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Betriebs-

und Wartungsanleitung

BM 1000/30
BM 1300/30
S/N 821 836 10 .... S/N 821 836 11 ....

Kaltfräse

Katalog Nr.
008 181 10 05/2006
Vorwort

Die BOMAG - Maschinen sind Erzeugnisse aus Bedienen Sie die Maschine nur nach Einweisung
Vorwort

der breiten Produkt-Palette von BOMAG-Ver- und unter Beachtung dieser Anleitung.
dichtungs- und Fräsmaschinen. Beachten Sie unbedingt die Sicherheitsbestim-
Die große Erfahrung der BOMAG sowie mo- mungen.
dernste Produktions- und Prüfverfahren, z.B. Beachten Sie ebenso die Richtlinien der Tiefbau-
Lebensdauer-Tests aller wichtigen Teile und Berufsgenossenschaft "Straßenfräsen" sowie die
hohe Qualitätsanforderungen, garantieren einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften.
größtmögliche Zuverlässigkeit Ihrer Maschine.
Verwenden Sie zur Ihrer eigenen Sicherheit
Die vorliegende Anleitung umfaßt: nur BOMAG-Ersatzteile.
l Sicherheitsbestimmungen Im Zuge der technischen Entwicklung behal-
l Betriebsanleitung ten wir uns Änderungen ohne vorherige An-
kündigung vor.
l Wartungsanleitung
Diese Betriebs- und Wartungsanleitung ist auch in
l Hilfe bei Störungen anderen Sprachen erhältlich.

Die Benutzung dieser Anleitung Außerdem können Sie den Ersatzteilkatalog unter
Angabe der Seriennummer Ihrer Maschine über
l erleichtert die Maschine kennenzulernen. Ihren BOMAG-Händler beziehen.
l vermeidet Störungen durch unsachgemäße Gewährleistungs- und Haftungsbedingungen der
Bedienung. allgemeinen Geschäftsbedingungen der BOMAG
GmbH werden durch vor- und nachstehende Hin-
Die Beachtung der Wartungsanleitung weise nicht erweitert oder ersetzt.
l erhöht die Zuverlässigkeit im Einsatz auf der Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrer BOMAG -
Baustelle, Maschine.
l erhöht die Lebensdauer der Maschine, BOMAG GmbH
l vermindert Reparaturkosten und Ausfallzei- Printed in Germany
ten.
Copyright by BOMAG
Die BOMAG GmbH haftet nicht für die Funktion
der Maschine
l bei Handhabung, die nicht der üblichen Benut-
zung entspricht,
l bei anderen Einsatzzwecken, die nicht in der
Anleitung genannt sind.

Sie haben keine Gewährleistungsansprüche bei


l Bedienungsfehlern,
l mangelnder Wartung und
l falschen Betriebsstoffen.

Bitte beachten Sie!


Diese Anleitung wurde für den Bediener und War-
tungsmann auf der Baustelle geschrieben.
Legen Sie diese Anleitung immer griffbereit, z.B.
im Werkzeugfach der Maschine, oder in dem dafür
vorgesehenen Behälter ab. Die Betriebs- und
Wartungsanleitung gehört zur Maschine.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 3


Vorwort

Bitte eintragen
............................
Maschinentyp (Bild 1)
............................
Seriennummer (Bild 2)
............................
Motortype (Bild 3)
............................
Motornummer (Bild 3)

i Hinweis Bild 1
Obige Daten gleichzeitig mit dem Übergabeproto-
koll ergänzen.
Bei Übernahme der Maschine wird Ihnen von un-
serer Organisation eine Einweisung in die Bedie-
nung und die Wartung gegeben.
Beachten Sie hierzu unbedingt die Sicherheits-
und Gefahrenhinweise!

Bild 2

Bild 3

4 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Inhaltsverzeichnis

Technische Daten 9
Sicherheitsbestimmungen 13
Anzeige- und Bedienelemente 23
3.1 Ansicht Fahrerstand 24
3.2 Allgemeine Hinweise 26
3.3 Anzeige- und Bedienelemente Fahrerstand 26
3.4 Ansicht Bedienpult hinten rechts 37
3.5 Bedienelemente Bedienpult hinten rechts 38
3.6 Ansicht Bedienpult hinten links 39
3.7 Beschreibung Bedienpult hinten links 40
3.8 Ansicht Bedienpult vorne rechts 41
3.9 Beschreibung Bedienpult vorne rechts 42
3.10 Ansicht Bedienpult vorne links 43
3.11 Beschreibung Bedienpult vorne links 44
3.12 Ansicht Bedienpult Hilfssteuerung 45
3.13 Beschreibung Bedienpult Hilfssteuerung 46
3.14 Automatische Nivelliersteuerung) 47
3.15 Beschreibung Nivelliersteuerung 48
3.16 Ansicht Wassersprühanlage 50
Bedienung 51
4.1 Allgemein 52
4.2 Prüfungen vor Inbetriebnahme 52
4.3 Dieselmotor starten 53
4.4 Starten mit Batterieverbindungskabeln 55
4.5 Dieselmotor abstellen 55
4.6 Lenken 56
4.7 Hilfshydraulik einschalten 57
4.8 Maschine anheben / absenken 58
4.9 Automatische Höhennivellierung 59
4.10 Frästrommel ein-/ausschalten 59
4.11 Abstreifer bedienen 61
4.12 Kantenschutz bedienen 62
4.13 Abwurf- und Aufnahmeband bedienen 63
4.14 Maschine fahren 65
4.15 Vorbereitung zum Arbeitseinsatz 66
4.16 Arbeitsbetrieb, Frästiefe einstellen 69
4.17 Automatische Frästiefensteuerung (PLC) 73
4.18 Arbeitsbetrieb stoppen/beenden 77
4.19 Schutzdach Fahrerstand bedienen 78
4.20 Im Notfall 79
4.21 Maschine für längeren Stillstand vorbereiten 80

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 5


Inhaltsverzeichnis

4.22 Maschine verschrotten 81


4.23 Wassersprühanlage bedienen 81
4.24 Abwurfband ein / ausklappen 82
4.25 Verladung, Transport 83
Wartung 87
5.1 Allgemeine Hinweise zur Wartung 88
5.2 Betriebsstoffe 89
5.3 Betriebsstofftabelle 92
5.4 Einfahrvorschrift 93
5.5 Wartungstabelle 94
5.6 Motorölstand prüfen 97
5.7 Wasserabscheider prüfen, reinigen 98
5.8 Kraftstoffvorrat prüfen 98
5.9 Hydraulikölstand prüfen 99
5.10 Wasservorrat, Sprühdüsen prüfen 100
5.11 Verbrennungsluftfilter prüfen 100
5.12 Fräsmeißel, Abstreifer prüfen/auswechseln 101
5.13 Bodenplatten prüfen 105
5.14 Fördergurte prüfen, spannen 105
5.15 Sicherungsseile prüfen 107
5.16 Maschine abschmieren 107
5.17 Staubvorabscheider prüfen 109
5.18 Kühlflüssigkeitsstand prüfen 110
5.19 Befestigungsschrauben Meißelhalter nachziehen 110
5.20 Befestigungsschrauben Bodenplatten nachziehen 112
5.21 Maschine abschmieren 112
5.22 Kühlrippen Motor- und Hydraulikölkühler reinigen 115
5.23 Motoröl und Ölfilterpatronen auswechseln 116
5.24 Kraftstoffvorfilterpatrone auswechseln 117
5.25 Kraftstoffilterpatrone auswechseln 119
5.26 Massekabel Zylinderkopf prüfen 120
5.27 Kurbelgehäuseentlüftungsfilter reinigen 120
5.28 Kühmittelschläuche Zustand prüfen 121
5.29 Gereratorkeilriemen prüfen, spannen, auswechseln 121
5.30 Keilriemen Frästrommelantrieb prüfen, auswechseln 123
5.31 Keilriemen Hydraulikantrieb prüfen, spannen, auswechseln 124
5.32 Kettenantrieb prüfen 125
5.33 Maschine abschmieren 127
5.34 Batterie warten 128
5.35 Kraftstofftank Schlamm ablassen 129
5.36 Befestigungen am Dieselmotor prüfen 130
5.37 Hydrauliköl und Belüftungsfilter auswechseln 130

6 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Inhaltsverzeichnis

5.38 Hydraulikölfilter auswechseln 131


5.39 Untersetzungsgetriebe Frästrommel Öl auswechseln 132
5.40 Frästrommellager Öl auswechseln 133
5.41 Getriebe Kettenantriebe Öl auswechseln 134
5.42 Kühlflüssigkeit auswechseln 135
5.43 Ventilspiel Dieselmotor prüfen 136
5.44 Verbrennungsluftfilter warten 138
5.45 Wassertank und Wasserfilter reinigen 140
5.46 Wassersprühanlage Wartung bei Frostgefahr 141
5.47 Schmelzsicherung im Schaltschrank auswechseln 143
5.48 Anziehdrehmomente 143
5.49 Motorkonservierung 144
Hilfe bei Störungen 145
6.1 Allgemeine Hinweise 146
6.2 Motor Störungen 147
6.3 Motor Störungen Blinkcode 150

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 7


Inhaltsverzeichnis

8 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


1 Technische Daten

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 9


Technische Daten

Bild 4

Maße in mm A B B1 H H1 H2 L L1 L2 O
BM 300/100 3790 2100 1005 4780 3500 2750 12495 5415 10190 115
BM 300130 3790 2220 1303 4780 3500 2750 12495 5415 10190 145

*
BM 300/100 BM 300/130

Gewichte
Betriebsgewicht (CECE) kg 17500 17900
Achslast vorn kg 9200 9350
Achslast hinten kg 9000 9250

Rotor
Max. Arbeitstiefe mm 300 300
Max. Arbeitsbreite mm 1005 1305
Durchmesser mm 980 980
Max. Neigung ° 5 5
Zähneanzahl 104 124

Fahreigenschaften
Arbeitsgeschwindigkeit m/min 0 - 28 0 - 28
Fahrgeschwindigkeit km/h 0 - 6,2 0 - 6,2
Max zul. Steigung % 28 28
Max zul. Neigung % 5 5

10 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Technische Daten

* BM 300/100 BM 300/130
Antrieb
Motorhersteller Caterpillar Caterpillar
Typ CAT 3126 B CAT 3126 B
Kühlung Wasser Wasser
Anzahl der Zylinder 6 6
Leistung ISO 3046 kW(HP) 205 (275) 205 (275)
Drehzahl 1/min 2400 2400
Kraftstoff Diesel Diesel

Fahrketten
Abmessungen LxBxH vorne mm 720x260x565 720x260x565
Abmessungen LxBxH hinten mm 720x260x565 720x260x565

Elektrische Anlage
Spannung V 24 24
Batterien (2) Ah 2x130 2x130
Generator A 55 55

Förderanlage
Gurtbreite Aufnahmeband mm 600x2100 600x2100
Gurtbreite Abwurfband mm 600x7380 600x7380

Füllmengen
Diesel Kraftstoff l 500 500
Hydrauliköl l 125 125
Wasser l 1000 1000
* Technische Änderungen vorbehalten

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 11


Technische Daten

Die nachfolgend aufgeführten Geräusch- und Vibrationsangaben nach der

- EG-Maschinenrichtlinie in der Fassung (98/37/EG) und der

- Geräuschrichtlinie 2000/14/EG

wurden bei Nenndrehzahl des Antriebsmotors ermittelt.

Im betrieblichen Einsatz können sich je nach den vorherrschenden Betriebsbedingungen hiervon ab-
weichende Werte ergeben.

Geräuschangabe
Die gemäß Anhang 1, Abschnitt 1.7.4. f der EG-Maschinenrichtlinie geforderte Geräuschangabe beträgt für
den

Schalldruckpegel am Bedienerplatz (mit Kabine):


LpA = 89 dB(A)
Die nach Geräuschrichtlinie 2000/14/EG geforderte Schallemission für die Maschine beträgt

garantierter Schalleistungspegel der Maschine:


LwA = 110 dB(A)
Diese Geräuschwerte wurden nach ISO 3744 für den Schalleistungspegel (LWA) bzw. ISO 11204 für den
Schalldruckpegel (LpA) am Bedienerplatz ermittelt.

Vibrationsangabe
Die gemäß Anhang 1, Abschnitt 3. 6. 3. a der EG-Maschinenrichtlinie geforderten Vibrationsangaben betra-
gen:

Ganzkörper-Vibration (Fahrersitz)
Der gewichtete Effektivwert der Beschleunigung ermittelt nach ISO 7096, liegt bei γ ≤0,5 m/sec2.

Die Hand-Arm-Vibrationswerte
Der gewichtete Effektivwert der Beschleunigung ermittelt nach EN 500/ISO 5349 , liegt bei γ ≤2,5 m/sec2.

12 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


2 Sicherheitsbestimmungen

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 13


Sicherheitsbestimmungen

Algemein Bestimmungsgemäße Verwendung


Diese BOMAG-Maschine ist dem heutigen Diese Maschine ist nur für das Abfräsen von Stra-
Stand und den geltenden Vorschriften und Re- ßenoberflächen aus Asphalt oder Beton zu ver-
geln der Technik entsprechend gebaut. Trotz- wenden.
dem können von dieser Maschine erhebliche Die Maschine darf nur innerhalb geschlossener
Gefahren für Personen und Sachwerte ausge- Baustellen eingesetzt werden.
hen, wenn: Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört
l sie nicht bestimmungsgemäß verwendet wird ebenfalls die Einhaltung der vorgeschriebenen
Betriebs- Wartungs- und Instandhaltungsmaßnah-
l sie von nicht ausgebildetem Personal bedient
men.
wird
Jeder andere Einsatz gilt als nicht bestimmungs-
l sie unsachgemäß verändert oder umgebaut
gemäß.
wird
Die Maschine jährlich durch einen Sachkundigen
l die Sicherheitshinweise nicht beachtet werden prüfen lassen.
Daher muß jede Person, die mit der Bedie-
nung, Wartung und Reparatur der Maschine Nicht bestimmungsgemäße Verwen-
befaßt ist, die Sicherheitsbestimmungen lesen dung
und befolgen. Gegebenenfalls ist dies gegen-
Es können jedoch von der Maschine Gefahren
über dem Verwenderunternehmen durch Un-
ausgehen, wenn sich
terschrift zu bestätigen.
l der Bediener unverantwortlich verhält
Darüberhinaus gelten selbstverständlich:
l oder die Maschine von unausgebildetem Per-
l einschlägige Unfallverhütungs-Vorschriften sonal unsachgemäß oder zu nicht bestim-
l allgemein anerkannte sicherheitstechnische mungsgemäßem Gebrauch eingesetzt wird
und straßenverkehrsrechtliche Regeln l Sicherheitseinrichtungen entfernt oder nicht
l die für jedes Land (jeden Staat) gültigen Si- eingesetzt werden.
cherheitsvorschriften. Es ist die Pflicht des Be- Insbesondere darf die Maschine nicht eingesetzt
nutzers, diese zu kennen und auch zu werden:
befolgen. Dies betrifft auch örtliche Vorschrif- l zum Transport von Personen, außer dem Be-
ten und Vorschriften für verschiedene Arten dienpersonal
von Handhabungsarbeiten. Sollten die Emp-
l zum Abschleppen oder Anschieben anderer
fehlungen in dieser Anleitung von denen in Ih-
Fahrzeuge oder Maschinen
rem Land abweichen, sind die bei Ihnen
gültigen Sicherheitsvorschriften zu befolgen. l als Lasthebemittel
l zum Abfräsen von Gleisen, Rohren, Kanaldek-
Die Maschine Bedienen und Warten dürfen nur keln oder ander, in die Fahrbahn eingelasse-
Personen: ner Gegenständen
l die in der Bedienung/Handhabung unterrichtet l zum Mischen von Böden mit Zement, Kalk und
wurden, anderen bodenstabilisierenden Stoffen
l sowie die Betriebsanleitung mit den Sicher- l in explosionsgefährdeter Umgebung.
heitsbestimmungen gelesen und verstanden
haben. Wer darf die Maschine bedienen?
Der Maschinenführer ist für die mit der Maschine Nur ausgebildete, eingewiesene und dazu beauf-
zusammenhängenden Arbeiten verantwortlich. tragte Personen über 18 Jahre dürfen die Maschi-
Deshalb vor jeder Arbeitsaufnahme die Betriebs-/ ne fahren und bedienen. Die Zuständigkeiten
Verkehrssicherheit der Maschine prüfen und die müssen bei der Bedienung klar festgelegt und ein-
Maschine nur bestimmungsgemäß einsetzen. gehalten werden.

14 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Sicherheitsbestimmungen

Personen die unter Einfluß von Alkohol, Medika- Umweltschutzvorschriften beachten.


menten, Drogen stehen, dürfen die Maschine
nicht bedienen, warten oder reparieren. Informations- und Sicherheitsaufkle-
Wartung und Reparatur erfordern besondere ber/Schilder an der Maschine
Kenntnisse und dürfen nur von ausgebildetem
Aufkleber/Schilder vollständig (siehe ET-Katalog)
Fachpersonal ausgeführt werden.
und lesbar halten und unbedingt beachten.
Beschädigte und unlesbare Aufkleber/Schilder
Umbauten und Veränderungen an der
wechseln.
Maschine
Eigenmächtige Veränderungen an der Maschine Maschine verladen
sind aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.
Nur tragfähige und standsichere Verladerampen
Originalteile und Zubehör sind speziell für die Ma- benutzen. Die Rampenneigung muß flacher sein
schine konzipiert. Wir machen ausdrücklich darauf als die Steigfähigkeit der Maschine.
aufmerksam, daß nicht von uns gelieferte Teile
und Sonderausstattungen auch nicht von uns frei- Maschine auf Transportfahrzeugen gegen Abrol-
gegeben sind. Der Einbau und/oder die Verwen- len, Verrutschen und Umkippen sichern.
dung solcher Produkte kann auch die aktive und/ Höhenverstellbare Ausrüstungsteile absenken
oder passive Fahrsicherheit beeinträchtigen. Für und ggf, deren Lage sichern
Schäden, die durch die Verwendung von nicht ori- Sicherstellen, daß Personen durch Abkippen oder
ginalen Teilen oder Sonderausstattungen entste- Abrutschen der Maschine nicht gefährdet werden.
hen, ist jegliche Haftung des Herstellers Der Einweiser muß sich im Sichtbereich des Fah-
ausgeschlossen. rers aber außerhalb des Gefahrenbereiches befin-
Es dürfen keine zusätzlichen Teile Angeschraubt, den.
Angeschweißt oder Löcher gebohrt werden. Für Personen besteht Lebensgefahr, wenn
l sie unter schwebende Lasten treten oder unter
Sicherheitshinweise in der Betriebs- schwebenden Lasten stehen
und Wartungsanleitung:
l sie sich beim Einweisen der Maschine und
beim Verladen im Fahrbereich der Maschine
! Gefahr aufhalten.
So gekennzeichnete Stellen weisen auf mögli- Maschine darf im Schwebezustand nur wenig
che Gefährdungen von Personen hin. pendeln.
Nur sichere und tragfähige Hebezeuge verwen-
! Achtung den.
So gekennzeichnete Stellen weisen auf mögli- Hebezeuge nur an den vorgegebenen Hebepunk-
che Gefährdungen der Maschine oder von Tei- ten befestigen.
len der Maschine hin.
Beim Anheben der Maschine oder von Maschi-
nenteilen auf ausreichende Tragfähigkeit des He-
i Hinweis bezeuges achten.
So gekennzeichnete Stellen geben technische In-
formationen zur optimalen wirtschaftlichen Ver- Maschine abschleppen
wendung der Maschine.
Grundsätzlich Abschleppstange verwenden.
Max. Abschleppgeschwindigkeit 10 m/min (33
Umwelt fpm), max. Abschleppstrecke 500 m (1000 ft.
So gekennzeichnete Stellen weisen auf Tätig- Maschine bei Lösen der Lamellenbremsen gegen
keiten zur sicheren und umweltschonenden unbeabsichtigtes Wegrollen sichern.
Entsorgung von Betriebs- und Hilfsstoffen so-
wie Austauschteilen hin.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 15


Sicherheitsbestimmungen

Maschine starten l der Sitz richtig eingestellt ist


Vor Arbeitsbeginn über die Erste Hilfe und über l die Spiegel gereinigt und richtig eingestellt
Rettungsmöglichkeiten (Notarzt, Feuerwehr) infor- sind.
mieren. Maschine nicht mit defekten Instrumenten, Kon-
Sicherstellen, daß ein vorschriftsmäßiger Ver- trolleuchten oder Steuerorganen starten.
bandskasten vorhanden ist.
Starten
Vor dem Starten Die Maschine nur vom Fahrersitz aus starten und
Die Maschine darf nur vom Fahrersitz aus bedient bedienen.
werden. Vor dem Starten und bevor die Maschine bewegt
Nur Maschinen einsetzen, bei denen die War- wird, darauf achten, daß sich niemand:
tungsarbeiten regelmäßig durchgeführt wurden. l unterhalb der Maschine
Mit der Ausstattung, den Bedien- und Steuerele- l im Schwenkbereich des Ladebandes
menten und der Arbeitsweise der Maschine und
l oder in der Nähe der Laufräder oder Antriebs-
dem Arbeitsgebiet vertraut machen.
ketten befindet.
Persönliche Schutzausrüstung (Schutzhelm, Si-
Immer vor dem Starten des Motors, Warnhorn be-
cherheitsschuhe, ggf. auch Schutzbrille und Ge-
tätigen
hörschutz benutzen.
Funktion der Not-Aus-Schlagtaster prüfen. Motor
Darauf achten, daß die Maschine entsprechend
muß stehenbleiben. Bei beschädigten, fehlenen-
den Einsatzbedingungen mit den vorgeschriebe-
den oder nicht funktionierenden Sicherheitsein-
nen Beleuchtungsmitteln ausgestattet ist.
richtungen darf die Maschine nicht in Betrieb
Fangseile, Bolzen Federstecker und sonstige Si- genommen werden.
cherungselemente auf Zustand und korrekten Sitz
Zum Starten alle Bedienhebel in 'Neutralstellung'
kontrollieren.
stellen.
Keine losen Gegenstände mitnehmen bzw. diese Keine Starthilfsmittel wie Startpilot oder Äther ver-
an der Maschine befestigen. wenden.
Vor dem Besteigen der Maschine prüfen, ob:
Nach dem Starten alle Anzeigeinstrumente prü-
l sich Personen oder Hindernisse neben oder fen.
unter der Maschine befinden Die Maschine niemals mit laufendem Motor ver-
l die Maschine von öligem und zündfähigem lassen.
Material frei ist
Starten mit Batterieverbindungskabeln
l alle Handgriffe, Stufen und Plattformen frei
Plus mit Plus und Minus mit Minus (Massekabel)
von Hindernissen, Fett, Ölen, Treibstoffen,
verbinden - Massekabel immer zuletzt anschlie-
Schmutz, Schnee und Eis sind
ßen und zuerst abtrennen! Bei falschem Anschluß
l Motorraumklappe und alle Sicherheitsabdek- entstehen schwerwiegende Schäden an der elek-
kungen verschlossen und verriegelt ist. trischen Anlage.
Zum Besteigen der Maschine die Treppen und Motor niemals durch Kurzschließen der elektri-
Griffe benutzen. schen Anschlüsse am Starter starten, da sich die
Keine Bedienhebel oder Schläuche als Handgriff Maschine sofort in Bewegung setzen kann.
zum Aufsteigen benutzen. Starten in geschlossenen Räumen
Vor dem Starten prüfen, ob: Auspuffgase sind lebensgefährlich! Bei Start in
l die Maschine auffällige Mängel aufweist geschlossenen Räumen daher für ausreichende
Luftzufuhr sorgen!
l alle Schutzvorrichtungen fest auf ihrem Platz
sind
l Lenkung, Bremsen, Bedienelemente, Be-
leuchtung und Hupe funktionieren

