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Probeklausur 2012, Progress Test - Musterlösung

Medizinische Psychologie (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

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Schwerpunkt
Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie
3. Progress Test - Musterlösungen Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Die Reihenfolge dieser Fragen stimmt mit der Reihenfolge der Ergebnisse im Auswertungsbogen
überein. Ergebnisrückmeldung beim Progress Test:
richtige Antwort = 1, falsche Antwort = -1, weiß nicht = 0

Themengebiet Angst, Emotionen, Lernen und Verhaltenstherapie, Schmerz – 10 Fragen

1. Angst (17)
Panikattacken zeichnen sich am wenigsten aus durch:
Herzklopfen
Zittern, Schwitzen, etc.
Plötzlich auftretende Angstanfälle
Angst vor anderen Menschen
Angst vor weiteren Attacken

2. Angst (18)
Ein Patient leidet unter starken Ängsten, das Haus zu verlassen, Kaufhäuser zu betreten und auf
öffentlichen Plätzen zu sein. Weiter berichtet er, dass mittlerweile allein die Vorstellung, den
Fahrstuhl zu betreten, um das Haus zu verlassen, ausreiche, um eine starke Angstreaktion
hervorzurufen.
Welche der folgenden Angststörungen trifft am ehesten auf den hier beschriebenen Patienten zu?
generalisierte Angststörung
Agoraphobie
Posttraumatische Belastungsstörung
Panikstörung
Soziale Phobie

3. Angst (19)
Eine Mutter berichtet dem Arzt, sie hätte ihren Sohn jedes Mal mit einem Kinobesuch belohnt, wenn
er sein Zimmer aufgeräumt hat. Als sie die Belohnung eingestellt hat, hätte er es nicht mehr für nötig
gehalten, sein Zimmer entsprechend in Ordnung zu halten. Der Arzt empfiehlt ihr daraufhin, den
Sohn nur dann ins Kino einzuladen, wenn er mindestens vier Mal hintereinander wie von ihr
gewünscht das Zimmer aufgeräumt hätte.
Wie bezeichnet man in der Kanfer-Verhaltensformel (SORKC) den Verknüpfungsmodus zwischen
diesem Verhalten und der daraufhin folgenden Belohnung mit dem Kinobesuch?
Kontingenz
Konditionierung
Preparedness
Verstärkung
Assoziation

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4. Emotionen (18)
Ein Emotionsforscher behauptet „Emotionen entstehen erst durch die Wahrnehmung von
Reaktionen des eigenen Körpers, z. B. haben wir Angst, weil unser Puls rast“. Welcher Theorie ist die
genannte Auffassung zuzuordnen?
Integratives Modell der Emotionen von Faller/Lang
Lazarus-Schachter-Theorie (Schachter-Singer-Theorie)
Komponenten-Modell der Aktualgenese von Gefühlsregungen nach Ulich
James-Lange-Theorie
Cannon-Bard-Theorie

5. Emotionen (19)
Welche Emotion gehört zu den Grundemotionen (Primäremotionen) nach Ekman/Friesen?
Überraschung
Neid
Liebe
Euphorie
Scham

6. Lernen, Verhaltenstherapie (15)


Der 42-jährige Finanzbeamte Hubert K. mit einem Ihnen bekannten chronischen Rückenleiden
kommt in die Praxis. Sie beobachten, dass er beim Betreten des Sprechzimmers hinkt, sich vermehrt
die schmerzende Stelle reibt und beim Sitzen eine Schonhaltung einnimmt. In der Schmerzanamnese
berichtet er u. a., dass seine Frau ihm immer ansehen würde, dass er Schmerzen habe und sich dann
intensiv um ihn kümmern würde (Wärmeflasche, Essen an den Tisch bringen usw.).
Das Vorhandensein des deutlichen nonverbalen Schmerzverhaltens ist mit einem Lernvorgang zu
erklären. Welcher kommt dafür am ehesten in Frage?
primäre Verstärkung
Reizgeneralisierung
operante Konditionierung
klassische Konditionierung
Shaping

