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S23-57

1.1
Frage "wie wird gewalt definiert"
Unterschied zwischen verletzender Gewalttätigkeit und kontrollierende Staatsgewalt
in anderen Sprachen. Violence vs. Power

1.2
Viele (so auch Hegel): Staatsgewalt ist eine Systematisierung von violence
Gewalt und Macht werden so gleichgesetzt

In neuerer Zeit: Staat hat monopol auf gewalt.


Grotius: 1) naturrechtliche verbürgte Gewalt als Eigenschaft des freien Menschen
2) Gewalt zu unterscheiden, die auf die Rechtssphäre eines andere übergreift
3) legitimierten gewalt, die gewalt eines anderen abwehrt
Typ 3 = Rechts- /Verfassungsstaat in die Hände gegeben worden.

Hobbes: Krieg alle gegen alle kann unr beendet werden, wenn die Ausübung physicher Gewalt
ausnahmslos von Organen des Staates vollzogen wird.
Rechte (auf Eigentum z.B) können nur geltend gemacht werden, wenn der Staat per
Gewaltmonopol das Recht sichert

Platon: Gewalt im privaten sinne = wild und irrational.

Gewalt und Machtausübung, in diesen Sinnen, ist derselbe Handlungstyp, unterscheidung durch
ausführung

2B
Arendt: Macht entpsricht der Fähigkeit sich mit anderen zusammenzuschließen und zusammen zu
Handeln".
Macht ist immer in einer Gruppe

Gewalt ist (anders als Macht) durch ihren instrumentalen Charakter gekennzeichnet.
Gewalt steht stärke am nächsten. Gewaltmittel dienen dazu menschliche stärke/ organische
werkzeuge zuvervielfachen, bis die künstlichen werkzeuge die natürlich ganz und gar
ersetzen

Gewalt ist nicht bloßes Mittel (das wäre raubende Gewalt)


in dem fall wäre sie völlig untauglich auf relativ beständige art verhältnisse zubegründen
oder zu modifizieren

Macht basiert auf Verhätnissen und Beziehungen (nicht aber als Konsensbeziehung)
ist keine fixe hierarchie oder struktur.

Macht wohnt eine gewisse Abstraktheit, Anonymität und Verstellung inne


Das sind die utnerschiede zur Gewalt
Gewalt ist primär die konkreten und sinnlichen begegnugn zwischen menschen
Verletung des "Leibes" anderer.
Die Integrität des Leibes
1.3
Gewalt oft Leibzentriert
Levinas: Die möglichkeit von Gewalt gründet in der lebendigen Leiblichkeit des Menschen, als
möglichkeit des Schmerzes.
Sensibilität: Verletzungsoffenheit und Verletztungsmächtigkeit des Leibes.
Ausgangspunkt für interpersonales Gewalthandeln

Gewaltätigkeit primär nicht intentional, sonder Effekt einer Dynamik und Prozessualität von inter-
personalen udn inter-kollektiven affektionen und repliken,
Gewalt ist meist Wecheslwirkungsprozess
Blick/Wort/Tat produziert (provoziert) die gegen-tat
Kontrollier- und Steuerbarkeit sind schnell flöten

Einfaches argument: eskalierende dynamiken der Gewalt entspringen nicht vernünftig


interagierenden Subjekten.
Prozesshaftigkeit der Gewalt: bewusstlose Erhöhung des Gewaltpotentials, ein in-fahrt-kommen der
ausgetauschten Brutalität
Rechtfertigung von Gewalt will argumentativ rationalisieren, was weder rationionalität noch
plausibilität hat

Gewalt ist nicht nur dieser unkontrollierbares Wecheslwrikungsprozess


Viele Gewalttätigkeiten haben eine langfristige und andauernde Auswirkung (interpersonal,
intrakollektiv, interkollektiv)
Langanhaltende Gewalthandlungen (auf Dauer) werden Bestandteil von Ordnungen
-> rationale oder autoritäre Verwaltung von Verletzungen
ergo unser Staatswesen
Gewalt ist NICHT "eine zielgerichtete, sozial als illegal beurteilte körperliche Einwirkung auf einen
Menschen, die zu einer physischen, psychischen oder sozialen Schädigung führt (und
Zerstörung einer Sache)"
=Damit wären Gulags keine Gewalt gewesen (und viele andere Beispiele)