16 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Sicherheitsbestimmungen

Maschine fahren, Fräseinsatz Stets ausreichenden Abstand zu Baugrubenrän-


dern und Böschungen halten, sowie jede Arbeits-
Personen im Gefahrenbereich weise unterlassen welche die Standsicherheit der
Vor jeder Arbeitsaufnahme, auch nach Arbeitsun- Maschine beeinträchtigt.
terbrechung, besonders beim Rückwärtsfahren, Vor dem Befahren von Brücken, Kellerdecken Ge-
prüfen, ob sich Personen oder Hindernisse im Ge- wölben o.ä. die Tragfähigkeit überprüfen.
fahrenbereich befinden.
Bei Gewitter die Maschine verlassen. Blitzschlag-
Im Bedarfsfall Warnzeichen geben. Arbeit sofort gefahr.
einstellen, wenn Personen trotz Warnung den Ge-
fahrenbereich nicht verlassen. Fräseinsatz
Beim Einsenken der Frästrommel in den Unter-
Fahren
grund und im nachfolgenden Arbeitseinsatz ist be-
In Notsituationen und bei Gefahr sofort einen der sondere Vorsicht geboten:
Not-Aus-Taster betätigen. Den Not-Aus-Taster
l die Maschine kann plötzlich beim unvorsichti-
nicht als Betriebsbremse benutzen.
gen Ansetzen einer neuen Frässpur, plötzlich
Die Maschine erst wieder in Betrieb nehmen, und unkontrolliert nach hinten ausbrechen
wenn die Gefahr, die zum Auslösen des Not-Aus- l es können sich Fremdkörper (Rohre, Metalltei-
Tasters geführt hat, beseitigt ist. le u.ä.) im Fräsbereich befinden, die zu gefähr-
Beim Umsetzen/Überführen der Maschine: lichen Betriebszuständen führen können
l Maschine in Querrichtung waagererecht aus- l verschlissene Fräsmeißel können ebenfalls zu
richten und vollständig anheben gefährlichen Betriebszuständen führen, des-
l das Abwurfband in Geradeausstellung aus- halb verschlissene Fräsmeißel unbedingt
richten rechtzeitig auswechseln.
l keine Arbeitseinrichtungen einschalten Zum Kontrollieren der Frästiefe mindestens 2 Me-
ter sicherheitsabstand einhalten.
Maschine beim Einfahren in die Frässpur oder
beim Verlassen immer waagerecht halten. Darauf achten, daß sich niemand im Gefahrenbe-
reich befindet, wenn die Walzenklappe oder der
Beim Passieren von Unterführungen, Brücken,
Frästrommelantrieb betätigt wird.
Tunnels, elektrischen Freileitungen usw., ist im-
mer auf ausreichenden Abstand zu achten. Bandgeschwindigkeit immer so wählen, daß kein
Fräsmaterial unkontrolliert herausgeschleudert
Wenn die Maschine starkstromführende Leitun-
wird.
gen berührt hat:
Niemals zu Reinigungszwecken in die in Betrieb
l Fahrerstand nicht verlassen befindliche Förderanlage greifen.
l Außenstehende vor dem Nähertreten und Be- Das Abwurfband niemals über Personen oder das
rühren der Maschine warnen Fahrerhaus des LKW schwenken
l falls möglich Maschine aus dem Gefahrenbe-
reich fahren
l Abschalten des Stromes veranlassen
Die Maschine nur vom Fahrerstand aus bedienen.
Während der Fahrt nicht auf die Maschine steigen
oder von der Maschine absteigen.
Die Fahrtrichtung nur im Stand wechseln.
Die Maschine nicht zum Transport von Personen
benutzen.
Bei ungewöhnlichen Geräuschen und Rauchent-
wicklung anhalten, die Ursache feststellen und
den Schaden beheben lassen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 17


Sicherheitsbestimmungen

Neigung Maschine nicht vor Aufstiegen, Hydranten usw.


abstellen wenn dadurch deren Benutzung behin-
dert ist.
Maschine möglichst auf waagerechtem, ebenem,
festem Grund parken.
Vor dem Verlassen der Maschine:
l alle Bedienhebel in „Neutralstellung“ „Aus“
oder „0“ bringen
l die Feststellbremse einlegen
l den Motor abstellen und Zündschlüssel abzie-
hen
l Maschine gegen unbefugtes Benutzen si-
chern.
Bild 5
Nicht von der Maschine springen, sondern den
Der Kippwinkel wurde auf einer ebenen, harten Aufstieg und die Griffe benutzen.
Unterlage bei stillstehender Maschine ohne Lenk-
einschlag gemessen. Abgestellte Maschinen, die ein Hindernis darstel-
len, durch augenfällige Maßnahmen absichern.
Bei losem Untergrund, Beschleunigung/Verzöge-
rung, betätigter Lenkung oder angebautem Zube- Auf Gefällen oder Steigungen parken
hör kann sich der Kippwinkel erheblich verringern. Maschine gegen Wegrollen sichern.
Deshalb das Fahren quer zum Hang wegen der
erheblichen Kippgefahr und der damit verbunde- Tanken
nen Verletzungsgefahr mit Todesfolge, unbedingt
vermeiden. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen.
Nur bei abgestelltem Motor tanken.
Steigungen und Gefälle befahren
Nicht in geschlossenen Räumen tanken.
Keine Steigungen befahren, die größer sind als
die maximale Steigfähigkeit der Maschine. Kein offenes Feuer, nicht rauchen.

An Abhängen vorsichtig und immer in direkter Keinen Kraftstoff verschütten. Auslaufenden Kraft-
Richtung nach oben oder unten fahren. Vor dem stoff auffangen, nicht in den Boden versickern las-
Anfahren in die niedrige Fahrstufe schalten. sen.

Feuchte und lockere Untergründe reduzieren die Verschütteten Kraftstoff wegwischen. Schmutz
Bodenhaftung der Maschine bei Steigungen und und Wasser vom Kraftstoff fernhalten.
Gefällen erheblich. Erhöhte Unfallgefahr! Undichte Kraftstoffbehälter können zur Explosion
Deshalb Steigungen immer in direkter Richtung führen. Auf dichten Sitz des Kraftstoffbehälterdek-
nach oben oder unten fahren. kels achten ggf. sofort austauschen.

Verhalten im Verkehr Brandschutzmaßnahmen

Geschwindigkeit den Verkehrsbedingungen an- Sich mit Standort und Bedienung von Feuerlö-
passen. schern bekannt machen. Brandmelde- und Brand-
bekämpfungsmöglichkeiten beachten.
Bei schlechter Sicht die Beleuchtung einschalten.
Immer genügend Abstand von Kanten und Bö- Wartungsarbeiten
schungen halten.
In der BetriebsBOMAG- und Wartungsanleitung
vorgeschriebene Wartungsarbeiten, einschließlich
Maschine parken Angaben zum Austausch von Teilen, einhalten.
Fördergurt des Transportbandes leerlaufen las- Wartungsarbeiten dürfen nur qualifizierte und
sen. dazu beauftragte Personen durchführen.

18 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Sicherheitsbestimmungen

Bei Wartungs- und Montagearbeiten über Körper- Bei abgelassenem Hydrauliköl Motor auf keinen
höhe dafür vorgesehene oder sonstige sicher- Fall starten.
heitsgerechte Aufstiegshilfen und Arbeitsbühnen Nach allen Arbeiten (bei noch druckloser Anlage!)
verwenden. Maschinen- und Bedienteile nicht als die Dichtheit aller Anschlüsse und Verschraubun-
Aufstiegshilfen benutzen. gen prüfen.
Unbefugte Personen von der Maschine fernhal-
ten. Wechseln von Hydraulikschlauchleitungen

Wartungsarbeiten nie an fahrender Maschine oder Hydraulikschläuche sind in regelmäßigen Abstän-


laufendem Motor vornehmen. den einer Sichtkontrolle zu unterziehen.

Maschine auf waagerechtem, ebenem, festem Das sofortige Wechseln von Hydraulikschläuchen
Untergrund parken. ist zwingend notwendig bei:

Schlüssel des Zündstartschalters abziehen und l Beschädigung der Außenschicht bis zur Einla-
Warnschild aufhängen. ge (z.B. Scheuerstellen, Schnitte, Risse)
Bei Arbeiten am heißen Motor Schutzhandschuhe l Versprödung der Außenschicht (Rißbildung
benutzen. des Schlauchmaterials)
Beim Abnehmen des Kühlerverschlußdeckels l Verformung in drucklosem oder druckbeauf-
kann heiße Kühlflüssigkeit austreten, Verbren- schlagtem Zustand, die der ursprünglichen
nungsgefahr! Form der Hydraulikschlauchleitungen nicht
Frostschutzmittel können giftig sein. Abgelasse- entspricht
nes Kühlmittel ordnungsgemäß entsorgen. l Verformung bei Biegung z.B. Quetschstellen,
Niemals den Motor ohne Motoröl oder Kühlflüssig- Knickstellen, Schichttrennung, Blasenbildung
keit starten. l undichten Stellen.
Altöl, Ölfilter und Filtereinsätze vorschriftsmäßig l Nicht ordnungsgemäß ausgeführter Einbau.
entsorgen.
l Herauswandern des Hydraulikschlauches aus
Funkenbildung und offene Flammen in der Nähe der Armatur
von Batterien vermeiden.
l Korrosion der Armatur, welche die Funktion
Niemals bei laufendem Motor die Batterien ab- und die Festigkeit mindert.
klemmen.
l Leitungen nicht vertauschen.
Niemals mit der Hand in die laufender Förderanla-
ge greifen. l Beschädigung oder Deformation der Armatur,
welche die Funktion und Festigkeit oder die
Arbeiten an Hydraulikleitungen Verbindung Schlauch/Schlauch mindert.
Vor jeder Arbeit an Hydraulikleitungen diese Nur Original BOMAG Ersatz-Hydraulikschläuche
drucklos machen. Unter Druck austretendes Hy- bieten die Sicherheit, daß der richtige Schlauchtyp
drauliköl kann die Haut durchdringen und schwere (Druckstufe) an der richtigen Stelle zum Einsatz
Verletzungen verursachen. Bei Verletzungen kommt.
durch Hydrauliköl sofort einen Arzt aufsuchen, da
sonst schwere Infektionen entstehen können. Arbeiten am Motor
Bei Einstellarbeiten an der Hydraulikanlage nicht Motor abstellen bevor die Motorhaube geöffnet
vor oder hinter die Gleisketten treten. wird.
Überdruckventile nicht verstellen. Motoröl bei Betriebstemperatur ablassen - Verbrü-
hungsgefahr!
Hydrauliköl bei Betriebstemperatur ablassen -
Verbrühungsgefahr! Übergelaufenes Öl abwischen, auslaufendes Öl
auffangen und umweltgerecht entsorgen.
Auslaufendes Hydrauliköl auffangen und umwelt-
gerecht entsorgen. Gebrauchte Filter und sonstige ölverschmierte
Materialien in einem gesonderten, extra gekenn-
Bio-Hydrauliköle immer gesondert auffangen und
zeichneten Behälter aufbewahren und umweltge-
gesondert entsorgen.
recht entsorgen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 19


Sicherheitsbestimmungen

Keine Werkzeuge oder andere Gegenstände, die Beim Reinigen mit dem Dampfstrahlreiniger alle
Schäden verursachen könnten, im Motorraum lie- elektrischen Teile und Dämmaterial nicht direktem
gen lassen. Strahl aussetzen bzw. vorher abdecken.

Arbeiten an elektrischen Anlageteilen l Wasserstrahl nicht in den Auspuff und in den


Luftfilter halten.
Vor Arbeiten an elektrischen Anlageteilen die Bat-
terie abklemmen und mit isolierendem Material Sicherheitshinweise für Hochdruckreiniger
abdecken.
Schläuche und Verschraubungen vor dem Einsatz
Keine Sicherung mit höherer Amperezahl einset- auf Dichtheit prüfen.
zen oder Sicherung mit Draht flicken. Brandge-
Keinen beschädigten Hochdruckschlauch einset-
fahr!
zen.
Bei Schweißarbeiten an der Maschine Batterie ab-
Nur vom Hersteller freigegebene Schläuche und
klemmen.
Verbindungen verwenden.
Arbeiten an der Batterie Nur Arbeitseinrichtungen in einwandfreiem und
Bei Arbeiten an der Batterie nicht rauchen, kein of- betriebssicheren Zustand verwenden.
fenes Feuer. Niemals lösungsmittelhaltige Flüssigkeiten wie
Säure nicht auf Hand oder Kleidung kommen las- Benzin, Farbverdünner, Diesel o.ä. ansaugen. Der
sen. Bei Verletzungen durch Säure mit klarem Sprühnebel ist hochentzündlich, explosiv und ge-
Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. sundheitsschädlich.
Metallgegenstände (z.B. Werkzeuge, Ringe, Uh- Immer eine geeignete Schutzkleidung tragen.
renarmbänder) dürfen nicht mit den Batteriepolen Den Wasserstrahl niemals auf Menschen, Tiere,
in Berührung kommen - Kurzschluß- und Verbren- das Hochdruckgerät oder elektrische Bauteile hal-
nungsgefahr! ten.
Beim Nachladen nicht wartungsfreier Batterien Fahrzeugreifen und Ventile nur mit einem Min-
Verschlußstopfen entfernen, um ein Ansammeln destabstand von 30 cm abspritzen. Beschädigte
von explosiven Gasen zu verhindern. Fahrzeugreifen und Ventile können lebendsge-
Bei Hilfsstart mit einer Reservebatterie die Vor- fährlich sein.
schriften beachten. Niemals den Hebel der Pistole beim Betrieb fest-
Altbatterien vorschriftsmäßig entsorgen. klemmen.
Vor Abnehmen der Ladeklemmen immer zuerst Asbesthaltige und andere Gesundheitsgefährden-
den Ladestrom unterbrechen. de Stoffe dürfen nicht abgespritzt werden.
Für gute Entlüftung sorgen, besonders wenn die Nur zugelassene Reinigungsmittel verwenden.
Batterien in einem geschlossenen Raum aufgela- Das Gerät während des Betriebes nicht unbeauf-
den werden. sichtigt lassen.
Arbeiten an der Kraftstoffanlage Nach den Wartungsarbeiten
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Alle Schutzvorrichtungen nach Durchführung der
Kein offenes Feuer, nicht rauchen, keinen Kraft- Wartungsarbeiten wieder anbringen.
stoff verschütten. Wurden für Rüst- oder Wartungsarbeiten Sicher-
Auslaufenden Kraftstoff auffangen, nicht in den heitseinrichtungen demontiert, so müssen diese
Boden versickern lassen und umweltfreundlich unmittelbar nach Abschluß der Arbeiten wieder
entsorgen. an- oder eingebaut werden.

Reinigungsarbeiten Reparatur
Reinigungsarbeiten nie bei laufendem Motor
Bei defekter Maschine Warnschild ans Lenkrad
durchführen.
hängen.
Nie Benzin oder andere leicht entzündliche Stoffe
zur Reinigung verwenden.

20 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Sicherheitsbestimmungen

Reparaturen dürfen nur qualifizierte und dazu be-


auftragte Personen durchführen. Dazu unsere Re-
paraturanleitung verwenden.
Auspuffgase sind lebensgefährlich! Bei Start in
geschlossenen Räumen daher für ausreichende
Luftzufuhr sorgen!

Prüfung
Fräsmaschinen sind entsprechend den Einsatzbe-
dingungen und den Betriebsbedingungen nach
Bedarf, jedoch jährlich mindestens einmal, durch
einen Sachkundigen auf Sicherheit zu prüfen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 21


Sicherheitsbestimmungen

22 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


3 Anzeige- und Bedienelemente

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 23


Anzeige- und Bedienelemente

3.1 Ansicht Fahrerstand

Bild 6

24 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

1 Drucktaster Signalhorn 19 Drehtaster Schutzdach


2 Poti Arbeitsgeschwindigkeit 20 Drehknopf Geschwindigkeit Förderband
3 Drehschalter Grenzlastregelung 21 Drehschalter Förderband
4 Drehschalter Fahrstufen 22 Drehschalter Frästrommel
5 Not-Aus Schlagtaster 23 Drehschalter Wassersprühanlage
6 Drehschalter Kantenschutz links* 24 Drehknopf Motor Drehzahl
7 Drehschalter Kantenschutz rechts* 25 Motordiagnoselampe
8 Multifunktionsanzeige 26 Druckknopf Motor start
9 Drehschalter Höhenverstellung Automatik 27 Warnlampe Motor
10 Wahlhebel Höhenverstellung 28 Druckknopf Motor stopp
11 Drehtaster Höhenverstellung vorn links 29 Drehschalter Zündung Motor
12 Drehtaster Höhenverstellung vorn rechts 30 Fahrhebel
13 Drehtaster Höhenverstellung hinten 31 Drehschalter Blinker
14 Drehschalter Arbeit ein/aus 32 Drehschalter Beleuchtung
15 Drehschalter Sammelfuß (Schar) Aufnahme- 33 Druckschalter Warnblinkanlage
band 34 Drucktaster Signalhorn
16 Drehtaster Abstreifer 35 Steuerhebel Lenkung hinten
17 Drehschalter Rundumkennleuchte 36 Wahlschalter Lenkmodus hinten
18 Drehschalter Hilfshydraulik 37 Steuerhebel Abwurfband
* Sonderausstattung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 25


Anzeige- und Bedienelemente

3.2 Allgemeine Hinweise 3.3 Anzeige- und Bedienele-


mente Fahrerstand
Wenn Sie mit den Bedien- und Anzeigeelementen
dieser Maschine noch nicht vertraut sind, lesen
Sie diesen Abschnitt gründlich durch, bevor Sie
die Maschine bedienen. Hier werden alle Funktio-
nen ausführlich beschrieben.
Im Abschnitt 4 "Bedienung" werden in kurzer Form
nur die einzelnen Bedienschritte genannt.

Bild 7
Nr. 1 = Drucktaster, Signalhorn

Bild 8
Nr. 2 = Drehknopf Arbeitsgeschwindigket
Mit dem Potentiometer kann die Arbeitsgeschwin-
digkeit im Bereich von 75-25% reduziert werden.

i Hinweis
Nur möglich im Modus Automatik und Automatik
mit Differenzialsperre.
Nr. 3 = Drehschalter Grenzlastregelung
Fahrantrieb
Stellung links = Automatik, niedrige Arbeitsge-
schwindigkeit bei max. Motor-
drehzahl
Stellung mitte = Automatik, hohe Arbeitsge-
schwindigkeit bei max. Motor-
drehzahl

26 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

Stellung rechts = Manuell, keine Grenzlastrege-


lung
Nr. 4 = Drehschalter Fahrstufen
Stellung links = Arbeitsgeschwindigkeit mit
Differenzialsperre
Stellung mitte = Arbeitsgeschwindigkeit
Stellung rechts = Transportgeschwindigkeit

Bild 10
Nr. 6 = Drehschalter Kantenschutz* rechts
Stellung links = zum Anheben, Antrieb
Frästrommel aus
Stellung mitte = Schwimmstellung
Taster rechts = Anheben
Nr. 7 = Drehschalter Kantenschutz** links

Bild 9 Stellung links = zum Anheben, Antrieb


Frästrommel aus
Nr. 5 = Not-AUS-Schlagtaster
Stellung mitte = Schwimmstellung
Der Dieselmotor wird abgestellt und die Bremse
geschlossen. Taster rechts = Anheben

! Gefahr

Unfallgefahr!
Nur in Notsituationen während des Betriebes
betätigen, nicht als Betriebsbremse benutzen.
Maschine erst wieder in Betrieb nehmen, wenn
die Gefahr, die zum Auslösen des Not-Stop-
Schalters geführt hat, beseitigt ist.
betätigen = Knopf bis zum Anschlag ein-
drücken, er verriegelt sich in
Endstellung selbsttätig.
entriegeln = Knopf nach rechts drehen und
loslassen. Bild 11
Nr. 8 = Multifunktionsanzeige
zum Fahren = Fahrhebel zuerst in Bremspo-
sition stellen, dann Motor star-
ten und Fahrhebel erneut i Hinweis
aussteuern. Alle Anzeigen werden bei Stellung I des Zündstart-
Aus Sicherheitsgründen kann die Maschine nur schalters für 3 Sekunden eingeschaltet.
wieder Anfahren, wenn der Fahrhebel in Brems-
a = leuchtet, wenn die Hydrauliköltempe-
position steht.
ratur zu hoch, Warnsummer ertönt

* Sonderausstattung
** Sonderausstattung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 27


Anzeige- und Bedienelemente

b = leuchtet, wenn der Hydraulikölfiter


verschmutzt ist, Warnsummer ertönt.
Hydraulikanlage prüfen, Hydrauliköl-
filter auswechseln.
c = leuchtete, wenn der Hydraulikölstand
zu niedrig ist
d = leuchtet, wenn die Feststellbremse
geschlossen ist
e = Ladekontrollampe, leuchtet, wenn
Batterie nicht geladen wird.
Keilriemen prüfen, ggf. Generator in-
standsetzen.
f = leuchtet bei Motorüberhitzung (Kühl- Bild 12
flüssigkeitstemperatur), Warnsum- Nr. 9 = Drehschalter Höhenverstellung Auto-
mer ertönt. matik
Frästrommel abstellen, Motor in
Mit dem Schalter kann im Modus Automatik ge-
Leerlauf schalten oder ggf. Motor ab-
wählt werden welche Stützen zum Nivellieren an-
stellen, Motoröl- und Kühlmittelkühler
gesteuert werden.
reinigen ggf. Motor instandsetzen
lassen. Stellung links = steuert die Stützen vorne links
g = leuchtet bei aktivierter Notlenkung Stellung mitte = steuert beide Stützen vorne
h = leuchtet bei einer Störung auf Stellung rechts = steuert die Stützen vorne
rechts
i = leuchtet, wenn Motoröldruck zu nied-
rig ist, Warnsummer ertönt. Motoröl- Nr. 10 = Wahlhebel Höhenverstellung
stand prüfen, ggf. Motor Stellung links = Vorwahl zur automatischen
instandsetzen. Steuerung der vorderen Stüt-
j = leuchtet wenn Verbrennungsluftfilter- zen mit Hilfe der Frästiefen-
patrone verschmutzt ist, ggf. reinigen steuerung im Modus
oder auswechseln. „Automatik“ in Verbindung mit
dem Drehschalter 9
k = Anzeige Motoröldruck
Stellung rechts = Taststellung zum gleichzeiti-
l = Anzeige Kühlflüssigkeitstemperatur gen Anheben der Maschine
m = Anzeige Betriebsstunden über alle 4 Stützen, Fräsan-
n = Anzeige Drehzahl Dieselmotor trieb, Förderband und Wasser-
sprühsystem abgeschaltet
0 = Anzeige Hydrauliköltemperatur
Stellung vorne = Taststellung zum gleichzeiti-
p = Anzeige Kraftstoffvorrat
gen Anheben der Maschine
q = leuchtet, wenn Abstreifer angehoben über alle 4 Stützen
ist Stellung hinten = Vorwahl zur Steuerung der
r = leuchtet, wenn Transportgeschwin- vorderen Stützen mir Hilfe der
digkeit gewählt ist Schalter 11, 12 im Modus
s = leuchtet, wenn Arbeitsgeschwindig- „Hand“
keit eingestellt ist Nr. 11 = Drehtaster Höhenverstellung vorne
t = nicht Belegt links

i Hinweis
Diese Steuerung wird über den Wählhebel Höhen-
verstellung Modus HAND aktiviert.

28 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

Stellung links = zum Absenken der Maschine


vorne links
Stellung rechts = zum Anheben der Maschine
vorne links
Nr. 12 = Drehtaster Höhenverstellung vorne
rechts

i Hinweis
Diese Steuerung wird über den Wählhebel Höhen-
verstellung Modus HAND aktiviert.
Stellung links = zum Absenken der Maschine
vorne rechts
Bild 14
Stellung rechts = zum Anheben der Maschine Nr. 15 = Drehschalter Sammelfuß Aufnahme-
vorne rechts band
Nr. 13 = Drehtaster Höhenverstellung hinten
Taster links = zum Anheben
Stellung links = zum Absenken der Maschine
Stellung rechts = Schwimmstellung, Kontroll-
hinten
lampe leuchtet auf
Stellung rechts = zum Anheben der Maschine
hinten

Bild 15
Nr. 16 = Drehtaster Abstreifer
Bild 13
Stellung links = zum Anheben
Nr. 14 = Drehschalter Arbeit
Stellung rechts = Schwimmstellung, Kontroll-
Stellung 0 = Fahrantrieb stoppt, Antrieb
lampe leuchtet
Förderband und Wasserpum-
pe abgeschaltet, Frästiefen-
steuerung ausgeschaltet,
Dieselmotor Leerlauf

! Gefahr
Der Fräsantrieb bleibt auch bei Stellung „0“
eingeschaltet!
Stellung I = Kontrollampe leuchtet auf, alle
Funktionen werden wieder ge-
startet

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 29


Anzeige- und Bedienelemente

Bild 16 Bild 18
Nr. 17 = Drehschalter Rundumkennleuchte* Nr. 19 = Drehtaster Schutzdach
Stellung "0" = Rundumkennleuchte aus Stellung links = Einfalten
Stellung "I" = Rundumkennleuchte ein Stellung rechts = Ausfalten

Bild 17 Bild 19
Nr. 18 = Drehschalter Hilfshydraulik Nr. 20 = Drehknopf Geschwindigkeit Förder-
Stellung 0 = Ausgeschaltet band
Stellung I = Eingeschaltet, Kontrollampe Drehung links = Geschwindigkeit vermindern
leuchtet Drehung rechts = Geschwindigkeit erhöhen
Nr. 21 = Drehschalter Förderband

i Hinweis
Kann nur eingeschaltet werden, wenn Abwurf-
band komplet ausgeklappt und verriegelt ist.
Stellung 0 = Ausgeschaltet
Stellung I = Eingeschaltet, Kontrollampe
leuchtet
Nr. 22 = Drehschalter Frästrommel
Stellung 0 = Ausgeschaltet

* Sonderausstattung

30 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

Stellung I = Eingeschaltet, Kontrollampe ! Achtung


leuchtet
Blinkcodes dürfen nur verwendet werden, um
Nr. 23 = Drehschalter Wassersprühanlage anzuzeigen, um welchen Diagnosezustand es
Stellung 0 = Pumpe Ausgeschaltet sich handelt. Die Blinkcode nicht für eine deta-
Stellung I = Pumpe Eingeschaltet, Kon- lierte Fehlersuche verwenden.
trollampe leuchtet
i Hinweis
BOMAG Kundendienst informieren.
Nr. 26 = Drucktaster, Motorstart

Achtung
!

