisiert.
In diesem Fall nicht weiterfahren. Die Ma-
schine sofort ausschalten. Anschließend
die Ursache suchen und sofort beseitigen!
32 Warnleuchte Wenn die Lampe leuchtet, sind laut Original
Wartung Betriebsanleitung des Motorenherstellers
/ rot Wartungsarbeiten am Motor erforderlich.
In diesem Fall je nach Zeitangabe auf dem
Betriebsstundenzähler (12a) die erforderli-
chen Wartungsarbeiten durchführen.

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Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
33 Warnleuchte Wenn die rote Warnleuchte aufleuchtet,
Wasser in Kraft- muss umgehend der Caterpillar-
stofffilter / rot Dieselmotor ausgeschaltet werden und die
Wasserabscheider-Bowle des Vorfilters
Kraftstoffanlage (92) entleert werden.
34 Warnleuchte Fahr- Leuchtet, wenn schwerwiegende Fehler am
antrieb / rot Fahrantrieb festgestellt werden. In diesem
Fall nicht weiterfahren. Die Maschine sofort
ausschalten. Anschließend die Ursache
suchen und sofort beseitigen!

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4.3.2 Armaturen für Bremskreise, Antriebsstrang und


Rußpartikelfilterüberwachung

Fig. 4-5: Armaturen für Bremskreise + Antriebsstrang

Pos. Bild Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


45 Manometer Brems- Zeigt den aktuellen Vorratsdruck im
druck Bremskreis 1 Bremskreis 1 an. Zum Bremskreis 1 gehö-
ren die Bremsen der Vorderräder.
Den erforderlichen Druck entnehmen Sie
dem Kapitel 3, Technische Daten.
46 Manometer Brems- Zeigt den aktuellen Vorratsdruck im
druck Bremskreis 2 Bremskreis 2 an. Zum Bremskreis 2 gehö-
ren die Bremsen der Hinterräder.
Den erforderlichen Druck entnehmen Sie
dem Kapitel 3, Technische Daten.
Die Drücke in den beiden Bremskreisen 1
und 2 sollen etwa gleich hoch liegen.

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Pos. Bild Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


47 Manometer Zeigt den aktuellen Druck in der Getriebe-
Öldruck Getriebe- kupplung an.
kupplung (optional) Den erforderlichen Fülldruck entnehmen
Sie dem Kapitel 3, Technische Daten.
48 Anzeige Wandleröl- Die Anzeige arbeitet bei eingeschalteter
temperatur [°C] Zündung.
(optional im Arma- Kritische Temperatur: roter Bereich der
turenkasten oder Skala!
unterhalb der An-
zeige für Wandler-
öltemperatur)

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4.3.3 Bedienungselemente zum Fahren

Hinweis!
Alle in diesem Abschnitt beschriebenen Bedienungselemente sind an der
Maschine doppelt vorhanden. Jeweils für Vorwärts- und für Rückwärtsfahrt.

Fig. 4-6: Bedienungselemente an der Lenksäule

Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
50 -- Lenkrad Das Lenkrad ist auf der Lenksäule montiert.
Die Lenkung arbeitet hydraulisch.

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Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
51 -- Gang-/Fahrtrich- Durch Drehen des Hebels werden die
tungsvorwahlhebel Gangstufen für die vorgewählte Fahrtrich-
tung gewählt.
Es stehen in beiden Fahrtrichtungen vier
Gänge zur Verfügung.
Durch Betätigen des Hebels nach vorne
oder nach hinten wird die gewünschte
Fahrtrichtung angewählt.
Schaltstellungen:
(F) = Fahrtrichtung vorwärts
(N) = Neutral
(R) = Rückwärts
Nach Fahrtende bzw. Fahrzeugstillstand ist
die Neutralstellung zu wählen.
Auch beim Motoranlassen muss der Hebel
in Neutralstellung stehen.
52 -- Verriegelung für Der Hebel dient zur Verriegelung des
Gangwahl-/ Gangwahl-/Fahrtrichtungsvorwahlhebels.
Fahrtrichtungsvor- Die Verriegelung kann nur eingelegt wer-
wahlhebel in Stel- den, wenn der Gangwahl-/ Fahrtrichtungs-
lung „0“ vorwahlhebel in Stellung „0“ steht.
Schaltstellungen:
(D) = nicht verriegelt
(N) = verriegelt in Stellung „0“ (Neutral)

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Fig. 4-7: Bedienungshebel zur Umschaltung der Lenkung (Musterbild)

Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
53 -- Hebel Umschaltung Der Hebel ist eingebaut im Fahrerstand
Lenkung zwischen Fahrersitz und Motorraumwand.
Durch Schwenken des Umschalthebels
(53) nach vorne oder nach hinten wird die
Lenkung der Maschine und die Fahrtrich-
tung umgestellt.
Die Maschine fährt in die Richtung, in die
der Umschalthebel (53) geschwenkt ist.
Die Umschaltung der Lenkung darf nur bei
Fahrzeugstillstand erfolgen!
Es ist grundsätzlich nur ein Lenkrad (50)
aktiviert. Die Umschaltung betrifft des Wei-
teren folgende Bedienungselemente:
– Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51)
+ Verriegelung (52),
– Gas- (56) und Bremspedale (55).

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Pedale

Fig. 4-8: Pedale

Pos. Sym- Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


bol
55 -- Bremspedal Das Bremspedal befindet sich links neben
der Lenksäule.
56 -- Gaspedal Das Gaspedal befindet sich rechts neben
der Lenksäule.

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Fußtaster Lock-Up (Optional)

● Fig.4-12: Fußtaster Lock Up

Pos. Benennung Funktion/Anmerkungen


75 Fußtaster Die Fußtaster Lock-Up sind vor dem Fahrersitz in
Lock-Up beiden Fahrtrichtungen angeordnet. Durch Betätigen
dieses Fußtasters wird die Überbrückungskupplung
eingeschaltet. Dabei wird das Getriebe auf Durchtrieb
geschaltet, um das Getriebe als Zusatzbremse bei
Gefällfahrt zu nutzen.

Vorsicht!

Schäden am Getriebe.
Die Verwendung des Lock-Up ist nur zur Unterstützung der Betriebsbremse
gestattet und nutzt die Bremswirkung des Antriebmotors. Das Betätigen
kann bei falscher Anwendung Schäden am Getriebe verursachen.
Den Fußtaster Lock-Up niemals gleichzeitig mit dem Gaspedal betätigen.
Den Fußtaster Lock-Up nur bei maximaler Drehzahl und maximaler Ge-
schwindigkeit der jeweiligen Gangstufe (siehe Kapitel 3“) verwenden.

Hinweis!

Optional kann die Maschine mit einer elektronischen Steuerung ausgestat-


tet sein, die die Funktion des Fußtasters Lock-Up bei bestimmten Betriebs-
zuständen sperrt.

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4.3.4 Weitere Bedienungselemente im Fahrerstand

Fahrersitz

Fig. 4-9: Fahrersitz (Muster)

Warnung!
Quetschgefahr!
Halten Sie sich von den beweglichen Teilen der Sitzmechanik fern.
Den Sitz nicht während der Fahrt einstellen.

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


60 Fahrersitz Fahrersitz mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten.

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Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


61 Rasthebel Der Fahrersitz (60) ist durch Fuß- oder Handbetäti-
180 °-Drehung gung des Rasthebels (61) in die gewünschte Fahrt-
richtung zu drehen und muss anschließend hörbar
einrasten.
62 Beckengurt Der Beckengurt ist vor Fahrtantritt grundsätzlich an-
zulegen.

Bedienhebel für Kippmulde

Fig. 4-10: Bedienhebel für Kippmulde

Pos. Benennung Funktion/Anmerkungen


72 Bedienhebel für Der Bedienhebel zum Heben/Senken der Kippmulde
Muldenbetätigung (z. B. um die Ladung auszukippen) ist angebracht an
der Seitenwand des Fahrstandes. In Mittelstellung
des Bedienhebels wird die Kippmulde in der momen-
tanen Stellung gehalten.
Schaltstellungen:
(A) Bedienhebel ziehen: Kippmulde absenken
(0) Bedienhebel Mitte: Neutralstellung
(B) Bedienhebel drücken: Kippmulde anheben

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Sicherungskette oder Kabinentür

Fig. 4-11: Sicherungskette nur bei offenem Fahrstand

Fig. 4-12: Kabinentür bei geschlossenem Fahrstand

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


70 Sicherungskette Die Sicherungskette am Einstieg des Fahrerstandes
oder Kabinentür dient zum Schutz des Fahrers gegen Herausfallen
aus dem Fahrerstand.
Die Sicherungskette ist grundsätzlich vor Fahrtantritt
in die dafür vorgesehen Ösen (I) einzuhängen und
geschlossen zu halten.

80 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Warnung!
Gefahr des Herausfallens bei fahrender Maschine! Die Sicherungskette
bzw. Fahrertür am Einstieg des Fahrerstandes ist grundsätzlich vor Fahrt-
antritt zu schließen und geschlossen zu halten.

4.4 Weitere Bedienungselemente an der Maschine


4.4.1 Batteriehauptschalter

Fig. 4-13: Batteriehauptschalter (am Bug der Maschine)

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


80 Batteriehaupt- Eingebaut an der Frontseite der Maschine.
schalter Vor dem Betrieb muss der Schalter hereingedreht
werden, damit die Spannungsversorgung eingeschal-
tet ist.
A = Batteriehauptschalter EIN
B = Batteriehauptschalter AUS
(Hebel kann in dieser Stellung herausgezogen
werden.)

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Vorsicht!

Schäden am Dieselmotor!
Die Motorelektronik benötigt noch rund 40 Sekunden, um Daten zu lesen
und abzuspeichern.
Den Batteriehauptschalter (80) niemals bei laufendem Dieselmotor heraus
drehen. Nach dem Ausschalten des Dieselmotors rund 40 Sekunden ab-
warten, bevor der Batteriehauptschalter herausgezogen wird.

4.4.2 Dieselmotor/Kraftstoffanlage

Hinweis!
Nähere Informationen zum Dieselmotor entnehmen Sie bitte dem Kapitel 7,
Wartung und Inspektion bzw. der zugehörigen Original-Betriebsanleitung
des Motorenherstellers.

Dieselkraftstofftank und Tankstutzen

Fig. 4-14: Dieselkraftstofftank und Tankstutzen (Musterbild)

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Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


90 Dieselkraftstofftank Der Kraftstofftank befindet sich hinten rechts auf dem
Motorwagen. Der Füllstand kann im Fahrerstand an
der Kraftstoffanzeige (25) abgelesen werden.
91 Tankdeckel, Der ggf. abschließbare Tankdeckel ist mit dem
ggf. abschließbar Schlüssel zu ent-/verriegeln und durch Drehen ab-
/aufzuschrauben.

Kraftstoffanlage: Vorfilter
Die Filter und der Motorölpeilstab sind im Motorraum gut erreichbar
angebracht.

Fig. 4-15: Kraftstofffilter

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


92 Vorfilter Kraftstoff- Filtert Schmutzpartikel und Wasser aus dem Diesel-
anlage kraftstoff.
93 Kunststoffbowle In der Kunststoffbowle sammelt sich das aus dem
Dieselkraftstoff abgeschiedene Wasser.

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Kraftstoffanlage: Kraftstofffilter

Fig. 4-16: Kraftstofffilter

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


94 Kraftstofffilter Filtert feine Schmutzpartikel aus dem Dieselkraftstoff.

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Kraftstoffanlage: Kraftstoff-Handpumpe

Fig. 4-17: Kraftstofffilter und Kraftstoff-Handpumpe

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


94 Kraftstofffilter Filtert feine Schmutzpartikel aus dem Dieselkraftstoff.
95 Kraftstoff- Hand- Die Kraftstoff-Handpumpe ist auf dem Kraftstofffilter
pumpe angebracht und dient zum Entlüften der Dieselkraft-
stoffanlage nach dem Leer fahren des Dieseltanks
oder nach Arbeiten an der Kraftstoffanlage.
Das Entlüften der Kraftstoffanlage ist in Kapitel 7 be-
schrieben.

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Motorölfilter und -peilstab

Fig. 4-18: Kraftstofffilter und Kraftstoff-Handpumpe (musterbild)

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


96 Motorölpeilstab Zum Messen des Motorölstandes im Ölreservoir des
(o. Abb.) Dieselmotors.
Der Motorölstand ist täglich zu kontrollieren: Am war-
men Motor soll der Ölpegel zwischen der Minimum-
und der Maximum-Markierung am Ölpeilstab liegen.
Andernfalls ist Motoröl bis zur Maximum-Markierung
nachzufüllen.
Der Motorölpeilstab ist von der linken Maschinenseite
aus zu erreichen.
97 Motorölfilter Filtert Schmutzpartikel aus dem Motoröl.

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Ausgleichsbehälter Kühlmittel

Fig. 4-19: Ausgleichsbehälter Kühlmittel (Musterbild)

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


98 Ausgleichsbehälter Eingebaut oberhalb des Dieselmotors.
Kühlmittel

99 Einfüllstutzen Der Einfüllstutzen dient zum Nachfüllen von Kühlmit-


Kühlmittel tel.
100 Niveauanzeige Das aktuelle Kühlmittelniveau kann an der Niveauan-
Kühlmittel zeige abgelesen werden.

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4.4.3 Hydraulikanlage

Hydrauliktank

Fig. 4-20: Hydrauliktank –linke Maschinenseite (Musterbild)

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


101 Rücklauffilter Der/die Rücklauffilter dienen zur Filterung des Hyd-
rauliköls.
102 Verschmutzungs- Wenn die Verschmutzungsanzeige im „roten Anzei-
anzeige gebereich“ anzeigt, ist ein Filterwechsel erforderlich.
Rücklauffilter
103 Einfüll-Belüfter Der Einfüll-Belüfter ist auf den Einfüllstutzen des Hyd-
Hydrauliköltank rauliköltanks aufgeschraubt.

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Fig. 4-21: Ölschaugläser Hydrauliktank

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


105 Schaugläser Die Schaugläser befinden sich unter einer Schutz-
Hydraulikölstand matte an der linken Fahrzeugseite. Sie zeigen den
Füllstand des Hydrauliköltanks an.
Der Pegel des Hydrauliköls ist bei eingefahrenen
Hydraulikzylindern (z. B. abgesenkte Kippmulde) zu
prüfen und soll bei ausreichendem Füllstand mittig im
oberen Schauglas sichtbar sein.

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4.4.4 Bremsanlage

Druckfilter Bremsanlage / Verschmutzungsanzeige

Fig. 4-22: Verschmutzungsanzeige Druckfilter Bremsanlage (Musterbild)

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


106 Druckfilter der Eingebaut im Motorraum nahe dem Fahrerstand
Bremsanlage (durch Dachklappe zu erreichen).
Der Druckfilter reinigt das Hydrauliköl der Bremsanla-
ge.
107 Verschmutzungs- Wenn die Verschmutzungsanzeige „rot“ anzeigt, ist
anzeige für ein Filterwechsel erforderlich. Näheres zum Filter-
Druckfilter wechsel siehe in Kapitel 7.

90 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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4/2-Wege-Ventil für die Betätigung der Notlöseeinrichtung

Fig. 4-23: 4/2-Wegeventil mit Auslöseeinheit

Pos. Benennung Funktion/Anmerkungen


108 4/2-Wege-Ventil, Eingebaut im Motorraum.
elektrisch

109 Rändelschraube Die Rändelschraube (109) dient zur manuellen Betä-


zur Notbetätigung tigung des 4/2-Wege-Ventils bei Ausfall der Maschine
des4/2-Wege- (Notbetätigung).
Ventils Nähere Informationen siehe Abschnitt 8.4.
109a Sicherungssplint Dienen zum Schutz vor unbefugter oder unbeabsich-
und Plombierung tigter Bedienung der Notbetätigung.

Gefahr!

Schwere Quetschverletzungen bis zum Tode möglich!


Das Betätigen der Notlöseeinrichtung ermöglicht das unkontrollierte Rollen
der Maschine.
Vor dem Betätigen der Notlöseeinrichtung die Maschine unbedingt mit Un-
terlegkeilen gegen Rollen sichern. Nach Behebung der Störung die Notlöse-
einrichtung wieder mit Splint und Plombierung gegen unbefugte oder unbe-
absichtigte Benutzung sichern.

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Kennen lernen der Maschine

Not-Handpumpe

Fig. 4-24: Not-Handpumpe zum Lösen der Bremsen

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


110 Not-Handpumpe Durch Betätigen der Handpumpe (110) mit der He-
Bremsen lösen belverlängerung (111) kann der Druck in der Brems-
anlage wieder aufgebaut werden und die Feststell-
bremse somit gelöst werden.
111 Verlängerung Angebracht in der Nähe der Handpumpe.
Handpumphebel Um das Pumpen zu vereinfachen, kann die Verlänge-
rung auf den Handpumphebel aufgesteckt werden.

