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DualLift GmbH

Original Betriebs- und Montageanleitung


DualLift UpPro S - Personenwinden
DualLift UpPro S Cargo - Materialwinden
DualLift UpSafe ISL / OSL - Sicherungsgeräte

Dem Benutzer muss diese Betriebsanleitung


© by DualLift GmbH jederzeit zur VerfügungBetriebsanleitung
stehen. UpPro S Deutsch 30072013.doc
Stand: 30.Juli 2013
Inhalt Seite
Hinweise zu dieser Anleitung
Hinweise für Hersteller hängender Personenaufnahmemittel 3
Hinweise für Hersteller von Anlagen zum Materialtransport 3

Erklärung der in der Anleitung verwendeten Piktogramme 3

1. Wichtige Hinweise zur Sicherheit bei Montage und Betrieb 4

2. Beschreibung der DualLift Seilwinde 5


2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
2.2 Funktionsweise der Winde 5
2.3 Original DualLift Seil 5
2.4 Bauteile und Bedienelemente 6
2.5 Technische Daten 7
2.6 Technisches Datenblatt 8
2.7 Sicherheitsvorrichtungen 9
A) NOT-Halt 9
B) Motorbremse 9
C) Handablass 9
D) Not Betätigung über Handrad 9
E) Überlastabschaltung 9
F) Phasenfolgeüberwachung 10
G) DualLift Sicherungsvorrichtungen 10
H) Endschalter AUF 10
2.8 Typenschilder 11
2.9 Hinweis auf die Restrisiken 11

3. Inbetriebnahme der DualLift Seilwinde 12


3.1 Grundlagen 12
3.2 Benötigte Komponenten 12
3.3 Befestigung der DualLift Seilwinde 12
A) Befestigungsmaterial 12
B) Befestigung der DualLift Seilwinde 12
3.4 DualLift externe Steuerung 13
A) Steckverbindungen 13
B) Funktionsweise 13

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3.5 DualLift Steuerung direkt an der Seilwinde 14


A) Steckverbindungen 14
B) Funktionsweise 14
3.6 DualLift Winden mit Anschluss an Zentralsteuerung 14
A) Steckverbindungen 14
3.7 Stromversorgung 14
3.8 Drahtseile installieren 16
A) Vorbereitung 16
B) Trag- und Sicherheitsseil installieren 17
C) loses Seilende 17

4. Betrieb der DualLift Seilwinde 18


4.1 Sicherheitsüberprüfung vor der ersten Inbetriebnahme 18
4.2 Prüfungen durch den Aufsichtführenden vor jeder Benutzung 18
4.3 Wöchentliche Prüfungen 19
4.4 Betrieb AUF / AB 19
A) Halt und NOT-Halt 19
B) Betrieb AUF / AB 19
4.5 Handablass 20
4.6 Verhalten bei Einfall der Sicherungsgeräte 20
4.7 Personenaufnahmemittel/ Materialtransportanlage
außer Betrieb setzen 21

5. Beseitigung von Störungen 22

6. Instandhaltung und Prüfungen 25


6.1 Wartung und Pflege 26
A) Seiltrieb und Getriebe 26
B) Drahtseile 26
C) Motor und Motorbremse 26
6.2 Regelmäßige Prüfungen 27
A) Laufende Prüfungen 27
B) Sicherheitsüberprüfung durch eine befähigte Person 29
6.3 Instandsetzung der Seilwinde 29

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7. Beschreibung der DualLift Sicherungsgeräte 30


7.1 Bestimmungsgemäße Verwendung 30
7.2 Funktionsweise des UpSafe ISL 30
7.3 Funktionsweise des UpSafe OSL 31
7.4 Bauteile und Bedienelemente 32
7.5 Technische Daten 33
7.6 Sicherungsgeräte 33
A) NOT-Stop-Hebel (nur UpSafe OSL) 33
B) Sichtfenster zur Kontrolle der Bewegung des Fliehkraftgewichtes 33

8. Inbetriebnahme der DualLift Sicherungsgeräte 34


8.1 Befestigung des DualLift UpSafe Sicherungsgeräte 34
A) Befestigungsmaterial 34
B) Befestigung der DualLift UpSafe Sicherungsgeräte 34

9. Service für DualLift Winden und Sicherungsgeräte 35


A) Jährlicher Service 35
B) Service 4 Jahre oder 200 Stunden 35
C) Besonderer Service 35

EG- Konformitätserklärung Winde 36


EG- Konformitätserklärung UpSafe Sicherungsgeräte 38

Hinweise zu dieser Betriebs- und Montageanleitung


Ausgabedatum: 30.Juli 2013
Das Urheberrecht an dieser Betriebs- und Montageanleitung verbleibt bei der DualLift GmbH.
Technische Änderungen sind jederzeit möglich und müssen vom Nutzer regelmäßig bei DualLift erfragt
werden. Vor jeder Wartung sind die aktuellen Wartungshinweise bei DualLift zu erfragen.

   


 
Anschrift des Herstellers:
DualLift GmbH, Edisonstrasse 22, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Deutschland
Telefon: +49(0)4791 964 07-0 Telefax: +49(0)4791 964 07-27 E-Mail: info@dual-lift.com
24-Stunden Notfall-Hotline: +49(0)151 51 909 888

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Hinweis für Hersteller von hängenden Personenaufnahmemitteln
Hersteller, die DualLift Personenwinden und/oder DualLift Sicherungsgeräte in höhenveränderliche
Personenaufnahmemittel wie z.B. Befahranlagen, Bühnen, Arbeitskörbe oder Arbeitssitze einbauen, müssen alle
für eine sichere Montage und einen sicheren Betrieb notwendigen Hinweise aus dieser Anleitung an den
entsprechenden Stellen in ihrer Anleitung für das hängende Personenaufnahmemittel einfügen!
Es genügt den Forderungen der EG-Maschinenrichtlinie und den mitgeltenden Normen nicht, diese Anleitung
einfach beizulegen!

Hinweis für Hersteller von Anlagen zum Materialtransport


Hersteller, die DualLift Materialwinden und/oder DualLift Sicherungsgeräte in Anlagen wie z.B.
Materialaufzüge, Montagehilfen oder Krane einbauen, müssen alle für eine sichere Montage und einen
sicheren Betrieb notwendigen Hinweise aus dieser Anleitung an den entsprechenden Stellen in ihrer
Anleitung für die Anlage einfügen!
Es genügt den Forderungen der EG-Maschinenrichtlinie und den mitgeltenden Normen nicht, diese Anleitung
einfach beizulegen!

Erklärung der in der Anleitung verwendeten Piktogramme

Piktogramm Bedeutung des Piktogramms

wichtige Informationen für die Benutzung

drohende Sachschäden an der Winde durch eine gefährliche Situation

drohende Verletzungen oder Sachschäden durch eine gefährliche Situation.

drohende Gefahr, durch Starkstrom verletzt zu werden bzw. Lebensgefahr

drohende Gefahr, verletzt zu werden bzw. Lebensgefahr.

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1. Wichtige Hinweise zur Sicherheit bei Montage und Betrieb
a) Der Einbau und die Wartung von DualLift Person- und Materialwinden oder DualLift Sicherungsgeräte darf nur
durch Personen erfolgen, die hiermit vertraut sind und vom Unternehmer mit dem Einbau und der Wartung
beauftragt wurden.
b) Diese Personen müssen die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften, z. B. „Winden, Hub- und Zuggeräte (BGV
D8), „Sicherheitsanforderungen an Hängende Personenaufnahmemittel (DIN EN1808)” oder bei Materialwinden
“Krane-Kraftbetriebene Winden (EN14492-1)“ kennen und entsprechend unterwiesen worden sein sowie die vom
Hersteller erstellte Betriebs- und Montageanleitung gelesen und verstanden haben.
c) Wenn mehr als eine Person mit Einbau/Wartung betraut ist, muss der Hersteller des Personenaufnahmemittels
nach EN 1808 / einer Anlage für Materialtransport einen Aufsichtführenden bestimmen, der weisungsbefugt ist.
d) DualLift Personenwinden und DualLift Sicherungsgeräte sind nur zum Einbau in „Hängende
Personenaufnahmemittel” nach DIN EN1808 vorgesehen und ausschließlich für diesen Zweck zugelassen. Alle
anderen Arten der Verwendung sind mit dem Hersteller und ggfs. den Zulassungsbehörden abzustimmen.
e) DualLift Materialwinden sind nur zum Materialtransport vorgesehen und ausschließlich für diesen Zweck
zugelassen. Alle anderen Arten der Verwendung sind mit dem Hersteller/ den Zulassungsbehörden abzustimmen.
f) Der Einsatz von DualLift Personen- und Materialwinden und DualLift Sicherungsgeräten in explosionsgefährdeter
Umgebung ist nicht erlaubt.
g) Der Einsatz von DualLift Personen- und Materialwinden oder DualLift Sicherungsgeräten darf nur bei Umge-
bungstemperaturen zwischen -20°C und +40°C erfolgen.
h) Alle Teile sind vor Montagebeginn auf Vollzähligkeit und Fehlerfreiheit zu prüfen.
i) Es dürfen nur einwandfreie DualLift Personen- und Materialwinden oder DualLift Sicherungsvorrichtungen, Seile,
Elektrokabel und Anschlagmittel verwendet werden.
j) Es darf nur das von DualLift freigegebene Drahtseil in ordnungsgemäßem, drallfreien Zustand verwendet werden.
Zur Schmierung von Winde, Sicherungsvorrichtungen und Drahtseil ausschließlich einfaches Mehrzwecköl oder -
fett verwenden. Keine Molybdändisulfid- (MoS2) oder PTFE-haltigen Schmierstoffe verwenden! Der
Garantieanspruch gegenüber der DualLift GmbH erlischt bei Verwendung eines nicht freigegebenen Drahtseils.
k) DualLift Personen- und Materialwinden und DualLift Sicherungsvorrichtungen dürfen nur an den dafür
vorgesehenen Befestigungsbohrungen befestigt werden.
l) DualLift Winden dürfen nur senkrecht betrieben werden (Seileinlauf von oben). Andere Aufstellungen müssen mit
dem Hersteller abgestimmt werden.
m) DualLift Personen- und Materialwinden oder DualLift Sicherungsvorrichtungen müssen so befestigt werden, dass
das belastete Trag- bzw. Sicherheitsseil aus allen Richtungen gesehen lotrecht ein- bzw. ausläuft.
n) Neben der DualLift Winde muss am Personenaufnahmemittel auch eine Sicherheitseinrichtung (z.B. eine DualLift
UpSafe Sicherungsgerät einschließlich dazugehörigem Seil montiert werden. Siehe 2.7 G)
o) Eine Überlastung der DualLift Personen- und Materialwinden und DualLift Sicherungsvorrichtungen ist verboten.
p) Der Hersteller des hängenden Personenaufnahmemittels/ der Materialtransport-Anlage ist für den Einbau der
Endschalter AUF und ggfs. AB verantwortlich.
q) Der elektrische Anschluss von DualLift Personen- und Materialwinden sowie von elektrischen Zubehörteilen muss
entsprechend der EN60204-1 bzw. -32 vor der ersten Inbetriebnahme durch qualifizierte Elektriker durchgeführt
werden. Prüfungen und Reparaturen an der Elektrik dürfen nur von qualifizierten Elektrikern oder eine vom
Hersteller autorisierten Hebezeug Werkstatt gemacht werden.
r) Alle sonstige Überprüfungen oder Reparaturen dürfen nur durch die DualLift GmbH oder eine vom Hersteller
autorisierte Hebezeug Werkstatt durchgeführt werden.
s) Die DualLift GmbH übernimmt keine Haftung für Schäden, die aufgrund der Verwendung von Nicht-Originalteilen
oder aufgrund von Umbauten und Änderungen an den von DualLift gelieferten Geräten entstehen.
t) Die DualLift Seilwinden mit Steuerung direkt an der Seilwinde dürfen, da nur ein Eingang für den Endschalter Auf
vorhanden ist, nur für temporäre Befahranlagen genutzt werden.

