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5/24/2021 Schreiben im Studium

Verben der Veränderung


Wo Werbung nervt

Wenn sich in einem Zeitraum (von 2013 – 2014) die Zahlenwerte verändern, spricht
man von einer Tendenz oder einem Trend. Um die Veränderung von Zahlenwerten
zu beschreiben, gibt es verschiedene Verben.

Wenn die Werte größer werden, verwendet man folgende Verben:

steigen, zunehmen, wachsen, sich erhöhen, sich vergrößern


Beispiele:
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, ist von 30 Prozent auf 34 Prozent gestiegen.
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, hat von 30 Prozent auf 34 Prozent zugenommen.
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, ist von 30 Prozent auf 34 Prozent gewachsen.
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, hat sich von 30 Prozent auf 34 Prozent erhöht.
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, hat sich von 30 Prozent auf 34 Prozent vergrößert.

Wenn die Werte kleiner werden, benutzt man folgende Verben:

sinken, fallen, abnehmen, sich verringern


Beispiele:
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung in Geschäften gestört
fühlt, ist von 5 Prozent auf 4 Prozent gesunken.
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung in Geschäften gestört
fühlt, ist von 5 Prozent auf 4 Prozent gefallen.
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- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung in Geschäften gestört
fühlt, hat von 5 Prozent auf 4 Prozent abgenommen.
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung in Geschäften gestört
fühlt, hat sich von 5 Prozent auf 4 Prozent verringert.

Wenn die Werte sich nicht ändern, benutzt man folgende Verben:

gleich bleiben, stagnieren


Beispiele:
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Kino gestört fühlt,
ist gleich geblieben. (13 Prozent)
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Kino gestört
fühlt, stagnierte. (13 Prozent)

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Prozentzahlen und Anteile benennen

Um Daten und Zahlen aus einer Grafik oder Statistik zu


beschreiben, gibt es hauptsächlich zwei Varianten:

1. Man beginnt mit einer Prozentzahl:


Beispiele:
- 34 Prozent der Befragten fühlen sich durch Werbung im Fernsehen
gestört.
- 24 Prozent der Befragten stört Werbung im Internet.

2. Bei der zweiten Variante beginnen Sie mit ‚Der Anteil' oder ‚Die
Prozentzahl'.
Beispiele:
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, beträgt 34 Prozent.
- Die Prozentzahl der Befragten, die Werbung im Internet stört, liegt bei
24 Prozent.

Die wichtigsten drei Verben, um den Wert einer Zahl zu


beschreiben, sind:

betragen, sich belaufen auf, liegen bei


Beispiele:
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, beträgt 34 Prozent.
- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, beläuft sich auf 34 Prozent.

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- Der Anteil der Befragten, der sich durch Werbung im Fernsehen gestört
fühlt, liegt bei 34 Prozent.

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Präpositionen in Grafikbeschreibungen
Präpositionen finden Sie in Grafikbeschreibungen …

1. bei Jahreszahlen oder Zeitabschnitten. (in, von, bis, bis … zu)


Beispiele:
- Im Jahr 2015 betrug der Anteil der Befragten, der unterwegs online
geht, 55 Prozent.
- Dieser Wert stieg von Januar 2014 bis September 2014 um 2 Prozent
an.
- Die Untersuchung wurde im Jahr 2015 veröffentlicht.
2. bei der Benennung von Werten oder wenn Werte fallen oder steigen.
Beispiele:
- Der Wert stieg auf 20 Prozent. (‚auf' benennt das Ergebnis)
- Der Wert stieg um 5 Prozent. (‚um' benennt die Differenz)
- Der Wert stieg von 15 Prozent um 5 Prozent auf 20 Prozent. (‚von' steht
bei dem Ausgangswert)
3. bei der Angabe von Quellen. (‚laut' und ‚nach' mit Dativ)
Beispiele:
- Laut einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts …
- Nach einem Bericht der Zeitung …
4. bei den Verben ‚sich belaufen auf' und ‚liegen bei'.
Beispiele:
- Der Wert beläuft sich auf 20 Prozent.
- Der Wert liegt bei 15 Prozent.