Nicht bei laufendem Motor betätigen.


Höchstens 20 Sekunden ununterbrochen star-
ten und zwischen den einzelnen Anlaßvorgän-
gen eine Pause von einer Minute einlegen. Ist
der Motor nach zwei Startvorgängen nicht an-
gesprungen, Ursache ermitteln.
Dieselmotor nach dem Start kurze Zeit warm-
Bild 20
laufen lassen. Nicht länger als 10 Minuten im
Nr. 24 = Drehknopf Motordrehzahl Leerlauf drehen lassen.
Drehung links = Drehzahl vermindern Nr. 27 = Warnlampe Motorstörung
Drehung rechts = Drehzahl erhöhen
Nr. 25 = Diagnoselampe Motor i Hinweis
Leuchtet bei einer Störung des Dieselmotors auf.
i Hinweis Bei einer Störung am Verbrennungsmotor leuchtet
Zeigt Störungen des Dieselmotors über einen die LED „Nr. 27“ dauerhaft, zusätzlich leuchtet die
Blinkcode an. Kundendienst informieren. Leuchtdiode „Nr. 25“ mit einem zweistelligen
Blinkcode.
Beispiel Blinkcode 4 6 :
Nr. 28 = Drucktaster, Motorstopp
l leuchtet 4x kurz
l 1 Sekunde Pause !Achtung
l leuchtet 6x kurz Dieselmotor nicht plötzlich aus Vollast abstel-
len, sondern zum Temperaturausgleich im
Störungsmeldung: Motoröldruck zu niedrig.
Leerlauf kurze Zeit drehen lassen.
Weitere Blinkcode, siehe Kapitel „Hilfe bei Stö- Nr. 29 = Zündschalter
rungen“.
Stellung "0" = Zündung aus, Schlüssel ab-
ziehbar
i Hinweis
Stellung "I" = Zündung ein, alle Kontroll- und
Nach 2 Sekunden wiederholt sich der Blinkcode. Warnlampen auf der Störmel-
Im Fall, dass es sich um mehrere Fehlercodes deanzeige leuchten kurz auf.
handelt, werden diese in einem Intervall von 5 Se- Lichtanlage kann eingeschal-
kunden angezeigt. Die Blinkcodes werden so lan- tet werden.
ge angezeigt bis die Fehler behoben sind.
Stellung rechts = Armaturenbeleuchtung ein

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 31


Anzeige- und Bedienelemente

i Hinweis
Die Lampen für die Arbeitsbeleuchtung besitzen
Schnellkupplungen und können an folgenden Po-
sitionen angebaut werden:
- eine Lampe am Ende des Abwurfbandes,
- zwei Lampen vorne an der Maschine,
- zwei Lampen hinten an der Maschine,
- zwei Lampen zum Bedienen des hinteren Ketten-
antriebes und der Frästrommel,
- zwei Lampen zum Bedienen des vorderen Ket-
tenantriebes und des Ladebandes.
Bild 21 Nr. 33 = Druckschalter Warnblinkleuchte
Nr. 30 = Fahrhebel
gedrückt = Warnblinkanlage eingeschaltet, Kon-
Stellung "I" = Vorwärtsfahren trollampe im Schalter blinkt rot
Stellung "II" = Rückwärtsfahren nochmal
gedrückt = Warnblinkanlage ausgeschaltet,
Kontrollampe erlischt
Nr. 34 = Drucktaster Signalhorn

Bild 22
Nr. 31 = Drehschalter Blinkleuchten links /
rechts*
Stellung "Mitte" = Blinkanlage ausgeschaltet Bild 23

Stellung "Links Nr. 35 = Steuerhebel Lenkung hinten


oder Rechts" = Blinkleuchten vorne und hinten Stellung links = Maschine steuert nach links
der jeweilige Seite leuchten, Stellung rechts = Maschine steuert nach rechts
Kontrollampe im Schalter
blinkt
Nr. 32 = Drehschalter Beleuchtung
Stellung 0 = Ausgeschaltet
Stellung I = Eingeschaltet
Stellung II = Eingeschaltet

* Sonderausstattung

32 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

Bild 24 Bild 26
Nr. 36 = Drehschalter Lenkmodus hinten Nr. 38 = Drehknopf Lenkkorrektur hinten
Stellung links = Manuell mit automatischer Mit- Drehung links = Kettenantriebhinten dreht links
telstellung Drehung rechts = Kettenantrieb hinten dreht
Stellung mitte = Manuell, Lenkung bleibt in an- rechts
gesteuerter Position stehen
Stellung rechts = Automatisch, Lenkung syn-
chron mit der vorderen Len-
kung

Bild 27
Nr. 39 = Drehschalter Hochdruckreiniger*
a = Manometer, zeigt den Sprühdruck an
b = Drehschalter
Bild 25
Nr. 37 = Steuerhebel Abwurfband Stellung 0 = Pumpe Ausgeschaltet

Stellung links = Schwenken nach links Stellung I = Pumpe Eingeschaltet

Stellung rechts = Schwenken nach rechts c = Anschluß Hochdruckschlauch

Stellung vorne = Anheben


Stellung hinten = Absenken

* Sonderausstattung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 33


Anzeige- und Bedienelemente

Bild 28 Bild 30
Nr. 41 = Sicherungen im Schaltschrank
Batteriehauptschalter
Stellung "I" = Normalstellung, Betrieb
!Gefahr
Stellung "II" = Trennt Batterien vom Bord-
netz, bei Kabelbrand und Brandgefahr!
Bränden im Motorraum und Keine Sicherung mit höherer Amperezahl ein-
zum Schutz vor unbefugter setzen oder Sicherung überbrücken.
Benutzung.
200 F1 = Relais Arbeitsbeleuchtung
201 F1 = Not-Aus
268 F1 = Arbeitsbeleuchtung vorne
links und Förderband
268 F2 = Arbeitsbeleuchtung Schar
links und Abstreiferschild
268 F3 = Arbeitsbeleuchtung hinten
links und hinten rechts
268 F4 = Arbeitsbeleuchtung Schar
rechts und vorne rechts
268 F5 = Beleuchtung Armaturenbrett
202 F1 = Motor Startrelais
Bild 29 204 F1 = Hilfshydraulik
Nr. 40 = Manometer Hydraulikdruck 206 F1 = Fahrkreis
a = Hilfshydraulikdruck 206.3 F1 = Warnsummer Rückwärtsfahrt
b = Hochdruck Fahrantrieb 206.5 F1 = Fahrgeschwindigkeit und Mo-
c = Hochdruck Antrieb Förderband tordrehzahl
d = Kupplungsdruck Antrieb Frästrom- 212 F1 = Kupplung Fräsantrieb
mel 214.1 F1 = Begrenzungsschalter Abstrei-
ferklappe
226 F1 = Stützen
226.5 F1 = Steuerung Stützen
234 F1 = Abstreiferschild

34 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

Bild 31 Bild 32
236 F1 = Kantenschutz links und rechts 288 F3 = Straßenzulassung*
238 F1 = Förderband höhenverstellung 288 F4 = Straßenzulassung**
238.2 F1 = Förderband 288 F5 = Straßenzulassung*
240 F1 = Hochdruckreiniger*
242 F1 = Wassersprühsystem
244 F1 = Pause
246 F1 = Schutzdach
248 F1 = Rundumwarnleuchte
262 F1 = Signalhorn
264 F1 = Lenkung
266 F1 = Motordrehzahl
264 F1 = Lenkung
266 F1 = Motordrehzahl
280 F1 = Hydraulikölalarm
Bild 33
286 F1 = Straßenzulassung Lenkdruck* Nr. 42 = Sicherungen im Batteriefach
288 F1 = Straßenzulassung Beleuch- 120 F1 = 150A - Nothydraulikpumpe
tung*
120 F2 = 16A - CAT-Motor
288 F2 = Straßenzulassung Blinker*
120 F3 = 50A - Batterie +
288 F6 = Anzeige Stopp
120 F4 = 16A - Kraftstoffüllpumpe ***
290 F1 = Armaturenbrett
120 F5 = 8A - Zündung und Notversorgung
300 F1 = Maschinensteuerung

** Sonderausstattung
* Sonderausstattung *** Sonderausstattung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 35


Anzeige- und Bedienelemente

Bild 34
Nr. 43 = Drehschalter By-Pass Fahrsteuerung
Stellung links = Normalstellung
Stellung rechts = Überbrückung der Fahrsteue-
rung im Notfall (by-pass)

!Gefahr
Unfallgefahr!
Zuerst Fahrhebel in Neutral stellen, dann By-
Pass einschalten.
Maschine fährt nur mit max. Geschwindigkeit!

36 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

3.4 Ansicht Bedienpult hinten


rechts

Bild 35

1 Drehknopf Abstreifer Anpressdruck 6 Steckdose Steuerung Nivellierung


2 Manometer Abstreifer Anpressdruck 7 Drehtaster hintere Kettensteuerung
3 Drehtaster Abstreiferschild anheben 8 Steckdose externe Nivellierung
4 Steckdose Sensor Nivellierung 9 Not-Aus-Schlagtaster
5 Drehtaster Abstreiferschild aufklappen

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 37


Anzeige- und Bedienelemente

Maschine erst wieder in Betrieb nehmen, wenn


3.5 Bedienelemente Bedienpult die Gefahr, die zum Auslösen des Not-Stop-
hinten rechts Schalters geführt hat, beseitigt ist.
betätigen = Knopf bis zum Anschlag ein-
Nr. 1 = Drehknopf Abstreifer Anpressdruck drücken, er verriegelt sich in
Endstellung selbsttätig.
Drehung links = Druck Erhöhung
entriegeln = Knopf nach rechts drehen und
Drehung rechts = Druck Verminderung
loslassen.
Nr. 2 = Manometer Abstreifer
zum Fahren = Fahrhebel zuerst in Bremspo-
Zeigt den eingestellten Anpressdruck an. sition stellen, dann Motor star-
Nr. 3 = Drehtaster Abstreiferschild aufklap- ten und Fahrhebel erneut
pen aussteuern.
Drehung links = Schwimmstellung mit der ein- Aus Sicherheitsgründen kann die Maschine nur
gestellten Anpresskraft wieder Anfahren, wenn der Fahrhebel in Brems-
Drehung rechts = Abstreiferschild anheben position steht.
Nr. 4 = Steckdose Sensor Nivellierung
Zum Anschließen des Sensors zur Nivelliersteue-
rung
Nr. 5 = Drehtaster Abstreiferschild aufklap-
pen
Drehung links = Abstreiferschild schließen

! Gefahr
Diese Steuerung dient nur zum leichteren Zu-
gang zum Wechseln der Fräsmeißel.
Nach dem Öffnen muß der Dieselmotor wieder
abgestellt werde.
Drehung rechts = Abstreiferschild aufklappen
Nr. 6 = Steckdose Steuerung Nivellierung
Zum Anschluß der Bedieneinheit elektronische Ni-
vellierung
Nr. 7 = Drehtaster hintere Kettensteuerung
Drehung links = Ketten drehen nach links
Drehung rechts = Ketten drehen nach rechts
Nr. 8 = Steckdose Externe Nivellierung
Zum Anschluß einer externen Nivellierung
Nr. 9 = Not-AUS-Schlagtaster
Der Dieselmotor wird abgestellt und die Bremse
geschlossen.

! Gefahr
Unfallgefahr!
Nur in Notsituationen während des Betriebes
betätigen, nicht als Betriebsbremse benutzen.

38 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

3.6 Ansicht Bedienpult hinten


links

Bild 36

1 Steckdose Externe Nivellierung 3 Steckdose Sensor Nivellierung


2 Steckdose Steuerung Nivellierung 4 Not-Aus-Schlagtaster

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 39


Anzeige- und Bedienelemente

3.7 Beschreibung Bedienpult


hinten links
Nr. 1 = Steckdose Externe Nivellierung
Zum Anschluß einer externen Nivellierung
Nr. 2 = Steckdose Steuerung Nivellierung
Zum Anschluß der Bedieneinheit elektronische Ni-
vellierung
Nr. 3 = Steckdose Sensor Nivellierung
Zum Anschließen des Sensors zur Nivelliersteue-
rung
Nr. 4 = Not-AUS-Schlagtaster
Der Dieselmotor wird abgestellt und die Bremse
geschlossen.

! Gefahr
Unfallgefahr!
Nur in Notsituationen während des Betriebes
betätigen, nicht als Betriebsbremse benutzen.
Maschine erst wieder in Betrieb nehmen, wenn
die Gefahr, die zum Auslösen des Not-Stop-
Schalters geführt hat, beseitigt ist.
betätigen = Knopf bis zum Anschlag ein-
drücken, er verriegelt sich in
Endstellung selbsttätig.
entriegeln = Knopf nach rechts drehen und
loslassen.
zum Fahren = Fahrhebel zuerst in Bremspo-
sition stellen, dann Motor star-
ten und Fahrhebel erneut
aussteuern.
Aus Sicherheitsgründen kann die Maschine nur
wieder Anfahren, wenn der Fahrhebel in Brems-
position steht.

40 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

3.8 Ansicht Bedienpult vorne


rechts

Bild 37

1 Warnlampe 5 Drehtaster Kantenschutz


2 Signalhorn 6 Drehschalter Höhenverstellung vorne
3 Drehtaster Abwurfband einklappen 7 Not-Aus-Schlagtaster
4 Drehtaster Fuß Aufnahmeband

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 41


Anzeige- und Bedienelemente

Maschine erst wieder in Betrieb nehmen, wenn


3.9 Beschreibung Bedienpult die Gefahr, die zum Auslösen des Not-Stop-
vorne rechts Schalters geführt hat, beseitigt ist.
betätigen = Knopf bis zum Anschlag ein-
Nr. 1 = Warnlampe drücken, er verriegelt sich in
Endstellung selbsttätig.

! Gefahr entriegeln = Knopf nach rechts drehen und


loslassen.
Sicherheitsbauteil
zum Fahren = Fahrhebel zuerst in Bremspo-
Immer Funktionstüchtig halten sition stellen, dann Motor star-
Blinkt, wenn das Abstreiferschild oder der Kanten- ten und Fahrhebel erneut
schutz bewegt werden. aussteuern.
Nr. 2 = Signalhorn Aus Sicherheitsgründen kann die Maschine nur
Nr. 3 = Drehtaster Abwurfband einklappen* wieder Anfahren, wenn der Fahrhebel in Brems-
position steht.
Drehung links = Abwurfband ausklappen in Ar-
beitsstellung
Drehung rechts = Abwurfband einklappen zum
Transport
Nr. 4 = Drehtaster Sammelfuß (Schar) Auf-
nahmeband
Drehung links = Schwimmstellung zur Materi-
alaufnahme
Drehung rechts = zum Anheben, Transportstel-
lung
Nr. 5 = Drehtaster Kantenschutz**rechts
Drehung links = zum Anheben, Transportstel-
lung
Drehung rechts = Schwimmstellung (Arbeitsstel-
lung)
Nr. 6 = Drehschalter Höhenverstellung vorne
Stellung links = beide vorderen Stützen wer-
den Höhengeregelt
Stellung rechts = nur die linke vordere Stütze
wird höhengeregelt
Nr. 7 = Not-AUS-Schlagtaster
Der Dieselmotor wird abgestellt und die Bremse
geschlossen.

Gefahr
!

Unfallgefahr!
Nur in Notsituationen während des Betriebes
betätigen, nicht als Betriebsbremse benutzen.

* Sonderausstattung
** Sonderausstattung

42 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

3.10 Ansicht Bedienpult vorne


links

Bild 38

1 Drehknopf Brecher Anpressdruck 5 Drehtaster Kantenschutz links


2 Manometer Brecher Anpressdruck 6 Drehtaster Fuß Aufnahmeband
3 Not-Aus-Schlagtaster 7 Signalhorn
4 Drehschalter Höhenverstellung vorne 8 Warnlampe

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 43


Anzeige- und Bedienelemente

Drehung links = zum Anheben, Transportstel-


3.11 Beschreibung Bedienpult lung
vorne links Drehung rechts = Schwimmstellung zur Materi-
alaufnahme
Nr. 1 = Drehknopf Abstreifer Anpressdruck Nr. 7 = Signalhorn
Drehung links = Druck Erhöhung Nr. 8 = Warnlampe
Drehung rechts = Druck Verminderung
Nr. 2 = Manometer Abstreifer ! Gefahr
Zeigt den eingestellten Anpressdruck an. Sicherheitsbauteil
Nr. 3 = Not-AUS-Schlagtaster Immer Funktionstüchtig halten
Der Dieselmotor wird abgestellt und die Bremse Blinkt, wenn das Abstreiferschild oder der Kanten-
geschlossen. schutz bewegt werden.

Gefahr
!

Unfallgefahr!
Nur in Notsituationen während des Betriebes
betätigen, nicht als Betriebsbremse benutzen.
Maschine erst wieder in Betrieb nehmen, wenn
die Gefahr, die zum Auslösen des Not-Stop-
Schalters geführt hat, beseitigt ist.
betätigen = Knopf bis zum Anschlag ein-
drücken, er verriegelt sich in
Endstellung selbsttätig.
entriegeln = Knopf nach rechts drehen und
loslassen.
zum Fahren = Fahrhebel zuerst in Bremspo-
sition stellen, dann Motor star-
ten und Fahrhebel erneut
aussteuern.
Aus Sicherheitsgründen kann die Maschine nur
wieder Anfahren, wenn der Fahrhebel in Brems-
position steht.
Nr. 4 = Drehschalter Höhenverstellung vorne
Stellung links = beide vorderen Stützen wer-
den Höhengeregelt
Stellung rechts = nur die linke vordere Stütze
wird höhengeregelt
Nr. 5 = Drehtaster Kantenschutz* links
Drehung links = Schwimmstellung (Arbeitsstel-
lung)
Drehung rechts = zum Anheben, Transportstel-
lung
Nr. 6 = Drehtaster Sammelfuß (Schar) Auf-
nahmeband

* Sonderausstattung

44 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

3.12 Ansicht Bedienpult Hilfs-


steuerung

Bild 39

1 Drehschalter Wasserpumpe 4 Drehschalter Hilfshydraulik Notschalter


2 Drehschalter Schutzdach 5 Manometer Bremslösedruck
3 Drehschalter Feststellbremse lösen (Ab-
schleppen)

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 45


Anzeige- und Bedienelemente

3.13 Beschreibung Bedienpult


Hilfssteuerung
Nr. 1 = Drehschalter Wassersprühanlage
Stellung 0 = Pumpe Ausgeschaltet
Stellung I = Pumpe Eingeschaltet, Kon-
trollampe leuchtet
Nr. 2 = Drehtaster Schutzdach
Stellung links = Einfalten
Stellung rechts = Ausfalten
Nr. 3 = Drehschalter Feststellbremse lösen
Notbetrieb
Stellung 0 = Normalbetrieb
Stellung I = Notlösebetrieb bei eingeschal-
teter Hilfshydraulik
Nr. 4 = Drehschalter Nothydraulik
Stellung 0 = Ausgeschaltet
Stellung I = Eingeschaltet
Nr. 5 = Manometer Bremslösedruck
Zeigt den Bremslöseduck an.

46 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

3.14 Automatische Nivellier-


steuerung)

Bild 40

1 Grafik Display 11 Taster Reset


2 Anzeige Fahrweg 12 Taster Modus Automatik/Manuel links
3 Anzeige Istwert Tiefe oder Neigung rechts 13 Taster „0“-Stellung Tiefe/Neigung links
4 Anzeige Sollwert Tiefe oder Neigung rechts 14 Taster Wertverminderung Tiefe/Neigung links
5 Anzeige Bedienstatus Tiefe oder Neigung 15 Taster Werterhöhung Tiefe/Neigung links
rechts 16 Taster Sensor Tiefe/Neigung links
6 Taster Sensor Tiefe/Neigung rechts 17 Anzeige gleiche Einstellung beide Seiten
7 Taster Werterhöhung Tiefe/Neigung rechts 18 Anzeige Bedienstatus Tiefe oder Neigung
8 Taster Wertverminderung Tiefe/Neigung links
rechts 19 Anzeige Sollwert Tiefe oder Neigung links
9 Taster „0“-Stellung Tiefe/Neigung rechts 20 Anzeige Istwert Tiefe oder Neigung links
10 Taster Modus Automatik/Manuel rechts 21 Anzeige Fahrgeschwindigkeit

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 47


Anzeige- und Bedienelemente

Zum Auswählen des Betriebsmodus Automatik


3.15 Beschreibung Nivellier- bzw. Manuell. Das entsprechende Symbol wird
steuerung auf dem Display angezeigt.
Nr. 11 = Taster Reset
Zur Nullstellung Anzeige Fahrweg Taster länger
i Hinweis als 3 Sekunden drücken. Zum „Nullen“ der Soll-
Um unerwünschte, zufällige Eingaben beim Be- und Istwerte. In Verbindung mit den Tastern Pos.
rühren der Tasten zu vermeiden müssen diese 9 bzw. 13.
länger als eine Sekunde gedrückt werden. Nr. 12 = Taster Modus Automatik/Manuell
Nr. 1 = Grafik Display links

Anzeige der Ist- und Sollwerte. Zum Auswählen des Betriebsmodus Automatik
bzw. Manuell. Das entsprechende Symbol wird
Nr. 2 = Anzeige Fahrweg auf dem Display angezeigt.
Zeigt den zurückgelegten Weg in Meter an. Zur Nr. 13 = Taster „0“-Stellung Tiefe/Neigung
Nullstellung 3 Sekunden Reset (Pos 11) drükken. links
Nr. 3 = Anzeige Istwert Tiefe oder Neigung Zur Nullstellung des Sollwertes in Verbindung mit
rechts Pos. 11 Reset.
Zeigt den aktuellen Wert der Frästiefe [mm] bzw. Nr. 14 = Taster Wertverminderung Tiefe/Nei-
die Neigung [%] an. gung links
Nr. 4 = Anzeige Sollwert Tiefe oder Neigung Zur Wertverminderung des Sollwertes Tiefe bzw.
rechts Neigung. Anzeige des Wertes in Pos. 4
Zeigt den eingestellten Wert der Frästiefe [mm] Nr. 15 = Taster Werterhöhung Tiefe/Neigung
bzw. die Neigung [%] an. links
Nr. 5 = Anzeige Bedienstatus rechts Zur Werterhöhung des Sollwertes Tiefe bzw. Nei-
Zeigt die ausgewählte Steuerung Tiefe bzw, Nei- gung. Anzeige des Wertes in Pos. 4
gung an. Auswählen mit Taster Pos. 6. Nr. 16 = Taster Sensor Tiefe/Neigung links
Nr. 6 = Taster Sensor Tiefe/Neigung rechts Zum Umstellen der Steuerung auf Tiefe bzw. Nei-
Zum Umstellen der Steuerung auf Tiefe bzw. Nei- gung. Das entsprechende Symbol wird auf Pos. 5
gung. Das entsprechende Symbol wird auf Pos. 5 Bedienstatus angezeigt.
Bedienstatus angezeigt. Nr. 17 = Anzeige gleiche Einstellung beide
Nr. 7 = Taster Werterhöhung Tiefe/Neigung Seiten
rechts Anzeige Symbol bei Modus „gleiche Einstellung
Zur Werterhöhung des Sollwertes Tiefe bzw. Nei- beider Seiten“ dazu Taster Pos. 11 mit Taster Pos.
gung. Anzeige des Wertes in Pos. 4. 10 oder 12.
Nr. 8 = Taster Wertverminderung Tiefe/Nei- Nr. 18 = Anzeige Bedienstatus links
gung rechts Zeigt die ausgewählte Steuerung Tiefe bzw, Nei-
Zur Wertverminderung des Sollwertes Tiefe bzw. gung an. Auswählen mit Taster Pos. 14.
Neigung. Anzeige des Wertes in Pos. 4 Nr. 19 = Anzeige Sollwert Tiefe oder Neigung
Nr. 9 = Taster „0“-Stellung Tiefe/Neigung links
rechts Zeigt den eingestellten Wert der Frästiefe [mm]
Zur Nullstellung des Sollwertes in Verbindung mit bzw. die Neigung [%] an
Pos. 11 Reset. Nr. 20 = Anzeige Istwert Tiefe oder Neigung
Nr. 10 = Taster Modus Automatik/Manuell links
rechts Zeigt den aktuellen Wert der Frästiefe [mm] bzw.
die Neigung [%] an.
Nr. 21 = Fahrgeschwindigkeit

48 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Anzeige- und Bedienelemente

Zeigt die aktuelle Fahrgeschwindigkeit in [m/min]


an.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 49


Anzeige- und Bedienelemente

3.16 Ansicht Wassersprühanla-


ge

Bild 41

1 Absperrventil Sprühbalken Aufnahmeband 7 Regelventil Sprühbalken Frästrommel


2 Hauptabsperrventil 8 Durchflußregelventil Sprühbalken Frästrom-
3 Ablaßhahn mel
4 Wasserfilter 9 Manometer Sprühdruck
5 Wasserpumpe 10 Absperrhahn Sprühbalken Aufnahmeband
6 Absperrhahn für externen Anschluß (Reini- 11 Anschlußstutzen für externen Anschluß (Nie-
gung) derdruck

50 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


4 Bedienung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 51


Bedienung

4.1 Allgemein 4.2 Prüfungen vor Inbetrieb-


nahme
Wenn Sie mit den Bedien- und Anzeigeelementen
dieser Maschine noch nicht vertraut sind, lesen
Nachfolgend aufgeführte Prüfarbeiten sind jedes-
Sie unbedingt vorher den Abschnitt 3 "Anzeige-
mal vor einem Arbeitstag bzw. vor einer längeren
und Bedienelemente" gründlich durch.
Arbeitsperiode durchzuführen.
In diesem Abschnitt sind alle Anzeige- und Bedie-
nelemente ausführlich beschrieben.
! Gefahr
Unfallgefahr!
Beachten Sie unbedingt die Sicherheitsbe-
stimmungen im Abschnitt 2 dieser Anleitung!
l Maschine auf möglichst ebenem Boden ab-
stellen bzw. waagerecht ausrichten.

