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DFB-TALENTFÖRDERPROGRAMM:

INFO-ABENDE FÜR VEREINSTRAINER

Zuspiele ermöglichen:
Anbieten und Freilaufen!
Tipps für Vereinstrainer 25

Individuelle Qualitäten fördern!

IM DETAIL TRAINIEREN!
2 INFO-ABEND 25

ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN


EDITORIAL

Das detailorientierte Verbessern der


individuellen Qualitäten ist der Schlüssel!

Auch das Jahr nach rer Nationalmannschaften, bei der Förderung unse-
dem WM-Triumph un- rer Perspektivspieler nicht nachzulasssen, müssen
serer Nationalmann- diese sich doch auch in Zukunft einem unerbittli-
schaft ist für den DFB chen internationalen Wettbewerb stellen.
ein besonderes. Denn Quervergleiche mit Mitbewerbern auf Top-Niveau
unsere U-Mannschaf- zeigen dabei durchaus gewisse Qualitätslücken
ten konnten einen unserer Spitzentalente hinsichtlich fußballerischer
neuen Rekord vermel- Grundlagen auf. Das betrifft z. B. das Lösen aus un-
den: Erstmals erreich- mittelbaren Drucksituationen durch individuelle Ak-
ten alle Wettbewerbs- tionen wie mit einem variablen ersten Kontakt beim
Teams des DFB von Verarbeiten eines Zuspiels. Ein weiteres individuel-
der U17, über die U19 und U20 bis zur U21 die les Qualitätsmerkmal ist das taktisch clevere Vor-
Finalrunden: fünf Turniere rund um den Globus, drei bereiten effizienter Anschlussaktionen durch
Europa- und zwei Weltmeisterschaften! geschicktes Anbieten und Freilaufen mit rechtzeiti-
Sportdirektor Hansi Flick betont dabei, dass dieser ger „Vororientierung” und bestmöglicher Position
„Sommer der Superlative” mit einer bisher einzig- in Angriffsrichtung.
artigen sportlichen Bilanz einerseits nur durch das Deshalb ist die detailorientierte Perfektionierung
funktionierende Miteinander der Trainer-Teams und dieses Spektrums an individualtechnischen und
der Mitarbeiter-Stäbe dahinter möglich ist. -taktischen Qualitäten auch zukünftig die Heraus-
Andererseits sichert erst das etablierte System der forderung auf allen Ebenen der Talente-Ausbildung.
Talent- und Eliteförderung vom DFB-Talentförder- Das betrifft insbesondere das individuelle Zusatz-
programm, über die Landesverbände bis hin zu den training in unseren Stützpunkten!
Leistungszentren die nötige Ausbildungsqualität der
Top-Talente im deutschen Fußball. Jörg Daniel
Dennoch verlangt diese aktuelle Erfolgsbilanz unse- Sportlicher Leiter des Talentförderprogramms

Inhaltsverzeichnis
Seite 2 Editorial

Seite 4 Anbieten und Freilaufen als Basis jedes Angriffsspiels

Seite 6 Ausbildungskonzept zum Schwerpunkt „Anspielpunkte schaffen!”

Seite 8 Praxis-Vorschläge zum Schwerpunkt – Demonstrationstraining

Seite 18 Praxis-Vorschläge zum Schwerpunkt – Trainingsformen-Katalog

DEUTSCHER FUSSBALL-BUND
INFO-ABEND 25 3
ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN
KONZEPTION/IMPRESSUM

INFO Die inhaltliche Konzeption der DFB-Info-Abende 25 und 26

Qualität der
individuellen Aktionen

Info-Abend 25 Info-Abend 26
FREILAUFEN 1. KONTAKT

TOP-
FUSSBALL

TALENT-
AUSBILDUNG

Anschlussaktionen

Qualität der
Mannschaft

Impressum
Herausgeber: Deutscher Fußball-Bund
Projektverantwortung: Ulf Schott, Jörg Daniel, Claus Junginger
Redaktion/Medienkonzeption: Norbert Vieth
Inhaltliche Mitarbeit: Jörg Daniel, Christian Meyer, Thomas Sinz, Stephan Kerber, Michael Urbansky,
Stefan Howaldt, Oskar Kretzinger, Thorsten Becht, Tobias Kieß
Grafisches Konzept: Philippka-Sportverlag
Fotos: Nils Eden
Druck: Bitter & Loose GmbH, 48268 Greven

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4 INFO-ABEND 25

ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN


BASISINFORMATIONEN

Anbieten und Freilaufen als Basis


jedes Angriffsspiels

Individuelle Qualitäten nicht nur am Ball! Freilaufen aus der Tiefe


Das Anbieten und Freilaufen zum Schaffen von Anspiel- Hier bewegt sich der freilaufende Spieler auf den Ballbesit-
punkten ist die Basis für ein effizientes Kombinationsspiel. zer zu und versucht, sich von seinem Gegenspieler zu lösen.
Das beginnt beim Spielaufbau von hinten heraus, setzt sich Idealtypisch bewegt er sich nicht frontal zum Ball hin, son-
bei einer variablen, ballsicheren Angriffsvorbereitung im dern leicht schräg, so dass die Vororientierung über einen
Mittelfeld fort und endet schließlich mit explosiven, kurzen kurzen Blick über die Schulter möglich ist.
Bewegungen vor dem gegnerischen Tor, um einen finalen
Pass in den Strafraum zu ermöglichen. Freilaufen in die Tiefe
Diese Freilaufaktionen umfassen Läufe in den freien Raum
Bei taktisch cleveren und damit effizienten Freilaufaktio- hinter dem Gegner, um einen durchgesteckten Pass (Steil-
nen kommt es vor allem auf die Abstimmung mit Mitspie- pass) zu erlaufen. Häufig wird der Gegner mit einer kurzen
lern, die Dynamik und das passende Timing an. Richtiges Gegenbewegung herausgelockt, damit er den Raum hinter
Freilaufen schafft einen Aktionsvorsprung und damit nöti- sich öffnet. Oder der Laufweg verläuft diagonal von außen
gen Aktionsraum für durchschlagende Angriffsaktionen. nach innen in den Rücken des Gegners.

Die gruppentaktische Situation „Freilaufen” lässt sich grob Freilaufen in der Tiefe
in drei Kategorien unterteilen: Hier bewegt sich der freilaufende Spieler seitlich, relativ
• Das Freilaufen aus der Tiefe („Vom Ball weg – zum Ball hin!”) konstant auf einer Höhe. Er bewegt sich dabei geschickt
• Das Freilaufen in die Tiefe („Zum Ball hin – vom Ball weg!”) aus dem Deckungsbereich der Gegner, um für Mitspieler an-
• Das Freilaufen in der Tiefe („Auf Lücke anbieten!”) spielbar zu sein!

Anspielpunkte schaffen!