7. Lernen, Verhaltenstherapie (16)


Manfred T. ist Diabetiker und sollte – nach Anraten des Arztes - einmal pro Monat zur Fußpflege
gehen. Dies lehnt er ab mit folgender Begründung: Vor fünf Jahren sei einer Fußpflegerin
unglücklicherweise eine Fußnagelzange abgerutscht, und er wurde an der großen Zehe verletzt. Die
Wunde hatte sich entzündet und es hat zwei Wochen gedauert, bis er wieder ohne Schmerzen in die
Schuhe gepasst hat und gehen konnte. Seitdem hat er Vorbehalte zur Fußpflege zu gehen.
Entsprechende Werbung und Praxisschilder lösen unangenehme Reaktionen bei ihm aus.
Wie lässt sich lernpsychologisch erklären, dass es nicht zu einer Löschung der konditionierten Angst
vor der Fußpflege gekommen ist?
Konditionierung höherer Ordnung verhindert den Löschungsprozess.

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Vermeidungsverhalten ist Shaping unterlegen und verhindert so die Löschung.


Vermeidungsverhalten wird intermittierend positiv verstärkt und verhindert so die Löschung.
Ein hohes Maß an Reaktionsgeneralisierung verhindert die Löschung.
Vermeidungsverhalten wird negativ verstärkt und verhindert die Löschung.

8. Lernen, Verhaltenstherapie (17)


Frau E., 65 Jahre, leidet seit vielen Jahren an Arthrose im Schultergelenk. Die Abnutzung hat sich in
den vergangenen Jahren massiv verschlechtert, die Schmerzen entsprechend verstärkt. Aus diesem
Grunde wurde nun im Rahmen einer Schulterarthroskopie ein Sehnenkanal erweitert; die Operation
ist sehr gut gelungen. Die Patientin hat nun nur noch geringe Schmerzen an der Narbe, aber keine
Schmerzverstärkung beim Bewegen. Dennoch traut sie sich kaum den Arm zu bewegen, bei den
physiotherapeutischen Übungen reagiert sie sehr ängstlich und zeigt einer deutliche mimische
Schmerzreaktion, obwohl sie das Vorhandensein starker Schmerzen aber verneint.
Die Aufrechterhaltung dieses ängstlich-vermeidenden Schmerzverhaltens kann durch einen
bestimmten Lernmechanismus erklärt werden. Um welchen handelt es sich?
der operante Mechanismus der negativen Verstärkung
der nicht-assoziative Mechanismus der Dehabituation
der operante Mechanismus der Bestrafung
der operante Mechanismus der positiven Verstärkung
der Mechanismus der Klassischen Konditionierung

9. Lernen, Verhaltenstherapie (18)


Werner P., 66 Jahre alt, hat bei einem Treppensturz eine komplizierte Knieverletzung erlitten. Nach
einer Operation kann er erst ein Monat später das Bein wieder bewegen. Herr P. muss jetzt mühselig
wieder lernen, das Knie zu drehen und zu laufen. Seine Physiotherapeutin geht dabei langsam und
stufenweise vor, indem sie jede seiner Handlungen belohnt, die sich dem Zielverhalten (ein Ball
wegtreten, aufstehen und das Knie beugen) nähert.
Auf welchem lernpsychologischen Prinzip beruht das beschriebene Vorgehen der Physiotherapeutin
am ehesten?
Token economy
intermittierende Verstärkung
Time-out
Shaping
Modelling

