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Sozialmedizin 10.02.

2012
1: Verhaltensbezogene Risikofaktoren...

1) sind in der medizinischen Versorgung irrelevant, da sie letzlich von Ärzten nicht beeinflussbar
sind
2) umfassen v.a. Bewegungsmangel, Übergewicht, Tabakrauchen und gesundheitsriskanten
Alkoholkonsum
3) binden, wenn man Bewegungsmangel, Übergewicht, Tabakrauchen und gesundheitsriskanten
Alkoholkonsum betrachtet, ein kumulatives Risiko für einzelne Erkrankungen: Je höher die
Zahl dieser Risikofaktoren, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit der
Krankheitsentstehung
4) sind in der Prävention und Arztpraxis hochbedeutsam, weil sie veränderbar sind
5) schließen Übergewicht aus

A) 1 ist richtig
B) 2 ist richtig
C) 5 ist richtig
D) 2 und 4 sind richtig
E) 2, 3 und 4 sind richtig

2 Ein BMI > 30...

A: zeigt ein erhöhtes Risiko für verbreitete Krankheiten an


B: ist unbedenklich, weil der Bauchumfang das bessere Maß für Übergewicht ist
C: ist nicht als Risikofaktor belegt
D: ist der Normalwert
E: ist ein Körpermasseindex, der ausschließlich in kg angegeben wird

3 Mit epidemiologischen Studien lassen sich Aussagen zu Krankheitsursachen treffen, wenn


folgende Kriterien erfüllt sind:

(1) Zeitfolge: die angenommene Ursache liegt zeitlich vor Krankheitsmanifestation.


(2) Dosis-Wirkungs-Beziehung.
(3) genügend große Stichprobe.
(4) hohe Übereinstimmung in Befunden möglichst vieler Studien.
(5) Stärke der Beziehung zwischen angenommener Ursache und Krankheit.

A nur 5 ist richtig


B 1,2,3,4 und 5 sind richtig
C nur 1, 2 und 5 sind richtig
D nur 3 ist richtig
E nur 1 ist richtig
4. Je stärker ein Risikofaktor ausgeprägt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit
attributabler Krankheit.

(1) Diese Beziehung ist falsch, denn Risikofaktoren können, müssen aber nicht mit Krankheit
assoziiert sein.
(2) Die Beziehung ist für einzelne Risikofaktoren empirisch nachgewiesen.
(3) Die Beziehung bezeichnet ausschließlich eine kausale Beziehung.
(4) Krankheit lässt sich einem Risikofaktor nicht kausal zuordnen.
(5) Diese Beziehung ist nicht hirnreichend für eine kausale Beziehung.

A nur 4 ist richtig


B nur 1 ist richtig
C nur 2 und 3 sind richtig
D nur 1 und 4 sind richtig
E nur 2 und 5 sind richtig

5. Bevölkerungswirksam ist eine Intervention

A wenn sie erfolgreich ist.


B wenn ihre Wirksamkeit in einer Bevölkerung nachgewiesen ist.
C wenn ein möglichst großer Anteil der Zielbevölkerung in die Intervention einbezogen ist.
D wenn möglichst viele Teilnehmer aus der Zielbevölkerung gewonnen werden, unabhängig vom
Outcome.
E wenn das Produkt aus Teilnehmerrate und Erfolgsmaß möglichst hoch ist.

6 Der soziale Gradient

(1) ist ein Berechnungsmaßstab für die Rehabilitation.


(2) führt bei Beachtung in der medizinischen Versorgung zwangsläufig zur adäquaten Behandlung
von Patienten mit ungünstigen Sozialmerkmalen.
(3) ist nur für die Prävention von Bedeutung. Für die medizinische Versorgung ist er irrelevant, weil
alle Patienten in Deutschland in gleichem Maß medizinische Leistungen erhalten.
(4) bedeutet, dass Menschen mit ungünstigen Sozialmerkmalen schlechtere Gesundheit oder mehr
Krankheit aufweisen als Menschen mit günstigeren Ausprägungen der sozialen Merkmale
(5) ist ein Synonym für Sozialschicht.

A: nur 3 und 4 sind richtig


B: nur 4 ist richtig
C: nur 5 ist richtig
D: nur 3 ist richtig
E: nur 2 und 4 sind richtig
7 Zu Prävalenz erhöhenden Faktoren zählen

(1) hohe Letalitätsrate.


(2) Zuwanderung gesunder Personen in das Gebiet, aus dem die Stichprobe gezogen wird.
(3) Zuwanderung kranker Personen in das Gebiet, aus dem die Stichprobe gezogen wird.
(4) lange Krankheitsdauer.
(5) Zunahme der Inzidenz.

A: nur 1, 2 und 3 sind richtig


B: nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig
C: nur 3, 4 und 5 sind richtig
D: nur 2 und 3 sind richtig
E: nur 1 ist richtig

8 Eine Dosis-Wirkungs-Beziehung mit jeweils einzelnen Erkrankungen lässt sich nachweisen


für

(1) Tabakrauchen.
(2) Übergewicht.
(3) der Zahl der Risikofaktoren (von Tabakrauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel,
gesundheitsriskanter Alkoholkonsum).
(4) Alkoholtrinkmenge und -häufigkeit im Leben.
(5) Bewegungsmangel.

