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Gesetz- und Verordnungsblatt


für das Land Hessen

2015 Ausgegeben zu Wiesbaden am 14. Dezember 2015 Nr. 30

Tag Inhalt Seite

7. 12. 15 Hessische Verordnung über die Gewährung von Leistungsanreizen und


zur Anerkennung besonderer Leistungen (Hessische Leistungsanreizever-
ordnung – HLAnreizV) ....................................................................................... 534
FFN 323-161; hebt auf FFN 323-124

8. 12. 15 Zweite Verordnung zur Änderung der Verwaltungskostenordnung für den


Geschäftsbereich des Ministeriums für Soziales und Integration .................... 537
Ändert FFN 305-68

24. 11. 15 Vierte Verordnung zur Verlängerung der Geltungsdauer und Änderung
befristeter Rechtsvorschriften im Geschäftsbereich des Ministeriums für
Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung ..................................... 546
Ändert FFN 361-110, 361-114, 363-37

26. 11. 15 Landeswasserstraßenverordnung ....................................................................... 550


FFN 63-10

30. 11. 15 Verordnung über die Zuständigkeiten der hessischen Finanzämter............... 554
FFN 40-26; hebt auf FFN 40-25

26. 11. 15 Verordnung über Zuständigkeiten in beamten- und richterrechtlichen Per-


sonalangelegenheiten im Geschäftsbereich des Ministeriums der Justiz ....... 566
FFN 320-208; hebt auf FFN 320-197
534 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Hessische Verordnung
über die Gewährung von Leistungsanreizen und zur Anerkennung besonderer
Leistungen (Hessische Leistungsanreizeverordnung – HLAnreizV)*)
Vom 7. Dezember 2015

Aufgrund des § 28 Abs. 4 Satz 2 und deren Leistung; sie soll in engem zeitli-
des § 46 Abs. 3 des Hessischen Besol- chen Zusammenhang mit der besonderen
dungsgesetzes vom 27. Mai 2013 (GVBl. Leistung stehen.
S. 218, 256, 508), zuletzt geändert durch (2) Die Leistungsprämie wird als Ein-
Gesetz vom 28. März 2015 (GVBl. S. 578), malzahlung gewährt. Die Leistungsprä-
verordnet die Landesregierung: mie kann bis zur Höhe der Stufe 1 des
Grundgehalts der Besoldungsgruppe ge-
§1 währt werden, der die Beamtin oder der
Geltungsbereich Beamte im Zeitpunkt der Entscheidung
angehört. Die Höhe ist der erbrachten
Diese Verordnung gilt für Beamtinnen Leistung, dem Grad der Erfüllung der
und Beamte in Besoldungsgruppen der übertragenen Aufgaben oder dem Ergeb-
Besoldungsordnung A im Geltungsbe- nis entsprechend zu bemessen. Bei Teil-
reich des Hessischen Beamtengesetzes. zeitbeschäftigung ist das nach § 6 Abs. 1
Sie gilt nicht für Beamtinnen und Beamte des Hessischen Besoldungsgesetzes ge-
auf Zeit sowie für Beamtinnen und Beam- minderte Grundgehalt der Stufe 1 nach
te, die nach § 5 Abs. 1 Satz 1 des Geset- Satz 2 maßgebend.
zes über den Hessischen Rechnungshof
vom 18. Juni 1986 (GVBl. I S. 157), zuletzt (3) Mehrere Leistungsprämien dürfen
geändert durch Gesetz vom 5. März 2009 einer Person innerhalb eines Jahres ins-
(GVBl. I S. 95), richterliche Unabhängig- gesamt nur bis zur Höhe nach Abs. 2
keit genießen. Leistungsstufen können Satz 2 gewährt werden.
nicht an Beamtinnen und Beamte im Be- (4) Abweichend von Abs. 1 bis 3 kann
amtenverhältnis auf Probe in Ämtern mit Beamtinnen und Beamten, die im Bereich
leitenden Funktionen nach § 4 des Hessi- einer Hessischen Erstaufnahmeeinrich-
schen Beamtengesetzes vergeben wer- tung für Flüchtlinge tätig sind, eine Son-
den. derleistungsprämie gewährt werden.
(5) Die Sonderleistungsprämie wird als
§2 Einmalzahlung gewährt. Sie beträgt bis
Leistungsanreize zu 4 000 Euro im Kalenderjahr. Bei Teil-
zeitbeschäftigung ist § 6 Abs. 1 des Hessi-
Leistungsanreize für besondere Leis- schen Besoldungsgesetzes anzuwenden.
tungen im Sinne dieser Verordnung sind
Leistungsstufe, Leistungsprämie, Leis- (6) Auf die Gewährung der Sonderleis-
tungszulage und leistungsbezogener Son- tungsprämie finden § 7 Abs. 2 sowie die
derurlaub. §§ 8 und 10 Abs. 2 keine Anwendung.

§3 §5
Leistungsstufe Leistungszulage
(1) Beamtinnen und Beamten, die dau- (1) Die Leistungszulage dient der An-
erhaft herausragende Leistungen erbrin- erkennung einer herausragenden beson-
gen, kann für den Zeitraum bis zum Errei- deren Leistung, die über einen Zeitraum
chen der nächsten Stufe, höchstens bis zu von mindestens drei Monaten erbracht
einer Ernennung nach § 8 Abs. 1 Nr. 3 worden ist und auch für die Zukunft er-
und 4 des Beamtenstatusgesetzes in Ver- wartet wird. Bei erheblichem Leistungs-
bindung mit § 9 Abs. 1 des Hessischen abfall ist die Leistungszulage für die Zu-
Beamtengesetzes, das Grundgehalt der kunft zu widerrufen.
nächsthöheren Stufe gezahlt werden. (2) Als Leistungszulage kann monatlich
(2) Maßgebender Zeitpunkt für die ein Betrag bis zur Höhe von sieben Prozent
Gewährung der Leistungsstufe ist der der Stufe 1 des Grundgehalts der Besol-
Erste des Monats, der auf die Entschei- dungsgruppe, der die Beamtin oder der Be-
dung nach § 28 Abs. 4 des Hessischen Be- amte im Zeitpunkt der Festsetzung der
soldungsgesetzes folgt, sofern in der Ent- Leistungszulage angehört, längstens für ei-
scheidung kein späterer Zeitpunkt be- nen zusammenhängenden Zeitraum von
stimmt wird. einem Jahr gewährt werden. Die Höhe und
die Dauer der Gewährung sind der er-
brachten besonderen Leistung entspre-
§4 chend zu bemessen. Bei Teilzeitbeschäfti-
Leistungsprämie, Sonderleistungsprämie gung ist das nach § 6 Abs. 1 des Hessi-
für den Einsatz im Bereich der Hessischen schen Besoldungsgesetzes geminderte
Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge Grundgehalt der Stufe 1 nach Satz 1 maß-
gebend. Die Leistungszulage wird von dem
(1) Die Leistungsprämie dient der An- auf die Festsetzung folgenden Monat an
erkennung einer herausragenden beson- monatlich zusammen mit den Dienstbezü-
gen gezahlt. Sie kann für bis zu drei Mona-
*) FFN 323-161 te rückwirkend gewährt werden.
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 535

§6 prämie und Teamzulage werden jeweils


Leistungsbezogener Sonderurlaub nur als ein Leistungsanreiz bei der Zahl
der Beamtinnen und Beamten im Sinne
(1) Der leistungsbezogene Sonderur- des § 7 Abs. 2 Satz 1 berücksichtigt.
laub dient der Anerkennung einer he-
rausragenden besonderen Leistung und (2) Teamprämien und Teamzulagen
kann anstelle der Leistungsprämie oder dürfen in der Summe 250 Prozent des in
der Leistungszulage gewährt werden. § 4 Abs. 2 Satz 2 und § 5 Abs. 2 Satz 1 ge-
regelten Umfangs nicht übersteigen.
(2) Der leistungsbezogene Sonderur- Maßgeblich ist die höchste Besoldungs-
laub beträgt bis zu drei Arbeitstage im gruppe der an der Leistung wesentlich
Kalenderjahr unter Fortgewährung der Beteiligten.
Besoldung; seine Dauer ist entsprechend
der erbrachten Leistung zu bemessen. (3) Leistungsprämien und Leistungszu-
Während des leistungsbezogenen Son- lagen, die sich für die einzelnen Beamtin-
derurlaubs muss die ordnungsgemäße Er- nen und Beamten als Teil des Teams er-
ledigung der Dienstgeschäfte gewährleis- geben, können ihrer Höhe nach auch ent-
tet sein; der Behörde dürfen daraus keine sprechend dem Grad der individuellen
Vertretungskosten erwachsen. Leistung am Gesamtergebnis bemessen
werden. § 4 Abs. 2 Satz 2 und 4 sowie § 5
(3) Der leistungsbezogene Sonderur- Abs. 2 Satz 1 und 3 gelten entsprechend.
laub soll innerhalb von sechs Monaten
nach der Bekanntgabe der Entscheidung §9
über seine Gewährung in Anspruch ge-
nommen werden. Im Falle von Erkran- Ausschluss- und Konkurrenzregelungen
kung oder des Beginns des Mutterschut- (1) Leistungsanreize dürfen nicht ne-
zes vor Ablauf der in Satz 1 genannten ben Zulagen und Vergütungen gewährt
Frist kann die Inanspruchnahme des leis- werden, soweit ihnen derselbe Sachver-
tungsbezogenen Sonderurlaubs um den halt zugrunde liegt.
Zeitraum von sechs Monaten nach der
Wiederaufnahme des Dienstes hinausge- (2) Eine Leistungsstufe soll nicht inner-
schoben werden. halb eines Jahres nach der Verleihung ei-
nes Amtes mit höherem Endgrundgehalt
gewährt werden.
§7
Vergabemöglichkeiten § 10
(1) Leistungsstufen dürfen in einem Verfahren
Kalenderjahr höchstens 10 Prozent der
am 1. Januar vorhandenen Beamtinnen (1) Über die Vergabe der Leistungsan-
und Beamten, die das Endgrundgehalt reize und den Widerruf einer Leistungs-
noch nicht erreicht haben, gewährt wer- zulage entscheidet die oberste Dienstbe-
den. Bei Dienstherren mit weniger als hörde. Sie kann die Entscheidungsbefug-
zehn Beamtinnen und Beamten in der Be- nis auf andere Dienststellen übertragen.
soldungsordnung A kann in jedem Kalen- Für die Beamtinnen und Beamten der Ge-
derjahr eine Leistungsstufe gewährt wer- meinden, Gemeindeverbände und der
den. sonstigen der Aufsicht des Landes unter-
stehenden Körperschaften, Anstalten und
(2) Leistungsprämien, Leistungszula- Stiftungen des öffentlichen Rechts ist die
gen und leistungsbezogener Sonderur- oberste Dienstbehörde oder sind die von
laub dürfen in einem Kalenderjahr insge- ihr bestimmten Stellen zuständig.
samt höchstens 15 Prozent der am 1. Ja-
nuar vorhandenen Beamtinnen und Be- (2) Die Entscheidungsberechtigten ha-
amten in der Besoldungsordnung A ge- ben die jeweils herausragenden Leistun-
währt werden. Die Überschreitung des gen zu dokumentieren; vor der Entschei-
Prozentsatzes nach Satz 1 ist in dem Um- dung über die Vergabe der Leistungsan-
fang zulässig, in dem von der Möglichkeit reize sollen die Vorgesetzten der Beamtin
der Vergabe von Leistungsstufen kein oder des Beamten gehört werden. Die
Gebrauch gemacht wird. Bei Diensther- Entscheidung über die Gewährung oder
ren mit weniger als sieben Beamtinnen den Widerruf ist der Beamtin oder dem
und Beamten in der Besoldungsordnung Beamten schriftlich mitzuteilen.
A kann in jedem Kalenderjahr entweder
eine Leistungsprämie oder Leistungszula- § 11
ge oder in einem Fall leistungsbezogener Aufhebung bisherigen Rechts
Sonderurlaub gewährt werden.
Die Hessische Leistungsstufenverord-
nung vom 4. November 1998 (GVBl. I
§8 S. 470)1) wird aufgehoben.
Teamregelungen
(1) Leistungsprämien oder Leistungs- § 12
zulagen können als Teamprämie und Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Teamzulage jeweils mehreren Beamtin-
nen und Beamten gewährt werden, wenn Diese Verordnung tritt mit Wirkung
sie wesentlich an einer durch enges ar- vom 1. Januar 2015 in Kraft. Abweichend
beitsteiliges Zusammenwirken erbrach- von Satz 1 tritt § 10 am Tage nach der
ten herausragenden besonderen gemein-
samen Leistung beteiligt waren. Team- ) Hebt auf FFN 323-124
1
536 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Verkündung in Kraft. Sie tritt mit Ablauf


des 31. Dezember 2019 außer Kraft.

Wiesbaden, den 7. Dezember 2015

Hessische Landesregierung

Der Ministerpräsident Der Minister


Bouffier des Innern und für Sport
Beuth
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 537

Zweite Verordnung
zur Änderung der Verwaltungskostenordnung für den
Geschäftsbereich des Ministeriums für Soziales und Integration*)
Vom 8. Dezember 2015

Aufgrund des § 2 Abs. 1 Satz 1 des Hessischen Verwaltungskostengesetzes in der Fassung


vom 12. Januar 2004 (GVBl. I S. 36), zuletzt geändert durch Gesetz vom 13. Dezember 2012
(GVBl. S. 622), auch in Verbindung mit § 19 Satz 1 des Hessischen Gesetzes über den öffent-
lichen Gesundheitsdienst vom 28. September 2007 (GVBl. I S. 659), zuletzt geändert durch
Gesetz vom 15. Oktober 2014 (GVBl. S. 241), verordnet die Landesregierung:

Artikel 1
Die Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich des Ministeriums für Soziales
und Integration vom 23. Oktober 2012 (GVBl. S. 356, 451), geändert durch Verordnung vom
5. März 2014 (GVBl. S. 100), wird wie folgt geändert:
I. In § 1 wird das Wort „Sozialministeriums“ durch die Wörter „Ministeriums für Soziales
und Integration“ ersetzt.
II. Die Anlage wird wie folgt geändert:
1. Die Übersicht wird wie folgt gefasst:

Gegenstand Nr.
Anlagen, überwachungsbedürftige 344
Apothekenwesen 13
Apothekerinnen oder Apotheker 11
Arbeitsmedizinische Vorsorge 3108
Arbeitsschutz, allgemeiner 31
Arbeitsschutz, sozialer 37
Arbeitssicherheit 3104
Arbeitsstätten 3102
Arzneimittelwesen 14
Ärztinnen oder Ärzte 11
Ärztliche Stelle 353
Betäubungsmittelwesen 14
Betriebssicherheit 34
Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen, Einrichtungspersonal 4
Biostoffe 3109
Druckluft 3103
Ethikkommission 3617
Fachberufe des Gesundheitswesens 12
Fahrpersonal 373
Gefahrstoffwesen 32
Gelbfieberimpfstellen 15
Gesundheitsämter 6
Gesundheitswesen 1
Heilpraktikerinnen oder Heilpraktiker 64
Heilquellen 181
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten 11
Klinische Prüfungen von Medizinprodukten 361
Krankenanstalten, private 17

*) Ändert FFN 305-68


538 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Ladenöffnung 372
Medizinproduktewesen 36
Präimplantationsdiagnostik 145
Produkt- und Betriebssicherheit 34
Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten 11
Rettungsdienst 19
Röntgenwesen 35
Spätaussiedlerinnen oder Spätaussiedler 2
Sprengstoffwesen 33
Transfusionswesen 14
Trinkwasser 16
Verbraucherinformation 345
Vertriebene 2
Vorsorge, arbeitsmedizinische 3108
Wasser 18
Werkstätten für behinderte Menschen 5
Zahnärztinnen oder Zahnärzte 11


2. In Nr. 11 werden in Spalte 2 nach der Angabe „(KJPsychTh-APRV)“ das Komma und die
Wörter „dem Heilpraktikergesetz und der Ersten Durchführungsverordnung zum Heil-
praktikergesetz“ gestrichen
3. Die Nr. 118 und 119 werden aufgehoben.
4. In Nr. 12 wird in Spalte 2 nach dem Wort „Funktionsdiagnostik“ eine neue Zeile mit dem
Wort „Notfallsanitäter/in“ eingefügt.
5. In Nr. 121 wird in Spalte 2 nach der Angabe „(MTAG),“ die Angabe „den §§ 1 und 2 des
Notfallsanitätergesetzes (NotSanG),“ eingefügt.
6. Nach Nr. 122 wird als neue Nr. 123 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
123 Abschlüsse

7. Die bisherige Nr. 123 wird Nr. 1231 und nach der Angabe „MTAG,“ wird die Angabe
„§ 2 Abs. 3 und 4 NotSanG,“ eingefügt.
8. Die bisherige Nr. 124 wird Nr. 1232 und nach der Angabe „MTAG,“ wird die Angabe
„§ 2 Abs. 5 NotSanG,“ eingefügt.
9. Die bisherige Nr. 125 wird Nr. 124 und nach der Angabe „MTAG,“ wird die Angabe „§ 9
Satz 1 NotSanG,“ eingefügt.
10. Nach der neuen Nr. 124 wird als neue Nr. 125 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
125 Urkunden, Zeugnisse,
Bescheinigungen

11. Die bisherige Nr. 126 wird Nr. 1251 und die Wörter „der Altenpflege-Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung“ werden durch die Angabe „AltPflAPrV“ ersetzt und nach der An-
gabe „(MTA-APrV),“ wird die Angabe „Anlage 12 der Ausbildungs- und Prüfungsver-
ordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter (NotSan-APrV),“ eingefügt.
12. Die bisherige Nr. 127 wird Nr. 1252 und nach den Wörtern „technische Assistenten in der
Medizin,“ wird die Angabe „Anlage 6 oder 7 NotSan-APrV“ eingefügt.
13. Als neue Nr. 1253 wird eingefügt:
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 539

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
1253 Bescheinigung zur Vorlage 120
bei den zuständigen Stellen
im Ausland über eine in
Hessen abgeschlossene Aus-
oder Weiterbildung in
einem Gesundheitsfachberuf,
die Erlaubnis zur Führung
der entsprechenden Berufs-
oder Weiterbildungsbezeich-
nung und über Berufstätig-
keiten in der Bundesrepub-
lik Deutschland

14. Die bisherige Nr. 128 wird Nr. 126.


15. Die bisherige Nr. 1281 wird Nr. 1261 und nach der Angabe „MTA-APrV,“ wird die Anga-
be „§§ 4, 9 und 10 NotSan-APrV,“ eingefügt.
16. Die bisherigen Nr. 1282 und 1283 werden die Nr. 1262 und 1263.
17. Nach der neuen Nr. 1263 werden als neue Nr. 127 bis 1283 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
127 Aus- und Weiterbildungs-
stätten in einem Fachberuf
des Gesundheitswesens
1271 Staatliche Anerkennung 650
nach § 16 Abs. 2 HGöGD
1272 Änderungen der staatlichen
Anerkennung von Ausbil-
dungsstätten nach § 16
Abs. 2 HGöGD
12721 Erhöhung der Kapazität je Anzeige 300
12722 Änderung bei Leitung und je Anzeige 100
Lehrkräften
12723 Änderung der Räumlichkei- je Anzeige 250
ten
1273 Überwachung staatlich an- nach Zeitaufwand
erkannter Ausbildungs-
stätten einschließlich Prü-
fung von Unterlagen, Bege-
hung von Räumlichkeiten
und Erlass von Verfügungen
nach § 17 Abs. 1 HGöGD
128 Modellvorhaben nach § 4
Abs. 5 und 6 ErgThG, § 6
Abs. 3 und 4 HebG, § 4
Abs. 5 und 6 des Gesetzes
über den Beruf des Logopä-
den und § 9 Abs. 2 und
3 MPhG
1281 Genehmigung von Modell- 1 000
vorhaben
1282 Änderung der Genehmi- je Anzeige
gung von Modellvorhaben
12821 Erhöhung der Kapazität des je Anzeige 500
Modells
12822 Änderung bei Leitung und je Anzeige 150
Lehrkräften
540 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
12823 Änderung der je Anzeige 300
Räumlichkeiten
1283 Überwachung der Modell- nach Zeitaufwand
vorhaben einschließlich Prü-
fung von Unterlagen, Bege-
hung von Räumlichkeiten
und Erlass von Verfügungen
nach § 17 Abs. 1 HGöGD

18. Nr. 129 wird aufgehoben.


19. Nach Nr. 13107 wird als neue Nr. 13108 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
13108 Ausstellung einer Ersatzur- 30
kunde für eine Erlaubnis
nach Nr. 131011, 131012,
131013, 131014, 131015 oder
13107

20. Die bisherigen Nr. 13108 bis 131102 werden die Nr. 13109 bis 131112.
21. Nach der neuen Nr. 131112 wird als neue Nr. 13112 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
13112 Prüfung einer Anzeige über 30
die Änderung des Status als
Haupt- oder Filialapotheke
nach § 2 Abs. 5

22. In Nr. 1321 wird in Spalte 4 die Angabe „200“ durch „50“ ersetzt.
23. Nr. 1323 wird aufgehoben.
24. In Nr. 14 werden in Spalte 2 nach dem Wort „Transfusionswesen“ ein Komma und das
Wort „,Präimplantationsdiagnostik“ angefügt.
25. In Nr. 141211 wird in Spalte 2 die Angabe „Satz 1“ angefügt.
26. Nr. 141212 wird Nr. 1412111 und wie folgt gefasst:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
1412111 Ausstellung eines Zertifikats 2 000
über die Gute Herstellungs-
praxis bei Inspektion nach
§ 64 Abs. 3c

27. Die bisherige Nr. 141213 wird Nr. 141212 und in Spalte 4 wird die Angabe „50“ durch
„100“ ersetzt.
28. Die bisherige Nr. 141214 wird Nr. 141213 und in Spalte 2 wird die Angabe „141213“
durch die Angabe „141211, 1412111 oder 141212“ ersetzt.
29. Nr. 14123 wird wie folgt geändert:
a) In Spalte 3 werden die Wörter „nach Zeitaufwand“ gestrichen.
b) In Spalte 4 wird die Angabe „200“ eingefügt.
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 541

