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Die Literatur im Hochmittelalter

I. Historischer und kulturgeschichtlicher Hintergrund


 Die Staufische Ritterkultur: Die Periode des deutschen Hochmittelalters, des vollentfalteten
Feudalismus.
 Rittertums: Träger der neuen höfischen Kultur, das die führende Rolle in Gesellschaft und Politik
übernahm.
 Das Ideal war es, in lebensjahrender Einstellung gesellschaftliche und religiöse Verpflichtungen
miteinander zu verbinden:
VERPFLICHTUNGEN:
 Gottesdienst – christliches Leben zu führen (Anfänge der Prosa)
 Herrendienst – Treue gegenüber dem Lehnsherr (Heldenepos)
 Minnedienst – Fauendienst: Der Ritter kampft im Namen einer Dame, die er auch in Minneliedern
besingt. (Anfange der Lyrik)
MITTELHOCHDEUTSCH: mit dem MHD- en der staufischen Ritterkultur entesht zum ersten Mal eine
relativ einheitliche, dialektfreie Literatursprache.

II. Die drei literarischen Gattungen des Hochmittelalters


 Höfischer Roman:
Vertreter: Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach, Gottfried von Strassburg (Später Prosa)
 Heldenepos:
Vertreter: Meiser Konrad von Passau, Werk: „Das Nibelungenlied”
 Minnesang:
Vertreter: Walter von der Vogelweide. (Später die lyrische Gattung)

Das Heldenepos
 Entstand aus den Heldenliedern durch Veränderung. Das bekannteste ist das Nibelungenlied.
 Thema: Untergnang des Burgundenreiches.
 Die Handlungsstruktur gliedert sich in zwei Teile:
1. Der este Teil endet mit dem Tod von Siegfried
2. Es behandelt die sich daraus entwickelnde Rache siener Gattin Kriemhild, die den
Untergang der Burgunden zur Folge hatte
 Ideengehalt: Die Gestalten werden in ein höfische Milieu vesetzt und ritterlichen Tugenden
ausgestatet. Doch das Streben nach Gold, persönlicher Macht, die Täuschung, der Hass und die
Rache widersprechen den ritterlichen Idealen und führen schließlich zum Untergang. Damit drückt
der Dichter seine Absage an die eigene Zeit, an das Rittertum aus.

Der Minnesang
 = Die lyrische Gattung des Hochmittelalters
 Minnelieder = virschriftmäßig geformte Lieder, die auf höfischen Festtagen vergetragen wurden.
1. Niedere Minne (Volkstümliche Gattung) : Die geliebte Frau ist ein unverheiretes
nichtadeliges Mädchen - erreichbar
2. Hohe Minne (Klassische Gattung) : Die Frau ist Höhergestellt, unreichbar, sie erschein als
eine abstrakte Gestalt: in den Liedern spricht die Frau kein einziges Wort
Die Minnenlieder wurden im Mittelhochdeutsch geschrieben.

Walther von der Vogelwiede: Unter der Linde


 I.:
1. Enstehung des Werks: Hochmittelalter – Ritterkultur, ca 1210-1220
2. Autor- Werk- Beziehung
3. Gattung
 II.:
1. TITEL
2. AUFBAU DES GEDICHTS, GEDANKENEINHEITEN
3. GRUNDGEDANKE, BOTSCHAFT
4. STIMMUNG, TON
5. REDEMITTEL UND DEREN ROLEE IM WERK
 III.:
1. Interessantes
2. Zusammenfassung, Abschluss

Altgermanische Dichtung
Aufteilung der Anfangsphase derdeutschen Literatur
Periodisierung nach historischen Ereignisse:
 Vor der Völkerwanderungszeit (vor dem 4. Jh.): Altgermnische Dichtung
 Dichtung zur Zeit der Völkerwanderung (3-5 Jh.)
 Nach der Völkerwanderungszeit(4-8 Jh.): Germanisch-heidnische Dichtung

Altgermanische Dichtung
1. Kultur: germanische Stämme
Die wichtigsten Werte: Sippe, Ehre, Blutrache, -Treue, Gefolgschaft, Schicksal, Heldentum
Religion: Mehrgötterkult, die obersten Götter: Donar (Thor), Wodan (Odin).
2. Werke: Opferverse, Zaubersprüche

Merseburger Zaubersprüche

Die 1841 in Merseburg auf dem Vorsatzblatt einer geistlichen Handschrift gefunden Zaubersprüche
stammen wahrscheinlich von einem Fuldauer Mönch aus dem 10. Jahrhundert.

Erster Spruch: Zweiter Spruch:


war für die Befreiung von war ein Heilspruch und sollte
Gefangenen, zur Lösug von verrenkte Füße von Pferden
Fesseln, aber auch zur Bannung heilen. 2 Paar von Göttinnen
und Vertreibung Dämonischer Kräfte versucht vergeblich die Heilung .
bestimmt. Der erste Teil schildert die Nur Wodan (der oberste Gott)
Szene, dann folgt die
Beschwörungsformel in dem letzten Kennt die wirksame Formel: „Bein
Teil.Göttliche Frauen zu Bein”.
(Idisen)befreien jemanden.

Stabreimdichtung

Die Versform dieser beiden Werke ist die altgermanische Stabreimdichtung. Eine Langzeile zerfällt in zwei
Halbverse. Die Langzeile werden durch den gleichen Anlaut, den Stabreim (alliteration) zusammengehalten.
Die alliterierenden Wörter waren meistens Sinnträger des Satzes. (ben zi bena, bluot zi bluoda)
Stabreim: der Gleichklang von Kosonanten zum Anfang der Wörter. Sie
wurden im Althochdeutschen geschrieben.

Germanisch- heidnische Dichtung  Sie sind lyrisch noch prosaisch


 Sie haben eine Handlung
In der Völkerwenderungszeit  Hauptheld: eine mächtige Persönlichkeit, der immer sein
bestimmten die Kämpfe, Kriege, eigenes Schicksal vertritt. Er muss untergehen, weil der
Wanderungen die Themen. Schicksal mächtiger ist.
Blütezeit der Heldenlieder.
 Grundbestimmung: immer tragisch
 Meistens wurde die Lieder in Form von Dialogen
geschrieben
Das Hildebrandslied
 Wurde von zwei Mönchen des Klosters Fulda um 800 auf zwei lerstehendenBlätter einer lateinische
Handschrift niedergeschrieben.
 Es ist lückenhaft, der Schluss fehlt

Handlung: Das Lied geht auf den ostgotischen


Hauptkonflikt: zwischen
Sagenkries um Tehodorich den Großen (Dietrich von
Sippe (Verwandtschaft) und Ehre. Das
Bern) zurück. Ausgangpunkt der Sage war der Kampf
Werk wurde im Althochdeutschen
Tehodorichs mit dem germanischen Odoaker um die
geschreiben.
Herrschaft über Italien. Nach Jahrzehnte in der Fremde
kehrt Dietrich von Bern mit seinem treuen
Gefolgsmann Hildebrand und einem Heer in die Heimat
zurück. Dem Brauch gemäß müssen sich vor der
Schlacht zwei Helden im Zweikampf messen.
Hildebrand und Hadubrand wissen nicht, dass sie Vater
un Sohn sind. Dies wird vor Hildebrand kurz vor dem
Kampf erkannt. Das Ende des Werkes ist vermutlich,
dass Hildebrand im Zweikampf seine Sohn tötet.

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