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2. Beschreibung der DualLift Seilwinde
2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
DualLift Personenwinden der Typenreihen UpPro S P408 bis P1010 sind elektrische Hebezeuge zum Heben
und Senken von „Hängenden Personenaufnahmemitteln” nach DIN EN1808,3. DualLift Materialwinden der
Typenreihen UpPro S M408 bis M1310 sind elektrische Hebezeuge zum Heben und Senken von Lasten nach
EN14492-1.
Zum problemlosen und sicheren Arbeiten mit DualLift Winden dürfen die Winden und
Sicherungsvorrichtungen nur mit von DualLift freigegebenen Seil verwendet werden. Nicht
zugelassene Seile können Fehlfunktionen und tödlichen Gefahren, zu Verschleiß an der Winde
oder zum Seilbruch führen.

Für Maschinen zum Heben von Personen oder von Personen und Gütern, die unter Anhang IV Nr. 17 der
Richtlinie 2006/42/EG fallen, muss durch den Hersteller der Gesamtanlage eine
Konformitätsbewertungsverfahren gemäß Artikel 12 Absätze 3 oder 4 der Richtlinie 2006/42/EG
durchgeführt werden.

2.2 Funktionsweise der Winde


Das Drahtseil wird von der DualLift Winde nicht gespeichert, sondern mit konstanter Geschwindigkeit durch
die Winde hindurch transportiert. Daher ist die Seillänge, also die Hubhöhe, praktisch unbegrenzt.
Alle DualLift Winden für Personentransport haben eine nach DIN EN1808 vorgeschriebenen und in die Winde
eingebaute Überlastabschaltung. In allen DualLift Winden für Materialtransport kann optional eine
Überlastabschaltung eingebaut sein.

2.3 Original DualLift Seil


DualLift Winden und DualLift Sicherungsvorrichtungen dürfen nur mit dem speziell von DualLift freigegebenen
Seil betrieben werden. Diese Seile sind freigegeben:

Seil für geführte Lasten


DualLift Typenreihe NennØ Seil-Ø (neu)
UpPro S P408 / S P608 / S M808 8 mm 8,4 mm 5 x K19S SFC 1960 BsZ
UpPro S P609 / S P809 / S M1009 9 mm 9,0 mm 4 x K26WS SFC 2160 BsZ
UpPro S P1010 / S M1310 10 mm 10,2 mm 5 x K26WS SFC 2160 BsZ

Seil für ungeführte Lasten


DualLift Typenreihe NennØ Seil-Ø (neu)
UpPro S P608 / S M808 8 mm 8,0 mm 22X7K-IWRC 1960 B ZZ
UpPro S P609 / S P809 / S M1009 9 mm 9,0 mm 22X7K-IWRC 1960 B ZZ
UpPro S P1010 / S M1310 10 mm 10,1 mm 22X7K-IWRC 1960 B ZZ

Die Seile sind für geführte und ungeführte Lasten verfügbar und können jederzeit über die DualLift GmbH
bezogen werden. Es dürfen nur von DualLift freigegebene Originalseile verwendet werden. Die Verwendung
von Seil mit zu großem oder zu kleinem Nenndurchmesser führt zu einer Beeinträchtigung der
Seilwindenfunktion und damit zum Absturz der Last.

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2.4 Bauteile und Bedienelemente
1 DualLift Seilwinde
1a) Seiltrieb
1b) Motor
1c) Getriebe
1d) Anschlusskabel Hängetaster an Steuerung
1e) Steuerkasten/ Klemmenkasten an der Winde
1f) Handhebel zur manuellen Bremslüftung
1g) Betriebsstundenzähler (optional) 1f
1
 b 1g
1a 1e
2 DualLift Steuerung/ Hängetaster
2a) Taster für Aufwärtsfahrt
1c
2b) Wahlschalter für die Winden
2c) NOT-Halt Taste
2d) Steckverbindung zur Winde 1: DualLift Seilwinde ohne Steuerung
2e) Steckverbindung zum Endschalter
2f ) Netzanschluss
2g) Alarm für die Überlast
2h)Not-Halt Warnlampe 1d
2i ) Taster für Abwärtsfahrt
1e
3 Endschalter

2c

2a

2b

2
 a 2i 2: DualLift Seilwinde mit Steuerung
2
 a 2g
2h
c
2c
2e
2d 3
2
 b
2f
2
 b
2a: DualLift Zentralsteuerung 3: DualLift Endschalter Auf

4 Elektrische Kenndaten
Motorleistung 0,75 KW 1,1 KW 1,5 KW 2,2 KW 3,0 KW 3,6 KW 4,0 KW 4,5 KW
Thermoüberlastrelais 3RU2116- 3RU2116- 3RU2116- 3RU2116- 3RU2116- 3RU2116- 3RU2116- 3RU2116-
1DB0 1DB0 1FB0 1GB0 1HB0 1HB0 1JB0 1KB0
Stromeinstellbereich 2,2 – 3,2 2,2 – 3,2 A 3,5 – 5,0 4,5 – 6,3 A 5,55 – 8,0 5,5 – 8,0 7,0 – 9,0 – 12,5
A A A A 10,0 A A
Einzustellender 2,1 A 2,8 A 3,5 A 5,2 A 6,3 A 6,7 A 8,8 A 10,5 A
Strom

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2.5 Technische Daten UpProS Technische Änderungen vorbehalten

Übersicht für Personen- und Materialwinden EN1808

mit Steuerung ohne Steuerung

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2.6 Technisches Datenblatt UpProS Technische Änderungen vorbehalten

Matrix Motore

Geräusch in 1m Abstand
Geschwindigkeit CE

Gewicht ohne Seil


Triebwerksgruppe
Seildurchmesser

Stromaufnahme
Leistung 50 Hz
Spannung CE
Nutzlast CE
CE-Zulassung

kg mm m/min V kW A db/A
UpProS P408 CE 9 400 8 9 400V 0,75 2,1 M3, 1Bm 75 29
UpProS P608 CE 9 600 8 9 400V 1,1 2,81 M3, 1Bm 75 44
UpProS P609 CE 9 600 9 9 400V 1,1 2,81 M3, 1Bm 75 44
UpProS P809 CE 9 800 9 9 400V 1,5 3,55 M3, 1Bm 75 58
Personenwinden

UpProS P1010 CE 9 1000 10 9 400V 2,2 5,2 M3, 1Bm 75 64


UpProS P408 CE 18 400 8 18 400V 1,5 3,5 M3, 1Bm 75 29
UpProS P608 CE 18 600 8 18 400V 2,2 4,5 M2, 1Cm 75 44
UpProS P609 CE 18 600 9 18 400V 2,2 4,5 M2, 1Cm 75 44
UpProS P809 CE 18 800 9 18 400V 3,0 6,35 M2, 1Cm 75 58
UpProS P1010 CE 18 1000 10 18 400V 4,0 8,8 M2, 1Cm 75 64
UpProS P408 CE 9/18 400 8 9/18 400V 1,0/1,5 3,2/4,7 M3, 1Bm 75 36
UpProS P608 CE 9/18 600 8 9/18 400V 2,6/3,1 5,6/6,7 M2, 1Cm 75 54
UpProS P809 CE 9/18 800 9 9/18 400V 2,6/3,1 5,6/6,7 M2, 1Cm 75 66
UpProS P1010 CE 9/18 1000 10 9/18 400V 2,6/3,1 5,6/6,7 M2, 1Cm 75 66

UpProS M408 CE 9 400 8 9 400V 0,75 2,1 M3, 1Bm 75 29


UpProS M608 CE 9 600 8 9 400V 1,1 2,81 M3, 1Bm 75 44
UpProS M808 CE 9 800 8 9 400V 1,5 3,55 M3, 1Bm 75 44
UpProS M1009 CE 9 1000 9 9 400V 2,2 5,2 M3, 1Bm 75 46
UpProS M408 CE 18 400 8 18 400V 1,5 3,5 M3, 1Bm 75 29
Materialwinden

UpProS M608 CE 18 600 8 18 400V 2,2 4,5 M2, 1Cm 75 44


UpProS M808 CE 18 800 8 18 400V 3 6,35 M2, 1Cm 75 44
UpProS M1009 CE 18 1000 9 18 400V 4 8,8 M2, 1Cm 75 46
UpProS M408 CE 9/18 400 8 9/18 400V 1,0/1,5 3,2/4,7 M3, 1Bm 75 36
UpProS M608 CE 9/18 600 8 9/18 400V 2,6/3,1 5,6/6,7 M2, 1Cm 75 54
UpProS M808 CE 9/18 800 8 9/18 400V 2,6/3,1 5,6/6,7 M2, 1Cm 75 54
UpProS M1009 CE 9/18 1000 9 9/18 400V 2,6/3,1 5,6/6,7 M2, 1Cm 75 66
UpProS M1309 CE 9/18 1300 9 9/18 400V 2,2/4,5 5,0/10,5 M2, 1Cm 75 66
UpProS M1310 CE 9/18 1300 9 9/18 400V 2,2/4,5 5,0/10,5 M2, 1Cm 75 66

Legende:
Alle Angaben beziehen sich auf die Typenreihe UpPro S (Personenwinden) bzw. UpPro S Cargo (Materialwinden)
Angaben die mit CE gekennzeichnet sind, gelten für Europa
Angaben die mit UL gekennzeichnet sind, gelten für USA
Angaben die mit CSA gekennzeichnet sind, gelten für Kanada

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2.7 Sicherheitsausstattung
Zur Gewährleistung der Sicherheit von DualLift Geräten gibt es folgende Vorrichtungen:
A) NOT-Halt
Durch Drücken des NOT-Halt-Tasters wird im Notfall die gesamte Steuerung ausgeschaltet. Durch Drehen in
Pfeilrichtung und Ziehen wird der Taster wieder entriegelt.
B) Motorbremse
Alle DualLift Winden haben eine elektro-magnetisch gelüftete Federdruckbremse, die automatisch bei Loslassen
der Drucktaster für AUF- bzw. AB-Fahrt sowie bei Stromausfall schließt.

C) Handablass
Bei Stromausfall kann die Bremse manuell mit dem Hebel von Hand geöffnet werden. Hebel einstecken und
nach oben drücken. Verfügt die Seilwinde über eine Bremslüfthebel-Verlängerung, erfolgt die Betätigung an
der Vorderseite der Winde. Vor der Betätigung ist der Sicherungssplint zu entfernen. Der Handablass darf
nicht zum normalen Senken der Last benutzt werden. Der Handablass soll nach ca. 30m Abwärtsfahrt für 5
Minuten unterbrochen werden. Fährt die Seilwinde beim Handablass nicht von alleine abwärts, ist das
Handrad kurz zu betätigen um die stromlose Abwärtsfahrt zu beginnen.