10 . Schmerz (04)
Eine Patientin leidet seit Jahren unter Spannungskopfschmerz. Trotz regelmäßiger Massage und
Wärmetherapie kann die Spannung der Nackenmuskulatur nicht verringert werden. Auch
verschiedene Versuche, die Patientin dazu zu bewegen, ein Entspannungstraining wie z.B. autogenes
Training oder progressive Muskelrelaxation zu erlernen, schlugen fehl, da die Patientin der Annahme
ist, keinen Einfluss auf ihre Muskulatur zu haben.
Welches zusätzliche Verfahren kann noch eingesetzt werden, um die Patientin bei der Erlernung
eines Entspannungsverfahrens zu unterstützen?
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Analyse der individuellen Abwehr


Psychoanalyse
systematische Desensibilisierung
Biofeedback
Reizüberflutung

Themengebiet Neuropsychologie - 7 Fragen

11. Neuropsychologie (10)


Frau L. leidet an Schlafstörungen und lässt sich im Schlaflabor über zwei Nächte hinweg untersuchen.
Welcher der angeführten Aussagen weist am ehesten auf eine gestörte Schlafarchitektur hin?
Die Patientin durchläuft die Schlafstadien 1 bis 4 etwa 5-mal in jeder der untersuchten Nächte.
Die REM-Phasen werden im Verlauf der zweiten Nachthälfte deutlich kürzer.
Im REM-Schlaf stellt man eine Atonie der Skelettmuskulatur fest.
In REM-Phasen wird eine Befeuchtung der Scheide festgestellt, ohne dass die Patientin,
nachdem sie geweckt wurde, über Trauminhalte mit sexuellem Inhalt berichtet.
Man stellt fest, dass etwa 20% der Schlafzeit durch REM-Schlaf gekennzeichnet sind.

12. Neuropsychologie (11)


Nach einer Hirnblutung mit einhergehender Lähmung der rechten Körperhälfte und deutlichen
sprachlichen Defiziten wird Herrn F. in einer neurologischen Ambulanz eine Broca-Aphasie
diagnostiziert. Welche Veränderungen der Sprache sind für diese Diagnose typisch?
Ausgeprägte Wortfindungsstörungen
Kaum Sprachproduktion, stark gestörtes Sprachverständnis
Reichliche Sprachproduktion, Paraphasien, stark gestörtes Sprachverständnis
Viele Neologismen, stark gestörtes Sprachverständnis
Vorwiegend Störungen der Sprachproduktion, relativ intaktes Sprachverständnis

13. Neuropsychologie (13)


Ein Finthener Bauer ist beim Ernten von Kirschen von der Leiter gefallen. Nachdem er kurze Zeit
ohnmächtig war, kann er dem herbeigerufenen Notarzt zwar sagen, wie er heißt und woher er
kommt. An den Hergang des Unfalls kann er sich jedoch nicht erinnern.
Diese Gedächtnisstörung lässt sich erklären als
proaktive Hemmung.
retrograde Amnesie.
anterograde Amnesie.
retroaktive Hemmung.
Extinktion.

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14. Neuropsychologie (15)


Ein Neuropsychologe möchte die Fähigkeit eines Patienten überprüfen, wie viele Zahlen dieser sich
unmittelbar merken kann.
Welche Gedächtnisfunktion wird am ehesten überprüft?
Altgedächtnis
Gedächtnisspanne, Arbeitsgedächtnis
Nondeklaratives Gedächtnis
Priming
Prozedurales Gedächtnis

15. Neuropsychologie (18)


Herr J. kann sich nach einer Hirnschädigung keine neuen Informationen merken und sich auch nicht
an die aufeinanderfolgenden Besuche bei seinem Arzt erinnern. Aus diagnostischen Gründen begrüßt
der Arzt ihn eines Tages mit einer dem Patienten nicht erkennbaren Reißzwecke in der Hand, die den
Patienten erheblich schmerzt. Am nächsten Tag kann Herr J. sich wieder weder an den vorherigen
Tag noch an den Arzt erinnern, zögert jedoch plötzlich dabei, als dieser ihm die Hand zur Begrüßung
reicht.
Auf welche Gedächtnisleistung lässt sich das Zögern von Herrn J. am zweiten Tag am ehesten
zurückführen?
Deklaratives Gedächtnis
Episodisches Gedächtnis
Implizites Gedächtnis
Semantisches Gedächtnis
Sensorisches Gedächtnis

