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Elmar Goldstein

Praxiswissen
für Unternehmer
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■ Recht und Geld
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Richtig, sicher und vollständig
nach DATEV, IKR, BGA
Elmar Goldstein

11. Auflage
2

Inhalt
Worum geht es in der Buchhaltung? 5
ƒ Was ist ein Geschäftsvorfall? 6
ƒ Ergebnis, Bestands- und Erfolgskonten 7
ƒ Kontierung: Welche Konten sind betroffen? 9

Auf Erfolgskonten buchen 11


ƒ Die Gewinn- und Verlustrechnung
nach dem Gesamtkostenverfahren 12
ƒ Wie Sie Umsatzerlöse buchen 14
ƒ Bestandsveränderungen buchen 27
ƒ Zuschreibungen buchen (Abschlussbuchungen) 31
ƒ Aufwendungen richtig kontieren 38
ƒ Personalaufwand richtig kontieren 51
ƒ Wie Sie Abschreibungen verbuchen 54
ƒ Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 64
ƒ Erträge der Positionen 9 bis 11 buchen 79
ƒ Abschreibungen und Aufwendungen
der Positionen 12 und 13 81
ƒ Steuern: die Positionen 14 bis 15 83
ƒ Sonstige Steuern 85
ƒ Kalkulatorische Abgrenzungen 86
3

Buchungen auf Bestandskonten 89


ƒ Bilanzgliederung im Überblick 90
ƒ AKTIVA 92
ƒ PASSIVA 111
ƒ Eröffnungsbilanz und Jahresverkehrszahlen 123

ƒ Stichwortverzeichnis 125
4

Vorwort
Welches Konto ist denn jetzt das richtige? Wie lautet der zu-
gehörige Buchungssatz? Wie unterscheiden sich die einzelnen
Konten? Selbst der versierte Buchhalter steht immer wieder vor
solchen Fragen, will er die verschiedenen betrieblichen Vorgän-
ge richtig buchen.

Dieser TaschenGuide behandelt die in der Praxis häufigsten


Kontierungsprobleme, systematisch nach Geschäftsvorfällen
eingeteilt. Ob Erlös, Aufwendung, Zinsen oder Abschreibun-
gen – hier finden Sie alle erfolgswirksamen Kontierungsfälle
geordnet, so wie sie in der Gewinn- und Verlustrechnung nach
dem Gesamtkostenverfahren erscheinen. Wie Sie richtig auf
Bestandskonten buchen, wird anschließend behandelt. Neben
den DATEV-Kontenrahmen SKR03 und SKR04 finden Sie Kontie-
rungen im Industriekontenrahmen IKR und Kontenrahmen des
Groß- und Außenhandels BGA.

Zahlreiche Buchungsbeispiele aus der Praxis auf Grundlage der


DATEV-Kontenrahmen SKR04 (SKR03) und ein ausführliches
Stichwortverzeichnis runden den Band ab.
Dipl.-Kfm. Elmar Goldstein

Hinweis: Dieser TaschenGuide versucht, möglichst aktuell zu sein. Dennoch


bitten wir um Verständnis, wenn im Einzelfall die konkrete Umsetzung aus
dem betrieblichen Alltag zulasten von Aktualität geht. In steuerlichen Zwei-
felsfällen helfen Ihnen Loseblattwerke aus der Haufe Verlagsgruppe wei-
ter. Anregungen, Kritik und Fragen können Sie auch per E-Mail an konto@
RichtigKontieren.de richten. Wir werden jede Anfrage beantworten und in
weiteren Auflagen dieses TaschenGuides berücksichtigen.
5

Worum geht es in der


Buchhaltung?

Die Buchführung ist der zentrale Bestandteil


des betrieblichen Rechnungswesens. Durch die
korrekte Verbuchung aller Geschäftsvorfälle
werden die Daten für die Bilanz und die Gewinn-
und Verlustrechnung ermittelt.

In diesem Kapitel erfahren Sie


ƒ was ein Geschäftsvorfall ist,
ƒ wie das Jahresergebnis ermittelt wird und
worin sich Bestands- und Erfolgskonten unter-
scheiden.
6 Worum geht es in der Buchhaltung?

In der doppelten Buchführung erfasst man auf Sachkonten


sämtliche Geschäftsvorfälle eines laufenden Wirtschaftsjahres
sowohl im Hinblick auf ihre Vermögens- als auch Erfolgswir-
kung. Dementsprechend werden die Sachkonten in Bestands-
konten und Erfolgskonten unterschieden.

Als Geschäftsvorfall wird ziemlich abstrakt jede Bewegung von Vermö-


genswerten innerhalb des Unternehmens oder mit seinem wirtschaft-
lichen Umfeld bezeichnet.

In der Buchhaltung müssen Sie sämtliche Geschäftsvorfälle er-


fassen, teilweise mit Auswirkungen auf mehrere Vermögens-
positionen.

Was ist ein Geschäftsvorfall?


Hier handelt es sich z. B. um Geschäftsvorfälle:
ƒ Mit dem Ausstellen einer Rechnung für erbrachte Leistungen
erhebt das Unternehmen eine Forderung und erhöht gleich-
zeitig seine Umsatzerlöse wie die Umsatzsteuerschuld.
ƒ Mit dem Verkauf über den Ladentisch wird der Kassenbe-
stand wie auch der Umsatzerlös und die Umsatzsteuerschuld
erhöht.
ƒ Bei Entnahme eines Firmenwagens durch den Unternehmer
in sein Privatvermögen erhöht sich der Entnahmeerlös und
die Umsatzsteuerschuld, der Wert der Privatentnahmen und
der Aufwand für den Abgang von Anlagevermögen. Schließ-
Ergebnis, Bestands- und Erfolgskonten 7

lich vermindert dieser einzige Geschäftsvorfall noch den


Fahrzeugbestand.

Kein Geschäftsvorfall liegt vor


ƒ wenn Sie von der Bank einen Brief erhalten, dass das bean-
tragte Darlehen jederzeit bereitgestellt werden kann,
ƒ bei der Zusage »die Lieferung, der Scheck, die Bestellung, der
unterschriebene Vertrag ist unterwegs«. Solche »schweben-
den Geschäfte« zu erfassen und zu bewerten ist Aufgabe des
Jahresabschlusses. Erst dann müssen angefangene Arbeiten,
unfertige Waren und drohende Risiken erkannt werden.
ƒ Eine Bürgschaftserklärung wird solange nicht als Geschäfts-
vorfall erfasst, wie sie nicht in Anspruch genommen wird.

Man kann auch sagen: Jeder Geschäftsvorfall verändert jeweils mindes-


tens zwei Werte in der Bilanz.

Ergebnis, Bestands- und Erfolgskonten


Der Jahresgewinn oder -verlust wird zum Jahresende doppelt
festgestellt:
1. Einmal in der Bilanz durch Vermögensvergleich zu Beginn
und Ende des Jahres: Dazu werden sämtliche Bestandskon-
ten abgerechnet. Hat sich das Vermögen vermehrt, schlägt
sich der Jahresgewinn als Zuwachs im Eigenkapital nieder,
umgekehrt wird bei Verlust das Eigenkapital vermindert.
8 Worum geht es in der Buchhaltung?

2. In der Gewinn- und Verlustrechnung durch Gegenüberstel-


lung von Aufwand und Ertrag. Hier fließen sämtliche Erfolgs-
konten ein. Der Unterschiedsbetrag (Saldo) entspricht dem
Jahresergebnis.

Bestandskonten übernehmen vom Eröffnungsbilanzkonto zu


Beginn des Jahres die Anfangsbestände. Nachdem im Laufe des
Jahres sämtliche Bestandsveränderungen auf den jeweiligen
Konten verbucht wurden, muss der errechnete Jahresendbe-
stand mit dem Inventurwert zum Jahresende übereinstimmen.

Aktive Bestandskonten Zugang im Soll – linke Seite


(Vermögenskonten) Abgang im Haben – rechte Seite
Passive Bestandskonten Zugang im Haben – rechte Seite
(Kapitalkonten, Schulden) Abgang im Soll – linke Seite

Der Endbestand eines Bestandskontos bestimmt sich aus dem


Unterschiedsbetrag zwischen beiden Seitensummen, dem
Saldo. Wenn der Saldo verbucht wird, gilt das Konto als abge-
schlossen. Es muss dann Summengleichheit herrschen.

Auf den Erfolgskonten erfassen Sie im Laufe des Jahres den be-
trieblichen Aufwand und Ertrag. Buchungen auf diesen Konten
beeinflussen letztlich nur ein einziges Bestandskonto, das Ei-
genkapitalunterkonto »Jahresgewinn«. Zum Jahresende werden
sämtliche Erfolgskonten abgeschlossen und über das Hilfskonto
»Gewinn- und Verlustkonto« saldiert. Der Saldo dieses Kontos
wiederum entspricht dem Jahresgewinn/Jahresverlust.
Kontierung: Welche Konten sind betroffen? 9

Aufwandskonten Zugang im Soll – linke Seite


Abgang im Haben – rechte Seite
Ertragskonten Zugang im Haben – rechte Seite
Abgang im Soll – linke Seite

Kontierung: Welche Konten sind betroffen?


Die Verbuchung der Geschäftsvorfälle erfolgt in zeitlicher und
sachlicher Anordnung jeweils auf mindestens zwei betroffenen
Konten. Die Entscheidung, welche Konten tatsächlich betroffen
sind, nennt man Kontierung.

PRAXIS-BEISPIEL
Der Barkauf von Schreibwaren am 6.7. in Höhe von 238 EUR brutto wird
sowohl auf den Konten »Bürobedarf« und »Vorsteuer« im Eingang/
Soll als auch auf dem Konto »Kasse« als Ausgang/Haben erfasst. Der
Aufwand nimmt in dem Maße zu wie das Vermögen abnimmt.

Um die Buchung zu beschreiben, formuliert man einen standar-


disierten Buchungssatz, hier:

Bürobedarf 200 EUR und Vorsteuer 38 EUR an Kasse 238 EUR

oder ganz allgemein:

Soll (Konto, Betrag) an Haben (Konto, Betrag).

Im DATEV-System wird der Buchungssatz des Beispiels in fol-


gender Buchungszeile erfasst (Konten nach SKR04).
10 Worum geht es in der Buchhaltung?

Eingang/Soll Ausgang/Haben GegenKto Beleg Datum Konto Text


238,00 906815 06.07. 1600

Der Endsaldo jedes Erfolgskontos wird zum Jahresende vom


DATEV-System automatisch gegen das Gewinn- und Verlustkon-
to gebucht und ist damit ausgeglichen.

Auf dem Gewinn- und Verlustkonto erscheinen sämtlicher Auf-


wand auf der linken Seite, sämtliche Erträge auf der rechten
Seite. Der Unterschiedsbetrag zwischen beiden Seiten ent-
spricht dem Jahresergebnis. Ein Saldo auf der linken Seite be-
deutet, dass die Erträge rechts den Aufwand links übersteigen.
Dies bedeutet einen Gewinn. Steht der Saldo auf der rechten
Seite, so war das Jahresergebnis negativ.

Hinweis: Wenn Sie Ihr Wissen über die Buchhaltung auffrischen


wollen, können Sie dies mit dem TaschenGuide »Buchführung«
tun, der die Grundlagen der doppelten Buchführung behandelt
(mit ausführlichem Übungsteil).
Kontierung: Welche Konten sind betroffen? 11

Auf Erfolgskonten buchen

Auf den Erfolgskonten werden die Aufwendun-


gen und Erträge im Lauf eines Geschäftsjahres
gebucht. In diesem Kapitel erfahren Sie
ƒ aus welchen Positionen die Gewinn- und Ver-
lustrechnung besteht,
ƒ wie Sie Umsatzerlöse und Bestandsverände-
rungen buchen,
ƒ wie Sie Aufwendungen und Personalaufwand
richtig kontieren,
ƒ wie Sie die sonstigen betrieblichen Aufwen-
dungen buchen,
ƒ welche Konten bei den GuV-Positionen 9–13
relevant sind.
12 Auf Erfolgskonten buchen

Die Gewinn- und Verlustrechnung


nach dem Gesamtkostenverfahren
Nach § 275 HGB müssen Kapitalgesellschaften ihre Gewinn-
und Verlustrechnung (GuV) in Staffelform aufstellen. Kleine
und mittlere GmbHs dürfen die Positionen 1 bis 5 zu einem
Posten »Rohergebnis« zusammenfassen. Zwei Verfahren für die
Gewinn- und Verlustrechnung sind zulässig, das Umsatzkosten-
und das Gesamtkostenverfahren, wobei wir letzteres gewählt
haben, da es in Deutschland überwiegend eingesetzt wird. Als
Einzelunternehmer können Sie sich – ebenso wie Personenge-
sellschaften – freiwillig an der im HGB vorgegebenen Gliede-
rung orientieren.

Die einzelnen Positionen


1. Umsatzerlöse
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
Die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren 13

6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung


und für Unterstützung, davon für Altersversorgung
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanla-
gen
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,
soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Ab-
schreibungen überschreiten
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
9. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unter-
nehmen
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unterneh-
men
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbunde-
nen Unternehmen
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon an verbundene
Unternehmen
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag
16. Sonstige Steuern
17. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
14 Auf Erfolgskonten buchen

Wie Sie Umsatzerlöse buchen


Welche Umsätze sind umsatzsteuerpflichtig?
Die Umsatzsteuer wird in Deutschland als Mehrwertsteuer
erhoben. Dies bedeutet für das einzelne Unternehmen eine
Besteuerung seiner erzielten Mehrwerte zwischen Einkauf
und Verkauf, den bezogenen und erbrachten Leistungen. Zwar
schuldet der Unternehmer dem Finanzamt jeweils die volle
Umsatzsteuer auf seine Lieferungen und Leistungen; von dieser
Schuld kann er aber die seinerseits an andere Unternehmer ge-
zahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer abziehen.

Wenn Sie Erlöse buchen, müssen Sie wissen:


ƒ Welche Umsätze sind steuerpflichtig?
ƒ Welcher Steuersatz gilt?

Zu den steuerpflichtigen Umsätzen – es sei denn, sie sind ausdrücklich


befreit – gehören sämtliche Lieferungen und Leistungen eines Unter-
nehmers im Inland im Rahmen seines Unternehmens. Steuerpflich-
tig sind außerdem in der Regel der Eigenverbrauch (unentgeltliche
Wertabgaben) oder Entnahmen von Gegenständen und Leistungen aus
dem Unternehmen, auch wenn sie in der Regel unentgeltlich erfolgen.
Die Umsatzsteuer wird hier nach dem Einstandspreis bzw. den Selbst-
kosten errechnet.

In der Regel steuerpflichtig sind z. B. folgende Umsätze:


ƒ Der Computerhändler liefert eine EDV-Anlage.
ƒ Der Schreiner rechnet einen Innenausbau ab.
Wie Sie Umsatzerlöse buchen 15

ƒ Ein Firmenwagen im Wert von 5.000 EUR wird kostenlos an


den Junior des Chefs abgetreten.
ƒ Ihr Kunde leistet die geforderte Anzahlung noch bevor Sie die
komplette Gegenleistung erbracht haben.

Erlöse zu 19 % Umsatzsteuer
Der reguläre Mehrwertsteuersatz beträgt 19 %. Das bedeutet
für Sie, auf die Nettoerlöse 19 % USt aufzuschlagen oder aus
den Bruttoverkäufen 15,97 % herauszurechnen (genauer: Der
Bruttobetrag durch 1,19 geteilt ergibt den Nettobetrag). Als
Unterschiedsbetrag zwischen Brutto und Netto ergibt sich die
MwSt:

100,00 EUR netto + 19 % MwSt (19,00 EUR) = 119,00 EUR brutto


100,00 EUR brutto = 84,03 EUR netto + 19 % MwSt (15,97 EUR)

Für die Verbuchung der Mehrwertsteuer sind in vielen Buch-


haltungsprogrammen Automatikfunktionen vorgesehen, mit
denen Erlös- und Aufwandskonten belegt sind oder die im ein-
zelnen Buchungsfall aktiviert werden. Wird der Bruttobetrag
eingebucht (inkl. MwSt), so schlüsselt das System den Betrag
in Nettowert und MwSt auf und stellt diese auf die richtigen
Konten ein.

Dieses Automatikkonto ist in den DATEV Kontenrahmen für all-


gemeine Erlöse 19 % USt vorgesehen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8012 510 8400 4400 Erlöse 19 % USt
16 Auf Erfolgskonten buchen

Ohne Automatikfunktionen sind folgende Erlöskonten vorgese-


hen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


80 50 8000 4000 Umsatzerlöse
80 510 8200 4200 Erlöse

BEISPIEL
Nach über drei Monaten und zwei Mahnungen zahlt der säumige Kun-
de per Banküberweisung den ausstehenden Betrag von 20.000 EUR +
19 % MwSt = brutto 23.800 EUR. Wie in allen folgenden Beispielen liegt
der SKR04 (SKR03) zugrunde. Verbuchung auf einem automatischen
Mehrwertsteuerkonto (Istversteuerung).

Konto Eingang/ Ausgang/ Gegenkonto Text


Soll Haben
1800 (1200) 23.800 4400 (8400) 4400 (8400) Waren-
verkauf

So schlüsselt die EDV den Umsatz auf:

Bank 1800 (1200) 23.800 EUR


an 4400 (8400) Umsatzerlöse 20.000 EUR
an 3806 (1776) Umsatzsteuer 19 % 3.800 EUR

Die USt zum Steuersatz von 19 % wird auf folgendem Konto erfasst:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1815 4807 1776 3806 Umsatzsteuer 19 %
Wie Sie Umsatzerlöse buchen 17

Erlöse mit ermäßigtem Umsatzsteuersatz


Umsätze zum ermäßigten Steuersatz von 7 % betreffen be-
stimmte lebende Tiere und die meisten Lebensmittel wie
Fleisch, Getreide, Gemüse, Salate, Kaffee, Tee sowie Leitungs-
wasser und Milch.

Außerdem unterliegen Blumen, Bücher, Zeitschriften, Holz,


handgeschaffene Gemälde, Autorenhonorare oder Taxifahrten
bis 50 km usw. dem ermäßigten Steuersatz.

Das folgende Automatikkonto ist in den DATEV Kontenrahmen


für Erlöse mit 7 % USt vorgesehen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8011 508 8300 4300 Erlöse 7 % USt

Die USt zu anderen Steuersätzen werden auf folgenden Konten


erfasst:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1812 4801 1771 3801 Umsatzsteuer 7 %
18 480 1770 3800 Umsatzsteuer

Auch land- und forstwirtschaftliche Produkte werden ermäßigt


besteuert.
18 Auf Erfolgskonten buchen

Welche Umsätze Sie steuerfrei buchen können


Etliche Umsätze sind aus unterschiedlich guten Gründen von
der Umsatzsteuer befreit. Zunächst müssen Sie inländische und
ausländische (außerhalb EG) steuerfreie Umsätze auf den fol-
genden Konten unterscheiden:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8112 505 8110 4110 Sonst. steuerfr. Umsätze Inland
8117 5056 8150 4150 Sonstige steuerfreie Umsätze

Lieferungen ins Ausland außerhalb der EU sind steuerfrei.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8116 5055 8140 4140 Steuerfreie Umsätze Offshore usw.

Steuerfreie Umsätze können Sie auch nach dem § 4 UStG auf-


schlüsseln; hier finden Sie die Befreiungstatbestände. Mit den
steuerfreien Umsätzen nach § 4 Nr. 8 bis 28 UStG sind z. B.
die Honorare der Ärzte (Ausnahme z. B. zahntechnisches Labor)
gemeint, Umsätze von Krankenhäusern, Altenheimen, die Pro-
visionen der Versicherungsvertreter und Versicherungsentschä-
digungen, Geldgeschäfte der Banken (sofern nicht freiwillig
versteuert), aus Vermietungen und Handel von Grundstücken,
Umsätze aus Lehrtätigkeit, Jugendhilfe und ehrenamtliche Auf-
wandsentschädigung.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8111 506 8100 4100 Steuerfreie Ums. § 4 Nr. 8 ff. UStG
Wie Sie Umsatzerlöse buchen 19

Achtung
Diese Umsätze schließen einen Vorsteuerabzug aus!

Steuerfreie Umsätze nach § 4 Nr. 1a, 2–7 und 1c UStG bezeich-


nen z. B. Exporte, d. h. Lieferungen in ein Land außerhalb der EU
(1a) oder eine Beförderungsleistung dorthin (3), Seeschifffahrt
und Luftfahrt (2) und diesbezügliche Reisebüroumsätze (5),
Offshoregeschäfte (7). Diese Umsätze schließen einen Vorsteu-
erabzug nicht aus.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8113 5051 8120 4120 Steuerfreie Umsätze § 4 Nr. 1a UStG

Wann sind Provisionsumstätze steuerfrei?