Aus der Tiefe In die Tiefe In der Tiefe (auf Lücke)

Mit Vororientierung In offener Stellung Aus dem Deckungsschatten

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BASISINFORMATIONEN

Gegen kompakte, ballorientiert agierende Gegner müssen sich die Angreifer den nötigen Aktions-
vorsprung und -raum taktisch clever erarbeiten. Das bestens getimte Freilaufen und Anbieten sowie das
Lösen vom Gegner sind dabei die unverzichtbare Basis für ein gleichermaßen sicheres wie effizientes,
nach vorne gerichtetes Kombinationsspiel.

INFO Taktische Grundlagen des Freilaufens im Überblick

FALSCH RICHTIG
Geschlossene Stellung Offene Stellung
ANSPIELBAR, ABER NICHT IN SPIELRICHTUNG ANSPIELBAR UND OFFEN ZUR SPIELRICHTUNG I
B, C und D sind für A B und C stehen seit-
D D
anspielbar, laufen lich offen zum Spiel
aber „geschlossen” und können den Ball
B C
zur Spielrichtung. offensiv nach vorne
B C
Sie haben keine mitnehmen. Auch D
Übersicht über die läuft seitlich an, so
Möglichkeiten in dass er zum Tor des
A Angriffsrichtung! A Gegners blickt!

Im Deckungsschatten I Seitlich absetzen


IN OFFENER STELLUNG, ABER NICHT ANSPIELBAR I ANSPIELBAR UND OFFEN ZUR SPIELRICHTUNG II
B, C und D zeigen B und C setzen sich
D D
eine offene Stellung. seitlich nach hinten
Doch B bewegt sich aus dem Deckungs-
B
B‘ C zu eng am Gegner, bereich bzw. weg
C‘ der ein Zuspiel leicht B vom Gegner ab. Vor
abfangen könnte. C C dem seitlichem Ab-
bewegt sich im setzen eine Gegen-
A
Deckungsschatten. A bewegung einfügen!

Im Deckungsschatten II Auf Lücke bewegen


IN OFFENER STELLUNG, ABER NICHT ANSPIELBAR II ANSPIELBAR UND OFFEN ZUR SPIELRICHTUNG III
Hier befinden sich D bewegt sich in der
D
nicht nur B und C im D Tiefe auf Lücke
Deckungsschatten, zwischen 2 bzw. 3
D‘ auch D „versteckt” Gegenspielern. Folge
B C B C
B‘ sich hinter dem ist ein Korridor für
Gegner. Ballbesitzer einen Pass in die
C‘ A hat keine Anspiel- Tiefe! Wichtig:
A
station in der Tiefe! Offene Stellung!
A

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METHODISCHES KONZEPT

Ausbildungskonzept zum Schwerpunkt:


Anspielpunkte schaffen!

Soll ein erfolgreicher und gleichermaßen attraktiver


Fußball praktiziert werden, muss jeder einzelne Spieler in jeder
Situation die bestmögliche, effizienteste Lösung finden.
„Taktische Erfolgsregeln” können jungen Spielern hilfreiche
Orientierungspunkte für ein zweckmäßiges und erfolgreiches
Lösen von Situationen und Aufgaben im Spiel geben. Das be-
trifft insbesondere auch die diversen Anforderungen und Si-
tuationen rund ums „Spiel ohne Ball”.
Denn im heutigen Spiel nimmt der Bewegungs- und Aktions-
raum immer weiter ab, so dass die Angreifer sich bereits durch
das geschickte, taktisch clevere Anbieten und Freilaufen einen
Aktionsvorsprung und -raum für weitere Anschlussaktionen
schaffen müssen.
Der Passempfänger löst sich also nicht nur vom Gegner, um
den Ball zu bekommen, sondern er hat schon vorher die Fort-
setzung der Aktion im Blick und versucht sich dafür bereits
vor dem Zuspiel ideal zu postieren.
Bis zu dieses Könnensstufe ist es jedoch ein weiter Weg mit
vielen kleinen Lernschritten. Je nach Können seiner Spieler
muss jeder Trainer einen bestmöglichen Praxis-Mix an
Klare, anschauliche und kurze Erklärungen und Kern-
Demonstrationen, Korrekturen und vor allem maßgeschnei-
punkte helfen jungen Talenten beim taktischen Lernen!
derten Spiel- und Übungsformen finden!

INFO Schwerpunkte, Prinzipien und konkrete Steuerungsmittel

Trainingsprinzipien Anspielpunkte
Nur spielorientierte Aufgaben stellen! Aus der Tiefe

So komplex wie möglich, so elementar wie nötig!


In die Tiefe
Auf eine bestmögliche Qualität der Abläufe achten!
In der Tiefe
Das Training effizient (= lernintensiv) organisieren! (auf Lücke)

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METHODISCHES KONZEPT

Das immer variablere, dynamischere und komplexere Spiel stellt ganz spezielle Anforderungen an die
Spieler von heute und morgen. Das betrifft nicht nur das Spiel mit dem Ball, sondern insbesondere das
taktisch clevere, situationsgemäße Anbieten und Freilaufen, um Anspielpunkte zu schaffen. Außerdem
kann sich der Passempfänger durch richtiges Agieren bereits einen Aktionsvorteil verschaffen!

INFO Ziele/Schwerpunkte dieses Ausbildungsschwerpunktes

Richtiges Agieren in der Situation


1 „Freilaufen aus der Tiefe”

Richtiges Agieren in der Situation


2 „Freilaufen in die Tiefe”

Richtiges Agieren in der Situation


3 „Freilaufen in der Tiefe”

Isoliertes Training spielbezogener


4 Situationen mit Detail-Coaching

Spielbezogene Trainingsformen:
5 Ausprobieren und „Austesten”

Spielformen zum Schwerpunkt:


6 Situationsgemäßes Anwenden

schaffen! Trainingssteuerung

Mit Vororientierung Im Detail coachen!

Anschaulich demonstrieren!
In offener Stellung
Ausprobieren und Nachfragen erlauben!
Aus dem
Deckungsschatten Aufgaben erleichtern/erschweren!

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DEMONSTRATIONSTRAINING

Praxisvorschläge – Demonstrationstraining
Freilaufen und Anbieten

TIPPS FÜR DAS AUFWÄRMPROGRAMM

1 Das Aufwärmen regelmäßig variieren!

2 Auf Schwerpunkte des Hauptteils vorbereiten!

3 Von Anfang an auf konzentrierte Abläufe achten!

4 Die Anforderungen schrittweise steigern!

ABLAUF-SKIZZE
ZIEL-
ORIENTIERTES
AUFWÄRMEN
15 MINUTEN

Ziele und Inhalte


• Begrüßen und Einstimmen auf das
Training
• Vorbereitung auf die Schwer-
punkte des Hauptteils
• Sicherheit am Ball
• Erste Impulse für taktisch
geschickte Freilaufaktionen

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ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN
DEMONSTRATIONSTRAINING

Ein interessantes, bewegungsreiches, sorgfältig vorgeplantes und zielorientiertes Einstimmen ist der
erste Erfolgsbaustein jeder Trainingseinheit. Die Aufgaben dieser ersten Phase idealerweise bereits auf
die Schwerpunkte des Hauptteils abstimmen! So bieten sich bei einer Einheit zum „Freilaufen und
Anbieten” Kombinationsformen mit vorgegebenen Freilaufaktionen an!