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Ausgabe: Juli 2012
Kennen lernen der Maschine

4.4.5 Knickgelenksicherung

Fig. 4-25: Knickgelenksicherung

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


112 Knickgelenk- Generell bei allen Reparaturarbeiten im Schwenkbe-
sicherung reich des Knickgelenks zwischen Hinterwagen und
Motorwagen ist grundsätzlich die Knickgelenksiche-
rung einzusetzen.
Dabei ist die Knickgelenksicherung aus der Halterung
(a / b) zu entnehmen und bei (c) und (d) zwischen
Hinterwagen und Motorwagen mit den zugehörigen
Bolzen einzubauen. Die Sicherung der Knickgelenk-
sicherung muss immer mit den an den Bolzen ange-
ketteten Sicherungsstiften erfolgen.
Nach den Reparaturarbeiten ist die Knickgelenksiche-
rung wieder in der Halterung (a / b) anzubringen.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 93
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Kennen lernen der Maschine

4.4.6 Unterlegkeile

Fig. 4-26: Unterlegkeil (Musterbild)

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


113 Unterlegkeil(e) Dienen zum Unterlegen unter die Reifen:
– beim Abstellen der Maschine in Hanglage,
– bei defekter Bremsanlage,
– bei jeglichem Defekt an der Maschine,
– beim Abstellen der Maschine für längere Zeit,
– usw.

94 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Kennen lernen der Maschine

Muldensicherungsbolzen

Fig. 4-27: Muldensicherung (Musterbild)

Pos. Benennung/Farbe Funktion/Anmerkungen


122 Muldensiche- Die beiden Muldensicherungsbolzen (122) sind seit-
rungsbolzen lich am Rahmen des Hinterwagens der maschine un-
terhalb der Kippmulde montiert..
Vor Reparaturarbeiten unterhalb der angehobenen
Kippmulde müssen erst folgende Sicherungsarbeiten
durchgeführt werden:
1. Federstecker (D) heraus ziehen.
2. Muldensicherungsbolzen (122) aus Halterung (C)
heraus ziehen.
3. Kippmulde hochfahren bis Bohrungen (A) und (B)
fluchten.
4. Muldensicherungsbolzen (122) durch Bohrun-
gen (A) und (B) hindurch stecken.
5. Muldensicherungsbolzen (122) mit Federste-
cker (D) sichern.

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Kennen lernen der Maschine

Handfeuerlöscher

Fig. 4-28: Handfeuerlöscher

Hinweis!

Die Bedienung des Handfeuerlöschers (125) erfolgt laut Bedienungsanlei-


tung auf dessen Flasche!

Fig. 4-29: Anleitung Handfeuerlöscher (Abb. in Englisch)

96 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Inbetriebnahme

5 Inbetriebnahme

5.1 Transport

Warnung!
Verletzungsgefahr durch unsachgemäßen Transport.
Bei unsachgemäßem Transport der Maschine besteht das Risiko von
schweren Personen- und/oder Sachschäden.
Beachten Sie die folgenden Hinweise!
Sichern Sie die Maschine stets gegen unbeabsichtigte Bewegungen:
Legen Sie die Feststellbremse ein, schalten Sie den Dieselmotor ab und
ziehen Sie den Zündschlüssel ab, legen Sie Unterlegkeile unter, spannen
Sie Sicherungsseile und Sicherungsketten.
Drehen Sie auch den Batteriehauptschalter (80) heraus und ziehen ihn aus
dessen Schalterbuchse.
Verwenden Sie nur zugelassene Transportgeräte mit ausreichender Nutz-
last und Nutzfläche.
Halten Sie sich nie unter angehobenen Lasten auf. Halten Sie ausreichend
Sicherheitsabstand.
Beim Anheben der Maschine dürfen sich keine Personen auf der Maschine
aufhalten.
Eine Knickgelenksicherung ist im Bereich des Knickgelenkes angebracht.
Zur Sicherung des Knickgelenkbereiches ist die Knickgelenksicherung an
der dafür vorgesehenen Stelle zu montieren.
Benutzen Sie nur zugelassene Transportsicherungen mit ausreichender
Trag- oder Haltekraft. Befestigen Sie die Sicherungen nur an ausreichend
belastungsfähigen Stellen. Vermeiden Sie Scheuerstellen, die die Trans-
portsicherungen beschädigen könnten.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 97
Ausgabe: Juli 2012
Inbetriebnahme

Die Maschine kann über längere Strecken mit Tiefladern oder Bahnwaggons
transportiert werden. Das Auf- und Abladen kann selbsttätig oder mit Hilfe ei-
ner externen Schleppvorrichtung erfolgen. Ein Abschleppen der Maschine darf
nur mit einer ausreichend dimensionierten Abschleppstange an der Ab-
schleppkupplung am Fahrzeugrahmen erfolgen.

Vorsicht!
Schäden an der Maschine beim Abschleppen
Beim Abschleppen muss der hydrodynamische Fahrantrieb in Leerlauf ge-
bracht werden. Nähere Angaben entnehmen Sie dem Abschnitt Abschlep-
pen.

Zum Verladen dürfen nur standsichere Verladerampen mit ausreichender


Tragfähigkeit eingesetzt werden.
Bei unzureichender Sicht ist ein Einweiser einzusetzen, der das Transport-
oder Verladepersonal unterstützt.
Alle Transportbewegungen sind langsam und vorsichtig auszuführen; es dür-
fen keine Kräfte auftreten, die die Maschine verformen oder beschädigen
könnten. Die Maschine ist mit Transportsicherungen wie Seile oder Ketten auf
den Transportfahrzeugen zu sichern. Belastungsfähige Anschlagpunkte sind
die rot gekennzeichneten Ösen.

5.2 Kontrollen von außen

Hinweis!
Festgestellte Schäden sofort selbst beseitigen oder von einer Fachkraft be-
seitigen lassen.

5.2.1 Tägliche Kontrollen an der Maschine vor Fahrtbeginn

− Sichtprüfung der Hydraulik auf Leckagen und Schäden.


− Vorhandensein aller Federbolzen/Federstecker prüfen.

98 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Inbetriebnahme

− Funktion der Lichtanlage und der Hupe testen.


− Lenkung auf Leichtgängigkeit und ordnungsgemäße Funktion prüfen.
− Bremsen auf ordnungsgemäße Funktion prüfen.
− Vorhandensein und ordnungsgemäße Funktion aller Schutzeinrichtungen
prüfen (siehe Abschnitt 2.11).

Prüfen Sie des Weiteren, ob


− das Chassis und alle Auf- und Anbauten unbeschädigt sind,
− der Untergrund keine Ölflecken aufweist,
− sich keine Hindernisse im möglichen fahr- und Arbeitsbereich befinden,
− die Bolzen vollständig und in ordnungsgemäßem Zustand sind,
− Schläuche keine Scheuerstellen aufweisen,
− der Lüfterkeilriemen am Dieselmotor unbeschädigt ist,
− die Beleuchtung und die Bedienungseinrichtungen funktionieren.
5.2.2 Reifen und Räder

Prüfen Sie, ob:


− eine ausreichende und gleichmäßige Profiltiefe der Reifen vorhanden ist,
− die Reifen keine eingefahrenen Gegenstände aufweisen,
− die Reifen einen ausreichenden Luftdruck aufweisen,
− alle Felgen und Radbolzen bzw. -muttern unbeschädigt und befestigt sind.
5.2.3 Betriebsmittel

Prüfen Sie, ob ein ausreichender Füllstand von


− Motoröl,
− Lastschaltgetriebe- und Wandleröl,
− Achsöl,
− Hydrauliköl,
− Dieselkraftstoff,
− Kühlflüssigkeit im Kühler
vorliegt.
Kontrollieren Sie den Untergrund auf mögliche Flüssigkeitslachen, bevor Sie
unerwartete Flüssigkeitsverluste ausgleichen.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 99
Ausgabe: Juli 2012
Inbetriebnahme

Bei einer Neumaschine oder nach Arbeiten an den Rädern sind nach den ers-
ten 5 Betriebsstunden die Muttern an Rädern und Achsbefestigungen nachzu-
ziehen.
Ziehen Sie nach dem ersten Warm- bzw. Heißfahren die Hydraulikverbindun-
gen in warmen Zustand nach.Vor Wintereinbruch ist ein ausreichender Frost-
schutz in der Kühlflüssigkeit sicherzustellen.

100 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

6 Betrieb

Hinweis!
Der Betrieb ist nur durch eingewiesene und an der Maschine geschulte
Fahrer zulässig. Lesen Sie aufmerksam das Kapitel Sicherheit, und beach-
ten Sie unbedingt alle Hinweise in dieser Betriebsanleitung!
FAlls Sie ungeübt im Umgang mit der Maschine sind, empfiehlt es sich,
dass Sie sich auf freiem Gelände mit dem Verhalten der Maschine beim
Anfahren, Abbremsen sowie Arbeiten vertraut machen. Ziehen Sie, wenn
notwendig, eine erfahrene Person zu Rate.
Vor jedem Fahrtantritt ist die Maschine auf ihren sicheren und funktions-
tüchtigen Zustand zu kontrollieren. Die Kontrollen sind vor und nach dem
Start des Dieselmotors durchzuführen.

Warnung!
Verletzungsgefahr beim Einatmen von Abgasen der Maschine.
Dieselabgase sind als krebserregend eingestuft und enthalten das hochgif-
tige Kohlenmonoxydgas, das beim Einatmen zu Bewusstlosigkeit und zum
Tod führt.
Atmen Sie die Dieselabgase nicht mehr als unvermeidbar ein.
Schalten Sie den Dieselmotor bei längerem Fahrzeugstillstand aus.
Lassen Sie die Maschine mit laufendem Dieselmotor nur dann in geschlos-
senen Räumen stehen, wenn die Räume ausreichend belüftet werden.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 101
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

Gefahr!
Es besteht Verletzungsgefahr für den Fahrer durch Fahrbewegungen der
Maschine beim Hinauslehnen aus dem Fahrstand.
Der Fahrer muss sich vor Fahrtantritt anschnallen und während der Fahrt
grundsätzlich angeschnallt bleiben.
Das Hinauslehnen aus dem Fahrstand bei der Fahrt ist strikt untersagt!
Die Sicherungskette am Einstieg des Fahrerstandes ist grundsätzlich vor
Fahrtantritt zu schließen und geschlossen zu halten.

Gefahr!
Verletzungen durch Unachtsamkeit!
Grundsätzlich vorsichtig, aufmerksam und umsichtig vorgehen, wenn mit
der Maschine gearbeitet wird. Immer äußerste Vorsicht walten lassen.
Stets auf potentielle Gefahrenquellen achten.
Das Arbeiten unter Einfluss von Alkohol oder anderweitigen berauschenden
Mitteln ist streng verboten.

6.1 Vorbereitungen zum Fahrtbeginn


Es ist unerlässlich, dass Sie freie Sicht in Fahrrichtung haben. Beachten Sie
dazu folgende Hinweise, nachdem Sie den Fahrstand bestiegen haben.
● Prüfen Sie, ob
− der Fahrersitz auf Ihre Sitzhaltung eingestellt ist. Stellen Sie ggf. den
Fahrersitz ein.
− Gegenstände frei im Fahrstand herum liegen, die die Pedalwirkung
blockieren können. Alle Gegenstände so unterbringen, dass sie beim
Fahren an Ort und Stelle verbleiben.
− die Feststellbremse eingelegt ist. Legen Sie die Feststellbremse vor dem
Starten des Dieselmotors ein.

102 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

6.2 Dieselmotor starten


● Den Batteriehauptschalter (80) in die Schalterbuchse einstecken und bis
zum Anschlag in die Buchse eindrehen.
● Den Fahrstand besteigen und auf den Fahrersitz setzen.
● Ggf. den Fahrersitz nach vorne in Richtung Hauptfahrtrichtung
umschwenken und arretieren. Der Fahrersitz muss hörbar einrasten.

Warnung!
Der Fahrstand ist grundsätzlich vor Fahrtantritt mit der Sicherungskette zu
schließen und geschlossen zu halten.

● Den Fahrstand mit der Sicherungskette schließen..


● Den Sicherheitsgurt anlegen.
● Den Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51) in Neutralstellung schalten.
● Den Taster Hupe (21) betätigen, um umstehende Personen vor dem
Starten des Dieselmotors zu warnen.
● Den Schlüssel einstecken, hineindrücken und auf Stellung „Licht
Aus/Zündung“ drehen...
... oder ...
● ... den Schlüsselschalter in das Zündschloss (25) einstecken, auf Stellung
„Licht Aus/Zündung“ drehen und hineindrücken.
Folgende Überwachungseinrichtungen leuchten auf:
− gelbe Kontrollleuchte Batteriehauptschalter (1),
− rote Warnleuchte Batterieladekontrolle (11),
− rote Warnleuchte Bremsdruck Betriebsbremse (39),
− rote Warnleuchte Feststellbremse (7) und ggf.
− weitere Kontroll-/Warnleuchten.
● Den Zündschlüssel in die Sturfe 2 drehen (Vorglühen) und solange
festhalten, bis die Kontrollleuchte Glühüberwachung (30) erlischt.
● Das Gaspedal (56) auf etwa ½ der Drehzahlverstellung bringen.
● Dann den Zündschlüssel in die Stufe 3 drehen und festhalten, bis der
Dieselmotor anspringt ...

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Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

● Den Zündschlüssel (25) sofort loslassen, wenn der Dieselmotor


angesprungen ist.
Der Zündschlüssel (25) springt nach Motorstart automatisch in die Position „1“
zurück. Danach erlöschen alle Warn-/ Kontrolleuchten wieder bis auf die
Warnleuchte Feststellbremse (8).
● Nie länger als 10 Sekunden starten, ggf. muss der Startvorgang wiederholt
werden.
● Zwischen den einzelnen Startvorgängen eine Minute Pause einlegen.

Leuchten nach dem Start des Motors außer der Warnleuchte Feststellbremse
(7) noch andere Warnleuchten auf, so sind die vorhandenen Störungen erst zu
beheben, bevor der Fahrbetrieb aufgenommen wird. Ggf. ist dafür der
Dieselmotor wieder auszuschalten.
● Um die Feststellbremse zu lösen ist der Taster Feststellbremse (11) zu
betätigen und anschließend durch Drehen und Herausziehen zu entriegeln.
Bei Störungen sind zusätzlich die Hinweise in der Betriebsanleitung des Die-
selmotors zu beachten!
Bei laufendem Dieselmotor werden die Federspeicher gefüllt auf den Brem-
senbetriebsdruck (siehe Technische Daten). Dies nimmt etwas Zeit in An-
spruch, die für die folgenden Kontrollen benötigt wird:

6.3 Kontrollen nach Motorstart


● Bei schlechter Sicht oder Dunkelheit die notwendige Außenbeleuchtung (4
und 18) einschalten.
● Ggf. die Rundumleuchte mit Schalter (20) einschalten.
● Die Funktion der Fahrzeugbeleuchtung und Instrumente kontrollieren.
● Die Umgebung prüfen: es dürfen sich keine Personen im Gefahrenbereich
der Maschine aufhalten.
● Maschine mit wenig Gas anfahren und dann sofort das Bremspedal
betätigen. Die Maschine muss unmittelbar auf die Bremspedalbetätigung
reagieren.
● Getriebeanzeige prüfen. Es darf keine Störung anliegen.

104 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

6.4 Dieselmotor ausschalten


Liegt kein Notfall vor, darf der Dieselmotor nicht plötzlich aus Volllast ausge-
schaltet werden. Der Dieselmotor soll noch kurze Zeit im Leerlauf weiter lau-
fen, damit das Schmieröl die Wärme von den Lagern und Wellen abtranspor-
tieren kann.
Beim Abstellen bzw. Parken der Maschine ist eine ebene, tragfähige Abstell-
fläche zu wählen, ohne dass durch die Maschine ein Verkehrshindernis ent-
steht.
Anschließend wie folgt vorgehen:
● Rundherum kontrollieren, dass die Maschine kein Hindernis für andere
darstellt.
● Das Gaspedal (56) in die Leerlaufstellung bringen (Fuß vom Pedal).
● Die Maschine mit dem Bremspedal (55) bis zum Stillstand abbremsen.
● Die Feststellbremse durch Drücken des Tasters Feststellbremse (11)
einlegen.
Der Taster Feststellbremse (11) soll nur bei stehender Maschine betätigt wer-
den. Die Warnleuchte Feststellbremse (8) leuchtet auf.

Hinweis!
Ein eingelegter Gang verhindert nicht das unbeabsichtigte Wegrollen der
Maschine!

● Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51) in die Stellung Neutral bringen.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 105
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

Vorsicht!
Schäden am Dieselmotor!
Betrieb der Maschine einstellen (ggf. Dieselmotor sofort abschalten), wenn
während des Betriebes der Maschine:
eine rote Warnleuchte aufleuchtet,
eine zu hohe Motortemperatur an der Anzeige Motoröltemperatur (12b)
angezeigt wird,
ein zu hoher Motoröldruck an der Anzeige Motoröldruck (15a) angezeigt
wird oder
– die Kontrollleuchte Batteriehauptschalter (1) gelb aufleuchtet.

106 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

Vorsicht!
Schäden am Dieselmotor!
Weiterhin geben folgende Zustände begründeten Anlass, den Dieselmotor
auszuschalten und eine Fehlersuche einzuleiten:
– geringe Motorleistung,
– ungewöhnliche Geräusche,
– starke Rauchentwicklung,
– hoher Kraftstoffverbrauch,
– hoher Schmierstoffverbrauch,
– undichtes Kraftstoffsystem,
– undichtes Hydrauliksystem,
– hohe Hydrauliköltemperatur an Temperaturanzeige (15),
– geringer Hydraulikölstand – Warnleuchte Hydraulikölniveau (9) leuch-
tet,
– geringer Wandleröldruck am Manometer (47),
– hohe Wandleröltemperatur an der Temperaturanzeige (48),
– niedriger Motoröldruck – angezeigt am Kontrollinstrument (15a).