Vier Konten stehen für Erlöse aus Makler- und ähnlicher Ver-
mittlungstätigkeit, Kommissionsgeschäften usw. zur Verfügung.
Umsatzsteuerfrei sind Provisionserlöse, wenn das vermittelte
Grundgeschäft ebenfalls steuerfrei ist, so z. B. Darlehnsmakeln:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR04)


(GHK)
872 5411 8510 4560 Provisionsumsätze
8729 5411 8515 4565 Provisionsumsätze steuerfrei
8721 5412 8516 4566 Provisionsumsätze 7 % USt
8722 5413 8519 4569 Provisionsumsätze 19 % USt
20 Auf Erfolgskonten buchen

Wann sind Entnahmen steuerfrei?


Generell kommt eine Entnahme von Gegenständen ohne USt
immer dann in Betracht, wenn kein Vorsteuerabzug geltend
gemacht wurde, so z. B. bei einem von Privat angeschafften
Firmenwagen. Buchen Sie auf folgendes Konto:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8719 5429 8905 4605 Entnahme von Gegenst.
ohne USt

Auch die unentgeltliche Wertabgabe unterliegt nicht der USt,


wenn für die zugrunde liegende Leistung kein Vorsteuerabzug
gegeben war. Wird z. B. die private Kfz-Nutzung durch ein Fahr-
tenbuch ermittelt, dann unterliegt die anteilig private Kfz-Steu-
er und -Versicherung nicht der USt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


871 542 8900 4600 unentgeltliche Wertabgaben

Eine (fiktive Entnahme) von Waren für Zwecke außerhalb des


Unternehmens – im Lebensmitteleinzelhandel, Gaststätten
usw. – wird auf der Grundlage der amtlichen Richtsätze und der
Anzahl der Personen im Haushalt ermittelt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8711 5421 8915 4610 Entnahme von Gegenständen 7 % USt
8712 5422 8910 4620 Entnahme von Gegenständen
19 % USt
Wie Sie Umsatzerlöse buchen 21

PRAXIS-BEISPIEL
Der Lebensmittelhändler entnimmt seinem Geschäft Waren zum
Einstandspreis von netto 200 EUR (19 %) und 300 EUR (7 %). Verbu-
chung auf den automatischen Mehrwertsteuerkonten über das Privat-
konto 2100 (SKR03 1800):

Konto Eingang/Soll Ausgang/Haben Gegenkonto


2100 (1800) 238,00 4620 (8910)
2100 (1800) 321,00 4610 (8915)

So schlüsselt die EDV den Umsatz auf:

Privatentnahme 2100 (1800) 559 EUR


an 4610 (8915) Warenentnahme 7 % 300 EUR
an 4620 (8910) Warenentnahme 19 % 200 EUR
an 3801 (1771) Umsatzsteuer 7 % 21 EUR
an 3806 (1776) Umsatzsteuer 19 % 38 EUR

Bauleistungen und Steuerschuldnerschaft


nach § 13b UStG

Bei Bauleistungen an einen anderen Bauunternehmer wird nicht


der leistende Unternehmer, sondern der Leistungsempfänger
verpflichtet, die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen.
Zu den Bauleistungen im weiteren Sinne zählen: Einbau von
Fenster und Türen sowie Bodenbeläge, Aufzüge, Rolltreppen
und Heizungsanlagen, aber auch von Einrichtungsgegenstän-
den, wenn sie mit einem Gebäude fest verbunden sind, wie
z. B. Ladeneinbauten, Schaufensteranlagen, Gaststätteneinrich-
tungen usw. Auch von Rechnungen ausländischer Dienstleister
22 Auf Erfolgskonten buchen

in Deutschland ist die Umsatzsteuer vom Leistungsempfänger


einzubehalten – beim in der Regel gleichzeitigen Vorsteuer-
abzug ein Nullsummenspiel. Diese Regelung gilt auch bei der
Reinigung von Gebäuden durch Subunternehmer. Daneben ist
die Besteuerung der Umsätze von Mobilfunkgeräten und Elek-
tronikchips ebenfalls vom Empfänger zu besteuern, sofern die
Lieferung einen Wert von 5.000 EUR übersteigt sowie bei Liefe-
rungen von Industrieschrott, Gold und Altmetallen und einigen
weiteren Abfallstoffen.

Nicht steuerbare Umsätze buchen


Nicht steuerbare Umsätze tätigen Sie außerhalb Ihres Unter-
nehmens oder im Ausland. Bestimmte Leistungen für einen
ausländischen Unternehmer – wie z. B. die von Rechtsanwälten,
wirtschaftlichen und technischen Beratern, der Datenverarbei-
tung, Werbefirmen usw. – gelten als im Ausland ausgeführt und
sind ebenfalls in Deutschland nicht steuerbar.

Die nicht steuerbaren Umsätze erscheinen in der Umsatzsteu-


ervoranmeldung und in der Anlage UR zur USt-Jahreserklärung.
Verwenden Sie nachfolgendes Konto:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


88 5090 8950 4690 Nicht steuerbare Umsätze
8115 5134 8331 4331 Erlöse aus im anderen EG-Land stpfl.
elektr. Diensten
8115 5134 8335 4335 Erlöse nach § 13b UStG, Mobilfunk-
geräte, Speicherchips
Wie Sie Umsatzerlöse buchen 23

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8115 5134 8336 4336 Im anderen EG-Land stpfl. sonstige
Leistungen
8115 5134 8337 4337 Erlöse nach § 13b UStG, Leistungs-
empfänger als Steuerschuldner
88 5091 8338 4338 Im Drittland steuerbare Leistungen

Umsatzsteuer im Binnenmarkt – so kommen Sie


im Dschungel zurecht
Steuerfrei: innergemeinschaftliche Lieferungen
Ausfuhren in die Mitgliedstaaten der EU an Unternehmer oder
juristische Personen sind nach § 4 Nr. 1b UStG steuerfrei.

Eine innergemeinschaftliche Lieferung weisen Sie nach durch das Dop-


pel der Rechnung, den Lieferschein sowie die Gelangenbestätigung des
Abnehmers oder geeingneter Frachtpapiere der beautragten Spedition.

Bei Ihrer Lieferung müssen Sie immer die eigene USt-IdNr. ver-
wenden, die des Abnehmers mit dem Hinweis »without Ger-
man VAT« kennzeichnen sowie den Gewerbezweig oder Beruf
zur unternehmerischen Verwendung angeben.

Holen Sie bei neuen Geschäftspartnern eine Bestätigung vom Bun-


deszentralamt für Steuern, 66738 Saarlouis, ein, sonst bleibt das Risiko
einer Steuernachzahlung an Ihnen hängen (http://evatr.bff-online.de/
eVatR).

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8115 5052 8125 4125 Steuerfreie innergemeinschaftliche
Lieferungen § 4 1b UStG
24 Auf Erfolgskonten buchen

Steuerpflichtig: Lieferungen an Unternehmer


ohne USt-IdNr. und kleiner Versandhandel
Die Vorschriften des steuerfreien, innergemeinschaftlichen Er-
werbs setzen die Verwendung der USt-IdNr. der Geschäftspart-
ner voraus. Ohne USt-IdNr. wird die Lieferung in Deutschland
steuerpflichtig. Das bedeutet, der Lieferer schuldet dem deut-
schen Fiskus die Umsatzsteuer aus dem Verkauf.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8118 5131 8310 4310 Erlöse EG-Lieferungen 7 % USt
8119 5132 8315 4315 Erlöse EG-Lieferungen 19 % USt

Im anderen EG-Land steuerpflichtige Lieferungen


Bei Ausübung der Option im innergemeinschaftlichen Versand-
handel oder bei Überschreiten der Lieferschwelle wird der Um-
satz in dem betreffenden EG-Staat steuerpflichtig, ebenso die
für andere Unternehmer ausgeführten sonstigen Leistungen. In
diesen Fällen buchen Sie auf folgendes Konto:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8115 5133 8320 4320 Im anderen EG-Land steuerpfl. Lief.

Die USt wird auf folgenden Konten erfasst:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1815 4816 1767 3817 USt im anderen EG-Land steuerpflich-
tige Lieferung
1815 4817 1768 3818 USt im anderen EG-Land sonstigen
Leistungen/Werklieferungen
Wie Sie Umsatzerlöse buchen 25

An EG-Unternehmer erbrachte sonstige Leistungen gelten als


in deren Heimatland ausgeführt und sind ebenfalls im entspre-
chenden EG-Land zu versteuern. Der Leistungsempfänger zahlt
in diesem Fall die Steuer nicht zusammen mit dem Nettoerlös
an den Erbringer, sondern an den ausländischen Fiskus (ehe-
mals Abzugsverfahren).

Bei den Leistungen ausländischer Unternehmer ist andererseits


vom deutschen Leistungsempfänger die Umsatzsteuer einzu-
behalten, in seiner USt-Voranmeldung anzugeben und an das
Finanzamt abzuführen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8115 5134 8339 4339 Im anderen EG-Land steuerpflichtige
sonstige Leistungen
1819 4829 1787 3837 Ausländische Unternehmen,
19 % USt nach § 13b UStG

So buchen Sie Abzüge von Erlösen


Bei Erlösschmälerungen und Preisnachlässen gilt:
ƒ Die erzielten Umsatzerlöse werden im Haben erfasst.
ƒ Die Erlösschmälerungen und Preisnachlässe verbuchen Sie
im Soll, eventuell mit einer Korrektur der Umsatzsteuer.

BEISPIEL
Der Kunde M überweist die ausstehende Rechnung von brutto
11.900 EUR unter Abzug von 8 % Preisnachlass. Der Computer berück-
sichtigt den Ausgleich der gesamten Forderung gegenüber M (Konto
26 Auf Erfolgskonten buchen

20000), die Erlösschmälerung von netto 800 EUR und MwSt-Korrektur


von 152 EUR.

Konto Eingang/ Ausgang/ Gegen- Skonto


Soll Haben konto
1800 (1200) 10.948,00 20000 952,00

oder

Konto Eingang/ Ausgang/ Gegen- Skonto


Soll Haben konto
1800 (1200) 10.948,00 20000 952,00
4720 (8720) 952,00 20000

So schlüsselt die EDV die Buchungen auf:

Bank 1800 (1200) 10.948 EUR


Erlösschmälerungen 19 % USt 4720 (8720) 800 EUR
USt 19 % 3806 (1776) 152 EUR
an Debitor Müller 11.900 EUR

Erlösschmälerungen entstehen durch kostenlose Nachlieferung,


Gutschriften und Preisnachlässe – z. B. nach einer Mängelrüge
des Kunden. Skonti sind Preisnachlässe für prompte Zahlungen.
Sie mindern die Umsatzerlöse. Treueboni und Jahresboni wer-
den üblicherweise Großkunden gewährt. Unter Rabatte fallen
schließlich Preisnachlässe aus besonderem Anlass oder an aus-
gewählte Kundengruppen.

BGA (GHK) IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8011 518 8300 4300 Erlöse 7 % USt
865 518 8700 4700 Erlösschmälerungen
8651 5181 8710 4710 Erlösschmälerungen 7 % USt
8652 5185 8723 4723 Erlösschmälerungen 16 % USt
Bestandsveränderungen buchen 27

BGA (GHK) IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


8652 5185 8720 4720 Erlösschmälerungen 19 % USt
8655 5186 8724 4724 Erlösschmälerungen aus steuerfr.
innergem. Lieferungen
864 516 8730 4730 Gewährte Skonti
8641 5161 8731 4731 Gewährte Skonti 7 % USt
8642 5165 8736 4736 Gewährte Skonti 19 % USt
863 517 8769 4769 Gewährte Boni
8631 5171 8750 4750 Gewährte Boni 7 % USt
8632 5175 8760 4760 Gewährte Boni 19 % USt
862 519 8770 4770 Gewährte Rabatte
8621 5191 8780 4780 Gewährte Rabatte 7 % USt
8622 5192 8790 4790 Gewährte Rabatte 19 % USt

Bestandsveränderungen buchen
Bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens bleiben Herstel-
lungskosten und Bestandsveränderungen noch nicht verkaufter
Produkte unberücksichtigt. Beim hier verwendeten Gesamt-
kostenverfahren jedoch schreiben Handels- und Steuerrecht
den Unternehmern zum Jahresende vor, noch nicht verkaufte
Erzeugnisse zu Herstellungskosten anzusetzen.

Unter der dafür vorgesehenen GuV-Position 2 »Erhöhung oder


Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeug-
nissen« werden erst zum Jahresabschluss die Ergebnisse der
Inventur erfasst. Während des Jahres betreffen Sie Bestandsver-
änderungen nur dann, wenn Sie freiwillige monatliche Erfolgs-
rechnungen durchführen.
28 Auf Erfolgskonten buchen

BEISPIEL
Die Fensterbaufirma R aus Rastatt zählt Ende Juni mit 40 Kunststoff-
fenstern und 60 Alufenstern einen um 15 000 EUR höheren Bestand
als Ende des Vorjahres.

Die Bestandserhöhung verbessert den Jahreserfolg um eben diesen


Betrag.

Bestand fertige Erzeugnisse 15.000 EUR


an Bestandsveränderung 15.000 EUR

Eine Bestandserhöhung fertiger Erzeugnisse im Vergleich zum


Vorjahr buchen Sie auf dem Bestandskonto im Soll (Ertrag), ein
niedriger Bestand führt zu Aufwand mit Gegenbuchung auf
dem Bestandskonto im Haben.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


38 522 8980 4800 Bestandsveränderungen –
fertige Erzeugnisse
39 22 7100 1100 Fertige Erzeugnisse und Waren

Auch unfertige Erzeugnisse müssen Sie erfassen und eine Be-


standsveränderung zum Vorjahr einbuchen. Eine Bestandserhö-
hung wird auf dem Bestandskonto im Soll verbucht (Ertrag), ein
niedriger Bestand führt zu Aufwand.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


381 521 8960 4810 Bestandsveränderungen – unfertige
Erzeugnisse
3962 210 7050 1050 Unfertige Erzeugnisse
Bestandsveränderungen buchen 29

Bei Dienstleistungsbetrieben mit längerfristigen Aufträgen


müssen Sie die noch nicht abgerechneten Leistungen zum Jah-
resende bewerten.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


382 523 8970 4815 Bestandsveränderungen – unfertige
Leistungen
3963 220 7080 1080 Unfertige Leistungen
383 5241 8975 4816 Bestandsveränderungen –
in Ausführung befindliche Bauaufträge
3964 219 7090 1090 In Ausführung befindliche Bauaufträge
384 524 8977 4818 Bestandsveränderungen –
in Arbeit befindliche Aufträge
3965 219 7095 1095 In Arbeit befindliche Aufträge
389 53 8990 4820 Andere aktivierte Eigenleistungen

Unter der Position 4 »Sonstige betriebliche Erträge« werden


eine ganze Reihe von ertragswirksamen Geschäftsvorfällen
verbucht, die im Folgenden besprochen werden.

Entnahmen, Leistungen an Gesellschafter


und Anlagenverkäufe
Wenn der Unternehmer privat auf bestimmte Leistungen zu-
rückgreift (Telefon oder Kfz), müssen Sie dies als Ertrag verbu-
chen. Diese »Entnahme sonstiger Leistungen« erfolgt zu Selbst-
kosten, die gegebenenfalls pauschaliert werden können.
30 Auf Erfolgskonten buchen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2782 5424 8920 4640 Verwendung v. Gegenst. für Zwecke
außerhalb d. Unternehmens 19 % USt
2781 5423 8930 4630 Verwendung v. Gegenst. für Zwecke
außerhalb d. Unternehmens 7 % USt
2789 5429 8924 4639 Verwendung v. Gegenst. für Zwecke
außerhalb d. Unternehmens ohne USt

Erfolgswirksam sind auch die sogenannten »unentgeltlichen


Leistungen der Gesellschaft an ihre Gesellschafter«:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2782 5428 8940 4680 Unentgeltliche Zuwendung von Waren
19 %
2781 5427 8945 4670 Unentgeltliche Zuwendung von Waren
7%
2789 5429 8949 4679 Unentgeltliche Zuwendung von Waren
ohne USt

Auch Verkäufe von Anlagegegenständen fallen unter die sons-


tigen betrieblichen Erträge. Sie sind in zwei Buchungen zu be-
rücksichtigen:
1. Der Erlös wird auf ein Erlöskonto gebucht.
2. Auf dem Anlagekonto ist nur der Buchwert auszubuchen.

BEISPIEL: VERKAUF MIT BUCHGEWINN


Verkauf eines Pkws zu einem Preis, der über dem Buchwert liegt.

Buchwert 2.000,00 EUR


Verkaufserlös (netto) 3.500,00 EUR
Zuschreibungen buchen (Abschlussbuchungen) 31

Buchgewinn 1.500,00 EUR


Bank 4.165,00 EUR
an Erlöse aus Anlageverkäufen (Buchgewinn) 3.500,00 EUR
an Umsatzsteuer 665,00 EUR
Anlagenabgänge (bei Buchgewinn) 2.000,00 EUR
an Kraftwagen 2.000,00 EUR

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


271 5141 8820 4845 Erlöse Anlagenverkäufe 19 % USt,
Buchgewinn
204 6962 2315 4855 Anlagenabgang Restbuchwert,
Buchgewinn
271 5141 8801 6885 Erlöse Anlagenverkäufe 19 % USt,
Buchverlust
204 6962 2310 6895 Anlagenabgang Restbuchwert,
Buchverlust

Zuschreibungen buchen
(Abschlussbuchungen)
Man kann Zuschreibungen als Erhöhung des Buchwertes eines
Vermögensgegenstandes verstehen. Dabei handelt es sich in
der Regel darum, Abschreibungen der Vorjahre rückgängig zu
machen, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Wenn
bei Gegenständen des Anlagevermögens z. B. eine voraussicht-
lich dauernde Wertminderung eingetreten ist, so muss auf den
niedrigeren Wert abgeschrieben werden. Nach neuem Steuer-
32 Auf Erfolgskonten buchen

recht ist zwingend wieder zuzuschreiben, wenn der Grund vor-


angegangener Teilwertabschreibung entfällt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


273 544 2710 4910 Erträge Zuschreibung AV-Gegenstände

Beim Umlaufvermögen muss wegen des strengen Niederst-


wertprinzips auf den niedrigsten Bilanzansatz abgeschrieben
werden. Das können die Anschaffungskosten sein, aber auch
der Marktpreis oder Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Wie beim
Anlagevermögen ist die Zuschreibung nach einer Wertaufho-
lung der Vorräte zwingend erforderlich.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2731 545 2715 4915 Erträge Zuschreibung UV-Gegenstände

Erträge aus wertberichtigten Forderungen


Zum Jahresabschluss sind Forderungen auf ihre Werthaltigkeit
zu prüfen. Stellt man bei einer Forderung fest, dass sie total
ausfällt (z. B. wegen Konkurs des Kunden), so ist sie abzuschrei-
ben. Ist sie nur zum Teil werthaltig (Minderung wegen Män-
geln, nachträgliche Preisnachlässe, Vergleiche bei Zahlungs-
schwierigkeiten des Kunden usw.), so wird die Wertminderung
als Einzelwertberichtigung erfasst.

Mit den pauschalen (im Gegensatz zu den einzelnen) Wertbe-


richtigungen wird ein allgemeines Ausfallrisiko berücksichtigt,
also nicht die einzelne »faule« Kundenforderung.
Zuschreibungen buchen (Abschlussbuchungen) 33

BEISPIEL
In den vergangenen Jahren betrug der durchschnittliche Forderungs-
ausfall 2 % des Gesamtumsatzes.

Forderungsbestand 31.12.XX 129.000,00 EUR


Forderungen, einzelwertberichtigt 10.000,00 EUR
Umsatzsteuer aus 119.000,00 EUR 19.000,00 EUR
Forderungen netto 100.000,00 EUR
durchschnittl. Forderungsausfall 2 % 2.000,00 EUR
Einstellung in die Pauschalwertberichtigung 2.000,00 EUR
an Pauschalwertberichtigung 2.000,00 EUR

Pauschalwertberichtigungen oder Einzelwertberichtigungen


bzw. Abschreibungen auf Forderungen aus Vorjahren können
sich als zu hoch erweisen. Den zu hohen Aufwand von damals
müssen Sie ertragswirksam zurücknehmen. Erträge aus Her-
absetzung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen fallen
an, insoweit die Wertberichtigungen aus Vorjahren vermindert
werden.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
2752 5452 2730 4920 Erträge aus Herabsetzung Pauschal-
wertberichtigung zu Ford.

In diesem Zusammenhang sind folgende Konten bedeutend:


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
052 2492 0996 1248 Pauschalwertberichtigung Forderungen
bis 1 Jahr
0521 2492 0997 1249 Pauschalwertberichtigung Forderungen
mehr als ein Jahr
234 6953 2450 6920 Einstellung in die Pauschal-
wertberichtigung zu Forderungen
34 Auf Erfolgskonten buchen

Direkt abgeschriebene oder einzelwertberichtigte Forderungen


aus Vorjahren sind gegebenenfalls auch ertragswirksam zu kor-
rigieren.

