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Dekubitus

Def.: „Lokal begrenzende Schädigung der Haut und/ oder des darunterliegenden
Gewebes, verursacht durch zu lange und/ oder zu starke Einwirkung von Druck- und
Scherkräften.“

Risikofaktoren
 Einschränkung der Aktivität und Mobilität
o Primäre Risikofaktoren = Erkrankungen, die Akt. Und Mobi.
Einschränken
 Lähmungen
 Traumen
 Bewusstseinsstörung
 Schmerzen
 Herz- und Lungenerkrankungen
o Sekundäre Risikofaktoren = Zellstoffwechselbeeinflussung durch
Einwirkung von Druck- und Scherkräften
 Nikotinabusus
 Diabetes mellitus
 Tumore
 Adipositas
 Kachexie
 Malnutrition/ Mangelernährung
 Dehydratation
 Transurethraler Blasenkatheter

Entstehungsmechanismus
 Entstehungsfaktoren
o Druck (Auflagedruck)
o Zeit (Dauer des Drucks)
o Disposition (individuelle Risikofaktoren)
 Grade
o Grad I
 Nicht wegdrückbare Hautrötung
o Grad II
 Schädigung von Epidermis und Dermis, ggf. mit Blasenbildung
und nässendem oberflächlichem Hautdefekt
o Grad III
 Schädigung von Epidermis, Dermis und Subcutis.
Nekrosenbildung und ggf. auch Ausbildung von Wundtaschen
möglichen
 Grad IV
 Wie Grad III + Schädigung der Muskeln, Sehnen und Knochen.
Septische Komplikationen sind möglich
Risikoeinschätzung
Einschätzung, wenn Risiko nicht ausgeschlossen werden kann
 Aufnahme
 Veränderung der Aktivität und Mobilität
 Verändern der extrinsischen Faktoren (z.B. Anlage oder Entfernung von
Kathetern, Sonden)

Bei einer Dekubitusrisiko-Feststellung muss eine vertiefte Risikoeinschätzung


erfolgen:
 Ursachen
 Risiken
 Hautzustand
 Allgemeinzustand

Prophylaxe
 Mobilisation
o Eigenbewegung fördern
o Regelmäßige Positionswechsel durchführen
o Individuelle Gewebetoleranz berücksichtigen
o Wirkung von Schwerkräften vermeiden
 Hautpflege
o Hautzustand kontrollieren
o Haut soll trocken und gut durchblutet sein
 Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
o Eiweiß-, vitamin- und mineralreiche Kost
o Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
 Risikofaktoren reduzieren
o Inkontinenz -> Kontinenz fördern
o Kachexie -> Ernährungszustand verbessern
o Vermeidung von Krümel und Falten im Bett
 Druckverteilende Hilfsmittel
o z.B. Wechseldruck- oder Micro-Stimulations-Systeme (MiS) einsetzen,

Ziele
 Einschätzung des Dekubitus
 Pat. hat intakte, gut durchblutende Haut
 Eigenbewegung fördern
 Gefährdete Körperstellen werden vollständig entlastet
 Information rundum Dekubitus zu Pat. und Angehörige
 Angepasste Trinkmenge nach DGE-Formel
 Altersgerechter BMI
Deprivation
Def.: „Deprivation ist der Zustand der Reizverarmung bzw. der fehlenden
Befriedigung wesentlicher Bedürfnisse. Eine Person ist depriviert, wenn ihre
objektiven (z.B. Gesundheitszustand) und subjektiven (z.B. Berufszufriedenheit)
Lebensumstände schlecht sind.“

Risikofaktoren
 Krankenhausaufenthalt
 Demenz
 Sensorische und soziale Reizarmut
 Hör- und Sehschäden
 Räumliche Isolation
 Trennung von der Familie bzw. der Gesellschaft
 Verlust bzw. Liebesentzug der Bezugsperson
 Fehlende Herausforderung

Auswirkungen
Risikoeischätzung
 Bewegung
o Werden Ganzkörperbewegungsreize täglich gesetzt?
 Berührung
o Tägliche Eigen- oder Fremdberührungen
 Kognitive Herausforderungen
o Kann der Pat. kognitive Herausforderungen bewältigen?
 Soziale Kontakte
o Nimmt der Pat. an aktiven Gesprächen teil?
o Integriert der Pat. sich in die Gesellschaft?