30. In Nr. 14128 werden in Spalte 2 die Wörter „einer Prüfärztin oder einem Prüfarzt“ durch
die Angabe „einer Prüferin oder einem Prüfer im Sinne des § 4 Abs. 25“ ersetzt.
31. In Nr. 14129 wird in Spalte 2 das Wort „prüfarztinitiierten“ durch „prüferinitiierten“ und
werden die Wörter „einer Prüfärztin oder einem Prüfarzt“ durch die Angabe „einer Prü-
ferin oder einem Prüfer im Sinne des § 4 Abs. 25“ ersetzt.
32. In Nr. 14133 wird in Spalte 4 die Angabe „60“ durch „80“ ersetzt.
33. Nr. 14161 wird wie folgt gefasst:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
14161 Bescheinigung oder Aus- 150
kunft über die Sachkenntnis
nach § 75

34. In Nr. 1441 wird in Spalte 4 die Angabe „120“ gestrichen.


35. Nach Nr. 1441 werden als Nr. 14411 bis 1453 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
14411 bei Arzneimitteln, die für je Zytostatikazuberei- 1
den Einzelfall hergestellt tung oder parenteraler
werden Zubereitung oder je
1 000 Blisterbeutel mit
unveränderten Arznei-
mitteln
14412 bei Arzneimitteln, die in klei- je Charge 120
nen Mengen hergestellt wer-
den oder deren Lagerung be-
sondere Probleme bereitet
145 Amtshandlungen nach der
Präimplantationsdiagnostik-
verordnung (PIDV)
1451 Zulassung eines Zentrums 300 bis
für Präimplantationsdiagnos- 5 000
tik nach § 3 Abs. 1 Nr. 2
1452 Verlängerung der Zulassung 200 bis
eines Zentrums für Präim- 5 000
plantationsdiagnostik nach
§ 3 Abs. 4 Satz 3
1453 Überwachung eines Zen- nach Zeitaufwand
trums für Präimplantations-
diagnostik

36. Die Nr. 19 bis 196 werden durch folgende Nr. 19 bis 195 ersetzt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
19 Amtshandlungen nach dem
Hessischen Rettungsdienst-
gesetz
191 Beauftragung zur Leistungs- 1 000 bis
erbringung in der Luftret- 1 600
tung nach § 5 Abs. 4 und § 11
192 Wiedererteilung einer Beauf- 600 bis 1 200
tragung zur Leistungserbrin-
gung in der Luftrettung nach
§ 5 Abs. 4 und § 11
542 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
193 Rücknahme eines Antrages 500 bis
auf Beauftragung zur 1 000
Leistungserbringung in der
Luftrettung nach § 11
194 Erweiterung der Beauftra- 300 bis
gung oder wesentliche Än- 1 000
derung des Betriebes eines
Leistungserbringers in der
Luftrettung nach § 11
195 Überprüfung des Betriebs 300 bis
eines Leistungserbringers 2 000
nach § 12

37. Die Nr. 3107 und 31071 werden aufgehoben.


38. Die Nr. 3108 bis 3109 werden die Nr. 3107 bis 3108.
39. Die Nr. 31091 und 31092 werden die Nr. 31081 und 31082 und wie folgt gefasst:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
31081 Erlaubnis nach § 15 200 bis
1 500
31082 Anzeige nach § 16 Abs. 1 75 bis 300
Nr. 1 bis 3

40. Nach der neuen Nr. 31082 wird als neue Nr. 31083 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
31083 Ausnahme nach § 18 nach Zeitaufwand mindestens
75

41. Die Nr. 3110 und 31101 werden die Nr. 3109 und 31091.
42. In Nr. 344 wird Spalte 2 wie folgt gefasst:
„Amtshandlungen nach der BetrSichV“
43. Die Nr. 34401 bis 34405 werden durch folgende Nr. 3441 bis 3444 ersetzt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
3441 Erlaubnis nach § 18 Abs. 1
34411 zur Errichtung und zum 1 v. H. der Errichtungs- mindestens
Betrieb kosten 600
34412 zur Änderung der Bauart 1. v.H. der Änderungs- mindestens
oder Betriebsweise kosten 300
3442 Entscheidung über Ausnah- nach Zeitaufwand
men nach § 19 Abs. 4 Satz 1
3443 Anordnung einer außer- nach Zeitaufwand
ordentlichen Prüfung nach
§ 19 Abs. 5 Satz 1
3444 Verkürzung oder Verlänge- nach Zeitaufwand
rung von Fristen nach § 19
Abs. 6
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 543

44. Die Nr. 34406 bis 34410 werden aufgehoben.


45. In Nr. 35123 wird in Spalte 2 das Wort „Betreiber“ durch „Strahlenschutzverantwortli-
chen“ ersetzt.
46. Nr. 35124 wird wie folgt geändert:
a) In Spalte 3 werden die Wörter „je Nachforderung“ eingefügt.
b) In Spalte 4 wird die Angabe „bis 75“ gestrichen.
47. Nr. 35178 wird wie folgt geändert:
a) In Spalte 3 werden die Wörter „je Person“ gestrichen.
b) In Spalte 4 wird vor der Angabe „150“ die Angabe „50 bis“ eingefügt.
48. Nr. 3531 wird wie folgt geändert:
a) Spalte 3 wird wie folgt gefasst:
„je Prüfung eines von einem Strahlenschutzverantwortlichen eigenverantwortlich ver-
wendeten oder bereitgehaltenen Röntgenstrahlers“
b) In Spalte 4 wird die Angabe „270 bis 800“ durch „120 bis 880“ ersetzt.
49. In Nr. 3631 wird in Spalte 2 die Angabe „jeweils in Verbindung mit § 7“ angefügt.
50. In Nr. 3712 wird in Spalte 4 die Angabe „mindestens 120“ eingefügt.
51. In Nr. 371511 wird in Spalte 4 die Angabe „850“ durch „ 1 000“ ersetzt.
52. In Nr. 371512 wird in Spalte 4 die Angabe „1 100“ durch „1 250“ ersetzt.
53. In Nr. 371521 wird in Spalte 4 die Angabe „1 200“ durch „1 500“ ersetzt.
54. In Nr. 371522 wird in Spalte 4 die Angabe „1 500“ durch „1 750“ ersetzt.
55. In Nr. 37163 wird in Spalte 4 die Angabe „2 000“ gestrichen.
56. Nach Nr. 37163 werden als Nr. 371631 bis 371636 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
371631 für 1 bis 20 Personen 1 200
371632 für 21 bis 50 Personen 1 500
371633 für 51 bis 100 Personen 2 000
371634 für 101 bis 250 Personen 2 750
371635 für 251 bis 500 Personen 3 500
371636 für mehr als 500 Personen 4 500

57. Nr. 3752 wird wie folgt geändert:


a) In Spalte 3 werden die Wörter „nach Zeitaufwand“ eingefügt.
b) In Spalte 4 wird vor der Angabe „200“ das Wort „mindestens“ eingefügt.
58. Nr. 3753 wird wie folgt geändert:
a) In Spalte 3 werden die Wörter „nach Zeitaufwand“ eingefügt.
b) In Spalte 4 wird die Angabe „60“ durch „mindestens 100“ ersetzt.
59. In Nr. 62 werden in Spalte 2 nach dem Wort „Belehrungen“ ein Komma und das Wort
„Erlaubnisse“ eingefügt.
60. Nach Nr. 62158 werden als Nr. 62159 und 6216 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
62159 eines Schwimm- und Bade- nach Zeitaufwand
beckens
6216 eines Badegewässers nach nach Zeitaufwand
§ 15 VO-BGW

61. In Nr. 624 wird in Spalte 4 die Angabe „26“ durch „28“ ersetzt.
62. In Nr. 6242 wird in Spalte 4 die Angabe „12“ durch „20“ ersetzt.
544 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

63. In Nr. 6244 wird in Spalte 4 die Angabe „10“ durch „12“ ersetzt.
64. Nach Nr. 6244 wird als Nr. 6245 eingefügt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
6245 Erlaubnis für Tätigkeiten mit nach Zeitaufwand
Krankheitserregern nach
§ 44 IfSG sowie die damit in
Zusammenhang stehende
Laborbesichtigungen, Anzei-
gen der Tätigkeit und Frei-
stellung

65. Die Nr. 64 bis 643 werden durch folgende Nr. 64 bis 6424 ersetzt:

Nr. Gegenstand Bemessungs- Gebühr


grundlage EUR

1 2 3 4
64 Heilpraktikerinnen oder
Heilpraktiker

641 Amtshandlungen nach dem


Heilpraktikergesetz und der
Ersten Durchführungsverord-
nung zum Heilpraktikerge-
setz

6411 Erlaubnis zur Ausübung der 250


Heilkunde ohne Bestallung
nach § 2 Abs. 1 des Heil-
praktikergesetzes

6412 Rücknahme oder Widerruf nach Zeitaufwand höchstens


einer Erlaubnis nach 1 000
Nr. 6411 nach § 7 Abs. 1 der
Ersten Durchführungsverord-
nung zum Heilpraktikerge-
setz

642 Überprüfungsverfahren für


Heilpraktikerinnen und
Heilpraktiker nach den
Richtlinien zur Durchfüh-
rung des Heilpraktikerge-
setzes

6421 Schriftliche Überprüfung 225


nach Nr. 4.5

6422 Mündliche Überprüfung 155


nach Nr. 4.6

6423 Verschiebung eines Über- 25


prüfungstermins innerhalb
der letzten sechs Wochen
vor dem Überprüfungstermin

6424 Prüfung eingereichter Unter- 80 bis 180


lagen im Rahmen eines An-
tragsverfahrens nach Akten-
lage

66. Die Nr. 65 und 651 werden aufgehoben.


67. Die bisherigen Nr. 66 bis 662 werden zu Nr. 65 bis 652.
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 545

Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

Wiesbaden, den 8. Dezember 2015

Hessische Landesregierung

Der Ministerpräsident Der Minister


Bouffier für Soziales und Integration
Grüttner
546 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Vierte Verordnung
zur Verlängerung der Geltungsdauer und Änderung befristeter Rechtsvorschriften
im Geschäftsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr
und Landesentwicklung
Vom 24. November 2015

Artikel 11) 3. § 4 Abs. 9 wird wie folgt geändert:


Änderung der a) In Satz 1 wird die Angabe „Abs. 1“
Nachweisberechtigten-Verordnung durch „Abs. 4“ ersetzt.
Aufgrund b) In Satz 3 wird die Angabe „Abs. 1
1. des § 80 Abs. 4 Satz 1, 2 und 3 Nr. 6 Nr. 3“ durch „Abs. 4 Nr. 3“ ersetzt.
und 9, Abs. 5 Satz 1 Nr. 1, Satz 2 und 4. § 6 wird wie folgt geändert:
3 Nr. 1 Buchst. a, Nr. 2 und Abs. 6 je- a) In Abs. 1 Satz 3 werden nach dem
weils in Verbindung mit Abs. 10 der Wort „stehen“ ein Semikolon und
Hessischen Bauordnung in der Fas- die Wörter „die Unabhängigkeit
sung vom 15. Januar 2011 (GVBl. I ist insbesondere dann nicht gege-
S. 46, 180), zuletzt geändert durch ben, wenn Nachweisberechtigte
Gesetz vom 13. Dezember 2012 bei einem an diesem Bauprojekt
(GVBl. S. 622), beteiligten Unternehmen beschäf-
2. des § 22 Abs. 1 Nr. 9 und Abs. 2 Nr. 4 tigt sind“ eingefügt.
des Hessischen Architekten- und b) Abs. 3 wird wie folgt geändert:
Stadtplanergesetzes vom 23. Mai
2002 (GVBl. I S. 182), zuletzt geän- aa) In Satz 2 wird die Angabe
dert durch Gesetz vom 12. Dezember „250 000 Euro“ gestrichen.
2012 (GVBl. S. 612), und bb) Satz 3 wird aufgehoben.
3. des § 2 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung cc) Im neuen Satz 3 wird die An-
mit Satz 3 und § 22 Abs. 1 Nr. 4 des gabe „20. September 2013
Ingenieurkammergesetzes vom (BGBl. I S. 3642)“ durch
30. September 1986 (GVBl. I S. 281), „17. Juli 2015 (BGBl. I
zuletzt geändert durch Gesetz vom S. 1245)“ ersetzt.
28. September 2014 (GVBl. S. 218),
dd) Im neuen Satz 5 wird die An-
verordnet der Minister für Wirtschaft, gabe „Satz 3“ durch „Satz 4“
Energie, Verkehr und Landesentwick- ersetzt.
lung, soweit der Ingenieurkammer Hes-
sen weitere Aufgaben nach § 2 Abs. 2 c) Als neuer Abs. 4 wird eingefügt:
Satz 1 des Ingenieurkammergesetzes „(4) Nachweisberechtigte über-
übertragen werden, nach Erörterung mit wachen die ordnungsgemäße Bau-
der Ingenieurkammer Hessen: ausführung hinsichtlich der von
Die Nachweisberechtigten-Verord- ihnen erstellten bautechnischen
nung vom 3. Dezember 2002 (GVBl. I Nachweise. Für die Bescheinigung
S. 729), zuletzt geändert durch Verord- der ordnungsgemäßen Bauausfüh-
nung vom 20. November 2013 (GVBl. rung darf sich die Bauherrschaft
S. 654), wird wie folgt geändert: nur aus wichtigem Grund einer
anderen nachweisberechtigten
1. In § 2 Abs. 2 wird die Angabe „13. Person als derjenigen bedienen,
November 2012 (GVBl. S. 423)“ die den Nachweis erstellt hat. Ein
durch 24. November 2015 (GVBl. wichtiger Grund liegt insbesonde-
S. 546) ersetzt. re vor, wenn die nachweisberech-
2. § 3 Abs. 1 wird wie folgt geändert: tigte Person verstorben oder län-
gere Zeit erkrankt ist. Die Über-
a) In Nr. 1 werden nach dem Wort wachung der ordnungsgemäßen
„abgeschlossen“ die Wörter „und Bauausführung soll sich auf Stich-
die Prüfung zum Sachverständi- proben der Ausführung der je-
gen der Feuerwehr für vorbeugen- weils wesentlichen Bauteile be-
den Brandschutz bestanden“ ein- schränken.“
gefügt.
d) Der bisherige Abs. 4 wird Abs. 5.
b) Als Satz 2 wird angefügt:
e) Als Abs. 6 wird angefügt:
„Satz 1 Nr. 1 ist erst für Anträge
auf Eintragung der Nachweisbe- „(6) Sieht die oder der Nach-
rechtigung anzuwenden, die nach weisberechtigte für vorbeugenden
dem 15. Dezember 2015 gestellt Brandschutz den Einsatz von Hub-
werden; bereits in die Liste der rettungsfahrzeugen vor, soll sie
Nachweisberechtigten erfolgte oder er die zuständige Brand-
Eintragungen bleiben unberührt.“ schutzdienststelle zu den Einsatz-
möglichkeiten hören und deren
Anforderungen im Nachweis des
vorbeugenden Brandschutzes
) Ändert FFN 361-110
1
würdigen.“
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 547

5. § 8 wird wie folgt geändert: 2. § 11 Abs. 3 wird wie folgt geändert:


a) Abs. 1 Satz 3 wird aufgehoben. a) Satz 4 bis 7 werden durch folgen-
de Sätze ersetzt:
b) Abs. 5 Satz 2 wird aufgehoben.
„Die Höhe der Aufwandsentschä-
6. In § 11 wird die Angabe „2015“ digung ist nach Zeitaufwand zu
durch „2020“ ersetzt. bemessen und von der Anerken-
7. Anlage 1 wird wie folgt geändert: nungsbehörde festzulegen. Wer-
den die Tätigkeiten des Prüfungs-
a) In Satz 1 wird das Wort „eine“ ge- ausschusses innerhalb der regel-
strichen. mäßigen Arbeitszeit ausgeübt, er-
b) In Nr. 1 wird die Angabe „DIN halten Bedienstete des öffentli-
1054“ durch „DIN EN 1997-1“ er- chen Dienstes keine Aufwands-
setzt. entschädigung. Die Kosten nach
Satz 3 sowie die Kosten der Ge-
c) Als Nr. 11 wird angefügt: schäftsführung des Prüfungsaus-
„11. Es werden allgemeine Re- schusses zur Vorbereitung, Orga-
chenverfahren zur Bemes- nisation und Durchführung des
sung von Bauteilen und Trag- Prüfungsverfahrens tragen die an-
werken unter Brandeinwir- tragstellenden Personen anteilmä-
kung angewendet.“ ßig.“
Anlage b) In dem neuen Satz 7 werden nach
8. Anlage 2 erhält die aus dem Anhang dem Wort „Prüfungsausschüsse“
zu dieser Verordnung ersichtliche die Wörter „und deren Geschäfts-
Fassung. führung“ eingefügt.
3. In § 14 Abs. 1 Satz 1 werden die Wör-
ter „oder sonstige Stellen“ gestri-
Artikel 2 )
2
chen.
Änderung der Hessischen 4. § 16 wird wie folgt geändert:
Prüfberechtigten- und
Prüfsachverständigenverordnung a) In Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 werden nach
dem Wort „abgeschlossen“ die
Aufgrund Wörter „und die Prüfung zum
1. des § 80 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3, Satz 2 Sachverständigen der Feuerwehr
und 3, Abs. 5 Satz 1 Nr. 2, Satz 2 und für vorbeugenden Brandschutz be-
3 Nr. 1 Buchst. b, Nr. 2 und Abs. 6 standen“ eingefügt.
und 7 Satz 1 jeweils in Verbindung b) In Abs. 2 Satz 2 wird das Wort
mit Abs. 10 der Hessischen Bauord- „Brandschutznachweise“ durch
nung in der Fassung vom 15. Januar die Wörter „Nachweise des vor-
2011 (GVBl. I S. 46, 180), zuletzt ge- beugenden Brandschutzes (Brand-
ändert durch Gesetz vom 13. Dezem- schutznachweise)“ ersetzt.
ber 2012 (GVBl. S. 622), 5. § 19 Abs. 1 Satz 1 wird durch die fol-
2. des § 22 Abs. 1 Nr. 9 des Hessischen genden Sätze ersetzt:
Architekten- und Stadtplanergesetzes „Prüfsachverständige für Brandschutz
vom 23. Mai 2002 (GVBl. I S. 182), zu- prüfen die Vollständigkeit und Richtig-
letzt geändert durch Gesetz vom keit der Brandschutznachweise. Ist
12. Dezember 2012 (GVBl. S. 612), nach dem Brandschutznachweis der
und Einsatz von Hubrettungsfahrzeugen
3. des § 2 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung erforderlich, sollen die Prüfsachver-
mit Satz 3 und § 22 Abs. 1 Nr. 4 ständigen für Brandschutz die zustän-
des Ingenieurkammergesetzes vom dige Brandschutzdienststelle zu den
30. September 1986 (GVBl. I S. 281), Einsatzmöglichkeiten hören und deren
zuletzt geändert durch Gesetz vom Anforderungen bei der Prüfung des
28. September 2014 (GVBl. S. 218), Brandschutznachweises würdigen.“
verordnet der Minister für Wirtschaft, 6. § 20 wird wie folgt geändert:
Energie, Verkehr und Landesentwick- a) In Abs. 1 Satz 1 werden nach der
lung, soweit der Ingenieurkammer Hes- Angabe „(GVBl. I S. 745)“ ein
sen weitere Aufgaben nach § 2 Abs. 2 Komma und die Angabe „geän-
Satz 1 des Ingenieurkammergesetzes dert durch Verordnung vom
übertragen werden, nach Erörterung mit 20. November 2012 (GVBl.
der Ingenieurkammer Hessen: S. 410),“ eingefügt.
Die Hessische Prüfberechtigten- und b) In Abs. 4 Satz 1 wird die Angabe
Prüfsachverständigenverordnung vom „3. Dezember 2010 (GVBl. I
18. Dezember 2006 (GVBl. I S. 745), zu- S. 502)“ durch „14. Januar 2014
letzt geändert durch Verordnung vom (GVBl. S. 26)“ ersetzt.
13. November 2012 (GVBl. S. 423), wird
wie folgt geändert: 7. In § 21 Satz 2 wird die Angabe
„16. November 1995 (GVBl. I S. 514),
1. In § 5 Abs. 2 Satz 1 wird die Angabe geändert durch Verordnung vom
„22. Dezember 2011 (BGBl. I
S. 3044)“ durch „17. Juli 2015 (BGBl. I
S. 1245)“ ersetzt. ) Ändert FFN 361-114
2
548 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

3. Februar 2009 (GVBl. I S. 30),“ 13. In § 41 wird die Angabe „Wirtschaft,


durch „17. November 2014 (GVBl. Verkehr und Landesentwicklung vom
S. 286)“ ersetzt. 19. März 2004 (GVBl. I S. 114), zuletzt
8. In § 28 Satz 1 wird die Angabe „ge- geändert durch Verordnung vom
ändert durch Gesetz vom 11. Juli 9. November 2011 (GVBl. I S. 705)“
2011 (BGBl. I S. 1341)“ durch „zuletzt durch „Wirtschaft, Energie, Verkehr
geändert durch Gesetz vom 31. Au- und Landesentwicklung vom 19. No-
gust 2015 (BGBl. I S. 1474)“ ersetzt. vember 2012 (GVBl. S. 484, 2013
S. 44), zuletzt geändert durch Verord-
9. § 31 wird wie folgt geändert: nung vom 3. Februar 2015 (GVBl.
a) Abs. 1 wird wie folgt geändert: S. 52)“ ersetzt.
aa) In Satz 4 werden nach dem 14. In § 45 Satz 2 wird die Angabe
Wort „Hundert“ ein Semiko- „2015“ durch „2020“ ersetzt.
lon und die Wörter „dies gilt
nicht für Turn- und Sporthal-
len, einfache Mehrzweckhal-
len sowie landwirtschaftliche Artikel 33)
Betriebsgebäude“ eingefügt.
Änderung der Verordnung zur
bb) In Satz 5 wird die Angabe Ausführung des Hessischen Gesetzes
„Satz 1“ durch „Satz 1 oder über die Öffentlich bestellten
4“ ersetzt. Vermessungsingenieurinnen und
b) Abs. 2 wird wie folgt geändert: Vermessungsingenieure
aa) In Satz 1 wird die Angabe Aufgrund des § 5 Abs. 8 Satz 3 in Ver-
„§ 48 Abs. 1 bis 3 der Hono- bindung mit § 20 des Hessischen Geset-
rarordnung für Architekten zes über die Öffentlich bestellten Vermes-
und Ingenieure vom 11. Au- sungsingenieurinnen und Vermessungs-
gust 2009 (BGBl. I S. 2732)“ ingenieure vom 6. Oktober 2010 (GVBl. I
durch „§ 50 Abs. 1 bis 3 der S. 313), geändert durch Gesetz vom
Honorarordnung für Architek- 23. Juli 2015 (GVBl. S. 318), verordnet der
ten und Ingenieure vom Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr
10. Juli 2013 (BGBl. I und Landesentwicklung:
S. 2276)“ ersetzt. In § 2 Satz 2 der Verordnung zur Aus-
bb) Satz 4 wird aufgehoben. führung des Hessischen Gesetzes über
die Öffentlich bestellten Vermessungsin-
10. In § 34 Abs. 1 werden die Wörter genieurinnen und Vermessungsingenieu-
„sollen sich zur einheitlichen Ver- re vom 1. Januar 2011 (GVBl. I S. 11) wird
tragsgestaltung und“ durch „müssen die Angabe „2015“ durch „2023“ ersetzt.
sich“ ersetzt.
11. In § 36 Abs. 1 Satz 2 wird die Angabe
„8. Mai 2012 (BGBl. I S. 1030)“ durch
„2. November 2015 (BGBl. I S. 1834)“ Artikel 4
ersetzt.
Inkrafttreten
12. In § 37 Satz 2 wird die Angabe
„Satz 4 bis 7“ durch „Satz 4 bis 6“ er- Diese Verordnung tritt am Tage nach
setzt. der Verkündung in Kraft.