D) Not Betätigung über Handrad


Bei Stromausfall kann die Winde über das Handrad für Notbetätigung bei gleichzeitigem Lösen des
Bremslüfthebels zum Anheben der Last betätigt werden. Es ist sicherzustellen, dass die Abdeckkappe in der
Öffnung für das Handrad, in der Lüfterhaube anschließend wieder verschlossen wird. Optional kann das
Handrad auch auf das untere Ende der Getriebewelle montiert werden. Es ist sicher zu stellen dass die untere
Abdeckklappe anschließend wieder verschlossen wird. Als zusätzliche Option ist das fest montierte Komfort-
Handrad an der Unterseite der Winde erhältlich. Dieses muss zunächst mit leichtem Druck (gegen Federkraft)
nach oben ins Getriebe eingerastet werden. Beim loslassen löst das Handrad sich wieder selbstständig vom
Getriebe.

Handablass-Betätigung am Motor Handablass-Betätigung Komfort-Handrad


nach oben drücken mit Verlängerung (optional)

E) Überlastabschaltung
Die Überlastabschaltung ist in die Winde integriert (bei Materialwinden optional) und schaltet bei einer
Überlastung die AUF-Fahrt ab. Es ist dann nur noch eine Abwärtsfahrt möglich. Durch Drücken des Not-Halt-
Tasters und anschließendem Entriegeln des Not-Halt-Tasters wird die Aufwärtsfahrt wieder freigegeben.
Gleichzeitig wird ein Warnsignal (Summer) ausgelöst, das erst dann abgeschaltet wird, wenn die Ursache der
Überlast beseitigt ist. Mögliche Ursachen für eine Abschaltung:
• eine Winde oder das Personenaufnahmemittel ist überlastet z.B. durch eine ungünstige Lastverteilung
oder
• das Personenaufnahmemittel/ die Last hat sich bei der Aufwärtsfahrt verhakt

© by DualLift GmbH Seite 9


Nach einer Abschaltung die Last entweder soweit reduzieren oder neu verteilen, bis keine Überlastung mehr
besteht bzw. soweit abwärts fahren, bis das Personenaufnahmemittel von dem Hindernis freikommt und
Hindernis vor der Weiterfahrt beseitigen.

F) Phasenfolgeüberwachung
DualLift Steuerungen haben eine eingebaute Phasenfolgeüberwachung, die bei falscher Phasenfolge den
Betrieb verhindert, da eine falsche Zuordnung der Richtungstasten AUF/AB, ggfs. die Funktion von Endschaltern
und Überlastabschaltung außer Kraft setzen würde. Korrekturmöglichkeit: zwei der Phasen im Stecker
tauschen oder –wenn vorhanden- den Phasenwender im Stecker um 180° drehen.

G) DualLift Sicherungsvorrichtungen
Alle hochziehbaren Personenaufnahmemittel müssen entsprechend DIN EN1808 immer mit einer
Sicherungseinrichtung (z.B. DualLift UpSafe Typ ISL oder OSL) ausgerüstet sein, die die Last an einem vom
Tragseil unabhängigen Sicherheitsseil gegen Absturz sichert. DualLift Sicherungsvorrichtungen können ihre
Sicherheitsfunktion nur erfüllen, wenn das Sicherheitsseil zwischen UpSafe und der oberen Seilaufhängung
permanent in einem gespannten Zustand gehalten wird, d.h. es darf niemals Schlaffseil auftreten!
Aus diesem Grund ist etwa 20 cm über dem Boden am lose herabhängenden Ende der Sicherheitsseile immer
ein entsprechendes Spanngewicht von etwa 10 kg zu befestigen.
Weitere Informationen zu den DualLift Sicherungsvorrichtungen finden Sie in den entsprechenden Kapiteln
dieser Betriebs- und Montageanleitung. Bei Personenaufnahmemitteln mit zwei Aufhängungen ist ein
UpSafe Typ ISL zu verwenden.

H) Endschalter AUF
Oben am Tragrahmen bzw. Tragbügel des Personenaufnahmemittels muss für jede DualLift Winde zumindest ein
Endschalter montiert werden, der beim Anfahren alle Bewegungen des Personenaufnahmemittels sofort
stoppt.
Dazu muss ein Anschlagteller auf dem Tragseil unterhalb der Seilverpressung montiert werden, der den
Endschalter auslöst.
Der Abstand zur Seilaufhängung muss mindestens 1,0 m betragen.
Wenn an dem zu befahrenden Bauwerk gefährlich vorspringenden Bauteile vorhanden sind, muss der
Anschlagteller soweit nach unten verlegt werden, dass das Personenaufnahmemittel immer rechtzeitig
anhält.
Für permanente Befahranlagen muss neben dem Endschalter-Auf zusätzlich noch ein Betriebsendschalter
vorhanden sein, welcher die Aufwärtsfahrt des Personenaufnahmemittels zuverlässig stoppt. Wurde der
Endschalter angefahren, ist keine weitere elektrische Fahrt mehr möglich. Die Winde muss dann mit dem
Handablass (vgl. Kapitel 2.7 C) soweit abgesenkt werden, bis der Betätigungshebel des Endschalters wieder
frei ist.

Wurde der Endschalter bei temporären Anlagen angefahren ist keine elektrische Aufwärtsfahrt mehr
möglich. Die Winde kann jedoch elektrisch Abwärts gefahren werden.

© by DualLift GmbH Seite 10


2.8 Typenschilder

Fallstop / Overspeed Safety Lock / antichute


TÜVRheinland ®
EN 1808 CSA Z-271 UL1323
OSL1010 OSL1010 OSL1010
Type
CE-E ULCS-E ULCS-E
Nutzlast / Capacity /
Charge du train 1000 kg 907 kg 2000 lbs
Auslösegeschwindigkeit
Locking Speed 30 m/min 30 m/min 98 fpm
survitesse
Drahtseil
Wire Rope
10,2 mm; MBK/MBF 86,0 kN
cable d'aciel 5 x K26WS SFC 2160 B sZ
Serial-No.

Baujahr / Year of
Construction / annee
TÜVRheinland®  de construction

Vor Gebrauch Betriebsanleitung lesen! Read Manual


before use! Lecture instruction d'emploi avant usage!

Hersteller / Manufacturer / Fabricant:


Dual Lift GmbH
Edisonstrasse 22
27711 Osterholz-Scharmbeck
Deutschland / Germany / Allemagne

2.9 Hinweis auf die Restrisiken


Es gibt so genannte Restrisiken, die für DualLift Winden und DualLift Sicherungsvorrichtungen
konstruktiv nicht abgedeckt werden können:
a) Da die Überlastabschaltung in der Regel werksseitig auf die maximale Tragfähigkeit der
Winde eingestellt ist, muss der Hersteller des Personenaufnahmemittels prüfen, ob das
zulässige Gesamtgewicht der Anlage (Eigengewicht zzgl. Nutzlast) dem voreingestellten Wert der
Überlastabschaltung entspricht.
Sollte sich bei der Prüfung herausstellen, dass ein geringerer Wert erforderlich ist, muss die
Überlastabschaltung entweder werksseitig oder durch eine geschulte Person entsprechend eingestellt
werden.
b) Generelle Restrisiken beim Betreiben der Personen- und Materialwinden können niemals
ausgeschlossen werden. Daher sind nur entsprechend unterwiesene Personen mit dem Betrieb der
Seilwinden zu beauftragen. Liegen nicht ausreichende Erfahrungen im Umgang und mit dem Betrieb
der DualLift Seilwinden vor, muss bei DualLift eine Schulung zum Umgang mit den Geräten besucht
werden. Diese werden laufend angeboten.

© by DualLift GmbH Seite 11


3. Inbetriebnahme der DualLift UpProS Seilwinde

3.1 Grundlagen
Der Hersteller des Personenaufnahmemittels/ der Materialtransport-Einrichtung ist dafür verantwortlich, dass
alle geltenden Vorschriften erfüllen werden.
Hersteller eines hängenden Personenaufnahmemittels im Sinne der EG-Maschinenrichtlinie ist, wer aus
einzelnen Komponenten eine Vorrichtung zum Heben von Personen zusammenfügt. Für Maschinen zum
Heben von Personen oder von Personen und Gütern, die unter Anhang IV Nr. 17 der Richtlinie 2006/42/EG
fallen, muss durch den Hersteller der Gesamtanlage eine Konformitätsbewertungsverfahren gemäß Artikel
12 Absätze 3 oder 4 der Richtlinie 2006/42/EG durchgeführt werden.
Bei Personenaufnahmemitteln mit zwei oder mehr Winden ist immer ein UpSafe mit Schräglagensicherung
(Typ ISL) zu verwenden, um auch im stromlosen Zustand eine unzulässige Schräglage des
Personenaufnahmemittels zu verhindern.
Bei Personenaufnahmemitteln mit einer Winde ist die Erreichbarkeit des OSLs für eine Handbetätigung im
Notfall zu gewährleisten.

3.2 Benötigte Komponenten


a) DualLift Personen/Materialwinde(n) mit ausreichender Nutzlast;
b) für Personenwinden DualLift Sicherungsgeräte UpSafe mit mindestens der gleichen Nutzlast wie die
DualLift Winde(n):
c) ausreichend lange von DualLift zugelassene Seile mit dem richtigen Seildurchmesser und entsprechende
Seilgewichte auf Fahr- und Sicherheitsseil
d) ausreichend langes Anschlusskabel
e) Seilrollen und Kloben mit ausreichender Nutzlast zum Umlenken/Einscheren des Seils

3.3 Befestigung der DualLift UpProS Seilwinde

A) Befestigungsmaterial
DualLift Personen- und Materialwinde(n) der Baureihen UpPro S 408-1310 können mit mindestens zwei
Schrauben M10 (mindestens zwei der vier Bohrungen Ø10,5 verwenden, die nicht diagonal zueinander
liegen!) unter Verwendung von selbstsichernden Muttern befestigt werden. Die Schrauben müssen eine
ausreichende Länge haben, d.h. niemals auf dem Gewinde, sondern nur auf dem Schaft tragen (notfalls
Distanzscheiben verwenden).
Die Festigkeitsklasse muss mindestens 8.8 sein. Höhere Festigkeitsklassen (10.9 und insbesondere 12.9) sind
verboten, da diese Schrauben insbesondere in verzinkter Ausführung zu Versprödung neigen.
Anstelle der Schrauben M10 können z.B. auch Bolzen o. ä. mit mindestens gleicher Festigkeit eingesetzt
werden. Ein Lastbolzen mit 16 mm Durchmesser sowie zwei Befestigungsschrauben gehören zum
Lieferumfang jeder Winde und können bei DualLift nachbestellt werden, sollten diese verloren gehen.

B) Befestigung der DualLift UpProS Seilwinde


DualLift Winde ist so zu befestigen, dass das belastete Tragseil aus allen Richtungen gesehen
immer lotrecht in die Winde einläuft!
Wir empfehlen, bei der Planung der Befestigung der Winde, Rücksprache mit DualLift zu halten.
In jedem Fall muss die Konstruktion zum Aufhängen des Trag- und Sicherheitsseils sowie das
Bauteil, an welchem die Winde und der UpSafe befestigt wird, mindestens die vierfache
Tragfähigkeit gegenüber der Nutzlast der Winde bzw. der Sicherheitseinrichtung aufweisen, um den
Anforderungen der Norm DIN EN1808 zu genügen.