● Alle Instrumente kontrollieren. Es dürfen keine Warnanzeigen leuchten.


● Den Zündschlüssel (18) zurück drehen in Position „0“ ...

● Bei stehendem Dieselmotor leuchten folgende


Überwachungseinrichtungen auf:
− rote Warnleuchte Batterieladekontrolle (2),
− rote Warnleuchte Feststellbremse (8),
− gelbe Kontrollleuchte Batteriehauptschalter (1).

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 107
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

Vorsicht!

Schäden am Dieselmotor!
Die Motorelektronik benötigt noch rund 40 Sekunden, um Daten zu lesen
und abzuspeichern.
Den Batteriehauptschalter (80) niemals bei laufendem Dieselmotor heraus
drehen. Nach dem Ausschalten des Dieselmotors rund 40 Sekunden ab-
warten, bevor der Batteriehauptschalter herausgezogen wird.

Gefahr!
Vor jedem Verlassen des Fahrerstandes ist die Feststellbremse durch Betä-
tigen des Tasters (11) einzulegen und der Dieselmotor abzuschalten.
Maschine niemals bei laufendem Dieselmotor verlassen! Dieselmotor darf
nur laufen, solange der Fahrer auf dem Fahrersitz sitzt.

● Erst 40 Sekunden nach dem Auslaufen des Dieselmotors den


Batteriehauptschalter (80) aus der Schalterbuchse herausdrehen und
abziehen.
● Fahrzeug verlassen und übergeben.
● Bei geneigtem Untergrund, Unterlegkeile unter die Räder legen.
● Maschine ggf. sichern.

6.5 Fahrbetrieb
Der Dieselmotor muss mit mäßiger Belastung und wechselnden Drehzahlen
warmgefahren werden. Hohe Drehzahlen bei kaltem Dieselmotor sind zu
vermeiden.
Vor Beginn des Fahrbetriebes ist zu prüfen:
− die Funktion der Lenkung durch leichte Bewegungen am Lenkrad (50);
Es müssen leichte Bewegungen im Knickgelenk zu erkennen sein.
Es ist darauf zu achten, dass der Umschalthebel Lenkung (53) in die
gewünschte Fahrtrichtung zeigt, da jeweils nur ein Lenkrad betriebsbereit
ist.

108 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

− die Funktion der Betriebsbremse durch Treten des Bremspedals (55);


Es muss ein merklicher Widerstand spürbar sein. Die Manometer (45 und
46) der Bremskreise müssen einen entsprechenden Druck anzeigen.
− die Funktion der Feststellbremse;
Durch Einlegen des Feststellbremstasters (11) leuchtet die Warnlampe
Feststellbremse (8) auf.
− die Funktion der Beleuchtung;
Schadhafte Glühlampen und defekte Scheinwerfer sind auszutauschen.
− die Funktion der Kontrollinstrumente;
Die Kontrollinstrumente müssen den Betriebszustand des Fahrzeuges
anzeigen. Schadhafte Kontrollinstrumente erhöhen die Gefahr von
Betriebsstörungen und sind vor Fahrtbeginn instand zu setzen.
− Die Position der Kippmulde;
Die Kippmulde ist immer vor Fahrtbeginn ganz abzusenken!
● Vor Fahrtantritt Beleuchtung mit dem Lichtschalter (20a) einschalten.
● Den Dieselmotor auf Leerlauf bringen (Fuß vom Gaspedal).
● Die Feststellbremse wird durch Herausziehen des Tasters Feststellbremse
(11) gelöst. Die Warnleuchte Feststellbremse (8) erlischt.
Das Lösen der Feststellbremse ist erst möglich, wenn der Druck im
Bremssystem mindestens 105 bar beträgt. Die Warnleuchte Bremsdruck (7)
erlischt bei ausreichendem Druck.
● Nach Motorneustart muss zunächst der Taster Feststellbremse (11)
gedrückt und durch Herausziehen entriegelt werden.
● Die Feststellbremse kann erst gelöst werden, wenn ausreichend
Speicherdruck vorhanden ist. Der Speicherdruck kann an den Manometern
(45 und 46) abgelesen werden.
● Am Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51) den ersten Gang einlegen.
● Die Motordrehzahl mit dem Gaspedal (56) erhöhen. Die Maschine setzt
sich in Bewegung.
● Wird die Nenndrehzahl des Dieselmotors erreicht, den nächst höheren
Gang einlegen.
● Fällt die Motordrehzahl bei Steigung etc. ab, den nächst niedrigeren Gang
einlegen.
● Bei Fahrten in Gefällestrecken darf die Geschwindigkeit der jeweiligen
Gangstufe nicht überschritten werden. Im Gefälle den selben Gang wählen
wie in der Steigung. Die maximalen Geschwindigkeiten der Gangstufen
sind den technischen Daten zu entnehmen.

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Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

● Um den Wandler nicht unnötig zu erhitzen, muss immer mit minimalem


Wandlerschlupf gefahren werden. Alle Gänge bis zur Motornenndrehzahl
ausfahren.
● Immer im 1. Gang anfahren.
● Fahren Sie mit einer dem Terrain angemessenen Geschwindigkeit.
● Personentransport ist nicht erlaubt.
● Die max. Nutzlast ist einzuhalten.

6.6 Arbeitsbetrieb mit Kippmulde


Beim Arbeitsbetrieb mit der Kippmulde sind die Sicherheitsanweisungen für
Muldenfahrzeuge zu beachten.
Beim Beladen der Kippmulde ist darauf zu achten, dass die Maschine nicht
überladen wird. Die Lastverteilung hat gleichmäßig und so zu erfolgen, dass
die zulässigen Achslasten nicht überschritten werden.
● Fahrersitz (60) in Richtung Kippmulde drehen und einrasten.
● Lenkung mit Umschalthebel (53) umschalten.
● Maschine an die Auskippstelle heranfahren.
● Zur Bedienung der Kippmulde dient der Handhebel (72).
● Handhebel (72) drücken die Kippmulde kippt das Schüttgut aus.
Handhebel (72) ziehen die Kippmulde senkt sich ab.

6.7 Fahrtrichtungswechsel
● Die Maschine bis zum Stillstand abbremsen.
● Das Getriebe durch den Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51) in den
Leerlauf schalten.
● Die Feststellbremse durch Betätigen des Tasters Feststellbremse (11)
einlegen. Die Warnleuchte Feststellbremse (8) leuchtet.
● Den Fahrersitz um 180 ° in die Gegenrichtung schwenken und einrasten.
● Den Umschalthebel Lenkung (53) in die neue Fahrtrichtung umschalten.
● Das Getriebe durch den Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51) in neue
Fahrtrichtung schalten.
● Die Feststellbremse durch Herausziehen des Tasters Feststellbremse (11)
lösen. Die Warnleuchte Feststellbremse (8) erlischt.
● Die entgegengesetzte Fahrtrichtung am Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel
(51) anwählen.

110 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Betrieb

● Am Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51) den ersten Gang einlegen.


● Die Motordrehzahl mit dem Gaspedal (56) erhöhen.
Die Maschine setzt sich in Bewegung.

Vorsicht!
Schäden am Getriebe/Antriebsstrang!
Eine Umschaltung der Fahrtrichtung darf nur bei stehender Maschine erfol-
gen!
Während der Fahrt niemals in die Gegenfahrtrichtung schalten!
Die Maschine nie entgegen der vorgewählten Fahrtrichtung rollen lassen.
Um das Wandler-Getriebesystem nicht unnötig zu erhitzen, muss der
Wandler mit minimalem Schlupf arbeiten.
Immer im ersten Gang anfahren und alle Gänge bis zur Motor-Nenndreh-
zahl ausfahren.

● Vor jedem Verlassen des Fahrstandes die Feststellbremse (11) einlegen.

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Betrieb

6.8 Bremsen, rangieren und fahren

Bremsen

Warnung!
Auf Gefällestrecken ist immer ein niedriger Gang einzulegen, um dadurch
eine unkontrollierte Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit zu vermeiden. Als
Faustregel gilt, dass höchstens die Getriebestufe zu wählen ist, mit der die
Strecke in der Steigung befahren wird.
Wenn zusätzlich noch erforderlich, dann die Abfahrtgeschwindigkeit auf der
Gefällestrecke mit der Betriebsbremse (Betätigung über das Bremspedal)
kontrollieren. Die Betriebsbremse darf in Gefällestrecken nicht zum Einhal-
ten einer Beharrungsgeschwindigkeit benutzt werden.
Es besteht sonst die Gefahr, dass nach einer bestimmten Strecke mit dem
Eintritt von Bremsen-Fading (Heißlaufen der Bremsen und dadurch beding-
ter Verlust der Bremswirkung) zu rechnen ist.

Die Maschine verfügt über zwei Bremssysteme:


− Die Betriebsbremse wird über das Bremspedal betätigt und dient zum
Abbremsen der Maschine bis zum Stillstand.

Hinweis!
Ein eingelegter Gang verhindert nicht das unbeabsichtigte Wegrollen der
Maschine!

− Die Feststellbremse dient als Sicherung gegen Wegrollen und ist bei jedem
Fahrzeugstillstand einzulegen. Sie darf nur bei stehendem Fahrzeug
eingelegt werden.

Schalten
− Zum Starten des Motors muss am Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51)
die Schaltstellung „Neutral“ gewählt sein.
− Ein kleiner Gang mit entsprechend langsamer Fahrtgeschwindigkeit ist in
Steigungen anzuwenden.

112 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Betrieb

● Beim Erreichen der Nenndrehzahl des Motors den Gang-/Fahrtrichtungs-


vorwahlhebel (51) eine Gangstufe höher schalten.

Lenken
− Die Maschine ist mit einer hydraulischen Lenkung ausgerüstet. Bei
Störungen sind erhöhte Lenkradumdrehungen und ein erhöhter
Kraftaufwand notwendig.

Fahren
− Das Gaspedal (56) dient zur Regulierung der Fahrgeschwindigkeit. Die
Geschwindigkeitszu- und -abnahme soll gefühlvoll, keinesfalls abrupt,
erfolgen.
− Es ist immer diejenige Geschwindigkeit zu wählen, bei der die Maschine
noch sicher gebremst werden kann. Bei eingeschränkter Sicht durch
Witterungseinflüsse oder Hindernisse ist die Geschwindigkeit angemessen
zu reduzieren.

6.9 Tanken
Vor jedem Schichtwechsel ist der Kraftstofftank der Maschine zu kontrollieren
und ggf. wieder mit Dieselkraftstoff voll zu tanken.

6.10 Mitteilungspflicht
− Treten an der Maschine Abweichungen vom üblichen Betriebsverhalten
auf, so ist dies spätestens bei Fahrerwechsel dem neuen Fahrer
mitzuteilen.
− Der neue Fahrer ist verpflichtet – neben den Kontrollen vor und bei
Fahrtbeginn – das Betriebsverhalten insbesondere auf diese
Abweichungen zu prüfen und dies ggf. der zuständigen Stelle des
Betreibers zu melden.

6.11 Arbeiten unter extremen Bedingungen


Bei niedrigen Umgebungstemperaturen unter 0 °C:
● Maschine starten und einige Minuten im Standgas laufen lassen.
● Danach erst langsam die Arbeitsleistung steigern.
● Führen Sie jede Zylinderbewegung mehrmals ohne zusätzliche Belastung
durch, damit die Dichtungen geschmeidig werden, bevor sie vollen Druck
erhalten.

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Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

Bei hohen Umgebungstemperaturen:


● Achten Sie bei außergewöhnlich hohen Temperaturen darauf, dass das
Hydrauliköl nicht überhitzt.
Eine zu hohe Hydrauliköltemperatur (> 80 °C) lässt das Hydrauliköl
schneller altern und kann die Dichtungen im Hydrauliksystem beschädigen.
● Bei zu hoher Hydrauliköltemperatur den Dieselmotor im Standgas
weiterlaufen lassen, bis das Hydrauliköl den normen
Betriebstemperaturbereich (< 80 °C) erreicht hat.

6.12 Nach dem Betrieb

● Gang-/Fahrtrichtungsvorwahlhebel (51) in Nullposition stellen.


● Feststellbremse mit Feststellbremstaster (11) einlegen.

Gefahr!
Vor jedem Verlassen des Fahrstandes sind die Feststellbremse einzulegen
und der Dieselmotor abzuschalten.
Maschine niemals bei laufendem Dieselmotor verlassen! Dieselmotor darf
nur laufen, solange der Fahrer auf dem Fahrersitz sitzt.

● Maschine gegen unbefugte Benutzung sichern.


● Maschine gegen Abrollen mit Unterlegkeilen sichern.
● Dieselmotor mit dem Zündschloss (25) ausschalten und Zündschlüssel
abziehen.
● Maschine komplett auf äußere Schäden prüfen,
● Insbesondere auf Schäden an Hydraulikschläuchen, Verschraubungen und
Elektrokabeln prüfen.
● Ebenso auf Schäden an Schraubverbindungen und Bolzen prüfen.
● Festgestellte Schäden beseitigen oder von einer Fachkraft beseitigen
lassen.
● Maschine reinigen und auf ebener, trockener Fläche abstellen.
● Auf Gefällestrecken Räder zum Stoß hin einschlagen.

114 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

6.13 Außerbetriebsetzung
Soll die Maschine für längere Zeit stillgelegt werden, folgende Arbeiten durch-
führen:
● Maschine aufbocken, so dass die Reifen den Boden nicht berühren.
Feststellbremse lösen.
● Alle Schalthebel in Neutralstellung bringen.
● Kippmulde ganz einfahren.
● Blanke Maschinenteile mit säurefreiem Fett einfetten.
● Schutzmaßnahmen für den Dieselmotor nach der Motorbetriebsanleitung
durchführen.
● Batterien ausbauen und in einem trockenen, ca. 20 °C warmen Raum lagern.
Zur Pflege der Maschine folgende Punkte beachten:
● Batterien voll laden.
● Mit einem Frischhaltegerät (Ladestrom ca. 0,12 A) den Ladezustand
erhalten oder die
● Batterien jeden Monat laden und jeden dritten Monat entladen und laden.
● Batterien außen sauber und trocken halten. Batterien nie entladen stehen
lassen!

6.14 Wiederinbetriebnahme

Vor der Wiederinbetriebnahme der Maschine nach längerer Still-


legung:
● Motorkonservierung laut Betriebanleitung des Dieselmotors entfernen.
● Neues Motoröl einfüllen.
● Ölwechsel, wenn Öle älter als 1 Jahr.
● Blanke Maschinenteile mit einem fusselfreien Lappen entfetten.
● Batterie prüfen, Batterie einbauen.
● Sämtliche Schmierstellen abschmieren.

Funktion der:
● Hydraulikanlage,
● der Bremsanlage und
● der elektrischen Anlage prüfen.
● Bedienungs- und Überwachungseinrichtungen auf Beschädigungen prüfen.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 115
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

6.15 Winterbetrieb
Tiefe Temperaturen erschweren den Betrieb der Maschine. Für einen stö-
rungsfreien Betrieb bedarf es einer besonderen Wartung und Pflege.

Dieselmotor
● Motoröl nach der Betriebsanleitung des Motorenherstellers einfüllen.
● Einspritzdüsen regelmäßig nach der Betriebsanleitung des Motorhersteller
prüfen lassen.
● Verdichtungsdruck nach der Betriebsanleitung des Motorherstellers prüfen
lassen.

Hinweis!
Rechtzeitig vor Wintereinbruch ist die Frostschutzsicherheit der Kühlflüssig-
keit zu prüfen. Das vorgeschriebene Frostschutzmittel ist bei Bedarf gemäß
der Original-Dokumentation des Motorherstellers zuzusetzen.

Kraftstoffanlage
Sobald Umgebungstemperaturen um den Nullpunkt zu erwarten sind, ist Win-
ter-Dieselkraftstoff einzusetzen. Dadurch werden Betriebsstörungen durch zu
dickflüssigen Sommer-Dieselkraftstoff (Paraffinausscheidungen) vermieden.
Kältebeständiger Winter-Dieselkraftstoff ist betriebssicher bis Minustemperatu-
ren von - 15 °C bis - 25 °C, je nach Marke und Hersteller.
● Winter-Dieselkraftstoff tanken.
● Schlamm aus Kraftstoffbehälter ablassen.
● Die Kraftstoffpumpe regelmäßig reinigen.

Getriebe, Achse, Hydraulikanlage


● Öle entsprechend der Schmierstoffempfehlung auffüllen.

Elektrische Anlage
● Batterien regelmäßig prüfen.
● Lichtmaschine von Fachkraft prüfen lassen.
● Keilriemenspannung regelmäßig prüfen.
● Anlasser von Fachkraft prüfen lassen. Zahnkranz einfetten.

116 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

Explosionsgefahr beim Aufladen gefrorener Batterien

Gefahr!
Explosionsgefahr.
Wenn Batterien mit gefrorenem Elektrolyt aufgeladen werden, besteht Ex-
plosionsgefahr.