In Vorjahren bereits abgeschriebene Forderungen können


glücklicherweise doch noch eingehen. Der Geldeingang ist über
das folgende Konto ertragswirksam zu erfassen. Dies gilt eben-
so für die Auflösung einer eventuell gebildeteten Einzelwert-
berichtigung.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


274 5495 2732 4925 Erträge aus abgeschriebenen Forderungen

Rückstellungen und Rücklagen auflösen


Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entstehen, wenn
sie in Vorjahren zu hoch gebildet wurden. Der Ertrag besteht im
überschüssigen Betrag, der nicht für den vorgesehenen Zweck
verwendet wird:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


276 5481 2735 4930 Erträge Auflösung von Rückstellungen
226 5484 2284 7644 Auflösung von Gewerbesteuer-
rückstellung
2435 5485 2289 7694 Auflös. Rückstellung sonstige Steuern

Erträge aus der Auflösung einer steuerfreien Rücklage entste-


hen, wenn z. B. bei der Ersatzbeschaffung eines Anlagegutes
nicht die komplette Rücklage übertragen werden kann, sondern
Gewinn erhöhend aufgelöst werden muss.
Zuschreibungen buchen (Abschlussbuchungen) 35

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


277 547 2740 4935 Erträge Auflösung SoPo mit Rücklage-
anteil (steuerfreie Rücklagen)
0711 355 0931 2981 SoPo mit Rücklageanteil § 6b EStG
2350 6971 2340 6925 Einstellungen SoPo mit Rücklageanteil,
steuerfrei

Sachbezüge verrechnen und buchen


Nutzt ein Arbeitnehmer einen Firmenwagen für private Fahrten,
liegt ein Sachbezug vor. Abgesehen von Warenabgabe ist solch
ein Sachbezug gewöhnlich Lohnersatz, wird auf dem Lohn- und
Gehaltskonto verbucht und auch als Lohnersatz versteuert.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


279 5195 8590 4940 Verrechnete Sachbezüge

BEISPIEL
Der Firmenwagen hat einen Listenpreis von 50.000 EUR inkl. Sonder-
ausstattung und MwSt. Für die private Nutzung durch den Angestellten
sind monatlich Sachbezüge von 1 % des Listenpreises anzusetzen, so-
mit 500 EUR. Die Entfernung von seiner Wohnung zum Arbeitsplatz be-
trägt 12 km. Deshalb sind weitere 0,03 % des Listenpreises pro Entfer-
nungskilometer fällig, somit 12 × 0,03 % × 50.000 EUR = 180 EUR. (Bei
Nachweis von weniger als 15 Fahrten pro Monat stattdessen 0,002 %
pro Tag und Kilometer.) Ohne Führung eines Fahrtenbuches sind pro
Monat 680 EUR Sachbezug anzusetzen und jeden Monat zu verbuchen.

Lohn und Gehalt 680,00 EUR


an verrechnete Sachbezüge 680,00 EUR
36 Auf Erfolgskonten buchen

Sachbezüge von Arbeitnehmern und Warenentnahmen werden


auf diesen Verrechnungskonten im Haben erfasst.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2788 5197 8610 4946 Verrechnete sonst. Sachbezüge
2788 5198 8611 4947 Verrechnete sonst. Sachbezüge
19 % USt
2788 5199 8614 4949 Verr. sonst. Sachbezüge ohne USt

Steuererstattungen aus Vorjahren


und sonstige Erträge
Steuererstattungen aus Vorjahren werden auf nachfolgenden
Konten verbucht:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
225 7719 2204 7604 Steuererstattungen Körperschaftsteuer
für Vorjahre
2217 775 2210 7607 Steuererstattungen Solidaritäts-
zuschlag für Vorjahre
2431 5492 2282 7642 Gewerbesteuererstattung Vorjahre
2435 5493 2287 7692 Erstattung VJ für sonst. Steuern

Zu den sonstigen Erträgen zählen:


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
265 5417 2660 4840 Erträge aus Kursdifferenzen
266 5401 2750 4860 Grundstückserträge

Versicherungsentschädigungen als Schadensersatz unterliegen


nicht der Umsatzsteuer, da keine Leistung des Unternehmers
zugrunde liegt.
Zuschreibungen buchen (Abschlussbuchungen) 37

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


267 5431 2742 4970 Versicherungsentschädigungen

Ebenfalls ertragswirksam sind Investitionszuschüsse. Man un-


terscheidet hier zwischen:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
268 5433 2743 4975 Investitionszuschüsse
269 5434 2744 4980 Investitionszulagen

Während Zuschüsse in der Regel steuerpflichtige Erträge dar-


stellen (wenn sie nicht von den Investitionskosten abgezogen
werden), bleiben Investitionszulagen steuerfrei. Sonstige be-
triebliche Erträge verbuchen Sie – soweit nicht außerordent-
lich – auf folgenden Konten:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


27 54 8600 4830 Sonstige betriebliche Erträge
242 5415 2510 4837 Sonst. betriebsfr. regelm. Erträge

Einnahmen, die wirtschaftlich einem Vorjahr zuzurechnen sind,


stehen gewöhnlich im Geschäftsjahr keinerlei Nutzen gegen-
über. Sie werden als periodenfremde Erträge verbucht:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


243 549 2520 4960 Periodenfremde Erträge
38 Auf Erfolgskonten buchen

Aufwendungen richtig kontieren


Die Position 5 »Materialaufwand« unterscheidet zwischen:
ƒ 5 a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren,
ƒ 5 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Wie Sie Vorsteuerbeträge zuordnen und buchen


Unter dem Begriff »Vorsteuer« wird die Umsatzsteuer aus Rech-
nungen anderer Unternehmer verstanden:
ƒ Im Regelfall haben andere Unternehmer Lieferungen oder
Leistungen an Sie bereits ausgeführt und weisen die Umsatz-
steuer in ihrer Rechnung gesondert aus.
ƒ Auch wenn in einer Vorschuss-/Anzahlungsanforderung, die
bereits von Ihnen gezahlt wurde, die Mehrwertsteuer geson-
dert ausgewiesen ist, handelt es sich um Vorsteuer.

Die Vorsteuer kann erfasst werden auf:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


141 260 1570 1400 Abziehbare Vorsteuer
142 2601 1571 1401 Abziehbare Vorsteuer 7 %
141 2605 1576 1406 Abziehbare Vorsteuer 19 %

Zur Vereinfachung können bestimmte Berufsgruppen (bis


zu einem Jahresumsatz von 61.356 EUR und sofern sie nicht
buchführungspflichtig sind) sowie gemeinnützige Vereine (bis
Aufwendungen richtig kontieren 39

35.000 EUR Jahresumsatz aus Geschäftsbetrieben) anstatt der


aus Rechnungen sich tatsächlich ergebenden Vorsteuer eine
Pauschale abziehen. Dabei wird ein entsprechender Prozentsatz
der Umsätze als Vorsteuer nach allgemeinen Durchschnittssät-
zen geltend gemacht. An die Durchschnittssätze sind Sie aller-
dings fünf Jahre gebunden. Hier buchen Sie auf:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


146 2606 1587 1484 VSt allgem. Durchschnittssätze
1469 2607 1583 1483 Gegenkonto VSt
allgem. Durchschnittssätze

In Bezug auf den Vorsteuerabzug können sich die Verhältnisse


an einem Wirtschaftsgut ändern, z. B. wenn ein Gebäude nicht
mehr steuerpflichtig vermietet wird oder ein Firmenwagen ins
Privatvermögen übernommen wird.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


146 2607 1578 1408 Bericht. VSt-Abzug früherer Jahre

Die Vorsteuer ist nicht abziehbar, soweit der Unternehmer Um-


sätze tätigt, die den Vorsteuerabzug ausschließen (z. B. steuer-
freie nach § 4 Nr. 8–28 UStG); Vorsteuerbeträge sind auf diesem
Konto zu erfassen und nach wirtschaftlicher Zuordnung aufzu-
teilen in abziehbare und nicht abziehbare:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


147 261 1560 1410 Aufzuteilende Vorsteuer
1471 2611 1561 1411 Aufzuteilende Vorsteuer 7 %
1472 2615 1566 1416 Aufzuteilende Vorsteuer 19 %
40 Auf Erfolgskonten buchen

BEISPIEL
Ein Zahnarzt erzielt zur Hälfte umsatzsteuerfreie Umsätze aus seiner
Praxis und umsatzpflichtige Umsätze aus dem zahntechnischen Labor.
Die wirtschaftliche Zuordnung der Vorsteuer erfolgt nach dem Umsatz-
schlüssel.

Aufzuteilende Vorsteuer 1410 (1560) 57,00 EUR


Strom, Gas, Wasser 6325 (4240) 300,00 EUR
an Bank 1800 (1200) 357,00 EUR

Die richtigen Konten für den Wareneinsatz

Der bei Handelsunternehmen gewöhnlich mit Abstand größte


Kostenfaktor besteht im Wareneinsatz. In einer den Vorschriften
genügenden Finanzbuchhaltung reicht es aus, wenn während
des Jahres nur die Wareneingänge erfasst werden. Hierfür ste-
hen folgende Konten zur Verfügung:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
301 608 3200 5200 Wareneingang
3011 6081 3300 5300 Wareneingang 7 % VSt
3012 6085 3400 5400 Wareneingang 19 % VSt
3115 6084 3505 5505 Wareneingang 5,5 % VSt
3117 6089 3540 5540 Wareneingang 10,7 % VSt

Wie Sie den Wareneinsatz überschlagen können


Der Wareneinsatz des gesamten Jahres wird erst nach Aufnah-
me des Jahres-Endbestandes, also nach der Inventur, errechnet.
Er bestimmt sich aus der Summe von Jahres-Anfangsbestand
Aufwendungen richtig kontieren 41

und Wareneingängen abzüglich des Endbestandes und geson-


dert erfasster Warenausgänge. Ein solcher einmal jährlich im
Nachhinein ermittelter Wareneinsatz kann nur annähernd ge-
schätzt und den einzelnen Monaten anteilig zugerechnet wer-
den. Hierfür bieten sich drei Verfahren an:

1 Wareneinsatz = Wareneinkauf
Nach der einfachsten Methode behandelt man den tatsächlichen, effektiven
Wareneingang des betreffenden Monats als fiktiven Wareneinsatz dieses
Monats. Hier wird der Wareneinkauf direkt als Aufwand erfasst und nicht
mehr abgegrenzt:
Wareneinkauf (Aufwandskonto)
an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2 Tatsächlicher Wareneinsatz
Hier wird jeder Wareneingang zunächst aufwandsneutral als Bestandserhö-
hung behandelt. Innerhalb der Buchführung müssen Sie beachten, dass dem
Wareneinkaufskonto diesmal nicht die Funktion eines Aufwandskontos, son-
dern die eines Bestandskontos zugeordnet wird. Einmal monatlich wird dann
der tatsächliche Wareneinsatz ermittelt und als Aufwand verbucht, z. B.:
Aufwendungen für bezogene Waren
an Verrechnete Stoffkosten

3 Wareneinsatz durch Handelsspanne


Bei Einzelhändlern, die ihre Verkaufspreise durch Aufschlagskalkulation
festlegen, lässt sich der Wareneinsatz auch aus ihren monatlichen Umsätzen
ermitteln. Hier legt man die durchschnittliche Handelsspanne der letzten
Jahre zugrunde.

Verbrauch von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen


und Energiestoffe buchen
Wie der Wareneinsatz im Handel lässt sich auch der Verbrauch
von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Handwerk und der In-
dustrie nach drei gängigen Methoden bestimmen.
42 Auf Erfolgskonten buchen

1. Materialeinkauf = Materialeinsatz
2. Tatsächlicher Materialeinsatz
3. Materialeinsatz aus Umsatzzahlen

Insbesondere bei der Herstellung einiger weniger Produkte lässt


sich von den getrennt erfassten Umsatzerlösen und bekannten
Rohaufschlägen auf den Materialeinsatz schließen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3015 600 3000 5100 Einkauf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
3015 600 3010- 5110- Für E-Bilanz: Einkauf Roh-, Hilfs- und
3076 5176 Betriebsstoffe 7 %, 9 %, EG-Erwerb,
USt-Lager
301 60 4000 5000 Aufwendungen f. RHB und Waren
3862 6095 3990 5860 Verrechnete Stoffkosten

Energiekosten entstehen entweder in der Fertigung, in Werk-


stätten u. ä. als Materialeinsatz (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe)
oder in Handel, Verwaltung, Büro und Vertrieb:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3016 605 3090 5190 Energiestoffe
3016 605 3091 5191 Für E-Bilanz: Energiestoffe (Fert.) 7 %
3016 605 3092 5192 Für E-Bilanz: Energiestoffe (Fert.) 19 %
432 6933 4240 6325 Gas, Strom, Wasser
Aufwendungen richtig kontieren 43

Wie Sie Aufwendungen bei EU-Geschäften


verbuchen
»Innergemeinschaftlicher Erwerb« – so bezeichnet der Fiskus
das Gegenstück zur innergemeinschaftlichen Lieferung. Hier
sind Sie der Empfänger einer Lieferung aus einem anderen EU-
Staat. Damit Sie als Unternehmer mit der Umsatzsteuer aus in-
nergemeinschaftichen Erwerben nicht belastet werden, steht
Ihnen gewöhnlich in gleicher Höhe ein Vorsteuerabzug zu. Der
Ansatz und Abzug von USt und Vorsteuer erweist sich damit als
Nullsummenspiel.

Der entgeltlichen Lieferung eines Gegenstandes gleichgestellt


sind auch
ƒ das unentgeltliche sogenannte Verbringen eines Gegenstan-
des des Unternehmens nach Deutschland, z. B. eines Bauk-
rans, der über ein Jahr in Frankreich eingesetzt wurde;
ƒ die Auftragsbearbeitung in einem anderen EU-Staat bei Rück-
lieferung des »Gegenstandes anderer Funktion«.

Der innergemeinschaftliche Erwerb wird netto eingebucht. So-


wohl die Umsatzsteuer als auch die anrechenbare Vorsteuer
werden dabei vom DATEV-System automatisch in gleicher Höhe
eingebucht. Bei anderen Buchhaltungen müssen Sie eventuell
die USt und Vorsteuer erfassen und in den USt-Voranmeldungen
in den Zeilen 35 und 48 eintragen.
44 Auf Erfolgskonten buchen

BEISPIEL
Der Maschinenhändler M aus Mannheim erwirbt von einem franzö-
sischen Teilehersteller aus Reims (Kreditor 70500) ein Aggregat zum
Netto-Preis von 10.000 Euro und verwendet dabei seine USt-IdNr. Das
französische Unternehmen (USt-IdNr. FR 12345678910) erklärt dem
französischen Fiskus eine steuerfreie innergemeinschaftliche Liefe-
rung. Der Händler aus Mannheim wiederum erklärt dem deutschen
Finanzamt einen innergemeinschaftlichen Erwerb mit sowohl der fälli-
gen USt als auch anrechenbaren Vorsteuer.

Konto Eingang/Soll Ausgang/Haben Gegenkonto


5425 (3425) 10.000,00 70500

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3150 6090 3425 5425 EG-Erwerb 19 % VSt und 19 % USt
3151 6082 3420 5420 EG-Erwerb 7 % VSt und 7 % USt
1815 4802 1772 3802 Umsatzsteuer aus EG-Erwerb
145 2602 1572 1402 Abziehbare Vorsteuer aus EG-Erwerb
1815 4803 1774 3804 Umsatzsteuer aus EG-Erwerb 19 %
145 2603 1574 1404 Abziehbare Vorsteuer aus
EG-Erwerb 19 %

Bringt ein deutscher Unternehmer eine Maschine oder Waren


nicht nur vorübergehend – somit endgültig oder mehr als 24
Monate ins EG-Ausland –, so wird das unternehmensinterne
Verbringen innerhalb der EG besteuert wie eine innergemein-
schaftliche Lieferung.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3156 6089 3550 5550 Steuerfreier EG-Erwerb
3117 6086 3551 5551 Wareneingang im Drittland steuerbar
Aufwendungen richtig kontieren 45

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3116 6086 3558 5558 Wareneingang im anderen
EG-Land steuerbar

USt-pflichtiger Erwerb ohne Vorsteuerabzug


Beim innergemeinschaftlichen Erwerb von einem Unternehmer
ohne USt-Identifikationsnummer steht Ihnen der Vorsteuerab-
zug nicht zu.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3154 6094 3435 5435 EG-Erwerb ohne VSt und 19 % USt
3153 6083 3430 5430 EG-Erwerb ohne VSt und 7 % USt
3155 6098 3440 5440 EG-Erwerb Neufahrzeuge ohne USt-ID
19 % VSt u. USt
1815 4808 1779 3809 USt aus EG-Erwerb ohne VSt-Abzug

Die steuerpflichtigen innergemeinschaftlichen Erwerbe sind in


der USt-Voranmeldungen Zeile 36 bis 39 einzutragen.

Wenn Ihnen Nachlässe, Skonti, Boni oder Rabatte


gewährt werden
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) und
für bezogene Waren werden im Soll erfasst. Preisnachlässe in
Form von Skonti, Boni und Rabatte sowie sonstige Preisnach-
lässe verbuchen Sie als Ertrag im Haben, eventuell mit einer
Korrektur der Vorsteuer.
46 Auf Erfolgskonten buchen

Preisnachlässe entstehen durch kostenlose Nachlieferungen


und Gutschriften – eventuell nach Ihrer Mängelrüge gegenüber
dem Lieferanten. Erhaltene Skonti sind Preisnachlässe Ihres
Lieferanten für prompte Zahlungen. Treueboni und Jahresboni
erhalten Sie üblicherweise als Großkunde. Vom Lieferanten
gewährte Rabatte sind Preisnachlässe aus besonderem Anlass
oder auch der gewöhnliche Händler- bzw. Wiederverkäuferra-
batt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


306 619 3700 5700 Nachlässe
3061 6191 3710 5710 Nachlässe 7 % VSt
3061 6198 3714- 5714- Für E-Bilanz: Nachlässe aus Einkauf RHB
3718 5718 7 %, 19 %, EG-Erwerb
3062 6192 3720 5720 Nachlässe 19 % VSt
308 618 3730 5730 Erhaltene Skonti
3081 6181 3731 5731 Erhaltene Skonti 7 % VSt
308 618 3733 5733 Für E-Bilanz: Skonti aus Einkauf RHB
3081 6181 3734 5734 Für E-Bilanz: Skonti aus Einkauf RHB 7 %
3082 6182 3736 5736 Erhaltene Skonti 19 % VSt
307 619 3769 5769 Erhaltene Boni
3071 6191 3750 5750 Erhaltene Boni 7 % VSt
307- 619- 3753- 5753- Für E-Bilanz: Skonti aus Einkauf RHB,
3072 6192 3755 5755 EG-Erwerb
3072 6192 3760 5760 Erhaltene Boni 19 % VSt
306 619 3770 5770 Erhaltene Rabatte
3061 6191 3780 5780 Erhaltene Rabatte 7 % VSt
3062 6192 3790 5790 Erhaltene Rabatte 19 % VSt
Aufwendungen richtig kontieren 47

Wo Sie die Vorsteuer nicht abziehen dürfen


Die Vorsteuer ist nicht abziehbar, soweit der Unternehmer Um-
sätze tätigt, die den Vorsteuerabzug ausschließen (z. B. steu-
erfreie nach § 4 Nr. 8–28 UStG); Vorsteuerbeträge auf diesem
Konto werden als Nebenkosten berücksichtigt:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


302 614 3800 5800 Bezugsnebenkosten
3029 6099 3660 5660 Nicht abziehbare Vorsteuer 19 %
3026 6096 3610 5610 Nicht abziehbare Vorsteuer 7 %

Nicht abziehbare Vorsteuer können sich auch als sonstige be-


triebliche Aufwendungen ergeben; Vorsteuerbeträge auf die-
sem Konto werden als Aufwand berücksichtigt oder bei An-
schaffung oder Herstellung von Anlagegütern aktiviert, sofern
sie 25 % des Vorsteuerbetrages übersteigen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


425 7040 4300 6860 Nicht abziehbare Vorsteuer
4253 7043 4306 6871 Nicht abziehbare Vorsteuer 19 %
4251 7041 4301 6865 Nicht abziehbare Vorsteuer 7 %

In Bezug auf den Vorsteuerabzug können sich die Verhältnis-


se ändern, z. B. dass Gebäude nicht mehr zu Wohnzwecken,
sondern zu gewerblichen Zwecken vermietet werden. Findet
die Änderung innerhalb der ersten fünf Jahre der Nutzung statt
(bei Immobilien zehn Jahre), so muss die abgezogene Vorsteuer
im Verhältnis der noch nicht abgelaufenen Jahre (Fünftel oder
Zehntel) berichtigt werden.
48 Auf Erfolgskonten buchen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1461 2608 1556 1396 Vorsteuer, nachträgl. abziehbar,
bewegl. WG
1462 2699 1557 1397 Vorsteuer, zurückzuzahlen bei
bewegl. WG
1461 2608 1558 1398 Vorsteuer, nachträgl. abziehbar,
unbewegl. WG
1462 2609 1559 1399 Vorsteuer, zurückzuzahlen bei
unbewegl. WG

Weitere Aufwendungen
Die Nebenkosten für Anschaffungen wie z. B. Verpackung,
Frachtkosten usw. verbuchen Sie hier:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


302 614 3800 5800 Anschaffungsnebenkosten
3021 6142 3830 5820 Leergut
3022 6171 3850 5840 Zölle und Einfuhrabgaben

Zölle und Einfuhrabgaben, die importierte Anlagegüter betref-


fen, sind mit diesen zu aktivieren.