Prophylaxe
 Bezugspflege
 Angehörige in die tägliche Pflege einbinden
 Besuche ermöglichen
 Beruhigende oder anregende Waschung
 Musik, Blumenduft etc.
 Basale Stimulationstechniken anwenden
 Patienten in Alltag einbinden

Ziele
 Reizvolle und angemessene Umgebung gestalten
 Abwechslung der Reize
 Strukturierter Tagesablauf
Harninkontinenz
Def.: „Harninkontinenz gilt als Sammelbezeichnung für ein Symptom, eine Gruppe
von Symptomen oder klinischen Befunden, deren gemeinsames Kennzeichen der
unfreiwillige Urinverlust ist. Zu unterscheiden ist die funktionelle Harninkontinenz
– bei der ein normalerweise kontinenter Mensch die Toilette zu spät erreicht und es
zu unwillkürlichem Harnabgang kommt – von einer Harninkontitenz aufgrund
veränderter Speicher- und Entleerungsfunktion.“

Risikofaktoren und Ursachen


 Neurologische Erkrankungen -> Apoplex, Demenz
 Stoffwechselerkrankungen -> Diabetes mellitus, Obstipation
 Psyche -> Traumata, Belastungen
 Deformationen am Urogenitaltrakt
 Medikamente -> Diuretika, ACE-Hemmer, Antidepressiva
 Alter

Auswirkungen
 Harnwegsinfekte
 Delirium
 Depression
 Dekubitus
 Funktionalitätsverlust
 Intertrigo

Risikoeinschätzung
 Anamnese
 Pat.-Beobachtung
 Ein- und Ausfuhrprotokoll
 Assessment über Ableitungssysteme, Compliance, Kontinenz

Prophylaxe
 Hygiene -> Vermeidung von HWI
 Trinken und Nahrung -> Nierenfunktion erhalten und fördern
 Bewegen -> gestärkte Beckenbodenmuskulatur
 Orientierung und Tagesstruktur -> sichere Umgebung, bildhafte Beschilderung
für Demente, mentale Unterstützung
Intertrigo

Def.: „Die Intertrigo ist eine stark gerötete, nässende Läsion der Haut, die v.a. im
Bereich von Hautfalten auftritt. Die Haut juckt und brennt. Durch die vorgeschädigte
Haut kann es leicht zu Pilz- oder bakteriellen Infektionen kommen.“
Durch den Nicht-Abfluss von Schweiß weicht die Haut auf (Mazeration) und kann
zusätzlich durch Reibungen die Haut reizen. Es kommt zu der Intertrigo.

Risikofaktoren
 Adipositas
 Starkes Schwitzen
 Inkontinenz
 Diabetes mellitus
 Unzureichende Körperpflege
 Immobilität

Gefährdete Körperstellen
 Leisten
 Bauch
 Brust
 Achseln
 Analfalte
 Zehenzwischenräume
 Skrotum

Risikoeinschätzung
 Schwitzt der Pat. stark?
 Besteht eine Inkontinenz?
 Gibt es Vorerkrankungen, die eine Intertrigo begünstigen?
 Wie ist der aktuelle Haut- und Körperpflegezustand?
 Liegt Haut auf Haut?
Prophylaxe
 Haut und Hautfalten sorgfältig abtrocknen; TUPFEN
 Sorgfältige Hautbeobachtung
 Kein Puder oder Zinkpaste anwenden
 Ggf. Baumwollkompressen zwischen Hautfalten einlegen
 Geeignetes Hautpflegeprodukt verwenden
 IKM regelmäßig wechseln
 Leichte, atmungsaktive und hautfreundliche Kleidung tragen
 Verschwitzte Kleidung wechseln

Ziele
 Intakte Hautverhältnisse
 Feuchtigkeitsansammlungen und Reibungen vermeiden
Kontrakturen

Def.: „Bei einer Kontraktur kommt es durch Degeneration (Schrumpfung, Verkürzung)


von Muskeln, Sehnen oder Bändern zu Funktions- und Bewegungseinschränkung
eines Gelenks. Der Patient kann das betroffene Gelenk nur eingeschränkt oder gar
nicht mehr aktiv bewegen.“