● Batteriesäure nicht auf Haut und Kleidung kommen lassen. Bei


Verletzungen durch Säure mit viel Wasser spülen und sofort einen Arzt
aufsuchen.
● Eine gefrorene Batterie muss erst auftauen, bevor sie geladen wird.
● Die Betriebsanleitung der Batterieladestation ist zu beachten.

Kühlflüssigkeit
Rechtzeitig vor dem Wintereinbruch ist die Frostschutzsicherheit der Kühlflüs-
sigkeit zu prüfen. Das vorgeschriebene Frostschutzmittel ist bei Bedarf gemäß
der Originaldokumentation des Motorenherstellers im Anhang zuzusetzen.

Betrieb
● Die Kaltstarthinweise des Motorherstellers beachten.
● Vor Beginn des Betriebes den Dieselmotor warmlaufen lassen und die
Lenkung betätigen.
● Funktion der Betriebsbremse und Feststellbremse prüfen.
● Bodenverhältnisse prüfen.
● Stoßartige Belastungen vermeiden, da das Material spröde ist.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 117
Ausgabe: Juli 2012
Betrieb

Nach dem Betrieb


● Maschine säubern, bei Nassreinigung Elektroteile schützen.
● Auftritte und Pedale von Schmutz und Eis befreien.
● Betriebsanleitung des Dieselmotors unbedingt beachten.

6.16 Endgültige Außerbetriebsetzung


Wird die Maschine endgültig außer Betrieb gesetzt, sind die zu diesem Zeit-
punkt geltenden Gesetze und Vorschriften für die Entsorgung einzuhalten.

6.17 Lagerung
Führen Sie vor einer längeren Außerbetriebnahme der Maschine die folgenden
Maßnahmen durch:
● Reifen auf Normaldruck aufpumpen.
● Alle Schmierstellen abschmieren.
● Alle Betriebstoffe auf normale Flüssigkeitsstände auffüllen.
● Zusätzliche Angaben in der Betriebsanleitung zum Dieselmotor beachten.
● Batterie ausbauen, und anschließend vollständig aufladen. Batterie in
einem kühlen, frostfreien und trockenen Raum lagern. Batterie im Abstand
von 6 Wochen erneut aufladen.
● Maschine mit einer Persenning/Plane gegen Umgebungseinflüsse schützen.

6.18 Auffahren auf Auffahrrampen


Die Auffahrrampe muss ein freies Auffahren ermöglichen. Die Auffahrrampe ist
nur mit zulässiger Neigung auszurichten und muss eine ausreichende Trag-
kraft haben. Kollisionen oder Abrutschen müssen sicher verhindert werden.

118 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

7 Wartung und Inspektion

7.1 Allgemeine Hinweise


Fristgerechte und sachgemäße Wartung und Inspektion sind Voraussetzungen
für störungsfreien Betrieb und lange Lebensdauer der Maschine. Die notwen-
digen Arbeiten sind zu Plänen und Tabellen zusammengefasst.
Die in den Checklisten aufgeführten Arbeiten werden in den Einzelkapiteln der
Wartungs- und Inspektionsanleitung näher beschrieben. Bei verschiedenen
Arbeiten können gleichartige Arbeitsgänge notwendig sein. Um ständige Wie-
derholungen in den Beschreibungen zu vermeiden, sind diese Arbeitsgänge
nachfolgend aufgeführt.

Hinweis!
Ausschlaggebend für die Wartung sind jedoch die Wartungsanweisungen
der einzelnen Komponentenhersteller, welche Sie im Anhang finden (Die-
selmotor, Lastschaltgetriebe mit Wandler, usw.)!

Hinweis!
Der Betreiber hat dafür Sorge zu tragen, dass
– alle durchgeführten Wartungsarbeiten in den Wartungsnachweisen am
Ende dieses Kapitels protokolliert werden und während des Gewährleis-
tungszeitraumes bei der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH einge-
reicht werden.
– die vorgeschriebenen Inspektionen durch eine autorisierte Fachwerkstatt
durchgeführt werden und ebenfalls in den Wartungsnachweisen am En-
de dieses Kapitels protokolliert und eingereicht werden.
– die jährliche Prüfung durch einen Sachkundigen durchgeführt wird und
mit einem Prüfbericht sowie mit der Prüfplakette an der Maschine doku-
mentiert wird.
Andernfalls erlöschen die Gewährleistungsansprüche.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 119
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Hinweis!
Erforderliche Daten wie Anzugsdrehmomente, Schmierstoffe etc. finden Sie
im Kapitel 3, Technische Daten!
Nur hochwertige Kühl- und Schmierstoffe verwenden!
Die technischen Spezifikationen im Kapitel 3 und die entsprechenden An-
gaben in den Original-Betriebsanleitungen der Zulieferer sind zu beachten
und einzuhalten!
Beim Umgang mit Fetten, Ölen, Dieselkraftstoff, und anderen Substanzen
sind die dafür geltenden Vorschriften und Sicherheitsdatenblätter der Her-
steller bezüglich Lagerung, Handhabung, Einsatz und Entsorgung zu be-
achten und einzuhalten.

Vor der Durchführung von Wartungsarbeiten sind ggf. vorhandene Mängel-


punkte der letzten Wartung erneut zu kontrollieren (siehe Wartungsnachweise
am Ende diese Kapitels).
Bei Reparaturen und Ersatzteilbestellungen ist die vollständige Angabe der
Identifikationsdaten notwendig. Sie finden die Identifikationsdaten auf der Sei-
te III auf den ersten Seiten dieser Betriebs- und Wartungsanleitung. Detaillierte
Angaben zu Ersatzteilen entnehmen Sie bitte den Ersatzteillisten im Anhang.

7.2 Qualifikation des Wartungspersonals


Arbeiten an der Maschine dürfen nur von zuverlässigem Personal durchgeführt
werden. Gesetzlich zulässiges Mindestalter beachten!
Nur ausgebildetes, geschultes oder unterwiesenes Personal einsetzen. Zu-
ständigkeiten des Personals für das Bedienen, Rüsten, Warten, Instandsetzen
klar festlegen!
Sicherstellen, dass nur dazu befugtes Personal an der Maschine tätig wird.
Maschinenführerverantwortung auch im Hinblick auf verkehrsrechtliche Vor-
schriften festlegen und ihm das Ablehnen sicherheitswidriger Anweisungen
Dritter ermöglichen!
Für den Fahrbetrieb nur entsprechend qualifizierte und an der Maschine aus-
gebildete Fahrer einsetzen!

120 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Zu schulendes, anzulernendes, einzuweisendes oder im Rahmen einer allge-


meinen Ausbildung befindliches Personal nur unter ständiger Aufsicht einer er-
fahrenen Person an der Maschine tätig werden lassen!
Arbeiten an den elektrischen Ausrüstungen der Maschine dürfen nur von einer
Elektrofachkraft (Kfz-Elektriker) oder von unterwiesenen Personen unter Lei-
tung und Aufsicht einer Elektrofachkraft gemäß den elektrotechnischen Regeln
vorgenommen werden.
Arbeiten an Fahrwerken, Brems- und Lenkanlagen darf nur hierfür ausgebilde-
tes Fachpersonal (Kfz-Mechaniker) mit speziellen Kenntnissen und Erfahrun-
gen durchführen!
An hydraulischen Einrichtungen darf nur hierfür ausgebildetes Fachpersonal
(Kfz-Hydrauliker) mit speziellen Kenntnissen und Erfahrungen in der Hydraulik
arbeiten!
Funktionsprüfungen und Prüfung der Betriebsstoffe sind vom Fahrer durchzu-
führen.
Der Fahrer hat weiterhin die Maschine und Maschinenteile auf Vollständigkeit
und Beschädigungen zu prüfen und bei festgestellten Mängeln dies vom
Fachpersonal beheben zu lassen.

7.3 Sicherheitshinweise für Wartung und Inspektion

Warnung!
Es besteht Verletzungsgefahr bei unsachgemäßer Bedienung der Maschi-
ne. Gefahr von Verbrennungen an heißen Maschinenteilen!
Teile der Maschine (insbesondere im Motorbereich, sowie Hydraulik, Kühl-
mittel etc.) heizen sich stark auf. Auch nach dem Abschalten der Maschine
besteht über einen längeren Zeitraum die Gefahr von Verbrennungen durch
direkte Berührung dieser Maschinenteile.
Lassen Sie die Maschine vor Beginn der Arbeiten über einen angemesse-
nen Zeitraum abkühlen.
Tragen Sie bei erforderlichen Arbeiten entsprechende Schutzkleidung (ins-
besondere Schutzhandschuhe).
Vermeiden Sie auch nach dem Abschalten der Maschine eine direkte Be-
rührung mit möglicherweise heißen Maschinenteilen.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 121
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

ALLE SICHERHEITS- UND WARNHINWEISE FÜR WARTUNG UND IN-


SPEKTION IN DIESER BETRIEBS- UND WARTUNGSANLEITUNG UND IN
DEN ORIGINAL-DOKUMENTATIONEN DER ZULIEFERER BEACHTEN!
Grundsätzlich gelten für diesen Teil der Betriebsanleitung die gleichen Sicher-
heitshinweise wie zuvor genannt.
Nachfolgend einige ergänzende Hinweise zur Wartung und Inspektion:
− Maschine auf ebener, trockener Fläche abstellen.
− Maschine gegen selbständige Bewegungen und unbefugtes Ingangsetzen
sichern.
− Arbeitsplatz und Arbeitsmittel sauber halten.
− Arbeitsmittel in arbeitssicherem Zustand halten.
− Nur Hebezeuge und Unterstellböcke mit ausreichender Tragfähigkeit
verwenden.
− Nur an drucklosem Hydrauliksystem arbeiten.
− Flüssigkeiten nur an den vorgesehenen Stellen aus drucklosem System
ablassen.
− Vorsicht bei heißen Aggregaten. Verbrennungsgefahr!
− Nur an stromlos geschalteten Elektroanlagen arbeiten. Bei Arbeiten an der
elektrischen Anlage der Maschine immer erst den Schalthebel des
Batteriehauptschalters abziehen. Ggf. Batterien abklemmen.
− Die geltenden Vorschriften für den Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten
beachten.
− Zum Füllen der Reifen selbst haltende Reifenfüllventile verwenden.
− Die zur Durchführung von Wartungsarbeiten in der Maschine
vorgesehenen Türen und Klappen nach dem Öffnen gegen selbsttätiges
Zuschlagen sichern.
− Dieselmotor bei allen Wartungsarbeiten abschalten, bei denen er nicht
unbedingt laufen muss.
− Vor Arbeiten im Bereich des Knickgelenks dieses mittels der
Knickgelenksicherung sichern.
− Die Motorhaube/Motorklappe darf nur bei ausgeschaltetem und
stillstehendem Dieselmotor geöffnet werden.
− Die Kippmulde ist immer vor Wartungsarbeiten komplett abzusenken, es
sei denn, unterhalb der Kippmulde sind Arbeiten vorzunehmen. In diesem
Fall ist die hochgefahrene Kippmulde mit den Muldensicherungsbolzen zu
sichern.

122 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

7.4 Maschine reinigen


Die im Arbeitsbereich liegenden Aggregate der Maschine vor Beginn der Ar-
beiten säubern. Dabei ist die Wahl des Reinigungsmittels vom Material der zu
reinigenden Teile abhängig. Zum Beispiel dürfen Gummi- oder Elektroteile
nicht mit Benzin oder Dampfstrahl gesäubert werden. Nach einer Dampfstrahl-
Reinigung alle Lagerstellen abschmieren.

Montagebereich abdecken
Um ein Eindringen von Schmutz zu vermeiden, alle offenen Bohrungen, An-
schlüsse und Gehäuse sofort in geeigneter Weise verschließen.

7.5 Korrosionsschutz
Beschädigte Lackflächen ausbessern, blanke Stellen regelmäßig einfetten.

Teile austauschen
Schadhafte Teile rechtzeitig austauschen, um größere Schäden zu vermeiden.
Zur Montageerleichterung die demontierten Teile kennzeichnen.

Elektroanlage schützen
Wenn die Gefahr einer Berührung zwischen elektrischen Leitern und Werk-
zeugen, Ersatzteilen, Fahrzeugmasse usw. besteht, Batterie abklemmen bzw.
Schalthebel des Batteriehauptschalters abziehen. Minuspol zuerst abklem-
men.

Dichtelemente prüfen
Bei der Demontage von Deckeln, Verschlussschrauben usw. auf vorhandene
Dichtelemente achten. Dichtringe usw. prüfen und gegebenenfalls erneuern.
Bei der Montage auf richtigen Sitz achten.

Dichtflächen prüfen
Vor der Montage alle Dichtflächen reinigen und nach der Montage auf dichten
Anschluss prüfen.

Sicherheitselemente prüfen
Bei der Demontage auf vorhandene Sicherungselemente achten (Sicherungs-
ringe, Splinte usw.). Sicherungselemente prüfen und gegebenenfalls erneuern.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 123
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

7.6 Arbeiten unmittelbar nach der Inbetriebnahme

Hinweis!
Ausschlaggebend für sämtliche Wartungsarbeiten sind die Angaben im vor-
liegenden Kapitel 7 sowie die Original-Herstellerdokumentationen im An-
hang!

Nach der Erstinbetriebnahme der Maschine haben folgende Wartungs- und In-
spektionsarbeiten bis zum Einsetzen der regelmäßigen Wartung in den unten
angegebenen Zeitintervallen zu erfolgen:
− Füllstände sämtlicher Betriebsmittel kontrollieren.
− Funktion folgender Baugruppen/Bauteile kontrollieren:
– Bedienungs- und Überwachungseinrichtungen,
– Betriebsbremse,
– Feststellbremse,
– Lenkung/Lenkhydraulik.
− Dichtheit folgender Baugruppen/Bauteile kontrollieren:
– Behälter,
– Tanks,
– Gehäuse,
– Schlauch-/Rohrleitungen und ihre Verbindungen.
− Schmierstellen prüfen/abschmieren Bei schwerem Einsatz häufiger
abschmieren. Nach jeder gründlichen Reinigung sind alle Schmierstellen
der Maschine neu abzuschmieren.
− Dieselmotor, Achsen, Wandler und Lastschaltgetriebe nach den
Anweisungen der Hersteller kontrollieren.
Erste Ölwechsel beachten und ggf. durchführen.
− Anzugsdrehmomente der Befestigungsschrauben an der Vorder- und
Hinterachse der Maschine prüfen nach 10, 20, 50 und 100
Betriebsstunden.
− Festen Sitz der Radmuttern nach 2, 4, 6, 8 und 10 Betriebsstunden
kontrollieren und ggf. nachziehen.
− Die Hydraulikverbindungen nach dem ersten Heiß- bzw. Warmfahren
kontrollieren und ggf. nachziehen.
− Ansaugluftfilter kontrollieren.

124 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

7.7 Wartungstabelle

Hinweis!
Ausschlaggebend für sämtliche Wartungsarbeiten sind die Angaben im vor-
liegenden Kapitel 7 sowie die Original-Herstellerdokumentationen im An-
hang!
Die Füllstände aller Betriebsmittel der Maschine sind täglich zu kontrollie-
ren.

Hinweis!
Die nachfolgenden Informationen und Tabellen sind Wartungshilfen:
Die regelmäßige Wartung des Dieselmotors hat nach der Originaldokumen-
tation der Fa. Deutz (siehe Anhang) zu erfolgen.
Die regelmäßige Wartung der Vorder- und Hinterachse hat nach der Origi-
naldokumentation der Fa. Kessler & Co. (siehe Anhang) zu erfolgen.
Die regelmäßige Wartung der katalytischen Abgasreiniger hat nach der
Originaldokumentation des jeweiligen Herstellers zu erfolgen (siehe An-
hang).