Juristische Definition von Gewalt (wie eben erwähnt) – Schwieriges Thema, denn:
Gewalthandlungen unterliegen stets Modifizierungen, ist einem prozess unterworfen,
manche sachen werden kriminalisiert und manche entkriminalisiert
die definition ist für einen aktiven gewaltbegriff, und das passive wir ausgeklammert.
Man geht immer aus dem Blickpunkt des Täters, und nicht der Opfer aus
Gibt viele Gewaltsamkeiten des Alltags, die wiederholt und nicht bemerkt werden
in der schwelle einer "sozialen legitimität"
Beispiele ?
Sprachliche und Symblische Verlertungen werden so ausgeblendet (Verlertzungen der
Würde z.B)

1.4
Politische und soziale Gewaltsamkeiten
Gewalt kann "mehr" oder "weniger" sein
intensiv und dirket, aber auch extensiv und indirekt.

Durch Zeichen, komplexe symbolische Zusammenhände und "ideen" vermittelt und forciert werden
erläuterung pls
Zeichen,Sprache und Praxis installieren die Verfahrensnormen der öffentlichen Macht eine
Gesamtheit von Wissen (Psychiatrie, Kriminologie, Medizin, Recht ...), das die rationale
Voraussetzungen für eine Lokalisierung, Überwachung und Ausschließung der Verrückten,
der Kranken, der Kriminelle, der Delinquenten, der zukünftig Unerwünschten und der
Armen liefert
-> Bedinungen für kriminalisierung und Bestrafung geschaffen.
=Gewalt auch un-mittel-bar, in das Verhalten der Individuen verschränkt

Gewalt kann also nicht nur intentionale handlungen sein


Täter kann auch handeln ohne das es intentional(vernünftig?) ist, aber das Opfer hat
trotzdem seine Ansprüche verletzt bekommen
= Aber! Soziale Verantwortung darf so nicht aus dem Blick gelassen werden.

Gewaltförmigkeit einer technisch manipulativen Vernufnt und Praxis


Abtreibung, Euthanasie, Genmanipulationen
-> stützen auf gute argumente und plausibel scheinende Gründe
trifft ebenso oft die schwächsten, Trägen und Schutzlosen
Krankes und unwertes menschliches leben wir al solches "bioethisch" definiert und
anshcließend ausgelöscht. Ansprüche auf Achtung werden massiv missachtet (auch in
diskursen)
-> Gewaltinstrument. Ist es noch das, wenn sein gewalinstrumenteller Charakter überhaupt
nicht bemerkt wird ?

Vormordern war gewalt im wesentlichen physisch und sprachlich.


In der Moderne ist es polymorph, Wissens- und Machttechnicken, staatliches bemühen ihrer
domestizierung (der gewalt)

1.5
Körperlichkeit = greift auf symbolische, semantische und normative prägungen zurück
Köperlichkeit muss in Beziehung gesetzt werden mit Symbolen und Zeichen
Auch mit Ordnungsstrukturen, die ihn prozesshaft umgeben, in ihn "hineinragen"
= so werden Handlungsräume eröffnet, d.h Gewalträume geschaffen, begrnezen und
entgrenzen

Leiblichkeit nicht gleich Materialität des Körperlichen


Aber: ohne Körper und Leib – keine Gewalt
Verletzungsoffenheit und -mächtigkeit führen zu Gewalterleiden und Gewalthandlung
fähiges Wesen
Leib nicht gleich Körper
"Leib" ist sprachlich, symbolisch, kulturell und semantisch aufgeladen.
Es gibt keinen vorkulturellen menschlichen Leib

Der Menschliche Körper hat eine von Sprache und Symbolen unabhängige Existenz
Sprache und symbole können den Leib nur "versrpachlichen", wenn sie vom Körper unabhägig
sind.
Deswegen auch "sprachliche gewalt".