ORGANISATORISCHER AUFBAU Organisatorischer Aufbau für


diesen Praxisteil
• Mit Hütchen ein Feld von etwa
36 x 24 Metern abstecken
• Dieses Feld nochmals in 9 Vier-
ecke von 12 x 8 Metern aufteilen
und z. B. mit Markierungsscheiben
abgrenzen
• 3 Gruppen zu jeweils 4 Spielern
einteilen (verschiedene Trikot-
farben)
• Pro Spieler 1 Ball

ABLAUF/VARIATIONEN HINWEISE FÜR DAS TRAINING

Kombinieren mit Freilaufaktionen • Das Aufwärmen


• Die 4 Spieler passen sich im jeweiligen Team bereits auf Ziele und
AUFGABE 1

aus dem Dribbeln präzise zu. Schwerpunkte des


• Teil-Aufgabe 1: Frei kombinieren! Hauptteils abstimmen!
• Teil-Aufgabe 2:: Das Zuspiel des Mitspielers mit • Bereits hier einfache
einer klaren Freilaufaktion fordern! Korrekturen anbringen
wie z. B. „Sucht vor
• Teil-Aufgabe 3:: Das Zuspiel mit einer Freilauf-
dem Abspiel den Blick-
aktion nach dem Muster „Vom Ball weg, zum
kontakt zum Pass-
Ball hin” fordern!
empfänger!”
• Teil-Aufgabe 4: Nun als Laufbewegung beim
Wichtig: Per Tempowechsel die • Positive Aktionen her-
Freilaufen vorgeben: „Zum Ball hin, vom Ball
Anspielbereitschaft zeigen! ausstellen!
weg in die Tiefe!”

3-Farben-Passspiel • Korrekturhilfe 1:
AUFGABE 2

• Die Spieler passen sich mit diversen Auf- „Beim Freilaufen


gaben zu. Jeder Spieler von „Team Blau” möglichst mit einem
hat zunächst je einen Ball. leicht schrägen Lauf-
• Teil-Aufgabe 1:: Blau passt zu Gelb, Gelb zu Rot, weg anbieten!“
Rot wiederum zu Blau usw. • Korrekturhilfe 2:
• Teil-Aufgabe 2:: Das Zuspiel mit einer Freilauf- „Orientiert Euch recht-
aktion nach dem Muster „Vom Ball weg, zum zeitig, wohin Euer
Ball hin” fordern! nächster Pass gespielt
werden kann!”
• Teil-Aufgabe 3: Als Laufbewegung beim Frei-
laufen die Alternative fordern „Zum Ball hin, Mit Spielübersicht anspiel- • Korrekturhilfe 3:
vom Ball weg in die Tiefe!” bereite Mitspieler erkennen! „Blickkontakt!”

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DEMONSTRATIONSTRAINING
SCHWERPUNKTE DER AUSBILDUNG
PRAXIS-
VORSCHLÄGE Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN

Funktion:
• Ungestörtes Kennenlernen/Aus-
probieren von Bewegungsabläufen Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN
• Leichtes Anbringen gezielter
Demonstrationen/Korrekturen

Mögliche Inhalte: Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN


• Pendelform mit Absetzen vom
Gegner
• Viereck-Rundlauf mit Absetzen
vom Gegner
Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

ABLAUF-SKIZZE
EINFACHE ÜBUNGS-
FORMEN ZUM
KENNENLERNEN
DER BEWEGUNGEN
15 MINUTEN

Ziele und Inhalte


• Kennenlernen/Stabilisieren des
kurzen Absetzens vom Gegner mit
gleichzeitigem Blick in Spiel-
richtung
• Rechtzeitiges Vororientieren
• Präzise, druckvolle Pässe

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DEMONSTRATIONSTRAINING
ORGANISATION DIESES PRAXISTEILS Organisatorischer Aufbau für
diesen Praxisteil
• Die Spieler gleichmäßig auf 2
Übungsstationen aufteilen (vgl.
Abbildung)
• Für jede Gruppe einen Dummy
(alternativ Stangen!) aufstellen
• Die Gruppen postieren sich in
gleichem Abstand zum Dummy
gegenüber
• Zur Positionierung der Spieler/
Gruppen die Markierungslinien der
inneren Vierecke verwenden!

ABLAUF/VARIATIONEN HINWEISE FÜR DAS TRAINING

Pendelform: Seitliches Absetzen vom • Aufgaben kurz und


Gegner prägnant erklären!
• Der erste Spieler mit Ball (A) passt zum Mit- Idealerweise Abläufe
spieler B am Dummy, der das Zuspiel mit kurz vormachen!
AUFGABE 1

einer kurzen Bewegung fordert. • Korrekturhilfe 1:


• B nimmt das Zuspiel kurz mit dem 1. Kontakt „Das Zuspiel mit einer
nach vorne mit und leitet den Ball mit dem kurzen Bewegung weg
2. Kontakt weiter zum Gegenüber! vom Gegner/hin zum
• In der Übungsgruppe jeweils eine Position Ball fordern!”
vorrücken! • Korrekturhilfe 2:
• Anschließend startet die nächste Aktion (= „Die Körperstellung
Zuspiel) von der anderen Seite. dabei bereits in Spiel-
richtung öffnen!”
• Erleichterung: Keine Kontaktvorgaben, aber
der Hinweis: „Leitet den Ball möglichst • Korrekturhilfe 3:
schnell, aber vor allem sicher und präzise Dummys oder Stangen als „Auf den vorderen Fuß
weiter!” „Gegner” einbauen! passen!”

Viereck-Rundlauf: Seitliches Absetzen vom • Korrekturhilfe 1:


Gegner „Das Zuspiel mit einer
• Mit Dummys ein Pass-Viereck errichten – kurzen Bewegung weg
dabei die Markierungslinien der inneren vom Gegner/hin zum
AUFGABE 2

Vierecke verwenden! Die Spieler gleich- Ball fordern!”


mäßig auf die Eckpunkte verteilen. • Korrekturhilfe 2:
• Der Übungsablauf startet gleichzeitig von „Die Körperstellung
2 diagonal gegenüberliegenden Eckpunkten dabei bereits in Spiel-
aus: „Mit einer kurzen, explosiven Gegen- richtung öffnen!”
bewegung vom Gegner (Dummy) absetzen • Korrekturhilfe 3:
und das Zuspiel in offener Stellung fordern!” „Auf den vorderen Fuß
• Pass-Rundlauf: Die Spieler laufen jeweils den passen!”
eigenen Abspielen nach! • Korrekturhilfe 4:
• Erleichterung: Die Auftaktbewegungen nur „Ziel ist es, einen
an 2 diagonal gegenüberliegenden Dummys Den Spielern das Absetzen vom Aktionsvorsprung zu
fordern (wie in der Abbildung!) Gegner klar demonstrieren! gewinnen!”