Risikofaktoren
 Immobilität bzw. eingeschränkte Mobilität
 Gips
 Schmerzen, Fehl- und Schonhaltung eines Gelenks
 Narben im Gelenk
 Neuroleptika1
 Bei Demenz, Multimorbidität2 oder Apoplex
 Bewusstseinsprobleme
 Spitzfuß in der Langzeitpflege

Risikoeinschätzung
 Verschiedene Assessment-Instrumente
o Resident Assessment instrument
o Geriatrische Bases-Assessment
o MOTPA
o EBoMo

Prophylaxe
 Gelenkstatus erheben
 Wenn möglich 3-mal mobilisieren
 Bei Bettlägerigkeit alle Prophylaxen anwenden
 Passive, aktive Bewegungen
 Gelenke im Wechsel gebeugt und gestreckt lagern
 Lagerungsplan nach Bewegungsplan
 Weitere Therapien mit Patienten und therapeutischem Team gemeinsam
planen
 Wahrnehmungsförderung

1
Def.: „Neuroleptika werden alle antipsychotisch wirksamen Substanzen bezeichnet, also Medikamente, die
gegen Erregungszustände, Wahnideen, Halluzinationen, Denkzerfahrenheit und weitere (z. B. katatone)
Störungen des Erlebens oder Verhaltenseingesetzt werden.“
2
Def.: „Der Begriff Multimorbidität bezieht sich nach allgemeinem Verständnis auf zwei oder mehr gleichzeitig
bei einem Patienten vorkommende chronische Erkrankungen, von denen jede für sich vergleichbare
Auswirkungen auf die individuelle Krankheitslast hat.“
Ziele
 Patient bewegt sich selbstständig
 Patient kann alle Gelenke uneingeschränkt bewegen
 Gelenkbeweglichkeit ist erhalten
Obstipation
Def.: „Als Obstipation (Verstopfung) bezeichnet man eine seltene und mühsame
Entleerung von hartem Stuhl. Ab wann von einer Obstipation gesprochen wird, hängt
von der individuellen Defäkationsfrequenz ab. Die Obstipation ist gekennzeichnet
durch hohe Konsistenz des Stuhls, zu lange Verweildauer des Stuhls im Darm,
Probleme beim Absetzen des Stuhls sowie eine geringe und seltene Ausscheidung.“

Risikofaktoren

Auswirkungen
 Unbehagen
 Völlegefühl
 Appetitlosigkeit
 Müdigkeit

Übermäßiger Druck zum Ausscheiden kann organische Schäden verursachen


 Megakolon (aufgetriebener Darm)
 Hämorrhoiden
 Paralytischer bzw. mechanischer Ileus (Darmverschluss)

Häufiger Gebrauch von Laxanzien und Darmeinläufen können zur chronischen Kolitis
führen.
Risikoeinschätzung
 Anamnese
 Patientenbeobachtung

Prophylaxe
 Präbiotika
= unverdauliche Stoffe, die physiologische Bakterien der Darmflora in ihrem
Wachstum fördern
o Fördern Verdauung
o z.B.: Artischocken, Zwiebel, Chicoree
 Probiotika
= Mikroorganismen
o Unterstützen das Immunsystem der Darmflora
o Bauen gesundheitsgefährdende Substanzen ab
o z.B.: Joghurt, Quarkzubereitungen, Käse und Fruchtdrinks
 Tagesstruktur
o Individuelle Defäkationsrituale
 Morgens Kaffee
 Kaltes Glas Wasser
 Darmentleerung fördern
o Ballaststoffreiche Kost -> Vollkorn
o Ausreichend Flüssigkeiten -> mind. 2l
o Frühzeitige Mobilisation
o Bauchmassage
o Tiefe Bauchatmung
 Laxanzien
= Abführmittel
o Nur nach Arztanordnung verabreichen
o Auf Blut im Stuhl achten!
 Stuhlentleerung unterstützen
o Ruhige Umgebung herstellen
o Intimsphäre wahren
o Zeit lassen
o Oberkörper leicht nach vorne beugen; Beine leicht anwinkeln
Pneumonie