16. Neuropsychologie (20)


Welches Merkmal ist nicht kennzeichnend für den REM-Schlaf?
Anzeichen sexueller Erregung
Gute Erinnerung an oft lebhafte Träume nach dem Wecken
Niedrigamplitudiges EEG
K-Komplexe
Tonische Hemmung (Atonie) der quergestreiften Muskulatur

17. Neuropsychologie (28)


Welches Areal des Gehirns ist vor allem bei negativen Emotionen ─ etwa Angst ─ akNviert?
Locus caeruleus
Amygdala
Thalamus
Hypothalamus
Anteriorer cingulärer Cortex

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Themengebiet Psychotherapie und Psychoanalyse, Abwehr – 4 Fragen

18. Psychotherapie u. -analyse, Abwehr (18)


Ein Englischlehrer lebt in Scheidung mit seiner Ehefrau. In den letzten Monaten hatte es erheblich
Konflikte um das Besuchsrecht für seine beiden Kinder gegeben. Aus jedem Gespräch beim
Scheidungsanwalt sei er, so berichtet er seinem Freund, geladen rausgekommen. Anschließend sei er
zur Schule gegangen und habe seinen Unterricht gehalten und mündliche Prüfungen abgenommen.
Die Schüler seien ja viel schlechter geworden und man müsse sie disziplinieren, berichtet er. Der
Notendurchschnitt sei trotz gleicher Aufgabenstellung wie in den vergangenen Jahren nun um einiges
schlechter geworden.
Hier scheint ein Abwehrmechanismus am Werk zu sein. Um welchen handelt es sich hier am
ehesten?
Introjektion
Rationalisierung
Identifizierung
Verschiebung
Projektion

19. Psychotherapie u. -analyse, Abwehr (19)


Eine Mutter berichtet dem Hausarzt: „Meine kleine Sonja war gestern das erste Mal im Kindergarten.
Sie hat mir erzählt, dass sie sich mit anderen Kindern um Bauklötze gestritten hat. Irgendwie fühlt sie
sich nicht wohl mit all den fremden Kindern. Am Abend verlangte sie von mir den Schnuller, den sie
nun schon seit zwei Jahren nicht mehr hatte.“
Welcher Abwehrmechanismus hat wohl bei Sonja seine Wirkung entfaltet?
Regression
Somatisierung
Identifizierung
Verleugnung
Verschiebung

20. Psychotherapie u. -analyse, Abwehr (20)


Was beschreibt das von Sigmund Freud entwickelte topografische Modell der Psyche?
Es betrifft die Differenzierung:
von ES, ICH und ÜBERICH
in unbewusste, vorbewusste und bewusste psychische Prozesse
in eine orale, eine anale und eine phallische Phase
in unbewusste und bewusste Prozesse
von ES und ÜBERICH

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21. Psychotherapie u. -analyse, Abwehr (21)


Die Deutung von Erinnerungsmaterial durch den Therapeuten ist insbesondere Kennzeichen der:
Gesprächspsychotherapie
Psychoanalyse
Kognitiven Verhaltenstherapie
Überflutungstherapie (Flooding)
Systematischen Desensibilisierung

Themengebiet Medizinische Soziologie – 8 Fragen

22. Altern (5)


Chronische Krankheiten sind die häufigste Ursache für Frühberentung in unserer Gesellschaft.
Welche Krankheitsgruppe ist seit 2003 bei Männern die häufigste Ursache für die Frühberentung?
Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes.
Krankheiten der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels.
Krankheiten des Kreislaufsystems.
Psychiatrische Krankheiten.
Krebskrankheiten.