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 125
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

1 Dieselmotor
Caterpillar C7
Weitere Informationen zur
Wartung des Motors finden
Sie in der Original Hersteller-
Dokumentation.
- Trockenluftfilter (mit 2
Elementen) reinigen
ggf. ersetzen 6
- Lagerung des Motors
kontrollieren 6
- Motor im Schwerein-
satz kontrollieren 6
- Druckluftbehälter – R
Wasser und Boden-
satz
- Kraftstoffsystem ent-
lüften 6
- Trockenluftfilter - War- O
tungsanzeige
- Motor-Ölstand prüfen O
- Kühlsystem - Kühlmit- O
telstand prüfen ggf.
ersetzen
- Angetriebene Ausrüs- O
tung prüfen
- Motor-Ölstand prüfen O
- Kraftstoffsystem – R
Hauptfilter + Wasser-

126 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

abscheider entleeren

- Nebenantriebskupp- O
lung kontrollieren ggf.
einstellen + schmieren
- Sichtkontrolle Motor O
- Keilriemen kontrollie- O
ren ggf. spannen 21
- Batterieladegerät kon-
trollieren 22
- Vorreiniger des Motors
kontrollieren,
ggf. reinigen 22
- Umlaufkühlwasserhei-
zung kontrollieren 22
- Kühlsystem - Kühlmit- O O
telprobe entnehmen
(Stufe 1) 23, 27
- Kühlsystem - Kühlmit- O
telprobe entnehmen
(Stufe 2) 23
- Ventilspiel kontrollie-
ren ggf. einstellen 23, 28
- Kühlsystem - Kühlmit- O
telprobe Kühlmittel
(ELC) wechseln 24
- Zylinderkopf – Masse-
stift kontrollieren ggf.
reinigen oder festzie-

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 127
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

hen 25, 30

- Kraftstoffsystem –
Hauptfilterelement
(Wasserabscheider)
ersetzen 24, 26
- Luftkompressor - Filter
reinigen ggf. ersetzen 26
- Batterie – Säurestand
kontrollieren 26
- Kühlsystem – Kühlmit-
telzusatz (SCA) prüfen
ggf. hinzufügen 26
- Motor – Ölprobe ent-
nehmen 26
- Motor – Öl und Filter
wechseln 26
- Lüfterantrieb – Lager
schmieren 26
- Kraftstoffsystem –
Sicherheitsfilter erset-
zen 26
- Kraftstofftank
Wasser und Boden-
satz ablassen 26
- Schläuche und
Schlauchschellen kon-
trollieren ggf. ersetzen

128 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4
26

- Kühler reinigen 26
- Ladeluftkühlerblock
kontrollieren 27
- Drehstromgenerator
kontrollieren 27
- Kurbelgehäuse
Entlüfter reinigen.27
- Ladeluftkühlerblock
reinigen und prüfen 28
- Luftkompressor
kontrollieren 28
- Riemenspanner kon-
trollieren 28
- Kühlsystem - Kühlmit-
tel (DEAC) wechseln 28
- Kühlmittel - Langzeit-
zusatz (ELC) beifügen
28

- Kühlsystem
Thermostat ersetzen 28
- Kurbelwelle
Schwingungsdämpfer
kontrollieren 28
- Motor reinigen 28
- Motorauflager
kontrollieren 28
- Starter kontrollieren 29

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 129
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Turbolader
kontrollieren 29
- Wasserpumpe
kontrollieren 29

2 Wandler/
Lastschaltgetriebe
- Ölstandkontrolle O
- Auf Dichtheit prüfen. O
- Ölfilter austauschen. X X X
- Ölwechsel X

3 Vorder- /Hinterachse
Weitere Informationen zur
Wartung der Vorder-/ Hinter-
achse finden Sie in der Origi-
nal Hersteller-Dokumentation.
- Radlagerung O O
(ggf. nachstellen).
- Radmuttern, Nachzie- O O O O
hen mit Drehmoment-
schlüssel (bei Reifenwech-
sel nach ca. 50 + 200 km.).
- Kronenmuttern / Spur- O O O O
stange / Schrauben /
Antriebsflansch / Achs-
befestigungsschrauben
Muttern /
Kontrolle (auf festen Sitz
prüfen) und Nachziehen.

130 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Bremsen, Belagstärke O
prüfen, ggf. nachstel-
len. 15

- NLB-Federspeicher, O
Kontrolle Belagver-
schleiß.
- Lenk- und Spurhebel, O O
Kontrolle und Nach-
ziehen der Befesti-
gungsschrauben. 16
- Schraubenverbindungen O
(z. B. Achsantrieb). 6
- Dichtungen prüfen. 15
- Tellerradabstützschrau- O
ben am Achsantrieb
nachstellen 6
- Differentialsperre
Funktion + selbsttätige
Rückführung in Aus-
stellung prüfen. 15
- Achsschenkellagerung, X X
abschmieren
- Doppelgelenkwelle, X X
abschmieren
- Spurstange, schmieren X X
- Achsschenkellagerung, X X
schmieren

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 131
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Lenkzylinder-Kugelkopf X X
/ -Gelenklager, schmie-
ren 18

- Kardanwellenzwischen- X X
lager, schmieren 18
- Kegelritzellager, schmie- X X X
ren 18
- Bremswellenlagerung, X X
schmieren 19
- Bremsbackenlagerung, X X
schmieren nach Neu-
montage 19
- Radlagerung, schmieren X X
18, 20

- Nasse-Lamellenbremse, X X X
Ölwechsel (17 Ölwechsel
abhängig von Tankvolumen /
Kühlanlage/ Einsatzfall)
- Weitere Arbeiten laut
Betriebsanleitung des
Achsenherstellers.
- Nasse- O
Lamellenbremse Fe-
derspeicher, Belagver-
schleiß

4 Hydraulikanlage
- Hydraulische Funktio- O
nen prüfen.

132 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Ölstand Hydrauliktank O
prüfen (im warmen Zu-
stand bei Motorleerlauf).

- Druckanzeigen Hyd- O
rauliköl prüfen (Anga-
ben siehe in Techni-
schen Daten).
- Temperatur Hydrauli- O
köl prüfen (max.
80 °C).
- Maschine auf Lecka- O
gen an allen Behäl-
tern, Schlauch- und
Rohrleitungen unter-
suchen.
- Hydraulikschläuche O
auf Beschädigungen
prüfen.
- Ölwechsel, Tankreini- X
X
gung
- Rücklauffilter (sofern X
Wartungsanzeige, dann
nach Anzeige)
- Hochdruckfilter X
(sofern Wartungsanzeige,
dann nach Anzeige)
- Einfüllbelüfter X
- Kühlrippen Hydrauliköl- O O
kühler (ggf. reinigen)

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 133
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

5 Kraftstoffanlage
- Füllstand im Kraftstoff- O
tank kontrollieren, ggf.
nachfüllen.
- Kraftstofftank reinigen, O
insbesondere Boden-
schlamm entfernen.

6 Luftversorgung Motor O
14
- Ansaug-Luftfilter O O X
- Trocken-Luftfilter 14 O O X
- Ladeluftkühler, O R R
Schmieröl/ Kondens-
wasser ablassen.
- Verschmutzungsanzei- O
gen Trocken-Luftfilter in
Fahrerstand prüfen.
- Luftansaugrohr-/ Luft- O
filterbefestigung auf
festen Sitz prüfen.

7 Abgasanlage
- Katalysatoren reinigen. O6
- Abgasanlage auf O
Dichtheit prüfen.
- Bauteile der Abgasan- O
lage/Abgasführung auf
festen Sitz prüfen.

134 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Rußfilter R

8 Bremsanlage
- Funktionsprüfung der O
Betriebsbremsanlage.
- Funktionsprüfung der O
Feststellbremse.
- Dynamische Brems- O
prüfung durchführen.
- Vorratsdruck am Ma- O
nometer des Brems-
kreises prüfen.7
- Prüfung des Brems- O
spiels.
- Bei Nachlassen der O
Bremswirkung der
Feststellbremse ggf.
Spiel nachstellen.

9 Elektrische Anlage
- Beleuchtung prüfen. O
- Batterie und Kabelan- O
schlüsse.
- Steuereinrichtungen O
prüfen.
- Kontrolleinrichtungen O
- Bedienungselemente O
prüfen.

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Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Säurestand Batterien O
prüfen.
- Kabelanschlüsse an O
Batterien prüfen (fester
Sitz, eingefettet, unbe-
schädigt).
- Batterien auf festen O
Sitz prüfen.

10 Schmierstellen
Weitere Schmierstellen siehe im
Abschnitt 7.8.9 dieser Anleitung.

- Nach jeder gründli-


chen Maschinenreini-
gung alle Schmierstel-
len neu abschmieren.
- Schmierstellen ab- X
schmieren. Bei schwe-
rem Einsatz (z. B. in
aggressiver Umge-
bung) häufiger ab-
schmieren.

11 Weitere Arbeiten
- Reifen auf Beschädi- O
gungen prüfen.
- Reifendruck prüfen. O
- Festen Sitz der Rad- O10 O
muttern prüfen.

136 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Lenkzylinderbolzen auf O8 O
festen Sitz prüfen.
- Knickgelenkbolzen auf O8 O
festen Sitz prüfen.
- Anzugsdrehmomente O O
der Befestigungs-
schrauben am Getrie-
be prüfen
- Anzugsdrehmomente O O
der Befestigungs-
schrauben an der Ge-
lenkwelle prüfen.
- Sichtprüfung des La- O
gerspiels der Lenkzy-
linderlagerung.
- Bolzensicherungen auf O
Vollzähligkeit prüfen.
- Sichtprüfung des La- O
gerspiels der Bolzen-
sicherungen.
- Lagerspiel in den O
Kreuzgelenken prüfen.
- Lagerspiel des Zwi- O
schenlagers der Ge-
lenkwelle prüfen.
- Betriebssicherheit O
prüfen: Feuerlöschan-
lage/ Feuerlöscher

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 137
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Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4

- Feuerlöschanlage/
Feuerlöscher nachfül-
len 9
- Sichtprüfung des La- O
gerspiels des Knickge-
lenks.
- Beschädigte/entfernte
Hinweise und Symbole
umgehend ersetzen. 6

12 Gasdruckspeicher
- Gasfülldruck O O O
- Sicherheitseinrichtung O O O
und Armaturen
- Leitungsanschlüsse O O O
- Speicherbefestigung O O O

138 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Pos Tätigkeit nach soviel Betriebsstunden (Bh)

alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4
1
Ölwechselintervalle je nach Motoreinsatzart und Ölqualität – siehe Motorhandbuch.
2
Beim Dieselmotor entnehmen Sie die ersten Öl- und Filterwechselintervalle nach Inbe-
triebnahme der Betriebsanleitung Motor.
3
Bei Ansprechen der Warnlampe (Kraftstoffvorfilter) ist ein sofortiges Entleeren der
Wasserabscheiderbowle notwendig.
4
Motorölfilterwechsel bei jedem Motorölwechsel.
5
Bei Beschädigung erneuern.
6
Bei Bedarf.
7
Die Kontrollleuchte Bremsdruck darf nicht aufleuchten.
8
Erstmalige Durchführung 10 Bh nach Inbetriebnahme der Maschine.
9
Nach jedem Löscheinsatz.
10
Mindestens alle zwei Jahre austauschen. Bei Beschädigung sofort austauschen.
13
Alle 24 Monate.
14
Wenn vorhanden, nach Wartungsanzeiger warten. Betriebsanleitung Motor beachten.
15
Monatlich.
16
Lassen sich die Schrauben nachziehen (Loctite-Verbindung aufgebrochen), muss der
Hebel neu montiert werden.
17
Angaben in der Betriebsanleitung des Herstellers beachten!
18
Falls abschmierbar.
19
Vorsicht! Lagerstelle darf nur mit wenig Fett geschmiert werden, damit keine Fett ins
Innere der Bremse gelangt (nur Handfettpresse verwenden/austretendes Fett entfer-
nen!). Leichtgängigkeit der Bremswellen regelmäßig prüfen und ggf. Schmierintervalle
korrigieren (Heißläufer – Gefahr).
20
Mindestens alle 2 Jahre. Fettwechsel bei Radnabendemontage.
21
Nach den ersten 20 bis 40 Bh.
22
Wöchentlich
23
Nach den ersten 500 Bh.
24
Alle 6.000 Bh.
25
Alle 10.000 Bh.

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alle 10 Bh bzw. täglich


Spezielle Hinweise zu

mind. einmal jährlich


einigen der aufgeführ-
ten Arbeiten finden Sie
im nachfolgenden Ab-
schnitt!
einmalig
bzw.
Zeichenerklärung:
erstmalig alle Bh
O = kontrollieren
X = erneuern
R = reinigen 50 100 100 250 500 1000 1500 2000

Fällige Inspektion 1 2 3 4
26
Alle 10.400 Liter (2750 US-Gall.) Kraftstoff oder 6 Monate.
27
Alle 83.250 Liter (22.000 US-Gall.) Kraftstoff oder 2000 Bh oder jährlich.
28
Alle 166.500 Liter (44.000 US-Gall.) Kraftstoff oder 4000 Bh oder 2 Jahre.
29
Alle 208.000 Liter (55.000 US-Gall.) Kraftstoff oder 5000 Bh.
30
Alle 340.000 Liter (90.000 US-Gall.) Kraftstoff oder 10.000 Bh.

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7.8 Spezielle Hinweise zu den Wartungsarbeiten


7.8.1 Dieselmotor

Hinweis!
Weitere Hinweise zu den Arbeiten am Dieselmotor siehe in der Original-
Betriebsanleitung des Motorenherstellers.

Motorölstand kontrollieren

Für die Ölstandprüfung muss die Maschine grundsätzlich auf einer ebenen
und waagerechten Fläche stehen. Ein vorheriger Aggregatstillstand von
ca. 5 Minuten ist abzuwarten.
Der Motorölpeilstab ist im Motorraum gut zugänglich installliert:

● Motorölpeilstab ganz aus der Führung heraus ziehen.


● Motorölpeilstab mit einem fusselfreien Lappen abwischen.
● Motorölpeilstab wieder ganz in die Führung einschieben und erneut heraus
ziehen.
Der Ölstand muss zwischen den Messstabmarkierungen liegen.
Der Motorölstand ist täglich zu kontrollieren. Falls Ölstand zu niedrig, ist Öl bis
zum Maximum-Pegel nachzufüllen.

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Wartung und Inspektion

Motoröl ein-/nachfüllen

Fig. 7-1: Öleinfüllstutzen – oben am Motor (Musterbild)

Wenn zu wenig Motoröl im Ölreservoir vorhanden ist, dann wie folgt nachfül-
len:
● Deckel vom Öleinfüllstutzen (I) abschrauben.
● Öl in kleinen Mengen nachfüllen.
● Zwischendurch immer wieder den Motorölstand kontrollieren.
● Deckel auf Öleinfüllstutzen (I) aufschrauben.

142 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Kraftstoff-Handpumpe, Kraftstoff-Vorfilter und -Feinfilter

Fig. 7-2: Kaftstoff-Vorfilter (92), -Handpumpe (93)

Bei Arbeiten an der Kraftstoff-Handpumpe (95) oder am Vorfilter (92) ist auf
Sauberkeit zu achten. Beim Öffnen der Gehäuse und bei der Entnahme der
Filterpatronen ist der ggf. auslaufende Dieselkraftstoff aufzufangen bzw. um-
gehend aufzuwischen. Die Arbeiten haben nach der Betriebsanleitung des Fil-
ter-/Motorenherstellers zu erfolgen.

Kraftstoffanlage entlüften
Wurde die Kraftstoffanlage geöffnet oder der Kraftstofftank leer gefahren, so
muss die gesamte Kraftstoffanlage entlüftet werden.
● Dazu ggf. erst den Kraftstofftank auftanken.
● Dann die Entlüftungsschraube (I) lösen.
● Auslaufender Dieselkraftstoff ist aufzufangen bzw. umgehend
aufzuwischen.
● Anschließend mit der Kraftstoff-Handpumpe (93) Dieselkraftstoff zum
Motor pumpen.
● Wenn Kraftstoff aus den Entlüftungsschrauben (I) austritt diese wieder
festziehen.
● Evtl. auch die Dieselkraftstoffleitung am Motor lösen, mit der Kraftstoff-
Handpumpe Dieselkraftstoff zum Motor pumpen und wenn Dieselkraftstoff
austritt, die Dieselkraftstoffleitung wieder am Motor anschrauben.
● Nachdem ausreichend Dieselkraftstoff in den Filtern vorhanden ist, den
Motor starten.
● Eventuell noch kurze Zeit weiter pumpen, bis der Motor störungsfrei läuft.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 143
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Wartung und Inspektion

Keilriemenspannung am Generator
Der Strom-Generator bedarf keiner besonderen Wartung. Es ist lediglich re-
gelmäßig die Keilriemenspannung zu prüfen. Das Nachspannen hat nach der
Betriebsanleitung des Motorenherstellers zu erfolgen.

Motorölfilter

Fig. 7-3: Motorölfilter (97)

Bei Arbeiten am Motorölfilter (97) ist auf Sauberkeit zu achten. Bei Ausbau des
Filters/der Filter ist das auslaufende Motoröl aufzufangen bzw. umgehend auf-
zuwischen. Die Arbeiten haben nach der Betriebsanleitung des Motorenher-
stellers zu erfolgen.

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Wartung und Inspektion

Ansaugluftfilter

Fig. 7-4: Ansaugluftfilter (Musterbild)

An der Maschine ist ein Ansaugluftfilter (I) als Trockenfilter) vorhanden. Der
Ansaugluftfilter ist entsprechend der Wartungsanleitung des Motorenherstel-
lers zu reinigen.

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Wartung und Inspektion

7.8.2 Wandler/Lastschaltgetriebe

Wandlerölfilter

Fig. 7-5: Wandlerölfilter (Musterbild)

Bei Arbeiten an der Filterkartusche (I) des Wandlerölfilters ist auf Sauberkeit
zu achten. Beim Lösen/Austauschen der Filterkartusche ist das auslaufende
Wandleröl aufzufangen bzw. umgehend aufzuwischen. Die Arbeiten haben
nach der Betriebsanleitung des Wandler-/Getriebeherstellers zu erfolgen.

146 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Getriebeöl

Fig. 7-6: Flügelschrauben für Lastschaltgetriebe

Auf der linken Seite der Maschine am Knickgelenk gelangt man an die beiden
Flügelschrauben (I) und (II) zur Kontrolle des Getriebeölfüllstands am
Lastschaltgetriebe. Die Füllstandskontrolle muss bei waagerecht stehender
Maschine durchgeführt werden.