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DEMONSTRATIONSTRAINING
SCHWERPUNKTE DER AUSBILDUNG
PRAXIS-
VORSCHLÄGE Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN

Funktion:
• Schritt für Schritt Erhöhung der
Anforderungen: Aufstellen von Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN
Hindernissen/Gegnerdruck
• Raumorientierung

Mögliche Inhalte: Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN


• Zuspiel-Variationen mit Dummys
• 4 gegen 2-Variationen mit
Schaffen von Anspielpunkten
Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

ABLAUF-SKIZZE
AUFGABEN MIT
LEICHTEM
GEGNERDRUCK
15 MINUTEN
Ziele und Inhalte
• Spielübersicht: Permanentes
Orientieren im Raum
• Schaffen von Anspielpunkten in
Breite und Tiefe
• Anbieten auf Lücke – Heraus-
laufen aus dem Deckungsbereich
des Gegners
• Gegenseitige Abstimmung und
Kommunikation
• Spaß und Spielfreude

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INFO-ABEND 25 13
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DEMONSTRATIONSTRAINING
ORGANISATION DIESES PRAXISTEILS Organisatorischer Aufbau für
diesen Praxisteil
• Die Teams und Feldmarkierungen
bleiben zunächst unverändert
• Für Aufgabe 2 in diesem Komplex
die Dummys in der Mitte des
Feldes entfernen!
• Reservebälle rund um das Feld
verteilen

ABLAUF/VARIATIONEN HINWEISE FÜR DAS TRAINING

Zuspiel-Variationen in 9 Feldern mit • Aufgaben kurz und


Dummys prägnant erklären!
• Die 4 Spieler eines Teams passen sich aus Idealerweise Abläufe
dem Dribbeln präzise zu. kurz vormachen!
AUFGABE 1

• Teil-Aufgabe 1: Frei kombinieren, dabei klar • Korrekturhilfe 1:


von den Dummys absetzen und stets auf „Anspielpunkte in
Lücke anbieten! Breite und Tiefe
• Teil-Aufgabe 2: Nur diagonale Pässe in ein be- schaffen!”
nachbartes Feld spielen oder mit Steilpässen • Korrekturhilfe 2:
ein Feld überspielen und einem Mitspieler „Auf Lücke anbieten!
gegenüber druckvoll zupassen! Auf freie Passwege
• Teil-Aufgabe 3:: Nur in ein freies Viereck achten”
passen, in das ein Mitspieler hineinstartet! • Korrekturhilfe 3:
• Teil-Aufgabe 4:: Ein Zuspiel möglichst mit dem „Möglichst mit einem
1. Kontakt (oder maximal einem weiteren) in Beim Freilaufen klar aus dem diagonalen Laufweg
ein neues Feld mitnehmen! „Deckungsschatten” bewegen! anbieten!”

4 gegen 2 aus Zuspiel-Aufgaben heraus • Kurze aktive Pausen


• Die Aktionen starten jeweils mit Zuspiel- zwischenschalten, falls
Aufgaben zu viert in 3x2 Feldern (vgl. Dynamik und Präzision
Abbildung). nachlassen!
AUFGABE 2

• Auf Signal des Trainers starten je 2 Spieler • Korrekturhilfe 1:


von Rot in die Außenzonen mit der Aufgabe, „Beim 4 gegen 2 stets
im 2 gegen 4 den Ball möglichst schnell zu Anspielpunkte seitlich
erobern. und tief schaffen!”
• Variation 1: Welches Paar erobert als erstes • Korrekturhilfe 2:
den Ball? „Je nach Situation in
• Variation 2: Welches Paar schafft zuerst 3 möglichst großer Dis-
Balleroberungen? tanz zum Ballbesitzer
anbieten!”
• Variation 3: Aktives Ballerobern: Welches
Paar benötigt die kürzeste Zeit, bis jeder der • Korrekturhilfe 3:
beiden Spieler einen Ball erobert hat? Schrittweise den „Gegnerdruck” „In offener Stellung
bei den Aufgaben erhöhen! zum Feld agieren!”

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14 INFO-ABEND 25

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DEMONSTRATIONSTRAINING
SCHWERPUNKTE DER AUSBILDUNG
PRAXIS-
VORSCHLÄGE Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN

Funktion:
• Intensives Trainieren individual-
taktischer Details in Situationen Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN
mit Gegnerbeteiligung
• Permanentes Absetzen vom
Gegner
Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN
Mögliche Inhalte:
• 3 gegen 1
• 3 gegen 1 + 1 mit Felderwechsel
Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

ABLAUF-SKIZZE
AUFGABEN IN
BASISSITUATIONEN
MIT GEGNERDRUCK
15 MINUTEN

Ziele und Inhalte


• Rechtzeitiges Vororientieren
• Taktisch geschicktes Absetzen
vom Gegner
• Anbieten mit offener Position zur
Angriffsrichtung
• Schaffen von Anspielpunkten in
Breite und Tiefe
• Gegenseitige Abstimmung und
Kommunikation
• Spaß und Spielfreude

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INFO-ABEND 25 15
ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN
DEMONSTRATIONSTRAINING
ORGANISATION DIESES PRAXISTEILS Organisatorischer Aufbau für
diesen Praxisteil
• Die Gruppen und Felder bleiben
unverändert
• Die Gruppen bei diesem Komplex
jedoch je nach Aufgabe auf ver-
schiedene Felder aufteilen
• Auf regelmäßige Aufgabenwechsel
achten!

ABLAUF/VARIATIONEN HINWEISE FÜR DAS TRAINING

3 gegen 1 in festen Zonen • Idealerweise gerade


• Die Spieler wie in der Abb. auf die Außen- komplexere Abläufe
bereiche verteilen. Je eine Gruppe über- kurz vormachen! Das
nimmt im Wechsel die Verteidiger-Aufgaben. macht es den jungen
AUFGABE 1

• Die 3 Angreifer dürfen sich ausschließlich in Spielern leichter!


der zugeteilten Zone bewegen, der je- • Kurze aktive Pausen
weilige Verteidiger dagegen in allen 3 Zonen zwischenschalten!
des Außenbereichs. • Korrekturhilfe 1:
• Ziel der Angreifer ist es, aus dem 3 gegen 1 „In der Mittelzone in
zwischen den beiden tiefen Anspielpunkten offener Stellung vom
hin und her zu kombinieren (= 1 Punkt). Gegner absetzen!”
• Wechsel der Aufgaben nach festgelegter • Korrekturhilfe 2:
Zeit. „Als Außenspieler An-
• Erschweren/Erleichtern mit verschiedenen spielpunkte in der
Kontaktbegrenzungen bzw. mit Verkleinern/ Die Aufgaben kurz und prägnant Tiefe schaffen! Dazu
Vergrößern der Zonen! erklären! auf Lücke anbieten!”