Prüfen:
l Kraftstoffbehälter und -leitungen auf Dichtheit
l Schraubverbindungen auf festen Sitz
l Lenkung auf Funktion
l Maschine auf Sauberkeit, Beschädigungen
l Vorhandensein der zugehörigen Betriebs- und
Wartungsanleitung
l überprüfen, ob die Maschine vorschriftsge-
mäß gewartet wurde
l Leckagen von Getrieben oder Hydraulikkom-
ponenten

!Achtung
Werden Leckagen an Getrieben oser Hydrau-
likkomponenten festgestellt, Ölstand prüfen,
ggf. Öl nachfüllen.
Leckagen baldmöglichst beseitigen lassen.

i Hinweis
Beschreibung der nachfolgenden Arbeiten siehe
Abschnitt "Wartung alle 10 Betriebsstunden".
l Motorölstand
l Hydraulikölstand, ggf. nachfüllen.
l Kühlflüssigkeitsstand, ggf. nachfüllen.

! Gefahr
Brandgefahr!
Nicht in geschlossenen Räumen tanken.

52 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

l Kraftstoffvorrat, ggf. nachfüllen.


4.3 Dieselmotor starten
l Wasservorrat Sprühanlage prüfen, auffüllen.

Bild 42

l Prüfen, ob Fahrhebel (Bild 42) in „Neutral“


steht.

Bild 43

l Prüfen, ob alle Not-Aus-Schalter (Bild 43) ent-


riegelt sind.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 53


Bedienung

Bild 44 Bild 46

l Zündung einschalten 29 (Bild 44). l Starttaster 26 (Bild 46), drücken, der Anlasser
dreht den Motor durch.
l Sobald der Motor zündet, Starttaster loslas-
sen.
Alle Warn- und Kontrollampen müssen verlö-
schen.

Achtung
!

Motor nicht länger als 10 min im Leerlauf dre-


hen lassen.

Bild 45
Die Warnlampen für Motoröldruck i (Bild 45), Fest-
stellbremse (d) und die Batterieladekontrollampe
(e) müssen aufleuchten.

!Achtung
Höchstens 20 Sekunden ununterbrochen star-
ten und zwischen den einzelnen Anlaßvorgän-
gen eine Pause von einer Minute einlegen.
Ist der Motor nach zwei Startvorgängen nicht
angesprungen, Ursache ermitteln.

54 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.4 Starten mit Batterieverbin- 4.5 Dieselmotor abstellen


dungskabeln
! Achtung
! Achtung Motor nicht plötzlich aus Vollast abstellen,
sondern zum Temperaturausgleich im Leerlauf
Bei Fremdstart müssen zwei Fremdbatterien
kurze Zeit laufen lassen.
verwendet werden (24 V Anlage), jeweils eine
für eine Hauptbatterie.
Bei falschem Anschluß entstehen schwerwie-
gende Schäden an der elektrischen Anlage.

Bild 48

l Leerlaufdrehzahl einstellen 24 (Bild 48).

Bild 47

l Zuerst Pluspole mit Starthilfskabel verbinden.


l Danach das Massekabel zuerst am Minuspol
der stromgebenden Hilfsbatterie und dann an
einer Motor- oder Karosseriemasse möglichst
weit von der Batterie entfernt anklemmen (Bild
47).
l Starten wie unter Abschnitt „Motor starten“ be-
schrieben.
l Bei laufendem Motor einen starken Verbrau-
cher (Arbeitslicht etc.) einschalten.
Bild 49

! Achtung l Taster 28 (Bild 49) drücken, bis Motor still-


steht.
Wird kein starker Verbraucher eingeschaltet,
können beim Trennen der Batterieverbin-
dungskabel Spannungsspitzen auftreten und
elektronische Bauteile beschädigen.
l Nach dem Start zuerst Minuspole (Masseka-
bel) und danach Pluspole trennen.
l Verbraucher abschalten.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 55


Bedienung

4.6 Lenken
Der vordere Kettenantrieb wird mit dem Lenkrad
gesteuert. Der hintere Kettenantrieb kann syn-
chronisiert, manuel mit automatischer Zentrierung
oder manuel mir fester Einstellung gesteuert wer-
den.

Steuerung Kettenantrieb hinten aus-


wählen

Bild 50

l Zündschalter 29 (Bild 50) in 0-Stellung schal-


ten und Zündschlüssel herausziehen.

Achtung
!

Maschine vor unbefugter Benutzung sichern,


Zündschlüssel abziehen, ggf. Batteriehaupt-
schalter abziehen.

Bild 51

l Mit Drehschalter (Bild 51) die gewünschte


Lenkungsart auswählen.

Bild 52

l Im Modus „Hand“ mit dem Hebel (Bild 52) den


hinteren Kettenantrieb in die gewünschte Po-
sition drehen.

56 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

Lenken
4.7 Hilfshydraulik einschalten

i Hinweis
Die Hilfshydraulik wird benötigt zum:
- Anheben/Absenken der Maschine,
- Kupplung des Fräsantriebes.
- Wassersprühsystem
l Dieselmotor starten.

Bild 53

l Maschine mit dem Lenkrad (Bild 53) lenken.

Hintere Lenkung korrigieren

i Hinweis
Diese Funktion ist für eine Feinkorrektur während
des Fräsens gedacht.

Bild 55

l Taster nach rechts drehen (Bild 55) bis die


Kontrollampe im Schalter aufleuchtet.

Bild 54

l Bei Bedarf, im Modus „Hand“, am Potentiome-


ter (Bild 54) kleinere Lenkkorrekturen duchfüh-
ren.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 57


Bedienung

Maschine nur hinten anheben/absen-


4.8 Maschine anheben / absen- ken
ken
l Hilfshydraulik einschalten.

Maschine komplett anheben

Bild 57

l Drehtaster 13 (Bild 57) zum Anheben nach


rechts- und zum Absenken nach links drehen.

Maschine nur vorne anheben/ absen-


Bild 56 ken
l Hebel 10 (Bild 56) nach vorne, in Stellung I,
drücken.
Die gesamte Maschine wird vorne und hinten an-
gehoben.
l Hebel nach rechts, in Stellung II, drücken.
Die gesamte Maschine wird vorne und hinten an-
gehoben. Dabei werden Rotorantrieb, Wasser-
sprühanlage und Förderband automatisch
ausgeschaltet.

Bild 58

l Hebel 10 (Bild 58) nach hinten in Modus


„Hand“ stellen.
l Drehtaster (11) bzw. (12) zum Anheben nach
rechts- und zum Absenken nach links drehen.

58 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.9 Automatische Höhennivel- 4.10 Frästrommel ein-/ausschal-


lierung ten

i Hinweis Einschalten
Für diese Funktion müssen die Sensoren instal-
liert sein. Gefahr
!

Die automatische Höhennivellierung steuert die Lebensgefahr!


beiden vorderen Hydraulikzylinder der Stützen an, Vor dem Einschalten der Frästrommel sicher-
um eine gleichmäßige Frästiefe zu erreichen. stellen, daß sich niemand im Gefahrenbereich
l Hilfshydraulik einschalten. befindet.
Vor dem Einschalten der Frästrommel immer
Signalhorn betätigen

Achtung
!

Vor dem Einschalten der Frästrommel prüfen,


daß kein Bodenkontakt besteht, ggf. Maschine
anheben.

i Hinweis
Die Frästrommel kann nur eingeschaltet werden,
wenn:
- der Motor im Leerlauf (940/min) dreht,
Bild 59
- der Fahrhebel sich in „Neutral“ befindet,
l Hebel 10 (Bild 59)nach links, in Stellung „Auto-
- eine niedrige Fahrstufe (Arbeitsgeschwindigkeit)
matik“ stellen.
gewählt wurde
l Mit Schalter (9) den Modus der Höhennivellie- - und das Abstreiferschild abgesenkt ist.
rung auswählen.
l Hilfshydraulik einschalten.

i Hinweis
Die Seite, die nicht automatisch höhengeregelt
wird kann manuell gesteuert werden oder mit Hilfe
des Neigungssteuerung*.

Bild 60

l Hupe betätigen (Bild 60).

* Sonderausstattung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 59


Bedienung

Bild 61 Bild 63

l Drehschalter 22 (Bild 61) in Position „I“ stellen. l Drehschalter 22 (Bild 63) in Position „0“ stel-
Die Kupplung des Fräsantriebes wird geschlossen len.
und die Frästrommel beginnt sich zu drehen. Die Kupplung des Fräsantriebes wird geöffnet und
Dir Kontrollampe leuchtet auf. die Frästrommel stoppt.
Die Kontrollampe verlöscht.
i Hinweis
Die Kupplung des Fräsantriebes wird mit Hilfe ei- Gefahr
!

nes Hydraulikzylinders betätigt. Das Manometer Lebensgefahr!


im Bedienpult sollte einen konstanten Druck von
Vor dem Zutritt zur Frästrommel warten bis die
ca. 33 bar anzeigen.
Trommel stillsteht.
Zum Fräsen, siehe entsprechenden Abschnitt.

Bild 62

l Nach kurzer Wartezeit Motordrehzahl 24 (Bild


62) erhöhen.

Ausschalten
l Fahrhebel in „Neutral stellen.
l Morordrehzahl auf „Leerlauf“ drehen

60 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

Abstreifer anheben
4.11 Abstreifer bedienen

i Hinweis
Der Abstreifer kann auch vom Bedienpult Fahrer-
stand bedient werden
l Hilfshydraulik einschalten.

Arbeitsstellung (Schwimmstellung)

Bild 66

l Taster (Bild 66) nach links drehen.


Das Abstreiferschild fährt nach oben, so lange der
Taster betätigt wird.
Die Warnlampen links und rechts blinken.

Bild 64

l Taster (Bild 64) nach rechts drehen.


Der Abstreifer wird mit einem einstellbaren Vor-
druck nach unten gedrückt. Die Kontrollampe im
Schalter leuchtet auf.

Bild 65

l Vorspanndruck am Drehknopf ggf. (Bild 65)


einstellen.
Der eingestellte Vorspanndruck kann am Mano-
meter abgelesen werden.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 61


Bedienung

4.12 Kantenschutz bedienen*

i Hinweis
Der Abstreifer kann auch vom Bedienpult Fahrer-
stand bedient werden.
l Hilfshydraulik einschalten.

Arbeitsstellung (Schwimmstellung)

Bild 69

l Taster 6 bzw. 7 (Bild 69) nach links drehen.


Der Kantenschutz fährt vollständig nach oben. Der
Fräsantrieb wird ausgeschaltet.
Die Warnlampen links und rechts blinken.

Bild 67

l Taster 6 und 7 (Bild 67) in Mittelstellung.

Kantenschutz anheben

Bild 68

l Taster 6 bzw. 7 (Bild 68) nach rechts drehen.


Der Kantenschutz fährt nach oben, so lange der
Taster betätigt wird. Der Hub wird durch einen Si-
cherheitsschalter begrenzt.
Die Warnlampen links und rechts blinken.

* Sonderausstattung

62 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.13 Abwurf- und Aufnahme-


band bedienen

! Gefahr
Verletzungsgefahr!
Vor dem Einschalten des Förderbandes prüfen
daß sich keine Personen im Abwurfbereich be-
finden

!Achtung
Bild 71
Wird die Maschine in Transportgeschwindig-
keit bewegt, Abwurfband immer absenken und l Zum Ausschalten, Taster 21 (Bild 71) nach
in Mittelstellung ausrichten. links drehen bis die Kontrollampe erlischt.

l Hilfshydraulik einschalten. Geschwindigkeit einstellen


Förderband ein- /ausschalten

Bild 72

l Bei Bedarf, Bandgeschwindigkeit am Dreh-


Bild 70
knopf (Bild 72) einstellen.
l Zum Einschalten, Taster 21 (Bild 70) nach
rechts drehen bis die Kontrollampe aufleuch- Förderband rückwärts laufen lassen
tet.

i Hinweis
Nur für Wartungszwecke

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 63


Bedienung

Abwurfband schwenken

Bild 73

l Wahlschalter 21 (Bild 73) in Stellung „0“ für ca


Bild 75
3 Sekunden drücken und festhalten.
Das Förderband bewegt sich in niedriger Ge- l Steuerhebel (Bild 75) nach links bzw. rechts
schwindigkeit rückwärts bis der Schalter losgelas- drücken.
sen wird. Das Abwurfband schwenk nach links- bzw. nach
rechts, solange der Hebel betätigt wird.
Abwurfband anheben / absenken
Aufnahmeband anheben / absenken

i Hinweis
Das Aufnahmeband kann auch vom Bedienpult
Fahrerstand bedient werden

Bild 74

l Steuerhebel (Bild 74) nach vorne bzw. hinten


drücken.
Das Abwurfband hebt- bzw. senkt sich solange
der Hebel betätigt wird.
Bild 76

l Taster (Bild 76) nach links drehen.


Das Aufnahmeband mit dem Sammelfuß fährt
nach oben, so lange der Taster betätigt wird.

64 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.14 Maschine fahren

Vorraussetzungen
l Der Dieselmotor läuft mit max. Drehzahl.
l Die Hilfshydraulik ist einschaltet.
l Keine Warnlampen leuchten.
l Fahrhebel steht in „Neutral“.
l Der Frästrommelantrieb ist ausgeschaltet.
l Die Maschine ist in höchste Position angeho-
Bild 77 ben.
l Taster (Bild 77) nach rechts drehen. l Das Abstreiferschild ist heruntergeklappt.
Das Aufnahmeband mit dem Sammelfuß fährt
nach unten, so lange der Taster betätigt wird
(Schwimmstellung).

Bild 78

l Fahrstufe Transport- oder Arbeitsgeschwin-


digkeit wählen 4 (Bild 78).
l Zusätzlich, wenn Arbeitsgeschwindigkeit ge-
wählt wurde, den Modus der Grenzlastrege-
lung (3) auswählen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 65


Bedienung

Vor- /Rückwärts fahren


4.15 Vorbereitung zum Arbeits-
einsatz

Abstreifer, Fräsmeißel und Halter auf


Zustand prüfen

! Gefahr
Lebensgefahr!
Vor dem Zutritt zur Frästrommel muß der Mo-
tor abgestellt und der Zündschlüssel abgezo-
gen werden.
Bild 79 Warnschild auf dem Bedienpult anbringen.
l Fahrhebel in gewünschte Fahrtrichtung aus-
steuern (Bild 79). !Achtung
Den Zustand der Abstreifer, Fräsmeißel und
die Sitzflächen der Halter ggf. mehrmals am
Tag prüfen, um Schäden am Rotor zu vermei-
den.
l Dieselmotor starten.
l Hilfshydraulik einschalten.

Bild 80

l Maschine (Bild 80) vollständig anheben.

Gefahr
!

Unfallgefahr!
Bei Arbeiten an der Frästrommel immer die Si-
cherheitsstützen anbringen.

66 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

Bild 81 Bild 83

l An allen vier Hubzylindern die Sicherheitsstüt- l Drucktaster Motor-Stopp (Bild 83) betätigen
zen anbringen (Bild 81). bis der Motor stehen bleibt.
l Zündschlüssel abziehen und Warnschild am
i Hinweis Bedienpult anbringen.
Bei Bedarf, für eine besser Zugänglichkeit, kön-
nen die hinteren Kettenantriebe auch gedreht wer- Gefahr
!
den.
Lebensgefahr!
Nur bei stillstehendem Motor und Frästrommel
unter die Maschine treten.

Bild 82

l Drehtaster 6 (Bild 82) betätigen bis das Ab-


streiferschild vollständig aufgeklappt und in
Bild 84
die Verriegelung einrastet ist.
l Frästrommel mit der Hand drehen und dabei
Die Kontrollampe leuchtet auf.
Fräsmeißel und Halter (Bild 84) auf Zustand
und Befestigung prüfen. Rundschaftmeißel
müssen sich in der Hülse drehen lassen.
l Ggf. Fräsmeißel auswechseln siehe Abschnitt
„Wartung nach Bedarf“.

! Achtung
Fräsmeißel bei Verlust des Hartmetalls sofort
austauschen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 67


Bedienung

Werden die Fräsmeißel nicht rechtzeitig ge-


wechselt, entstehen Schäden an der Frästrom-
mel bzw. Meißelhaltern.

Bild 87

l Sammelfuß (Schar) in Schwimmstellung


schalten (Bild 87).
Bild 85
Nivelliersteuerung anschließen
l Abstreifer (Bild 85) auf Zustand und Befesti-
gung prüfen.
l Ggf. Abstreifer Auswechseln siehe Abschnitt
„Wartung nach Bedarf“.

! Gefahr

Verletzungsfefahr!
Vor dem Starten des Dieselmotors darauf au-
chen, daß sich niemand im Gefahrenbereich
befindet.
l Dieselmotor wieder starten und Hilfshydraulik
einschalten.
Bild 88

l Das Bedienpult (Bild 88) der Nivelliersteue-


rung am Bedienplatz oder seitlich der Maschi-
ne anschließen.

Wassersprühanlage Absperrhähne öff-


nen
l Füllstand Wassertank prüfen, ggf. auffüllen.

Bild 86

l Abstreiferschild zuerst ein Stück nach oben


fahren 1 (Bild 86).
l Sicherung (2) ausrasten und Abstreiferschild
vollständig abklappen (3).

68 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.16 Arbeitsbetrieb, Frästiefe


einstellen
Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf
eine Standardmaschine die mit einer elektroni-
schen Nivelliersteuerung PLC und Drahtseilsen-
soren ausgerüstet ist.
Bei Maschinen mit anderen Sensoren siehe Ab-
schnitt „Automatische Frästiefensteuerung“

Gefahr
!
Bild 89 Unfallgefahr!
l Absperrhahn Wasserpumpe 1 (Bild 89) öffnen.
Bei zu schnellem Absenken der Frästrommel
l Ggf. Wassermenge einstellen. in den harten Untergrund, kann der Bodenkon-
takt der Kettenantriebe verloren gehen. Da-
Rundumwarnlampe einschalten durch setzt sich die Maschine rückwärts in
Bewegung.
Sofort Frästrommel ausschalten oder Not-
Stop-Schalter betätigen.

Achtung
!

Niemals ohne eingeschaltetem Wassersprüh-


system Fräsen.

Maschine ausrichten
l Maschine zum Startpunkt der Arbeit fahren.

Bild 90

l Rundumwarnlampe (Bild 90) einschalten.

Bild 91

l Drehschalter 4 (Bild 91) Arbeits- und Trans-


portstufen auf Arbeitsstufe zum Fräsen stel-
len.
l Wahlschalter (3) Modus niedrige Geschwin-
digkeit der Grenzlastregelung auswählen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 69


Bedienung

l Maschine gerade ausrichten und an der Start-


markierung anhalten.
l Warten, bis der LKW mit der Ladefläche unter
dem Abwurfband steht.

Bild 94

l Dieselmotor mit max. Drehzahl laufen lassen


24 (Bild 94).

Bild 92

l Führungsstab an der Bezugslinie ausrichten


(Bild 92).

Querneigung und Frästiefe festlegen

Achtung
!

Frästrommel und Förderband nur bei niedriger


Drehzahl einschalten.
l Die Frästiefensteuerung PLC auf die geforder-
te Schnittiefe für beide Seiten einstellen, bzw.
Bild 95
einer Seite und die Neigungssteuerung ein-
stellen. Siehe nachfolgendes Kapitel. l Die Höhensteuerung in Modus „Hand“ 10 (Bild
95) stellen.
l Maschine gleichmäßig vorne und hinten ab-
senken (Schalter 11, 12, 13), bis die Fräszäh-
ne den Straßenbelag berühren.

Bild 93

l Förderband 21 (Bild 93) einschalten.


l Fräsantrieb (22) einschalten.

70 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

Bild 96 Bild 98

l Maschine hinten so weit absenken, bis die hin- l Nivelliersteuerung auf „Automatik“ 10 (Bild 98)
teren Referenzstangen (Bild 96) aus dem Mo- stellen.
torraum herausragen. Die Maschine wird vorne automatisch auf die
Frästiefe abgesenkt.

i Hinweis
Ggf. die Frästiefe durch Verstellen der hinteren
Stützen mit den Drehschalter 13 (Bild 100) korri-
gieren

Bild 97

l Wassersprühsystem 23 (Bild 97) einschalten.

Gefahr
!

Unfallgefahr!
Bei zu schnellem Absenken der Frästrommel
Bild 99
in den harten Untergrund, kann der Bodenkon-
takt der Kettenantriebe verloren gehen. Da- l Wenn die gewünschte Frästiefe erreicht ist,
durch setzt sich die Maschine rückwärts in Fahrhebel langsam etwas nach vorne aus-
Bewegung. steuern (Bild 99).

i Hinweis
In dieser Arbeitsphase Maschine nur ganz lang-
sam fortfahren, damit der rechte, hintere Ketten-
antrieb langsam in die gefräste Spur
hinunterfahren kann und die Maschine waage-
recht bleibt.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 71


Bedienung

Ansschließend kann die größtmögliche Arbeitsge-


schwindigkeit ausgenutzt werden.

Während des Arbeitseinsatzes


Wenn die Maschine in Längsrichtung unausgegli-
chen verhält, kann das durch Bewegungen der
hinteren Stützen verursacht werden.

Bild 102

l Grenzlastregelung Stufe „hohe Geschwindig-


keit wählen 3 (Bild 102), wenn vom Dieselmo-
tor keine hohe Leistung gefordert wird, z.B.
niedrige Frästiefe bzw. leicht zu brechende
Straßenoberfläche.
l Die Differenzialsperre (4) nur einschalten bei
seitlichem wegrutschen, und nur für diesen
Bild 100 Zeitraum.
l Zum Ausgleich, ggf. Maschine hinten etwas l Wasserstand regelmäßig kontrollieren und
anheben 13 (Bild 100). rechtzeitig nachfüllen

Achtung
!

Niemals ohne Wassereinsprühung fräsen.


l Mit dem LKW-Fahrer Zeichen (Signalhorn) ab-
sprechen, damit der Arbeitsablauf synchron
abläuft und der LKW gleichmäßig beladen
werden kann.
Wenn der LKW beladen ist:
l Maschine anhalten,
l Antrieb Frästrommel abschalten,
l wenn das Förderband geleert ist, Antrieb För-
Bild 101 derband abstellen,
l Um leichte Richtungskorrekturen vorzuneh- l Wassersprühsystem abstellen,
men, Lenkung in Modus „A“ bzw. „A+Hand“
stellen (Bild 101). l Dieselmotor im Leerlauf drehen lassen.

