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Tschick ist ein 2010 im Rowohlt Verlag erschienener Jugendroman von Wolfgang Herrndorf.

Er
handelt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem 14-Jährigen aus bürgerlichen
Verhältnissen und einem jugendlichen Spätaussiedler aus Russland.

Eine Geschichte, bei der man viel lacht, aber auch weinen kann. Eine Geschichte, die einen berührt
und die einen fest in ihren Bann zieht. Nicht umsonst sagt man, dass dieser Roman ein Klassiker wird
oder auch schon ist. Wenn du ihn noch nicht gelesen hast, solltest du das aber schleunigst tun.

Die vierzehnjährige Tatjana Cosic ist eine Klassenkameradin von Maik und seiner Meinung nach „das
schönste Mädchen der Welt“.
Sie ist 1, 65 m groß, serbischer oder kroatischer Abstammung und wohnt mit ihren Eltern in einem
Mietshaus. Sie ist Fan der Sängerin Beyoncé und hat sogar Ähnlichkeit mit ihr.

In dem Roman Tschick von Wolfgang Herrndorf ist Joseph Klingenberg, auch bekannt als Maiks
Vater, einer der Nebencharaktäre.
Über ihn erfahren wir deshalb auch nicht sehr viel, nur das Nötigste, nämlich dass er
Immobilienmakler ist und sich langsam auf den Bankrott zubewegt.
Er ist stets gut gekleidet.
Er hat an den finanziellen Folgen seiner Fehlplanung schwer zu tragen, weil Naturschützer sein
Projekt fehlschlagen ließen und ihm so einiges an Profit verloren ging.
Er betrügt seine Ehefrau, Maiks Mutter, mit seiner Assistentin Mona und zieht dabei seinen Sohn
Maik, dem er ohnehin in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit schenkte, mit hinein.
Joseph Klingenberg kommandiert seine Frau meist herum oder streitet sich mit ihr.
Nur er selbst und seine Zukunft sind ihm besonders wichtig.
Großer Erfolg und Reichtum spielen dabei eine sehr große Rolle für ihn, so dass er alles daran setzt,
damit seine Mißerfolge und Fehlschläge nicht an die Öffentlichkeit geraten.

Maiks Mutter ist, so lang er sich erinnern kann, Alkoholikerin gewesen. Doch das hat das Verhältnis
zwischen Mutter und Sohn nie gestört. Es hat sie vielleicht sogar einander näher gebracht.

Maik erinnert sich an schöne Tage auf dem Tennisplatz, die damit endeten, dass er mit seiner Mutter
Hand in Hand nach Hause lief und ihre Sporttasche trug, weil sie zum Autofahren zu betrunken war.
Bei dieser Gelegenheit sagte sie ihm: „Erstens, man kann über alles reden. Und zweitens, was die
Leute denken, ist scheißegal“ (S. 28).

Ihre Sucht wird schlimmer.

Wenn ihr Alkoholkonsum diesen Grad erreicht, fährt sie auf die „Beautyfarm“, wie sie die
Entziehungsklinik bei sich nennt. Sie hat schon mehrere dieser Aufenthalte hinter sich.
Tschick – Name: Andrej Tschichatschow

Er ist 14 Jahre alt in der Zeit, in der die Handlung spielt. Ursprünglich kommt er aus Rostow, einem
Ort in Russland. Mit seinem Bruder lebt er jetzt in Berlin Marzahn und muss auf eine neue Schule
gehen. Den Mitschülern ist der Name zu lang, daher wird er eingekürzt auf Tschick. Die Familie von
Tschick ist zwar deutschsprachig, trotzdem ist Russisch die offizielle Muttersprache des Jungen.

Er ist mittelgroß und hat Schlitzaugen, sowie sehr hohe Wangenknochen. Der Schädel ist kantig und
die Unterarme kräftig. Eine Narbe auf einem der Unterarm ist sehr auffällig. Der Mund wirkt so, als
wenn Tschick immer eine Zigarette im Mundwinkel hat, auch wenn er gerade nicht raucht. Seine
Beine sind dünn.

In der Schule trägt er meist ein schmuddeliges weißes Hemd und eine Billigjeans. Sein Mitschüler und
späterer Freund Maik beschreibt Tschicks Schuhe als tote Ratten. Von Maik wird er neu eingekleidet
und tritt seitdem in einer ordentlichen Jeans, einem grauen Jackett mit einer coolen Sonnenbrille auf.