Bestandsveränderungen buchen
Hier werden zum Jahresende die Bestandsveränderungen
sämtlicher bezogener Waren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
erfasst. Höhere Bestände als zu Jahresbeginn bedeuten einen
Ertrag, niedrigere wirken sich Gewinn mindernd aus:
Aufwendungen richtig kontieren 49

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


38 6096 3960 5880 Bestandsveränd. RHB-Stoffe/Waren

Aufwendungen für bezogene Leistungen buchen


Man unterscheidet zwischen Fremdleistungen als »Aufwand für
bezogene Leistungen« für Erzeugnisse und andere Leistungs-
erstellung (z. B. Subunternehmer) einerseits und fremdarbei-
ten von freien Mitarbeitern andererseits, die für betriebsinter-
ne Zwecke statt eigenem Personal herangezogen werden als
»sonstige betriebliche Aufwendungen«. Achten Sie hier auf den
aktuellen Stand zum Thema Scheinselbstständigkeit/Arbeitneh-
mer ähnliche Beschäftigungen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


465 610 4780 6780 Fremdarbeiten
37 610 3100 5900 Fremdleistungen
37 610 3106 5906 Für E-Bilanz: Fremdleistungen 19 %
37 610 3108 5908 Für E-Bilanz: Fremdleistungen 7 %
37 610 3109 5909 Für E-Bilanz: Fremdleistungen ohne
Vorsteuer
453 615 4909 6303 Fremdarbeiten

Steuerschuldnerschaft nach § 13b UStG


Gemäß § 13b Abs. 1 UStG schuldet der Leistungsempfänger für
Werklieferungen und sonstige Leistungen eines im Ausland
ansässigen Unternehmers die Umsatzsteuer, z. B. Amazon,
Google, Ebay, sowie für Bauleistungen. Letzteres betrifft nur
50 Auf Erfolgskonten buchen

Leistungsempfänger, wenn sie selbst Bauleistungen erbringen


(siehe »Bauleistungen« im Abschnitt »Wie Sie Umsatzerlöse
buchen«). Ab 2011 kommen auch die Gebäudereiniger hinzu,
sofern sie als Subunternehmer tätig sind, der Handel mit elekt-
ronischen Bauteilen über 5.000 EUR sowie bei Lieferungen von
Industrieschrott, Altmetallen u. ä.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3712 6102 3123 5623 Sonstige Leistungen EG-ausl. Unter-
nehmer 19 % VorSt 19 % USt
3715 6105 3120 5920 Leistungen inl. Unternehmer nach § 13
b UStG 19 % VSt/USt
3715 6105 3125 5925 Leistungen ausl. Unternehmer nach
§ 13 b UStG 19 % VSt/USt
872 5411 8337 4337 Erlöse a. Leist. nach § 13b UStG

BEISPIEL
Ein Bauunternehmer (= Leistungsempfänger) beauftragt im Rahmen
eines ihm erteilten Auftrags einen Heizungsinstallateur (= Leistungs-
erbringer) eine Heizungsanlage zu installieren. Die Rechnung lautet
über 100.000 EUR. Der Bauunternehmer bucht, da die Leistung unter
§ 13b UStG fällt:

Leistungen, Empfänger Steuerschuldner 100.000 EUR


19 % VSt/USt (SKR03 3120/SKR04 5920)
an Verbindlichkeit gg. Installateur (Kreditor) 100.000 EUR
Personalaufwand richtig kontieren 51

Personalaufwand richtig kontieren


Die Position 6 beinhaltet Löhne und Gehälter (6a) und soziale
Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung (6b).

Wie Sie Löhne und Gehälter verbuchen


Löhne werden an Arbeiter, Gehälter hingegen an Angestellte
gezahlt. Der Arbeitgeber muss einerseits von den Bruttobezü-
gen Lohnsteuer und Arbeitnehmeranteil einbehalten und ab-
führen, andererseits zusätzliche Sozialversicherungsbeiträge als
Arbeitgeberanteile aufbringen.

Seit 2013 neu eingeführte Konten unterscheiden noch differen-


zierter zwischen den einzelnen Zuwendungsempfängern, nun
auch an Minijobber, Mitunternehmer und Gesellschafter-Ge-
schäftsführer:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


40 62 4100 6000 Löhne und Gehälter
401 62 4110 6010 Löhne
402 63 4120 6020 Gehälter
4025 637 4126 6026 Tantiemen
4020 631 4127 6027 Geschäftsführergehälter
4021 638 4128 6028 Vergütung angestellte Mitunternehmer
§ 15 EStG
403 624 4195 6035 Löhne für Minijobs
4031 6241 4194 6036- Pauschale Steuern
4196- 6040
4199
52 Auf Erfolgskonten buchen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4022 627 4125 6050 Ehegattengehalt
4011 623 4145 6060 Freiwillig soziale Aufwendungen,
LSt-pfl.
4045 628 4150 6070 Krankengeldzuschüsse
4045 6285 4155 6075 Zuschüsse der Arbeitsagenturen
4041 6242 4156 6076 Aufwendungen für Urlaubsrück-
stellungen
4025 637 4157 6077 Aufwendungen Urlaubsrückstellungen
Gesellschafter-Geschäftsführer
4021 631 4158 6078 Aufwendungen Urlaubsrückstellungen
Mitunternehmer § 15 EStG
405 627 4159 6079 Aufwendungen Urlaubsrückstellungen
Minjobber
2675 5432 2749 4972 Erstattungen Krankenkassen aus
Umlagen AAG
407 623 4170 6080 Vermögenswirksame Leistungen
409 623 4175 6090 Fahrtkostenerstattung Wohnung –
Arbeitsstätte

Von den sozialen Abgaben


bis zur Altersversorgung
Das Konto »Sozialversicherung« ist für die Arbeitgeberanteile
zur gesetzlichen Sozialversicherung vorgesehen – Krankenversi-
cherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


404 640 4130 6110 Gesetzliche soziale Aufwendungen
4045 6401 4137 6118 Gesetzliche soziale Aufwendungen
Mitunternehmer § 15 EStG
Personalaufwand richtig kontieren 53

Da gewöhnlich auch die anteiligen Berufsgenossenschaftsbei-


träge für den Unternehmer als Betriebsausgaben abgezogen
werden, kann es sich bei den Leistungen der Berufsgenossen-
schaft um betriebliche (steuerpflichtige!) Einnahmen handeln:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4041 642 4138 6120 Beiträge zur Berufsgenossenschaft

Zu den freiwilligen sozialen Aufwendungen gehören Annehm-


lichkeiten für Arbeitnehmer wie Getränke, kleine Geschenke
usw. Sie sind lohnsteuerfrei.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


405 6410 4140 6130 Freiw. soziale Aufwend. LSt-frei

Die Aufwendungen zur Altersversorgung und Unterstützung:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


406 648 4165 6140 Aufwend. für Altersversorgung

Die Direktversicherung kann mit anderen ähnlichen Alterssiche-


rungsprämien auf dem definierten Konto »Aufwendungen für
Altersversorgung« erfasst werden:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4061 6481 4168 6148 Aufwendungen Altersversorgung
Mitunternehmer § 15 EStG
4062 647 4160 6150 Versorgungskassen
4063 649 4169 6160 Aufwendungen für Unterstützung
54 Auf Erfolgskonten buchen

Nettolohn- oder Bruttolohnverbuchung?


In der Buchhaltung sind zwei Methoden der Verbuchung von
Löhnen und Gehältern zulässig:
ƒ Nach der Nettomethode werden die einzelnen Lohn- bzw.
Gehaltsbestandteile jeweils bei Zahlung eingebucht.
ƒ Bereits ab drei Lohnkonten lohnt sich die aufwendigere Brut-
toverbuchung. Hierbei werden sämtliche Personalkosten als
Verbindlichkeit erfasst. Diese wird durch die Zahlungen nach
und nach aufgelöst.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1929 4852 1755 3790 Lohn- und Gehaltsverrechnung

Wie Sie Abschreibungen verbuchen


Posten 7a) und b) umfassen die Abschreibungen. Vermögens-
gegenstände des abnutzbaren Anlagevermögens stehen dem
Unternehmen in der Regel für mehr als ein Jahr zur Verfügung.
Ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden deshalb in
Abschreibungen als Aufwand planmäßig über die Nutzungs-
dauer verteilt (Absetzung für Abnutzung – AfA). Die AfA ist ab
dem Zeitpunkt vorzunehmen, sobald das Wirtschaftsgut be-
schafft oder hergestellt wurde. Dabei gilt es als angeschafft,
wenn das wirtschaftliche Eigentum – d. h. Nutzung, Lasten,
Gefahr des Untergangs – auf das Unternehmen übergeht. Das
Bestelldatum oder Datum der Rechnungsstellung ist somit irre-
Wie Sie Abschreibungen verbuchen 55

levant. Als hergestellt gilt ein Wirtschaftsgut, wenn es seinem


Verwendungszweck nach genutzt werden kann.

Immaterielle Sachanlagegüter abschreiben


Abnutzbare immaterielle Wirtschaftsgüter können Sie auch
abschreiben. Hierzu zählen Patente und andere Urheberrechte
(höchstens fünf Jahre), Verlagsrechte (drei bis fünf Jahre), Be-
lieferungsrechte (vertragliche Laufzeit) usw., mit nachweislich
zeitlicher Begrenzung.

Nutzen Sie folgende Konten für die lineare Abschreibung über


den Nutzungszeitraum:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


492 651 4822 6200 Abschreibung immaterielle VermG
492 643 4823 6201 Abschreibung selbstgeschaffene
immaterielle VermG

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ist grundsätzlich in


15 Jahren – nach Handelsrecht in 5 Jahren – linear abzuschreiben.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4921 6512 4824 6205 Abschreibung Geschäfts- oder
Firmenwert

Tipps zur Abschreibung des Firmen- oder Praxiswerts


Es lohnt fast immer, die in dem Firmenwert enthaltenen Ge-
schäftswert bildenden unselbstständigen Faktoren und mög-
56 Auf Erfolgskonten buchen

licherweise andere immaterielle Einzelwirtschaftsgüter zu un-


terscheiden. Letztere, wenn wir sie denn entdecken, dürfen
nämlich weitaus schneller abgeschrieben werden.

Für den Praxiswert eines freiberuflichen Unternehmens gilt


eine günstigere Rechtsauffassung. Dieser Wert beruht im We-
sentlichen auf dem besonderen Vertrauen der Mandanten bzw.
Patienten in die Tüchtigkeit des Praxisinhabers. Bei einem Inha-
berwechsel verflüchtigt er sich demnach recht schnell, weshalb
der Praxiswert in zwei bis fünf Jahren nach dem Erwerb abge-
schrieben werden kann.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4929 655 4826 6210 Außerplanmäßige Abschreibungen
immaterielle VermG
4922 6512 4827 6211 Außerplanmäßige Abschreibungen
selbstgeschaffene immaterielle VermG

Materielle Sachanlagen abschreiben


Bei Anschaffung oder Herstellung eines Anlageguts hängen die
Höhe der Abschreibungen von der Höhe der Aufwendungen
(Abschreibungsvolumen), der Nutzungsdauer, des Beginns der
Abschreibungen und der Abschreibungsmethode ab.

Bei Gegenständen, die in das Unternehmen eingelegt werden,


tritt an die Stelle der Anschaffungskosten der sogenannte Teil-
wert. Bei weniger als drei Jahre alten Gegenständen ist dies
der Wert, der sich aus den damaligen Anschaffungskosten ab-
Wie Sie Abschreibungen verbuchen 57

züglich regulärer, linearer Abschreibungen ergibt. Wurde das


Anlagegut mehr als drei Jahre vor der Einlage angeschafft, so
wird ein Marktwert realistisch geschätzt. Je höher Sie schätzen,
umso mehr Abschreibungsvolumen steht Ihnen zur Verfügung.

Die Abschreibungen bemessen sich in der Regel an der Anzahl


der Monate der betrieblichen Nutzung. Wird z. B. ein Firmen-
wagen im Monat April in Zahlung gegeben, so beträgt die auf
ihn entfallene AfA 4/12 der jährlichen Abschreibungen. Es wird
hierbei auf volle Monate aufgerundet.

Grundsätzlich sollen die Abschreibungen so bemessen sein,


dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten am Ende der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bis auf einen Erinne-
rungswert von 1 EUR oder alternativ bis zu einem nicht uner-
heblichen Schrottwert voll abgesetzt sind. Diese Gesamtnut-
zungsdauer müssen Sie zu Beginn des Abschreibungszeitraums
abschätzen. Beachten Sie dabei die Schätzungen des Finanz-
amtes, nachzulesen in den Amtlichen AfA-Tabellen.

Wollen Sie über einen kürzeren Zeitraum abschreiben, dann


nur aus objektiv nachprüfbaren Gründen wie außergewöhnlich
hohe Beanspruchung (Pkw: fünf statt sechs Jahre), technisch
veraltete Anlagen (Computer: zwei statt drei Jahre) u. Ä.

BEISPIEL
Sie kaufen einen Pkw für 40.000 EUR zuzüglich Umsatzsteuer Ende Juli.
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt laut Abschreibungs-
tabelle 6 Jahre, bei der Nutzung im Außendienst können Sie jedoch 5
58 Auf Erfolgskonten buchen

Jahre zugrunde legen. Sie schreiben den Pkw linear ab. Zum Jahresab-
schluss wird wie folgt gebucht:

Abschreibung 4.000,00 EUR


an Fuhrpark 4.000,00 EUR

Da der Pkw erst im Juli angeschafft wurde, können Sie die AfA nur für
die verbleibenden 6 Monate ansetzen. Am Ende der darauf folgenden
4 Jahre buchen Sie:

Abschreibung 8.000,00 EUR


an Fuhrpark 8.000,00 EUR

In der Mitte des 6. Jahres ist der Pkw voll abgeschrieben. Sie buchen
spätestens zum Jahresende:

Abschreibung 3.999,00 EUR


an Fuhrpark 3.999,00 EUR

Die Konten und ihre Nummern:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


491 654 4830 6220 Abschreibungen auf Sachanlagen

Es werden folgende Abschreibungsverfahren bei der planmäßi-


gen Abschreibung unterschieden:
ƒ Lineare Absetzung für Abnutzung (lineare AfA)
ƒ Absetzung für Abnutzung nach Maßgabe der Leistung (leis-
tungsmäßige AfA)

Die Anschaffungskosten eines Grundstückes sind auf das auf-


stehende Gebäude einerseits und den Grund und Boden an-
Wie Sie Abschreibungen verbuchen 59

dererseits aufzuteilen, wobei nur der Anteil am Gebäude Ab-


schreibungsvolumen für die reguläre AfA bildet. Die lineare
AfA beträgt bei Gebäuden im Betriebsvermögen, die nicht zu
Wohnzwecken dienen:
ƒ Ab Bauantrag oder Kaufvertrag in 2001 beträgt die Abschrei-
bung 3 %.
ƒ 2,5 % bei sonstigen Gebäuden, die älter sind als 1925.
ƒ 2,0 % bei sonstigen Gebäuden, die ab dem 1.1.1925 erbaut
wurden.

Lineare umd degressive Abschreibungen sind im Jahr der An-


schaffung/Herstellung zeitanteilig vorzunehmen, für jeden Mo-
nat 1/12 des Jahresbetrages.

Sonder- und außerplanmäßige Abschreibungen


Das Anlagegut kann einen Wertverlust durch erhöhte Abnut-
zung, durch technische oder wirtschaftliche Abnutzung erlei-
den. Hier schreiben Sie außerplanmäßig ab:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4915 655 4840 6230 Außerplanmäßige Abschreibungen auf
Sachanlagen

Der Restbuchwert wird anschließend auf die verbleibende


Nutzungsdauer verteilt. Soweit der Grund für Teilwertabschrei-
bungen in späteren Jahren wegfällt, muss nach neuem Recht
wieder zwingend eine Zuschreibung (siehe Abschnitt »Zuschrei-
bungen buchen (Abschlussbuchungen)«) erfolgen.
60 Auf Erfolgskonten buchen

Zusätzlich zur regulären AfA können kleine und mittlere Be-


triebe bis zu insgesamt 20 % der Aufwendungen über Sonder-
abschreibungen absetzen (§ 7g Abs. 5 EStG), beliebig verteilt
innerhalb von fünf Jahren ab Anschaffung oder Herstellung. Fol-
gende Voraussetzungen müssen allerdings erfüllt sein:
ƒ Es handelt sich um bewegliche Anlagegüter (auch Mieterein-
bauten),
ƒ die im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr in einer inländi-
schen Betriebsstätte verbleiben müssen und
ƒ die während dieser Zeit zumindest zu 90 % betrieblich ge-
nutzt werden.

Gefördert werden Unternehmen mit einem Betriebsvermögen


unter 235.000 EUR. Diese Größenklasse erfüllen alle Betriebe
mit Einnahmenüberschussrechnung; deren Vorjahresgewinne
dürfen allerdings 100.000 EUR nicht überschritten haben. Und
so kontieren Sie richtig:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4916 656 4850 6240 Abschreibungen auf Sachanlagen,
steuerliche Sondervorschrift

Wie Sie geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)


abschreiben
Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände des Anla-
gevermögens bis zu Nettoanschaffungskosten von 410 EUR
(GWGs) können sofort im Jahr der Anschaffung ungeachtet ihrer
Wie Sie Abschreibungen verbuchen 61

tatsächlichen Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Wahlwei-


se (bindend für ein Jahr) können GWG auch wie folgt behandelt
werden:
ƒ GWG mit Anschaffungskosten bis 150 EUR sind in voller Höhe
als Betriebsausgaben abzusetzen.
ƒ Alternativ zur Sofortabschreibung sind GWG mit Anschaf-
fungskosten zwischen 150 und 1.000 EUR in einem Sammel-
posten einzustellen, der über fünf Jahre mit jeweils einem
Fünftel gewinnmindernd aufzulösen ist.

Bitte beachten Sie für sämtliche GWGs unabhängig von den ge-
nannten Wertgrenzen:
ƒ Die Wirtschaftsgüter sind selbstständig nutzungsfähig. So ist
z. B. ein Drucker nicht alleine nutzungsfähig, Sie können ihn
nur an einem PC betreiben. Lösung: Schreiben Sie den Dru-
cker zusammen mit Ihrem ältesten anschließbaren Computer
ab, also auch sofort, wenn der PC vier Jahre oder älter ist.
ƒ Das GWG steht in keinem Nutzungszusammenhang mit an-
deren, technisch aufeinander abgestimmten Anlagegütern.

Achtung
Scheidet ein geringwertiges Wirtschaftsgut aus dem Betriebsvermögen
aus, so vermindert sich der Sammelposten trotzdem nicht.

BEISPIEL
Ein Faxgerät wurde zu 175 EUR, eine Sitzgruppe zu 1.325 EUR (lt. Rech-
nung: 4 Stühle à 175 EUR, 1 Tisch zum Sonderpreis 625 EUR) ange-
schafft und jeweils per Lastschrift bezahlt.
62 Auf Erfolgskonten buchen

GWG Sammelkonto 175 EUR


an Bank 175 EUR

GWG Sammelkonto 1.325 EUR


an Bank 1.325 EUR

Zum Jahresabschluss:

Abschreibung Sammelposten GWG 300 EUR


an Sammelposten GWG 300 EUR

Weitere Konten zu GWGs:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


037 089 0480 0670 Geringwertige Wirtschaftsgüter (bis 410 EUR)
4912 6549 4855 6260 Sofortabschreibung GWG
037 089 0485 0675 GWG 150 bis 1.000 EUR (Sammelposten)
4912 6549 4862 6264 Abschreibungen auf den Sammelposten GWG

Abschreibungen des Umlaufvermögens


Auch im Umlaufvermögen, den Warenvorräten und dem Be-
stand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen kann es unüblichen
Abschreibungsbedarf geben (Position 7 b). Wertminderungen
bei Vorräten werden dann als Aufwand verbucht, wenn
ƒ die Wiederbeschaffungskosten unter die Anschaffungskosten
der Vorräte gesunken sind oder
ƒ der voraussichtliche Veräußerungspreis nicht mehr die Selbst-
kosten deckt (Anschaffungspreis + anteiliger betrieblicher
Wie Sie Abschreibungen verbuchen 63

Aufwand + anteiliger Unternehmergewinn, aus dem Vorjahr


abzulesen). Gute Gründe dafür liegen z. B. beim Wandel der
Mode bei Boutiquen oder bei Ersatzteilen von Auslaufmodel-
len im Kfz-Handel, Ausbleichen von Ware, Sortimentsumstel-
lung etc.