72 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.17 Automatische Frästiefen-


steuerung (PLC)

! Achtung
Vor dem Auswechseln der Sensoren Tiefe/Nei-
gung, einer Seite, Maschine stillsetzen.
Mit Taste 15 oder 20 Modus „Manuell“ auswäh-
len.
Sensor auswechseln und „0“-Stellung justie-
ren.
Bild 103
Nach dem Neustart der Maschine überprüfen,
ob sich die Schnittiefe verändert hat.
i Hinweis
Vorraussetzungen zum Einstellen der Frästtiefe:
Die zuvor beschriebene Tätigkeit kann ebenso
durch Stellung des Drehschalters (Bild 103) in Po- l Der Dieselmotor dreht im niedrigen Leerlauf,
sition „0“ durchgeführt werden. l die Maschine ist vollständig angehoben.

i Hinweis
Die manuelle oder automatische Frästiefenrege-
lung steuert die vorderen Hydraulikzylinder der
Stützen an.
Bis zu drei Tiefensensoren können je Seite instal-
liert werden. Der Computer erkennt sie, sobald sie
angeschlossen sind. Der Computer vergleicht die
Meßwerte mit dem Sollwert zur Frästiefensteue-
rung. Ist an einer Seite kein Tiefensensor ange-
schlossen, wird auch kein Wert am Display
angezeigt.

Achtung
!

Display nicht mit Handschuhen oder schmutzi-


gen Lappen abwischen. Zur Reinigung keine
Lösungsmittel benutzen!
Nach dem Einsatz, immer Schutzabdeckung
schließen und Gerät sicher verstauen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 73


Bedienung

Nullstellung Schnittiefe Nullstellung Querneigung

Bild 104 Bild 106

l Die Höhensteuerung in Modus „Hand“ 10 (Bild l Die Höhensteuerung in Modus „Hand“ 10 (Bild
104) stellen. 106) stellen.
l Maschine gleichmäßig vorne und hinten ab- l Maschine gleichmäßig vorne und hinten ab-
senken (Schalter 11, 12, 13), bis die Fräszäh- senken (Schalter 11, 12, 13), bis die Fräszäh-
ne den Straßenbelag berühren. ne den Straßenbelag berühren.

Bild 105 Bild 107

l Mit Taste 6 und 16 (Bild 105) Modus „DEPTH“ l Mit Taste 6 und 16 (Bild 107) Modus „SLOPE“
für beide Seiten auswählen. für beide Seiten auswählen.
l Zum Nullen der Tiefenanzeige, Tasten 9 bzw. l Zum Nullen der Tiefenanzeige, Tasten 9 bzw.
13 gleichzeitig mit Taste 11 drücken. 13 gleichzeitig mit Taste 11 drücken.

i Hinweis
"0" Anzeige für Neigung bedeutet, daß die aktuelle
Position der Frästrommel als die Bezugsstellung
angenommen wird.

74 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

Schnittiefe links/rechts einstellen

Bild 110

l Taste 11 (Bild 110) gleichzeitig mit Taste 10


Bild 108
oder 12 drücken.
l Wählhebel 10 (Bild 108) in Modus „Hand“ stel- Das Symbol „Schloß“ (17) erscheint auf der Anzei-
len. ge,
l Mit Taste (7/8) oder (14/15) gewünschte
Schnittiefe einstellen.

i Hinweis
Diese Einstellung kann nur ausgeführt werden,
wenn auf dem Bedienpult der Modus „A“ Automa-
tik oder „M“ Manuell für beide Seiten ausgewählt
wurde.
l Zum Deaktivieren der Funktion, Taster11 mit
Taste 10 oder 12 nochmals drücken.

Automatische Nivellierung
Bild 109

l Mit Taste 6 (Bild 109) Modus „DEPTH“ für die


rechte Seite auswählen.
l Mit Taste (7/8) gewünschte Schnittiefe einstel-
len.
l Mit Taste 16 Modus „DEPTH“ für die linke Sei-
te auswählen.
l Mit Taste (14/15) gewünschte Schnittiefe ein-
stellen.

Schnittiefe beider Seiten gleichzeitig


einstellen
Bild 111

i Hinweis l Hebel 10 (Bild 111) in Stellung „Automatik“


Wenn der Tiefensensor beider Seiten benutzt stellen.
wird, kann die Schnittiefe beider Seiten, gleichzei-
tig auf den gleichen Wert, eingestellt werden.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 75


Bedienung

Ultraschallsensor*
Ein Ultraschallsensor zum Folgen einer Oberflä-
che, Bordstein oder Führungsseil kann auf einer
der beiden Seiten montiert werden.
In diesem Fall steuert der Neigungssensor die ge-
genüberliegende Seite.

i Hinweis
Dokumentation des Zulieferers beachten.

Erstinbetriebnahme
Bild 112

l Mit Taster 12 und 10 (Bild 112) den „Automa- i Hinweis


tik“ Modus aktivieren Damit man mit zwei Steuergeräten zusammenar-
Die Maschine fährt die eingestellten Werte für beiten kann muß jedes Steuergerät eine unter-
Schnittiefe und Neigung an. schiedliche Anfangsgrundstellung A oder B
besitzen.

i Hinweis Ein abgebautes Instrument wird nach dem erneu-


ten Anschluß auf „A“ konfiguriert. Um das zu Än-
Die automatische Schnittiefensteuerung korrigiert
dern nachfolgende Arbeitsschritte durchführen:
wenn:
- die Tiefe um ±1 mm differiert,
die Querneigung um mehr als ±0,1% vom Sollwert
abweicht.

Bildschirmhelligkeit einstellen

Bild 114

l Bei ausgeschalteter Zündung, Taste 14, 15


und 8 (Bild 114) gleichzeitig drücken.
l Bei gedrückten Tasten die Zündung wieder
einschalten (zweite Person).

Bild 113
Eine Seite mit drei Symbolen (A, B und X) er-
scheint.
l Taster 11 drücken und dabei Taste 15 (+) bzw.
14 (-) (Bild 113) zusätzlich drücken. l Tasten loslassen und gewünschte Einstellung
„A“ oder „B“ mit der Taste A/M unter dem Sym-
bol auswählen.

* Sonderausstattung

76 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

Nullstellung Lenksensor* 4.18 Arbeitsbetrieb stoppen/be-


enden
i Hinweis
Wurde ein Lenksensor ausgetauscht, Nullstellung
wie folgt einstellen: Zeitweise Arbeitsunterbrechung
l Fahrantriebsketten zur Längsachse der Ma-
schine ausrichten. i Hinweis
l Sensor so justieren, daß das Seil auf beiden Diese Tätigkeit durchführen, wenn z.B. der LKW
Seiten den gleichen Hub hat (Sensor zen- beladen ist.
triert).
l LKW-Fahrer mit dem Horn signalisieren, daß
der LKW beladen ist.

Bild 115

l Bei ausgeschalteter Zündung, Taste 14, 15 Bild 116


und 8 (Bild 115) gleichzeitig drücken.
l Drehschalter (Bild 116) auf „0“ stellen.
l Bei gedrückten Tasten (14, 15 und 18) die
Zündung wieder einschalten (zweite Person). Einsatz beenden und Maschine aus
Eine Seite mit drei Symbolen (A, B und ⊗ ) er- der Frässpur fahren
scheint.
l Ca. 30 Sekunden warten bis sich das System i Hinweis
stabilisiert hat.
Wenn die Frästrommel an das Ende der Fräsflä-
l Tasten loslassen und ca. 30 Sekunden warten che gekommen ist, folgende Arbeitsschritte durch-
bis sich das System stabilisiert hat. führen:
l Zur Nullstellung Taste (11) „DIS 0“ drücken. l Zum Anhalten der Maschine, Fahrhebel in
Auf dem Display erscheint automatisch die Ar- „Neutral“ stellen.
beitsseite. l Frästrommel und Förderband noch so lange
laufen lassen, bis alles Material auf die Lade-
fläche des LKW transportiert wurde.

* Sonderausstattung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 77


Bedienung

4.19 Schutzdach Fahrerstand


bedienen

i Hinweis
Das Schutzdach kann mit Hilfe einer Hilfshydrau-
likpumpe für den Transport abgeklappt werden.

Bild 117

l Maschine komplett über alle vier Stützen an-


heben 10 (Bild 117).
Der Antrieb Frästrommel und Förderband, sowie
das Wassersprühsystem werden automatisch ab-
geschaltet.
l Maschine langsam aus der Frässpur und zum
Abstellplatz oder neuem Einsatzort fahren.
Bild 118
Tätigkeiten am Tagesende l Klemmhebel (Bild 118) lösen.
l Maschine gründlich reinigen.
l Wird die Maschine in Kürze nicht wieder ein-
gesetzt, Wasser vollständig ablassen.
l Ggf. notwendige Wartungsarbeiten durchfüh-
ren.

Bild 119

l Zum Einfalten des Schutzdaches, Drehtaster


(Bild 119) nach links drehen.

78 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.20 Im Notfall
l Im Notfall einen der Not-Aus-Schlagtaster auf
dem Bedienfeld Fahrerstand oder seitlich an
der Maschine betätigen.
Der Dieselmotor wird abgestellt und die Feststell-
bremse geschlossen.

Maschine Abschleppen

Achtung
!

Maschine nur im Notfall, oder um einen Unfall Bild 120


zu verhindern abschleppen. l Zugfahrzeug mit Abschleppseilen, bzw. Ket-
ten an den vorderen Abschleppunkten (Bild
Abschleppstrecke max. 300 m (1000 ft), Ab-
120) der Maschine sicher befestigen.
schleppgeschwindigkeit max. 10 m/min (33
fpm). l Wartungsklappe Motorraum öffnen.
Vorher sicherstellen daß:
- die Zugmaschine von Leistung und Gewicht
dem abzuschleppenden Fahrzeug gleichwertig
ist,
- die Abschleppseile, -ketten und Befesti-
gungsmitteln den Belastungen standhalten
und sicher an den dafür vorgesehenen Punk-
ten befestigt sind,
- die Frästrommel über den Untergrund ange-
hoben ist,
- die Maschine nur an den dafür vorgesehenen
Abschleppösen gezogen wird.
Bild 121
Gefahr
! l Kurzschlußventil Fahrpumpe (Bild 121) voll-
Unfallgefahr! ständig öffnen.
Maschine vor Lösen der Feststellbremse ge-
gen unbeabsichtigtes Wegrollen sichern.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 79


Bedienung

4.21 Maschine für längeren Still-


stand vorbereiten
Wenn die Maschine für längere Zeit außer Betrieb
genommen wird, z.B. Winterperiode, müssen
nachfolgende Arbeiten durchgeführt werden.
l Kraftstofftank mit Diesel auffüllen.
l Maschine gründlich reinigen.
l Maschine unter einem abgedeckten Bereich
abstellen oder mit einer Plane abdecken.
Bild 122 l Batteriehauptschalter abziehen.
l Ventil Feststellbremse (Bild 122) schließen. l Batterien ausbauen, Säurestand prüfen und
ggf. destilliertes Wasser nachfüllen.
l Zugangsklappe vorne links öffnen.
l Batterien regelmäßig nachladen.
l Wassertank vollständig entleeren.
l Wasserkreislauf der Sprühanlage vollständig
entleeren oder mit Wasser/Frostschutzge-
misch füllen.
l Abwurfband absenken und unterbocken, oder
in den Sicherungsseilen hängen lassen.
l Kanthölzer unter die Frästrommel legen und
Maschine so weit absenken, bis die Trommel
mit den Kanthölzern in Kontakt kommt.
l Hydraulikzylinder der Stützen einfetten.
l Maschine abschmieren.
Bild 123

l Zum Lösen der Feststellbremse, Schalter (Bild


123) in Stellung I drehen, bis am Manometer
ca. 30 bar angezeigt werden.
l Wenn notwendig, Maschine mit Drehschalter
anheben, damit die Frästrommel frei kommt.
l Während des Abschleppens muß der Fahres-
tand besetzt sein, damit der Fahrer das Zug-
fahrzeug und den Einweiser sehen kann.

Nach dem Abschleppen


l Ventil Feststellbremse wieder öffnen.
l Kurzschlußventil Fahrpumpe wieder schlie-
ßen.

80 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.22 Maschine verschrotten 4.23 Wassersprühanlage bedie-


nen
Wenn die Maschine nicht mehr eingesetzt werden
kann und verschrottet werden muß, nachfolgende
Arbeiten durchführen und Maschine von einem
zugelassenen Unternehmen zerlegen lassen.

Umwelt
Alle Betriebsstoffe auffangen, nicht in den Bo-
den versickern lassen und gemäß den gesetz-
lichen Bestimmungen entsorgen.
l Batterien ausbauen und bestimmungsgemäß
entsorgen.
l Kraftstofftank entleeren.
l Hydrauliköltank entleeren.
Bild 124
l Kühlflüssigkeit des Dieselmotors und des
Kühlsystems ablassen. l Wassertank mit sauberem Wasser auffül-
len(Bild 124).
l Kühlflüssigkeit des Frästrommel ablassen.
l Schmieröl des Dieselmotors und der Getriebe
ablassen.

! Gefahr
Explosionsgefahr!
Keine Teile, die vorher entflammbare Flüssig-
keiten enthielten, mit dem Schneidbrenner zer-
legen.

Bild 125

l Hauptabsperrhahn 1 (Bild 125) öffnen.


l Mit Absperrhahn (3) benötigte Wassermenge
für die Frästrommel einstellen.
l Mit Absperrhahn (2) die Wassermenge für das
Förderband einstellen.

Achtung
!

Wasserpumpe nicht trocken laufen lassen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 81


Bedienung

4.24 Abwurfband ein / ausklap-


pen

Abwurfband einklappen

Bild 126

l Wasserpumpe (Bild 126) einschalten.

Wassertank entleeren

Bild 128

l Förderband vollständig absenken(Bild 128).


l Maschine vorne absenken.
l Maschine hinten anheben
Dadurch kann der vordere Rahmen des Abwurf-
bandes leichter auf den Boden abgelegt werden.

Bild 127

l Absperrhahn (Bild 127) öffnen und Wasser


vollständig auslaufen lassen.

Zusätzlich bei Frostgefahr


Siehe Abschnitt „Wartung nach Bedarf“.

Bild 129

l Die Verriegelung (Bild 129) zwischen Festem-


und beweglichem Rahmenteil lösen.
l Abwurfband so weit anheben, bis das vordere
Rahmenteil senkrecht nach unten hängt.

82 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

4.25 Verladung, Transport

! Gefahr
Lebensgefahr!
Bei Einweisung der Maschine und bei der Ver-
ladung sich nicht im Fahrbereich der Maschine
aufhalten.
Nur tragfähige und standsichere Verladeram-
pen benutzen. Sicherstellen, daß Personen
durch Abkippen oder Abrutschen der Maschi-
Bild 130 ne nicht gefährdet werden.
l Maschine langsam nach vorne fahren und da- Frästrommel und Förderband immer ausschal-
bei gleichzeitig das Förderband absenken da- ten.
mit sich das Förderband einfaltet (Bild 130). Maschine so verzurren, daß sie gegen Abrol-
len, Verrutschen und Umkippen gesichert ist.
Beim Verladen und Verzurren der Maschine
immer Schäkel an den Anschlagpunkten ver-
wenden.
Verladegewicht und Abmessungen: siehe
techn. Daten

Transport mit Tieflader


l Alle Sensoren für die Frästiefe abbauen und
verstauen.
l Display für die Frästiefensteuerung abbauen
und verstauen.
Bild 131 l Restliches Wasser aus dem Tank ablassen.
l Sicherungsklammer (Bild 131) einsetzen. l Arbeitsbeleuchtung und Rundumkennleuchte
abbauen und in die vorgesehenen Halter ein-
Förderband ausklappen setzen. Die Steckdosen mit Gummistopfen
verschließen.
l Das Ausklappen erfolgt in umgekehrter Rei-
henfolge. l Abwurfband einklappen, (siehe entsprechen-
den Abschnitt).
l Alle Türen und Klappen schließen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 83


Bedienung

Nicht unter schwebende Lasten treten.


Der Kran muß die erforderliche Tragkraft besit-
zen.
Die vier Anschlagseile (Stahldraht) bzw. Ket-
ten müssen mindestens 5 m lang sein und eine
Tragkraft von 5000 daN (kg) besitzen.

Bild 132

l Schwenksicherung Förderband 1 (Bild 132)


aus Halterung schwenken und an Öse an der
Querstrebe anschlagen. Bolzen (2) mit Siche-
rungssplint (3) sichern.

Bild 134

l Zum Anheben, die markierten Hebeösen be-


nutzen (Bild 134)

Verladen mit Hilfe einer Rampe

Gefahr
!

Lebensgefahr!
Die Rampe muß frei sein von Fett, Öl, Schnee
und Eis.
Bild 133 Das Einweiserpersonal muß genügend Ab-
l Maschine auf Tieflader fahren (Bild 133), För- stand halten falls die Maschine ins Rutschen
derband in Richtung Fahrerkabine LKW. kommt.
l Rahmen des Abwurfbandes unterbauen. Die max. zulässige Steigung der Rampe be-
trägt 28% (16°).
l Schutzdach absenken
l Sicherstellen, daß sich niemand im Gefahren-
l Holzbohlen unter die Frästrommel legen und
bereich aufhält.
Maschine solange absenken, bis die
Frästrommel aufliegt . l Förderband absenken und niedrigste Fahrstu-
fe wählen.
l Maschine auf Transportmittel verzurren, dabei
Verzurrung an den entsprechenden Verzurrö-
sen anschlagen.

Verladung mit Kran

Gefahr
!

Lebensgefahr!

84 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Bedienung

Bild 135

l Zulässige max. Steigung beachten (Bild 135).


l Sicherstellen, daß die Laderampe das Maschi-
nengewicht trägt.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 85


Bedienung

86 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


5 Wartung

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 87


Wartung

l Vor Entnahme von Kraftstoff muß das Faß län-


5.1 Allgemeine Hinweise zur gere Zeit ruhig liegen.
Wartung l Nicht mit dem Saugschlauch den Boden-
schlamm im Faß aufrühren.
Achten Sie bei der Durchführung der Wartung auf l Den Kraftstoff nicht unmittelbar vom Boden
die Einhaltung der jeweiligen Sicherheitsvorschrif- absaugen.
ten.
BOMAG
l Der Rest des Faßinhalts ist nicht für den Motor
Eine sorgfältige Wartung der Maschine garantiert geeignet und sollte nur für Reinigungszwecke
eine weit größere Funktionssicherheit und erhöht verwendet werden.
die Lebensdauer wichtiger Teile. Der hierfür not-
wendige Aufwand steht in keinem Verhältnis zu
den Störungen, die bei Nichtbeachtung auftreten Hinweis zur Leistung des Motors
können. Beim Dieselmotor sind Verbrennungsluftmenge
Die Bezeichnungen rechts/links sind immer auf und Kraftstoffeinspritzmenge sorgfältig aufeinan-
Fahrtrichtung bezogen. der abgestimmt und bestimmen Leistung, Tempe-
raturniveau und Abgasqualität des Motors.
l Vor allen Wartungsarbeiten Maschine und Mo-
tor gründlich reinigen. Sollte Ihre Maschine dauernd in "dünner Luft" (in
größeren Höhen) und mit voller Auslastung arbei-
l Für Wartungsarbeiten Maschine auf ebenem ten müssen, fragen Sie den BOMAG-Kunden-
Untergrund abstellen. dienst oder den Kundendienst des Motor-
l Wartungsarbeiten grundsätzlich nur bei still- Herstellers.
stehendem Motor durchführen.
l Vor Arbeiten an Hydraulikleitungen diese erst Hinweise zur Hydraulikanlage
drucklos machen. Sauberkeit ist bei Wartung der Hydraulikanlage
l Vor Arbeiten an elektrischen Anlageteilen der von allergrößter Bedeutung. Vermeiden Sie, daß
Maschine Batterie abklemmen und isolierend Schmutz und andere verunreinigende Stoffe in
abdecken. das System gelangen können. Durch kleine Teil-
chen können Ventile riefig werden, Pumpen fest-
l Bei Arbeiten im Bereich des Knickgelenks laufen, Drossel- und Steuerbohrungen verstopfen,
Knickgelenksicherung (Transportsperre) ein- wodurch kostspielige Reparaturen entstehen.
setzen.
l Wird bei der täglichen Ölstandkontrolle ein Ab-
sinken des Hydraulikölstands festgestellt,
Umwelt dann alle Leitungen, Schläuche und Aggrega-
Fangen Sie bei Wartungsarbeiten Öle, Kühl- te auf Undichtheit prüfen.
flüssigkeit und Kraftstoff auf und lassen Sie l Äußere Undichtheiten sofort abstellen. Im Be-
diese nicht ins Erdreich oder in die Kanalisati- darfsfall den zuständigen Kundendienst infor-
on versickern. Öle, Kühlflüssigkeit und Kraft- mieren.
stoff umweltfreundlich entsorgen.
l Fässer mit Hydrauliköl nicht im Freien lagern,
mindestens unter einer Abdeckung. Wasser
Hinweise zur Kraftstoffanlage kann durch die Spundöffnung bei Witterungs-
Die Lebensdauer des Dieselmotors ist maßge- unterschieden eingesaugt werden.
bend abhängig von der Sauberkeit des Kraftstoffs.
l Verschraubungen, Einfülldeckel und deren
l Kraftstoff frei von Verschmutzungen und Was- Umgebung vor dem Entfernen reinigen, damit
ser halten, sonst werden die Einspritzorgane kein Schmutz eindringen kann.
des Motors beschädigt.
l Tanköffnung nicht unnütz offenlassen, son-
l Innen verzinkte Fässer sind für die Lagerung dern immer abdecken, damit nichts hineinfal-
von Kraftstoff nicht geeignet. len kann.

88 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Wartung

Hinweise zur Kühlanlage


5.2 Betriebsstoffe
Bei flüssigkeitsgekühlten Motoren ist die Aufberei-
tung und Kontrolle der Kühlflüssigkeit besonders
zu beachten, da sonst durch Korrosion, Kavitation Motoröl
und Gefrieren Schäden am Motor auftreten kön-
nen. Qualität
Die Aufbereitung der Kühlflüssigkeit erfolgt durch Schmieröle werden nach ihrer Leistungsfähigkeit
Beimischen eines Kühlsystemschutzmittels zum und Qualitätsklasse eingeteilt. Öle nach anderen,
Kühlwasser. vergleichbaren Spezifikationen können verwendet
Das Kühlsystem muß laufend überwacht werden. werden.
Dies beinhaltet neben der Kontrolle des Kühlflüs-
sigkeitsstandes auch die Überprüfung der Kühlsy- Zugelassene Motorschmieröle
stemschutzmittel-Konzentration. ACAE* E3/96/E5-02 E4-99
Die Kontrolle der Kühlsystemschutzmittel-Kon- API** CH-4/CG-4 -
zentration kann mit Handelsüblichen Prüfgeräten
(glycomat) erfolgen. Die genaue Zuordnung der zulässigen Ölqualität
und Ölwechselintervallen sind im nachfolgenden
Abschnitt „Schmierölwechselintervalle“ aufge-
! Gefahr führt.
Gesundheitsgefahr! Fragen Sie im Zweifelsfall Ihre Service-Vertre-
Bei Mischungen von Kühlsystemschutzmitteln tung.
auf Nitritbasis mit Mitteln auf Aminbasis bilden
Ölviskosität
sich gesundheitsgefährliche Nitrosamine.
Grundsätzlich sind Mehrbereichsöle zu verwen-
den.
Umwelt
Da Schmieröl seine Viskosität (Zähflüssigkeit) mit
Kühlsystemschutzmittel müssen umwelt- der Temperatur ändert, ist für die Auswahl der Vis-
freundlich entsorgt werden. kositätsklasse (SAE-Klasse) die Umgebungstem-
peratur am Betriebsort des Motors maßgebend.
Optimale Betriebsverhältnisse erreichen Sie,
wenn Sie sich an nebenstehendem Ölviskositäts-
diagramm (Bild 136) orientieren.
Gelegentliches Unterschreiten der Temperatur-
grenzen kann zwar die Kaltstartfähigkeit beein-
trächtigen, führt jedoch nicht zu Motorschäden.
Überschreiten der Einsatzgrenzen sollte im Sinne
einer Verschleißminimierung nicht über einen län-
geren Zeitraum erfolgen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 89


Wartung

Kraftstoffe
Qualität
Verwenden Sie nur handelsüblichen Marken- Die-
selkraftstoff, dessen Schwefelgehalt unter 0,5%
liegt und achten Sie beim Einfüllen auf Sauberkeit.
Höherer Schwefelgehalt hat Auswirkungen auf die
Ölwechselintervalle. Bei niedrigen Außentempe-
raturen nur Winter- Dieselkraftstoff verwenden.
Der Kraftstoffvorrat sollte stets so rechtzeitig er-
gänzt werden, daß der Behälter nie leerläuft, da
sonst Filter und Einspritzleitungen entlüftet wer-
den müssen.
Bild 136 Bei Verwendung von Kraftstoffen mit Cetanzahl <
Synthetische Schmieröle bieten aufgrund ihrer 49 ist insbesondere bei niedrigen Außentempera-
besseren Temperatur- und Oxidationsstabilität turen mit schlechtem Startverhalten sowie Weiß-
Vorteile. rauchbildung zu rechnen.

