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Deutsches Referat

Das Kapitel spielt im Jahr 1992, 3 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und 2 Jahre nach dem
Ende der DDR.
Claudia kommt auf den Tod ihres Grossvaters 30 Jahre zuvor (1962) und die Tatsache zurück, dass
das Einzige, was wir über seinen Tod und seine Inhaftierung wissen, einige Dokumente sind, der
Rest ist verborgen. Es stellt sich heraus, dass Claudias Grossvaters und Mutter von einem gewissen
IM „Buche“ ausspioniert wurden und dass es sich bei dieser Person um jemanden handelt, der die
beiden gut kennt: dies bringt Claudias und ihre Mutter dazu, ihre Grossmutter zu verdächtigen,
obwohl ihre Grossmutter immer gesagt hat, dass sie dieses System hasst. Aber unter Erpressung
kann jeder Mensch etwas tun, was er niemals tun würde: vielleicht wird die Grossmutter erpresst,
aber Claudia sieht nicht, wie das möglich ist. Claudias Mutter beschliesst, mit einem Freund von ihr
zu sprechen, der gesteht, IM „Buche“ zu sein und ihren Vater ausspioniert zu haben. Als sie die
Nachricht über den „Freund“ erfährt, weiss die Mutter nicht, ob sie erleichtert sein soll, dass ihre
Vermutung über ihre Mutter falsch ist, oder ob sie erschrocken sein soll über Tatsache, dass eine
Person, die sie für einen Freund hielt, sie verraten und den Tod ihres Vaters herbeigeführt hat und
alles 30 Jahre lang verheimlicht hat.
Dieses System, in dem sie leben, basiert auf Angstt, so dass man sagt, das Ziel des Staates sei es,
die Menschen dazu zu bringen, in Angst zu leben: die Grossmutter sagt nämlich, dass sie keine
politischen Witze machen und dass es bei bestimmten Themen besser ist, leise zu sprechen.
Aus diesen Zitaten geht auch häufig hervor, dass die wiederkehrenden Gefühle Furcht, Angst und
Misstrauen sind. Ausserdem führt die Tatsache, dass man zu jeder Tageszeit ausspioniert werden
kann, dazu, dass man sein Leben mit einer Bremse lebt, nicht das sagt, was man gerne sagen würde,
und somit in einem Klima der Angst lebt. Das Ziel des Staates, die Menschen in Angst leben zu
lassen, kann also als erreicht gelten.
Die von diesem System erzeugte Angst führt dazu, dass die Menschen immer unmenschlicher
werden und niemandem mehr trauen können, so dass Claudia und ihre Mutter glauben, dass der
Spion ihre Großmutter sein könnte, eine Frau, die ihren toten Mann immer geliebt hat.
Man weiß nicht mehr, wem man trauen kann: Claudias Mutter glaubt, in ihrer so genannten
Freundin Unterstützung zu finden, doch in Wirklichkeit entpuppt sie sich als IM.
Die Angst führt dazu, dass wir sogar an den Menschen, die wir lieben, zweifeln. Daraus wird
deutlich, dass es sich um ein krankes System handelt, das nicht nur darauf abzielt, Ängste zu
schüren, sondern auch Brüche zwischen den Menschen zu verursachen, die zu ungesunden
Situationen