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Der Genitiv
Der Genitiv wird im Allgemeinen in folgenden Fällen verwendet:

1. Nach einem Verb, das ein Genitivobjekt fordert.


Es gibt eine sehr kleine Gruppe von Verben, die ein Genitivobjekt fordert.
Dies sind Verben wie:
bedürfen, befleißigen, beschuldigen, bezichtigen, gedenken, sich
annehmen, sich entledigen, sich erbarmen, sich enthalten, sich
schämen, sich erfreuen, schaden, gehorchen, antworten usw.
Viele dieser Verben sind veraltet oder gehören einer sehr gehobenen
Sprache an. In der Alltagssprache werden sie kaum verwendet.

2. Nach einer Präposition mit Genitiv.


Die wichtigsten Präpositionen mit Genitiv sind:
abseits, angesichts, anhand, anlässlich, anstelle, aufgrund,
außerhalb, bezüglich, dank, infolge, inmitten, innerhalb, laut,
mangels, mithilfe, mittels, trotz, um...willen, während, wegen,
zwecks

3. Am häufigsten finden wir den Genitiv in einem Attribut.


Beispiele:
- Das Haus des Nachbarn…, 10 Prozent der Befragten…, Die Farbe des
Autos…, Die Worte des Redners…, Mit Hilfe seiner Freunde…, etc.

Die Formen des Genitivs

1. Nach einem bestimmten Artikel

Singular Plural
maskulinum des bekannten Politikers der bekannten Politiker
des spannenden Buches
des befragten Studenten
neutral des vergangenen Jahres der vergangenen Jahre
feminin der aktuellen Umfrage der aktuellen Umfragen

Nach einem bestimmten Artikel endet das Adjektiv immer auf 'en'

2. Nach einem unbestimmten Artikel und ohne Artikel

Singular Singular Plural


unbestimmter Artikel ohne Artikel
maskulin eines bekannten Politikers fehlenden Vertrags bekannter Politiker
eines spannenden Buches spannender Bücher
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eines befragten Studenten befragter Studenten


neutral eines guten Jahres geeigneten Werkzeugs vergangener Jahre
feminin einer wichtigen Studie störender Werbung wichtiger Studien

Nach einem bestimmten Artikel endet das Adjektiv im Singular immer auf
'en', außer, wenn das Nomen femin ist und ohne Artikel ist. Im Plural
endet das Adjektiv immer auf 'er'.

Der Genitiv in Nominalkonstruktionen

Der Genitiv wird auch bei der Umwandlung eines einfachen Aussagesatzes
in eine Nominalkonstruktion verwendet.

Bei dieser Umwandlung wird aus dem Verb im Aussagesatz ein Nomen.
Die Konferenz begann (Verb) pünktlich. - Der pünktliche Beginn (Nomen)
der Konferenz

Das Subjekt des Aussagesatzes wird in der Nominalkonstruktion


zum Genitiv.
- Die Konferenz (Subjekt) begann pünktlich. - Der pünktliche Beginn der
Konferenz (Genitiv)

Ein Adverb im Aussagesatz wird zum Adjektiv oder Partizip in der


Nominalkonstruktion.
- Die Konferenz begann pünktlich. (Adverb) - Der pünktliche (Adjektiv)
Beginn der Konferenz

Auch Passivsätze können auf diese Weise zu Nominalkonstruktionen


umgewandelt werden.
- Die Konferenz wird unterbrochen. - Die Unterbrechung der Konferenz

Ob eine Nominalisierung in einen Aktiv- oder Passivsatz aufgelöst wird, ist


vom Kontext abhängig.

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Anteile von Bestandteilen benennen


Die wichtigsten drei Verben, um den Anteil eines Bestandteils zu
beschreiben, sind:

bestehen aus, ausmachen, enthalten.


- Luft besteht zu 78 Prozent aus Stickstoff.
- Stickstoff macht 78 Prozent der Luft aus.
- Luft enthält 78 Prozent Stickstoff.

Auch eine Konstruktion mit enthalten + sein ist möglich.


- In Luft ist 78 Prozent Stickstoff enthalten.

Das Verb zusammensetzen aus kann man nur verwenden, wenn man
mehrere Bestandteile nennt:
- Zu 90
Prozent setzt der Müll sich aus Bauschutt und Industriemüll zusammen.

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