Ölwechselintervalle Folgende Kraftstoffspezifikationen sind zugelas-


sen: DIN/EN 590; DIN 51 601; Nato Codes: F-54,
Die längste zulässige Verweildauer der Schmier- F-75; BS 2869: A1 und A2; ASTM D 975-78: 1-D
ölfüllung im Motor beträgt 1 Jahr. Werden also die und 2-D.
nachstehenden Wechselintervalle innerhalb eines
Jahres nicht erreicht, sind unabhängig von der er- l DIN/EN 590
reichten Betriebsstundenzahl die Schmierölwech- l BS 2869
sel mindestens 1 x jährlich durchzuführen.
l ASTM D 975-78: 1-D und 2-D
ACEA* l Nato Codes: F-54, F-34, F44 und XF63
E3-96/E5-02
E4-99 = 250 BH Winterkraftstoff

API**
Gefahr
!
CG-4/CH-4 = 250 BH
Brandgefahr!
Dieselkraftstoffe dürfen niemals mit Benzin
Achtung
!
gemischt werden.
Diese Intervalle gelten nur für Verwendung ei-
Verwenden Sie im Winter nur Winter-Dieselkraft-
nes Dieselkraftstoffs mit höchstens 0,5 Gw.%
stoff, damit keine Verstopfungen durch Paraffin-
Schwefel und für Umgebungstemperatur ober-
ausscheidungen entstehen. Bei sehr tiefen Tem-
halb -10 °C.
peraturen ist auch bei Winter-Dieselkraftstoff mit
Bei Verwendung von Kraftstoffen mit mehr als störenden Ausscheidungen zu rechnen.
0,5% bis 1% Schwefel oder bei Umgebungs- Meistens kann auch ausreichende Kältefestigkeit
temperaturen unter -10 °C sind die Ölwechsel- durch Zugabe eines „Fließverbesserers“ (Kraft-
intervalle der Tabelle zu halbieren. Bei stoffadditive) erreicht werden. Fragen Sie hierzu
Kraftstoffen mit einem Schwefelgehalt über den Motorhersteller.
1% fragen Sie Ihre zuständige Service-Vertre-
tung.
Kühlflüssigkeit, Kühlsystemschutz-
mittel
Für die Kühlflüssigkeitsmischung nur weiches Lei-
tungswasser (Trinkwasser).
* European Engine Oil Sequences
** American Petroleum Institut

90 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Wartung

basis, des Schmiertechnischen Dienst des jeweili-


gen Ölherstellers ansprechen.
Wasserqualität max.
Chlorid-Ionengehalt Cl 40 mg/Liter Nach der erfolgten Umstellung eine verstärkte Fil-
Sulfat-Ionengehalt SO4 100 mg/Liter terüberwachung durchführen.
Gesamthärte 170 mg/Liter
ph-Wert 5,5 bis 8,5 Achtung
!

Ölwechsel Bio-Hydrauliköl:
Frostschutzmittel müssen bei jedem Klima zum
Gefrier- Korrosions- und Siedepunktschutz ver- Regelmäßigen Ölanalysen auf Wasser- und Mi-
wendet werden. neralölgehalt durchführen.
Die Konzentration des Kühlsystemschutzmittels Alle 500 Betriebsstunden Hydraulikölfilerein-
muß zwischen minimal 30% und maximal 50% An- satz auswechseln.
teil zum Wasser betragen.
Öl für Getriebe Frästrommelantrieb
! Achtung und Frästrommellager
Verschiedene Kühlflüssigkeiten und Zusätze Verwenden Sie für den Frästrommelantrieb nur
anderer Art nicht vermischen. Synthetische Getriebeöle auf Basis POLY-
ETHYLEN-GLYKOL nach DIN 51502 bzw. Getrie-
beöle auf Basis POLY-ALPHA-OLEFIN (PAO)
! Gefahr
nach DIN 51517-3 der Viskositätsklasse ISO VG
Bei Mischung von Kühlersystemschutzmitteln 220.
auf Nitritbasis mit Mitteln auf Aminbasis bilden
sich gesundheitsgefährdende Nitrosamine
!Achtung
Diese beiden Schmierstoffe sind nicht misch-
Umwelt
bar!
Kühlsystemschutzmittel müssen umwelt-
freundlich entsorgt werden.
Öl für Getriebe Kettenantrieb
Hydrauliköl Verwenden Sie für das Getriebe nur Mehzweck-
getriebeöle der API-Klasse GL5 mit der Viskosi-
Die Hydraulikanlage wird mit Hydrauliköl HV 46 tätsklasse SAE 90 EP.
(ISO) mit einer kinem. Viskosität von 46 mm2/s bei
40°C betrieben. Zum Nachfüllen bzw. bei Ölwech-
sel nur Qualitäts-Hydrauliköl, Typ HVLP gemäß
Schmierfett
DIN 51524, Teil 3, bzw. Hydrauliköle Typ HV ge- Zum allgemeinen Abschmieren ein EP- Hoch-
mäß ISO 6743/3 verwenden. Der Viskositätsindex druckfett, lithiumverseift verwenden NLGI 2 bzw,
(VI) muß mindestens 150 betragen (Herstelleran- NLGI 3 für die Kupplung Fräsantrieb.
gaben beachten).

Biologisch abbaubares Hydrauliköl


Die Hydraulikanlage kann auch auf Wunsch mit
biologisch abbaubarem Hydrauliköl auf Esterbasis
(Panolin HLP Synth. 46) befüllt sein. Dieses biolo-
gisch schnell abbaubare Hydrauliköl entspricht
den Anforderungen eines mineralölbasischen Hy-
drauliköls nach DIN 51524.
In mit Panolin HLP Synth. 46 befüllten Hydraulik-
anlagen immer nur gleiches Öl nachfüllen. Bei
Umstellung von mineralölbasischem Hydrauliköl
auf biologisch abbaubare Hydrauliköle auf Ester-

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 91


Wartung

5.3 Betriebsstofftabelle

Baugruppe Betriebsstoff Menge ca.

Sommer Winter Achtung


Füllmarken beachten

Motor Motoröl ACEA: E3-96/E5-02 bzw. ca. 30 Liter ohne Ölfilter

API: CG-4/CH-4

Kraftstoff

Diesel Winter- Dieselkraftstoff ca. 500 Liter

Hydraulikanlage Hydrauliköl (ISO), HVLP 46 ca. 125 Liter

Untersetzungsgetriebe Getriebeöle auf Basis POLY-ETHYLEN-GLYKOL ca. 9 Liter


Frästrommelantrieb nach DIN 51502 bzw. Getriebeöle auf Basis POLY-
ALPHA-OLEFIN (PAO) nach DIN 51517-3G der Vis-
kositätsklasse ISO VG 220

Frästrommellager Getriebeöle auf Basis POLY-ETHYLEN-GLYKOL ca. 0,6 Liter


nach DIN 51502 bzw. Getriebeöle auf Basis POLY-
ALPHA-OLEFIN (PAO) nach DIN 51517-3 der Visko-
sitätsklasse ISO VG 220

Getriebe Kettenantrieb Getriebeöl SAE 90, API GL5 ca. 4x 1,3 Liter

Kühlanlage Motor Wasser und Kühlsystemschutzmittel ca. 70 Liter

Schmierstellen: Hochdruckfett lithiumverseift EP NLGI 2) nach Bedarf


Abwurfband, Stützrollen,
Schwenkgabel
Aufnahmeband, Stützrol-
len
Lenkgestänge vorne und
Hinten
Lenkgestänge Ketten vor-
ne und hinten
Buchsen der 4 Stützen
Lager Hydraulikpumpe
Lager Frästrommel

Schmierstellen: Hochdruckfett lithiumverseift EP NLGI 3) nach Bedarf


Kupplung Fräsantrieb

Wassertank Sprühanlage Wasser ca. 1000 Liter

92 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Wartung

5.4 Einfahrvorschrift

Bei der Inbetriebnahme neuer Maschinen bzw.


bei überholten Motoren sind nachfolgende
Wartungsarbeiten durchzuführen:

! Achtung
Bis ca. 250 Betriebsstunden Motorölstand
zweimal täglich prüfen.
Je nach Belastung des Motors geht der Ölver-
brauch nach ca. 100 bis 250 Betriebsstunden
auf das normale Maß zurück.

Nach 30 Minuten Laufzeit


l Keilriemen Dieselmotor nachspannen

Nach 50 Betriebsstunden
l Schraubverbindungen an Ansaug- und Aus-
puffrohr, Ölwanne und Motorbefestigung
nachziehen.
l Schraubverbindungen an der Maschine nach-
ziehen.
l Öl- und Filterwechsel Dieselmotor
l Kraftstoffilter auswechseln
l Ölwechsel Untersetzungsgetriebe Frästrom-
mel
l Ventilspiel prüfen

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 93


Wartung

5.5 Wartungstabelle

alle 50 Betr, Std., wöchentlich


nach 50 Betriebsstunden
alle 10 Betr, Std., täglich
Einfahrvorschriften

alle 1000 Betr. Std.

alle 2000 Betr. Std.


alle 250 Betr. Std.
Nr. Wartungsarbeit Bemerkung

nach Bedarf
5.6 Motorölstand prüfen Meßstabmarkierung X
5.7 Wasserabscheider prüfen X
5.8 Kraftstoffvorrat prüfen X
5.9 Hydraulikölstand prüfen Schauglas X
5.10 Wasservorrat, Sprühdüsen prüfen Schauglas X
5.11 Verbrennungsluftfilter prüfen Anzeige X
5.12 Fräsmeißel, Abstreifer prüfen/auswechseln mehrmals X
5.13 Bodenplatten prüfen X
5.14 Fördergurte prüfen, spannen X
5.15 Sicherungsseile prüfen X
5.16 Maschine abschmieren X
5.17 Staubvorabscheider X
5.18 Kühlflüssigkeitsstand prüfen Schauglas X
5.19 Befestigungsschrauben Meißelhalter nach- X
ziehen
5.20 Befestigungsschrauben Bodenplatten X
nachziehen
5.21 Maschine abschmieren X
5.22 Kühlrippen Motor- und Hydraulikölkühler X
reinigen
5.23 Motoröl und Ölfilterpatrone auswechseln * mind 1x jährlich X X
5.24 Kraftstoffvorfilterpatrone auswechseln X
5.25 Kraftstoffilterpatrone auswechseln X X

94 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Wartung

alle 50 Betr, Std., wöchentlich


nach 50 Betriebsstunden
alle 10 Betr, Std., täglich
Einfahrvorschriften

alle 1000 Betr. Std.

alle 2000 Betr. Std.


alle 250 Betr. Std.
Nr. Wartungsarbeit Bemerkung

nach Bedarf
5.26 Massekabel Zylinderkopf prüfen X
5.27 Kurbelgehäuseentlüftungsfilter reinigen X
5.28 Kühlmittelschläuche prüfen X
5.29 Generatorkeilriemen prüfen, spannen, aus- X
wechseln
5.30 Keilriemen Frästrommel prüfen, auswech- X
seln
5.31 Keilriemen Hydraulikantrieb prüfen, span- X
nen, auswechseln
5.32 Kettenantrieb prüfen X
5.33 Maschine abschmieren X
5.34 Batterie warten Polfett X
5.35 Kraftstofftank Schlamm ablassen X
5.36 Befestigungen am Dieselmotor prüfen X X
5.37 Hydrauliköl und Belüftungsfilter auswech- mind. 1x jährlich X
seln**
5.38 Hydraulikölfilter auswechseln** mind. 1x jährlich X
5.39 Untersetzungsgetriebe Frästrommel Öl mind. 1x jährlich X X
auswechseln
5.40 Frästrommellager Öl auswechseln mind. 1x jährlich X
5.41 Getriebe Kettenantrieb Öl auswechseln mind. 1x jährlich X
5.42 Kühlflüssigkeit auswechseln mind. alle 2 Jahre X
5.43 Ventilspiel prüfen, einstellen*** mind. 1x jährlich X X
5.44 Verbrennungsluftfilter warten mind. 1x jährlich, X
Sicherheitspatrone
mind. alle 2 Jahre
5.45 Wassertank und Wasserfilter reinigen X

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 95


Wartung

alle 50 Betr, Std., wöchentlich


nach 50 Betriebsstunden
alle 10 Betr, Std., täglich
Einfahrvorschriften

alle 1000 Betr. Std.

alle 2000 Betr. Std.


alle 250 Betr. Std.
Nr. Wartungsarbeit Bemerkung

nach Bedarf
5.46 Wassersprühanlage Wartung bei Frostge- X
fahr
5.47 Schmelzsicherung im Schaltschrank aus- X
wechseln
5.48 Anziehdrehmomente X
5.49 Motorkonservierung X
* Ölwechselintervalle von Öl- und Kraftstoffqualität (Schwefelgehalt) abhängig
** Auch bei Reparaturen an der Hydraulikanlage.
*** Auch nach den ersten 500 Stunden.

96 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 10 Betriebsstunden

Alle 10 Betriebsstund en

5.6 Motorölstand prüfen

! Gefahr
Verletzungsgefahr!
Bei allen Wartungs- und Reparaturarbeiten,
Motorraumhaube abstützen.

i Hinweis
Maschine muß waagerecht stehen, Motor abstel-
len.
Bild 138

l Liegt der Ölstand unter Markierungen "MAX"


Öl nachfüllen (Bild 138).
l Liegt der Ölstand über “MAX“, Ursache fest-
stellen und Öl ablassen.

!Achtung
Vor längeren Arbeitsperioden Öl immer bis zur
"MAX"-Marke auffüllen.

Ölsorte und Menge, siehe Abschnitt Betriebs-


stofftabelle

Bild 137

l Ölmeßstab (Bild 137) herausziehen, mit faser-


freiem, sauberem Lappen abwischen und bis
zum Anschlag einstecken.
l Ölmeßstab wieder herausziehen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 97


Alle 10 Betriebsstunden

5.7 Wasserabscheider prüfen, 5.8 Kraftstoffvorrat prüfen


reinigen
! Gefahr
! Gefahr Brandgefahr!
Verletzungsgefahr! Bei Arbeiten an der Kraftstoffanlage kein offe-
nes Feuer, nicht rauchen, nicht in geschlosse-
Bei allen Wartungs- und Reparaturarbeiten,
nen Räumen tanken, keine Kraftstoffdämpfe
Motorraumhaube abstützen.
einatmen.

i Hinweis
Die Wartungsintervalle des Wasserabscheiders
sind vom Wassergehalt des Kraftstoffs abhängig
und können deshalb nicht pauschal festgelegt
werden. Daher nach Motor-Inbetriebnahme zuerst
täglich prüfen, ob im Wasserabscheider Anzei-
chen von Wasser erkennbar sind.
Wird eine zu große Menge abgelassen, muß der
Filter wieder mit Kraftstoff gefüllt werden. Siehe
Abschnitt "Wartung nach Bedarf", Kraftstoffanlage
entlüften.

Umwelt Bild 140


Auslaufenden Kraftstoff auffangen und um- l Kraftstoffstand bei eingeschalteter Zündung
weltfreundlich entsorgen. an der Kraftstoffanzeige p (Bild 140) prüfen.

i Hinweis
Kraftstofftank nie leerfahren, da sonst die Kraft-
stoffanlage entlüftet werden muß.
l Umgebung der Einfüllöffnung reinigen.

Bild 139

l Ablaßschraube (Bild 139) einige Umdrehun-


gen lösen und auslaufenden Kraftstoff / Was-
ser auffangen.
l Ablaßschraube wieder festdrehen auf Dicht-
heit achten, ggf. Dichtring auswechseln.
Bild 141

l Verschlußdeckel (Bild 141) des Kraftstofftanks


öffnen.

98 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 10 Betriebsstunden

Achtung
!
5.9 Hydraulikölstand prüfen
Verschmutzter Kraftstoff kann zum Ausfall
oder Beschädigung des Motors führen.
Falls erforderlich, Kraftstoff durch ein Siebfil- ! Achtung
ter einfüllen. In mit Panolin HLP Synth. 46 befüllten Hydrau-
l Falls erforderlich, Kraftstoff (Diesel oder Win- likanlagen immer nur gleiches Öl nachfüllen.
terdiesel) nachfüllen. Bei anderen Ölsorten auf Esterbasis, den
Schmiertechnischen Dienst des jeweiligen Öl-
Kraftstoffqualität, siehe Abschnitt Betriebs- herstellers ansprechen.
stoffe.

Bild 142

l Ölstand im Hydrauliköltank am Schauglas


(Bild 142) prüfen.

Normalstand
ca. 3 cm unterhalb des oberen Schauglasrandes.

Mindeststand
Mitte Schauglas.

! Achtung
Wird bei der täglichen Ölstandskontrolle ein
Absinken des Hydraulikölstands festgestellt,
alle Leitungen, Schläuche und Aggregate auf
Dichtheit prüfen.
l Falls erforderlich, Hydrauliköl über den Einfüll-
stutzen nachfüllen.

Ölsorte und Menge, siehe Abschnitt Betriebs-


stofftabelle.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 99


Alle 10 Betriebsstunden

5.10 Wasservorrat, Sprühdüsen 5.11 Verbrennungsluftfilter prü-


prüfen fen

i Hinweis
Vor Arbeitsbeginn Wassertank immer auffüllen.

Bild 144
Die Wartung des Trockenluftfilters muß durchge-
führt werden, wenn der gelbe Kolben (Bild 144) die
rot hinterlegte Service - Zone erreicht hat, späte-
Bild 143
stens nach 2 Jahren.
l Füllstand am Schauglas (Bild 143) prüfen.
Nach erfolgter Filterwartung den Anzeiger per
l Zum Auffüllen Verschlußkappe abnehmen, Knopfdruck wieder auf "Null" setzen.
sauberes Wasser einfüllen und Verschlußkap-
pe wieder aufsetzen. Zur Wartung des Verbrennungsluftfilters siehe
Abschnitt „Wartung nach Bedarf“

! Achtung
Wasserpumpe niemals ohne Wasser laufen
lassen.
l Sprühanlage kurz einschalten und die Wirk-
samkeit der Sprühdüsen prüfen.
l Ggf. Düsen abschrauben und reinigen.

100 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 10 Betriebsstunden

5.12 Fräsmeißel, Abstreifer prü-


fen/auswechseln

i Hinweis
Die Fräsmeißel sitzen in einem auswechselbaren
Halter.

Gefahr
!

Lebensgefahr!
Vor dem Zugtritt zur Frästrommel muß der Die- Bild 146
selmotor abgestellt und der Zündschlüssel ab-
gezogen sein. l Abstreiferklappe vollständig aufschwenken
bis die Sicherungshaken (Bild 146) einschnap-
Zusätzlich ein Warnschild an der Armaturenta- pen.
fel anbringen „ Dieselmotor nicht starten!“.
Warnlampen auf beiden Seiten blinken.
l Maschine vollständig anheben.

Bild 147
Bild 145
l Dieselmotor abstellen (Bild 147) und Zünd-
l Alle vier Sicherheitsstützen entriegeln und schlüssel abziehen.
nach unten klappen (Bild 145).
l Warnschild „Dieselmotor nicht Starten, War-
l Hintere Kettenantriebe bei Bedarf im Modus tungsarbeiten“ am Armaturenbrett anbringen.
„Manuell“ bis zum Anschlag nach rechts dre-
hen.
! Gefahr
Lebensgefahr!
Nur bei stillstehender Frästrommel unter die
Maschine treten.

Fräsmeißel prüfen
l Trommel mit der Hand drehen und Fräsmeißel
und Halter prüfen.
l Prüfen, ob sich die Fräsmeißel in der Führung
drehen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 101


Alle 10 Betriebsstunden

sich der Meißel in der Führung nicht dreht. Die Fol-


ge ist ein ungleichmäßiger, ovaler Verschleiß.

Bild 148
Fräsmeißel in gutem Zustand (Bild 148).
Bild 151
Fräsmeißel mit ungleichmäßigem Verschleiß (Bild
151). Meißel muß sofort ausgewechselt werden.

Bild 149
Fräsmeißel mit gleichmäßigem Verschleiß (Bild
149), muß nach kurzem Einsatz ausgewechselt
werden.
Bild 152
Zahnspitze mit Halter ausgefressen (Bild 152).
Meißel muß sofort ausgewechselt werden.

Bild 150
Ist der Fräsmeißel in diesem Zustand (Bild 150),
muß auch der Halter ausgewechselt werden, da

102 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 10 Betriebsstunden

Bild 153 Bild 155


Zahnspitze abgebrochen (Bild 153). Meißel muß Ist der Meißelhalter in diesem Zustand (Bild 155),
sofort ausgewechselt werden. muß der Halter sofort ausgewechselt werden.

Fräsmeißel auswechseln

! Gefahr

Beim Wechseln der Fräsmeißel Schutzbrille


und Handschuhe tragen. Verletzung durch
Hartmetallsplitter!
Beschädigte oder abgenutzte Fräsmeißel mit ei-
nem Dorn und Hammer austreiben .
Neue Fräsmeißel mit einem Kupfer- oder Kunst-
stoffhammer einschlagen.
l Neue Fräsmeißel mit Lagerschale in Halte-
rung bis zum Anschlag eintreiben und prüfen, Bild 156
ob sich der Fräsmeißel drehen läßt. Der Meißelhalter ist extrem verschlissen (Bild
156), Halter sofort auswechseln.
Halter Fräsmeißel prüfen

Bild 154
Meißelhalter in gutem Zustand (Bild 154).

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 103


Alle 10 Betriebsstunden

Halter Fräsmeißel auswechseln Abstreiferleisten auswechseln

Bild 157 Bild 159


Befestigungsschraube 1 (Bild 157) des Halters Befestigungsschrauben 1 (Bild 159) herausdre-
herausdrehen und Halter (2) abnehmen. hen und Abstreiferleisten (2) abnehmen.
Neuen Halter montieren und Befestigungsschrau- Neue Abstreiferleisten montieren und Befesti-
be festziehen. gungsschrauben anziehen.

Abstreiferleisten prüfen

Bild 158
Abstreiferleisten (Bild 158) Zustand prüfen, ggf
auswechseln.
Abstreiferleisten auswechseln, wenn die Kanten
stumpf bzw. gebrochen sind.

104 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 10 Betriebsstunden

5.13 Bodenplatten prüfen 5.14 Fördergurte prüfen, span-


nen

Prüfen

Bild 160

l Zustand der Beschichtung der Bodenplatten


(Bild 160) prüfen, ggf. auswechseln.
Bild 161

l Zustand der Förderbänder (Bild 161) prüfen.


l Förderbänder mit Einschnitten und Ablösun-
gen sofort auswechseln.
l Stütz- und Umlenkrollen auf Sauberkeit prü-
fen, ggf. reinigen.

i Hinweis
Ablagerungen auf den Rollen lassen das Band au-
ßermittig laufen.
l Spannung der Fördernbänder prüfen.
Bei korrekter Spannung werden die Stützrollen
vom Band nicht berührt.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 105


Alle 10 Betriebsstunden

Aufnahmeband spannen Bei laufendem Förderband Sicherheitsabstand


einhalten.
Nicht bei laufendem Förderband die Spannung
einstellen.
l Förderband einschalten und Zentrierung über-
prüfen.

i Hinweis
Die Spannung auf der Seite erhöhen, wohin das
Band ausweicht, bzw. Spannung auf der gegen-
überliegenden Seite vermindern.
Förderband einige Minuten zur Kontrolle laufen
lassen.
Bild 162

l Zum Spannen, auf beiden Seiten, Kontermut-


ter (Bild 162) lösen und Förderband mit der
Schraube spannen.

i Hinweis
Auf beiden Seiten gleichmäßig spannen.

Abwurfband spannen

Bild 163

l Zum Spannen, auf beiden Seiten, Kontermut-


ter (Bild 163) lösen und Förderband mit der
Schraube spannen.

i Hinweis
Auf beiden Seiten gleichmäßig spannen.

! Gefahr

Verletzungsgefahr!

