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Stoffüberblick Allgemeine Chemie

• Chemische Kinetik
• Das chemische Gleichgewicht
• Das Thermochemie
• Grundlagen der chemischen Thermodynamik
• Säure und Basen
• Löslichkeitsprodukt und Komplex-
Gleichgewichte
R. Dworczak
• Elektrochemie R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Das chemische Gleichgewicht

N2O4 (g,farblos) 2 NO2 (g,dunkelbraun)

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Beobachtung: Bei gleicher Temperatur stellt sich nach einer gewissen Zeit
Allgemeine
die gleiche Frabe ein, egal ob der Gefäßinhalt zuvor gefroren (farblos) oder Chemie
erwärmt (dunkelbraun) war. Die Farbe ändert sich später auch nicht mehr.
Dies legt den Schluss nahe, dass die Konzentrationen von NO2 und N2O4
konstant bleiben.
Das chemische Gleichgewicht

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Das dynamische Gleichgewicht

N2O4 2 NO2

Geschwindigkeit Hinreaktion  khin N 2O4 

Geschwindigkeit Rückreaktion  krück NO2


2

Da im chemischen Gleichgewicht keine Nettoveränderung beobachtbar


ist, müssen die Hin- und Rückreaktion gleich schnell ablaufen. Somit kann R. Dworczak
man die beiden Terme gleichsetzen: R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine

krück NO2   khin N 2O4 


2 Chemie
Das dynamische Gleichgewicht

Erreichen des chemischen Gleichgewichts für


N2O4(g) und 2 NO2(g). (a) Im Laufe der
Reaktion nimmt die Konzentration von N2O4
ab, während die Konzentration von NO2
zunimmt. Das Gleichgewicht liegt vor, wenn
sich die Konzentrationen zeitlich nicht mehr
ändern. (b) Die Geschwindigkeit, mit der N2O4
verbraucht wird, sinkt mit der Zeit, wenn die
Konzentration von N2O4 abnimmt. Gleichzeitig
nähert sich auch die Bildungsgeschwindigkeit R. Dworczak
R. Fischer
von NO2 einem Grenzwert. Das Gleichgewicht
H. Fasl
ist erreicht, wenn diese beiden
Allgemeine
Geschwindigkeiten gleich sind. Chemie
Das Massenwirkungsgesetz

N2O4 2 NO2
Da im chemischen Gleichgewicht keine Nettoveränderung beobachtbar
ist, müssen die Hin- und Rückreaktion gleich schnell ablaufen. Somit kann
man die beiden Terme gleichsetzen:

krück NO2   khin N 2O4 


2

Nach Umstellen erhält man daraus die Formulierung des


Massenwirkungsgesetzes: R. Dworczak
R. Fischer
 H. Fasl
NO   k
2
Allgemeine
2 hin
K Chemie

N O  k
2 4 rück
Das Massenwirkungsgesetz

Die Allgemeine Formulierung des Massenwirkungsgesetzes für eine


allgemeine Gleichung der Art

aA + bB  cC + dD
lautet:

C D
c d

K a b
A B R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Die Größe der Gleichgewichtskonstante hängt also unmittelbar von
der Formulierung der Reaktionsgleichung ab!


Das Massenwirkungsgesetz

N2O4 2 NO2

NO2
2
khin
 K
N O 
2 4
krück


R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Das chemische Gleichgewicht

Das Haber-Bosch Verfahren


(Entw. ab 1909 bis ca. 1913)

Fritz Haber Carl Bosch

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Dieser exotherme Vorgang dient zur Umwandlung von N2(g) und H2(g) in
Allgemeine
NH3(g) und erfordert die Spaltung der sehr starken Dreifachbindung von Chemie
N2 .
Das dynamische Gleichgewicht

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Konzentrationsänderungen bei Annäherung an das Gleichgewicht. (a) Allgemeine
Annäherung an das Gleichgewicht für die Reaktion N2 + 3 H2 2 NH3, Chemie

beginnend mit H2 und N2, im Verhältnis 3:1, ohne NH3. (b) Annäherung
an das Gleichgewicht für die gleiche Reaktion, beginnend mit reinem
NH3 im Reaktionsgefäß.
Das Massenwirkungsgesetz

N2 + 3 H2 2 NH3

Formulierung der GGWK in Konzentrationen [mol/l]

NH 3
2

Kc 
N 2H 2
3

Formulierung der GGWK in Partialdrücken R. Dworczak


R. Fischer

 pNH3 2 H. Fasl

Kp  Allgemeine
Chemie
pN2 pH2 3
Zusammenhang zwischen Kp und Kc

Die ideale Gasgleichung:

pV  nRT
Nach Umstellen erhält man:
n
p RT  cRT
 V
Setzt man in den Ausdruck für Kp ein, so erhält man:

 NH 3  R 2T 2 NH 3
2 2
pNH3 2
K
R. Dworczak
p    R. Fischer
pN2 pH2 3 N 2RT H 2 R 3T 3 N 2H 2 R 2T 2
3 3
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Und allgemein:
K p  K c RT 
n

Das chemische Gleichgewicht

Auf welcher Seite der Reaktionsgleichung liegt das Chemische Gleichgewicht?

