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Für die HA in die Sprechstunde kommen

34-52 für heute wichtig

Leiblichkeit und Gewalt

Gewalt
Ebene der interpersonalität:
Basale Bestimmung: Irgendwie geartete Einwirkung (negativ konnotierte Einwirkung, als
negativ Empfunden) eines irgendwie von außen Verstandenen auf uns selbst als
körperlich leibliche Wesen

Auch wenn es Formen der Gewalt gibt die sprachlicher Natur sind (oder die nicht leiblich
sind) dann ist es doch so, dass ich es als Gewalt/negativ/schmerzhaft empfinde. Also
wird auf irgendwas eingewirkt, was ich als zu mir gehörig betrachte.

Leib:
immer ein kultureller Leib.
Wir Menschen sind immer schon nicht nur Körper, sonder auch Leib (bewussten,
reflektierten, sprachlichesVerhätlnis zu uns selbst). Dieses Verhältnis ist kulturell contingent
(wir sind nicht nur natur und readieren affektiv (wie pflanzen oder tiere) sondern wir haben
auch immer eine reflektorische Ebene.
Bsp. Wenn wir Schmerz empfinden, dann empfinden wird das nicht einfach nur und
erleiden das (wie die Tiere), sondern wir haben zu dieser empfindung die Begriffe
Bauch (der Ort) die definition schmerz (spezifisch bauch-schmerz)
= diese versprachlichung haben wir nicht aus uns selbst heraus, sonder wir haben es
weil wir immer schon sprachlich inter-subjektiv (in kulturen eingebundene)
Lebewesen sind
Wenn ich Schmerz empfinde, überlege ich "was ist der auslöser" "was sind die
konsequenzen", das ist in der Empfindung enthalten (was bei den Tieren nich so
wäre)

Bsp: Boxkampf. In Ring und außerhalb des Rings. Was sind die Unterschiede und
Gemeinsamkeiten?
Gemeinsamkeit: physischen Einwirken auf die andere Person.
Unterschied: psychische Eigenschaft, Consent, intention, das Setting

Die Unterschiede sind interprätative Zutaten der physischen Wirkung.


Der Schlag an sich ist gleich.
Gewalt ist also nocht zwingend interpretativ, und muss nich von Täter und Opfer definiert
werden.

Wie wir gewalt empfinden, reflektieren und kommunizieren können, gehört nich nur die Art
und Weise der Empfindung, sondern immer auch ne gewisse Form von Interpretation (die
historisch kulturell contingent sind)
Menschen zu anderen Zeiten haben Dinge als Gewalt empfunden (oder nicht als
Gewalt empfunden) als wir es tun
Es kann auch keinen Konsens geben was als gewalt definiert oder als gewalt empfunden
wird.
Wie man über Gewalt spricht, ist immer teil eines subjektiven und kulturellen reflektions porzesses.
Vor 50 Jahren, sein Kind ohrfeigen, war damals nicht als Gewalt sondern als
erziehungsmethode verstanden.

Nächstes mal sehen wir uns thematisierungen von gewalt aus verschiedenen Kontexten an.
Dann gucken wir ob das kulturelle umgehen mit dem phänomen gewalt,
Dadurch können wir auch über die Menschen lernen die sich mit dem Phänomen auseinander
setzen.