Wiesbaden, den 24. November 2015

Der Hessische Minister


f ü r W i r t s c h a f t , E n e r g i e , Ve r k e h r u n d L a n d e s e n t w i c k l u n g
Al-Wazir

) Ändert FFN 363-37


3
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 549

Anhang zu Artikel 1 Nr. 8


Anlage 2
zu § 2 Abs. 5:

Absenderin / Absender
1 ٪ Für die Akten der Bauherrschaft
٪ Für die Akten der Bauaufsicht

Bauherrschaft BESTÄTIGUNG
der nachweisberechtigten Person
für Standsicherheit
(§ 2 Abs. 5 Satz 1 NBVO)

Gemeinde, Ortsteil
2 Baugrund-
stück
Straße, Hausnummer

Eigentümer/in (Name und Anschrift)

Gemarkung, Flur, Flurstücke

Aktenzeichen der Bauaufsicht / der Baugenehmigung / der Mitteilung der Gemeinde nach § 56 Abs. 3 Satz 4 der Hessischen Bauordnung

3 Bau-
vorhaben
Beschrei-
bung
Gebäude-
klasse
Name, Vorname Telefon
4 Nachweis-
berechtigte Straße, Hausnummer Fax

Person Postleitzahl, Ort e-mail

Nummer
Eintragungsnummer bei der Architekten- und
Stadtplanerkammer oder bei der Ingenieurkammer:
ja / nein
Nachweisberechtigung nach § 2 Abs. 4 NBVO:
Unterschrift
Als in der Liste der Architekten- und Stadtplanerkammer
oder der Ingenieurkammer Hessen eingetragene nach-
weisberechtigte Person für Standsicherheit bestätige ich,
dass für das Vorhaben kein Kriterium nach Nr. 1 bis 11
der Anlage 1 für die Pflicht zur Bescheinigung der Stand-
sicherheit durch eine sachverständige Person nach § 59
Abs. 3 Satz 1 der Hessischen Bauordnung zutrifft.

Ich bestätige, dass ich mit der Erstellung der Stand-


sicherheitsnachweise für den gesamten Rohbau und der
Überwachung der Bauausführung hinsichtlich Stand-
sicherheit und Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden
Datum
Bauteile beauftragt bin.
5 Hinweis Diese Bestätigung ersetzt nicht die Bescheinigung zur Überwachung der
Bauausführung nach § 73 Abs. 2 Satz 2 der Hessischen Bauordnung. Diese
Bestätigung ist nicht erforderlich im Zusammenhang mit der Bescheinigung der
statisch-konstruktiven Unbedenklichkeit nach Anlage 2 Abschnitt V Nr. 3 der
Hessischen Bauordnung.
550 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Landeswasserstraßenverordnung*)1)
Vom 26. November 2015

Aufgrund 3. Seeschiffe im Sinne des Art. 2 Abs. 3


1. des § 27 Abs. 1 Satz 2 und 3 des Hes- Buchst. c der Richtlinie 2006/87/EG
sischen Wassergesetzes vom 14. De- des Europäischen Parlaments und des
zember 2010 (GVBl. I S. 548), zuletzt Rates vom 12. Dezember 2006 über
geändert durch Gesetz vom 28. Sep- die technischen Vorschriften für Bin-
tember 2015 (GVBl. S. 338), nenschiffe und zur Aufhebung der
Richtlinie 82/714/EWG des Rates
2. des § 1 des Gesetzes zum Erlass von (ABl. EU Nr. L 389 S. 1), zuletzt geän-
Rechtsverordnungen über die techni- dert durch Richtlinie 2013/49/EU der
schen Vorschriften für Binnenschiffe Kommission vom 11. Oktober 2013
vom 14. Juli 2009 (GVBl. I S. 262), ge- (Abl. EU Nr. L 272 S. 41).
ändert durch Gesetz vom 13. Dezem-
ber 2012 (GVBl. S. 622), (4) Die §§ 4 bis 9 gelten nicht für
verordnet der Minister für Wirtschaft, 1. Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes,
Energie, Verkehr und Landesentwick- soweit dies zur Erfüllung hoheitlicher
lung, im Fall der Nr. 1 im Benehmen mit Aufgaben erforderlich ist, und
der Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, 2. Wasserrettungsfahrzeuge einer als
Landwirtschaft und Verbraucherschutz: gemeinnützig anerkannten Körper-
schaft im Rettungseinsatz.
§1
Geltungsbereich §2
(1) Diese Verordnung gilt für die Anwendbarkeit von Vorschriften
Schifffahrt auf Landeswasserstraßen. Lan- (1) Soweit in dieser Verordnung nichts
deswasserstraßen sind die in der Anlage Abweichendes bestimmt ist, finden auf
aufgeführten für die Schifffahrt freigege- den Landeswasserstraßen entsprechend
benen Wasserstraßen. Anwendung:
(2) Diese Verordnung gilt 1. die Binnenschiffsuntersuchungsord-
1. für Schiffe mit einer Länge von min- nung vom 6. Dezember 2008 (BGBl. I
destens 20 Metern, S. 2450), zuletzt geändert durch Ver-
ordnung vom 31. August 2015
2. Schiffe, bei denen das Produkt aus (BGBl. I S. 1474) mit Ausnahme der
Länge mal Breite mal Tiefgang ein §§ 1, 2 und 8,
Volumen von mindestens 100 Kubik-
metern ergibt, 2. die §§ 2 sowie 4 bis 40 der Verord-
nung zur Einführung der Binnen-
3. schwimmende Geräte, schifffahrtsstraßen-Ordnung vom
4. Schlepp- oder Schubboote, die dazu 16. Dezember 2011 (BGBl. 2012 I S. 2,
bestimmt sind, Fahrzeuge im Sinne 1717), zuletzt geändert durch Verord-
der Nr. 1 bis 3 zu schleppen, zu schie- nung vom 13. Februar 2015 (BGBl. I
ben oder längsseits gekuppelt mitzu- S. 142),
führen, 3. die Binnenschifferpatentverordnung
5. Fahrgastschiffe, die dazu bestimmt vom 15. Dezember 1997 (BGBl. I
sind, zusätzlich zur Besatzung mehr S. 3066), zuletzt geändert durch Ver-
als zwölf Fahrgäste zu befördern, ordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I
S.1474), mit Ausnahme des § 2a,
soweit sie auf Landeswasserstraßen ver-
kehren. 4. die Sportbootführerscheinverord-
nung-Binnen vom 22. März 1989
(3) Die §§ 4 bis 7 gelten nicht für
(BGBl. I S. 536, 1102), zuletzt geän-
1. Fähren, dert durch Gesetz vom 31. August
2. Fahrzeuge, die militärischen Zwe- 2015 (BGBl. I S. 1474), mit Ausnahme
cken dienen, des § 3,
5. die Binnenschifffahrt-Kennzeich-
nungsverordnung vom 21. Februar
1995 (BGBl. I S. 226), zuletzt geändert
durch Verordnung vom 31. August
*) FFN 63-10 2015 (BGBl. I S. 1474),
1
) Die Verordnung dient der Umsetzung der Richtlinie
2006/87/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
vom 12. Dezember 2006 über die technischen Vorschriften 6. die Binnenschifffahrt-Sprechfunkver-
für Binnenschiffe und zur Aufhebung der Richtlinie ordnung vom 18. Dezember 2002
82/714/EWG des Rates (ABl. EU Nr. L 389 S. 1), zuletzt ge-
ändert durch Richtlinie 2013/49/EU der Kommission vom
(BGBl. I S. 4569, 2003 I S. 130), zuletzt
11. Oktober 2013 (ABl. EU Nr. L 272 S. 41). Die Verpflichtun- geändert durch Verordnung vom
gen aus der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parla- 31. August 2015 (BGBl. I S.1474), und
ments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informati-
onsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen
Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Infor- 7. die Fährenbetriebsverordnung vom
mationsgesellschaft (ABl. EG Nr. L 204 S. 37), zuletzt geän- 24. Mai 1995 (BGBl. I S. 752), zuletzt
dert durch Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 des Europäi-
schen Parlaments vom 25. Oktober 2012 (ABl. EU Nr. L 316
geändert durch Verordnung vom
S. 12), sind beachtet worden. 20. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2802).
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 551

(2) Für Fähren im Fährbetrieb auf Lan- werden. Ist der Eigentümerin oder dem
deswasserstraßen finden die technischen Eigentümer eine erneute technische Un-
Vorschriften des Anhangs X, Teil 1 – Fäh- tersuchung nach Satz 1 nicht zuzumuten,
ren der Binnenschiffsuntersuchungsord- kann die Gültigkeit des Gemeinschafts-
nung Anwendung, die auf den Wasser- zeugnisses für Binnenschiffe um höchs-
straßen des Bundes gelten. Die zuständi- tens ein Jahr verlängert werden.
ge Behörde nach § 16 Abs. 1 Satz 1 kann
im Einzelfall davon abweichende Rege-
lungen treffen.
§5
§3 Vorläufiges Gemeinschaftszeugnis
Gemeinschaftszeugnis, Liegen die Voraussetzungen des § 2.05
Fahrzeuganforderungen des Anhangs II der Binnenschiffsuntersu-
(1) Ein Fahrzeug nach § 1 Abs. 2 darf chungsordnung vor, ist auf Antrag der Ei-
am Verkehr auf Landeswasserstraßen nur gentümerin oder des Eigentümers ein
teilnehmen, wenn für das Fahrzeug ein vorläufiges Gemeinschaftszeugnis für
Gemeinschaftszeugnis für Binnenschiffe Binnenschiffe nach den Mustern in An-
nach dem Muster in Anhang V Teil I der hang V Teil VII bis IX der Binnenschiffs-
Binnenschiffsuntersuchungsordnung aus- untersuchungsordnung zu erteilen.
gestellt ist. Abweichend von Satz 1 bedarf
es eines Gemeinschaftszeugnisses für
Binnenschiffe nicht, wenn
§6
1. für das Fahrzeug ein Schiffsattest
nach Art. 22 der Revidierten Rhein- Entziehung des
schifffahrtsakte in der Fassung vom Gemeinschaftszeugnisses
11. März 1969 (BGBl. II S. 597) in Ver-
Das Gemeinschaftszeugnis für Binnen-
bindung mit dem Gesetz zu dem Zu-
schiffe kann nach Maßgabe des § 2.13
satzprotokoll Nr. 7 vom 27. November
des Anhangs II der Binnenschiffsuntersu-
2002 zu der Revidierten Rheinschiff-
chungsordnung entzogen werden, wenn
fahrtsakte vom 17. Oktober 1868 vom
das Fahrzeug nicht mehr den entspre-
13. Dezember 2003 (BGBl. II S. 1912)
chenden technischen Vorschriften ge-
erteilt ist, oder
nügt.
2. das Fahrzeug über ein sonstiges
Fahrtauglichkeitszeugnis verfügt und
§7
nachgewiesen ist, dass das Fahrzeug
die Anforderungen an die Erteilung Pflichten der Schiffsführerin
des Gemeinschaftszeugnisses für Bin- oder des Schiffsführers und
nenschiffe nach Abs. 2 erfüllt. der Eigentümerin oder
des Eigentümers
(2) Das Gemeinschaftszeugnis für Bin-
nenschiffe wird auf Antrag der Eigentü- (1) Das Gemeinschaftszeugnis für Bin-
merin oder des Eigentümers des Fahr- nenschiffe, das Schiffsattest oder das
zeugs erteilt, wenn eine technische Un- sonstige Fahrtauglichkeitszeugnis nach
tersuchung nach Maßgabe der §§ 2.02 § 3 Abs. 1 Satz 2 ist bei der Teilnahme am
und 2.03 des Anhangs II der Binnen- Verkehr auf Landeswasserstraßen mitzu-
schiffsuntersuchungsordnung ergibt, dass führen. Auf Verlangen hat die Schiffsfüh-
Bau, Ausrüstung, Einrichtung und Besat- rerin oder der Schiffsführer dieses den zur
zung des Fahrzeugs den Anforderungen Kontrolle befugten Personen vorzulegen.
der Binnenschiffsuntersuchungsordnung
entsprechen. (2) Die Eigentümerin oder der Eigentü-
mer eines Fahrzeugs hat jede Namensän-
derung, jeden Eigentumswechsel, jede
§4 neue Eichung des Fahrzeugs und jede
Gültigkeitsdauer des Änderung der Registrierung oder des
Gemeinschaftszeugnisses Heimatortes der Behörde nach § 16 Abs. 2
mitzuteilen und das Gemeinschaftszeug-
(1) Die im Gemeinschaftszeugnis für nis für Binnenschiffe zur Eintragung der
Binnenschiffe auszuweisende Gültigkeits- Änderung dort vorzulegen.
dauer des Gemeinschaftszeugnisses be-
trägt für (3) Die Eigentümerin oder der Eigentü-
mer hat der Behörde nach § 16 Abs. 2
1. Fahrgastschiffe fünf Jahre und
1. den Verlust eines von ihr ausgestell-
2. alle übrigen Fahrzeuge zehn Jahre. ten Gemeinschaftszeugnisses für Bin-
nenschiffe mitzuteilen,
(2) In begründeten Einzelfällen kann
abweichend von Abs. 1 eine kürzere Gül- 2. das unleserlich oder sonst unbrauch-
tigkeitsdauer festgelegt werden. bar gewordene von ihr ausgestellte
Gemeinschaftszeugnis für Binnen-
(3) Die Gültigkeit des Gemeinschafts-
schiffe zurückzugeben.
zeugnisses für Binnenschiffe kann auf-
grund einer erneuten technischen Unter- In diesen Fällen stellt die Behörde eine
suchung des Fahrzeugs nach Maßgabe Ersatzausfertigung des Gemeinschafts-
des § 2.09 des Anhangs II der Binnen- zeugnisses für Binnenschiffe aus, die als
schiffsuntersuchungsordnung verlängert solche zu bezeichnen ist.
552 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

§8 Landeswasserstraße festgelegte Fahrge-


Wesentliche Änderung, schwindigkeit gegenüber dem Ufer nicht
Instandsetzung des Fahrzeugs überschreiten.
Nach jeder wesentlichen Änderung (2) Die nach § 16 Abs. 1 zuständige
oder Instandsetzung des Fahrzeugs, die Behörde kann abweichend von Abs. 1 auf
die Festigkeit des Baus, die Fahr- oder Antrag der Eigentümerin oder des Eigen-
Manövriereigenschaften oder die beson- tümers eines Fahrzeugs eine höhere Fahr-
deren Merkmale des Fahrzeugs beein- geschwindigkeit insbesondere für Trai-
flusst, darf das Fahrzeug erst wieder in nings- und Begleitboote der Sportvereine
Fahrt gesetzt werden, wenn es einer er- zulassen, wenn dadurch der Zustand und
neuten technischen Untersuchung nach die Nutzung der Landeswasserstraße so-
Maßgabe des § 2.08 des Anhangs II der wie der übrige Schiffsverkehr nicht be-
Binnenschiffsuntersuchungsordnung un- einträchtigt werden.
terzogen worden ist.
§ 12
§9 Fahrverbote, Nutzungsbeschränkungen,
Fahrerlaubnis Vermietung von Sportbooten
(1) Wer auf Landeswasserstraßen ein (1) Untersagt sind
Fahrzeug im Sinne des § 1 Nr. 2 der Bin- 1. das Fahren mit Amphibien-, Luftkis-
nenschifferpatentverordnung führen will, sen- und Tragflügelfahrzeugen sowie
bedarf der nach der Binnenschifferpatent- mit Wassermotorrädern und
verordnung für das Befahren von Bundes-
wasserstraßen der Zone 4 nach Anhang I 2. das Wasserskilaufen, das Surfen mit
der Binnenschiffsuntersuchungsordnung einem von einem Drachen gezogenen
vorgeschriebenen oder anerkannten Surfbrett (Kitesurfen) sowie das
Fahrerlaubnis oder einer entsprechenden Schleppen von Flugkörpern wie Flug-
Fahrerlaubnis eines anderen Bundeslan- drachen oder Drachenfallschirmen.
des. (2) Das Fahren mit festen oder aufblas-
(2) Wer auf einer Landeswasserstraße baren Schwimmsitzen (Belly-Boats) be-
ein Sportboot im Sinne des § 1 Nr. 2 der darf der Genehmigung.
Sportbootführerscheinverordnung-Binnen (3) Die gewerbsmäßige Überlassung
führen will, bedarf eines Sportbootführer- von Sportbooten im Sinne des § 2 Abs. 1
scheins-Binnen nach § 2 Abs. 2 der Sport- Nr. 3 der Binnenschifffahrt-Sportbootver-
bootführerscheinverordnung-Binnen. mietungsverordnung vom 18. April 2000
(3) Die Behörde nach § 16 Abs. 1 kann (BGBl. I S. 572), zuletzt geändert durch
Personen ohne Fahrerlaubnis nach Abs. 1 Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I
und 2 auf Antrag das Führen von Fahr- S. 1474), gegen Zahlung eines Entgelts
zeugen auf einer Landeswasserstraße er- bedarf der Genehmigung.
lauben, soweit keine überwiegenden öf- (4) Die Benutzung von Modellfahrzeu-
fentlichen Interessen entgegenstehen und gen kann beschränkt oder untersagt wer-
Rechte Dritter nicht beeinträchtigt wer- den, wenn eine Beeinträchtigung der Si-
den. cherheit oder Leichtigkeit des Schiffsver-
(4) Die Fahrerlaubnis nach Abs. 1, 2 kehrs zu erwarten ist.
oder 3 ist beim Führen des Fahrzeugs mit-
zuführen und den nach § 16 Abs. 1 zu- § 13
ständigen Behörde oder dem Hessische Fahren im Uferbereich
Bereitschaftspolizeipräsidium als Wasser-
schutzpolizei auf Verlangen vorzulegen. Fahrzeuge, die sich in Fahrt befinden
und nicht an- oder ablegen, müssen von
(5) Die Eigentümerin oder der Eigentü- dem Ufer einen Abstand von mindestens
mer eines Fahrzeugs darf weder anord- 20 Metern einhalten. Wenn die örtlichen
nen noch zulassen, dass eine Person das Verhältnisse dies nicht gestatten, ist vom
Fahrzeug führt, die über keine Fahrer- Ufer der größtmögliche Abstand einzu-
laubnis nach Abs. 1, 2 oder 3 verfügt. halten. Das An- und Ablegen hat auf dem
kürzesten Weg zu erfolgen.
§ 10
Fahruntüchtigkeit § 14
Personen mit 0,25 Milligramm pro Li- Zu Wasser lassen, Stillliegen
ter oder mehr Alkohol in der Atemluft (1) Fahrzeuge dürfen nur an den hier-
oder einer Blutalkoholkonzentration von für zugelassenen Einsetzstellen zu Wasser
0,5 Promille oder mehr oder einer Alko- gelassen werden.
holmenge im Körper, die zu einer solchen
Atem- oder Blutalkoholkonzentration (2) Das Festmachen und das Ankern
führt, ist das Führen eines Fahrzeugs auf sind nur an den hierfür zugelassenen An-
Landeswasserstraßen verboten. legestellen und Liegeplätzen zulässig.