Füllstandskontrolle
Vom Knickgelenk auf der rechten Maschinenseite aus gelangt man an die
Füllstandskontrollarmaturen des Lastschaltgetriebes.
● Die Arbeiten haben nach der Betriebsanleitung des Getriebeherstellers zu
erfolgen.
● Die Füllstandskontrolle bei waagerecht stehender Maschine durchführen.
● Kontrolle mit den Kontrollarmaturen (I) bzw. (II) am Lastschaltgetriebe.
● Füllstand täglich prüfen bei einer Motordrehzahl von 500-600 min-1 und
Öltemperatur von 82,2 - 93,3 °C.
● Füllstand muss auf Höhe der Kontrollarmatur (I) stehen.

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Wartung und Inspektion

Ölwechsel
● Altöl bei Betriebstemperatur in einen geeigneten Behälter ablassen und mit
neuem, geeignetem Öl (siehe Kapitel 3) bis zur oberen Messmarkierung
auffüllen. Nach erneutem Warmfahren Ölstand kontrollieren und ggf. Öl
ergänzen.

Ölfilterwechsel
● Bei Betriebstemperatur das Altöl in einen geeigneten Behälter ablassen
und entsorgen. Das Sieb im Sumpf entnehmen, sorgfältig reinigen und
wieder einbauen. Dabei neue Dichtungen verwenden.
● Den Inhalt des Ölfilters in einen geeigneten Behälter entleeren. Die
Filtereinsätze entsorgen und die Filtermäntel reinigen. Saubere
Filtermäntel zusammen mit neuen Einsätzen wieder einbauen.
● Das Getriebe bis zur Marke LOW (niedrig) wieder mit geeignetem Öl
auffüllen.
● Den Motor mit niedriger Drehzahl laufen lassen, bis das Öl wieder
Betriebstemperatur erreicht hat. Dann soviel Öl auffüllen, bis die obere
Messmarkierung erreicht ist.

Kühlmittelausgleichsbehälter

Fig. 7-7: Kühlmittelausgleichsbehälter (Musterbild)

Bei Arbeiten am Kühlmittelausgleichsbehälter (98) ist auf Sauberkeit zu ach-


ten. Die Arbeiten haben nach der Betriebsanleitung des Motorenherstellers zu
erfolgen.

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Wartung und Inspektion

Gefahr!
Verbrühungsgefahr durch heißes Kühlmittel unter hohem Druck.
Das Kühlmittel des Dieselmotors wird beim Betrieb heiß und steht unter
hohem Druck.
Das Öffnen von Kühlkreisläufen ist erst zulässig, wenn der Dieselmotor
ausgeschaltet und der Kühlkreislauf ausreichend abgekühlt ist.
Öffnen Sie dann mit Schutzhandschuhen den Deckel (100) nur bis zur ers-
ten Raste. Warten Sie das Entweichen des Überdrucks ab, bevor Sie den
Deckel ganz abnehmen.

Die Aufbereitung der Kühlflüssigkeit erfolgt durch Beimischen eines Kühlsys-


temschutzmittels zum Kühlmittel. Siehe Betriebsanleitung des Motorenherstel-
lers.

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7.8.3 Hydraulikanlage

Hydraulikölstand kontrollieren

Fig. 7-8: Schaugläser (105) am Hydrauliktank

Die Ölstandkontrolle im Hydrauliktank erfolgt durch die Schaugläser (105) an


der Außenseite des Hydrauliktanks. Die Arbeiten müssen bei waagerecht ste-
hender Maschine, laufendem Dieselmotor und eingefahrenen Hydraulikzylin-
dern (Kippmulde ganz abgesenkt) durchgeführt werden.

Hinweis zum Ölwechsel!


Warmes Öl läuft besser ab!
Zusätzlich werden Schwebeteilchen (Ruß, Metallspäne usw.) – die sich bei
kaltem Hydrauliköl absetzen würden - besser ausgeschwemmt.
Vor Arbeitsbeginn ggf. Dieselmotor laufen lassen, um das Hydrauliköl zu
erwärmen.

● Vor Arbeitsbeginn ggf. Dieselmotor laufen lassen, bis sich das Hydrauliköl
ausreichend erwärmt hat. Mindestöltemperatur: 10 - 20 °C.
● Alle vorhandenen Hydraulikzylinder ganz einfahren.
● Dann Hydraulikölstand an den Schaugläsern (105) kontrollieren.
Der Ölstand muss mittig im oberen Schauglas sichtbar sein.

● Bei zu niedrigem Ölstand Hydrauliköl nachfüllen (siehe unten).

150 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Wechsel/Nachfüllen von Hydrauliköl

Fig. 7-9: Hydrauliktank

Die Arbeiten werden bei waagerecht stehender Maschine, stehendem Diesel-


motor und eingefahrenen Hydraulikzylindern durchgeführt.

Hinweis zum Ölwechsel!


Warmes Öl läuft besser ab!
Zusätzlich werden Schwebeteilchen (Ruß, Metallspäne usw.) – die sich bei
kaltem Hydrauliköl absetzen würden - besser ausgeschwemmt.
Vor Arbeitsbeginn ggf. Dieselmotor laufen lassen, um das Hydrauliköl zu
erwärmen.

● Ggf. Dieselmotor laufen lassen, bis sich das Hydrauliköl ausreichend


erwärmt hat. Mindestöltemperatur: 10 - 20 °C.
● Alle vorhandenen Hydraulikzylinder so bedienen, dass sie ganz
eingefahren sind.
● Dieselmotor ausschalten!
● Ausreichend bemessenen Behälter unter den Ablassstopfen an der
Unterseite des Hydrauliktanks unterstellen.
● Ablassstopfen lösen.
● Hydrauliköl auslaufen lassen.

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Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

● Nach vollständiger Entleerung, Ablassstopfen. mit neuer Dichtung wieder


einschrauben.
● Umgebung des Einfüllbelüfters (102) reinigen.
● Verschluss vom Einfüllbelüfter abschrauben.

Vorsicht!
Qualitätsminderung des Hydrauliköls!
Verschiedene Hydraulikölsorten niemals mischen.
Soll eine andere Ölsorte eingefüllt werden, komplette Ölfüllung wechseln.
Hydrauliköl nur aus sauberen Gefäßen einfüllen.
Zugelassene Ölsorten siehe Schmierstofftabelle in den technischen Daten.

● Hydrauliköl bis zum oberen Schauglas (105) auffüllen.


● Anschließend Dieselmotor starten und Arbeitsbewegungen und
Lenkbewegungen durchführen.
● Nochmals Hydraulikölstand bei eingefahrenen Hydraulikzylindern
kontrollieren und ggf. nachfüllen.

Austausch Hydraulikschläuche
Hydraulikschläuche sind spätestens 6 Jahre nach dem Herstelldatum auszu-
tauschen. Das Herstelldatum ist auf der Pressarmatur des Hydraulikschlau-
ches eingepresst.
Bei Bevorratung von Hydraulikschläuchen soll die Lagerdauer von zwei Jahre
nicht überschreiten. Beim Austausch der zuvor gelagerten Hydraulikschläuche
gilt ebenfalls eine Gesamtlebensdauer von 6 Jahren (einschließlich Lagerdau-
er)! Der Austausch muss spätestens 6 Jahre nach Herstelldatum (Einpressda-
tum) erfolgen.
Beschädigte, rissige bzw. nicht funktionsfähige Schlauchleitungen sind immer
sofort auszutauschen!

152 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Rücklauffilter erneuern

Fig. 7-10: Rücklauffilter

● Das Filterelement (I) im Rücklauffilter am Hydrauliköltank austauschen,


wenn das Manometer (II) am Filter im roter Bereich anzeigt.
● Dazu ist zuerst der Filterdeckel (III) ist abzuschrauben.
● Das Filterelement (I) kann mit dem Filtertopf (IV) herausgenommen und
ausgetauscht werden.
● Beim Einsetzen des Filterelementes (I) ist darauf zu achten, dass die
Dichtung (V) des Filterelementes (I) und der 0-Ring (VI) des Filtertopfes
(IV) vorhanden und unbeschädigt sind!

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Wartung und Inspektion

7.8.4 Abgasanlage

Abgasmessungen zur Kontrolle des Katalysators

Fig. 7-11: Öffnungen zur Abgasmessung am Katalysator (Musterbild)

Motorabgase von Dieselmotoren führen einen Anteil an Rußpartikeln, der je


nach Motortyp und Motorzustand unterschiedlich sein kann. Bei geringem
Rußanfall und günstiger Abgastemperatur ist der Katalysator (I) in der Lage,
sich selbst zu regenerieren.
Sollte der Rußanfall aus motorspezifischen Gründen stark erhöht sein, kann
der Wirkungsgrad des Katalysators negativ beeinflusst werden.
Aus Gründen des Umweltschutzes kann der nationale Gesetzgeber eine re-
gelmäßige Prüfung des Katalysators vorschreiben. Zur Abgasmessung sind
zwei Messanschlüsse vor dem Katalysator (II) und nach dem Katalysator (III)
angebracht.
● Blindverschlüsse aus den Öffnungen (II) und (III) heraus schrauben.
● Zur Abgasmessung vor dem Katalysator kann die Messsonde in die
Öffnung (II) eingeführt werden.
● Nach erfolgter Messung Messsonde entfernen und Blindverschluss in die
Öffnung (II) einschrauben.
● Anschließend kann zur Abgasmessung nach dem Katalysator die
Messsonde in die Öffnung (III) eingeführt werden.

154 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

● Nach erfolgter Messung Messsonde entfernen und Blindverschluss in die


Öffnung (III) einschrauben.

Reinigung des Katalysators

Fig. 7-12: Klammern zum Aus-/Einbauen des Katalysators (Musterbild)

Hinweis!
Die Reinigungsintervalle des Katalysators sind abhängig vom Betrieb des
Dieselmotors.
Wird der Dieselmotor überwiegend unter Last betrieben, so verlängert sich
das Reinigungsintervall für den Katalysator.
Den Dieselmotor häufig im unbelasteten Zustand zu betreiben ist zu ver-
meiden, da dies zu kürzeren Reinigungsintervallen des Katalysators führt.

Zur Reinigung ist der Katalysator (I) auszubauen. Der Ausbau erfolgt bei stabil
stehender Maschine und ausgeschaltetem Dieselmotor.
● Den Katalysator ausbauen. Dazu die beiden Klemmen (IV) und (V)
oberhalb und unterhalb des Katalysators lösen.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 155
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Vorsicht!
Beschädigung des Katalysators!
Zur Reinigung keine säurehaltigen Reinigungsmittel verwenden!
Keinerlei Werkzeuge im Innern des Katalysators einsetzen!

● Die Reinigung des Katalysators erfolgt durch Ausspülen mit heißem


Wasser, dem ein nicht aggressives Reinigungsmittel (Geschirrspülmittel)
beigefügt ist.
● Anschließend ist der Katalysator in Durchflussrichtung mit Druckluft oder
Heißdampf auszublasen.
● Den Katalysator wieder richtig entsprechend der Abgasströmung einbauen.
● Die beiden Klemmen (IV) und (V) oberhalb und unterhalb des Katalysators
wieder schließen.
7.8.5 Achsen

Hinweis!
Weitere wichtige Hinweise zu den Arbeiten an den Achsen finden Sie in
der Original-Betriebsanleitung des Achsenherstellers.

Aus Sicherheitsgründen hat der Maschinenbetreiber alle wichtigen Schraub-


verbindungen und Sicherungen in regelmäßigen Zeitabständen zu prüfen und
zu warten.
● Radmuttern.
● Muttern an den Achsbefestigungsschrauben.
● Schrauben an den Lenkungsteilen und Bremsenteilen. Wenn die
Schrauben nachgezogen werden können, bricht die Loctite-Verbindung auf
und es ist eine Neumaontage notwendig.
● Korrosion an tragenden Bauteilen (z. B. Achstrichter) ist aus Gründen der
Betriebssicherheit nicht zulässig.
● In regelmäßigen Abständen Dichtungen, Ölstände und Schmierungen
überprüfen.

156 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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7.8.6 Druckprüfung Plungerzylinder

Hinweis!
Der Druck der Achs-Plungerzylinder ist werkseitig durch ein Druckregelven-
til auf 70 – 75 bar eingestellt. Ein Druckbegrenzungsventil begrenzt den
maximalen Druck auf 130 bar.

Fig. 7-13: Die Messstelle(I) befindet sich oberhalb des Rücklauffilters

Der Hydraulikdruck auf die Plungerzylinder muss mit einem Manometer mit ei-
nem Messbereich von ca. 50 – 150 bar vorgenommen werden.
o Den Dieselmotor im Standgas laufen lassen.
o Manometer an die Minimessstelle (I) bringen und Druck ablesen.
Der abgelesene Druck muss mindestens 70 - 75 bar betragen.

Hinweis!
Wenn der abgelesene Druck weniger als 70 bar beträgt, ist die Hydraulikan-
lage zu überprüfen.
Über die Minimessstelle kann der Hydraulikstrang entlüftet werden.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 157
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7.8.7 Bremsanlage

Hinweis!
Weitere wichtige Hinweise zu den Arbeiten an den Bremsen finden Sie in
der Original-Betriebsanleitung des Bremsenherstellers.

Aus Sicherheitsgründen hat der Maschinenbetreiber alle wichtigen Schraub-


verbindungen und Sicherungen in regelmäßigen Zeitabständen zu prüfen und
zu warten.
● Regelmäßige Kontrolle von Belag und Bremstrommel/ Bremsscheibe bzw.
Verschleiß von Bremsenteilen
● Leichtgängigkeit der Bremsellen prüfen
● Bei Anzeichen von thermischer Überbeanspruchung den Hersteller
kontaktieren.

Dynamische Bremsprüfung
Die dynamische Bremsenprüfung muss auf einem ebenem waagerechten Ge-
lände erfolgen. Die Bremsenprüfung ist regelmäßig – jeweils für die Betriebs-
bremse und die Feststellbremse – durchzuführen:
● Zunächst den 2. bzw. 3. Gang einlegen.
Die Maschine darf sich bei Gasbetätigung nicht fortbewegen!

Hinweis!
Wenn sich die Maschine dabei fortbewegt, ist die Bremse neu einzustellen.

● Danach den 1. Gang einlegen.


Die Maschine darf sich bei Gasbetätigung nur leicht fortbewegen!

158 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Gasdruckspeicher
Beim Betrieb von Gasdruckspeichern treten unvermeidliche Gasverluste auf,
da es keine absolut dichten Werkstoffe dafür gibt. Um das zulässige Druckver-
hältnis des Gasdruckspeichers nicht zu überschreiten und ein einwandfreies
Arbeiten zu garantieren, ist es daher notwendig, die Gasvorspannung regel-
mäßig zu prüfen. Ein zu hoher Abfall der Gasvorspannung beeinträchtigt die
Lebensdauer der Membrane und kann in bestimmten Anwendungsfällen
(Stoßdämpfung, Druckspitzenabbau, Pulsationsdämpfung usw.) zu unzulässig
hohen Druckspitzen führen. Schäden am Hydrospeicher oder an der Bremsan-
lage können die Folge sein.

Gefahr!
EXPLOSIONSGEFAHR!
Sauerstoff oder Luft dürfen auf keinen Fall zum Füllen der Gasdruckspei-
cher verwendet werden.
Die Gasdruckspeicher dürfen nur mit Stickstoff gefüllt werden.

Warnung!
Verletzungsgefahr durch herausspritzende Flüssigkeiten oder entweichen-
des Gas unter hohem Druck.
Durch unsachgemäßes Arbeiten am Gasdruckspeicher oder durch undichte
Anschlüsse bzw. Materialverschleiß können Flüssigkeiten oder Gase unter
hohem Druck in feinem Strahl austreten, das Personen, und dabei insbe-
sondere die Augen, verletzen kann.
Setzen Sie bei Arbeiten am Gasdruckspeicher immer eine Schutzbrille auf.
Kontrollieren Sie täglich den äußeren Zustand des Gasdruckspeichers auf
Undichtigkeiten sowie Sicherheitseinrichtungen, Leitungsanschlüsse und
die Speicherbefestigung.
Arbeiten am Gasdruckspeicher dürfen nur durch autorisierte Personen er-
folgen. Arbeiten am Gasdruckspeicher dürfen nur erfolgen, nachdem das
System drucklos ist.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 159
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Füllvorgang

Fig. 7-14: Füllvorgang Gasdruckspeicher

Mit Hilfe der Füllvorrichtung (II) kann ein Gasdruckspeicher (I) gefüllt oder der
Vorspanndruck verändert werden.
● Zunächst ist die Schutzkappe (III) über der Verschlussschraube (IV)
abzunehmen und der Innensechskant der Verschlussschraube (IV) vom
Sicherungslack zu befreien.
● Stirnseitige Dichtfläche und Außengewinde sind zu reinigen.
● Nachdem die Verschlussschraube (IV) mit einem Innensechskant-
Schlüssel ein wenig gelöst wurde, wird die Füllvorrichtung (II)
aufgeschraubt.
Dabei ist auf die richtige Lage des O-Ringes zwischen Füllvorrichtung und
stirnseitiger Dichtfläche am Speicher zu achten.
● Drehmomentschlüssel auf Mitnehmer der Füllvorrichtung (II) aufsetzen und
so die Verschlussschraube (IV) des Gasdruckspeichers lösen, bis das
Manometer (V) den Vorspanndruck im Speicher anzeigt.
● Ist der Vorspanndruck zu hoch, so kann dieser durch Öffnen des Entlüf-
tungsventils (VI) auf den gewünschten Vorspanndruck gesenkt werden.

