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Fragenkatalog Psychologie

1. Hauptklassen von Neuronen + Beschreibung


• Sensorische Neuronen: Übertragen Signale von außen nach innen (von Augen, Ohren, … ->
Zentralnervensystem)
• Motorische Neuronen: leiten Signale nach außen (von Zentralnervensystem -> Muskeln und
Drüsen) Steuern Körperfunktionen
• Interneuronen: vermitteln zwischen sensorischen und motorischen Neuronen

2. Die 4 Ziele der wissenschaftlichen Psychologie –beschreiben und anhand eines Beispiels
erklären
• Beschreibung und Messung von Verhalten
• Verhalten erklären
• Verhalten vorhersagen
• Verhalten kontrollieren und verändern
Stefan wird wütend und schreit rum, wenn Bernhard ohne ihn wegfährt.
Stefan möchte vermutlich dabei sein und/oder Bernhard kontrollieren (Kontrollzwang) Wenn
er unmittelbar sieht, dass Bernhard wegfährt, kommt es zu dieser Situation.
Mit Stefan Spazieren gehen oder ihn ablenken, damit man mit Bernhard in Ruhe wegfahren kann.

3. Wer oder was bildet die biologische Grundlage für Erleben und Verhalten?
Nerven, Gehirn, Hormone und Gene

4. Anwendungsgebiete der Psychologie nennen (mindestens 4) und stelle ein dir bekanntes
Arbeitsfeld näher da.
• Sozialpsychologie
• Entwicklungspsychologie: Erklärt die Entwicklung und Veränderung im Erleben und Verhalten
während des ganzen Lebens. Von vorgeburtlichen Entwicklungen über Kindheit, Jugend,
Erwachsenenalter bis hin zum hohen Alter und Tod.
• Biologische Psychologie
• Arbeitspsychologie
• Marktpsychologie

5. Bestimme die Begriffe Erleben und Verhalten


• Verhalten: Alles was von außen beobachtbar ist also Handlungen und Reaktionen
• Erleben: Sind Vorgänge im Menschen, die nicht von außen beobachtet werden. Was wir
fühlen, denken

6. Was bedeutet der Begriff Wahrnehmung und wie funktioniert sie.


= Prozess und das Ergebnis der Informationsgewinnung und Verarbeitung von Reizen aus der Umwelt
und dem Körperinneren. (Umweltreize, Körperreize)

7. Stellen Sie dar, wie soziale Faktoren die Wahrnehmung beeinflussen können. Gehen Sie
dabei auch auf mögliche Gefahren ein, die eine Verfälschung der Wahrnehmung nach sich
ziehen kann.
Verhalten gegenüber einer anderen Person hängt oft davon ab, welches Bild man sich von ihr macht
und welche Eigenschaften man ihr zuschreibt. (Gesellschaftliche und kulturelle Gegebenheiten,
Soziale Werte und Normvorstellungen, Beeinflussung durch andere Personen oder Gruppen)
Vorurteile und Fehlwahrnehmungen sind hier nicht ausgeschlossen. Z.B. schreibt man einem
studierten Menschen höhere Intelligenz in allen Bereichen zu.
8. Beschreibe die Eigenschaften der Wahrnehmung + Erklärung
• Subjektivität: Jede Wahrnehmung ist subjektiv. Derselbe Reiz wird von unterschiedlichen
Personen oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten anders wahrgenommen.
• Selektivität: Unsere Sinne wählen nur einen Bruchteil aller wahrnehmbaren Reize aus, die wir
wahrnehmen
• Vereinfachung: Viele verschiedene Einzeleindrücke werden zu einem Gesamtbild
zusammengefügt.