A: nur 1 und 2 sind richtig


B: nur 1, 2 und 4 sind richtig
C: 1, 2, 3, 4 und 5 sind richtig
D: alle 5 Aussagen sind falsch
E: nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig

9 Unter einer Periodenprävalenz versteht man

(1) den Anteil der zu Beginn oder im Verlauf des Beobachtungszeitraums an einer bestimmten
Krankheit Erkrankten an allen Erkrankten in einer Bevölkerung.
(2) den Anteil der in einem bestimmten Zeitraum neu erkrankten Personen an der Grundgesamtheit.
(3) den Anteil erkrankter Personen an einer definierten Bevölkerung, der in einem bestimmten
Zeitraum beobachtet wird.
(4) die relative Häufigkeit von Erkrankungen mit saisonalem Verlauf (z.B. Winterdepression), die in
einer definierten Bevölkerungsgruppe auftreten.
(5) die Dauer von Erkrankungen in einer Bevölkerung.

A: nur 3 und 5 sind richtig


B: nur 3 ist richtig
C: nur 4 ist richtig
D: nur 1 und 2 sind richtig
E: nur 1 ist richtig
10 Riskanter Alkoholkonsum

(1) ist eine allgemeine Bezeichnung dafür, dass jeglicher Alkoholkonsum gesundheitsschädlich ist.
(2) ist sporadisches Trinken in unangemessenen Mengen und in unangemessenen Situationen, so
dass ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit entsteht, z. B. Autofahren unter Alkoholeinfluss.
(3) liegt vor, wenn Frauen mehr als 12 und Männer mehr als 24 Gramm Reinalkohol pro Tag zu
sich nehmen.
(4) ist eine andere Bezeichnung für Alkoholabhängigkeit.
(5) ist ein Alkoholkonsum in einer solchen Trinkmenge und -frequenz, so dass ein im Vergleich zu
weniger konsumierenden Personen höheres Risiko für bestimmte Krankheiten besteht.

A: nur 1, 2 und 3 sind richtig


B: nur 1, 2, 3 und 4 sind richtig
C: nur 1 und 2 sind richtig
D: nur 4 ist richtig
E: nur 3 und 5 sind richtig

11 Welche Aussagen zu Querschnittsstudien treffen zu?

1. es ist ein beschreibender Studientyp


2. sie soll primär Kausalaussagen ermöglichen
3. sie stellt eine Zusammenfassung des Wissens zu einem Thema in einem definierten Zeitabschnitt
dar
4. sie ist die Untersuchung einer Stichprobe zu einem Messzeitraum
5. sie sollte immer den Gesamtbevölkerungsquerschnitt zeigen

(A) 1 und 4 richtig


(B) 1 richtig
(C) 3 richtig
(D) 5 richtig
(E) 2 richtig

12 Was ist Sozialmedizin?

1) Die Lehre über statistische Krankheiten der Bevölkerungen


2) Untersuchung der gesundheitsorientierten Beeinflussung von sozialen Faktoren die Krankheiten
bewirken
3) beschäftigt sich ausschließlich mit der Wiederherstellung von Gesundheit nach ärztlicher
Behandlung
4) beschäftigt sich mit der Frage, ob Armut stärker mit Krankheit assoziiert ist als Wohlstand
5) soziale Situation von ausschließlich Ärzten

A 2 und 4 sind richtig


B 5 ist richtig
C 3 ist richtig
D 1 ist richtig
E
13 Grundsätzlich ist es möglich kumulative Krankheit zu komprimieren

A der Satz ist falsch


B der Satz bezeichnet allgemein medizin. Fortschritt
C der Satz gilt nur für einzelne Personen
D der Satz wird als Kompressionstheorie bezeichnet und wurde bereits odurch wissenschaftliche
Evidenz bewiesen

14 Tabak-attributable Mortalität

A ist ein Maß für Erkrankungsrisiken von Rauchern


B bezeichnet, dass letztendlich alle Todesfälle mit dem Rauchen in Verbindung stehen
C bezeichnet den aus Prävalenz des Tabakrauchens und dem relativen Mortalitätsrisiko für Raucher
errechenbaren Anteil an der Mortalität, der mit dem Tabakrauchen in Beziehung steht
D bezeichnet alle Todesfälle von Rauchern

15 Allgemeinarztpraxen

1 sind kein Ort der Prävention, weil sie immer direkt an die BV gerichtet sein sollte
2 bieten sich nur bei einzelnen Patienten mit besonders schweren Krankheiten zur Beratung an
3 eignen sich generell nicht für Prävention
4 sind gut geeignet für Verhaltensprävention weil mehr als 80% der BV mind. 1x pro Jahr Kontakt
zu einem Arzt haben
5 bieten sich für Präventionsgespräche an, weil ein beträchtlicher Teil der BV bereits auf Grund
eines ärztlichen Hinweises sein Verhalten ändert

A 4, 5 sind richtig
B nur 1 ist richtig
C nur 2 ist richtig
D nur 3 ist richtig
E nur 4 ist richtig

Lösungen:

1:E 11:A
2:A 12:A
3:C 13:D
4:E 14:C
5:E 15:A
6:B
7:C
8:C
9:B
10:E