3 gegen 1 + 1 mit Felderwechsel • Je nach Situation die


• Die Spieler der jeweiligen Verteidiger- Aufgaben flexibel er-
Gruppe agieren nun gleichzeitig zu zweit schweren/erleichtern!
(vgl. Abbildung).
AUFGABE 2

• Korrekturhilfe 1:
• Die Aktion startet mit einem 3 gegen 1 in „Beim 3 gegen 1 klar
einer der Außenzonen. aus dem Deckungs-
• Der 2. Verteidiger bewegt sich in der Mittel- bereich absetzen!”
zone, ein 4. Angreifer in der Außenzone ge- • Korrekturhilfe 2:
genüber. „Vororientieren und in
• Aufgabe für die Angreifer ist es, aus dem offener Stellung zur
3 gegen 1 ein Spiel in die Tiefe vorzubereiten Vorbereitung des
und durch die Mittelzone hindurch dem Mit- tiefen Passes an-
spieler gegenüber zuzupassen (= 1 Punkt). bieten!”
• Gelingt das, rücken 2 Angreifer und der • Korrekturhilfe 3:
Mittelzonen-Verteidiger ins andere Feld nach Durch Anbieten auf Lücke Zu- „Anspielpunkte in der
und das 3 gegen 1 startet hier von vorne. spiele in die Tiefe vorbereiten! Tiefe schaffen!”

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16 INFO-ABEND 25

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DEMONSTRATIONSTRAINING

SCHWERPUNKTE DER AUSBILDUNG


PRAXIS-
VORSCHLÄGE Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN

Funktion:
• Schritt für Schritt Erweiterung der
spielorientierten Anforderungen Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN
• Orientieren in komplexeren
Situationen

Mögliche Inhalte: Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN


• 8 gegen 4 auf Ballsicherung
• 3-Zonenspiel mit Anspielpunkten
in der Tiefe
Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

ABLAUF-SKIZZE
AUFGABEN IN
KOMPLEXEREN
SITUATIONEN MIT
GEGNERDRUCK
15 MINUTEN

Ziele und Inhalte


• Rechtzeitiges Vororientieren
• Seitlich-schräges und aktives
Anbieten
• Anbieten mit offener Position zur
Angriffsrichtung
• Schaffen von Anspielpunkten in
Breite und Tiefe – abgestimmtes
Besetzen bzw. „Freilaufen” von
Angriffsräumen
• Gegenseitige Abstimmung und
Kommunikation
• Spaß und Spielfreude

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INFO-ABEND 25 17
ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN
DEMONSTRATIONSTRAINING

ORGANISATION DIESES PRAXISTEILS Organisatorischer Aufbau für


diesen Praxisteil
• Die Teams und Feldmarkierungen
bleiben auch für diesen letzten
Komplex zum Schwerpunkt „Frei-
laufen, Absetzen und Anbieten”
unverändert!
• Für die 2. Aufgabe kommen 2
weitere Spieler als Anspielpunkte
hinzu!
• Genügend Reservebälle rund um
das Feld verteilen!
• Die Spielfeldgröße je nach Können
verkleinern bzw. vergrößern!

ABLAUF/VARIATIONEN HINWEISE FÜR DAS TRAINING

3-Farben-Spiel im 8 gegen 4 • Kurze aktive Pausen


• Jeweils 2 Teams spielen für 2 Minuten zu- zwischenschalten, falls
sammen, um in dieser Zeit den Ball gegen Dynamik und Präzision
die 3. Gruppe so lange wie möglich zu nachlassen!
AUFGABE 1

sichern. • Die Felder verkleinern,


• Nach jedem Ballgewinn den Ball sofort an falls die Verteidiger zu
die Angreifer zurückgeben! wenige Ballgewinne
• Danach übernimmt ein anderes Team die schaffen!
Verteidiger-Aufgabe: Welche Gruppe weist • Korrekturhilfe 1:
am Ende die meisten Ballgewinne auf? „Stets Anspielpunkte
• Erschweren: Nach Ballverlust wechseln so- in Tiefe und Breite
fort die Aufgaben im Feld. Das Team, das schaffen!”
den Ballverlust verursachte, übernimmt • Korrekturhilfe 2:
direkt die Verteidiger-Rolle im 4 gegen 8. „Dazu die Aktions-
Stets Abspielmöglichkeiten für räume gleichmäßig be-
den Ballbesitzer schaffen! setzen!”

Zonenspiel 3 x 2 gegen 2 auf Anspiel- • Die Belastung (= Spiel-


punkte zeit) steuern – alle
• 2 Torhüter (bzw. zusätzliche Feldspieler) Aktionen müssen
postieren sich als Anspielpunkte hinter je explosiv ablaufen!
AUFGABE 2

einer Grundlinie. • Korrekturhilfe 1:


• Ablauf nur in einem Zweidrittel-Feld: „Seitlich-schräg und
Die Spieler dabei zum 3 x 2 gegen 2 in vor- aktiv anbieten!!”
gegeben Zonen aufteilen, die sie nicht ver- • Korrekturhilfe 2:
lassen dürfen (vgl. Abbildung). „In offener Stellung
• Ziel ist es, so oft wie möglich zwischen den absetzen und anspiel-
beiden tiefen Anspielpunkten hin und her zu bereit sein!”
kombinieren (= 1 Punkt). • Korrekturhilfe 3:
• Alternative für den Trainingsabschluss: „Anspielpunkte in der
6 gegen 6 im freien Spiel auf 2 Anspiel- Tiefe schaffen! Ge-
punkte. Keine Zonen-Zuteilungen! Alle Aufgabe: Die Anspielpunkte in schickt auf Lücke an-
können sich im kompletten Feld freilaufen! der Tiefe suchen! bieten!”

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18 INFO-ABEND 25

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TRAININGSFORMEN-KATALOG

Praxis-Vorschläge – Trainingsformen-Katalog
Anspielpunkte schaffen!

TIPPS FÜR DAS AUFWÄRMPROGRAMM

1 Das Aufwärmprogramm regelmäßig variieren!

2 Auf Schwerpunkte des Hauptteils vorbereiten!

3 Die Anforderungen Schritt für Schritt steigern!

4 Auf präzise, konzentrierte Abläufe achten!

VORBEREITENDE AUFGABEN

Variable Zuspiel-Aufgaben mit Hindernissen I Variable Zuspiel-Aufgaben mit Hindernissen II


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• Ablauf nur in 6 Teilzonen des Feldes! • Gleicher Ablauf, aber für das Freilaufen konkrete
• Von Gruppe A dribbelt jeder Spieler variabel durch Muster vorgeben, z. B. „Bietet Euch kurz an, startet dann
den Übungsraum. aber vom Ball weg für ein Zuspiel in die Tiefe!”
• Die Gruppen B/C kombinieren jeweils zu viert, wobei • Erweiterung: Beim Kombinieren sind nur Zuspiele zu
sich die Spieler dynamisch freilaufen sollen! einem Spieler der anderen Gruppe erlaubt!