23. Demographie (06)


Nach der Theorie der demographischen Transformation stellt ein fehlender Geburtenüberschuss
(weniger Geburten als Sterbefälle) ein typisches Merkmal dar für …
die Bevölkerungsweise der vorindustriellen Phase.
die Bevölkerungsweise in agrarisch strukturierten Ländern.
die Bevölkerungsweise der frühindustriellen Phase.
die Bevölkerungsweise der industriellen Phase.
die Bevölkerungsweise der sogenannten Phase schneller Alterung.

24. Demographie (10)


Welche Aussage zum Prozess des demographischen Alterns in der deutschen Gesellschaft trifft nicht zu?
Der Umfang des demographischen Alterns zu einem bestimmten Zeitpunkt lässt sich anhand
des Alten-Jugendlichen-Verhältnisses abschätzen.
Durch das demographische Altern ist der behandelnde Arzt mit einem Anstieg multimorbider
Patienten konfrontiert.
Der Umfang des demographischen Alterns in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren
wurde überwiegend durch den Rückgang der Säuglingssterblichkeit bestimmt.
Das demographische Altern führt zu einer Verschiebung des Krankheitspanoramas.
Durch den Einfluss demograph. Alterns auf das Krankheitsspektrum erhalten ärztliche
Beurteilungskriterien wie "funktionaler Status" und "gesundheitsbezogene Lebensqualität"
eine wachsende Bedeutung.
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25. Sozialstruktur/Soz. Schichtung (04)


Das Konzept der „sozialen Milieus“ ist ein Instrument zur Analyse der Sozialstruktur einer
Gesellschaft. Welche Aussage zur Beschreibung sozialer Milieus ist nicht zutreffend?
Soziale Milieus …
bilden Gruppen von Personen in der Gesellschaft ab.
gehen vom Einfluss der sozialen Umwelt auf Einstellungen und Verhaltensweisen aus.
werden nur zur Marktforschung eingesetzt.
erfassen gesundheitsrelevantes Verhalten (z. B. Ernährung und Freizeit)
beinhalten vertikale und horizontale Differenzierung.

26. Sozialstruktur/Soz. Schichtung (08)


Die „Erwerbsrolle“ einer Person in der Industriegesellschaft ist von großer Bedeutung. Welche
Aussage für die Erwerbsrolle trifft nicht zu?
Die Erwerbsrolle ….
bestimmt den Status der Person in der Gesellschaft.
garantiert Gratifikation und Zugehörigkeit.
regelt das Einkommen und damit die Lebens- und Wohnbedingungen.
hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung der Person.
steht in keinem Zusammenhang zum Krankheitsrisiko.

27. Sozialstruktur/Soz. Schichtung (11)


Nach neueren Untersuchungen der OECD ist der Anteil der von Armut betroffenen Bevölkerung in
Deutschland in den letzten Jahren angestiegen. Wie hoch ist gegenwärtig der Anteil der Haushalte,
die in Deutschland von relativer Armut betroffen sind?
ca. 0,5 %
ca. 30 %
ca. 50 %
ca. 5 %
ca. 13 %

28. Soz. Ungleichheit und Krankheit (04)


Die Drifthypothese beschreibt einen bestimmten Zusammenhang zwischen der sozialen Struktur und
der Verteilung von Krankheit und Sterblichkeit in der Gesellschaft. Welche der folgenden Aussagen
ist dafür am zutreffendsten?
Nach der Drifthypothese steigen erkrankte Personen sozial ab und können keine höheren
Statuspositionen erreichen.
Nach der These der sozialen Verursachung treten in den oberen Schichten häufiger potenziell
erkrankungsfördernde Bedingungen auf.
Das Konzept der relativen Benachteiligung besagt, dass statusbedingte Gesundheitsrisiken für
alle sozialen Gruppen zutreffen.

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Gesundheitliche Risiken variieren mit dem Alter der Personen.


Angelernte Erwerbstätige mit einfacher Tätigkeit sind gesundheitlich geringer belastet als
höher qualifizierte Angestellte.