Die Preisrückgänge müssen zum Bilanzstichtag nicht bereits


eingetreten sein, sondern können sich auch unmittelbar an-
schließend ereignen.

Gesunkene Wiederbeschaffungspreise können Sie durch Preis-


listen Ihrer Lieferanten leicht darstellen. Tatsächlich erzielte
niedrigere Verkaufspreise für eine ausreichende Menge an he-
rabgesetzter Ware hingegen können Sie durch Preisherabset-
zungslisten, durchgestrichene Preisschilder, Werbebroschüren
oder -annoncen nachweisen.

Kapitalgesellschaften haben unüblich hohe Abschreibungen auf


Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens im Anhang zu
erläutern oder gesondert auszuweisen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


232 657 4880 6270 Abschreibung Vermögensgegenstände
UV (soweit unüblich hoch)
232 658 4882 6272 Abschreibungen auf UV, steuerlich
bedingt (soweit unüblich hoch)
231 6950 2400 6930 Forderungsverluste, übliche Höhe
232 6955 2430 6280 Forderungsverluste, unüblich hoch
64 Auf Erfolgskonten buchen

Die sonstigen betrieblichen


Aufwendungen buchen
Kosten für betriebliche Grundstücke und Räume,
Mietleasing
Das Konto »Raumkosten« nimmt alle Kosten auf, die nicht wei-
ter unterschieden werden sollen, so z. B. auch Miete, Nebenkos-
ten, Reinigung etc. Sonstige Raumkosten bezeichnet Aufwand,
den Sie anderweitig nicht zuordnen können, z. B. Topfpflanzen,
Einbruchsversicherungen u. Ä.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4711 6933 4200 6305 Raumkosten
4731 6933 4280 6345 Sonstige Raumkosten

Sämtliche Aufwendungen außerhalb der geschlossenen Räume


bucht man auf:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4732 6933 2350 6350 Sonst. Grundstücksaufwendungen

Miete und Pacht werden auf folgenden Konten erfasst:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


411 670 4210 6310 Miete (unbewegl. Wirtschaftsgüter)
412 670 4220 6315 Pacht (unbewegl. Wirtschaftsgüter)
4112 6702 4215 6316 Leasing (unbewegl. Wirtschaftsgüter)

Aufwand für Strom, Gas und Wasser entstehen entweder wie


hier in Handel, Verwaltung, Büro und Vertrieb oder als Materi-
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 65

aleinsatz (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) in der Fertigung, in


Werkstätten u. Ä.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


432 6933 4240 6325 Gas, Strom, Wasser
3016 605 3090 5190 Energiestoffe
3015 605 3092 5192 Energiestoffe 19 % Vorsteuer

Weitere Nebenkosten entsprechen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4711 6933 4250 6330 Reinigung
428 694 4270 6340 Abgaben betriebl. gen. Grundbes.
431 6933 4230 6320 Heizung

Mieten für Einrichtungen, z. B. für Telefonanlagen, buchen Sie


auf diesen Konten:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4117 6705 4960 6835 Mieten für Einrichtungen (bewegliche
Wirtschaftsgüter)
4118 671 4810 6840 Mietleasing (bewegliche Wirtschafts-
güter)
4118 671 4965 6498 Mietleasing (bewegliche Wirtschafts-
güter)
4847 6177 4964 6837 Laufende Gebühren für Lizenzen,
Konzessionen

Leasingraten sind als Betriebsausgaben abziehbar, wenn der


Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzurechnen ist.
66 Auf Erfolgskonten buchen

Wohin mit den Spenden?


Spenden sind in der Regel nicht als Betriebsausgabe abzieh-
bar. Einzelunternehmer und (Personen-)Gesellschafter können
sie gleichwohl wie Privatspenden als Sonderausgabe ansetzen.
Betriebliche Spenden mindern aber zusätzlich den Gewerbeer-
trag und damit die zu zahlende Gewerbesteuer:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


207 6869 2380 6390 Zuwendungen/Spenden, steuerlich
nicht abziehbar
2073 6869 2381 6391 Zuwendungen/Spenden für wissen-
schaftliche/kulturelle Zwecke
2074 6869 2382 6392 Zuwendungen/Spenden für mildtätige
Zwecke
2075 6869 2383 6393 Zuwendungen/Spenden für kirchliche/
religiöse/gemeinnütz. Zwecke
2076 6869 2384 6394 Zuwend./Spend. an polit. Parteien

Versicherungen, Beiträge und Abgaben


Für Kfz-Versicherungen ist ein eigenes Konto unter den Fahr-
zeugkosten vorgesehen. Versicherungen, die betriebliche Häu-
ser und Grundstücke betreffen, sind unter »Sonstige Grund-
stücksaufwendungen« zu kontieren.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


426 690 4360 6400 Versicherungen

Beiträge an Berufsverbände sind abziehbare Betriebsausgaben,


wenn die Mitgliedschaft in dem Verband beruflich veranlasst ist
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 67

(z. B. IHK). Beiträge zu Berufsgenossenschaften zählen hinge-


gen zu den sozialen Abgaben.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


427 692 4380 6420 Beiträge
4041 642 4138 6120 Beiträge z. Berufsgenossenschaft
428 6921 4390 6430 Sonstige Abgaben

Reparaturen und Instandhaltung


Aufwendungen für die laufende Instandhaltung und für die
Instandsetzung bei einem Gebäude sind als sogenannter Er-
haltungsaufwand sofort abziehbar. Wird dagegen etwas Neues,
bisher nicht Vorhandenes geschaffen,liegt aktivierungspflichti-
ger Herstellungsaufwand vor.

Renovierungen innerhalb des Gebäudes verbuchen Sie auf:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4711 6933 4260 6335 Instandhaltung betriebl. Räume

Folgende vier Konten verwenden Sie für sonstige Reparaturen


und Instandhaltungen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4713 6062 4800 6460 Rep./Instandh. Anlagen u. Masch.
4712 6063 4805 6470 Reparatur/Instandhaltung Betriebs- u.
Geschäftsausstattung
4716 6064 4805 6485 Rep./Instandh. andere Anlagen
4716 6065 4809 6490 Sonstige Reparaturen/Instandh.
68 Auf Erfolgskonten buchen

Fahrzeugkosten verbuchen
Das Konto »Fahrzeugkosten« nimmt alle Kosten auf, die nicht
weiter unterschieden werden sollen, so z. B. auch Benzin,
Kfz-Steuer, Versicherungen, Reparaturen, Leasing usw. Dagegen
bezeichnet »Sonstige Kfz-Kosten« Aufwand, den Sie anderwei-
tig nicht zuordnen können, z. B. Gebühren für Autoradio, Reini-
gung, Parkgebühren u. Ä. Unter laufenden Betriebskosten sind
u. a. Benzin, Diesel, Öl zu erfassen.

BGA
IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
(GHK)
4714 688 4500 6500 Fahrzeugkosten
4349 6886 4580 6570 Sonstige Kfz-Kosten
4261 691 4520 6520 Kfz-Versicherungen
422 703 4510 7685 Kfz-Steuern
434 6881 4530 6530 Laufende Kfz-Betriebskosten
4714 6882 4540 6540 Kfz-Reparaturen
4115 6883 4550 6550 Garagenmieten
4114 6884 4570 6560 Leasingfahrzeugkosten
4714 6885 4595 6595 Fremdfahrzeugkosten
4715 6885 4560 6580 Mautgebühren

Auf den Eigenverbrauch (»unentgeltliche Wertabgabe«) für eine


private Pkw-Nutzung ist Umsatzsteuer zu zahlen. Bei pauscha-
ler Bemessungsgrundlage von 1 % des Bruttolistenpreises blei-
ben allerdings für den Unternehmer pauschal 20 % steuerfrei,
da auch die gezahlte Kfz-Steuer und Versicherung keinen Vor-
steuerabzug zulässt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 69

Genau trennen: Werbung, Geschenke


und Bewirtung
Diese drei Aufwendungsarten sind äußerst genau zu trennen.

»Werbekosten« bezeichnet Aufwendungen, um Produkte und


Dienstleistungen einer Öffentlichkeit bekannt zu machen, die-
nen somit der allgemeinen Vermarktung und nicht der Pflege
einer speziellen Geschäftsbeziehung. Einzelnen Produkten oder
Aufträgen direkt zurechenbare Vertriebskosten sind stattdessen
auf dem zweiten Konto zu erfassen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


441 687 4600 6600 Werbekosten
46 6145 4700 6700 Kosten Warenabgabe

Weitere Vertriebskosten buchen Sie auf folgenden Konten:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


461 604 4710 6710 Verpackungsmaterial
462 6145 4730 6740 Ausgangsfrachten
464 6145 4750 6760 Transportversicherungen

Wegen der besonderen Aufzeichnungspflicht für Geschenke


und Bewirtungen sollten Sie hier Fehlbuchungen unbedingt
vermeiden. Geschenke und Bewirtungen dürfen nicht auf an-
deren als auf den dafür vorgesehen Konten verbucht werden.
Korrigierende Umbuchungen zum Jahresende finden bei stren-
gen Betriebsprüfern keine Gnade: Die Betriebsausgabe ist nicht
abziehbar. Auf den Konten »Geschenke« oder »Bewirtungen«
70 Auf Erfolgskonten buchen

dürfen keine andere Aufwendungen – insbesondere Werbekos-


ten, Zugaben u. Ä. – erfasst werden.

Geschenke bis 35 EUR bei einem oder mehreren Geschenken je


Empfänger und je Wirtschaftsjahr können als Betriebsausgabe
abgezogen werden. Wird diese Grenze überschritten, entfällt
der Abzug in vollem Umfang.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


442 6871 4630 6610 Geschenke abzugsfähig
4031 624 4152 6072 Sachzuwendungen an Arbeitnehmer
4422 6874 4632 6612 Zuwendungen an Dritte, abzugsfähig
2081 6875 4636 6621 Zuwendungen an Dritte, nicht
abzugsfähig

Sachgeschenke des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer sind in


voller Höhe als Betriebsausgaben abziehbar. Sie werden beim
Arbeitnehmer ab 60 EUR eventuell als steuerpflichtiger Arbeits-
lohn erfasst. Neuerer Rechtsprechung verdankt man folgen-
de Unterscheidung: Streuartikel – Gegenstände von geringem
Wert – werden zu Hunderten oder Tausenden verschenkt, ohne
dass die Empfänger bekannt sind. Für diese Geschenke besteht
kein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Verkauf von Ware.
Zugaben werden dagegen beim Verkauf kostenlos beigegeben.
Sie sind deshalb als Kosten der Warenabgabe zu behandeln.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4421 6873 4633 6613 Streuartikel
469 6873 4632 6705 Neu anlegen: Zugaben
443 6863 4640 6630 Repräsentationskosten
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 71

Als Aufmerksamkeit gilt die Darreichung von Kaffee, Gebäck


und Snacks bei einer Geschäftsbesprechung, Bonbons für Kin-
der u. Ä. Die abzugrenzende Bewirtung mit Speisen kann aber
schon bei einer Bockwurst anfangen. Es handelt sich aufgrund
des geringen Werts nicht um Geschenke (von daher ist keine
Empfängerliste zu führen), aber auch nicht um Zugaben beim
Warenverkauf, die getrennt zu erfassen sind.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4441 6862 4653 6643 Aufmerksamkeiten

Die für die geschäftliche Bewirtung entstehenden angemesse-


nen Aufwendungen, insbesondere für Essen, Trinken, Rauchen
einschließlich des üblichen Trinkgeldes sowie die Nebenkosten
für Garderobe und Toilette können in Höhe von 70 %als Betrieb-
sausgaben abgezogen werden. Die auf die nicht abzugsfähige
Betriebsausgabe von 30 % der Bewirtungskosten entfallende
Vorsteuer ist allerdings abziehbar. Zum Nachweis hat der Unter-
nehmer den Ort, Tag und Anlass der Bewirtung, die Teilnehmer
sowie die Höhe der Aufwendungen schriftlich aufzuzeichnen.
Die verzehrten Speisen und Getränke müssen aus der Rech-
nung einzeln aufgeschlüsselt hervorgehen. Die Finanzverwal-
tung erkennt nur noch solche Rechnungen an, die maschinell
erstellt und registriert werden. Sie müssen ab einem Betrag
von 150 EUR zudem den Namen des bewirtenden Steuerpflich-
tigen enthalten. Die Namensangabe darf vom Gastwirt nach-
geholt werden.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


444 6861 4650 6640 Bewirtungskosten
72 Auf Erfolgskonten buchen

Demgegenüber dürfen Aufwendungen für die ausschließliche


Bewirtung von Arbeitnehmern, z. B. bei Betriebsfesten, voll ab-
gezogen werden, da eine solche Bewirtung nicht geschäftlich,
sondern allgemein betrieblich veranlasst ist.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


405 6410 4140 6130 Freiw. soz. Aufwendung. LSt-frei

Hier gilt allerdings eine lohnsteuerfreier Freibetrag von 110 EUR


(inkl. MwSt.) pro teilnehmenden Arbeitnehmer. Dieser Betrag
erhöht sich auch dann nicht, wenn Ehegatte und Kinder des
Arbeitnehmers am Fest teilnehmen.

Diese Ausgaben sind nicht abzugsfähig


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
208 6899 4655 6645 Nicht abzugsf. Betriebsausgaben
2081 6875 4635 6620 Geschenke, nicht abzugsfähig
2082 6868 4654 6644 Nicht abzugsf. Bewirtungskosten

Reisekosten richtig verbuchen


Tatsächliche Verpflegungsmehraufwendungen für Inlandsreisen
werden nicht anerkannt. Sie betragen pauschal:
ƒ bei mehr als 24 Std. Abwesenheit 24 EUR,
ƒ bei Abwesenheit über 14 Std. bis 24 Std. 12 EUR und
ƒ zwischen 8 bis 14 Std. 6 EUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 73

Bei den Verpflegungskosten, Übernachtungskosten, Umzugs-


kosten und Fahrtkosten bei Mitarbeiter-Pkw kann keine pau-
schale Vorsteuer abgezogen werden. Der Vorsteuerabzug aus
den tatsächlichen Kosten ist weiterhin möglich. Verwenden Sie
ab diesem Zeitpunkt nur noch die unten angeführten Konten:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


445 685 4660 6650 Reisekosten Arbeitnehmer
4451 6853 4663 6663 Reisekosten AN Fahrtkosten
4452 6855 4664 6664 Reisekosten AN Verpflegungsmehr-
aufwand
4452 6855 4666 6660 Reisekosten AN Übernachtungs-
aufwand
4461 6856 4668 6668 Kilometergelderstattung AN
446 6851 4670 6670 Reisekosten Unternehmer
4461 6854 4673 6673 Reisekosten UN Fahrtkosten
4462 6857 4674 6674 Reisekosten UN Verpflegungsmehr-
aufwand
4462 6857 4676 6680 Reisekosten UN Übernachtungs-
aufwand
4463 6858 4678 6688 Fahrten UN Wohn. – Arbeitsstätte

Provisionen, Fremdarbeiten
und Garantieleistungen
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
45 615 4760 6770 Verkaufsprovisionen
74 Auf Erfolgskonten buchen

Die Einstellung in die Gewährleistungsrückstellung erfolgt über


folgendes Aufwandskonto. Hierbei handelt es sich um freiwilli-
ge Garantieleistungen – Kulanzen – ohne Rechtspflicht, die sich
nur anhand von Erfahrungswerten aus den Umsätzen abschät-
zen lassen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


463 6981 4790 6790 Aufwand für Gewährleistungen
0724 391 0974 3090 Rückstellungen f. Gewährleist.
276 5481 2735 4930 Erträge Auflösung von Rückst.

Vom Porto bis zur Fachliteratur


Beachten Sie eventuelle Vorsteuerbeträge bei den Portokosten
(Paketdienste und private Postdienste).

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4820 6821 4910 6800 Porto

Telefonkosten sind als Betriebsausgaben absetzbar, soweit


das Telefon betrieblich genutzt wird. Eine private Mitnutzung
ist abzuschätzen. Entweder erfasst man zusätzlich zu den ge-
samten Aufwendungen die Privatnutzung als Erlös oder teilt die
Aufwendungen bereits bei der Zahlung auf dieses betriebliche
Aufwandskonto und ein Entnahmekonto auf.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4821 6822 4920 6805 Telefon
4822 6823 4925 6810 Telefax und Internetkosten
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 75

Unter »Internetkosten« können die Kosten für Internetprovider


u. a. Diensteanbieter erfasst werden sowie die Kosten für Da-
tenbankrecherchen und andere Informationsanbieter.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4855 6941 4945 6821 Fortbildungskosten
481 6800 4930 6815 Bürobedarf

Der Ausweis als »Fachliteratur« auf dem Beleg anstatt einer Ti-
telangabe reicht in der Regel nicht aus, den betrieblichen Zweck
nachzuvollziehen. Mit Ausnahme des »Handelsblatt« werden
die Aufwendungen für eine (überregionale) Tageszeitung und
Wochenzeitschriften nicht als Betriebsausgabe anerkannt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4815 681 4940 6820 Zeitschriften, Bücher

Rechts- und Steuerberatung


Anwaltskosten sind oftmals Folgekosten. Aufwendungen für
einen Mahnbescheid können z. B. sachgerechter auf dem Kon-
to »Kosten der Warenabgabe« o. Ä. erfasst werden. Entstehen
Prozesskosten im Zusammenhang mit der Anschaffung oder
Herstellung von Wirtschaftsgütern, so sind sie gegebenenfalls
zusammen mit diesen zu aktivieren:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


484 677 4950 6825 Rechts- und Beratungskosten
76 Auf Erfolgskonten buchen

Prozesskosten sind als Betriebsausgaben absetzbar, soweit der


Rechtsstreit betrieblich veranlasst ist. Hierzu gehören auch Be-
ratungs- und Vertretungskosten. Steuerprozesskosten sind als
Betriebsausgaben absetzbar, wenn sie mit betrieblichen Steu-
ern im wirtschaftlichen Zusammenhang stehen.

Steuerberatungskosten in Höhe von bis zu 520 EUR pro Jahr wur-


den in der Vergangenheit ohne Prüfung als Betriebsausgabe
anerkannt. Da aber der Abzug der Beratung als Sonderausgabe
seit 2006 nicht mehr zulässig ist, wird die genaue Zuordnung zu
den Betriebsausgaben und Werbungskosten erforderlich.

Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses oder für die Er-
stellung Ihrer Buchführung, buchen Sie auf:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


4845 6771 4957 6827 Abschluss- und Prüfungskosten
4846 6176 4955 6830 Buchführungskosten

Bankspesen und Kursdifferenzen

Zu den Nebenkosten des Geldverkehrs gehören die Vielzahl der


Bankspesen und Provisionen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


486 675 4970 6855 Nebenkosten des Geldverkehrs
215 6954 2150 6880 Aufwendungen aus Kursdifferenzen
2088 6789 2385 6875 Nicht abziehbare AR-Vergütungen
4029 678 2386 6876 Abziehbare Aufsichtsratsvergüt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen buchen 77

Abgang von Vermögensgegenständen


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
204 6962 2320 6900 Verluste aus Anlagenabgang
205 6963 2325 6905 Verluste aus Abgang von Umlauf-
vermögen

Steuerfreie Rücklagen werden z. B. nach § 6 b EStG für Veräu-


ßerungsgewinne bei Anlagegütern gebildet. Bei einer Ersatzbe-
schaffung wird der Gewinn innerhalb der folgenden vier Jahre
auf das neu angeschaffte Wirtschaftsgut übertragen. Anderen-
falls muss die Rücklage ertragswirksam aufgelöst werden. Die
6b-Rücklage ist auf die Übertragung von Grund und Boden und
Gebäuden beschränkt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2350 6971 2340 6925 Einstellungen in Sonderposten mit
Rücklage-Anteil, steuerfrei

Forderungsverluste und sonstige Aufwendungen


Forderungsausfälle – etwa durch Konkurs oder Tod des Kunden –
sind aufwandswirksam einzubuchen:

Forderungsverluste
an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


23 6951 2400 6930 Forderungsverluste
2313 6956 2401 6931 Forderungsverluste 7 % USt
231 6950 2406 6936 Forderungsverluste 19 % USt
78 Auf Erfolgskonten buchen

Das Konto »Sonstige betriebliche Aufwendungen« verwenden


Sie für die Verbuchung von Aufwand, den Sie sonst nicht zuord-
nen können, z. B. Safemiete, GEZ-Zahlungen u. a. Hingegen be-
zeichnet »sonstiger Betriebsbedarf« den Verbrauch von Gegen-
ständen. Einmalige Aufwendungen wie z. B. Gründungskosten
können auf »sonstige Aufwendungen, unregelmäßig« kontiert
werden. Als sonstiger Betriebsbedarf gilt auch die typische Be-
rufskleidung, wie z. B. schwarzer Anzug oder Frack des Kellners
oder der Büromantel des Architekten.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


473 693 4900 6300 Sonstige betriebliche Aufwendungen
4739 6992 2309 6969 Sonstige Aufwendungen
unregelmäßig
4725 6074 4980 6850 Sonstiger Betriebsbedarf

Werkzeuge und Kleingeräte werden bis zum Wert von 150 EUR
als Sofortaufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter
(GWG) sind als Anlagegüter zwischen 150 und 1.000 EUR An-
schaffungskosten definiert und müssen in einem Sammelpos-
ten zusammengefasst werden oder dürfen bis zu einem Betrag
von 410 EUR sofort abgeschrieben werden.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


472 603 4985 6845 Werkzeuge und Kleingeräte
037 089 0485 0675 GWG 150 bis 1.000 EUR
(Sammelposten)
037 089 480 670 GWG bis 410 EUR
Erträge der Positionen 9 bis 11 buchen 79

Erträge der Positionen 9 bis 11 buchen


Es geht um folgende Positionen des HGB-Schemas:
9 Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unter-
nehmen,
10 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unter-
nehmen,
11 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbunde-
nen Unternehmen.