106 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 10 Betriebsstunden

5.15 Sicherungsseile prüfen 5.16 Maschine abschmieren

Abwurfband

Bild 164

l Zustand der Sicherheitsseile (Bild 164) prüfen,


ggf. auswechseln. Bild 165

l Vorderen Rollenhalter (Bild 165) mit drei Stö-


ßen aus der Fettpresse abschmieren.

Bild 166

l Rollenlager (Bild 166) mit drei Stößen aus der


Fettpresse abschmieren.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 107


Alle 10 Betriebsstunden

Aufnahmeband Kupplung Antrieb Frästrommel

Bild 167 Bild 169

l Vorderen Rollenhalter (Bild 167) mit drei Stö- l Lager (Bild 169) mit drei Stößen aus der Fett-
ßen aus der Fettpresse abschmieren. presse abschmieren.

Frästrommel

Bild 168

l Rollenlager (Bild 168) mit drei Stößen aus der


Fettpresse abschmieren. Bild 170

l Lager (Bild 170) mit drei Stößen aus der Fett-


presse abschmieren.

108 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 10 Betriebsstunden

5.17 Staubvorabscheider prüfen

Bild 171

l Flügelmutter 1 (Bild 171) abschrauben und


Deckel (3) abnehmen.
l Gehäuse (2) reinigen.
l Staubvorabscheider wieder montieren.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 109


Alle 50 Betriebsstunden

Alle 50 Betriebsstunden

5.18 Kühlflüssigkeitsstand prü- 5.19 Befestigungsschrauben


fen Meißelhalter nachziehen

! Gefahr ! Gefahr
Verbrühungsgefahr! Lebensgefahr!
Kühlflüssigkeit nur bei kaltem Motor nachfül- Vor dem Zugtritt zur Frästrommel muß der Die-
len. selmotor abgestellt und der Zündschlüssel ab-
gezogen sein.
Achtung
! Zusätzlich ein Warnschild an der Armaturenta-
fel anbringen „ Dieselmotor nicht starten!“.
Wird bei der täglichen Kontrolle ein Absinken
des Kühlflüssigkeitsstandes festgestellt, alle l Dieselmotor starten.
Leitungen, Schläuche und Motor auf Dichtheit l Hilfshydraulik einschalten.
prüfen.

Bild 173
Bild 172
l Maschine (Bild 173) vollständig anheben.
l Verschlußkappe (Bild 172) abdrehen und
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren.
! Gefahr
l Zum Nachfüllen Kühlflüssigkeit bis zur MAX-
Marke nachfüllen. Unfallgefahr!
Bei Arbeiten an der Frästrommel immer die Si-
Kühlflüssigkeitsqualität, siehe Abschnitt 5.2
cherheitsstützen anbringen.
Betriebsstoffe.

110 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 50 Betriebsstunden

Bild 174 Bild 176

l An allen vier Hubzylindern die Sicherheitsstüt- l Drucktaster Motor-Stopp (Bild 176) betätigen
zen anbringen (Bild 174). bis der Motor stehen bleibt.
l Zündschlüssel abziehen und Warnschild am
i Hinweis Bedienpult anbringen.
Bei Bedarf, für eine besser Zugänglichkeit, kön-
nen die hinteren Kettenantriebe auch gedreht wer- Gefahr
!
den.
Lebensgefahr!
Nur bei stillstehendem Motor und Frästrommel
unter die Maschine treten.

Bild 175

l Drehtaster 6 (Bild 175) betätigen bis das Ab-


streiferschild vollständig aufgeklappt und in
Bild 177
die Verriegelung einrastet ist.
l Trommel mit der Hand drehen und Befesti-
Warnlampen auf beiden Seiten blinken.
gungsschrauben der Meißelhalter 1 (Bild 177)
nachziehen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 111


Alle 50 Betriebsstunden

5.20 Befestigungsschrauben Bo- 5.21 Maschine abschmieren


denplatten nachziehen
Abwurfband

Bild 178
Bild 179
l Alle Befestigungsschrauben der Bodenplatten
(Bild 178) nachziehen. l Knickgelenk* (Bild 179) mit drei Stößen aus
der Fettpresse abschmieren.

Bild 180

l Träger Förderband (Bild 180) mit drei Stößen


aus der Fettpresse abschmieren.

* Sonderausstattung

112 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 50 Betriebsstunden

Lenkung

Bild 183

l Verbindungsbolzen (Bild 183) mit drei Stößen


Bild 181
aus der Fettpresse abschmieren.
l Spurstangen (Bild 181) mit drei Stößen aus
der Fettpresse abschmieren. Stützen

Bild 182
Bild 184
l Lager Lenkzylinder (Bild 182) mit drei Stößen l Gleitlager (Bild 184) der Stützen mit drei Stö-
aus der Fettpresse abschmieren. ßen aus der Fettpresse abschmieren.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 113


Alle 50 Betriebsstunden

Lagerbock Fahrpumpenantrieb

Bild 185

l Lagerbock (Bild 185) mit drei Stößen aus der


Fettpresse abschmieren.

114 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

Reinigen mit Kaltreiniger


Alle 250 Betriebsstunden

5.22 Kühlrippen Motor- und Hy-


draulikölkühler reinigen Achtung
!

Elektrische Ausrüstung wie Generator, Regler


und Starter gegen direkten Wasserstrahl ab-
! Gefahr decken.
Verletzungsgefahr!
l Motor mit einem geeigneten Reinigungsmittel
Reinigungsarbeiten nur bei abgekühltem Mo- z. B. Kaltreiniger einsprühen und nach ausrei-
tor und Motorstillstand durchführen. chender "Einweichzeit" mit einem scharfen
Wasserstrahl sauber spritzen.
Achtung
! l Motor kurze Zeit warmlaufen lassen, um Rost-
Bei Reinigungsarbeiten keine Kühlrippen des bildung zu vermeiden.
Kühlernetzes verformen.

i Hinweis
Verschmutzung der Lüfterschaufeln und Ölkühler
bedeutet verminderte Kühlung. Schmutzansamm-
lungen an diesen Stellen werden durch öl- und
kraftstoffeuchte Oberflächen begünstigt. Daher
eventuelle Öl und Kraftstoffundichtigkeiten im Be-
reich des Kühlgebläses, oder des Ölkühlers immer
sofort beseitigen und danach Kühlflächen reini-
gen.

Reinigen mit Druckluft

Bild 186

i Hinweis
Mit dem Ausblasen von der Abluftseite beginnen.
l Kühler (Bild 186) mit Druckluft ausblasen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 115


Alle 250 Betriebsstunden

5.23 Motoröl und Ölfilterpatro-


nen auswechseln

! Achtung
Der Ölwechsel bei 250 Betriebsstunden be-
zieht sich auf die Verwendung von Ölen der
Qualitätsklasse API CG-4/CH-4 bzw. ACAE E3-
96/E5-02.
Siehe auch Abschnitt 5.2 Betriebsstoffe).
Motoröl nur bei warmem Motor ablassen.
Bild 188

l Filterpatrone (Bild 188) mit geeignetem Band-


Gefahr
!
schlüssel abschrauben.
Verbrühungsgefahr!
l Dichtfläche des Filterträgers von eventuellem
Beim Ablassen von heißem Öl. Schmutz reinigen.
Beim Abschrauben des Motorölfilters durch l Dichtfläche des Filterträgers von eventuellem
heißes Öl. Schmutz reinigen.
l Gummidichtung der neuen Filterpatronen
Umwelt leicht einölen.
Auslaufendes Öl auffangen und mit der Motor-
ölfilterpatrone umweltfreundlich entsorgen.

Bild 189

l Neue Filterpatronen (Bild 189) von Hand an-


Bild 187 schrauben bis Dichtung anliegt.
l Ablaßstopfen (Bild 187) herausdrehen und l Filterpatronen mit einer weiteren halben Um-
auslaufendes Öl auffangen. drehung festziehen.
l Ablaßstopfen wieder festschrauben.

116 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

5.24 Kraftstoffvorfilterpatrone
auswechseln

! Gefahr
Brandgefahr!
Bei Arbeiten an der Kraftstoffanlage, kein offe-
nes Feuer, nicht rauchen und keinen Kraftstoff
verschütten.
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen.

Bild 190
Achtung
!
l Neues Motoröl (Bild 190) einfüllen.
Keinen Schmutz in das Kraftstoffsystem ge-
Ölsorte und Menge, siehe Abschnitt Betriebs- langen lassen.
stofftabelle.
Zuerst die Umgebung um den Filter reinigen.
l Deckel des Öleinfüllstutzens wieder auf-
Offene Kraftstoffsysteme immer abdecken, da-
schrauben.
mit kein Schmutz hineingelangen kann.

! Achtung
Umwelt
Motor vor dem Starten nur mit Anlasser drehen
Auslaufenden Kraftstoff auffangen, nicht in
lassen, bis die Motoröldruckwarnlampe ver-
den Boden versickern lassen.
lischt.
l Nach kurzem Probelauf Ölstand am Meßstab
prüfen, ggf. bis zur oberen Markierung nach-
füllen.
l Nach kurzem Probelauf Dichtheit der Filterpa-
trone und des Ablaßstopfens prüfen.
l Motor abstellen und ca. 15 Minuten warten,
damit das Öl in die Wanne zurückfließen kann.
l Ölstand nochmals prüfen ggf. Öl bis zur Max.-
Marke nachfüllen.

Bild 191

l Kraftstoffilterpatrone (Bild 191) mit geeigne-


tem Bandschlüssel abschrauben.
l Dichtfläche des Filterträgers von eventuellem
Schmutz reinigen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 117


Alle 250 Betriebsstunden

i Hinweis
In das Kraftstoffsystem eingedrungene Luft ergibt
unregelmäßigen Motorlauf, Leistungsabfall, führt
zum Stehenbleiben des Motors und macht einen
Start unmöglich.
Deshalb nach dem Wechseln des Kraftstoffvorfil-
ters oder Arbeiten am Kraftstoffleitungssystem
entlüften.

Bild 192

l Wasserabscheider von der Filterpatrone ab-


schrauben (Bild 192).

Bild 194

l Entlüftungsschraube (Bild 194) am Kraftstoff-


vorfilter 2 bis 3 Gewindegänge lösen.
l Handpumpe so lange von Hand betätigen, bis
aus der gelösten Entlüftungsschraube (Bild
194) blasenfreier Kraftstoff austritt.
l Danach Entlüftungsschraube unter gleichzeiti-
Bild 193
gem Pumpen festziehen.
l Gummidichtung des Wasserabscheiders 1
(Bild 193) leicht einölen.
l Wasserabscheider von Hand anschrauben (2)
bis Dichtung anliegt.
l Wasserabscheider mit einer weiteren 3/4 Um-
drehung (3 )festziehen.
l Neue Filterpatrone mit sauberem Diesel-Kraft-
stoff (4) füllen
l Gummidichtung des Filterelementes (5) leicht
einölen und von Hand anschrauben bis Dich-
tung anliegt.
l Filterelement mit einer weiteren halben Um-
drehung (6) festziehen.
l Nach kurzem Probelauf Dichtheit der Filterpa-
trone prüfen.

118 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

5.25 Kraftstoffilterpatrone aus-


wechseln

! Gefahr
Brandgefahr!
Bei Arbeiten an der Kraftstoffanlage, kein offe-
nes Feuer, nicht rauchen und keinen Kraftstoff
verschütten.
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen.

Bild 196
Achtung
!
l Gummidichtung (Bild 196) der neuen Filterpa-
Keinen Schmutz in das Kraftstoffsystem ge- trone leicht einölen.
langen lassen.
l Filterpatrone mit sauberm Diesel-Kraftstoff fül-
Zuerst die Umgebung um den Filter reinigen. len.
Offene Kraftstoffsysteme immer abdecken, da- l Neue Filterpatrone von Hand anschrauben bis
mit kein Schmutz hineingelangen kann. Dichtung anliegt.
l Filterpatrone mit einer weiteren Umdrehung
Umwelt festziehen.
Auslaufenden Kraftstoff auffangen, nicht in
den Boden versickern lassen.

Bild 197

l Bei Bedarf, Kraftstoffanlage mit Hilfe der


Bild 195 Handpumpe (Bild 197) entlüften.
l Filterpatrone (Bild 195) mit geeignetem Band- l Nach kurzem Probelauf Dichtheit der Filterpa-
schlüssel lösen und abschrauben. trone prüfen.
l Dichtfläche des Filterträgers von eventuellem
Schmutz reinigen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 119


Alle 250 Betriebsstunden

5.26 Massekabel Zylinderkopf 5.27 Kurbelgehäuseentlüftungs-


prüfen filter reinigen

Bild 198 Bild 199

l Massekabel (Bild 198) Zylinderkopf Zustand, l Schlauchschelle (Bild 199) lösen und
fester Sitz prüfen. Schlauch abziehen.
Massekabel dürfen keine Korrosion aufweisen, l Befestigungsschraube herausdrehen und Ge-
häuse abnehmenen.

! Gefahr

Feuergefahr!
Keine brennbaren Flüssigkeiten zum Reinigen
verwenden.
l Filterelement auswaschen und trocknen las-
sen.
l Filtergehäuse mit Dichtung wieder anbauen
und Schlauch mit Schlauchschelle wieder be-
festigen.

120 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

5.28 Kühmittelschläuche Zu- 5.29 Gereratorkeilriemen prü-


stand prüfen fen, spannen, auswechseln

! Gefahr ! Gefahr
Verbrühungsgefahr! Unfallgefahr!
Heiße Kühlflüssigkeit kann Verbrennungen Arbeiten nur bei stillstehendem Motor durch-
verursachen. führen!
Vor Arbeiten an der Kühlanage, Motor abküh-
len lassen. Keilriemen prüfen

Bild 200 Bild 201

l Schläuche (Bild 200) auf Risse und Verhärtun- l Sichtprüfung der Keilriemen (Bild 201) am ge-
gen prüfen. samten Umfang auf Beschädigung und Risse.
Beschädigte oder angerissene Keilriemen
l Schlauchschellen auf festen Sitz prufen.
auswechseln.
l Gesamte Kühlanlage auf Undichtigkeiten
l Durch Daumendruck prüfen, ob sich der Keil-
überprüfen.
riemen zwischen den Keilriemenscheiben um
nicht mehr als 10 bis 15 mm eindrücken läßt,
ggf. nachspannen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 121


Alle 250 Betriebsstunden

Keilriemen spannen Keilriemen Kühlflüssigkeitspumpe


spannen

Bild 202

l Befestigungsschrauben 1, und 2 (Bild 202) Bild 203


leicht lösen. l Befestigungsschrauben 1 und 3 (Bild 203)
l Generator nach außen drücken, bis die richti- leicht lösen.
ge Spannung des Keilriemens erreicht ist. l Vierkantschlüssel in die Bohrung (2) einstek-
l Zuerst Befestigungsschraube (1) und an- ken und Spannrolle nach außen drücken, bis
schließend Befestigungsschrauben (2) wieder die richtige Spannung des Keilriemens er-
fest anziehen. reicht ist.
l Alle Befestigungsschrauben wieder fest anzie-
Keilriemen auswechseln hen.
l Keilriemen Fahrantriebspumpe abnehmen,
siehe folgenden Abschnitt. Keilriemen auswechseln, Kühlflüssig-
keits- /Kraftstoffpumpe
l Befestigungsschrauben (1), und (2) leicht lö-
sen. l Generatorkeilriemen abnehmen, siehe vorher-
gehenden Abschnitt.
l Generator mit Riemenscheibe ganz an den
Motor drücken. l Keilriemen Fahrantriebspumpe abnehmen,
siehe folgenden Abschnitt.
l Alten Keilriemen abnehmen.
l Befestigungsschrauben (1), und (3) leicht lö-
l Neuen Keilriemen auf die Keilriemenscheiben
sen.
auflegen.
l Spannrolle ganz an den Motor drücken.
l Keilriemen, wie vorher beschrieben, spannen.
l Alten Keilriemen abnehmen.
l Keilriemen Fahrantriebspumpe wieder mon-
tieren. l Neuen Keilriemen auf die Keilriemenscheiben
auflegen.
! Achtung l Keilriemen, wie vorher beschrieben, spannen.
Keilriemenspannung nach 30 Minuten Laufzeit l Generatorkeilriemen wieder montieren.
kontrollieren. l Keilriemen Fahrantriebspumpe wieder mon-
tieren.

! Achtung
Keilriemenspannung nach 30 Minuten Laufzeit
kontrollieren.

122 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

5.30 Keilriemen Frästrommelan- neue Keilriemenscheibe A=14,24 mm


trieb prüfen, auswechseln Verschlissene keilriemenscheibe A=15,24 mm

Keilriemen auswechseln
! Gefahr
l Dieselmotor starten und Maschine in die höch-
Unfallgefahr!
ste Position fahren.
Arbeiten nur bei stillstehendem Motor durch-
l Dieselmotor abstellen.
führen!
l Seitenklappe öffnen und Abdeckung abneh-
Keilriemen prüfen men.

i Hinweis
Vor dem Lösen der Anschlagschraube die Länge
messen und notieren.

Bild 204

l Sichtprüfung der Keilriemen (Bild 204) am ge-


samten Umfang auf Beschädigung und Risse.
Beschädigte oder angerissene Keilriemen
auswechseln. Bild 206

l Kontermutter 1 (Bild 206) lösen und Anschlag-


schraube (2) anziehen.
l Alten Keilriemen abnehmen.
l Neuen Keilriemen auf die Keilriemenscheiben
auflegen.
l Spannrolle wieder in die alte Position bringen
und Kontermutter anziehen.
l Abdeckungen wieder montieren.

Bild 205

l Keilriemenscheibe auf Verschleiß prüfen (Bild


205).

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 123


Alle 250 Betriebsstunden

Keilriemen spannen
5.31 Keilriemen Hydraulikantrieb
prüfen, spannen, auswech-
seln

Gefahr
!

Unfallgefahr!
Arbeiten nur bei stillstehendem Motor durch-
führen!

Keilriemen prüfen
l Dieselmotor abstellen und Wartungsklappe
öffnen. Bild 208

l Befestigungssrauben 3 (Bild 208) einige Um-


drehungen lösen.
l Kontermutter (1) lösen und Keilriemenspan-
nung mit Hilfe der Spannschraube (2) einstel-
len.

Keilriemen auswechseln, Generator


l Spannschraube so weit lösen, bis die Keilrie-
men abgenommen werden können.
l Alten Keilriemen abnehmen.
l Neuen Keilriemen auf die Keilriemenscheiben
auflegen.
Bild 207
l Keilriemen, wie vorher beschrieben, spannen.
l Sichtprüfung der Keilriemen (Bild 207) am ge-
samten Umfang auf Beschädigung und Risse.
Beschädigte oder angerissene Keilriemen Achtung
!

auswechseln. Immer alle Keilriemen zur gleichen Zeit aus-


wechseln.
l Durch Daumendruck prüfen, ob sich der Keil-
riemen zwischen den Keilriemenscheiben um Keilriemenspannung nach 30 Minuten Laufzeit
nicht mehr als 5 mm eindrücken läßt, ggf. kontrollieren.
nachspannen.

124 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

5.32 Kettenantrieb prüfen neues Kettenglied A=70 mm

Kette auswechseln bei A=65 mm


! Gefahr
Bolzen und Buchsen prüfen
Unfallgefahr!
Arbeiten nur bei stillstehendem Motor durch-
führen! i Hinweis
Der innere Verschleiß von Bolzen und Buchsen
kann bei montierter Gleiskette nicht geprüft wer-
Gleisketten Spannung prüfen den. Der Verschleiß macht sich durch eine Ketten-
verlängerung bemerkbar.
! Achtung
Eine falsche Kettenspannung verursacht ei-
nen erhöhten Verchleiß.

Bild 211

l Mit Bandmaß, die Länge von fünf Kettenglie-


dern bis zur Bolzenmitte messen (Bild 211).
Bild 209

l Spannung der Gleiskette prüfen, ggf. am Ket- neue Kette B=560 mm


tenspanner (Bild 209) einstellen.
Kette auswechseln bei B=573 mm
Kettenglieder prüfen

Bild 212

Bild 210 l Buchsendurchmesse außen messen (Bild


212).
l Höhe der Kettenglieder messen (Bild 210).

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 125


Alle 250 Betriebsstunden

neue Buchse C=37 mm

Kette auswechseln bei C=34,3 mm

Gleiskette Auswechseln

! Achtung
Auf jeden Fall Kettenantriebsrad mit auswech-
seln.
l Maschine so verfahren, daß der Verbindungs-
bolzen mit Kerbe oben steht.
l Dieselmotor abstellen und Zündschlüssel ab- Bild 214
ziehen. l Durchmesser beider Laufflächen prüfen (Bild
l Kette entspannen. 214).

neue Stützrolle D=162 mm

Stützrolle auswechseln bei D=150 mm

Laufrollen prüfen

Bild 213

l Den Verbindungsbolzen (Bild 213) mit einer


Hydraulikpresse herausdrücken.
l Kette abnehmen und Bodenplatten abbauen.
l Bodenplatten reinigen, auf Zustand prüfen und
an neuer Gleiskette montieren. Bild 215

l Höhe der Lauffläche zur Führung prüfen (Bild


Stützrollen prüfen 215).

neue Laufrolle E=15 mm


i Hinweis
Zum Vereinfachen der Messung kann eine Stütz- Laufrolle auswechseln bei E=19 mm
rolle am Anfang und am Ende des Kettenantriebes
ausgewählt werden. Kettenantriebsrad prüfen

!Achtung
Bei einem Gleiskettenwechsel immer Ketten-
antriebsrad mit auswechseln.

126 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

5.33 Maschine abschmieren

Abwurfband

Bild 216

l Verschleiß der Zähne (Bild 216) prüfen.

Sollwert:
F=3 mm
Bild 217

l Gewindespindel (Bild 217) einfetten.

Aufnahmeband

Bild 218

l Gewindespindel (Bild 218) einfetten.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 127


Alle 250 Betriebsstunden

Lager Frästrommel abschmieren


5.34 Batterie warten

! Gefahr
Verätzungsgefahr! Explosionsgefahr!
Bei Arbeiten an der Batterie kein offenes Feu-
er, nicht rauchen!
Die Batterie enthält Säure. Nicht auf Haut oder
Kleidung kommen lassen!
Schutzkleidung tragen!
Keine Werkzeuge auf Batterie legen!

Bild 219 Umwelt


l Labyrinthdichtung (Bild 219) mit drei Stößen Altbatterie ordnungsgemäß entsorgen.
aus der Fettpresse abschmieren.
i Hinweis
Hauben und Abdeckklappen Auch Wartungsfreie Batterien brauchen Pflege.
l Gelenke an Hauben, Türen und Klappen ab- Wartungsfreiheit bedeutet lediglich, daß eine Kon-
schmieren. trolle des Flüssigkeitsstandes entfällt. Jede Batte-
rie hat eine Selbstentladung, die bei Mangel an
Überwachung bis zur Schädigung der Batterie
durch Tiefentladung führt.

Deshalb gilt für Standzeiten:


l Sämtliche Verbraucher ausschalten (z.B. Zün-
dung, Licht, Innenbeleuchtung, Radio).
l Ruhespannung der Batterie regelmäßig mes-
sen. Mindestens einmal im Monat.
Richtwerte: 12,6 V = voll geladen; 12,3 V = auf
50% entladen.
l Batterie sofort nachladen bei einer Ruhespan-
nung von 12,25 V oder weniger. Keine Schnel-
ladung durchführen.
Die Ruhespannung der Batterie stellt sich ca. 10
Stunden nach der letzten Ladung bzw. einer Stun-
de nach der letzten Entladung ein.
l Nach jedem Ladevorgang Batterie eine Stun-
de vor Inbetriebnahme ruhen lassen.
l Bei Standzeiten, länger als einem Monat, Bat-
terie abklemmen. Regelmäßige Messung der
Ruhespannung nicht vergessen.

128 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 250 Betriebsstunden

!Achtung
5.35 Kraftstofftank Schlamm ab-
Tiefentladene Batterien (Batterien mit Sulfat-
bildung auf den Platten unterliegen nicht der lassen
Gewährleistung!
l Batterieklappe am Heck öffnen.
! Gefahr
Brandgefahr!
Bei Arbeiten an der Kraftstoffanlage kein offe-
nes Feuer, nicht rauchen.
Keinen Kraftstoff verschütten.
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen.

Umwelt
Auslaufenden Kraftstoff auffangen, nicht in
den Boden versickern lassen.

Bild 220

l Batterie (Bild 220) ausbauen und Batterieraum


reinigen.
l Batterien äußerlich reinigen.
l Batteriepole und Klemmen reinigen und mit
Polfett (Vaseline) fetten.
l Batteriebefestigung prüfen.
l Bei nicht Wartungsfreien Batterien Säure-
stand prüfen, ggf. mit destilliertem Wasser bis
zur Füllstandsmarke auffüllen.
Bild 222
Ladespannungsempfehlung l Verschlußkappe (Bild 222) abschrauben und
etwa 5 Liter Kraftstoff ablassen.
l Verschlußkappe wieder festschrauben.