160 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

● Während des Ablassens ist das Entlüftungsventil (VI) immer wieder zu


schließen, damit auf diese Weise der Vorspanndruck geprüft werden kann.
● Ist der Vorspanndruck zu niedrig, so ist das Absperrventil an der
Stickstofflasche langsam zu öffnen und der Gasdruckspeicher langsam zu
füllen.

Auch während des Füllens muss das Absperrventil an der Stickstofflasche im-
mer wieder geschlossen werden, damit der Vorspanndruck geprüft werden
kann.

Beim Füllvorgang zu beachten:


● Da sich der Vorspanndruck mit der Gastemperatur ändert, muss nach
Erreichen des gewünschten Vorspanndruckes 2 bis 3 Minuten gewartet
werden, bis die Temperatur sich ausgeglichen hat.
● Danach ist der Vorspanndruck nochmals zu messen und falls notwendig,
zu korrigieren.
● Sobald der vom Manometer (V) angezeigte Vorspanndruck stimmt,
Verschlussschraube (IV) des Speichers mit dem Drehmomentschlüssel
schließen (Anzugsdrehmoment 25 Nm).
● Ventil an der Stickstoffflasche anschließen. Entlüftungsventil (VI) der
Füllvorrichtung (II) öffnen und Stickstoff aus der Füllvorrichtung
ausströmen lassen.
● Drehmomentschlüssel festhalten, Füllvorrichtung (II) abschrauben und
Verschlussschraube (IV) des Speichers nachziehen (Anzugsdrehmoment
30 Nm).
Die Verschlussschraube (IV) muss absolut dicht geschlossen sein!
● Dichtheit prüfen durch Abpinseln mit Seifenwasser.
● Verschlussschraube (IV) mit Sicherungslack sichern.

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Wartung und Inspektion

Wartung Druckfilter Bremsanlage

Fig. 7-15: Druckfilter Bremsanlage

Das Filterelement (II) ist entsprechend Verschmutzungsanzeige am Filter zu


wechseln.
● Das Filtergehäuse (I) vom Filterkopf (V) abschrauben.
● Das Filterelement (II) herausnehmen.
● Die O-Ringe (III) und (IV) prüfen und bei Beschädigungen gegen neue O-
Ringe austauschen.
● Das neue Filterelement (II) einbauen.
● Das Filtergehäuse (I) in den Filterkopf (V) einschrauben.
● Den Dieselmotor starten und das Filter auf Leckagen prüfen
7.8.8 Elektrische Anlage

Ladezustand der Batterien prüfen


● Der Ladezustand der Batterien ist regelmäßig zu prüfen.
● Erstmalig nach ca. 20 Betriebsstunden ist der Säurestand zu prüfen.
Er muss einige Millimeter über den Zellplatten liegen!

162 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

● Ggf. ist destilliertes Wasser nachzufüllen.


● Weiterhin ist zu prüfen, ob
– die Batterie gut befestigt ist,
– die Kabelanschlüsse angezogen und
– die Kabelanschlüsse eingefettet sind.
● Bei Temperaturen unter 0 °C ist der Ladezustand der Batterie häufiger zu
prüfen.
Eine aufgeladene Batterie ist widerstandsfähiger als eine fast leere Batterie.
● Um den Ladezustand zu messen, wird ein Zellprüfer verwendet, der das
spezifische Gewicht der Säure anzeigt.
Bei einer geladenen Batterie beträgt das spez. Gewicht 1,275 - 1,285.
● Sollte das spez. Gewicht auf 1,230 absinken, ist die Batterie nachzuladen.
7.8.9 Schmierung/Schmierstellen

● Schmiernippel vor und nach dem Abschmieren reinigen.


● Überschüssiges Fett an den Schmierstellen entfernen.
● Alle Schmiernippel laut Wartungstabelle abschmieren.
● Bei hohen/schweren Belastungen entsprechend öfter abschmieren.

Hinweis!
Ein Teil der Schmierstellen an der Maschine sind ggf. auf Schmierleisten
zusammengefasst.

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Wartung und Inspektion

Tab. 7-1 Schmierstellen am PMK-T 8010


Pos. Benennung Bauteil/-gruppe Anzahl
1 Schmierleiste 1 6x
(linke Maschinenseite)
A = Lenkzylinder hinten links
B = Gelenkwellenlager hinten
C = Hubzylinder unten
D = Hubzylinder oben
E = Bolzen Mulde links
F = Drehlager Schwinge li

2 Schmierleiste 2 6x
(linke Maschinenseite)
G = Gelenkwellenlager vorne
H = Lenkzylinder links hinten
I = Hubzylinder unten
K = Hubzylinder oben
L = Bolzen Mulde links
M = Drehlager Schwinge re

164 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Pos. Benennung Bauteil/-gruppe Anzahl


3 Schmierleiste 3 5x
(linke Maschinenseite)
N = Pendelbolzen vorne
O = Pendelbolzen hinten
P = Knickgelenkbolzen oben
Q = Knickgelenkbolzen unten
R = Lenkzylinder vorne rechts
S = Lenkzylinder vorne links
4 Kreuzgelenkwellen alle
jeweils vorne und hinten

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Wartung und Inspektion

7.8.10 Zentralschmieranlage (optional)

Fig. 7-16: Zentralschmieranlage

o Schmierfett regelmäßig in den Fettbehälter (II) der Zentralschmieranlage


nachfüllen. Dazu den Deckel (I) abschrauben.

Hinweis!
Weitere Hinweise zu den Arbeiten an der Zentralschmieranlage siehe in der
Original-Betriebsanleitung des Herstellers.

166 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

7.9 Nachfüllen Handfeuerlöscher


Diese Behälter benötigen keine Abnahme durch den Sachverständigen. Sie werden
vom sachkundigen Werkprüfer abgenommen und später bei der turnusmäßigen In-
standhaltung durch den Sachkundigen sicherheitstechnisch überprüft.

Hinweis
Weitere wichtige Informationen zur Wartung und zum Nachfüllen des Hand-
feuerlöschers finden Sie in der Original-Betriebsanleitung des Herstellers.

Vorsicht!
Beim Wiederbefüllen und Instandsetzen dürfen nur die durch die Typprü-
fung bestätigten Löschmittel und Treibgase sowie Bauteile als Ersatz ver-
wendet werden, die der jeweiligen Zulassung zugrunde lagen.

Vorsicht!
Funktionsbeeinträchtigungen des Feuerlöschers.
Löschmittelbehälter, Armaturen und Schläuche niemals mit Wasser aus-
spülen.

Vorsicht!
Funktionsbeeinträchtigungen der Löschanlage/des Feuerlöschers.
Löschmittel niemals im Löschmittelbehälter stampfen!

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 167
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

7.10 Protokolle für Wartungsarbeiten

Hinweis!
Auf den folgenden Seiten finden Sie Kopiervorlagen, um alle Wartungsar-
beiten an der Maschine protokollieren zu können.
Die notwendigen Wartungsmaßnahmen entnehmen Sie der Wartungstabel-
le im Abschnitt 7.7 sowie spezielle Hinweise zu bestimmten Arbeiten dem
Abschnitt 7.8.
Genaue Hinweise zu einzelnen Wartungsmaßnahmen entnehmen Sie bitte
den beigefügten Originaldokumenten der Hersteller im Anhang.
Bitte beachten Sie, dass Sie zu den Inspektionsterminen nach den ersten
50, 100, 500, 1000, 1500 und 2000 Betriebsstunden (Bh) die Inspektions-
nachweise ausgefüllt an die Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH zurück
senden. Dieses ist Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des vereinbar-
ten Gewährleistungszeitraumes.

168 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Wartungsnachweis bei Betriebsstd. [Bh] 50 Bh - erstmalig


Fahrzeug-Typ
Fahrgestell-Nummer
Datum

Nr. Wartungsmaßnahme Bemerkung

Arbeiten durchgeführt:
Datum Unterschrift

Offene Mängel Behoben


Datum Durch

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 169
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Wartungsnachweis bei Betriebsstd. [Bh] 100 Bh - erstmalig


Fahrzeug-Typ
Fahrgestell-Nummer
Datum

Nr. Wartungsmaßnahme Bemerkung

Arbeiten durchgeführt:
Datum Unterschrift

Offene Mängel Behoben


Datum Durch

170 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Wartungsnachweis bei Betriebsstd. [Bh] 500 Bh - Intervalle


Fahrzeug-Typ
Fahrgestell-Nummer
Datum

Nr. Wartungsmaßnahme Bemerkung

Arbeiten durchgeführt:
Datum Unterschrift

Offene Mängel Behoben


Datum Durch

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 171
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Wartungsnachweis bei Betriebsstd. [Bh] 1000 Bh - Intervalle


Fahrzeug-Typ
Fahrgestell-Nummer
Datum

Nr. Wartungsmaßnahme Bemerkung

Arbeiten durchgeführt:
Datum Unterschrift

Offene Mängel Behoben


Datum Durch

172 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Wartungsnachweis bei Betriebsstd. [Bh] 1500 Bh - Intervalle


Fahrzeug-Typ
Fahrgestell-Nummer
Datum

Nr. Wartungsmaßnahme Bemerkung

Arbeiten durchgeführt:
Datum Unterschrift

Offene Mängel Behoben


Datum Durch

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 173
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

Wartungsnachweis bei Betriebsstd. [Bh] 2000 Bh - Intervalle


Fahrzeug-Typ
Fahrgestell-Nummer
Datum

Nr. Wartungsmaßnahme Bemerkung

Arbeiten durchgeführt:
Datum Unterschrift

Offene Mängel Behoben


Datum Durch

174 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Wartungsnachweis bei Betriebsstd. [Bh] Bh-Intervall


Fahrzeug-Typ
Fahrgestell-Nummer
Datum

Nr. Wartungsmaßnahme Bemerkung

Arbeiten durchgeführt:
Datum Unterschrift

Offene Mängel Behoben


Datum Durch

Sicherheits-Prüfung

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 175
Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

– In Deutschland Pflicht (nach UVV) – Empfehlung für andere Länder! –


Geräteart Typ: Baujahr 20 Hersteller:
Fabrik- Inventar- Betriebsstd. Letzte Prüf
Nr. Nr. Jetzige Prüf

Die genannten Bauteile sind mindestens einmal jährlich zu prüfen auf Vollstän-
digkeit, Zustand und Ordnungsgemäße Funktion
Bauteil In Ordnung Mangel behoben
Ja Nein (Datum)
1. Grundgerät:
Rahmen
Lagerung
Gegengewichte
Anhängevorrichtung
Fahrwerk
Bereifung/Ketten
Transportösen
2. Antrieb:
Dichtheit
Abgase
Schalldämmung
3. Arbeitseinrichtungen:
Schaufel, Schild, Mulde
Anbaugeräte
Lasthaken
Greifer
(gesicherte Anschlüsse und Verbin-
dungen)
4. Sichere Zugänge:
Haltegriffe/Stangen
Auftritte
Trittflächen („trittsicher“)
5. Fahrstand:
Türverriegelung
Scheibenwischer; Spiegel
(außen, innen) Sitz, Sicherheitsgurte,
Heizung, Lüftung
Schalldämmung
6. Bedienungseinrichtungen:
Gas, Kupplung, Schaltung
Hebelarretierung
Pedale (Griffigkeit)

176 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
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Wartung und Inspektion

Bauteil In Ordnung Mangel behoben


Ja Nein (Datum)
7. Elektrische Anlage:
Batterien
Beleuchtung
Hupe
Kontrollinstrumente
8. Hydraulik-/Druckluftanlage
Ventile
Leitungen
Schläuche
Zylinder
9. Bremsanlage:
10. Lenkung
11. Schutzeinrichtung:
Verkleidungen
Abdeckungen, Schutzdach
Zylindersicherung
Warnanstrich
12. Zubehör
Betriebsanleitung
Warnschilder
Verbandzeug
Feuerlöscher
Unterlegkeil
Lasthaken (Si-Falle)
13. bei Bagger/Kran:
Ausleger
Drahtseile
Überlast(Warnschaltung)
Notendhalteeinrichtung

Bemerkungen (zu Punkt):

Ort, Datum Unterschrift des Sachkundigen

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Ausgabe: Juli 2012
Wartung und Inspektion

178 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

8 Störungen und Notfallhilfen

8.1 Fehlertabelle
In der nachfolgenden Tabelle sind die häufigsten Fehlerursachen genannt.
Nicht berücksichtigt sind technische Defekte an Baugruppen.

Tab. 8-1/Störungen und Notfallhilfen

Fehlerbild Mögliche Ursache Abhilfe

Dieselmotor star- Gangwahl- Gangwahl-/Fahrtrichtungs-


tet nicht. /Fahrtrichtungsvorwahlhebel vorwahlhebel in Position
nicht in Position Neutral, „Neutral“ stellen.
Batterie leer, Batterie laden.
Dieseltank leer, Dieseltank auffüllen.
Kraftstofffilter verstopft. Kraftstofffilter verstopft.
Zündung einge- Batteriehauptschalter ausge- Batteriehauptschalter ein-
schaltet und schaltet. schalten.
Kontrollleuchten
leuchten nicht.
Dieselmotor läuft Feststellbremse eingeschaltet, Feststellbremse lösen.
und Maschine Fahrt- und Lenkhebel nicht in Gangwahl-/Fahrtrichtungs-
fährt nicht. Fahrtrichtung, vorwahlhebel in Fahrtrich-
tung stellen.
Bremsdruck nicht vorhanden, Abwarten bis ausreichend
Bremsspeicherdruck vorhan-
den ist.
Ölfüllstand im Drehmoment- Wandleröl im Drehmoment-
wandler zu gering. wandler nachfüllen.
Dieselmotor läuft Hydraulikölstand zu gering. Hydrauliköl nachfüllen.
und Arbeitshyd-
raulik arbeitet
nicht.

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Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

Hinweis!
Fehlerquellen an den verschiedenen An-/Einbauten der Maschine siehe in
den Original-Betriebsanleitungen der Hersteller.

8.2 Sicherungsbelegung
8.2.1 Standard-Sicherungen

Vorsicht!
Sachschäden an der Maschine durch unsachgemäßen Sicherungswechsel.
Ein Wechsel von Sicherungen bei laufendem Dieselmotor verursacht Schä-
den an elektrischen Verbrauchern.
Ein Einbau von Sicherungen mit höherem Ampère-Wert als angegeben
kann Brände auslösen.
Wechseln Sie eine Sicherung niemals bei laufendem Dieselmotor aus.
Wechseln Sie eine defekte Sicherung niemals gegen eine Sicherung mit
höherem Ampère-Wert aus.

Hinweis!
Die Leuchtdioden unterhalb der Sicherungen zeigen bei eingeschaltetem
Batteriehauptschalter, welche Sicherungen intakt sind (die LED müssen
dürfen nicht leuchten) bzw. welche Sicherung ggf. defekt ist (LED leuchtet
nicht).

180 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

Tab. 8-2 Relaisliste

Relais-Nr. Benennung Paus Art. Nr.


K1 Umschaltrelais 24V-10/20A-Diod 501539
K2 Umschaltrelais 24V-10/20A-Diod 501539
K3 Umschaltrelais 24V-10/20A-Diod 501539
K4 Umschaltrelais 24V-10/20A-Diod 501539
K5 Umschaltrelais 24V-10/20A-Diod 501539
K6 Umschaltrelais 24V-10/20A-Diod 501539
K9 Fahrzeugbeleuchtung vorne 501539
K11 Fahrzeugbelechtung hinten 501539
K15 Feststellbremsrelais 501539
K16 Feststellbremsrelais 501539
K17 Hupe 501539
K18 Umschaltrelais 24V-10/20A-Diod 501539
K26 D+ 528956
K30 Leistungsrelais Batteriehauptschalter 501538
K31 Batterierelais 528948
K32 Anlasserrelais 501538
K37 Abschaltung Feststellbremse 501539
K38 Fahrtrichtungsvorwahl 501539
K39 Fahrtrichtungsvorwahl 501539
K50 Anlasserrelais (siehe Original-
Betriebsanleitung)
K101 Ladeluftvorheizung (siehe Original-
Betriebsanleitung)
K102 Gaspedalumschaltung 528956

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Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

Tab. 8-3 Sicherungsbelegung

Nr. Benennung Amperestärke [A] Paus Art. Nr.