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3.4 DualLift externe Steuerung
A) Steckverbindungen
a) Stecker der Winde(n) in die Steckdose(n) an der Steuerung einstecken und den Verschluss verriegeln.
b) Stecker des (der) Endschalter in die Steckdose(n) an der Steuerung einstecken und
Schraubverschluss festdrehen.
c) Zuletzt den Netzstecker einstecken!

B) Funktionsweise

2b

2a 2i

2g
2h 3

2c 2e

2d

2f

2 Zentralsteuerung

2a) Taster für Aufwärtsfahrt


2b) Wahlschalter für die Winden
2c) NOT-Halt Taste
2d) Steckverbindung zur Winde
2e) Steckverbindung zum Endschalter
2f ) Netzanschluss
2g) Alarm für die Überlast
2h) Not-Halt Warnlampe
2i ) Taster für Abwärtsfahrt

3 Endschalter

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3.5 DualLift Steuerung direkt an der Seilwinde
A) Steckverbindungen
a) Stecker der optionalen Hängetaster-Verlängerung oder der Funksteuerung in die Steckdose
an der Winde einstecken und verriegeln.
b) Zuletzt den Netzstecker einstecken!
B) Funktionsweise

2a
2c

2b

2a

2b

2c

DualLift Seilwinde mit Steuerung DualLift Funksteuerung

DualLift Steuerung/ Hängetaster


2a) Taster für Auf- und Abwärtsfahrt (bei Winden mit 2 Geschwindigkeiten auch zur Geschwindigkeitswahl)
2b) NOT-Halt Taste
2c) Steckverbindung zur Winde
Die DualLift Steuerung an der Winde ist optional auch mit Funksteuerung lieferbar. Die Bedienung erfolgt
dann über den Funktaster. Die Eignung der Funksteuerung ist vom Hersteller der Gesamtanlage im Rahmen
des Konformitätsbewertungsverfahrens gemäß Artikel 12 der Richtlinie 2006/42/EG zu prüfen. Bei
hängenden Personenaufnahmemitteln müssen sich die Bedienelemente auf dem PAM befinden.
Die Bedienelemente sind unbedingt gegen Verlust zu sichern. Weitere Details entnehmen Sie bitte
dem mitgelieferten Handbuch zur Funksteuerung.

3.6 DualLift Winden mit Anschluss an Zentralsteuerung


A) Steckverbindungen
a) Die Stromversorgung und Steuerung erfolgt über einen 10poligen Stecker. Dieser wird von
DualLift entsprechend vorbelegt oder nach Wunsch des Kunden konfiguriert.
b) Stellen Sie sicher, dass erst die Verbindung von Winde zur Zentralsteuerung hergestellt wird
und dann der Netzstecker eingesteckt wird.

3.7 Stromversorgung
Für den Anschluss der DualLift Personenwinde ist der Hersteller des hängenden Personenaufnahmemittels
nach EN 1808 verantwortlich.
Für den Anschluss der DualLift Materialanlage ist der Hersteller der Anlagen verantwortlich.
Dabei sind die mitgelieferten Stromlaufpläne unbedingt zu berücksichtigen.
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Den elektrischen Anschluss der Winden nach EN 60204-1/-32 durchführen. Netzstecker immer ziehen, bevor
die Steuerung geöffnet wird.
1) Übereinstimmung von Netz- und Motorspannung unbedingt überprüfen.
Drehstrom: Europa: 400V (3P+N+PE), 50 Hz
USA/ Kanada: 460V (3P+N+PE), 60 Hz
mit 16 A CEE-Stecker
2) Für Mindestquerschnitte der Zuleitungskabel unbedingt nachfolgende Tabelle beachten! Sehr wichtig bei
wachsender Entfernung zwischen Netzanschluss oder Generator und Winde!
Erforderlicher Kabelquerschnitt in
Windentyp Windentyp Windentyp Windentyp
mm2 für Kabellängen bis
DualLift DualLift DualLift DualLift
UpPro S UpPro S UpPro S UpPro S 25 m 50 m 100 m 200 m
1x UpProS P408/ 1x UpProS P408/ 1x UpProS 1,5 1,5 1,5 2,5
P608/P609 CE9 P608/P609 ULCS10 M608CE9

2x UpProS P408/ 2x UpProS P408/ 2x UpProS 1,5 1,5 2,5 2,5


P608/P609 CE9 P608/P609 ULCS10 M608CE9

1x UpProS P408/ 1x P408/ 1x UpProS 1,5 1,5 2,5 2,5


P608/P609 CE18 P608/P609 ULCS20 M608CE18

2x UpProS P408/ 2x P408/ 2x UpProS 2,5 2,5 4,0 6,0


P608/P609 CE18 P608/P609 ULCS20 M608CE18

1x UpProS P809 1x P809 ULCS10 1x UpProS 1,5 1,5 2,5 2,5


CE9 M808CE9

2x UpProS P809 2x P809 ULCS10 2x UpProS 2,5 2,5 4,0 6,0


CE9 M808CE9

1x UpProS P809 1x P809 ULCS20 1x UpProS 2,5 2,5 2,5 4,0


CE18 M808CE18

2x UpProS P809 2x P809 ULCS20 2x UpProS 2,5 2,5 4,0 10,0


CE18 M808CE18

1x UpProS P1010 1x P1010 ULCS10 1x UpProS 1x UpProS 1,5 1,5 2,5 2,5
CE9 P608CE9/18 M1010CE9
P608ULCS10/20

2x UpProS P1010 2x P1010 ULCS10 2x UpProS 2x UpProS 2,5 2,5 2,5 4,0
CE9 P608CE9/18 M1010CE9
P608ULCS10/20

1x UpProS P1010 1x UpProS P1010 1x UpProS 1x UpProS 2,5 2,5 2,5 4,0
CE18 ULCS20 P809CE9/18 M1010CE18
P809ULCS10/20 1x P1010CE9/18
P1010ULCS10/20

2x UpProS P1010 2x UpProS P1010 2x UpProS 2x UpProS 2,5 2,5 4,0 10,0
CE18 ULCS20 P809CE9/18 M1010CE18
P809ULCS10/20 2x P1010CE9/18
P1010ULCS10/20

1x UpProS M1310 1x UpProS M1310 1x UpProS 1x M1310 2,5 2,5 4,0 6,0
CE9/18 ULCS10/20 M1310CE9/18 ULCS10/20

2x UpProS M1310 2x UpProS M1310 2x UpProS 2x M1310 10,0 10,0 10,0 16,0
CE9/18 ULCS10/20 M1310CE9/18 ULCS10/20

3) Immer schwere Gummileitungen H07RN-F 5G mit Zugentlastung verwenden!


4) Immer Zugentlastung o.ä. verwenden, wenn das herunterhängende Kabel länger als 20 m ist!
5) Wenn ein Generator zur Stromversorgung verwendet werden soll, muss dieser mindestens die dreifache
Nennleistung des Windenmotors aufweisen.

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3.8 Drahtseile installieren

A) Vorbereitung
Vorsicht beim Umgang mit Drahtseilen, immer Schutzhandschuhe tragen.
Bitte dazu die ISO4309 immer beachten!

1) Nur von DualLift Drahtseil freigegebenes Seil verwenden.


Sicherstellen, dass das Drahtseil den richtigen Durchmesser sowie eine ausreichende Länge hat.
2) Das Drahtseil immer ordentlich und drallfrei (durch Mitdrehen der Haspel) abwickeln, ansonsten könnte
das Drahtseil durch Seilschlingen unbrauchbar werden.
3) Zustand des Drahtseils in Augenschein nehmen:
a) Kausche/ Verpressung unbeschädigt?
b) bei Seilen mit Haken: intakte Sicherungsklappe, Haken nicht aufgebogen?
c) ordentliche Seilspitze, ohne augenscheinliche Schäden auf der gesamten Länge? Siehe 6.2.
d) Seil im guten Zustand ohne optische Beschädigungen? Ablegereife noch nicht erreicht?
4) Zugseil nie zum Anschlagen der Last benutzen! Auf freien Seilauslauf aus der Winde
achten! Seil nie über Kanten ziehen! Seil muss immer leicht geschmiert sein!

5) Zur Schmierung einfaches Mehrzwecköl oder -fett verwenden. Keine Molybdändisulfid-


(MoS2) oder PTFE-haltigen Schmierstoffe verwenden.

6) Immer zuerst die Seile oben an der Aufhängung befestigen und erst dann in die Winde
einlaufen lassen!

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B) Trag- und Sicherheitsseil installieren

Wird ein UpSafe mit Schräglagensicherung, Typ DualLift ISL verwendet, ist das Tragseil zuerst von oben
zwischen Rolle und Absprungsicherung des Tastarms hindurch zu führen!
a) Drahtseilspitze von oben möglichst weit in die Seileinlaufhülse der DualLift Personenwinde
einstecken.
b) Beim Drücken der AUF-Taste Seil nachstoßen, bis das Seil allein transportiert wird und unten
aus der Winde wieder austritt.

Sollte das Seil mit der AB-Taste Einlaufen, setzt dies die Überlastabschaltung außer Funktion.
Daher ist das Seil sofort wieder auszufahren und Phasenwender im Stecker um zu 180° drehen
oder zwei Phasen im Stecker sind zu vertauschen.
c) Falls das Seil nicht einläuft, überprüfen, ob die Seilspitze in Ordnung ist und die AUF-Taste gedrückt
wurde
d) Sicherheitsseil frei und im richtigen Abstand neben dem Tragseil aufhängen.
e) DualLift UpSafe öffnen:
Typ ISL508/809/1010 (Schräglagensicherung)
– Tastarm von Hand hochdrücken, falls er nicht schon durch das gespannte Tragseil angehoben ist;

Typ OSL508/809/1010 (Übergeschwindigkeitssicherung)


– Hebel bis zum Einrasten runterdrücken;
f) Sicherheitsseil von oben in DualLift UpSafe einführen.
g) Seil straff ziehen und ca. 20 cm über dem Boden ein ca. 10 kg schweres Spanngewicht mit am Sicherheitsseil
befestigen!

C) loses Seilende
a) Das auslaufende Seil muss immer frei auslaufen können! Das lose Seilende muss frei hängen und sich
entdrallen können oder aber fachgerecht abgelegt werden. Keine Schlaufen!
b) Damit das unbelastete Drahtseil nicht beschädigt wird ggfs. eine Umlenkrolle oder eine andere geeignete
Seilführung montieren!

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4. Betrieb der DualLift Seilwinde
4.1 Sicherheitsüberprüfung vor der ersten Inbetriebnahme durch
eine befähigte Person
Vor der ersten Benutzung des Personenaufnahmemittels nach EN 1808 oder der Anlage zum
Materialtransport muss eine befähigte Person nach 6.2.B
a) die Kontrollen, die in Kapitel 4.2 und 4.3 beschrieben sind, durchführen,
b) eine Probefahrt mit der maximalen Nutzlast des Personenaufnahmemittels machen bzw. die Anlage für
den Materialtransport probeweise betreiben
c) Bei der Probefahrt bzw. beim Probebetrieb den NOT-HALT-Knopf betätigen
=> Das Personenaufnahmemittel/ die Anlage für den Materialtransport muss sofort stehen bleiben.
Zum Wiedereinschalten den NOT-HALT-Knopf nach rechts drehen. Weiterfahren und
d) die Endschalter überprüfen: Bei der Aufwärtsfahrt Betätigungshebel einzeln von Hand runterdrücken:
=> Das Personenaufnahmemittel oder die Anlage zum Materialtransport muss sofort stehen bleiben
e) Nach Anschließen des elektrischen Steuerungsystems bzw. vor der Erstinbetriebnahme des TSP müssen die
elektrischen Prüfungen nach EN60204-1 bzw. EN 60204-32 durchgeführt werden.
f) Das Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung vor der ersten Inbetriebnahme ist schriftlich festzuhalten und
aufzubewahren.