9. Welche Fehler in der Wahrnehmung von Personen kennst du. Beschreibe 4 davon genauer
• Fehler der Milde: Fehler bei uns symphytischen Menschen werden eher entschuldigt.
• Rolleneffekt: Schubladendenken = Sprechen Menschen mit einer bestimmten Rolle,
bestimmte Eigenschaften zu, z.B. Lehrer
• Logische Fehler: logische weiterfolgern von Eigenschaften auf andere. Z.B. starker Mann =
aktiv und sportlich
• Primacy-Effekt: Bild einer Person richtet sich stark nach dem ersten Eindruck

10. Störungen der Wahrnehmung können passieren durch? Nennen Sie mindestens 4 und
beschreiben Sie diese kurz.
• Organische Schäden: an Sinnesorganen, Nervensystem oder Bereichen im Gehirn •
Extremer Reizmangel: länger andauernder Reizentzug kann zu Veränderungen führen.
• Drogeneinfluss: Alkohol, Rauschmittel verzerren die Wahrnehmung
• Besondere Zustände: Ausnahmezustände, z.B. große Freude, Angst, Trauer oder Wut.

11. Persönlichkeitsentwicklung nach Erikson. 8 Phasen benennen und eine der Stufen genauer
beschreiben.
I. Urvertrauen vs. Misstrauen
II. Autonomie vs. Scham/Zweifel
III. Initiative vs. Schuldgefühl
IV. Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl
V. Identität vs. Identitätsdiffusion
VI. Intimität vs. Isolierung
VII. Generativität vs. Stagnation
VIII. Integrität vs. Verzweiflung: Der Mensch blickt auf sein Leben zurück und ist zufrieden.

12. Reifung/Lernen Beschreiben Sie diese beiden Prozesse in der Entwicklung


Reifung: Innere Wachstumsimpuls, von außen nicht beobachtbar.
Lernen: Erwerb neuer bzw. Änderung bestehender Verhaltens- und Erlebensweisen als Folge von
Erfahrungen und Übung. Ebenso das Speichern von neuen Erfahrungen.

13. Wechselwirkung von Reifung und Lernen.


Beide sind voneinander abhängig.

14. Bedingungen der Entwicklung, nennen und erklären.


• Genetische Faktoren: alles was bei der Zeugung mitgegeben wurde. Werden vererbt.
• Umwelt: Alle direkten und indirekten Einflüsse, ein ganzes Leben lang. Schlechte Umgebung
kann Entwicklungsstörungen hervorrufen.
• Selbststeuerung: Eigene Entscheidungen, ich gestalte auch selbst mein Leben.

15. Zusammenwirken der Entwicklungsbedingungen


Sind voneinander abhängig und lassen so die Entwicklung des Menschen voranschreiten.
16. Entwicklungsaufgaben
Aufgaben, die der Mensch von Geburt bis zum Tod zu bewältigen hat.

17. Bindung
Von Geburt an bis ins hohe Alter ist es ein Bedürfnis des Menschen, eine enge Bindung zu einer
Bezugsperson aufzubauen.
Fehlen dieser Bindung wirkt sich erheblich auf körperliche, psychische und soziale Entwicklung eines
Kindes aus.

18. 4 Faktoren für den Aufbau und die Aufrechterhaltung von Resilienz
• Erfolgserlebnisse
• Positive Bindungen und Beziehung zu Bezugspersonen
• Interesse der Bezugsperson am Kind und seinen Leistungen
• Kindgemäße Leistungsanforderungen
• Bezugsperson, die angemessen fördert und anregt

19. Was zeichnet resiliente Kinder aus? 4


• Positives Selbstkonzept
• Optimistische Grundhaltung
• Selbstwirksamkeitsüberzeugung
• Zielorientierung

20. Nenne 3 wesentliche Aspekte des Begriffs Emotion.


Emotionen (Gefühle) sind subjektive Erlebnisweisen, die das Verhalten des Menschen beeinflussen.
• Körperliche Vorgänge: Herzklopfen, Errötung, …
• Seelische Befindlichkeit: Erfahrungen, Gedanken, …
• Verhalten: Mimik, Gestik, …