§ 11 § 15
Fahrgeschwindigkeit Schifffahrt bei Hochwasser
(1) Fahrzeuge mit Maschinenantrieb Landeswasserstraßen dürfen bei Hoch-
dürfen die in der Anlage für die jeweilige wasser nicht befahren werden. Die jewei-
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 553

lige Hochwassermarke bestimmt sich 3. entgegen § 9 Abs. 4 die erforderliche


nach der Anlage. Fahrerlaubnis beim Führen des Fahr-
zeugs nicht mitführt oder nicht auf
§ 16 Verlangen vorlegt,
Zuständigkeiten 4. entgegen § 9 Abs. 5 als Eigentümerin
oder als Eigentümer eines Fahrzeugs
(1) Zuständig für die Durchführung anordnet oder zulässt, dass eine Per-
dieser Verordnung ist der Gemeindevor- son das Fahrzeug führt, die über kei-
stand der in der Anlage jeweils benann- ne Erlaubnis nach § 9 Abs. 1, 2 oder 3
ten Gemeinde. Dies gilt auch für die Ver- verfügt,
folgung und Ahndung von Ordnungswid-
rigkeiten nach § 18. 5. entgegen § 10 ein Fahrzeug führt, ob-
wohl er 0,25 Milligramm pro Liter
(2) Abweichend von Abs. 1 ist das Re- oder mehr Alkohol in der Atemluft
gierungspräsidium Kassel für den Vollzug oder eine Blutalkoholkonzentration
des § 3 Abs. 2, der §§ 4 bis 6, des § 7 von 0,5 Promille oder mehr oder eine
Abs. 2 und 3 sowie des § 8 zuständig. Alkoholmenge im Körper hat, die zu
(3) Für die Überwachung der Einhal- einer solchen Atem- oder Blutalko-
tung der Bestimmungen dieser Verord- holkonzentration führt,
nung ist das Hessische Bereitschaftspoli- 6. entgegen § 11 die höchstzulässige
zeipräsidium als Wasserschutzpolizei zu- Fahrgeschwindigkeit überschreitet,
ständig.
7. entgegen § 12 Abs. 1 Nr. 1 mit Am-
phibien-, Luftkissen-, Tragflügelfahr-
§ 17 zeugen oder Wassermotorrädern
Ausnahmen fährt,
(1) Die Behörde nach § 16 Abs. 1 kann 8. entgegen § 12 Abs. 1 Nr. 2 Wasserski
auf Antrag der Eigentümerin oder des Ei- läuft, Kitesurfen betreibt oder Flug-
gentümers eines Fahrzeugs schriftlich körper schleppt,
Ausnahmen von § 1 Abs. 2 und § 2 Abs. 2 9. entgegen § 12 Abs. 2 ohne Genehmi-
zulassen, soweit keine überwiegenden öf- gung mit Belly-Boats fährt,
fentlichen Interessen entgegenstehen und 10. entgegen § 12 Abs. 3 ohne Genehmi-
Rechte Dritter nicht beeinträchtigt wer- gung ein Sportboot vermietet,
den.
11. entgegen § 13 Satz 1 oder 2 den Min-
(2) Die Ausnahmegenehmigung nach destabstand zum Ufer nicht einhält,
Abs. 1 ist beim Betrieb des Fahrzeugs
mitzuführen und den nach § 16 Abs. 1 zu- 12. entgegen § 13 Satz 3 an- oder ablegt,
ständigen Behörde oder dem Hessische 13. entgegen § 14 ein Fahrzeug zu Was-
Bereitschaftspolizeipräsidium als Wasser- ser lässt, festmacht oder ankert,
schutzpolizei auf Verlangen vorzulegen.
14. gegen das Fahrverbot bei Hochwas-
ser nach § 15 verstößt oder
§ 18
15. entgegen § 17 Abs. 2 die Ausnahme-
Ordnungswidrigkeiten genehmigung beim Betrieb des Fahr-
(1) Ordnungswidrig im Sinne von § 73 zeugs nicht mitführt oder nicht auf
Abs. 1 Nr. 10 des Hessischen Wasserge- Verlangen vorlegt.
setzes handelt, wer vorsätzlich
1. entgegen § 9 Abs. 1 ein Fahrzeug oh- § 19
ne Fahrerlaubnis führt, Inkrafttreten, Außerkrafttreten
2. entgegen § 9 Abs. 2 ein Sportboot oh- Diese Verordnung tritt am 1. Januar
ne Sportbootführerschein-Binnen 2016 in Kraft. Sie tritt mit Ablauf des
führt, 31. Dezember 2020 außer Kraft.

Anlage

Landeswasserstraße Zuständige Behörde Fahrgeschwindigkeit Hochwassermarke


nach § 1 Abs. 1 Satz 2 nach § 16 Abs. 1 nach § 11 nach § 15
Ginsheimer Altrhein Stadt Ginsheim- 5 km/h Hochwassermarke II
von km 1,5 bis zur Gustavsburg des amtlichen
Mündung in den Pegels Mainz
Rhein

Wiesbaden, den 26. November 2015

Der Hessische Minister


f ü r W i r t s c h a f t , E n e r g i e , Ve r k e h r u n d L a n d e s e n t w i c k l u n g
Al-Wazir
554 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Verordnung
über die Zuständigkeiten der hessischen Finanzämter*)
Vom 30. November 2015

Aufgrund h) des § 8 des Investitionszulagenge-


1. des § 17 Abs. 2 Satz 3 und 4 des Fi- setzes 1999 in der Fassung vom
nanzverwaltungsgesetzes in der Fas- 11. Oktober 2002 (BGBl. I S. 4034),
sung vom 4. April 2006 (BGBl. I zuletzt geändert durch Gesetz vom
S. 846, 1202), zuletzt geändert durch 21. Dezember 2004 (BGBl. I
Gesetz vom 22. Dezember 2014 S. 3603),
(BGBl. I S. 2417), in Verbindung mit i) des § 9 des Investitionszulagenge-
§ 6 Nr. 3 der Delegationsverordnung setzes 1996 in der Fassung vom
vom 12. Dezember 2007 (GVBl. I 22. Januar 1996 (BGBl. I S. 60), zu-
S. 859), zuletzt geändert durch Ver- letzt geändert durch Gesetz vom
ordnung vom 24. April 2015 (GVBl. 19. Dezember 1998 (BGBl. I
S. 190), S. 3779),
2. des § 387 Abs. 2 Satz 1, 2 und 4 der j) des § 14 des Investitionszulagen-
Abgabenordnung in der Fassung vom gesetzes 2007 in der Fassung vom
1. Oktober 2002 (BGBl. I S. 3866, 23. Februar 2007 (BGBl. I S. 282),
2003 I S. 61), zuletzt geändert durch zuletzt geändert durch Gesetz vom
Gesetz vom 28. Juli 2015 (BGBl. I 7. Dezember 2008 (BGBl. I
S. 1400), in Verbindung mit § 8 Nr. 1 S. 2350),
der Delegationsverordnung, k) des § 15 des Investitionszulagen-
3. des § 409 Satz 2 in Verbindung mit gesetzes 2010 vom 7. Dezember
§ 387 Abs. 2 Satz 1, 2 und 4 der Ab- 2008 (BGBl. I S. 2350), geändert
gabenordnung und § 8 Nr. 1 Buchst. a durch Gesetz vom 22. Dezember
der Delegationsverordnung, 2009 (BGBl. I S. 3950),
4. a) des § 14 Abs. 3 Satz 2 des Fünften l) des § 6 des Stahlinvestitionszula-
Vermögensbildungsgesetzes in gengesetzes vom 22. Dezember
der Fassung vom 4. März 1994 1981 (BGBl. I S. 1523, 1557), zu-
(BGBl. I S. 406), zuletzt geändert letzt geändert durch Verordnung
durch Gesetz vom 18. Dezember vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I
2013 (BGBl. I S. 4318), S. 2785, 2002 I S. 2972),
b) des § 8 Abs. 2 Satz 2 des Woh- m) des § 17 Abs. 4 des Geldwäsche-
nungsbau-Prämiengesetzes in der gesetzes vom 13. August 2008
Fassung vom 30. Oktober 1997 (BGBl. I S. 1690, 2009 I S. 816), zu-
(BGBl. I S. 2678), zuletzt geändert letzt geändert durch Verordnung
durch Gesetz vom 18. Juli 2014 vom 31. August 2015 (BGBl. I
(BGBl. I S. 1042), S. 1474),
c) des § 20 des Berlinförderungsge- n) des § 15 Abs. 2 des Eigenheimzu-
setzes 1990 in der Fassung vom lagengesetzes in der Fassung vom
2. Februar 1990 (BGBl. I S. 173), 26. März 1997 (BGBl. I S. 734), zu-
zuletzt geändert durch Gesetz vom letzt geändert durch Gesetz vom
5. Dezember 2006 (BGBl. I 18. Juli 2014 (BGBl. I S. 1042),
S. 2748), jeweils in Verbindung mit § 387
d) des § 29a Abs. 2 des Berlinförde- Abs. 2 Satz 1, 2 und 4 der Abgaben-
rungsgesetzes 1990, ordnung, Buchst. a bis b, d und f auch
e) des § 164 Satz 1 des Steuerbera- in Verbindung mit § 409 Satz 2 der
tungsgesetzes in der Fassung vom Abgabenordnung, und § 8 Nr. 1
4. November 1975 (BGBl. I Buchst. b bis n und Nr. 2 der Delega-
S. 2735), zuletzt geändert durch tionsverordnung
Verordnung vom 31. August 2015 verordnet der Minister der Finanzen:
(BGBl. I S. 1474),
f) des § 131 Abs. 3 des Gesetzes
über Ordnungswidrigkeiten in der Inhaltsübersicht
Fassung vom 19. Februar 1987
(BGBl. I S. 602), zuletzt geändert §1 Zuständigkeit der Finanzämter
durch Gesetz vom 13. Mai 2015 §2 Bezeichnung, Sitz und Bezirk der
(BGBl. I S. 706), Finanzämter
g) des § 7 des Investitionszulagenge- §3 Servicestelle Recht
setzes 2005 in der Fassung vom
30. September 2005 (BGBl. I §4 Besteuerung von Körperschaften,
S. 2961), Personenvereinigungen und Vermö-
gensmassen, Zerlegung der Körper-
schaftsteuer
§5 Besteuerungsverfahren bei Organ-
*) FFN 40-26 schaftsverhältnissen
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 555

§6 Lohnsteuerliche Aufgaben als Be- 3. der Bezirk des Finanzamtes Bensheim


triebsstättenfinanzamt mit Sitz in Bensheim die Städte Bens-
§7 Einheitsbewertung des Grundbesit- heim, Bürstadt, Heppenheim (Berg-
zes und Feststellung von Grundbe- straße), Lampertheim, Lindenfels,
sitzwerten Lorsch, Viernheim und Zwingenberg
sowie die Gemeinden Abtsteinach,
§8 Grunderwerbsteuer Biblis, Birkenau, Einhausen, Fürth,
§9 Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer Gorxheimertal, Grasellenbach, Groß-
Rohrheim, Lautertal (Odenwald),
§ 10 Rennwett- und Lotteriesteuer Mörlenbach, Rimbach und Wald-Mi-
§ 11 Betriebsprüfung chelbach,
§ 12 Überwachung der Spielbanken 4. der Bezirk des Finanzamtes Darm-
stadt mit Sitz in Darmstadt die Städte
§ 13 Straf- und Bußgeldverfahren, Steu- Darmstadt, Griesheim, Ober-Ram-
erfahndung stadt, Pfungstadt und Weiterstadt so-
§ 14 Gesonderte Feststellungen nach wie die Gemeinden Alsbach-Hähn-
dem Außensteuergesetz lein, Bickenbach, Erzhausen, Messel,
Modautal, Mühltal, Rossdorf und See-
§ 15 Besteuerung von Konsulatsangehöri- heim-Jugenheim,
gen
5. der Bezirk des Finanzamtes Dieburg
§ 16 Ausgleichsabgaben nach dem Las-
mit Sitz in Dieburg die Städte Baben-
tenausgleichsgesetz
hausen, Dieburg, Groß-Bieberau,
§ 17 (weggefallen) Groß-Umstadt und Reinheim sowie
§ 18 Festsetzung von Steuerabzugsbeträ- die Gemeinden Eppertshausen,
gen Fischbachtal, Groß-Zimmern, Müns-
ter, Otzberg und Schaafheim,
§ 19 Freistellung oder Pauschalierung
von Steuerabzugsbeträgen 6. der Bezirk des Finanzamtes Dillen-
burg mit Sitz in Dillenburg die Städte
§ 20 Wohnungsbauprämie Dillenburg, Haiger und Herborn so-
§ 21 Erhebung und Vollstreckung wie die Gemeinden Breitscheid,
Dietzhölztal, Driedorf, Eschenburg,
§ 22 Kassengeschäfte nach § 149 der Fi- Greifenstein, Mittenaar, Siegbach
nanzgerichtsordnung und Sinn,
§ 23 Besteuerung von im Ausland ansäs- 7. der Bezirk des Finanzamtes Eschwe-
sigen Werkvertragsunternehmen ge-Witzenhausen mit Sitz in Eschwe-
und deren Arbeitnehmerinnen und ge den Werra-Meißner-Kreis,
Arbeitnehmern
8. der Bezirk des Finanzamtes Frankfurt
§ 24 Besteuerung bei grenzüberschrei- am Main I mit Sitz in Frankfurt am
tender Überlassung von Arbeitneh- Main die Stadt Frankfurt am Main
merinnen und Arbeitnehmern ohne die beim Finanzamt Frank-
§ 25 Steuerabzug bei Bauleistungen furt/M. V-Höchst erfassten Stadtteile,
jedoch nur die Steuerpflichtigen – mit
§ 26 Abweichende Zuständigkeitsverein-
Ausnahme von Körperschaften, Per-
barung
sonenvereinigungen und Vermögens-
§ 27 Aufhebung bisherigen Rechts massen im Sinne des § 4 –, deren Na-
§ 28 Inkrafttreten me mit den Buchstaben P bis Z be-
ginnt,
9. der Bezirk des Finanzamtes Frankfurt
am Main II mit Sitz in Frankfurt am
Main die Stadt Frankfurt am Main
§1 ohne die beim Finanzamt Frankfurt
Zuständigkeit der Finanzämter /M. V-Höchst erfassten Stadtteile, je-
doch nur die Steuerpflichtigen – mit
Für die Erledigung der den Finanzäm- Ausnahme von Körperschaften, Per-
tern zugewiesenen Aufgaben sind die in sonenvereinigungen und Vermögens-
§ 2 bezeichneten Finanzämter zuständig, massen im Sinne des § 4 –, deren Na-
soweit die §§ 3 bis 25 keine besonderen me mit den Buchstaben A bis G be-
Zuständigkeitsregelungen enthalten. ginnt,
10. der Bezirk des Finanzamtes Frankfurt
§2 am Main III mit Sitz in Frankfurt am
Bezeichnung, Sitz und Bezirk Main die Stadt Frankfurt am Main,
der Finanzämter jedoch nur Körperschaften, Personen-
vereinigungen und Vermögensmas-
Es umfassen sen im Sinne des § 4, deren Name mit
1. der Bezirk des Finanzamtes Alsfeld- den Buchstaben A bis M beginnt,
Lauterbach mit Sitz in Alsfeld den 11. der Bezirk des Finanzamtes Frankfurt
Vogelsbergkreis, am Main IV mit Sitz in Frankfurt am
2. der Bezirk des Finanzamtes Bad Main die Stadt Frankfurt am Main
Homburg v. d. Höhe mit Sitz in Bad ohne die beim Finanzamt Frank-
Homburg v. d. Höhe den Hochtaunus- furt/M. V-Höchst erfassten Stadtteile,
kreis, jedoch nur die Steuerpflichtigen – mit
556 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Ausnahme von Körperschaften, Per- Städte Baunatal, Kassel, Naumburg,


sonenvereinigungen und Vermögens- Vellmar, Wolfhagen und Zierenberg
massen im Sinne des § 4 –, deren Na- sowie die Gemeinden Ahnatal, Bad
me mit den Buchstaben H bis O be- Emstal, Breuna, Espenau, Fulda-
ginnt, brück, Fuldatal, Habichtswald, Helsa,
12. der Bezirk des Finanzamtes Frank- Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Nies-
furt/M. V-Höchst mit Sitz in Frankfurt tetal, Schauenburg und Söhrewald -
am Main die Stadtteile Griesheim, jedoch nur für die Steuerpflichtigen,
Höchst, Nied, Schwanheim – ohne deren Name mit den Buchstaben L
den Stadtteilbezirk Goldstein-Ost –, bis Z beginnt -, die Städte Bad Karls-
Sindlingen, Sossenheim, Unterlieder- hafen, Grebenstein, Hofgeismar, Im-
bach und Zeilsheim der Stadt Frank- menhausen, Liebenau und Trendel-
furt am Main; die Stadt Frankfurt am burg sowie die Gemeinden Calden,
Main für Körperschaften, Personen- Oberweser, Reinhardshagen und
vereinigungen und Vermögensmas- Wahlsburg,
sen im Sinne des § 4, deren Name mit 23. der Bezirk des Finanzamtes Korbach-
den Buchstaben N bis Z beginnt, Frankenberg mit Sitz in Korbach den
13. der Bezirk des Finanzamtes Friedberg Landkreis Waldeck-Frankenberg,
(Hessen) mit Sitz in Friedberg (Hes- 24. der Bezirk des Finanzamtes Langen
sen) die Städte Bad Nauheim, Bad mit Sitz in Langen die Städte Dietzen-
Vilbel, Butzbach, Friedberg (Hessen), bach, Dreieich, Langen und Röder-
Karben, Münzenberg, Niddatal, Rei- mark sowie die Gemeinde Egelsbach,
chelsheim (Wetterau) und Rosbach 25. der Bezirk des Finanzamtes Limburg-
v.d. Höhe sowie die Gemeinden Flor- Weilburg mit Sitz in Limburg den
stadt, Ober-Mörlen, Rockenberg, Landkreis Limburg-Weilburg,
Wölfersheim und Wöllstadt,
26. der Bezirk des Finanzamtes Marburg-
14. der Bezirk des Finanzamtes Fulda mit Biedenkopf mit Sitz in Marburg den
Sitz in Fulda den Landkreis Fulda, Landkreis Marburg-Biedenkopf,
15. der Bezirk des Finanzamtes Gelnhau- 27. der Bezirk des Finanzamtes Michel-
sen mit Sitz in Gelnhausen die Städte stadt mit Sitz in Michelstadt den
Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Odenwaldkreis und die Städte
Gelnhausen, Schlüchtern, Steinau an Hirschhorn (Neckar) und Neckar-
der Straße und Wächtersbach sowie steinach,
die Gemeinden Biebergemünd, Bir-
stein, Brachttal, Flörsbachtal, Freige- 28. der Bezirk des Finanzamtes Nidda
richt, Gründau, Hasselroth, Joss- mit Sitz in Nidda die Städte Bü-
grund, Linsengericht und Sinntal, dingen, Gedern, Nidda und Orten-
berg sowie die Gemeinden Alten-
16. der Bezirk des Finanzamtes Gießen stadt, Echzell, Glauburg, Hirzenhain,
mit Sitz in Gießen den Landkreis Gie- Kefenrod, Limesheim und Ranstadt,
ßen,
29. der Bezirk des Finanzamtes Offen-
17. der Bezirk des Finanzamtes Groß-Ge- bach am Main I mit Sitz in Offenbach
rau mit Sitz in Groß-Gerau den Land- am Main die Städte Heusen-
kreis Groß-Gerau, stamm, Mühlheim am Main, Neu-
18. der Bezirk des Finanzamtes Hanau Isenburg, Obertshausen, Offenbach
mit Sitz in Hanau die Städte Bruchkö- am Main, Rodgau und Seligenstadt
bel, Hanau, Langenselbold, Maintal sowie die Gemeinden Hainburg und
und Nidderau sowie die Gemeinden Mainhausen, jedoch nur für die Steu-
Erlensee, Groß-Krotzenburg, Ham- erpflichtigen, deren Name mit den
mersbach, Neuberg, Niederdorfelden, Buchstaben A bis K beginnt,
Rodenbach, Ronneburg und Schön- 30. der Bezirk des Finanzamtes Offen-
eck, bach am Main II mit Sitz in Offen-
19. der Bezirk des Finanzamtes Hersfeld- bach am Main die Städte Heusen-
Rotenburg mit Sitz in Bad Hersfeld stamm, Mühlheim am Main, Neu-
den Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Isenburg, Obertshausen, Offenbach
20. der Bezirk des Finanzamtes Hofheim am Main, Rodgau und Seligenstadt
am Taunus mit Sitz in Hofheim am sowie die Gemeinden Hainburg und
Taunus den Main-Taunus-Kreis, Mainhausen, jedoch nur für die Steu-
erpflichtigen, deren Name mit den
21. der Bezirk des Finanzamtes Kassel I Buchstaben L bis Z beginnt,
mit Sitz in Kassel die Städte Baunatal,
Kassel, Naumburg, Vellmar, Wolfha- 31. der Bezirk des Finanzamtes Rhein-
gen und Zierenberg sowie die Ge- gau-Taunus mit Sitz in Bad Schwal-
meinden Ahnatal, Bad Emstal, Breuna, bach den Rheingau-Taunus-Kreis,
Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Ha- 32. der Bezirk des Finanzamtes
bichtswald, Helsa, Kaufungen, Lohfel- Schwalm-Eder mit Sitz in Fritzlar den
den, Nieste, Niestetal, Schauenburg Schwalm-Eder-Kreis,
und Söhrewald – jedoch nur für die 33. der Bezirk des Finanzamtes Wetzlar
Steuerpflichtigen, deren Name mit den mit Sitz in Wetzlar die Städte Aßlar,
Buchstaben A bis K beginnt –, Braunfels, Leun, Solms und Wetzlar
22. der Bezirk des Finanzamtes Kassel II- sowie die Gemeinden Bischoffen, Eh-
Hofgeismar mit Sitz in Kassel die ringshausen, Hohenahr, Hüttenberg,
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 557