4.2 Prüfungen durch den Aufsichtführenden vor jeder Benutzung


a) Ordnungsgemäße Befestigung der DualLift Winde am Personenaufnahmemittel bzw. der
Materialtransporteinrichtung überprüfen.
b) Der Zustand aller beweglichen Kabel, Endschalter, PAM Konstruktionsteile und Drahtseile muss
überprüft werden.
c) Der Eigentümer ist verpflichtet ein Logbuch gem. EN 1808 Abschnitt 14.6 zu führen.
d) Sicherstellen, dass keine Gegenstände, die in den Fahrweg ragen mit dem PAM in Berührung kommen.
e) Bei Personenwinden zusätzlich ordnungsgemäße Befestigung des UpSafes prüfen.
f) Funktion von AUF- und AB-Taster sowie NOT-HALT-Taster prüfen.
g) Funktion des oberen Endschalters prüfen: Bei der Aufwärtsfahrt Schalter einzeln von Hand betätigen.
=> Das Personenaufnahmemittel/ die Materialtransporteinrichtung muss sofort stehen bleiben.
h) Bei Winden mit Steuerung ist zusätzlich die Funktion der Überlastabschaltung zu prüfen.
i) Während des Betriebs dürfen sich keine Personen unter dem PAM oder der Last aufhalten.
j) Prüfen des DualLift Fallstopps: Zum Prüfen des Fallstopps ist dieser zu Schließen => Das Seil darf nicht
nach oben gezogen werden können und der Fallstopp muss das PAM/die Last sicher halten.
Anschließend ist der Fallstop wieder zu öffnen.
k) Bei Arbeitsende PAM abschalten und gegen unerlaubte Benutzung sichern.
A) UpSafe Sicherungsgerät Typ ISL508/809/1010
Die Fangvorrichtung schließt automatisch, wenn das Tragseil nicht belastet ist, z.B. bei abgestelltem
Personenaufnahmemittel. Kann das Sicherheitsseil dennoch hochgezogen werden, ist der DualLift
UpSafe ISL auszutauschen und zur Überprüfung an DualLift schicken.

B) UpSafe Sicherungsgerät Typ OSL508/809/1010


Die Fangvorrichtung durch Drehen des NOT-STOP-Hebels gegen den Uhrzeigersinn schließen;
Kann das Sicherheitsseil dennoch hochgezogen werden, ist der DualLift UpSafe auszutauschen und zur
Überprüfung an DualLift schicken. Die Fangvorrichtung durch Drehen des Freischalthebels im
Uhrzeigersinn wieder öffnen und das Sicherheitsseil ruckartig hochziehen; der UpSafe muss automatisch
schließen; wenn nicht, ist der OSL auszutauschen und zur Überprüfung an DualLift zu schicken.

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4.3 Wöchentliche Prüfungen
Da schadhafte Seile die Arbeitssicherheit gefährden, Trag- und Sicherheitsseile unbedingt wöchentlich gemäß
Kapitel 6.2.A auf Schäden untersuchen und ggfs. austauschen.
Um die Lebensdauer der Drahtseile zu verlängern, ist immer auf Sauberkeit und leichte Schmierung zu
achten. Zuleitungs- und Steuerkabel sind regelmäßig zu prüfen und ggfs. auszutauschen.

4.4 Betrieb AUF / AB


A) Halt und NOT-HALT
a) Zum Anhalten der Seilwinde Drucktaste für AUF- bzw. AB-Fahrt loslassen.
Falls Winde nicht anhält:
b) den NOT-HALT-Knopf drücken => das Personenaufnahmemittel muss sofort anhalten
Falls Winde immer noch nicht hält:
c) CEE-Stecker ziehen!
Wenn die Seilwinde nicht wie unter a) beschrieben anhält, Arbeit sofort einstellen! Prüfung und
Reparatur durch einen qualifizierten Elektriker veranlassen.
d) Beim Einsatz von DualLift Sicherungsvorrichtungen des Typs OSL den NOT-STOP-Hebel zum
Abfangen des Personenaufnahmemittels am Sicherheitsseil in Pfeilrichtung drehen.

B) Betrieb AUF / AB
a) Zum Einschalten der Steuerung den roten NOT-HALT-Knopf an Zentralsteuerung oder Hängetaster nach
rechts drehen, bis er heraus springt.
b) Zum Aufwärtsfahren AUF-Taste und zum Abwärtsfahren AB-Taste drücken. Zum Anhalten die jeweilige
Taste loslassen. Bei Winden mit zwei Geschwindigkeiten wird die jeweilige Geschwindigkeit in Auf-
/Abwärtsfahrt durch den Druckpunkt des Tasters definiert. Erster Druckpunkt = langsame
Geschwindigkeit, zweiter Druckpunkt = schnelle Geschwindigkeit. Bewegung immer mit der langsamen
Geschwindigkeit einleiten
Ist ein Betrieb nicht möglich, könnte die eingebaute Phasenfolgeüberwachung die Steuerung
blockieren, weil zwei Phasen in der Zuleitung vertauscht sind. Ggfs. den Phasenwender im Stecker der
Zuleitung um 180° drehen.
c) Die Motorbremse der Winde hält die Last in jeder Position sicher an.

Niemals mit einem geschlossenen DualLift UpSafe hochfahren, da das Sicherheitsseil dann zwischen
Aufhängung und UpSafe nicht gespannt wird, was die Funktion des UpSafe verhindern kann.
Bei Sicherungsvorrichtungen vom Typ OSL darf der NOT-STOP-Hebel im normalen Fahrbetrieb
nicht zum Anhalten des Personenaufnahmemittels benutzt werden.

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4.5 Handablass
Bei Stromausfall kann die Bremse des Windenmotors von Hand geöffnet werden:
Dazu den Handablasshebel aus dem Griff auf der Rückseite der Winde ziehen und durch die Öffnung in der
Schutzhaube des Elektromotors in den Bügel der Bremse stecken.
Wenn die Seilwinde mit einer Bremslüfthebelverlängerung versehen ist, ist der Sicherungssplint der
Bremslüfthebelverlängerung vor Benutzung zu lösen. Wenn der Hebel nun hochgedrückt wird, läuft die
Winde abwärts an und erlaubt ein kontrolliertes Absenken. Dabei sorgt eine eingebaute Fliehkraftbremse für
eine Begrenzung der Senkgeschwindigkeit. Läuft die Winde nicht von alleine an, dann kurz das Handrad
aufstecken und die Abwärtsbewegung manuell unterstützen, danach das Handrad SOFORT wieder entfernen.

ACHTUNG: Handrad dreht nach Start der Abwärtsbewegung selbstständig weiter und ist daher
sofort zu entfernen. Die erneute elektrische Inbetriebnahme der Winde darf nur ohne
aufgesetztes Handrad erfolgen.

An Personenaufnahmemitteln/ Materialtransportanlagen mit mehr als einer Winde Bremsen an allen Geräten
möglichst gleichzeitig öffnen. Falls nur ein Bediener anwesend ist, Bremsen an den Winden abwechselnd
öffnen, damit keine unzulässige Schräglage eintritt.
Zum Abbremsen den Handablasshebel loslassen. Nach Gebrauch den Handablasshebel wieder zurück
in den Griff stecken bzw. bei Bremslüfthebelverlängerung den Sicherungssplint wieder anbringen.
Handablass bei Überlast ist verboten! Handablass als Ersatz für das elektrische Absenken ist verboten
und führt zu erhöhtem Verschleiß an der Fliehkraftbremse und potenziellem Versagen der Bremse!

4.6 Verhalten bei Einfall des UpSafe Sicherungsgerätes


A) Evakuierung der Personen auf dem Personenaufnahmemittel organisieren, wenn ein UpSafe infolge
Tragseilbruch oder Versagen der Winde eingefallen ist. Der UpSafe ist vor Wiederaufnahme des
Betriebes zwingend zu ersetzen und anschließend ist mit dem neuen UpSafe eine
Sicherheitsüberprüfungen nach Kapitel 4.1 durchzuführen, da die Aufhängung des
Sicherheitsseils und die Verbindung zwischen UpSafe und Personenaufnahmemittel im Fangfall
großen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind.
B)
2 Winden (Upsafe Typ ISL)
• bei einer Schräglage von mehr als 8°(nur bei UpSafe Typ ISL508/809/1010) an hängenden
Personenaufnahmemitteln nach EN 1808 nur das tiefer liegende Ende hochfahren. Dadurch wird
der UpSafe Typ ISL durch das gespannte Tragseil automatisch wieder geöffnet.

1 Winde (UpSafe Typ OSL)


• bei manuell durch betätigen der NOT-STOP-Taste(Lock) geschlossenem UpSafe (nur bei UpSafe Typ
OSL508/809/1010) das Sicherheitsseil durch Hochfahren des Personenaufnahmemittels entlasten und
dann den UpSafe Typ OSL von Hand durch betätigen des Handhebels (Unlock) öffnen.

• Funktion der Fangvorrichtung unbedingt gemäß Kapitel 4.2 prüfen, wenn das
Personenaufnahmemittel oder die Last wieder am Boden ist!

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Sicherungsvorrichtungen sind nach dem Fangfall zwingend auszutauschen und zur
Überprüfung an die DualLift GmbH zu schicken! Der erneute Gebrauch von
Fangvorrichtungen nach dem Einfallen kann zu Fehlfunktionen und damit tödlichen Risiken
führen!

4.7 Hängende Personenaufnahmemittel nach EN 1808 bzw. Material-


transportanlage außer Betrieb setzen
a) Personenaufnahmemittel/ Materialtransportanlage gegen Bewegung sichern:
– Personenaufnahmemittel/ Materialtransportanlage mit gespannten Drahtseilen auf dem Boden abstellen
und dann
– Personenaufnahmemittel/ Materialtransportanlage am Gebäude festbinden.
b) Energiezufuhr unterbrechen, damit eine unbefugte Benutzung nicht möglich ist:
– Zuleitungskabel vom Netz trennen oder ggfs. den Hauptschalter auf „0” stellen und abschließen.

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5. Beseitigung von Störungen
Bei Störungen immer mit Ruhe und mit Bedacht vorgehen, damit ernsthafte Verletzungen unbedingt
vermieden werden:
1) Prüfungen und Reparaturen an der Elektrik nur durch qualifizierte Elektriker oder eine von DualLift
autorisierte Werkstatt! Schaltpläne befinden sich in der Dokumentation der DualLift Winde. Immer
den Netzstecker ziehen, bevor Sie den Elektrokasten an der Winde oder die Steuerung öffnen!