21. Funktionen von Gefühlen – 4 nennen und beschreiben.


• Regulationsfunktion: Gefühle Melden, wenn Funktionen des Körpers in Ungleichgewicht
geraten (z.B. Hunger, wenn er Nahrung braucht, Müde, wenn Erholung)
• Selektionsfunktion: Gefühle beeinflussen die Wahrnehmung und wie bestimmte Reize
wahrgenommen werden (z.B. Bei Glück nimmt man die Umwelt anders wahr als bei Trauer)
• Motivationsfunktion: Gefühle aktivieren und steuern unser Verhalten und setzen uns somit
in Gang. Emotionen geben unserem Verhalten eine Richtung auf ein Ziel hin.
• Ausdrucksfunktion: Mimik, Gestik, Körperhaltung, Tonfall. Damit drücken wir auch aus, was
wir fühlen.
• Wertungsfunktion: Gefühle zeigen an, was wir mögen oder auch ablehnen
• Soziale Funktion: Gefühle steuern und regulieren auch soziale Interaktion.

22. Merkmale die den Begriff Motivation kennzeichnen


• Aktivierung: Verhalten in Bewegung setzen
• Richtung: Aktivität auf ein bestimmtes Ziel lenken
• Intensität: Kann mehr oder weniger stark oder intensiv ausgeführt werden
• Ausdauer: Zielstrebiges Verhalten kann mehr oder weniger ausdauernd sein

23. Was versteht man unter extrinsischer/intrinsischer Motivation?


Extrinsische Motivation: werden von Dritten (Vorgesetzen z.B.) vorgegeben, um jemanden zu einer
bestimmten Handlung oder Verhalten zu motivieren. Z.B. Gehaltserhöhung
Intrinsische Motivation: Selbst bestimmte Faktoren, die jeder Einzelne für sich als wichtig erachtet.
Z.B. Entscheidungsfreiheit, persönliche Entwicklungsmöglichkeit

24. Beschreibe 3 verschiedene Ansätze/Theorien.


• Anreiztheorie: Mensch wird aktiv, wenn er etwas Schönes erfahren oder Schlechtes
vermeiden möchte.
• Kognitive Theorie: Erwartung eines Menschen motiviert ihn, ein bestimmtes Verhalten zu
zeigen.
• Bedürfnistheorie: Der Mensch wird aktiv, um ein Bedürfnis zu befriedigen (Hunger)

25. Bedürfnispyramide von Maslow. Erklären + was wollte Maslow damit aussagen?
Der Mensch wird in seinem Verhalten von hierarchisch strukturierten Bedürfnissen geleitet. Basis
sind die grundlegenden körperlichen Bedürfnisse. Spitze das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung.
Das kann aber erst verwirklicht werden, wenn alle darunter liegenden Bedürfnisse befriedigt sind.

26. Was ist unter dem Begriff „emotionale Belastung“ zu verstehen?


= Beeinträchtigung der Befindlichkeit und Stimmung einer Person, die einen Leidensdruck erzeugt.
Dadurch werden Erlebniswelten und Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt.

27. Was versteht man bei der Stressbewältigung unter „Coping“ und „Ressource“?
Coping = jeder Versuch, belastende und stressreiche Situationen anzugehen und zu bewältigen.
Ressource = allgemeine Bezeichnung für die Kräfte eines Individuums, die zur Bewältigung einer
bestimmten Situation zur Verfügung stehen.

28. Auslöser für Gefühle und Beschreibung


• Wahrnehmungen: Freude beim Anblick eines bestimmten Menschen, Angst bei einem
Notsignal
• Vorstellungen: Vorfreude, Zuversicht oder Prüfungsangst
• Erinnerungen: Erinnerung an gute alte Zeiten oder an ein schlechtes Erlebnis
• Körperliche Zustände: Stimmungsschwankungen, Erschöpfungsdepression