Lahnau, Schöffengrund und Wald- Schwalm-Eder


solms, – jeweils für Steuer-
34. der Bezirk des Finanzamtes Wiesba- pflichtige, deren Na-
den I mit Sitz in Wiesbaden die Stadt me mit den Buchsta-
Wiesbaden, jedoch nur die Steuer- ben L bis Z beginnt –
pflichtigen, deren Name mit den Offenbach am Gelnhausen
Buchstaben A bis K beginnt, Main I Hanau
35. der Bezirk des Finanzamtes Wiesba- Langen
den II mit Sitz in Wiesbaden die Stadt – jeweils für Steuer-
Wiesbaden, jedoch nur die Steuer- pflichtige, deren Na-
pflichtigen, deren Name mit den me mit den Buchsta-
Buchstaben L bis Z beginnt. ben A bis K be-
ginnt –
§3 Offenbach am Gelnhausen
Main II Hanau
Servicestelle Recht Langen
Beim Finanzamt Frankfurt/M. V-Höchst – jeweils für Steuer-
ist eine zentrale Servicestelle eingerich- pflichtige, deren Na-
tet, die die Finanzämter Frankfurt am me mit den Buchsta-
Main I, Frankfurt am Main II, Frankfurt ben L bis Z beginnt –
am Main III und Frankfurt am Main IV – Wiesbaden I Hofheim am Taunus
unbeschadet deren Zuständigkeit im Üb- Rheingau-Taunus
rigen – bei der Bearbeitung rechtlich – jeweils für Steuer-
schwieriger Steuerangelegenheiten fach- pflichtige, deren Na-
lich unterstützt. me mit den Buchsta-
ben A bis K be-
§4 ginnt –
Besteuerung von Körperschaften, Wiesbaden II Hofheim am Taunus
Personenvereinigungen und Rheingau-Taunus
Vermögensmassen, Zerlegung der – jeweils für Steuer-
Körperschaftsteuer pflichtige, deren Na-
(1) Für die Verwaltung der Steuern der me mit den Buchsta-
Körperschaften, Personenvereinigungen ben L bis Z be-
und Vermögensmassen nach dem Körper- ginnt –.
schaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, (2) Für die Besteuerung der Vereine,
Umsatzsteuergesetz und Vermögensteu- die nach ihrer Satzung und nach ihrer tat-
ergesetz, für die Körperschaftsteuerzerle- sächlichen Geschäftsführung ausschließ-
gung, die Einheitsbewertung des Be- lich und unmittelbar gemeinnützigen,
triebsvermögens und die Anteilsbewer- mildtätigen oder kirchlichen Zwecken
tung ist, soweit sich aus § 21 nichts ande- dienen, nach dem Körperschaftsteuerge-
res ergibt, zuständig setz, Gewerbesteuergesetz und Umsatz-
das Finanzamt für die Finanzämter steuergesetz sowie für die Körperschaft-
steuerzerlegung sind die Finanzämter für
Darmstadt Bensheim ihre eigenen Amtsbezirke zuständig. Ein
Dieburg Zuständigkeitswechsel in den Fällen der
Groß-Gerau Versagung der Steuerbefreiung eines bis-
Michelstadt her steuerbefreiten Vereins tritt erst nach
Fulda Alsfeld-Lauterbach Abschluss der erstmaligen Veranlagung
für den Veranlagungszeitraum ein, in
Gießen Dillenburg dem die Voraussetzungen für die Steuer-
Friedberg (Hessen) begünstigung nach den §§ 51 bis 68 der
Limburg-Weilburg Abgabenordnung nicht oder nicht mehr
Marburg- vorliegen. In den Fällen des Vorliegens
Biedenkopf der Voraussetzungen für die Steuerbefrei-
Nidda ung bei einem bisher steuerpflichtigen
Wetzlar Verein tritt ein Zuständigkeitswechsel
Kassel I Eschwege- erst nach Abschluss der erstmaligen Ver-
Witzenhausen anlagung für den letzten Veranlagungs-
Hersfeld-Rotenburg zeitraum ein, in dem die Voraussetzungen
Kassel II-Hofgeismar für die Steuerbegünstigung nach den
Korbach- §§ 51 bis 68 der Abgabenordnung nicht
Frankenberg oder noch nicht vorliegen.
Schwalm-Eder (3) In den Fällen einer atypischen stil-
– jeweils für Steuer- len Beteiligung an einer Kapitalgesell-
pflichtige, deren Na- schaft ist für die gesonderte und einheitli-
me mit den Buchsta- che Feststellung der Einkünfte der Betei-
ben A bis K beginnt – ligten, des Einheitswerts des Betriebsver-
Kassel II- Eschwege- mögens und die gesonderte Feststellung
Hofgeismar Witzenhausen des Wertes des Betriebsvermögens und
Hersfeld-Rotenburg Anteils am Betriebsvermögen sowie für
Korbach-Franken- die Festsetzung des Gewerbesteuermess-
berg betrags das Finanzamt zuständig, dem
558 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

nach Abs. 1 die Besteuerung der Körper- 28. Mai 2007 (BGBl. I S. 914), zuletzt
schaft obliegt. geändert durch Gesetz vom 22. Juni
2011 (BGBl. I S. 1126), sowie von
(4) Für die Besteuerung von Versiche-
rungsunternehmen nach dem Körper- 8. Vor-REIT-Aktiengesellschaften nach
schaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, § 2 des REIT-Gesetzes
Umsatzsteuergesetz und Vermögensteu-
nach dem Körperschaftsteuergesetz, Ge-
ergesetz sowie für die Körperschaftsteu-
werbesteuergesetz, Umsatzsteuergesetz,
erzerlegung, die Einheitsbewertung des
Vermögensteuergesetz, REIT-Gesetz, Ge-
Betriebsvermögens und die Anteilsbewer-
setz über Kapitalanlagegesellschaften
tung in diesen Fällen ist das Finanzamt
und dem Investmentsteuergesetz für die
Frankfurt am Main III für alle hessischen
Körperschaftsteuerzerlegung, die Ein-
Finanzämter zuständig. Dies gilt nicht für
heitsbewertung des Betriebsvermögens
nach § 5 Abs. 1 Nr. 4 des Körperschaft-
und die Anteilsbewertung ist das Finanz-
steuergesetzes steuerbefreite Versiche-
amt Frankfurt/M. V-Höchst für alle hessi-
rungsunternehmen sowie für betriebliche
schen Finanzämter zuständig.
Pensions-, Sterbe- und Krankenkassen.
(7) Für die Bearbeitung
(5) Die Rechte des Landes Hessen an
der Zerlegung der Körperschaftsteuer 1. von Rechtsbehelfs- und Klageverfah-
entsprechend dem Zerlegungsgesetz wer- ren, die die Entscheidung nach § 15
den vom Finanzamt Frankfurt am Main III Abs. 3 des Investmentsteuergesetzes
wahrgenommen. Das Finanzamt Frank- darüber, ob ein Spezial-Investment-
furt am Main III überwacht die Zerle- fonds seine Anlagebedingungen in
gungsarbeiten im Bereich der aktiven so- der Weise verändert hat, dass die
wie der passiven Körperschaftsteuerzerle- Voraussetzungen des § 1 Abs. 1b des
gung und erstellt die für Hessen anzufer- Investmentsteuergesetzes nicht mehr
tigenden Zerlegungslisten. Der Zahlungs- erfüllt sind, oder darüber, ob ein we-
verkehr wird vom Hessischen Compe- sentlicher Verstoß gegen die Anlage-
tence Center für Neue Verwaltungssteue- bestimmungen des § 1 Abs. 1b des
rung - Oberfinanzdirektion Frankfurt am Investmentsteuergesetzes vorliegt,
Main - abgewickelt. zum Gegenstand haben,
(6) Für die Besteuerung von und die 2. von Rechtsbehelfs- und Klageverfah-
gesonderte Feststellung der Besteue- ren, die die Entscheidung nach § 15a
rungsgrundlagen bei Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 15
Abs. 3 des Investmentsteuergesetzes
1. Sondervermögen und Kapitalanlage-
darüber, ob eine offene Investment-
gesellschaften nach § 1 des Gesetzes
kommanditgesellschaft im Sinne des
über Kapitalanlagegesellschaften
§ 1 Abs. 1f Nr. 3 des Investmentsteu-
vom 16. April 1957 (BGBl. I S. 378),
ergesetzes ihre Anlagebedingungen
aufgehoben mit Wirkung vom 1. Ja-
in der Weise verändert hat, dass die
nuar 2004 durch Gesetz vom 15. De-
Voraussetzungen des § 1 Abs. 1b des
zember 2003 (BGBl. I S. 2676),
Investmentsteuergesetzes nicht mehr
2. Investmentvermögen nach § 1 Satz 1 erfüllt sind, oder darüber, ob ein we-
Nr. 1 des Investmentgesetzes vom sentlicher Verstoß gegen die Anlage-
15. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2676) bestimmungen des § 1 Abs. 1b des
in der am 21. Juli 2013 geltenden Investmentsteuergesetzes vorliegt,
Fassung, oder die Entscheidung nach § 15a
Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 15
3. inländischen Investmentfonds nach
Abs. 3 des Investmentsteuergesetzes
§ 1 Abs. 1b Satz 2 in Verbindung mit
darüber, ob die Voraussetzungen des
Abs. 1f des Investmentsteuergesetzes
§ 1 Abs. 1f Nr. 3 des Investmentsteu-
vom 15. Dezember 2003 (BGBl. I
ergesetzes nicht mehr erfüllt sind,
S. 2676, 2724), zuletzt geändert durch
zum Gegenstand haben,
Gesetz vom 25. Juli 2014 (BGBl. I
S. 1266), 3. der Anträge nach § 20 des Invest-
mentsteuergesetzes und für die Bear-
4. Kapitalanlagegesellschaften nach § 2
beitung der sich daran gegebenen-
Abs. 6 des Investmentgesetzes,
falls anschließenden Rechtsbehelfs-
5. externen Kapitalverwaltungsgesell- und Klageverfahren
schaften nach § 17 Abs. 1 Satz 1 in
ist das Finanzamt Frankfurt/M. V-Höchst
Verbindung mit Abs. 2 Nr. 1 des Ka-
für alle hessischen Finanzämter zuständig
pitalanlagegesetzbuches vom 4. Juli
(hinsichtlich der Nummern 1 und 2 unab-
2013 (BGBl. I S. 1981), zuletzt geän-
hängig von einem gegebenenfalls für die
dert durch Verordnung vom 31. Au-
Besteuerung eingetretenen Wechsel der
gust 2015 (BGBl. I S. 1474),
Zuständigkeit).
6. internen Kapitalverwaltungsgesell-
(8) Für die Besteuerung von Kreditin-
schaften nach § 17 Abs. 1 Satz 1 in
stituten nach § 1 Abs. 1 des Kreditwesen-
Verbindung mit Abs. 2 Nr. 2 des Ka-
gesetzes in der Fassung vom 9. Septem-
pitalanlagegesetzbuches in der
ber 1998 (BGBl. I S. 2776), zuletzt geän-
Rechtsform einer Investmentaktien-
dert durch Verordnung vom 31. August
gesellschaft mit veränderlichem Kapi-
2015 (BGBl. I S. 1474), Bausparkassen,
tal,
Hypothekenbanken, der in § 5 Abs. 1
7. REIT-Aktiengesellschaften nach § 1 Nr. 2 des Körperschaftsteuergesetzes ge-
Abs. 1 des REIT-Gesetzes vom nannten Körperschaften, sofern sich die
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 559

Zuständigkeit nicht bereits aus Abs. 6 er- hältnisses erst nach Abschluss der erstmali-
gibt und diese ihren Ort der Geschäftslei- gen Veranlagung für den letzten vor der
tung oder Sitz in Frankfurt am Main oder Begründung der Organschaft liegenden
in Frankfurt am Main-Höchst haben, und Veranlagungszeitraum und bei Beendi-
der Europäischen Zentralbank nach dem gung des Organschaftsverhältnisses erst
Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteu- nach erstmaliger Veranlagung des letzten
ergesetz, Umsatzsteuergesetz und Vermö- Veranlagungszeitraums ein, für den die Or-
gensteuergesetz für die Körperschaftsteu- ganschaft anzuerkennen ist. Für Feststel-
erzerlegung, die Einheitsbewertung des lungen gilt dies sinngemäß.
Betriebsvermögens und die Anteilsbewer-
tung in diesen Fällen ist, soweit sich aus §6
§ 21 nichts anderes ergibt, zuständig
Lohnsteuerliche Aufgaben als
das Finanzamt für das Finanzamt
Betriebsstättenfinanzamt
Frankfurt/ Frankfurt am
M. V-Höchst Main III. (1) Bei Arbeitgeberinnen und Arbeit-
gebern, die unter § 4 Abs. 4 fallen, ist für
die lohnsteuerlichen Aufgaben als Be-
§5 triebsstättenfinanzamt das Finanzamt
Besteuerungsverfahren bei Frankfurt am Main III für das Finanzamt
Organschaftsverhältnissen Frankfurt/M. V-Höchst zuständig.
(1) Bei Organschaftsverhältnissen nach (2) Bei Arbeitgeberinnen und Arbeit-
§§ 14 bis 19 des Körperschaftsteuergeset- gebern, die unter § 4 Abs. 6 und 8 fallen,
zes, in denen Organträger und Organge- ist für die lohnsteuerlichen Aufgaben als
sellschaft ihre Geschäftsleitung in Hessen Betriebsstättenfinanzamt das Finanzamt
haben, ist, vorbehaltlich § 4 Abs. 4, für die Frankfurt/M. V-Höchst für das Finanzamt
Besteuerung das Finanzamt zuständig, in Frankfurt am Main III zuständig.
dessen Bezirk sich die Geschäftsleitung (3) Bei Arbeitgeberinnen und Arbeitge-
des Organträgers befindet. Ist eine in § 4 bern, die unter § 5 Abs. 1 fallen, ist das
Abs. 6 bezeichnete Körperschaft Organ- nach § 5 Abs. 1 zuständige Finanzamt auch
gesellschaft eines Organträgers, bleibt für die lohnsteuerlichen Aufgaben als Be-
das Finanzamt Frankfurt/M. V-Höchst für triebsstättenfinanzamt zuständig, wenn so-
die Organgesellschaft zuständig. Dies gilt wohl Organträger als auch Organgesell-
entsprechend für eine in § 4 Abs. 8 be- schaft ihre Geschäftsleitung sowie ihre
zeichnete Körperschaft, die Organgesell- lohnsteuerliche Betriebsstätte im Bezirk
schaft eines zum Zuständigkeitsbereich der Finanzämter Frankfurt am Main III und
des Finanzamtes Frankfurt am Main III Frankfurt/M. V-Höchst haben.
gehörenden Organträgers ist.
(4) Abweichend von Abs. 1 bis 3 sind
(2) Ist ein Einzelunternehmen Organ- für die Durchführung von Einkommen-
träger, so ist für die Besteuerung der Or- steuerveranlagungen nach § 46 Abs. 2
gangesellschaft das Finanzamt zuständig, Nr. 7 Buchst. b und § 50 Abs. 2 Satz 2
das für den Organträger zuständig wäre, Nr. 4 des Einkommensteuergesetzes für
wenn er die Rechtsform einer Körper- das Finanzamt Frankfurt am Main III und
schaft hätte. Diesem Amt wird ferner die das Finanzamt Frankfurt/M. V-Höchst die
Zuständigkeit für die Veranlagung zur Finanzämter Frankfurt am Main I, Frank-
Umsatzsteuer, für die Festsetzung des furt am Main II und Frankfurt am Main IV
einheitlichen Gewerbesteuermessbetrags, zuständig. Dabei ist das Finanzamt
für die gesonderte Gewinnfeststellung, Frankfurt am Main I zuständig für Steuer-
für die Feststellung des Einheitswerts des pflichtige, deren Name mit den Buchsta-
Betriebsvermögens und die gesonderte ben P bis Z beginnt, das Finanzamt
Feststellung des Wertes des Betriebsver- Frankfurt am Main II für Steuerpflichtige,
mögens des Einzelunternehmens übertra- deren Name mit den Buchstaben A bis G
gen. Abs. 1 Satz 2 und 3 gilt entspre- beginnt, und das Finanzamt Frankfurt am
chend. Main IV für Steuerpflichtige, deren Name
(3) Ist eine Personengesellschaft nach mit den Buchstaben H bis O beginnt.
§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Einkommen-
(5) Sind, insbesondere im Rahmen ei-
steuergesetzes Organträger, so ist für die
ner Lohnsteuernachschau nach § 42g des
gesonderte und einheitliche Feststellung
Einkommensteuergesetzes, Feststellun-
der einkommen- oder körperschaftsteuer-
gen darüber zu treffen, ob eine lohnsteu-
pflichtigen Einkünfte aus Gewerbebe-
erliche Betriebsstätte vorliegt, ist für diese
trieb, für die Festsetzung des einheitli-
Feststellungen und eine damit einherge-
chen Gewerbesteuermessbetrags, die
hende Lohnsteuernachschau das Finanz-
Feststellung des Einheitswerts des Be-
amt zuständig, das voraussichtlich zustän-
triebsvermögens, die gesonderte Feststel-
dig wäre, wenn es sich um eine lohnsteu-
lung des Wertes des Betriebsvermögens
erliche Betriebsstätte handeln würde.
und des Anteils am Betriebsvermögen für
die Veranlagung zur Umsatzsteuer des
Organträgers sowie für die Besteuerung §7
des Organs das Finanzamt zuständig, das
zuständig wäre, falls der Organträger Einheitsbewertung des Grundbesitzes
die Rechtsform einer Körperschaft hätte. und Feststellung von Grundbesitzwerten
Abs. 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend. Für die Einheitsbewertung des Grund-
(4) Die Zuständigkeit nach Abs. 1 bis 3 besitzes und die gesonderte Feststellung
tritt bei Begründung des Organschaftsver- von Grundbesitzwerten ist zuständig
560 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

1. das Finanzamt Frankfurt am Main III §§ 18 und 19 des Grunderwerbsteuer-


für die in der Stadt Frankfurt am gesetzes angezeigt werden.
Main liegenden Grundstücke, (3) § 21 bleibt hiervon unberührt.
2. das Finanzamt Kassel I für die in den
Amtsbezirken der Finanzämter Kassel §9
II-Hofgeismar und Kassel I liegenden
Grundstücke, jedoch ohne die Städte Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer
Bad Karlshafen, Grebenstein, Hof- Für die Verwaltung der Erbschaftsteu-
geismar, Immenhausen, Liebenau er und der Schenkungsteuer ist, soweit
und Trendelburg und die Gemeinden sich aus § 21 nichts anderes ergibt, zu-
Calden, Oberweser, Reinhardshagen ständig
und Wahlsburg,
das Finanzamt für die Finanzämter
3. das Finanzamt Offenbach am Main II
für die in den Amtsbezirken der Fi- Fulda Bad Homburg
nanzämter Offenbach am Main II und v. d. Höhe
Offenbach am Main I liegenden Bensheim
Grundstücke, Darmstadt
Dieburg
4. das Finanzamt Wiesbaden I für die in Frankfurt am Main I
der Stadt Wiesbaden liegenden Frankfurt am Main II
Grundstücke. Frankfurt am
Main III
§8 Frankfurt am
Grunderwerbsteuer Main IV
Frankfurt/M. V-
(1) Für die Verwaltung der Grunder- Höchst
werbsteuer ist zuständig Gelnhausen
das Finanzamt für die Finanzämter Groß-Gerau
Hanau
Frankfurt am Frankfurt am Main I Hofheim am Taunus
Main III Frankfurt am Main II Langen
Frankfurt am Main IV Limburg-Weilburg
Frankfurt/M. Michelstadt
V-Höchst Offenbach am
Kassel II- Kassel I Main I
Hofgeismar Offenbach am
Main II
Offenbach am Offenbach am Rheingau-Taunus
Main II Main I Wiesbaden I
Wiesbaden I Wiesbaden II. Wiesbaden II
(2) Für die Verwaltung der Grunder- Kassel II- Eschwege-
werbsteuer ist das Finanzamt Fulda für Hofgeismar Witzenhausen
alle hessischen Finanzämter in den fol- Hersfeld-Rotenburg
genden Fällen zuständig: Kassel I
1. Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 1 Korbach-
Nr. 3 des Grunderwerbsteuergesetzes Frankenberg
in der Fassung vom 26. Februar 1997 Schwalm-Eder
(BGBl. I S. 418, 1804), zuletzt geän- Wetzlar Alsfeld-Lauterbach
dert durch Steueränderungsgesetz Dillenburg
vom 2. November 2015 (BGBl. I Friedberg (Hessen)
S. 1834), soweit es sich um Umwand- Gießen
lungen nach dem Umwandlungsge- Marburg-
setz in der Fassung vom 28. Oktober Biedenkopf
1994 (BGBl. I S. 3210; 1995 I S. 428), Nidda.
zuletzt geändert durch Gesetz vom
24. April 2015 (BGBl. I S. 642), An- § 10
wachsungen oder vergleichbare aus-
ländische Vorgänge handelt, Rennwett- und Lotteriesteuer
2. Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 2a Für die Verwaltung der Rennwett- und
des Grunderwerbsteuergesetzes, Lotteriesteuer ist das Finanzamt Frankfurt
am Main III für alle hessischen Finanzäm-
3. Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 3 des ter zuständig, soweit sich aus § 21 nichts
Grunderwerbsteuergesetzes, anderes ergibt.
4. Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 3a
des Grunderwerbsteuergesetzes. § 11
Satz 1 gilt nicht, soweit Betriebsprüfung
1. eine gesonderte Feststellung nach (1) Für die Anordnung und Durchfüh-
§ 17 Abs. 2 oder 3 des Grunderwerb- rung von Außenprüfungen (Betriebsprü-
steuergesetzes durch ein außerhessi- fungen) bei Großbetrieben im Sinne des
sches Finanzamt erfolgt oder § 3 der Betriebsprüfungsordnung vom
2. es sich um Erwerbsvorgänge handelt, 15. März 2000 (BStBl. I S. 368), zuletzt ge-
die vor dem 01.01.2016 nach den ändert durch Verwaltungsvorschrift vom
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 561

20. Juli 2011 (BStBl. I S. 710) ist, vorbe- das Finanzamt für die Finanzämter
haltlich der Abs. 2 und 3, zuständig Darmstadt Gelnhausen
das Finanzamt für die Finanzämter Hanau
Darmstadt Bensheim Langen
Dieburg Offenbach am
Groß-Gerau Main I
Michelstadt Offenbach am
Main II
Fulda Alsfeld-Lauterbach
Frankfurt/M. Bad Homburg v. d.
Gießen Dillenburg V-Höchst Höhe
Friedberg (Hessen) Frankfurt am Main I
Limburg-Weilburg Frankfurt am Main II
Marburg- Frankfurt am Main IV
Biedenkopf
Nidda Gießen Alsfeld-Lauterbach
Wetzlar Fulda
Kassel I Eschwege- Kassel I Eschwege-
Witzenhausen Witzenhausen
Hersfeld-Rotenburg Hersfeld-Rotenburg
Korbach- Kassel II-Hofgeismar
Frankenberg Korbach-
Schwalm-Eder Frankenberg
– jeweils für Steuer- Schwalm-Eder
pflichtige, deren Na- Wiesbaden I Hofheim am Taunus
me mit den Buchsta- Rheingau-Taunus
ben A bis K be- Wiesbaden II.
ginnt –
Kassel II- Eschwege- (3) Für die Anordnung und Durchfüh-
Hofgeismar Witzenhausen rung von Betriebsprüfungen bei land-
Hersfeld-Rotenburg und forstwirtschaftlichen Betrieben ist zu-
Korbach- ständig
Frankenberg das Finanzamt für die Finanzämter
Schwalm-Eder Darmstadt Bensheim
– jeweils für Steuer- Dieburg
pflichtige, deren Na- Groß-Gerau
me mit den Buchsta- Langen
ben L bis Z beginnt – Michelstadt
Offenbach am Gelnhausen Offenbach
Main I Hanau am Main I
Langen Offenbach am
– jeweils für Steuer- Main II
pflichtige, deren Na-
Gießen Alsfeld-Lauterbach
me mit den Buchsta-
Dillenburg
ben A bis K be-
Friedberg (Hessen)
ginnt –
Marburg-
Offenbach am Gelnhausen Biedenkopf
Main II Hanau Nidda
Langen Wetzlar
– jeweils für Steuer-
pflichtige, deren Na- Kassel II- Eschwege-
me mit den Buchsta- Hofgeismar Witzenhausen
ben L bis Z be- Fulda
ginnt – Hersfeld-Rotenburg
Kassel I
Wiesbaden I Hofheim am Taunus Korbach-
Rheingau-Taunus Frankenberg
– jeweils für Steuer- Schwalm-Eder
pflichtige, deren Na-
me mit den Buchsta- Wiesbaden I Bad Homburg v. d.
ben A bis K be- Höhe
ginnt – Frankfurt am Main I
Frankfurt am Main II
Wiesbaden II Hofheim am Taunus Frankfurt am
Rheingau-Taunus Main III
– jeweils für Steuer- Frankfurt am
pflichtige, deren Na- Main IV
me mit den Buchsta- Frankfurt/M. V-
ben L bis Z be- Höchst
ginnt –. Gelnhausen
(2) Für die Anordnung und Durchfüh- Hanau
rung von Betriebsprüfungen bei Kreditin- Hofheim am Taunus
stituten im Sinne des § 4 Abs. 8 aller Be- Limburg-Weilburg
triebsgrößenklassen gilt Abs. 1. Davon Rheingau-Taunus-
abweichend ist zuständig Wiesbaden II.
562 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