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INFO-ABEND 25 19
ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN
TRAININGSFORMEN-KATALOG

Hier finden Sie weitere Vorschläge von relativ einfachen Übungsaufgaben bis zu komplexeren Spielformen
zum Schwerpunkt „Freilaufen und Anbieten”. Die Übungsformen ermöglichen das ungestörte Ausprobieren
und Korrigieren wichtiger Details wie z. B. Blickkontakt, Vororientierung, „Timing” und Richtung der Frei-
laufaktion, die dann in Spielformen direkt mit Gegnern anzuwenden sind!

BASISINFORMATIONEN ZUR PRAXIS (VORBEREITEN DES SCHWERPUNKTES)

Organisation Praktische Tipps


• Mit Hütchen ein Feld • Die Spieler über Ziele
von 36 x 24 Metern ab- und Funktion des Auf-
stecken wärmens aufklären!
• Dieses Feld nochmals in • Alle Spieler müssen in
9 Vierecke von 12 x 8 Bewegung sein und
Metern aufteilen viele Aktionen haben!
• 3 Gruppen zu jeweils 4 • Auf Beidfüßigkeit bei
Spielern einteilen (ver- allen Aufgaben mit Ball
schiedene Trikot- achten!
farben) • Aufgaben variieren!

Kombinieren in einer 6er-Gruppe I Kombinieren in einer 6er-Gruppe II


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• Für diese Aufwärm-Aufgaben 2 Teams zu je 6 Spielern • Gleiche Organisation, zu Beginn dürfen sich in jeder
bilden, jede 6er-Gruppe kombiniert in 4 Teilzonen des der 4 Teilzonen maximal 2 Spieler befinden.
Feldes (vgl. Abbildung). • Ein Zonenwechsel ist nur durch Pass in eine Zone
• Beim Kombinieren wieder klare Freilaufaktionen (Blick- mit einem Spieler möglich. Dieser leitet auf einen in
kontakt, Dynamik, in freie Aktionsräume...) fordern! das Feld nachrückenden Mitspieler weiter usw.

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20 INFO-ABEND 25

ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN


TRAININGSFORMEN-KATALOG

METHODISCHE BAUSTEINE ZUM AUSBILDUNGSSCHWERPUNKT


Funktion:
• Ungestörtes Kennen-
lernen/Ausprobieren
Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN
von Abläufen
• Anbringen gezielter
Korrekturen Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN
Mögliche Inhalte:
• Komplexübungen mit
vorgegebenen Ablauf- Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN
mustern
• Anpassung der Auf-
gaben an das aktuelle
Leistungsniveau Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

TRAININGSVORSCHLÄGE

A A

B C
B C

D D

Basis-Übung zum Freilaufen – 1. Phase Basis-Übung zum Freilaufen – 2. Phase


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• A startet die Aktion aus zentraler Position. • C hat sich durch eine Auftaktbewegung in die Tiefe be-
• Außenspieler B setzt sich dabei vom Dummy reits von seinem Gegner (Dummy) gelöst, nimmt das
(Gegner) schräg nach hinten ab, nimmt das Zuspiel Zuspiel jedoch nicht nach vorne mit, sondern lässt es
kurz nach vorne mit und passt nach einer Abkapp- direkt in die Vorwärtsbewegung von A prallen.
bewegung zu A zurück. • Der in der Tiefe postierte D löst sich mit dem Rückpass
• A, der sich unmittelbar nach seinem Pass nach vorne zu A von seinem „Gegner” und bietet sich seitlich ver-
gelöst und mit einer Gegenbewegung erneut nach setzt zum Anspieler A offen an.
hinten abgesetzt hat, nimmt den Rückpass hinter • D nimmt anschließend das Zuspiel nach vorne mit, kappt
dem Dummy zur anderen Seite mit. ab und leitet die nächste Aktion mit einem Pass zu C ein!
• Aufgaben positionsspezifisch verteilen wie z. B.: • Hinweis: Die Spieler über die positionsspezifischen Be-
A = IV/Zentraler Aufbauspieler, B = Außenverteidiger, züge des Ablaufs informieren! Möglicherweise dazu in
C = Zentraler MF-Spieler, D = Spitze betreffenden Aktionsräumen des Normal-Feldes üben!

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INFO-ABEND 25 21
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TRAININGSFORMEN-KATALOG

BASISINFORMATIONEN ZUR PRAXIS


Organisation der Praktische Tipps
Aufgaben 1/2 • Die Aufgaben dem
• Je 4 Spieler postieren aktuellen Können an-
sich an jeweils einem passen!
Dummy, die in einem • Gruppengrößen so
Abstand von etwa 20 organisieren, dass
Metern in Rautenform lernintensive Abläufe
aufgestellt sind garantiert sind (viele
Wiederholungen)!
Organisation der • Eventuell Leistungs-
Aufgaben 3/4 gruppen mit unter-
• Die Spieler an der schiedlichem Auf-
Dummy-Raute verteilen gabenniveau bilden!
(vgl. Abbildung) • Reservebälle!

C C

A A
D E D E
B B

F F

Pass-Kombinationen mit getimtem Freilaufen I Pass-Kombinationen mit getimtem Freilaufen II


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• 2 Starthütchen und 4 Dummys aufstellen. Die Spieler • Gleiche Organisation wie bei der Aufgabe zuvor.
gleichmäßig auf die Positionen verteilen (wie in der • A dribbelt kurz an und passt zu C, der sich in offener
Abbildung). Stellung vom „Gegner” (Dummy) kurz absetzt und
• A passt zu B, der sich schräg hinter dem Dummy ab- diagonal zu B prallen lässt.
setzt, anbietet und den Ball nach vorne mitnimmt. • B legt in den Lauf von C, der wiederum zum näch-
• B passt zu C, der direkt zu B zurückspielt und in die Tiefe sten Spieler am anderen Starthütchen weiterleitet.
startet. • Alle Spieler rücken eine Position weiter.
• B passt anschließend in den Lauf von C, der den Ball zur • Parallel dazu leitet D die gleiche Aktion von der an-
Startposition von D weiterleitet. deren Seite ein.
• Alle Spieler rücken eine Position weiter. • Hinweis: Der parallele Ablauf mit 2 Bällen erfordert
• Parallel dazu leitet D die gleiche Aktion von der anderen eine hohe Passsicherheit. Den Ablauf stets so timen,
Seite ein! dass A und D die Aktionen gleichzeitig starten!