Das Besondere an Tschick ist die schulische Laufbahn. Er soll innerhalb von 4 Schuljahren einen
Wechsel von einer Förderschule auf das Gymnasium hingelegt haben, an dem er auch Maik
kennenlernt.

Freundschaftliche Kontakte sind Tschick nicht wichtig.

Tschicks Alkoholproblem wird bereits am ersten Tag in der neuen Schule offensichtlich und schlägt
sich deutlich in seinen Noten nieder.

Von seinem Bruder lernt er Dinge wie Autos klauen und kurzschließen.
Maik – Name: Maik Klingenberg

Maik mag es nicht, wenn sein Name verniedlicht wird. Er ist ein Einzelgänger, wie Tschick auch.

Aus reichem Elternhaus stammend, wird Maik mit schicken Klamotten verwöhnt, er möchte aber nicht
als reich und verwöhnt gelten und trägt daher besonders gern eine weiße billige Jacke aus China, auf
der ein Drache prangt.

Auch Maik ist 14 in der Zeit, in der die Handlung spielt. Seine Mutter ist Alkoholikerin und der Vater hat
seine Firma gerade heruntergewirtschaftet. Das beschäftigt Maik jedoch nicht so sehr, weil er sich mit
den Gedanken an Mädchen befasst. Er empfindet seine Körpergröße selbst als zu gering und kennt
sein Problem, mit anderen in Kontakt zu treten.

Er leidet darunter, dass er nicht zu Tatjanas Geburtstagsparty eingeladen ist. Das beschäftigt ihn sehr.
Und verfestigt seine Meinung über sich selbst, dass er reich, feige und wehrlos ist.

Im sportlichen Bereich ist Maik erfolgreich und er gilt als hervorragender Hochspringer.

Maik konnte Tschick am Anfang nicht leiden. Die Freundschaft entwickelt sich erst während der
Handlung, wobei sie lange nicht als Freundschaft gesehen wird.

Isa – Name Isa Schmidt


Auch Isa ist 14, wie die beiden anderen Hauptfiguren in dem Buch. Sie trifft auf Tschick und Maik, als
diese bereits auf ihrer abenteuerlichen Tour unterwegs sind. Isa ist komplett verwahrlost und
verdreckt. Sie ist obdachlos. Als sich die drei treffen, läuft sie barfuß, trägt eine Army-Hose, die
hochgekrempelt ist und ein schmutziges Shirt.Maik beschreibt ihre Frisur so: Es sieht aus, als wenn
die Schneidemaschine beim Haareschneiden kaputt gegangen wäre. Isas Markenzeichen ist eine
Holzkiste, die sie ständig bei sich trägt und hütet, wie einen wertvollen Schatz.

Im Umgang mit den beiden Jungs ist sie frech und pöbelt sie nur an. Tschick findet Isa wenig
anziehend, weil sie so aufdringlich ist und aus seiner Sicht ziemlich stinkt. Außerdem provoziert sie ihn
zu sehr und wirkt auf Tschick wie eine Verrückte.

Maik nimmt Isa als geheimnisvolle Person wahr und weil sie keine Informationen darüber preis gibt,
wo sie her kommt und was sie auf der Müllkippe macht, auf der sie sich treffen.

Der Sprachgebrauch von Isa ist vulgär und provokant. Trotzdem macht sie deutlich, dass sie nicht
dumm ist und über ein gutes allgemeines Wissen und viele Interessen verfügt.

Dass Maik und Tschick Isa mitnehmen ist dem Umstand zu verdanken, dass sie dafür gesorgt hat,
dass sie das geklaute Auto wieder betanken konnten. Maik und Isa nähern sich an und unterhalten
sich über alles Mögliche. Tschick toleriert sie zwar, aber die beiden kommen sich nicht näher.

Personenkonstellation

Turbulente Gefühle und schwierige Beziehungen machen Wolfgang Herrnddorfs "Tschick" aus.
Die Personenkonstellation wird durch die Autofahrt ins Unbekannte gründlich durcheinandergewirbelt
und am Ende steht keiner der Figuren am selben Platz wie am Anfang der Geschichte.

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