(4) Die zuständigen Finanzämter kön- der Steuerfahndung nach § 208 der Abga-
nen die nach Abs. 1 bis 3 zuständigen Fi- benordnung ist zuständig
nanzämter bei der Durchführung von Be- das Finanzamt für die Finanzämter
triebsprüfungen aller Betriebsgrößenklas-
sen um Mitwirkung ersuchen, sofern Darmstadt Bensheim
Sachverhalte mit Auslandsbezug oder der Dieburg
betrieblichen Altersvorsorge vorliegen. Groß-Gerau
Michelstadt
(5) Für die Mitwirkung bei der Durch-
führung von Betriebsprüfungen aller Be- Frankfurt am Frankfurt am
triebsgrößenklassen kann, sofern Sach- Main I Main II
verhalte mit Auslandsbezug vorliegen, Frankfurt am
Main III
das Finanzamt durch die Finanzämter Frankfurt am
Frankfurt/M. V- Frankfurt am Main I Main IV
Höchst Frankfurt am Main II Frankfurt/M. V-
Frankfurt am Main IV Höchst
um Mitwirkung ersucht werden. Kassel II- Eschwege-
(6) Für die Mitwirkung bei der Durch- Hofgeismar Witzenhausen
führung von Betriebsprüfungen aller Be- Fulda
triebsgrößenklassen kann, sofern Sach- Hersfeld-Rotenburg
verhalte der betrieblichen Altersversor- Kassel I
gung vorliegen, Korbach-
Frankenberg
das Finanzamt durch die Finanzämter Schwalm-Eder
Darmstadt Gelnhausen Offenbach am Gelnhausen
Hanau Main II Hanau
Langen Langen
Offenbach am Main I Offenbach am
Offenbach am Main II Main I
Frankfurt/M. V- Bad Homburg v. d. Wetzlar Alsfeld-Lauterbach
Höchst Höhe Dillenburg
Frankfurt am Main I Friedberg (Hessen)
Frankfurt am Main II Gießen
Frankfurt am Main III Limburg-Weilburg
Frankfurt am Main IV Marburg-
Gießen Alsfeld-Lauterbach Biedenkopf
Fulda Nidda
Kassel II- Eschwege- Wiesbaden I Bad Homburg
Hofgeismar Witzenhausen v. d. Höhe
Hersfeld-Rotenburg Hofheim am Taunus
Kassel I Rheingau-Taunus
Korbach- Wiesbaden II.
Frankenberg (2) Die Zuständigkeit nach Abs. 1 gilt
Schwalm-Eder auch für Ordnungswidrigkeiten und
Wiesbaden I Hofheim am Taunus Straftaten nach
Rheingau-Taunus 1. dem Fünften Vermögensbildungsge-
Wiesbaden II setz,
um Mitwirkung ersucht werden. 2. dem Wohnungsbau-Prämiengesetz,
3. dem Berlinförderungsgesetz 1990 und
§ 12
4. dem Geldwäschegesetz in den Fällen
Überwachung der Spielbanken des § 17 Abs. 3 Satz 2,
Für die Überwachung nach § 12 Abs. 3 5. dem Eigenheimzulagengesetz,
Satz 3 des Hessischen Spielbankgesetzes
vom 15. November 2007 (GVBl. I S. 753), 6. dem Steuerberatungsgesetz sowie
geändert durch Gesetz vom 27. Septem- 7. dem Investitionszulagengesetz und
ber 2012 (GVBl. S. 290), ist das Finanzamt dem Stahlinvestitionszulagengesetz,
Wiesbaden II zuständig. soweit Verfahrensvorschriften des Achten
Teils der Abgabenordnung entsprechend
§ 13 anzuwenden sind.
Straf- und Bußgeldverfahren, (3) Die Zuständigkeit nach Abs. 1 gilt
Steuerfahndung auch für die Verfolgung von Ordnungs-
(1) Für die Verfolgung und Ahndung widrigkeiten nach den §§ 116, 122 und
von Steuerordnungswidrigkeiten sowie 130 des Gesetzes über Ordnungswidrig-
für die Vollstreckung der Bußgeldent- keiten, soweit nach § 131 Abs. 3 dieses
scheidungen der nachfolgend aufgeführ- Gesetzes Verfahrensvorschriften des Ach-
ten Finanzämter im Sinne des Gesetzes ten Teils der Abgabenordnung entspre-
über Ordnungswidrigkeiten, für das Er- chend anzuwenden sind.
mittlungsverfahren bei dem Verdacht ei- (4) Für die Zuständigkeit nach den
ner Steuerstraftat und für die Aufgaben Abs. 1 bis 3 ist bei Körperschaften das Fi-
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 563

nanzamt maßgebend, in dessen Bezirk schäftigten ausländischer Konsulate ist


sich die Geschäftsleitung der Körper- das Finanzamt Frankfurt am Main I für al-
schaft befindet. le hessischen Finanzämter zuständig.
(5) § 21 Abs. 3, 4 und 6 ist nicht an-
wendbar. § 16
§ 14 Ausgleichsabgaben nach dem
Lastenausgleichsgesetz
Gesonderte Feststellungen nach
Für die Verwaltung der Vermögensab-
dem Außensteuergesetz
gabe, der Hypothekengewinnabgabe und
(1) Für die gesonderte Feststellung von der Kreditgewinnabgabe (Ausgleichsab-
Besteuerungsgrundlagen nach § 5 in Ver- gaben) nach dem Lastenausgleichsgesetz
bindung mit § 18 des Außensteuergeset- ist das Finanzamt Kassel I für alle hessi-
zes vom 8. September 1972 (BGBl. I schen Finanzämter zuständig, soweit sich
S. 1713), zuletzt geändert durch Gesetz aus § 21 nichts anderes ergibt.
vom 22. Dezember 2014 (BGBl. I S. 2417),
sowie nach § 18 des Außensteuergesetzes § 17
ist zuständig
(weggefallen)
das Finanzamt für die Finanzämter
Darmstadt Bensheim § 18
Dieburg Festsetzung von Steuerabzugsbeträgen
Groß-Gerau
Langen (1) Für das Steuerabzugs- und Veran-
Michelstadt lagungsverfahren von Steuerabzugsbeträ-
Offenbach am gen bei beschränkt Steuerpflichtigen
Main I nach § 50a Abs. 1 Nr. 1 bis 3 des Einkom-
Offenbach am mensteuergesetzes und nach § 50a Abs. 4
Main II des Einkommensteuergesetzes in der bis
zum 31. Dezember 2008 geltenden Fas-
Frankfurt am Bad Homburg v. d. sung ist das Finanzamt Frankfurt am
Main III Höhe Main I für alle hessischen Finanzämter
Frankfurt am Main I zuständig, soweit die zugrundeliegenden
Frankfurt am Main II Vergütungen vor dem 1. Januar 2014 zu-
Frankfurt am Main IV fließen.
Frankfurt/M. V
Höchst (2) § 21 bleibt hiervon unberührt.
Hanau
Gießen Alsfeld-Lauterbach § 19
Dillenburg Freistellung oder Pauschalierung
Friedberg (Hessen) von Steuerabzugsbeträgen
Fulda
Gelnhausen (1) Für die Entscheidung über Anträge
Limburg-Weilburg auf Freistellung oder Pauschalierung von
Marburg- Steuerabzugsbeträgen bei beschränkt
Biedenkopf Steuerpflichtigen nach § 50 Abs. 4 des
Nidda Einkommensteuergesetzes ist das Finanz-
Wetzlar amt Frankfurt am Main I für alle hessi-
schen Finanzämter zuständig.
Kassel II- Eschwege- (2) § 21 bleibt hiervon unberührt.
Hofgeismar Witzenhausen
Hersfeld-Rotenburg
Kassel I § 20
Korbach-
Wohnungsbauprämie
Frankenberg
Schwalm-Eder (1) Für die Verwaltung der Wohnungs-
bauprämie ist das Finanzamt Hersfeld-
Wiesbaden I Hofheim am Taunus Rotenburg für alle hessischen Finanzäm-
Rheingau-Taunus ter zuständig.
Wiesbaden II.
(2) Für die Verfahrensprüfungen nach
(2) Für die Vorermittlung steuerlich re- § 4a Abs. 8 des Wohnungsbau-Prämien-
levanter Sachverhalte bei Familienstiftun- gesetzes ist das Finanzamt Darmstadt für
gen im Sinne des § 15 des Außensteuer- alle hessischen Finanzämter zuständig.
gesetzes mit nur einem unbeschränkt
steuerpflichtigen oder erweitert be- (3) Die kassenmäßige Abwicklung
schränkt steuerpflichtigen Stifter oder durch die Bundeskasse Berlin-Ost bleibt
Anfalls- oder Bezugsberechtigten gilt die unberührt.
Zuständigkeit nach Abs. 1.
§ 21
§ 15 Erhebung und Vollstreckung
Besteuerung von Konsulatsangehörigen (1) Für die Kassenaufgaben, Erteilung
Für die Vorermittlung steuerlich rele- von Abrechnungsbescheiden nach § 218
vanter Sachverhalte bezüglich der Be- Abs. 2 der Abgabenordnung, Stundung,
564 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

den Erlass von Säumniszuschlägen und festgesetzt hat, Anträge auf Anordnung
Vollstreckungskosten, die Vollstreckung der Ersatzzwangshaft nach § 334 Abs. 1
wegen Abgabenforderungen – ausge- der Abgabenordnung zu stellen.
nommen die Erteilung von Aufteilungsbe- (5) Soweit in den §§ 4 bis 20 den Fi-
scheiden nach den §§ 268 bis 280 der Ab- nanzämtern Frankfurt am Main I, Frank-
gabenordnung – sowie die Vollstreckung furt am Main II, Frankfurt am Main III,
wegen anderer Leistungen im Vollstre- Frankfurt am Main IV, Frankfurt/M. V-
ckungsverfahren wegen Abgabenforde- Höchst, Kassel I, Offenbach am Main II
rungen ist, vorbehaltlich Abs. 6, jedes Fi- und Wiesbaden I ein erweiterter Zustän-
nanzamt für seinen eigenen und den nach digkeitsbereich zugewiesen wird, gelten
den §§ 4 bis 20 erweiterten Bereich zu- Abs. 2 bis 4 entsprechend.
ständig.
(6) Die Aufgaben im Sinne der Abs. 1
(2) Abweichend von Abs. 1 werden die und 2 umfassen nicht die Entscheidung
Kassenaufgaben, die Erteilung von Ab- über die Anrechnung von Steuer- und
rechnungsbescheiden im Sinne von § 218 Steuerabzugsbeträgen im Sinne von § 36
Abs. 2 der Abgabenordnung und der Er- Abs. 2 Nr. 2, § 48c Abs. 1 des Einkom-
lass von Säumniszuschlägen, soweit die mensteuergesetzes und § 31 Abs. 1 des
Finanzkasse hierfür zuständig ist, vorbe- Körperschaftsteuergesetzes.
haltlich Abs. 6 wahrgenommen
vom Finanzamt für die Finanzämter
Frankfurt am Frankfurt am Main I § 22
Main IV Frankfurt am Main II
Frankfurt am Kassengeschäfte nach
Main III § 149 der Finanzgerichtsordnung
Frankfurt/M. V- Für die Auszahlung der nach § 149 der
Höchst Finanzgerichtsordnung in der Fassung
Kassel I Kassel II-Hofgeismar vom 28. März 2001 (BGBl. I S. 442, 2262,
2002 I S. 679), zuletzt geändert durch Ver-
Offenbach am Offenbach am ordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I
Main I Main II S. 1474), durch das Finanzgericht festzu-
Wiesbaden II Wiesbaden I. setzenden erstattungsfähigen Aufwen-
dungen der Verfahrensbeteiligten ist das
(3) Abweichend von Abs. 1 wird die Finanzamt Kassel I für alle hessischen Fi-
Vollstreckung wegen Abgabenforderun- nanzämter zuständig.
gen – ausgenommen die Erteilung von
Aufteilungsbescheiden nach den §§ 268
bis 280 der Abgabenordnung – sowie die § 23
Vollstreckung wegen anderer Leistungen
im Vollstreckungsverfahren wegen Abga- Besteuerung von im Ausland
benforderungen und der Erlass von Voll- ansässigen Werkvertragsunternehmen
streckungskosten wahrgenommen und deren Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern
vom Finanzamt für die Finanzämter
(1) Für die Besteuerung von im Aus-
Frankfurt am Frankfurt am Main I land ansässigen Werkvertragsunterneh-
Main II Frankfurt am men und der diesen zugeordnet tätigen,
Main III im Ausland ansässigen Arbeitnehmerin-
Frankfurt am nen und Arbeitnehmern ist das Finanzamt
Main IV Kassel II-Hofgeismar für alle hessischen
Frankfurt/M. V- Finanzämter zuständig; dies gilt auch für
Höchst die Verwaltung der Lohnsteuer. Satz 1 gilt
Kassel I Kassel II-Hofgeis- nicht für im Ausland ansässige Flugge-
mar, mit Ausnahme sellschaften, Versicherungsunternehmen
der Städte Bad und Kreditinstitute und deren Arbeitneh-
Karlshafen, Greben- merinnen und Arbeitnehmer. § 20a Abs. 1
stein, Hofgeismar, und 3 und § 22 Abs. 1 Satz 2 der Abga-
Immenhausen, benordnung bleiben unberührt.
Liebenau und Tren- (2) Abs. 1 gilt nicht für das Straf- und
delburg sowie der Bußgeldverfahren und die Steuerfahn-
Gemeinden Calden, dung. § 13 bleibt unberührt.
Oberweser,
Reinhardshagen und
Wahlsburg; diese § 24
Ausnahme gilt nicht
für die Erbschaft- Besteuerung bei grenzüberschreitender
und Schenkungsteu- Überlassung von
er Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
Offenbach am Offenbach am Für die Verwaltung der Lohnsteuer in
Main I Main II den Fällen des § 38 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2
des Einkommensteuergesetzes ist das Fi-
Wiesbaden II Wiesbaden I. nanzamt Kassel II-Hofgeismar für alle
(4) Die erweiterte Zuständigkeit nach hessischen Finanzämter zuständig. § 20a
Abs. 3 umfasst auch, im Einvernehmen Abs. 2 der Abgabenordnung bleibt unbe-
mit dem Finanzamt, das das Zwangsgeld rührt.
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 565

§ 25
Steuerabzug bei Bauleistungen
(1) Die Bauabzugsbesteuerung obliegt
dem Finanzamt, das für die Besteuerung
der oder des Leistenden nach dem Ein-
kommen zuständig ist.
(2) Sind die lohnsteuerlichen Aufga-
ben als Betriebsstättenfinanzamt nach § 6
einem anderen Finanzamt zugeordnet, so
ist dieses für die Bauabzugssteuer zustän-
dig.
(3) Die §§ 11 und 13 gelten sinngemäß.

§ 26
Abweichende
Zuständigkeitsvereinbarung
Zuständigkeitsvereinbarungen im Sin-
ne des § 27 der Abgabenordnung sind ab-
weichend von den vorgenannten Bestim-
mungen zulässig.

§ 27
Aufhebung bisherigen Rechts
Die Verordnung über die Zuständig-
keiten der hessischen Finanzämter vom
8. Juni 2014 (GVBl. S. 139)1) wird aufge-
hoben.

§ 28
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar
2016 in Kraft.

Wiesbaden, den 30. November 2015

Der Hessische Minister


der Finanzen
D r. S c h ä f e r

) Hebt auf FFN 40-25


1
566 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

Verordnung
über Zuständigkeiten in beamten- und richterrechtlichen
Personalangelegenheiten im Geschäftsbereich des Ministeriums der Justiz*)
Vom 26. November 2015

Aufgrund letzt geändert durch Gesetz vom


1. des § 9 Abs. 2 Satz 2 bis 5 des Hessi- 27. Mai 2013 (GVBl. S. 218),
schen Beamtengesetzes vom 27. Mai 9. des § 84 Satz 2 des Hessischen Beam-
2013 (GVBl. S. 218, 508), zuletzt ge- tengesetzes in Verbindung mit § 2
ändert durch Gesetz vom 28. März Abs. 3 Satz 1 der Dienstjubiläumsver-
2015 (GVBl. S. 158), in Verbindung ordnung vom 11. Mai 2001 (GVBl. I
mit § 1 Abs. 3 und § 2 Abs. 2 der Hes- S. 251), zuletzt geändert durch Ver-
sischen Ernennungsverordnung vom ordnung vom 3. November 2014
17. Oktober 2014 (GVBl. S. 248), (GVBl. S. 269), auch in Verbindung
mit § 2 des Hessischen Richtergeset-
2. des § 24 Abs. 2, des § 28 Abs. 1, des
zes,
§ 49 Abs. 1, des § 51 Abs. 1, des § 58
Abs. 4, des § 72 Abs. 1 Satz 1, des 10. des § 37 Abs. 5, des § 38 Abs. 2
§ 73 Abs. 1 und des § 78 Abs. 1 Satz 3, Satz 2, des § 41 Abs. 1 Satz 4 und
Abs. 3 und 4, jeweils in Verbindung Abs. 4, des § 47 Abs. 1 Satz 2, des
mit § 3 Abs. 7 des Hessischen Beam- § 49 Abs. 1 Satz 4 und Abs. 2, des
tengesetzes, auch in Verbindung mit § 83 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 Satz 5
§ 2 des Hessischen Richtergesetzes in und des § 89 Satz 2 des Hessischen
der Fassung vom 11. März 1991 Disziplinargesetzes vom 21. Juli 2006
(GVBl. I S. 53), zuletzt geändert durch (GVBl. I S. 394), zuletzt geändert
Gesetz vom 20. November 2013 durch Gesetz vom 27. Mai 2013
(GVBl. S. 578), (GVBl. S. 218), auch in Verbindung
mit § 60 Abs. 1 des Hessischen Rich-
3. des § 3 Abs. 6 Satz 2 des Hessischen tergesetzes,
Beamtengesetzes,
11. des § 9 Abs. 2 und der §§ 16 und 22
4. des § 7j Abs. 2 Satz 1 des Hessischen Abs. 3 Satz 1 des Hessischen Reise-
Richtergesetzes, kostengesetzes vom 9. Oktober 2009
5. des § 79 Satz 1 und 2 Nr. 4 des Hessi- (GVBl. I S. 397), geändert durch Ge-
schen Beamtengesetzes und des § 6 setz vom 28. September 2014 (GVBl.
Abs. 1 Satz 1 der Hessischen Neben- S. 218),
tätigkeitsverordnung vom 31. Mai 12. des § 14 des Hessischen Umzugskos-
2015 (GVBl. S. 234) in Verbindung tengesetzes vom 26. Oktober 1993
mit § 3 Abs. 7 des Hessischen Beam- (GVBl. I S. 464), zuletzt geändert
tengesetzes, durch Gesetz vom 23. Juli 2015
6. des § 80 Abs. 5 des Hessischen Beam- (GVBl. S. 318),
tengesetzes in Verbindung mit § 17 13. des § 54 Abs. 3 Satz 2 des Beamten-
Abs. 5 Satz 2 der Hessischen Beihil- statusgesetzes vom 17. Juni 2008
fenverordnung in der Fassung vom (BGBl. I S. 1010), geändert durch Ge-
5. Dezember 2001 (GVBl. I S. 482, setz vom 5. Februar 2009 (BGBl. I
491, 564), zuletzt geändert durch Ver- S. 160), auch in Verbindung mit § 71
ordnung vom 28. September 2015 des Deutschen Richtergesetzes in der
(GVBl. S. 370), Fassung vom 19. April 1972 (BGBl. I
7. des § 23 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 des S. 713), zuletzt geändert durch Ver-
Hessischen Beamtengesetzes und des ordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I
§ 9 Abs. 4 Satz 4 und Abs. 5 Satz 2, S. 1474),
des § 13 Abs. 3 Satz 4, des § 23 Abs. 1 verordnet die Ministerin der Justiz,
Satz 1 und des § 36 Abs. 4 Satz 2 der
Hessischen Laufbahnverordnung vom soweit Befugnisse nach § 1 Abs. 3 der
17. Februar 2014 (GVBl. S. 57), geän- Hessischen Ernennungsverordnung und
dert durch Gesetz vom 24. März 2015 § 68 Abs. 2 Satz 3 des Hessischen Besol-
(GVBl. S. 118), jeweils in Verbindung dungsgesetzes übertragen werden im
mit § 3 Abs. 7 des Hessischen Beam- Einvernehmen mit dem Minister des In-
tengesetzes, nern und für Sport:
8. des § 68 Abs. 2 Satz 2 des Hessischen Inhaltsübersicht
Besoldungsgesetzes vom 27. Mai
2013 (GVBl. S. 218, 256, 508), zuletzt ERSTER TEIL
geändert durch Gesetz vom 24. März
2015 (GVBl. S. 118), jeweils auch in Zuständigkeiten nach
Verbindung mit § 63 Abs. 1 des Hes- dem Hessischen Beamten-
sischen Besoldungsgesetzes und § 1 gesetz, dem Beamten-
Abs. 7 des Gesetzes über die Bezüge statusgesetz und dem
der Mitglieder der Landesregierung Hessischen Richtergesetz §§ 1 bis 4
vom 27. Juli 1993 (GVBl. I S. 339), zu-
ZWEITER TEIL
Zuständigkeiten nach der
*) FFN 320-208 Hessischen Beihilfenverordnung §5
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 567