29. Soz. Ungleichheit und Krankheit (06)


Die Analyse der Sozialstruktur in Deutschland weist auf eine zunehmende Einkommensdisparität hin.
Welche Folgen ergeben sich daraus für die Gesellschaft?
Steigende Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am gesellschaftlichen Wohlstand.
Zunehmende Deprivation von bestimmten Bevölkerungsteilen.
Reduzierung der Armut in allen Bevölkerungsgruppen.
Verbesserung der Gesundheitssituation der gesamten Bevölkerung.
Zunehmende Nivellierung der Sozialschichten in der Mitte der vertikalen Hierarchie.

Themengebiet Methoden – 11 Fragen

30. Studienformen (22)


Ein Forscher hat die Hypothese, dass die Einnahme von antioxidativen Vitaminen das Risiko für
Krebserkrankungen verringert.
Welche dieser Aussagen zu Risikokennwerten trifft nicht zu?
Das attributable Risiko ist derjenige Anteil des Risikos, der einem Risikofaktor zugeschrieben
werden kann.
Das Odds Ratio berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Risiko der Interventionsgruppe
und dem der Kontrollgruppe.
Die relative Risikoreduktion ist gleich der absoluten Differenz zwischen dem Risiko der
Interventionsgruppe und dem der Kontrollgruppe geteilt durch das Risiko der Kontrollgruppe.
Ein relatives Risiko von 1 besagt, dass das Risiko der Exponierten mit dem der
Nichtexponierten identisch ist.
Odds Ratios können auch dann berechnet werden, wenn Angaben zur Inzidenz fehlen.

31. Studienformen (23)


In einer Stadt zeigen sich hohe Suizidraten von ca. 60 Suiziden / 100 000 Personenjahre. Es wird ein
medizinisch-psychologisches Beratungszentrum mit besonderem Schwerpunkt zur Verhütung von
Suiziden eingerichtet. Nach fünf Jahren beträgt die Suizidrate weiterhin 60 / 100 000.
Die Korrelation ist 0,3.
Der Rückgang der Suizide beträgt 40%.
Das Odds-Ratio beträgt 1.
Das Ergebnis ist hoch signifikant.
Das relative Risiko nach fünf Jahren beträgt 3.

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32. Studienformen (24)


Welcher Studientyp ist laut evidenz-basierter Medizin zur Überprüfung der Wirksamkeit einer
Behandlungsmaßnahme am besten geeignet?
Ein-Gruppen-Prä-Post-Design
Fall-Kontroll-Studie
Kohortenstudie
repräsentative Querschnittsuntersuchung
randomisierte kontrollierte Studie

33. Studienformen (25)


Die „Number Needed to Treat“ (NNT) ist ...
ein Maß zur Bezeichnung des relativen Risikos.
ein Maß für den Nutzen einer Intervention.
ein Maß zur Beurteilung von Längsschnittstudien.
umso höher, je wirksamer eine Behandlung ist.
abhängig von der Risikowahrnehmung der Patienten.

34. Studienformen (26)


Alle Krankenakten der letzten 10 Jahre der verschiedenen Kliniken in einer bestimmten Region
wurden daraufhin untersucht, wie häufig Niereninsuffizienzen pro Jahr neu auftraten.
Die hierbei ermittelte Maßzahl nennt man...
Maßzahl für das attributable Risiko
Inzidenzdichte
Inzidenzrate
Prävalenz
Maßzahl für ein Überschussrisiko

35. Studienformen (27)


Womit lässt sich die randomisierte kontrollierte Studie am ehesten charakterisieren?
Bei diesem Studientyp werden die Probanden retrospektiv untersucht.
Die Probanden sind verpflichtet, an solchen Studien teilzunehmen, sofern ein klinischer
Nutzen zu erwarten ist.
Die Probanden werden je nach ihrer Präferenz einer Interventions- oder einer Kontrollgruppe
zugeordnet.
Die Probanden werden zu einem singulären Zeitpunkt untersucht.
Mithilfe dieses Studientyps kann die Wirkung einer Therapiemaßnahme untersucht werden.