K und die Zusammensetzung des


Gleichgewichtsgemisches. Der
Gleichgewichtsausdruck hat
Produkte im Zähler und Reaktanten
im Nenner. (a) Wenn K >> 1, gibt es
mehr Produkte als Reaktanten im
Gleichgewicht und man sagt, dass
R. Dworczak
das Gleichgewicht rechts liegt. (b) R. Fischer
Wenn K << 1, gibt es mehr H. Fasl
Reaktanten als Produkte im Allgemeine
Gleichgewicht und man sagt, dass Chemie

das Gleichgewicht links liegt.


Das chemische Gleichgewicht

In welche Richtung läuft eine Reaktion? – Reaktionsquotient Q

Vorhersage der Richtung einer Reaktion


durch Vergleich von Q und K. Das
Verhältnis aus dem
Reaktionsquotienten Q und der
Gleichgewichtskonstanten K gibt an,
wie sich das Reaktionsgemisch ändert,
wenn es sich zum Gleichgewicht
bewegt. Wenn Q kleiner als K ist,
verläuft die Reaktion von links nach R. Dworczak
R. Fischer
rechts, bis Q = K. Ist Q = K, ist die
H. Fasl
Reaktion im Gleichgewicht und hat
Allgemeine
keine Neigung sich zu ändern. Ist Q Chemie
größer als K, verläuft die Reaktion von
rechts nach links, bis Q = K .
Das chemische Gleichgewicht

Heterogene Gleichgewichte

R. Dworczak
R. Fischer
Das Gleichgewicht zwischen CaCO3, CaO und CO2 ist ein heterogenes H. Fasl
Gleichgewicht. Der Gleichgewichtsdruck von CO2 ist in den zwei Glocken Allgemeine
Chemie
bei identischer Temperatur gleich, obwohl die Mengen von reinem CaCO3
und CaO sehr unterschiedlich sind. Der Gleichgewichtsausdruck für die
Reaktion ist Kp = pCO2.
Das Prinzip von LeChatelier und Braun

Das Prinzip des kleinsten Zwanges

Henry LeChatelier Karl Ferdinand Braun

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Einfluss von Temperatur und Druck auf den prozentualen Anteil von NH3 in Allgemeine
einem Gleichgewichtsgemisch aus N2, H2 und NH3. Jedes Gemisch wurde Chemie
erzeugt, indem wir mit einem 3:1-Gemisch von H2
und N2 begonnen haben. Die Ausbeute von NH3 ist bei der niedrigsten
Temperatur und dem höchsten Druck am größten.
Zugabe eines Reaktanden

Auswirkung der Zugabe von H2 zu


einem Gleichgewichtsgemisch von
N2, H2 und NH3. Wenn H2
zugegeben wird, reagiert ein Teil
des H2 mit N2 unter Bildung von NH3
und stellt damit eine neue
Gleichgewichtslage ein, die die
R. Dworczak
gleiche Gleichgewichtskonstante R. Fischer
hat. Die gezeigten Ergebnisse H. Fasl
stimmen mit dem Prinzip von Le Allgemeine
Châtelier überein. Chemie
Änderung der Konzentration, Entfernung von Produkt aus dem GGW

Kc 
NH 3 2
N 2 H 2 3

Vergleich Reaktionsquotient mit Gleichgewichtskonstante!!

R. Dworczak
1 2 1 R. Fischer
 NH 3
2
 NH 3 
4  H. Fasl
Q  16 1
N 2H 2
3
 N 2H 2
3 Q K Allgemeine
16 Chemie

 
LeChatelier: Druckänderung

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Änderung des Drucks, Verschiebung nach rechts

pNH3 2
Kp 
pN2 pH2 3

Vergleich Reaktionsquotient mit Gleichgewichtskonstante!!



pNH3 2 pNH3 2 R. Dworczak
Q 3
 3 Q
1
K
R. Fischer
2pN2 (2pH2 ) 16pN2 pH2 16 H. Fasl
Allgemeine
Chemie

 
R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Erhöhung der Temperatur, Änderung der GGW-Konstante

Endotherme Reaktion: Erhöhung von K mit steigender Temperatur

Exotherme Reaktion: Erniedrigung von K mit steigender Temperatur

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Das chemische Gleichgewicht

Wirkung eines Katalysators auf ein Gleichgewicht

Im Gleichgewicht für die hypothetische


Reaktion A zu B ist die
Hinreaktionsgeschwindigkeit rh gleich
der Rückreaktionsgeschwindigkeit rr.
Die violette Kurve stellt den Weg über
den Übergangszustand ohne
Katalysator dar. Ein Katalysator senkt
die Energie des Übergangszustands,
wie die grüne Kurve zeigt. Daher wird
die Aktivierungsenergie für die Hin- R. Dworczak
R. Fischer
und Rückreaktion gesenkt. Damit wird
die Geschwindigkeit der Hin- und H. Fasl

Rückreaktion in der katalysierten Allgemeine


Chemie
Reaktion erhöht.
Das chemische Gleichgewicht

Einfluss eines Katalysators

Der Katalysator ändert NICHT die Lage des Gleichgewichts bzw. die Größe
von K! Er beschleunigt sowohl die Bildungsreaktion als auch die
Rückreaktion durch Erniedrigung der Aktivierungsenergie.

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie
Das chemische Gleichgewicht

Das Prinzip von LeChatelier und Braun

Wird ein im Gleichgewicht befindliches System durch eine Änderung


von Temperatur, Druck oder Konzentration der Reaktionsteilnehmer
gestört, so reagiert das Gleichgewicht des Systems derart, dass es der
Störung entgegenwirkt!!

R. Dworczak
R. Fischer
H. Fasl
Allgemeine
Chemie

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