2) Reparaturen an DualLift Winden und an Sicherungsvorrichtungen nur durch die DualLift GmbH
oder eine durch DualLift autorisierte Hebezeug Werkstatt!
Problem Mögliche Ursache Fehlerbeseitigung

Personenaufnahmemittel/
Materialtransportanlage Keinesfalls weiterfahren!
fährt nicht auf und nicht ab,
aber Motor dreht beim
Drücken der AUF-/AB-Taste A Seilstau in der Winde Sofort die Arbeit einstellen und
Beschädigtes/falsches Drahtseil oder Hilfe anfordern (Hersteller oder Lieferanten
Auslauf des Seiles nicht möglich der Winde)
B UpSafe (nur bei PAM) hat ausgelöst Sofort Personenaufnahmemittel evakuieren!
und hält Personenaufnahmemittel Kapitel 4.6 beachten
infolge von Tragseilbruch oder
Schaden an der Winde am
Sicherungsseil
C Personenaufnahmemittel/ Personenaufnahmemittel/
Materialtransportanlage hat sich Materialtransportanlage befreien oder
verkeilt z.B. an einem Hindernis losbinden. Personenaufnahmemittel/
oder ist festgebunden. Materialtransportanlage auf Sicherheit
überprüfen, Verantwortlichen
benachrichtigen

Personenaufnahmemittel/ Erst dann Weiterfahren, wenn kein Sicherheitsrisiko mehr besteht!


Materialtransportanlage
fährt nur ab, aber nicht auf,
Motor dreht nicht beim
Drücken der AUF-Taste D Personenaufnahmemittel/ Hindernis beseitigen, Personen-
Materialtransportanlage hat sich aufnahmemittel/ Materialtransportanlage
verhakt z.B. an einem Hindernis auf Sicherheit überprüfen, Verantwortlichen
benachrichtigen
E Überlastung der Winde (nur PAM), Last in dem Personenaufnahmemittel
Hubkraftbegrenzer hat die Winde reduzieren oder gleichmäßiger verteilen
abgeschaltet
F Fehler im AUF-Stromkreis der Schütze und Verdrahtung überprüfen und
Steuerung ggfs. reparieren
G Eine Phase ist ausgefallen Zuleitung und Sicherungen prüfen
H fehlende Motorleistung a) Anlaufkondensator überprüfen/ tauschen
a) Anlaufkondensator defekt b) Strom an Hilfswicklung messen
b) Fliehkraftschalter defekt Reparatur nur durch die DualLift GmbH
möglich
I Bremsgleichrichter defekt Bremsgleichrichter ersetzen

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Problem Mögliche Ursache Fehlerbeseitigung

Personenaufnahmemittel/ Erst dann Weiterfahren, wenn kein Sicherheitsrisiko mehr besteht!


Materialtransportanlage
fährt nur auf, aber nicht ab,
aber Motor dreht beim
Drücken der AB-Taste J Personenaufnahmemittel/ Hindernis beseitigen.
Materialtransportanlage hat auf ein Personenaufnahmemittel/
Hindernis aufgesetzt oder hat sich Materialtransportanlage auf Sicherheit
an einem Hindernis verhakt. überprüfen Aufsichtführenden benachrichtigen
K UpSafe (nur PAM) hält Personen-
aufnahmemittel am Sicherungsseil
a) Verhaken/Aufsetzen des a) Hochfahren, bis das belastete Tragseil
Personenaufnahmemittel mit den UpSafe öffnet
UpSafe ISL b) Tiefer liegende Seite des
b) Schräglage des Personenaufnahmemittels hochfahren,
Personenaufnahmemittel mit bis das belastete Tragseil den UpSafe
UpSafe vom Typ ISL öffnet
c) Windengeschwindigkeit zu c) Zugehörige Winde austauschen und
hoch mit UpSafe OSL überprüfen lassen
d) Auslösegeschwindigkeit zu b) UpSafe austauschen und überprüfen
niedrig bei UpSafe OSL lassen.
e) Last sinkt langsam ab ohne das e) UpSafe OSL manuell am Hebel
UpSafe OSL auslöst „Lock“auslösen.

Defekte Sicherungsvorrichtungen sind ein Sicherheitsrisiko und daher


umgehend auszutauschen!

…, aber Motor dreht nicht L Fehler im AB-Stromkreis der Ggfs. den Handablass betätigen
beim Drücken der AB-Taste Steuerung (vgl. Kapitel 4.5)
Schütze und Verdrahtung überprüfen und
ggfs. reparieren

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Problem Mögliche Ursache Fehlerbeseitigung

Motor läuft überhaupt nicht M fehlende Stromversorgung


a) Steuerung ausgeschaltet a) NOT-HALT-Knopf nach rechts drehen, bis
dieser heraus springt
b) keine Stromversorgung im b) Ursache klären und warten, bis der
Netz Strom wieder fließt
c) Bei Drehstrommotoren: c) Phasenwender im Stecker der Steuerung
das Phasenfolgerelais um 180° drehen
blockiert die Steuerung d) Zuleitungs- und Steuerkabel, Sicherungen
d) Zuleitung zwischen Netz- und Anschlüsse bzw. Verdrahtung der
anschluss und Steuerung Steuerung prüfen und ggfs. reparieren
unterbrochen.
N Falscher Anschluss, Anschluss und Schaltplan vergleichen, ggfs.
z.B. fehlender Null-Leiter Umbau durch die DualLift GmbH
O Schutzabschaltung bei Überhitzung
a) eine der Phasen fehlt
a) Sicherungen, Zuleitung und Anschlüsse
b) Motorkühlung mangelhaft prüfen/reparieren
c) Über- oder Unterspannung b) Motorhaube reinigen
c) Spannung und Stromaufnahme am
Motor mit Last messen, ggfs.
Leitungsquerschnitte erhöhen
P Bremse öffnet nicht (kein Klicken
beim An-/Ausschalten)
a) Stromleitung, Spule oder a) Zuleitung, Bremsspule, Gleichrichter
Bremsgleichrichter defekt durch Elektriker prüfen und
reparieren/austauschen lassen
b) Winde zur Reparatur geben
b) Bremsrotor verschlissen
Motor brummt stark oder Q Überhitzung Einzelne Ursachen sowie deren Behebung
Seiltrieb knirscht, obwohl siehe unter Punkt O
Auf- und Abfahrt möglich
R Schmutz im Seiltrieb Winde sofort austauschen und durch die
sind.
DualLift GmbH bzw. durch eine autorisierte
Weiterfahren kann zu
Hebezeug Werkstatt prüfen/reparieren
Beschädigungen an Seil und
lassen
Seiltrieb führen.
Hängende S Bremse defekt/verschlissen
Personenaufnahmemittel/ a) Bremsrotor verschlissen a) Winde zur Reparatur geben
Materialtransportanlage b) Luftspalt falsch eingestellt b) Luftspalt richtig einstellen
läuft nach dem Loslassen
der AB-Taste mehr als 20 T Bremse feucht/Aquaplaning Für trockene, saubere Bremse sorgen
cm nach (Schutzhaube darf nicht demontiert sein),
erst weiterfahren, wenn Bremse funktioniert

Wenn die vorgenannten Schritte nicht zur Klärung der Ursache und zu deren Beseitigung
führen, wenden Sie sich bitte an die DualLift GmbH oder eine von DualLift autorisierte
Hebezeugwerkstatt.

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6. Instandhaltung und Prüfungen
Termin/Ausführender Vorschrift Prüfgegenstand Beschreibung
Arbeitstäglich BGV D8 (Winden, Hub- und Befestigungsteile in Kapitel 4.2
durch den Aufsichtführenden Zuggeräte)
DualLift Winde in Kapitel 4.2
DualLift UpSafe in Kapitel 4.2
Arbeitswöchentlich DIN15020 Bl. 2/ISO 4309 Drahtseile in Kapitel 6.2A
durch den Aufsichtführenden
BGV D8 (Winden, Hub- und Elektrokabel in Kapitel 6.2A
Zuggeräte)
Mindestens jährlich BGV D8 (Winden, Hub- und DualLift Winde in Kapitel 6.2B
durch eine Zuggeräte)
befähigte Person DualLift Winde in Kapitel 6.2B
BGV D8 (Winden, Hub- und DualLift UpSafe in Kapitel 6.2B
Zuggeräte)
spätestens alle BGV D8 (Winden, Hub- und Generalüberholung von in Kapitel 6.2B
200 Stunden durch den Zuggeräte) DualLift Winde und
Hersteller (der Nachweis der UpSafe
Betriebsstunden ist durch
den Betreiber zu führen)

Neben den hier beschriebenen Prüfungen sind die einzelstaatlichen Prüfungen zu beachten.
In Deutschland z.B. die Betriebssicherheitsverordnung und die UVV Winden, Hub- und Zuggeräte (BGV D8).

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6.1 Wartung und Pflege

A) Seiltrieb und Getriebe


Seiltrieb und Getriebe sind nahezu wartungsfrei.
Durch eine regelmäßige Schmierung der Seile erhält auch der Seiltrieb eine ausreichende Schmierung.
Durch eine Schmierung wird die Lebensdauer des Seiltriebs wesentlich erhöht. Die Treibfähigkeit
wird durch die richtige Schmierung nicht negativ beeinflusst.

B) Drahtseile für Winde/ UpSafe


a) Drahtseile immer leicht geschmiert halten. Auf Sauberkeit achten, d.h. nicht auf staubigen Böden oder in
verschmutzter Umgebung ablegen.
b) Drahtseile niemals zum Anschlagen einer Last verwenden.
c) Drahtseile immer ordnungsgemäß auf Haspeln auf- und von den Haspeln abwickeln.
d) Drahtseile niemals über Kanten ziehen.

Zur Schmierung einfaches Mehrzwecköl oder -fett verwenden. Keine


Molybdändisulfid- (MoS2) oder PTFE-haltigen Schmierstoffe verwenden!

C) Motor und Motorbremse


Der Elektromotor der Winde ist wartungsfrei. Nur bei sehr starker Verschmutzung die Motorhaube säubern,
damit der Motor ausreichend mit Luft versorgt wird.

Die Motorbremse ist wartungsfrei, muss aber öl- und fettfrei gehalten werden!
Nur bei außergewöhnlichen Betriebsbedingungen und bei starker Verschmutzung säubern.

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6.2 regelmäßige Prüfungen

A) Laufende Prüfungen
Vor und während des Betriebes immer darauf achten, dass alle zum Einsatz kommenden Bauteile, d.h.
- DualLift Winden
- DualLift Sicherungsvorrichtungen
- DualLift Drahtseile
- Seilumlenkrollen
- Anschlagmittel usw.
richtig montiert und ohne erkennbare Mängel sind.
Wenn während des Betriebes Mängel auftreten, sofort die Arbeit einstellen, hängende
Personenaufnahmemittel nach EN 1808/ Materialtransportanlage gemäß Kapitel 4.7 sichern und
Mängel umgehend beheben

Alle Typen- und Hinweisschilder müssen vorhanden und lesbar sein. Nicht vorhandene oder nicht
lesbare Typen- und Hinweisschilder umgehend ersetzen!