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36. Studienformen (28)


Das Ziel einer Untersuchung war die Überprüfung des Behandlungserfolges bei Depression von
Pharmako- vs. Psychotherapie. Als kritischer Wert für die Signifikanzprüfung wurde eine
Irrtumswahrscheinlichkeit von ≤ 5 % festgelegt. Die Mittelwerte der Symptomreduktion zweier
entsprechend behandelter Patientengruppen waren auf dem 5%-Niveau (alpha ≤ 0,05) signifikant
unterschiedlich.
Welche Aussage über dieses Ergebnis ist zulässig?
5% der Patienten einer Behandlungsgruppe waren mit ihrer Behandlung zufrieden.
Der Unterschied der Mittelwerte der Zufriedenheit betrug höchstens 5%.
Die Wahrscheinlichkeit, die Alternativhypothese irrtümlich abzulehnen, war ≤ 0,05.
Die Wahrscheinlichkeit, die Nullhypothese irrtümlich abzulehnen, war ≤ 0,05.
Die Zufriedenheit einer der beiden Gruppen war um 5% höher als die Zufriedenheit der
anderen Patientengruppe.

37. Testtheorie (22)


Eine Krankenschwester lässt einen Patienten seine Schmerzen auf einer gleichabständigen Skala von
0–10 beziffern.
Wie wird das Verfahren bezeichnet?
Numerisch verankerte Ratingskala
Schmerzmännchen
Adjektivskala
Schmerzthermometer
Visuelle Analogskala

38. Testtheorie (23)


In einer Universität wird ein neuer Test zur Auswahl von Studienanfängern eingeführt. Dazu wird ein
15 minütiges Gespräch mit dem Bewerber geführt. Der Präsident der Uni möchte die Qualität des
Test-Gesprächs überprüfen und lässt im ersten Jahr jeden Bewerber von zwei Prüfern unabhängig
beurteilen. Um welche Art von Studie handelt es sich?
Eine Teststandardisierung
Ein Test zur Objektivität
Eine Studie zur Test-Ökonomie
Eine Validitätsprüfung
Ein projektives Verfahren

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39. Testtheorie (24)


Ein Forscher hat die Hypothese, dass ein aktiver Krankheits-Bewältigungsstil den Verlauf einer
Krebserkrankung günstig beeinflussen kann. Unter aktiver Bewältigung versteht er die
Auseinandersetzung mit der Erkrankung und den damit verbundenen Ängsten. Ein dazu entwickeltes
Psychotherapieverfahren soll in einer randomisierten Studie mit einer Vergleichsgruppe evaluiert
werden.
Welche der folgenden Aussagen beschreibt das oben genannte Studienvorhaben am besten?
Angabe der Gütekriterien eines Messverfahrens
Überprüfung der Validität eines psychologischen Messverfahrens
Prüfung der Wirksamkeit einer psychologischen Intervention
Angabe des Messverfahrens zur Erfassung des Konstrukts
Prüfung einer aus dem Konstrukt abgeleiteten Hypothese

40. Testtheorie (25)


In der klassischen Testtheorie gibt es mehrere Gütekriterien.
Welche dieser Aussagen zu diesen Gütekriterien trifft nicht zu.
Ein objektives Verfahren ist Voraussetzung für eine reliable Messung von Merkmalen.
Ein Verfahren mit valider Messung des gesuchten Merkmals ist Voraussetzung für die
Objektivität.
Ein reliables Verfahren ist Voraussetzung für valide Messungen des gesuchten Merkmals.
Objektive Verfahren sind Voraussetzung für valide Messungen des gesuchten Merkmals.
Objektivität, Reliabilität und Validität sind Hauptgütekriterien bei der Entwicklung
psychologischer Tests.

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