DRITTER TEIL 2. nach den §§ 24 bis 26 des Hessischen


Zuständigkeiten nach Beamtengesetzes und den §§ 14 und
laufbahnrechtlichen 15 des Beamtenstatusgesetzes Beam-
Vorschriften §§ 6 und 7 tinnen und Beamte
a) bis einschließlich der Besoldungs-
gruppe A 15 mit Ausnahme der
VIERTER TEIL
Beamtinnen und Beamten im Vor-
Zuständigkeiten in bereitungsdienst abzuordnen und
Besoldungsangelegen- zu versetzen, nach § 24 Abs. 3
heiten §§ 8 bis 10 Satz 2 und 3 des Hessischen Be-
amtengesetzes und § 14 Abs. 4
FÜNFTER TEIL Satz 1 und § 15 Abs. 3 Satz 1 des
Beamtenstatusgesetzes das Ein-
Zuständigkeiten nach verständnis zu deren Abordnung
der Dienstjubiläumsver- und Versetzung in den eigenen
ordnung §§ 11 und 12 Geschäftsbereich oder Zuständig-
keitsbereich zu erklären und nach
SECHSTER TEIL § 24 Abs. 3 Satz 4 des Hessischen
Beamtengesetzes die Rücknahme
Zuständigkeiten nach des Einverständnisses zu erklären
dem Hessischen Diszipli- und die Verfügung zurück zu neh-
nargesetz § 13 men,
b) bis einschließlich der Besoldungs-
SIEBENTER TEIL gruppe C 2 abzuordnen und zu
Zuständigkeiten nach versetzen,
dem Hessischen Reise- 3. nach § 28 Abs. 1 des Hessischen Be-
kostengesetz und dem amtengesetzes bei Beamtinnen und
Hessischen Umzugs- Beamten bis einschließlich der Besol-
kostengesetz §§ 14 bis 20 dungsgruppen A 15 und C 2 die Vor-
aussetzungen für eine Entlassung
ACHTER TEIL nach § 22 Abs. 1 bis 3 des Beamten-
statusgesetzes und den Tag der Been-
Zuständigkeiten für die digung des Beamtenverhältnisses
Entscheidung über Wi- festzustellen,
dersprüche § 21
4. nach § 29 Abs. 1 bis 4 des Hessischen
Beamtengesetzes Beamtinnen und
NEUNTER TEIL Beamte bis einschließlich der Besol-
Schlussvorschriften §§ 22 und 23 dungsgruppen A 15 und C 2 mit Aus-
nahme der Beamtinnen und Beamten
im Vorbereitungsdienst nach § 23
Abs. 1 bis 3 und § 30 Abs. 2 des Be-
amtenstatusgesetzes zu entlassen,
5. nach den §§ 26 bis 28 Abs. 1 und 3
des Beamtenstatusgesetzes in Verbin-
dung mit den §§ 36 bis 38 des Hessi-
ERSTER TEIL schen Beamtengesetzes wegen
Dienstunfähigkeit und nach § 35 des
Zuständigkeiten nach dem Hessischen Hessischen Beamtengesetzes auf An-
Beamtengesetz, dem trag Beamtinnen und Beamte bis ein-
Beamtenstatusgesetz und dem schließlich der Besoldungsgruppen
Hessischen Richtergesetz A 15 und C 2 in den Ruhestand zu
versetzen,
§1 6. nach § 49 Abs. 1 des Hessischen Be-
(1) Soweit in den Abs. 2 und 3 nichts amtengesetzes Beamtinnen und Be-
anderes bestimmt ist, wird der Präsidentin amten aus zwingenden dienstlichen
oder dem Präsidenten des Oberlandesge- Gründen die Führung der Dienstge-
richts, des Hessischen Verwaltungsge- schäfte nach § 39 des Beamtenstatus-
richtshofs, des Hessischen Landesarbeits- gesetzes zu verbieten,
gerichts, des Hessischen Landessozialge- 7. nach § 51 Abs. 1 des Hessischen Be-
richts und der Generalstaatsanwältin oder amtengesetzes die Zustimmung zu
dem Generalstaatsanwalt für ihren Ge- Ausnahmen vom Verbot der Annah-
schäftsbereich, der Präsidentin oder dem me von Belohnungen, Geschenken
Präsidenten des Hessischen Finanzge- und sonstigen Vorteilen nach § 42
richts und der Präsidentin oder dem Präsi- Abs. 1 des Beamtenstatusgesetzes bis
denten der IT-Stelle der hessischen Justiz zu einem Wert von 75 Euro im Einzel-
für ihren Zuständigkeitsbereich die Be- fall zu erteilen,
fugnis übertragen,
8. nach § 58 Abs. 4 des Hessischen Be-
1. Beamtinnen und Beamte bis ein- amtengesetzes entlassenen Beamtin-
schließlich der Besoldungsgruppe nen und Beamten bis einschließlich
A 15 mit Ausnahme der Beamtinnen der Besoldungsgruppen A 15 und C 2
und Beamten im Vorbereitungsdienst die Führung der Amtsbezeichnung
zu ernennen, mit dem Zusatz „außer Dienst (a. D.)“
568 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

zu erlauben sowie die Erlaubnis zu 1. nach § 63 Abs. 1 und 3 und § 64


widerrufen, Abs. 1 des Hessischen Beamtengeset-
9. nach den §§ 62 bis 65 des Hessischen zes über Anträge auf Teilzeitbeschäf-
Beamtengesetzes über Anträge der tigung und Beurlaubung zu entschei-
Beamtinnen und Beamten, für deren den,
Ernennung sie zuständig sind, auf Be- 2. nach § 73 Abs. 1 des Hessischen Be-
urlaubung und Teilzeitbeschäftigung amtengesetzes die Übernahme einer
zu entscheiden, Nebentätigkeit zu genehmigen.
10. nach § 72 Abs. 1 des Hessischen Be- (3) Für die Leiterinnen und Leiter der
amtengesetzes die Übernahme und in Abs. 1 genannten Behörden bleiben
Fortführung einer Nebentätigkeit im die Befugnisse nach Abs. 1 Nr. 6, 7 und 10
öffentlichen Dienst anzuordnen, bis 14 dem Ministerium der Justiz vorbe-
halten; für die Befugnisse nach Abs. 1
11. nach § 73 Abs. 1 des Hessischen Be-
Nr. 10 bis 12 gilt dieser Vorbehalt auch
amtengesetzes und § 7j Abs. 2 des
für die ständigen Vertreterinnen und Ver-
Hessischen Richtergesetzes die Über-
treter der Behördenleitung.
nahme einer Nebentätigkeit zu ge-
nehmigen,
§2
12. nach § 75 Abs. 3 und § 79 Satz 1 und
2 Nr. 4 des Hessischen Beamtenge- Der Präsidentin oder dem Präsidenten
setzes in Verbindung mit § 6 Abs. 1 des Oberlandesgerichts wird für den ei-
der Hessischen Nebentätigkeitsver- genen und für den Geschäftsbereich der
ordnung das Nutzungsentgelt im Ein- Generalstaatsanwältin oder des General-
zelfall nach Maßgabe der allgemei- staatsanwalts, der Präsidentin oder dem
nen Festlegungen der obersten Präsidenten des Hessischen Landesar-
Dienstbehörde festzusetzen, beitsgerichts und des Hessischen Landes-
sozialgerichts wird für ihren Geschäftsbe-
13. nach reich die Befugnis übertragen, Beamtin-
a) § 78 Abs. 1 Satz 3, auch in Verbin- nen und Beamte im Vorbereitungsdienst
dung mit § 78 Abs. 4 des Hessi- 1. zu ernennen,
schen Beamtengesetzes die Anzei-
ge einer Tätigkeit nach § 41 Satz 1 2. nach den §§ 24 bis 26 des Hessischen
des Beamtenstatusgesetzes entge- Beamtengesetzes und den §§ 14 und
genzunehmen, 15 des Beamtenstatusgesetzes abzu-
ordnen und zu versetzen, nach § 24
b) § 78 Abs. 2 und 3 des Hessischen Abs. 3 Satz 2 und 3 des Hessischen
Beamtengesetzes Ruhestandsbe- Beamtengesetzes und § 14 Abs. 4
amtinnen und Ruhestandsbeamten Satz 1 und § 15 Abs. 3 Satz 1 des Be-
sowie früheren Beamtinnen mit amtenstatusgesetzes das Einverständ-
Versorgungsbezügen und frühe- nis zu deren Abordnung und Verset-
ren Beamten mit Versorgungsbe- zung in den Geschäftsbereich zu er-
zügen eine Erwerbstätigkeit oder klären und nach § 24 Abs. 3 Satz 4
sonstige Beschäftigung nach § 41 des Hessischen Beamtengesetzes die
Satz 2 des Beamtenstatusgesetzes Rücknahme des Einverständnisses zu
zu untersagen, erklären und die Verfügung zurück
14. nach § 81 des Hessischen Beamten- zu nehmen,
gesetzes über Anträge auf Ersatz von 3. zu entlassen.
Sachschäden außerhalb der Unfallfür-
sorge nach dem Hessischen Beamten-
versorgungsgesetz zu entscheiden, §3
15. die Personalhauptakten der Beamtin- Der Präsidentin oder dem Präsidenten
nen und Beamten bis einschließlich des Hessischen Landesarbeitsgerichts
der Besoldungsgruppen A 15 und C 2 und des Hessischen Landessozialgerichts
zu führen, wird für ihren Geschäftsbereich die Be-
fugnis übertragen, Richterinnen und
16. nach § 49 der Hessischen Landes- Richter der Besoldungsgruppe R 1 zu ei-
haushaltsordnung in der Fassung nem erstinstanzlichen Gericht innerhalb
vom 15. März 1999 (GVBl. I S. 248), ihres Geschäftsbereichs abzuordnen.
zuletzt geändert durch Gesetz vom
26. Juni 2013 (GVBl. S. 447), Beam-
tinnen und Beamte bis einschließlich
der Besoldungsgruppen A 15 und C 2 §4
in Planstellen einzuweisen. (1) Den Leiterinnen und Leitern der
(2) Den Präsidentinnen und Präsiden- Justizvollzugseinrichtungen wird, soweit
ten der Landgerichte und der Amtsge- in Abs. 2 nichts anderes bestimmt ist, für
richte, den Leiterinnen und Leitern der ihren Zuständigkeitsbereich die Befugnis
Staatsanwaltschaften bei den Landgerich- übertragen,
ten und der Leiterin oder dem Leiter der 1. Beamtinnen und Beamte bis ein-
Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main schließlich der Besoldungsgruppe
wird für die Beamtinnen und Beamten der A 11 zu ernennen und Bewerberin-
Besoldungsordnung A bis einschließlich nen und Bewerber zum Vorberei-
der Besoldungsgruppe A 15 ihres Ge- tungsdienst für die Laufbahnzweige
schäftsbereichs oder Zuständigkeitsbe- des allgemeinen Vollzugsdienstes
reichs die Befugnis übertragen, und des Vollzugs- und Verwaltungs-
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 569

dienstes im mittleren Justizdienst zu- 10. nach § 78 Abs. 2 und 3 des Hessi-
zulassen und zu ernennen, schen Beamtengesetzes Ruhestands-
2. nach den §§ 24 bis 26 des Hessischen beamtinnen und Ruhestandsbeamten
Beamtengesetzes und den §§ 14 und sowie früheren Beamtinnen mit Ver-
15 des Beamtenstatusgesetzes Beam- sorgungsbezügen und früheren Be-
tinnen und Beamte des Krankenpfle- amten mit Versorgungsbezügen eine
gedienstes, des Werkdienstes bei den Erwerbstätigkeit oder sonstige Be-
Justizvollzugsanstalten, des allgemei- schäftigung nach § 41 Satz 2 des Be-
nen Vollzugsdienstes und des Voll- amtenstatusgesetzes zu untersagen,
zugs- und Verwaltungsdienstes im 11. nach § 49 der Hessischen Landes-
mittleren Justizdienst abzuordnen haushaltsordnung Beamtinnen und
und zu versetzen, nach § 24 Abs. 3 Beamte bis einschließlich der Besol-
Satz 2 und 3 des Hessischen Beam- dungsgruppe A 11 in Planstellen ein-
tengesetzes und § 14 Abs. 4 Satz 1 zuweisen.
und § 15 Abs. 3 Satz 1 des Beamten-
(2) Für die Leiterinnen und Leiter der
statusgesetzes das Einverständnis zu
Justizvollzugseinrichtungen bleiben die
deren Abordnung und Versetzung in
Befugnisse nach Abs. 1 Nr. 5 bis 10 dem
ihren Zuständigkeitsbereich zu erklä-
Ministerium der Justiz vorbehalten.
ren und nach § 24 Abs. 3 Satz 4 des
Hessischen Beamtengesetzes die (3) Der Leiterin oder dem Leiter des
Rücknahme des Einverständnisses zu H. B. Wagnitz-Seminars – Dienstleis-
erklären und die Verfügung zurück tungszentrum für den hessischen Justiz-
zu nehmen, vollzug – wird die Befugnis übertragen,
3. nach § 28 Abs. 1 des Hessischen Be- Bewerberinnen und Bewerber zum Vor-
amtengesetzes bei Beamtinnen und bereitungsdienst für den Laufbahnzweig
Beamten, für deren Ernennung sie des Vollzugs- und Verwaltungsdienstes
zuständig sind, die Voraussetzungen im gehobenen Justizdienst mit Genehmi-
für eine Entlassung nach § 22 Abs. 1 gung der obersten Dienstbehörde zuzu-
bis 3 des Beamtenstatusgesetzes und lassen und zu ernennen.
den Tag der Beendigung des Beam- (4) Der Generalstaatsanwältin oder
tenverhältnisses festzustellen, dem Generalstaatsanwalt wird die Befug-
4. nach § 29 des Hessischen Beamten- nis übertragen, nach § 81 des Hessischen
gesetzes Beamtinnen und Beamte, für Beamtengesetzes über Anträge der Be-
deren Ernennung sie zuständig sind, amtinnen und Beamten des Justizvoll-
nach den §§ 23 und 30 Abs. 2 des Be- zugsdienstes auf Ersatz von Sachschäden
amtenstatusgesetzes zu entlassen, außerhalb der Unfallfürsorge nach dem
Hessischen Beamtenversorgungsgesetz
5. nach den §§ 26 bis 28 Abs. 1 und 3 zu entscheiden.
des Beamtenstatusgesetzes in Verbin-
dung mit den §§ 36 bis 38 sowie § 114
Satz 1 in Verbindung mit § 111 des
Hessischen Beamtengesetzes wegen ZWEITER TEIL
Dienstunfähigkeit und nach § 35 so- Zuständigkeiten nach der Hessischen
wie § 114 Satz 1 in Verbindung mit Beihilfenverordnung
§ 112 Abs. 1 Satz 2 des Hessischen
Beamtengesetzes auf Antrag Beam-
tinnen und Beamte in den Ruhestand §5
zu versetzen, Dem Regierungspräsidium Kassel wird
6. nach § 49 Abs. 1 des Hessischen Be- für den Geschäftsbereich des Ministeri-
amtengesetzes Beamtinnen und Be- ums der Justiz die Befugnis übertragen,
amten aus zwingenden dienstlichen 1. nach § 17 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 und 2
Gründen die Führung der Dienstge- der Hessischen Beihilfenverordnung
schäfte nach § 39 des Beamtenstatus- über Anträge auf Gewährung von
gesetzes zu verbieten, Beihilfen zu entscheiden,
7. nach § 51 Abs. 1 des Hessischen Be- 2. über Widersprüche gegen Entschei-
amtengesetzes die Zustimmung zu dungen nach Nr. 1 zu befinden.
Ausnahmen vom Verbot der Annah-
me von Belohnungen, Geschenken
und sonstigen Vorteilen nach § 42 DRITTER TEIL
Abs. 1 des Beamtenstatusgesetzes bis
zu einem Wert von 75 Euro im Einzel- Zuständigkeiten nach
fall zu erteilen, laufbahnrechtlichen Vorschriften
8. nach § 73 Abs. 1 des Hessischen Be-
amtengesetzes die Übernahme einer §6
Nebentätigkeit zu genehmigen, (1) Der Präsidentin oder dem Präsiden-
9. nach § 75 Abs. 3 und § 79 Satz 1 und ten des Oberlandesgerichts wird für den
2 Nr. 4 des Hessischen Beamtenge- eigenen und den Geschäftsbereich der
setzes in Verbindung mit § 6 Abs. 1 Generalstaatsanwältin oder des General-
der Hessischen Nebentätigkeitsver- staatsanwalts, der Präsidentin oder dem
ordnung das Nutzungsentgelt im Ein- Präsidenten des Hessischen Landesar-
zelfall nach Maßgabe der allgemei- beitsgerichts und des Hessischen Landes-
nen Festlegungen der obersten sozialgerichts wird für ihren Geschäftsbe-
Dienstbehörde festzusetzen, reich die Befugnis übertragen,
570 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

1. nach § 13 Abs. 3 Satz 1 und 2 der §9


Hessischen Laufbahnverordnung für (1) Der Hessischen Bezügestelle wird,
Beamtinnen und Beamte des mittle- soweit in Abs. 2 und § 10 nichts anderes
ren und gehobenen Dienstes Tätig- bestimmt ist, für den Geschäftsbereich
keiten und Zeiten auf den Vorberei- des Ministeriums der Justiz die Befugnis
tungsdienst anzurechnen, übertragen,
2. nach § 36 Abs. 1 und 4 der Hessi-
1. nach § 28 Abs. 2 und § 41 Abs. 2 des
schen Laufbahnverordnung Beamtin-
Hessischen Besoldungsgesetzes die
nen und Beamte des mittleren Diens-
Stufe festzusetzen,
tes zur Laufbahn des gehobenen
Dienstes derselben Fachrichtung zu- 2. die Besoldung und die Amtsbezüge
zulassen und die Entscheidung über festzusetzen, zu berechnen und die
den Aufstieg zu treffen. Zahlung anzuordnen,
(2) Der Leiterin oder dem Leiter des 3. besoldungsrechtliche Anpassungen
H. B. Wagnitz-Seminars – Dienstleis- und strukturelle Besoldungsänderun-
tungszentrum für den hessischen Justiz- gen durchzuführen,
vollzug – wird für Beamtinnen und Beam- 4. nach § 12 Abs. 2 des Hessischen Be-
te des allgemeinen Vollzugsdienstes, des soldungsgesetzes zuviel gezahlte Be-
Vollzugs- und Verwaltungsdienstes im züge zurückzufordern,
mittleren Justizdienst und des Vollzugs-
und Verwaltungsdienstes im gehobenen 5. nach § 12 Abs. 2 Satz 3 des Hessi-
Justizdienst die Befugnis übertragen, schen Besoldungsgesetzes aus Billig-
nach keitsgründen
1. § 13 Abs. 3 Satz 1 und 2 der Hessi- a) von der Rückforderung ohne
schen Laufbahnverordnung Tätigkei- Rücksicht auf die Höhe der Über-
ten und Zeiten auf den Vorberei- zahlung bis zu 500 Euro im Einzel-
tungsdienst anzurechnen, fall abzusehen,
2. § 36 Abs. 1 der Hessischen Laufbahn- b) die Zahlung bei Rückforderungs-
verordnung Beamtinnen und Beamte beträgen bis zu 2 500 Euro in bis
des mittleren Dienstes zur Laufbahn zu 36 Monatsraten, bei Rückforde-
des gehobenen Dienstes derselben rungsbeträgen bis zu 10 000 Euro
Fachrichtung mit Genehmigung der in bis zu 18 Monatsraten zuzulas-
obersten Dienstbehörde zuzulassen. sen,
6. über Widersprüche gegen Entschei-
§7 dungen nach Nr. 1 bis 4 zu befinden.
Den Leiterinnen und Leitern der in § 1 (2) Dem Regierungspräsidium Kassel
Abs. 1 genannten Behörden und der Jus- wird abweichend von Abs. 1 Nr. 2 die Be-
tizvollzugseinrichtungen wird für ihren fugnis übertragen, die Bezüge nach § 4
Geschäftsbereich oder Zuständigkeitsbe- Abs. 1 des Hessischen Besoldungsgeset-
reich die Befugnis übertragen, zes festzusetzen.
1. bei Beamtinnen und Beamten des
mittleren und gehobenen Dienstes § 10
nach
(1) Den Präsidentinnen und Präsiden-
a) § 9 Abs. 4 der Hessischen Lauf- ten der Amtsgerichte wird abweichend
bahnverordnung Zeiten hauptbe- von § 9 Abs. 1 für den Justizvollziehungs-
ruflicher Tätigkeiten auf die Pro- dienst ihres Zuständigkeitsbereichs die
bezeit anzurechnen, Befugnis übertragen,
b) § 9 Abs. 5 der Hessischen Lauf- 1. die Vergütungen nach der Vollstre-
bahnverordnung die Probezeit zu ckungsvergütungsverordnung in der
verlängern, Fassung vom 6. Januar 2003 (BGBl. I
2. nach § 23 Abs. 1 der Hessischen S. 8) in der am 31. August 2006 gel-
Laufbahnverordnung schriftlich fest- tenden Fassung festzusetzen und
zustellen, dass die Zugangsvorausset- über die Gewährung zu entscheiden,
zungen für ein Eingangsamt der 2. nach § 12 Abs. 2 des Hessischen Be-
Laufbahn erfüllt sind. soldungsgesetzes zuviel gezahlte Ver-
gütungen nach der Vollstreckungs-
vergütungsverordnung zurückzufor-
VIERTER TEIL dern,
Zuständigkeiten in 3. nach § 12 Abs. 2 Satz 3 des Hessi-
Besoldungsangelegenheiten schen Besoldungsgesetzes aus Billig-
keitsgründen hinsichtlich zuviel ge-
zahlter Vergütungen nach der Voll-
§8
streckungsvergütungsverordnung
Der Präsidentin oder dem Präsidenten
des Oberlandesgerichts, des Hessischen a) von der Rückforderung ohne
Landesarbeitsgerichts und des Hessi- Rücksicht auf die Höhe der Über-
schen Landessozialgerichts wird für ihren zahlung bis zu 500 Euro im Einzel-
Geschäftsbereich die Befugnis übertra- fall abzusehen,
gen, Anwärterbezüge nach § 63 des Hes- b) die Zahlung bei Rückforderungs-
sischen Besoldungsgesetzes zu kürzen. beträgen bis zu 2 500 Euro in bis
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 571