Drahtseile müssen umgehend ausgetauscht werden, wenn bei der wöchentlichen Prüfung (vgl. Kapitel
6) ein Mangel gemäß DIN15020 Blatt 2 bzw. ISO4309 festgestellt wird:

• mehr als 5 Drahtbrüche auf einer Länge, von 24 cm (Ø8) / 27 cm (Ø9) / 30 cm (Ø10)
• Rostbildung jeglicher Art an der Oberfläche oder im Inneren
• Hitzeschäden, erkennbar durch Anlauffarben
• Reduzierung des Außendurchmessers auf weniger als 7,8 mm (Ø8 mm) / 8,8 mm (Ø9 mm) / 9,6 mm
(Ø10 mm).Für Sicherheitsseile gilt 8,0mm (Ø 8mm) / 9,0 (Ø 9mm) / 9,8mm (Ø10mm).
• Ein abgelegtes Tragseil darf nicht als Sicherheitsseil verwendet werden.

Wenn bei der wöchentlichen Überprüfung der Elektrokabel Schäden an der Isolierung oder an
Kabelverbindungen festgestellt werden, sind die Zuleitungs- und Steuerkabel sofort auszutauschen oder
instand zusetzen!

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Auszug aus der DIN15020: Abb. der häufigsten äußeren Beschädigungen von Drahtseilen:

Drahtseil mit korkenzieherartiger Verformung

Drahtseil mit Korbbildung

Drahtseil mit Schlaufenbildung von Drähten

Drahtseil mit Abplattung, entstanden durch Überfahren

Drahtseil mit Klanke

Drahtseil mit Knick

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B) Sicherheitsüberprüfung durch eine befähigte Person
Eine befähigte Person ist durch eine entsprechende Schulung bei der DualLift GmbH in die Lage versetzt
worden, Sicherheitsüberprüfungen an DualLift Personen-/Materialwinden und Sicherungsvorrichtungen
durchzuführen.
Eine Sicherheitsprüfung von DualLift Winden und DualLift Sicherungsvorrichtungen muss mindestens einmal
pro Jahr durch eine von DualLift befähigte Person erfolgen. Wir empfehlen die Durchführung der
Sicherheitsüberprüfung im Werk der DualLift GmbH.
Bei besonderen betrieblichen Verhältnissen oder Einsatzbedingungen kann eine Sicherheitsüberprüfung gemäß
der Unfallverhütungsvorschrift „Winden, Hub- und Zuggeräte“ (BGV D8) und den Normen
„Sicherheitsanforderungen an Hängende Personenaufnahmemittel“ (DIN EN1808) auch zwischenzeitlich
erforderlich sein.
DualLift Personen- und Materialwinden müssen spätestens nach 200 Betriebsstunden durch den Hersteller
generalüberholt werden. Der Nachweis über die Betriebsstunden ist durch den Betreiber z.B. über ein
Betriebsstundenbuch zu führen.
Wenn ein Fangfall mit einem DualLift UpSafe stattgefunden hat, müssen im Rahmen einer
außerordentlichen Sicherheitsüberprüfung Befestigung und Sicherheitsseil von einer befähigten
Person überprüft werden. Der UpSafe muss zwingend zur Generalüberholung an die DualLift
GmbH geschickt werden. Andernfalls können tödliche Risiken für den Nutzer entstehen.
Alle Ergebnisse von jährlichen und außerordentlichen Prüfungen müssen in ein Logbuch gem. EN 1808
14.6 eingetragen werden. Verantwortlich dafür ist der Eigentümer.

6.3 Instandsetzung der Winde


Jegliche Reparaturen an DualLift Winden und DualLift Sicherungsvorrichtungen dürfen nur durch die DualLift
GmbH oder eine von DualLift autorisierte Hebezeug Werkstatt und ausschließlich unter Verwendung der
DualLift Original-Ersatzteile durchgeführt werden.
Zum Nachfüllen oder beim Wechsel des Getriebeöls darf nur das in der jeweils aktuellen
Wartungsspezifikation vorgegebene Getriebeöl verwendet werden!

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7. Beschreibung der DualLift Sicherungsvorrichtungen
7.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Die DualLift Sicherungsvorrichtungen der Typenreihen UpSafe ISL508, 809, 1010 CE bzw. ULCS und OSL508,
809, 1010 CE bzw. ULCS sind Seilfangvorrichtungen, die beim Heben und Senken von „Hängenden
Personenaufnahmemitteln” nach DIN EN1808 mit Hilfe des original DualLift Drahtseils eingesetzt werden. Alle
OSL Baugrößen sind baugleich und unterscheiden sich nur durch die dem Seildurchmesser angepassten
Seilrollen und Klemmbacken.
Alle hochziehbaren Personenaufnahmemittel müssen entsprechend DIN EN1808 immer mit einer
Seilfangvorrichtung (DualLift UpSafe Typ ISL oder OSL) ausrüstet sein, welche die Last an einem vom
Tragseil unabhängigen Sicherheitsseil gegen Absturz sichert.
Zum problemlosen und sicheren Arbeiten mit DualLift Sicherungsvorrichtungen ist die Verwendung von durch
DualLift freigegebenem Seil zwingend erforderlich.
DualLift Sicherungsvorrichtungen werden in der Regel direkt an einem Personenaufnahmemittel angebaut
und fahren beispielsweise an vor einer Fassade hängenden Drahtseilen auf und ab.
Bei Befahranlagen, Bühnen etc., welche mit mindestens zwei Winden betrieben werden, muss immer der
Schräglagen-UpSafe ISL zum Einsatz kommen, damit auch im stromlosen Zustand eine Sicherung des
Personenaufnahmemittels gegen unzulässige Schräglage gegeben ist.

7.2 Funktionsweise des DualLift UpSafe Typ ISL508, 809, 1010


Schräglagen-Auslösung = Inclination Safety Lock
Während das Sicherheitsseil durch den Klemm-Mechanismus im DualLift UpSafe ISL508, 809, 1010 hindurch
läuft, stützt sich der Tastarm am belasteten Tragseil ab und wird dadurch offen gehalten.
Der UpSafe Typ ISL muss fest mit der Bühne verbunden sein, damit bei einer evtl. Schrägstellung der Bühne
der Klemmmechanismus automatisch geschlossen wird.
Der UpSafe ISL508, 809, 1010 sichert das Personenaufnahmemittel gegen:
1) Tragseilbruch,
2) Versagen der Winde,
3) Verhaken/Aufsetzen bei der Abwärtsfahrt, so dass das Tragseil nicht mehr straff ist,
4) Schräglage von mehr als den maximal zulässigen 14° (bei Arbeitsbühnen mit an den Enden angebrachten
Winden).

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7.3 Funktionsweise des DualLift UpSafe Typ OSL508, 809, 1010
Übergeschwindigkeits-Auslösung = Overspeed Safety Lock
Im DualLift UpSafe OSL508, 809, 1010 wird die Geschwindigkeit des durchlaufenden Sicherheitsseils laufend von
einer Tastrolle in Inneren abgetastet.
Wenn eine Übergeschwindigkeit auftritt, wird der Klemmmechanismus automatisch geschlossen.
Erst nach der Entlastung des Sicherheitsseiles kann das System mit Hilfe des Handhebels wieder manuell
freigeschaltet werden.
Der UpSafe OSL508, 809, 1010 sichert das Personenaufnahmemittel gegen:
1) Tragseilbruch,
2) Versagen der Winde,
3) Übergeschwindigkeit durch Verhaken/ Aufsetzen bei der Abwärtsfahrt, wenn
das Tragseil nicht mehr straff ist.
Wurde die Tragfähigkeit der Winde nach dem Flaschenzugprinzip erhöht, muss auch das Sicherheitsseil des
DualLift UpSafe ggfs. entsprechend eingeschert werden, um die gleiche Gesamt-Tragfähigkeit wie die Winde
gewährleisten zu können.
Der UpSafe Typ OSL ist auch mit elektrischem Schaltkontakt verfügbar (Ausführung OSL508,809,1010 CE-E bzw.
ULCS-E). Mit diesem Schaltkontakt kann das Auslösen des OSL in eine Steuerung integriert werden, um den
Windenmotor auszuschalten.

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7.4 Bauteile und Bedienelemente
1 DualLift UpSafe Typ ISL508, 809, 1010
1a Tastrolle
1b Tastarm, federbelastet
1c Sicherheitsseil
1d Tragseil der Winde
1e Seileinlauf
1f Seilauslauf
1g Befestigungsbohrungen Ø12,5 mm

2 DualLift UpSafe Typ OSL508, 809, 1010


2a NOT-STOP-Hebel zur Handauslösung
2b Handhebel zum Freischalten
2c Seileinlauf
2d Seilauslauf
2e Befestigungsbohrungen Ø12,5 mm

1c
2c
1a 1a

1b 1e

2a 2a

2b 2b
1d

2d
1g 1g 2e 2e

1f
1: DualLift UpSafe Typ ISL 2: DualLift UpSafe Typ OSL

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7.5 Technische Daten

Geschwindigkeit
geschwindigkeit

Auslöse-Winkel

ohne Seile
Seil-Nenn-
Seildurch-

Auslöse-
Nutzlast

Gewicht
messer
UpSafe /
UpSafe / UL 1323/
EN1808 CSA Z-271 Abmessungen

DualLift DualLift kg mm m/min m/min ° kg Höhe Breite Tiefe


Gerätetyp Gerätetyp mm mm mm
ISL508 CE ISL508 ULCS 600 8 bis 20 - 3-8° 6 350 238 90
ISL809 CE ISL809 ULCS 800 9 bis 20 - 3-8° 6 350 238 90
ISL1010 CE ISL1010 1000 10 bis 20 - 3-8° 6 350 238 90
ULCS
OSL508 CE OSL508 ULCS 600 8 bis 20 30 - 7 314 141 138
OSL809 CE OSL809 ULCS 800 9 bis 20 30 - 7 314 141 138
OSL1010 CE OSL1010 1000 10 bis 20 30 - 7 314 141 138
ULCS
Technische Änderungen vorbehalten

7.6 Sicherheitsausstattung
Zur Gewährleistung der Sicherheit von DualLift Sicherungsvorrichtungen gibt es folgende Vorrichtungen:
A) NOT-STOP-Hebel (nur UpSafe OSL)
Durch Drehen des NOT-STOP-Hebels nach rechts (gegen den Uhrzeigersinn) wird im Notfall der
Klemm-Mechanismus manuell ausgelöst, um die Abwärtsfahrt zu stoppen (z.B. beim Ausfall
oder Kriechen der Motorbremse der Winde) oder um die Befahranlage zusätzlich zu sichern.
Zum anschließenden Freischalten des Klemm-Mechanismus muss der Freischalthebel ca. eine
Viertelumdrehung nach links (im Uhrzeigersinn) gedreht werden, bis der Mechanismus in der
geöffneten Position einrastet. Dazu ist ein relativ hoher Kraftaufwand notwendig, da dabei eine starke Feder
vorgespannt wird.
Wenn der Freischalthebel in der Endstellung nicht einrastet, den NOT-STOP Hebel ganz leicht nach links (also
ebenfalls im Uhrzeigersinn) drehen.

B) Sichtfenster zur Kontrolle der Bewegung des Fliehkraftgewichtes


Das runde Sichtfenster auf der Vorderseite des
UpSafe OSL dient zur Kontrolle der Bewegung des
Fliehkraftgewichtes und ist bei jeder Fahrt mit
dem Personenaufnahmemittel zu kontrollieren.
Dreht sich das Fliehkraftgewicht nicht, ist die
Fahrt sofort zu unterbrechen und der OSL an
DualLift zur Überprüfung zu
senden.