Sprachliche Gewalt und körperliche gewalt treffen den Leib als "ganzes"

Gewalt muss nich körperlich sein, siehe "weiße Folter", wo der Dude gebrochen wird ohne ihn
anzufassen
Verletzt wird die Psyche und Welthabe (?). Die "Verletzungen" sind nicht sichtbar
Die sinnliche Erfahrung des Leibes, ist Bedingung und Beginn aler Gewalt, und auch die
unsichtbare weiße Gewalt, wird mittels der leiblichen Sinne aufgenommen. Nur ein
sinnlicher und sterblicher Leib ist verletzlich.
Beides ist intrinsisch miteinander Verwoben.
Nur weil der Mensch als sinnlich empfindender Leib sterblich ist, kann ihm etwas angetan
werden.

1.6
Gewalt: interpersonales phänomen.
Die Möglichkeit und Gewalt und ihr faktischer Vollzug bestimmen das Werden des Sozialen
erklärung ??
Gewalt ist relational und nicht als Substanz gedacht.

Gewaltsamkeit als rleationales Geschehen heißt: keiner der Begenden udn Interagierenden ist zur
Gewalt gezwungen. Niemand muss Gewalt ausüben. Es gibt keinen Automatismus der
Gewalt. Es gibt keinen Reiz bei dem ein Mensch instinktiv zum schlag ausholen muss

Gewalt ershceint random, als Element der Spannung, zwischen leiblichen Begenenden.
"Die Sorge, Furcht, Angst voreinander ist als Modus des Vergesellschaftet-Seins niemals
wegzudenken. Zusammenleben heißt stest auch sich fürchten und sich schützen"

Verletzbar heißt nicht verletzt zu sein, sondern die Möglichkeit zur Verletzung oder den Aufschub
derselben.
Wie der Tod, ist die verletzung hinter jeden nächten ecke.
Kommt durch den Anderen, und noch mehr durch den ganz Fremden.
Der Fremde ist unvorhersehbar,
Aber der liebt drängt doch nach Nähe des Anderen

potentielle Ankündigung von Gewalt und Versprechen der Liebkosung, beides ist immer da.
Der Andere ist nich einfach versprechend oder drohend, der quasi wählen kann zwischen den
beiden
Der Andere ist mehr als diese Ambiguität. Er appeliert an mich, ihn nicht zu verletzen (oder zu
töten)
Kommt von einer "Außerhalbbefindlichkeit", die sich meinem Können und Vermögen über
ihn entzieht
Ich komme für den Anderen aber auch aus einer "Außerhalbbefindlichkeit" her

"Töten ist nicht beherschen, sondern Verniuchten. Der absolute Verzicht auf Verstehen

Gewalt als Verletzung zielt imemr auf eine Andersheit – und vollzieht sich als Missachtung des
Anrufs dieser Andersheit-, die nicht dem Vermögen und dem Können eines Selbst unterliegt. Keine
Gewalt kann diese Andersheit letzlich erreichen, vereinnahmen oder beherrschen.
Wirkt wichtig, ich brauche deutlichere Erklärung

Strafe gegen Kampf.


Die körperlichen verletzungen im Kampf tun dem Opfer weniger an als die verletzungen der
Strafe
Kampf nur Schlag und Stich, Strafe ist zudem noch hierarschisce Demütigung, zeitweilige
Ausgrenung, gezielte, nicht affektive missachtung seiner leiblichen integrität

Die Bestrafung durch staatliche Exekutive (aber auch von Gruppen, Ethnien etc.) verbinden nicht
selten körperliche Bestragund mit sozialen Ausgrenzungen.
Extremes Beispiel: Judenverfolgung
sprachliche Beleidigung und Bedrohung, dann juristische Aberkennung von
bürgerlichen Reziprozitätsnormen, systematische Zerstäörung der Lebensgrundlagen,
Beschädigung von Sachen etc.
Normales Beispiel: Kleiner Junge, Vater zerbricht Spielzeug, er beschwert sich und kriegt n
Klaps und Anscheißen

Gewalt: Ausgrenzung aus Sozial Zirkeln. Der Leib ist an die Welt gewöhnt, udn diese wird ihm
geraubt.

Gewalt gegen Sachen in der "Eigenwelt"


Bsp: "kleine" Sachbeschädigung des geliebten Vorgartenbeets des Hobbygärtners
Er fühlt sich persönlich angegriffen, Sachbeschädigung greift hier den Leib an.
Genauso: Hausbesitzer, bei dem Eingebrochen wurde, kann nicht mehr schlafen, weil mehr als Glas
und Türen eingetreten wurde, sondern auch sein Sicherheitsgefühl.

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