Def.: „Unter einer Pneumonie versteht man eine infektiöse Entzündung der Lunge
(Lungenentzündung) durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten“

Einteilung
 Ambulant erworbene Pneumonie => durch Pneumokokken
 Nosokomiale Pneumonie => durch Pseudomonas aeruginosa, MRSA,
Enterobakterien
 Erst nach 48h Aufenthalt in einer Klinik gilt es als nosokomial

Pat. mit geschwächter Abwehrlage infizieren sich v.a. mit Keimen, die beim
Gesunden nur selten eine Infektion auslösen. => Pilze oder Viren

Risikofaktoren
 Höheres Alter >60 Jahre
 Vorerkrankungen an Herz und Lunge
 Die eine immunsuppressive1 Therapie erhalten
 Schluckstörungen
 Intubierte oder beatmete Patienten
 Pat. mit Magensonden
 Protonenpumpenhemmer wie Pantoprazol
o Senkt die Magensäure, Darmbakterien werden nicht effektiv abgetötet,
können über Speiseröhre in die Atemwege gelangen, z.B. Aspiration
 Bewusstseinsstörungen ->Aspiration
 Nach größeren OPs an Herzen, Thorax, Abdomen oder ZNS
 Immobilität
 Abwehrschwäche
 Flache und unvollständig belüftende Atmung

Symptome
 Entzündung der Aveolen eines Lungenlappens
 Hohes Fieber mit Schüttelfrost => Exsikkosegefahr!
 Husten mit gelblich braunem Auswurf
 Atemnot/ Dyspnoe => schlechte Sauerstoffsättigung
 Begleitpleuritis/ Rippenfellentzündung
 Schlechter AZ bzw. stark beeinträchtigend

Komplikationen
 Pleuraerguss
 Respiratorische Insuffizienz/ Störung des pulmonalen Gasaustausches mit
pathologisch veränderten Blutgaswerten. => Hypoxämie
 Akutes Lungenversagen
 Lungenabszess

1
Def.: „Als Immunsuppression bezeichnet man die durch Eingriffe von außen erfolgende unphysiologische
Unterdrückung einer Immunreaktion. Hier wird die therapeutische Immunsuppression beschrieben, zu
pathologischen Störungen des Immunsystems siehe Immundefizienz. Eine immunsuppressive Behandlung ist
immer dann indiziert, wenn eine Immunantwort Schäden innerhalb des Organismus erzeugen würde.“
Risikoeinschätzung
 Mobilität/ Sitzhaltung: Wie lange liegt der Pat. im Bett?
 Schmerzen: Hat der Patient Schmerzen und vermeidet tiefes Atmen?
 Lungengeräusche: hörbares Giemen oder Rasseln?
 Husten/ Sputum: produktives Husten mit Auswurf?
 Medikamente: Muskelrelaxanzien oder Opiate?
 Atemwegserkrankungen: COPD, Bronchitis, Asthma bronchiale?
 Aspiration: Dysphagie oder Bewusstseinsstörung
 Sauerstoffsättigung/ Atemfrequenz: mögliche Abweichungen von
Normwerten?
 Rauchen: Wenn ja, seit wann und wie viel?

Prophylaxe
 Standardhygiene konsequent durchführen
 Allgemeine Frühmobilisation
 Atemunterstützende Lagerungen/ erhöhte Oberkörperpositionierung,
VATI-Lagerung
 Atemstimulierende Einreibungen
 Atemtrainer
 Aufrechterhaltung der oralen Ernährung: Essenskonsistenz anpassen
 Ggf. Absaugen
 Aspirationsprophylaxe
 Dehydratationsprophylaxe
 Mundpflege
 Zugluft vermeiden
 Pat. informieren und Adhärenz fördern
 Beobachten, Dokumentieren, Beobachten, Dokumentieren!!!