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8. Inbetriebnahme der Geräte
8.1 Befestigung des DualLift UpSafe Sicherungsgeräte

A) Befestigungsmaterial
DualLift UpSafe der Baureihen ISL508, 809, 1010 und OSL508, 809, 1010 müssen mit zwei Schrauben M12
(Bohrungsabstand horizontal 77 mm) unter Verwendung von selbstsichernden Muttern befestigt werden.
Schrauben müssen eine ausreichende Länge haben, d.h. niemals auf dem Gewinde, sondern nur auf dem
Schaft tragen (notfalls Distanzscheiben verwenden). Die Festigkeitsklasse muss mindestens 8.8 sein. Höhere
Festigkeitsklassen (10.9 und insbesondere 12.9) sind zu vermeiden, da diese Schrauben insbesondere in
verzinkter Ausführung zu Versprödung neigen. Anstelle der Schrauben M12 können z.B. auch Bolzen o. ä.
mit mindestens gleicher Festigkeit eingesetzt werden.

B) Befestigung des DualLift UpSafe


DualLift UpSafe so befestigen, dass das Sicherheitsseil aus allen Richtungen gesehen immer lotrecht in die
Fangvorrichtung einläuft! Das Seil muss immer gespannt sein, daher unbedingt analog dem Fahrseil
Seilgewichte verwenden! Außerdem muss beim Typ ISL der Abstand zwischen Trag- und Sicherheitsseil
genau 10 cm betragen. Beim Typ OSL sollte der Abstand zwischen dem Trag- und Sicherheitsseil im Hinblick auf
mögliche Pendelbewegungen der Bühne so gering wie konstruktiv möglich sein.

Die Konstruktion zum Aufhängen des Sicherheitsseils sowie das Bauteil, an welchem der UpSafe befestigt wird,
muss den Belastungen gem. EN 1808 B.1.4 für Fangvorrichtungen die als eigene Einheit auf dem Markt
erhältlich sind, standhalten und den Normen UL1323 / CSA Z-271 genügen.

© by DualLift GmbH Seite 34


9. Service für Seilwinden und Sicherungsgeräte
A) Jährlicher Service
DualLift Winden und UpSafe müssen mindestens einmal jährlich überprüft werden. Wir empfehlen die
Überprüfung im Herstellerwerk. Sollte dies nicht möglich sein, so finden Sie die zum Zeitpunkt der
Auslieferung von Winde oder Sicherungsgerät gültigen Servicehinweise im Windenordner. Vor der
Durchführung des Service ist der aktuelle Serviceplan bei DualLift abzufragen.

B) Service 4 Jahre oder 200 Stunden


DualLift Winden und UpSafe müssen nach 4 Jahren oder 200 Betriebsstunden grundlegend revisioniert
werden. Wir empfehlen die Revision im Herstellerwerk. Sollte dies nicht möglich sein, so finden Sie die zum
Zeitpunkt der Auslieferung von Winde oder Sicherungsgerät gültigen Servicehinweise im Windenordner. Vor
der Durchführung des Service ist der aktuelle Serviceplan bei DualLift abzufragen.

C) Besonderer Service
Wenn ein Fangfall mit einem DualLift UpSafe stattgefunden hat, müssen im Rahmen einer
außerordentlichen Sicherheitsüberprüfung Befestigung und Sicherheitsseil von einer befähigten
Person überprüft werden. Der UpSafe muss zwingend zur Generalüberholung an die DualLift
GmbH geschickt werden. Andernfalls können tödliche Risiken für den Nutzer entstehen.

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EG-Konformitäts-Erklärung nach Anhang II A
der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
Der Hersteller: DualLift GmbH
Edisonstrasse 22
27711 Osterholz-Scharmbeck

Hiermit erklären wir, dass das in Serie hergestellte, nachfolgend näher bezeichnete Produkt:

Bezeichnung Materialwinde
Typ UpProS M408 – M1310
Seriennummer : 500000 - 599999

allen einschlägigen Bestimmungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der EMV-Richtlinie 2004/108/EG und
den zum Zeitpunkt dieser Erklärung geltenden Änderungen entspricht.
Angewendete harmonisierte Normen, insbesondere:
EN14492-1:2010: Krane-Kraftgetriebene Winden und Hubwerke, Teil1
EN60204-32:2009: Sicherheit von elektrischen Maschinen, Teil 32.

Hiermit erklären wir, dass das in Serie hergestellte, nachfolgend näher bezeichnete Produkt:

Bezeichnung Personenwinde
Typ UpProS P408 - P1010
Seriennummer : 500000 - 599999

allen einschlägigen Bestimmungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der EMV-Richtlinie 2004/108/EG und
den zum Zeitpunkt dieser Erklärung geltenden Änderungen entspricht.

Angewendete harmonisierte Normen, insbesondere:


EN1808:2010: Sicherheitsanforderungen an Hängende Personenaufnahmemittel.
EN60204-32:2009: Sicherheit von elektrischen Maschinen, Teil 32

Bevollmächtigter für die Zusammenstellung der techn. Unterlagen:


Frank Lülfing, Geschäftsführer

Ort/Datum: Osterholz-Scharmbeck, 18.04.2013

Name: Jörg Blasek


Funktion: Geschäftsführer der DualLift GmbH

autorisierte
Unterschrift:

© by DualLift GmbH Seite 36


Erklärung für den Einbau nach Anhang II B
der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
Der Hersteller: DualLift GmbH
Edisonstrasse 22
27711 Osterholz-Scharmbeck

Hiermit erklären wir, dass das in Serie hergestellte, nachfolgend näher bezeichnete Produkt:

Bezeichnung Materialwinde
Typ UpProS M408 – M1310
Seriennummer : 500000 - 599999

allen einschlägigen Bestimmungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der EMV-Richtlinie 2004/108/EG und
den zum Zeitpunkt dieser Erklärung geltenden Änderungen entspricht.
Angewendete harmonisierte Normen, insbesondere:
EN14492-1:2010: Krane-Kraftgetriebene Winden und Hubwerke, Teil1
EN60204-32:2009: Sicherheit von elektrischen Maschinen, Teil 32.

Hiermit erklären wir, dass das in Serie hergestellte, nachfolgend näher bezeichnete Produkt:

Bezeichnung Personenwinde
Typ UpProS P408 - P1010
Seriennummer : 500000 - 599999

allen einschlägigen Bestimmungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der EMV-Richtlinie 2004/108/EG und
den zum Zeitpunkt dieser Erklärung geltenden Änderungen entspricht.

Angewendete harmonisierte Normen, insbesondere:


EN1808:2010: Sicherheitsanforderungen an Hängende Personenaufnahmemittel.
EN60204-32:2009: Sicherheit von elektrischen Maschinen, Teil 32

Der Betrieb ist solange verboten, bis die Anlage, in welche die Seilwinde eingebaut wurde, den Bestimmungen
der Maschinenrichtlinien 2006/42/EG entspricht und vom Hersteller der Anlage eine entsprechende
Konformitätserklärung ausgestellt wurde.

Bevollmächtigter für die Zusammenstellung der techn. Unterlagen:


Frank Lülfing, Geschäftsführer

Ort/Datum: Osterholz-Scharmbeck, 18.04.2013

Name: Jörg Blasek


Funktion: Geschäftsführer der DualLift GmbH

autorisierte
Unterschrift:

© by DualLift GmbH Seite 37


EG-Konformitäts-Erklärung nach Anhang II A
der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
Der Hersteller: DualLift GmbH
Edisonstrasse 22
27711 Osterholz-Scharmbeck

Hiermit erklären wir, dass das in Serie hergestellte, nachfolgend näher bezeichnete Produkt:

Bezeichnung: UpSafe Sicherungsgerät mit Übergeschwindigkeitsabschaltung


Typ: OSL508 CE, OSL809 CE, OSL1010 CE
Seriennummer: 700000 – 995000

Bezeichnung: UpSafe Sicherungsgerät mit Schräglagenabschaltung


Typ: ISL508, ISL1010
Bezeichnung: 700000 – 995000

allen einschlägigen Bestimmungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und den zum Zeitpunkt dieser Erklärung
geltenden Änderungen entspricht.

Angewendete harmonisierte Normen, insbesondere:


EN1808:2010 Sicherheitsanforderungen an Hängende Personenaufnahmemittel

Das Produkt entspricht dem baumustergeprüften Modell übereinstimmt, welches von der notifizierten Stelle mit
der Kenn-Nr. 0393 (Fachausschuss MHHW der Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Graf-Recke-Str. 69, 40239
Düsseldorf) im Rahmen einer Baumusterprüfung geprüft und zertifiziert wurde.

Bevollmächtigter für die Zusammenstellung der techn. Unterlagen:


Frank Lülfing, Geschäftsführer

Ort/Datum: Osterholz-Scharmbeck, 18.04.2013

Name: Jörg Blasek


Funktion: Geschäftsführer der DualLift GmbH

autorisierte
Unterschrift:

© by DualLift GmbH Seite 38


Erklärung für den Einbau nach Anhang II B
der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
Der Hersteller: DualLift GmbH
Edisonstrasse 22
27711 Osterholz-Scharmbeck

Hiermit erklären wir, dass das in Serie hergestellte, nachfolgend näher bezeichnete Produkt:

Bezeichnung: UpSafe Sicherungsgerät mit Übergeschwindigkeitsabschaltung


Typ: OSL508 CE, OSL809 CE, OSL1010 CE
Seriennummer: 700000 – 995000

Bezeichnung: UpSafe Sicherungsgerät mit Schräglagenabschaltung


Typ: ISL508, ISL1010
Bezeichnung: 700000 – 995000

allen einschlägigen Bestimmungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und den zum Zeitpunkt dieser Erklärung
geltenden Änderungen entspricht.

Angewendete harmonisierte Normen, insbesondere:


EN1808:2010 Sicherheitsanforderungen an Hängende Personenaufnahmemittel

Das Produkt entspricht dem baumustergeprüften Modell übereinstimmt, welches von der notifizierten Stelle mit
der Kenn-Nr. 0393 (Fachausschuss MHHW der Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Graf-Recke-Str. 69, 40239
Düsseldorf) im Rahmen einer Baumusterprüfung geprüft und zertifiziert wurde.

Der Betrieb ist solange verboten, bis die Anlage, in die der Fallstop eingebaut wurde, den Bestimmungen der
Maschinenrichtlinien 2006/42/EG entspricht und vom Hersteller der Anlage eine entsprechende
Konformitätserklärung ausgestellt wurde.

Bevollmächtigter für die Zusammenstellung der techn. Unterlagen:


Frank Lülfing, Geschäftsführer

Ort/Datum: Osterholz-Scharmbeck, 18.04.2013

Name: Jörg Blasek


Funktion: Geschäftsführer der DualLift GmbH

autorisierte
Unterschrift:

© by DualLift GmbH Seite 39


DualLift GmbH
Edisonstrasse 22
27711 Osterholz-Scharmbeck

www.dual-lift.com
info@dual-lift.com
Telefon +49 (0) 4791 964 07-0
Telefax +49 (0) 4791 964 07-27
24h-Hotline:
Telefon +49 (0) 151-51 909 888

Geschäftsführer: Jörg Blasek, Frank Lülfing


DualLift ist ein weltweit eingetragenes Warenzeichen.

Handelsregister: HR Walsrode, B201091

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