Als Beteiligungen gelten Anteile, die dem Geschäftsbetrieb


durch dauernde Verbindung dienen sollen, bei Kapitalgesell-
schaften im Zweifel über 20 % der Anteile.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
251 55 2600 7000 Erträge aus Beteiligungen
2510 554 2618 7008 Gewinnanteile aus Mitunternehmer-
schaft § 9 GewStG

Eigens buchen Sie solche Erträge, die aus Beteiligungen von


verbundenen Unternehmen hervorgehen: Als verbunden gel-
ten Unternehmen im Mutter-Tochterverhältnis und zwischen
den Töchtern.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
2511 550 2619 7009 Erträge aus Beteiligungen an
verbundenen Unternehmen

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Fi-


nanzanlagevermögens, davon aus verbundenen Unternehmen,
buchen Sie folgendermaßen:
80 Auf Erfolgskonten buchen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


253 56 2620 7010 Erträge Wertpapiere/Ausleihungen
Anlagevermögen
2535 560 2649 7019 Erträge Wertpapiere/Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens aus
verbundenen Unternehmen

Und die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge, davon aus ver-
bundenen Unternehmen, hier:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


26 57 2650 7100 Sonst. Zinsen und ähnl. Erträge
266 579 8650 7110 Sonstiger Zinsertrag
264 579 2680 7120 Zinsähnliche Erträge
263 573 2670 7130 Diskonterträge

Zinserträge auf Steuererstattungen betrieblicher Steuern


(§ 233a AO) gehören auf folgende Konten. Dabei sind Zinserträ-
ge aus Gewerbesteuererstattung steuerfrei (§ 4 Abs. 5b EStG),
sofern die Gewerbesteuerzahlung nicht als Betriebsausgabe
abgezogen wurde.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2647 572 2657 7105 Zinserträge § 233a AO
2646 572 2658 7106 Zinsertr. § 233 a AO Anlage A KSt
2647 572 2653 7107 Zinserträge § 233a AO, § 4 Abs. 5b EStG

Erträge aus Verlustübernahme und erhaltene Gewinne auf-


grund Gewinnabführung: Auf diese Konten gehören erhaltene
Gewinne aufgrund Gewinn- oder Teilgewinnabführungsverträ-
gen, z. B. auch stille Beteiligungen.
Abschreibungen und Aufwendungen der Positionen 12 und 13 81

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2410 59 2790 7190 Erträge aus Verlustübernahme
251 555 2792 7192 Gewinne aufgrund Gewinn-
gemeinschaft
251 555 2794 7194 Gewinne aufgrund Gewinn-/
Teilgewinnabführung

Abschreibungen und Aufwendungen


der Positionen 12 und 13
Unter die erste Kategorie der Position 12 »Abschreibungen auf
Finanzanlagen« fallen auch Beteiligungen und Ausleihungen.
Da sich Finanzanlagen nicht abnutzen und im Betriebsablauf
kaum eine Rolle spielen, treten sie meist nur am Bilanzstichtag
in Erscheinung. Dann sollten sie aber nicht nur darauf geprüft
werden, ob sie überhaupt noch vorhanden, sondern auch, wie
viel sie noch wert sind.

BEISPIEL
Sie gewähren einem Ihnen nahe stehenden Unternehmen zur Über-
brückung einer Liquiditätsschwäche für zwei Jahre ein zinsfreies Darle-
hen in Höhe von 113.025 EUR.

Ausleihungen 113.025 EUR


an Bank 113.025 EUR

Der Teilwert der zinsfreien Ausleihung beträgt

113.025 EUR/(1,055)2 = 100.000,00 EUR


82 Auf Erfolgskonten buchen

Zum Jahresabschluss schreiben Sie deshalb den Wertabschlag ab.

Abschreibung auf Finanzanlagen 13.025 EUR


an Ausleihungen 13.025 EUR

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


493 740 4870 7200 Abschreib. auf Finanzanlagen
4938 741 4872 7208 Abschreib. Verluste von Anteilen
Mitunternehm. § 8 GewStG

Zum Jahresende sind sämtliche Wertpapiere des Umlaufvermö-


gens auf den niedrigsten beizulegenden Wert abzuschreiben:
Die Anschaffungskosten der Wertpapiere oder ihr Börsenkurs
zum Bilanzstichtag plus anteiliger Bank- und Maklerprovisionen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


494 742 4875 7210 Abschreib. Wertpapiere des UV

Dieses Konto ist für die Position 13, allgemeine Zins- und ähn-
liche Aufwendungen, vorgesehen, sofern nicht weiter unter-
schieden werden soll:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


21 75 2100 7300 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
214 759 2140 7330 Zinsähnliche Aufwendungen
211 7512 2118 7318 Zinsen auf Kontokorrentkonten

Nachforderungszinsen, Stundungszinsen, Aussetzungszinsen,


Säumniszuschläge, Verspätungszuschläge und Zwangsgelder
im Zusammenhang mit Betriebssteuern (§ 233a AO):
Steuern: die Positionen 14 bis 15 83

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2145 7581 2107 7305 Zinsaufwendungen § 233a AO betrieb-
liche Steuern
2146 7582 2108 7306 Zinsaufwendungen §§ 233a bis 237 AO
Personensteuern

Wenn die Privatentnahmen Gewinn und Einlagen übersteigen,


können Kontokorrentzinsen nicht mehr ohne Einschränkung
als Betriebsausgaben abgezogen werden. Pauschal 6 % dieser
sogenannten »Überentnahmen« werden dem Gewinn wieder
zugerechnet – höchstens jedoch der um 2.050 EUR gekürzte
Betrag der tatsächlich angefallenen Schuldzinsen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


211 7512 2110 7310 Zinsaufwendungen für kurzfristige
Verbindlichkeiten
212 7511 2120 7320 Zinsaufwendungen für langfristige
Verbindlichkeiten

Steuern: die Positionen 14 bis 15


Die Position 15 beinhaltet Steuern vom Einkommen und Ertrag.
Folgende Konten sind ausschließlich Kapitalgesellschaften vor-
behalten, da der Einkommensteuerbereich (samt Solidaritätszu-
schlag, Zinsabschlag u. ä.) bei den Privatkonten des Unterneh-
mers bzw. Personengesellschafters erfasst wird.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


221 771 2200 7600 Körperschaftsteuer
2215 774 2208 7608 Solidaritätszuschlag
84 Auf Erfolgskonten buchen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2217 775 2209 7609 Solidaritätszuschlag für Vorjahre
223 772 2213 7630 Kapitalertragsteuer 25 %
2231 7725 2216 7633 Solidaritätszuschlag auf Kapital-
ertragsteuer 25 %
0010 001 0801 0001 Aussteh. Einlage nicht eingefordert
421 770 4320 7610 Gewerbesteuer

Für Körperschaftsteuernachzahlungen und -erstattungen ste-


hen folgende Konten zur Verfügung:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


225 7719 2203 7603 Körperschaftsteuer für Vorjahre
225 7719 2204 7604 Körperschaftsteuererstattung für
Vorjahre
0722 381 0963 3040 Körperschaftsteuerrückstellung

Die Gewerbesteuer ist ab 2008 nicht mehr als Betriebsausgabe


abzugsfähig (§ 4 Abs. 5b EStG). Erstattungen und Nachzahlun-
gen für Vorjahre sind jedoch nach wie vor erfolgswirksam:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


2435 5492 2282 7642 Gewerbesteuererstattungen Vorjahre
225 7709 2280 7640 Gewerbesteuernachzahlungen
Vorjahre
2216 776 2281 7641 Gewerbesteuernachzahlungen und
-erstattungen Vorjahre
(§ 4 Abs. 5b EStG)

Eine zu hohe Gewerbesteuerrückstellung wird erfolgswirksam


aufgelöst – sofern ursprüngliche Betriebsausgaben oder bleibt
andernfalls steuerfrei.
Sonstige Steuern 85

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


226 5484 2284 7644 Auflösung von Gewerbesteuerrück-
stellungen
226 5484 2283 7643 Erträge aus der Auflösung von Gewer-
besteuerrückstellungen
(§ 4 Abs. 5b EStG)
0722 380 0957 3030 Gewerbesteuerrückstellung
722 380 0956 3035 Gewerbesteuerrückstellung
(§ 4 Abs. 5b EStG)

Sonstige Steuern
Folgende Konten sind für sämtliche betriebliche Steuern vorge-
sehen mit Ausnahme von USt, KSt und GewSt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


424 78 4340 7650 Sonstige Steuern
424 708 4350 7675 Verbrauchsteuer
4245 709 4355 7678 Ökosteuer
423 702 2375 7680 Grundsteuer
422 703 4510 7685 Kfz-Steuer

Für Steuernachzahlungen und -erstattungen stehen folgende


Konten zur Verfügung:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


225 7099 2285 7690 Steuernachzahlg. VJ sonst. Steuern
2435 5493 2287 7692 Erstattung VJ für sonstige Steuern
86 Auf Erfolgskonten buchen

Kalkulatorische Abgrenzungen
Neben den nur zeitlichen Abgrenzungen nach Handels- und
Steuerrecht können in der Finanzbuchhaltung zusätzlich Kos-
ten und Erlöse erfasst werden. Man bedient sich hierbei der
aus der Kosten- und Leistungsrechnung entliehenen kalkula-
torischen Kosten. Es sind die sogenannten Anderskosten bzw.
Zusatzkosten, die zum einen außer der Reihe, d. h. außerhalb
des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes in Abweichung zu den
bereits gebuchten Werten entstehen, zum anderen auch als zu-
sätzliche Kosten erfasst werden.

An dieser Stelle sei nur kurz auf kalkulatorische Kosten als sol-
che eingegangen ohne Hintergründe der Kostenrechnung. (Hier
hilft Ihnen der gleichnamige TaschenGuide, Band 26, weiter.)
Der Kontenrahmen IKR enthält für die Kosten- und Leistungs-
rechnung einen zweiten Kontenkreis.

Mit den kalkulatorischen Abschreibungen wird der tatsächliche


Werteverzehr des Anlagevermögens erfasst, nicht der nach
steuerlichen Vorschriften zulässige.

Wenn Sie Ihre monatliche BWA bei der Bank einreichen, dann
erfassen Sie hier zeitanteilig die steuerlichen Jahresabschrei-
bungen.

Kalkulatorische Abschreibungen
an Verrechnete kalkulatorische Abschreibungen bzw. an Wertberichtigungen
Kalkulatorische Abgrenzungen 87

Der kalkulatorische Unternehmerlohn berücksichtigt die Ar-


beitsleistung des Unternehmers. Dieser verzichtet durch seine
Mitarbeit im eigenen Betrieb auf ein (Teil-) Gehalt, das er als
angestellter Geschäftsleiter in einem fremden Betrieb beziehen
könnte. Der ihm damit entgehende Nutzen aus seiner Arbeits-
kraft wird monatlich als Opportunitätskosten erfasst:

Kalkulatorischer Unternehmerlohn
an Verrechneter kalkulatorischer Unternehmerlohn

Mit der Erfassung der kalkulatorischen Zinsen will man der un-
terschiedlichen Finanzierung der Unternehmen gerecht wer-
den. Auch hier geht es um einen entgangenen Nutzen, nämlich
um die Zinseinnahmen, die aus einer Kapitalanlage des Eigen-
kapitals hätten erzielt werden können.

Der passende Zinssatz richtet sich an der Liquiditätslage unter


der zeitlichen Planung des Unternehmens aus. Die monatli-
che, kalkulatorische Verzinsung des gebundenen Eigenkapitals
bucht man folgendermaßen:

Kalkulatorische Zinsen
an Verrechnete kalkulatorische Zinsen

Als kalkulatorische Miete berücksichtigt man diejenigen Miet-


kosten für betriebliche Nutzungen, die nicht schon als Miete
oder Pachtaufwand in der Buchhaltung erfasst sind. Hierbei
kann es sich um Räume oder Grundstücke handeln, die der Ein-
zelunternehmer dem Betrieb unentgeltlich überlässt, oder die
88 Auf Erfolgskonten buchen

etwa ein Angehöriger, Gesellschafter etc. verbilligt zur Verfü-


gung stellt.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


49 920 4993 6976 Kalkulatorische Abschreibungen
284 910 2893 6986 Verrechn. kalkul. Abschreibungen
286 490 0992 3950 Wertberichtig. (unterjährig)
40 921 4990 6970 Kalkulat. Unternehmerlohn
281 910 2890 6980 Verrechn. kalkulat. Unternehmerlohn
21 924 4992 6974 Kalkulatorische Zinsen
283 910 2892 6984 Verrechnete kalkulat. Zinsen
41 922 4991 6972 Kalkulatorische Miete und Pacht
282 910 2891 6982 Verrechn. kalkul. Miete und Pacht
4990 923 4994 6978 Kalkulatorische Wagnisse
285 910 2894 6988 Verrechnete kalkulat. Wagnisse
40 925 4995 6379 Kalkul. Lohn für unentgeltl. AN
286 910 2895 6989 Verr. kalkul. Lohn für unentgeltl. AN

Als wichtige Kalkulatorische Wagnisse sind zu nennen:


1. Schadensfälle, Abschreibungswagnis bei Anlagegütern,
2. Diebstahl, Verderb, Preisverfall u. ä. bei Vorräten,
3. Mehrkosten bei der Fertigung,
4. Garantiearbeiten und Preisminderungen,
5. Forderungsausfälle und Wechselkursrisiken.
Kalkulatorische Abgrenzungen 89

Buchungen
auf Bestandskonten

Bestandskonten entstehen aus der Auflösung


der Bilanz zu Beginn eines Geschäftsjahres und
nehmen deren Anfangsbestände auf. In diesem
Kapitel erfahren Sie
ƒ wie eine Bilanz gegliedert ist,
ƒ welche Konten zur Verbuchung der Aktiva- und
Passiva-Positionen verwendet werden.

Nach § 266 HGB ist die Bilanz von Kapitalgesell-


schaften in Kontoform aufzustellen. Einzelunter-
nehmer und Personengesellschaften können
sich freiwillig an dieser Gliederung orientieren.
Kleine GmbHs brauchen nur eine verkürzte Bilanz
aufstellen, indem sie die Posten mit arabischen
Zahlen zusammenfassen.
90 Buchungen auf Bestandskonten

Bilanzgliederung im Überblick
Aktiva

A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte
2 entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
3 Geschäfts- oder Firmenwert
4 geleistete Anzahlungen
II. Sachanlagen:
1 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließ-
lich Bauten auf fremden Grundstücken
2 technische Anlagen und Maschinen
3 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen:
1 Anteile an verbundenen Unternehmen
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen
3 Beteiligungen
4 Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
5 Wertpapiere des Anlagevermögens
6 sonstige Ausleihungen
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte:
Bilanzgliederung im Überblick 91

1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe


2 unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
3 fertige Erzeugnisse und Waren
4 geleistete Anzahlungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4 sonstige Vermögensgegenstände
III. Wertpapiere:
1 Anteile an verbundenen Unternehmen
2 eigene Anteile
3 sonstige Wertpapiere
IV. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Gutha-
ben bei Kreditinstituten
C. Rechnungsabgrenzungsposten
D. Aktive latente Steuern
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Passiva

A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gewinnrücklagen:
1 gesetzliche Rücklage
2 Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich
beteiligten Unternehmen
92 Buchungen auf Bestandskonten

3 satzungsmäßige Rücklagen
4 andere Gewinnrücklagen
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
B. Rückstellungen:
1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2 Steuerrückstellungen
3 sonstige Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten:
1 Anleihen, davon konvertibel
2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
3 erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5 Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der
Ausstellung eigener Wechsel
6 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
7 Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
8 sonstige Verbindlichkeiten, davon aus Steuern, davon im Rah-
men der sozialen Sicherheit
D. Rechnungsabgrenzungsposten
E. Passive latente Steuern

AKTIVA
A. Anlagevermögen

Die Höhe der Aufwendungen für ein Anlagegut bestimmt sich


aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Dazu gehören
auch alle Aufwendungen um das Anlagegut in einen betriebs-
bereiten Zustand zu versetzen, Nebenkosten wie Fracht, Mon-
AKTIVA 93

tagekosten sowie nachträgliche Kosten, sofern sie dem Anlage-


gut einzeln zugerechnet werden können.

Nicht zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gehören


abziehbare Vorsteuerbeträge, Vertriebskosten und Erhaltungs-
aufwand (Reparaturen, Wartungsarbeiten, Renovierungen etc.)
Fällt erheblicher Erhaltungsaufwand in einen zeitlichen Zusam-
menhang mit der Anschaffung oder Herstellung (bei Gebäuden
innerhalb von drei Jahren), unterstellt das Finanzamt nachträg-
liche Anschaffungskosten.

Im Nachfolgenden wird nur noch kurz auf das Anlagevermögen


eingegangen, da es im Kapitel »Wie Sie Abschreibungen verbu-
chen« bereits beschrieben wurde.

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte


und ähnliche Rechte und Werte

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


011 02 0010 0100 Konzessionen und gewerbliche
Schutzrechte
011 021 0015 0110 Konzessionen
011 022 0020 0120 Gewerbliche Schutzrechte
011 023 0025 0130 Ähnliche Rechte und Werte
011 024 0030 0140 Lizenzen an gewerbl. Schutzrechten
011 025 43 143 Selbstgeschaffene immaterielle
Wirtschaftsgüter
94 Buchungen auf Bestandskonten

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


011 027 45 145 Selbstgeschaffene Lizenzen und
Franchise
011 028 46 146 Selbstgeschaffene Konzessionen und
gewerbl.Schutzrechte
011 029 47 147 Selbstgeschaffene Rezepte, Verfahren,
Prototypen

2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz-


rechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Auch Computerprogramme sind immaterielle Wirtschaftsgüter.
Die Anschaffungskosten müssen in der Bilanz aktiviert werden,
wenn die Programme entgeltlich erworben sind. Für selbst er-
stellte Software gibt es (lediglich) im Handelsrecht ein Ansatz-
wahlrecht. Eine lineare AfA ist auf drei Jahre möglich.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


014 023 0027 0135 EDV-Software
014 026 0044 0144 Selbstgeschaffene EDV Software

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ist grundsätzlich in


15 Jahren nach Steuerrecht bzw. in 10 Jahren nach Handelsrecht
linear abzuschreiben.

3. Geschäfts- oder Firmenwert

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


012 031 0035 0150 Geschäfts- oder Firmenwert
012 032 0040 0160 Verschmelzungsmehrwert
AKTIVA 95

4. Geleistete Anzahlungen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


013 04 0039 0170 Anzahlungen immaterielle VermG

II. Sachanlagen

Als Sachanlagen gelten materielle Vermögensgegenstände, die


beweglich oder unbeweglich, abnutzbar oder nicht abnutzbar
sein können und aus steuerlichen Gründen auch so zu unter-
scheiden sind.