F51 Zuleitung von Batterie 100 536008
F52 Motorcontroller 100 536008
F45 CAN-Modul 6 527890
F3 Scheinwerfer vorne 8 546485
F4 Scheinwerfer vorne 8 546485
F7 Scheinwerfer hinten 15 527892
F11 Hupe 15 527892
F12 Ventil Druckabschaltung 10 527891
F18 Standlicht 6 527890
F19 Standlicht 6 527890
F20 Standlicht 6 527890
F21 Standlicht 6 527890
F22 Anzeigen 6 527890
F23 Arbeitsscheinwerfer 8 546485
F24 Rundumleuchte 8 546485
F25 Hupe 10 527891
F27 Motorcontroller 6 527890
F28 Steckdose 15 527892
F31 Schaltschrankheizung 10 527891
F32 Sicherungsautomat 6 527890
F34 Sitzkompressor 8 546485
F36 Vers. Feststellbremse 10 427891
F37 Motorcontroller 6 527890
F38 Motorcontroller 10 527891
F39 Kabinenbeleuchtung 6 527890
F40 Motorcontroller 15 527892
F41 Motorcontroller 15 527892
F42 Startsperre 6 527890

182 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

8.3 Reifen

Reifendrücke
Die vorgegebenen Reifendrücke (Basisluftdrücke) sind für die maximal zuläs-
sige Belastung der Maschine ausgelegt. Angaben hierzu sind im Kapitel 3,
Technische Daten angegeben.
Bei Geländefahrten wird empfohlen, mit niedrigeren Reifendrücken zu fahren.
Daraus resultiert jedoch, dass die maximal zulässige Belastung in Abhängig-
keit der Reifendruck ebenfalls reduziert werden muss. Zu wenig Luft ist genau-
so schädlich wie zu viel Luft!

Folgen bei zu niedrigem Reifendruck:


− Kantenverschleiß,
− Reifenüberhitzung,
− Karkassenermüdung,
− verminderte Lenkpräzision,
− Kraftstoffverbrauch steigt.

Folgen bei zu hohem Reifendruck:


− Mittenverschleiß,
− schlechtere Zugleistung,
− erhöhtes Risiko von geplatzten Reifen (Unfall- und Verletzungsgefahr),
− Komfortverlust.

Schon 20 % Unter- oder Überdruck verringern die Laufleistung um mehr als


ein Viertel!
Wenn die Außentemperatur nicht zwischen 0 °C und 25 °C liegt, müssen die
Reifendrücke kontrolliert werden (siehe nachfolgende Auflistung).

Außentemperatur über 25 °C:


von 25 bis 29 °C Erhöhung des Luftdrucks um 4 %.
von 30 bis 34 °C Erhöhung des Luftdrucks um 6 %.
von 35 bis 39 °C Erhöhung des Luftdrucks um 8 %.
von 40 bis 45 °C Erhöhung des Luftdrucks um 10 %.
Der Basisluftdruck muss entsprechend gesenkt werden.

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Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

Außentemperatur unter 0 °C
Der Einsatz von Reifen bei Kälte (Außentemperatur unter 0 °C) erfordert eine
Erhöhung des Basisluftdrucks, die von der Außentemperatur an der Einsatz-
stelle abhängt. Es können bei sehr niedrigen Temperaturen weitere, besonde-
re Vorsichtsmaßnahmen notwendig werden (Reifendienst kontaktieren).

Reifen wechseln

Warnung!
Quetschgefahr bei aufgebockter Maschine durch unvermutetes Abrutschen.
Ist z. B. bei einem Reifenwechsel die Maschine aufgebockt, besteht die Ge-
fahr, dass es unvermutet von den Stützen abrutscht. Personen im Gefah-
renbereich können lebensgefährlich verletzt werden.
Benutzen Sie nur zugelassene Fahrzeugheber mit ausreichender Tragkraft.
Sichern Sie die Räder am Boden mit Unterlegkeilen, bevor Sie die andere
Maschinenseite anheben!

● Beachten Sie bei einem Reifenwechsel die Angaben zu Anzugsmomenten


der Radmuttern.
● Radmuttern immer über Kreuz anziehen.
● Ersatzreifen schnellstmöglich durch Service kontrollieren lassen.

184 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

8.5 Manuelles Lösen der Feststellbremse bei Ausfall der Ma-


schine

Wenn die Maschine keinen Bremsdruck aufbauen kann und die


Feststellbremse gelöst werden muss, ist zunächst die Notlöseeinrichtung zu
betätigen und mit der Handpumpe (110) der entsprechende Bremsdruck
aufzubauen.

Fig. 8-1: 4/2-Wege-Ventil mit Bedienelement unter dem Fahrersitz

Die Notlöseeinrichtung (108) ist durch Drücken und Drehen der


Rändelschraube (109) zu betätigen, so dass die Federspeicher der
Lamellenbremse mit Hilfe der Handpumpe gelöst werden können. Der
Mindestlösedruck beträgt 90 bar, um die Bremse zu lösen und die Maschine
abschleppen zu können.

BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx 185
Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

Gefahr!
Schwere Quetschverletzungen bis zum Tode möglich!
Das Lösen der Feststellbremse ermöglicht das unkontrollierte Rollen der
Maschine.
Vor dem Lösen der Feststellbremse die Maschine unbedingt mit Unterleg-
keilen gegen Rollen sichern. Nach Behebung der Störung Feststellbrems-
ventil wieder in Ausgangsstellung drehen und mit Splint und Plombierung
gegen unbefugte oder unbeabsichtigte Benutzung sichern.

Gefahr!
Gefahren durch außer Funktion gesetzte Feststellbremse!
Beim Abschleppen (siehe unten) lässt sich das Fahrzeug nicht über das
Bremspedal abbremsen.
Das Fahrzeug ist nach dem Anhalten unbedingt gegen Abrollen zu si-
chern!

Gefahr!
Beachten Sie, dass bei jedem Schaden an der Bremsanlage die Scha-
densbehebung und Kontrolle dieser Anlage durch eine dazu qualifizierte
Fachwerkstatt durchzuführen ist.

186 BA001027_PMKT8000_Rev1_de_END_FE05.docx
Ausgabe: Juli 2012
Störungen und Notfallhilfen

8.6 Abschleppen/Aufziehen auf Fahrzeuge

Gefahr!
Maschine nur über möglichst kurze Strecken abschleppen. Die Geschwin-
digkeit beim Abschleppen muss entsprechend reduziert sein.
Es darf nur eine (ausreichend dimensionierte) Abschleppstange verwendet
werden!
Beim Parken auf unebenem Gelände ist unbedingt darauf zu achten, dass
die Feststellbremse eingelegt ist.

Am Fahrzeugende ist eine Ab-


schleppöse angebracht.
Das Anhängen von Anhängern
o. ä. ist an der Abschleppöse
verboten!

Fig. 8-2: Abschleppöse am Heck der Maschine (Musterbild)

● Die Maschine ist zuerst gegen Abrollen zu sichern.


● Vor dem Abschleppen ist das Lastschaltgetriebe in den Leerlauf zu
schalten, der hydrodynamische Fahrantrieb wird sonst zerstört.
Die Maschine kann mehrmals über die Betriebsbremse gebremst werden. Es
muss unbedingt eine Abschleppstange verwendet werden.
● Ausreichend dimensionierte Abschleppstange am gezogenen und
ziehenden Fahrzeug einhängen.
● Anschließend wird die Feststellbremse mit dem Feststellbremstaster (2)
gelöst.
Das Fahrzeug kann mehrmals über die Betriebsbremse gebremst werden. Es
muss unbedingt eine Abschleppstange verwendet werden. Die Lenkung bleibt
betriebsbereit mit mehr Kraftaufwand und mehr Lenkradumdrehungen.

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Störungen und Notfallhilfen

Die Feststellbremse kann erst gelöst werden, wenn genügend Speicherdruck


zum Lösen der Federspeicher vorhanden ist.
● Sofern nicht genügend Speicherdruck vorhanden ist, erst die
Federspeicher auffüllen, wie in Abschnitt 8.4 beschrieben.
● Anschließend das elektrische Feststellbremsventil (112) durch Drehen der
Notbetätigung (113) öffnen.
Dadurch werden die Federspeicher gelöst und die Maschine kann bewegt
(z. B. abgeschleppt) werden.
Solange die Elektro-Hydropumpe (114) eingeschaltet bleibt, kann die
Maschine auch mit Hydraulikunterstützung gelenkt werden.

Gefahr!
Nach dem Abschleppen bzw. nach Reparatur ist die Notbetätigung (113)
am Feststellbremsventil wieder in Ausgangsstellung zu drehen. Die Fest-
stellbremse ist sonst außer Funktion.

Vorsicht!
Beim Parken auf unebenem Gelände ist unbedingt darauf zu achten, dass
die Feststellbremse eingelegt ist.

Hinweis!
Die Elektro-Hydropumpe (114) ist nur für Kurzzeitbetrieb ausgelegt und soll
nur eingesetzt werden, wenn kurzzeitig die Bremse gelöst bzw. lediglich
kurzzeitig aktiv gelenkt werden soll.

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9 Entsorgung und Recycling


Durch den Betrieb der Maschine fallen Abfälle und Austauschteile an, die
sachgerecht und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften entsorgt wer-
den müssen.

9.1 Umweltschutz

Vorsicht!
Verseuchung von Boden und Trinkwasser durch unachtsames Verhalten
bei Installations-, Reparatur- und Wartungsarbeiten.
Insbesondere bei Installations-, Reparatur- und Wartungsarbeiten dürfen
Wasser gefährdende Stoffe wie:

• Schmierfette und Öle,

• Hydraulikflüssigkeiten,

• von der Maschine be-/verarbeitete Stoffe/Chemikalien,

• Verschleiß-/Ersatzteile
nicht den Boden belasten oder in die Kanalisation gelangen.
Bei allen Arbeiten an und mit der Maschine sind die gesetzlichen Pflichten
zur Abfallvermeidung und ordnungsgemäßen Verwertung/Beseitigung ein-
zuhalten!
Die genannten Stoffe müssen in geeigneten Behältern aufbewahrt, trans-
portiert, aufgeladen und entsorgt werden.

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9.2 Öl und ölhaltige Abfälle

Vorsicht!

Öl und ölhaltige Abfälle stellen ein hohes Gefahrenpotential für die Umwelt
dar. Deshalb muss ihre Entsorgung durch Spezialfirmen erfolgen.
Führen Sie diese Abfälle dem firmeninternen Entsorgungssystem zu, von
dem aus sie an Spezialfirmen weitergeleitet werden.

9.3 Endgültige Außerbetriebnahme


Wird die Maschine endgültig außer Betrieb gesetzt, sind für die Entsorgung
der Bauteile und Betriebsmittel die zu diesem Zeitpunkt geltenden Gesetze
und Vorschriften für die Entsorgung einzuhalten.
Nach Ende der Nutzungsdauer der Maschine sind solche Komponenten, die
wieder verwertbar sind, einem Fachunternehmen für Recycling zuzuführen.

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Abbildungsverzeichnis
Fig. 1-1: Hauptfahrtrichtung .............................................................................. 8 
Fig. 2-1: Freileitungen 1 .................................................................................. 29 
Fig. 2-2: Freileitungen 2 .................................................................................. 29 
Fig. 3-1: Ansicht der Maschine PMK-T 8010 .................................................. 42 
Fig. 3-2: Wenderadius der Maschine PMK-T 8010 ......................................... 43 
Fig. 4-1: Maschine .......................................................................................... 57 
Fig. 4-2: Anzeigen vorne unter dem Schutzdach ............................................ 63 
Fig. 4-3: Armaturenkasten vorne hinter dem Lenkrad ..................................... 63 
Fig. 4-4: Armaturenkasten hinten .................................................................... 63 
Fig. 4-5: Armaturen für Bremskreise + Antriebsstrang .................................... 71 
Fig. 4-6: Bedienungselemente an der Lenksäule............................................ 73 
Fig. 4-7: Bedienungshebel zur Umschaltung der Lenkung 
(Musterbild) 75 
Fig. 4-8: Pedale .............................................................................................. 76 
Fig. 4-9: Fahrersitz (Muster) ........................................................................... 78 
Fig. 4-10: Bedienhebel für Kippmulde ............................................................. 79 
Fig. 4-11: Sicherungskette nur bei offenem Fahrstand ................................... 80 
Fig. 4-12: Kabinentür bei geschlossenem Fahrstand ...................................... 80 
Fig. 4-13: Batteriehauptschalter (am Bug der Maschine) ................................ 81 
Fig. 4-14: Dieselkraftstofftank und Tankstutzen (Musterbild) .......................... 82 
Fig. 4-15: Kraftstofffilter................................................................................... 83 
Fig. 4-16: Kraftstofffilter................................................................................... 84 
Fig. 4-17: Kraftstofffilter und Kraftstoff-Handpumpe ........................................ 85 
Fig. 4-18: Kraftstofffilter und Kraftstoff-Handpumpe (musterbild) .................... 86 
Fig. 4-19: Ausgleichsbehälter Kühlmittel (Musterbild) ..................................... 87 

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Fig. 4-20: Hydrauliktank –linke Maschinenseite (Musterbild) .......................... 88 
Fig. 4-21: Ölschaugläser Hydrauliktank .......................................................... 89 
Fig. 4-22: Verschmutzungsanzeige Druckfilter Bremsanlage
(Musterbild) .................................................................................... 90 
Fig. 4-23: 4/2-Wegeventil mit Auslöseeinheit .................................................. 91 
Fig. 4-24: Not-Handpumpe zum Lösen der Bremsen ..................................... 92 
Fig. 4-25: Knickgelenksicherung ..................................................................... 93 
Fig. 4-26: Unterlegkeil (Musterbild) ................................................................. 94 
Fig. 4-27: Muldensicherung (Musterbild)......................................................... 95 
Fig. 4-28: Handfeuerlöscher ........................................................................... 96 
Fig. 4-29: Anleitung Handfeuerlöscher (Abb. in Englisch)............................... 96 
Fig. 7-1: Öleinfüllstutzen – oben am Motor (Musterbild) ............................... 142 
Fig. 7-2: Kaftstoff-Vorfilter (92), -Handpumpe (93) ........................................ 143 
Fig. 7-3: Motorölfilter (97).............................................................................. 144 
Fig. 7-4: Ansaugluftfilter (Musterbild) ............................................................ 145 
Fig. 7-5: Wandlerölfilter (Musterbild) ............................................................. 146 
Fig. 7-6: Flügelschrauben für Lastschaltgetriebe .......................................... 147 
Fig. 7-7: Kühlmittelausgleichsbehälter (Musterbild) ...................................... 148 
Fig. 7-8: Schaugläser (105) am Hydrauliktank .............................................. 150 
Fig. 7-9: Hydrauliktank .................................................................................. 151 
Fig. 7-10: Rücklauffilter ................................................................................. 153 
Fig. 7-11: Öffnungen zur Abgasmessung am Katalysator (Musterbild) ......... 154 
Fig. 7-12: Klammern zum Aus-/Einbauen des Katalysators (Musterbild) ...... 155 
Fig. 7-13: Die Messstelle(I) befindet sich oberhalb des Rücklauffilters ......... 157 
Fig. 7-14: Füllvorgang Gasdruckspeicher ..................................................... 160 
Fig. 7-15: Druckfilter Bremsanlage ............................................................... 162 
Fig. 7-16: Zentralschmieranlage ................................................................... 166 

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Fig. 8-1: 4/2-Wege-Ventil mit Bedienelement unter dem Fahrersitz ............. 185 
Fig. 8-2: Abschleppöse am Heck der Maschine (Musterbild) ........................ 187 

Tabellenverzeichnis
Tab. 2-1\ Kennzeichnungen und Schilder ....................................................... 39 
Tab. 3-1/ Allgemeine Technische Daten ......................................................... 41 
Tab. 3-2/ Abmessungen der Maschine ........................................................... 42 
Tab. 3-3/ Wenderadius der Maschine ............................................................. 43 
Tab. 3-4/ Kurzbeschreibung der Maschine ..................................................... 44 
Tab. 3-5/ Betriebsstoffe und Schmierstoffe ..................................................... 47 
Tab. 3-6/ Maximale Gewichte ......................................................................... 47 
Tab. 3-7/ Max. Geschwindigkeiten, beladen ................................................... 48 
Tab. 3-8/ Abgasreinigung................................................................................ 48 
Tab. 3-9/ Elektrische Anlage ........................................................................... 48 
Tab. 3-10/ Bereifung ....................................................................................... 49 
Tab. 3-11/ Motor / motorabhängige Daten ...................................................... 49 
Tab. 3-12/ Filterauswahl / PAUS-Artikel-Nrn................................................... 50 
Tab. 3-13/ Schmiermittel-Vergleichsliste......................................................... 51 
Tab. 3-14/ Achsen .......................................................................................... 52 
Tab. 3-15/ Wandler und Lastschaltgetriebe .................................................... 52 
Tab. 3-16/ Druck-Einstellwerte ........................................................................ 53 
Tab. 3-17/ Betriebsstoffe und Schmierstoffe ................................................... 53 
Tab. 3-18 / Vergleichsliste Motoröl ................................................................. 54 
Tab. 3-19 / Vergleichsliste Hydrauliköl ............................................................ 54 
Tab. 3-20/ Anzugsmomente: Schaftschrauben an Antriebsflanschen ............ 55 
Tab. 3-21/ Anzugsdrehmomente Ma für Radmuttern ...................................... 55 

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Tab. 3-22/ Anzugsdrehmomente für metrische Regelgewinde ....................... 56 
Tab. 3-23/ Anzugsdrehmomente für metrische Feingewinde.......................... 56 
Tab. 7-1 Schmierstellen am PMK-T 8010 ..................................................... 164 
Tab. 8-1/Störungen und Notfallhilfen ............................................................ 179 
Tab. 8-2 Relaisliste ....................................................................................... 181 
Tab. 8-3 Sicherungsbelegung ....................................................................... 182 

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