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22 INFO-ABEND 25

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TRAININGSFORMEN-KATALOG

METHODISCHE BAUSTEINE ZUM AUSBILDUNGSSCHWERPUNKT


Funktion:
• Anwenden des Schwer-
punktes in leichter
Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN
überschaubaren Situa-
tionen
• Agieren unter Gegner-
druck
Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN

Mögliche Inhalte:
• 4 gegen 2-Variationen Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN
• Kleine Spielformen
zum Schwerpunkt
„Ballsicherung –
Anspielpunkte” Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

TRAININGSVORSCHLÄGE

Feld 2
Feld 1

4 gegen 2-Variationen 4 gegen 2 in 2 Feldern


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• Spiel 4 gegen 2 im markierten Außenbereich. • Das Spiel startet mit einem 4 gegen 2 in Feld 1.
• Die 4 Angreifer (A) verteilen sich außen. • Aus dem 4 gegen 2 setzt sich einer der Außenspieler in
• Erobern die Verteidiger (B) den Ball, versuchen sie Feld 2 ab, um so den Aktionsraum zu vergrößern.
aus dem Feld zu dribbeln (= 1 Punkt). Schaffen sie • Die 3 verbleibenden Außenspieler können weiterhin
das nicht, startet wieder das 4 gegen 2. 3 gegen 2 in Feld 1 auf Ballsicherung spielen.
• Aufgabenwechsel der Gruppen nach je 5 Minuten. • Wird der 4. Mitspieler in der Tiefe in Feld 2 angespielt,
• Variation 1: Mit Begrenzung der erlaubten Kontakte rücken alle anderen nach und es läuft ein 4 gegen 2
für die Angreifer weiter.
• Hinweis: Der 4. Spieler darf nach seinem Lauf in die
• Variation 2: Jedes Zuspiel auf Lücke in den Rücken
Tiefe nicht wieder in Feld 1 zurückkehren!
der Verteidiger = 1 Punkt für die Angreifer
• Jeder erfolgreiche Pass in die Tiefe = 1 Punkt für die An-
• Variation 3: Rückpässe zum Passgeber sind verboten! greifer. Aufgabenwechsel nach je 5 Minuten.

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TRAININGSFORMEN-KATALOG

BASISINFORMATIONEN ZUR PRAXIS


Organisation der Praktische Tipps
Aufgaben 1/2 (Abb.) • Auf Pausen achten –
• Gruppen A/B: nur konzentrierte
Je 4 Angreifer in einem Aktionen sichern
Außenbereich Leistungssteigerungen!
• Gruppe C: • Die Größe des Feldes/
bildet Verteidiger-Paare der Zonen flexibel an-
passen!
Organisation der • Eventuell Leistungs-
Aufgaben 3/4 gruppen mit unter-
• Gruppen A/B: schiedlichem Auf-
Je 4 Angreifer in einem gabenniveau bilden!
kleineren Außenbereich • Reservebälle bereit-
• Gruppe C: halten!
bildet Verteidiger-Paare

C
A A
B
B

4 plus 2 gegen 4 4 gegen 2 mit Felderwechsel


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• 4 Spieler der Angreifer-Gruppe A besetzen je eine • Die Spieler der Gruppen A und B als Angreifer in je
Seitenlinie, 2 zusätzliche Angreifer der Gruppe B das einer Außenzone, die 4 Spieler von C als Verteidiger
Zentrum und staffeln sich dabei in Breite und Tiefe. in der Mittelzone.
• Aufgabe für A/B: Den Ball gegen die 4 Verteidiger von C • Der Trainer passt zu Aktionsbeginn zu Angreifer-
sichern und das Spiel dabei möglichst oft durch das Team A in Zone 1. 2 Spieler von C starten daraufhin
Zentrum auf die andere Seite verlagern! sofort nach, um im 2 gegen 4 den Ball zu erobern!
• Erobern die Verteidiger den Ball, kontern sie über eine • A darf nach 3 Zuspielen in Feld 2 zu Team B passen.
Außenlinie (Dribbling) oder passen auf den Trainer Schafft A diesen Wechsel, laufen die beiden anderen
außerhalb des Feldes. von C aus der Mittelzone zum 2 gegen 4 nach.
• Die Angreifer verhindern diese Konter durch direktes • Erobern die Verteidiger den Ball, wechseln diese so-
Gegenpressing ! fort mit der ballabgebenden Gruppe. Die Spieler in
• Aufgabenwechsel der Gruppen nach je 5 Minuten! der Mittelzone dürfen die Zuspiele abfangen!

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TRAININGSFORMEN-KATALOG

METHODISCHE BAUSTEINE ZUM AUSBILDUNGSSCHWERPUNKT


Funktion:
• Anwenden des
Schwerpunktes in
Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN
komplexeren, aber
weiterhin reduzierten
Situationen
• Agieren unter Gegner-
Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN
druck

Mögliche Inhalte: Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN


• Spielformen: „Spiel in
die Tiefe”
• Positionsspiele zur
Ballsicherung Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

TRAININGSVORSCHLÄGE

A B
Feld 1

6 gegen 3 plus 3 Spielverlagerungen mit flexiblen Anspielern


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• Von Gruppe A postieren sich zunächst alle als An- • Ablauf in zwei Dritteln des kompletten Spiel- und
greifer in Feld 1, von Team B sind hier 3 Spieler als Übungsfeldes (vgl. Abbildung).
Verteidiger in der Mitte. Die beiden anderen warten • 3 Meter hinter jeder Seitenlinie zusätzlich 1 Hütchen auf-
im Nachbarfeld 2. stellen (Längsseiten blau, Stirnseiten rot).
• Das Spiel startet mit einem 6 gegen 3 in Feld 1 auf • Die beiden Torhüter (alternativ 2 weitere Feldspieler)
Ballsicherung. Gewinnen die Verteidiger den Ball, postieren sich zunächst an je einem roten Hütchen.
verlagern sie sofort auf die 3 Mitspieler in Feld 2 und • Freies Spiel 6 gegen 6 mit möglichst häufiger Ein-
rücken nach. bindung der Torhüter (Anspielpunkte). Jedes Zuspiel zu
• 3 Spieler von A wechseln ebenfalls und beginnen aus einem Torhüter = 1 Punkt für die Angreifer, wobei das
dem 3 gegen 6 mit der Rückeroberung usw. nächste Anspiel nur zum anderen Torhüter möglich ist!
• Je nach Können: Kontaktbegrenzungen für die An- • Hinweis: Zwischendurch wechseln die Torhüter nach
greifer oder Vergrößern bzw. Verkleinern der Felder! Trainer-Zuruf „Blau” die Positionen!

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INFO-ABEND 25 25
ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN
TRAININGSFORMEN-KATALOG

BASISINFORMATIONEN ZUR PRAXIS


Organisation der Praktische Tipps
Aufgaben • Auf Pausen achten –
• Je nach Aufgabe die nur dynamische und
Felder mithilfe der konzentrierte Aktionen
markierten 9 Teilzonen sichern Leistungs-
bestimmen steigerungen!
• Für einzelne Spiel- • Die Größe des Feldes
Aufgaben aus den drei flexibel anpassen (ver-
4er-Gruppen zwei größern/verkleinern)!
Teams zu je 6 Spielern • Die Spiel-Aufgaben
bilden kreativ verändern!
• Leistungsgruppen
bilden!