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten ein-


schließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


021 05 0050 0200 Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten
022 05 0060 0210 Grundstücke, grundstücksgl.Rechte
021 050 0065 0215 Unbebaute Grundstücke
022 052 0070 0220 Grundstücksgleiche Rechte
0210 050 0075 0225 Grundstücke mit Substanzverzehr
023 0511 0080 0230 Bauten auf eigenen Grundstücken
021 051 0085 0235 Bebaute Grundstücke
0230 054 0090 0240 Geschäftsbauten
0231 053 0100 0250 Fabrikbauten
0232 055 0115 0260 Andere Bauten
0233 056 0110 0270 Garagen
0234 0561 0111 0280 Außenanlagen Fabrik und Geschäfts-
bauten
0211 0561 0112 0285 Hof- und Wegebefestigungen
0235 057 0113 0290 Einricht. Fabrik- u. andere Bauten
96 Buchungen auf Bestandskonten

Für Wohnbauten sind folgende Konten vorgesehen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0236 059 0140 0300 Wohnbauten
0212 0561 0146 0310 Außenanlagen
0213 0561 0112 0315 Hof- und Wegebefestigungen
0237 057 0194 0320 Einrichtungen für Wohnbauten

Bauten auf fremden Grundstücken buchen Sie hier:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


024 0519 0160 0330 Bauten auf fremd. Grundstücken
0241 0539 0165 0340 Geschäftsbauten
0242 0539 0170 0350 Fabrikbauten
0243 0519 0190 0360 Wohnbauten
0244 0519 0179 0370 Andere Bauten
0245 0569 0175 0380 Garagen
0246 0569 0192 0390 Außenanlagen
0247 0569 0193 0395 Hof- und Wegebefestigungen, fremde
Grundstücke
0248 0569 0178 0398 Einrichtung Fabrik- und Geschäfts-
bauten

Mietereinbauten und Umbauten erfasst man unter:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0249 080 0450 0680 Einbauten in fremd. Grundstücke

Sie werden während der gesamten Nutzungsdauer vom Mieter


genutzt bzw. nach Ablauf des Mietvertrages entfernt und ver-
wertet oder dienen den besonderen betrieblichen Zwecken des
AKTIVA 97

Mieters. Fehlt es an vertraglichen Regelungen über Abstands-


zahlungen für die Mietereinbauten, z. B. Wert beim Auszug nach
5 und 10 Jahren, so muss zwingend über die Nutzungsdauer von
25 Jahren (Gebäude-AfA) abgeschrieben werden.

2. Technische Anlagen und Maschinen


Die Anschaffung kann auf folgenden Konten gebucht werden:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


031 07 0200 0400 Techn. Anlagen und Maschinen
0310 070 0240 0420 Technische Anlagen
0311 071 0210 0440 Maschinen
0313 072 0220 0460 Maschinengebundene Werkzeuge
0320 073 0280 0470 Betriebsvorrichtungen

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


033 08 0300 0500 Betriebs- und Geschäftsausstattung
032 080 0310 0510 Andere Anlagen
034 0841 0320 0520 PKW
034 0842 0350 0540 LKW
0345 083 0380 0560 Sonstige Transportmittel
0325 082 0440 0620 Werkzeuge
0331 081 0430 0640 Ladeneinrichtung
0332 087 0420 0650 Büroeinrichtung
0326 085 0460 0660 Gerüst- und Schalungsmaterial
033 087 0490 0690 Sonstige Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
98 Buchungen auf Bestandskonten

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert


zwischen 150 bis 1.000 EUR müssen auf einem Sammelposten
im Anlagevermögen erfasst werden.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


037 089 0480 0670 Geringwertige Wirtschaftsgüter
037 089 0485 0675 GWG 150 bis 1.000 EUR (Sammel-
posten)

Alternativ ist für Anschaffungskosten bis zu 410 EUR auch eine


Sofortabschreibung möglich.

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau


Anzahlungen auf Anlagevermögen werden auf separaten Kon-
ten erfasst und auf das angeschaffte Wirtschaftsgut umgebucht.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0355 090 0299 0780 Anzahlungen auf techn. Anlagen
0351 090 0079 0705 Anzahl. auf Grundstücke o. Bauten
035 090 0129 0720 Anzahlungen auf Bauten eigener
Grundstücke
0352 090 0159 0735 Anzahlungen auf Wohnbauten auf
eigenen Grundstücken
0353 090 0189 0750 Anzahlungen auf Bauten fremder
Grundstücke
0354 090 0199 0765 Anzahlungen auf Wohnbauten auf
fremden Grundstücken
0356 090 0499 0795 Anzahlung Betriebs- und
Geschäftsausstattung
AKTIVA 99

Wie Anzahlungen sind auch Anlagen im Bau zu erfassen. Bei


Fertigstellung sind diese Konten gegebenenfalls aufzulösen
und der Saldo auf das Anlagegut umzubuchen.

Geschäfts-, Fabrik- und andere Bauten im Bau auf eigenen


Grundstücken werden auf folgenden Konten erfasst:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


036 095 0120 0710 Geschäfts-, Fabrik- und andere Bauten
im Bau auf eigenen Grundstücken
0364 095 0195 0755 Wohnbauten im Bau
0365 095 0290 0770 Techn. Anlagen und Masch. im Bau
0366 095 0498 0785 Betriebs- und Geschäftsausstattung
im Bau

III. Finanzanlagen

1.–4.: Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unter-


nehmen, Beteiligungen und Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


041 11 0500 0800 Anteile an verbundenen Untern.
042 12 0505 0810 Ausleihungen an verb. Untern.
043 13 0510 0820 Beteiligungen
0431 13 0513 0830 Typische stille Beteiligungen
0432 13 0516 0840 Atypische stille Beteiligungen
044 14 0520 0880 Ausleihungen an Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis
100 Buchungen auf Bestandskonten

5. Wertpapiere des Anlagevermögens


Wertpapiere sind Urkunden, die ein Recht verbriefen, das zur
Ausübung des Rechts eben diese Urkunde erfordert. Zu den
Wertpapieren zählen somit keine GmbH-Anteile bzw. Anteile an
Personengesellschaften. Wertpapiere als dauerhafte Finanzan-
lage – nicht nur für kurzfristige Liquiditätsüberschüsse – sind im
Anlagevermögen zu aktivieren:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
045 15 0525 0900 Wertpapiere d. Anlagevermögens

Aktien bzw. Anleihen:


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
0451 150 0530 0910 Wertpapiere mit Gewinn-
beteiligungsansprüchen
0452 156 0535 0920 Festverzinsliche Wertpapiere

6. Sonstige Ausleihungen
Als sonstige Ausleihungen gelten:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
046 16 0540 0930 Sonstige Ausleihungen
046 16 0550 0940 Darlehen
0461 165 0580 0960 Ausleihungen an Gesellschafter
0462 165 0590 0970 Ausleihungen an nahestehende
Personen
0453 160 0570 0980 Genossenschaftsanteile zum langfris-
tigen Verbleib
0454 169 0595 0990 Lebensversicherung-Rück-
deckungsansprüche
AKTIVA 101

Auf dem letzten Konto sind die Aktivwerte der Rückdeckungs-


versicherungen zu bilanzieren. Damit werden Pensionszahlun-
gen garantiert.

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Warenvorräte, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe des Umlauf-
vermögens müssen mit dem zum Bilanzstichtag niedrigsten
Wert angesetzt werden, der sich aus Anschaffungskosten oder
Markt- oder Kurswert ergibt (sog. strenge Niederstwertprinzip).
Dabei ist unerheblich, ob es sich nur vorübergehend um einen
Preisrückgang oder eine Kursschwäche um den Bilanzstichtag
herum handelte und der Preis seitdem wieder stieg. Das für
Kapitalgesellschaften geltende handelsrechtliche Wertaufho-
lungsgebot nach § 280 I HGB müssen Sie nunmehr auch aus
steuerlichen Gründen beachten.

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


396 20 3970 1000 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


3961 21 7000 1040 Unfertige Erzeugnisse und Leist.
3962 210 7050 1050 Unfertige Erzeugnisse
3963 220 7080 1080 Unfertige Leistungen
3964 219 7090 1090 In Ausführung befindl. Bauaufträge
3965 219 7095 1095 In Arbeit befindliche Aufträge
102 Buchungen auf Bestandskonten

3. Fertige Erzeugnisse und Waren

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


39 22 7100 1100 Fertige Erzeugnisse und Waren
3966 220 7110 1110 Fertige Erzeugnisse
39 228 7140 1140 Waren

4. Geleistete Anzahlungen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


114 23 1510 1180 Geleist. Anzahlungen auf Vorräte
1141 230 1511 1181 Geleist. Anzahlungen 7 % VSt
1143 232 1518 1186 Geleist. Anzahlungen 19 % VSt

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vor-


räten offen abgesetzt und verkürzen somit die Bilanzsumme.
Dies kann sich positiv auf die Größenklasse des Unternehmens
(und die Steuerberaterrechnung) auswirken.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


175 232 1710 1190 Erhalt. Anzahl. auf Bestellungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen


Dieses Konto ist nicht direkt bebuchbar, da es für das auto-
matische Saldo sämtlicher Debitorenkonten vom DATEV-System
reserviert ist.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


101 24 1400 1200 Forderungen aus Lief. u. Leist.
AKTIVA 103

Wenn Sie keine Kundenkonten bebuchen, stehen die Konten


zur Verfügung:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
101 24 1410 1210 Forderungen a. Lief. u. Leist.

Wertberichtigungen auf Forderungen können einzeln oder pau-


schal vorgenommen werden:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
052 2491 0998 1246 Einzelwertberichtigung Forderung (bis
1 Jahr Laufzeit)
0521 2491 0999 1247 Einzelwertberichtigung Forderung
(mehr als 1 Jahr Laufzeit)
052 2492 0996 1248 Pauschalwertberichtigung Forderung
(Laufzeit bis 1 Jahr)
0521 2492 0997 1249 Pauschalwertberichtigung Forderung
(Laufzeit mehr als 1 Jahr)

Die Einstellung in die Pauschalwertberichtigung erfolgt über


ein gesondertes Aufwandskonto, während man die Einzelwert-
berichtigung über eine Forderungsabschreibung realisiert. In
beiden Fällen wird die Forderung als solche nicht vermindert,
sondern separat ein Ausgleichsposten in der Bilanz gebildet.
Das hat den Vorteil, dass auch im Folgejahr in den Büchern die
ursprünglichen Forderungen stehen.

Folgende Forderungen haben Kapitalgesellschaften gesondert


auszuweisen oder im Anhang zu erläutern.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
115 244 1490 1250 Forderungen aus Lieferungen/Leistun-
gen gg. Gesellschafter
104 Buchungen auf Bestandskonten

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und

3. Forderungen gegen Unternehmen,


mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Diese zwei Arten von Forderungen sind von Kapitalgesellschaf-
ten im Anhang zu erläutern:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


108f 25f 1594f 1260 Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
109f 258f 1597f 1280 Forderungen gegen Unternehmen
480f mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht

Eingeforderte Nachschüsse bucht man auf diesen Konten:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0011 2685 0839 1299 Eingeforderte Nachschüsse
001 318 0845 2929 Eingefordertes Nachschusskapital

1299 (0839) Eingeforderte Nachschüsse


an 2929 (0845) Eingefordertes Nachschusskapital

4. Sonstige Vermögensgegenstände

des Umlaufvermögens werden auf folgenden Konten erfasst:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


11 26 1500 1300 Sonst. Vermögensgegenstände
103f 265f 1503 1310 Forderungen gegen Geschäftsführer
und Vorstandsmitglieder
AKTIVA 105

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


104f 265f 1505 1320 Forderungen gegen Aufsichtsratsund
Beiratsmitglieder
115f 265f 1507 1330 Forderungen gegen Gesellschafter
116 265 1530 1340 Forderungen gegen Personal

Bei der Auszahlung eines Lohn- oder Gehaltsvorschusses han-


delt es sich zunächst nicht um eine Betriebsausgabe. Der Mit-
arbeiter schuldet solange den Vorschuss, bis dieser mit seiner
Arbeitsleistung verrechnet ist.

Forderung an Personal 1.000 EUR


an Kasse 1.000 EUR

Der Vorschuss wird nach Vereinbarung in den folgenden Mona-


ten mit den laufenden Nettobezügen verrechnet, z. B.:

Verbindlichkeiten Lohn- und Gehalt 2.500 EUR


an Forderung an Personal 250 EUR
an Bank 2.250 EUR

Geleistete Kautionen werden als kurzfristige Forderungen er-


fasst. Darlehensforderungen im Umlaufvermögen gelten mit
einer Laufzeit unter einem Jahr ebenfalls als kurzfristig. Durch-
laufende Posten sind Betriebsausgaben und -einnahmen, die
im Namen und auf Rechnung eines anderen vereinnahmt sind.
In der Agenturwarenabrechnung bzw. Kommissionsabrechnung
sind hier Forderungen zu erfassen:
106 Buchungen auf Bestandskonten

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


117 266 1525 1350 Kautionen
118 266 1550 1360 Darlehen
1595 2663 1590 1370 Durchlaufende Posten
113 2664 1521 1375 Agenturwarenabrechnung
113 2661 1355 1378 Ansprüche aus Rückdeckungs-
versicherung
113 2671 1350 1390 GmbH-Anteile zum kurzfristigen
Verbleib
113 2672 1352 1395 Genossenschaftsanteile zum kurz-
fristigen Verbleib

Steuerforderungen sind auf folgenden Konten zu erfassen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


111 2621 1545 1420 USt-Forderungen
111 2622 1545 1421 USt-Forderungen laufendes Jahr
1111 2623 1545 1422 USt-Forderungen Vorjahr
1112 2624 1545 1425 USt-Forderungen frühere Jahre
111 2635 1547 1427 Ford. aus Verbrauchssteuern

Einfuhrumsatzsteuern aus Importen von Drittländern (außer-


halb der EU) sind wie die Vorsteuer abziehbar.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


143 2628 1588 1433 Einfuhrumsatzsteuer

Nicht abziehbar (vorläufig) im alten Jahr sind z. B. Vorsteuer aus


Jahresabschlusskosten, Dezember-Buchhaltung. Im neuen Jahr
wird in diesen Fällen nicht abziehbare Vorsteuer in abziehbare
umgebucht:
AKTIVA 107

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


148 2629 1548 1434 VSt im Folgejahr abziehbar
1113 263 1540 1435 Steuerüberzahlungen
1114 2631 1542 1440 Steuererstattungsanspruch gegenüber
anderen EG-Ländern
1115 2632 1549 1450 Körperschaftsteuerrückforderungen

Dieses Konto nimmt als Zwischenkonto Geldzahlungen zwi-


schen Finanzkonten auf, z. B. zwischen Kasse und Bank:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
159 2667 1360 1460 Geldtransit

Das Konto »Unklare Posten« finden Sie in keinem offiziellen


Kontenrahmen wieder und in kaum einem Lehrbuch behandelt,
da in der Buchhaltung Geschäftsvorfälle klar und eindeutig zu
sein haben. In der Praxis aber steht dem Anspruch auf Perfekti-
on der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und zeitnahen Erfassung
entgegen – unter dem Termindruck der Abgabe von Umsatz-
steuervoranmeldungen. Vorfälle, die wegen fehlender Belege
und Angaben nicht einzuordnen sind, dürfen nicht die Eingabe
von weiteren Buchungssätzen blockieren. Sie sind vorüberge-
hend als unklare Posten zu erfassen, aber möglichst schnell zu
klären und auszubuchen.

Spätestens zum Jahresabschluss gibt es keine unklaren Posten mehr. Je


mehr Zeit ins Land geht, desto schwieriger wird es im Nachhinein mit
der Aufklärung. Lassen Sie deshalb nicht bis zum Jahresende seitenwei-
se ungeklärte Posten auflaufen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1599 2669 1399 1499 Unklare Posten (neu anlegen)
108 Buchungen auf Bestandskonten

III. Wertpapiere

1.–3. Anteile an verbundenen Unternehmen,


sonstige Wertpapiere

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


121 270 1340 1500 Anteile an verbund. Unternehmen
123 279 1348 1510 Sonstige Wertpapiere

IV. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiro-


guthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
Folgende Konten sind vorgesehen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


152 286 1330 1550 Schecks
151 288 1000 1600 Kasse
1511 289 1010 1610 Nebenkasse 1
132 285 1100 1700 Postbank
133 284 1190 1780 LZB-Guthaben
134 287 1195 1790 Bundesbankguthaben
13 280 1200 1800 Bank

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Vorauszahlungen größerer Betriebsausgaben, wirtschaftlich
auch dem Folgejahr zuzurechnen, sind auf den betreffenden
Zeitraum gleichmäßig zu verteilen. Eine Pflicht zur zeitlichen
Abgrenzung besteht allerdings nur für erhebliche Beträge, d. h.
über der GWG-Grenze von 410 EUR. In Betracht kommen hier
hauptsächlich Betriebsversicherungen, Kfz-Versicherungen,
AKTIVA 109

Kfz-Steuer, Quartals- und Jahreszinsen u. ä. Die Zahlung wird zu-


nächst aufwandsneutral auf diesem Konto eingestellt. Um den
monatlichen Aufwand zu berücksichtigen, lösen Sie anschlie-
ßend die gebildete Rechnungsabgrenzung zeitanteilig auf. Für
den ersten und letzten Monat sind eventuell die Tage abzu-
grenzen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


091 29 0980 1900 Aktive Rechnungsabgrenzung
092 290 0986 1940 Damnum/Disagio

Das Damnum (Disagio) ist als aktiver Rechnungsabgrenzungs-


posten anzusetzen und auf die Laufzeit zu verteilen. Wird ein
Darlehen zurückgezahlt, so ist ein aktiviertes Disagio zu Lasten
des laufenden Gewinns auszubuchen, sofern die Bank keinen
Ersatz leistet.

PRAXIS-BEISPIEL
Ein Hypothekendarlehen über 720.000 EUR wird unter Abzug von 2 %
Bearbeitungsgebühr bereitgestellt. Dieses Disagio ist auf die Laufzeit
des Darlehens 12 Jahre/144 Monate zu verteilen (100 EUR pro Monat).
Bereitstellung des Darlehens auf dem Girokonto:

1800 (1200) Bank 705.600 EUR


1940 (0986) Disagio 14.400 EUR
an 3170 (0650) Darlehen 720.000 EUR

Monatliche Buchung (alternativ 1.200,00 EUR zum Jahresende):

1940 (0986) Disagio 100 EUR


an 3170 (0650) Darlehen 100 EUR
110 Buchungen auf Bestandskonten

D. Aktive latente Steuern


Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermö-
gensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungspos-
ten und ihren steuerlichen Wertansätzen können Differenzen
bestehen. Eine sich daraus ergebende zukünftige Steuerentlas-
tung kann als Aktive latente Steuern in der Bilanz angesetzt
werden.

Aktive latente Steuern fallen an, wenn das steuerrechtliche Ver-


mögen höher als das handelsrechtliche liegt. In Betracht kom-
men folgende Fälle:
ƒ außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen bei nur
vorübergehender Wertminderung (steuerrechtlich nicht mög-
lich);
ƒ degressive AfA in der Handelsbilanz, lineare AfA in der Steu-
erbilanz;
ƒ Disagio, das handelsrechtlich als Aufwand behandelt wurde;
ƒ Drohverlustrückstellung in der Handelsbilanz (steuerrechtlich
nicht möglich);
ƒ höherer Ansatz der Pensionsrückstellung in der Handelsbi-
lanz.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR04)


(GHK)
94 295 0983 1950 Aktive latente Steuern
PASSIVA 111

PASSIVA
A. Eigenkapital
Als Ausgleichsposten zwischen Aktiva und Passiva steht das Ei-
genkapital. Bei Einzelunternehmern gliedert es sich in: Kapital
des Vorjahres, Einlagen, Entnahmen und Jahresergebnis.

Folgende Kapitalkonten stehen für Einzelunternehmer bzw. mit


den Endziffern 0 bis 9 für bis zu zehn Vollhafter einer Gesell-
schaft bzw. für bis zu zehn Kommanditisten zur Verfügung:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0610 301 0880 2010 Variables Kapital
115 303 0890 2020 Gesellschafter-Darlehen
0615 3002 0900 2050 Kommandit-Kapital
066 3012 0910 2060 Verlustausgleich
085 3032 0920 2070 Gesellschafter-Darlehen, Teilhafter

Auf den Privatkonten als Unterkonten des Eigenkapitals sind


alltägliche Geschäftsvorfälle zu erfassen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


161 302 1800 2100 Privatentnahmen allgemein

Privatentnahmen und unentgeltliche Wertabgaben sind auf ei-


nem gesonderten Privatkonto im Soll zu erfassen:
112 Buchungen auf Bestandskonten

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


871 3021 1880 2130 unentgeltliche Wertabgaben
163 3022 1810 2150 Privatsteuern
162 3023 1890 2180 Privateinlagen
164 3024 1820 2200 Sonderausg. beschr. abzugsfähig
165 3025 1830 2230 Sonderausg. unbeschr. abzugsfähig
165 3026 1840 2250 Privatspenden
164 3027 1850 2280 Außergewöhnliche Belastungen
161 3028 1860 2300 Grundstücksaufwand
162 3029 1870 2350 Grundstücksertrag
161ff. 302ff. 1900 2500 Privatkonten Kommanditisten

I–III. Gezeichnetes Kapital, Kapital- und Gewinnrücklagen


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
061 300 0800 2900 Gezeichnetes Kapital
062 31 0840 2920 Kapitalrücklage

III. 1.–2. Gesetzliche Rücklage und Rücklage


für eigene Anteile
Die GmbH kann eigene Geschäftsanteile am Stammkapital hal-
ten.