Bild 221

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 129


Alle 1000 Betriebsstunden

Alle 1000 Betriebsstunden

5.36 Befestigungen am Diesel- 5.37 Hydrauliköl und Belüftungs-


motor prüfen filter auswechseln

i Hinweis
Siehe auch Abschnitt 5.1 "Hinweise zur Hydraulik-
anlage".

Achtung
!

Außer den normalen Ölwechselintervallen ist


das Hydrauliköl auch nach größeren Reparatu-
ren an der Hydraulikanlage auszuwechseln.
Ölwechsel bei warmem Hydrauliköl durchfüh-
ren.
Umgebung des Hydrauliköltanks, der Einfüll-
Bild 223 öffnung und des Belüftungsfilters reinigen.
l Ansaug- und Auspuffrohrbefestigung (Bild Keine Spülmittel zum Reinigen des Systems
223) an den Zylinderköpfen nachziehen. verwenden.
l Muffen und Schellen zwischen Luftfilter, Ab- Bei abgelassenem Hydrauliköl Motor auf kei-
gasturbolader und Ladeluftleitung sowie die nen Fall starten.
Schmierölleitungen auf festen Sitz und Dicht-
Bei jedem Hydraulikölwechsel den Hydrauli-
heit prüfen.
kölfiltereinsatz mit auswechseln.
l Befestigungsschrauben der Schmierölwanne
und der Motorbefestigung nachziehen.
! Gefahr
Verbrühungsgefahr!
Verbrühungsgefahr durch heißes Öl.

Umwelt
Auslaufendes Öl auffangen und umweltfreund-
lich entsorgen.

i Hinweis
Hydraulikölfiltereinsatz grundsätzlich erst nach
der Probefahrt auswechseln.

130 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 1000 Betriebsstunden

5.38 Hydraulikölfilter auswech-


seln

! Gefahr
Verbrühungsgefahr!
Beim Abschrauben des Filters Verbrühungs-
gefahr durch heißes Öl.

!Achtung
Bild 224 Wenn gleichzeitig mit dem Filterwechsel das
Wechseln des Hydrauliköls durchgeführt wird,
l Verschlußstopfen (Bild 224) abschrauben und ist der Filterwechsel erst nach dem Ölwechsel
gesamtes Hydrauliköl ablassen. und der Probefahrt durchzuführen.
l Dichtring (1) prüfen, ggf. ersetzen und Ver-
Das Öl im Filtertopf nicht wieder verwenden.
schlußschraube wieder festdrehen.

Umwelt
Auslaufendes Öl auffangen, Öl und Filterele-
ment umweltfreundlich entsorgen.

i Hinweis
Der Filtereinsatz und die Filterpatrone sind bei je-
dem Hydraulikölwechsel bzw. nach größeren Re-
paraturen an der Hydraulikanlage auszuwechseln.

Bild 225

l Einfüllverschluß (Bild 225) abnehmen.


l Neues Hydrauliköl durch das Sieb einfüllen.
l Ölstand am Schauglas prüfen.

Sollwert:
ca. 3 cm unterhalb des oberen Schauglasrandes

Ölsorte und Menge, siehe Abschnitt Betriebs-


stofftabelle. Bild 226

l Filtergehäuse (Bild 226) abschrauben und Fil-


i Hinweis tertopf mit Filtereinsatz abnehmen.
Der Belüftungsfilter des Hydrauliköltanks sitzt im l Die Oberfläche des Filtereinsatzes sorgfältig
Einfüllverschluß desshalb kompletten Einfüllver- auf sichtbare Verschmutzungen untersuchen.
schluß erneuern.
l Tank mit neuem Verschlußdeckel verschlie-
ßen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 131


Alle 1000 Betriebsstunden

Achtung
!
5.39 Untersetzungsgetriebe
Sichtbare Verschmutzungen können ein früher
Hinweis für den Ausfall von Systemkompo- Frästrommel Öl auswech-
nenten sein und auf ein mögliches Versagen seln
von Bauteilen hindeuten. In diesem Fall Ursa-
che ermitteln und ggf. defekte Bauelemente
auswechseln oder instand setzen. Bei Nichtbe- Gefahr
!
achtung kann die gesamte Hydraulikanlage
Lebensgefahr!
zerstört werden.
Vor dem Zugtritt zur Frästrommel muß der Die-
Niemals das Filterelement reinigen oder wie-
selmotor abgestellt und der Zündschlüssel ab-
derverwenden.
gezogen sein.
l Filtertopf mit neuem Filtereinsatz anbauen,
Zusätzlich ein Warnschild an der Armaturenta-
dabei Zustand der Dichtringe prüfen, ggf. aus-
fel anbringen „ Dieselmotor nicht starten!“.
wechseln.
l Nach Probelauf Dichtheit des Filters prüfen.
Umwelt
Öl auffangen und umweltfreundlich entsorgen.
l Maschine so abstellen, daß die Frästrommel
waagerecht steht.

Bild 227

l Filterpatrone (Bild 227) mit geeignetem Band-


schlüssel lösen und abschrauben.
l Gummidichtung der neuen Filterpatrone leicht
Bild 228
einölen.
l Frästrommel so drehen, daß der Ablaßstopfen
l Filterpatrone von Hand anschrauben bis die
2 (Bild 228) in tiefster Position steht.
Dichtung anliegt.
l Verschlußstopfen (1,2 und 3) reinigen und
l Filterpatrone mit einer weiteren halben Um-
herausdrehen.
drehung festziehen.
l Öl herauslaufen lassen und auffangen.
l Nach kurzem Probelauf dichten Sitz der Filter-
patrone prüfen. l Ablaßstopfen (2 und 3) wieder einschrauben
und festziehen.
l So viel Öl durch die Kontrollbohrung (1) einfül-
len, bis an unteren Rand der Bohrung steht.

Ölsorte siehe Abschnitt Betriebsstoffe und


Füllmengen.

132 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 1000 Betriebsstunden

5.40 Frästrommellager Öl aus-


wechseln

! Achtung
Öl nur in betriebswarmem Zustand ablassen.

Umwelt
Altöl auffangen und umweltfreundlich entsor-
gen.
l Maschine waagerecht abstellen. Bild 230

l Durch die Kontrollöffnung so viel Öl einfüllen,


bis es am unteren Rand der Öffnung steht.
(Bild 230).
l Kontrollstopfen wieder hineindrehen und fest-
ziehen.

Ölsorte siehe Abschnitt Betriebsstoffe und


Füllmengen.

Bild 229

l Ablaßstopfen und Kontrollstopfen (Bild 229)


reinigen und herausdrehen.
l Öl ablaufen lassen und auffangen.
l Ablaßstopfen wieder hineindrehen und fest-
ziehen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 133


Alle 1000 Betriebsstunden

5.41 Getriebe Kettenantriebe Öl


auswechseln

! Achtung
Öl nur in betriebswarmem Zustand ablassen.

Umwelt
Altöl auffangen und umweltfreundlich entsor-
gen.
l Maschine waagerecht abstellen. Bild 232

l Durch die Kontrollöffnung so viel Öl einfüllen,


bis es am unteren Rand der Öffnung steht.
(Bild 232).
l Kontrollstopfen wieder hineindrehen und fest-
ziehen.

Ölsorte siehe Abschnitt Betriebsstoffe und


Füllmengen.

Bild 231

l Maschine so verfahren, daß der Ablaßstopfen


(Bild 231) in tiefster Position steht.
l Ablaßstopfen und Kontrollstopfen reinigen
und herausdrehen.
l Öl ablaufen lassen und auffangen.
l Ablaßstopfen wieder hineindrehen und fest-
ziehen.

134 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 2000 Betriebsstunden

Alle 2000 Betr ieb sstunden

5.42 Kühlflüssigkeit auswech-


seln

! Gefahr
Verbrühungsgefahr!
Kühlflüssigkeit nur bei kaltem Motor auswech-
seln.

Umwelt
Auslaufendes Kühlmittel auffangen und um- Bild 234
weltfreundlich entsorgen.
l Verschlußdeckel abdrehen und Kühlflüssig-
keit aufffüllen.

Kühlflüssigkeitsqualität, siehe Abschnitt 5.2


Betriebsstoffe.
l Dieselmotor starten und auf Betriebstempera-
tur bringen.
l Motor abkühlen lassen und Kühlflüssingkeits-
stand erneut prüfen, ggf. nachfüllen.

Bild 233

l Verschlußstopfen abschrauben, Ablaßhahn


öffnen (Bild 233), Kühlmittel ablassen und auf-
fangen.
l Nach dem Auslaufen Verschlußstopfen wie-
der festschrauben und Ablaßhahn schließen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 135


Alle 2000 Betriebsstunden

5.43 Ventilspiel Dieselmotor prü-


fen

i Hinweis
Diese Arbeit darf nur durch autorisiertes Service-
Personal durchgeführt werden.

136 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Alle 2000 Betriebsstunden

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 137


Nach Bedarf

Haupfilterelement ausbauen
Nach Bedarf

5.44 Verbrennungsluftfilter war-


ten

! Achtung
Reinigungs-, Wartungs- und Instandsetzungs-
arbeiten nur bei abgeschaltetem Motor durch-
führen. Bei ausgebautem Filterelement nicht
den Motor starten.

Bild 236

l Beide Schnapphaken (Bild 236) am Gehäuse-


deckel lösen und Deckel abnehmen.

Bild 235
Die Wartung des Trockenluftfilters muß durchge-
führt werden, wenn der gelbe Kolben (Bild 235),
bei max. Motordrehzahl, die rot hinterlegten „Ser-
vice“ - Zone erreicht hat bzw. eingerastet ist.
Die Filterpatrone muß jedoch spätestens nach
zwei Jahren ausgewechselt werden.
Nach erfolgter Filterwartung den Anzeigekolben Bild 237
per Knopfdruck wieder auf „Null“ setzen. l Hauptfilterelement (Bild 237) unter leichten
l Motorhaube vollständig öffnen und sichern. Drehbewegungen abziehen.
l Wartungsklappe vor dem Luftfilter öffnen.
Hauptfilterelement reinigen

! Achtung
Das Hauptfilterelement kann bei Bedarf bis zu
fünfmal gereinigt werden. Spätestens nach Er-
reichen der maximalen Einsatzdauer von zwei
Jahren muß es erneuert werden.
Die Anzahl der erfolgten Reinigungen des
Hauptfilterelements kann mit einem Kugel-
schreiber oder Filzstift auf dem Sicherheitsfil-
terelement angekreuzt werden.
Bei rußhaltigem Niederschlag auf dem Haupt-
filterelement ist eine Reinigung zwecklos.
Neue Filterpatrone verwenden.

138 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Nach Bedarf

Falsch behandelte Filterelemente können in- !Achtung


folge von Beschädigungen (z.B. Risse) wir-
kungslos werden und zu Motorschäden Beschädigtes Hauptfilterelement auf keinen
führen. Fall weiterverwenden. Im Zweifelsfall neues
Hauptfilterelement einsetzen.
Wenn die Hauptfilterpatrone defekt ist, Sicher-
heitspatrone mit auswechseln!
Hauptfilterelement einbauen
Zwischenreinigungen zwischen zwei durch die
Störmeldeanzeige signalisierten Filterwartun- l Hauptfilterelement vorsichtig in das Gehäuse
gen sind nicht notwendig. einschieben.
Beim Schließen des Gehäusedeckels wird das
Hauptfilterelement automatisch in die richtige
Lage gedrückt.

Sicherheitsfilterelement auswechseln

!Achtung
Das Sicherheitsfilterelement darf nicht gerei-
nigt und nach Ausbau nicht wiederverwendet
werden.
Siegel nur öffnen, um das Sicherheitsfilterele-
ment auszuwechseln.
Bild 238 Die Sicherheitsfilterelement muß ersetzt wer-
den:
l Patrone mit trockener Druckluft (max. 5 bar)
durch Auf- und Abbewegung der Pistole in der Wenn die Hauptfilterpatrone defekt ist.
Patrone so lange von innen nach außen aus- nach fünfmaliger Wartung der Filterpatrone,
blasen, bis keine Staubentwicklung mehr auf-
spätestens nach 2 Jahren,
tritt.
wenn nach erfolgter Wartung der Hauptfilter-
patrone die Warnanzeige gleich wieder ein-
setzt.
l Gehäusedeckel abnehmen und Hauptfilterele-
ment abziehen.

Bild 239

l Filterpatrone mit einer Handlampe auf Risse


und Löcher im Papierbalg untersuchen.

Bild 240

l Sicherheitselement (Bild 240) mit leichten


Drehbewegungen herausziehen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 139


Nach Bedarf

l Neues Sicherheitsfilterelement einschieben.


5.45 Wassertank und Wasserfil-
l Hauptfilterelement und Deckel wieder montie-
ren. ter reinigen

Achtung
!

Auf richtige Rastung der Deckelverschlüsse


achten.

Bild 241

l Absperrhahn (Bild 241) öffnen und Wasser


vollständig auslaufen lassen.
l Verschlußdeckel des Wassertanks abschrau-
ben

Bild 242

l Wassertank mit kräftigem Wasserstrahl durch-


spülen (Bild 242).
l Wasser mit Verunreinigungen restlos auslau-
fen lassen, Absperrhahn wieder schließen.

140 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Nach Bedarf

5.46 Wassersprühanlage War-


tung bei Frostgefahr

! Achtung
Die Wassersprühanlage ist bei Frostgefahr
vollständig zu entleeren bzw. mit einem Was-
ser - Frostschutzgemisch (Kühlerfrostschutz)
zu befüllen.
Die Frostschutzmaßnahmen sind hier beson-
ders wichtig, um das Einfrieren empfindlicher
Bild 243 Bauteile wie Pumpe, Magnetventil und Was-
l Filtertopf 3 (Bild 243) abschrauben. serfilter zu verhindern.

l Siebeinsatz (1) herausnehmen.


Wassersprühanlage entleeren
l Filtertopf und Siebeinsatz reinigen.
l Dichtring prüfen, ggf. auswechseln.
l Filtertopf mit Siebeinsatz wieder montieren.
l Wassertank mit sauberem Wasser auffüllen.

Bild 245

l Absperrhahn (Bild 245) öffnen und Wasser


vollständig auslaufen lassen.

Bild 244

l Kappen (Bild 244) von den Sprührohren


Frästrommel und Aufnahmeband abschrau-
ben.
l Alle Düsen abschrauben.
l Berieselung kurz einschalten, damit grober
Schmutz aus den Leitungen herausgespült
wird.
l Alle Düsen wieder anschrauben.
l Gewinde der Sprührohre mit Teflonband ab-
dichten und Kappen aufschrauben.
l Verschlussdeckel festschrauben.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 141


Nach Bedarf

Umwelt
Frostschutzgemisch nach der Frostperiode
ablassen, auffangen und umweltfreundlich
entsorgen.

Bild 246

l Wasserfilter (Bild 246) abschrauben und Was-


ser ausgießen.
l Filter wieder montieren.

Bild 247

l Ablaßstopfen (Bild 247) der Wasserpumpe


herausdrehen und Wasser ablassen.
l Stopfen wieder einschrauben

Wassersprühanlage mit Frostschutz


befüllen
l Ablaßhahn schließen.
l Ca. 10 Liter Frostschutzgemisch in den Was-
sertank einfüllen.
l Wassersprühanlage so lange einschalten, bis
das Frostschutzgemisch aus den Sprühdüsen
austritt.

142 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Nach Bedarf

5.47 Schmelzsicherung im 5.48 Anziehdrehmomente


Schaltschrank auswech-
seln

i Hinweis
Ist eine Sicherung durchgebrannt leuchtet die ent-
spechende Kontrollampe.

Gefahr
!

Brandgefahr!
Keine Sicherung mit höherer Amperezahl ein- Bild 249
setzen oder Sicherung überbrücken.
* Festigkeitsklassen für Schrauben mit unbehan-
delter, ungeschmierter Oberfläche. Die Schrau-
benqualitätsbezeichnung ist auf den
Schraubenköpfen ersichtlich.
8.8 = 8G
10.9 = 10K
12.9 = 12K
Die Werte ergeben eine 90%ige Ausnutzung der
Schrauben-Streckgrenze, bei einer Reibungszahl
μ ges. = 0,14. Bei Verwendung von Schmiermittel
MOS2 gelten die angegebenen Anziehdrehmo-
mente nicht.

Bild 248 i Hinweis


l Gehäuse abklappen, Deckel öffnen und Si- Selbstsichernde Muttern sind nach Demontage
cherung entnehmen (Bild 248). stets zu erneuern.
l Neue Sicherung, mit gleicher Amperezahl ein-
setzen.

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 143


Nach Bedarf

5.49 Motorkonservierung
Soll der Motor für längere Zeit stillgesetzt werden
(z.B. Überwinterung), so setzen Sie sich mit dem
Kundendienst des Motorherstellers in Verbindung

144 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


6 Hilfe bei Störungen

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 145


Hilfe bei Störungen

6.1 Allgemeine Hinweise

Die nachfolgenden Arbeiten dürfen nur von


fachlich ausgebildetem Personal oder von un-
serem Kundendienst ausgeführt werden.

Beachten Sie unbedingt die Sicherheitsbe-


stimmungen im Abschnitt 2 dieser Betriebs-
und Wartungsanleitung.
Störungen sind häufig darauf zurückzuführen, daß
die Maschine nicht richtig bedient oder gewartet
wurde. Lesen Sie deshalb bei jeder Störung noch
einmal gut durch, was über richtige Bedienung
und Wartung geschrieben steht. Können Sie die
Ursache einer Störung nicht erkennen oder eine
Störung anhand der Störungstabelle nicht selbst
beseitigen, dann wenden Sie sich an unsere Kun-
dendienststationen der Niederlassungen oder
Händler.

! Gefahr

Verletzungsgefahr!
Nicht an drehende Teile des Motors kommen.

146 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Hilfe bei Störungen

6.2 Motor Störungen

Störung Mögliche Ursache Abhilfe

Motor springt Starter defekt oder Ritzel spurt nicht ein Vom Fachmann prüfen lassen
nicht an
Kraftstofftank leer Tank füllen und entlüften

Startgrenztemperatur unterschritten Winterkraftstoff und Motoröl gem. Umge-


bungstemperatur wählen.

Kraftstoffilter verstopft, im Winter durch Filter wechseln, Winterkraftstoff verwen-


Paraffinausscheidung den

Kraftstoffleitungen undicht Alle Leitungsanschlüsse auf Dichtheit


prüfen und Verschraubungen festziehen

Batterie nicht geladen oder nicht ange- Anschlußklemmen an der Batterie fest-
schlossen ziehen, Leitungsanschlüsse prüfen

Einspritzventile oder Einspritzpumpe de- Vom Fachmann prüfen lassen


fekt

Motor springt Batterieleistung zu gering, Batterieklem- Batterie prüfen lassen, Anschlußklemmen


schlecht an oder men locker und oxydiert, wodurch sich reinigen, festziehen und mit säurefreiem
arbeitet unregel- der Anlasser nur langsam dreht Fett überstreichen
mäßig bei
schlechter Lei- Besonders im Winter: zu zähes Motoröl Der Außentemperatur entsprechendes
stung verwendet Motoröl verwenden

Kraftstoffzufuhr zu gering, Verstopfungen Kraftstoffilter wechseln. Leitungsan-


im Kraftstoffsystem durch Paraffinaus- schlüsse auf Dichtheit prüfen und Ver-
scheidung im Winter schraubungen festziehen. Bei Kälte
Winterkraftstoff verwenden

Vorgeschriebenes Ventilspiel stimmt nicht Ventilspiel einstellen

Einspritzventil defekt Vom Fachmann prüfen lassen

Einspritzleitungen undicht Leitungen auf Dichtheit prüfen

Turbolader defekt Vom Fachmann prüfen lassen

Trockenluftfilterpatrone verschmutzt reinigen, ggf. auswechseln

Zuviel Spiel im Gaszug Gaszug einstellen, ggf. wechseln

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 147


Hilfe bei Störungen

Störung Mögliche Ursache Abhilfe

Auspuff raucht Motorölstand zu hoch Öl bis zur oberen Meßstabmarke ablas-


stark sen

Trockenluftfilter verschmutzt reinigen, ggf. auswechseln

Abgasturbolader defekt Vom Fachman prüfen lassen

Schlechte Verdichtung durch festge- Verdichtungsringe und Kolben vom Fach-


brannte oder gebrochene Verdichtungs- mann prüfen lassen, Ventilspiel richtig
ringe oder falsches Ventilspiel einstellen

Vorgeschriebenes Ventilspiel stimmt nicht Ventilspiel einstellen

Motor wird zu Kühlrippen des Kühlers stark verschmutzt Kühlrippen reinigen


heiß, Motor ist (Warnlampe "Motoröltemperatur" leuch-
sofort abzustel- tet)
len!
Einspritzventil defekt Vom Fachmann prüfen lassen

Motorölstand zu niedrig Motoröl bis zur oberen Meßstabmarke


auffüllen

Füllmenge der Einspritzpumpe nicht ge- Vom Fachmann richtig einstellen lassen
nau eingestellt

Kühlluftmangel am Kühlluftgebläse Luftzuführung frei machen

Keilriemen lose oder gerissen Keilriemen nachspannen bzw. wechseln

Motor hat Lei- Motorölstand zu hoch Motoröl bis zur oberen Meßstabmarke ab-
stungsmangel lassen

Trockenluftfilter verschmutzt reinigen, ggf. wechseln

Abgasturbolader defekt Von Fachman prüfen lassen

Ladeluftleitungen undicht Befestigungen und Verbindungen prüfen

Ventilspiel stimmt nicht Ventilspiel einstellen

Einspritzventil defekt Von Fachman prüfen lassen

Motor hat zu we- Motorölstand zu niedrig (Kontrolleuchte Öl nachfüllen


nig Öldruck "Motoröldruck" leuchtet, Warnsummer er-
tönt)

Undichtigkeiten im Schmiersystem Motor ist sofort abzustellen Verschrau-


bungen an Ölleitungen, Schmierölfilter
und Ölkühler auf Dichtheit prüfen, ggf.
Verschraubungen festziehen

148 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30


Hilfe bei Störungen

Störung Mögliche Ursache Abhilfe

Ladestromkon- Generatordrehzahl zu gering Keilriemenspannung prüfen, ggf. Keilrie-


trolleuchte men erneuern
leuchtet wäh-
rend des Betrie- Generator lädt die Batterie nicht auf, weil Vom Fachmann prüfen lassen
bes auf, Generator oder Regler defekt
Warnsummer
ertönt

BM 1000/30, BM 1300/30 BOMAG 149


Hilfe bei Störungen

6.3 Motor Störungen Blinkcode

Blink- Beschreibung des Blikkcodes Einfluss auf die Motorfunktion


code
Zündaus- Leistungs- Drehzahl- Motor
setzer reduzierung regelung AUS
13 Kurzschluss im Kraftstofftemperatursensor
15 Kurzschluss im Einspritzdrucksensor X
17 hoher Einspritzdruck
18 Kurzschluss im Einspritzzeitpunktventil X
21 5 Volt Sensor Spannungsversorgung X
24 Kurzschluss im Öldrucksensor
25 Kurzschluss im Turbo Abgasdrucksensor
26 Kurzschluss im Umgebungsdrucksensor X
27 Kurzschluss im Kühlmitteltemperatursensor X X
28 Drosselventilsensor X X
32 Drosselventilposition X X
34 kein Drehzahlsignal X X X
35 Überdrehzahl X
37 Kurzschluss im Drucksensor Kraftstoff X X
38 Kurzschluss im Abgastemperatursensor
39 mechanischer defekt am Einspritzdrucksen- X
sor
42 Motorsteuerung Einstellungen erforderlich X X X
46 Motoröldruck zu niedrig X X X
49 Kurzschluss im Vorheizer für Ansaugluft
51 Aussetzer in der Spannungsversorgung X X X
52 allgemeiner Modulfehler X X X X
53 allgemeiner Fehler in der Motorsteuerung X X X X
56 Programmfehler in der Motorsteuerung X X
58 Fehler im Datentransfer J1939
59 Fehler in der Software der Motorsteuerung X X X
61 Kühlmitteltemperatur zu hoch X X
62 Kühlmittelstand zu niedrig X X X
63 Kraftstoffdruck zu niedrig (Filter verstopft) X X
64 Abgastemperatur zu hoch X X
65 Kraftstofftemperatur zu hoch X X
72 Einspritzsystem Zylinder 1 oder 2 X X
73 Einspritzsystem Zylinder 3 oder 4 X X
74 Einspritzsystem Zylinder 5 oder 6 X X

150 BOMAG BM 1000/30, BM 1300/30