A
A C
B

C
B

4 gegen 4 mit Felderwechsel 4 gegen 4 auf Anspielpunkte in der Tiefe


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• 2 Gruppen (A/B) agieren zunächst als Angreifer-Teams • Die Spieler von C teilen sich paarweise als Anspiel-
in je einem Außenbereich, die 3. Gruppe pendelt als Ver- punkte hinter je einer Grundlinie des reduzierten
teidiger zwischen beiden Angreifer-Gruppen. Spiel- und Übungsfeldes auf.
• An jedem Außenbereich einen weiteren Anspielpunkt für • Die Teams A und B beginnen mit einem 4 gegen 4,
die Angreifer postieren. wobei die jeweiligen Angreifer die Aufgabe haben,
• Das Spiel startet mit einem 4 gegen 4 plus Anspieler in möglichst häufig zwischen den Anspielpunkten hin
einem Außenbereich: Schaffen die Angreifer 5 Zuspiele und her zu kombinieren (= 1 Punkt).
in Serie, dürfen sie ins andere Feld verlagern (= 1 Punkt). • Mit Kontaktbegrenzungen je nach Können!
• Die 4 Spieler von C rücken nach und es startet ein er- • Aufgabenwechsel der Teams nach je 4 Minuten und
neutes 4 gegen 4 plus 1. einer aktiven Pause!
• Erleichterung für die Angreifer: Nur je 3 (2) Verteidiger • Schwerpunkte: Vorbereitung des Spiels in die Tiefe
sind im Wechsel aktiv. durch Anbieten auf Lücke, Vororientierung usw.

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TRAININGSFORMEN-KATALOG

METHODISCHE BAUSTEINE ZUM AUSBILDUNGSSCHWERPUNKT


Funktion:
• Anwenden des Schwer-
punktes „Freilaufen”
Komplex 1 VORBEREITENDE AUFGABEN
in komplexeren Situa-
tionen
• Agieren unter leicht
erhöhtem Gegner-
Komplex 2 KOMPLEXERE AUFGABEN
druck

Mögliche Inhalte: Komplex 3 VORBEREITENDE SPIELFORMEN


• Spiele mit Anspiel-
punkten in der Tiefe
• Positionsspiele zur
Ballsicherung Komplex 4 KOMPLEXERE SPIELFORMEN

TRAININGSVORSCHLÄGE

C A

A
B

3-Farben-Spiel auf Ballsicherung 4 plus 4 gegen 4 mit Zonen


BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• Das Spiel läuft in 4 Teilzonen des Spiel- und Übungs- • Das Spiel läuft in 6 Teilzonen des Spiel- und Übungs-
feldes ab (vgl. Abbildung). feldes ab (vgl. Abbildung) – zusätzlich zwei etwa 3 Meter
• Die Gruppen A/B bilden zusammen ein Angreifer- tiefe Zielzonen markieren.
Team, Gruppe C agiert als Verteidiger-Gruppe. • Die Gruppen A/B bilden zusammen ein Angreifer-Team,
• Von den Angreifer-Gruppen postieren sich jeweils 3 Gruppe C agiert als Verteidiger-Gruppe.
Spieler an den Außenlinien und jeweils einer als • Die Angreifer sollen aus dem 8 gegen 4 möglichst oft
zentraler Anspielpunkt in der Mitte. von Zielzone zu Zielzone kombinieren (= 1 Punkt).
• 8 gegen 4: A und B versuchen, möglichst lange den • Erobert C den Ball, soll das Team diesen möglichst lange
Ball zu sichern und dabei häufig durch das Zentrum gegen das Gegenpressing von A/B sichern.
zu kombinieren. • Variante: A/B starten nach Ballverlust sofort einen
• C kontert nach Ballgewinn über eine Außenlinie. neuen Angriffsaufbau aus einer der Zielzonen heraus.
• Aufgabenwechsel nach je 5 Minuten (aktive Pause!). • Aufgabenwechsel nach je 5 Minuten (aktive Pause).

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INFO-ABEND 25 27
ZUSPIELE ERMÖGLICHEN: ANBIETEN UND FREILAUFEN
TRAININGSFORMEN-KATALOG

BASISINFORMATIONEN ZUR PRAXIS


Organisation der Praktische Tipps
Aufgaben • Auf Pausen achten –
• Je nach Aufgabe die nur dynamische und
Felder mithilfe der konzentrierte Aktionen
markierten 9 Teilzonen sichern die Leistungs-
bestimmen steigerungen!
• Für einzelne Spiel- • Die Größe des Feldes
Aufgaben aus den drei flexibel anpassen (ver-
4er-Gruppen zwei größern/verkleinern)!
Teams zu je 6 Spielern • Die Spiel-Aufgaben je
bilden nach aktuellem Können
verändern!
• Gezielt in der Situation
korrigieren!

4 plus 2 gegen 4 plus 2 auf Ballsicherung 5 plus 1 gegen 5 plus 1 auf Anspielpunkte
BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT BESTE EINSATZMÖGLICHKEIT

U12/U13 U14/U15 U12/U13 U14/U15

Organisation/Ablauf Organisation/Ablauf
• Das Spiel läuft in 6 Teilzonen des Spiel- und Übungs- • Das Spiel läuft nun im kompletten Feld ab.
feldes ab (vgl. Abbildung) – zusätzlich zwei etwa 3 Meter • 2 Teams zu je 5 Spielern bilden, zusätzlich 2 neutrale
tiefe Zielzonen markieren. Anspielpunkte hinter je einer Längsseite postieren!
• 2 Teams zu je 6 Spielern bilden: Von jeder Mannschaft • Aufgabe für die jeweiligen Angreifer ist es, aus dem
postieren sich je 2 Spieler als Anspielpunkte in den Ziel- 5 gegen 5 zielgerichtet von Anspielpunkt zu Anspiel-
zonen diagonal gegenüber. punkt zu kombinieren (= 1 Punkt).
• 4 gegen 4 in der Mitte des Feldes, wobei die jeweiligen • Variation 1: Mit Begrenzung der erlaubten Kontakte
Angreifer die Aufgabe haben, den Ball zusammen mit für die Angreifer bzw. Anspielpunkte
den eigenen Anspielpunkten zu sichern: 7 Zuspiele in
• Variation 2: Mit Aufstellung von Dummys im Spiel-
Folge = 1 Punkt für die Angreifer.
zentrum (vgl. Abbildung)
• Sobald ein Außenspieler angespielt wird, wechselt der
Passgeber auf dessen Position! • Variation 3: Mit Verkleinerung des Spielfeldes

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in unserem Land – es kommt darauf an, sie zu
finden und dann professionell zu fördern.
So eine Förderung umfasst in der heutigen Zeit
hohes Engagement, finanzielle Kraft und nicht
zuletzt Professionalität. Der DFB kann bei die-
ser Aufgabe auf das Sponsoring-Engagement
starker Partner bauen!

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