III. 3.–4. Satzungsmäßige Rücklagen und andere Gewinn-


rücklagen

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0631f 321f 0846f 2930ff Gesetzliche Rücklage
0633f 323f 0851f 2950ff Satzungsmäßige Rücklagen
0634 324f 0855f 2960f Andere Gewinnrücklagen
PASSIVA 113

IV. Gewinnvorträge/Verlustvorträge
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
064 331 0860 2970 Gewinnvortrag vor Verwendung
064 331 0868 2978 Verlustvortrag vor Verwendung
064 339 0869 2979 Vorträge auf neue Rechnung
0711 355 0931 2981 Sonderposten mit Rücklagenanteil § 6b EStG

B. Rückstellungen
Rückstellungen sind Verbindlichkeiten für Aufwendungen des
abgelaufenen Wirtschaftsjahres, deren genaue Höhe oder Fäl-
ligkeit noch nicht feststeht.

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche


Verpflichtungen
Zu den ungewissen Verbindlichkeiten, die zum Jahresabschluss
als Rückstellung passiviert werden müssen, gehören auch Ver-
pflichtungen aus einer Pensionszusage. Pensionen und ähnli-
che Verpflichtungen erfassen Sie auf den Konten:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
0721 37 0950 3000 Pensions- und ähnl. Rückstellungen
4062 647 4160 6150 Versorgungskassen

BEISPIEL
Aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens wird der
Barwert einer Pensionszusage zum 31.12. auf 70.000 EUR ermittelt. Der
Bilanzwert im Vorjahr betrug 60.000 EUR. In Höhe des Unterschiedsbe-
trages von 10.000 EUR ist die bisher bilanzierte Pensionsrückstellung
aufzustocken. Bereitstellung des Darlehens auf dem Girokonto:

6140 (4165) Aufwendungen für Altersversorgung 10.000 EUR


an 3010 (0950) Pensionsrückstellungen 10.000 EUR
114 Buchungen auf Bestandskonten

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0721 37 0950 3010 Pensionsrückstellungen
406 648 4165 6140 Aufwend. für Altersversorgung
276 5481 2735 4930 Erträge Auflösung v. Rückst.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2010 müssen Rückstellungen für Pen-


sionszusagen in der Handelsbilanz nach abweichenden Rech-
nungsgrundlagen bewertet werden. Die Abzinsung sämtlicher
Rückstellungen bestimmt sich am durchschnittlichen Marktzins-
satz der vergangenen zehn Geschäftsjahre wie er von der Deut-
schen Bundesbank veröffentlicht wird. Für die Pensionsrück-
stellung in der Handelsbilanz und Steuerbilanz sind daher zwei
versicherungsmathematische Gutachten in Auftrag zu geben
Bekanntermaßen führt der unrealistische Abzinsungssatz von
6 % zu einer krassen Unterdeckung bei den Pensionszusagen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR04)


113 2662 1356 1380 VermG zur Erfüllung von
Pensionsrückstellungen
113 2663 1357 1381 VermG zur Saldierung von
Pensionsrückstellungen
2641 5742 2684 7142 Zinserträge Abzinsung von
Rückstellungen
2642 5743 2685 7143 Zinserträge Abzinsung von
Pensionsrückstellungen
2643 5744 2686 7144 Zinserträge Abzinsung v. Pensions-
rückstellungen § 246 Abs. 2 HGB
2644 5745 2687 7145 Zinserträge Abzinsung, Verrechnungen
§ 246 Abs. 2 HGB
2125 7572 2144 7362 Zinsaufwendungen aus der Abzinsung
von Rückstellungen
PASSIVA 115

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR04)


2126 7573 2145 7363 Zinsaufwend. aus der Abzinsung von
Pensionsrückstellungen
2127 75741 2146 7364 Zinsaufw. a. d. Abzins. v. Pensions-
rückstellungen § 246 Abs. 2 HGB
2128 7575 2147 7365 Zinsaufw. aus der Abzinsung,
Verrechnungen § 246 Abs. 2 HGB

2. Steuerrückstellungen
Wenn die Steuerbelastung betrieblicher Steuern zum Bilanz-
stichtag noch nicht feststeht, sind entsprechende Rückstellun-
gen zu bilden.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
0722 38 0955 3020 Steuerrückstellungen
0722 380 0957 3030 Gewerbesteuerrückstellung
0722 380 0956 3035 Gewerbesteuerrückstellung (§ 4
Abs. 5b EStG)
0722 381 0963 3040 Körperschaftsteuerrückstellung

3. Sonstige Rückstellungen
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
0724 39 0970 3070 Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden im Einzelnen gebildet für:


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
0724 398 0971 3075 Rückst. Instandhaltung bis 3 Mon.
0724 390 0961 3079 Urlaubsrückstellungen
0724 399 0973 3085 Rückst. Abraum-/Abfallbeseitig.
0724 397 0976 3092 Rückst. für drohende Verluste
0724 392 0977 3095 Rückst. für Abschluss u. Prüfung
116 Buchungen auf Bestandskonten

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


0724 399 0978 3098 Aufwandsrückst. § 249 Abs. 2 HGB
0724 394 0979 3099 Rückstellungen für Umweltschutz
0724 391 0974 3090 Rückst. für Gewährleistungen

C. Verbindlichkeiten
Von Anleihen bis Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
Die Position 1 der Verbindlichkeiten auf der Passivseite der
Bilanz umfasst Anleihen. Anleihen sind langfristige, am Kapi-
talmarkt aufgenommene Kredite, durch Wertpapiere verbrieft.
Man unterscheidet zwischen konvertiblen Anleihen, die in Ei-
genkapitalanteilen umgetauscht werden können, und nicht
konvertiblen.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
0811 415f 0600f 3100ff Anleihen, nicht konvertibel
0812 410f 0615f 3120ff Anleihen konvertibel

Position 2 beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsti-


tuten. Dazu gehören Ratenkredite und Darlehen von Banken,
Sparkassen und anderen Kreditinstituten. Sie werden auf den
folgenden Konten verbucht. (Der Restlaufzeitvermerk in der
GmbH-Bilanz erspart eine entsprechende Erläuterung im An-
hang.)
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
082f 42f 0630f 3150ff Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-
instituten
0825f 421f 0660f 3180ff Teilzahlungs-Verbindlichkeiten gegen-
über Kreditinstituten
PASSIVA 117

Position 3 »erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen« sollten


von den Vorräten auf der Aktivseite offen abgesetzt und nicht
über das erste Konto mit passivem Ausweis verbucht werden.
Damit wird die Bilanzsumme verkürzt. Dies kann sich positiv
auf die Größenklasse des Unternehmens (und die Steuerbera-
terrechnung) auswirken.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
175 43 1710 3250 Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen (Verbindlichkeiten)
175 232 1722 1190 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellun-
gen (von Vorräten abgesetzt)
1751 4301 1711 3260 Erhaltene Anzahlungen 7 % USt
1752 4302 1718 3272 Erhaltene Anzahlungen 19 % USt

Position 4 »Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistun-


gen«: Das folgende Konto ist nicht direkt bebuchbar, da es für
das automatische Saldo sämtlicher Kreditorenkonten vom DA-
TEV-System reserviert ist:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
171 44 1600 3300 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen

Wenn Sie keine Lieferantenkonten bebuchen, stehen die fol-


genden Konten zur Verfügung. Bei Kapitalgesellschaften sind
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Anhang zu er-
läutern.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


171f 44f 1610f 3310f Verbindlichk. aus Lief. und Leist.
118 Buchungen auf Bestandskonten

Die Position 5 »Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener


Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel« (Schuldwech-
sel) ist auf folgendem Konto zu erfassen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


176f 45f 1660f 3350f Wechselverbindlichkeiten

Die Position 6 »Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Un-


ternehmen« verbuchen Sie wie folgt:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


178f 46f 0700f 3400- Verbindlichkeiten gegenüber
1630f 3410 verbundenen Unternehmen

Die Position 7 umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Unterneh-


men, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


179f 452f 0715 3450f Verbindlichkeiten gegenüber Unter-
nehmen mit Beteiligungsverhältnis

Position 8 »Sonstige Verbindlichkeiten, davon aus Steuern, da-


von im Rahmen der sozialen Sicherheit«: Sonstige Verbindlich-
keiten werden in der GmbH-Bilanz nach Fristigkeit und Gläubi-
ger unterschieden.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


194 48 1700 3500f Sonstige Verbindlichkeiten

Partiarische Darlehen: Hier wird kein fester Zins, sondern eine


Beteiligung am Gewinn des Schuldners vereinbart.
PASSIVA 119

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


195 4875 0780 3540 Partiarische Darlehen
172 4863 1732 3550 Erhaltene Kautionen
173 4891 1731 3600 Agenturwarenabrechnung

Steuerverbindlichkeiten:
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
191f 483f 1736 3700f Verbindlichkeiten aus Steuern und
Abgaben

Ein Auftraggeber für Bauleistungen hat grundsätzlich 15 % vom zu


zahlenden Bruttoentgelt beim zuständigen Finanzamt des Auf-
tragnehmers anzumelden und abzuführen (Bauabzugssteuer).

Diese Verbindlichkeit wird auf den nachfolgenden Konten er-


fasst. Der Auftragnehmer hat dadurch Forderungen gegenüber
seinem Finanzamt in gleicher Höhe zur Verrechnung mit seinen
Steuerschulden.
BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
4839 1919 1749 3726 Bauabzugssteuer, Verbindlichkeit an
Finanzamt
2633 1116 1543 1456 Bauabzugssteuer, Forderung an
Finanzamt

Auf den folgenden Konten stehen z. B. Dezemberlöhne


BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)
1925 4851 1740 3720 Verbindl. aus Lohn und Gehalt
1929 4852 1755 3790 Lohn- und Gehaltsverrechnungen
120 Buchungen auf Bestandskonten

Ausstehende Sozialversicherungsbeiträge sind auf diesen Kon-


ten zu erfassen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


192 484 1742 3740 Verbindlichkeiten soziale Sicherheit
1924 4853 1795 3796 Verbindlichkeiten soziale Sicherheit
§ 4 Abs. 3 EStG
1924 4844 1759 3759 Voraussichtliche Beitragsschuld

Seit dem 1.1.2015 regeln EU-Vorgaben, dass der Ort der Tele-
kommunikationsdienste am Sitzort des Kunden/Leistungsemp-
fängers liegt (§ 3a Abs. 5 UStG).

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1815 4716 1728 3798 USt im anderen EG-Land elektr.
Dienste
1815 4716 1729 3799 USt im anderen EG-Land elektr.
Dienste, MOSS

Ist-Versteuerer (Umsatzsteuer wird nur auf vereinnahmte Ent-


gelte fällig) verbuchen nicht fällige Umsatzsteuer auf ihre aus-
stehenden Verbindlichkeiten.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1829 481 1760 3810 Umsatzsteuer nicht fällig
1829 4811 1761 3811 Umsatzsteuer nicht fällig 7 %
1815 4815 1766 3816 Umsatzsteuer nicht fällig 19 %

Umsatzsteuervorauszahlungen sind auf diesem Konto zu erfas-


sen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


182 482 1780 3820 Umsatzsteuervorauszahlungen
PASSIVA 121

Umsatzsteuervorauszahlungen 1/11 bezeichnen Sondervoraus-


zahlungen bei monatlicher Abgabe der Voranmeldung jeweils
zu Jahresbeginn. Monatliche Voranmeldungen dürfen um je-
weils einen Monat später abgegeben werden (Dauerfristver-
längerung).

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


182 4821 1781 3830 Umsatzsteuervorauszahlung 1/11

Auf diesem Gegenkonto sind zur Abstimmung des Umsatzsteu-


erjahressolls noch nicht gezahlte Umsatzsteuervorauszahlun-
gen einzubuchen.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1821 4824 1789 3840 Umsatzsteuer laufendes Jahr

BEISPIEL
In der Dezembervoranmeldung ist ein Vorauszahlungssoll (vor Abzug
des 1/11) von 10.000 EUR angemeldet. Zum Jahresabschluss wird diese
Verbindlichkeit gesondert ausgewiesen:

Konto Eingang/ Ausgang/ Datum Gegen-


Soll Haben konto
3840 (1789) 10 000,00 31.12. 3820 (1780)

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


1822 4825 1790 3841 Umsatzsteuer Vorjahr
1822 4826 1791 3845 Umsatzsteuer frühere Jahre
1822 4827 1788 3850 Aufgeschobene Einfuhr-USt
1822 4828 1783 3851 Unberechtigt ausgewiesene USt
122 Buchungen auf Bestandskonten

D. Rechnungsabgrenzungsposten
Vereinnahmte Vorauszahlungen, wirtschaftlich auch dem Fol-
gejahr zuzurechnen, sind auf den sie betreffenden Zeitraum
gleichmäßig zu verteilen. Die Zahlung wird zunächst aufwands-
neutral auf diesem Konto eingestellt. Um den monatlichen Er-
trag zu berücksichtigen, wird anschließend die gebildete Rech-
nungsabgrenzung zeitanteilig aufgelöst.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


093 49 0990 3900 Passive Rechnungsabgrenzung

E. Passive latente Steuern


Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermö-
gensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungspos-
ten und ihren steuerlichen Wertansätzen können Differenzen
bestehen. Passive latente Steuern sind anzusetzen, wenn das
nach steuerrechtlichen Vorschriften ermittelte Vermögen nied-
riger als das handelsrechtliche Vermögen ist. Dies kommt z. B.
in folgenden Fällen in Betracht:
ƒ Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegen-
stände in der Handelsbilanz;
ƒ Auflösung einer Rücklage nach § 6b EStG oder einer Rückstel-
lung für Ersatzbeschaffung in der Handelsbilanz;
ƒ nur steuerrechtlich zulässige Sonderabschreibungen;
ƒ Investitionsabzugsbeträge außerhalb der Bilanz.
Eröffnungsbilanz und Jahresverkehrszahlen 123

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR04)


(GHK)
0723 385 0968 3060 Passive latente Steuern
2435 7750 2250 7645 Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern
0722 0381 0962 3050 Steuerrückstellung aus Steuerstundung
(BStBK)
2435 7750 2260 7646 Aufwendungen aus der Zuführung zu
Steuerrückstellungen für Steuer-
stundung (BStK)
2435 7755 2265 7648 Erträge aus der Auflösung von Steuer-
rückstellungen für Steuerstundung
(BStK)

Eröffnungsbilanz
und Jahresverkehrszahlen
Eröffnungsbilanzbuchungen
Zu Jahresbeginn sind vor dem Buchen der Geschäftsvorfälle
lediglich die Bestandskonten vorzutragen (erforderlich nur bei
Bilanzierung). Sämtliche Erfolgskonten saldieren zum Jahres-
ende mit 0 EUR und sind mit Ablauf eines Wirtschaftsjahres
abgeschlossen.
124 Buchungen auf Bestandskonten

Für die Eröffnungsbilanzbuchungen stehen folgende Konten zur


Verfügung:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


91 800 9000 9000 Saldenvorträge Sachkonten
9101 8001 9001 9001ff Saldenvorträge
9105 8008 9008 9008 Saldenvorträge Debitoren
9106 8009 9009 9009 Saldenvorträge Kreditoren

Jahresverkehrszahlen
Bei Umstellung der Buchführung während des Jahres sind
sämtliche Kontensalden vorzutragen, auch bei der Einnahmen-
überschussrechnung. Diese sogenannten Jahresverkehrszahlen
saldieren auf dem Summenvortragskonto (DATEV: 9090) nach
dem System der doppelten Buchführung zu 0 EUR.

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


915 8009 9090 9090 Summenvortragskonto

Daneben lassen sich die Debitoren nach ihrem Alter ordnen:

BGA IKR SKR03 SKR04 Kontenbezeichnung (SKR)


9216 8216 9086 9086 Offene Posten 2016
9215 8215 9085 9085 Offene Posten 2015
125

Stichwortverzeichnis
Abschreibung 33, 53, 59, 62, 80 Kaufleasing 60
Aktivum 92 Kursdifferenz 76
Anlagevermögen 92 Latente Steuern, aktive 110
Aufwendung 38, 47, 64, 77, 80 Lohn 50
ausstehende Einlage 92 materielle Sachanlagen 56
Bankspesen 76 Mietleasing 64
Bauleistung 21 Nachlass 45
Bestandskonto 6, 8 Niederstwertprinzip 32
Bestandsveränderung 27 f., 47 Passiva 109
Bewirtungskosten 70 f. Personalaufwand 50
bezogene Leistungen 49 Preisnachlass 25 f.
Bilanz 7, 89 Provisionserlös 19
Bonus 26, 45 Rabatte 45
DATEV-System 9 Rechnungsabgrenzungsposten 108, 122
Dienstleistung 28 Rechtsberatung 75
Eigenkapital 109, 111 Reisekosten 69
Entnahme 19 f., 29 Reparatur 67
Erfolgskonto 6, 8 f. Rücklage 34
Erlösschmälerung 25 f. Rückstellung 34
Eröffnungsbilanzbuchung 121 Sachbezug 35
EU-Geschäft 42 Saldo 8, 10
Fahrzeugkosten 67 Skonto 45
Forderung 34, 77, 102 sonstiger Vermögensgegenstand 102
Garantieleistung 73 sonstige Steuer 85
Gehalt 50 Sozialversicherung 52
geringwertiges Wirtschaftsgut Spende 64
(GWG) 60 Steuerberatungskosten 75
Gesamtkostenverfahren 12 Steuererstattung 36
Geschäftsvorfall 6 f. Steuerpflichtige Lieferung 24
Geschenk 69 Steuersatz 14
Gewinn 10 Steuerschuldnerschaft 49
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) 12 Umlaufvermögen 62, 100 f.
Handelsspann 41 Umsatz 14, 17 f.
Herstellungskosten 27 Umsatzsteuer 14 ff.
HGB-Schema 79 unentgeltliche Wertabgabe 19
immaterielles Sachanlagegut 55 Vermögensgegenstand 76
innergemeinschaftliche Lieferung 22 Versicherung 66
innergemeinschaftlicher Erwerb 44 Vorsteuer 14, 38, 47
Instandhaltung 67 Wareneinsatz 40
Jahresergebnis 10 Werbekosten 69
Jahresverkehrszahl 123 wertberichtigte Forderungen 32
kalkulatorische Kosten 85 ff.
Impressum
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
http://dnb.dnb.de abrufbar.

Print: ISBN: 978-3-648-09040-4 Bestell-Nr.: 00860-0011


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ePDF: ISBN: 978-3-648-09042-8 Bestell-Nr.: 00860-0153

Elmar Goldstein
Kontieren und buchen – Richtig, sicher und vollständig nach DATEV, IKR, BGA
11. Auflage 2016

© 2016, Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Munzinger Straße 9, 79111 Freiburg
Redaktionsanschrift: Fraunhoferstraße 5, 82152 Planegg/München
Internet: www.haufe.de
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Redaktion: Jürgen Fischer


Redaktionsassistenz: Christine Rüber

Umschlaggestaltung: Simone Kienle, Stuttgart


Umschlagentwurf: RED GmbH, Krailling
Satz und Druck: Beltz Bad Langensalza GmbH, Bad Langensalza

Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit
und Richtigkeit.

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen


Wiedergabe (einschließlich Mikrokopie) sowie der Auswertung durch Datenbanken
oder ähnliche Einrichtungen, vorbehalten.
127

Der Autor
Elmar Goldstein ist Diplom-Kaufmann mit langjähriger Erfah-
rung im Rechnungswesen kleiner und mittlerer Unternehmen
und weiß als Praktiker, worauf es bei Buchhaltung und Jahres-
abschluss ankommt. Bei Haufe hat er zahlreiche Bücher zur
Buchführung und Bilanzierung veröffentlicht.

Weitere Literatur
»Richtig kontieren von A–Z. Das Kontierungslexikon für die
Praxis nach DATEV, IKR, BGA – mit Arbeitshilfen online«,
von Elmar Goldstein. 408 Seiten, EUR 34,95.
ISBN 978-3-648-07034-5, Bestell-Nr. 01134

»Jahresabschluss leicht gemacht«, von Elmar Goldstein,


326 Seiten, mit CD-ROM, EUR 34,80. ISBN 978-3-448-10107-2,
Bestell-Nr. 01136

»Schnelleinstieg in die DATEV-Buchführung. Sofort buchen


nach dem DATEV-System«, von Elmar Goldstein, 352 Seiten,
EUR 29,95. ISBN 978-3-648-03652-5, Bestell-Nr. 01135

»Belege richtig kontieren und buchen Typische Buchungsfälle


nach den Kontenrahmen für DATEV, IKR, BGA– mit Arbeitshilfen
online«, von Elmar Goldstein. 394 Seiten, EUR 29,95.
ISBN 978-3-648-07934-8, Bestell-Nr. 01170