zu 36 Monatsraten, bei Rückforde- (3) Den Präsidentinnen und Präsiden-


rungsbeträgen bis zu 10 000 Euro ten der Landgerichte und der Amtsge-
in bis zu 18 Monatsraten zuzulas- richte sowie den Leiterinnen und Leitern
sen. der Staatsanwaltschaften bei den Landge-
(2) Der Präsidentin oder dem Präsiden- richten und der Leiterin oder dem Leiter
ten des Oberlandesgerichts wird abwei- der Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main
chend von § 9 Abs. 1 die Befugnis über- wird für ihren Geschäftsbereich oder Zu-
tragen, ständigkeitsbereich die Befugnis übertra-
gen, die Ehrung der Beamtinnen und Be-
1. nach § 12 Abs. 2 des Hessischen Be- amten vorzunehmen, die eine Dienstzeit
soldungsgesetzes zuviel gezahlte Ver- von 40 Jahren vollendet haben.
gütungen nach § 52 des Hessischen
Besoldungsgesetzes zurückzufordern, (4) Dem Ministerium der Justiz bleibt
die Ehrung der Leiterinnen und Leiter der
2. nach § 12 Abs. 2 Satz 3 des Hessi- in Abs. 2 und § 1 Abs. 1 genannten Be-
schen Besoldungsgesetzes aus Billig- hörden und der Justizvollzugseinrichtun-
keitsgründen hinsichtlich zuviel ge- gen vorbehalten.
zahlter Vergütungen nach § 52 des
Hessischen Besoldungsgesetzes
§ 12
a) von der Rückforderung ohne
(1) Der Präsidentin oder dem Präsiden-
Rücksicht auf die Höhe der Über-
ten des Oberlandesgerichts wird die Be-
zahlung bis zu 500 Euro im Einzel-
fugnis übertragen, die Ehrung der Mit-
fall abzusehen,
glieder der Ortsgerichte vorzunehmen,
b) die Zahlung bei Rückforderungs- die eine Dienstzeit von 40 Jahren vollen-
beträgen bis zu 2 500 Euro in bis det haben.
zu 36 Monatsraten, bei Rückforde- (2) Den Präsidentinnen und Präsiden-
rungsbeträgen bis zu 10 000 Euro ten sowie den Direktorinnen und Direkto-
in bis zu 18 Monatsraten zuzulas- ren der Amtsgerichte wird die Befugnis
sen, übertragen, die Ehrung der Mitglieder
3. in den Fällen des § 4 Satz 2 der Voll- der Ortsgerichte vorzunehmen, die eine
streckungsvergütungsverordnung für Dienstzeit von 25 Jahren vollendet haben.
den Justizvollziehungsdienst ihres
oder seines Geschäftsbereichs über
die Zulassung von Ausnahmen zu SECHSTER TEIL
entscheiden. Zuständigkeiten nach dem
(3) Dem Ministerium der Justiz bleibt Hessischen Disziplinargesetz
die Entscheidung über die vorläufige Be-
rechnung der Vergütung nach § 9 Abs. 1 § 13
Satz 4 der Vollstreckungsvergütungsver-
ordnung vorbehalten. (1) Den Leiterinnen und Leitern der in
§ 1 Abs. 1 genannten Behörden und der
Justizvollzugseinrichtungen wird als
FÜNFTER TEIL Dienstvorgesetzten für ihren Geschäftsbe-
reich oder Zuständigkeitsbereich die Be-
Zuständigkeiten nach der fugnis übertragen, nach
Dienstjubiläumsverordnung
1. § 37 Abs. 3 Nr. 1 des Hessischen Dis-
ziplinargesetzes Kürzungen der
§ 11 Dienstbezüge bis zum zulässigen
(1) Den Leiterinnen und Leitern der in Höchstmaß vorzunehmen,
§ 1 Abs. 1 genannten Behörden und der 2. § 38 Abs. 2 Satz 1 des Hessischen
Justizvollzugseinrichtungen wird, soweit Disziplinargesetzes Disziplinarklage
in den Abs. 2 bis 4 nichts anderes be- zu erheben,
stimmt ist, für ihren Geschäftsbereich
oder Zuständigkeitsbereich die Befugnis 3. § 83 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 4 Satz 4
übertragen, die Ehrung der Beamtinnen des Hessischen Disziplinargesetzes
und Beamten sowie der Richterinnen und Entscheidungen zum Unterhaltsbei-
Richter vorzunehmen, die eine Dienstzeit trag zu treffen,
von 25 oder 40 Jahren vollendet haben. 4. § 89 Satz 1 des Hessischen Diszipli-
(2) Den Präsidentinnen und Präsiden- nargesetzes die Disziplinarbefugnisse
ten der Landgerichte, der Amtsgerichte, bei den Ruhestandsbeamtinnen und
der Verwaltungsgerichte, des Arbeitsge- Ruhestandsbeamten sowie bei den
richts Frankfurt am Main und des Sozial- Richterinnen und Richtern im Ruhe-
gerichts Frankfurt am Main sowie den stand auszuüben.
Leiterinnen und Leitern der Staatsanwalt- (2) Den Leiterinnen und Leitern der in
schaften bei den Landgerichten und der § 1 Abs. 1 genannten Behörden wird für
Leiterin oder dem Leiter der Amtsanwalt- ihren Geschäftsbereich oder Zuständig-
schaft Frankfurt am Main wird für ihren keitsbereich die Befugnis übertragen,
Geschäftsbereich oder Zuständigkeitsbe-
reich die Befugnis übertragen, die Ehrung 1. nach § 47 Abs. 1 Satz 1 des Hessi-
der Beamtinnen und Beamten sowie der schen Disziplinargesetzes über Wi-
Richterinnen und Richter vorzunehmen, dersprüche zu befinden,
die eine Dienstzeit von 25 Jahren vollen- 2. im Rahmen ihrer Ernennungszustän-
det haben. digkeit
572 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

a) die Befugnisse der obersten sen für die Bediensteten des Ministe-
Dienstbehörde nach § 41 Abs. 2 riums,
und 3 des Hessischen Disziplinar-
5. Erstattung von Reisekosten an die
gesetzes auszuüben,
Mitglieder des Richterwahlausschus-
b) nach § 49 Abs. 1 Satz 2 und 3 des ses nach § 14 des Hessischen Richter-
Hessischen Disziplinargesetzes gesetzes.
den Widerspruchsbescheid aufzu-
heben, in der Sache neu zu ent- (2) Als allgemein genehmigt gelten
scheiden oder Disziplinarklage zu Dienstreisen
erheben. 1. der in Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a und b
Die Zuleitungspflicht nach § 41 Abs. 1 genannten Bediensteten und der zu
Satz 1 und nach § 49 Abs. 1 Satz 1 des ihrer Vertretung bestellten Personen
Hessischen Disziplinargesetzes entfällt. innerhalb der Bundesrepublik
Deutschland,
2. der Präsidentinnen und Präsidenten
der Landgerichte, der Verwaltungs-
SIEBENTER TEIL gerichte und der Amtsgerichte sowie
Zuständigkeiten nach dem Hessischen der Leiterinnen und Leiter der Staats-
Reisekostengesetz und dem Hessischen anwaltschaften bei den Landgerich-
Umzugskostengesetz ten – bei deren Abwesenheit auch der
zu ihrer Vertretung bestellten Perso-
nen – innerhalb ihres Bezirks,
§ 14
3. der Leiterinnen und Leiter der Justiz-
(1) Das Ministerium der Justiz ent- vollzugseinrichtungen – bei deren
scheidet über die Abwesenheit auch der zu ihrer Ver-
1. Anordnung und Genehmigung von tretung bestellten Personen –
Dienstreisen und Reisen zur Fortbil- a) innerhalb des Landes Hessen, so-
dung weit die einzelne Dienstreise nicht
a) der Präsidentin oder des Präsiden- länger als einen Tag dauert,
ten des Oberlandesgerichts, des
b) zu den Zweiganstalten, den Abtei-
Hessischen Verwaltungsgerichts-
lungen des offenen Vollzugs und
hofs, des Hessischen Landesar-
den Außenstellen,
beitsgerichts, des Hessischen Lan-
dessozialgerichts, des Hessischen c) zu Anstaltsleiterdienstbesprechun-
Finanzgerichts und der IT-Stelle gen und Arbeitstagungen, zu de-
der hessischen Justiz, nen das Ministerium der Justiz
b) der Generalstaatsanwältin oder eingeladen hat,
des Generalstaatsanwalts, d) zu im H. B. Wagnitz-Seminar –
c) der Leiterinnen und Leiter der Dienstleistungszentrum für den
Justizvollzugseinrichtungen, hessischen Justizvollzug – stattfin-
denden Fortbildungs- und Infor-
2. Anordnung und Genehmigung von mationsveranstaltungen, zu denen
Auslandsdienstreisen und Reisen zur das H. B. Wagnitz-Seminar einge-
Fortbildung zu im Ausland gelegenen laden hat,
Orten,
4. der Leiterin oder des Leiters der
3. Zusage der Umzugskostenvergütung Amtsanwaltschaft Frankfurt am Main
für die – bei Abwesenheit auch der zur Ver-
a) in Nr. 1 Buchst. a und b genannten tretung bestellten Person – innerhalb
und die Bediensteten des Ministe- des Bezirks,
riums sowie deren Hinterbliebene 5. der Bediensteten des Gerichtsvollzie-
nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 des herdienstes und des Justizvollzie-
Hessischen Umzugskostengeset- hungsdienstes in Vollstreckungsange-
zes, legenheiten,
b) Richterinnen und Richter, 6. der Bewährungshelferinnen und Be-
c) Beamtinnen und Beamten in Äm- währungshelfer in Bewährungssa-
tern der Besoldungsordnung R so- chen innerhalb des jeweiligen Land-
wie der Besoldungsgruppen C 3 gerichtsbezirks, bei Vorliegen einer
und A 16 bei den Gerichten, richterlichen Anordnung auch darü-
Staatsanwaltschaften und der In- ber hinaus,
formationstechnik-Stelle der hessi- 7. der Gerichtshelferinnen und Ge-
schen Justiz (IT-Stelle), richtshelfer in Gerichtshilfesachen in-
d) Bediensteten des Justizvollzugs, nerhalb ihres Bezirks,
soweit in § 16 Abs. 6 und § 17 8. der nebenamtlichen Mitglieder der
Nr. 2 nichts anderes bestimmt ist, Prüfungsausschüsse für die Staats-
4. Erstattung von Reisekosten nach dem und Laufbahnprüfungen, für die Zwi-
Hessischen Reisekostengesetz für schen- und Abschlussprüfungen der
Dienstreisen aus Anlass der Einstel- Auszubildenden sowie für die Eig-
lung oder der Versetzung oder Ab- nungsprüfungen nach § 7 der Hessi-
ordnung von einem anderen Dienst- schen Laufbahnverordnung im mittle-
herrn in den Dienst des Landes Hes- ren und gehobenen Justizdienst in
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 573

Prüfungsangelegenheiten innerhalb anderes bestimmt ist, über die Anordnung


des Geschäftsbereichs, und Genehmigung von Dienstreisen und
Reisen zur Fortbildung der Leiterinnen
9. der Kandidatinnen und Kandidaten und Leiter der ihnen unmittelbar nachge-
zu Laufbahn- und Staatsprüfungen, ordneten Gerichte und Behörden.
10. zur Durchführung von Geschäftsprü- (2) Die Leiterinnen und Leiter der in
fungen bei Notarinnen und Notaren, § 1 Abs. 1 genannten Behörden entschei-
Gerichtsvollzieherinnen und Ge- den, soweit in den §§ 14 und 18 nichts an-
richtsvollziehern. deres bestimmt ist, für die Bediensteten
Reisen zur Teilnahme an Kongressen, Ta- ihres Geschäftsbereichs oder Zuständig-
gungen, Ausstellungen und ähnlichen keitsbereichs über die
Veranstaltungen gelten nicht als allge- 1. Anordnung und Genehmigung von
mein genehmigt, ausgenommen bei den Fortbildungsreisen zur Teilnahme an
in Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a und b genannten Veranstaltungen der Deutschen Rich-
Bediensteten. terakademie,
(3) Die Genehmigung zur Benutzung 2. Erstattung von Reisekosten nach dem
des privaten Kraftfahrzeugs nach § 6 Hessischen Reisekostengesetz für
Abs. 1 des Hessischen Reisekostengeset- Dienstreisen aus Anlass der Einstel-
zes wird allgemein erteilt für die lung oder der Versetzung oder Ab-
1. in § 2 Abs. 1 Satz 3 des Hessischen Rei- ordnung von einem anderen Dienst-
sekostengesetzes genannten Dienstrei- herrn in den Dienst des Landes Hes-
sen der Richterinnen, Richter, Rechts- sen,
pflegerinnen und Rechtspfleger, 3. Bewilligung von ungemindertem Ta-
gegeld nach § 9 Abs. 2 des Hessi-
2. Dienstreisen schen Reisekostengesetzes in beson-
a) der Bediensteten des Gerichtsvoll- deren Fällen über die ersten zehn Ta-
zieherdienstes und des Justizvoll- ge hinaus bis zu weiteren 30 Tagen,
ziehungsdienstes in Vollstre- 4. Gewährung von Pauschalerstattun-
ckungsangelegenheiten, der Be- gen nach § 16 des Hessischen Reise-
währungshelferinnen und Bewäh- kostengesetzes,
rungshelfer in Bewährungssachen
und der Gerichtshelferinnen und 5. Zusage der Umzugskostenvergütung,
Gerichtshelfer in Gerichtshilfesa- auch hinsichtlich der Berechtigten
chen – jeweils innerhalb des ihnen nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 des Hes-
zugewiesenen Bezirks –, sischen Umzugskostengesetzes.
b) zur Durchführung von Geschäfts- (3) Der Generalstaatsanwältin oder
prüfungen bei Notarinnen, Nota- dem Generalstaatsanwalt werden die in
ren, Gerichtsvollzieherinnen und Abs. 2 Nr. 2 bis 4 genannten Befugnisse
Gerichtsvollziehern. für die Bediensteten des Justizvollzugs
sowie die in Abs. 2 Nr. 5 genannte Befug-
nis für deren Hinterbliebene übertragen,
§ 15 soweit in den §§ 14 und 17 nichts anderes
Der Hessischen Bezügestelle wird für bestimmt ist.
den Geschäftsbereich des Ministeriums (4) Die Präsidentin oder der Präsident
der Justiz die Befugnis übertragen, des Oberlandesgerichts entscheidet über
die Zusage der Umzugskostenvergütung
1. Reisekosten nach dem Hessischen für Rechtsreferendarinnen und Rechtsre-
Reisekostengesetz an Bedienstete des ferendare aus Anlass der Überweisung
Landes zu erstatten, zur Fortsetzung der Ausbildung bei den
2. Trennungsgeld zu bewilligen und zu in § 29 Abs. 3 Nr. 1, 2 und 5 bis 7 des Ju-
gewähren, ristenausbildungsgesetzes in der Fassung
vom 15. März 2004 (GVBl. I S. 158), zu-
3. Umzugskostenvergütung zu gewäh- letzt geändert durch Gesetz vom 27. Mai
ren und die in § 14 Nr. 2 bis 4 des 2013 (GVBl. S. 218), bezeichneten Ausbil-
Hessischen Umzugskostengesetzes dungsstellen.
genannten Entscheidungen zu tref-
fen, (5) Die Generalstaatsanwältin oder der
Generalstaatsanwalt entscheidet über die
4. über Widersprüche gegen Entschei- Zusage der Umzugskostenvergütung für
dungen nach Nr. 1 bis 3 zu befinden. Bedienstete in Ausbildung für den Amts-
Satz 1 Nr. 1 gilt nicht in den Fällen des anwaltsdienst.
§ 14 Abs. 1 Nr. 4 und 5 und § 16 Abs. 2 (6) Die Leiterinnen und Leiter der Jus-
Nr. 2 und 4. tizvollzugseinrichtungen sind zuständig
für die Zusage der Umzugskostenvergü-
§ 16 tung für die in § 4 Abs. 1 Nr. 2 genannten
Bediensteten.
(1) Die Präsidentin oder der Präsident
des Oberlandesgerichts, des Hessischen
§ 17
Verwaltungsgerichtshofs, des Hessischen
Landesarbeitsgerichts, des Hessischen Die Leiterin oder der Leiter des H. B.
Landessozialgerichts und die General- Wagnitz-Seminars – Dienstleistungszen-
staatsanwältin oder der Generalstaatsan- trum für den hessischen Justizvollzug – ist
walt entscheiden, soweit in § 14 nichts zuständig für die
574 Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015

1. Anordnung und Genehmigung von nen und Gerichtshelfer hinsichtlich


Fortbildungsreisen der Bediensteten Reisekosten, die durch Dienstreisen
des Justizvollzugs aus Anlass der im Sinne des § 14 Abs. 3 Nr. 2 ent-
Teilnahme an dort durchgeführten standen sind, oder
Fortbildungsveranstaltungen, soweit
2. die Dienststelle, in deren Interesse
in § 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 nichts an-
oder Auftrag die Reise durchgeführt
deres bestimmt ist,
wurde, wenn die Erstattung von Rei-
2. Zusage der Umzugskostenvergütung sekosten nicht in elektronischer Form
für die Bediensteten in Ausbildung beantragt wurde und eine Abgabe an
für den allgemeinen Vollzugsdienst die Hessische Bezügestelle nicht
sowie den Vollzugs- und Verwal- zweckmäßig ist, beispielsweise weil
tungsdienst im mittleren Justizdienst die Erstattung im unmittelbaren Zu-
aus Anlass der Überweisung zur Fort- sammenhang mit der Anweisung an-
setzung der Ausbildung an eine an- derer Leistungen erfolgen kann.
dere auswärtige Ausbildungsstelle.
§ 20
§ 18 Die Leiterinnen und Leiter der Be-
schäftigungs- oder Ausbildungsbehörden
Die Präsidentinnen und Präsidenten sind, soweit in den §§ 14 bis 19 nichts an-
der Landgerichte entscheiden über die deres bestimmt ist, zuständig für die
1. Anordnung und Genehmigung von 1. Anordnung und Genehmigung von
Dienstreisen und Reisen zur Fortbil- Dienstreisen, Reisen zur Fortbildung
dung der Direktorinnen und Direkto- und Reisen zur Ausbildung,
ren der Amtsgerichte ihres Geschäfts-
bereichs, soweit in den §§ 14 und 16 2. Erteilung der Genehmigung zur
nichts anderes bestimmt ist, dienstlichen Benutzung eines priva-
ten Kraftfahrzeugs nach § 6 Abs. 1
2. Zusage der Umzugskostenvergütung des Hessischen Reisekostengesetzes.
für Rechtsreferendarinnen und
Rechtsreferendare aus Anlass der
Überweisung zur Fortsetzung der ACHTER TEIL
Ausbildung bei den in § 29 Abs. 2
Nr. 1 bis 4 und Abs. 3 Nr. 3 und 4 des Zuständigkeiten für die
Juristenausbildungsgesetzes bezeich- Entscheidung über Widersprüche
neten Ausbildungsstellen.
§ 21
(1) Den Leiterinnen und Leitern der in
§ 19 § 1 Abs. 1 genannten Behörden wird für
(1) Soweit die Zuständigkeit der Hessi- ihren Geschäftsbereich oder Zuständig-
schen Bezügestelle nach § 15 Satz 1 Nr. 1 keitsbereich die Befugnis übertragen,
nicht gegeben ist, ist für die Erstattung über Widersprüche in Verfahren nach
von Reisekosten nach dem Hessischen § 54 Abs. 1 des Beamtenstatusgesetzes,
Reisekostengesetz zuständig auch in Verbindung mit § 71 des Deut-
schen Richtergesetzes, zu entscheiden,
1. für nebenamtliche Mitglieder der soweit das Ministerium der Justiz den
Prüfungsausschüsse für Staatsprüfun- Verwaltungsakt nicht selbst erlassen hat.
gen die Präsidentin oder der Präsi- Die Generalstaatsanwältin oder der Ge-
dent des Oberlandesgerichts, neralstaatsanwalt entscheidet insoweit
2. für Leiterinnen und Leiter von Refe- auch über Widersprüche der Beamtinnen
rendararbeitsgemeinschaften oder und Beamten des Justizvollzugs.
praktischen Studienzeiten und für Be- (2) Vorschriften, welche die Zuständig-
dienstete, die zu nebenamtlichen keiten für die Entscheidung über Wider-
Lehrkräften bestellt sind oder neben- sprüche abweichend regeln, bleiben un-
amtlich Unterricht in der Ausbildung berührt.
der Angehörigen des öffentlichen
Dienstes erteilen, die Leiterin oder
der Leiter des Gerichts oder der Be-
NEUNTER TEIL
hörde, bei dem oder der die Arbeits-
gemeinschaften, die praktischen Stu- Schlussvorschriften
dienzeiten oder die Lehrgänge einge-
richtet sind, § 22
3. die Leiterin oder der Leiter der Die Verordnung über Zuständigkeiten
Dienststelle, in deren Interesse oder in beamten- und richterrechtlichen Perso-
Auftrag die Reise erfolgt. nalangelegenheiten sowie nach dem Hes-
(2) Abweichend von § 15 Satz 1 Nr. 1 sischen Reisekostengesetz und dem Hes-
kann die Erstattung von Reisekosten nach sischen Umzugskostengesetz im Ge-
dem Hessischen Reisekostengesetz erfol- schäftsbereich des Ministeriums der Jus-
gen durch tiz, für Integration und Europa vom 8. Mai
2013 (GVBl. S. 162)1) wird aufgehoben.
1. die Beschäftigungsbehörde für Be-
währungshelferinnen und Bewäh-
rungshelfer sowie Gerichtshelferin- ) Hebt auf FFN 320-197
1
Nr. 30 – Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen – 14. Dezember 2015 575

§ 23
Diese Verordnung tritt am 1. Februar
2016 in Kraft.

Wiesbaden, den 26. November 2015

Die Hessische Ministerin


der Justiz
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