Ziele
 Pat. kann sich gut bewegen
 Pat. atmet ungehindert und beschwerdefrei
 Ausreichende Belüftung der Lungensegmente
 Pat. ist über Pneumonierisiko informiert
Nice-to-know
 Untersuchung für eine Diagnose
o Röntgenthorax
o Blutuntersuchung
 Therapie
o Antibiotisch
o Inhalation zur Sekretolyse
o Sauerstoffgabe
o Ggf. Infusion Jono steril gegen Fieber und Exsikkosegefahr
Soor und Parotitis
Def.: „Parotitis ist eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse. Man unterscheidet die
bakterielle akute Parotitis (Parotitis acuta) und die virale Parotitis epidemica
(Mumps).“

Def.: „Soor ist ein Befall der Schleimhäute mit Hefepilzen.“

Parotitis
 Absterben der lebenden Bakterien in der Mundflora
 Kein Schutz vor schädlichen Eindringlingen
Symptome
 Schmerzen am Unterkiefer
 Schwellung
 Reduzierte Speichelproduktion
 Speichel ist weißlich grau, trüb und schmeckt salzig

Risikofaktoren
 Verschleppte Keime
 Xerostomie (dauerhafte Mundtrockenheit)
 Stoffwechselstörungen der Leber, Niere und Pankreas
 Hormonelle Dysregulation
 Infektionskrankheiten
 Maligne1 Erkrankungen
 Nahrungskarenz
 Antibiotikabehandlung
 Endotracheale Beatmung

Auswirkungen
 Fehlender Speichel -> Sprach- und Schluckprobleme
 Belagsbildung an Zähne und Zunge
 Ausbreitung auf Ösophagus und Organismus -> bspw. Atrophien der
Schleimhäute, Sepsis
 Virale Form -> Schädigung der primären Geschlechtsorgane, Herz oder
ZNS

1
Def.: „Maligne bedeutet "bösartig" und bezeichnet in aller Regel die Eigenschaft von Krankheiten, in ihrer
Entwicklung voranzuschreiten und dabei eine zerstörerische Wirkung auf den Gesamtorganismus zu entfalten.“
Risikoeinschätzung
 Prophylaxe einleiten, sobald orale Nahrungsaufnahme gestört wird
 Anamnese: Befragung
 Tägliche Begutachtung

Prophylaxe
 Ziel ist die Speichelproduktion
 Physiologische Mundflora gewährleisten
 Mind. 2-mal täglich Zähne und Prothesen reinigen
 Utensilien nach Gebrauch reinigen
 Materialien täglich wechseln
 Ausreichend trinken
Thrombose

Def.: „Verschluss oder Verengung eines Gefäßes durch ein Blutgerinnsel


(Thrombus). Es können sowohl Arterien als auch Venen betroffen sein. Besonders
kommt es in den Becken- und tiefen Beinvenen zu einer Thrombose.“

Risikofaktoren
 Expositionell/ Zeitlich begrenzt
o Akute Faktoren: OP oder Traumen
o Veränderung der Gefäßwand
-> Gefäßwandschäden wie Arteriosklerose
o Veränderungen der Strömungsgeschwindigkeit
-> verlangsamter Blutfluss z.B. Immobilität
o Erhöhte Gerinnungsneigung
-> z.B. bei Exsikkose
o Bereits durchgemachte Thrombose
 Dispositionell/ Angeboren oder erworben
o Rauchen, Schwangerschaft, Alter, Gewicht
Risikoeinschätzung
 Treten beide Faktoren kombiniert auf, steigt das Thromboserisiko
Prophylaxe
 Geringes Thromboserisiko -> Basismaßnahmen und medizinische
Thromboseprophylaxestrümpfe
 Höheres Risiko -> zusätzlich Antikoagulanzien

 Basismaßnahmen
 Frühmobilisation
 Durchführung von Bewegungsübungen
 Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
 Medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (MTPS)
 Unterstützt den Rückfluss des Blutes zum Herzen
 Regelmäßig auswechseln
 Kontraindikationen: ausgeprägte Herzinsuffizienz, Beinödeme,
Durchblutungsstörungen
 Kompressionsverbände
 Wechselverbände -> abends abgewickelt
 Dauerverbände -> unterstützen Tag und Nacht den Blutfluss

Ziele
 Venöser Rückfluss ist gefördert
 Gerinnungsbereitschaft ist gesenkt
 Pat. ist informiert und kann Prophylaxe
selbst durchführen

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